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Buch - Pandora - Goethe, Johann Wolfgang

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Originalwerk · Lesefassung

Pandora

Goethe, Johann Wolfgang · 1749–1832

Pandora von Goethe, Johann Wolfgang. Volltext der angegebenen Ausgabe mit textbezogenen Leseaufgaben.

DramaKlasse 9–10 · 11–133 Abschnitte
Porträt von Goethe, Johann Wolfgang von; Kontextbild zur Autorin oder zum Autor, keine Szene aus dem Buch.
Porträt · Goethe, Johann Wolfgang von · Joseph Karl Stieler · Public domain Bildquelle ↗
Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und Wertvorstellungen im Unterricht einordnen.
  • Unvollendetes Original/Fragment; nicht als vollständig abgeschlossene Erzählung angekündigt.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Abschnitt 3 von 3

[Stücktext]

1
Seite des Prometheus
Vorlage S. 332
2
Zu der Linken des Zuschauers Fels und Gebirg, aus dessen mächtigen Bänken und Massen natürliche und künstliche Höhlen neben- und übereinander gebildet sind, mit mannigfaltigen Pfaden und Steigen, welche sie verbinden. Einige dieser Höhlen sind wieder mit Felsstücken zugesetzt, andre mit Toren und Gattern verschlossen, alles roh und derb. Hier und da sieht man etwas regelmäßig Gemauertes, vorzüglich Unterstützung und künstliche Verbindung der Massen bezweckend, auch schon bequemere Wohnungen andeutend, doch ohne alle Symmetrie. Rankengewächse hangen herab; einzelne Büsche zeigen sich auf den Absätzen; höher hinauf verdichtet sich das Gesträuch, bis sich das Ganze in einen waldigen Gipfel endigt.
Vorlage S. 332
3
Seite des Epimetheus
Vorlage S. 332
4
Gegenüber zur Rechten ein ernstes Holzgebäude nach ältester Art und Konstruktion, mit Säulen von Baumstämmen und kaum gekanteten Gebälken und Gesimsen. In der Vorhalle sieht man eine Ruhestätte mit Fellen und Teppichen. Neben dem Hauptgebäude, gegen den Hintergrund, kleinere ähnliche Wohnungen mit vielfachen Anstalten von trockenen Mauern, Planken und Hecken, welche auf Befriedigung verschiedener Besitztümer deuten; dahinter die Gipfel von Fruchtbäumen, Anzeigen wohlbestellter Gärten. Weiterhin mehrere Gebäude im gleichen Sinne.
Vorlage S. 332
5
Im Hintergrunde mannigfaltige Flächen, Hügel, Büsche und Haine; ein Fluss, der mit Fällen und Krümmungen nach einer Seebucht fließt, die zunächst von steilen Felsen begrenzt wird. Der Meereshorizont, über den sich Inseln erheben, schließt das Ganze.
Vorlage S. 332
6
Nacht.
Vorlage S. 332
7
EPIMETHEUS
Vorlage S. 332
8
aus der Mitte der Landschaft hervortretend.
Vorlage S. 332
9
Kindheit und Jugend, allzuglücklich preis' ich sie,
Vorlage S. 332
10
Dass, nach durchstürmter durchgenoßner Tageslust,
Vorlage S. 332
11
Behender Schlummer allgewaltig sie ergreift
Vorlage S. 332
12
Und, jede Spur vertilgend kräft'ger Gegenwart,
Vorlage S. 332
13
Vergangnes, Träume bildend, mischt Zukünftigem.
Vorlage S. 332
14
Ein solch Behagen, ferne bleibt's dem Alten, mir.
Vorlage S. 332
15
Nicht sondert mir entschieden Tag und Nacht sich ab,
Vorlage S. 332
16
Und meines Namens altes Unheil trag' ich fort:
Vorlage S. 332
17
Denn Epimetheus nannten mich die Zeugenden,
Vorlage S. 332
18
Vergangnem nachzusinnen, Raschgeschehenes
Vorlage S. 332
19
Zurückzuführen, mühsamen Gedankenspiels,
Vorlage S. 332
20
Zum trüben Reich gestaltenmischender Möglichkeit.
Vorlage S. 332
21
So bittre Mühe war dem Jüngling auferlegt,
Vorlage S. 332
22
Dass, ungeduldig in das Leben hingewandt,
Vorlage S. 332
23
Ich unbedachtsam Gegenwärtiges ergriff
Vorlage S. 332
24
Und neuer Sorge neubelastende Qual erwarb.
Vorlage S. 332
25
So flohst du, kräft'ge Zeit der Jugend, mir dahin,
Vorlage S. 332
26
Abwechselnd immer, immer wechselnd mir zum Trost,
Vorlage S. 332
27
Von Fülle zum Entbehren, von Entzücken zu Verdruss.
Vorlage S. 332
28
Verzweiflung floh vor wonniglichem Gaukelwahn,
Vorlage S. 332
29
Ein tiefer Schlaf erquickte mich von Glück und Not;
Vorlage S. 332
30
Nun aber, nächtig immer schleichend wach umher,
Vorlage S. 332
31
Bedaur' ich meiner Schlafenden zu kurzes Glück,
Vorlage S. 332
32
Des Hahnes Krähen fürchtend, wie des Morgensterns
Vorlage S. 332
33
Voreilig Blinken. Besser blieb' es immer Nacht!
Vorlage S. 332
34
Gewaltsam schüttle Helios die Lockenglut;
Vorlage S. 332
35
Doch Menschenpfade, zu erhellen sind sie nicht.
Vorlage S. 332
36
Was aber hör' ich? knarrend öffnen sich so früh
Vorlage S. 332
37
Des Bruders Tore. Wacht er schon, der Tätige?
Vorlage S. 333
38
Voll Ungeduld, zu wirken, zündet er schon die Glut
Vorlage S. 333
39
Auf hohlem Herdraum werkaufregend wieder an
Vorlage S. 333
40
Und ruft zu mächt'ger Arbeitslust die rußige,
Vorlage S. 333
41
Mit Guß und Schlag Erz auszubilden kräft'ge Schar?
Vorlage S. 333
42
Nicht so! Ein eilend leiser Tritt bewegt sich her,
Vorlage S. 333
43
Mit frohem Tonmaß herzerhebenden Gesangs.
Vorlage S. 333
44
PHILEROS
Vorlage S. 333
45
von der Seite des Prometheus her.
Vorlage S. 333
46
Zu freieren Lüften hinaus, nur hinaus!
Vorlage S. 333
47
Wie drängen mich Mauern! wie ängstet das Haus!
Vorlage S. 333
48
Wie sollen mir Felle des Lagers genügen?
Vorlage S. 333
49
Geläng' es, ein Feuer in Träume zu wiegen?
Vorlage S. 333
50
Nicht Ruhe, nicht Rast
Vorlage S. 333
51
Den Liebenden fasst.
Vorlage S. 333
52
Was hilft es, und neiget das Haupt auch sich nieder
Vorlage S. 333
53
Und sinken ohnmächtig ermüdete Glieder;
Vorlage S. 333
54
Das Herz, es ist munter, es regt sich, es wacht,
Vorlage S. 333
55
Es lebt den lebendigsten Tag in der Nacht!
Vorlage S. 333
56
Alle blinken die Sterne mit zitterndem Schein,
Vorlage S. 333
57
Alle laden zu Freuden der Liebe mich ein,
Vorlage S. 333
58
Zu suchen, zu wandeln den duftigen Gang,
Vorlage S. 333
59
Wo gestern die Liebste mir wandelt' und sang,
Vorlage S. 333
60
Wo sie stand, wo sie saß, wo mit blühenden Bogen
Vorlage S. 333
61
Beblümete Himmel sich über uns zogen,
Vorlage S. 333
62
Und um uns und an uns so drängend und voll
Vorlage S. 333
63
Die Erde von nickenden Blumen erquoll.
Vorlage S. 333
64
O dort nur, o dort
Vorlage S. 333
65
Ist zum Ruhen der Ort!
Vorlage S. 333
66
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 333
67
Wie tönet mir ein mächt'ger Hymnus durch die Nacht!
Vorlage S. 333
68
PHILEROS.
Vorlage S. 333
69
Wen treff' ich schon, wen treff' ich noch den Wachenden?
Vorlage S. 333
70
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 333
71
Phileros, bist du es? Deine Stimme scheint es mir.
Vorlage S. 333
72
PHILEROS.
Vorlage S. 333
73
Ich bin es, Oheim! aber halte mich nicht auf.
Vorlage S. 333
74
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 333
75
Wo eilst du hin, du morgendlicher Jüngling du?
Vorlage S. 333
76
PHILEROS.
Vorlage S. 334
77
Wohin mich nicht dem Alten zu begleiten ziemt.
Vorlage S. 334
78
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 334
79
Des Jünglings Pfade, zu erraten sind sie leicht.
Vorlage S. 334
80
PHILEROS.
Vorlage S. 334
81
So lass mich los und frage mir nicht weiter nach.
Vorlage S. 334
82
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 334
83
Vertraue mir! Der Liebende bedarf des Rats.
Vorlage S. 334
84
PHILEROS.
Vorlage S. 334
85
Zum Rate bleibt nicht, zum Vertrauen bleibt nicht Raum.
Vorlage S. 334
86
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 334
87
So nenne mir den Namen deines holden Glücks.
Vorlage S. 334
88
PHILEROS.
Vorlage S. 334
89
Verborgen ist ihr Name wie der Eltern mir.
Vorlage S. 334
90
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 334
91
Auch Unbekannte zu beschädigen bringet Weh.
Vorlage S. 334
92
PHILEROS.
Vorlage S. 334
93
Des Ganges heitre Schritte, Guter, trübe nicht.
Vorlage S. 334
94
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 334
95
Dass du ins Unglück rennest, fürcht' ich nur zu sehr.
Vorlage S. 334
96
PHILEROS.
Vorlage S. 334
97
Phileros, nur dahin zum bedufteten Garten!
Vorlage S. 334
98
Da magst du die Fülle der Liebe dir erwarten,
Vorlage S. 334
99
Wenn Eos, die Blöde, mit glühendem Schein
Vorlage S. 334
100
Die Teppiche rötet am heiligen Schrein
Vorlage S. 334
101
Und hinter dem Teppich das Liebchen hervor,
Vorlage S. 334
102
Mit röteren Wangen, nach Helios' Tor,
Vorlage S. 334
103
Nach Gärten und Feldern mit Sehnsucht hinaus
Vorlage S. 334
104
Die Blicke versendet und spähet mich aus.
Vorlage S. 334
105
So wie ich zu dir,
Vorlage S. 334
106
So strebst du zu mir!
Vorlage S. 334
107
Ab, nach der rechten Seite des Zuschauers.
Vorlage S. 334
108
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 334
109
Fahr hin, Beglückter, Hochgesegneter, dahin!
Vorlage S. 334
110
Und wärst du nur den kurzen Weg zu ihr beglückt,
Vorlage S. 334
111
Doch zu beneiden! Schlägt dir nicht des Menschenheils
Vorlage S. 334
112
Erwünschte Stunde, zöge sie auch schnell vorbei?
Vorlage S. 334
113
So war auch mir! so freudig hüpfte mir das Herz,
Vorlage S. 334
114
Als mir Pandora nieder vom Olympos kam.
Vorlage S. 334
115
Allschönst und allbegabtest regte sie sich hehr
Vorlage S. 334
116
Dem Staunenden entgegen, forschend holden Blicks,
Vorlage S. 334
117
Ob ich, dem strengen Bruder gleich, wegwiese sie.
Vorlage S. 334
118
Doch nur zu mächtig war mir schon das Herz erregt,
Vorlage S. 334
119
Die holde Braut empfing ich mit berauschtem Sinn.
Vorlage S. 334
120
Sodann geheimnisreicher Mitgift naht' ich mich,
Vorlage S. 334
121
Des irdenen Gefäßes hoher Wohlgestalt.
Vorlage S. 334
122
Verschlossen stand's. Die Schöne freundlich trat hinzu,
Vorlage S. 334
123
Zerbrach das Göttersiegel, hub den Deckel ab.
Vorlage S. 334
124
Da schwoll gedrängt ein leichter Dampf aus ihm hervor,
Vorlage S. 335
125
Als wollt' ein Weihrauch danken den Uraniern,
Vorlage S. 335
126
Und fröhlich fuhr ein Sternblitz aus dem Dampf heraus,
Vorlage S. 335
127
Sogleich ein andrer; andre folgten heftig nach.
Vorlage S. 335
128
Da blickt' ich auf, und auf der Wolke schwebten schon
Vorlage S. 335
129
Im Gaukeln lieblich Götterbilder, buntgedrängt;
Vorlage S. 335
130
Pandora zeigt' und nannte mir die Schwebenden:
Vorlage S. 335
131
Dort, siehst du, sprach sie, glänzet Liebesglück empor!
Vorlage S. 335
132
Wie? rief ich, droben schwebt es? Hab' ich's doch in dir!
Vorlage S. 335
133
Daneben zieht, so sprach sie fort, Schmucklustiges
Vorlage S. 335
134
Des Vollgewandes wellenhafte Schleppe nach.
Vorlage S. 335
135
Doch höher steigt, bedächtig ernsten Herrscherblicks,
Vorlage S. 335
136
Ein immer vorwärts dringendes Gewaltgebild.
Vorlage S. 335
137
Dagegen, gunsterregend, strebt, mit Freundlichkeit
Vorlage S. 335
138
Sich selbst gefallend, süß zudringlich, regen Blicks,
Vorlage S. 335
139
Ein artig Bild, dein Auge suchend, emsig her.
Vorlage S. 335
140
Noch andre schmelzen kreisend ineinander hin,
Vorlage S. 335
141
Dem Rauch gehorchend, wie er hin und wider wogt,
Vorlage S. 335
142
Doch alle pflichtig, deiner Tage Lust zu sein.
Vorlage S. 335
143
Da rief ich aus: Vergebens glänzt ein Sternenheer,
Vorlage S. 335
144
Vergebens rauchgebildet wünschenswerter Trug!
Vorlage S. 335
145
Du trügst mich nicht, Pandora, mir die Einzige!
Vorlage S. 335
146
Kein andres Glück verlang' ich, weder wirkliches
Vorlage S. 335
147
Noch vorgespiegeltes im Luftwahn. Bleibe mein!
Vorlage S. 335
148
Indessen hatte sich das frische Menschenchor,
Vorlage S. 335
149
Das Chor der Neulinge, versammelt mir zum Fest.
Vorlage S. 335
150
Sie starrten froh die muntern Luftgeburten an
Vorlage S. 335
151
Und drangen zu und haschten. Aber flüchtiger
Vorlage S. 335
152
Und irdisch ausgestreckten Händen unerreichbar
Vorlage S. 335
153
Jene, steigend jetzt empor und jetzt gesenkt,
Vorlage S. 335
154
Die Menge täuschten stets sie, die verfolgende.
Vorlage S. 335
155
Ich aber zuversichtlich trat zur Gattin schnell
Vorlage S. 335
156
Und eignete das gottgesandte Wonnebild
Vorlage S. 335
157
Mit starken Armen meiner lieberfüllten Brust.
Vorlage S. 335
158
Auf ewig schuf da holde Liebesfülle mir
Vorlage S. 335
159
Zur süßen Lebensfabel jenen Augenblick.
Vorlage S. 335
160
Er begibt sich nach dem Lager in der Vorhalle und besteigt es.
Vorlage S. 335
161
Jener Kranz, Pandorens Locken
Vorlage S. 335
162
Eingedrückt von Götterhänden,
Vorlage S. 336
163
Wie er ihre Stirn umschattet,
Vorlage S. 336
164
Ihrer Augen Glut gedämpfet,
Vorlage S. 336
165
Schwebt mir noch vor Seel' und Sinnen,
Vorlage S. 336
166
Schwebt, da sie sich längst entzogen
Vorlage S. 336
167
Wie ein Sternbild über mir.
Vorlage S. 336
168
Doch er hält nicht mehr zusammen;
Vorlage S. 336
169
Er zerfließt, zerfällt und streuet
Vorlage S. 336
170
Über alle frischen Fluren
Vorlage S. 336
171
Reichlich seine Gaben aus.
Vorlage S. 336
172
Schlummernd.
Vorlage S. 336
173
O wie gerne bänd' ich wieder
Vorlage S. 336
174
Diesen Kranz! Wie gern verknüpft' ich,
Vorlage S. 336
175
Wär's zum Kranze, wär's zum Strauße,
Vorlage S. 336
176
Flora-Cypris, deine Gaben!
Vorlage S. 336
177
Doch mir bleiben Kranz und Sträuße
Vorlage S. 336
178
Nicht beisammen. Alles löst sich.
Vorlage S. 336
179
Einzeln schafft sich Blum' und Blume
Vorlage S. 336
180
Durch das Grüne Raum und Platz.
Vorlage S. 336
181
Pflückend geh' ich und verliere
Vorlage S. 336
182
Das Gepflückte. Schnell entschwindet's.
Vorlage S. 336
183
Rose, brech' ich deine Schöne,
Vorlage S. 336
184
Lilie, du bist schon dahin!
Vorlage S. 336
185
Er entschläft.
Vorlage S. 336
186
PROMETHEUS
Vorlage S. 336
187
eine Fackel in der Hand.
Vorlage S. 336
188
Der Fackel Flamme, morgendlich dem Stern voran
Vorlage S. 336
189
In Vaterhänden aufgeschwungen, kündest du
Vorlage S. 336
190
Tag vor dem Tage! Göttlich werde du verehrt
Vorlage S. 336
191
Denn aller Fleiß, der männlich schätzenswerteste,
Vorlage S. 336
192
Ist morgendlich; nur er gewährt dem ganzen Tag
Vorlage S. 336
193
Nahrung, Behagen, müder Stunden Vollgenuß
Vorlage S. 336
194
Deswegen ich der Abendasche heil'gen Schatz
Vorlage S. 336
195
Entblößend früh zu neuem Gluttrieb aufgefacht
Vorlage S. 336
196
Vorleuchtend meinem wackern arbeitstreuen Volk –
Vorlage S. 336
197
So ruf' ich laut euch Erzgewält'ger nun hervor:
Vorlage S. 336
198
Erhebt die starken Arme leicht, dass taktbewegt
Vorlage S. 336
199
Ein kräft'ger Hämmerchortanz, laut erschallend, rasch
Vorlage S. 336
200
Uns das Geschmolzne vielfach strecke zum Gebrauch.
Vorlage S. 337
201
Mehrere Höhlen eröffnen sich, mehrere Feuer fangen an zu brennen.
Vorlage S. 337
202
SCHMIEDE.
Vorlage S. 337
203
Zündet das Feuer an!
Vorlage S. 337
204
Feuer ist obenan.
Vorlage S. 337
205
Höchstes, er hat's getan,
Vorlage S. 337
206
Der es geraubt.
Vorlage S. 337
207
Wer es entzündete,
Vorlage S. 337
208
Sich es verbündete,
Vorlage S. 337
209
Schmiedete, ründete
Vorlage S. 337
210
Kronen dem Haupt.
Vorlage S. 337
211
Wasser, es fließe nur!
Vorlage S. 337
212
Fließet es von Natur
Vorlage S. 337
213
Felsenab durch die Flur,
Vorlage S. 337
214
Zieht es auf seine Spur
Vorlage S. 337
215
Menschen und Vieh.
Vorlage S. 337
216
Fische, sie wimmeln da,
Vorlage S. 337
217
Vögel, sie himmeln da,
Vorlage S. 337
218
Ihr' ist die Flut,
Vorlage S. 337
219
Die unbeständige,
Vorlage S. 337
220
Stürmisch lebendige,
Vorlage S. 337
221
Dass der Verständige
Vorlage S. 337
222
Manchmal sie bändige,
Vorlage S. 337
223
Finden wir gut.
Vorlage S. 337
224
Erde, sie steht so fest!
Vorlage S. 337
225
Wie sie sich quälen lässt!
Vorlage S. 337
226
Wie man sie scharrt und plackt!
Vorlage S. 337
227
Wie man sie ritzt und hackt!
Vorlage S. 337
228
Da soll's heraus.
Vorlage S. 337
229
Furchen und Striemen ziehn
Vorlage S. 337
230
Ihr auf den Rücken hin
Vorlage S. 337
231
Knechte mit Schweißbemühn;
Vorlage S. 337
232
Und wo nicht Blumen blühn,
Vorlage S. 337
233
Schilt man sie aus.
Vorlage S. 337
234
Ströme du, Luft und Licht,
Vorlage S. 337
235
Weg mir vom Angesicht!
Vorlage S. 337
236
Schürst du das Feuer nicht,
Vorlage S. 337
237
Bist du nichts wert.
Vorlage S. 338
238
Strömst du zum Herd herein,
Vorlage S. 338
239
Sollst du willkommen sein,
Vorlage S. 338
240
Wie sich's gehört.
Vorlage S. 338
241
Dring nur herein ins Haus;
Vorlage S. 338
242
Willst du hernach hinaus,
Vorlage S. 338
243
Bist du verzehrt.
Vorlage S. 338
244
Rasch nur zum Werk getan!
Vorlage S. 338
245
Feuer, nun flammt's heran,
Vorlage S. 338
246
Feuer schlägt obenan;
Vorlage S. 338
247
Sieht's doch der Vater an,
Vorlage S. 338
248
Der es geraubt.
Vorlage S. 338
249
Der es entzündete,
Vorlage S. 338
250
Sich es verbündete,
Vorlage S. 338
251
Schmiedete, ründete
Vorlage S. 338
252
Kronen dem Haupt.
Vorlage S. 338
253
PROMETHEUS.
Vorlage S. 338
254
Des tät'gen Manns Behagen sei Parteilichkeit.
Vorlage S. 338
255
Drum freut es mich, dass, andrer Elemente Wert
Vorlage S. 338
256
Verkennend, ihr das Feuer über alles preist.
Vorlage S. 338
257
Die ihr, hereinwärts auf den Amboß blickend, wirkt
Vorlage S. 338
258
Und hartes Erz nach eurem Sinne zwingend formt,
Vorlage S. 338
259
Euch rettet' ich, als mein verlorenes Geschlecht
Vorlage S. 338
260
Bewegtem Rauchgebilde nach, mit trunknem Blick,
Vorlage S. 338
261
Mit offnem Arm, sich stürzte, zu erreichen das,
Vorlage S. 338
262
Was unerreichbar ist und, wär's erreichbar auch,
Vorlage S. 338
263
Nicht nützt noch frommt; ihr aber seid die Nützenden.
Vorlage S. 338
264
Wildstarre Felsen widerstehn euch keineswegs;
Vorlage S. 338
265
Dort stürzt von euren Hebeln Erzgebirg herab,
Vorlage S. 338
266
Geschmolzen fließt's, zum Werkzeug umgebildet nun,
Vorlage S. 338
267
Zur Doppelfaust. Verhundertfältigt ist die Kraft.
Vorlage S. 338
268
Geschwungne Hämmer dichten, Zange fasset klug;
Vorlage S. 338
269
So eigne Kraft und Bruderkräfte mehret ihr,
Vorlage S. 338
270
Werktätig, weisekräftig, ins Unendliche.
Vorlage S. 338
271
Was Macht entworfen, Feinheit ausgesonnen, sei's
Vorlage S. 338
272
Durch euer Wirken über sich hinausgeführt.
Vorlage S. 338
273
Drum bleibt am Tagwerk vollbewußt und freigemut:
Vorlage S. 338
274
Denn eurer Nachgebornen Schar, sie nahet schon,
Vorlage S. 338
275
Gefertigtes begehrend, Seltnem huldigend.
Vorlage S. 339
276
HIRTEN.
Vorlage S. 339
277
Ziehet den Berg hinauf,
Vorlage S. 339
278
Folget der Flüsse Lauf!
Vorlage S. 339
279
Wie sich der Fels beblüht,
Vorlage S. 339
280
Wie sich die Weide zieht,
Vorlage S. 339
281
Treibet gemach!
Vorlage S. 339
282
Überall findet's was,
Vorlage S. 339
283
Kräuter und tauig Nass,
Vorlage S. 339
284
Wandelt und sieht sich um,
Vorlage S. 339
285
Trippelt, genießet stumm,
Vorlage S. 339
286
Was es bedarf.
Vorlage S. 339
287
ERSTER HIRT
Vorlage S. 339
288
zu den Schmieden.
Vorlage S. 339
289
Mächtige Brüder hier,
Vorlage S. 339
290
Stattet uns aus!
Vorlage S. 339
291
Reichet der Klingen mir
Vorlage S. 339
292
Schärfste heraus.
Vorlage S. 339
293
Syrinx muss leiden!
Vorlage S. 339
294
Rohr einzuschneiden,
Vorlage S. 339
295
Gebt mir die feinsten gleich!
Vorlage S. 339
296
Zart sei der Ton.
Vorlage S. 339
297
Preisend und lobend euch
Vorlage S. 339
298
Ziehn wir davon.
Vorlage S. 339
299
ZWEITER HIRT
Vorlage S. 339
300
zum Schmiede.
Vorlage S. 339
301
Hast du wohl Weichlinge
Vorlage S. 339
302
Freundlich versorgt,
Vorlage S. 339
303
Haben noch obendrein
Vorlage S. 339
304
Sie dir es abgeborgt.
Vorlage S. 339
305
Reich' uns des Erzes Kraft,
Vorlage S. 339
306
Spitzig, nach hinten breit,
Vorlage S. 339
307
Dass wir es schnüren fest
Vorlage S. 339
308
An unsrer Stäbe Schaft.
Vorlage S. 339
309
Dem Wolf begegnen wir,
Vorlage S. 339
310
Menschen, mißwilligen;
Vorlage S. 339
311
Denn selbst die Billigen
Vorlage S. 339
312
Sehn es nicht gern,
Vorlage S. 339
313
Wenn man sich was vermisst;
Vorlage S. 339
314
Doch nah und fern
Vorlage S. 339
315
Lässt man sich ein,
Vorlage S. 339
316
Und wer kein Krieger ist,
Vorlage S. 339
317
Soll auch kein Hirte sein.
Vorlage S. 340
318
DRITTER HIRT
Vorlage S. 340
319
zum Schmiede.
Vorlage S. 340
320
Wer will ein Hirte sein,
Vorlage S. 340
321
Lange Zeit er hat;
Vorlage S. 340
322
Zähl' er die Stern' im Schein,
Vorlage S. 340
323
Blas' er auf dem Blatt.
Vorlage S. 340
324
Blätter gibt uns der Baum,
Vorlage S. 340
325
Rohre gibt uns das Moor;
Vorlage S. 340
326
Künstlicher Schmiedegesell,
Vorlage S. 340
327
Reich' uns was anders vor!
Vorlage S. 340
328
Reich' uns ein ehern Rohr,
Vorlage S. 340
329
Zierlich zum Mund gespitzt,
Vorlage S. 340
330
Blätterzart angeschlitzt:
Vorlage S. 340
331
Lauter als Menschensang
Vorlage S. 340
332
Schallet es weit;
Vorlage S. 340
333
Mädchen im Lande breit
Vorlage S. 340
334
Hören den Klang.
Vorlage S. 340
335
Die Hirten verteilen sich unter Musik und Gesang in der Gegend.
Vorlage S. 340
336
PROMETHEUS.
Vorlage S. 340
337
Entwandelt friedlich! Friede findend geht ihr nicht.
Vorlage S. 340
338
Denn solches Los dem Menschen wie den Tieren ward,
Vorlage S. 340
339
Nach deren Urbild ich mir Beßres bildete,
Vorlage S. 340
340
Dass eins dem andern, einzeln oder auch geschart,
Vorlage S. 340
341
Sich widersetzt, sich hassend aneinander drängt,
Vorlage S. 340
342
Bis eins dem andern Übermacht betätigte.
Vorlage S. 340
343
Drum fasst euch wacker, eines Vaters Kinder ihr!
Vorlage S. 340
344
Wer falle? stehe? kann ihm wenig Sorge sein.
Vorlage S. 340
345
Ihm ruht zu Hause vielgewaltiger ein Stamm,
Vorlage S. 340
346
Der stets fernaus- und weit und breit umhergesinnt;
Vorlage S. 340
347
Zu enge wohnt er, aufeinander dicht gedrängt.
Vorlage S. 340
348
Nun ziehn sie aus, und alle Welt verdrängen sie.
Vorlage S. 340
349
Gesegnet sei des wilden Abschieds Augenblick!
Vorlage S. 340
350
Drum, Schmiede! Freunde! Nur zu Waffen legt mir's an
Vorlage S. 340
351
Das andre lassend, was der sinnig Ackernde,
Vorlage S. 340
352
Was sonst der Fischer von euch fordern möchte heut'.
Vorlage S. 340
353
Nur Waffen schafft! Geschaffen habt ihr alles dann,
Vorlage S. 340
354
Auch derbster Söhne übermäß'gen Vollgenuß.
Vorlage S. 340
355
Jetzt erst, ihr mühsam finsterstündig Strebenden,
Vorlage S. 340
356
Für euch ein Ruhmahl! Denn wer nachts arbeitete,
Vorlage S. 341
357
Genieße, wenn die andern früh zur Mühe gehn.
Vorlage S. 341
358
Dem schlafenden Epimetheus sich nähernd.
Vorlage S. 341
359
Du aber, einz'ger Mitgeborner, ruhst du hier?
Vorlage S. 341
360
Nachtwandler, Sorgenvoller, Schwerbedenklicher.
Vorlage S. 341
361
Du dauerst mich, und doch belob' ich dein Geschick.
Vorlage S. 341
362
Zu dulden ist! Sei's tätig oder leidend auch.
Vorlage S. 341
363
Ab.
Vorlage S. 341
364
SCHMIEDE.
Vorlage S. 341
365
Der es entzündete,
Vorlage S. 341
366
Sich es verbündete,
Vorlage S. 341
367
Schmiedete, ründete
Vorlage S. 341
368
Kronen dem Haupt.
Vorlage S. 341
369
Sie verlieren sich in den Gewölben, die sich schließen.
Vorlage S. 341
370
EPIMETHEUS
Vorlage S. 341
371
in offner Halle schlafend.
Vorlage S. 341
372
ELPORE
Vorlage S. 341
373
den Morgenstern auf dem Haupte, in luftigem Gewand, steigt hinter dem Hügel herauf.
Vorlage S. 341
374
EPIMETHEUS
Vorlage S. 341
375
träumend.
Vorlage S. 341
376
Ich seh' Gestirne kommen, dicht gedrängt!
Vorlage S. 341
377
Ein Stern für viele, herrlich glänzet er!
Vorlage S. 341
378
Was steiget hinter ihm so hold empor?
Vorlage S. 341
379
Welch liebes Haupt bekrönt, beleuchtet er?
Vorlage S. 341
380
Nicht unbekannt bewegt sie sich herauf,
Vorlage S. 341
381
Die schlanke, holde, niedliche Gestalt.
Vorlage S. 341
382
Bist du's, Elpore?
Vorlage S. 341
383
ELPORE
Vorlage S. 341
384
von fern.
Vorlage S. 341
385
Teurer Vater, ja!
Vorlage S. 341
386
Die Stirne dir zu kühlen, weh' ich her!
Vorlage S. 341
387
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 341
388
Tritt näher, komm!
Vorlage S. 341
389
ELPORE.
Vorlage S. 341
390
Das ist mir nicht erlaubt.
Vorlage S. 341
391
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 341
392
Nur näher!
Vorlage S. 341
393
ELPORE
Vorlage S. 341
394
nahend.
Vorlage S. 341
395
So denn?
Vorlage S. 341
396
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 341
397
So! noch näher!
Vorlage S. 341
398
ELPORE
Vorlage S. 341
399
ganz nah.
Vorlage S. 341
400
So?
Vorlage S. 341
401
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 341
402
Ich kenne dich nicht mehr.
Vorlage S. 341
403
ELPORE.
Vorlage S. 341
404
Das dacht' ich wohl.
Vorlage S. 341
405
Wegtretend.
Vorlage S. 341
406
Nun aber?
Vorlage S. 341
407
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 341
408
Ja, du bist's, geliebtes Mädchen.
Vorlage S. 341
409
Das deine Mutter scheidend mir entriss!
Vorlage S. 341
410
Wo bliebst du? Komm zu deinem alten Vater.
Vorlage S. 341
411
ELPORE
Vorlage S. 342
412
herzutretend.
Vorlage S. 342
413
Ich komme, Vater; doch es fruchtet nicht.
Vorlage S. 342
414
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 342
415
Welch lieblich Kind besucht mich in der Nähe?
Vorlage S. 342
416
ELPORE.
Vorlage S. 342
417
Die du verkennst und kennst, die Tochter ist's.
Vorlage S. 342
418
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 342
419
So komm in meinen Arm!
Vorlage S. 342
420
ELPORE.
Vorlage S. 342
421
Bin nicht zu fassen.
Vorlage S. 342
422
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 342
423
So küsse mich!
Vorlage S. 342
424
ELPORE
Vorlage S. 342
425
zu seinen Haupten.
Vorlage S. 342
426
Ich küsse deine Stirn
Vorlage S. 342
427
Mit leichter Lippe.
Vorlage S. 342
428
Sich entfernend.
Vorlage S. 342
429
Fort schon bin ich, fort!
Vorlage S. 342
430
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 342
431
Wohin? wohin?
Vorlage S. 342
432
ELPORE.
Vorlage S. 342
433
Nach Liebenden zu blicken.
Vorlage S. 342
434
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 342
435
Warum nach denen? Die bedürfen's nicht.
Vorlage S. 342
436
ELPORE.
Vorlage S. 342
437
Ach, wohl bedürfen sie's, und niemand mehr.
Vorlage S. 342
438
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 342
439
So sage mir denn zu!
Vorlage S. 342
440
ELPORE.
Vorlage S. 342
441
Und was denn? was?
Vorlage S. 342
442
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 342
443
Der Liebe Glück, Pandorens Wiederkehr.
Vorlage S. 342
444
ELPORE.
Vorlage S. 342
445
Unmöglichs zu versprechen, ziemt mir wohl.
Vorlage S. 342
446
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 342
447
Und sie wird wiederkommen?
Vorlage S. 342
448
ELPORE.
Vorlage S. 342
449
Ja doch! Ja!
Vorlage S. 342
450
Zu den Zuschauern.
Vorlage S. 342
Porträt von Goethe, Johann Wolfgang von; Kontextbild zur Autorin oder zum Autor, keine Szene aus dem Buch.
Kontextbild zum Werk. Porträt · Goethe, Johann Wolfgang von · Joseph Karl Stieler · Public domain Bildquelle ↗
451
Gute Menschen! so ein zartes,
Vorlage S. 342
452
Ein mitfühlend Herz, die Götter
Vorlage S. 342
453
Legten's in den jungen Busen;
Vorlage S. 342
454
Was ihr wollet, was ihr wünschet,
Vorlage S. 342
455
Nimmer kann ich's euch versagen,
Vorlage S. 342
456
Und von mir, dem guten Mädchen,
Vorlage S. 342
457
Hört ihr weiter nichts als Ja.
Vorlage S. 342
458
Ach! die anderen Dämonen,
Vorlage S. 342
459
Ungemütlich, ungefällig,
Vorlage S. 342
460
Kreischen immerfort dazwischen
Vorlage S. 342
461
Schadenfroh ein hartes Nein.
Vorlage S. 342
462
Doch der Morgenlüfte Wehen
Vorlage S. 342
463
Mit dem Krähn des Hahns vernehm' ich!
Vorlage S. 342
464
Eilen muss die Morgendliche,
Vorlage S. 342
465
Eilen zu Erwachenden.
Vorlage S. 342
466
Doch so kann ich euch nicht lassen.
Vorlage S. 342
467
Wer will noch was Liebes hören?
Vorlage S. 342
468
Wer von euch bedarf ein Ja?
Vorlage S. 343
469
Welch ein Tosen! welch ein Wühlen!
Vorlage S. 343
470
Ist's der Morgenwelle Brausen?
Vorlage S. 343
471
Schnaubst schon hinter goldnen Toren,
Vorlage S. 343
472
Roßgespann des Helios?
Vorlage S. 343
473
Nein! mir wogt die Menge murmelnd,
Vorlage S. 343
474
Wildbewegte Wünsche stürzen
Vorlage S. 343
475
Aus den überdrängten Herzen,
Vorlage S. 343
476
Wälzen sich zu mir empor.
Vorlage S. 343
477
Ach! was wollt ihr von der Zarten?
Vorlage S. 343
478
Ihr Unruh'gen, Übermüt'gen!
Vorlage S. 343
479
Reichtum wollt ihr, Macht und Ehre,
Vorlage S. 343
480
Glanz und Herrlichkeit? Das Mädchen
Vorlage S. 343
481
Kann euch solches nicht verleihen;
Vorlage S. 343
482
Ihre Gabe, ihre Töne,
Vorlage S. 343
483
Alle sind sie mädchenhaft.
Vorlage S. 343
484
Wollt ihr Macht? Der Mächt'ge hat sie.
Vorlage S. 343
485
Wollt ihr Reichtum? Zugegriffen!
Vorlage S. 343
486
Glanz? Behängt euch! Einfluss? Schleicht nur!
Vorlage S. 343
487
Hoffe niemand solche Güter;
Vorlage S. 343
488
Wer sie will, ergreife sie.
Vorlage S. 343
489
Stille wird's! Doch hör' ich deutlich –
Vorlage S. 343
490
Leis ist mein Gehör – ein seufzend
Vorlage S. 343
491
Lispeln! Still! ein lispelnd Seufzen!
Vorlage S. 343
492
O! das ist der Liebe Ton.
Vorlage S. 343
493
Wende dich zu mir, Geliebter!
Vorlage S. 343
494
Schau' in mir der Süßen, Treuen
Vorlage S. 343
495
Wonnevolles Ebenbild.
Vorlage S. 343
496
Frage mich, wie du sie fragest,
Vorlage S. 343
497
Wenn sie vor dir steht und lächelt
Vorlage S. 343
498
Und die sonst geschloßne Lippe
Vorlage S. 343
499
Dir bekennen mag und darf.
Vorlage S. 343
500
›Wird sie lieben?‹ Ja! ›Und mich?‹ Ja!
Vorlage S. 343
501
›Mein sein?‹ Ja! ›Und bleiben?‹ Ja doch!
Vorlage S. 343
502
›Werden wir uns wiederfinden?‹
Vorlage S. 343
503
Ja gewiss! ›Treu wiederfinden?
Vorlage S. 343
504
Nimmer scheiden?‹ Ja doch! ja!
Vorlage S. 344
505
Sie verhüllt sich und verschwindet; als Echo wiederholend.
Vorlage S. 344
506
Ja doch! ja!
Vorlage S. 344
507
EPIMETHEUS
Vorlage S. 344
508
erwachend.
Vorlage S. 344
509
Wie süß, o Traumwelt, schöne, lösest du dich ab!
Vorlage S. 344
510
Durchdringendes Angstgeschrei eines Weibes vom Garten her.
Vorlage S. 344
511
EPIMETHEUS
Vorlage S. 344
512
aufspringend.
Vorlage S. 344
513
Entsetzlich stürzt Erwachenden sich Jammer zu!
Vorlage S. 344
514
Wiederholtes Geschrei.
Vorlage S. 344
515
Weiblich Geschrei! Sie flüchtet! Näher! Nahe schon.
Vorlage S. 344
516
EPIMELEIA
Vorlage S. 344
517
innerhalb des Gartens unmittelbar am Zaun.
Vorlage S. 344
518
Ai! Ai! Weh! Weh mir! Weh! Weh! Weh! Ai! Ai mir! Weh!
Vorlage S. 344
519
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 344
520
Epimeleias Töne! hart am Gartenrand.
Vorlage S. 344
521
EPIMELEIA
Vorlage S. 344
522
den Zaun hastig übersteigend.
Vorlage S. 344
523
Weh! Mord und Tod! Weh, Mörder! Ai! ai! Hilfe mir!
Vorlage S. 344
524
PHILEROS
Vorlage S. 344
525
nachspringend.
Vorlage S. 344
526
Vergebens! Gleich ergreif' ich dein geflochtnes Haar.
Vorlage S. 344
527
EPIMELEIA.
Vorlage S. 344
528
Im Nacken, weh! den Hauch des Mörders fühl' ich schon.
Vorlage S. 344
529
PHILEROS.
Vorlage S. 344
530
Verruchte! Fühl' im Nacken gleich das scharfe Beil!
Vorlage S. 344
531
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 344
532
Her! Schuldig, Tochter, oder schuldlos rett' ich dich.
Vorlage S. 344
533
EPIMELEIA
Vorlage S. 344
534
an seiner linken Seite niedersinkend.
Vorlage S. 344
535
O Vater du! Ist doch ein Vater stets ein Gott!
Vorlage S. 344
536
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 344
537
Und wer, verwegen, stürmt aus dem Bezirk dich her?
Vorlage S. 344
538
PHILEROS
Vorlage S. 344
539
zu Epimetheus' Rechten.
Vorlage S. 344
540
Beschütze nicht des frechsten Weibs verworfnes Haupt!
Vorlage S. 344
541
EPIMETHEUS
Vorlage S. 344
542
sie mit dem Mantel bedeckend.
Vorlage S. 344
543
Sie schütz' ich, Mörder, gegen dich und jeglichen.
Vorlage S. 344
544
PHILEROS
Vorlage S. 344
545
nach Epimetheus' Linken um ihn herumtretend.
Vorlage S. 344
546
Ich treffe sie auch unter dieses Mantels Nacht.
Vorlage S. 344
547
EPIMELEIA
Vorlage S. 344
548
sich vor dem Vater her nach der rechten Seite zu werfend.
Vorlage S. 344
549
Verloren, Vater, bin ich! O! Gewalt! Gewalt!
Vorlage S. 344
550
PHILEROS
Vorlage S. 344
551
hinter Epimetheus sich zur Rechten wendend.
Vorlage S. 344
552
Irrt auch die Schärfe, irrend aber trifft sie doch!
Vorlage S. 344
553
Er verwundet Epimeleia im Nacken.
Vorlage S. 344
554
EPIMELEIA.
Vorlage S. 345
555
Ai ai! Weh, weh mir!
Vorlage S. 345
556
EPIMETHEUS
Vorlage S. 345
557
abwehrend.
Vorlage S. 345
558
Weh uns! Weh! Gewalt!
Vorlage S. 345
559
PHILEROS.
Vorlage S. 345
560
Geritzt nur! Weitre Seelenpforten öffn' ich gleich!
Vorlage S. 345
561
EPIMELEIA.
Vorlage S. 345
562
O Jammer! Jammer!
Vorlage S. 345
563
EPIMETHEUS
Vorlage S. 345
564
abwehrend.
Vorlage S. 345
565
Weh uns! Hilfe! Weh uns! Weh!
Vorlage S. 345
566
PROMETHEUS
Vorlage S. 345
567
eilig hereintretend.
Vorlage S. 345
568
Welch Mordgeschrei! Im friedlichen Bezirke tönt's?
Vorlage S. 345
569
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 345
570
Zu Hilfe, Bruder! Armgewalt'ger, eile her!
Vorlage S. 345
571
EPIMELEIA.
Vorlage S. 345
572
Beflügle deine Schritte! Rettender, heran!
Vorlage S. 345
573
PHILEROS.
Vorlage S. 345
574
Vollende, Faust! und Rettung schmählich hinke nach.
Vorlage S. 345
575
PROMETHEUS
Vorlage S. 345
576
dazwischentretend.
Vorlage S. 345
577
Zurück, Unsel'ger! törig Rasender, zurück!
Vorlage S. 345
578
Phileros, bist du's? Unbänd'ger, diesmal halt' ich dich.
Vorlage S. 345
579
Er faßt ihn an.
Vorlage S. 345
580
PHILEROS.
Vorlage S. 345
581
Lass, Vater, los! ich ehre deine Gegenwart.
Vorlage S. 345
582
PROMETHEUS.
Vorlage S. 345
583
Abwesenheit des Vaters ehrt ein guter Sohn.
Vorlage S. 345
584
Ich halte dich! – An diesem Griff der starken Faust
Vorlage S. 345
585
Empfinde, wie erst Übeltat den Menschen fasst
Vorlage S. 345
586
Und Übeltäter weise Macht sogleich ergreift.
Vorlage S. 345
587
Hier morden? Unbewehrte? Geh zu Raub und Krieg!
Vorlage S. 345
588
Hin, wo Gewalt Gesetz macht! Denn wo sich Gesetz,
Vorlage S. 345
589
Wo Vaterwille sich Gewalt schuf, taugst du nicht.
Vorlage S. 345
590
Hast jene Ketten nicht gesehn, die ehernen,
Vorlage S. 345
591
Geschmiedet für des wilden Stieres Hörnerpaar,
Vorlage S. 345
592
Mehr für den Ungebändigten des Männervolks?
Vorlage S. 345
593
Sie sollen dir die Glieder lasten, klirrend hin
Vorlage S. 345
594
Und wider schlagen, deinem Gang Begleitungstakt.
Vorlage S. 345
595
Doch was bedarf's der Ketten? Überwiesener!
Vorlage S. 345
596
Gerichteter! Dort ragen Felsen weit hinaus
Vorlage S. 345
597
Nach Land und See, dort stürzen billig wir hinab
Vorlage S. 345
598
Den Tobenden, der, wie das Tier, das Element,
Vorlage S. 345
599
Zum Grenzenlosen übermütig rennend stürzt.
Vorlage S. 345
600
Er läßt ihn fahren.
Vorlage S. 345
601
Jetzt lös' ich dich. Hinaus mit dir ins Weite fort!
Vorlage S. 345
602
Bereuen magst du oder dich bestrafen selbst.
Vorlage S. 345
603
PHILEROS.
Vorlage S. 345
604
So glaubest du, Vater, nun sei es getan?
Vorlage S. 345
605
Mit starrer Gesetzlichkeit stürmst du mich an,
Vorlage S. 345
606
Und achtest für nichts die unendliche Macht,
Vorlage S. 345
607
Die mich, den Glücksel'gen, ins Elend gebracht.
Vorlage S. 346
608
Was liegt hier am Boden in blutender Qual?
Vorlage S. 346
609
Es ist die Gebieterin, die mir befahl.
Vorlage S. 346
610
Die Hände, sie ringen, die Arme, sie bangen,
Vorlage S. 346
611
Die Arme, die Hände sind's, die mich umfangen.
Vorlage S. 346
612
Was zitterst du, Lippe? was dröhnest du, Brust?
Vorlage S. 346
613
Verschwiegene Zeugen verrätrischer Lust.
Vorlage S. 346
614
Verräterisch, ja! Was sie innig gereicht,
Vorlage S. 346
615
Gewährt sie dem Zweiten – dem Dritten vielleicht.
Vorlage S. 346
616
Nun sage mir, Vater, wer gab der Gestalt
Vorlage S. 346
617
Die einzige furchtbar entschiedne Gewalt?
Vorlage S. 346
618
Wer führte sie still die verborgene Bahn
Vorlage S. 346
619
Herab vom Olymp? aus dem Hades heran?
Vorlage S. 346
620
Weit eher entflöhst du dem ehrnen Geschick
Vorlage S. 346
621
Als diesem durchbohrend verschlingenden Blick;
Vorlage S. 346
622
Weit eher eindringender Keren Gefahr
Vorlage S. 346
623
Als diesem geflochtnen geringelten Haar;
Vorlage S. 346
624
Weit eher der Wüste beweglichem Sand
Vorlage S. 346
625
Als diesem umflatternden regen Gewand.
Vorlage S. 346
626
Epimetheus hat Epimeleian aufgehoben, führt sie tröstend umher, daß ihre Stellungen zu Phileros' Worten passen.
Vorlage S. 346
627
Sag', ist es Pandora? Du sahst sie einmal,
Vorlage S. 346
628
Den Vätern verderblich, den Söhnen zur Qual.
Vorlage S. 346
629
Sie bildet' Hephaistos mit prunkendem Schein,
Vorlage S. 346
630
Da webten die Götter Verderben hinein.
Vorlage S. 346
631
Wie glänzt das Gefäß! O wie fasst es sich schlank!
Vorlage S. 346
632
So bieten die Himmel berauschenden Trank.
Vorlage S. 346
633
Was birgt wohl das Zaudern? Verwegene Tat.
Vorlage S. 346
634
Das Lächeln, das Neigen, was birgt es? Verrat.
Vorlage S. 346
635
Die heiligen Blicke? Vernichtenden Scherz.
Vorlage S. 346
636
Der göttliche Busen? Ein hündisches Herz.
Vorlage S. 346
637
O! sag' mir, ich lüge! O sag', sie ist rein!
Vorlage S. 346
638
Willkommner als Sinn soll der Wahnsinn mir sein.
Vorlage S. 346
639
Vom Wahnsinn zum Sinne welch glücklicher Schritt!
Vorlage S. 346
640
Vom Sinne zum Wahnsinn! Wer litt, was ich litt?
Vorlage S. 347
641
Nun ist mir's bequem, dein gestrenges Gebot;
Vorlage S. 347
642
Ich eile, zu scheiden, ich suche den Tod.
Vorlage S. 347
643
Sie zog mir mein Leben ins ihre hinein;
Vorlage S. 347
644
Ich habe nichts mehr, um lebendig zu sein.
Vorlage S. 347
645
Ab.
Vorlage S. 347
646
PROMETHEUS
Vorlage S. 347
647
zu Epimeleia.
Vorlage S. 347
648
Bist du beschämt? Gestehst du, wessen er dich zeiht?
Vorlage S. 347
649
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 347
650
Bestürzt gewahr' ich seltsam uns Begegnendes.
Vorlage S. 347
651
EPIMELEIA
Vorlage S. 347
652
zwischen beide tretend.
Vorlage S. 347
653
Einig, unverrückt, zusammenwandernd,
Vorlage S. 347
654
Leuchten ewig sie herab, die Sterne;
Vorlage S. 347
655
Mondlicht überglänzet alle Höhen,
Vorlage S. 347
656
Und im Laube rauschet Windesfächeln,
Vorlage S. 347
657
Und im Fächeln atmet Philomele,
Vorlage S. 347
658
Atmet froh mit ihr der junge Busen,
Vorlage S. 347
659
Aufgeweckt vom holden Frühlingstraume.
Vorlage S. 347
660
Ach! warum, ihr Götter, ist unendlich
Vorlage S. 347
661
Alles, alles, endlich unser Glück nur!
Vorlage S. 347
662
Sternenglanz und Mondes Überschimmer,
Vorlage S. 347
663
Schattentiefe, Wassersturz und Rauschen
Vorlage S. 347
664
Sind unendlich, endlich unser Glück nur.
Vorlage S. 347
665
Lieblich, horch! zur feinen Doppellippe
Vorlage S. 347
666
Hat der Hirte sich ein Blatt geschaffen
Vorlage S. 347
667
Und verbreitet früh schon durch die Auen
Vorlage S. 347
668
Heitern Vorgesang mittägiger Heimchen.
Vorlage S. 347
669
Doch der saitenreichen Leier Töne,
Vorlage S. 347
670
Anders fassen sie das Herz, man horchet,
Vorlage S. 347
671
Und wer draußen wandle schon so frühe
Vorlage S. 347
672
Und wer draußen singe goldnen Saiten,
Vorlage S. 347
673
Mädchen möcht' es wissen, Mädchen öffnet
Vorlage S. 347
674
Leis den Schalter, lauscht am Klaff des Schalters.
Vorlage S. 347
675
Und der Knabe merkt: da regt sich eines!
Vorlage S. 347
676
Wer? das möcht' er wissen, lauert, spähet;
Vorlage S. 347
677
So erspähen beide sich einander,
Vorlage S. 347
678
Beide sehen sich in halber Helle.
Vorlage S. 347
679
Und, was man gesehn, genau zu kennen
Vorlage S. 347
680
Und, was man nun kennt, sich zuzueignen,
Vorlage S. 348
681
Sehnt sich gleich das Herz, und Arme strecken,
Vorlage S. 348
682
Arme schließen sich; ein heil'ger Bund ist,
Vorlage S. 348
683
Jubelt nun das Herz, er ist geschlossen.
Vorlage S. 348
684
Ach! warum, ihr Götter, ist unendlich
Vorlage S. 348
685
Alles, alles, endlich unser Glück nur!
Vorlage S. 348
686
Sternenglanz, ein liebereich Beteuern,
Vorlage S. 348
687
Mondenschimmer, liebevoll Vertrauen,
Vorlage S. 348
688
Schattentiefe, Sehnsucht wahrer Liebe
Vorlage S. 348
689
Sind unendlich, endlich unser Glück nur.
Vorlage S. 348
690
Bluten lass den Nacken! lass ihn, Vater!
Vorlage S. 348
691
Blut, gerinnend, stillet leicht sich selber,
Vorlage S. 348
692
Überlassen sich verharscht die Wunde;
Vorlage S. 348
693
Aber Herzensblut, im Busen stockend,
Vorlage S. 348
694
Wird es je sich wieder fließend regen?
Vorlage S. 348
695
Wirst, erstarrtes Herz, du wieder schlagen?
Vorlage S. 348
696
Er entfloh! – Ihr Grausamen vertriebt ihn;
Vorlage S. 348
697
Ich Verstoßne konnt' ihn, ach, nicht halten,
Vorlage S. 348
698
Wie er schalt, mir fluchte, lästernd raste.
Vorlage S. 348
699
Doch willkommen sei des Fluches Rasen:
Vorlage S. 348
700
Denn so liebt' er mich, wie er mich schmähte,
Vorlage S. 348
701
So durchglüht' ich ihn, wie er verwünschte.
Vorlage S. 348
702
Ach! warum verkannt' er die Geliebte?
Vorlage S. 348
703
Wird er leben, wieder sie zu kennen?
Vorlage S. 348
704
Angelehnt war ihm die Gartenpforte,
Vorlage S. 348
705
Das gesteh' ich, warum sollt' ich's leugnen?
Vorlage S. 348
706
Unheil überwältigt Scham. – Ein Hirte
Vorlage S. 348
707
Stößt die Tür an, stößt sie auf, und forschend,
Vorlage S. 348
708
Still verwegen, tritt er in den Garten,
Vorlage S. 348
709
Findet mich, die Harrende, ergreift mich,
Vorlage S. 348
710
Und im Augenblick ergreift ihn jener,
Vorlage S. 348
711
Auf dem Fuß ihm folgend. Dieser lässt mich,
Vorlage S. 348
712
Wehrt sich erst und flüchtet, bald verfolgt nun,
Vorlage S. 348
713
Ob getroffen oder nicht? was weiß ich!
Vorlage S. 348
714
Dann auf mich gewandt, mit Schäumen, Schelten,
Vorlage S. 348
715
Dringt nun Phileros; ich stürze flüchtend
Vorlage S. 348
716
Über Blumen und Gesträuch, der Zaun hält
Vorlage S. 349
717
Mich zuletzt, doch hebet mich befitticht
Vorlage S. 349
718
Angst empor, ich bin im Freien, gleich drauf
Vorlage S. 349
719
Stürzt auch er heran; das andre wisst ihr.
Vorlage S. 349
720
Teurer Vater! hat Epimeleia
Vorlage S. 349
721
Sorg' um dich getragen manche Tage,
Vorlage S. 349
722
Sorge trägt sie leider um sich selbst nun,
Vorlage S. 349
723
Und zur Sorge schleicht sich ein die Reue.
Vorlage S. 349
724
Eos wohl wird meine Wange röten,
Vorlage S. 349
725
Nicht an seiner; Helios beleuchten
Vorlage S. 349
726
Schöne Pfade, die er nicht zurückkehrt.
Vorlage S. 349
727
Lasst mich gehn, ihr Väter, mich verbergen,
Vorlage S. 349
728
Zürnet nicht der Armen, lasst sie weinen!
Vorlage S. 349
729
Ach! wie fühl' ich's! Ach! das schmerzt unendlich,
Vorlage S. 349
730
Wohlerworbne Liebe zu vermissen.
Vorlage S. 349
731
Ab.
Vorlage S. 349
732
PROMETHEUS.
Vorlage S. 349
733
Das Götterkind, die herrliche Gestalt, wer ist's?
Vorlage S. 349
734
Pandoren gleicht sie, schmeichelhafter scheint sie nur
Vorlage S. 349
735
Und lieblicher; die Schönheit jener schreckte fast.
Vorlage S. 349
736
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 349
737
Pandorens Tochter, meine Tochter rühm' ich sie.
Vorlage S. 349
738
Epimeleia nennen wir die Sinnende.
Vorlage S. 349
739
PROMETHEUS.
Vorlage S. 349
740
Dein Vaterglück, warum verbargst du, Bruder, mir's?
Vorlage S. 349
741
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 349
742
Entfremdet war dir mein Gemüt, o Trefflicher!
Vorlage S. 349
743
PROMETHEUS.
Vorlage S. 349
744
Um jener willen, die ich nicht empfing mit Gunst?
Vorlage S. 349
745
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 349
746
Die du hinweggewiesen, eignet' ich mir zu.
Vorlage S. 349
747
PROMETHEUS.
Vorlage S. 349
748
In deinen Hort verbargst du jene Gefährliche?
Vorlage S. 349
749
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 349
750
Die Himmlische! vermeidend herben Bruderzwist.
Vorlage S. 349
751
PROMETHEUS.
Vorlage S. 349
752
Nicht lange wohl blieb, wankelmütig, sie dir getreu?
Vorlage S. 349
753
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 349
754
Treu blieb ihr Bild; noch immer steht es gegen mir.
Vorlage S. 349
755
PROMETHEUS.
Vorlage S. 349
756
Und peiniget in der Tochter dich zum zweiten Mal.
Vorlage S. 349
757
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 350
758
Die Schmerzen selbst um solch ein Kleinod sind Genuss.
Vorlage S. 350
759
PROMETHEUS.
Vorlage S. 350
760
Kleinode schafft dem Manne täglich seine Faust.
Vorlage S. 350
761
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 350
762
Unwürd'ge, schafft er nicht das höchste Gut dafür.
Vorlage S. 350
763
PROMETHEUS.
Vorlage S. 350
764
Das höchste Gut? Mich dünken alle Güter gleich.
Vorlage S. 350
765
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 350
766
Mit nichten! Eines übertrifft. Besaß ich's doch!
Vorlage S. 350
767
PROMETHEUS.
Vorlage S. 350
768
Ich rate fast, auf welchem Weg du irrend gehst.
Vorlage S. 350
769
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 350
770
Ich irre nicht! die Schönheit führt auf rechte Bahn.
Vorlage S. 350
771
PROMETHEUS.
Vorlage S. 350
772
In Fraungestalt nur allzuleicht verführet sie.
Vorlage S. 350
773
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 350
774
Du formtest Frauen, keineswegs verführerisch.
Vorlage S. 350
775
PROMETHEUS.
Vorlage S. 350
776
Doch formt' ich sie aus zärtrem Ton, die rohen selbst.
Vorlage S. 350
777
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 350
778
Den Mann vorausgedenkend, sie zur Dienerin.
Vorlage S. 350
779
PROMETHEUS.
Vorlage S. 350
780
So werde Knecht, verschmähest du die treue Magd.
Vorlage S. 350
781
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 350
782
Zu widersprechen meid' ich. Was in Herz und Sinn
Vorlage S. 350
783
Sich eingeprägt, ich wiederhol's im stillen gern.
Vorlage S. 350
784
O göttliches Vermögen mir, Erinnerung!
Vorlage S. 350
785
Du bringst das hehre frische Bild ganz wieder her.
Vorlage S. 350
786
PROMETHEUS.
Vorlage S. 350
787
Die Hochgestalt aus altem Dunkel tritt auch mir;
Vorlage S. 350
788
Hephaisten selbst gelingt sie nicht zum zweiten Mal.
Vorlage S. 350
789
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 350
790
Auch du erwähnest solchen Ursprungs Fabelwahn?
Vorlage S. 350
791
Aus göttlich altem Kraftgeschlechte stammt sie her:
Vorlage S. 350
792
Uranione, Heren gleich und Schwester Zeus'.
Vorlage S. 350
793
PROMETHEUS.
Vorlage S. 350
794
Doch schmückt' Hephaistos wohlbedenkend reich sie aus
Vorlage S. 350
795
Ein goldnes Hauptnetz flechtend erst mit kluger Hand,
Vorlage S. 350
796
Die feinsten Drähte wirkend, strickend mannigfach.
Vorlage S. 350
797
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 350
798
– Dies göttliche Gehäge, nicht das Haar bezwang's,
Vorlage S. 350
799
Das übervolle, strotzend braune, krause Haar;
Vorlage S. 350
800
Ein Büschel flammend warf sich von dem Scheitel auf.
Vorlage S. 350
801
PROMETHEUS.
Vorlage S. 351
802
Drum schlang er Ketten neben an, gediegene.
Vorlage S. 351
803
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 351
804
In Flechten glänzend schmiegte sich der Wunderwuchs,
Vorlage S. 351
805
Der, freigegeben, schlangengleich die Ferse schlug.
Vorlage S. 351
806
PROMETHEUS.
Vorlage S. 351
807
Das Diadem, nur Aphroditen glänzt es so!
Vorlage S. 351
808
Pyropisch, unbeschreiblich, seltsam leuchtet' es.
Vorlage S. 351
809
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 351
810
Mir blickt' es nur gesellig aus dem Kranz hervor
Vorlage S. 351
811
Aufblühnder Blumen; Stirn und Braue hüllten sie,
Vorlage S. 351
812
Die neidischen! Wie Kriegsgefährte den Schützen deckt
Vorlage S. 351
813
Mit dem Schild, so sie der Augen treffende Pfeilgewalt.
Vorlage S. 351
814
PROMETHEUS.
Vorlage S. 351
815
Geknüpft mit Kettenbändern schaut' ich jenen Kranz;
Vorlage S. 351
816
Der Schulter schmiegten sie zwitzernd, glimmernd gern sich an.
Vorlage S. 351
817
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 351
818
Des Ohres Perle schwankt mir vor dem Auge noch,
Vorlage S. 351
819
Wie sich frei das Haupt anmutiglich bewegete.
Vorlage S. 351
820
PROMETHEUS.
Vorlage S. 351
821
Gereihte Gaben Amphitritens trug der Hals.
Vorlage S. 351
822
Dann vielgeblümten Kleides Feld, wie es wunderbar
Vorlage S. 351
823
Mit frühlingsreichem bunten Schmuck die Brust umgab.
Vorlage S. 351
824
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 351
825
An diese Brust mich Glücklichen hat sie gedrückt!
Vorlage S. 351
826
PROMETHEUS.
Vorlage S. 351
827
Des Gürtels Kunst war über alles lobenswert.
Vorlage S. 351
828
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 351
829
Und diesen Gürtel hab' ich liebend aufgelöst!
Vorlage S. 351
830
PROMETHEUS.
Vorlage S. 351
831
Dem Drachen, um den Arm geringelt, lernt' ich ab,
Vorlage S. 351
832
Wie starr Metall im Schlangenkreise sich dehnt und schließt.
Vorlage S. 351
833
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 351
834
Mit diesen Armen liebevoll umfing sie mich!
Vorlage S. 351
835
PROMETHEUS.
Vorlage S. 351
836
Die Ringe schmückend verbreiterten die schlanke Hand.
Vorlage S. 351
837
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 351
838
Die mir so oft sich herzerfreuend hingestreckt!
Vorlage S. 351
839
PROMETHEUS.
Vorlage S. 351
840
Und glich sie wohl Athenens Hand an Kunstgeschick?
Vorlage S. 351
841
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 351
842
Ich weiß es nicht; nur liebekosend kannt' ich sie.
Vorlage S. 351
843
PROMETHEUS.
Vorlage S. 351
844
Athenens Webstuhl offenbart' ihr Oberkleid.
Vorlage S. 351
845
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 351
846
Wie's wellenschimmernd, wogenhaft ihr wallte nach.
Vorlage S. 351
847
PROMETHEUS.
Vorlage S. 352
848
Der Saum verwirrte fesselnd auch den schärfsten Blick.
Vorlage S. 352
849
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 352
850
Sie zog die Welt auf ihren Pfaden nach sich her.
Vorlage S. 352
851
PROMETHEUS.
Vorlage S. 352
852
Gewundne Riesenblumen, Füllhorn jegliche.
Vorlage S. 352
853
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 352
854
Den reichen Kelchen mutiges Gewild entquoll.
Vorlage S. 352
855
PROMETHEUS.
Vorlage S. 352
856
Das Reh, zu fliehen, es zu verfolgen, sprang der Leu.
Vorlage S. 352
857
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 352
858
Wer säh' den Saum an, zeigte sich der Fuß im Schritt,
Vorlage S. 352
859
Beweglich wie die Hand erwidernd Liebesdruck.
Vorlage S. 352
860
PROMETHEUS.
Vorlage S. 352
861
Auch hier nicht müde schmückte nur der Künstler mehr;
Vorlage S. 352
862
Biegsame Sohlen, goldne, schrittbefördernde.
Vorlage S. 352
863
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 352
864
Beflügelte! sie rührte kaum den Boden an.
Vorlage S. 352
865
PROMETHEUS.
Vorlage S. 352
866
Gegliedert schnürten goldne Riemen schleifenhaft.
Vorlage S. 352
867
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 352
868
O! rufe mir nicht jene Hüllepracht hervor!
Vorlage S. 352
869
Der Allbegabten wußt' ich nichts zu geben mehr;
Vorlage S. 352
870
Die Schönste, die Geschmückteste, die Meine war's!
Vorlage S. 352
871
Ich gab mich selbst ihr, gab mich mir zum ersten Mal!
Vorlage S. 352
872
PROMETHEUS.
Vorlage S. 352
873
Und leider so auf ewig dir entriss sie dich!
Vorlage S. 352
874
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 352
875
Und sie gehört auf ewig mir, die Herrliche!
Vorlage S. 352
876
Der Seligkeit Fülle, die hab' ich empfunden!
Vorlage S. 352
877
Die Schönheit besaß ich, sie hat mich gebunden;
Vorlage S. 352
878
Im Frühlingsgefolge trat herrlich sie an.
Vorlage S. 352
879
Sie erkannt' ich, sie ergriff ich, da war es getan!
Vorlage S. 352
880
Wie Nebel zerstiebte trübsinniger Wahn,
Vorlage S. 352
881
Sie zog mich zur Erd' ab, zum Himmel hinan.
Vorlage S. 352
882
Du suchest nach Worten, sie würdig zu loben,
Vorlage S. 352
883
Du willst sie erhöhen; sie wandelt schon oben
Vorlage S. 352
884
Vergleich ihr das Beste, du hältst es für schlecht.
Vorlage S. 352
885
Sie spricht, du besinnst dich, doch hat sie schon recht.
Vorlage S. 352
886
Du stemmst dich entgegen; sie gewinnt das Gefecht.
Vorlage S. 352
887
Du schwankst, ihr zu dienen, und bist schon ihr Knecht.
Vorlage S. 352
888
Das Gute, das Liebe, das mag sie erwidern.
Vorlage S. 352
889
Was hilft hohes Ansehn? sie wird es erniedern.
Vorlage S. 352
890
Sie stellt sich ans Ziel hin, beflügelt den Lauf;
Vorlage S. 353
891
Vertritt sie den Weg dir, gleich hält sie dich auf.
Vorlage S. 353
892
Du willst ein Gebot tun, sie treibt dich hinauf,
Vorlage S. 353
893
Gibst Reichtum und Weisheit und alles in den Kauf.
Vorlage S. 353
894
Sie steiget hernieder in tausend Gebilden,
Vorlage S. 353
895
Sie schwebet auf Wassern, sie schreitet auf Gefilden,
Vorlage S. 353
896
Nach heiligen Maßen erglänzt sie und schallt,
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897
Und einzig veredelt die Form den Gehalt,
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898
Verleibt ihm, verleiht sich die höchste Gewalt.
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899
Mir erschien sie in Jugend-, in Frauengestalt.
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900
PROMETHEUS.
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Max Liebermann – Garten des Waisenhauses in Amsterdam. Vergleichsbild zu Garten, Alltag und Gemeinschaft; keine Buchillustration.
Kontextbild zum Werk. Garten eines Amsterdamer Waisenhauses · Max Liebermann · Public domain Bildquelle ↗
901
Dem Glück der Jugend heiß' ich Schönheit nah verwandt
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902
Auf Gipfeln weilt so eines wie das andre nicht.
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903
EPIMETHEUS.
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904
Und auch im Wechsel beide, nun und immer, schön:
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905
Denn ewig bleibt Erkornen anerkanntes Glück.
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906
So neu verherrlicht leuchtete das Angesicht
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907
Pandorens mir aus buntem Schleier, den sie jetzt
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908
Sich umgeworfen, hüllend göttlichen Gliederbau.
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909
Ihr Antlitz, angeschaut allein, höchst schöner war's,
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910
Dem sonst des Körpers Wohlgestalt wetteiferte;
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911
Auch ward es rein der Seele klar gespiegelt Bild,
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912
Und sie, die Liebste, Holde, leicht-gesprächiger,
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913
Zutraulich mehr, geheimnisvoll gefälliger.
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914
PROMETHEUS.
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915
Auf neue Freuden deutet solche Verwandelung.
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916
EPIMETHEUS.
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917
Und neue Freuden, leidenschaffende, gab sie mir.
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918
PROMETHEUS.
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919
Lass hören! Leid aus Freude tritt so leicht hervor.
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920
EPIMETHEUS.
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921
Am schönsten Tage – blühend regte sich die Welt –
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922
Entgegnete sie im Garten mir, verschleiert noch,
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923
Nicht mehr allein: auf jedem Arme wiegte sie
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924
Ein lieblich Kind, beschattet, Töchterzwillinge.
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925
Sie trat heran, dass hoch erstaunt, erfreut ich die
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926
Beschauen möchte, herzen auch nach Herzenslust.
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927
PROMETHEUS.
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928
Verschieden waren beide, sag' mir, oder gleich?
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929
EPIMETHEUS.
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930
Gleich und verschieden; ähnlich nenntest beide wohl.
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931
PROMETHEUS.
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932
Dem Vater eins, der Mutter eines, denk' ich doch.
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933
EPIMETHEUS.
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934
Das Wahre triffst du, wie es ziemt Erfahrenem.
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935
Da sprach sie: Wähle! Das eine sei dir anvertraut,
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936
Eins meiner Pflege vorbehalten! Wähle schnell!
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937
Epimeleia nennst du dies, Elpore dies.
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938
Ich sah sie an. Die eine schalkisch äugelte
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939
Vom Schleiersaum her; wie sie meinen Blick gehascht,
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940
Zurück sie fuhr und barg sich an der Mutter Brust.
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941
Die andre, ruhig gegenteils und schmerzlich fast,
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942
Als Jener Blick den meinigen zuerst erwarb,
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943
Sah stät herüber, hielt mein Auge fest und fest
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944
In ihrem innig, ließ nicht los, gewann mein Herz.
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945
Nach mir sich neigend, händereichend, strebte sie
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946
Als liebedürftig, hilfsbedürftig, tiefen Blicks.
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947
Wie hätt' ich widerstanden! Diese nahm ich auf;
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948
Mich Vater fühlend, schloss an meine Brust ich sie,
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949
Ihr wegzuscheuchen von der Stirn frühzeit'gen Ernst.
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950
Nicht achtend stand ich, dass Pandora weiterschritt,
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951
Der Ferngewichnen folgt' ich fröhlich rufend nach;
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952
Sie aber, halb gewendet nach dem Eilenden,
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953
Warf mit der Hand ein deutlich Lebewohl mir zu.
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954
Ich stand versteinert, schaute hin; ich seh' sie noch!
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955
Vollwüchsig streben drei Zypressen himmelwärts,
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956
Wo dort der Weg sich wendet. Sie, gewandt im Gehn,
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957
Darzeigte vorgehoben nochmals mir das Kind,
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958
Das unerreichbar seine Händchen reichend wies;
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959
Und jetzt, hinum die Stämme schreitend, augenblicks
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960
Weg war sie! Niemals hab' ich wieder sie gesehn.
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961
PROMETHEUS.
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962
Nicht sonderbar soll jedem scheinen, was geschieht,
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963
Vereint er sich Dämonen, gottgesendeten.
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964
Nicht tadl' ich deiner Schmerzen Glut, Verwitweter!
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965
Wer glücklich war, der wiederholt sein Glück im Schmerz.
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966
EPIMETHEUS.
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967
Wohl wiederhol' ich's! Immer jenen Zypressen zu,
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968
Mein einz'ger Gang blieb's. Blickt' ich doch am liebsten hin,
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969
Allwo zuletzt sie schwindend mir im Auge blieb.
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970
Sie kommt vielleicht, so dacht' ich, dorther mir zurück,
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971
Und weinte quellweis, an mich drückend jenes Kind
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972
An Mutterstatt. Es sah mich an und weinte mit,
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973
Bewegt von Mitgefühlen, staunend, unbewusst. –
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974
So leb' ich fort, entgegen ewig verwaister Zeit,
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975
Gestärkt an meiner Tochter zart besorgtem Sinn,
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976
Die nun bedürftig meiner Vatersorge wird,
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977
Von Liebesjammer unerträglich aufgequält.
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978
PROMETHEUS.
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979
Vernahmst du nichts von deiner Zweiten diese Zeit?
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980
EPIMETHEUS.
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981
Grausam gefällig steigt sie oft als Morgentraum,
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982
Geschmückt, mit Phosphoros herüber; schmeichelnd fließt
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983
Versprechen ihr vom Munde; kosend naht sie mir
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984
Und schwankt und flieht. Mit ewigem Verwandlen täuscht
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985
Sie meinen Kummer, täuscht zuletzt auf Ja und Ja
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986
Den Flehnden mit Pandorens Wiederkehr sogar.
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987
PROMETHEUS.
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988
Elporen kenn' ich, Bruder, darum bin ich mild
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989
Zu deinen Schmerzen, dankbar für mein Erdenvolk.
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990
Du mit der Göttin zeugtest ihm ein holdes Bild,
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991
Zwar auch verwandt mit jenen Rauchgeborenen;
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992
Doch stets gefällig täuschet sie unschuldiger,
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993
Entbehrlich keinem Erdensohn. Kurzsichtigen
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994
Zum zweiten Auge wird sie; jedem sei's gegönnt! –
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995
Du stärkend aber deine Tochter stärke dich...
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996
Wie! hörst du nicht? versinkest zur Vergangenheit?
Vorlage S. 355
997
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 355
998
Wer von der Schönen zu scheiden verdammt ist,
Vorlage S. 355
999
Fliehe mit abegewendetem Blick!
Vorlage S. 355
1000
Wie er, sie schauend, im Tiefsten entflammt ist,
Vorlage S. 355
1001
Zieht sie, ach! reißt sie ihn ewig zurück.
Vorlage S. 355
1002
Frage dich nicht in der Nähe der Süßen:
Vorlage S. 355
1003
Scheidet sie? scheid' ich? Ein grimmiger Schmerz
Vorlage S. 355
1004
Fasset im Krampf dich, du liegst ihr zu Füßen,
Vorlage S. 355
1005
Und die Verzweiflung zerreißt dir das Herz.
Vorlage S. 355
1006
Kannst du dann weinen und siehst sie durch Tränen,
Vorlage S. 355
1007
Fernende Tränen, als wäre sie fern:
Vorlage S. 356
1008
Bleib! Noch ist's möglich! Der Liebe, dem Sehnen
Vorlage S. 356
1009
Neigt sich der Nacht unbeweglichster Stern.
Vorlage S. 356
1010
Fasse sie wieder! Empfindet selbander
Vorlage S. 356
1011
Euer Besitzen und euren Verlust!
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1012
Schlägt nicht ein Wetterstrahl euch aus einander,
Vorlage S. 356
1013
Inniger dränget sich Brust nur an Brust.
Vorlage S. 356
1014
Wer von der Schönen zu scheiden verdammt ist,
Vorlage S. 356
1015
Fliehe mit abegewendetem Blick!
Vorlage S. 356
1016
Wie er, sie schauend, im Tiefsten entflammt ist,
Vorlage S. 356
1017
Zieht sie, ach! reißt sie ihn ewig zurück!
Vorlage S. 356
1018
PROMETHEUS.
Vorlage S. 356
1019
Ist's wohl ein Glück zu nennen, was in Gegenwart
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1020
Ausschließend wegweist alles, was ergötzlich lockt,
Vorlage S. 356
1021
Abwesend aber, jeden Trost verneinend, quält?
Vorlage S. 356
1022
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 356
1023
Trostlos zu sein, ist Liebenden der schönste Trost;
Vorlage S. 356
1024
Verlornem nachzustreben selbst schon mehr Gewinn,
Vorlage S. 356
1025
Als Neues aufzuhaschen. Weh doch! Eitles Mühn,
Vorlage S. 356
1026
Sich zu vergegenwärt'gen Ferngeschiedenes,
Vorlage S. 356
1027
Unwiederherstellbares! hohle, leid'ge Qual!
Vorlage S. 356
1028
Mühend versenkt ängstlich der Sinn
Vorlage S. 356
1029
Sich in die Nacht, suchet umsonst
Vorlage S. 356
1030
Nach der Gestalt. Ach! wie so klar
Vorlage S. 356
1031
Stand sie am Tag sonst vor dem Blick.
Vorlage S. 356
1032
Schwankend erscheint kaum noch das Bild;
Vorlage S. 356
1033
Etwa nur so schritt sie heran!
Vorlage S. 356
1034
Naht sie mir denn? Fasst sie mich wohl? –
Vorlage S. 356
1035
Nebelgestalt schwebt sie vorbei,
Vorlage S. 356
1036
Kehret zurück, herzlich ersehnt;
Vorlage S. 356
1037
Aber noch schwankt's immer und wogt's,
Vorlage S. 356
1038
Ähnlich zugleich andern und sich;
Vorlage S. 356
1039
Schärferem Blick schwindet's zuletzt.
Vorlage S. 356
1040
Endlich nun doch tritt sie hervor,
Vorlage S. 356
1041
Steht mir so scharf gegen dem Blick!
Vorlage S. 357
1042
Herrlich! So schafft Pinsel und Stahl! –
Vorlage S. 357
1043
Blinzen des Augs scheuchet sie fort!
Vorlage S. 357
1044
Ist ein Bemühn eitler? Gewiss
Vorlage S. 357
1045
Schmerzlicher keins, ängstlicher keins
Vorlage S. 357
1046
Wie es auch streng Minos verfügt,
Vorlage S. 357
1047
Schatten ist nun ewiger Wert.
Vorlage S. 357
1048
Wieder versucht sei's, dich heran,
Vorlage S. 357
1049
Gattin, zu ziehn! Hasch' ich sie? Bleibt's
Vorlage S. 357
1050
Wieder, mein Glück? – Bild nur und Schein!
Vorlage S. 357
1051
Flüchtig entschwebt's, fließt und zerrinnt.
Vorlage S. 357
1052
PROMETHEUS.
Vorlage S. 357
1053
Zerrinne nicht, o Bruder, schmerzlich aufgelöst!
Vorlage S. 357
1054
Erhabnen Stammes, hoher Jahre sei gedenk!
Vorlage S. 357
1055
Im Jünglingsauge mag ich wohl die Träne sehn;
Vorlage S. 357
1056
Des Greisen Aug' entstellt sie. Guter, weine nicht!
Vorlage S. 357
1057
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 357
1058
Der Tränen Gabe, sie versöhnt den grimmsten Schmerz
Vorlage S. 357
1059
Sie fließen glücklich, wenn's im Innern heilend schmilzt.
Vorlage S. 357
1060
PROMETHEUS.
Vorlage S. 357
1061
Blick' auf aus deinem Jammer! Schau' die Röte dort!
Vorlage S. 357
1062
Verfehlet Eos wohlgewohnten Pfades heut'?
Vorlage S. 357
1063
Vom Mittag dorther leuchtet rote Glut empor.
Vorlage S. 357
1064
Ein Brand in deinen Wäldern, deinen Wohnungen
Vorlage S. 357
1065
Scheint aufzuflammen. Eile! Gegenwart des Herrn
Vorlage S. 357
1066
Mehrt jedes Gute, steuert möglichem Verlust.
Vorlage S. 357
1067
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 357
1068
Was hab' ich zu verlieren, da Pandora floh?
Vorlage S. 357
1069
Das brenne dort! Viel schöner baut sich's wieder auf.
Vorlage S. 357
1070
PROMETHEUS.
Vorlage S. 357
1071
Gebautes einzureißen, rat' ich, gnügt's nicht mehr;
Vorlage S. 357
1072
Mit Willen tät' ich's! Zufall aber bleibt verhaßt.
Vorlage S. 357
1073
Drum eilig sammle, was von Männern im Bezirk
Vorlage S. 357
1074
Dir tätig reg' ist, widersteh der Flammen Wut!
Vorlage S. 357
1075
Mich aber hört gleich jene schwarmgedrängte Schar,
Vorlage S. 357
1076
Die zum Verderben sich bereit hält wie zum Schutz.
Vorlage S. 357
1077
EPIMELEIA.
Vorlage S. 358
1078
Meinen Angstruf,
Vorlage S. 358
1079
Um mich selbst nicht:
Vorlage S. 358
1080
Ich bedarf's nicht,
Vorlage S. 358
1081
Aber hört ihn!
Vorlage S. 358
1082
Jenen dort helft,
Vorlage S. 358
1083
Die zugrund gehn:
Vorlage S. 358
1084
Denn zugrund ging
Vorlage S. 358
1085
Ich vorlängst schon.
Vorlage S. 358
1086
Als er tot lag,
Vorlage S. 358
1087
Jener Hirt, stürzt'
Vorlage S. 358
1088
Auch mein Glück hin;
Vorlage S. 358
1089
Nun die Rach' rast,
Vorlage S. 358
1090
Zum Verderb strömt
Vorlage S. 358
1091
Sein Geschlecht her.
Vorlage S. 358
1092
Das Gehäg' stürzt,
Vorlage S. 358
1093
Und ein Wald schlägt
Vorlage S. 358
1094
Mächt'ge Flamm' auf.
Vorlage S. 358
1095
Durch die Rauchglut
Vorlage S. 358
1096
Siedet Balsam
Vorlage S. 358
1097
Aus dem Harzbaum.
Vorlage S. 358
1098
An das Dach greift's,
Vorlage S. 358
1099
Das entflammt schon.
Vorlage S. 358
1100
Das Gesparr kracht!
Vorlage S. 358
1101
Ach! es bricht mir
Vorlage S. 358
1102
Übers Haupt ein!
Vorlage S. 358
1103
Es erschlägt mich
Vorlage S. 358
1104
In der Fern' auch!
Vorlage S. 358
1105
Jene Schuld ragt!
Vorlage S. 358
1106
Auge droht mir,
Vorlage S. 358
1107
Braue winkt mir
Vorlage S. 358
1108
Ins Gericht hin!
Vorlage S. 358
1109
Nicht dahin trägt
Vorlage S. 358
1110
Mich der Fuß, wo
Vorlage S. 358
1111
Phileros wild
Vorlage S. 358
1112
Sich hinabstürzt
Vorlage S. 358
1113
In den Meerschwall.
Vorlage S. 358
1114
Die er liebt, soll
Vorlage S. 359
1115
Seiner wert sein!
Vorlage S. 359
1116
Lieb' und Reu' treibt
Vorlage S. 359
1117
Mich zur Flamm' hin,
Vorlage S. 359
1118
Die aus Liebsglut
Vorlage S. 359
1119
Rasend aufquoll.
Vorlage S. 359
1120
Ab.
Vorlage S. 359
1121
EPIMETHEUS.
Vorlage S. 359
1122
Diese rett' ich,
Vorlage S. 359
1123
Sie die einz'ge!
Vorlage S. 359
1124
Jenen wehr' ich
Vorlage S. 359
1125
Mit der Hauskraft,
Vorlage S. 359
1126
Bis Prometheus
Vorlage S. 359
1127
Mir das Heer schickt.
Vorlage S. 359
1128
Dann erneun wir
Vorlage S. 359
1129
Zorn'gen Wettkampf.
Vorlage S. 359
1130
Wir befrein uns;
Vorlage S. 359
1131
Jene fliehn dann,
Vorlage S. 359
1132
Und die Flamm' lischt.
Vorlage S. 359
1133
Ab.
Vorlage S. 359
1134
PROMETHEUS.
Vorlage S. 359
1135
Nun heran ihr,
Vorlage S. 359
1136
Die im Schwarm schon
Vorlage S. 359
1137
Um die Felskluft,
Vorlage S. 359
1138
Eure Nachtburg,
Vorlage S. 359
1139
Aus dem Busch auf,
Vorlage S. 359
1140
Eurem Schirmdach,
Vorlage S. 359
1141
Strebend aufsummt!
Vorlage S. 359
1142
Eh' ihr auszieht
Vorlage S. 359
1143
In das Fernland,
Vorlage S. 359
1144
Diesem Nachbar
Vorlage S. 359
1145
Werdet hilfreich
Vorlage S. 359
1146
Und befreit ihn
Vorlage S. 359
1147
Vom Gewaltschlag
Vorlage S. 359
1148
Wilder Rachlust!
Vorlage S. 359
1149
KRIEGER.
Vorlage S. 359
1150
Der Ruf des Herrn,
Vorlage S. 359
1151
Des Vaters, tönt;
Vorlage S. 359
1152
Wir folgen gern,
Vorlage S. 359
1153
Wir sind's gewöhnt;
Vorlage S. 359
1154
Geboren sind
Vorlage S. 359
1155
Wir all' zum Streit,
Vorlage S. 359
1156
Wie Schall und Wind
Vorlage S. 359
1157
Zum Weg bereit.
Vorlage S. 360
1158
Wir ziehn, wir ziehn
Vorlage S. 360
1159
Und sagen's nicht;
Vorlage S. 360
1160
Wohin? wohin?
Vorlage S. 360
1161
Wir fragen's nicht;
Vorlage S. 360
1162
Und Schwert und Spieß,
Vorlage S. 360
1163
Wir tragen's fern,
Vorlage S. 360
1164
Und jens und dies,
Vorlage S. 360
1165
Wir wagen's gern.
Vorlage S. 360
1166
So geht es kühn
Vorlage S. 360
1167
Zur Welt hinein;
Vorlage S. 360
1168
Was wir beziehn,
Vorlage S. 360
1169
Wird unser sein:
Vorlage S. 360
1170
Will einer das,
Vorlage S. 360
1171
Verwehren wir's;
Vorlage S. 360
1172
Hat einer was,
Vorlage S. 360
1173
Verzehren wir's.
Vorlage S. 360
1174
Hat einer gnug
Vorlage S. 360
1175
Und will noch mehr,
Vorlage S. 360
1176
Der wilde Zug
Vorlage S. 360
1177
Macht alles leer.
Vorlage S. 360
1178
Da sackt man auf!
Vorlage S. 360
1179
Und brennt das Haus,
Vorlage S. 360
1180
Da packt man auf
Vorlage S. 360
1181
Und rennt heraus.
Vorlage S. 360
1182
So zieht vom Ort,
Vorlage S. 360
1183
Mit festem Schritt,
Vorlage S. 360
1184
Der Erste fort
Vorlage S. 360
1185
Den Zweiten mit;
Vorlage S. 360
1186
Wenn Wahn und Bahn
Vorlage S. 360
1187
Der Beste brach,
Vorlage S. 360
1188
Kommt an und an
Vorlage S. 360
1189
Der Letzte nach.
Vorlage S. 360
1190
PROMETHEUS.
Vorlage S. 360
1191
Verleihet gleich
Vorlage S. 360
1192
So Schad' als Nutz!
Vorlage S. 360
1193
Hier weih' ich euch
Vorlage S. 360
1194
Zu Schutz und Trutz.
Vorlage S. 361
1195
Auf! rasch Vergnügte,
Vorlage S. 361
1196
Schnellen Strichs!
Vorlage S. 361
1197
Der barsch Besiegte
Vorlage S. 361
1198
Habe sich's!
Vorlage S. 361
1199
Hier leistet frisch und weislich dringende Hochgewalt
Vorlage S. 361
1200
Erwünschten Dienst. Das Feuerzeichen schwindet schon,
Vorlage S. 361
1201
Und brüderlich bringt würd'ge Hilfe mein Geschlecht. –
Vorlage S. 361
1202
Nun aber Eos, unaufhaltsam strebt sie an,
Vorlage S. 361
1203
Sprungweise, mädchenartig, streut aus voller Hand
Vorlage S. 361
1204
Purpurne Blumen. Wie an jedem Wolkensaum
Vorlage S. 361
1205
Sich reich entfaltend sie blühen, wechseln, mannigfach!
Vorlage S. 361
1206
So tritt sie lieblich hervor, erfreulich immerfort,
Vorlage S. 361
1207
Gewöhnet Erdgeborner schwaches Auge sanft,
Vorlage S. 361
1208
Dass nicht vor Helios' Pfeil erblinde mein Geschlecht,
Vorlage S. 361
1209
Bestimmt, Erleuchtetes zu sehen, nicht das Licht!
Vorlage S. 361
1210
EOS
Vorlage S. 361
1211
von dem Meere heraufsteigend.
Vorlage S. 361
1212
Jugendröte, Tagesblüte,
Vorlage S. 361
1213
Bring' ich schöner heut' als jemals
Vorlage S. 361
1214
Aus den unerforschten Tiefen
Vorlage S. 361
1215
Des Okeanos herüber.
Vorlage S. 361
1216
Hurtiger entschüttelt heute
Vorlage S. 361
1217
Mir den Schlaf, die ihr des Meeres
Vorlage S. 361
1218
Felsumsteilte Bucht bewohnet,
Vorlage S. 361
1219
Ernste Fischer, frisch vom Lager!
Vorlage S. 361
1220
Euer Werkzeug nehmt zur Hand.
Vorlage S. 361
1221
Schnell entwickelt eure Netze,
Vorlage S. 361
1222
Die bekannte Flut umzingelnd:
Vorlage S. 361
1223
Eines schönen Fangs Gewissheit
Vorlage S. 361
1224
Ruf' ich euch ermunternd zu.
Vorlage S. 361
1225
Schwimmet, Schwimmer! taucht, ihr Taucher!
Vorlage S. 361
1226
Spähet, Späher, auf dem Felsen!
Vorlage S. 361
1227
Ufer wimmle wie die Fluten,
Vorlage S. 361
1228
Wimmle schnell von Tätigkeit!
Vorlage S. 361
1229
PROMETHEUS.
Vorlage S. 361
1230
Was hältst du deinen Fuß zurück, du Flüchtige?
Vorlage S. 361
1231
Was fesselt an dies Buchtgestade deinen Blick?
Vorlage S. 361
1232
Wen rufst du an, du Stumme sonst, gebietest wem?
Vorlage S. 361
1233
Die niemand Rede stehet, diesmal sprich zu mir!
Vorlage S. 362
1234
EOS.
Vorlage S. 362
1235
Jenen Jüngling rettet, rettet!
Vorlage S. 362
1236
Der verzweiflend, liebetrunken,
Vorlage S. 362
1237
Rachetrunken, schwer gescholten
Vorlage S. 362
1238
In die nachtumhüllten Fluten
Vorlage S. 362
1239
Sich vom Felsen stürzete.
Vorlage S. 362
1240
PROMETHEUS.
Vorlage S. 362
1241
Was hör' ich! hat Phileros dem Strafedräun gehorcht?
Vorlage S. 362
1242
Sich selbst gerichtet, kalten Wellentod gesucht?
Vorlage S. 362
1243
Auf, eilen wir! dem Leben geb' ich ihn zurück.
Vorlage S. 362
1244
EOS.
Vorlage S. 362
1245
Weile, Vater! hat dein Schelten
Vorlage S. 362
1246
Ihn dem Tode zugetrieben,
Vorlage S. 362
1247
Deine Klugheit, dein Bestreben
Vorlage S. 362
1248
Bringt ihn diesmal nicht zurück.
Vorlage S. 362
1249
Diesmal bringt der Götter Wille,
Vorlage S. 362
1250
Bringt des Lebens eignes, reines,
Vorlage S. 362
1251
Unverwüstliches Bestreben
Vorlage S. 362
1252
Neugeboren ihn zurück.
Vorlage S. 362
1253
PROMETHEUS.
Vorlage S. 362
1254
Gerettet ist er? sage mir, und schaust du ihn?
Vorlage S. 362
1255
EOS.
Vorlage S. 362
1256
Dort! er taucht in Flutenmitte
Vorlage S. 362
1257
Schon hervor, der starke Schwimmer:
Vorlage S. 362
1258
Denn ihn lässt die Lust zu leben
Vorlage S. 362
1259
Nicht, den Jüngling, untergehn.
Vorlage S. 362
1260
Spielen rings um ihn die Wogen,
Vorlage S. 362
1261
Morgendlich und kurz beweget,
Vorlage S. 362
1262
Spielt er selbst nur mit den Wogen,
Vorlage S. 362
1263
Tragend ihn, die schöne Last.
Vorlage S. 362
1264
Alle Fischer, alle Schwimmer,
Vorlage S. 362
1265
Sie versammeln sich lebendig
Vorlage S. 362
1266
Um ihn her, nicht, ihn zu retten:
Vorlage S. 362
1267
Gaukelnd baden sie mit ihm.
Vorlage S. 362
1268
Ja Delphine drängen gleitend
Vorlage S. 362
1269
Zu der Schar sich, der bewegten,
Vorlage S. 362
1270
Tauchen auf und heben tragend
Vorlage S. 362
1271
Ihn, den schönen Aufgefrischten.
Vorlage S. 362
1272
Alles wimmelnde Gedränge
Vorlage S. 362
1273
Eilet nun dem Lande zu.
Vorlage S. 362
1274
Und an Leben und an Frische
Vorlage S. 362
1275
Will das Land der Flut nicht weichen;
Vorlage S. 363
1276
Alle Hügel, alle Klippen
Vorlage S. 363
1277
Von Lebend'gen ausgeziert!
Vorlage S. 363
1278
Alle Winzer, aus den Keltern,
Vorlage S. 363
1279
Felsenkellern tretend, reichen
Vorlage S. 363
1280
Schal' um Schale, Krug um Krüge
Vorlage S. 363
1281
Den beseelten Wellen zu.
Vorlage S. 363
1282
Nun entsteigt der Göttergleiche,
Vorlage S. 363
1283
Von dem ringsumschäumten Rücken
Vorlage S. 363
1284
Freundlicher Meerwunder schreitend,
Vorlage S. 363
1285
Reich umblüht von meinen Rosen,
Vorlage S. 363
1286
Er ein Anadyomen,
Vorlage S. 363
1287
Auf zum Felsen. – Die geschmückte
Vorlage S. 363
1288
Schönste Schale reicht ein Alter,
Vorlage S. 363
1289
Bärtig, lächelnd, wohlbehaglich,
Vorlage S. 363
1290
Ihm dem Bacchusähnlichen.
Vorlage S. 363
1291
Klirret, Becken! Erz, ertöne!
Vorlage S. 363
1292
Sie umdrängen ihn, beneidend
Vorlage S. 363
1293
Mich um seiner schönen
Vorlage S. 363
1294
Glieder Wonnevollen Überblick.
Vorlage S. 363
1295
Pantherfelle von den Schultern
Vorlage S. 363
1296
Schlagen schon um seine Hüften,
Vorlage S. 363
1297
Und den Thyrsus in den Händen
Vorlage S. 363
1298
Schreitet er heran ein Gott.
Vorlage S. 363
1299
Hörst du jubeln? Erz ertönen?
Vorlage S. 363
1300
Ja, des Tages hohe Feier,
Vorlage S. 363
1301
Allgemeines Fest beginnt.
Vorlage S. 363
1302
PROMETHEUS.
Vorlage S. 363
1303
Was kündest du für Feste mir? Sie lieb' ich nicht;
Vorlage S. 363
1304
Erholung reichet Müden jede Nacht genug.
Vorlage S. 363
1305
Des echten Mannes wahre Feier ist die Tat!
Vorlage S. 363
1306
EOS.
Vorlage S. 363
1307
Manches Gute ward gemein den Stunden;
Vorlage S. 363
1308
Doch die gottgewählte, festlich werde diese!
Vorlage S. 363
1309
Eos blicket auf in Himmelsräume,
Vorlage S. 363
1310
Ihr enthüllt sich das Geschick des Tages.
Vorlage S. 363
1311
Nieder senkt sich Würdiges und Schönes,
Vorlage S. 363
1312
Erst verborgen, offenbar zu werden,
Vorlage S. 363
1313
Offenbar, um wieder sich zu bergen.
Vorlage S. 364
1314
Aus den Fluten schreitet Phileros her,
Vorlage S. 364
1315
Aus den Flammen tritt Epimeleia;
Vorlage S. 364
1316
Sie begegnen sich, und eins im andern
Vorlage S. 364
1317
Fühlt sich ganz und fühlet ganz das andre.
Vorlage S. 364
1318
So, vereint in Liebe, doppelt herrlich,
Vorlage S. 364
1319
Nehmen sie die Welt auf. Gleich vom Himmel
Vorlage S. 364
1320
Senket Wort und Tat sich segnend nieder,
Vorlage S. 364
1321
Gabe senkt sich, ungeahnet vormals.
Vorlage S. 364
1322
PROMETHEUS.
Vorlage S. 364
1323
Neues freut mich nicht, und ausgestattet
Vorlage S. 364
1324
Ist genugsam dies Geschlecht zur Erde.
Vorlage S. 364
1325
Freilich frönt es nur dem heut'gen Tage,
Vorlage S. 364
1326
Gestrigen Ereignens denkt's nur selten;
Vorlage S. 364
1327
Was es litt, genoss, ihm ist's verloren.
Vorlage S. 364
1328
Selbst im Augenblicke greift es roh zu;
Vorlage S. 364
1329
Fasst, was ihm begegnet, eignet's an sich,
Vorlage S. 364
1330
Wirft es weg, nicht sinnend, nicht bedenkend,
Vorlage S. 364
1331
Wie man's bilden möge höhrem Nutzen.
Vorlage S. 364
1332
Dieses tadl' ich; aber Lehr' und Rede,
Vorlage S. 364
1333
Selbst ein Beispiel, wenig will es frommen.
Vorlage S. 364
1334
Also schreiten sie mit Kinderleichtsinn
Vorlage S. 364
1335
Und mit rohem Tasten in den Tag hin.
Vorlage S. 364
1336
Möchten sie Vergangnes mehr beherz'gen,
Vorlage S. 364
1337
Gegenwärt'ges, formend, mehr sich eignen,
Vorlage S. 364
1338
Wär' es gut für alle; solches wünscht' ich.
Vorlage S. 364
1339
EOS.
Vorlage S. 364
1340
Länger weil' ich nicht, mich treibet fürder
Vorlage S. 364
1341
Strahlend Helios unwiderstehlich
Vorlage S. 364
1342
Weg vor seinem Blick zu schwinden, zittert
Vorlage S. 364
1343
Schon der Tau, der meinen Kranz beperlet.
Vorlage S. 364
1344
Fahre wohl, du Menschenvater! – Merke:
Vorlage S. 364
1345
Was zu wünschen ist, ihr unten fühlt es;
Vorlage S. 364
1346
Was zu geben sei, die wissen's droben.
Vorlage S. 364
1347
Groß beginnet ihr Titanen; aber leiten
Vorlage S. 364
1348
Zu dem ewig Guten, ewig Schönen,
Vorlage S. 364
1349
Ist der Götter Werk; die lasst gewähren.
Vorlage S. 364

Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

3. Welchen Zusammenhang kennzeichnet das Wort »weil« in diesem Textausschnitt? »Länger weil' ich nicht, mich treibet fürder Strahlend Helios unwiderstehlich Weg vor seinem Blick zu schwinden, zittert Schon der Tau, der meinen Kranz beperlet.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

4. Welcher Ausschnitt kennzeichnet eine Aussage ausdrücklich als Möglichkeit oder Vermutung? Achte auf die Formulierung; entscheide nicht, ob die Aussage tatsächlich wahr ist.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗

5. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Wird es je sich wieder fließend regen?«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Bewegt von Mitgefühlen, staunend, unbewusst. – So leb' ich fort, entgegen ewig verwaister Zeit, Gestärkt an meiner Tochter zart besorgtem Sinn, Die nun bedürftig meiner Vatersorge wird, Von Liebesjammer unerträglich aufgequält.« B: »Gewährt sie dem Zweiten – dem Dritten vielleicht.« C: »So lass mich los und frage mir nicht weiter nach.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Mich Vater fühlend, schloss …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

8. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Wer glücklich war, der […] sein Glück im Schmerz.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

9. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Der Tränen Gabe, sie versöhnt den grimmsten Schmerz Sie fließen glücklich, wenn's im Innern heilend schmilzt.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Lies den Abschnittsbeginn: »Zu der Linken des Zuschauers Fels und Gebirg, aus dessen mächtigen Bänken und Massen natürliche und künstliche Höhlen neben- und übereinander gebildet sind, mit mannigfaltigen Pfaden und Steigen, welche sie […]« Welche Informationen sind hier bereits sicher, und welche Frage bleibt für dich offen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne zwei Informationen, die sich tatsächlich aus dieser Passage ableiten lassen.
  • Trenne eine eigene Frage oder Vermutung klar vom Textbefund.
Textstelle nachlesen ↗

2. Prüfe, ob es in dieser Passage um Gerechtigkeit oder Verantwortung geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »[…] auch verwandt mit jenen Rauchgeborenen; Doch stets gefällig täuschet sie unschuldiger, Entbehrlich keinem Erdensohn. Kurzsichtigen Zum zweiten Auge wird sie; jedem sei's gegönnt! – Du stärkend aber deine Tochter stärke dich... Wie! hörst […]«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗

3. Prüfe, ob es in dieser Passage um Wahrheit oder Vertrauen geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »[…] Scherz. Der göttliche Busen? Ein hündisches Herz. O! sag' mir, ich lüge! O sag', sie ist rein! Willkommner als Sinn soll der Wahnsinn mir sein. Vom Wahnsinn zum Sinne welch glücklicher Schritt! Vom Sinne zum Wahnsinn! Wer litt, was ich […]«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗ Textstelle 14 ↗ Textstelle 15 ↗

4. Prüfe, ob es in dieser Passage um Angst oder Unsicherheit geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »[…] ist die Gebieterin, die mir befahl. Die Hände, sie ringen, die Arme, sie bangen, Die Arme, die Hände sind's, die mich umfangen. Was zitterst du, Lippe? was dröhnest du, Brust? Verschwiegene Zeugen verrätrischer Lust. Verräterisch, ja! Was […]«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗ Textstelle 14 ↗ Textstelle 15 ↗ Textstelle 16 ↗

5. Prüfe, ob es in dieser Passage um Nähe oder Gefühle geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »[…] zu kennen Und, was man nun kennt, sich zuzueignen, Sehnt sich gleich das Herz, und Arme strecken, Arme schließen sich; ein heil'ger Bund ist, Jubelt nun das Herz, er ist geschlossen. Ach! warum, ihr Götter, ist unendlich Alles, alles, […]«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗ Textstelle 12 ↗ Textstelle 13 ↗ Textstelle 14 ↗ Textstelle 15 ↗ Textstelle 16 ↗ Textstelle 17 ↗

6. Vergleiche diese beiden Stellen: »Im Nacken, weh! den Hauch des Mörders fühl' ich schon.« und »Gereihte Gaben Amphitritens trug der Hals. Dann vielgeblümten Kleides Feld, wie es wunderbar Mit frühlingsreichem bunten Schmuck […]«. Welche Gemeinsamkeit oder welchen Unterschied kannst du am Wortlaut zeigen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne eine nachvollziehbare Gemeinsamkeit oder einen Unterschied.
  • Belege beide Seiten des Vergleichs; unterstelle keine Entwicklung, die der Text nicht zeigt.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

7. Am Abschnittsende steht: »Länger weil' ich nicht, mich treibet fürder Strahlend Helios unwiderstehlich Weg vor seinem Blick zu schwinden, zittert Schon der Tau, der meinen Kranz beperlet. Fahre wohl, du Menschenvater! – Merke: Was zu […]« Was ist hier geklärt, und was bleibt offen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf den Schluss dieses Abschnitts, nicht auf dein Vorwissen über das ganze Werk.
  • Falls die Stelle nichts eindeutig klärt, begründe auch das mit dem Text.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗

8. Prüfe deinen ersten Leseeindruck an Anfang und Ende: »Zu der Linken des Zuschauers Fels und Gebirg, aus dessen mächtigen Bänken und Massen natürliche und […]« / »Länger weil' ich nicht, mich treibet fürder Strahlend Helios unwiderstehlich Weg vor seinem Blick zu […]«. Würdest du deine erste Einschätzung jetzt verändern? Begründe.

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne deine ursprüngliche Einschätzung oder Leseerwartung.
  • Verwende mindestens einen Textbeleg für deine jetzige Einschätzung.
  • Sowohl eine veränderte als auch eine bestätigte Einschätzung ist möglich.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗ Textstelle 5 ↗ Textstelle 6 ↗ Textstelle 7 ↗ Textstelle 8 ↗ Textstelle 9 ↗ Textstelle 10 ↗ Textstelle 11 ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Zu der Linken des Zuschauers Fels und Gebirg, aus dessen mächtigen Bänken und Massen natürliche und künstliche Höhlen neben- und übereinander gebildet sind, mit mannigfaltigen Pfaden und Steigen, welche sie verbinden.«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Mich zuletzt, doch hebet mich befitticht«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Ist der Götter Werk; die lasst gewähren.«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Originalautor vor 1956 verstorben. TextGrid kennzeichnet die zugrunde liegenden reinen Texte als gemeinfrei; Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE mit Namensnennung TextGrid und www.editura.de. Das Werk Pandora von Goethe, Johann Wolfgang ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de, und wird unter der Creative Commons Lizenz Namensnennung 3.0 Deutschland veröffentlicht. Der zugrunde liegende literarische Reintext ist gemeinfrei. TextGrid wurde vom BMBF gefördert (Förderkennzeichen 01UG1203A).

Die Extraktion erfasst alle Textpositionen der gelieferten Quelldatei; dies ersetzt keinen vollständigen Vergleich mit dem historischen Druck. Offene Kapitelaufgaben dienen der Selbstprüfung und sind keine automatisch bewertete Interpretation.

Pandora

Goethes Werke. Hamburger Ausgabe in 14 Bänden. Textkritisch durchgesehen und mit Anmerkungen versehen von Erich Trunz, Hamburg: Christian Wegener, 1948 ff. [Seitenkonkordanz zu einer Mischauflage aus den Jahren 1959 und 1960.] Goethe, Johann Wolfgang 332- Hamburg

Das Werk Pandora von Goethe, Johann Wolfgang ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE; reine Originaltexte gemeinfrei Lizenz

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.