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Bauwerke erschließen und gründen – Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik

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Bauwerke erschließen und gründen – Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik

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Einleitung

Bauwerke brauchen tragfähigen Baugrund, Fundamente, Anschlüsse und sichere Zugänge. Auch bei Abbruch und Betontrenntechnik im Bestand ist dieses Wissen nötig: Aushub und Durchführungen können Nachbarbauteile gefährden. Du entwickelst zu einem erfundenen Auftrag eine prüfbare Mappe mit Plänen, Rechnungen und Qualitätskontrollen.

Zielgruppe: erstes Ausbildungsjahr. Bezug: KMK-Lernfeld 2 „Bauwerke erschließen und gründen“, Zeitrichtwert 60 Unterrichtsstunden. Bearbeitet wird der vollständige Zielabschnitt auf PDF-Seite 11 des Rahmenlehrplans Hochbauberufe vom 29.09.2023. Du übst mit Papier, Tabellenkalkulation, CAD und ungefährlichen Tischmodellen. Reale Erd-, Maschinen-, Elektro-, Gefahrstoff- und Gesundheitsarbeiten erfordern qualifizierte Anleitung und betriebliche Freigaben.[1]


Auftrag, Baugrund und verantwortliches Handeln


Ausbildungsrahmen und vollständige Handlung

Die Hochbauberufeausbildungsverordnung vom 03.06.2024 in der geänderten Fassung gilt seit 01.08.2026; nach ihr richtet sich dieser Kurs. Bei früherem Ausbildungsbeginn klärst du die Vertrags- und Übergangsgrundlage mit Betrieb und Berufsschule. Altverträge wechseln nicht automatisch zur neuen Ordnung. § 74 regelt insbesondere die Anschlussausbildung nach einem Hochbaufacharbeiterabschluss nach alter Ordnung.[2]

Der dreijährige Beruf ist ein Monoberuf ohne zusätzliche Fachrichtung. Davon zu unterscheiden ist der Schwerpunkt „Abbruch- und Betontrenntechnikarbeiten“ des zweijährigen Hochbaufacharbeiters. Der Kurs ist ein Unterrichtsangebot und keine vollständige Ausbildungsordnungs- oder Prüfungsabnahme des Berufs.[3]

Die vollständige Handlung umfasst analysieren, informieren, planen, durchführen, kontrollieren und bewerten. Kläre Arbeitsbereiche, Informationen, Zuständigkeiten und Abweichungen. Kurswerte dienen dem Lernen; real entscheiden Fachpersonen anhand freigegebener Unterlagen, Baugrundbericht und Gefährdungsbeurteilung.

Unterlage oder Information Was du daraus entnimmst Was du bei einer Lücke veranlasst
Auftrag und Lageplan Grundstück, Bauwerkslage, Zufahrt, Nachbarbebauung und Leistungsgrenzen Lage und Zuständigkeit klären; keine Grundstücksgrenze aus einem Foto schätzen
Baugrundbericht Schichten, Wasserstände, Tragverhalten und Empfehlungen für Gründung und Erdarbeiten Geotechnische Klärung anfordern; Karten ersetzen keine Untersuchung am Bauort
Fundament- und Tragwerksplan Fundamentachsen, Abmessungen, Höhen, Bewehrung und Aussparungen Widersprüche vor Aushub oder Betonieren melden
Leitungs- und Entwässerungsplan Medien, Anschlusspunkte, Schächte, Rohrsohlen und Leitungsgefälle Aktuelle Betreiberangaben und örtliche Lageklärung veranlassen
Bau- und Nutzungsgeschichte Hinweise auf Altlasten, Gefahrstoffe und frühere Veränderungen Erkundungs- und Schutzbedarf fachkundig feststellen lassen
Ausführungs- und Prüfplan Reihenfolge, Arbeitsräume, Maschinen, Prüfstellen, Sollwerte und Verantwortliche Unklare Freigaben als offene Punkte dokumentieren


Bodenarten, Tragfähigkeit und Wasser

Baugrund ist Boden oder Fels, der Lasten aufnimmt oder in den eingegriffen wird. Material, Schichtung, Lagerung beziehungsweise Konsistenz und Wasser bestimmen seine Eignung. Tragfähigkeit bedeutet vereinfacht Lastaufnahme ohne unzulässiges Versagen. Gebrauchstauglichkeit verlangt beispielsweise begrenzte Setzungen: Ein gegen Bruch sicheres Fundament kann sich dennoch zu stark oder ungleichmäßig setzen.

Sichtbare Bodenschichten in einem Bodenprofil bei Moritzburg

Abbildung 1: Sichtbare Schichtung; Farbe beweist weder zulässigen Sohldruck noch Schadstofffreiheit. Pedalito, CC0; Nachweis im Medienverzeichnis.

Bodenart beziehungsweise Zustand Verständliche Einordnung Bedeutung für die Planung
Kies und Sand Grobkörnige, überwiegend nichtbindige Böden; einzelne Körner sind erkennbar Trag- und Verdichtungsverhalten hängen unter anderem von Kornverteilung und Lagerungsdichte ab; Wasser kann Körner ausspülen
Schluff und Ton Feinkörnige Böden; Ton kann deutlich plastisch sein, Schluff reagiert häufig empfindlich auf Wasser und Frost Konsistenz und Wassergehalt beeinflussen Verformung, Bearbeitbarkeit und Stabilität; nasser Boden ist nicht durch beliebiges Rütteln zu verbessern
Gemischtkörniger Boden Grobe und feine Bestandteile treten gemeinsam auf Der Feinanteil verändert Wasserdurchlässigkeit und Verdichtbarkeit; die Bezeichnung „Kies“ allein reicht nicht
Oberboden und organische Lagen Humus und andere organische Bestandteile gehören zum belebten Boden Für den üblichen lastabtragenden Gründungsbereich ungeeignet; getrennt und bodenschonend behandeln
Auffüllung Von Menschen eingebrachtes Material, eventuell in wechselnder Zusammensetzung Verdichtung, Fremdstoffe und Tragverhalten müssen geklärt werden; alte Auffüllung ist kein automatisch tragfähiger Boden
Fels Zusammenhängendes Gestein mit möglichen Klüften und Verwitterungszonen Auch scheinbar fester Fels benötigt eine Beurteilung von Trennflächen, Wasser und Bauzuständen

Lagerungsdichte bezeichnet bei nichtbindigem Boden die Kornpackung; Konsistenz bei bindigem Boden etwa weich oder steif. Beide belegen keine Schadstofffreiheit: Verdichtbarer Boden kann umweltrechtlich ungeeignet sein.

Wasser kann feinkörnigen Boden aufweichen, Material ausspülen und den Porenwasserdruck verändern. Steigt dieser bei gleicher Gesamtspannung, kann die wirksame Spannung im Korngerüst sinken. Strömung kann Sohle und Böschung gefährden; Grundwasserabsenkung kann Setzungen im Umfeld auslösen. Dokumentiere daher Grund- und Schichtenwasser, Niederschlag sowie Veränderungen während der Arbeiten.


Wie der Baugrund erkundet wird

Eine Bohrung erschließt Schichten und ermöglicht Proben; eine Sondierung liefert etwa Eindringwiderstände als Hinweise auf den Bodenzustand. Ein gesicherter Schurf zeigt oberflächennahe Schichten direkt. Labor- und Feldversuche ergänzen Angaben zu Kornverteilung, Wassergehalt und Verformbarkeit. Verfahren, Tiefe, Lage und Auswertung brauchen ein fachliches Erkundungskonzept.[4]

Du lernst, Befunde zu lesen, Beobachtungen zu beschreiben und Abweichungen zu melden. Handprobe oder Foto sind keine Gründungsfreigabe. Kursübungen nutzen Probenkarten und geschlossene Behälter mit sauberen Modellmaterialien: keine unbekannten Proben, kein Schurfeinstieg, kein Staubversuch.

Die früheren „Bodenklassen 1 bis 7“ sind keine aktuelle allgemeine Einstufung. Erdarbeiten werden heute durch projektspezifische Homogenbereiche beschrieben: Bereiche mit vergleichbaren Eigenschaften für das vorgesehene Verfahren. Ein Homogenbereich ist weder automatisch eine Bodenart noch eine Schadstoffklasse.[5]


Zuständigkeiten, Gesundheit und Daten

Ausbildende bestimmen erlaubte Tätigkeiten und Voraussetzungen. Für Jugendliche gelten die Grenzen und Ausbildungs-Ausnahmen des § 22 Jugendarbeitsschutzgesetz. Der Ausbildungsstatus allein erlaubt keine gefährlichen Arbeiten.[6]

Technische Maßnahmen wie sichere Baugruben, getrennte Verkehrswege und Staubvermeidung haben Vorrang; Organisation und persönliche Schutzausrüstung ergänzen sie. Ergonomisch arbeitest du mit Transporthilfen, kurzen Wegen, günstigen Arbeitshöhen und abgestimmten Abläufen. Handschuhe oder Warnweste sichern keine einsturzgefährdete Grube.

Vor Bestandsarbeiten werden Gefahrstoffinformationen sowie Bau- und Nutzungsgeschichte ausgewertet. Unbekannte Materialien werden nicht selbst gerochen, gebrochen, beprobt oder im Unterricht „freigeprüft“.[7]

Verwende ausschließlich erfundene Projektdaten. Namen, reale Adressen, Kennzeichen, Gesichter, Zugangsdaten und vertrauliche Leitungspläne gehören weder in öffentliche Kurse noch in externe Lernspiele oder KI-Eingaben. Planversion, Datum, Einheit und Bearbeitungsrolle dokumentieren das Modell. KI-Angaben werden an Plan, Rechnung und Fachquelle geprüft.


Pläne lesen, Höhen übertragen und Mengen berechnen


Draufsicht, Schnitt und Fundamentplan

Die Draufsicht zeigt die horizontale Lage, der Schnitt die Verhältnisse auf einer festgelegten Ebene in Höhe beziehungsweise Tiefe. Beide gehören zusammen: Ein lagerichtiges Fundament kann zu hoch sein. Prüfe Achsen, Nordrichtung, Bezugssystem, Maßstab, Maßketten, Schnittmarke und Planstand. Bei Widersprüchen klärst du die freigegebene Bemaßung; Bildschirmmessungen entscheiden nicht automatisch.

Bei Maßstab 1:50 entsprechen 1 cm im unverzerrten Plan 50 cm in Wirklichkeit; 6,00 m werden als 12,00 cm dargestellt. Ein vergrößerter PDF-Ausdruck verändert den Maßstab. Kontrolliere Ausdruck oder Bildschirmmessung mit einem bekannten Maß.

OK heißt Oberkante, UK Unterkante. UK 98,80 m und OK 99,40 m ergeben 0,60 m Fundamenthöhe, nicht automatisch 0,60 m Tiefe unter Gelände. Alle Höhen brauchen denselben Bezug; hier gelten lokale Modellhöhen statt amtlicher NHN-Höhen.

Planinhalt Beispiel einer vollständigen Angabe Typischer Fehler
Lage Außenkante F1: x = 0,00 m; y = 0,00 m im lokalen Modellnetz Achse mit Außenkante verwechseln
Bauteilmaß Streifenbreite 0,50 m, Fundamenthöhe 0,60 m Zentimeter ohne Umrechnung mit Metern multiplizieren
Höhenbezug UK F1 = 98,80 m, Festpunkt H = 100,00 m Gerätehöhe oder Fußbodenhöhe als Bezug einsetzen
Durchführung D1: Wand, x/y-Lage, Achshöhe, Medium und freigegebene Hülse Nur einen Kreis zeichnen, ohne Höhe oder Zuständigkeit
Revisionsstand Modellplan V1 mit freigegebenen Änderungen im Änderungsfeld Alten Papierplan neben neuer CAD-Datei verwenden


Fluchten und Schnurgerüst

Fluchten richtet Punkte auf einer vorgegebenen Geraden aus. Ein Schnurgerüst sichert Achsen oder Bauteilkanten außerhalb des Aushubs: Brettmarkierungen kennzeichnen Linien, Schnüre machen sie sichtbar. Höhenmarken brauchen einen dokumentierten Bezug. Aushub, Geräte und Lagerung dürfen das Gerüst nicht verschieben.

Schnurgerüst auf einer Baustelle mit Brettern zur Sicherung von Lagebezügen

Abbildung 2: Schnurgerüst in einer Baustellensituation. Foto: Frankee 67, CC BY-SA 3.0. Das Foto veranschaulicht den Lagebezug; es ersetzt keine Beurteilung der aktuellen Baustellensicherheit.

Dreidimensionales Schema eines Schnurgerüsts

Abbildung 3: Räumliches Schnurgerüst-Schema. Architekturbuero Grom, CC BY 4.0. Vergleiche mit dem Foto: Markierung, Schnur und Bauteil brauchen eindeutige Zuordnung.

Kontrolliere Seiten und Diagonalen. Beim Rechteck 6,00 m × 4,00 m gilt d = √(6,00² + 4,00²) m = √52 m ≈ 7,211 m. Gleiche Diagonalen allein beweisen bei beliebigen Vierecken kein korrektes Rechteck; Seitenmaße und Lagebezug müssen ebenfalls stimmen. Das Verhältnis 3:4:5 hilft im ungefährlichen Modell beim Abstecken rechter Winkel.


Nivellieren und digitale Messgeräte

Ein Nivelliergerät erzeugt eine waagerechte Ziellinie; die Latte steht senkrecht. Aus bekannter Höhe H und Rückblick r folgt Z = H + r, mit Vorblick v die gesuchte Höhe H neu = Z − v. Die Ziellinienhöhe ist nicht die direkt gemessene Höhe des Stativkopfes.

Optisches Nivelliergerät Zeiss NI3 auf einem Stativ

Abbildung 4: Optisches Nivelliergerät. sarang, vom Urheber gemeinfrei freigegeben. Das historische Modell erklärt das Messprinzip; aktuelle Geräte nach Anleitung verwenden.

Messschritt Modellwert Rechnung oder Bedeutung
Bekannter Festpunkt 100,000 m Ausgangshöhe im lokalen Modellnetz
Rückblick 1,350 m Ziellinie: 100,000 + 1,350 = 101,350 m
Vorblick auf Punkt P 1,780 m H(P) = 101,350 − 1,780 = 99,570 m
Geplante Fundamentsohle 98,800 m Soll-Lattenablesung von dieser unveränderten Aufstellung: 101,350 − 98,800 = 2,550 m

Bei gleicher Ziellinie bedeutet eine größere Lattenablesung einen tieferen Punkt. Fehlerquellen sind schiefe Latte, vertauschte Rück-/Vorblicke, Zahlendreher, versetzter Festpunkt oder Geräteumstellung ohne neuen Anschluss. Kontrollmessung und Anschluss an einen bekannten Punkt prüfen das Ergebnis. Zulässige Abweichungen stehen im Prüfplan.

Rotationslaser, Kanalbaulaser und Totalstation unterstützen Messungen, ersetzen aber weder aktuellen Planstand noch unabhängige Kontrolle. Beachte Geräte- und Schutzvorgaben; Laser niemals auf Augen oder Straßenverkehr richten. Im Kurs genügen Messkarten und Tabellenkalkulation.

Fachvideo: E-Baulehre – „Mit dem Nivelliergerät die Höhe übertragen“. Achte auf bekannten Punkt, waagerechte Ziellinie und senkrechte Latte. Das deutschsprachige österreichische Ausbildungsmedium erläutert das Messprinzip; für Deutschland gelten die hier separat belegten Sicherheitsvorgaben. Ergänzung: Vermessung auf der Baustelle - Handwerk.


Flächen, Volumen, Dichte und Auflockerung

Führe die Einheiten mit: Rechteckfläche A = Länge × Breite; Quader V = Länge × Breite × Höhe. Für einen rechteckigen Modellgraben gilt V = 8,00 × 0,80 × 0,90 = 5,76 m³. Die Geometrie sagt nichts über eine zulässige ungesicherte Ausführung aus.

Die Dichte ρ verbindet Masse und Volumen: m = ρ × V. 10,00 m³ gewachsener Boden mit 1,80 t/m³ wiegen 18,00 t. Beim Lösen wächst das Volumen: Mit f = 1,20 gilt V locker = f × V gewachsen = 12,00 m³. Bei gleichem Wasser- und Materialbestand bleiben 18,00 t; die lockere Dichte beträgt 18,00 / 12,00 = 1,50 t/m³.

Zustand im Rechenbeispiel Volumen Dichte Masse
Gewachsen 10,00 m³ 1,80 t/m³ 18,00 t
Gelöst, gleicher Material- und Wasserbestand 12,00 m³ 1,50 t/m³ 18,00 t

Auflockerung ist kein fester Kennwert einer Bodenart. Für Transporte zählen auch Feuchte, Nutzlast und zulässige Beladung. Lockeres Volumen nochmals mit gewachsener Dichte zu multiplizieren würde Masse erzeugen. Unterscheide „gewachsen“, „locker“ und „verdichtet eingebaut“; für den Wiedereinbau sind Eignung und Verdichtung gesondert nachzuweisen.

Geneigte Seiten verbreitern die Baugrube nach oben. Für einen trapezförmigen Grabenquerschnitt gilt A = (Breite unten + Breite oben) / 2 × Tiefe. Eine rundum gleichmäßig geböschte rechteckige Baugrube wird exakt mit drei Horizontalflächen berechnet: V = h / 6 × (A unten + 4 × A Mitte + A oben). Das Mittel allein aus oberer und unterer Fläche ist ungenau. Wechselnde Tiefen, andere Endformen und Schächte erfordern eine passende Zerlegung.


Erdarbeiten, Baugrubensicherung und Wasserhaltung


Baugrube und Graben sicher unterscheiden

Eine Baugrube schafft Arbeitsraum für Bauwerk oder größere Bauteile, ein Graben ist langgestreckt, häufig für Leitungen oder streifenförmige Arbeiten. Tatsächliche Geometrie und Verfahren bestimmen die Planung. Auch ein schmaler Graben kann durch Bodeneinbruch Menschen verschütten oder einquetschen.

Eine Böschung ist eine geneigte Wand aus anstehendem Boden; Verbau stützt die Wand konstruktiv. Zu prüfen sind Boden, Wasser, Tiefe, Nachbarfundamente, Verkehr, Maschinenlasten, Erschütterungen und sämtliche Bauzustände. Regen und Randlasten können eine zunächst unauffällige Lage gefährlich verändern.[8]

Baugrube mit einer Böschung im Vordergrund und senkrechtem Verbau im Hintergrund

Abbildung 5: Unterschiedliche Sicherungsprinzipien auf einer Baustelle: Böschung und Berliner Verbau. Foto: Patrick Oberdörfer, CC BY-SA 4.0. Die Abbildung zeigt Bauweisen; eine heutige Regelkonformität aller sichtbaren Einzelheiten ist damit nicht behauptet.

Ausführungsprinzip Typische Überlegung Grenze der Vereinfachung
Geböschte Wand Benötigt seitlichen Platz; Winkel und Höhe beeinflussen Aushub und Flächenbedarf Nicht jeder Sand ist mit demselben Winkel standsicher; Wasser und Auflasten verändern die Beurteilung
Grabenverbaugerät, etwa Verbaubox Kann den Arbeitsbereich im Graben konstruktiv sichern Einbau, Absenkung, Aussteifung, zulässige Lasten und Rückbau folgen dem geplanten System
Trägerbohlwand Träger und Ausfachung stützen die Wand Wasserzutritt, Bodenverlust und Verformung benötigen besondere Betrachtung
Spundwand oder andere geplante Verbauwand Kann bei geeigneter Planung seitliche Sicherung und Anforderungen an den Wasserzutritt verbinden Keine automatische Wasserdichtheit oder Eignung neben empfindlicher Bebauung

Unterscheide Verfahren und Voraussetzungen; baue keinen Verbau nach einem Lehrbild nach. Gräben können rechteckig verbaut, geböscht oder fachplanerisch kombiniert sein. Übergänge, Stirnseiten und Kreuzungen sind mitzuplanen.


Arbeitsraum, Winkel und Bestand

Der Arbeitsraum zwischen Bauwerk beziehungsweise Schalung und Grubenbegrenzung muss Tätigkeiten, Zugänge und Schutz ermöglichen. Prüfe die lichte Breite an der engsten Stelle. Verbau, Aussteifung, Abdichtung und Bauzustand bestimmen den Platzbedarf mit. Schutzstreifen, Maschinenabstände und Verkehrswege werden zusätzlich geplant.

Der Böschungswinkel β wird zur Waagerechten gemessen. Aus Tiefe h und vorgegebenem Winkel folgt der horizontale Rücksprung s = h / tan β. Bei h = 1,00 m und β = 45° ist s = 1,00 m je Seite; die obere Breite wächst um 2,00 m. Kleinere Winkel brauchen mehr Platz. 45° ist nur ein Rechenwert, keine Sicherheitsfreigabe. Zulässigkeit ergibt sich aus den örtlichen Bedingungen und der Fachplanung.

Aushub neben einem Gebäude kann dessen Gründung durch Bodenentzug oder Wasserveränderung schädigen. Erkunde vorher Fundamente, Lasten und Boden; Sicherungen, Beweissicherung und Überwachung sind zu planen. Lege ein Bestandsfundament niemals eigenmächtig bis zur Unterkante frei.[9]

Unterbrich bei neuen Rissen, abbröckelndem Boden, unerwartetem Wasser, veränderten Randlasten oder beschädigtem Verbau: Abstand halten, andere warnen, Verantwortliche verständigen. Weiterarbeit erst nach Beurteilung und Freigabe. Bei Unfällen gilt der Notfallplan; keine improvisierte Rettung durch Betreten ungesicherter Bereiche.

Sicherheitsmedium: BG BAU: 1x1 im Arbeitsschutz – Geböschte Baugruben und Gräben, Stand 10/2026. Das offizielle Lernmodul enthält ein Video und eine Textalternative. Es ergänzt die persönliche Unterweisung. Achte beim Ansehen auf Veränderungen von Boden, Wasser und Belastung; übertrage keine Einzelmaße ohne ihre Voraussetzungen auf eine andere Baustelle.


Oberboden, Aushub, Planum und Verdichtung

Oberboden wird vom mineralischen Unterboden getrennt abgetragen, transportiert und für die spätere Nutzung bodenschonend gelagert. Vermeide unnötige Befahrung, Vermischung und Vernässung. Halte geplante Aushubströme getrennt; nach Rückbau können verdeckte Bauteilreste oder belastete Auffüllungen vorkommen.

Planum ist die planmäßig hergestellte Oberfläche von Untergrund oder Schicht. Geprüft werden Höhe, Gefälle, Ebenheit und Tragverhalten. Eine Tragschicht verteilt Lasten. Verdichten verringert bei geeignetem Boden und Wassergehalt mechanisch die Luftporen; es beseitigt weder Schadstoffe noch Materialmängel oder beliebige Vernässung.

Bagger lösen und laden; passende Verdichtungsgeräte bearbeiten die freigegebenen Schichten. Geräteart, Schichtdicke, Übergänge und Prüfmethode werden projektbezogen festgelegt. Der Einsatz darf Boden und Leitungen nicht schädigen. Sichtprüfung ersetzt keine vorgeschriebene Verdichtungs- oder Tragfähigkeitsprüfung.

Ablauf: Bereich und Leitungen klären, Sicherung und Wasserhaltung vorbereiten, Oberboden trennen, bis zur Sollhöhe ausheben, Sohle schützen und beurteilen, Schichten einbauen und prüfen. Nach Herstellung und Prüfung von Fundamenten oder Leitungen wird geeignetes Material lagenweise verfüllt und verdichtet. Verbau nach Plan zusammen mit der Verfüllung zurückbauen; niemals erst vollständig ziehen und dann ungesichert weiterarbeiten.

Fahr-, Schwenk- und Quetschbereiche von Erdbaumaschinen bleiben personenfrei. Annäherung mit der bedienenden Person abstimmen; Sichtkontakt ersetzt kein sicheres Stillsetzen. Bedienung braucht Befähigung, Unterweisung und Beauftragung. Im Kurs gelten ausschließlich digitale oder unbewegte Tischmodelle.[10]


Offene und geschlossene Wasserhaltung

Wasserhaltung hält den Arbeitsbereich ausreichend frei von störendem Wasser. Offen: Wasser wird innerhalb der Baugrube in geplanten Rinnen und Sammelstellen erfasst und abgepumpt. Geschlossen: Filter, Brunnen oder geeignete Systeme fassen Wasser außerhalb beziehungsweise vor Eintritt in den Arbeitsraum. „Geschlossen“ bezeichnet keinen Deckel über der Baustelle.

Beobachtung im Modell Fachliche Überlegung Begründete Reaktion
Geringes Niederschlagswasser, standsichere und erosionsunempfindliche Verhältnisse laut Planung Geplante offene Sammlung kann ausreichen Zulässigen Ableitungsweg, Schutz der Sohle und Kontrolle berücksichtigen
Grundwasserandrang oder ausspülgefährdeter Boden Offenes Abpumpen kann Boden lösen oder die Sohle gefährden Fachplanung für ein geeignetes geschlossenes oder anderes gesichertes Verfahren veranlassen
Trübes Wasser mit mitgerissenen Bodenpartikeln Hinweis auf möglichen Materialverlust Betroffenen Bereich unterbrechen und Ursache fachkundig klären
Absenkung nahe einem Bestandsgebäude Veränderungen im Untergrund können Verformungen auslösen Einflussbereich, Messkonzept und gegebenenfalls andere Bauweise prüfen lassen

Pumpenleistung ersetzt keine sichere Verfahrenswahl. Technik und Wasserrecht sind getrennt zu prüfen: Grundwasserentnahme, Ableitung und bestimmte Veränderungen sind Gewässerbenutzungen nach WHG. Zuständige Stellen klären Erlaubnisse, Behandlung und Einleitung; kein ungeprüftes Ableiten in Boden, Gewässer oder Kanal.[11]


Aushub als Ressource und als möglicher Abfall

Schone die Ressource Boden durch begrenzten Aushub, getrennte Materialströme und abgestimmte Wiederverwendung geeigneter Mengen. Bautechnische Eignung und Umweltanforderungen zählen gleichermaßen. Einbau in technische Bauwerke, Aufbringen auf Bodenflächen und Deponierung sind unterschiedliche Wege mit eigenen Anforderungen.[12]

Verdächtigen Aushub kennzeichnen und getrennt sichern; qualifizierte Stellen organisieren Untersuchung, Einstufung, Transport und weiteren Weg. Nicht durch Vermischen verdünnen. Das Mengenblatt dokumentiert Herkunft, Zustand, Menge, Verwendungsweg und Freigabe; damit werden Transporte, Wiederverwendung und Kosten nachvollziehbar.


Fundamente, Kraft und tragfähige Sohle


Gründungsarten und Lastabtragung

Eine Gründung überträgt Einwirkungen in den Baugrund. Vereinfacht: Dach/Decken → Wände/Stützen → Fundament → tragfähiger Untergrund. Neben Eigengewicht berücksichtigt die Tragwerksplanung Nutzung, Wind und weitere Einwirkungen. Auch Setzungen und unterschiedliche Bewegungen müssen begrenzt werden.

Gründungsart Anschauliche Anwendung Fachliche Besonderheit
Einzelfundament Eine Stütze steht auf einem einzelnen Fundamentkörper Konzentrierte Last wird über eine größere Grundfläche verteilt; benachbarte Fundamente können sich gegenseitig beeinflussen
Streifenfundament Eine tragende Wand steht auf einem durchlaufenden Fundamentstreifen Linienförmige Lastabtragung; Ecken, Kreuzungen und Aussparungen gehören zur Planung
Plattenfundament beziehungsweise Fundamentplatte Eine zusammenhängende tragende Platte unter größeren Teilen des Bauwerks Lastverteilung und Verformungsverhalten werden gemeinsam betrachtet; eine dünne, nichttragende Bodenplatte ist nicht automatisch ein Plattenfundament
Tiefgründung als Ausblick Lasten werden etwa über Pfähle in tiefer liegende tragfähige Bereiche übertragen Fachplanung und besondere Ausführung; kein Ersatz für fehlende Baugrunddaten

Gründungsart und Ausführung folgen Boden, Lasten, Bauwerk, Wasser und Randbedingungen. Mehr Beton ist nicht automatisch besser: Baugrund und Tragwerksplanung müssen zusammenpassen.[13]

Schema eines Streifenfundaments unter einer Wand

Abbildung 6: Streifenfundament-Schema. Bertbau, CC BY-SA 4.0. Prinzipdarstellung, kein ausführungsreifer Schalungs- oder Bewehrungsplan.

Schalung für ein Einzelfundament

Abbildung 7: Schalung für ein Einzelfundament. Patrick Oberdörfer, CC BY-SA 4.0. Vergleiche die begrenzte Aufstandsfläche mit einem durchlaufenden Fundamentstreifen.

Übersicht einer Baugrube mit Fundament und Bodenplatte in Freiham

Abbildung 8: Baugrube, Fundament- und Bodenplattenbereich im Bauablauf. Patrick Oberdörfer, CC BY-SA 4.0.


Kraft und mittlerer Sohldruck

Kraft F wird hier in Kilonewton angegeben: 1 kN = 1.000 N. Masse in Tonnen und Kraft in Kilonewton sind verschieden; Gewichtskraft F = m × g. Für die Fundamentaufgabe ist die Gesamtlast in kN vorgegeben.

Der mittlere Sohldruck ist q = F / A. Bei F = 720 kN und A = 9,00 m² folgt q = 80 kN/m² = 80 kPa, denn 1 kPa = 1 kN/m². Doppelte Fläche halbiert bei gleicher Kraft den rechnerischen Mittelwert.

Rechendiagramm: Gleiche Modellkraft, unterschiedliche Fläche. Balkenlängen entsprechen dem mittleren Druck; Zahlen stehen zusätzlich in der Tabelle.

Kontaktfläche Rechnung Mittlerer Druck Vergleichsbalken
4,50 m² 720 / 4,50 160 kPa
160 kPa
9,00 m² 720 / 9,00 80 kPa
80 kPa
18,00 m² 720 / 18,00 40 kPa
40 kPa

Das eigene Diagramm nutzt synthetische Mittelwerte. Exzentrische Lasten, Momente, Horizontalkräfte, ungleichmäßiger Kontakt und Fundamentsteifigkeit können die Druckverteilung verändern. q = F / A ersetzt weder Standsicherheits- noch Setzungsnachweise. Ein Bodenfoto liefert keinen zulässigen Vergleichswert.


Druckzwiebel und benachbarte Bauwerke

Die Druckzwiebel veranschaulicht Spannungszuwächse unter einem belasteten Fundament: Linien verbinden Punkte gleicher Zusatzspannung. Der Einfluss reicht nach unten und seitlich und endet nicht scharf an einer Linie. Fundamentgeometrie, Lastverteilung und Bodenaufbau bestimmen die Form. Sie ist ein Denkmodell, kein sichtbarer Körper im Boden.

Tiefere weiche Schichten können trotz fester Sohle relevant sein; nahe Fundamente können sich gegenseitig beeinflussen. Bodenentzug und Wasseränderung verändern Trag- und Verformungsverhalten. Aus einem Schema darf kein erlaubter Aushubkeil abgeleitet werden: Der Bestand benötigt konkrete Fachplanung.

Sichere Anschauung: Leichte Klötze mit verschiedenen Aufstandsflächen auf einer abgedeckten ungefährlichen Unterlage vergleichen. Die Lehrkraft demonstriert Fläche und Eindrückung; daraus folgt kein zulässiger Sohldruck realer Böden.


Sohle vorbereiten und Fundamente herstellen

Die Fundamentsohle ist die Gründungsebene unter dem Fundament. Vergleiche Lage, Höhe und Boden mit den Unterlagen. Aufgeweichten, gefrorenen, gestörten oder unerwartet aufgefüllten Boden nicht überbetonieren; die Fachperson legt Maßnahmen fest. Auch Mehraushub darf nicht eigenmächtig mit beliebigem Material ausgeglichen werden.

Eine Sauberkeits- oder Ausgleichsschicht schafft Arbeitsfläche, ersetzt aber keine Tragfähigkeit. Schalung, Bewehrung, Betondeckung, Aussparungen und Einbauteile werden nach Plan hergestellt und vor Betonage geprüft. Danach folgen Betonannahme und Prüfung, Einbringen, Verdichten und Nachbehandlung. Die Detailplanung von Beton und Bewehrung wird im Stahlbeton-Lernfeld vertieft.

Nachbehandlung schützt jungen Beton vor Austrocknung und schädlichen Umwelteinflüssen. Verfahren und Dauer hängen von Beton, Bauteil, Wetter und Anforderungen ab; „hart“ heißt nicht belastbar. Frischbeton, Staub und schwere Lasten erfordern Schutzmaßnahmen. Hier ersetzt ein Karton- oder CAD-Modell den Umgang mit Zement und Beton.[14]

Prüfstelle Nachvollziehbarer Eintrag Folge bei Abweichung
Sohle vor dem Einbau Planstand, Höhe, Lage und Übereinstimmung mit dem Baugrundbefund Fachliche Beurteilung abwarten; keine verdeckte Eigenkorrektur
Schalung und Einbauteile Außen- und Innenmaße, Achsen, Oberkante, Aussparungen und Freigabevermerk Vor dem Betonieren korrigieren und erneut prüfen
Betonlieferung und Herstellung Zuordnung zur Bestellung, vorgeschriebene Prüfungen und Betonierabschnitt Abweichung nach festgelegtem Verfahren behandeln
Nachbehandlung und spätere Belastung Beginn, Maßnahmen, Bedingungen und verantwortliche Entscheidung Keine Lasten aufbringen, bevor die vorgesehenen Voraussetzungen erfüllt sind

Vertiefung: Beton und Stahlbeton - Handwerk. Der Zusammenhang mit anderen Gewerken wird auch im vorhandenen Kurs Bauwerke erschließen und gründen - Beton- und Stahlbetonbauer - LF 2 behandelt.


Leitungen, Schächte und gepflasterte Zufahrten


Erschließungsmedien erkennen und koordinieren

Erschließen verbindet ein Bauwerk mit Zugängen sowie Ver- und Entsorgung. Leitungen transportieren Medien oder übertragen Energie und Informationen. Unterscheide Zweck, Material, Lage und Zuständigkeit. Rohr- oder Planfarbe ohne Legende und Betreiberbestätigung beweist keinen Inhalt.

Medium Typische Funktion Besondere Schnittstelle
Entwässerung Schmutz- und Niederschlagswasser kontrolliert ableiten Gefälle, Rohrsohlen, Dichtheit und zulässiger Anschluss
Elektrischer Strom Energieversorgung des Gebäudes Elektrofachkräfte und Netzbetreiber; keine selbstständige Freischaltung oder Verbindung
Kommunikation Daten- und Kommunikationsverbindungen, beispielsweise Schutzrohre für Glasfaser Betreiber, Biegeradien, Zugänglichkeit und dokumentierte Reserven
Flüssige Medien Trink- oder Betriebswasser und andere geplante Flüssigkeitsleitungen Hygiene, Druck, Werkstoffverträglichkeit und eindeutige Trennung
Gasförmige Medien Beispielsweise Brenngas oder betriebliche Gasversorgung Besondere Freigaben und Fachzuständigkeit; keine eigenständige Dichtheitsprobe

Bestandspläne können veraltet oder ungenau sein. Vor Erdarbeiten Betreiberinformationen mit örtlicher Lageklärung verbinden. Bei unbekannten oder beschädigten Leitungen Arbeit einstellen und melden; nichts eigenmächtig bewegen, trennen oder zudecken.[15]


Entwässerungsplan, Mischsystem und Trennsystem

Im Mischsystem fließen Schmutz- und Niederschlagswasser im gemeinsamen Kanal; im Trennsystem verlaufen sie getrennt. Die genehmigte Planung und örtliche Vorgaben bestimmen den Regenwasserweg. Trennung erlaubt keine ungeprüfte Versickerung.

System Schmutzwasserweg Niederschlagswasserweg
Mischsystem Anschluss an den vorgesehenen Mischwasserkanal Anschluss an denselben vorgesehenen Mischwasserkanal
Trennsystem Eigener Schmutzwasserkanal Eigenes Regenwassersystem mit dem freigegebenen Ableitungs- oder Bewirtschaftungsweg

Lies im Entwässerungsplan Fließrichtung, Länge, Werkstoff, Nennweite, Schächte und Sohlhöhen. Rohrsohle ist die untere innere Linie, der Rohrscheitel liegt oben. Überdeckung richtet sich gewöhnlich nach der äußeren Rohrgeometrie. DN ist eine Nennweite, ohne Produktdaten kein exakter Innendurchmesser.

Gefälle i: Höhenunterschied Δh geteilt durch waagerechte Länge L, also i = Δh / L, in Prozent i = Δh / L × 100 %. Beispiel: 0,15 / 10,00 × 100 % = 1,5 % beziehungsweise 1,5 cm je Meter. Auf 20 m ergeben sich 0,30 m. Das ist keine allgemeine Mindestneigung.

Gefälle allein reicht nicht: Überdeckung, Frost, Verkehrslasten, Anschlusshöhen, Rückstau, Bettung und Fundamentkonflikte sind mitzuklären. Ein zu hoher Anschluss erfordert gegebenenfalls neue Planung; niemals eigenmächtig unter ein Fundament graben.

Fachvideo: E-Baulehre – „Mit dem Kanalbaulaser ein Rohr einmessen“. Beachte die Verbindung von Sollneigung, Höhe und Kontrollmessung. Das Video dient der Anschauung des Messprinzips; im Kurs wird weder ein Kanal betreten noch eine reale Leitung mit einem Laser eingerichtet.


Schächte, Rohre, Durchführungen und Dränung

Ein Schacht ermöglicht je nach Anlage Kontrolle, Richtungsänderung, Leitungsverbindung oder weitere Aufgaben. Unterscheide Lage/Höhenbezug, Material und Funktion. Beton- und Kunststoffschächte sind unterschiedlich aufgebaut; gemauerte Bestandsschächte benötigen Zustandsbewertung. Kontrollzugang bedeutet nicht automatisch Begehbarkeit. Reale Einstiege brauchen ein qualifiziertes Sicherheitsverfahren; Kursmodelle werden nicht betreten.

Kunststoff, Steinzeug und Beton sind Beispiele für Entwässerungsrohre. Medium, Lasten, Beanspruchung, Produkt und Planung bestimmen Werkstoff und Verbindung. Gleiche Farbe oder scheinbar gleicher Durchmesser rechtfertigen keinen Austausch.

Der Ablauf umfasst Bettung, Rohrlage, passende Formstücke und Verbindungen, kontrollierte Schachtanschlüsse und Prüfungen vor dem Verdecken. Herstellerangaben regeln Bearbeitung und Verbindung, etwa Schnitt, Dichtung und Verbindungsmittel. Gleichmäßige Unterstützung vermeidet schädliche harte Einzelauflager. Einbettung und Verfüllung brauchen geeignetes Material und angepasste Verdichtung. Druck- und Dichtheitsprüfungen sind keine selbstständigen Schülerexperimente.

Eine Durchführung verbindet Leitungen mit Wand, Decke oder Fundament. Dokumentiere Bauteil, Lage, Höhe, Medium, Öffnung, Hülse und Abdichtung. Tragwerk sowie erforderlicher Brand-, Schall- und Feuchteschutz sind abzustimmen. Koordiniere Aussparungen früh. Nachträgliche Bohrungen erfordern Klärung von Bewehrung, Leitungen, Gefahrstoffen, Arbeitsbereich und Ausführung. Hier verortest du Bohrungen und Freigabepunkte; Kernbohrtechnik folgt später.

Dränung sammelt und leitet Wasser im geplanten System ab. Sie ist weder Schmutzwasserleitung noch Ersatz der Bauwerksabdichtung. Filter, Gefälle, Kontrolle und zulässige Ableitung gehören zur Fachplanung; eine dauerhafte Grundwasserabsenkung darf nicht beiläufig entstehen.

Bauteil der Erschließung Im Plan festzuhalten Vor dem Verdecken zu kontrollieren
Rohrleitung Medium, Werkstoff, Abmessung, Sohlhöhen, Länge und Fließrichtung Lage, Gefälle, Verbindungen, Einbettung und erforderliche Prüfnachweise
Kontrollschacht Lage, Deckel- und Sohlhöhe, Material, Funktion und Anschlüsse Anschlussrichtung, Dichtheit nach Prüfplan, Zugänglichkeit und Zuordnung
Durchführung Bauteilkennung, x/y-Lage, Achshöhe, freigegebene Öffnung und Dichtung Übereinstimmung mit Tragwerk und Leitungsplan, vollständiger Abdichtungsanschluss
Dränung Einzugsbereich, System, Kontrollpunkte und zulässiger Ableitungsweg Filterfunktion, Lage, Gefälle und Anschlüsse gemäß Planung


Aufbau einer gepflasterten Zufahrt

Eine Zufahrt verteilt Lasten und führt Wasser ab. Aufbau und Schichtdicken folgen Nutzung, Boden und örtlichen Bedingungen, nicht einem beliebigen Internetbild. In der ungebundenen Bauweise bestehen Bettung und Fugenfüllung aus ungebundenem Material; Kornabstufung und Wasserdurchlässigkeit der Schichten müssen zusammenpassen.[16]

Eigenes Schichtschema von oben nach unten: Die Zahlen sind Modellvorgaben, keine standardisierte Bemessung.

Lage Modellschicht Aufgabe
Oben 8 cm Pflastersteine mit passend gefüllten Fugen Befahrbare Oberfläche und Lastweiterleitung; Fugen sind Bestandteil der Konstruktion
Darunter 4 cm Bettung im vorgesehenen Endzustand Gleichmäßige Unterstützung der Steine und planmäßige Höhenlage
Darunter 25 cm freigegebene ungebundene Tragschicht im verdichteten Zustand Lastverteilung und Verformungsbeständigkeit; weitere Frostschutzanforderungen sind projektspezifisch zu prüfen
Unten Vorbereitetes und geprüftes Planum Geeignete Grundlage in Höhe, Gefälle, Ebenheit und Tragverhalten

Einfassungen wie Bord- und Randsteine sichern die Fläche seitlich; Fundament und Rückenstütze folgen der Planung. Lose Randsteine sind kein gleichwertiger Ersatz. Wasserwege und Übergänge dürfen keine Pfützen, Stolperstellen oder ungeplanten Zuflüsse zum Gebäude erzeugen.

Ablauf: Planum und Schichten prüfen, Einfassungen herstellen, Bettung vorbereiten, Steine nach Verlegeplan setzen, Fugen füllen. Abrütteln/Nachverdichten nur mit geeignetem Gerät nach Hersteller- und Ausführungsvorgaben; anschließend Füllung und Höhen erneut prüfen. „Knirsch“ ohne geplante Fuge gesetzte Steine sind fehlerhaft. Im Kurs nur leichte Papier- oder Holzmodule, keine Steinpakete oder Motorgeräte.


Materialbedarf und Gefälle digital ermitteln

Modellzufahrt: A = 8,00 × 3,00 = 24,00 m². Mit vorgegebener 5-%-Reserve: 24,00 × 1,05 = 25,20 m² Bestellfläche. Das Modulmaß einschließlich Fuge 0,20 × 0,10 m ergibt 0,020 m² je Stein; 25,20 / 0,020 = 1.260 Steine. Bei Produktmaßen ohne Fuge ist die Rechnung anzupassen. Verpackungseinheiten und Verlegeplan zusätzlich prüfen.

Tragschicht: V = 24,00 × 0,25 = 6,00 m³ verdichtet. Der nur fürs Liefermodell vorgegebene Faktor 1,15 ergibt 6,90 m³ lose; er ist nicht der Aushub-Auflockerungsfaktor. Bettung: 24,00 × 0,04 = 0,96 m³ im Endzustand, mit gegebenenfalls eigenem Lieferansatz. Umlaufende Einfassung: 2 × (8,00 + 3,00) = 22,00 m; Anschlüsse und tatsächlich eingefasste Seiten vor Bestellung klären.

Aufbaudicke: 0,08 + 0,04 + 0,25 = 0,37 m. Bei Oberfläche 100,10 m liegt das Planum ohne weitere Schichten auf 99,73 m; zusätzliche Schichtdicken wären zu ergänzen. Quergefälle 2 % über 3,00 m: 0,02 × 3,00 = 0,06 m Höhenunterschied, tiefere fertige Kante 100,04 m.

Trenne Tabelleneingaben für Länge, Breite, Dicke und Zuschlag von Formelergebnissen; jede Spalte braucht eine Einheit. Überschlag: 24 m² × ein Viertelmeter müssen rund 6 m³ ergeben, nicht 600 m³. Dokumentiere Eingaben, Planstand und Formeln; kontrolliere Ergebnisse vor jeder Bestellung.

Fachvideo: E-Baulehre – „Mit dem Rotationslaser eine schiefe Ebene einmessen“. Betrachte den Zusammenhang von Bezugshöhe, Strecke und geplanter Neigung. Eine Vertiefung mit weiteren sicheren Rechnungen bietet Entwässerung und Regenwassersysteme – Gefälle im Leitungsmodell berechnen.


Modellauftrag Werkhof: planen, prüfen und begründet entscheiden


Auftrag und ausschließlich synthetische Vorgaben

Der erfundene Ausbildungsbetrieb soll auf dem ebenfalls erfundenen Werkhof einen freistehenden kleinen Technikbau vorbereiten. Eine frühere Oberflächenbefestigung wurde im Modell bereits fachgerecht entfernt. Du erstellst die Arbeitsvorbereitung für Gründung, Leitungsanschluss und Zufahrt. Arbeitsprodukt: eine kommentierte Plan- und Prüfmappe mit Draufsicht, Schnitt, Mengenblatt, Leitungs- und Materialliste, Ablaufplan, Prüfprotokoll und begründeter Rückfrage. Die nachfolgenden Tabellen bilden eine ausgefüllte Musterlösung. Praktisch umgesetzt wird ausschließlich ein Papier-, CAD- oder Tischmodell.

Alle Koordinaten, Höhen, Belastungen, Bodenbefunde, Kosten und Prüfkriterien sind erfunden. Es gibt keine reale Baustelle und keine reale Ausführungsfreigabe. Auch eine im Unterricht verwendete „Freigabekarte“ bleibt ein Übungsdokument. Der Leitungsentwurf V0 enthält absichtlich eine noch ungeklärte Randbedingung.

Bereich Vorgabe des Modells
Lage und Fundament F1 Rechteckiger Fundamentring außen 6,00 × 4,00 m; Streifenbreite 0,50 m; Höhe 0,60 m; UK 98,80 m, OK 99,40 m
Boden und Wasser Nach 0,20 m Oberboden tragfähiger mineralischer Baugrund laut synthetischer Untersuchung; dokumentierter Grundwasserstand 97,00 m, zeitweise geringes Niederschlagswasser; tatsächliche Änderungen wären neu zu beurteilen
Hauptbaugrube Oberboden zuvor auf 12,00 × 10,00 m getrennt abgetragen; verbleibende Oberfläche 99,80 m; Sohle 98,80 m; unteres Rechteck 7,20 × 5,20 m
Sicherungsvarianten Geometrischer Böschungsvergleich mit für diese Simulation gesetzten 45°; Vergleich mit senkrechtem Verbau. Schalungsüberstände, Verbaudicke und Einbringraum sind nicht in den Vergleichsmaßen enthalten und bleiben gesonderte Prüfpunkte
Last und Mineralboden Für die Mittelwertrechnung F = 720 kN einschließlich des angesetzten Fundamentgewichts; Dichte gewachsen 1,80 t/m³; Auflockerungsfaktor 1,20
Materialströme Von der mineralischen Hauptbaugrube 30,00 m³ im gewachsenen Äquivalent zur späteren geprüften Wiederverwendung vorsehen; 4,00 m³ auffällige Partie getrennt sichern; Rest gesondert abgeben
Entwässerungsentwurf V0 Trennsystem; Schmutzwasserstrang D1–S1 mit 10,00 m waagerechter Länge; Sollsohlen 99,60 m und 99,45 m; Modellinnendurchmesser 0,10 m; Wanddurchführung D1 mit Rohrachse 99,65 m
Zufahrt, eigener Mengenbereich 8,00 × 3,00 m; vorgegebener Modellaufbau 8 cm Pflaster, 4 cm Bettung, 25 cm Tragschicht; Quergefälle 2 %; Modul einschließlich Fuge 20 × 10 cm; Steinreserve 5 %; Tragschicht-Lieferfaktor 1,15

Die Mengenbereiche Hauptbaugrube, Leitungstrasse und Zufahrt werden getrennt geführt. Zusätzliche Rohrgräben und der tatsächliche Aushub für das Zufahrtsplanum sind nicht bereits in der Hauptbaugrubenmenge enthalten. Damit wird eine häufige Doppelzählung beziehungsweise Auslassung sichtbar.


Musterblatt A: Lage, Schnitt und Vermessung

Für die Draufsicht erhält die südwestliche äußere Fundamentecke den lokalen Ursprung. Im Maßstab 1:100 entsprechen 6,00 m genau 6,00 cm. Diese Koordinaten beschreiben das fertige geometrische Modell:

Kontur oder Punkt Koordinaten beziehungsweise Höhe Bedeutung
Äußerer Fundamentring (0;0), (6;0), (6;4), (0;4), alle Koordinaten in m Außenmaße 6,00 × 4,00 m; Diagonale jeweils rund 7,211 m
Innere Ringkante (0,50;0,50), (5,50;0,50), (5,50;3,50), (0,50;3,50) Innenrechteck 5,00 × 3,00 m
Untere Baugrubenkontur Von (−0,60;−0,60) bis (6,60;4,60) Geometrisch 0,60 m Abstand zur Fundamentaußenkante; tatsächlich freier Arbeitsraum zusätzlich mit Schalung und Verbau abgleichen
Obere Böschungskontur Von (−1,60;−1,60) bis (7,60;5,60) Rechteck 9,20 × 7,20 m nach dem Oberbodenabtrag
Schnitt durch die Mitte Oberfläche 99,80 m; Fundament OK 99,40 m; Sohle und Fundament UK 98,80 m Je Seite 1,00 m horizontaler Rücksprung auf 1,00 m Höhe; Planungsprinzip, kein Sicherheitsnachweis
D1 und S1 im Entwurf D1 bei (6;2), S1 bei (16;2); Durchführungsachse 99,65 m 10,00 m Leitungsweg; D1 liegt in der vorgesehenen Wand oberhalb des Fundaments, nicht als eigenmächtige Fundamentbohrung

Die ausgefüllte Planlegende nennt Maßstab, Modellnetz, Nordrichtung, F1, D1, S1, Schnittlinie, Höhenbezug und Versionsstand. Eine zweite Person kontrolliert Seitenmaße, Diagonalen und Höhen. Das Schnurgerüst wird außerhalb der durch Aushub und Maschinen gefährdeten Bereiche vorgesehen; seine Lage und die tatsächlichen Sicherheitsabstände sind Teil der Fachplanung. Ein beliebiger Abstand aus der obigen Geometrie ersetzt diese Planung nicht.

Mit Festpunkt 100,000 m und Rückblick 1,350 m ergibt sich die Ziellinie 101,350 m. Für die Sohle 98,800 m lautet die Sollablesung 2,550 m. Ein aufgestelltes Tischmodell und vorbereitete Ablesekarten bilden diese Messung ohne Baugrubeneinstieg ab.


Musterblatt B: Oberboden, Aushub und Materialströme

Oberboden separat: 12,00 × 10,00 × 0,20 = 24,00 m³. Er wird als eigener Materialstrom geführt. Diese Schicht wird nicht noch einmal in die folgende mineralische Baugrubenrechnung eingerechnet.

Hauptbaugrube nach dem Oberbodenabtrag: h = 99,80 − 98,80 = 1,00 m. Unten: A unten = 7,20 × 5,20 = 37,44 m². In halber Höhe: A Mitte = 8,20 × 6,20 = 50,84 m². Oben: A oben = 9,20 × 7,20 = 66,24 m².

V = 1,00 / 6 × (37,44 + 4 × 50,84 + 66,24) = 51,1733 m³. Für die Arbeitsmappe gerundet: 51,17 m³ gewachsen. Für weitere Rechnungen wird intern mit dem ungerundeten Wert gerechnet. Daraus folgen V locker = 51,1733… × 1,20 = 61,408 m³ und m = 51,1733… × 1,80 = 92,112 t. Die zugehörige lockere Dichte beträgt 92,112 / 61,408 = 1,50 t/m³.

Mineralischer Materialstrom Gewachsenes Äquivalent Lockeres Volumen im Modell Masse bei gleicher Modellfeuchte
Zur geprüften Wiederverwendung vorgemerkt 30,000 m³ 36,000 m³ 54,000 t
Auffällige Partie, getrennt und ohne Verwertungsfreigabe 4,000 m³ 4,800 m³ 7,200 t
Übrige gesonderte Abgabe nach Einstufung 17,173 m³ 20,608 m³ 30,912 t
Summe 51,173 m³ 61,408 m³ 92,112 t

Bewertung: Die 30 m³ sind ein Herkunfts- und Stoffstromwert, kein nachgewiesenes verdichtetes Verfüllvolumen. Der tatsächliche Einbaubedarf muss aus dem Raum nach Abzug der Bauteile und Schichten sowie der geplanten Einbaudichte bestimmt werden. Die auffällige Partie wird im Unterricht als rote Mengenkarte geführt. Niemand bearbeitet real belasteten Boden. Eine Fachstelle müsste in der Praxis Probenahme, Einstufung und zulässigen Weg bestimmen.

Variantenvergleich: Ein geometrischer senkrechter Vergleichskörper mit denselben lichten Sohlmaßen hat 7,20 × 5,20 × 1,00 = 37,44 m³. Gegenüber der Böschung sind das 13,7333 m³ weniger gewachsener Aushub beziehungsweise 16,48 m³ weniger lockeres Transportvolumen. Die obere geometrische Fläche sinkt von 66,24 auf 37,44 m², also um 28,80 m². Verbaukörper, Einbringraum, Schutzbereiche und Verkehrswege kommen bei einer realen Flächenbilanz hinzu.

Bei einem erfundenen Transportansatz von 24,00 €/m³ locker entspräche die Differenz 16,48 × 24,00 = 395,52 €. Kostet der Verbau im Modell zusätzlich 900,00 €, verbleiben unter ausschließlicher Betrachtung dieser beiden Posten 504,48 € Mehrkosten. Daraus folgt keine automatische Wahl der Böschung: Standsicherheit, verfügbare Fläche, Nachbarbauwerke, Bauzeit und weitere Kosten können die Entscheidung bestimmen. Ein Preisvergleich darf keine erforderliche Sicherung wegoptimieren.


Musterblatt C: Fundament, Leitung und Zufahrt

Fundament: Die Ringfläche beträgt Außenfläche minus Innenfläche: A = 6,00 × 4,00 − 5,00 × 3,00 = 9,00 m². V = 9,00 × 0,60 = 5,40 m³ Beton als geometrische Nettomenge. Das Subtraktionsverfahren vermeidet doppelt gezählte Ecken. Ein Bestellzuschlag wäre gesondert festzulegen. Der vereinfachte mittlere Sohldruck beträgt 720 / 9,00 = 80 kPa. Eine vollständige geotechnische und statische Bemessung ist damit nicht erbracht.

Leitungsgefälle: Δh = 99,60 − 99,45 = 0,15 m; i = 0,15 / 10,00 × 100 % = 1,5 %. Bei einem gemessenen Endwert 99,49 m läge das Gefälle nur bei (99,60 − 99,49) / 10,00 × 100 % = 1,1 %. Es entspricht dann nicht dem Soll.

Erkannter Planmangel V0: Aus Sohle 99,60 m und Modellinnendurchmesser 0,10 m folgt ein innerer Rohrscheitel von 99,70 m. Bis zur vorläufigen Oberfläche 99,80 m bleiben nur 0,10 m; die tatsächliche Außenüberdeckung wäre wegen der Rohrwand noch kleiner. Auch ein späteres Gelände von 100,00 m liefert ohne weitere Prüfung keine Freigabe. Überdeckung, Frost, Verkehrslasten, Anschlusshöhen und Fundamentkonflikte sind noch nicht ausreichend abgestimmt. Die Musterlösung lautet deshalb: Entwurf V0 zur fachlichen Überarbeitung zurückgeben. Der korrekte Gefällerechenwert beseitigt den Planmangel nicht. Eine eigenmächtige Tieferlegung oder Bohrung in F1 ist ausgeschlossen.

Muster-Rückfrage: „Bitte Leitungsstrang D1–S1 einschließlich endgültiger Geländeoberkante, tatsächlicher Rohrabmessungen, erforderlicher Überdeckung, Frost- und Lastbeanspruchung sowie Anschluss- und Fundamentdetails koordinieren. Der bisherige Entwurf hat 1,5 % Gefälle, ist in diesen Randbedingungen aber nicht ausführungsreif. Nach überarbeitetem Plan werden Lage, Höhe und Öffnung erneut geprüft.“ Damit ist das Arbeitsprodukt eine fachlich begründete Prüfmappe mit klarer Sperre, kein fälschlich freigegebener Bauplan.

Materialliste Zufahrt: 24,00 m² Nutzfläche; mit 5 % Reserve 25,20 m² beziehungsweise 1.260 Module; Tragschicht 6,00 m³ verdichtet beziehungsweise im vorgegebenen Liefermodell 6,90 m³ lose; Bettung 0,96 m³ im Endzustand; geometrisch umlaufende Einfassung 22,00 m. Packungseinheiten und tatsächlich offene Anschlussseiten werden vor einer echten Bestellung zusätzlich abgeglichen. Die tiefe Pflasterkante liegt bei 100,10 − 0,02 × 3,00 = 100,04 m. Das modellhafte Planum liegt an der hohen Kante auf 99,73 m und an der tiefen auf 99,67 m. Seine Aushubmenge benötigt ein eigenes Geländeaufmaß.


Musterblatt D: Ablauf und Qualitätskontrolle

Phase Arbeitsvorbereitung im Modell Prüf- oder Übergabepunkt
Analysieren und informieren Auftrag, Bodenbefund, Bestandsleitungen, Medien, Planstände und Zuständigkeiten zusammenführen Fehlende Angaben und der Leitungsplanmangel werden sichtbar markiert
Planen Draufsicht und Schnitt, Sicherungs- und Wasserhaltungskonzept, Materialströme und Mengenblatt erstellen Böschung beziehungsweise Verbau und Arbeitsräume brauchen eine eigenständige Fachfreigabe
Erschließung abstimmen Trennsystem, Schacht S1, D1, Strom- und Kommunikationswege sowie flüssige und gasförmige Medien zuordnen Leitungsentwurf V0 bleibt bis zur koordinierten Überarbeitung gesperrt; andere Gewerke bestätigen ihre Schnittstellen
Erdarbeiten gedanklich durchführen Oberboden separat; Sicherung und geeignete Wasserhaltung; mineralischer Aushub; Sohle schützen und prüfen Bei abweichendem Boden oder neuem Wasserzutritt unterbrechen; offene Wasserhaltung nur unter den dafür geplanten Bedingungen
Gründung und Leitungen modellieren Fundamentmodell nach Plan; Leitungsmodell erst mit geklärten Randbedingungen; Dichtungs- und Prüfstellen markieren Sohle, Schalung, Einbauteile und Leitungsprüfungen vor dem Verdecken dokumentieren
Verfüllen und Zufahrt anlegen Geeignetes Material lagenweise; abgestimmter Verbaurückbau; Planum, Tragschicht, Einfassung, Bettung, Pflaster und Fugen Höhen, Gefälle, Ebenheit, Verdichtung und Übergänge nach Prüfplan beurteilen
Kontrollieren und bewerten Soll-Ist-Werte und Quellen sichern; Mengen- und Kostenvergleich erläutern Nacharbeit kontrollieren; Wiederverwendung, Flächenbedarf und Verbesserungen begründen

Ausgefülltes Prüfprotokoll: Die Toleranzen dieser Tabelle sind ausschließlich Vorgaben für die Lernsimulation, keine behaupteten DIN-Toleranzen.

Prüfmerkmal Soll beziehungsweise Modellkriterium Beobachtung Entscheidung
Fundamentbreite außen 6,00 m, erlaubte Modellabweichung ±0,01 m 6,03 m Außerhalb des Modellkriteriums; Lage/Schalung korrigieren und erneut messen
Arbeitsraum Im Modell 0,60 m tatsächlich frei vorgesehen Engstelle 0,43 m Nicht planentsprechend; Ursache und Sicherung klären, keine improvisierte Verbreiterung
Rohr-Endsohle 99,45 m, Modellabweichung ±0,01 m 99,49 m Abweichung +0,04 m; nur 1,1 % Gefälle. Zusätzlich bleibt der gesamte V0-Plan wegen Überdeckung gesperrt
Zufahrt quer Höhenunterschied 0,06 m auf 3,00 m Höhenunterschied 0,06 m, richtige Abflussrichtung Geometrisches Soll erfüllt; übrige Schicht- und Materialprüfungen bleiben erforderlich
Wasserhaltung Kein unerwarteter Bodenverlust Neue simulierte Trübung nach Niederschlag Arbeit unterbrechen, Ursache und Verfahren fachkundig neu beurteilen
Materialstrom Auffällige Partie getrennt Karte „4,00 m³ auffällig“ ist separat und ohne Freigabevermerk Trennung korrekt; Verwertungs- beziehungsweise Entsorgungsentscheidung noch fachlich zu treffen


Fachliches Bewertungsraster für die Arbeitsmappe

Kriterium Volle Punktzahl wird erreicht, wenn … Punkte
Auftrags- und Baugrundanalyse Boden, Wasser, Bestand und Informationslücken nachvollziehbar unterschieden und zuständige Rollen benannt sind 15
Plan und Vermessung Draufsicht und Schnitt zusammenpassen, Maße/Höhen/Bezug eindeutig sind und eine unabhängige Kontrolle enthalten ist 15
Mengen und Einheiten Oberboden getrennt, Baugrubenform korrekt, Ring ohne Eckdoppelzählung und Zustände der Stoffbilanz richtig berechnet sind 20
Sicherung und Wasserhaltung Randbedingungen, Arbeitsraum, Verbau/Böschung, Unterbrechungsanlässe und Grenzen der Modellwerte begründet sind 15
Erschließung und Zufahrt Medien, Schächte, Durchführung, Gefälle, Schichten, Einfassung und Materialbedarf fachlich verbunden sind 10
Fehlerbewertung und Rückfrage Messabweichungen und die fehlende Ausführungsreife von V0 erkannt werden und die Rückfrage eine sichere Klärung ermöglicht 10
Umwelt und Wirtschaftlichkeit Bodenströme, Wiederverwendung, Flächenbedarf und der begrenzte Kostenvergleich nachvollziehbar bewertet werden 10
Dokumentation und Teamarbeit Modellstatus, Planstand, Quellen, Einheiten, Rollen und datensparsame Weitergabe erkennbar sind 5
Gesamt Unterrichtsraster, keine amtliche Prüfungsbewertung 100

Teilpunkte gibt es für einen fachlich richtigen Ansatz mit nachvollziehbaren, anschließend berichtigten Fehlern. Unbegründete Zahlen erhalten weniger Punkte als eine überprüfbare Rechnung. Eine vorgeschlagene gefährliche Eigenhandlung oder die Freigabe von V0 trotz ungeklärter Überdeckung muss vor Abschluss des Lernnachweises fachlich überarbeitet werden. Eine richtige Meldung mit Arbeitsunterbrechung ist eine berufliche Leistung.

Die Mappe verbindet sämtliche Inhaltsgruppen des Lernfelds: Standort und Baugrund, Baugruben und Gräben, Wasserhaltung, Gründungen, Infrastruktur und Schächte, Vermessung, Mengen, Bodenbehandlung, Leitungs- und Fundamentkontrolle, Verkehrsflächen sowie Ressourcenbewertung. Für den realen Beruf werden diese Kompetenzen unter Anleitung auf konkrete Baustellen übertragen; dieser Kurs erteilt dafür keine pauschale Berechtigung.


Interaktive Aufgaben

Bearbeite zuerst die Fragen ohne Lösungshilfe. Erkläre anschließend, welche Fehlannahme hinter einer falschen Antwort steckt. Alle Zahlen sind synthetische Übungsdaten. Die Aufgaben erteilen keine Freigabe für reale Erd-, Gründungs-, Leitungs- oder Maschinenarbeiten.


Quiz: Prüfe dein Wissen

1. Eine Bodenoberfläche wirkt trocken und fest. Welche Aussage zur Gründung ist fachlich richtig? (Erkundung und fachliche Bewertung müssen auch Schichtung und Wasserverhältnisse berücksichtigen) (!Die trockene Oberfläche beweist die Tragfähigkeit aller tieferen Schichten) (!Die Bodenfarbe genügt zur Festlegung der Fundamentbreite) (!Ein schweres Fahrzeug ersetzt das Baugrundgutachten)



Rückmeldung: Eine feste Oberfläche kann schwache oder wasserempfindliche Schichten überdecken. Erkundung, Schichtung und Wasser müssen gemeinsam bewertet werden. Farbe und eine improvisierte Belastung ersetzen keinen Gründungsnachweis.

2. Warum kann der Böschungswinkel einer Baugrube nicht allein aus einer alten Bodenklassenangabe übernommen werden? (Die sichere Lösung hängt auch von Wasser und Auflasten sowie vom Zustand des Bodens ab) (!Eine Bodenklasse bestimmt für jede Tiefe denselben sicheren Winkel) (!Die Tiefe der Baugrube allein legt den sicheren Winkel fest) (!Bei trockenem Wetter sind zusätzliche Randbedingungen bedeutungslos)



Rückmeldung: Boden, Wasser, Schichtung, Randlasten und Nachbarbauwerke wirken zusammen. Weder eine alte Bodenklasse noch die Tiefe allein ersetzt die aktuelle Sicherungsplanung. Auch zunächst trockene Bedingungen können sich ändern.

3. Für das Ringfundament gelten außen 6 mal 4 Meter und innen 5 mal 3 Meter. Wie groß ist seine Aufstandsfläche? (9 Quadratmeter) (!24 Quadratmeter) (!15 Quadratmeter) (!39 Quadratmeter)



Rückmeldung: Außenfläche 24 Quadratmeter minus innere Aussparung 15 Quadratmeter ergibt 9 Quadratmeter. Die vollständige Gebäudefläche ist beim Ringfundament nicht die Kontaktfläche; die Ecken werden nicht doppelt gezählt.

4. Eine zentrische Modellkraft von 720 Kilonewton wirkt auf 9 Quadratmeter. Welcher mittlere Sohldruck ergibt sich? (80 Kilopascal) (!6480 Kilopascal) (!8 Kilopascal) (!0 Komma 0125 Kilopascal)



Rückmeldung: Kraft geteilt durch Fläche ergibt 720 durch 9 gleich 80 Kilopascal. Dieser Mittelwert ersetzt keine Nachweise zu Tragfähigkeit, Setzungen, Lastkombinationen oder ungleichmäßiger Beanspruchung.

5. Eine weichere Bodenschicht liegt unter der Fundamentsohle. Was verdeutlicht die Druckzwiebel? (Die zusätzliche Beanspruchung reicht in tiefere und seitliche Bodenbereiche hinein) (!Die gesamte Beanspruchung endet unmittelbar an der Fundamentunterseite) (!Eine schwache Schicht unter einer festeren Schicht ist für Setzungen unerheblich) (!Nur die sichtbare Bodenoberfläche beeinflusst die Setzung)



Rückmeldung: Die Druckzwiebel veranschaulicht zusätzliche Spannungen unter der belasteten Fläche. Tiefere weiche Schichten und Nachbarfundamente können deshalb bedeutsam sein. Das Schema zeigt keine starre Wirkungsgrenze.

6. 10 Kubikmeter gewachsener Modellboden lockern sich beim Aushub um 20 Prozent auf. Welches lose Volumen ist anzusetzen? (12 Kubikmeter) (!8 Kubikmeter) (!10 Kubikmeter) (!20 Kubikmeter)



Rückmeldung: 10 mal 1 Komma 20 ergibt 12 Kubikmeter. Auflockerung vergrößert den Porenraum, erzeugt aber keine neue Bodenmasse. Prozentwert und Bezugszustand müssen eindeutig sein.

7. Die Rohrsohle soll auf 10 Metern waagerechter Strecke von 99 Komma 60 auf 99 Komma 45 Meter fallen. Wie groß ist das vorgegebene Modellgefälle? (1 Komma 5 Prozent) (!15 Prozent) (!0 Komma 15 Prozent) (!6 Komma 7 Prozent)



Rückmeldung: 0 Komma 15 Meter Höhenunterschied geteilt durch 10 Meter und mal 100 ergibt 1 Komma 5 Prozent. Das ist eine Modellplanvorgabe, keine universelle Mindestanforderung oder Ausführungsfreigabe.

8. Was kennzeichnet ein Trennsystem bei der Entwässerung? (Schmutzwasser und Regenwasser werden in getrennten Leitungswegen geführt) (!Beide Wasserarten werden grundsätzlich im selben Rohr gesammelt) (!Jede Leitung darf ohne Prüfung an jeden vorhandenen Schacht angeschlossen werden) (!Regenwasser muss unter allen Bedingungen ungeprüft versickert werden)



Rückmeldung: Das Trennsystem führt die Wasserarten getrennt. Anschlüsse, Behandlung und Ableitung müssen abgestimmt werden. Die getrennte Sammlung erlaubt weder beliebige Anschlüsse noch ungeprüfte Versickerung.

9. Wann ist die Entscheidung über eine Wasserhaltung fachlich ausreichend vorbereitet? (Wenn Wasserandrang und Boden sowie mögliche Auswirkungen auf die Umgebung untersucht sind) (!Wenn vorsorglich die leistungsstärkste verfügbare Pumpe gewählt wurde) (!Wenn eine trockene Wettervorhersage für den nächsten Tag vorliegt) (!Wenn abgepumptes Wasser irgendwo außerhalb der Baugrube ablaufen kann)



Rückmeldung: Wasserhaltung muss zu Boden, Wasserandrang und Umgebung passen. Ungeeignetes Pumpen kann Boden austragen oder Setzungen auslösen; die Ableitung muss geklärt sein. Pumpenleistung allein genügt nicht.

10. Welche Dokumentation unterstützt die Qualitätsprüfung am besten? (Ein Prüfprotokoll mit Planstand sowie Sollwerten und Istwerten und geklärten Abweichungen) (!Ein Foto ohne Ortsbezug und ohne Angabe des geprüften Bauteils) (!Eine nachträglich geschätzte Maßangabe ohne Messung) (!Ein digitaler Messwert ohne Planbezug und ohne Kontrolle der Eingaben)



Rückmeldung: Das Protokoll verbindet Bauteil, Planversion, Messwert und Entscheidung. Fotos ergänzen die Messung, ersetzen sie aber nicht. Lernprodukte verwenden synthetische Daten und freigegebene Darstellungen.


Memory

Ordne jedem Begriff seine passende Bedeutung zu. Jede Karte gehört genau zu einer anderen Karte.

Baugrunderkundung Untersuchung der Schichten und Eigenschaften des Untergrundes
Schnurgerüst Gesicherte Übertragung von Bauwerksachsen außerhalb des Aushubbereichs
Auflockerung Vergrößerung des Bodenvolumens beim Lösen durch zusätzlichen Porenraum
Sohldruck Auf die Kontaktfläche bezogene Beanspruchung unter einem Fundament
Trennsystem Getrennte Leitungswege für Schmutzwasser und Regenwasser
Planum Profilgerecht hergestellte Oberfläche einer Erd- oder Tragschicht





Drag-and-drop

Ordne die Maßnahme dem passenden Arbeitsanlass zu. Die Zuordnung beschreibt Entscheidungen im Lernmodell; echte Freigaben bleiben bei den zuständigen Fachkundigen.

Passende Maßnahme Arbeitsanlass
Leitungslage klären Im vorgesehenen Aushubbereich ist eine Bestandsleitung dokumentiert
Wasserhaltung prüfen lassen Der Wasserzutritt weicht von den Planungsannahmen ab
Kontrollmessung ausführen Eine gemessene Fundamentachse stimmt nicht mit dem Plan überein
Aushub getrennt sichern Eine Teilmenge ist als möglicherweise belastet gekennzeichnet
Schichtnachweis dokumentieren Eine eingebaute Tragschicht soll vor dem Überdecken geprüft werden





Kreuzworträtsel

Die gesuchten Antworten bestehen jeweils aus einem Wort. Umlaute bleiben erhalten.

Baugrund Wie heißt der Untergrund, dessen Eigenschaften vor einer Gründung untersucht werden?
Verbau Welche bauliche Sicherung kann seitliche Erdbewegungen an einer Baugrube begrenzen?
Planum Wie heißt die profilgerecht hergestellte Oberfläche im Erdbau?
Gefälle Wie heißt die auf die waagerechte Länge bezogene Höhenabnahme einer Leitung?
Schacht Welches Bauwerk ermöglicht je nach Ausführung die Kontrolle oder Verbindung von Leitungen?
Fundament Welches Bauteil überträgt Bauwerkslasten in den tragfähigen Untergrund?





LearningApps

Die Suchseite bietet ergänzende Treffer, kein einzeln geprüftes Lernspiel. Erreichbarkeit und Ergebnisse können sich ändern. Prüfe Inhalt, Niveau und Sicherheitsangaben mit deiner Lehrkraft. Keine personenbezogenen Lernkonten oder betrieblichen Pläne verwenden. Die kursinternen Übungen bleiben unabhängig davon bearbeitbar.


Lückentext

Ergänze die Fachbegriffe aus dem Kurs.
Die gezielte Untersuchung des Untergrundes vor der Planung heißt

.
Der humusreiche, getrennt zu behandelnde obere Bodenhorizont heißt

.
Eine langgestreckte Ausschachtung für Leitungen wird als

bezeichnet.
Eine bauliche Sicherung der seitlichen Erdwand heißt

.
Beim Lösen wächst das Volumen vieler Böden durch die

.
Die profilgerecht hergestellte Oberfläche im Erdbau heißt

.
Außerhalb des Aushubs können Bauwerksachsen mit einem

gesichert werden.
Die Kraft geteilt durch die Fundamentkontaktfläche ergibt im vereinfachten Modell den mittleren

.
Die räumliche Ausbreitung zusätzlicher Spannungen im Untergrund veranschaulicht die

.
Die gemeinsame Ableitung von Schmutzwasser und Regenwasser erfolgt im

.
Der Höhenunterschied bezogen auf die waagerechte Leitungslänge ergibt das

.
Zwischen Pflastersteinen und Tragschicht liegt bei der hier betrachteten ungebundenen Bauweise die

.



Offene Aufgaben

Arbeite mit Papier, Text, Tabelle, CAD oder ungefährlicher Tischsimulation. Kein Betreten von Baugruben, Gräben oder Schächten; kein Maschinenbetrieb, keine Bohr-, Elektro-, Gas-, Gefahrstoff- oder Belastungsversuche. Gleichwertige begründete Lösungen sind möglich. Alle Dateien als synthetisches Lernmodell kennzeichnen.


Leicht

  1. Bodenprofil erklären: Zeichne ein synthetisches Profil mit 0,20 m Oberboden und darunter einer erkundeten mineralischen Schicht. Welche zusätzlichen Informationen braucht die Gründungsplanung? Musterlösung: Oberboden getrennt kennzeichnen und behandeln. Benötigt werden Schichtmächtigkeit, fachlicher Tragfähigkeitsbefund und maßgebliche Wasserverhältnisse. Ein Bodenname oder eine feste Oberfläche belegt noch keine ausreichende Tragfähigkeit.
  2. Schachtkarte erstellen: Gestalte eine Karte für einen fiktiven Kontrollschacht mit Lage, Material, Funktion und Grenze der Lernhandlung. Musterlösung: Beispiel: Lage am Richtungswechsel, Material Beton nach Modellplanung, Funktion Kontrolle und Verbindung von Leitungen. Die drei Merkmale sind unterschiedliche Ordnungskriterien. Die Modellbetrachtung erlaubt keinen realen Schachteinstieg; hierfür sind besondere Schutzmaßnahmen und Zuständigkeiten erforderlich.
  3. Fundamentplan zeichnen: Zeichne das Ringfundament außen 6,00 m mal 4,00 m, umlaufend 0,50 m breit, im Maßstab 1:50. Beschrifte auch die Innenmaße. Musterlösung: Außen 12 cm mal 8 cm, Streifen 1 cm breit; innen 10 cm mal 6 cm entsprechend 5,00 m mal 3,00 m. Maße und Maßstab bleiben ausdrücklich beschriftet, damit eine Bildschirmvergrößerung nicht als Maßänderung missverstanden wird.
  4. Wasserwege darstellen: Zeichne ein Trennsystem und ein Mischsystem. Erkläre einen typischen Anschlussfehler. Musterlösung: Im Trennsystem verlaufen Schmutz- und Regenwasser getrennt zu ihren geplanten Anschlusspunkten, im Mischsystem gemeinsam. Schmutzwasser an der Regenwasserleitung wäre eine Fehlverbindung. Medium, Fließrichtung und Anschluss werden beschriftet; Farben allein reichen nicht.


Standard

  1. Fundamentmengen berechnen: Ermittle Fläche, Betonvolumen und mittleren Sohldruck des Ringfundaments bei 0,60 m Höhe und 720 kN zentrischer Gesamtmodellkraft. Musterlösung: A = 6 × 4 − 5 × 3 = 9,00 m²; V = 9 × 0,60 = 5,40 m³; q = 720 / 9 = 80 kN/m² = 80 kPa. Innenflächen werden abgezogen, Ecken nicht doppelt gezählt. Diese Mittelwertrechnung ersetzt weder Tragfähigkeits- noch Setzungsnachweise.
  2. Leitungsabweichung untersuchen: Prüfe 10,00 m waagerechte Leitung mit Sollsohlen 99,60 m und 99,45 m; der gemessene Endpunkt liegt bei 99,49 m. Musterlösung: Sollgefälle 0,15 / 10 × 100 = 1,50 %, Istgefälle 0,11 / 10 × 100 = 1,10 %. Der Endpunkt liegt 0,04 m zu hoch. Eine Abweichungsmeldung nennt Leitung, Planstand, Höhen und Fehler; vor dem Überdecken sind Klärung, freigegebene Korrektur und erneute Prüfung erforderlich.
  3. Pflasterbedarf tabellieren: Berechne für 8,00 m mal 3,00 m Pflaster 5 % Steinreserve, Verlegemodul einschließlich Fuge 0,20 m mal 0,10 m, Tragschicht 0,25 m und Bettung 0,04 m. Musterlösung: Fläche 24,00 m²; Steinbestellfläche 25,20 m²; 25,20 / 0,020 = 1260 Steine; eingebaute Modellvolumen 6,00 m³ Tragschicht und 0,96 m³ Bettung. Lose Liefermengen benötigen weitere Materialangaben; die Steinreserve gilt nicht automatisch für jede Schicht.
  4. Höhenprotokoll anfertigen: Zusätzliche Übung: Festpunkt 100,000 m, Rückblick 1,350 m, Vorblick 2,550 m. Berechne die Zielhöhe und plane eine Kontrolle. Musterlösung: Instrumentenhorizont 101,350 m; Zielhöhe 101,350 − 2,550 = 98,800 m. Protokolliere Punktnamen, Einheiten, Standpunkt und Bezug. Eine unabhängige Wiederholungs- oder Abschlussmessung zum Festpunkt prüft das Ergebnis; erneutes Lesen derselben Rechnung ist keine unabhängige Messung.


Schwer

  1. Baugrubenmenge bestimmen: Berechne für h = 1,00 m, unten 7,20 mal 5,20 m und oben 9,20 mal 7,20 m das Volumen mit V = h × (A unten + 4 × A Mitte + A oben) / 6. Zusatzübung: Auflockerungsfaktor 1,20, gewachsene Dichte 1,80 t/m³. Musterlösung: Mittelfläche 8,20 × 6,20 = 50,84 m²; unten 37,44 m², oben 66,24 m². V = 51,173 m³; lose 61,408 m³; Masse 92,112 t. Der gesonderte Oberbodenabtrag 24,00 m³ wird nicht doppelt gezählt. Das Mittel der Endflächen wäre hier ungenau. Der Modellwinkel ist keine Sicherheitsfreigabe.
  2. Wasserhaltung begründen: Eine sandige Schicht führt Wasser; neben der Modellbaugrube steht ein Bestandsgebäude. Vergleiche offene und geschlossene Wasserhaltung und fordere drei fehlende Angaben an. Musterlösung: Benötigt werden Wasserstand und Andrang, Bodendurchlässigkeit und Stabilität sowie Auswirkungen auf Nachbarfundamente und zulässige Ableitung. Offenes Pumpen kann Boden austragen; Grundwasserabsenkung kann Setzungen beeinflussen. Bis zur fachlichen Entscheidung bleibt die Variante offen und der betroffene Bereich gesperrt.
  3. Planabstimmung simulieren: Eine geplante Durchführung kollidiert mit dem Fundamentstreifen. Schreibe eine Abstimmungsnachricht und eine Änderungsnotiz mit Datenregeln. Musterlösung: Nenne Modellprojekt, Bauteil, Achs- und Höhenbezug, Planstand und Kollision. Kennzeichne die Durchführung als nicht freigegeben und fordere die gemeinsame Entscheidung von Tragwerks- und Leitungsplanung an. Änderungen erhalten neuen Planstand, Begründung und Kontrollpunkt. Kein eigenmächtiges Bohren oder Versetzen der Bewehrung; ausschließlich synthetische, nicht vertrauliche Daten verwenden.
  4. Bodenverwertung bewerten: Zusätzliche Kostensimulation: 10 t fachlich geprüfter und für den Zweck zugelassener Boden kosten 12 Euro je Tonne zur Wiederaufbereitung. Alternativ kosten Entsorgung 22 Euro je Tonne und gleichwertiger Ersatz 28 Euro je Tonne. Vergleiche und nenne Grenzen. Musterlösung: Wiederverwertung 120 Euro; Vergleich 10 × 50 = 500 Euro; Unterschied 380 Euro. Transport, Lagerung und Prüfaufwand fehlen noch. Die Eignung gilt nur für diese Teilmenge und Verwendung; unbekannter Boden wird nicht beigemischt. Flächenbedarf und Bodenfunktionen zählen ebenfalls.




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Lernkontrolle

Bearbeite die folgenden Transferaufgaben zunächst selbst und vergleiche danach deine Begründung mit der Lösung. Auch hier sind alle Situationen und Zahlen synthetisch.

  1. Laständerung beurteilen: Die Modellkraft steigt bei 9,00 m² Fläche auf 1440 kN. Welche Aussage ist möglich, welche Entscheidung bleibt offen? Lösung: q = 1440 / 9 = 160 kPa. Der mittlere Sohldruck verdoppelt sich. Tragfähigkeit und zulässige Setzungen sind damit nicht nachgewiesen; Lastannahmen, Baugrund und Konstruktion müssen fachlich neu bewertet werden.
  2. Plan und Bestand abgleichen: Ein alter Plan zeigt ein Mischsystem, der aktuelle ein Trennsystem; der Schachtdeckel ist unbeschriftet. Wie gehst du vor? Lösung: Planstände, Betreiberangaben und eindeutige Bestandsinformationen abstimmen, Anschlüsse erst nach Klärung festlegen. Das Aussehen eines Deckels beweist keine Funktion. Ein realer Schachteinstieg gehört nicht zur Lernaufgabe.
  3. Sparvorschlag prüfen: Jemand möchte den vorgegebenen Modellarbeitsraum von 0,60 m auf 0,40 m verringern. Bewerte das. Lösung: Weniger Aushub genügt als Begründung nicht. Verfahren, erforderlicher Raum, Sicherung, Zugang und Ergonomie müssen gemeinsam geprüft werden. 0,60 m ist ein Modellplanwert, keine universelle Normzahl; eine Änderung braucht fachlich bestätigte Planung.
  4. Gefällerichtung prüfen: Vom Gebäude weg soll eine 3,00 m breite Pflasterfläche um 2 % fallen; tatsächlich steigt sie um 0,06 m. Was ist falsch? Lösung: Der Betrag 0,06 / 3 × 100 = 2 % stimmt, die Richtung ist falsch. Das Prüfprotokoll muss das falsche Vorzeichen und damit die unerwünschte Fließrichtung benennen; der Prozentbetrag allein reicht nicht.
  5. Materialtrennung begründen: Verdächtiger Aushub soll aus Platzgründen mit unauffälligem Boden vermischt werden. Welche Alternative schlägst du vor? Lösung: Getrennt und gesichert lagern; Fachkundige klären Untersuchung, Einstufung und zulässigen weiteren Weg. Vermischen ersetzt keine Untersuchung und kann weitere Mengen unbrauchbar machen. In der Simulation werden beschriftete Karten genutzt; keine praktische Untersuchung unbekannter Materialien.
  6. Überdecken vorbereiten: Endhöhen einer Leitung stimmen; Bettung, Zwischenhöhen, Durchführung und ausreichende Überdeckung sind ungeklärt. Ist der Entwurf V0 ausführungsreif? Lösung: Nein. Richtige Endhöhen schließen örtliche Gegenfälle oder mangelhafte Auflagerung nicht aus. Zusätzlich sind Überdeckung, Frost, Verkehrslasten, Anschluss und Fundamentsicherheit abzustimmen. Durchführung und Abdichtung gehören dokumentiert. Kein eigenmächtiges Tieferlegen; Verfüllen erst nach zuständiger Entscheidung.


Lernnachweis

Erstelle eine LF2-Projektmappe zum synthetischen Arbeitsauftrag. Zeige Annahmen, Rechenwege, Kontrollen und Entscheidungen. Unterscheide Vorgaben, berechnete Ergebnisse und offene Fragen.

Kompetenz Sichtbarer Nachweis Qualitätsmerkmal
Auftrag verstehen und Informationen bewerten Kurzbeschreibung mit Baugrund-, Wasser-, Leitungs- und Nachbarschaftsbefund Unbekannte Angaben werden als offen gekennzeichnet; aus einem Foto wird keine Tragfähigkeit abgeleitet.
Planen und zeichnerisch darstellen Beschriftete Draufsicht, Schnitt, Fundamentplan und Leitungsführung mit Planversion Achsen, Höhenbezug, Maßstab, Arbeitsraum, Sicherung und Durchführungen sind eindeutig zugeordnet.
Fachrechnen anwenden Berechnung von Oberboden, Baugrubenvolumen, Auflockerung, Masse, Fundamentmenge, Sohldruck, Gefälle und Pflasterbedarf Formeln, Einheiten und Bezugszustände stehen dabei; die Ergebnisse werden auf Plausibilität geprüft.
Verfahren und Zuständigkeiten begründen Ablaufplan für Wasserhaltung, Erdarbeiten, Sohle, Leitungen, Fundament, Verfüllung und Verkehrsfläche Kontrollpunkte vor dem Überdecken und Grenzen der eigenen Zuständigkeit sind erkennbar.
Qualität sichern Soll-Ist-Protokoll mit mindestens einer bearbeiteten Modellabweichung Abweichung, erforderliche Klärung, Korrekturentscheidung und erneute Prüfung sind nachvollziehbar dokumentiert.
Nachhaltig und digital verantwortlich handeln Mengen- und Verwertungsvergleich sowie kurze Datennotiz Eignung und zulässige Verwendung werden vor dem Kostenvergleich geklärt; sämtliche veröffentlichten Angaben bleiben synthetisch.

Erklären und übertragen: Erläutere Baugrund, Wasserwirkung und Lastverteilung. Ändere eine Modellannahme und benenne notwendige neue Berechnungen, Abstimmungen und Kontrollen.

Reflektieren: Zeige einen korrigierten Fehler und eine noch offene fachliche Entscheidung. Bespreche deine Mappe mit Lehrkraft oder ausbildender Fachkraft anhand des Bewertungsrasters im Modellfall. Der Nachweis dokumentiert Lernfortschritt; er ersetzt keine betriebliche Befähigung, Prüfung oder Ausführungsfreigabe.


OER und Wikipedia

Die Commons-Abbildungen bieten offen lizenzierte beziehungsweise gemeinfreie Materialien. Bei Weiterverwendung bleiben Urheberangabe, Quelllink und jeweilige Lizenz maßgeblich; Bearbeitungen sind zu kennzeichnen. Die folgende Wikipedia-Ressource ergänzt den Überblick über Gründungen. Für Ausführungsentscheidungen werden die verlinkten Primärquellen und projektspezifischen Unterlagen herangezogen.

Wikipedia: Gründung (Bauwesen) – deutschsprachiger Überblick; Autorinnen und Autoren sowie Lizenz stehen auf der Originalseite. Falls ein externer Inhalt nicht im Rahmen erscheint, öffne den Quellenlink. Alle Rechnungen, Mengenmodelle, Vergleichsbalken, Schichttabellen und Musterprotokolle dieses Kurses wurden für den synthetischen Lernauftrag erstellt.


Medienquellen und Nutzungsrechte

Die acht Abbildungen werden unverändert mit angepasster Anzeigegröße eingebunden. Die Dateiseiten wurden auf Motiv, Urheber und Lizenz geprüft. Fotos dokumentieren ihren Aufnahmezeitpunkt und sind keine Bestätigung einer heutigen Sicherheitsfreigabe.

Datei Originalquelle Urheber Rechte
File:Bodenprofil.jpg Dateiseite Pedalito CC0 1.0
File:Schnurgeruest2.JPG Dateiseite Frankee 67 CC BY-SA 3.0, gewählte angebotene Lizenz
File:Schnurgerüst 5.jpg Dateiseite Architekturbuero Grom CC BY 4.0
File:Zeiss NI3.jpg Dateiseite und Rechteerklärung sarang Vom Urheber gemeinfrei freigegeben
File:Baugrube mit Sicherung.jpg Dateiseite Patrick Oberdörfer CC BY-SA 4.0
File:Streifenfundament.png Dateiseite Bertbau CC BY-SA 4.0
File:LF02-02 Baugrube ZAM Freiham002.jpg Dateiseite Patrick Oberdörfer CC BY-SA 4.0
File:LF02-03 Gründungsarten Einszelfundament.jpg Dateiseite Patrick Oberdörfer CC BY-SA 4.0

Die drei eingebetteten Videos stammen aus dem Angebot E-Baulehre / Bau deine Zukunft. Die originale Kursseite verlinkt die tatsächlichen Videoaufzeichnungen. Titel, Quellenzuordnung und Videoadressen wurden geprüft; eine vollständige Wiedergabeprüfung war im Recherchewerkzeug nicht möglich. Die deutschsprachigen Medien stammen aus Österreich. Es wurde keine offene Videolizenz nachgewiesen: Die Einbettung verweist auf das Original und umfasst keine Erlaubnis zum Herunterladen oder Bearbeiten.

Video Originaladresse Quelle und Rechtenachweis
Höhe mit dem Nivelliergerät übertragen https://www.youtube.com/watch?v=n__eTn3P7w4 E-Baulehre; Originalrecord und Verlinkung auf der oben genannten Anbieterseite; keine OER-Lizenz nachgewiesen
Rohr mit dem Kanalbaulaser einmessen https://www.youtube.com/watch?v=zzXXmURq4i4 E-Baulehre; Originalrecord und Anbieterverlinkung; keine OER-Lizenz nachgewiesen
Schiefe Ebene mit dem Rotationslaser einmessen https://www.youtube.com/watch?v=qWW9ROnRgQQ E-Baulehre; Originalrecord und Anbieterverlinkung; keine OER-Lizenz nachgewiesen

Die verlinkten BG-BAU-Medien sind offizielle Unterweisungshilfen mit eigenen Nutzungsbedingungen; auch sie werden nicht pauschal als OER bezeichnet. Externe Plattformen können Daten verarbeiten. Verwende die Textbeschreibungen und kursinternen Aufgaben, wenn externe Inhalte nicht geladen werden sollen.


Fachquellen und Quellenstand

Quellen und Rechtsstand wurden am 31.10.2026 geprüft. Maßgeblich für diesen Lernauftrag ist der vollständige LF2-Zielabschnitt auf PDF-Seite 11; die Entsprechungslisten erläutern die betriebliche Zuordnung. Ältere Veröffentlichungsdaten sind in den Nachweisen kenntlich gemacht. Konkrete Normwerte werden nicht aus historischen Tabellen als allgemeine Ausführungswerte übernommen. Vor realen Arbeiten gelten der aktuelle Regelwerksstand und die jeweilige Fachplanung.

  1. ↑ KMK: Rahmenlehrplan Hochbauberufe, Beschluss 29.09.2023, mit Entsprechungslisten. Grundlage: vollständiges Dokument, insbesondere PDF-Seiten 7–11 und 121–140; Lernfeld 2 auf PDF-Seite 11. Quellenstand dieses Kurses: 31.10.2026.
  2. ↑ Hochbauberufeausbildungsverordnung, ausgefertigt 03.06.2024, geändert 17.12.2024, in Kraft seit 01.08.2026; § 4 Absatz 5 BBiG und § 74 HochbauBAusbV zu bestehenden Ausbildungsverhältnissen und Anschlussausbildungen.
  3. ↑ BIBB: Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik / Bauwerksmechanikerin für Abbruch und Betontrenntechnik – Ausbildung, Berufsprofil, Ausbildungsdauer und Struktur.
  4. ↑ LGRB Baden-Württemberg: Fachberatung zum Baugrund, Erkundungsverfahren und geotechnischer Bericht; LBEG: Baugrundeigenschaften, Untersuchungen, Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit.
  5. ↑ LBEG: Bodenklassen für Erdarbeiten nach DIN 18300:2012-09 – zurückgezogene Karte, mit Hinweis auf die Umstellung auf Homogenbereiche.
  6. ↑ § 22 JArbSchG: Gefährliche Arbeiten, insbesondere Voraussetzungen der Ausbildungs-Ausnahmen.
  7. ↑ § 5a GefStoffV: Mitwirkungs- und Informationspflichten bei Tätigkeiten an baulichen oder technischen Anlagen. Fachkundige Ermittlung und Gefährdungsbeurteilung bleiben Teil des betrieblichen Verfahrens.
  8. ↑ BG BAU, BauPortal 2/2025: Richtige Anwendung der Baustellenverordnung bei der Planung von Baugruben und Gräben. Rahmenbedingungen und Planung aller Bauzustände.
  9. ↑ BG BAU, Baustein C 467: Ausschachtungen neben Gebäuden, Ausgabe 07/2021, im aktuellen Medienangebot weiterhin bereitgestellt. Einzelfallbedingungen und notwendige Nachweise beachten.
  10. ↑ BG BAU Aktuell 1/2026: Erdbaumaschinen sicher verwenden, mit offizieller Unterweisungshilfe zu Fahr- und Schwenkbereich, Sichtkontakt und sicherem Umgang.
  11. ↑ § 9 WHG: Benutzungen, insbesondere Grundwasserentnahme, Ableitung und Veränderungen durch Anlagen.
  12. ↑ Bundesumweltministerium: Fragen und Antworten zur Ersatzbaustoffverordnung, Anforderungen an mineralische Ersatzbaustoffe und ihre Einbauweisen.
  13. ↑ InformationsZentrum Beton: Fundamente aus Beton, Einordnung der Fundamentformen. Konkrete Abmessungen und Baustofffestlegungen dieses Kurses sind ausschließlich gesondert bezeichnete Modellvorgaben.
  14. ↑ Bundesverband der Deutschen Transportbetonindustrie: Nachbehandeln von Beton; Deutscher Beton- und Bautechnik-Verein: Merkblatt Nachbehandlung von Beton, Aufgaben und Einflussgrößen.
  15. ↑ DGUV Information 203-017: Schutzmaßnahmen bei Erdarbeiten in der Nähe erdverlegter Kabel und Rohrleitungen, Ausgabe 02/2019, aktuell bereitgestellter Primärnachweis.
  16. ↑ Betonverband Straße, Landschaft, Garten: Ungebundene Pflasterbauweisen, Aufbau, Planung, Ausführung und zugehörige Regelwerke.


Verknüpfte Lernbereiche

Die Navigation verbindet die Arbeitsschritte dieses Kurses mit tatsächlich vorhandenen Lernangeboten. Die gemeinsamen Grundlagen eines anderen Bauberufs ergänzen die berufsspezifische Anwendung im Abbruch und in der Betontrenntechnik.


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