Prüfungsanforderungen und Lernplanung – Aufbereitungsmechaniker
Einleitung
Dieser aiMOOC unterstützt Auszubildende im Beruf Aufbereitungsmechanikerin und Aufbereitungsmechaniker vom ersten bis zum dritten Ausbildungsjahr dabei, ihre Prüfungsanforderungen rechtssicher einzuordnen und daraus einen realistischen Lernplan zu entwickeln. Quellenstand ist der 1. November 2026. Maßgeblich bleiben immer die für Deinen Ausbildungsbeginn geltende Ausbildungsordnung, Deine tatsächlich vereinbarte Fachrichtung, die Prüfungsordnung und die aktuellen Hinweise der zuständigen IHK.
Der Kurs ersetzt weder eine amtliche Prüfungsberatung noch eine Ausbildungs- oder Prüfungsfreigabe. Für die fachrichtungsspezifische Vertiefung wird ausschließlich die gewählte Kursvariante Sand und Kies verwendet. Inhalte anderer Fachrichtungen werden nicht addiert. Lernende anderer Fachrichtungen übertragen nur die Methode und ersetzen die Fachinhalte nach Prüfung ihrer eigenen Unterlagen.
Arbeiten an Maschinen, elektrischen, hydraulischen oder pneumatischen Anlagen, Gefahrstoffen und gesundheitsgefährdenden Arbeitsbereichen dürfen ausschließlich qualifiziert angeleitet und nach den betrieblichen Schutzmaßnahmen durchgeführt werden. Dieser Kurs setzt für Übungen sichere Simulationen, stillgelegte Demonstrationsmodelle, Papierfälle und synthetische Daten ein.
Rechtsstand, Kohorte und Fachrichtung klären
Geltende Ausbildungsordnung
Das aktuelle BIBB-Berufsprofil führt für den anerkannten Ausbildungsberuf eine Ausbildungsdauer von 36 Monaten und weiterhin die Aufbereitungsmechaniker-Ausbildungsverordnung vom 9. Februar 2004 an. Sie trat am 1. August 2004 in Kraft. Für heutige Ausbildungskohorten mit Beginn 2024, 2025 oder 2026 ist deshalb diese Ordnung maßgeblich, sofern die zuständige Stelle im Einzelfall nichts Abweichendes aufgrund einer besonderen Übergangs- oder Zulassungssituation feststellt.
Für die Prüfungsvorbereitung brauchst Du einen eindeutigen Datensatz. Verwende keine Namen, Personalnummern oder vertraulichen Betriebsdaten. Ein synthetisches Beispiel lautet:
| Prüffeld | Synthetischer Eintrag | Nachweis |
|---|---|---|
| Ausbildungsbeginn | 1. August 2024 | Ausbildungsvertrag oder Eintragungsbestätigung |
| Ausbildungsjahr | Drittes Ausbildungsjahr im November 2026 | Zeitachse der dreijährigen Ausbildung |
| Gewählte Fachrichtung | Sand und Kies | Vertrag, Ausbildungsplan und IHK-Eintragung |
| Zuständige Stelle | IHK Regensburg als Referenzstelle dieses Modellfalls | Eintragung des Ausbildungsverhältnisses |
| Voraussichtlicher Prüfungszeitraum | Sommer 2027 | Erst verbindlich nach aktueller Terminmitteilung der zuständigen IHK |
| Offene Punkte | Konkreter Termin, Materialbereitstellung, zugelassene Hilfsmittel | Vor der Prüfung bei der zuständigen IHK klären |
Die Regelzulassung zur Abschlussprüfung richtet sich nach § 43 BBiG. Danach sind insbesondere die zurückgelegte Ausbildungsdauer, die Teilnahme an der vorgeschriebenen Zwischenprüfung, der vorgelegte Ausbildungsnachweis und die Eintragung des Berufsausbildungsverhältnisses zu prüfen. Über die Zulassung entscheidet die zuständige Stelle. Sonderfälle wie vorzeitige oder externe Zulassung brauchen eine individuelle Prüfung.
Quellenhierarchie und Aktualitätsprüfung
Nutze Quellen in dieser Reihenfolge:
- Ausbildungsordnung und aktuelles BIBB-Berufsprofil für Beruf, Dauer, Fachrichtung und Prüfungsstruktur.
- Aktuelle Prüfungsinformationen der IHK, bei der Dein Ausbildungsverhältnis eingetragen ist, für Termine, Anmeldung, Material- und Hilfsmittellisten.
- Prüfungsordnung der zuständigen Stelle für Verfahren, Bewertung und Wiederholung.
- Ausbildungsplan, Berufsschulcurriculum und betriebliche Unterlagen für Deine konkrete Lernplanung.
- Lehrbücher, Lernvideos und KI-Hilfen erst danach und nur mit Quellenkontrolle.
Die aktuelle BIBB-Seite verlinkt einen KMK-Rahmenlehrplan, dessen Dokument selbst einen Beschluss vom 29. April 1992 ausweist. Er kann fachliche Grundlinien wie Zerkleinern, Klassieren, Sortieren, Mischen, Dosieren, technische Kommunikation und Steuerungstechnik zeigen. Seine historischen Stundenangaben dürfen aber nicht ungeprüft als heutige landesrechtliche Stundentafel behandelt werden. Ausbildungsrahmenplan-Wochen werden nicht in KMK-Schulstunden umgerechnet. Prüfe für die Berufsschule den aktuell eingeführten Lehrplan Deines Bundeslandes.

Zuständige Stelle und offene Punkte
Die IHK Regensburg veröffentlicht eine berufsspezifische Informationsseite mit Stand 2. Juli 2026. Sie nennt Prüfungsaufbau, Zeiten, Gewichtungen, Bestehensregel und die Notwendigkeit aktueller Material- und Hilfsmittellisten. Andere IHK-Seiten zeigen abweichende Prüfungsmonate oder Überstellungen an andere Prüfungsausschüsse. Deshalb gilt:
| Frage | Verbindliche Klärung | Nicht zulässige Abkürzung |
|---|---|---|
| Welche IHK ist zuständig? | IHK-Eintragung oder schriftliche Auskunft prüfen | Wohnort allein als Zuständigkeit annehmen |
| Wann findet die Prüfung statt? | Aktuelle Einladung und Terminübersicht der zuständigen Stelle verwenden | Monate einer anderen IHK ungeprüft übernehmen |
| Welche Hilfsmittel sind erlaubt? | Aktuelle Hilfsmittelliste der konkreten Prüfung verwenden | Alte Liste aus einer früheren Kohorte nutzen |
| Welche Fachrichtung wird geprüft? | Nur die eingetragene Fachrichtung anwenden | Aufgaben aller Fachrichtungen kumulieren |
| Ist ein Fachgespräch oder eine Projektarbeit Pflicht? | Nur annehmen, wenn die geltende Ordnung oder IHK-Unterlage dies ausdrücklich vorsieht | Prüfungsformen anderer Berufe übertragen |
Für die hier geltende Ordnung ist kein allgemeines verpflichtendes Fachgespräch und keine Projektarbeit als eigener Prüfungsbereich ausgewiesen. Eine mündliche Ergänzungsprüfung kann im schriftlichen Teil nur dann relevant werden, wenn sie für das Bestehen den Ausschlag geben kann. Wirtschafts- und Sozialkunde ist in dieser Ordnung dagegen ausdrücklich Bestandteil des schriftlichen Teils. Diese Aussage gilt wegen der geprüften Ordnung, nicht als pauschale Regel für alle Berufe.
Prüfungsbereiche und berufliche Kompetenzen
Zwischenprüfung als Lernstandsdiagnose
Die Zwischenprüfung soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden. Sie dient der Ermittlung des Ausbildungsstandes und ist keine gestreckte Abschlussprüfung. Nach der Ausbildungsordnung umfasst sie:
| Teil | Höchstzeit | Typische Leistung | Zugeordnete Kompetenzen |
|---|---|---|---|
| Prüfungsstück | Vier Stunden | Mechanische Baugruppe anfertigen, Arbeitsplan und Prüfprotokoll erstellen | Planen, Spanen, Kaltumformen, Fügen, Prüfen und Dokumentieren |
| Zwei Arbeitsproben zusammen | Zwei Stunden | Mechanische Verbindung herstellen sowie steuerungstechnische Baugruppe aufbauen und prüfen | Werkstoffbearbeitung, Montage, Steuerungstechnik und Funktionskontrolle |
| Schriftliche Aufgaben | 180 Minuten | Praxisbezogene Fälle zu Sicherheit, Unterlagen, Berechnungen, Rohstoffen, Verfahren, Anlagen und Steuerungstechnik | Fachwissen anwenden, rechnen, technische Informationen auswerten und Entscheidungen begründen |
Für das erste Ausbildungsjahr liegt der Schwerpunkt auf Grundlagen und sicherer Arbeitsweise. Im zweiten Ausbildungsjahr sollte die Vorbereitung zunehmend vollständige Arbeitspläne, Prüfprotokolle und verknüpfte Fälle enthalten.
Abschlussprüfung und belegte Gewichtungen
Die folgende Zuordnung kombiniert die bundesrechtlichen Anforderungen der AMAusbV 2004 mit den aktuellen Informationen der IHK Regensburg als Referenzstelle. Prozentangaben der schriftlichen Fächer sind vor einer konkreten Prüfung mit der zuständigen IHK abzugleichen.
| Prüfungsbereich | Zeit oder Umfang | Belegte Gewichtung | Berufliche Kompetenzen |
|---|---|---|---|
| Praktischer Teil: Prüfungsstück | Höchstens sechs Stunden | 40 Prozent innerhalb des praktischen Teils | Baugruppe mit Steuerungselementen oder fachrichtungsspezifisches Produkt herstellen, Funktion prüfen, systematisch und sicher arbeiten |
| Praktischer Teil: vier Arbeitsproben | Zusammen höchstens vier Stunden | 60 Prozent innerhalb des praktischen Teils | Anlage oder Anlagenteil einstellen, mechanische Baugruppe instand setzen, Probe nehmen und analysieren, Fehler suchen und dokumentieren |
| Technologie in der Fachrichtung Sand und Kies | 120 Minuten | 20 Prozent nach IHK-Referenz; bundesrechtlich doppelte Gewichtung gegenüber jedem anderen schriftlichen Fach | Sicherheit, Rohstoffe, Gewinnungs- und Aufbereitungstechnik, Maschinen, Prozessleittechnik, Prüfverfahren, Verladen und Versandvorbereitung |
| Arbeitsplanung | 90 Minuten | 10 Prozent nach IHK-Referenz | Skizzen, Zeichnungen, Tabellen, Diagramme, Montage-, Schalt-, Materialfluss-, Funktions- und Betriebsablaufpläne handhaben und technische Daten interpretieren |
| Technische Mathematik | 90 Minuten | 10 Prozent nach IHK-Referenz | Mischungen und Dosierungen berechnen, physikalische Größen verwenden sowie Produktionsdaten ermitteln und auswerten |
| Wirtschafts- und Sozialkunde | 60 Minuten | 10 Prozent nach IHK-Referenz | Wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt auf berufliche Situationen anwenden |
Die Prüfung ist bestanden, wenn im praktischen Teil, im schriftlichen Teil und zusätzlich im Prüfungsfach Technologie mindestens ausreichende Leistungen erbracht werden. Für eine mögliche mündliche Ergänzungsprüfung werden bisheriges schriftliches Ergebnis und Ergänzungsprüfung im Verhältnis zwei zu eins gewichtet. Ob sie angeboten oder beantragt werden kann, muss im konkreten Fall mit der zuständigen Stelle geklärt werden.
Kompetenzmatrix statt Stoffliste
Eine gute Vorbereitung verbindet jeden Prüfungsbereich mit beobachtbaren Handlungen.
| Kompetenz | Beobachtbare Leistung | Geeigneter Lernnachweis | Typischer Fehler |
|---|---|---|---|
| Planen | Reihenfolge, Betriebsmittel, Messpunkte, Schutzmaßnahmen und Qualitätskriterien festlegen | Arbeitsplan mit Begründungen | Nur Tätigkeiten auflisten, ohne Risiken und Prüfpunkte |
| Durchführen | Verfahren fachgerecht und sicher ausführen oder realitätsnah simulieren | Protokoll einer angeleiteten Übung oder Simulation | Sicherheitsfreigabe und Zuständigkeit auslassen |
| Kontrollieren | Soll-Ist-Vergleich, Plausibilitätsprüfung und Fehlerbewertung vornehmen | Prüfprotokoll mit Messwerten und Toleranzentscheidung | Zahlen dokumentieren, aber nicht bewerten |
| Dokumentieren | Daten nachvollziehbar, datensparsam und versionssicher festhalten | Synthetischer digitaler Prüfbericht | Personen- oder Betriebsdaten unnötig übernehmen |
| Reflektieren | Fehlerursache, Lernlücke und nächsten Lernschritt benennen | Fehlerjournal mit Wiederholungsdatum | Nur die richtige Lösung abschreiben |

Diagnose und Lernplanung
Diagnose mit vier Perspektiven
Beginne nicht mit einem vollen Kalender, sondern mit einer Diagnose. Bewerte jede Kompetenz auf einer Skala von null bis drei:
| Wert | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| Null | Noch nicht bearbeitet | Prüfungsbereich oder Verfahren ist unbekannt |
| Eins | Wiedererkennen | Begriff ist bekannt, Anwendung gelingt aber nicht |
| Zwei | Anwenden mit Hilfe | Rechenweg oder Planung gelingt mit Checkliste |
| Drei | Selbstständig und begründet | Lösung gelingt unter Zeitvorgabe mit Kontrolle und Reflexion |
Prüfe vier Perspektiven:
- Wissen: Kannst Du Begriffe, Regeln und Zusammenhänge erklären?
- Anwendung: Kannst Du rechnen, planen, auswerten und dokumentieren?
- Prüfungsleistung: Gelingt die Aufgabe unter Zeitvorgabe und ohne unnötige Hilfen?
- Reflexion: Erkennst Du Fehlerursachen und leitest Du den nächsten Lernschritt ab?
Eine einfache Prioritätszahl kann die Reihenfolge unterstützen: Prüfungsbedeutung mal Lernlücke mal Fehlerhäufigkeit. Diese Zahl ist nur ein Lernwerkzeug und keine amtliche Gewichtung.
Lernzyklus aus Diagnose, Theorie, Übung und Reflexion
Jede Lerneinheit folgt demselben Zyklus:
| Phase | Leitfrage | Arbeitsprodukt |
|---|---|---|
| Diagnose | Was kann ich bereits ohne Hilfe? | Kurzer Eingangstest und Selbsteinschätzung |
| Theoriearbeit | Welche Regel, Formel oder Prozessbeziehung erklärt die Aufgabe? | Begriffsnetz, Formelkarte oder Prozessskizze |
| Übung | Kann ich die Kompetenz in einem neuen Fall anwenden? | Gerechneter Fall, Arbeitsplan oder sichere Simulation |
| Reflexion | Wo lag der Fehler und wann prüfe ich die Verbesserung erneut? | Fehlerjournal und nächster Wiederholungstermin |
Lesen allein erzeugt selten prüfungsfeste Leistung. Plane deshalb mindestens die Hälfte Deiner Lernzeit für Abruf, Anwendung, Rechnung, Fallbearbeitung und Rückmeldung ein.
Acht-Wochen-Modellplan
Der folgende Plan verwendet ausschließlich synthetische Daten und wird an Termin, Ausbildungsjahr und Diagnose angepasst.
| Woche | Schwerpunkt | Theoriearbeit | Übung | Reflexion und Nachweis |
|---|---|---|---|---|
| Eins | Rechtsstand und Diagnose | Ordnung, Fachrichtung, IHK und Prüfungsbereiche prüfen | Eingangstest mit je einer Aufgabe pro Bereich | Kompetenzmatrix und offene Quellenfragen |
| Zwei | Arbeitssicherheit und Arbeitsplanung | Schutzmaßnahmen, Freigaben, technische Unterlagen | Arbeitsplan für eine sichere Simulation | Fehlende Prüfpunkte ergänzen |
| Drei | Zerkleinern und Materialfluss | Brecherprinzip, Fördertechnik, Massenbilanz | Fließbild auswerten und Durchsatz rechnen | Einheiten- und Plausibilitätsfehler markieren |
| Vier | Klassieren und Siebanalyse | Siebprinzip, Trennkorn, Kornverteilung | Synthetische Siebdaten auswerten | Ergebnis mit Qualitätsgrenze vergleichen |
| Fünf | Mischen, Dosieren und Produktionsdaten | Mischungsrechnung, Prozentrechnung, Kennzahlen | Zwei vernetzte Rechenfälle unter Zeitvorgabe | Rechenweg mit Überschlag kontrollieren |
| Sechs | Steuerung, Störung und Instandhaltung | Signale, Ursache-Wirkung, sichere Stillsetzung | Papierbasierte Fehlersuche an einem Prozessschema | Keine reale Eingriffe ohne qualifizierte Anleitung |
| Sieben | Prüfungssimulation | Wiederholung nach Fehlerprofil | Schriftliche und praktische Simulation | Bewertungsraster anwenden |
| Acht | Lücken schließen | Nur noch belegte Schwachstellen bearbeiten | Zweite Simulation mit verändertem Fall | Lernfortschritt, Restlücken und Prüfungsstrategie dokumentieren |
Für das erste Ausbildungsjahr verlängerst Du Grundlagenphasen und reduzierst die Prüfungssimulation. Im zweiten Ausbildungsjahr richtest Du den Plan auf die Zwischenprüfung aus. Im dritten Ausbildungsjahr erhöhst Du Fallvernetzung, Zeitdruck und fachrichtungsspezifische Anwendung.
Digitale Lernorganisation und Datenschutz
Eine digitale Lernakte darf nur notwendige Daten enthalten. Verwende Kürzel oder anonyme Lernstände, keine Klarnamen Dritter, keine Kunden-, Rezeptur-, Anlagen- oder Betriebsgeheimnisse und keine ungeprüften Fotos aus dem Betrieb. Trenne Quellen, eigene Notizen, KI-Ausgaben und bestätigte Fachinformationen. Dokumentiere bei KI-Unterstützung, welche Aussage geprüft, korrigiert oder verworfen wurde.
Geeignete Felder sind: Datum, Kompetenz, Quelle, Aufgabe, Ergebnis, Fehlerart, Korrektur, Wiederholungstermin und Freigabestatus. Eine Versionsnummer verhindert, dass alte Hilfsmittel- oder Materiallisten mit aktuellen Unterlagen verwechselt werden.

Fachtraining der gewählten Variante Sand und Kies
Prozesskette verstehen
Die berufstypische Prozesskette lässt sich als Materialfluss lesen:
| Prozessschritt | Zweck | Wichtige Mess- oder Prüfdaten | Typische Störung |
|---|---|---|---|
| Gewinnen und Fördern | Rohstoff bereitstellen und zur Aufbereitung transportieren | Fördermenge, Feuchte, Bandgeschwindigkeit | Ungleichmäßige Aufgabe oder Förderstau |
| Zerkleinern | Überkorn reduzieren und Folgeprozesse entlasten | Aufgabegröße, Spalt, Durchsatz, Energie | Verschleiß, Blockade oder falscher Spalt |
| Waschen und Trennen | Anhaftungen und Fremdanteile vermindern | Wasserführung, Feststoffanteil, Trennwirkung | Zu hoher Wasserverbrauch oder unvollständige Trennung |
| Klassieren | Kornklassen durch Sieben oder andere Trennverfahren erzeugen | Siebbelastung, Trennkorn, Kornverteilung | Blindsieb, beschädigter Siebbelag oder Überlastung |
| Lagern und Verladen | Produktqualität erhalten und Versand vorbereiten | Bestand, Masse, Feuchte, Vermischungsschutz | Vermischung, Staub, falsche Zuordnung oder Datenfehler |


Rechenweg eins: Massenbilanz und Ausbeute
Für eine abgeschlossene Bilanz gilt:
Eingangsmasse = Summe der Produktmassen plus Verluste oder Bestandsänderung
Synthetischer Fall: In vier Stunden werden 480 Tonnen Rohmaterial aufgegeben. Gemessen werden 180 Tonnen der Fraktion 0 bis 2 Millimeter, 144 Tonnen der Fraktion 2 bis 8 Millimeter und 144 Tonnen der Fraktion 8 bis 32 Millimeter.
- Produktmenge: 180 Tonnen plus 144 Tonnen plus 144 Tonnen ergibt 468 Tonnen.
- Bilanzdifferenz: 480 Tonnen minus 468 Tonnen ergibt 12 Tonnen.
- Verlustanteil: 12 Tonnen geteilt durch 480 Tonnen mal 100 ergibt 2,5 Prozent.
- Plausibilitätsprüfung: 37,5 Prozent plus 30 Prozent plus 30 Prozent plus 2,5 Prozent ergibt 100 Prozent.
Typische Fehler sind gemischte Einheiten, doppelt gezählte Rückläufe, nicht berücksichtigte Bestandsänderungen und ein Prozentsatz mit der falschen Bezugsmasse.
Rechenweg zwei: Mischung und Dosierung
Für 80 Tonnen eines Gemisches sollen 35 Prozent aus Komponente A bestehen.
- Masse A: 80 Tonnen mal 0,35 ergibt 28 Tonnen.
- Masse B: 80 Tonnen minus 28 Tonnen ergibt 52 Tonnen.
- Kontrolle: 28 Tonnen geteilt durch 80 Tonnen ergibt 35 Prozent.
Bei kontinuierlicher Dosierung musst Du zusätzlich Zeit und Massenstrom beachten. Werden 80 Tonnen in vier Stunden produziert, beträgt der mittlere Gesamtmassenstrom 20 Tonnen pro Stunde. Komponente A benötigt dann im Mittel sieben Tonnen pro Stunde. Die Rechnung ersetzt keine reale Einstellung einer Anlage. Einstellungen werden nur nach betrieblicher Freigabe durch qualifizierte Personen vorgenommen.
Rechenweg drei: Siebanalyse
Eine repräsentative, synthetische Probe hat eine Gesamtmasse von 2.000 Gramm.
| Kornbereich | Rückstand | Massenanteil | Kumulativer Durchgang |
|---|---|---|---|
| Größer als 8 Millimeter | 300 Gramm | 15 Prozent | 85 Prozent passieren das 8-Millimeter-Sieb |
| 2 bis 8 Millimeter | 900 Gramm | 45 Prozent | 40 Prozent passieren das 2-Millimeter-Sieb |
| Kleiner als 2 Millimeter | 800 Gramm | 40 Prozent | Null Prozent verbleiben unter dem letzten betrachteten Bereich |
Der Massenanteil wird mit Teilmasse geteilt durch Gesamtmasse mal 100 berechnet. Vor der Bewertung prüfst Du, ob die Summe der Rückstände der Einwaage entspricht. Abweichungen können auf Materialverlust, Feuchteänderung, Anhaftung oder Übertragungsfehler hindeuten.



Qualität, Sicherheit, Umwelt und Digitalisierung
Eine belastbare Qualitätsentscheidung braucht eine repräsentative Probe, nachvollziehbare Kennzeichnung, geeignete Prüfmittel, dokumentierte Bedingungen und einen Soll-Ist-Vergleich. Ein einzelner Messwert ohne Probenahmeplan ist nicht automatisch aussagekräftig.
Bei Störungen gelten die betrieblichen Schutzmaßnahmen und Zuständigkeiten. Nie in laufende oder ungesicherte Anlagen greifen, Schutzvorrichtungen umgehen oder gespeicherte Energie unterschätzen. Sichere Lernalternativen sind ein Prozessschema, ein stillgelegtes Demonstrationsmodell, eine digitale Simulation und ein angeleiteter Messaufbau ohne gefährliche Energie.
Nachhaltigkeit wird fachbezogen bewertet: Energie je Tonne Produkt, Wasser im Kreislauf, Staubminderung, Verschleiß, Ausschuss, Rückgewinnung und sortenreine Lagerung. Digitalisierung unterstützt Zustandsüberwachung, Trendanalyse, Wartungsplanung und dokumentierte Qualität. Zugriffsrechte, Datenminimierung, Schutz von Betriebsgeheimnissen und nachvollziehbare Änderungen sind dabei Teil der Fachkompetenz.
Berufstypischer Modellfall mit Lösung
Ausgangslage
Du arbeitest in einem fiktiven Ausbildungsbetrieb der Fachrichtung Sand und Kies. Der Ausbildungsbeginn war am 1. August 2024, die Referenzstelle ist die IHK Regensburg und die Prüfung wird voraussichtlich im Sommer 2027 abgelegt. Der exakte Termin, die Hilfsmittel und die Materialbereitstellung sind noch nicht veröffentlicht und bleiben als offene Punkte markiert.
In einer vierstündigen Schicht wurden synthetisch 480 Tonnen aufgegeben. Dokumentiert sind 180 Tonnen 0 bis 2 Millimeter, 144 Tonnen 2 bis 8 Millimeter und 144 Tonnen 8 bis 32 Millimeter. Zielwerte sind 38 Prozent plus oder minus zwei Prozent, 34 Prozent plus oder minus zwei Prozent und 25 Prozent plus oder minus zwei Prozent. Der zulässige Bilanzverlust beträgt höchstens drei Prozent. Gleichzeitig steigt der Motorstrom des Siebantriebs, und die Feuchte des Aufgabegutes liegt über dem üblichen Bereich.
Dein Auftrag lautet:
- Prüfe Rechtsstand, Kohorte, Fachrichtung und offene IHK-Angaben.
- Berechne Produktanteile und Bilanzverlust.
- Bewerte die Abweichungen.
- Formuliere eine sichere Ursachenhypothese und einen Prüfplan.
- Erstelle ein Arbeitsprodukt und leite einen Lernplan ab.
Musterlösung
Rechtsprüfung: Für den synthetischen Ausbildungsbeginn 2024 gilt nach aktuellem BIBB-Profil die AMAusbV 2004. Die Fachrichtung Sand und Kies wird allein angewendet. Prüfungsdatum, Hilfsmittel und Materiallisten dürfen erst nach Veröffentlichung der zuständigen IHK als verbindlich eingetragen werden.
Berechnung: Die drei Produktanteile betragen 37,5 Prozent, 30 Prozent und 30 Prozent. Die Bilanzdifferenz beträgt 12 Tonnen beziehungsweise 2,5 Prozent. Der Bilanzverlust liegt damit innerhalb der gesetzten betrieblichen Fallgrenze. Die Fraktion 2 bis 8 Millimeter liegt unter ihrem Zielband von 32 bis 36 Prozent. Die Fraktion 8 bis 32 Millimeter liegt über ihrem Zielband von 23 bis 27 Prozent.
Bewertung: Das Muster passt zu einer verminderten Trennwirkung zwischen mittlerer und grober Fraktion. Die höhere Feuchte und der steigende Motorstrom machen eine zunehmende Siebbelastung oder ein Blindsieb plausibel. Das ist eine Hypothese, noch keine bestätigte Ursache.
Sicherer Prüfplan: Zuerst Prozessdaten, Trend, Aufgabe, Feuchte und Materialfluss vom sicheren Bedienplatz aus prüfen. Danach nach betrieblicher Anweisung Last reduzieren oder Anlage geordnet stoppen. Stillsetzen, gegen Wiedereinschalten sichern und gespeicherte Energien beherrschen dürfen nur qualifizierte und beauftragte Personen. Eine Sicht- oder Bauteilprüfung erfolgt erst nach Freigabe. Im Kurs wird dieser Ablauf ausschließlich an einem Papierfall oder einer Simulation trainiert.
Qualitätssicherung: Neue repräsentative Probe nach festgelegtem Plan nehmen, Siebanalyse dokumentieren, Prüfmittelstatus prüfen und Ergebnis mit Zielband vergleichen. Bei der Dokumentation nur synthetische Auftragsnummern und keine echten Betriebs- oder Personendaten verwenden.
Lernplan: Der Fall zeigt Lücken in Siebtechnik, Massenbilanz, Störungsanalyse und sicherer Arbeitsplanung. Diese vier Kompetenzen werden in zwei Theorieeinheiten, drei Fallübungen, einer Simulation und einer abschließenden Reflexion wiederholt.
Arbeitsprodukt
Das vollständige Arbeitsprodukt besteht aus:
- Quellenblatt mit Ausbildungsbeginn, Fachrichtung, zuständiger Stelle, Quellenstand und offenen Punkten.
- Prozessskizze mit Stoffströmen, Messstellen und sicheren Beobachtungspunkten.
- Rechenblatt mit Einheiten, Formeln, Zwischenschritten und Plausibilitätskontrolle.
- Abweichungsanalyse mit mindestens zwei Hypothesen und Kriterien zu ihrer Prüfung.
- Sicherheits- und Freigabeplan ohne unzulässige Eingriffe.
- Prüfprotokoll mit synthetischen Daten, Soll-Ist-Vergleich und Entscheidung.
- Persönlicher Lernplan ohne unnötige personenbezogene Daten.
Fachliches Bewertungsraster
Dieses Raster dient nur der Lernkontrolle und ist kein amtlicher IHK-Bewertungsbogen.
| Kriterium | Punkte | Vollständige Leistung |
|---|---|---|
| Rechtsstand, Kohorte, Fachrichtung und Zuständigkeit | 10 | Belegte Ordnung, eindeutige Variante und offene lokale Punkte korrekt getrennt |
| Prozessverständnis | 15 | Materialfluss, Messstellen und Ursache-Wirkung fachlich schlüssig dargestellt |
| Berechnungen | 20 | Formeln, Einheiten, Ergebnisse und Plausibilitätsprüfung korrekt |
| Fehleranalyse | 15 | Hypothesen aus Daten abgeleitet und mit Prüfmerkmalen versehen |
| Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz | 15 | Zuständigkeit, Stillsetzung, Sicherung und ungefährliche Simulation berücksichtigt |
| Qualität und Dokumentation | 10 | Repräsentative Probe, Soll-Ist-Vergleich und nachvollziehbares Protokoll |
| Umwelt, Nachhaltigkeit und Digitalisierung | 5 | Energie, Wasser, Staub, Datenqualität oder Zugriffsrechte fachbezogen einbezogen |
| Lernplanung und Reflexion | 10 | Konkrete Lücke, Übungsform, Termin und Erfolgskriterium benannt |
| Gesamt | 100 | Didaktische Rückmeldung, keine amtliche Bestehensentscheidung |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Prüfe Dein Wissen
Welche Ausbildungsordnung ist für eine regulär im Jahr 2025 begonnene Ausbildung nach dem aktuellen BIBB-Profil maßgeblich? (Die Aufbereitungsmechaniker-Ausbildungsverordnung von 2004) (!Eine automatisch jährlich neu entstehende Prüfungsordnung) (!Der historische Rahmenlehrplan allein) (!Eine frei gewählte Ordnung der Berufsschule)
Rückmeldung: Das aktuelle BIBB-Profil führt weiterhin die Verordnung von 2004; lokale IHK-Unterlagen ergänzen sie, ersetzen sie aber nicht.
Wie gehst Du mit den Fachrichtungen in der Prüfungsvorbereitung um? (Du verwendest ausschließlich die eingetragene Fachrichtung) (!Du addierst alle Fachrichtungen zu einer Gesamtprüfung) (!Du wählst für jede Aufgabe spontan eine andere Fachrichtung) (!Du lässt die Fachrichtung grundsätzlich unberücksichtigt)
Rückmeldung: Fachrichtungsspezifische Technologie wird nur für die tatsächlich vereinbarte Variante vorbereitet.
Welche Aussage zum praktischen Teil der Abschlussprüfung trifft nach der Ausbildungsordnung zu? (Ein Prüfungsstück und vier Arbeitsproben sind vorgesehen) (!Nur ein verpflichtendes Fachgespräch ist vorgesehen) (!Ausschließlich eine schriftliche Projektarbeit ist vorgesehen) (!Es gibt keine fachpraktische Leistung)
Rückmeldung: Die Ordnung nennt ein Prüfungsstück und vier Arbeitsproben mit fachrichtungsspezifischen Besonderheiten.
Welches schriftliche Prüfungsfach hat gegenüber jedem anderen schriftlichen Fach das doppelte Gewicht? (Technologie) (!Arbeitsplanung) (!Technische Mathematik) (!Wirtschafts- und Sozialkunde)
Rückmeldung: Die doppelte Gewichtung von Technologie ist unmittelbar in der Ausbildungsordnung festgelegt.
Wann ist eine mündliche Ergänzungsprüfung relevant? (Wenn sie für das Bestehen des schriftlichen Teils den Ausschlag geben kann) (!Immer als verpflichtender fünfter Prüfungsbereich) (!Nur zur Verbesserung einer bereits sehr guten Note) (!Als Ersatz für den gesamten praktischen Teil)
Rückmeldung: Sie ist keine pauschale Pflicht, sondern eine bedingte Ergänzung einzelner schriftlicher Fächer.
Was ist der erste Schritt eines belastbaren Lernplans? (Eine Diagnose anhand der geltenden Anforderungen und eigener Leistungen) (!Das wahllose Sammeln möglichst vieler Lernvideos) (!Das Abschreiben eines fremden Kalenders) (!Das sofortige Üben nur des Lieblingsbereichs)
Rückmeldung: Erst die Diagnose verbindet Quellenlage, Prüfungsbedeutung und tatsächliche Lernlücken.
Wie groß ist der Bilanzverlust bei 480 Tonnen Eingang und 468 Tonnen Produkten? (Zwölf Tonnen) (!Zwei Tonnen) (!Vierhundertachtundsechzig Tonnen) (!Neunhundertachtundvierzig Tonnen)
Rückmeldung: Die Differenz aus Eingang und dokumentierten Produkten beträgt zwölf Tonnen beziehungsweise 2,5 Prozent.
Welche Reaktion ist bei einer vermuteten Siebblockade fachlich sicher? (Prozessdaten prüfen und nur qualifiziert angeleitet nach sicherer Stillsetzung weiterarbeiten) (!Während des Betriebs in das Sieb greifen) (!Eine Schutzeinrichtung für eine bessere Sicht entfernen) (!Die Anlage ohne Freigabe mehrfach neu starten)
Rückmeldung: Beobachtung und Diagnose beginnen am sicheren Bedienplatz; gefährliche Eingriffe erfordern qualifizierte Zuständigkeit und vollständige Sicherung.
Was kennzeichnet eine belastbare Qualitätsprobe? (Sie ist repräsentativ genommen, eindeutig gekennzeichnet und nachvollziehbar geprüft) (!Sie wird nur dort entnommen, wo das Material besonders gut aussieht) (!Sie braucht keine dokumentierte Masse) (!Ein einzelnes Korn reicht für jede Produktcharge)
Rückmeldung: Probenahme, Kennzeichnung, Prüfbedingungen und Soll-Ist-Vergleich bestimmen die Aussagekraft.
Welche digitale Dokumentation ist datenschutzgerecht? (Eine Lernakte mit synthetischen Daten, Quellenstand und klaren Zugriffsrechten) (!Eine Sammlung echter Kunden- und Personaldaten für Übungszwecke) (!Ein öffentlich geteilter Anlagenplan mit Betriebsgeheimnissen) (!Eine ungeprüfte KI-Antwort ohne Quellenkennzeichnung)
Rückmeldung: Datenminimierung, Schutz vertraulicher Informationen und transparente Quellenprüfung gehören zur beruflichen Dokumentationskompetenz.
Memory
| Technologie | Fachrichtungsspezifische Verfahren, Anlagen, Sicherheit und Qualität |
| Arbeitsplanung | Technische Unterlagen und Abläufe auswerten und erstellen |
| Technische Mathematik | Mischungen, Größen und Produktionsdaten berechnen |
| Prüfungsstück | Umfangreiches praktisches Arbeitsergebnis |
| Arbeitsprobe | Abgegrenzte berufliche Handlung unter Prüfungsbedingungen |
| Fehlerjournal | Fehlerursache, Korrektur und Wiederholungstermin dokumentieren |
Drag and Drop
| Ordne den Lernschritt richtig zu. | Passende Beschreibung |
|---|---|
| Diagnose | Vorwissen und Lernlücken mit einer Aufgabe sichtbar machen |
| Theoriearbeit | Regel, Formel oder Prozesszusammenhang klären |
| Übung | Wissen in einem neuen beruflichen Fall anwenden |
| Rückmeldung | Ergebnis mit Kriterien und Quellen vergleichen |
| Reflexion | Fehlerursache und nächsten Lernschritt festlegen |
Kreuzworträtsel
| Technologie | Welches schriftliche Fach hat das doppelte Gewicht? |
| Arbeitsplanung | Welcher Bereich nutzt Zeichnungen, Diagramme und Ablaufpläne? |
| Siebanalyse | Wie heißt die Prüfung einer Korngrößenverteilung mit Sieben? |
| Dosierung | Wie heißt die mengenmäßige Zugabe eines Stoffes? |
| Fachrichtung | Welche vertraglich festgelegte Variante darf nicht mit anderen kumuliert werden? |
| Reflexion | Wie heißt die begründete Auswertung des eigenen Lernprozesses? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Quellenkarte Ausbildungsordnung: Erstelle mit synthetischen Angaben eine Karte zu Ausbildungsbeginn, Ordnung, Fachrichtung, IHK und Quellenstand. Lösung: Vollständig ist die Karte, wenn die AMAusbV 2004 belegt, Sand und Kies eindeutig gewählt und lokale Terminfragen als offen markiert sind.
- Prüfungslandkarte: Ordne die Bereiche Technologie, Arbeitsplanung, Technische Mathematik, Wirtschafts- und Sozialkunde, Prüfungsstück und Arbeitsproben den passenden Kompetenzen zu. Lösung: Nutze die Kompetenzmatrix dieses Kurses und begründe jede Zuordnung mit einer beobachtbaren Handlung.
- Massenbilanz: Berechne bei 200 Tonnen Eingang und 194 Tonnen Produkten den Verlust in Tonnen und Prozent. Lösung: Sechs Tonnen Verlust; sechs geteilt durch 200 mal 100 ergibt drei Prozent.
- Sichere Störungssimulation: Zeichne auf Papier einen sicheren Ablauf vom Störungshinweis bis zur freigegebenen Kontrolle. Lösung: Daten prüfen, Verantwortliche informieren, geordnet stoppen, qualifiziert sichern, Freigabe abwarten, erst dann kontrollieren und dokumentieren.
Standard
- Kompetenzdiagnose: Bearbeite je eine Aufgabe aus vier Prüfungsbereichen und bewerte Dich von null bis drei. Lösung: Jede Bewertung braucht ein Arbeitsergebnis, eine Fehlerbeschreibung und einen konkreten Wiederholungstermin.
- Siebdaten auswerten: Werte eine synthetische Probe mit 250 Gramm Überkorn, 750 Gramm Mittelkorn und 1.000 Gramm Feinkorn aus. Lösung: Bei 2.000 Gramm Gesamtmasse ergeben sich 12,5 Prozent, 37,5 Prozent und 50 Prozent; die Summe muss 100 Prozent ergeben.
- Digitales Prüfprotokoll: Entwirf eine datensparsame Protokollvorlage für eine Siebanalyse. Lösung: Erforderlich sind synthetische Probenkennung, Datum, Prüfmittel, Einwaage, Rückstände, Rechenweg, Soll-Ist-Entscheidung, Prüferkürzel und Versionsstand.
- Fachinterview: Frage eine qualifizierte ausbildende Person nach typischen Planungsfehlern, ohne Personen- oder Betriebsgeheimnisse aufzunehmen. Lösung: Fasse nur verallgemeinerbare Fachhinweise zusammen und kennzeichne, welche Aussage Du mit einer offiziellen Quelle geprüft hast.
Schwer
- Vernetzte Fehleranalyse: Entwickle aus höherer Feuchte, steigendem Motorstrom und verschobener Kornverteilung zwei Hypothesen mit Prüfmerkmalen. Lösung: Plausibel sind Überlastung oder Blindsieb; prüfbar werden sie durch Trenddaten, Aufgabezustand, sichere Sichtkontrolle nach Freigabe und eine neue repräsentative Probe.
- Acht-Wochen-Lernplan: Erstelle aus Deiner Diagnose einen Plan mit Theorie, Übung, Simulation, Rückmeldung und Wiederholung. Lösung: Jeder Schwerpunkt braucht Termin, Produkt, Erfolgskriterium und einen Ersatztermin; Prüfungsgewichtung darf nicht mit persönlicher Lernzeit verwechselt werden.
- Nachhaltigkeitsentscheidung: Vergleiche zwei synthetische Betriebsweisen anhand Energie je Tonne, Wasserverbrauch, Ausschuss und Produktqualität. Lösung: Wähle nicht automatisch den niedrigsten Einzelwert, sondern begründe den besten Gesamtnutzen bei eingehaltenen Sicherheits- und Qualitätsgrenzen.
- Prüfungssimulation: Bearbeite den Modellfall unter Zeitvorgabe, bewerte ihn mit dem Raster und verbessere gezielt die schwächsten zwei Kriterien. Lösung: Die zweite Bearbeitung muss die Korrektur im Arbeitsprodukt sichtbar machen und erklären, warum der neue Lösungsweg belastbarer ist.


Lernkontrolle
- Ordnungsprüfung: Begründe für einen Ausbildungsbeginn 2026 die anwendbare Ordnung und nenne zwei lokal zu klärende Punkte. Lösungshinweis: BIBB-Profil und AMAusbV 2004 belegen; konkrete Termine sowie Hilfsmittel oder Materiallisten bei der zuständigen IHK prüfen.
- Prüfungsgewichtung: Erkläre den Unterschied zwischen der doppelten Gewichtung von Technologie und der internen Gewichtung von Prüfungsstück und Arbeitsproben. Lösungshinweis: Technologie wird innerhalb des schriftlichen Teils relativ stärker gewichtet; 40 zu 60 beschreibt die Aufteilung innerhalb des praktischen Teils.
- Produktionsrechnung: Eine Anlage verarbeitet 600 Tonnen und dokumentiert 585 Tonnen Produkte. Berechne den Verlustanteil. Lösungshinweis: 15 Tonnen geteilt durch 600 Tonnen mal 100 ergibt 2,5 Prozent.
- Sicherheitsentscheidung: Bewerte die Aussage, eine Schutzabdeckung dürfe für eine schnelle Sichtprüfung kurz entfernt werden. Lösungshinweis: Ohne sichere Stillsetzung, Sicherung, Zuständigkeit und Freigabe ist dies unzulässig; im Kurs wird nur simuliert.
- Lernplanrevision: Eine zweite Simulation zeigt trotz vieler Lesestunden denselben Rechenfehler. Leite eine Änderung ab. Lösungshinweis: Weniger Wiederlesen, mehr selbstständiger Abruf, Einheitenkontrolle, Überschlag, zeitversetzte Wiederholung und gezielte Rückmeldung.
- Quellenkritik: Zwei IHK-Seiten nennen unterschiedliche Prüfungsmonate. Entscheide, welche Angabe Du verwendest. Lösungshinweis: Verbindlich ist die aktuelle Mitteilung der IHK, bei der das eigene Ausbildungsverhältnis eingetragen ist; die Abweichung wird dokumentiert statt gemittelt.
Lernnachweis
Ein vollständiger Lernnachweis zeigt:
- Wissen: geltende Ordnung, Prüfungsbereiche, Zeiten, Gewichtungen, Bestehensregel und Fachbegriffe korrekt erklären.
- Fertigkeiten: technische Unterlagen auswerten, Massen- und Mischungsrechnungen durchführen, Siebdaten bewerten und einen sicheren Arbeitsplan erstellen.
- Arbeitsprodukte: Quellenkarte, Kompetenzmatrix, Rechenblatt, Prüfprotokoll, Modellfallbearbeitung und persönlicher Lernplan.
- Qualität: Rechenwege mit Einheiten, Plausibilitätskontrolle, Soll-Ist-Vergleich und nachvollziehbarer Quellenlage.
- Sicherheit: gefährliche Tätigkeiten nicht eigenmächtig ausführen und sichere Simulationen fachlich begründen.
- Transfer: eine neue synthetische Störung analysieren und den Lernplan nach Rückmeldung verändern.
- Reflexion: Fehlerursachen, Verbesserungsmaßnahme und erneuten Prüftermin dokumentieren.
- Datenschutz: ausschließlich notwendige, synthetische oder freigegebene Daten verwenden und vertrauliche Informationen schützen.
OER und Wikipedia
Rechts- und Berufsquellen
| Quelle | Verwendung im Kurs | Aktualitätshinweis |
|---|---|---|
| BIBB-Berufsprofil Aufbereitungsmechaniker | Ausbildungsdauer, Fachrichtungen, Rechtsgrundlage und verlinkter Rahmenlehrplan | Am 1. November 2026 geprüft |
| Ausbildungsordnung als Bundesgesetzblatt | Zwischenprüfung, Abschlussprüfung, Zeiten, Inhalte, Gewichtungen und Inkrafttreten | Verordnung vom 9. Februar 2004, aktuelle Geltung über BIBB-Profil geprüft |
| AMAusbV 2004 bei Gesetze im Internet | Konsolidierter Normtext | Am 1. November 2026 geprüft |
| § 43 BBiG | Regelzulassung zur Abschlussprüfung | Am 1. November 2026 geprüft |
| IHK Regensburg Prüfungsinformationen | Aktuelle Referenz zu Aufbau, Gewichtung, Bestehen, Material- und Hilfsmittellisten | Seitenstand 2. Juli 2026; individuelle Zuständigkeit prüfen |
| IHK Pfalz Prüfungsinformationen | Beleg für regional unterschiedliche Zeiträume und mögliche Überstellung | Vor Nutzung eigene zuständige Stelle prüfen |
| KMK-Rahmenlehrplan | Historische fachliche Grundlinien | Dokumentbeschluss 29. April 1992; aktuellen Landeslehrplan zusätzlich prüfen |
| BERUFENET-Steckbrief | Berufsbild, Ausbildung und Anforderungen | Aktuellen Portalstand vor Nutzung prüfen |
Medienquellen und Rechte
| Eingebettetes Medium | Exakte Quelle | Urheber oder Kanal | Rechtehinweis |
|---|---|---|---|
| File:Sand and Gravel processing - geograph.org.uk - 432924.jpg | Commons-Dateiseite | John Poyser | CC BY-SA 2.0 |
| File:Conveyor belt for sand and gravel pits - geograph.org.uk - 6538140.jpg | Commons-Dateiseite | Matthew Chadwick | CC BY-SA 2.0 |
| File:Schema Kurbelschwingenbrecher.svg | Commons-Dateiseite | Mailtosap | CC BY-SA 4.0 |
| File:Jaw Crushers.jpg | Commons-Dateiseite | Mvrajeshalind | CC BY-SA 4.0 |
| File:Circular vibrating screen.jpg | Commons-Dateiseite | Veking Heavy Industries | CC BY-SA 3.0 |
| File:Vibrating sieve.jpg | Commons-Dateiseite | Cjp24 | CC BY-SA 3.0 |
| File:Sieve Analysis.jpg | Commons-Dateiseite | Soccer jim2002 | CC BY-SA 4.0 |
| File:Grain-size-distribution.svg | Commons-Dateiseite | Theosch | CC0 1.0 |
| https://www.youtube.com/watch?v=gIYk999sZdQ | Aufbereitungsmechanikerin und Aufbereitungsmechaniker erklärt | Kanal smusy | Eingebettet über YouTube; keine offene Nachnutzung behauptet |
| https://www.youtube.com/watch?v=_90k03pFNRc | Ausbildung Sand und Kies | Geiger Gruppe | Eingebettet über YouTube; keine offene Nachnutzung behauptet |
Weitere geprüfte Einstiege sind Aufbereitungstechnik, Backenbrecher, Siebanalyse und Sieb.
Verknüpfte Lernbereiche
Passende bereits vorhandene Lernangebote sind Ausbildungsstart im Technikbetrieb – Den Ausbildungsnachweis führen, Lernen Üben und Prüfungen planen – Rechenwege verständlich erklären und die Übersicht Ausbildungsberufe.
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