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Wirtschaft Sozialkunde und berufliche Verantwortung – Diskriminierung und Konflikte im Betrieb erkennen

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Wirtschaft Sozialkunde und berufliche Verantwortung – Diskriminierung und Konflikte im Betrieb erkennen

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Wirtschaft Sozialkunde und berufliche Verantwortung – Diskriminierung und Konflikte im Betrieb erkennen


Einleitung

Dieser aiMOOC richtet sich an Auszubildende. Du lernst in kurzen Einheiten, Konflikte von Diskriminierung zu unterscheiden, respektvoll zu reagieren und passende Ansprechstellen zu nutzen. Im Mittelpunkt stehen ein konkreter Ausbildungsfall, Gesprächsmedien und kaufmännische Übungen mit ausschließlich fiktiven Personen- und Geschäftsdaten.

Kurzbeschreibung: Respekt zeigen, Benachteiligungen erkennen, Konflikte sachlich bearbeiten und geeignete Ansprechstellen kennen.

Rechtsstand des Kurses: 9. Oktober 2026, Deutschland. Der Kurs bietet Lerninformationen, keine individuelle Rechts- oder Steuerberatung. In echten Fällen können Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen, Branche und Einzelfall zusätzliche Regeln enthalten.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du

  1. Diskriminierung von einem allgemeinen Konflikt unterscheiden.
  2. unmittelbare und mittelbare Benachteiligung sowie Belästigung einordnen.
  3. die sechs Schutzgründe des AGG nennen.
  4. betriebliche Ansprechstellen passend auswählen.
  5. ein schwieriges Gespräch mit Beobachtung, Wirkung, Bedürfnis und Bitte strukturieren.
  6. kaufmännische Entscheidungen mit Preis und qualitativen Kriterien begründen.


Lerneinheit 1: Konflikt, Diskriminierung oder beides?

Ein Konflikt entsteht, wenn Interessen, Ziele, Erwartungen oder Wahrnehmungen aufeinanderprallen. Eine Diskriminierung im Sinne des AGG setzt einen Bezug zu einem gesetzlich geschützten Grund voraus. Nicht jeder Streit ist Diskriminierung. Umgekehrt kann Diskriminierung einen Konflikt auslösen oder verschärfen.

Das AGG schützt im Arbeitsleben vor Benachteiligungen wegen rassistischer Zuschreibungen bzw. der im Gesetz genannten „Rasse“ oder ethnischen Herkunft, wegen des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität. Zu den Beschäftigten im Sinne des AGG gehören ausdrücklich auch Menschen, die zu ihrer Berufsbildung beschäftigt sind.

Merksatz: Prüfe zuerst das Verhalten und den Kontext. Frage dann: Gibt es einen Bezug zu einem geschützten Grund? Eine rechtliche Bewertung hängt immer vom Einzelfall ab.


Lerneinheit 2: Formen von Benachteiligung erkennen

Das AGG unterscheidet insbesondere:

  1. Unmittelbare Benachteiligung: Eine Person wird wegen eines geschützten Grundes weniger günstig behandelt als eine Vergleichsperson.
  2. Mittelbare Benachteiligung: Eine scheinbar neutrale Regel kann eine geschützte Gruppe besonders benachteiligen, ohne sachlich gerechtfertigt und angemessen zu sein.
  3. Belästigung: Unerwünschtes Verhalten mit Bezug zu einem geschützten Grund verletzt die Würde und schafft oder bezweckt ein feindliches Umfeld.
  4. Sexuelle Belästigung: Unerwünschtes sexuell bestimmtes Verhalten verletzt die Würde.
  5. Anweisung zur Benachteiligung: Auch die Anweisung, jemanden aus einem geschützten Grund zu benachteiligen, kann selbst eine Benachteiligung sein.

Wichtig: Mobbing ist nicht automatisch Diskriminierung nach dem AGG. Besteht ein Bezug zu einem AGG-Grund, kann Mobbing Elemente einer Belästigung enthalten. Der aktuelle Mobbing-Report des BMAS behandelt Mobbing darüber hinaus als eigenständiges Problem der Arbeitswelt.


Lerneinheit 3: Konkreter Ausbildungsfall

Alle Daten in diesem Fall sind erfunden.

Übungsbetrieb K-17 GmbH ist ein fiktiver Handelsbetrieb. Azubi A befindet sich im zweiten Ausbildungsjahr. Bei der Verteilung von Kundenterminen schreibt Teamleitung B im internen Chat sinngemäß, Azubi A sei „für Kundentermine zu alt“ und das Team solle gegenüber Kundschaft möglichst jung wirken. Fachliche Leistungsgründe werden nicht genannt. Kollegin C beobachtet die Situation. Im Intranet des Übungsbetriebs sind eine AGG-Beschwerdestelle, der Betriebsrat und die Jugend- und Auszubildendenvertretung genannt.

Deine erste Einordnung: Der Satz stellt einen ausdrücklichen Bezug zum Alter her. Das ist ein starkes Indiz, das im Lernfall für eine mögliche unmittelbare Benachteiligung spricht. Die endgültige rechtliche Prüfung eines echten Falls gehört in fachkundige Hände.


Gestufte Hilfen zum Ausbildungsfall

Hilfe 1 – Begriff: Suche den geschützten Grund und die konkrete weniger günstige Behandlung.

Hilfe 2 – Leitfragen: Wer handelt? Was wurde gesagt oder entschieden? Welche Vergleichssituation gibt es? Welche Belege oder Zeugen existieren? Welche betriebliche Stelle ist zuständig?

Hilfe 3 – Vorgehen: Trenne Sachverhalt, Bewertung und Reaktion. Dokumentiere Datum, Wortlaut, Beteiligte und Folgen möglichst sachlich. Nutze betriebliche Beschwerde- und Beratungswege.


Lerneinheit 4: Ansprechstellen und Rechte

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Mögliche Ansprechstellen sind:

  1. Ausbilderin oder Ausbilder: besonders wichtig bei Problemen im Ausbildungsverhältnis.
  2. AGG-Beschwerdestelle: Beschäftigte dürfen sich wegen einer vermuteten Benachteiligung im Zusammenhang mit dem Beschäftigungsverhältnis beschweren; die Beschwerde ist zu prüfen und das Ergebnis mitzuteilen.
  3. Betriebsrat: Beschäftigte haben nach dem BetrVG ein Beschwerderecht; der Betriebsrat kann unterstützen und bei berechtigten Beschwerden auf Abhilfe hinwirken.
  4. Jugend- und Auszubildendenvertretung: vertritt nach dem BetrVG die besonderen Belange der dort erfassten jungen Beschäftigten und Auszubildenden.
  5. Personalabteilung oder Führungskraft: je nach betrieblicher Organisation.
  6. Antidiskriminierungsstelle des Bundes: externe Beratung und Information bei Diskriminierung.

Das BBiG verpflichtet Ausbildende unter anderem dazu, die berufliche Handlungsfähigkeit zu vermitteln und dafür zu sorgen, dass Auszubildende charakterlich gefördert sowie sittlich und körperlich nicht gefährdet werden.

Kein Schnellschuss: Das Leistungsverweigerungsrecht nach § 14 AGG betrifft besondere Voraussetzungen bei Belästigung oder sexueller Belästigung und ist kein allgemeines Recht, bei jedem Konflikt die Arbeit einzustellen. Hole Dir in einem echten Fall fachkundige Beratung.


Gesprächsmedium: Beobachtung – Wirkung – Bitte

Ein kurzes Gespräch kann so aufgebaut sein:

Azubi A: „Im Teamchat wurde mein Alter als Grund gegen Kundentermine genannt. Das hat mich verunsichert. Ich möchte, dass meine Einsatzplanung nach fachlichen Kriterien erfolgt. Können wir die Entscheidung prüfen und den Ablauf für eine Beschwerde klären?“

Ausbilderin C: „Ich nehme das ernst. Wir halten den Sachverhalt fest, prüfen die Zuständigkeit und informieren Dich über die nächsten Schritte.“

Gesprächsregel: Beschreibe beobachtbares Verhalten, seine Wirkung und eine konkrete Bitte. Vermeide Gegenbeleidigungen und pauschale Unterstellungen.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:


Wenn sexuelle Belästigung Thema ist

Sexuelle Belästigung ist im AGG ausdrücklich erfasst. Arbeitgeber müssen erforderliche und angemessene Schutzmaßnahmen treffen. Betroffene müssen den Vorfall nicht allein lösen.


Lerneinheit 5: Kaufmännischer Fall – Produktvergleich für ein Respekt-Workshop

Der fiktive Übungsbetrieb will sechs Gesprächsmedien-Sets für interne Lernrunden beschaffen. Die Produkte und Anbieter sind erfunden. Die Preise sind Modellannahmen.

Fiktives Produkt Nettopreis je Set Versand netto Barrierearmut Wiederverwendbarkeit Lieferzeit
Dialogkarten A 38,00 € 9,50 € 4 von 5 4 von 5 5 von 5
Teamboard B 41,50 € 0,00 € 5 von 5 5 von 5 5 von 5
Moderationsbox C 35,90 € 18,00 € 2 von 5 3 von 5 3 von 5

Modellannahme Umsatzsteuer: Für diese reine Rechenübung werden alle drei fiktiven physischen Produkte mit dem allgemeinen Umsatzsteuersatz von 19 % behandelt. § 12 UStG nennt daneben insbesondere den ermäßigten Satz von 7 % für bestimmte Umsätze und einen Nullsteuersatz in speziellen Fällen. Die tatsächliche steuerliche Behandlung realer Leistungen muss im Einzelfall geprüft werden.

Preisvergleich für sechs Sets:

  1. Dialogkarten A: 6 × 38,00 € + 9,50 € = 237,50 € netto; 45,13 € USt; 282,63 € brutto.
  2. Teamboard B: 6 × 41,50 € = 249,00 € netto; 47,31 € USt; 296,31 € brutto.
  3. Moderationsbox C: 6 × 35,90 € + 18,00 € = 233,40 € netto; 44,35 € USt; 277,75 € brutto.

Entscheidungsfrage: Ist das günstigste Produkt automatisch die beste Wahl? Nein. Im Einkauf können zusätzlich Qualität, Barrierearmut, Folgekosten, Nachhaltigkeit und Lieferfähigkeit relevant sein.


Nutzwertanalyse

Gewichtung: Preis 40 %, Barrierearmut 30 %, Wiederverwendbarkeit 20 %, Lieferzeit 10 %.

Produkt Preis-Punkte Barrierearmut Wiederverwendbarkeit Lieferzeit Gewichtete Summe
Dialogkarten A 4 4 4 5 410
Teamboard B 3 5 5 5 420
Moderationsbox C 5 2 3 3 350

Begründetes Feedback: Nach den festgelegten Modellkriterien gewinnt Teamboard B trotz des höchsten Bruttopreises. Das zeigt: Eine kaufmännische Entscheidung kann Preis und verantwortungsbezogene Qualitätskriterien zusammenführen. Ändert sich die Gewichtung, kann sich auch das Ergebnis ändern.


Kaufmännischer Fall: Rechnungscheck 2026

Für eine fiktive Rechnung des Übungsbetriebs prüfst Du nicht echte Daten, sondern nur die Struktur. Nach § 14 Abs. 4 UStG gehören bei einer regulären Rechnung unter anderem vollständige Namen und Anschriften, Steuernummer oder USt-IdNr., Ausstellungsdatum, fortlaufende Rechnungsnummer, Menge/Art bzw. Umfang/Art der Leistung, Leistungszeitpunkt, Entgelt, Steuersatz und Steuerbetrag oder ein Hinweis auf Steuerbefreiung zu den Pflichtangaben.

E-Rechnung – Modellhinweis für 2026: Das BMF weist für inländische B2B-Umsätze auf die seit 2025 geltenden E-Rechnungsregeln hin. Für die Ausstellung bestehen 2026 noch Übergangsregelungen; inländische Unternehmen müssen seit 1. Januar 2025 grundsätzlich E-Rechnungen empfangen können. Sonderfälle und Ausnahmen sind gesondert zu prüfen.

Prüffeld Fiktiver Rechnungsstatus
Ausstellungsdatum vorhanden
Rechnungsnummer vorhanden
Leistungszeitpunkt fehlt
Steuersatz und Steuerbetrag vorhanden
Steuernummer oder USt-IdNr. fehlt



Begründetes Feedback: Die Übungsrechnung ist noch nicht vollständig. Fehlende Pflichtangaben sollten vor der weiteren Verarbeitung geklärt und berichtigt werden. Die Übung ersetzt keine Prüfung eines echten Belegs.


Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben


Basisaufgabe

Ordne ein: „Zwei Kolleginnen streiten darüber, wer die Spätschicht übernimmt. Ein geschützter Grund ist nicht erkennbar.“

Deine Antwort: Konflikt, Diskriminierung oder beides?

Begründetes Feedback: Nach den gegebenen Informationen liegt zunächst ein allgemeiner Interessenkonflikt nahe. Für eine AGG-Diskriminierung fehlt im Sachverhalt der Bezug zu einem geschützten Grund.


Anwendungsaufgabe

Analysiere den Ausbildungsfall mit Azubi A in vier Schritten: Sachverhalt, möglicher AGG-Grund, Belege, geeignete Ansprechstelle.

Begründetes Feedback: Eine gute Analyse trennt Beobachtbares von Vermutungen. Der Altersbezug ist ausdrücklich genannt; Chatnachricht und Zeugenaussage können relevante Indizien sein. Als Wege kommen insbesondere Ausbildungsverantwortliche, AGG-Beschwerdestelle, Betriebsrat und – je nach Betrieb – JAV in Betracht.


Transferaufgabe

Entwirf für einen fiktiven Betrieb einen Ablauf „Konflikt oder Diskriminierung melden“ mit maximal fünf Stationen.

Begründetes Feedback: Ein tragfähiger Ablauf ist niedrigschwellig, benennt Zuständigkeiten, schützt Vertraulichkeit soweit rechtlich und organisatorisch möglich, dokumentiert die Prüfung und sieht Rückmeldung sowie angemessene Maßnahmen vor.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Aussage beschreibt den Kern des AGG im Arbeitsleben am besten? (Benachteiligungen wegen geschützter Gründe sollen verhindert oder beseitigt werden) (!Jeder betriebliche Streit ist automatisch Diskriminierung) (!Nur Führungskräfte werden geschützt) (!Das AGG gilt nicht für Auszubildende)




Welcher Grund wird im AGG ausdrücklich geschützt? (Alter) (!Abteilung) (!Umsatzziel) (!Arbeitsweg)




Was kennzeichnet eine unmittelbare Benachteiligung? (Eine Person wird wegen eines geschützten Grundes weniger günstig behandelt) (!Eine neutrale Regel wirkt immer für alle gleich) (!Zwei Personen haben unterschiedliche Meinungen) (!Ein Produkt kostet mehr als ein anderes)




Was ist bei einem Konflikt ohne erkennbaren Bezug zu einem AGG-Grund richtig? (Er kann ein ernstes betriebliches Problem sein, ohne AGG-Diskriminierung zu sein) (!Er ist immer eine unmittelbare Benachteiligung) (!Er darf nie dokumentiert werden) (!Er betrifft niemals Auszubildende)




Welche Stelle ist ausdrücklich für Beschwerden nach dem AGG vorgesehen? (Die zuständige betriebliche Beschwerdestelle) (!Die Lieferantenbuchhaltung) (!Die Warenannahme) (!Das externe Versandlager)




Was kann der Betriebsrat bei einer Beschwerde tun? (Unterstützen und bei berechtigter Beschwerde auf Abhilfe hinwirken) (!Ohne Prüfung automatisch kündigen) (!Gerichtsurteile ersetzen) (!Steuersätze festlegen)




Welche Gesprächsformulierung ist sachlich? (Im Teamchat wurde mein Alter als Grund genannt und ich möchte die Entscheidung prüfen lassen) (!Ihr seid alle unfair und immer gegen mich) (!Ich kläre das nur über Gerüchte) (!Ich beleidige zurück, damit es gerecht ist)




Warum kann eine Nutzwertanalyse sinnvoll sein? (Sie verbindet Preis mit weiteren gewichteten Entscheidungskriterien) (!Sie ersetzt jede rechtliche Prüfung) (!Sie macht Umsatzsteuer überflüssig) (!Sie garantiert immer den niedrigsten Preis)




Welcher allgemeine Umsatzsteuersatz wird im Rechenfall als Modellannahme verwendet? (19 Prozent) (!3 Prozent) (!11 Prozent) (!25 Prozent)




Was ist bei echten Diskriminierungsfällen besonders sinnvoll? (Sachverhalt dokumentieren und eine geeignete Beratungs- oder Beschwerdestelle nutzen) (!Beweise erfinden) (!Öffentlich persönliche Daten verbreiten) (!Jede Arbeit sofort ohne Prüfung einstellen)





Memory

AGG Schutz vor Benachteiligung
Beschwerdestelle Prüfung einer betrieblichen Beschwerde
Betriebsrat Interessenvertretung der Beschäftigten
JAV Belange junger Beschäftigter und Auszubildender
Nutzwertanalyse Gewichtete Entscheidungskriterien
Prävention Vorbeugende Schutzmaßnahme





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Unmittelbare Benachteiligung Weniger günstige Behandlung mit direktem Bezug zu einem geschützten Grund
Mittelbare Benachteiligung Scheinbar neutrale Regel mit besonderer nachteiliger Wirkung
Belästigung Würdeverletzendes unerwünschtes Verhalten mit AGG-Bezug
Beschwerderecht Möglichkeit, eine betriebliche Prüfung anzustoßen
Moderation Strukturierte Unterstützung bei der Konfliktbearbeitung




...


Kreuzworträtsel

Beschwerdestelle Welche betriebliche Stelle prüft Beschwerden nach dem AGG?
Betriebsrat Welche Interessenvertretung kann Beschäftigte bei Beschwerden unterstützen?
Respekt Welche Haltung ist für einen fairen Umgang im Betrieb grundlegend?
Belaestigung Welche AGG-Form kann durch unerwünschtes würdeverletzendes Verhalten entstehen?
Moderation Wie heißt die strukturierte Begleitung eines Konfliktgesprächs?
Praevention Wie nennt man vorbeugende Maßnahmen gegen Benachteiligung?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz wird mit

abgekürzt. Auch zu ihrer Berufsbildung Beschäftigte fallen unter den persönlichen

. Ein betrieblicher Streit ist nicht automatisch eine rechtliche

. Bei einer möglichen Benachteiligung kann die zuständige betriebliche

angesprochen werden. Der

kann Beschäftigte bei Beschwerden unterstützen. Bei Gesprächen hilft eine sachliche Beschreibung der

. Eine kaufmännische Entscheidung kann neben dem Preis auch qualitative

berücksichtigen. Im Rechenfall wird der allgemeine Umsatzsteuersatz von

als Modellannahme verwendet.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Beobachtung und Bewertung: Schreibe zwei Sätze, die denselben Vorfall einmal als Beobachtung und einmal als Bewertung formulieren.
  2. Ansprechstellen: Erstelle eine kleine Karte mit vier möglichen Ansprechstellen in einem Ausbildungsbetrieb und notiere jeweils deren Aufgabe.
  3. Respektvolle Sprache: Formuliere drei angreifende Aussagen in sachliche Ich-Botschaften um.
  4. Medienanalyse: Wähle eines der eingebetteten Bilder und erkläre in drei Sätzen, welche Botschaft es für Konfliktlösung oder Vielfalt vermittelt.


Standard

  1. Fallanalyse: Analysiere den Fall von Azubi A nach Sachverhalt, möglichem Schutzgrund, Indizien und Handlungsoptionen.
  2. Rollenspiel: Führe zu zweit ein fünfminütiges Gespräch zwischen Azubi und Ausbildungsverantwortung durch; eine dritte Person beobachtet Gesprächsregeln.
  3. Produktvergleich: Verändere bei der Nutzwertanalyse zwei Gewichtungen und prüfe, ob sich die Kaufentscheidung ändert.
  4. Beschwerdeprozess: Zeichne einen Ablauf vom ersten Hinweis bis zur Rückmeldung an die beschwerdeführende Person.


Schwer

  1. Betriebsvereinbarung: Entwirf Eckpunkte für eine fiktive Betriebsvereinbarung zu respektvollem Verhalten und Beschwerdewegen.
  2. Interviewprojekt: Entwickle fünf neutrale Interviewfragen für eine fiktive Ausbildungsleitung zum Umgang mit Konflikten; nutze keine echten Personendaten.
  3. Präventionskonzept: Entwickle für den Übungsbetrieb ein Maßnahmenpaket aus Schulung, Meldeweg, Dokumentation und Evaluation.
  4. Transferfall: Erfinde einen neuen kaufmännischen Ausbildungsfall, in dem Preisentscheidung, Teamkonflikt und berufliche Verantwortung zusammenkommen, und begründe eine Lösung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Konfliktanalyse: Ein Team teilt begehrte Kundentermine nach einem scheinbar neutralen Kriterium zu. Entwickle Fragen, mit denen Du prüfst, ob daraus eine mittelbare Benachteiligung entstehen könnte.
  2. Handlungsabwägung: Begründe, wann ein direktes Gespräch sinnvoll sein kann und wann eine Beschwerde- oder Beratungsstelle wichtiger ist.
  3. Rollenklärung: Vergleiche die Funktionen von Ausbildungsverantwortung, AGG-Beschwerdestelle, Betriebsrat und JAV in einem selbst entwickelten Fall.
  4. Einkaufsentscheidung: Begründe eine Beschaffung, bei der das günstigste Angebot wegen schlechter Barrierearmut nicht ausgewählt wird.
  5. Prozessqualität: Beurteile einen fiktiven Beschwerdeprozess danach, ob Zuständigkeit, Dokumentation, Rückmeldung und Schutz vor Benachteiligung erkennbar sind.
  6. Rechtsgrenze: Erkläre anhand eines Beispiels, warum ein belastender Konflikt ernst genommen werden sollte, auch wenn kein AGG-Grund erkennbar ist.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du

  1. Konflikt und Diskriminierung nachvollziehbar unterscheiden kannst.
  2. die AGG-Schutzgründe und wichtige Benachteiligungsformen kennst.
  3. einen fiktiven Ausbildungsfall strukturiert analysierst.
  4. geeignete Ansprechstellen begründet auswählst.
  5. ein respektvolles Gespräch vorbereiten kannst.
  6. eine kaufmännische Entscheidung mit Preis und qualitativen Kriterien begründest.
  7. Modellannahmen, Rechtsstand und Grenzen einer Falllösung transparent kennzeichnest.




Fachliche Quellen und Rechtscheck

Geprüft am 9. Oktober 2026. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen amtlichen Fassungen.

  1. Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz: insbesondere §§ 1, 3, 6, 7, 12, 13, 15, 16 und 22.
  2. Berufsbildungsgesetz § 14: Pflichten der Ausbildenden.
  3. Betriebsverfassungsgesetz § 84 und § 85: Beschwerderecht und Behandlung von Beschwerden.
  4. Betriebsverfassungsgesetz § 60: Jugend- und Auszubildendenvertretung.
  5. Umsatzsteuergesetz § 12: Steuersätze.
  6. Umsatzsteuergesetz § 14: Rechnungen und Pflichtangaben.
  7. Bundesministerium der Finanzen: FAQ zur E-Rechnung: Stand März 2026, einschließlich Übergangsregeln.
  8. BMAS: Repräsentative Studie zu Mobbing in der Arbeitswelt: aktueller Überblick und Prävention.
  9. Antidiskriminierungsstelle des Bundes: Was tun bei sexueller Belästigung am Arbeitsplatz?


Medien und Rechte

Die im Kurs verwendeten Wikimedia-Commons-Dateien wurden über ihre Beschreibungsseiten geprüft. Maßgeblich bleibt jeweils die Lizenzangabe auf Commons.

  1. Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: – Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
  2. Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: – Wikimedia Commons, CC BY 2.0.
  3. Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: – Wikimedia Commons, CC BY 2.0.
  4. Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: – Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.
  5. Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: – Wikimedia Commons, unter anderem CC BY-SA 3.0.
  6. Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: – Wikimedia Commons, CC BY 2.0.

Die YouTube-Videos sind verifizierte, tatsächlich vorhandene Inhalte seriöser Anbieter. Sie werden ausschließlich über den YouTube-Player eingebettet; daraus wird keine freie OER-Lizenz abgeleitet. Rechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern. Der Kurs verwendet keine Sofatutor-Inhalte.


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