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D7 M - Eine literarische Szene inszenieren

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D7 M - Eine literarische Szene inszenieren




D7 M - Eine literarische Szene inszenieren

Mini-Beschreibung: Du entwickelst begründete Entscheidungen zu Bewegung, Stimme, Raum und Requisiten. Du planst eine Szene, probst sie, zeichnest eine Raumskizze, arbeitest mit Ton und Video und reflektierst die Wirkung.

Zielgruppe: Deutsch Klasse 7, Baden-Württemberg, M-Niveau.


Einleitung

Eine literarische Szene wird auf der Bühne nicht einfach „vorgelesen“. Du entscheidest, wie Figuren sprechen, stehen, gehen, schauen und mit Dingen umgehen. Jede Entscheidung verändert die Wirkung.

Merke
Textbeleg → Entscheidung → Umsetzung → Wirkung. Eine gute Inszenierung lässt sich am Text begründen und an ihrer Wirkung überprüfen.


Motivierender Einstieg: Was erzählt ein Bild ohne Worte?

60-Sekunden-Bühnencheck:

  1. Körpersprache: Wähle zwei Figuren. Beschreibe nur Haltung, Abstand und Blickrichtung.
  2. Raumwirkung: Markiere gedanklich die auffälligste Position auf der Bühne.
  3. Deutung: Formuliere eine Vermutung zur Beziehung zweier Figuren.
  4. Beleg: Nenne genau ein sichtbares Detail, das Deine Vermutung stützt.

Selbstkontrolle: Eine Vermutung ist noch kein Beleg. Trenne deshalb „Ich vermute …“ von „Ich sehe …“.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du:

Bereich Das kannst Du am Ende
Texterschließung wichtige Stellen markieren und Figuren, Konflikt, Raum und Regiehinweise erfassen
Szenisches Interpretieren Entscheidungen zu Bewegung, Stimme, Raum und Requisiten aus dem Text ableiten
Szenenplan Auftritte, Wege, Sprechweise, Requisiten, Ton und Wirkung übersichtlich planen
Medienanalyse Bild, Ton und Video vergleichen, kommentieren und ihre Wirkung begründen
Reflexion eine Probe auswerten und die Inszenierung gezielt verbessern
Medienbildung Video und KI transparent, datensparsam und prüfend einsetzen


Bildungsplan Baden-Württemberg: Klasse 7, M-Niveau

Der Kurs greift zentrale Kompetenzen des Bildungsplans Deutsch für die Sekundarstufe I auf: Texte erschließen, Textbelege auswählen, Figuren und Raum in ihrer Funktion beschreiben, dramatische Fachbegriffe nutzen, Gestaltungsmittel in ihrer Wirkung erläutern und Formen des szenischen Interpretierens anwenden. Beim Sprechen und Zuhören stehen Artikulation, Körpersprache, szenisches Gestalten und Wirkungsreflexion im Mittelpunkt.

Quelle: Bildungsplan Baden-Württemberg – Deutsch 7–9, Literarische Texte


Vorwissen aktivieren

Ordne für Dich zu: Was gehört eher zum Text, was zur Inszenierung?

Textgrundlage Inszenierungsentscheidung
Dialog Lautstärke und Sprechtempo
Regieanweisung konkrete Bewegung auf der Bühne
Konflikt Abstand oder Nähe der Figuren
Gegenstand im Text Auswahl und Nutzung einer Requisite

Kurzfrage: Welche Entscheidung könnte man auch anders treffen? Begründe in einem Satz.


Lernweg: Von der Textstelle zur Bühne


Schritt 1: Szene erschließen

Lies die Szene zunächst ohne Schauspielidee. Markiere danach mit vier Zeichen:

Zeichen Suche im Text
F Gefühl oder Absicht einer Figur
K Konflikt oder Wendepunkt
R Hinweis auf Raum, Abstand oder Bewegung
S Hinweis auf Stimme, Pause oder Sprechweise

Merke: Erst verstehen, dann gestalten.


Eigener Lerntext: „Noch eine Minute“

Rechtssicheres Übungsmaterial: eigener Lerntext dieses aiMOOCs.

Situation: Zwei Personen warten nach einer Probe im fast leeren Raum. Person A hält einen zerknitterten Zettel. Person B steht nahe der Tür.

A: Du hast es wirklich gesagt.
B: Nur den einen Satz.
A: Der eine Satz war genug.
B blickt zur Tür.
A: Bleib.
B: Warum?
A: Weil ich nicht will, dass du jetzt gehst.
Kurze Pause.
B: Dann sag endlich, was auf dem Zettel steht.

Auftrag: Markiere F, K, R und S. Entscheide anschließend, welche Zeile den Wendepunkt bildet. Belege Deine Entscheidung mit einem Textdetail.


Schritt 2: Rollenprofile entwickeln

Ein Rollenprofil sammelt nur Informationen, die für das Spielen wichtig sind.

Rollenprofil Person A Person B
Ziel B soll bleiben Klarheit bekommen
Hindernis Unsicherheit Misstrauen
Grundhaltung angespannt abwartend
sichtbares Zeichen hält den Zettel fest bleibt nahe der Tür
mögliche Veränderung wird offener wendet sich A wieder zu

Transfer: Erstelle für Deine literarische Szene ein eigenes Rollenprofil. Jede Aussage braucht entweder einen Textbeleg oder die Kennzeichnung „Deutung“.


Schritt 3: Bewegung begründen

Bewegung zeigt Beziehungen. Frage bei jedem Weg: Warum bewegt sich die Figur gerade jetzt?

Mittel Mögliche Wirkung
großer Abstand Distanz, Unsicherheit, Konflikt
Annäherung Vertrauen, Druck oder Bedrohung
Abwenden Rückzug, Ablehnung, Nachdenken
Stillstand Spannung, Entschlossenheit, Schock
schneller Richtungswechsel Unruhe, Wendepunkt, Entscheidung

Probe: Spiele dieselbe Zeile einmal mit Annäherung und einmal mit Rückzug. Vergleiche die Wirkung.


Schritt 4: Stimme gestalten

Stimme besteht nicht nur aus Lautstärke.

Stimmelement Fragen
Lautstärke leise, normal oder laut – und warum?
Tempo schnell, gleichmäßig oder verlangsamt?
Betonung welches Wort trägt die Absicht?
Pause wo entsteht Spannung oder Zeit zum Denken?
Artikulation deutlich, gepresst, zögernd, ruhig?

Medienauftrag – Warm-ups mit Janny, TU Dresden:

  1. Beobachten: Notiere zwei Übungen, die Körper oder Stimme vorbereiten.
  2. Ordnen: Ordne sie „Körper“, „Stimme“ oder „beides“ zu.
  3. Prüfen: Erkläre, welche Übung vor Eurer Szene sinnvoll wäre.
  4. Anwenden: Nutzt eine passende Übung kurz vor der Probe.

Sicherheitsregel: Stimme nie mit Schmerz, Druck oder dauerhaftem Schreien belasten.


Schritt 5: Raum bewusst nutzen

Bildauftrag:

  1. Markieren: Übertrage auf eine eigene Skizze „vorne“, „hinten“, „links“, „rechts“ und „Mitte“.
  2. Vergleichen: Wo wirkt eine Figur besonders präsent?
  3. Begründen: Plane einen Ortswechsel genau an einem Wendepunkt Deiner Szene.
  4. Kommentieren: Erkläre in zwei Sätzen, wie sich die Wirkung dadurch verändert.


Raumskizze

Eine einfache Raumskizze reicht. Wichtig ist, dass Wege und Blickrichtungen erkennbar sind.

HINTEN LINKS HINTEN MITTE TÜR / HINTEN RECHTS
Stuhl freie Fläche Person B startet hier
Person A startet hier Zettel fällt hier möglicher Ausgang
PUBLIKUM / VORNE

Auftrag: Zeichne Deine eigene Raumskizze. Verwende Pfeile für Wege und Kreise für wichtige Spielpositionen.


Bühne als Gestaltungsmittel

Untersuche das Foto: Welche Bereiche lenken Deinen Blick? Welche Wirkung hätten dieselben Wege auf einer fast leeren Bühne?

Vergleich: Notiere drei Unterschiede zwischen den beiden Bühnenräumen. Entscheide dann, welche Umgebung für eine konfliktreiche Zweierszene geeigneter wäre. Begründe nur mit sichtbaren Merkmalen.


Schritt 6: Requisiten funktional einsetzen

Eine Requisite ist ein Gegenstand, der im Spiel eine Aufgabe erhält. Weniger ist oft stärker.

Requisiten-Test:

  1. Braucht die Szene den Gegenstand wirklich?
  2. Verändert er Handlung, Beziehung oder Aufmerksamkeit?
  3. Kann die Figur sichtbar mit ihm handeln?
  4. Ist die Verwendung sicher?

Beispiel: Im Lerntext ist der Zettel nicht nur Dekoration. Er bündelt den Konflikt und kann Blicke, Abstand und Bewegung auslösen.


Schritt 7: Ton und Geräusch untersuchen

Ton A – Klopfen:

Ton B – Schritte:

Ton C – Applaus:

Audio-Labor:

  1. Hören: Beschreibe Ton A und B zunächst ohne Deutung.
  2. Vergleichen: Welcher Ton erzeugt in „Noch eine Minute“ mehr Spannung?
  3. Kommentieren: Begründe mit Lautstärke, Rhythmus, Erwartung oder Nähe.
  4. Gestalten: Produziere selbst ein kurzes, ungefährliches Geräusch für einen Wendepunkt.
  5. Belegen: Notiere, an welcher Textstelle der Ton beginnt und welche Wirkung beabsichtigt ist.


Schritt 8: Video als Beobachtungswerkzeug

Videoauftrag:

  1. Beobachten: Achte nur auf Mimik, Gestik, Haltung und Position.
  2. Notieren: Halte drei konkrete Beobachtungen fest.
  3. Trennen: Schreibe daneben jeweils Beobachtung und Wirkung getrennt auf.
  4. Übertragen: Wähle eine Idee, die Du in Deiner Szene testen möchtest.

Eigene Aufnahme: Filmt 30 bis 60 Sekunden einer Probe mit ruhiger Kamera. Nehmt dieselbe Stelle zweimal mit nur einer veränderten Entscheidung auf.

Datenschutz: Nur mit Zustimmung der Beteiligten filmen. Für die Auswertung genügt eine lokale Aufnahme; eine Veröffentlichung ist nicht nötig.


Schritt 9: Inszenierungen vergleichen

Schultheater der Länder – Analyseauftrag:

  1. Suchen: Finde zwei deutlich unterschiedliche Bühnenmomente.
  2. Vergleichen: Untersuche Raum, Bewegung und Gruppierung.
  3. Belegen: Notiere jeweils ein sichtbares Detail.
  4. Bewerten: Welche Wirkung entsteht? Formuliere als begründete Deutung, nicht als bloßes „gefällt mir“.


Dein Szenenplan

Ein Szenenplan macht Entscheidungen sichtbar, bevor Ihr spielt.

Textstelle / Moment Bewegung Stimme Raum Requisite / Ton beabsichtigte Wirkung Textbeleg
Anfang
Konflikt steigt
Wendepunkt
Schluss

Qualitätsregel: Jede wichtige Bühnenentscheidung soll mindestens mit einem Textdetail, einer Figurenabsicht oder einem klaren Wirkungsziel begründet werden.


Beispiel für einen begründeten Szenenplan

Moment Entscheidung Begründung Wirkung
„Bleib.“ A macht einen Schritt auf B zu, spricht leiser A will Nähe herstellen, ist aber unsicher Bitte wirkt persönlicher
„Warum?“ B bleibt an der Tür und dreht nur den Kopf B ist noch nicht überzeugt Distanz bleibt sichtbar
Pause beide bewegen sich nicht Text setzt eine Pause Spannung konzentriert sich auf Blick und Zettel


Hilfestufen

Hilfestufe Nutze sie, wenn Du festhängst
Hilfe 1 – Frage Was will die Figur in diesem Moment?
Hilfe 2 – Auswahl Entscheide zwischen Nähe / Distanz, schnell / langsam, laut / leise, benutzen / weglassen.
Hilfe 3 – Satzstarter „Wir entscheiden uns für …, weil im Text … steht. Dadurch soll … wirken.“
Hilfe 4 – Probe Spiele zwei Varianten und wähle erst nach dem Vergleich.


Differenziertes Feedback

Beobachtung Feedback nächster Schritt
Entscheidung ist sichtbar, aber unbegründet „Ich sehe Deine Idee. Welcher Textbeleg passt dazu?“ Textstelle ergänzen
Begründung ist vorhanden, Wirkung unklar „Was soll das Publikum dabei wahrnehmen?“ Wirkungsziel präzisieren
Alles ist begründet, aber sehr gleichförmig „Wo verändert sich der Konflikt?“ Wendepunkt stärker gestalten
Bewegung, Stimme und Raum greifen zusammen „Die Mittel unterstützen dieselbe Deutung.“ alternative Variante testen


Lösungshinweise zu den Kernaufgaben

Lerntext „Noch eine Minute“ – möglicher Lösungsimpuls: Der Wendepunkt kann bei „Bleib.“ oder beim folgenden Eingeständnis liegen. Entscheidend ist die Begründung: Sprache, Pause, Raumposition und Figurenabsicht müssen zusammenpassen.

Raumfoto – Lösungsimpuls: Eine zentrale oder weit vorne liegende Position zieht häufig Aufmerksamkeit an. Die konkrete Wirkung hängt aber vom restlichen Bühnenbild, Licht, Blickrichtungen und Spiel ab.

Ton-Labor – Lösungsimpuls: Klopfen kann Erwartung oder Unterbrechung erzeugen; Schritte können Nähe, Entfernung oder eine bevorstehende Ankunft anzeigen. Es gibt mehrere plausible Deutungen, wenn sie am Szenenkontext begründet werden.

Videolösung – Prüfkriterium: Eine gute Auswertung nennt zuerst das Sichtbare und danach die vermutete Wirkung.


KI-Spirale für Deine Inszenierung

Schritt Was Du tust
1 Selbst denken: Text markieren und erste Deutung notieren.
2 Eigene Lösung beginnen: mindestens zwei Bühnenentscheidungen selbst planen.
3 Gezielt fragen: KI nur zu einer konkreten Unsicherheit nutzen.
4 Prüfen: KI-Ausgabe mit Originaltext, Regel, Wörterbuch oder verlässlicher Quelle vergleichen.
5 Fehler erkennen: Unbelegte Behauptungen, erfundene Zitate und unpassende Deutungen markieren.
6 Verbessern: Deine Lösung überarbeiten und selbst begründen.
7 Transparent machen: kurz notieren, wobei KI geholfen hat.

Beispiel für eine gute KI-Frage: „Nenne mir drei mögliche Wirkungen einer langen Pause an dieser Stelle. Erfinde keine Textdetails.“

Nicht ausreichend: „Mach die ganze Inszenierung für mich.“


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist der wichtigste Ausgangspunkt für eine begründete Inszenierungsentscheidung? (Ein Textbeleg oder eine nachvollziehbare Figurenabsicht) (!Ein möglichst aufwendiges Bühnenbild) (!Eine zufällige Bewegung) (!Ein besonders lauter Ton)




Welche Aussage beschreibt eine Requisite am besten? (Ein Gegenstand mit einer Funktion im Spiel) (!Ein beliebiger Gegenstand im Klassenraum) (!Eine Person hinter der Bühne) (!Eine Art von Sprechpause)




Was kann ein großer Abstand zwischen Figuren sichtbar machen? (Distanz oder Konflikt) (!Automatisch Freude) (!Die Textsorte) (!Die Lautstärke des Videos)




Welche Stimmeigenschaft gehört zur szenischen Gestaltung? (Sprechtempo) (!Seitenzahl) (!Kameramarke) (!Schriftgröße)




Wozu dient ein Szenenplan? (Er verbindet Textstellen mit konkreten Gestaltungsentscheidungen) (!Er ersetzt den literarischen Text vollständig) (!Er sammelt nur Kostümfarben) (!Er verhindert jede Veränderung in der Probe)




Was ist bei einer Videoanalyse zuerst sinnvoll? (Eine konkrete Beobachtung beschreiben) (!Sofort eine Gesamtnote geben) (!Nur die Lieblingsfigur nennen) (!Die Handlung neu erfinden)




Was macht eine gute Wirkungsreflexion aus? (Sie verbindet Beobachtung und begründete Deutung) (!Sie besteht nur aus gefällt mir) (!Sie nennt möglichst viele Fachwörter ohne Zusammenhang) (!Sie ignoriert die konkrete Szene)




Welche Entscheidung eignet sich besonders, um einen Wendepunkt zu verdeutlichen? (Ein bewusst gesetzter Wechsel in Bewegung oder Stimme) (!Eine zufällige Pause ohne Bezug) (!Ein neues Thema im Dialog) (!Ein nicht erklärter Rollenwechsel)




Was gehört zur KI-Spirale? (Eine KI-Ausgabe mit dem Originaltext und verlässlichen Quellen prüfen) (!Jede KI-Antwort ungeprüft übernehmen) (!Die eigene Lösung vor der KI-Arbeit weglassen) (!KI-Unterstützung geheim halten)




Wann ist eine Bühnenentscheidung besonders überzeugend? (Wenn Textbeleg, Umsetzung und beabsichtigte Wirkung zusammenpassen) (!Wenn sie möglichst kompliziert ist) (!Wenn sie in jeder Szene gleich verwendet wird) (!Wenn sie ohne Probe festgelegt wird)





Memory

Szenenplan Ablauf und Gestaltungsentscheidungen
Rollenprofil Ziel und Haltung einer Figur
Requisite funktionaler Gegenstand im Spiel
Raumskizze Positionen und Wege auf der Bühne
Artikulation deutliche Gestaltung des Sprechens
Textbeleg Nachweis für eine Deutung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Bewegung Wege, Abstand und Körperhaltung
Stimme Lautstärke, Tempo, Betonung und Pause
Raum Position, Richtung und Nähe zum Publikum
Requisite Gegenstand mit Spielfunktion
Wirkung Eindruck beim Publikum






Kreuzworträtsel

Requisite Wie heißt ein Gegenstand, der im Spiel eine Funktion erhält?
Artikulation Wie nennt man die deutliche Gestaltung des Sprechens?
Regieanweisung Welcher Begriff bezeichnet Spielhinweise im dramatischen Text?
Bühnenraum Wo werden Positionen und Wege einer Szene angeordnet?
Körpersprache Wie heißt Ausdruck durch Haltung, Gestik und Bewegung?
Atmosphäre Wie heißt die wahrnehmbare Stimmung einer Szene?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine Inszenierung beginnt mit der genauen Untersuchung des

. Eine wichtige Entscheidung sollte durch einen

oder eine Figurenabsicht begründet werden. Abstand, Wege und Haltung gehören zur

. Lautstärke, Tempo und Betonung gehören zur

. Ein Gegenstand mit Funktion im Spiel heißt

. Positionen und Wege werden in einer

sichtbar gemacht. Eine Probe wird durch Beobachtung und

verbessert. KI-Ausgaben müssen mit dem Originaltext und einer verlässlichen

geprüft werden.




Wiederholung: Die Viererformel

1. Textbeleg 2. Entscheidung 3. Umsetzung 4. Wirkung
Was steht oder geschieht? Was wollen wir zeigen? Wie spielen wir es? Was nimmt das Publikum wahr?

30-Sekunden-Wiederholung: Erkläre die Viererformel ohne auf die Tabelle zu schauen.


Selbstkontrolle und Kompetenzcheck

Ich kann … noch üben meistens sicher
eine Szene mit Textbelegen erschließen
ein Rollenprofil erstellen
Bewegung und Raum begründen
Stimme gezielt gestalten
Requisiten funktional auswählen
eine Videoaufnahme kriterienorientiert auswerten
Wirkung beschreiben und meine Szene überarbeiten
KI-Hilfe prüfen und transparent angeben

Auswertung: Hast Du zweimal oder öfter „noch üben“ markiert, wiederhole Szenenplan, Viererformel und eine Vergleichsprobe.


Reflexion

  1. Wirkung: Welche Entscheidung hatte in Eurer Szene die stärkste Wirkung? Belege mit einer Beobachtung.
  2. Überarbeitung: Welche Entscheidung habt Ihr nach der Probe geändert? Warum?
  3. Zusammenspiel: Wo unterstützen sich Bewegung, Stimme, Raum und Requisite?
  4. Unsicherheit: Welche Deutung bleibt offen?
  5. KI-Transparenz: Falls KI genutzt wurde, wofür genau und wie wurde die Ausgabe geprüft?


Transfer

Übertrage die Viererformel auf eine neue Szene, die Du noch nicht gespielt hast. Plane nur den Wendepunkt. Verwende mindestens zwei Gestaltungsmittel und begründe beide am Text.

Transfer Plus: Spiele denselben Wendepunkt in zwei deutlich verschiedenen Deutungen. Vergleiche anschließend, welche Textstellen beide Varianten stützen und wo Grenzen der Deutung liegen.


Offene Aufgaben


Leicht

  1. Standbild: Gestalte mit zwei oder drei Personen ein Standbild zum Konflikt. Fotografiere es nur mit Zustimmung und beschreibe anschließend Abstand, Blick und Körperhaltung.
  2. Stimmprobe: Sprich eine Zeile dreimal mit unterschiedlichem Tempo. Notiere die jeweilige Wirkung.
  3. Requisitencheck: Wähle drei mögliche Gegenstände aus. Begründe, welcher davon wirklich eine Funktion in der Szene erhält.
  4. Raumskizze: Zeichne Startpositionen, einen Weg und den Endpunkt einer Figur ein.


Standard

  1. Szenenplan: Plane Anfang, Konflikt, Wendepunkt und Schluss mit Bewegung, Stimme, Raum und mindestens einer Begründung.
  2. Rollenprofil: Erstelle zwei Rollenprofile und belege jede wichtige Aussage mit Textstelle oder Kennzeichnung als Deutung.
  3. Videovergleich: Filme zwei Versionen derselben Stelle mit nur einer veränderten Entscheidung und kommentiere die Wirkung.
  4. Tonregie: Erzeuge oder wähle ein rechtssicheres Geräusch und bestimme exakt Einsatzpunkt, Dauer und beabsichtigte Wirkung.


Schwer

  1. Doppelte Deutung: Entwickle zwei gegensätzliche Inszenierungen derselben Textstelle und zeige, wie beide am Text begründet werden können.
  2. Regiekonzept: Verbinde Rollenprofile, Szenenplan, Raumskizze und Requisitenidee zu einem kurzen Regiekonzept.
  3. Medienkritik: Vergleiche eine eigene Probe mit einem Theater- oder Schultheater-Video. Trenne Beobachtung, Deutung und Bewertung.
  4. KI-Prüfprotokoll: Formuliere eine gezielte KI-Frage, prüfe die Antwort am Originaltext und dokumentiere mindestens eine Verbesserung oder Korrektur.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Inszenierungsvergleich: Du siehst zwei Versionen derselben Szene. Erkläre anhand von mindestens drei Beobachtungen, wie unterschiedliche Bewegungen und Stimmen zu unterschiedlichen Deutungen führen.
  2. Regieentscheidung: Eine Figur sagt einen kurzen Satz direkt vor einem Wendepunkt. Entwickle zwei Spielweisen und begründe, welche Textsignale jeweils passen müssen.
  3. Raumproblem: In einer Probe stehen alle Figuren ständig in einer Reihe. Entwickle eine Verbesserung und erkläre die erwartete Wirkung.
  4. Requisitenproblem: In einer Szene liegen viele Gegenstände auf der Bühne, aber keiner beeinflusst das Spiel. Reduziere das Konzept und begründe Deine Auswahl.
  5. Videoreflexion: Eine Aufnahme zeigt gute Textkenntnis, aber kaum sichtbare Beziehung zwischen den Figuren. Entwickle zwei konkrete Überarbeitungsschritte.
  6. Transferaufgabe: Verbinde Textbeleg, Rollenabsicht, Raumposition und Stimme zu einem schlüssigen Wendepunkt und erläutere das Zusammenspiel.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema sind wichtig:

  1. Textverständnis: zentrale Situation, Konflikt und Figurenabsichten nachvollziehbar erfassen
  2. Begründung: Entscheidungen mit Textbelegen oder plausiblen Deutungen stützen
  3. Szenenplan: Bewegung, Stimme, Raum und Requisiten planvoll verbinden
  4. Umsetzung: die geplanten Mittel im Spiel erkennbar einsetzen
  5. Wirkungsreflexion: Beobachtung und Deutung unterscheiden und Verbesserungen ableiten
  6. Medienkompetenz: eigene Video- oder Tonaufnahmen datensparsam und kriterienorientiert nutzen
  7. KI-Kompetenz: KI-Unterstützung prüfen, Fehler erkennen und transparent angeben


Folgekurs-Empfehlung

Wenn Du diesen Kurs sicher beherrschst, bearbeite als Nächstes einen Kurs zur Überarbeitung und Auswertung einer Inszenierung, zum Beispiel Szenische Interpretation mit stärkerem Vergleich verschiedener Deutungen.


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  1. Stage Layout Plan – Bühnenplan, CC BY-SA 3.0
  2. Comedy and tragedy masks without background – Theatersymbol, CC BY-SA 3.0
  3. Maly Theatre – Actors – Bühnenfoto, CC BY-SA 3.0 / GFDL
  4. Ryman stage – Bühnenraum, CC BY-SA 4.0
  5. Everyman Theatre – Bühnenraum und Bühnenbild, CC BY-SA 4.0
  6. Knocking on wood or door – Geräusch, Public Domain
  7. ZapSibAudio-Steps – Schritte, CC BY-SA 4.0
  8. Applause-2 – Theaterapplaus, CC BY 3.0

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