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Unsere Wildnis

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Unsere Wildnis




Einleitung

Unsere Wildnis ist ein französisch-deutscher Naturdokumentarfilm aus dem Jahr 2015. Der Originaltitel lautet Les Saisons. Regie führten Jacques Perrin und Jacques Cluzaud. Der Film dauert etwa 97 Minuten. In Deutschland kam er am 10. März 2016 ins Kino; die deutsche Erzählstimme stammt von Sebastian Koch. Die FSK hat den Film ohne Altersbeschränkung freigegeben.

Dieser aiMOOC ist für Kinder ab 6 Jahren aufbereitet. Der Film selbst ist lang und zeigt auch Jagd, Flucht und Kämpfe zwischen Tieren. Für jüngere Kinder kann es deshalb sinnvoll sein, ausgewählte Abschnitte gemeinsam mit Erwachsenen anzuschauen und danach darüber zu sprechen.

Der Film nimmt Dich mit auf eine sehr lange Zeitreise durch Europa. Du siehst Wälder, Wiesen, Flüsse und viele Wildtiere. Besonders wichtig ist die Frage: Wie verändern sich Lebensräume, wenn sich Klima, Pflanzen, Tiere und die Nutzung durch Menschen verändern?

Deine Entdeckerfragen: Wo finden Tiere Nahrung? Wo verstecken sie sich? Was passiert, wenn Wälder gerodet, Felder angelegt, Straßen gebaut oder Flüsse verändert werden? Und was können Menschen tun, damit Wildtiere genug Platz zum Leben behalten?


Filmdaten auf einen Blick

Merkmal Information
Titel Unsere Wildnis
Originaltitel Les Saisons
Filmart Naturdokumentarfilm
Produktionsländer Frankreich und Deutschland
Jahr 2015
Regie Jacques Perrin und Jacques Cluzaud
Länge etwa 97 Minuten
Deutsche Erzählstimme Sebastian Koch
FSK ohne Altersbeschränkung


Was Du in diesem aiMOOC lernst

  1. Lebensräume: Du erkennst, was Tiere zum Leben brauchen und warum Wald, Wiese, Gewässer und Hecken verschieden sind.
  2. Waldentwicklung: Du verstehst, dass sich Europas Landschaften seit dem Ende der letzten Kaltzeit stark verändert haben.
  3. Wildtiere Europas: Du lernst unter anderem Hirsch, Wildschwein, Fuchs, Wolf, Luchs, Braunbär und Biber kennen.
  4. Menschliche Nutzung: Du untersuchst, wie Ackerbau, Viehzucht, Forstwirtschaft, Siedlungen und Straßen Lebensräume verändern.
  5. Naturschutz: Du entwickelst Ideen, wie Menschen Landschaften nutzen und zugleich Rückzugsräume für Tiere erhalten können.
  6. Naturfilm verstehen: Du achtest darauf, wie Bilder, Geräusche, Musik, Schnitt und Erzählstimme eine Geschichte formen.


Eine Zeitreise durch Europas Landschaften

Der Film beginnt am Ende der letzten Kaltzeit. Damals wurde es in Europa nach und nach wärmer. Die heute verwendete geologische Zeitstufe Holozän begann vor ungefähr 11.700 Jahren. Der Film setzt seine poetische Zeitreise etwas früher, ungefähr vor 15.000 Jahren, an und macht sehr lange Veränderungen in kurzer Zeit sichtbar.

Wichtig: Die Jahreszeiten entstanden nicht erst nach der Eiszeit. Der Film erzählt bildhaft, wie mit der Erwärmung nach der Kaltzeit Frühling, Sommer, Herbst und Winter das Leben in den gezeigten Landschaften wieder anders prägten.

In vielen Regionen breiteten sich zunächst Pflanzen aus, die mit offenen und kühlen Flächen gut zurechtkamen. Später wuchsen in großen Teilen Europas wieder mehr Bäume. Je nach Klima, Boden und Höhenlage entstanden unterschiedliche Wälder. Natur war dabei nie völlig unbeweglich: Stürme, Feuer, Überschwemmungen, Tiere und später immer stärker Menschen veränderten die Landschaft.


Vom offenen Land zum Wald

Stell Dir eine große Landschaft ohne dichten Wald vor. Wenn es wärmer wird und genügend Wasser vorhanden ist, können sich Sträucher und Bäume ausbreiten. Mit der Zeit entstehen dichtere Wälder. In Mitteleuropa wurden unter anderem Birken, Kiefern, Eichen und später vielerorts Buchen wichtige Baumarten.

Ein Wald besteht nicht nur aus hohen Bäumen. Am Boden wachsen Moose, Kräuter und Pilze. Sträucher bilden Verstecke. Alte Bäume haben Höhlen. Umgestürzte Stämme werden zu Totholz und bieten Käfern, Pilzen, Spechten und vielen kleinen Lebewesen Nahrung oder Unterschlupf.


Der Wald als Lebensraum

Ein Lebensraum ist ein Ort, an dem ein Lebewesen alles findet, was es braucht: Nahrung, Wasser, Schutz, Platz und oft auch geeignete Orte für Nachwuchs. Ein Wald bietet viele solcher Plätze gleichzeitig.

Ein Hirsch frisst Pflanzen und sucht Deckung zwischen Bäumen. Ein Fuchs kann im Wald, an Waldrändern und in offenen Landschaften leben. Ein Luchs braucht große, ruhige Gebiete mit genügend Beutetieren. Spechte finden in alten Bäumen Höhlen und Nahrung. Käferlarven leben in morschem Holz. Deshalb kann ein Wald besonders artenreich sein, wenn er nicht überall gleich aussieht, sondern junge und alte Bäume, Lichtungen, dichtes Gebüsch und Totholz enthält.


Hirsch und Wildschwein

Der Rothirsch ist ein großer Pflanzenfresser. Er frisst Gräser, Kräuter, Blätter, Knospen und andere Pflanzenteile. Hirsche bewegen sich zwischen Wald, Lichtungen und offenen Flächen. Sie zeigen gut, dass Tiere oft mehrere Teile einer Landschaft brauchen.

Das Wildschwein ist sehr anpassungsfähig. Mit seiner kräftigen Schnauze sucht es im Boden nach Nahrung. Dabei wühlt es Erde um. So verändert auch ein Tier seinen Lebensraum. Wildschweine können in Wäldern, an Waldrändern und in abwechslungsreichen Kulturlandschaften leben.


Wolf, Luchs und Braunbär

Wölfe, Luchse und Braunbären gehören zu den großen Wildtieren Europas. In vielen Regionen wurden sie über lange Zeit verfolgt oder aus ihren Lebensräumen verdrängt. Heute sind sie in Teilen Europas wieder oder weiterhin heimisch, aber ihre Verbreitung ist sehr unterschiedlich.

Wölfe leben meist in Familiengruppen und jagen vor allem wildlebende Huftiere. Luchse sind heimliche Katzen und jagen häufig allein. Braunbären sind Allesfresser: Sie können Pflanzen, Früchte, Insekten, Aas und andere Nahrung nutzen. Solche großen Tiere brauchen ausreichend Raum und Rückzugsmöglichkeiten.


Der Biber: Ein Tier verändert die Landschaft

Der Biber ist ein besonderes Beispiel dafür, dass nicht nur Menschen Landschaften verändern. Er fällt Bäume, baut Burgen und kann Dämme errichten. Dadurch kann Wasser langsamer fließen oder sich aufstauen. Es entstehen feuchte Stellen, Teiche und neue Uferbereiche. Davon können viele andere Tiere und Pflanzen profitieren.

Biber zeigen: Veränderung ist ein normaler Teil der Natur. Entscheidend ist, welche Veränderung stattfindet, wie stark sie ist und ob andere Lebewesen noch geeignete Lebensräume finden.


Wildpferde und offene Landschaften

Der Film zeigt auch Pferde und andere große Pflanzenfresser in offenen Landschaften. Große Pflanzenfresser fressen Gräser, Kräuter, Blätter und junge Triebe. Dadurch können sie mitbestimmen, wo Flächen offen bleiben und wo Büsche oder Bäume aufwachsen.

Heute werden robuste Pferderassen wie Konik-Pferde in manchen Naturschutzgebieten zur Beweidung eingesetzt. Sie sind keine direkten Kopien der ausgestorbenen europäischen Wildpferde, können aber dabei helfen, abwechslungsreiche offene Lebensräume zu erhalten.


Menschen verändern Lebensräume

Menschen leben seit sehr langer Zeit in Europa. Zunächst jagten und sammelten viele Gruppen ihre Nahrung. Später breiteten sich Ackerbau und Viehzucht aus. Für Felder, Weiden und Siedlungen wurden Wälder gerodet. Dadurch entstanden neue offene Landschaften.

Das bedeutet nicht, dass jede menschliche Nutzung automatisch schlecht für die Natur ist. Hecken, extensiv genutzte Wiesen, Weiden, Streuobstflächen und abwechslungsreiche Felder können vielen Arten Lebensraum bieten. Sehr intensive Nutzung, große versiegelte Flächen, das Entfernen von Hecken oder die Entwässerung von Feuchtgebieten können Lebensräume dagegen stark verändern oder verkleinern.


Vom Weg zur Straße: Wenn Lebensräume getrennt werden

Eine Straße kann für Menschen eine schnelle Verbindung sein. Für Tiere kann dieselbe Straße aber ein Hindernis darstellen. Wird ein großer Lebensraum durch Straßen, Schienen oder Siedlungen in kleine Teile getrennt, spricht man von Landschaftszerschneidung.

Ein Tier findet vielleicht auf einer Seite Nahrung und auf der anderen Seite einen Partner oder einen sicheren Rückzugsort. Grünbrücken, Wildtierunterführungen, Hecken, Gewässerrandstreifen und andere Verbindungen können helfen, getrennte Lebensräume wieder miteinander zu verknüpfen.


Waldnutzung und Naturschutz

Menschen nutzen Holz für Häuser, Möbel, Papier und viele andere Dinge. Ein bewirtschafteter Wald ist deshalb nicht dasselbe wie ein Wald, in dem natürliche Prozesse weitgehend ohne Holznutzung ablaufen. Auch in bewirtschafteten Wäldern kann Naturschutz eine wichtige Rolle spielen.

Alte Bäume, Höhlenbäume und Totholz sind für viele Arten wertvoll. Naturnahe Wälder mit unterschiedlichen Baumarten und Altersstufen bieten meist mehr verschiedene Strukturen als sehr einheitliche Bestände. Schutzgebiete, Naturwälder und eine naturnahe Forstwirtschaft können dazu beitragen, Lebensräume zu erhalten.


Natur ist ein Netzwerk

In einem Lebensraum hängt vieles zusammen. Pflanzen brauchen Licht, Wasser und Nährstoffe. Pflanzenfresser fressen Pflanzen. Beutegreifer jagen andere Tiere. Pilze und kleine Bodenlebewesen zersetzen abgestorbenes Material. Biber verändern Gewässer. Spechte schaffen Höhlen, die später auch andere Tiere nutzen können.

Wenn ein Teil dieses Netzwerks verändert wird, können sich Folgen an anderer Stelle zeigen. Wird zum Beispiel eine Hecke entfernt, verlieren manche Vögel Nistplätze und Insekten Schutz. Wird ein Bach wieder naturnäher, können neue Uferbereiche entstehen. Deshalb betrachtet Ökologie nicht nur einzelne Arten, sondern auch ihre Beziehungen untereinander und zu ihrer Umwelt.


Was bedeutet Wildnis?

Wildnis bedeutet nicht einfach „ein Ort ohne Menschen“. In der Naturkunde meint Wildnis oft Gebiete, in denen natürliche Prozesse viel Raum bekommen. Dort dürfen Bäume alt werden und umfallen, Flüsse ihren Lauf verändern oder Tiere Lebensräume mitgestalten.

Auch eine Landschaft, die Menschen über Jahrhunderte genutzt haben, kann wertvolle Lebensräume enthalten. Der Film stellt deshalb eine wichtige Frage: Wie können Menschen so leben und wirtschaften, dass auch andere Lebewesen Platz behalten?


Was kannst Du selbst tun?

  1. Beobachte achtsam: Schau Tiere aus Abstand an und störe Nester, Baue und Jungtiere nicht.
  2. Lass keinen Müll zurück: Plastik, Dosen oder Schnüre können Tiere verletzen.
  3. Nutze Wege und Regeln vor Ort: In Schutzgebieten helfen Regeln, empfindliche Lebensräume zu bewahren.
  4. Schaffe kleine Lebensräume: Heimische Pflanzen, Laub, Totholzecken oder eine kleine Wasserstelle können im Garten oder auf dem Schulgelände hilfreich sein, wenn Erwachsene die Umgebung sicher gestalten.
  5. Frage nach: Försterinnen, Ranger, Landwirtinnen, Naturschutzgruppen und Gemeinden können erklären, wie Natur und Nutzung vor Ort zusammenpassen.


Naturfilm verstehen

Ein Naturfilm zeigt nicht einfach nur „die Wirklichkeit“. Kameraleute wählen einen Bildausschnitt. Der Schnitt ordnet Aufnahmen. Musik kann eine Szene ruhig, spannend oder traurig wirken lassen. Eine Erzählstimme erklärt und deutet, was wir sehen.

Bei einer Zeitreise über Tausende von Jahren konnte natürlich keine Kamera die Vergangenheit direkt filmen. Historische Abschnitte müssen daher filmisch gestaltet oder nachgestellt werden. Tieraufnahmen, Musik, Geräusche und erzählerische Übergänge werden so verbunden, dass eine verständliche Geschichte entsteht.

Filmdetektiv-Frage: Achte bei einer Szene einmal nur auf das Bild und danach nur auf den Ton. Verändert die Musik Dein Gefühl? Welche Information kommt aus dem Bild, welche aus der Erzählstimme?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist Unsere Wildnis? (Ein Naturdokumentarfilm) (!Ein Zeichentrickfilm) (!Ein Märchenfilm) (!Eine Nachrichtensendung)




Was geschah in vielen Teilen Europas nach dem Ende der letzten Kaltzeit? (Wälder konnten sich wieder stärker ausbreiten) (!Alle Flüsse verschwanden) (!Es gab keine Tiere mehr) (!Ganz Europa wurde zu einer Wüste)




Was ist ein Lebensraum? (Ein Ort an dem ein Lebewesen findet was es zum Leben braucht) (!Nur ein Haus für Menschen) (!Nur ein besonders großer Wald) (!Ein Platz ohne Pflanzen und Tiere)




Warum ist Totholz im Wald wichtig? (Es bietet vielen Pilzen Insekten und anderen Lebewesen Lebensraum) (!Es macht jeden Wald unbewohnbar) (!Es verhindert immer das Wachstum von Pflanzen) (!Es besteht nur aus Steinen)




Welches Tier kann mit Dämmen Gewässer und Ufer verändern? (Der Biber) (!Der Luchs) (!Der Hirsch) (!Der Fuchs)




Was bedeutet Landschaftszerschneidung? (Ein Lebensraum wird durch Straßen Siedlungen oder andere Barrieren getrennt) (!Ein Tier wechselt sein Winterfell) (!Ein Baum verliert seine Blätter) (!Ein Fluss friert im Winter zu)




Welche Landschaft kann vielen Arten helfen? (Eine abwechslungsreiche Landschaft mit Hecken Wiesen Gewässern und Wald) (!Eine vollständig versiegelte Fläche) (!Eine Fläche ohne Pflanzen) (!Ein Ort nur aus Beton)




Welches Tier ist eine große Wildkatze Europas? (Der Luchs) (!Der Biber) (!Das Wildschwein) (!Der Rothirsch)




Wie können Menschen getrennte Lebensräume wieder besser verbinden? (Mit Grünbrücken Hecken oder anderen Wanderkorridoren) (!Mit noch mehr Mauern ohne Durchgänge) (!Mit vollständig versiegelten Flächen) (!Mit dem Entfernen aller Sträucher)




Was kann in einem Naturfilm unsere Gefühle stark beeinflussen? (Die Musik) (!Nur die Länge des Filmtitels) (!Nur die Farbe des Kinotickets) (!Nur die Sitznummer im Kino)





Memory

Biber gestaltet Gewässer
Wolf großer Beutegreifer
Luchs heimliche Waldkatze
Rothirsch großer Pflanzenfresser
Totholz Lebensraum für viele Arten
Hecke Verbindung und Versteck
Rodung Entfernung von Wald
Grünbrücke Verbindung über Verkehrswege





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Biber Fluss und Teich
Luchs deckungsreicher Wald
Rothirsch Wald und Lichtung
Feldhase Wiese und Feld
Fuchs Wald Feld und Siedlungsrand




Ordne die Tiere ihren typischen Lebensräumen zu. Manche Tiere können natürlich auch in mehreren Lebensräumen vorkommen.


Kreuzworträtsel

Biber Welches Nagetier baut Burgen und manchmal Dämme?
Luchs Welche große Wildkatze hat auffällige Haarpinsel an den Ohren?
Hirsch Welcher große Pflanzenfresser lebt häufig zwischen Wald und Lichtungen?
Totholz Wie nennt man abgestorbenes Holz das vielen Arten Lebensraum bietet?
Hecke Welche Reihe aus Sträuchern kann Tieren Schutz und Verbindung bieten?
Wildnis Wie nennt man einen Raum in dem natürliche Prozesse viel Platz haben?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Der Film Unsere Wildnis erzählt von Landschaften und Tieren in

.
Die heutige Warmzeit heißt

.
Ein Ort an dem ein Tier Nahrung Schutz und Platz findet heißt

.
Abgestorbene Stämme und Äste nennt man

.
Ein Tier das mit Dämmen Gewässer verändern kann ist der

.
Straßen können Lebensräume voneinander

.
Eine Reihe aus Sträuchern kann als

Tieren Schutz geben.
Im Naturfilm kann

eine Szene besonders spannend oder ruhig wirken lassen.
Schutzgebiete und naturnahe Nutzung gehören zum

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Male ein Tierporträt: Wähle Hirsch, Wildschwein, Fuchs, Wolf, Luchs oder Biber. Zeichne das Tier in seinem Lebensraum und ergänze drei Dinge, die es dort braucht.
  2. Erstelle eine Geräuschekarte: Setz Dich mit einer erwachsenen Begleitperson einige Minuten an einen ruhigen Ort draußen. Zeichne auf, aus welcher Richtung Du Vogelstimmen, Wind, Wasser oder andere Geräusche hörst.
  3. Baue einen Wald im Schuhkarton: Gestalte Boden, Kräuter, Sträucher und Bäume. Setze kleine Tierfiguren oder selbst gemalte Tiere an passende Plätze.
  4. Beschreibe eine Filmszene: Wähle eine kurze Szene aus dem Trailer oder Film. Erzähle, was Du siehst, was Du hörst und welches Gefühl die Szene bei Dir auslöst.


Standard

  1. Zeichne eine Lebensraumkarte: Markiere auf einem Plan rund um Schule oder Wohnung Bäume, Hecken, Wiesen, Wasser, Straßen und Gebäude. Überlege, wo Tiere Schutz finden und wo Hindernisse liegen.
  2. Drehe eine Mini-Naturdoku: Filme mit Erlaubnis und Begleitung eine Pflanze, einen Baum oder eine Spur. Sprich einen kurzen Kommentar dazu und achte darauf, Tiere nicht zu stören.
  3. Führe ein Natur-Interview: Befrage eine Försterin, einen Gärtner, eine Landwirtin, einen Ranger oder ein Mitglied einer Naturschutzgruppe dazu, wie sich die Landschaft vor Ort verändert hat.
  4. Gestalte ein Vorher-Nachher-Bild: Zeige dieselbe Landschaft einmal mit dichtem Wald und einmal mit Feldern, Wegen und Siedlung. Kennzeichne, welche Tiere jeweils gute Bedingungen finden.


Schwer

  1. Plane einen Tierkorridor: Auf einer erfundenen Karte trennt eine Straße zwei Waldstücke. Entwirf eine Lösung mit Grünbrücke, Unterführung, Hecken oder Gewässerrand und begründe Deine Wahl.
  2. Spiele eine Landschaftskonferenz: Verteilt Rollen wie Landwirtin, Förster, Kind, Wolf, Biber und Naturschützerin. Sucht gemeinsam Regeln für eine Landschaft, in der Menschen wirtschaften und Wildtiere leben können.
  3. Untersuche zwei Orte: Vergleiche mit einer erwachsenen Begleitperson zum Beispiel einen Waldrand und eine Wiese. Notiere Pflanzenstrukturen, Spuren, Verstecke und menschliche Nutzung. Erkläre die Unterschiede.
  4. Werde Filmdetektiv: Untersuche eine kurze Naturfilmszene. Trenne Beobachtung und Wirkung: Was ist tatsächlich zu sehen und zu hören, und welche Stimmung erzeugen Musik, Schnitt und Erzählstimme?




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Lebensraum planen: Eine neue Straße soll durch einen Wald gebaut werden. Entwickle zwei Möglichkeiten, wie Tiere trotzdem sicher zwischen den Waldteilen wechseln können. Erkläre, welche Tiere davon profitieren könnten.
  2. Biber und Mensch vergleichen: Biber und Menschen verändern Landschaften. Vergleiche einen Biberdamm mit einer menschlichen Veränderung wie einem Weg, Feld oder Staudamm. Nenne Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Folgen für andere Lebewesen.
  3. Hecke oder keine Hecke: Zwei Felder sind gleich groß. Zwischen den ersten Feldern stehen Hecken, zwischen den anderen nicht. Begründe, welche Landschaft wahrscheinlich mehr Verstecke und Verbindungen für Tiere bietet.
  4. Totholz erklären: Jemand sagt: „Ein guter Wald muss ganz aufgeräumt sein.“ Erkläre, warum abgestorbene Bäume und Äste für viele Lebewesen wichtig sein können.
  5. Naturfreundliches Dorf: Plane ein kleines Dorf mit Häusern, Straße, Bach, Wiese und Wald. Zeichne ein, wo Tiere wandern können und wo Menschen Rücksicht nehmen sollten.
  6. Filmwirkung untersuchen: Stell Dir dieselbe Tieraufnahme einmal mit ruhiger und einmal mit spannender Musik vor. Erkläre, wie sich die Wirkung verändert, obwohl das Bild gleich bleibt.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu Unsere Wildnis ist wichtig, dass Du nicht nur Tiernamen kennst, sondern Zusammenhänge erklären und auf neue Situationen übertragen kannst.

  1. Du kannst erklären, was ein Lebensraum ist und welche Grundbedürfnisse Tiere dort erfüllen.
  2. Du kannst beschreiben, wie sich Landschaften nach dem Ende der letzten Kaltzeit langfristig verändert haben.
  3. Du kannst mindestens vier typische Wildtiere Europas ihren Lebensräumen und Ernährungsweisen zuordnen.
  4. Du kannst an Beispielen erklären, wie Tiere wie der Biber selbst Lebensräume verändern.
  5. Du kannst unterscheiden, wie menschliche Nutzung Lebensräume schaffen, erhalten, verändern, verkleinern oder trennen kann.
  6. Du kannst erklären, warum Hecken, Totholz, alte Bäume, Gewässer und Wanderkorridore für viele Arten wichtig sein können.
  7. Du kannst eine einfache Idee für den Schutz oder die Verbindung von Lebensräumen entwickeln und begründen.
  8. Du kannst bei einem Naturfilm zwischen Beobachtung und filmischer Wirkung durch Musik, Schnitt und Erzählstimme unterscheiden.




OERs zum Thema

Zum Film existiert ein englischsprachiger Wikipedia-Artikel unter dem Originaltitel Seasons. Für jüngere Lernende eignet er sich vor allem als Quelle für Lehrkräfte oder gemeinsam mit Erwachsenen.

Zusätzlich findest Du auf Wikipedia Grundlagen zum Lebensraum Wald:



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