Unsere Erde 2 1

Unsere Erde 2 1
Unsere Erde 2
Unsere Erde 2 ist ein aiMOOC zum Naturdokumentarfilm Unsere Erde 2 mit dem Originaltitel Earth: One Amazing Day. Der Lernkurs richtet sich an Kinder ab etwa 6 Jahren. Du begleitest einen ganzen Tag auf unserem Planeten: vom ersten Morgenlicht über den warmen Mittag bis zur Dämmerung und in die Nacht. Dabei beobachtest Du Tiere in sehr unterschiedlichen Lebensräumen und untersuchst vier wichtige Fragen: Wie wirken Licht, Temperatur, Tageszeit und Lebensraum auf das Verhalten von Tieren?

Einleitung
Der Film Unsere Erde 2 nimmt Dich mit auf eine Reise rund um die Welt. Sein roter Faden ist ein einziger Tag: Die Geschichte beginnt mit dem Morgen und folgt dem Licht bis in die Nacht. Dabei wechseln die Schauplätze immer wieder. Wir sehen Tiere in Wäldern, an Felsküsten, in Flüssen, Savannen, kalten Meeren, Mangroven und im offenen Ozean.
Ein wichtiger Gedanke für diesen aiMOOC lautet: Ein Tier verhält sich nicht zufällig. Sein Verhalten hängt unter anderem davon ab, wie hell oder dunkel es ist, wie warm oder kalt die Umgebung ist, welche Nahrung vorhanden ist, wo Schutz zu finden ist und welche anderen Tiere in der Nähe leben.
Der Film ist ein Naturdokumentarfilm. Er zeigt echte Tiere, doch er erzählt ihre Beobachtungen mit filmischen Mitteln. Kamera, Schnitt, Musik, Geräusche und Sprechertext verbinden Aufnahmen aus vielen Teilen der Erde zu einem erzählten Tagesablauf. Das bedeutet nicht, dass alle gezeigten Ereignisse tatsächlich am selben Kalendertag aufgenommen wurden.
Medienhinweis: Die freien Bilder in diesem aiMOOC stammen aus Wikimedia Commons und dienen als Beispielbilder für Tiere, Landschaften oder Naturphänomene. Sie sind keine Filmstills aus Unsere Erde 2.
Filmdaten
| Merkmal | Information |
|---|---|
| Deutscher Titel | Unsere Erde 2 |
| Originaltitel | Earth: One Amazing Day |
| Filmart | Naturdokumentarfilm |
| Produktionsjahr | 2017 |
| Deutscher Kinostart | 15. März 2018 |
| Länge | etwa 94 Minuten |
| Regie | Richard Dale, Peter Webber und Lixin Fan |
| Musik | Alex Heffes |
| Deutscher Sprecher | Günther Jauch |
| Altersfreigabe | FSK 0 |
Die Deutsche Film- und Medienbewertung zeichnete den Film mit dem Prädikat besonders wertvoll aus. Auch wenn der Film keine Altersbeschränkung hat, können einzelne Jagd-, Kampf- und Gefahrenszenen für jüngere Kinder spannend oder aufregend sein. Besonders die Flucht junger Meerechsen vor Schlangen oder die Gefahren für ein Zebrafohlen können gemeinsam mit einer erwachsenen Begleitperson besprochen werden.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, warum sich Tag und Nacht abwechseln. Du kannst an Beispielen beschreiben, wie Tiere auf Licht und Temperatur reagieren. Du kannst erkennen, dass ein Lebensraum Möglichkeiten und Grenzen für Tiere schafft. Du lernst außerdem, zwischen einer Beobachtung und einer Vermutung über ein Tier zu unterscheiden. Schließlich kannst Du untersuchen, wie ein Dokumentarfilm mit Bildern, Ton und Schnitt eine Geschichte erzählt.
Ein Tag auf der Erde – der rote Faden
Warum gibt es Morgen, Mittag, Abend und Nacht?
Die Erde dreht sich um ihre eigene Achse. Eine vollständige Drehung dauert ungefähr 24 Stunden. Die Seite der Erde, die zur Sonne zeigt, wird beleuchtet. Dort ist Tag. Auf der abgewandten Seite ist es dunkel: Dort ist Nacht.
Weil sich die Erde weiterdreht, wandert jeder Ort durch hellere und dunklere Tagesphasen. So entstehen für uns Morgen, Mittag, Abend und Nacht. Auf der Erde ist deshalb niemals überall gleichzeitig Mittag oder überall gleichzeitig Nacht.

Die Grenze zwischen beleuchteter und dunkler Erdseite wird häufig als Tag-Nacht-Grenze bezeichnet. Das Bild hilft Dir zu verstehen, warum der Film an verschiedenen Orten unterschiedliche Lichtstimmungen zeigen kann.
Vier Dinge, auf die wir achten
Wenn Du die Tiere im Film beobachtest, kannst Du immer wieder nach vier Umweltfaktoren fragen. Licht beeinflusst, was Tiere sehen können und wann manche Arten aktiv werden. Temperatur beeinflusst den Körper und die Beweglichkeit vieler Tiere. Die Tageszeit bringt wiederkehrende Veränderungen von Licht und Wärme. Der Lebensraum bestimmt, wo ein Tier Nahrung, Wasser, Schutz, Partner oder geeignete Wege findet.
Diese vier Faktoren erklären aber nicht alles. Auch Hunger, Feinde, Fortpflanzung, Konkurrenz, Wetter und die Erfahrung eines Tieres können sein Verhalten beeinflussen.
Früher Morgen – die Welt wird hell
Der Film beginnt mit dem Eindruck eines erwachenden Planeten. Wenn die Sonne über einer Landschaft erscheint, verändert sich das Licht sehr schnell. Farben werden sichtbar, Schatten verändern sich und Tiere bekommen neue Möglichkeiten.
Zu Beginn begegnet der Film unter anderem Pandas. Pandas leben in Waldgebieten und ernähren sich vor allem von Bambus. Bei ihnen ist nicht einfach die Uhrzeit allein entscheidend. Der Wald als Lebensraum liefert Nahrung, Verstecke und unterschiedliche Bereiche zum Ruhen und Bewegen.
Forscherfrage: Was kannst Du auf einem Tierbild wirklich beobachten? Schreibe zuerst nur Dinge auf, die Du sehen kannst, zum Beispiel Körperhaltung, Blickrichtung, Abstand oder Bewegung. Vermutungen über Gefühle kommen erst danach.
Morgen – Sonnenwärme für die Meerechsen
Auf den Galápagos-Inseln zeigt der Film junge Meerechsen. Diese Reptilien sind wechselwarm. Ihre Körpertemperatur hängt stark von der Temperatur ihrer Umgebung ab. Nach einer kühlen Phase können von der Sonne erwärmte Felsen besonders wichtig sein, weil die Tiere dadurch wärmer und beweglicher werden.
Das Meer ist zugleich ein wichtiger Teil ihres Lebensraums, denn Meerechsen suchen dort Algen als Nahrung. Der Lebensraum verbindet also Felsküste und Meer. Genau hier wird sichtbar, wie Temperatur und Lebensraum zusammenwirken.

Im Film geraten junge Meerechsen auf dem Weg über den Boden in Gefahr, weil Schlangen nach ihnen jagen. Diese Szene ist sehr spannend. Sie zeigt auch: Für ein Tier kann dieselbe Landschaft gleichzeitig Wärmeplatz, Weg, Nahrungsraum und Gefahrenzone sein.
Denkfrage: Was könnte sich für eine Meerechse ändern, wenn der Morgen ungewöhnlich kühl und bewölkt ist?
Später Vormittag – ein Zebrafohlen am Fluss
Ein junges Zebra muss in einer Filmszene einen Fluss bewältigen. Hier ist nicht vor allem die Helligkeit entscheidend, sondern der Lebensraum Fluss. Strömung, Wassertiefe, Ufer und die Nähe zur Herde können darüber entscheiden, wie schwierig eine Überquerung wird.

Der Film ordnet die Szene in den Tagesablauf ein. Für Deine Erklärung solltest Du trotzdem sauber unterscheiden: Eine Szene spielt zu einer bestimmten Tageszeit, aber die Tageszeit muss nicht automatisch die Ursache des Verhaltens sein. Beim Zebrafohlen ist die Beschaffenheit des Flusses besonders wichtig.
Mittag – Giraffen in der Savanne
In einer weiteren eindrucksvollen Szene messen zwei Giraffenbullen ihre Kräfte. Giraffen können dabei Hals und Kopf als kraftvolle Werkzeuge einsetzen.

Der Film zeigt die Auseinandersetzung innerhalb seines Tagesbogens. Doch auch hier gilt: Wenn etwas mittags geschieht, bedeutet das nicht, dass es wegen des Mittags geschieht. Konkurrenz zwischen Tieren kann zum Beispiel mit Rangordnung oder Fortpflanzung zusammenhängen.
Merksatz: Zeitpunkt und Ursache sind nicht dasselbe.
Kalte Lebensräume – Narwale zwischen Wasser und Eis
Im arktischen Meer begegnet der Film Narwalen. Ihr Lebensraum ist von kaltem Wasser und Eis geprägt. Narwale sind Säugetiere und müssen zum Atmen an die Wasseroberfläche gelangen. Offene Wasserstellen zwischen Eisflächen können deshalb besonders wichtig sein.

Hier ist der Lebensraum ein gutes Beispiel dafür, dass Wasser, Eis und Luft zusammengehören. Ein Narwal lebt im Meer, braucht aber regelmäßig Zugang zur Luft. Veränderungen des Eises können deshalb seine möglichen Wege beeinflussen.
Mitten am Tag – Pinguine zwischen Land und Meer
Auch Pinguine verbinden zwei Lebensräume: An Land oder auf Eis ruhen, brüten oder versorgen sie ihren Nachwuchs; im Meer suchen sie Nahrung. Im Film wird der mühsame Weg eines Pinguins zu seiner Familie gezeigt.

Das freie Foto zeigt beispielhaft einen Pinguin aus einem kalten südlichen Lebensraum. Es ist nicht als Bestimmung der im Film gezeigten Pinguinart gedacht.
Bei Pinguinen kannst Du besonders gut fragen: Welche Aufgabe erfüllt das Land, welche Aufgabe erfüllt das Meer? Damit wird deutlich, dass ein Lebensraum oft aus mehreren miteinander verbundenen Bereichen besteht.
Nachmittag – der Ozean verändert sich langsamer
Sonnenlicht kann dunkle Felsen an Land stark erwärmen. Große Wassermengen verändern ihre Temperatur dagegen oft langsamer. Für Tiere im offenen Ozean ist daher nicht dieselbe schnelle Erwärmung entscheidend wie für eine Meerechse auf sonnenbeschienenen Felsen.
Im Film sehen wir eine Gruppe Pottwale, die im Wasser senkrecht treibend ruht. Wale sind Säugetiere und müssen zum Atmen an die Oberfläche.

Vergleich: Die Meerechse nutzt Sonnenwärme direkt an Land. Ein Pottwal lebt in einer großen Wassermasse. Beide Tiere erleben denselben Planeten, aber ihr Lebensraum verändert die Bedeutung von Licht und Temperatur.
Später Nachmittag – ein Faultier wird zum Schwimmer
Der Film zeigt ein Zwergfaultier, das in einem Mangrovenlebensraum sogar schwimmt. Das überrascht viele Menschen, weil Faultiere oft nur mit langsamer Bewegung in Bäumen verbunden werden.

Mangroven bestehen aus Bäumen und Wasserwegen. Ein Wasserweg kann für ein Tier eine Verbindung zwischen zwei Orten sein. Das Verhalten des Faultiers entsteht deshalb aus dem Zusammenspiel von eigenem Ziel und Möglichkeiten des Lebensraums.
Forscherfrage: Würde dasselbe Tier in einer trockenen, baumlosen Landschaft genau dieselben Wege wählen können? Begründe Deine Antwort.
Abend – Dämmerung als Signal
Wenn die Sonne tiefer steht, nimmt die Helligkeit ab. Der Übergang zwischen Tag und Nacht heißt Dämmerung. Für viele Tiere ist diese Veränderung ein wichtiges Signal.
Manche Tiere werden in der Dämmerung aktiver. Gleichzeitig werden Leuchterscheinungen sichtbar, die am hellen Tag schwerer zu erkennen wären. Glühwürmchen erzeugen eigenes Licht durch Biolumineszenz.

Biolumineszenz bedeutet nicht, dass ein Tier Sonnenlicht speichert wie eine Lampe. Das Licht entsteht durch chemische Vorgänge im Körper.
Beobachtungsaufgabe: Gehe mit einer erwachsenen Person am frühen Abend nach draußen. Welche Tiere hörst oder siehst Du jetzt, die Dir mittags nicht aufgefallen sind?
Nacht – wenn andere Tiere aktiv werden
Dunkelheit bedeutet nicht, dass die Natur schläft. Manche Tiere sind gerade nachts besonders aktiv. Im Film wird zum Beispiel eine Maus von einer Schleiereule gejagt.
Das freie Bild zeigt eine Schleiereule mit einer Maus als Beispiel für nächtliche Jagd. Es ist kein Filmstill.

Nachtaktive Tiere besitzen oft Sinne und Körpermerkmale, die ihnen bei wenig Licht helfen. Bei Eulen können große, lichtempfindliche Augen und ein sehr gutes Gehör bei der Jagd wichtig sein.
Auch künstliches Licht verändert die Nacht. Straßenlampen, Häuser und Städte machen manche Orte heller. Für Tiere kann Lichtverschmutzung Orientierung, Nahrungssuche oder Ruhezeiten verändern.
Denkfrage: Wie könnte eine tierfreundlichere Außenbeleuchtung aussehen?
Der nächste Morgen kommt wieder
Nach der Nacht beginnt ein neuer Morgen. Genau darin liegt die besondere Form des Films: Aus vielen einzelnen Tiergeschichten entsteht der Eindruck eines großen Kreislaufs. Licht erscheint, Temperaturen verändern sich, Tiere werden aktiv oder ruhen, und schließlich wird es wieder dunkel.
Der Film zeigt damit nicht nur einzelne Tiere. Er lädt Dich dazu ein, die Erde als System vieler verbundener Lebensräume zu betrachten.
Licht, Temperatur, Tageszeit und Lebensraum genauer verstehen
Licht
Licht hilft vielen Tieren beim Sehen und bei der Orientierung. Die Helligkeit verändert sich im Tagesverlauf. Morgen und Abend haben lange Schatten, mittags steht die Sonne höher, nachts fehlt direktes Sonnenlicht.
Ein Tier kann auf Helligkeit reagieren, ohne eine Uhr lesen zu können. Licht kann zum Beispiel ein Signal dafür sein, aktiv zu werden, einen Ruheplatz aufzusuchen oder mit der Nahrungssuche zu beginnen.
Temperatur
Die Temperatur verändert, wie viel Wärme ein Tier an seine Umgebung abgibt oder von ihr aufnimmt. Bei wechselwarmen Tieren wie Meerechsen ist die Umgebungstemperatur besonders wichtig für die Körpertemperatur.
Gleichwarme Tiere wie Säugetiere und Vögel halten ihre Körpertemperatur in einem engeren Bereich. Trotzdem müssen auch sie mit Hitze oder Kälte umgehen. Sie suchen Schatten, Schutz, Wasser oder verändern ihre Aktivität.
Tageszeit
Die Tageszeit fasst wiederkehrende Veränderungen zusammen: Helligkeit, Sonnenstand und häufig auch Temperatur ändern sich. Viele Tiere besitzen zusätzlich innere Tagesrhythmen.
Aber Vorsicht: Nur weil zwei Dinge gleichzeitig auftreten, ist nicht eines automatisch die Ursache des anderen. Wenn eine Giraffe mittags kämpft, beweist das nicht, dass der Mittag den Kampf verursacht.
Lebensraum
Ein Lebensraum ist der Bereich, in dem ein Lebewesen lebt und die Bedingungen findet, die es benötigt. Dazu gehören Nahrung, Wasser, Schutz, Platz, Klima und andere Lebewesen.
| Lebensraum | Tierbeispiel | Wichtiger Einfluss |
|---|---|---|
| Berg- und Bambuswald | Panda | Nahrung und Schutz |
| Felsküste und Meer | Meerechse | Sonnenwärme, Felsen und Algen |
| Fluss und Savanne | Zebra | Wasser, Strömung und Herde |
| Arktisches Meer | Narwal | Wasser, Eis und Zugang zur Luft |
| Kalte Küste und Meer | Pinguin | Brut- oder Ruheplatz und Nahrung im Meer |
| Offener Ozean | Pottwal | Tiefe, Wasser und Zugang zur Oberfläche |
| Mangrove | Zwergfaultier | Bäume und Wasserwege |
| Nächtliche Landschaft | Schleiereule und Maus | Dunkelheit, Deckung und Beute |
Tiere beobachten wie ein Forscher
Beobachtung oder Vermutung?
Naturforscher unterscheiden zwischen dem, was sie beobachten, und dem, was sie daraus deuten.
Wenn Du sagst: „Das Zebrafohlen steht bis zum Bauch im Wasser und bewegt die Beine gegen die Strömung“, beschreibst Du Beobachtbares.
Wenn Du sagst: „Das Zebra hat Angst“, deutest Du einen inneren Zustand. Diese Vermutung kann möglich sein, lässt sich aus einem einzelnen Bild aber nicht sicher beweisen.
Auch beim Film ist diese Unterscheidung wichtig. Musik und Sprechertext können Dir ein bestimmtes Gefühl geben. Wissenschaftliches Beobachten fragt trotzdem zuerst: Was sehe und höre ich tatsächlich?
Ein fairer Blick auf Tiere
Wenn Du selbst Tiere beobachtest, halte Abstand. Füttere Wildtiere nicht. Berühre keine Nester, Jungtiere oder Ruheplätze. Provoziere kein Verhalten für ein Foto oder Video. Eine gute Naturbeobachtung verändert das Tier so wenig wie möglich.
Wie der Film eine Geschichte erzählt
Kamera
Eine Totale kann einen großen Lebensraum zeigen. Eine Nahaufnahme macht kleine Bewegungen oder Körpermerkmale sichtbar. Luftaufnahmen zeigen Wege und Landschaften aus großer Höhe. Unterwasserkameras eröffnen einen Lebensraum, den Menschen ohne Technik kaum beobachten könnten.
Frage Dich beim Sehen: Welche Information bekomme ich durch die Wahl der Kameraperspektive?
Schnitt und Montage
Beim Filmschnitt werden einzelne Aufnahmen ausgewählt und miteinander verbunden. So kann der Film von einer Felsküste zu einem Fluss, danach in die Savanne und weiter in die Arktis springen.
Die Montage macht aus vielen Aufnahmen die Erzählung eines Tages. Das ist eine filmische Ordnung. Sie hilft beim Verstehen, beweist aber nicht, dass alle Ereignisse am selben Datum gefilmt wurden.
Musik, Geräusche und Sprechertext
Musik kann Spannung, Ruhe oder Staunen verstärken. Naturgeräusche geben Hinweise auf einen Lebensraum. Der Sprechertext ordnet Beobachtungen ein und verbindet die Szenen.
Ein einfaches Experiment zeigt Dir die Wirkung: Sieh eine kurze, geeignete Filmszene zuerst ohne Ton und danach mit Ton. Beschreibe, was sich an Deiner Wahrnehmung verändert.
Wörterkiste
| Begriff | Erklärung |
|---|---|
| Rotation | Drehung der Erde um ihre eigene Achse |
| Tageszeit | Abschnitt eines Tages wie Morgen, Mittag, Abend oder Nacht |
| Temperatur | Maß dafür, wie warm oder kalt etwas ist |
| Lebensraum | Umgebung, in der ein Lebewesen lebt |
| Verhalten | Beobachtbare Handlungen und Reaktionen eines Lebewesens |
| Anpassung | Merkmal oder Eigenschaft, die im Lebensraum nützlich sein kann |
| Dämmerung | Übergangszeit zwischen Tag und Nacht |
| Biolumineszenz | Erzeugung von Licht durch Lebewesen |
| Dokumentarfilm | Film, der reale Menschen, Tiere, Ereignisse oder Sachverhalte dokumentiert |
| Montage | Verbindung ausgewählter Filmaufnahmen zu einer Abfolge |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Warum wechseln sich Tag und Nacht auf der Erde ab? (Weil sich die Erde um ihre eigene Achse dreht) (!Weil die Sonne jeden Abend ausgeht) (!Weil Wolken nachts die ganze Erde bedecken) (!Weil der Mond die Sonne jeden Tag vollständig verdeckt)
Warum wärmen sich Meerechsen auf sonnenbeschienenen Felsen auf? (Weil Wärme aus der Umgebung ihre Körpertemperatur und Beweglichkeit erhöht) (!Weil sie dadurch Flügel bekommen) (!Weil Sonnenlicht Salzwasser in Nahrung verwandelt) (!Weil sie nur bei Sonne atmen können)
Was ist für das Zebrafohlen bei der Flussüberquerung besonders wichtig? (Die Strömung und die Bedingungen im Lebensraum Fluss) (!Die Farbe seiner Streifen) (!Die Musik des Films) (!Die Form des Mondes)
Was lernst Du aus der Giraffenszene über Zeitpunkt und Ursache? (Ein Ereignis zur Mittagszeit muss nicht durch den Mittag verursacht sein) (!Giraffen kämpfen ausschließlich mittags) (!Giraffen können nachts niemals aktiv sein) (!Die Sonne zwingt Giraffen zum Kämpfen)
Warum sind offene Wasserstellen für Narwale wichtig? (Weil Narwale als Säugetiere Luft atmen müssen) (!Weil Narwale nur an Land schlafen) (!Weil Narwale kaltes Wasser vermeiden) (!Weil Narwale ihre Stoßzähne dort lagern)
Welche zwei Bereiche verbindet das Leben vieler Pinguine besonders deutlich? (Land oder Eis und Meer) (!Wüste und Höhle) (!Großstadt und Hochgebirge) (!Baumkrone und Wolke)
Was zeigt das schwimmende Zwergfaultier besonders gut? (Der Lebensraum kann Wasserwege ermöglichen, die ein Tier für sein Ziel nutzt) (!Faultiere leben ausschließlich im Wasser) (!Faultiere können sich nur nachts bewegen) (!Mangroven bestehen aus Eis)
Was bedeutet Dämmerung? (Die Übergangszeit zwischen Tag und Nacht) (!Die heißeste Stunde des Tages) (!Die tiefste Stelle eines Ozeans) (!Das Winterfell eines Tieres)
Was ist Biolumineszenz? (Die Erzeugung von Licht durch Lebewesen) (!Das Leuchten einer Straßenlaterne) (!Sonnenlicht auf einer weißen Wand) (!Der Schatten eines Tieres)
Welche Aufgabe kann der Filmschnitt in Unsere Erde 2 erfüllen? (Er verbindet Aufnahmen aus verschiedenen Orten zu einem erzählten Tagesablauf) (!Er beweist, dass alle Tiere am selben Ort leben) (!Er verwandelt echte Tiere in Tiere eines anderen Planeten) (!Er beweist, dass alle Aufnahmen am selben Kalendertag entstanden)
Memory
| Morgenlicht | Wechsel von Nacht zu Tag |
| Meerechse | Aufwärmen auf Felsen |
| Fluss | Herausforderung für das Zebrafohlen |
| Packeis | Lebensraum der Narwale |
| Mangrove | Wasserwege des Zwergfaultiers |
| Pottwal | Senkrechtes Ruhen im Meer |
| Glühwürmchen | Eigenes Leuchten |
| Montage | Verbindung vieler Filmaufnahmen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Morgen | Meerechsen wärmen sich auf Felsen |
| Vormittag | Ein Zebrafohlen kämpft mit der Flussströmung |
| Mittag | Giraffenbullen messen ihre Kräfte |
| Nachmittag | Ein Faultier nutzt einen Wasserweg |
| Dämmerung | Leuchtende Insekten werden auffällig |
| Nacht | Eine Eule jagt bei wenig Licht |
...
Kreuzworträtsel
| Rotation | Wie heißt die Drehung der Erde um ihre eigene Achse? |
| Meerechse | Welches Reptil wärmt sich im Film auf Felsen auf? |
| Savanne | Wie heißt der offene Graslebensraum vieler Zebras und Giraffen? |
| Faultier | Welches langsam wirkende Tier überrascht im Film als Schwimmer? |
| Pottwal | Welcher große Zahnwal ruht im Film senkrecht im Wasser? |
| Dämmerung | Wie heißt die Übergangszeit zwischen Tag und Nacht? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Schatten beobachten: Markiere morgens, mittags und am Nachmittag den Schatten eines Gegenstands an einem sicheren Ort. Vergleiche Länge und Richtung und zeichne Deine Beobachtungen.
- Tier-Tageskreis: Wähle ein Tier aus dem Film und gestalte einen Kreis mit Morgen, Mittag, Abend und Nacht. Trage ein, wann Licht, Wärme oder Ruhe für Dein Tier wichtig sein könnten.
- Sonne und Schatten vergleichen: Lege mit einer erwachsenen Person zwei ähnliche Steine für einige Zeit an einen sonnigen und einen schattigen Platz. Fühle vorsichtig oder miss mit einem Thermometer den Temperaturunterschied und erkläre den Bezug zu Meerechsen.
- Geräuschkarte: Höre morgens und am frühen Abend jeweils fünf Minuten an demselben Ort. Zeichne auf einer Karte ein, aus welcher Richtung Du Tiergeräusche hörst, und vergleiche beide Zeiten.
Standard
- Lebensraum im Schuhkarton: Baue einen Lebensraum aus dem Film als Modell. Zeige mindestens Nahrung, Wasser, Schutz und einen Weg, den das Tier nutzen kann.
- Storyboard: Zeichne sechs Bilder für einen eigenen „Tag auf der Erde“ vom Morgen bis zur Nacht. Zeige in jeder Szene einen Umweltfaktor, der das Verhalten eines Tieres beeinflusst.
- Filmton untersuchen: Sieh eine kurze geeignete Naturfilmszene einmal ohne Ton und einmal mit Ton. Beschreibe, wie Musik, Geräusche und Sprechertext Deine Wahrnehmung verändern.
- Tierexperten-Interview: Bereite Fragen zu einem Tier aus dem Film vor und interviewe eine Person mit biologischem Wissen, zum Beispiel aus Schule, Zoo, Naturschutz oder Tierpflege. Prüfe anschließend, welche Deiner Vermutungen bestätigt wurden.
Schwer
- Zeitpunkt oder Ursache: Wähle drei Filmszenen aus und notiere jeweils, zu welcher Tageszeit sie gezeigt werden. Erkläre danach getrennt, welche Faktoren das Verhalten wahrscheinlich tatsächlich beeinflussen.
- Licht in der Nacht: Untersuche in Deiner Umgebung, wo nachts künstliches Licht leuchtet. Entwickle Vorschläge für eine Beleuchtung, die Menschen Orientierung gibt und Tiere möglichst wenig stört.
- Mini-Naturdokumentation: Drehe einen kurzen Film über ein Tier oder einen Lebensraum in Deiner Umgebung. Verändere das Verhalten der Tiere nicht und erkläre im Abspann, welche Beobachtungsregeln Du beachtet hast.
- Ausstellung Ein Tag auf unserer Erde: Plant als Gruppe eine Ausstellung mit den Stationen Morgen, Mittag, Abend und Nacht. Jede Station soll ein Tier, einen Lebensraum, einen Umweltfaktor und eine eigene Forschungsfrage enthalten.


Lernkontrolle
- Kühler Morgen: Stelle Dir vor, die Felsen der Meerechsen bleiben an einem Morgen wegen dichter Wolken länger kühl. Erkläre, wie sich das auf Körpertemperatur, Beweglichkeit und mögliche Wege der Tiere auswirken könnte.
- Veränderter Fluss: Nach starkem Regen ist ein Fluss tiefer und die Strömung stärker. Übertrage die Situation auf das Zebrafohlen und nenne mindestens zwei Folgen für seine Überquerung.
- Fels und Ozean: Vergleiche eine sonnenbeschienene Felsküste mit dem offenen Meer. Erkläre, warum Sonnenwärme für eine Meerechse dort anders wirken kann als für einen Pottwal im Ozean.
- Giraffen und Ursache: Eine Giraffenszene wird im Film mittags gezeigt. Erkläre, warum daraus nicht folgt, dass die Mittagszeit den Kampf verursacht hat. Nenne eine andere mögliche Einflussgröße.
- Helle Nacht: In einem bisher dunklen Lebensraum werden viele starke Lampen aufgestellt. Entwickle zwei begründete Vermutungen dazu, wie sich das Verhalten nachtaktiver Tiere verändern könnte.
- Veränderter Faultierlebensraum: Stelle Dir vor, aus einem Mangrovengebiet würde eine trockene, baumarme Fläche. Erkläre, welche Wege und Verhaltensmöglichkeiten für ein Faultier verloren gehen könnten.
- Eigene Untersuchung: Plane eine faire Naturbeobachtung am selben Ort am Morgen und am Abend. Lege fest, was Du messen oder beobachten möchtest, wie Du die Tiere schützt und wie Du Beobachtung und Vermutung voneinander trennst.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu Unsere Erde 2 ist wichtig, dass Du erklären kannst, wie die Erdrotation mit Tag und Nacht zusammenhängt. Du solltest Beispiele dafür nennen können, wie Licht und Temperatur Tierverhalten beeinflussen. Du solltest erklären können, warum der Lebensraum für Meerechsen, Zebras, Narwale, Pinguine, Pottwale oder Faultiere unterschiedliche Möglichkeiten schafft. Wichtig ist außerdem, zwischen beobachtbarem Verhalten und Vermutungen über Ursachen oder Gefühle zu unterscheiden.
Du solltest zeigen können, dass ein Ereignis zu einer bestimmten Tageszeit nicht automatisch durch diese Tageszeit verursacht wird. Du solltest erklären können, wie Kamera, Schnitt, Musik und Sprechertext aus Naturaufnahmen eine Filmgeschichte formen. Schließlich solltest Du eine Veränderung von Licht, Temperatur oder Lebensraum auf ein neues Tierbeispiel übertragen und begründete Folgen vorhersagen können.
OERs zum Thema
Der Wikipedia-Artikel zu Unsere Erde – Der Film enthält auch einen Abschnitt zur Fortsetzung Unsere Erde 2.
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