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Islam in Deutschland (Religiöses Leben und gesellschaftliche Vielfalt; Schule 7–13; Religion Ethik; viele Medien; Sprach

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Islam in Deutschland (Religiöses Leben und gesellschaftliche Vielfalt; Schule 7–13; Religion Ethik; viele Medien; Sprach




Islam in Deutschland (Religiöses Leben und gesellschaftliche Vielfalt; Schule 7–13; Religion/Ethik; viele Medien; Sprache angepasst; mittellanger Text; exakt diesen Titel übernehmen)


Einleitung

Der Islam gehört seit vielen Jahrzehnten sichtbar zum religiösen Leben in Deutschland. Musliminnen und Muslime leben in Großstädten und Dörfern, arbeiten in ganz unterschiedlichen Berufen, besuchen Schulen und Hochschulen, engagieren sich in Vereinen, Gemeinden, Politik, Kultur und Nachbarschaften. Manche praktizieren ihre Religion intensiv, andere gelegentlich oder kaum. Schon deshalb gibt es nicht den einen muslimischen Alltag.

Für das Jahr 2019 schätzte die Studie „Muslimisches Leben in Deutschland 2020“ des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF), dass etwa 5,3 bis 5,6 Millionen muslimische Religionsangehörige mit Migrationshintergrund aus muslimisch geprägten Herkunftsländern in Deutschland lebten. Das entsprach damals etwa 6,4 bis 6,7 Prozent der Bevölkerung. Wichtig ist die Einschränkung: Die Studie erfasst nicht jede muslimische Person in Deutschland und ist keine vollständige Mitgliederstatistik. Viele Moscheegemeinden führen keine mit Kirchenmitgliedschaften vergleichbaren Register. Deshalb sind Angaben zur Zahl der Musliminnen und Muslime immer Schätzungen.

Die Kölner Zentralmoschee zeigt, dass Moscheen heute auch Teil des Stadtbildes und öffentlicher Debatten über Religion, Architektur, Zugehörigkeit und gesellschaftliche Vielfalt sind.

Das Video der Bundeszentrale für politische Bildung macht deutlich: Muslimischer Alltag kann sehr unterschiedlich aussehen. Religion ist ein Teil von Identität, aber niemals die einzige Eigenschaft eines Menschen.


Historische Entwicklung

Kontakte zwischen Menschen im Gebiet des heutigen Deutschlands und muslimisch geprägten Regionen reichen viele Jahrhunderte zurück. Dauerhaft sichtbare muslimische Gemeinden entstanden jedoch erst deutlich später. Während des Ersten Weltkriegs wurde 1915 im sogenannten Halbmondlager in Wünsdorf bei Berlin eine Moschee für muslimische Kriegsgefangene eingeweiht. Der Bau war zugleich Teil der politischen Propaganda des Deutschen Kaiserreichs. Die Holzmoschee wurde später abgerissen.

Die Wilmersdorfer Moschee in Berlin wurde zwischen 1924 und 1928 errichtet und 1928 eröffnet. Sie gilt als älteste heute noch bestehende Moschee Deutschlands. Ihre Geschichte zeigt, dass muslimisches Leben in Deutschland nicht erst mit der jüngeren Migration begonnen hat.

Besonders stark wuchs die muslimische Bevölkerung seit den 1960er-Jahren. Ein wichtiger Grund war die Arbeitsmigration, etwa aus der Türkei, aber auch aus anderen Staaten Südosteuropas, Nordafrikas und des Mittelmeerraums. Später kamen Familienangehörige, Studierende, Geflüchtete und weitere Migrantinnen und Migranten hinzu. Viele Musliminnen und Muslime sind heute in Deutschland geboren und besitzen die deutsche Staatsangehörigkeit. Die BAMF-Studie von 2020 zeigt außerdem, dass die Herkunft der muslimischen Bevölkerung vielfältiger geworden ist; Menschen mit türkischem Migrationshintergrund bildeten in der untersuchten Gruppe weiterhin die größte Herkunftsgruppe.

Das historische Foto aus Berlin von 1931 erinnert daran, dass muslimische Gottesdienste schon in der Weimarer Republik öffentlich dokumentiert wurden. Bei historischen Quellen lohnt sich ein kritischer Blick auf ältere Begriffe und Bildunterschriften: Sprache verändert sich, und Begriffe, die früher üblich waren, können heute veraltet oder unangemessen sein.


Religiöse Vielfalt innerhalb des Islams

Musliminnen und Muslime in Deutschland gehören unterschiedlichen religiösen Traditionen an. Die größte Gruppe bilden Sunniten. Daneben gibt es unter anderem Schiiten, Aleviten, Ahmadiyya-Gemeinden, unterschiedliche sufische Traditionen und weitere Gemeinschaften. Beim Alevitentum ist die Selbstbeschreibung besonders vielfältig: Manche Alevitinnen und Aleviten verstehen ihre Religion als Teil des Islams, andere als eigenständige Religion oder Tradition. Solche Unterschiede solltest Du respektieren, statt Menschen von außen eine Identität zuzuschreiben.

Auch innerhalb derselben Glaubensrichtung unterscheiden sich religiöse Praxis, politische Einstellungen, Herkunftssprachen, Familiengeschichten und Lebensstile. Manche Menschen besuchen regelmäßig eine Moschee, andere nur an Festtagen, andere gar nicht. Manche tragen religiös sichtbare Kleidung, andere nicht. In der BAMF-Studie 2020 gaben zum Beispiel rund 70 Prozent der befragten muslimischen Frauen und Mädchen an, kein Kopftuch zu tragen. Sichtbarkeit ist also kein zuverlässiger Maßstab dafür, wie religiös ein Mensch ist.

Ein Foto von Musliminnen mit Hijab zeigt eine mögliche Form sichtbarer Religiosität. Es darf aber nicht zu der Annahme führen, alle muslimischen Frauen kleideten sich gleich oder hätten dieselben Gründe für ihre Kleidung. Bei Fragen zu Religion und Kleidung sind Selbstbestimmung, Menschenwürde und die Perspektive der betroffenen Person wichtig.


Glaubenspraxis im Alltag

Viele religiöse Praktiken des Islams werden oft mit den fünf Säulen erklärt: Glaubensbekenntnis, Gebet, soziale Pflichtabgabe, Fasten im Ramadan und Pilgerfahrt nach Mekka. Wie einzelne Musliminnen und Muslime diese Pflichten verstehen und umsetzen, ist jedoch verschieden. Alter, Gesundheit, Lebenssituation, religiöse Auslegung und persönliche Überzeugung spielen eine Rolle.

Das Kunstwerk im Garten der Religionen in Karlsruhe stellt die fünf Säulen symbolisch dar und verbindet religiöses Lernen mit öffentlichem Raum und interreligiöser Begegnung.

Das tägliche Gebet kann zu Hause, unterwegs oder in einer Moschee stattfinden. Das gemeinschaftliche Freitagsgebet hat für viele Muslime eine besondere Bedeutung. Eine Moschee ist häufig nicht nur Gebetsraum, sondern auch Treffpunkt, Bildungsort, Beratungsstelle und Raum für Jugendarbeit, Feste oder soziale Projekte. Manche Gemeinden bieten deutschsprachige Predigten und Führungen an; andere nutzen zusätzlich Türkisch, Arabisch, Bosnisch, Persisch oder weitere Sprachen.

Im Ramadan fasten viele erwachsene Musliminnen und Muslime von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang. Kranke, Reisende und weitere Personengruppen können nach islamischen Regeln von der Fastenpflicht ausgenommen sein. Das abendliche Fastenbrechen heißt Iftar. Am Ende des Ramadan steht das Fest des Fastenbrechens, häufig auch Zuckerfest genannt. Ein weiteres wichtiges Fest ist das Opferfest. In Schulen und Betrieben können religiöse Feste, Fasten und Gebetszeiten praktische Fragen aufwerfen. Gute Lösungen berücksichtigen Religionsfreiheit, schulische oder berufliche Anforderungen und die konkrete Situation der Beteiligten.

Auch Begriffe wie halal und haram gehören zur religiösen Alltagssprache vieler Muslime. Halal bedeutet im religiösen Zusammenhang ungefähr „erlaubt“ oder „zulässig“, haram „verboten“. Diese Begriffe betreffen nicht nur Essen, sondern können sich auf viele Handlungen beziehen. Unterschiedliche Rechtsschulen und individuelle Auslegungen führen dazu, dass nicht jede Frage von allen Musliminnen und Muslimen gleich beantwortet wird.


Moschee, Gemeinde und Begegnung

Moscheegemeinden sind sehr unterschiedlich organisiert. In Deutschland gibt es große Verbände und unabhängige lokale Gemeinden. Zu bekannten Organisationen gehören beispielsweise die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB), der Verband der Islamischen Kulturzentren, der Zentralrat der Muslime in Deutschland, der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland, die Ahmadiyya Muslim Jamaat und die Alevitische Gemeinde Deutschland. Keine einzelne Organisation spricht für alle Musliminnen und Muslime.

Am Tag der offenen Moschee am 3. Oktober laden viele Gemeinden Interessierte ein. Führungen und Gespräche können helfen, Fragen direkt zu klären und Vorurteile abzubauen.

Kalligraphie ist in vielen Moscheen eine wichtige Kunstform. Die Gestaltung religiöser Räume kann daher zugleich als Thema für Kunst, Geschichte und Religion untersucht werden.


Religionsfreiheit und Schule

Die Religionsfreiheit ist in Deutschland durch Artikel 4 des Grundgesetzes geschützt. Sie umfasst die Freiheit, eine Religion zu haben, sie zu wechseln, sie auszuüben oder keiner Religion anzugehören. Dieses Recht gilt für Musliminnen und Muslime ebenso wie für Angehörige anderer Religionen und für nichtreligiöse Menschen.

Religiöses Leben in der Schule berührt mehrere Rechte und Interessen. Dazu gehören die persönliche Glaubensfreiheit, der Bildungsauftrag der Schule, die Rechte anderer Schülerinnen und Schüler sowie staatliche Neutralität. Wie islamischer Religionsunterricht organisiert wird, unterscheidet sich zwischen den Bundesländern. Für den bekenntnisorientierten Religionsunterricht an öffentlichen Schulen ist Artikel 7 Absatz 3 des Grundgesetzes wichtig; die konkrete Ausgestaltung liegt bei den Ländern und hängt auch von der Zusammenarbeit mit Religionsgemeinschaften oder Beiratsmodellen ab.

Die Schule ist außerdem ein Ort, an dem Du lernen kannst, unterschiedliche Überzeugungen auszuhalten. In einem demokratischen Klassenraum darf Religion sachlich kritisiert werden. Gleichzeitig dürfen Menschen nicht wegen ihrer tatsächlichen oder zugeschriebenen Religion beleidigt, benachteiligt oder ausgegrenzt werden. Der Unterschied zwischen Kritik an einer Religion und Abwertung von Menschen ist deshalb zentral.


Bestattung und religiöse Infrastruktur

Religiöses Leben betrifft nicht nur Gebete und Feste, sondern auch Geburt, Familie, Krankheit und Tod. Muslimische Bestattungen orientieren sich häufig an bestimmten Ritualen, etwa der rituellen Waschung und einer Ausrichtung des Grabes nach Mekka. In Deutschland gibt es inzwischen auf vielen Friedhöfen muslimische Grabfelder und an einigen Orten eigenständige islamische Friedhöfe. Dabei treffen religiöse Wünsche auf das Bestattungsrecht der Bundesländer und lokale Friedhofsordnungen.

Der islamische Friedhof am Columbiadamm in Berlin erinnert zugleich an die lange Geschichte muslimischen Lebens in der Stadt.


Islam, Islamismus und Vorurteile

Im Unterricht ist es wichtig, Begriffe genau zu unterscheiden. Islam bezeichnet eine Weltreligion und ihre vielfältigen Glaubens- und Lebensformen. Islamismus bezeichnet politische Ideologien, die aus einer bestimmten Interpretation des Islams einen politischen Herrschaftsanspruch ableiten. Islamistische Strömungen sind untereinander verschieden; ein Teil lehnt Gewalt ab, andere Strömungen befürworten oder nutzen Gewalt. Aus der Existenz islamistischer Gruppen darf nicht auf Musliminnen und Muslime insgesamt geschlossen werden.

Vorurteile entstehen oft durch Verallgemeinerungen: Aus dem Verhalten Einzelner wird auf eine ganze Gruppe geschlossen. Muslimfeindlichkeit oder antimuslimischer Rassismus können sich in Beschimpfungen, Benachteiligungen, Hassrede oder Gewalt zeigen. Gleichzeitig muss es in einer freien Gesellschaft möglich sein, religiöse Regeln, Organisationen und politische Positionen kritisch zu diskutieren. Entscheidend ist, ob Argumente sachlich auf Ideen und Handlungen zielen oder Menschen pauschal abwerten.

Frage Dich beim Sehen: Welche Vorannahmen werden sichtbar? Wer kommt selbst zu Wort? Welche Aussagen sind überprüfbare Fakten, welche persönliche Erfahrungen oder Meinungen?


Staat, Dialog und gesellschaftliche Teilhabe

Seit 2006 gibt es die Deutsche Islam Konferenz. Sie wurde als langfristiges Dialogforum zwischen Staat und muslimischen Akteuren eingerichtet. Themen waren und sind unter anderem religiöse Teilhabe, Seelsorge, Wohlfahrt, Religionsunterricht, Ausbildung von Imamen, gesellschaftlicher Zusammenhalt und Prävention von Extremismus.

Für eine demokratische Gesellschaft ist dabei wichtig, Musliminnen und Muslime nicht nur als „Religionsgruppe“ zu betrachten. Sie sind zugleich Bürgerinnen und Bürger mit sehr unterschiedlichen Interessen und politischen Meinungen. Viele engagieren sich in Sportvereinen, sozialen Projekten, Wissenschaft, Kultur, Parteien, Gewerkschaften und Nachbarschaftsinitiativen. Gesellschaftliche Vielfalt bedeutet daher nicht bloß das Nebeneinander verschiedener Gruppen, sondern gemeinsame Teilhabe an einer pluralistischen Gesellschaft.

Die heutige Al-Nour-Moschee in Hamburg befindet sich in einem Gebäude, das früher eine evangelische Kirche war. Solche Orte können dazu anregen, über den Wandel von Stadtteilen, religiöse Räume und das Verhältnis von Tradition und Veränderung nachzudenken.


Was bedeutet gesellschaftliche Vielfalt?

Eine vielfältige Gesellschaft besteht aus Menschen mit unterschiedlichen Religionen, Weltanschauungen, Sprachen, Familiengeschichten und Lebensweisen. Vielfalt bedeutet nicht, dass alle Unterschiede unwichtig werden. Sie bedeutet auch nicht, dass jede religiöse oder politische Aussage automatisch richtig ist. In einer Demokratie müssen unterschiedliche Überzeugungen miteinander vereinbar sein mit Menschenwürde, Grundrechten und geltendem Recht.

Für den Ethik- und Religionsunterricht ist daher eine doppelte Haltung sinnvoll: Respekt gegenüber Menschen und zugleich kritisches Prüfen von Aussagen. Du kannst nach Gründen fragen, Positionen vergleichen, Widersprüche untersuchen und dennoch die Würde Deiner Gesprächspartner achten. Genau diese Fähigkeit ist für religiöse und weltanschauliche Vielfalt besonders wichtig.


Quellen und weiterführende Informationen

  1. Bundesamt für Migration und Flüchtlinge: Forschungsbericht „Muslimisches Leben in Deutschland 2020“, veröffentlicht 2021; Datenerhebung 2019–2020.
  2. Bundeszentrale für politische Bildung: Materialien zu Islam, muslimischem Leben, Religionsfreiheit, Islamismus und Muslimfeindlichkeit.
  3. Islam in Deutschland und Geschichte des Islams in Deutschland in der deutschsprachigen Wikipedia als Einstieg in weitere Recherche.
  4. Wikimedia Commons: Kategorie „Islam in Germany“ sowie Medien zu Moscheen, islamischen Gebeten und dem Tag der offenen Moschee.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Schätzung nennt die BAMF-Studie für muslimische Religionsangehörige mit Migrationshintergrund aus muslimisch geprägten Herkunftsländern für 2019? (Etwa 5,3 bis 5,6 Millionen) (!Etwa 500000) (!Etwa 15 Millionen) (!Genau 8 Millionen)




Welcher Artikel des Grundgesetzes schützt besonders die Religionsfreiheit? (Artikel 4) (!Artikel 1 nur für Kirchen) (!Artikel 20 nur für Schulen) (!Artikel 38 nur für Parteien)




Warum gibt es keine ganz exakte Zahl aller Musliminnen und Muslime in Deutschland? (Es gibt keine vollständige einheitliche Mitgliederstatistik) (!Religionszugehörigkeit ist in Deutschland verboten) (!Moscheen dürfen keine Menschen aufnehmen) (!Nur Kinder dürfen ihre Religion angeben)




Welche Herkunftsgruppe war in der BAMF-Studie weiterhin die größte unter den untersuchten Musliminnen und Muslimen? (Menschen mit türkischem Migrationshintergrund) (!Menschen mit japanischem Migrationshintergrund) (!Menschen mit finnischem Migrationshintergrund) (!Menschen mit kanadischem Migrationshintergrund)




Welche Aussage beschreibt eine Moschee in Deutschland am besten? (Sie kann Gebetsort und zugleich Begegnungs und Bildungsort sein) (!Sie ist immer nur ein Gebäude ohne Gemeindeleben) (!Sie darf nur an Feiertagen betreten werden) (!Sie gehört automatisch dem deutschen Staat)




Welches Fest folgt auf den Ramadan? (Fest des Fastenbrechens) (!Weihnachten) (!Pessach) (!Reformationstag)




Welche Aussage zur muslimischen Vielfalt ist richtig? (Musliminnen und Muslime unterscheiden sich in Glaubenspraxis Herkunft und Lebensweise) (!Alle Musliminnen und Muslime leben ihre Religion gleich) (!Alle Musliminnen tragen ein Kopftuch) (!Alle Muslime gehören demselben Verband an)




Was bezeichnet Islamismus? (Politische Ideologien mit einem aus Religion abgeleiteten Herrschaftsanspruch) (!Jede Form muslimischer Religionsausübung) (!Nur das Fasten im Ramadan) (!Eine islamische Kunstrichtung)




Seit welchem Jahr gibt es die Deutsche Islam Konferenz? (2006) (!1949) (!1990) (!2020)




Wer ist für die konkrete Gestaltung schulischen Religionsunterrichts in Deutschland besonders zuständig? (Die Bundesländer) (!Nur die Europäische Union) (!Ausschließlich die Gemeinden) (!Nur private Unternehmen)





Memory

Moschee Gebets- und Begegnungsort
Ramadan Fastenmonat
Iftar Fastenbrechen nach Sonnenuntergang
Zakat Soziale Pflichtabgabe
Religionsfreiheit Schutz von Glauben und Nichtglauben
Umma Muslimische Glaubensgemeinschaft
Islamkonferenz Dialog zwischen Staat und muslimischen Akteuren
Vielfalt Unterschiedliche Lebensweisen und Überzeugungen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Ramadan Fastenmonat
Iftar Fastenbrechen
Moschee Gebetsort
Eid Religiöses Fest
Friedhof Bestattungsort




...


Kreuzworträtsel

Moschee Wie heißt ein islamischer Gebets- und Begegnungsort?
Ramadan Wie heißt der islamische Fastenmonat?
Koran Wie heißt die heilige Schrift des Islams?
Iftar Wie heißt das abendliche Fastenbrechen im Ramadan?
Freiheit Welcher Begriff ergänzt Religions...?
Vielfalt Welcher Begriff beschreibt unterschiedliche religiöse Lebensweisen in einer Gesellschaft?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Der Islam ist ein Teil der religiösen

in Deutschland. Für 2019 schätzte das BAMF etwa 5,3 bis 5,6 Millionen muslimische

in der untersuchten Bevölkerungsgruppe. Eine Moschee kann außer als Gebetsort auch als Ort der

dienen. Der islamische Fastenmonat heißt

. Das abendliche Fastenbrechen wird

genannt. Artikel 4 des Grundgesetzes schützt die

. Musliminnen und Muslime gehören unterschiedlichen religiösen

an. Die konkrete Gestaltung des Religionsunterrichts liegt wesentlich bei den

. Seit 2006 dient die Deutsche Islam Konferenz als staatlich-muslimisches

. Kritik an einer Religion ist von der Abwertung religiöser

zu unterscheiden. Islamismus bezeichnet eine politische

und ist nicht mit dem Islam als Religion gleichzusetzen. In einer demokratischen Gesellschaft verlangt Vielfalt sowohl Respekt als auch kritisches

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffsplakat: Gestalte ein Plakat mit sechs Begriffen aus dem aiMOOC und erkläre jeden Begriff in einem eigenen kurzen Satz.
  2. Medienvergleich: Wähle zwei Bilder aus dem aiMOOC und beschreibe, welche unterschiedlichen Seiten muslimischen Lebens sie zeigen.
  3. Alltagsbeobachtung: Suche in Deiner Umgebung nach Zeichen religiöser Vielfalt und dokumentiere sie in einer Skizze oder Fotocollage, ohne Personen ungefragt zu fotografieren.
  4. Fragen an eine Moschee: Formuliere acht respektvolle Fragen, die Du bei einer Moscheeführung stellen würdest.


Standard

  1. Interviewprojekt: Führe mit einer freiwilligen Person ein Interview über religiöse oder weltanschauliche Vielfalt im Alltag. Frage nach Erfahrungen statt nach vermeintlich typischen Eigenschaften einer Gruppe.
  2. Podcast: Produziere einen drei- bis fünfminütigen Podcast mit dem Titel „Muslimisches Leben ist vielfältig“ und nutze mindestens drei überprüfte Fakten.
  3. Quellencheck: Vergleiche einen Wikipedia-Abschnitt mit einer Information des BAMF oder der bpb. Notiere Gemeinsamkeiten, Unterschiede und den jeweiligen Datenstand.
  4. Moschee und Kirche: Vergleiche Funktionen einer Moschee mit einer Kirche, Synagoge oder einem nichtreligiösen Begegnungszentrum. Arbeite Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus.


Schwer

  1. Debattenanalyse: Untersuche eine aktuelle öffentliche Debatte zu Islam in Deutschland. Trenne Fakten, Werturteile, Interessen und mögliche Vorurteile voneinander.
  2. Exkursion: Plane eine Exkursion zu einer Moschee oder zu einem interreligiösen Projekt. Entwickle Lernziele, Fragen, Verhaltensregeln und eine Auswertung nach dem Besuch.
  3. Grundrechtsfall: Entwickle einen fiktiven Schulfall, in dem Religionsfreiheit und schulische Pflichten miteinander in Spannung geraten. Begründe einen fairen Lösungsvorschlag mit Grundrechten.
  4. Videoprojekt: Produziere ein kurzes Erklärvideo, das die Begriffe Islam, muslimisches Leben, Islamismus und Muslimfeindlichkeit klar voneinander unterscheidet. Verwende nur selbst erstellte oder frei lizenzierte Medien.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fallanalyse Religionsfreiheit: Eine Schülerin möchte an einem religiösen Fest fehlen, am selben Tag findet jedoch eine wichtige schulische Veranstaltung statt. Entwickle Kriterien, mit denen Schule und Familie eine faire Lösung suchen können.
  2. Stereotypen prüfen: Analysiere die Aussage „Muslime leben alle nach denselben Regeln“. Widerlege sie mit mindestens drei unterschiedlichen Ebenen von Vielfalt und erkläre, warum Verallgemeinerungen problematisch sind.
  3. Medienkompetenz: Vergleiche zwei Medienbeiträge über Islam in Deutschland. Prüfe, wer spricht, welche Bilder verwendet werden, welche Quellen genannt werden und welche Perspektiven fehlen.
  4. Historischer Transfer: Erkläre, wie die Geschichte von Wünsdorf, der Wilmersdorfer Moschee und der Arbeitsmigration seit den 1960er-Jahren die Aussage verändert, der Islam sei in Deutschland ein ausschließlich neues Phänomen.
  5. Demokratie und Kritik: Formuliere Kriterien, mit denen man sachliche Religionskritik von Muslimfeindlichkeit unterscheiden kann. Wende die Kriterien auf zwei selbst erfundene Beispiele an.
  6. Schule der Vielfalt: Entwickle ein Konzept für eine Schule, in der religiöse und nichtreligiöse Schülerinnen und Schüler gleichberechtigt teilnehmen können. Beziehe Feste, Essen, Unterricht und Konfliktklärung ein.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe wiedergeben, sondern Zusammenhänge erklären und unterschiedliche Perspektiven fair beurteilen kannst.

  1. Du kannst die religiöse und gesellschaftliche Vielfalt muslimischen Lebens in Deutschland beschreiben.
  2. Du kannst die BAMF-Schätzung zum Datenstand 2019 korrekt einordnen und ihre Grenzen erklären.
  3. Du kannst wichtige Stationen der Geschichte muslimischen Lebens in Deutschland erläutern.
  4. Du kannst Beispiele für religiöse Praxis wie Ramadan, Gebet, Feste und Moscheeleben erklären, ohne daraus pauschale Aussagen über alle Muslime abzuleiten.
  5. Du kannst Religionsfreiheit mit konkreten Situationen in Schule und Gesellschaft verbinden.
  6. Du kannst Islam als Religion von Islamismus als politischer Ideologie unterscheiden.
  7. Du kannst Religionskritik, Vorurteil und menschenfeindliche Abwertung voneinander unterscheiden.
  8. Du kannst Quellen und Medien auf Perspektive, Datenstand, Sprache und mögliche Verallgemeinerungen prüfen.




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