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Lasurtechnik - Kunst

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Lasurtechnik - Kunst




Lasurtechnik - Kunst


Einleitung

Die Lasurtechnik ist eine Malweise mit dünnen, durchscheinenden Farbschichten. Die untere Farbe oder das weiße Papier bleiben sichtbar. Dadurch entstehen leuchtende Farben, neue Farbmischungen und räumliche Wirkungen.

Du kannst die Technik besonders gut mit Aquarellfarbe erproben. Wichtig ist: Eine Schicht muss trocknen, bevor die nächste darüberkommt.


Das Prinzip der Lasur

Eine Lasur ist transparent oder halbtransparent. Licht fällt durch die Farbschichten, wird vom hellen Malgrund zurückgeworfen und lässt das Bild leuchten.

  1. Gleicher Farbton: Mehrere Schichten machen die Fläche dunkler und kräftiger.
  2. Verschiedene Farbtöne: Überlagerungen erzeugen neue Farbwirkungen.
  3. Trocknung: Nur auf einer trockenen Schicht bleiben Kanten und Farben kontrollierbar.


Material für die Schule

Du brauchst Aquarellpapier, einen weichen Pinsel, Aquarellfarben, zwei Wassergefäße, ein Tuch und eine Mischpalette.

Aquarellfarbe besteht im Wesentlichen aus Pigment, Bindemittel und Wasser. Häufig dient Gummi arabicum als Bindemittel.


So arbeitest Du

  1. Vorzeichnung: Zeichne das Motiv sehr leicht vor.
  2. Grundlasur: Trage eine helle, wässrige Farbe auf.
  3. Trocknen: Warte, bis die Fläche vollständig trocken ist.
  4. Überlagerung: Lege eine zweite transparente Schicht darüber.
  5. Vertiefung: Wiederhole den Vorgang für Schatten, Raum und Kontraste.


Tonwerte und Farbmischung

Der Tonwert beschreibt, wie hell oder dunkel eine Farbe wirkt. Mehrere Lasuren desselben Farbtons bilden eine Tonwertreihe. Überlagerst Du Gelb und Blau, kann eine grüne Wirkung entstehen. Die Farben mischen sich dabei optisch auf dem Papier.


Lasur, Lavur und Nass-in-Nass

Beim Lasieren kommt dünne Farbe auf einen trockenen Untergrund. Beim Lavieren entsteht ein fließender Verlauf. Bei der Nass-in-Nass-Technik wird in feuchte Farbe gemalt; die Ränder verlaufen stärker.


Bildwirkung und Kunstgeschichte

Lasuren können Tiefe, Licht, Schatten und feine Farbübergänge erzeugen. Sie werden in der Aquarellmalerei, Tempera und Ölmalerei verwendet. In der Schule eignet sich Aquarell besonders gut für sichere und schnelle Versuche.

Auch in der Ölmalerei wurden viele dünne Farbschichten eingesetzt, um Stofflichkeit, Glanz und räumliche Tiefe aufzubauen.


Häufige Fehler

  1. Zu viel Farbe: Die Schicht wird deckend statt transparent.
  2. Zu frühes Übermalen: Farben verlaufen oder lösen sich an.
  3. Schmutziges Wasser: Die Farbtöne wirken grau und trüb.
  4. Zu viele Pinselzüge: Die untere Schicht kann wieder angelöst werden.
  5. Zu dunkler Beginn: Helle Stellen lassen sich schwer zurückholen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was kennzeichnet eine Lasur? (Eine dünne durchscheinende Farbschicht) (!Eine dicke vollständig deckende Farbschicht) (!Eine eingeritzte Linie im Papier) (!Eine nur mit Bleistift gezeichnete Fläche)




Wann wird die nächste Lasurschicht aufgetragen? (Wenn die vorherige Schicht trocken ist) (!Wenn die vorherige Schicht noch tropft) (!Bevor die erste Farbe das Papier berührt) (!Erst nach dem Zerschneiden des Bildes)




Was entsteht durch mehrere Lasuren desselben Farbtons? (Eine dunklere und kräftigere Wirkung) (!Eine vollständig weiße Fläche) (!Eine eingeritzte Papierstruktur) (!Eine farblose Oberfläche)




Was kann beim Überlagern verschiedener transparenter Farben entstehen? (Eine neue Farbwirkung) (!Ein Loch im Papier) (!Eine metallische Oberfläche) (!Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung)




Welches Material eignet sich besonders gut für schulische Lasurübungen? (Aquarellfarbe) (!Kreidestaub ohne Bindemittel) (!Trockener Sand) (!Unverdünnter Holzleim)




Warum sollte das Malwasser sauber sein? (Damit die Farben klar bleiben) (!Damit das Papier dicker wird) (!Damit der Pinsel härter wird) (!Damit die Farbe schneller gefriert)




Welche Aufgabe hat der helle Malgrund bei einer Lasur? (Er reflektiert Licht durch die Farbschichten) (!Er verdeckt alle Farben) (!Er löst die Pigmente vollständig auf) (!Er verhindert jede Farbmischung)




Was unterscheidet Lasieren von Nass-in-Nass? (Lasuren werden auf trockene Schichten gelegt) (!Lasuren werden nur mit Bleistift gezeichnet) (!Lasuren benötigen immer feuchtes Papier) (!Lasuren entstehen ohne Farbe)




Welches Werkzeug wird meist zum Auftragen einer Lasur benutzt? (Ein weicher Pinsel) (!Ein Zirkel) (!Eine Schere) (!Ein Radiergummi)




Welche Bildwirkung kann durch Lasuren verstärkt werden? (Tiefe und Leuchtkraft) (!Papiergeräusche) (!Gewicht des Bilderrahmens) (!Härte des Bleistifts)





Memory

Lasur transparente Farbschicht
Trocknungszeit Pause zwischen zwei Aufträgen
Pigment farbgebender Bestandteil
Malgrund Papier oder Leinwand
Tonwert Helligkeit einer Farbe
Überlagerung neue optische Farbwirkung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Arbeitsschritt
Vorzeichnung Motiv leicht anlegen
Grundlasur erste helle Farbschicht
Trocknung vollständig warten
Überlagerung weitere transparente Farbe auftragen
Vertiefung Schatten und Kontraste verstärken






Kreuzworträtsel

Lasur Wie heißt eine dünne durchscheinende Farbschicht?
Transparenz Welche Eigenschaft lässt den Untergrund durchscheinen?
Trocknung Was muss vor der nächsten Farbschicht abgeschlossen sein?
Pigment Wie heißt der farbgebende Bestandteil einer Malfarbe?
Aquarell Welche Maltechnik eignet sich besonders für Lasurübungen?
Schichten Woraus wird eine Lasurmalerei Schritt für Schritt aufgebaut?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine Lasur ist eine dünne und

Farbschicht. Die nächste Schicht wird erst nach der

aufgetragen. Der helle

reflektiert Licht durch die Farbe. Mehrere Schichten desselben Farbtons verändern den

. Verschiedene Farbtöne erzeugen durch Überlagerung eine neue

. Der farbgebende Bestandteil heißt

. Beim Lasieren wird meist ein weicher

verwendet. Zu viele Pinselzüge können eine untere Schicht wieder

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Lasurstreifen: Male fünf Streifen derselben Farbe übereinander und beobachte die Tonwerte.
  2. Farbfenster: Überlagere je zwei transparente Grundfarben und beschrifte die entstehenden Farbtöne.
  3. Materialtest: Vergleiche Lasuren auf Kopierpapier und Aquarellpapier.
  4. Fehlerdetektiv: Erstelle Beispiele für zu nasse, zu dicke und gelungene Lasuren.


Standard

  1. Lasurkreis: Gestalte ein Bild nur aus überlappenden Kreisen und transparenten Farben.
  2. Licht und Schatten: Male einen einfachen Gegenstand mit mindestens vier Tonwertstufen.
  3. Naturstudie: Übertrage ein Blatt, eine Frucht oder eine Muschel in Lasurtechnik.
  4. Technikvergleich: Male dasselbe Motiv einmal lasierend und einmal nass in nass.


Schwer

  1. Farbplanung: Entwickle vor dem Malen einen Schichtenplan für ein mehrfarbiges Bild.
  2. Kunstvergleich: Untersuche ein Aquarell von William Turner auf transparente Schichten und Lichtwirkung.
  3. Erklärvideo: Produziere ein kurzes Lernvideo über den Aufbau einer Lasur.
  4. Ausstellung: Plant als Gruppe eine kleine Ausstellung mit Arbeitsproben, Fehlerbeispielen und fertigen Bildern.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Materialentscheidung: Begründe, warum Aquarellpapier für mehrere Lasurschichten besser geeignet sein kann als dünnes Kopierpapier.
  2. Fehleranalyse: Eine zweite Schicht löst die erste an. Erkläre zwei mögliche Ursachen und passende Lösungen.
  3. Farbwirkung: Plane mit Gelb, Rot und Blau eine Folge von Lasuren, die mindestens zwei neue Mischwirkungen erzeugt.
  4. Techniktransfer: Beschreibe, wie Du durch Lasuren eine Kugel räumlich wirken lässt, ohne schwarze Farbe zu verwenden.
  5. Bildvergleich: Vergleiche Lasur und Nass-in-Nass hinsichtlich Kontrolle, Kanten und Stimmung.
  6. Gestaltungsentscheidung: Entscheide, ob sich Lasurtechnik für Nebel, Glas oder eine deckende Plakatfläche eignet, und begründe Deine Auswahl.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. die Lasurtechnik verständlich erklären kannst,
  2. mehrere transparente Schichten sauber aufbaust,
  3. Trocknungszeiten einhältst,
  4. Tonwerte und Farbmischungen gezielt planst,
  5. Fehler erkennst und verbesserst,
  6. Deine gestalterischen Entscheidungen begründest,
  7. ein eigenes Bild und Arbeitsproben dokumentierst.




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