Polymere - Chemie


Polymere - Chemie
Polymere - Chemie
Einleitung
Polymere begegnen Dir fast überall: in Kleidung, Verpackungen, Reifen, Klebstoffen, Farben, Smartphones und medizinischen Geräten. Auch viele Stoffe in Lebewesen sind Polymere, zum Beispiel Proteine, DNA, Stärke und Cellulose.
Ein Polymer besteht aus sehr großen Molekülen, den Makromolekülen. Diese sind aus vielen kleineren Bausteinen aufgebaut. Solche Ausgangsmoleküle heißen Monomere. Die Art der Monomere, die Länge der Ketten und ihre Vernetzung bestimmen die Eigenschaften des Materials.

In diesem aiMOOC lernst Du,
- Monomer und Polymer zu unterscheiden,
- den Zusammenhang zwischen Molekülstruktur und Stoffeigenschaft zu erklären,
- Polymerisation, Polyaddition und Polykondensation zu vergleichen,
- Thermoplast, Elastomer und Duroplast zu unterscheiden,
- Chancen und Grenzen des Kunststoffrecyclings zu beurteilen.
Grundbegriffe
Monomer, Makromolekül und Polymer
Ein Monomer ist ein Molekül, das an einer Reaktion zur Bildung eines Makromoleküls teilnehmen kann. Ein Makromolekül ist ein sehr großes Molekül. Ein Polymer ist ein Stoff, der aus Makromolekülen besteht.
Die Vorsilbe poly bedeutet „viel“. Ein Polymer enthält daher viele miteinander verknüpfte Bausteine. Die Zahl der Wiederholungseinheiten wird häufig mit angegeben.
Ein vereinfachtes Beispiel ist die Bildung von Polyethylen aus Ethen:

Die eckigen Klammern kennzeichnen die Wiederholungseinheit. Der Index zeigt, dass diese Einheit sehr oft vorkommt.
Natürliche und synthetische Polymere
Natürliche Polymere entstehen in Lebewesen oder in der Natur. Dazu gehören Cellulose in Pflanzen, Stärke als Energiespeicher, Proteine und Naturkautschuk.
Synthetische Polymere werden technisch hergestellt. Beispiele sind Polyethylen, Polypropylen, Polyvinylchlorid, Polyethylenterephthalat, Polyamide und Polyurethane.

Die Abbildung zeigt einen Ausschnitt aus einem Cellulosemolekül. Cellulose besteht aus vielen miteinander verbundenen Glucoseeinheiten.

Auch Amylose, ein Bestandteil der Stärke, ist ein Polymer aus Glucosebausteinen. Unterschiedliche Verknüpfungen führen trotz ähnlicher Bausteine zu unterschiedlichen räumlichen Strukturen und Eigenschaften.
Struktur und Eigenschaften
Kettenform und Vernetzung
Polymerketten können unterschiedlich aufgebaut sein:
- linear oder verzweigt: Die Ketten liegen überwiegend nebeneinander.
- weitmaschig vernetzt: Wenige chemische Brücken verbinden die Ketten.
- engmaschig vernetzt: Viele chemische Brücken bilden ein räumliches Netzwerk.
Zwischen den Ketten wirken Van-der-Waals-Kräfte, Dipolkräfte oder Wasserstoffbrücken. Stärkere zwischenmolekulare Kräfte können die Festigkeit und die Erweichungstemperatur erhöhen.
Die Eigenschaften hängen außerdem von der Kettenlänge, der Beweglichkeit der Ketten, der Anordnung der Moleküle und zugesetzten Stoffen ab.
Thermoplaste
Thermoplaste bestehen aus linearen oder verzweigten Makromolekülen, die nicht dauerhaft miteinander vernetzt sind. Beim Erwärmen werden die Ketten beweglicher. Das Material wird weich oder schmilzt. Beim Abkühlen wird es wieder fest.
Typische Thermoplaste sind:
Thermoplaste lassen sich häufig durch Spritzgießen, Extrusion oder Tiefziehen formen. Sauber getrennte Thermoplaste können oft werkstofflich recycelt werden.

Elastomere
Elastomere sind weitmaschig vernetzt. Ihre Ketten können sich bei einer Belastung strecken. Nach dem Entlasten kehren sie weitgehend in ihre Ausgangsform zurück.
Beispiele sind Gummibänder, Dichtungen und Teile von Reifen. Durch Vulkanisation können zwischen Kautschukketten zusätzliche Brücken entstehen. Dadurch wird das Material formstabiler und elastisch nutzbar.
Duroplaste
Duroplaste sind engmaschig und dreidimensional vernetzt. Sie sind meist hart, formstabil und wärmebeständig. Beim starken Erhitzen schmelzen sie nicht wie Thermoplaste, sondern zersetzen sich.
Beispiele sind ausgehärtete Epoxidharze, bestimmte Steckdosengehäuse und hitzebeständige Griffe. Wegen der festen Vernetzung lassen sich Duroplaste nicht einfach durch Einschmelzen neu formen.
Struktur-Eigenschafts-Beziehung
Die drei Kunststoffklassen zeigen einen zentralen Zusammenhang der Chemie:
| Struktur | Beweglichkeit der Ketten | Typische Eigenschaft | Kunststoffklasse |
|---|---|---|---|
| unvernetzt oder wenig verzweigt | hoch | beim Erwärmen verformbar | Thermoplast |
| weitmaschig vernetzt | eingeschränkt | elastisch | Elastomer |
| engmaschig vernetzt | sehr gering | hart und formstabil | Duroplast |
Je stärker die Ketten vernetzt sind, desto weniger können sie gegeneinander gleiten. Dadurch verändern sich Verformbarkeit, Härte und Wärmeverhalten.
Herstellung von Polymeren
Polymerisation
Bei einer Polymerisation im schulischen Sinn reagieren viele ungesättigte Monomere zu einer langen Kette. Häufig besitzen die Monomere eine Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung. Diese wird geöffnet, sodass neue Einfachbindungen zwischen den Monomeren entstehen.
Bei der radikalischen Polymerisation werden drei Schritte unterschieden:
- Startreaktion: Ein Initiator bildet Radikale.
- Kettenwachstum: Monomere lagern sich nacheinander an das aktive Kettenende an.
- Kettenabbruch: Zwei aktive Kettenenden reagieren miteinander oder werden auf andere Weise beendet.
Kleine Nebenprodukte werden bei dieser Kettenreaktion normalerweise nicht abgespalten.
Polykondensation
Bei einer Polykondensation reagieren Moleküle mit mindestens zwei reaktionsfähigen Gruppen schrittweise miteinander. Dabei werden kleine Moleküle abgespalten, zum Beispiel Wasser, Methanol oder Chlorwasserstoff.
Wichtige Produktgruppen sind:
- Polyester aus Monomeren mit Hydroxy- und Carboxygruppen,
- Polyamide aus Monomeren mit Amino- und Carboxygruppen.

Die Abbildung zeigt vereinfacht die Bildung eines Polyamids aus einer Dicarbonsäure und einem Diamin.

Bei der Bildung von Nylon 6,6 entstehen viele Amidbindungen. Die Monomere müssen an beiden Enden reagieren können, damit lange Ketten entstehen.
Polyaddition
Bei einer Polyaddition reagieren ebenfalls bifunktionelle oder mehrfunktionelle Monomere schrittweise. Im Unterschied zur Polykondensation wird dabei kein kleines Molekül abgespalten.
Ein wichtiges Beispiel ist die Bildung von Polyurethanen aus Isocyanaten und Verbindungen mit Hydroxygruppen. Je nach Art und Anzahl der reaktionsfähigen Gruppen können weiche Schäume, elastische Werkstoffe oder stark vernetzte Materialien entstehen.
Vergleich der Bildungsreaktionen
| Reaktionstyp | Wachstum | Typische Voraussetzung | Kleines Nebenprodukt | Beispiel |
|---|---|---|---|---|
| Polymerisation | Kettenreaktion | häufig Doppelbindung | nein | Polyethylen |
| Polykondensation | schrittweise | mindestens zwei funktionelle Gruppen | ja | Polyester oder Polyamid |
| Polyaddition | schrittweise | mindestens zwei passende funktionelle Gruppen | nein | Polyurethan |
Die Begriffe beschreiben unterschiedliche Wege zum Makromolekül. Entscheidend ist nicht nur das Produkt, sondern auch der Reaktionsablauf.
Beispiele wichtiger Polymere
Polyethylen
Polyethylen besteht aus Kohlenstoff- und Wasserstoffatomen. Es wird aus Ethen hergestellt. Je nach Herstellungsbedingungen entstehen unterschiedliche Kettenstrukturen. Diese beeinflussen Dichte, Festigkeit und Verformbarkeit.
PE wird unter anderem für Folien, Behälter, Rohre und Kabelisolierungen verwendet.
Polyethylenterephthalat
PET ist ein Polyester. Es kann für Getränkeflaschen, Folien und Textilfasern eingesetzt werden.


Das Kugel-Stab-Modell verdeutlicht, dass Polymerketten räumliche Moleküle sind. Strukturformeln bilden Bindungen übersichtlich ab, während Molekülmodelle die räumliche Anordnung betonen.

Polyamide
Polyamide enthalten regelmäßig wiederkehrende Amidgruppen. Nylon ist ein bekanntes Polyamid. Polyamide werden beispielsweise für Textilfasern, Seile, Zahnräder und technische Bauteile genutzt.
Wasserstoffbrücken zwischen Amidgruppen können die Anziehung zwischen benachbarten Ketten verstärken. Dies trägt zu typischen Festigkeitseigenschaften vieler Polyamide bei.
Polymere in Verbundwerkstoffen
Polymere können mit Glasfasern, Kohlenstofffasern oder mineralischen Füllstoffen kombiniert werden. Es entstehen Verbundwerkstoffe mit gezielt veränderten Eigenschaften.
Solche Materialkombinationen können sehr stabil sein. Ihre Trennung und ihr Recycling sind jedoch oft schwieriger als bei sortenreinen Thermoplasten.
Zusatzstoffe
Reine Polymere besitzen nicht immer alle gewünschten Eigenschaften. Deshalb werden Kunststoffen häufig Zusatzstoffe beigemischt.
- Weichmacher erhöhen die Beweglichkeit von Ketten und können ein Material flexibler machen.
- Pigmente und Farbstoffe verändern die Farbe.
- Füllstoffe können Festigkeit, Dichte oder Preis beeinflussen.
- Stabilisatoren schützen beispielsweise vor Licht, Sauerstoff oder Wärme.
- Flammschutzmittel sollen die Entflammbarkeit verringern.
Zusatzstoffe müssen bei der Nutzung, Entsorgung und Wiederverwertung berücksichtigt werden. Ein gleiches Grundpolymer kann durch verschiedene Zusätze sehr unterschiedliche Eigenschaften besitzen.
Kunststoffe und Nachhaltigkeit
Nutzen und Probleme
Kunststoffe sind leicht, formbar, haltbar und häufig gute elektrische Isolatoren. Dadurch können sie Energie sparen, empfindliche Produkte schützen und technische Lösungen ermöglichen.
Probleme entstehen vor allem durch kurzlebige Produkte, hohen Rohstoffverbrauch, ungeeignete Entsorgung und schwer trennbare Materialmischungen. Gelangen Kunststoffabfälle in die Umwelt, können sie langsam in kleinere Teile zerfallen. Sehr kleine Kunststoffteilchen werden als Mikroplastik bezeichnet.
Vermeidung und Wiederverwendung
Eine sinnvolle Reihenfolge beginnt nicht beim Recycling:
- unnötige Produkte und Verpackungen vermeiden,
- langlebige Produkte auswählen,
- Gegenstände wiederverwenden oder reparieren,
- Materialien getrennt sammeln,
- geeignete Kunststoffe recyceln.
Die beste Lösung hängt vom gesamten Lebensweg eines Produkts ab. Ein leichter Kunststoff kann in einer Anwendung Vorteile besitzen, während ein unnötiges Einwegprodukt vermeidbaren Abfall erzeugt.
Werkstoffliches und chemisches Recycling
Beim werkstofflichen Recycling werden geeignete Kunststoffabfälle sortiert, gereinigt, zerkleinert und erneut verarbeitet. Dies funktioniert besonders gut bei möglichst sortenreinen Thermoplasten.
Beim chemischen Recycling werden Polymerketten chemisch oder thermisch in kleinere Moleküle zerlegt. Daraus können erneut Rohstoffe entstehen. Solche Verfahren benötigen jedoch Energie und sind nicht für jedes Material gleich gut geeignet.
Die Kennzeichnung eines Kunststoffs kann beim Sortieren helfen. Sie bedeutet nicht automatisch, dass der Gegenstand überall tatsächlich recycelt wird.


Sicher experimentieren
Unbekannte Kunststoffe sollen im Unterricht nicht verbrannt werden. Beim Erhitzen oder Verbrennen können reizende oder giftige Stoffe entstehen.
Geeignete Schulversuche sind zum Beispiel:
- Vergleich der Verformbarkeit ausgewählter, bekannter Kunststoffproben nach Anleitung,
- Untersuchung von Dichte und Schwimmverhalten in geeigneten Flüssigkeiten,
- Herstellung eines einfachen Biopolymerfilms aus Stärke,
- Modellbau für lineare, verzweigte und vernetzte Polymerketten.
Die Auswertung muss berücksichtigen, dass Zusatzstoffe die beobachteten Eigenschaften verändern können.
Zusammenfassung
Ein Polymer ist ein Stoff aus Makromolekülen. Diese entstehen aus vielen Monomeren. Kettenlänge, Verzweigung, Vernetzung und zwischenmolekulare Kräfte bestimmen die Eigenschaften.
Thermoplaste sind beim Erwärmen verformbar, Elastomere elastisch und Duroplaste engmaschig vernetzt. Polymere können durch Polymerisation, Polykondensation oder Polyaddition entstehen.
Für einen verantwortungsvollen Umgang mit Kunststoffen sind Materialwahl, lange Nutzung, Wiederverwendung, getrennte Sammlung und geeignete Recyclingverfahren wichtig.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist ein Polymer? (Ein Stoff aus Makromolekülen) (!Ein einzelnes Metallatom) (!Ein Gemisch aus Salzen) (!Ein kleines Edelgasmolekül)
Wie heißt ein Ausgangsmolekül für die Bildung eines Polymers? (Monomer) (!Katalysator) (!Isotop) (!Elektrolyt)
Welche Kunststoffklasse wird beim Erwärmen meist verformbar? (Thermoplast) (!Duroplast) (!Elastomer) (!Keramik)
Welche Struktur ist typisch für Duroplaste? (Engmaschige Vernetzung) (!Völlig freie Einzelatome) (!Nur kurze Ionenketten) (!Unvernetzte Metallgitter)
Was wird bei einer Polykondensation häufig abgespalten? (Ein kleines Molekül) (!Ein Metallblock) (!Ein Atomkern) (!Ein Elektronengas)
Was unterscheidet die Polyaddition von der Polykondensation? (Es wird kein kleines Molekül abgespalten) (!Es entstehen keine Bindungen) (!Es werden nur Metalle verwendet) (!Das Produkt besteht aus einzelnen Atomen)
Welche Eigenschaft ist typisch für Elastomere? (Sie kehren nach einer Dehnung weitgehend in ihre Form zurück) (!Sie schmelzen bei jeder Berührung) (!Sie bestehen nur aus Ionen) (!Sie sind immer spröde wie Glas)
Welches Polymer ist ein Polyester? (PET) (!PE) (!PP) (!Naturkautschuk)
Warum sind sortenreine Thermoplaste für das Recycling günstig? (Sie können häufig erneut aufgeschmolzen und geformt werden) (!Sie bestehen vollständig aus Metallen) (!Sie lösen sich immer in Wasser) (!Sie zerfallen sofort zu Sauerstoff)
Welche Aussage zur Struktur-Eigenschafts-Beziehung ist richtig? (Stärkere Vernetzung verringert die Beweglichkeit der Ketten) (!Stärkere Vernetzung erzeugt freie Monomere) (!Alle Polymere besitzen identische Eigenschaften) (!Die Kettenstruktur beeinflusst das Material nicht)
Memory
| Monomer | Ausgangsmolekül einer Polymerbildung |
| Makromolekül | Sehr großes Molekül |
| Thermoplast | Beim Erwärmen verformbarer Kunststoff |
| Elastomer | Weitmaschig vernetzter elastischer Kunststoff |
| Duroplast | Engmaschig vernetzter harter Kunststoff |
| Polykondensation | Stufenreaktion mit Abspaltung kleiner Moleküle |
| Polyaddition | Stufenreaktion ohne Abspaltung kleiner Moleküle |
| Polymerisation | Kettenreaktion vieler Monomere |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Thermoplast | unvernetzte oder verzweigte Ketten |
| Elastomer | weitmaschige Vernetzung |
| Duroplast | engmaschige Vernetzung |
| Polykondensation | Bildung eines kleinen Nebenprodukts |
| Polyaddition | schrittweises Wachstum ohne kleines Nebenprodukt |
Kreuzworträtsel
| Monomer | Wie heißt ein Ausgangsmolekül für eine Polymerbildung? |
| Polymer | Wie heißt ein Stoff aus Makromolekülen? |
| Thermoplast | Welche Kunststoffklasse wird beim Erwärmen verformbar? |
| Elastomer | Welche Kunststoffklasse ist weitmaschig vernetzt und elastisch? |
| Duroplast | Welche Kunststoffklasse ist engmaschig vernetzt? |
| Vernetzung | Wie heißen chemische Verbindungen zwischen Polymerketten? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Polymere im Alltag: Fotografiere oder zeichne vier Gegenstände aus Kunststoff und beschreibe ihre Nutzung.
- Recyclingcodes: Suche an Verpackungen drei verschiedene Kunststoffkennzeichnungen und dokumentiere Deine Funde.
- Kettenmodell: Baue aus Papierclips oder Perlen ein Modell für ein Monomer und eine Polymerkette.
- Naturpolymere: Erstelle ein Lernplakat zu Cellulose, Stärke, Proteinen oder Naturkautschuk.
Standard
- Kunststoffklassen: Entwickle einen Versuch oder ein Modell, das Thermoplaste, Elastomere und Duroplaste unterscheidet.
- Struktur und Eigenschaft: Erkläre an zwei Produkten, warum ihre Polymerstruktur zur jeweiligen Nutzung passt.
- Polymerreaktionen: Gestalte eine Vergleichsgrafik zu Polymerisation, Polykondensation und Polyaddition.
- Produktanalyse: Untersuche ein Kunststoffprodukt hinsichtlich Material, Zusatzstoffen, Lebensdauer und Entsorgung.
Schwer
- Stärkefolie: Stelle nach einer geprüften Schulanleitung einen einfachen Stärkefilm her und untersuche den Einfluss eines Weichmachers.
- Kreislaufwirtschaft: Entwickle ein Konzept, wie Deine Schule Kunststoffabfälle vermeiden und besser trennen kann.
- Experteninterview: Befrage einen Recyclingbetrieb, eine kommunale Abfallberatung oder eine Materialwissenschaftlerin zu Kunststoffkreisläufen.
- Ökobilanz: Vergleiche zwei Verpackungsalternativen und begründe, welche Informationen für eine faire Umweltbewertung nötig sind.


Lernkontrolle
- Materialauswahl: Wähle für eine wiederverwendbare Trinkflasche ein geeignetes Polymer oder einen anderen Werkstoff aus und begründe Deine Entscheidung anhand von mindestens vier Eigenschaften.
- Fehleranalyse: Eine Person behauptet, jeder Kunststoff mit Recyclingcode werde vollständig recycelt. Erkläre, warum diese Aussage zu einfach ist.
- Strukturmodell: Leite aus drei unbekannten Kettenmodellen ab, ob eher ein Thermoplast, Elastomer oder Duroplast dargestellt ist.
- Reaktionsvergleich: Entscheide für drei vorgegebene Monomerpaare, ob eine Polymerisation, Polyaddition oder Polykondensation plausibel ist, und begründe Deine Zuordnung.
- Alltagsproblem: Erkläre, warum ein Gummiband elastisch ist, ein PET-Flaschenrohling beim Erwärmen geformt werden kann und ein ausgehärtetes Epoxidharz nicht schmilzt.
- Nachhaltigkeitsurteil: Bewerte die Aussage „Kunststoff ist grundsätzlich schlecht“ mithilfe von Nutzen, Lebensdauer, Rohstoffbedarf, Entsorgung und Recyclingfähigkeit.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du
- die Begriffe Monomer, Makromolekül und Polymer sicher verwendest,
- Strukturformeln mit Wiederholungseinheiten lesen kannst,
- Polymerisation, Polyaddition und Polykondensation vergleichst,
- Thermoplaste, Elastomere und Duroplaste aus ihrer Vernetzung ableitest,
- Struktur-Eigenschafts-Beziehungen an Beispielen erklärst,
- Recyclingmöglichkeiten und ihre Grenzen beurteilst,
- ein eigenes Modell, Experiment, Lernprodukt oder eine begründete Materialanalyse präsentierst.
Fachliche Quellen und Vertiefung
- IUPAC Gold Book: Polymer
- IUPAC Gold Book: Monomer molecule
- IUPAC: Classification of polymerization reactions
- Umweltbundesamt: Abfall und Ressourcen
- Wikimedia Commons: freie Medien
OERs zum Thema
Verknüpfte Lernbereiche
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