Jazz in Baden-Württemberg (Musikgeschichte, Improvisation und Szenen; Schule 8–13; Musik; viele Medien; Sprache angepass 1

Jazz in Baden-Württemberg (Musikgeschichte, Improvisation und Szenen; Schule 8–13; Musik; viele Medien; Sprache angepass 1
Jazz in Baden-Württemberg (Musikgeschichte, Improvisation und Szenen; Schule 8–13; Musik; viele Medien; Sprache angepasst; mittellanger Text; exakt diesen Titel übernehmen)
Einleitung
Jazz ist Musik des Zuhörens, Reagierens und Erfindens. Seine Geschichte begann nicht in Baden-Württemberg, sondern entwickelte sich aus afroamerikanischen Musiktraditionen in den USA. Im Südwesten Deutschlands entstand jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg eine besonders dichte Jazzlandschaft. Rundfunk, Clubs, Festivals, Tonstudios, Musikhochschulen und Musikerinnen und Musiker machten Städte wie Stuttgart, Baden-Baden, Villingen-Schwenningen, Freiburg, Heidelberg und Mannheim zu wichtigen Orten des Jazz.
In diesem aiMOOC lernst Du, wie Jazz musikalisch funktioniert, weshalb Improvisation mehr ist als „einfach drauflos spielen“ und wie sich in Baden-Württemberg eigenständige Szenen entwickelt haben. Du begegnest unter anderem Joachim-Ernst Berendt, Wolfgang Dauner, Eberhard Weber, der SWR Big Band, dem MPS-Studio in Villingen sowie heutigen Festivals und Nachwuchsprojekten.

Lernziele
Nach der Bearbeitung kannst Du erklären, welche Rolle Improvisation, Groove, Swing, Zusammenspiel und persönliche Klanggestaltung im Jazz spielen. Du kannst wichtige Stationen der Jazzgeschichte Baden-Württembergs einordnen, regionale Szenen vergleichen, historische Entwicklungen mit heutigen Förderstrukturen verbinden und bei einem Hörbeispiel begründet beschreiben, wie Musikerinnen und Musiker miteinander kommunizieren.
Jazz verstehen
Was macht Jazz aus?
Jazz ist keine einzige, festgelegte Klangsprache. Im Laufe des 20. und 21. Jahrhunderts entstanden sehr unterschiedliche Stile – vom New-Orleans-Jazz und Swing über Bebop, Cool Jazz, Free Jazz und Jazzrock bis zu aktuellen Verbindungen mit Hip-Hop, elektronischer Musik, Pop oder Weltmusik. Trotzdem begegnen Dir immer wieder einige Grundideen.
Improvisation bedeutet, Musik im Moment zu gestalten. Dabei greifen Spielende auf gehörte und geübte Muster, Skalen, Akkordtöne, Rhythmen, Klangfarben und musikalische Erfahrungen zurück. Swing bezeichnet ein besonderes rhythmisches Bewegungsgefühl, das sich nicht vollständig auf eine starre Notenformel reduzieren lässt. Interaktion heißt, dass die Beteiligten ständig aufeinander hören: Ein Schlagzeug-Akzent kann ein Saxofon-Solo verändern, ein Basslauf kann Spannung erzeugen, und ein kurzer Klavierakkord kann wie eine Antwort wirken. Beim Call and Response wird dieses musikalische Fragen und Antworten besonders deutlich.

Improvisation: Freiheit mit Regeln
Improvisation ist ein Kernbereich des Jazz. Sie ist aber nicht mit Beliebigkeit zu verwechseln. Häufig gibt eine Komposition einen Rahmen vor: etwa eine Melodie, eine Form, ein Tempo oder eine Folge von Akkorden. Innerhalb dieses Rahmens können Musikerinnen und Musiker neue Melodien, Rhythmen und Klangfarben entwickeln. Je nach Stil kann der Rahmen sehr eng oder sehr offen sein.
Ein typischer Ablauf eines Jazzstücks kann so aussehen: Zuerst spielt die Band das Thema. Danach folgen Soli, bei denen einzelne Instrumente improvisieren, während die Rhythmusgruppe den musikalischen Zusammenhang trägt. Am Schluss kehrt das Thema zurück. Im Free Jazz können solche Abläufe bewusst aufgelöst werden.
Für eine erste eigene Improvisation brauchst Du nicht viele Töne. Probiere auf einem Instrument, mit der Stimme oder einer Musik-App zunächst nur drei bis fünf Töne. Wiederhole ein kurzes Motiv, verändere dann jeweils nur einen Aspekt: Rhythmus, Tonhöhe, Lautstärke, Artikulation oder Pausen. So entsteht aus einer kleinen Idee musikalische Entwicklung.
Datei:Manly Jazz Festval impro only.webm
Hörauftrag: Achte beim Walking Bass darauf, wie der Bass den Puls stabilisiert und zugleich eine eigene melodische Linie bildet. Frage Dich: Welche Freiheiten hat der Bass, obwohl er eine tragende Funktion übernimmt?
Swing, Groove und Time
Im Jazz ist Rhythmus nicht nur Begleitung. Die gesamte Band gestaltet gemeinsam die Time, also das Zeitgefühl. Im Swing werden Achtel häufig ungleich und flexibel phrasiert. Gleichzeitig sorgen Offbeats, Synkopen und kleine Verschiebungen für Spannung. In Funk-, Fusion- oder Hip-Hop-beeinflusstem Jazz kann statt klassischem Swing ein geraderer Groove im Mittelpunkt stehen.
Für das gemeinsame Musizieren ist entscheidend, dass alle denselben Grundpuls fühlen, auch wenn sie rhythmisch unterschiedlich spielen. Genau diese Balance zwischen Stabilität und Freiheit macht viele Jazzaufnahmen spannend.
Musikgeschichte in Baden-Württemberg
Nach 1945: Rundfunk als Motor des Jazz
Nach dem Zweiten Weltkrieg gewann Jazz in Westdeutschland neue Sichtbarkeit. In Baden-Baden wurde der Rundfunk zu einem wichtigen Motor. Der Musikjournalist Joachim-Ernst Berendt leitete ab 1949 die Jazzredaktion des damaligen Südwestfunks (SWF). Er vermittelte Jazz im Radio, im Fernsehen, durch Konzerte und als Autor des einflussreichen Jazzbuchs.
1947 begann in Baden-Baden die Reihe Jazztime Baden-Baden. 1966 gründete Berendt das spätere SWR NEWJazz Meeting. Das Prinzip war ungewöhnlich: Musikerinnen und Musiker sollten nicht nur fertige Programme aufführen, sondern gemeinsam experimentieren und neue Musik entwickeln. Damit wurde der Rundfunk selbst zu einem Ort der Improvisation und Produktion.

Diese Verbindung von Medien, Konzert und Experiment ist für die Jazzgeschichte des Südwestens besonders wichtig. Jazz wurde nicht nur dokumentiert, sondern aktiv ermöglicht.
Stuttgart: Big Band, Jazzrock und eigene Klangsprachen
In Stuttgart entstand 1951 unter Erwin Lehn das Südfunk-Tanzorchester, aus dem später die SWR Big Band hervorging. Das Orchester entwickelte sich von Tanz- und Unterhaltungsmusik zu einem international arbeitenden Jazzensemble. Schon in den 1950er-Jahren spielte die Formation im Umfeld von Jazzproduktionen mit bedeutenden internationalen Gästen.

Ein besonders prägender Stuttgarter Musiker war Wolfgang Dauner. Er verband Jazz mit Rock, elektronischen Klängen, freien Formen und anderen musikalischen Einflüssen. In den 1970er-Jahren entstand aus einer Fernsehproduktion des Süddeutschen Rundfunks das United Jazz + Rock Ensemble, an dem neben Dauner zahlreiche bekannte europäische Jazzmusiker beteiligt waren. Die Formation steht beispielhaft für den Jazzrock und die Lust an stilistischen Grenzüberschreitungen.


Hörauftrag: Untersuche, wie sich Jazz- und Rockelemente verbinden. Achte besonders auf Schlagzeug, E-Bass beziehungsweise Bass, Bläsersätze und die Länge der Soli.
Eberhard Weber: Der Bass wird zur Solostimme
Der in Stuttgart geborene Eberhard Weber entwickelte einen sehr persönlichen Bassklang. Er spielte unter anderem einen fünfsaitigen elektrischen Kontrabass und machte den Bass nicht nur zum Begleitinstrument, sondern zur eigenständigen melodischen Stimme. Seine Arbeit steht exemplarisch für einen europäischen Jazz, der kammermusikalische Klangfarben, Improvisation und elektronische Möglichkeiten verbinden kann.

Das Konzertvideo aus Stuttgart eignet sich für eine Höranalyse: Verfolge, wie sich Bass, Klavier und Bläser gegenseitig Raum geben. Notiere Stellen, an denen die Begleitung selbst melodisch wird.
Villingen: Jazzclub und MPS-Studio im Schwarzwald
Auch Villingen schrieb Jazzgeschichte. Der Jazzclub Villingen besteht seit 1961 und gehört damit zu den traditionsreichen Jazzclubs in Deutschland. In seiner Nähe entwickelte Hans Georg Brunner-Schwer aus dem SABA-Aufnahmestudio das Label MPS – Musik Produktion Schwarzwald. Ab 1968 wurde MPS zu einem international bekannten Jazzlabel.
Im Villinger Studio entstanden Aufnahmen mit Musikerinnen und Musikern aus vielen Ländern. Berühmt wurden unter anderem die Aufnahmen des Pianisten Oscar Peterson. Für die Musikgeschichte ist dabei nicht nur wichtig, wer spielte, sondern auch wie aufgenommen wurde: hochwertige Studiotechnik, konzentrierte Arbeitsbedingungen und eine besondere Nähe zwischen Produktion und musikalischem Experiment prägten den Ruf des Studios.
So zeigt Villingen, dass Jazzgeschichte nicht nur in Metropolen entsteht. Ein Club, ein Studio, engagierte Produzenten und ein Netzwerk von Musikerinnen und Musikern können einen kleineren Ort international sichtbar machen.
Freiburg: Jazzhaus und Hochschulszene
In Freiburg entstand Mitte der 1980er-Jahre aus einer lokalen Initiative das Jazzhaus Freiburg. 1987 wurde der Club eröffnet. Er wurde zu einem Treffpunkt für Jazz und weitere Live-Musik und ist eng mit der regionalen Szene verbunden. Auch die Hochschule für Musik Freiburg trägt durch Ausbildung und Konzerte zum musikalischen Nachwuchs bei.

An Freiburg lässt sich gut erkennen, wie eine Szene funktioniert: Sie braucht nicht nur bekannte Solistinnen und Solisten, sondern auch Spielstätten, Veranstaltende, Technik, Publikum, Ausbildung, Pressearbeit und Nachwuchsförderung.
Rhein-Neckar: Heidelberg, Mannheim und Enjoy Jazz
Die Rhein-Neckar-Region verbindet mehrere Städte zu einer gemeinsamen Kulturlandschaft. Das Festival Enjoy Jazz wurde 1999 in Heidelberg gegründet, weitete sich nach Mannheim und später nach Ludwigshafen aus und verbindet Jazz mit aktuellen Entwicklungen zwischen Avantgarde, Pop, elektronischer Musik und anderen Künsten.
Mannheim ist zusätzlich durch die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim ein wichtiger Ausbildungsort. Heidelberg verfügt mit Jazzclubs und Kulturzentren ebenfalls über eine langjährige Szene. Gerade hier wird sichtbar, dass „Jazzszene“ nicht an Stadtgrenzen endet: Musikerinnen und Musiker, Spielstätten und Publikum bewegen sich in regionalen Netzwerken.
Festivals, Clubs und Crossover heute
Baden-Württemberg verfügt heute über eine dichte Infrastruktur aus Jazzclubs, Festivals, Ausbildungsstätten und Förderprogrammen. Das Land nennt mehr als sechzig Spielstätten für Jazz. Zu den bekannten Festivals gehören die jazzopen Stuttgart, Enjoy Jazz, das Jazzfest Aalen und das seit 1987 an wechselnden Orten stattfindende Landesjazzfestival.

Die jazzopen zeigen zugleich, wie weit der Begriff eines modernen Jazzfestivals gefasst werden kann: Neben Jazz treten dort auch Künstlerinnen und Künstler aus Rock, Pop, Soul und verwandten Stilen auf. Für eine kritische Betrachtung ist deshalb die Frage spannend: Wann erweitert Crossover eine Jazzszene – und wann wird Jazz nur noch Teil eines breiten Festivalprogramms?
Nachwuchs und Förderung
Jazz lebt davon, dass neue Generationen eigene Ideen entwickeln. In Baden-Württemberg unterstützen unter anderem Jugend jazzt, das Jugendjazzorchester Baden-Württemberg und das Format JazzJuniors junge Musikerinnen und Musiker. Die Musikhochschulen in Stuttgart und Mannheim bilden Jazzmusikerinnen, Jazzmusiker und Pädagoginnen beziehungsweise Pädagogen aus.
Der Jazz-Preis Baden-Württemberg wird seit 1985 vergeben. Er macht sichtbar, dass Jazz nicht nur historische Tradition ist, sondern eine aktuelle Kunstform. Für 2026 wurde die Kontrabassistin und Komponistin Tabea Kind als Preisträgerin bekanntgegeben. Solche Preise schaffen Aufmerksamkeit, ersetzen aber nicht die alltägliche Arbeit von Clubs, Ensembles, Schulen, Hochschulen und Veranstaltenden.
So hörst Du Jazz analytisch
Beim Hören musst Du nicht sofort jeden Akkord erkennen. Beginne mit Fragen, die sich direkt am Klang beantworten lassen.
- Puls und Groove: Wo spürst Du den Grundpuls? Bleibt er stabil oder verändert er sich?
- Improvisation: Welches Instrument improvisiert? Welche Motive werden wiederholt oder verändert?
- Interaktion: Wer reagiert auf wen? Gibt es musikalische Fragen und Antworten?
- Klangfarbe: Wie unterscheiden sich Saxofon, Trompete, Stimme, Klavier, Gitarre, Bass und Schlagzeug?
- Form: Wann erscheint ein Thema wieder? Wo beginnt oder endet ein Solo?
- Dynamik: Wie verändert sich die Lautstärke und wie beeinflusst das die Spannung?
Für die Klassen 8 bis 10 reicht es, Beobachtungen verständlich mit Hörbelegen zu beschreiben. In der Oberstufe kannst Du zusätzlich harmonische Modelle, Stilmerkmale, Arrangement, Produktionsästhetik und historische Kontexte untersuchen.
Ein kurzer Zeitstrahl
| Zeitraum | Entwicklung in Baden-Württemberg |
|---|---|
| ab 1947 | Jazztime Baden-Baden stärkt die Jazzvermittlung im Rundfunkumfeld. |
| ab 1951 | Das spätere Ensemble der SWR Big Band beginnt als Südfunk-Tanzorchester in Stuttgart. |
| 1961 | Der Jazzclub Villingen entsteht; zugleich wächst Villingen als Aufnahmeort. |
| 1966 | Das spätere SWR NEWJazz Meeting beginnt als Experimentierplattform. |
| ab 1968 | MPS in Villingen wird zu einem international wichtigen Jazzlabel. |
| 1970er-Jahre | Wolfgang Dauner und das United Jazz + Rock Ensemble prägen den Jazzrock. |
| 1985 | Der Jazz-Preis Baden-Württemberg wird erstmals vergeben. |
| 1987 | Das Jazzhaus Freiburg öffnet; außerdem beginnt das Landesjazzfestival. |
| 1994 | Die jazzopen Stuttgart entstehen. |
| 1999 | Enjoy Jazz startet in Heidelberg und wächst in die Rhein-Neckar-Region. |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Aussage beschreibt Improvisation im Jazz am besten? (Sie gestaltet Musik spontan innerhalb mehr oder weniger klarer musikalischer Rahmen) (!Sie besteht immer aus völlig zufälligen Tönen) (!Sie darf nur ohne Begleitung stattfinden) (!Sie ersetzt jede Form von Komposition)
Welche Stadt ist besonders mit dem ehemaligen Südwestfunk und Joachim-Ernst Berendt verbunden? (Baden-Baden) (!Ulm) (!Konstanz) (!Heilbronn)
Was entstand 1966 als Experimentierplattform für improvisierte Musik? (Das spätere SWR NEWJazz Meeting) (!Die jazzopen Stuttgart) (!Enjoy Jazz) (!Das Jazzhaus Freiburg)
Welche Funktion kann ein Walking Bass im Jazz übernehmen? (Er stabilisiert den Puls und gestaltet zugleich eine melodische Basslinie) (!Er spielt ausschließlich lange ausgehaltene Töne ohne Puls) (!Er ersetzt grundsätzlich das Schlagzeug) (!Er spielt immer exakt dieselbe Tonhöhe)
Welcher Musiker ist besonders mit Stuttgart, Jazzrock und dem United Jazz + Rock Ensemble verbunden? (Wolfgang Dauner) (!Oscar Peterson) (!Louis Armstrong) (!John Coltrane)
Wofür steht die Abkürzung MPS im Zusammenhang mit Villingen? (Musik Produktion Schwarzwald) (!Moderne Pop Schule) (!Musikalisches Produktions Studio) (!Mannheimer Piano Sammlung)
Welche Aussage trifft auf Eberhard Weber besonders zu? (Er machte den Bass zu einer markanten melodischen Solostimme) (!Er war ausschließlich klassischer Dirigent) (!Er gründete das Festival Enjoy Jazz) (!Er leitete den Jazzclub Villingen seit 1961)
Welche Einrichtung wurde 1987 in Freiburg eröffnet? (Das Jazzhaus Freiburg) (!Die SWR Big Band) (!Das MPS Label) (!Das Südfunk Tanzorchester)
Was kennzeichnet eine regionale Jazzszene am besten? (Das Zusammenspiel von Musikschaffenden Spielstätten Publikum Ausbildung Medien und Förderung) (!Nur die Zahl verkaufter Tonträger) (!Nur ein einziges berühmtes Festival) (!Ausschließlich die Arbeit einer Musikhochschule)
Welche Fähigkeit ist für Jazzensembles besonders wichtig? (Aufeinander hören und musikalisch reagieren) (!Jede Stimme möglichst unabhängig von allen anderen spielen) (!Improvisationen vorher vollständig auswendig festlegen) (!Den Grundpuls grundsätzlich vermeiden)
Memory
| Joachim-Ernst Berendt | Jazzvermittlung in Baden-Baden |
| Wolfgang Dauner | Jazzrock und Experiment |
| Eberhard Weber | melodischer Bassklang |
| MPS | Musik Produktion Schwarzwald |
| Jazzhaus Freiburg | regionale Spielstätte |
| SWR Big Band | großes Rundfunkensemble |
| Improvisation | Gestaltung im Moment |
| Enjoy Jazz | Festival der Rhein-Neckar-Region |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Baden-Baden | Rundfunk und NEWJazz Meeting |
| Stuttgart | SWR Big Band und Wolfgang Dauner |
| Villingen | MPS Studio und Jazzclub |
| Freiburg | Jazzhaus und Hochschulumfeld |
| Rhein-Neckar | Enjoy Jazz und regionale Vernetzung |
Kreuzworträtsel
| Improvisation | Wie heißt das spontane musikalische Gestalten im Jazz? |
| Villingen | In welcher Schwarzwaldstadt befindet sich das traditionsreiche MPS-Studio? |
| Dauner | Wie lautet der Nachname des Stuttgarter Jazzpianisten und Jazzrock-Pioniers Wolfgang? |
| Berendt | Wie lautet der Nachname des einflussreichen Jazzjournalisten Joachim-Ernst? |
| Swing | Welcher Begriff bezeichnet ein wichtiges rhythmisches Bewegungsgefühl im Jazz? |
| Freiburg | In welcher Stadt befindet sich das bekannte Jazzhaus? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Hörprotokoll: Höre einen der eingebetteten Konzertmitschnitte und notiere fünf Beobachtungen zu Instrumenten, Groove, Solo und Zusammenspiel.
- Jazzkarte Baden-Württemberg: Erstelle eine Karte mit mindestens sechs Orten aus dem aiMOOC und ergänze zu jedem Ort eine kurze Jazz-Information.
- Motiv-Improvisation: Erfinde mit Stimme, Instrument oder App ein kurzes Motiv und spiele vier hörbar unterschiedliche Varianten davon ein.
- Plakat Jazzszene: Gestalte ein digitales oder analoges Plakat, das erklärt, aus welchen Personen, Orten und Institutionen eine Jazzszene besteht.
Standard
- Hörvergleich: Vergleiche eine Aufnahme von Eberhard Weber mit einem aktuellen SWR-Big-Band-Beispiel und beschreibe Unterschiede in Besetzung, Klang und Improvisationsraum.
- Clubporträt: Recherchiere einen Jazzclub in Deiner Region oder in Baden-Württemberg und erstelle ein Porträt zu Geschichte, Programm, Publikum und Nachwuchsarbeit.
- Interview Musikszene: Interviewe eine Musikerin, einen Musiker oder eine veranstaltende Person darüber, welche Bedingungen eine lokale Musikszene braucht.
- Improvisationsvideo: Produziere in einer kleinen Gruppe ein Video, in dem ein Thema, zwei improvisierte Soli und eine Rückkehr zum Thema erkennbar sind.
Schwer
- Szenenvergleich: Vergleiche Stuttgart, Villingen und Freiburg als Jazzorte und entwickle Kriterien, mit denen sich die Stärke einer Musikszene beurteilen lässt.
- Rundfunk und Jazz: Untersuche, wie Rundfunkanstalten nach 1945 Jazz verbreitet und produziert haben, und bewerte Chancen und Grenzen öffentlich finanzierter Kulturarbeit.
- Festivalanalyse: Analysiere ein Programm der jazzopen oder von Enjoy Jazz und untersuche, wie viel Jazz, Crossover und andere Genres vertreten sind. Begründe anschließend, wie weit ein Jazzfestival stilistisch offen sein sollte.
- Eigene Jazzgeschichte: Erstelle einen Podcast oder eine multimediale Zeitleiste zur Jazzgeschichte Baden-Württembergs und verbinde mindestens fünf historische Stationen mit Hörbeispielen oder Bildquellen.


Lernkontrolle
- Improvisation und Regeln: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, warum musikalische Freiheit im Jazz häufig erst durch einen gemeinsamen Rahmen verständlich wird.
- Medien und Musikgeschichte: Beurteile, wie der Rundfunk in Baden-Baden und Stuttgart die Entwicklung von Jazz beeinflussen konnte. Beziehe Produktion, Verbreitung und Experiment ein.
- Regionale Kulturentwicklung: Vergleiche Villingen mit Stuttgart. Erkläre, warum sowohl eine kleinere Stadt als auch eine Landeshauptstadt international bedeutsame Jazzorte werden konnten.
- Szenen als Netzwerk: Entwickle ein Modell, das zeigt, wie Clubs, Festivals, Hochschulen, Publikum, Medien und Förderung voneinander abhängen.
- Crossover diskutieren: Nimm begründet Stellung zu der Aussage: Ein Jazzfestival verliert seine Identität, wenn zu viele Pop- und Rockacts auftreten.
- Transfer auf den eigenen Ort: Entwirf drei realistische Maßnahmen, mit denen Deine Schule oder Gemeinde eine lokale Improvisations- und Jazzszene stärken könnte.
Lernnachweis
Für einen guten Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du nicht nur Namen und Jahreszahlen kennst, sondern musikalische und historische Zusammenhänge erklären kannst.
- Jazzmerkmale: Improvisation, Interaktion, Groove, Swing und Klanggestaltung verständlich erklären.
- Musikgeschichte Baden-Württembergs: Baden-Baden, Stuttgart, Villingen, Freiburg und Rhein-Neckar in ihrer jeweiligen Bedeutung unterscheiden.
- Höranalyse: konkrete Beobachtungen aus einem Hörbeispiel als Belege für eine Deutung verwenden.
- Szenenverständnis: erklären, warum Spielstätten, Ausbildung, Medien, Produktion, Förderung und Publikum zusammenwirken.
- Transfer: historische Entwicklungen mit heutigen Formen von Jazz, Crossover und Nachwuchsförderung verbinden.
- Eigenständige Bewertung: eine begründete Position zu Festivalpolitik, Kulturförderung oder stilistischer Offenheit formulieren.
Quellen und vertiefende Hinweise
- Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg: Jazz in Baden-Württemberg
- Jazzverband Baden-Württemberg
- SWR: Geschichte des NEWJazz Meetings
- Württembergische Landesbibliothek: Wolfgang Dauner
- MPS: Geschichte des Labels
- Jazzclub Villingen: Geschichte und Gegenwart
- Wikipedia: Jazzhaus Freiburg
- jazzopen Stuttgart: Festivalgeschichte
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