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Schuss- und Aufbauereignisse mit passenden Bezugsgrößen vergleichen - Fußballtraining

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Schuss- und Aufbauereignisse mit passenden Bezugsgrößen vergleichen - Fußballtraining

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Einleitung

Ein Fußballfeld als gemeinsame Raumkarte für Schuss- und Aufbauereignisse
Ein Fußballfeld als gemeinsame Raumkarte für Schuss- und Aufbauereignisse

Medienquelle und Rechte: Wikimedia Commons, Soccer field - empty.svg, Nuno Tavares, CC BY-SA 2.5. Lernauftrag: Markiere auf einer Kopie die Startzone eines Aufbaus, eine Überspiel-Linie und die Schusszone; begründe, warum die Zonen vor dem Zählen feststehen müssen.

Wie vergleichst du zwei Fußballtrainings fair, wenn ein Team mehr Schüsse, das andere aber weniger Spielzeit oder schwierigere Gegner hat? Dieser Kurs für Trainerinnen und Trainer, Analystinnen und Analysten sowie Fußballschulleitungen trennt Ereignis, Versuch, Gelegenheit, Spielphase und Gegnerkontext. Du lernst, Rohzahlen durch sinnvolle Bezugsgrößen zu ergänzen, Datenlücken offen zu kennzeichnen und daraus flexible, sichere Trainingseingriffe zu entwickeln. Alle im Kurs erfundenen Teams, Spielereignisse, Tabellenzahlen und Fallbeispiele sind synthetische Lehrmodelle; sie sind keine Messwerte oder verbindlichen Trainingsnormen.

Lernweg: erst Beobachtungen einheitlich definieren, dann Quoten und Zeitraten berechnen, darauf taktische Entscheidungen mit Gegenmaßnahmen prüfen und schließlich im freien Spiel überprüfen. Gute Spielanalyse beschreibt, bevor sie bewertet; eine Quote allein beweist keine Ursache.


Ereignisse sauber definieren und vergleichen


Was ist überhaupt ein Ereignis?

Ein Schussereignis ist für dieses didaktische Kodierschema ein erkennbarer, absichtlicher Abschlussversuch in Richtung Tor, auch wenn er geblockt wird oder vorbeigeht. Ein Pass in die Schusszone ist noch kein Schuss. Schuss aufs Tor ist hier ein Schuss, der ohne Eingriff eines Abwehrspielers oder Torhüters voraussichtlich ins Tor gelangt wäre; lege für geblockte Versuche eine eigene Kennzeichnung fest. Tor ist das regelkonforme Ergebnis. Die Zählregeln sind ausdrücklich lokale Arbeitsdefinitionen, keine offiziellen IFAB-Statistikdefinitionen.

Ein Aufbauversuch beginnt hier mit einer kontrollierten eigenen Ballbesitzsequenz aus einer zuvor markierten Startzone, etwa nach einem kurzen Torwartzuspiel oder Rückpass. Aufbaufortschritt liegt erst vor, wenn ein Mitspieler den Ball kontrolliert hinter einer definierten Progressionslinie annimmt oder kontrolliert hinüberführt. Ballbesitz im Mittelfeld ohne Startzone zählt nicht automatisch als neuer Aufbauversuch. Eine zweite Verlagerung innerhalb derselben Sequenz erzeugt keinen neuen Nenner. Das verhindert künstlich aufgeblähte Erfolgszahlen.

Eigene Kodierkarte A – Ereignisse und Grenzen (selbst erstelltes Lehrmodell)
Beobachtung Beginn Erfolg bzw. Ausgang Nicht mitzählen
Aufbauversuch Kontrollierter Ballbesitz in Startzone Linie kontrolliert überspielt, Ballverlust oder Abbruch Bloßer Einwurf im Angriffsdrittel
Schussversuch Sichtbare Abschlussabsicht Tor, gehalten, geblockt oder vorbei Hereingabe ohne Abschlussabsicht
Ballverlust im Aufbau Kontrollierter Aufbau geht an Gegner Verlustzone und Gegnerdruck codieren Unklarer oder verdeckter Ballkontakt
Anschlusschance Nach Aufbau kann Angriff in Abschlusszone entstehen Schuss oder kein Schuss in Zeitfenster Automatisch mit Tor gleichsetzen

Lernauftrag zur eigenen Tabelle: Codiert gemeinsam fünf erfundene Ballfolgen und formuliert bei jeder Streitstelle eine überprüfbare Entscheidungsregel.


Spielphasen, Zeitfenster und Gelegenheiten

Unterscheide eigener Ballbesitz, gegnerischer Ballbesitz, Umschalten nach Ballgewinn und Umschalten nach Ballverlust. Notiere die beobachtete Zeit, die tatsächliche Ball-im-Spiel-Zeit und – soweit bestimmbar – die Dauer eigener Ballbesitzphasen getrennt. Ein bewusst festgelegtes Fünf-Sekunden-Fenster nach Ballverlust kann den ersten Gegenpressingversuch erfassen; es ist nur eine anpassbare Beobachtungsdefinition, keine Empfehlung zu maximaler Belastung. Für den Vergleich von Aufbauversuchen braucht es eher Aufbaugelegenheiten als beliebige Gesamtminuten.

Spielpositionen als Orientierung – keine Vorschrift für ein bestimmtes System
Spielpositionen als Orientierung – keine Vorschrift für ein bestimmtes System

Medienquelle und Rechte: Wikimedia Commons, Football positions.svg, Badseed unter Verwendung von Vorarbeiten anderer Mitwirkender, CC BY-SA 4.0 als angebotene Lizenz. Lernauftrag: Benenne mit der Skizze mögliche Start- und Zielräume, ohne eine Anordnung als allgemein beste Formation auszugeben.


Beobachtungsbogen und Datenlücken

Erfasse minimal: künstliche Ereignis-ID, Spielphase, Fensterbeginn und -ende, angreifendes Team, Versuchstyp, Ergebnis, Start- und Zielzone, Gegnerdruck (hoch, mittel, tief nach vorab festgelegter Regel), Spielerzahl-Verhältnis, Feld- und Torvariante sowie Beobachtbarkeit. Markiere unbekannt statt Ereignisse zu erfinden. Zwei Beobachtende codieren zunächst denselben kurzen Abschnitt unabhängig und besprechen Abweichungen. Gib stets an, wie viele Folgen wegen Verdeckung oder fehlender Aufzeichnung nicht klassifiziert werden konnten. Keine realen Kinder- oder Personennamen in den Beispieldaten.


Rohzahlen, Quoten und sinnvolle Bezugsgrößen


Drei verschiedene Nenner

Rohzahl beantwortet: Wie oft? Quote beantwortet: Wie viel von den passenden Versuchen? Rate beantwortet: Wie oft je vergleichbarer Zeit oder Gelegenheit? Berechne zum Beispiel Aufbau-Erfolgsquote = erfolgreiche Aufbauversuche / alle eindeutig beurteilbaren Aufbauversuche; Schuss-auf-Tor-Quote = Schüsse aufs Tor / alle beurteilbaren Schussversuche; Torquote = Tore / Schussversuche. Schussrate je zehn Netto-Spielminuten = Schussversuche / tatsächliche Ball-im-Spiel-Minuten mal zehn. Der Wert ist keine Gütezahl für die Qualität jeder Chance. Für unvollständige Beobachtungen nenne zusätzlich ausgeschlossene Fälle.

Synthetisches Rechenbeispiel – zwei gleich lange Beobachtungsblöcke, aber unterschiedliche Nettozeit und Gegnerdruck
Größe Rot (mittlerer Druck) Blau (hoher Druck)
Beobachtungszeit 12 min 12 min
Netto-Spielzeit 9 min 8 min
Eigene Ballbesitzphasen 20 18
Beurteilbare Aufbauversuche 14 10
Kontrollierte Progressionen 7 7
Schussversuche 6 5
Schüsse aufs Tor 3 3
Tore 2 1
Nicht beurteilbare Aufbaufolgen 2 1

Rot erzielt 7/14 = 50 % Fortschritt im Aufbau, Blau 7/10 = 70 %. Rot hat 6/9 mal 10 = 6,67 Schussversuche je zehn Netto-Spielminuten, Blau 5/8 mal 10 = 6,25. Die Torquoten lauten 2/6 = 33,3 % und 1/5 = 20 %. Beide Teams haben 3 Schüsse aufs Tor; der bloße Gleichstand verschweigt ungleiche Versuche. Die ausgeschlossenen Aufbaufolgen bleiben sichtbar; sie sind keine Misserfolge. Bei kleinen Fallzahlen, unterschiedlichen Gegnern und verschiedenartigen Torchancen lässt sich daraus weder ein sicherer Qualitätsrang noch eine Wirkung des Trainings ableiten.

Tor und Torschusszone: ein Treffer ist nur ein möglicher Abschlussausgang
Tor und Torschusszone: ein Treffer ist nur ein möglicher Abschlussausgang

Medienquelle und Rechte: Wikimedia Commons, Tor im Trainingsfeld, Santeri Viinamäki, CC BY-SA 4.0. Lernauftrag: Entwickle zwei Beispiele, bei denen dieselbe Schusszahl sehr unterschiedliche Chancenqualität bedeutet; prüfe vor jeder Praxis die feste Verankerung der Tore.


Vergleichsmatrix statt Scheinsicherheit

Welcher Nenner passt zu welcher Frage?
Frage Zähler Passender Nenner Warnung
Wie oft entsteht ein Abschluss? Schüsse Netto-Spielminuten oder eigene Ballbesitzphasen Spielphasen und Feldgröße vergleichen
Wie oft wird ein Aufbau überwunden? Kontrollierte Progressionen Beurteilbare Aufbauversuche Startzone, Linie und Pressinghöhe konstant halten
Wie oft trifft ein Versuch das Tor? Schüsse aufs Tor Beurteilbare Schüsse Block- und Abprallerdefinition dokumentieren
Wie oft endet ein Schuss im Tor? Tore Schüsse Distanz, Druck, Winkel und Gegnerqualität beachten
Wie gut reagieren wir auf Verluste? Kontrollierte Rückgewinne Beobachtbare eigene Ballverluste Festes Nachverlustfenster und Restverteidigung beachten

Prüfe immer, ob der Nenner null ist: Eine Quote kann dann nicht berechnet werden und wird als „nicht bestimmbar“ ausgewiesen, nicht als null Prozent. Berichte bei wenigen Versuchen die Brüche neben Prozentzahlen. Für Entwicklungsvergleiche eignen sich wiederholte, ähnlich codierte Spielphasen besser als ein isolierter Trainingsdurchgang. Die UEFA kombiniert Beobachterwissen mit Daten; die hier verwendeten Beispiele sind jedoch eine eigenständige didaktische Synthese, keine offizielle UEFA-Metrik.


Gegnerkontext, taktische Entscheidungen und Restverteidigung

Eigene Animation eines Abfang- statt Hinterherlaufwegs als Gesprächsanlass für Gegenpressing und Absicherung
Eigene Animation eines Abfang- statt Hinterherlaufwegs als Gesprächsanlass für Gegenpressing und Absicherung

Medienquelle und Rechte: Wikimedia Commons, Radiodromehkp.gif, Abrev, CC BY-SA 4.0. Lernauftrag: Diskutiere, warum ein günstiger Winkel für das Anlaufen entscheidend sein kann und welche Absicherung bei nicht erreichbarem Ball nötig ist. Dies ist nur ein geometrisches Erklärbild, kein Beleg für eine für alle Spielsituationen gültige Taktik.


Raum öffnen, Gegenspiel beachten

Illustration einer Seitenverlagerung im Angriff
Illustration einer Seitenverlagerung im Angriff

Medienquelle und Rechte: Wikimedia Commons, Switching sides, Nuno Tavares, Earthengine und Tom Scrivener, CC BY-SA 3.0. Lernauftrag: Wo kann ein Gegner die Verlagerung abfangen? Zeichne die Gegenbewegung der ballfernen Verteidigung ein.

Gegen hohes Pressing kann ein zusätzlicher kurzer Anspielwinkel helfen; wenn der Gegner die Mitte zustellt, kann ein kontrollierter diagonaler Ball hinter dessen erste Linie sinnvoller sein. Gegen einen mittleren Block kann die Besetzung von Zwischenräumen oder ein bewusstes Verlocken des Gegners nach außen neue Wege öffnen. Gegen einen tiefen Block können schnelle Dreiecke, eine Verlagerung oder ein Rückpass mit nachfolgendem erneuten Vorstoß erfolgversprechend sein. Welcher Weg richtig ist, hängt von Raum, Technik, Druck, Spielfeld, Mitspielerbeziehungen und Sicherheitsbalance ab; keine Formation ist universell überlegen.

Eigene beschriftete Taktikskizze B – Aufbau gegen hohes Anlaufen, links eigenes Tor, rechts Angriff (Lehrmodell, nicht maßstabsgetreu)
Zone Linker Korridor Mitte Rechter Korridor
Startzone A links bietet Breite TW → A zentral; Gegner P1 läuft an A rechts bietet Tiefe
Erste Drucklinie Gegner P2 schließt Passweg A zentral lockt P1; Sicherheitsoption zurück Gegner P3 sperrt außen
Progressionslinie Plan A: A links → A vorne durch freie Lücke Plan B: TW → A rechts → diagonaler Pass Rest: A zentral + A hinten sichern Mitte
Nach Ballverlust Nächster Spieler verengt Passweg Rückraum sichern, kein blindes Herausrücken Ballferne Person schützt Diagonalball

Skizzenlegende: A = angreifendes Team, P = Pressingperson, TW = Torwart; Pfeile beschreiben Möglichkeiten, keine Pflichtlaufwege. Eigene Wikitext-Skizze für diesen Kurs. Lernauftrag: Ändere die Skizze, sobald P2 den linken Korridor freigibt oder die Mitte geschlossen bleibt.


Plan A, Gegenmaßnahme, Plan B

Schematische Kontersituation – bei jedem Ballverlust muss der Rückraum mitgedacht werden
Schematische Kontersituation – bei jedem Ballverlust muss der Rückraum mitgedacht werden

Medienquelle und Rechte: Wikimedia Commons, Counter-attack diagram, Nuno Tavares, Earthengine und Tom Scrivener (Tiresais), CC BY-SA 3.0. Lernauftrag: Identifiziere die erste zentrale Konterpasslinie und eine mögliche Restverteidigungsposition.

Eigenes Ablaufdiagramm C – Entscheidung nach kontrolliertem Aufbau
Beobachtung Aktion Gegnerreaktion Plan B und Absicherung
Torwart hat sicheren kurzen Winkel → Kurz eröffnen und Passdreieck herstellen → Gegner stellt Zentrum zu → Über freie Außenseite oder gesicherten Rückpass fortsetzen; zentrale Absicherung bleibt
Zwischenlinie kontrolliert erreicht → Vororientierung auf Abschlusszone → Gegner verdichtet Schusskorridor → Querpass, Rücklage oder erneuter Angriff; keine erzwungene Distanzschussserie
Ball geht verloren → Nächste Personen prüfen Zugriff → Erste Passlinie wird überspielt → Gegenpressing abbrechen, kollektiv zurückfallen und zentrale Tiefe sichern
Schuss geblockt → Zweiten Ball und Rückraum beobachten → Gegner startet Konter → Definierte Restverteidigung und ballferne Sicherung schließen zentrale Wege

Selbst erstelltes Ablaufdiagramm; Lernauftrag: Nenne zu jedem Plan A eine aktive gegnerische Gegenmaßnahme und begründe, wann der Plan B weniger Risiko erzeugt.

Die UEFA-Technikberichte 2026 betonen, dass Gegenpressing bereits durch die Restverteidigung im Ballbesitz vorbereitet wird. Wer nur Treffer und Schüsse misst, übersieht beispielsweise, ob beim letzten Pass genügend Menschen den zentralen Konterraum sichern. Unterscheide daher die Erfolgsquote eines Angriffs von seiner Risiko-Folge: Ein geblockter Schuss kann bei schlechter Staffelung einen gefährlichen Gegenangriff eröffnen. Sinnvolle Analyse fragt zugleich „Wie greifen wir an?“ und „Wie sind wir abgesichert, falls wir jetzt verlieren?“.


Drei anpassbare Spielformen zum Beobachten und Coachen

Alle folgenden Maße, Mannschaftsgrößen, Zeiten, Altersbeispiele und Kodierfenster sind frei anpassbare Lehrmodelle, keine Normen oder Belastungsziele. Passe sie an Entwicklungsstand, Feld, Torsicherheit, Pausen, Betreuung, lokalen Spielbetrieb und verfügbare Personen an. Die Spielformen sind eigenständig für den Vergleich von Ereignissen gestaltet und keine Kopien einer DFB-, UEFA- oder FIFA-Einheit.


Spielform 1: Aufbau-Fenster mit Pressingwechsel

Ziel: Eindeutige Aufbauversuche zählen, gegen unterschiedliche Pressinghöhen passende Lösungen finden. Alter/Niveau: beispielhaft ältere Kinder, Jugend oder Erwachsene mit angepassten technischen Regeln. Organisation: Lehrmodell 4 Feldspielende plus Torwart gegen 3 Anlaufende; Feld beispielsweise 32 mal 24 Meter, eine klar markierte Progressionslinie und seitliche Sicherheitszonen; als Beispiel vier kurze Blöcke von je drei Minuten mit bedarfsgerechten Pausen. Ablauf: Jede kontrollierte Eröffnung aus der Startzone zählt als neuer Versuch. Das ballbesitzende Team möchte die Linie kontrolliert überspielen; nach Ballgewinn kann die Pressinggruppe auf zwei gesicherte Minitore kontern. Variiere die gegnerische Startposition zwischen hoch und mittel, ohne zugleich weitere Variablen zu ändern. Coachingfragen: Welcher Passweg ist wirklich offen? Wann lenkt der Gegner dich absichtlich außen? Wer sichert bei Ballverlust die Mitte? Variation: zunächst eine neutrale seitliche Anspielstation, später Gleichzahl; bei Überforderung mehr Raum oder weniger Druck. Beobachtbare Kriterien: Versuche, Progressionen, Abbrüche, unklare Folgen, Nettozeit, Pressinghöhe und Konter nach Aufbauverlust. Grenzen: Überzahl und kleine Felder bilden das elf-gegen-elf nicht vollständig ab; gleiche Quote bei verschiedenem Gegnerdruck ist nicht automatisch gleiches Können. Aktive Gegenmaßnahme und Plan B: Ein Verteidiger stellt den Rückpass zu; das angreifende Team öffnet einen neuen Winkel oder nutzt kontrolliert die andere Seite. Zentraler Rückraum bleibt geschützt.


Spielform 2: Abschlussfenster unter Entscheidungsdruck

Ziel: Schussgelegenheiten von tatsächlichen Schüssen und Toren unterscheiden; Abschlussentscheidung unter Gegnerdruck verbessern. Alter/Niveau: beispielhaft Jugend und Erwachsene, bei jüngeren Kindern kleinere sichere Felder und vereinfachte Wertung. Organisation: Lehrmodell 3 Angreifende gegen 2 Verteidigende plus Torwart auf einem gesicherten Tor; 28 mal 24 Meter als Ausgangspunkt, markierte Abschlusszone und Rückraumstation. Beispiel: vier drei-minütige Spielfenster mit variablen Pausen. Ablauf: Nach kontrolliertem Zuspiel wählen Angreifende Schuss, Rücklage oder Seitenwechsel. Verteidigende dürfen nach Gewinn auf ein gesichertes Konterziel spielen. Ereignisbogen trennt Gelegenheit, Schuss, Schuss aufs Tor, Tor, Block und anschließenden Konter. Coachingfragen: Ist der Schusskanal offen oder wäre eine Rücklage besser? Wie ändert eine verteidigende Person den Schusswinkel? Wer ist hinter dem Ball? Variation: wechselnder Startwinkel, Gleichzahl, zusätzlicher Verteidiger oder freies Spiel ohne Abschlussprämie. Beobachtbare Kriterien: Schüsse pro beurteilbarer Abschlussgelegenheit, pro Nettozeit, gegnerischer Druck, Sicherheit nach Ballverlust. Grenzen: Abschlussszenen im Kleinfeld verzerren Winkel und Distanzen; eine hohe Trefferquote bei geringer Gegenwehr überträgt sich nicht automatisch. Aktive Gegenmaßnahme und Plan B: Gegner blockt Zentrum; Angriff verlagert oder spielt zurück, statt einen Schuss zu erzwingen. Eine Person sichert die zentrale Konterlinie.


Spielform 3: Umschalt-Korridor mit freiem Transfer

Ziel: Den Übergang von Aufbau zu Schuss und die Absicherung nach Ballverlust gemeinsam beurteilen. Alter/Niveau: beispielhaft fortgeschrittene Jugend und Erwachsene; bei Kindern vereinfacht, ohne Zeitdruckvorgaben. Organisation: Lehrmodell 4 gegen 4 mit je zwei breiten Anspielpunkten auf einem etwa 35 mal 25 Meter großen Feld, zwei kippsicheren Toren und einer markierten Mittellinie; vier Blöcke von beispielhaft vier Minuten sind nur Planungsoption. Ablauf: Start aus eigenem Drittel; ein Punkt für kontrollierten Aufbaufortschritt, reguläres Tor als getrenntes Ereignis. Nach Ballverlust protokolliert die Beobachtung im frei gewählten Fünf-Sekunden-Kodierfenster, ob unmittelbarer Zugriff möglich war oder ein geordneter Rückzug nötig wurde. Im zweiten Durchgang entfallen alle Zusatzpunkte und das Spiel wird frei. Coachingfragen: Wer kann den ersten Gegenpass schließen? Wann ist Rückzug besser als Nachsetzen? Bleiben Aufbau- und Abschlussentscheidungen im freien Spiel erkennbar? Variation: Anspielpunkte entfernen, Tore versetzen, Gegner bewusst tief oder hoch verteidigen lassen. Beobachtbare Kriterien: Aufbauversuche, Progression, Schüsse, Konteranfälligkeit, Nettospielzeit, Drucklage und Veränderungen nach Wegfall der Punkte. Grenzen: Zusatzpunkte verändern Entscheidungen; Freispieltransfer ist daher als eigene Phase nötig. Aktive Gegenmaßnahme und Plan B: Gegner überspielt ersten Zugriff; Team schützt zentralen Raum, verlangsamt den Konter und ordnet Restverteidigung neu.


Passendes Medien-Coaching

Medienquelle und Rechte: DFB (Verband), Trainingsphilosophie Deutschland: Tipps für Spielformate bis zur D-Jugend, veröffentlicht 26.05.2025, urheberrechtlich geschütztes DFB-Video, hier nur per offizieller YouTube-Einbettung verlinkt; keine CC-Freigabe behauptet. Lernauftrag: Welche Spielbedingungen musst du vor einem fairen Quotenvergleich identisch halten? Notiere Unterschiede zwischen Kinder- und Jugendspielformen.

Medienquelle und Rechte: DFB (Verband), Trainingsphilosophie Deutschland: Hannes Wolf in Wolfsburg, veröffentlicht 02.05.2025, DFB-Urheberrechte; nur offizielle YouTube-Einbettung, keine freie Weiterverwertung. Lernauftrag: Formuliere einen kinderzentrierten Coachinghinweis und prüfe, ob er die Entscheidungsfreiheit erhält statt nur mehr Schüsse zu erzwingen.

Die DFB-Beispiele liefern pädagogische Perspektiven, keine Unterstützung oder Freigabe dieses aiMOOCs durch den Verband. Die FIFA-Training-Centre-Fallstudie zu Newcastle United U-18 zeigt als fachlicher Vergleich, dass hoher Pressingdruck, Mittelblock und tiefes Verteidigen unterschiedliche Angriffsentscheidungen erfordern; die hier vorgeschlagenen drei Spielformen bleiben eigene, auf Datenerfassung ausgelegte Modelle.


Evaluation, Fallarbeit, Schutz und Transfer


Berufspraktischer Modellfall einer Fußballschule

Eine fiktive Fußballschule testet ihr Aufbau- und Abschlusstraining in zwei Beobachtungsphasen. Alle Daten sind frei erfunden. Phase A: 18 Netto-Spielminuten, 16 beurteilbare Aufbauversuche, 8 Progressionen, 4 Schüsse, 1 Tor, kein unklarer Fall, gegnerisch überwiegend hohes Pressing. Phase B: 15 Netto-Spielminuten, 12 beurteilbare Aufbauversuche, 9 Progressionen, 5 Schüsse, 2 Tore, zusätzlich 3 nicht beurteilbare Folgen, gegnerisch überwiegend mittlerer Block. In Phase A führen 2 von 6 beobachteten Aufbauverlusten zu schnellen gegnerischen Kontern; in Phase B 1 von 3 beurteilbaren Aufbauverlusten. Die Schule möchte „Verbesserung bewiesen“ melden.

Nachvollziehbare Musterlösung: Die Aufbauquoten betragen A 8/16 = 50 % und B 9/12 = 75 %. Die Schussraten pro zehn Netto-Minuten sind A 4/18 mal 10 = 2,22 und B 5/15 mal 10 = 3,33. Tore pro Schuss sind A 1/4 = 25 % und B 2/5 = 40 %; die winzigen Stichproben lassen keinen stabilen Leistungsnachweis zu. Die Konteranteile nach beobachteten Aufbauverlusten sind A 2/6 = 33,3 % und B 1/3 = 33,3 %. Die drei unklaren B-Folgen müssen separat berichtet werden. Schluss: Die beschreibenden Werte sind in Phase B höher, doch weniger Nettozeit, anderer Gegnerdruck und Datenlücken verbieten eine kausale Trainingswirkung. Die Fußballschule plant eine weitere Vergleichseinheit mit gleich definierten Zonen, dokumentiertem Druck, zweiten Beobachtenden und Transfer ins freie Spiel. Taktisch lautet Plan A: unter mittlerem Druck zwischen Linien anbieten; Gegenmaßnahme: Gegner schließt Zentrum; Plan B: über Außen lösen oder zurückspielen; Restverteidigung: zentrale Absicherung beim Vorschieben beibehalten.

Bewertungsraster für den Modellfall (eigene Kriterien, 10 Punkte)
Kompetenz 0 Punkte 1 Punkt 2 Punkte
Ereignisse definieren Unklare oder fehlende Definition Teilweise eindeutige Zählregeln Beginn, Ergebnis und Ausschlüsse vollständig erläutert
Bezugsgrößen rechnen Falsche oder fehlende Nenner Teilweise korrekte Brüche und Raten Alle passenden Zähler, Nenner und Ergebnisse korrekt
Vergleich einordnen Kausale Überbehauptung Ein Störfaktor benannt Gegnerdruck, Nettozeit, kleine Stichprobe und Lücken berücksichtigt
Coaching entscheiden Kein begründeter Weg Plan A ohne Gegenwehr Plan A, aktive Gegenmaßnahme, Plan B und Restverteidigung
Sicher transferieren Schutz und Transfer fehlen Ein Aspekt vorhanden Geschütztes Freispiel, Datenschutz und Rückmeldung konkret eingeplant

Auswertung: 0–3 Punkte = Überarbeitung nötig; 4–6 = teilweise tragfähig; 7–8 = tragfähig mit Präzisierungen; 9–10 = sehr gut begründete Analyse. Dieses Raster ist ein frei anpassbares Lehrmodell, keine verbandliche Prüfung.


Coachingreflexion und freies Spiel

Nach jeder Spielform: „Welche Beobachtung führte zu meiner Intervention? Habe ich den Nenner genannt? Welche alternative Erklärung könnte stimmen? Haben meine Zusatzregeln das Spiel künstlich verändert? Welche Entscheidung traf die Gruppe ohne Zuruf?“ Im freien Abschlussspiel ohne Bonuspunkte prüfst du dieselben Ereignisdefinitionen und dokumentierst, ob der beobachtete Lösungsweg unter neuer gegnerischer Reaktion auftaucht. Besprich nicht nur Erfolge, sondern auch Fehlversuche, kreative Alternativen und die Sicherung beim Ballverlust. Beschreibe Fortschritt als Hypothese mit überprüfbaren Indikatoren, nicht als bewiesene Wirkung.


Sicherheit, Rechte und lokale Regeln

Kinderschutz hat Vorrang: verantwortliche qualifizierte Aufsicht, alters- und entwicklungsangemessene Pausen und Belastungssteuerung, Freiwilligkeit, klare Ansprechpersonen, Schutz vor Übergriffen und diskriminierendem Coaching, sicheres Material, altersgerechte Bälle sowie gegen Kippen gesicherte Tore. Keine Kopfball- oder Maximalbelastungsvorgaben für Kinder; bei gesundheitlichen Fragen gelten zuständige Fachpersonen und Vereins-/Schutzkonzepte. Dieser Kurs ersetzt keine Trainerqualifikation oder medizinische Beurteilung. Beachte das geltende IFAB-Regelwerk 2026/27, Änderungen 2026/27 und jeweils aktuelle Verbands- und Wettbewerbsbestimmungen. Insbesondere können Kinderfußball, Spielfeldgrößen, Spielerzahlen und Wechselregeln lokal abweichen; prüfe etwa WFV-Kinderfußball und WFV-Regelwerk vor dem Einsatz.

Filmaufnahmen nur mit passender Rechtsgrundlage, vorheriger Information, erforderlichen Einwilligungen und Beachtung von Persönlichkeits- und Kinderrechten. Veröffentliche weder unverpixelte Aufnahmen Minderjähriger noch personenbezogene Beobachtungsbögen ohne nachgewiesene Berechtigung. Verwende im Unterricht synthetische Ereignisse oder Material mit dokumentierten Nutzungsrechten. Ein öffentlich auffindbares YouTube-Video ist nicht automatisch offen lizenziert.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Fachwissen prüfen

Welcher Nenner passt zur Quote erfolgreicher Aufbaufortschritte? (Alle beurteilbaren Aufbauversuche nach derselben Startregel) (!Alle Tore beider Mannschaften) (!Alle Pässe einer Trainingswoche) (!Alle Zuschauer am Spielfeld)




Warum reicht die rohe Anzahl von Schüssen beim Trainingsvergleich nicht aus? (Weil Nettozeit und Abschlussgelegenheiten unterschiedlich sein können) (!Weil Schüsse grundsätzlich nicht zählbar sind) (!Weil Tore keinerlei Aussage erlauben) (!Weil jedes Team gleich viele Schüsse hat)




Wie wird ein nicht beurteilbarer Aufbauversuch behandelt? (Separat als Datenlücke ausgewiesen) (!Automatisch als erfolgreicher Aufbau gezählt) (!Automatisch als Tor gewertet) (!Heimlich aus allen Berichten entfernt)




Was folgt aus sieben Fortschritten bei zehn beurteilbaren Versuchen? (Die beobachtete Aufbauquote beträgt siebzig Prozent) (!Die Torquote beträgt sicher siebzig Prozent) (!Das Team ist dem Gegner taktisch überlegen) (!Es wurden zehn Schüsse abgegeben)




Welches Verhalten schützt gegen einen Konter nach Ballverlust? (Zentrale Räume schon im eigenen Ballbesitz absichern) (!Alle Mitspielenden gleichzeitig bis vor das Tor schicken) (!Den Ballverlust in der Analyse weglassen) (!Jeden Rückpass ausnahmslos verbieten)




Welche Alternative ist gegen zugestellte Mitte plausibel? (Einen freien Außenwinkel oder einen gesicherten Rückpass nutzen) (!Unabhängig vom Druck immer durch die Mitte passen) (!Ohne Blick zum Tor blind abschließen) (!Die Restverteidigung vollständig aufgeben)




Woran erkennst du einen fairen Vergleich zweier Spielphasen? (Gleiche Definitionen und dokumentierter Gegnerkontext) (!Nur an identischen Trikotfarben) (!An möglichst vielen zufälligen Prozentzahlen) (!Daran dass keine Fehler protokolliert werden)




Wie ist eine Quote bei null passenden Versuchen anzugeben? (Als nicht bestimmbar) (!Als sicher hundert Prozent) (!Als immer fünfzig Prozent) (!Als automatisch ein Tor)




Warum folgt auf eine Spielform mit Zusatzpunkten ein freies Spiel? (Um den Transfer ohne künstliche Anreizregeln zu prüfen) (!Um alle vorigen Beobachtungen zu löschen) (!Um Gegenmaßnahmen zu verhindern) (!Um jede Aufsicht zu beenden)




Welche Aussage zu einer hohen Torquote bei wenigen Schüssen ist korrekt? (Sie beschreibt die Beobachtung und ist bei kleinen Fallzahlen instabil) (!Sie beweist ein universell überlegenes Spielsystem) (!Sie ersetzt die Prüfung des Gegnerdrucks) (!Sie ist unabhängig von der Zahl der Versuche)





Memory

Aufbauversuch Kontrollierte Sequenz aus vorher festgelegter Startzone
Progression Kontrolliertes Überspielen der festgelegten Bezugslinie
Nettozeit Tatsächliche Ball-im-Spiel-Zeit im Beobachtungsfenster
Rohzahl Unnormierte Anzahl eines Ereignisses
Quote Anteil bezogen auf passende beurteilbare Versuche
Restverteidigung Absicherung für möglichen gegnerischen Konter im eigenen Angriff
Datenlücke Ereignis oder Eigenschaft nicht sicher beobachtbar





Drag-and-drop: passende Bezugsgrößen

Ordne der Kennzahl die passende Bezugsgröße zu. Bezugsgröße
Aufbau-Erfolgsquote Alle beurteilbaren Aufbauversuche
Schussrate Netto-Spielminuten
Torquote Alle beurteilbaren Schussversuche
Aufbauversuche pro Besitzphase Eigene kontrollierte Ballbesitzphasen
Rückgewinnquote nach Verlust Beobachtbare eigene Ballverluste





Kreuzworträtsel

Quote Wie heißt ein Anteil mit passendem Nenner?
Schuss Wie heißt ein absichtlicher Abschlussversuch aufs Tor?
Aufbau Wie heißt der kontrollierte Beginn eines Angriffs aus der Startzone?
Pressing Wie heißt das abgestimmte Anlaufen gegen den Ball?
Konter Wie heißt ein schneller Angriff nach Ballgewinn?
Datenlücke Wie heißt ein nicht sicher beobachtbarer Datenteil?





LearningApps

Lernauftrag: Suche eine passende Übung, prüfe ihre Fachrichtigkeit und ersetze unpassende Nenner durch die im Kurs definierten. Eine Such- oder Angebotsseite ist keine geprüfte eigene Lernaufgabe.


Lückentext

Ergänze die zentralen Begriffe.
Ein Schussversuch ist eine definierte Form des

.
Eine kontrollierte Sequenz aus der Startzone kann als

codiert werden.
Für die Erfolgsquote bilden die beurteilbaren Versuche den

.
Die Anzahl eines Ereignisses ohne Bezugsgröße heißt

.
Tatsächliche Ball-im-Spiel-Minuten heißen hier

.
Eine nicht sicher erkennbare Folge wird als

markiert.
Beim eigenen Angriff schützt die

gegen mögliche Konter.
Nach der gelenkten Spielform überprüfst du den

ins freie Spiel.



Offene Aufgaben


Leicht

  1. Fußball: Definiere mit eigenen Worten einen Schussversuch, einen Aufbauversuch und eine Progression; erfinde je ein Gegenbeispiel.
  2. Statistik: Berechne für eine synthetische Spielphase vier erfolgreiche Aufbauten aus acht Versuchen und zwei Treffer aus fünf Schüssen.
  3. Fußballtaktik: Zeichne drei Spielfeldzonen und kennzeichne mit Pfeilen eine Aufbau- und eine Schussaktion.
  4. Datenschutz: Erstelle eine kurze Checkliste für den Einsatz synthetischer Ereignisprotokolle statt namentlicher Kinderdaten.

Lösungshinweise Leicht: 1: Schuss ist absichtlicher Abschluss, Aufbau kontrollierter Beginn, Progression kontrollierte Linienüberquerung; ein Flankenpass ohne Abschlussabsicht ist kein Schuss. 2: Aufbauquote 4/8 = 50 %, Torquote 2/5 = 40 %. 3: Markierte Startzone, Progressionslinie und Abschlusszone mit eindeutig beschrifteten Pfeilen. 4: Keine Klarnamen, Berechtigung vor Aufnahmen, sichere Verarbeitung, Löschkonzept und keine ungeprüfte Veröffentlichung.


Standard

  1. Spielanalyse: Entwirf einen Kodierbogen mit Zeit, gegnerischem Druck, Versuch, Ausgang und Unsicherheitsfeld für zehn synthetische Ereignisse.
  2. Prozentrechnung: Vergleiche sechs Schüsse in neun Netto-Minuten mit fünf Schüssen in acht Netto-Minuten und bewerte die Aussagekraft.
  3. Gegenpressing: Entwirf für ein Aufbauspiel Plan A, eine aktive gegnerische Sperre, Plan B und die zentrale Restverteidigung.
  4. Fußballtraining: Passe Spielform 1 an eine andere Feldgröße an und begründe, welche Vergleichsbedingungen du konstant hältst.

Lösungshinweise Standard: 5: Zehn eindeutig nummerierte Fantasieereignisse, feste Start-/Endregeln und mindestens eine gekennzeichnete Unklarheit. 6: 6/9 mal 10 = 6,67 und 5/8 mal 10 = 6,25 Schüsse je zehn Netto-Minuten; Kontext fehlt für Leistungsurteile. 7: Zum Beispiel kurzer zentraler Aufbau, gegnerische Mittelsperre, kontrollierte Verlagerung und zwei zentrale Sichernde als situationsbezogene Option. 8: Feldgröße dokumentieren, Pressinghöhe, Zahl der Mitwirkenden, Nettozeit und Zählregeln vergleichbar halten oder Unterschiede offen nennen.


Schwer

  1. Versuchsplanung: Entwickle ein Zwei-Phasen-Design mit gleichem Gegnerdruck und benenne mindestens drei Störfaktoren, ohne eine sichere Trainingswirkung zu versprechen.
  2. Datenanalyse: Analysiere den fiktiven Fußballschulfall inklusive Quoten, Nettozeitraten, Datenlücken und einer zurückhaltenden Schlussfolgerung.
  3. Unterrichtsplanung: Plane eine altersgerechte sichere Spielformfolge mit Beobachtungsrollen, Coachingfragen, Anpassungen und freiem Abschlussspiel.
  4. Medienkompetenz: Erstelle eine eigenständige Taktikskizze und ein nur mit Erlaubnis zu verwendendes Video-Storyboard samt Quellen- und Rechtevermerk.

Lösungshinweise Schwer: 9: Gleiches Kodierschema, ähnliche Nettospielzeit und dokumentierte Gegnerbedingungen; mögliche Störungen sind Feldgröße, Personalwechsel, Tagesform und Lerneffekt. 10: Aufbau 50 % gegenüber 75 %; Schussrate 2,22 gegenüber 3,33 je zehn Netto-Minuten; drei unklare B-Folgen, anderer Druck, daher keine Kausalbehauptung. 11: Aufsicht, sichere Tore, passende Pausen und Beteiligung, gemeinsame Messregeln, dann freies Spiel und Reflexion. 12: Originalskizze mit räumlichen Labels, drei Szenen Plan A/Gegenmaßnahme/Plan B, Restverteidigung und schriftlicher Einwilligungs- bzw. Nutzungsrechteprüfung; ohne Berechtigung synthetische Figuren verwenden.




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Lernkontrolle

  1. Prozentrechnung: Begründe, weshalb acht Progressionen bei sechzehn Versuchen etwas anderes bedeuten als acht Progressionen bei zehn Versuchen; gib beide Quoten an. Muster: 50 % und 80 %, dennoch Kontext prüfen.
  2. Spielanalyse: Erkläre, warum zwei nicht beurteilbare Aufbaufolgen nicht als Fehlversuche in den Nenner gehören. Muster: Ungewissheit gesondert ausweisen und ggf. Spannweite diskutieren.
  3. Statistik: Wähle für „Wie oft wird pro Nettozeit geschossen?“ den passenden Nenner und erkläre, warum reine Beobachtungszeit täuschen kann. Muster: Ball-im-Spiel-Minuten, da Unterbrechungen variieren.
  4. Fußballtaktik: Zeichne gegen hohes Pressing zwei unterschiedliche Wege und die jeweilige Absicherung. Muster: Kurzpassdreieck oder diagonale Verlagerung mit geschützter Mitte.
  5. Gegenpressing: Begründe, wann Rückzug statt Gegenpressing sinnvoll ist. Muster: Wenn der erste Zugriff überspielt wurde, ist der zentrale Raum zu sichern.
  6. Trainingsplanung: Erkläre, wie du die Übertragung aus einer Punkte-Spielform ins freie Spiel prüfen würdest. Muster: Zusatzregeln streichen, gleiche Ereigniskriterien und Gegnerreaktionen erfassen.
  7. Datenschutz: Bewerte, ob öffentliches YouTube-Material oder ein Vereinsvideo einfach neu hochgeladen werden darf. Muster: Einbettbarkeit ist keine freie Nachnutzung; Rechte und Einwilligungen getrennt prüfen.




Lernnachweis

Ein vollständiger Lernnachweis umfasst: (1) nachvollziehbar definierte Schuss- und Aufbauereignisse samt Grenzfällen, (2) einen anonymen oder synthetischen Kodierbogen mit Beobachtungsfenstern, Nettospielzeit, Gegnerdruck und Datenlücken, (3) mindestens zwei korrekt berechnete Quoten und eine sinnvolle Zeitrate mit Bruch und Kontext, (4) eine beschriftete eigene Taktikskizze mit Gegnerreaktion, Plan B und Restverteidigung, (5) eine anpassbare sichere Spielform inklusive Coachingfragen, (6) einen dokumentierten Transfervergleich im freien Spiel und (7) eine reflektierte, nicht-kausale Ergebnisdarstellung. Das oben stehende Zehn-Punkte-Raster kann für die Bewertung genutzt und an die Zielgruppe angepasst werden.


OER und Wikipedia

Fachliche Primär- und Regelquellen (geprüfte Fundstellen, Abruf 03.11.2026):

Verwendete Wikimedia-Commons-Dateien (Dateiseiten und konkrete Nutzungsrechte):

Videos mit überprüfter Kanalzuordnung (DFB Verband, keine offene Lizenz zugesagt):

Wikipedia zum Vertiefen: Taktik (Fußball), Spielanalyse und Fußball. Lizenzen und Änderungsstände auf den jeweiligen Seiten beachten. Die folgende deutschsprachige Wikipedia-Einbettung ist eine externe Ressource, keine Primärquelle für die Lehrmodellzahlen.



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