Bedienoberflächen und Anlagenvisualisierung – Bedienoberflächen dokumentiert übergeben
Bedienoberflächen und Anlagenvisualisierung – Bedienoberflächen dokumentiert übergeben
QR-Code
Einleitung
Bedienoberflächen und Anlagenvisualisierung – Bedienoberflächen dokumentiert übergeben ist ein kompakter Ausbildungskurs zu HMI, Prozessvisualisierung, Alarmmanagement, Rechtekonzept und technischer Übergabedokumentation.
Du arbeitest an einer rein fiktiven virtuellen Anlage. Alle Steuerungs- und Diagnoseaufgaben finden ausschließlich in einer lokalen Simulation oder in einer ausdrücklich autorisierten Schulungsumgebung statt. Es werden keine fremden Netze, Produktivanlagen, realen Zugangsdaten oder Kundendaten verwendet, untersucht oder übertragen.

| Lernziel | Du kannst danach … |
|---|---|
| Bildstruktur | Übersichts-, Detail-, Alarm-, Trend- und Diagnosebilder sinnvoll ordnen. |
| Alarmtexte | Meldungen eindeutig, handlungsorientiert und priorisierbar formulieren. |
| Rechtekonzept | Rollen und Funktionsrechte nach dem Prinzip der geringsten erforderlichen Berechtigung planen. |
| Diagnose | Signalverläufe lesen und Fehler in einer Simulation systematisch eingrenzen. |
| Übergabe | eine Bedienoberfläche mit Bildliste, Alarmmatrix, Rechtekonzept und Prüfprotokoll dokumentiert übergeben. |
Ausbildungsfall: Virtuelle Abfüllanlage VLA-01
Die Ausbildungswerkstatt übergibt eine virtuelle Abfüllanlage an die nächste Schicht. Die Visualisierung ist technisch funktionsfähig, aber noch nicht ausreichend dokumentiert.
Dein Auftrag: Prüfe die Bedienoberfläche, verbessere Alarmtexte und Rechte, diagnostiziere einen simulierten Fehler und erstelle eine nachvollziehbare Übergabe.

| Fiktives Betriebsmittel | Signal | Bedeutung |
|---|---|---|
| Behälter T101 | LT101 | Füllstand in Prozent |
| Förderpumpe P101 | P101_RUN | Rückmeldung Pumpe läuft |
| Förderpumpe P101 | P101_CMD | Laufbefehl aus der Simulation |
| Durchflussmessung | FT101 | Durchfluss in Litern pro Minute |
| Einlassventil V101 | V101_OPEN | Ventil geöffnet |
| Förderband M201 | M201_RUN | Band läuft |
| Alarm | ALM_P101_FLOW | Zu geringer Durchfluss bei angeforderter Pumpe |
Wichtig: Die Namen, Werte und Betriebszustände dieses Falls sind frei erfunden. Verwende in Deinen Lösungen ebenfalls nur fiktive Testdaten.
Lerneinheit 1: Bildstruktur
Eine gute HMI-Struktur beantwortet schnell drei Fragen: Wo bin ich? Was ist gerade wichtig? Wie komme ich zur Ursache?
Für die virtuelle Anlage genügt eine kurze Hierarchie:
| Ebene | Bild | Zweck |
|---|---|---|
| Orientierung | Übersicht | Gesamtzustand und wichtigste Abweichungen erkennen |
| Bedienung | Anlagenbild | T101, P101, V101 und M201 bedienen und beobachten |
| Abweichung | Alarme | aktive und vergangene Alarme bewerten |
| Analyse | Trends | zeitliche Signalverläufe vergleichen |
| Fehlersuche | Diagnose | Befehle, Rückmeldungen und Messwerte prüfen |
| Verwaltung | Service | Einstellungen und geschützte Funktionen verwalten |

Gestaltungsregel: Wichtige Prozessinformationen sollen auffallen, nicht Dekoration. Navigation, Symbole, Benennungen und Zustandsdarstellung bleiben über alle Bilder konsistent. Kritische Informationen dürfen nicht ausschließlich über Farbe vermittelt werden.

Basisaufgabe: Ordne jedem Bild genau einen Hauptzweck zu.
Begründetes Feedback: Eine klare Hauptfunktion reduziert Suchwege. Wenn mehrere Bilder dieselbe Aufgabe ohne erkennbaren Grund erfüllen, wird die Bedienung unnötig uneinheitlich.
Anwendungsaufgabe: Entwirf für VLA-01 einen Navigationspfad von der Übersicht über P101 zur Trendanzeige.
Begründetes Feedback: Ein guter Pfad führt vom Gesamtzustand zur Ursache, ohne dass Du Bildnamen erraten oder mehrere Umwege gehen musst.
Transferaufgabe: Prüfe, ob ein neuer Bildschirm wirklich notwendig ist oder ob bestehende Informationen besser zusammengeführt werden können.
Begründetes Feedback: Mehr Bilder bedeuten nicht automatisch mehr Übersicht. Entscheidend ist die Unterstützung der Bedienaufgabe.
Lerneinheit 2: Alarmtexte
Ein Alarm soll eine abnormale Situation melden, auf die eine Bedienperson reagieren muss. Alarmmanagement umfasst deshalb nicht nur Farbe und Signalton, sondern auch Begründung, Priorität, erwartete Reaktion und Dokumentation.

Ein brauchbarer Alarmtext nennt möglichst knapp Objekt + Abweichung + relevante Bedingung. Eine Handlungsanweisung kann in der Alarmhilfe oder Dokumentation ergänzt werden.
| Schwacher Text | Besserer Text im Ausbildungsfall | Warum? |
|---|---|---|
| Fehler 104 | P101: Durchfluss unter 5 L/min bei Laufbefehl | Objekt und Abweichung sind erkennbar. |
| Pumpe kaputt | P101: Laufbefehl aktiv, Laufrückmeldung fehlt | Beobachtung statt unbelegter Ursache. |
| Durchfluss | FT101: Durchfluss zu niedrig während Förderung | Prozesszustand wird benannt. |
| Störung quittieren | P101: Durchflussalarm – Ursache prüfen, danach quittieren | Quittieren ersetzt nicht die Ursachenbeseitigung. |
Merke: Eine Quittierung bestätigt die Wahrnehmung eines Alarms. Sie beseitigt nicht automatisch die Prozessursache.
Basisaufgabe: Markiere in „P101: Laufbefehl aktiv, Laufrückmeldung fehlt“ Objekt, Befehl und fehlende Rückmeldung.
Begründetes Feedback: Der Text lässt die beobachtete Abweichung nachvollziehen, ohne eine technische Ursache zu behaupten, die noch nicht diagnostiziert wurde.
Anwendungsaufgabe: Formuliere „Störung Ventil“ so um, dass das betroffene Betriebsmittel und die Abweichung eindeutig sind.
Begründetes Feedback: Ein Alarmtext ist dann nützlich, wenn eine Bedienperson ohne Rätselraten den richtigen Prozessbereich findet.
Transferaufgabe: Entscheide, ob eine reine Information „Rezept geladen“ wirklich ein Alarm sein sollte.
Begründetes Feedback: Wenn keine zeitnahe Bedienreaktion erforderlich ist, ist eine Status- oder Ereignismeldung meist geeigneter und vermeidet Alarmüberlastung.
Lerneinheit 3: Rechtekonzept
Ein Rechtekonzept trennt Beobachten, Bedienen, Einrichten, Instandhalten und Administrieren. Rollen bündeln Rechte; einzelne Lernende erhalten nur die Rechte, die sie für ihre Aufgabe benötigen.
| Funktion | Beobachter | Bediener | Einrichter | Instandhaltung | Administrator |
|---|---|---|---|---|---|
| Prozesswerte ansehen | ja | ja | ja | ja | ja |
| P101 in Simulation starten | nein | ja | ja | ja | ja |
| Sollwert in freigegebenem Bereich ändern | nein | ja | ja | ja | ja |
| Simulationsparameter ändern | nein | nein | ja | ja | ja |
| Diagnosewerte ansehen | nein | eingeschränkt | ja | ja | ja |
| Benutzer und Rollen verwalten | nein | nein | nein | nein | ja |
Dokumentiere Rollen, nicht geheime Zugangsdaten. In Schulungsunterlagen stehen keine realen Kennwörter, Tokens oder produktiven Konten. Für Übungen reichen fiktive Namen wie TEST_BEDIEN_01.
Basisaufgabe: Begründe, warum ein Beobachter keine Startfunktion benötigt.
Begründetes Feedback: Rechte sollen der Aufgabe entsprechen. Nicht benötigte Schreibrechte erhöhen Bedien- und Sicherheitsrisiken.
Anwendungsaufgabe: Weise „Alarm quittieren“, „Sollwert ändern“ und „Benutzer anlegen“ geeigneten Rollen zu.
Begründetes Feedback: Bedienhandlungen gehören zur Betriebsrolle; Verwaltung von Identitäten und Rechten gehört in eine administrative Rolle.
Transferaufgabe: Eine Person ist Bediener und übernimmt zeitweise Einrichtarbeiten. Entwirf eine zeitlich und organisatorisch begrenzte Lösung.
Begründetes Feedback: Dauerhafte Mehrrechte sind schlechter nachvollziehbar als klar zugewiesene Rollen für definierte Aufgaben und Zeiträume.
Lerneinheit 4: Signalverläufe und Diagnose
Bei der Diagnose vergleichst Du Befehl, Rückmeldung und Prozesswert in zeitlicher Reihenfolge.
Für die Simulation gilt: ALM_P101_FLOW wird aktiv, wenn P101 angefordert ist, die Pumpe läuft und FT101 länger als die simulierte Verzögerung unter 5 L/min liegt. Ist P101 nicht angefordert, wird dieser spezielle Niedrigdurchflussalarm unterdrückt.
| Simulationszeit | P101_CMD | P101_RUN | FT101 | ALM_P101_FLOW | Beobachtung |
|---|---|---|---|---|---|
| Startphase | 0 | 0 | 0 L/min | 0 | Anlage wartet. |
| Förderbeginn | 1 | 1 | 18 L/min | 0 | Förderung normal. |
| Abweichung | 1 | 1 | 4 L/min | 0 | Bedingung beginnt. |
| Verzögerung abgelaufen | 1 | 1 | 3 L/min | 1 | Alarm wird aktiv. |
| Pumpe gestoppt | 0 | 0 | 0 L/min | 0 | Niedrigdurchflussalarm wird für Stillstand nicht verwendet. |

Diagnoseweg: Prüfe zuerst, ob ein Befehl vorliegt. Prüfe danach die Rückmeldung des Betriebsmittels. Bewerte anschließend den Prozesswert und die zeitliche Reihenfolge.
Basisaufgabe: Zu welchem simulierten Zeitpunkt wird der Alarm aktiv?
Begründetes Feedback: Erst nach dem anhaltenden niedrigen Durchfluss bei laufender, angeforderter Pumpe ist die definierte Alarmbedingung erfüllt.
Anwendungsaufgabe: P101_CMD ist 1, P101_RUN ist 0. Welche Beobachtung ist wichtiger als der Durchflusswert?
Begründetes Feedback: Zuerst ist die fehlende Laufrückmeldung zu klären. Ein niedriger Durchfluss kann eine Folge davon sein.
Transferaufgabe: Entwirf zwei zusätzliche fiktive Signale, mit denen sich eine geschlossene Armatur von einer ausgefallenen Pumpe unterscheiden ließe.
Begründetes Feedback: Gute Diagnose trennt mögliche Ursachen über unabhängige Rückmeldungen, statt aus einem einzigen Messwert zu schließen.
Lerneinheit 5: Bedienoberfläche dokumentiert übergeben
Die Übergabe besteht nicht nur aus dem lauffähigen Projekt. Eine andere Fachkraft muss Aufbau, Alarmierung, Rechte, Tests und offene Punkte nachvollziehen können.

| Übergabebaustein | Mindestinhalt |
|---|---|
| Bildliste | Bildname, Zweck, Einstieg, Rückweg |
| Navigationsplan | Verbindungen zwischen Übersicht, Detail, Alarm, Trend und Diagnose |
| Signalliste | fiktiver Tag, Einheit, Datenart, Bedeutung |
| Alarmmatrix | Alarmtext, Auslösebedingung, Priorität, erwartete Reaktion |
| Rechte-Matrix | Rolle, erlaubte Funktionen, gesperrte Funktionen |
| Prüfprotokoll | Testfall, Ausgangszustand, Aktion, erwartetes und tatsächliches Ergebnis |
| Versionsstand | Datum, Versionskennung, Änderung, verantwortliche Ausbildungsrolle |
| Offene Punkte | bekannte Einschränkungen und noch nicht abgeschlossene Tests |
| Medien- und Quellenliste | Herkunft und Lizenz externer Inhalte |
Beispiel für einen Testfall:
| Feld | Fiktiver Eintrag |
|---|---|
| Test-ID | VLA-HMI-017 |
| Ausgangszustand | Simulation gestartet, P101 aus |
| Aktion | Bedienrolle fordert P101 an |
| Erwartung | P101_CMD wird 1; nach Rückmeldung wird P101_RUN 1 |
| Prüfschritt | FT101 beobachten; Alarm nur gemäß definierter Bedingung |
| Ergebnis | bestanden oder Abweichung mit Kommentar |
Basisaufgabe: Erkläre, warum ein Screenshot allein keine vollständige Übergabedokumentation ist.
Begründetes Feedback: Ein Screenshot zeigt einen Zustand, aber nicht Rechte, Auslösebedingungen, Navigation, Testfälle oder Versionsstand.
Anwendungsaufgabe: Ergänze den Testfall VLA-HMI-017 um einen Negativtest mit Beobachterrolle.
Begründetes Feedback: Ein Rechtekonzept ist erst geprüft, wenn auch unerlaubte Aktionen zuverlässig verhindert werden.
Transferaufgabe: Formuliere ein Übergabekriterium für die Alarmmatrix.
Begründetes Feedback: Ein prüfbares Kriterium beschreibt einen nachweisbaren Zustand, zum Beispiel vollständige Zuordnung von Alarmtext, Bedingung, Priorität und Reaktion.
Lerneinheit 6: Sichere Testumgebung
Alle Aufgaben dieses Kurses bleiben in einer lokalen oder ausdrücklich autorisierten Testumgebung.
| Erlaubt | Nicht Bestandteil des Kurses |
|---|---|
| lokale HMI-Simulation | Zugriff auf fremde HMIs |
| fiktive Tags und Rollen | reale Zugangsdaten oder Kundendaten |
| bereitgestellte virtuelle Anlage | Scans fremder oder produktiver Netze |
| dokumentierte Testfälle | ungefragte Fernzugriffe |
| freigegebene Schulungsgeräte | Änderungen an Produktivanlagen |
Für reale industrielle Systeme gelten zusätzlich betriebliche Freigaben, Sicherheitskonzepte, Änderungsverfahren und die Vorgaben des Betreibers. Sicherheits- oder Abnahmetests dürfen den vorgesehenen Betrieb nicht unkontrolliert beeinträchtigen.
Kurzcheck: Übergabereife
| Prüffrage | Erfüllt? |
|---|---|
| Ist jedes Bedienbild eindeutig benannt und einem Zweck zugeordnet? | □ |
| Sind Navigation und Rücksprung nachvollziehbar? | □ |
| Sind Alarmtexte eindeutig und handlungsorientiert? | □ |
| Sind Rollen und Funktionsrechte dokumentiert? | □ |
| Sind positive und negative Rechte-Tests protokolliert? | □ |
| Sind Trend- und Diagnosefälle mit fiktiven Daten geprüft? | □ |
| Sind Versionsstand und offene Punkte dokumentiert? | □ |
| Sind Quellen und Medienrechte nachvollziehbar? | □ |
Fachliche Quellen und Medienrechte
Fachstand der Quellenprüfung: 07.10.2026.
- IEC 62682:2022: Management von Alarmsystemen für die Prozessindustrie; Grundlage für Alarmlebenszyklus und Bedienerreaktion.
- ISA-101 Series: HMI-Design, Navigation, Grafiken, Bedienbarkeit und HMI-Lebenszyklus.
- ISA-18 Series: Alarmmanagement, Rationalisierung, Priorisierung und Basic Alarm Design.
- BSI – Industrielle Steuerungs- und Automatisierungssysteme: Sicherheitsorientierte Hinweise für Hersteller und Integratoren.
- Wikipedia – Benutzerschnittstelle und Wikipedia – SCADA: Begriffe und fachliche Einordnung.
- HMI-Panel in der Industrie.jpg, HMI-Panel Anschlüsse.jpg, SCADA Systems Layout.png, GoJS SCADA Industrial Monitor.png, Eclipse SCADA Demo System.png, Datmeltech Alarm Annunciator 2.jpg und NEWater S.C.A.D.A. room.jpg: Lizenzangaben auf den jeweiligen Wikimedia-Commons-Dateiseiten geprüft; die hier verwendeten Dateien sind dort unter CC BY-SA 4.0 ausgewiesen.
- Die eingebundenen YouTube-Videos werden über die von YouTube vorgesehene Einbettungsfunktion wiedergegeben. Rechte am Videoinhalt verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern; Verfügbarkeit und Einbettbarkeit können sich ändern. Eingebunden sind Ausbildungsinhalte von AutomationDirect sowie AFS Automation & Factory Solutions, keine Sofatutor-Inhalte.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Aufgabe hat ein Übersichtsbild in einer Anlagenvisualisierung? (Den Gesamtzustand und wichtige Abweichungen verdichtet zeigen) (!Alle Administrationsrechte verwalten) (!Nur historische Messwerte anzeigen) (!Alle Detailbilder ersetzen)
Was kennzeichnet einen guten Alarmtext? (Er nennt das betroffene Objekt und die konkrete Abweichung) (!Er besteht nur aus einer Fehlernummer) (!Er nennt immer sofort eine unbewiesene Ursache) (!Er enthält möglichst viele technische Abkürzungen)
Was bedeutet das Quittieren eines Alarms? (Die Wahrnehmung des Alarms wird bestätigt) (!Die technische Ursache ist automatisch beseitigt) (!Der Alarm darf nie wieder auftreten) (!Alle Prozesswerte werden zurückgesetzt)
Wozu dient ein Rechtekonzept? (Funktionen passend zu Rollen und Aufgaben freizugeben) (!Allen Personen Administratorrechte zu geben) (!Kennwörter in der Projektdokumentation zu sammeln) (!Alle Schaltflächen immer freizugeben)
Welche Diagnose-Reihenfolge ist für P101 sinnvoll? (Befehl prüfen, Rückmeldung prüfen, Prozesswert bewerten) (!Prozesswert raten, Alarm löschen, Befehl ignorieren) (!Kennwort ändern, Bild schließen, Neustart durchführen) (!Alarm quittieren, ohne weitere Signale zu betrachten)
Wann wird ALM_P101_FLOW im Ausbildungsfall aktiv? (Bei angeforderter laufender Pumpe und anhaltend zu niedrigem Durchfluss) (!Immer wenn die Pumpe ausgeschaltet ist) (!Sobald irgendein Bild geöffnet wird) (!Nur wenn ein Administrator angemeldet ist)
Was gehört zu einer dokumentierten HMI-Übergabe? (Bildliste, Alarmmatrix, Rechte-Matrix und Prüfprotokoll) (!Nur ein Screenshot des Startbilds) (!Nur die Namen der Auszubildenden) (!Nur eine Liste verwendeter Farben)
Warum ist ein Negativtest für Rechte wichtig? (Er prüft, ob nicht erlaubte Funktionen tatsächlich gesperrt sind) (!Er ersetzt alle Funktionstests) (!Er macht Rollen überflüssig) (!Er dient zum Sammeln realer Passwörter)
Welche Daten werden in diesem Kurs für Übungen verwendet? (Fiktive Daten in einer lokalen oder autorisierten Testumgebung) (!Kundendaten aus einer Produktivanlage) (!Zugangsdaten fremder Anlagen) (!Ungefragt ausgelesene Netzwerkdaten)
Was ist für eine gute Bildhierarchie besonders wichtig? (Ein nachvollziehbarer Weg von Übersicht zu Detail und Diagnose) (!Für jede Variable ein eigenes Bild) (!Möglichst viele Popups gleichzeitig) (!Unterschiedliche Navigation auf jeder Seite)
Memory
| Bildhierarchie | Übersicht vor Detail |
| Alarm | erforderliche Bedienreaktion |
| Quittierung | Wahrnehmung bestätigen |
| Rollenmodell | Funktionsrechte bündeln |
| Trendkurve | zeitlicher Signalverlauf |
| Prüfprotokoll | Test nachvollziehbar dokumentieren |
| Simulation | fiktive Testumgebung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Übersichtsbild | Gesamtzustand verdichten |
| Alarmbild | Abweichungen bewerten |
| Trendbild | Signalverläufe vergleichen |
| Diagnosebild | Befehle und Rückmeldungen prüfen |
| Servicebild | geschützte Einstellungen verwalten |
...
Kreuzworträtsel
| Visualisierung | Wie heißt die grafische Darstellung von Anlagenzuständen? |
| Alarmtext | Wie heißt die kurze Meldung zu einer abnormen Situation? |
| Quittierung | Wie heißt die Bestätigung, dass ein Alarm wahrgenommen wurde? |
| Rollenmodell | Wie heißt die strukturierte Zuordnung von Rechten zu Benutzergruppen? |
| Trendkurve | Wie heißt eine grafische Darstellung eines zeitlichen Signalverlaufs? |
| Dokumentation | Wie heißt die schriftliche Grundlage einer nachvollziehbaren Übergabe? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht – Basis
- Bildstruktur: Zeichne die sechs HMI-Bilder der VLA-01 als einfache Navigationskarte und markiere Start- und Rückwege.
- Alarmtext: Verbessere vier absichtlich unklare fiktive Alarmtexte und begründe jede Änderung mit einem Satz.
- Rechtekonzept: Erstelle für Beobachter, Bediener und Administrator eine kleine Matrix mit erlaubten und gesperrten Funktionen.
- Signalverlauf: Übertrage die fünf simulierten Zustände von P101 in ein einfaches Zeitdiagramm und markiere den Alarmbeginn.
Standard – Anwendung
- Anlagenvisualisierung: Entwirf auf Papier oder in einem lokalen Zeichenprogramm ein Detailbild für T101 und P101 mit Status, Messwert, Alarmhinweis und Navigation.
- Alarmmanagement: Erstelle für drei fiktive Alarme jeweils Auslösebedingung, Bedienreaktion und eine begründete Priorität.
- Funktionsprüfung: Formuliere drei positive und drei negative Rechte-Tests für die lokale Simulation.
- Diagnose: Entwickle für den Fall „P101_CMD = 1, P101_RUN = 0“ einen Diagnosebaum mit mindestens drei Prüfschritten.
Schwer – Transfer
- HMI-Review: Vergleiche zwei selbst entworfene Bildvarianten und begründe, welche die schnellere Orientierung unterstützt.
- Alarmrationalisierung: Prüfe zehn fiktive Meldungen und entscheide begründet, welche wirklich Alarme sein sollten und welche besser Ereignisse oder Statusmeldungen sind.
- Übergabedokumentation: Erstelle ein vollständiges Mini-Übergabepaket für VLA-01 aus Bildliste, Alarmmatrix, Rechte-Matrix, Testfällen, Versionsstand und offenen Punkten.
- Ausbildungsprojekt: Produziere ein kurzes Bildschirmvideo aus einer lokalen Simulation, in dem Du einen fiktiven Fehler erkennst, über Signale diagnostizierst und die Dokumentation aktualisierst. Zeige keine realen Anlagen, Konten oder Kundendaten.


Lernkontrolle
- Bildkonzept bewerten: Du erhältst eine Visualisierung mit zwölf gleichwertigen Navigationsschaltflächen auf jeder Seite. Entwickle eine besser begründete Bildhierarchie und erkläre, warum sie die Orientierung verbessert.
- Alarmfall analysieren: P101 läuft laut Rückmeldung, der Durchfluss sinkt langsam. Entscheide, welche Signale und zeitlichen Bedingungen Du für einen belastbaren Alarm und eine Diagnose benötigst.
- Rechtekonflikt lösen: Eine Bedienrolle darf Benutzerkonten ändern. Bewerte die Situation und entwickle ein geeigneteres Rollenmodell.
- Übergabe prüfen: Eine Projektübergabe enthält Bilddateien und eine Tagliste, aber keine Alarmmatrix und kein Prüfprotokoll. Begründe, welche Risiken für Betrieb, Wartung und Nachvollziehbarkeit entstehen.
- Fehlalarm vermeiden: Der Niedrigdurchflussalarm erscheint bei ausgeschalteter Pumpe. Entwickle eine fachlich begründete Logik für die Simulation, die unnötige Alarme vermeidet.
- Transfer auf neue Anlage: Übertrage die Kursprinzipien auf eine fiktive Förderanlage mit zwei Motoren und einem Stausensor. Leite Bildstruktur, Alarme, Rollen und Testfälle ab.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du Zusammenhänge nicht nur nennst, sondern an einem fiktiven Anlagenfall nachvollziehbar anwendest.
- Du kannst eine HMI-Bildhierarchie fachlich begründen.
- Du kannst eindeutige Alarmtexte aus beobachtbaren Prozesszuständen formulieren.
- Du kannst zwischen Alarm, Statusmeldung und Ereignis unterscheiden.
- Du kannst Rollen und Funktionsrechte zweckmäßig strukturieren.
- Du kannst Befehl, Rückmeldung und Messwert in einem Signalverlauf unterscheiden.
- Du kannst Diagnoseentscheidungen aus mehreren Signalen begründen.
- Du kannst positive und negative Testfälle formulieren.
- Du kannst eine Bedienoberfläche mit Versionsstand, Alarmmatrix, Rechtekonzept und Prüfprotokoll dokumentiert übergeben.
- Du hältst bei Übungen den Sicherheitsrahmen lokaler oder ausdrücklich autorisierter Testumgebungen mit fiktiven Daten ein.
OERs zum Thema
Verknüpfte Lernbereiche
aiMOOC-Projekte
Schulfach+


aiMOOCs


aiMOOC Projekte


MOOCwiki · Deutsch
Nach dem Lernen ist vor dem Lernen
Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.
Zur MOOCwiki-HauptseiteMediathek
Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...
Keine passenden Inhalte gefunden. Bitte ändere Suche oder Filter.
NEWSLernweltNOAH fragen