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Fachübungen 4 – Technische Systeme instand halten - Anlagenmechaniker SHK

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Fachübungen 4 – Technische Systeme instand halten - Anlagenmechaniker SHK

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Einleitung

Im ersten Ausbildungsjahr lernst du, technische Systeme und Betriebsmittel im SHK-Handwerk fachgerecht zu beurteilen. In Lernfeld 4 „Technische Systeme instand halten“ (KMK-Zeitrichtwert 80 Unterrichtsstunden) untersuchst du Wartung, Inspektion, Instandsetzung, Verbesserung, Verschleiß, Betriebsstoffe, Sicherheit, Prüfdaten und Dokumentation. Du analysierst hier ausschließlich fiktive technische Unterlagen und Messwerte. Für jeden realen Eingriff an druckbeaufschlagten, heißen, elektrischen, gasführenden oder bewegten Anlagen gelten betriebliche Freigaben und qualifizierte Aufsicht. Dieser Kurs erteilt ausdrücklich keine Maschinenfreigabe. Berufsbezug: Die Ausbildungsordnung für Anlagenmechanikerinnen und Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik vom 28. April 2016 gilt seit 1. August 2016. Der anerkannte Ausbildungsberuf dauert 42 Monate. Die Verordnung nennt Einsatzgebiete wie Sanitärtechnik, Heizungstechnik, Lüftungs- und Klimatechnik sowie erneuerbare Energien und Umwelttechnik; dies sind Einsatzgebiete, keine eigenständigen Ausbildungsfachrichtungen. Die gestreckte Gesellen- beziehungsweise Abschlussprüfung hat Teil 1 und Teil 2. Prüfungszeiten, Gewichtungen und Originalprüfungsaufgaben werden hier nicht simuliert. Quellen: BIBB-Berufsprofil, Ausbildungsdauer, Berufsbild und Einsatzgebiete, Prüfungsaufbau, Inkrafttreten. Lernziele: Du kannst eine Instandhaltungsaufgabe strukturieren, Störungen anhand von Daten eingrenzen, geeignete Prüfkriterien begründen, eine einfache Rechnung mit Einheiten kontrollieren, Risiken erkennen, einen hypothetischen Maßnahmenplan entwickeln und einen aussagekräftigen Schadensbericht verfassen.

Instandhaltungsauftrag verstehen und sicher planen


Vier Begriffe unterscheiden

Instandhaltung umfasst Maßnahmen, die die Funktion einer Anlage erhalten oder wiederherstellen. Wartung verzögert Abnutzung, etwa eine nach Anleitung zulässige Reinigung. Inspektion stellt einen Zustand fest und beurteilt ihn, beispielsweise durch Sichtkontrolle und Vergleich von Messwerten. Instandsetzung stellt eine beeinträchtigte Funktion wieder her, etwa durch Austausch eines defekten Bauteils durch dazu berechtigte Fachkräfte. Verbesserung steigert die Funktionssicherheit, ohne die geforderte Funktion zu verändern. Ein bloßer Messwert ist noch keine Diagnose; ein stillgelegtes System ist noch nicht als sicher freigegeben.

Maßnahme Leitfrage Beispiel einer fachlichen Dokumentation
Wartung Wie wird Abnutzung verzögert? Wartungsintervall, Mittel, Vorgabe und Ergebnis notieren
Inspektion Wie ist der Istzustand? Sichtbefund und Messwert mit Sollwert vergleichen
Instandsetzung Wie wird die Funktion wiederhergestellt? Fehlerursache, Bauteil, qualifizierte Ausführung und Nachprüfung erfassen
Verbesserung Wie lässt sich die Zuverlässigkeit erhöhen? begründete Maßnahme und erwartete Wirkung dokumentieren


Auftrag, Dokumente und Freigaben

Eine fachlich nachvollziehbare Planung beginnt mit der eindeutigen Anlagenkennung, Auftrag und Betriebszustand. Danach folgen Herstelleranleitung und Instandhaltungsplan, Gefährdungsbeurteilung, Zuständigkeiten, mögliche Störstellen, Prüfkriterien und geplante Dokumentation. Die betriebliche Freigabe wird von hierzu befugtem Personal erteilt; Auszubildende entscheiden nicht auf Grundlage dieses Kurses über Spannungslosigkeit, Druckentlastung oder Wiederanlauf. Sicherheit geht vor Zeit- und Kostenersparnis. Beispiel eines Prüfplans auf Papier: Anlagen-ID P-17; Beobachtung „Förderstrom sinkt“; Sollbereich laut fiktivem Datenblatt 0,40–0,50 m³/h; Quelle der Istwerte: bereitgestellte Simulation; Hypothesen: verschmutzter Filter, blockiertes Laufrad, Messfehler; Maßnahme: qualifizierte Fachkraft über Abweichung informieren; Ergebnis: keine reale Arbeitsfreigabe.

Schnittmodell eines Kugelhahns: Lage des Absperrkörpers erkennen; ein Bild ersetzt keine Prüfung der sicheren Absperrung. Quelle und Bildrecht: Wikimedia Commons, Bitjungle, CC BY-SA 4.0.

Zustände messen und Störungen eingrenzen


Vom Symptom zur überprüfbaren Ursache

Die Reihenfolge der Diagnose auf Papier lautet: Symptom beschreiben → relevante Betriebsdaten vergleichen → mögliche Ursachen sammeln → nur zulässige Prüfungen planen → Befund dokumentieren → Beurteilung durch Fachpersonal. An einer Heizungsumwälzpumpe können zu geringer Volumenstrom, Geräusche oder fehlerhafte Sensorwerte verschiedene Ursachen haben. Eine verstopfte Leitung ist eine Hypothese, bis der Befund erhoben wurde. Vermeide den Fehler, bei einem einzelnen abweichenden Wert sofort ein bestimmtes Bauteil als defekt zu bezeichnen.

Schema einer Kreiselpumpe, mit englischen Bauteilbezeichnungen: Laufrad, Einlass, Auslass und Antrieb zuordnen. Quelle: Wikimedia Commons, Fantagu und sunspeanzler; Lizenzangaben auf der Dateiseite.

Beispiel eines Druckmessgeräts an einer Heizanlage. Beachte Skala, Einheit, Messbereich und Einbauort. Foto: Shixart1985, CC BY 2.0.

Fachrechnen mit Messdaten

Ein Manometer zeigt den Druck an. Ein Volumenstrom Q gibt das Volumen pro Zeit an. Zum Umrechnen gilt: 1 m³ = 1 000 Liter und 1 Stunde = 60 Minuten. Deshalb sind 0,30 m³/h = (0,30 × 1 000)/60 = 5,0 L/min. Eine Druckdifferenz zwischen zwei geeigneten Messpunkten wird in der gleichen Einheit berechnet: Δp = p vor - p nach. Für beispielhafte 1,70 bar und 1,42 bar ist Δp = 0,28 bar. Ohne geeignete Messstellen, zulässiges Verfahren und fachliche Interpretation folgt daraus keine sichere Fehlerdiagnose. Maschinenverfügbarkeit als vereinfachtes Unterrichtsmodell: A = (geplante Betriebszeit - Ausfallzeit) / geplante Betriebszeit × 100 %. Bei 40 h geplanter Zeit und 2,5 h Ausfall beträgt A = 37,5 / 40 × 100 % = 93,75 %. Häufiger Fehler: Die Stillstandszeit vom Zähler abzuziehen, aber anschließend durch die tatsächliche statt durch die geplante Zeit zu teilen. Diese vereinfachte Verfügbarkeit ersetzt keine betriebliche Kennzahlendefinition.

Symbol Größe Beispiel-Einheit Häufiger Fehler
Q Volumenstrom m³/h oder L/min Faktor 1 000 beziehungsweise 60 vergessen
p Druck bar Überdruck und Absolutdruck verwechseln
Δp Druckdifferenz bar Messpunkte nicht angeben
t Zeit h oder min Einheiten ungeprüft mischen
A vereinfachte Verfügbarkeit % falsche Bezugszeit wählen

Fachvideo zur Funktionsweise einer Kreiselpumpe (deutschsprachige Besprechung):

Videonachweis: BAU.DE, „Die Grundlagen der Kreiselpumpe“; Video © jeweiliger Kanalbetreiber, kein ausgewiesenes OER. Keine Nachahmung an laufenden Pumpen.

Betriebsstoffe, Verschleiß und Umweltschutz


Schmiermittel und Kennzeichnung

Schmierstoffe bilden abhängig von ihrer Zusammensetzung und Anwendung einen trennenden Film, mindern Reibung und können Verschleiß und Korrosion beeinflussen. Schmieröl und Schmierfett sind nicht beliebig austauschbar. Angaben zu Viskosität, Temperaturbereich, Materialverträglichkeit, Herstellerfreigabe und Wartungsintervall sind entscheidend. Kühlschmierstoffe dienen bei bestimmten Bearbeitungsverfahren zusätzlich der Wärmeabfuhr. Hydraulikflüssigkeiten übertragen in Hydrauliksystemen Kraft; sie sind keine automatisch geeigneten Schmierstoffe für SHK-Pumpen. Eine falsche Stoffauswahl kann Dichtungen angreifen, die Funktion beeinträchtigen und Umweltgefahren erzeugen. Die konkrete Auswahl folgt aus Herstellerdokumenten und Sicherheitsdatenblättern, nie aus Vermutungen.

Beispielabbildung zum Themenfeld industrielle Schmierung. Quelle: Wikimedia Commons, Surabhilunkad, CC BY-SA 4.0.

Verschleiß, Korrosion und Schadensanalyse

Verschleiß beschreibt fortschreitenden Materialverlust oder Oberflächenveränderungen durch Beanspruchung. Typische beobachtbare Anzeichen sind Riefen, Abrieb, ungewöhnliche Geräusche oder Undichtheit. Korrosion ist eine Reaktion von Werkstoffen mit ihrer Umgebung; bei ungeschütztem Stahl kann Rost auftreten. Unterscheide Schadensbild (sichtbare Veränderung), Schadensmechanismus (etwa Reibung oder Korrosion) und vermutete Ursache (etwa ungeeignete Lagerung oder falscher Betriebsstoff). Eine fotodokumentierte Auffälligkeit erlaubt nicht ohne weitere Prüfung die Festlegung einer Ursache.

Beispiel für Rost und abblätternden Anstrich: Welche Anzeichen lassen sich beschreiben, ohne Ursachen zu behaupten? Foto: Si Griffiths, CC BY-SA 3.0. Gefahrstoffe und Entsorgung: Kennzeichnung und Sicherheitsdatenblatt vor jeder Stoffauswahl auswerten; bei möglicher Gefahr Fachpersonal informieren. Altöle, Reinigungsreste und kontaminierte Materialien gehören in die dafür vorgesehenen betrieblichen Entsorgungswege, nicht in Abfluss oder Boden. Nur qualifiziert angeleitete Tätigkeiten; keine eigenständigen Versuche mit chemischen Reinigern, Strom, Druck oder rotierenden Maschinen.

Steuerung, elektrische Sicherheit und Qualitätssicherung


Schaltplan und Schutzarten lesen

Für die theoretische Elektrotechnik gilt das Ohmsche Gesetz U = R × I: Bei einem rein ohmschen Modellwiderstand R = 20 Ω und einem ungefährlichen Papierwert U = 12 V beträgt der rechnerische Strom I = U/R = 0,60 A. Diese Übung ist keine Anleitung zum Messen an Netzspannung oder zum Öffnen elektrischer Betriebsmittel. Die elektrische Anlage kann trotz Schalterstellung gefährlich sein. Prüfung, Freischalten, Nachweis der Spannungsfreiheit und Schutzmaßnahmen sind Aufgaben entsprechend qualifizierter Personen nach den einschlägigen Regeln.

Anschauliches Foto von Leitungsschutzschaltern; das Abschalten eines Schalters allein ist kein Nachweis der Spannungsfreiheit. Foto: Douglas Paul Perkins, CC0 1.0. IP-Kennzeichnung: Bei IP44 steht die erste Ziffer für Schutz gegen feste Fremdkörper und Berührung, die zweite für den Schutz gegen Wasser gemäß der zugrunde liegenden Klassifikation. IP ist nicht gleichbedeutend mit Schutzklasse, elektrischer Freigabe oder Eignung für jeden Ort. Die konkreten Einsatzbedingungen und Herstellerangaben sind zu prüfen.

Schema eines Regelkreises einer Raumheizung: Sollwert, Messgröße, Regler und Stellglied unterscheiden. Grafik: SchmiAlf, CC BY 4.0.

Sicherheits- und Qualitätsentscheidung dokumentieren

Ein Prüfprotokoll trennt Beobachtung, Messwert, Toleranz, Bewertung und Zuständigkeit. Eine Abweichung vom Sollbereich wird dokumentiert und an Verantwortliche gemeldet. Sicherheitsfunktionen dürfen für Unterrichtszwecke nicht überbrückt oder eigenständig getestet werden. Ein Prüfplan ist außerdem auf rückverfolgbare Anlagenkennung, Datum, Messbedingungen, verwendetes zugelassenes Prüfmittel und nachvollziehbare Entscheidungskriterien auszulegen. Betriebsbereitschaft und Arbeitssicherheit sind getrennt zu beurteilen. Videothek für angeleitete Fachreflexion: Wilo-Brain für Auszubildende bietet veröffentlichte Animationen und Filmabschnitte zu Pumpe, Druckhaltung, Entlüftung, Wartung und Pumpenauslegung. Danfoss Heizservice- und Montagevideos behandeln Komponenten und Messverfahren. Medienrechte liegen bei den jeweiligen Anbietern; nur zur Sichtung und Analyse, nicht als eigenständig freigegebene Übungsanleitungen.

Vollständiger Modellfall: Diagnose am fiktiven SHK-Prüfstand


Ausgangslage und Datensatz

Fiktiver Kundenauftrag: Am ausschließlich erfundenen, hier nicht real betriebenen Heizungs-Prüfstand P-17 meldet die Anzeige einen sinkenden Volumenstrom. Dokumentversion D-1 nennt für die Papierauswertung bei unveränderter Stufe Q-Soll = 0,40–0,50 m³/h und Δp-Soll = 0,25–0,35 bar. Keine Werte gelten für eine reale Heizungsanlage. Die Aufgabenrolle ist eine theoretische Arbeitsvorbereitung für eine qualifizierte Fachkraft, keine Eingriffserlaubnis.

Erfundener Messtag Q in m³/h Δp in bar Beobachtung
Montag 0,44 0,29 keine dokumentierte Auffälligkeit
Dienstag 0,41 0,27 keine dokumentierte Auffälligkeit
Mittwoch 0,36 0,22 hörbares Geräusch im simulierten Bericht
Donnerstag 0,30 0,18 anhaltendes Geräusch im simulierten Bericht

Zusätzliche fiktive Daten für die kaufmännische Abwägung: 40 h geplante Nutzung, 2,5 h bestehende Ausfallzeit; hypothetische Alternative A: geplante Inspektion und geeignete Instandsetzung kosten 2 Arbeitsstunden à 55 Euro plus 32 Euro Ersatzteil und 4 weitere Stunden Stillstand à 25 Euro. Hypothetische Alternative B: vollständiger Austausch kostet 220 Euro Material, 2 Arbeitsstunden à 55 Euro und 2 Stunden Stillstand à 25 Euro. Diese Annahmen sind keine Marktpreise oder sicheren Reparaturkosten.

Arbeitsprodukt A: Diagnose und Rechnung

Symptome: Q sinkt von 0,44 auf 0,30 m³/h; die Druckdifferenz liegt zuletzt unter dem fiktiven Sollbereich. Rechnung 1: 0,30 m³/h × 1 000/60 = 5,0 L/min. Rechnung 2: Abweichung von der unteren Sollgrenze = (0,40 - 0,30)/0,40 × 100 % = 25 % unter dem Grenzwert. Rechnung 3: A = (40 - 2,5)/40 × 100 % = 93,75 %. Diagnosehypothesen: Filterverschmutzung, Lufteintrag, Laufradproblem, sensorischer Messfehler oder veränderte Betriebsbedingung. Eine eindeutige Ursache ist aus den Tabellenwerten allein nicht nachgewiesen. Zuerst sind Datenqualität, Messbedingungen und Herstellerunterlagen zu prüfen. Kostenvergleich auf der gegebenen Papierbasis: A = 2 × 55 + 32 + 4 × 25 = 242 Euro; B = 220 + 2 × 55 + 2 × 25 = 380 Euro. Reine Modellkostendifferenz = 138 Euro. Die günstigere Alternative A darf nicht als fachlich bessere Lösung festgelegt werden, solange Fehlerursache, Bauteilsicherheit, Gewährleistung und tatsächliche Verfügbarkeit ungeklärt sind.

Arbeitsprodukt B: Maßnahmenplan, Befundbogen und Entscheidung

Prüfschritt auf Papier Befund oder erwartetes Dokument Fachliche Entscheidung
Auftragsprüfung Anlagenkennung, Datenblatt und Sollbereich eindeutig Angaben vollständig? Sonst nachfordern
Risikoeinschätzung mögliche elektrische, heiße und hydraulische Gefährdungen keine eigenständigen Eingriffe durch Auszubildende
Trendvergleich 0,44 → 0,30 m³/h; Δp 0,29 → 0,18 bar deutliche Abweichung dokumentieren
Hypothesenprüfung planen Filter, Pumpe, Messkette, Betriebsbedingungen Fachkraft wählt zulässige Prüfmethode
Kostendaten prüfen 242 Euro gegenüber 380 Euro unter Annahmen Wirtschaftlichkeit nur zusammen mit Sicherheit beurteilen
Abschlussbericht Messreihe, Unsicherheiten, Zuständige, Folgemaßnahmen keine Freigabe; Entscheidung durch berechtigte Fachkraft

Muster-Schadensbericht: „P-17, Simulation D-1. Förderstrom sinkt innerhalb der fiktiven Messreihe um 0,14 m³/h. Druckdifferenz liegt zuletzt 0,07 bar unter der angenommenen Untergrenze. Ursache nicht gesichert. Auftragsverantwortliche Person soll Messmethode und mögliche Restriktion fachgerecht prüfen. Keine Reparatur und keine Wiederinbetriebnahme im Rahmen dieser Übung.“

Fachliches Bewertungsraster für den Modellfall

Kriterium Maximalpunkte Beobachtbarer Leistungsnachweis
Sicherheit und Befugnisse 25 Risiken benannt, Zuständigkeiten respektiert, keine Freigabe behauptet
Messwertanalyse 20 Trend, Soll-Ist-Vergleich, Einheiten und Unsicherheit korrekt
Hypothesenbildung 15 mehrere prüfbare Ursachen, keine voreilige Festlegung
Maßnahmenplanung 15 Unterlagen, Rückfragen, qualifizierte Prüfung und Ergebnisprüfung vorgesehen
Rechenwege und Wirtschaftlichkeit 10 5,0 L/min, 25 %, 93,75 %, 242/380 Euro nachvollziehbar
Dokumentation 10 vollständiger, trennscharfer Schadensbericht
Reflexion und Transfer 5 Grenzen des Modells und Sicherheitsvorbehalt erläutert
Summe 100 90–100 sehr sicher, 75–89 sicher, 60–74 teilweise, darunter gezielt nacharbeiten (didaktischer Schlüssel)

Typische Fehler und Korrektur: Prozentwert auf falsche Basis bezogen → Untergrenze 0,40 m³/h als Vergleichswert nutzen; Milliliter mit Litern verwechselt → Einheiten kontrollieren; bloß eine Ursache genannt → Alternativen und Messfehler prüfen; Kostenvorteil zur Freigabe gemacht → Sicherheits- und Qualifikationsbedingungen getrennt bewerten.

Interaktive Aufgaben


Quiz: Fachwissen anwenden

Was beschreibt eine Inspektion am treffendsten? (Istzustand feststellen und beurteilen) (!Verschlissene Teile zwingend sofort austauschen) (!Ohne Prüfung eine Betriebserlaubnis erteilen) (!Nur den Energieverbrauch senken)



Rückmeldung: Bei der Inspektion werden Zustand und Abweichungen beurteilt; Austausch ist eine mögliche spätere Instandsetzung.

Welche Zuordnung ist ein Beispiel für Wartung? (Vorgesehene Reinigung gemäß Wartungsplan zur Verzögerung von Abnutzung) (!Messung ohne Zustandsbewertung als endgültige Fehlerursache) (!Freigabe eines unbekannten elektrischen Zustands) (!Austausch einer ganzen Anlage ohne Befund)



Rückmeldung: Vorbeugende Pflege entsprechend Herstelleranleitung ist eine typische Wartungsmaßnahme.

Was ist bei sinkendem Förderstrom zunächst fachlich richtig? (Messwerte und Bedingungen prüfen und mehrere Ursachen erwägen) (!Sofort eine defekte Pumpe behaupten) (!Messprotokolle löschen) (!Ohne Fachkraft den elektrischen Anschluss lösen)



Rückmeldung: Eine Abweichung liefert einen Anlass zur Prüfung, aber noch keinen eindeutigen Fehlernachweis.

Wie viel Liter je Minute entsprechen 0,30 Kubikmeter je Stunde? (5 Liter je Minute) (!0,5 Liter je Minute) (!30 Liter je Minute) (!300 Liter je Minute)



Rückmeldung: 0,30 Kubikmeter sind 300 Liter pro Stunde; geteilt durch 60 ergibt 5 Liter pro Minute.

Welche vereinfachte Verfügbarkeit ergibt sich aus 40 Stunden Planzeit und 2,5 Stunden Ausfall? (93,75 Prozent) (!6,25 Prozent) (!106,25 Prozent) (!37,5 Prozent)



Rückmeldung: Nutzbare Zeit geteilt durch Planzeit ist 37,5 durch 40; das sind 93,75 Prozent.

Was bedeutet die Kennzeichnung IP bei einem elektrischen Gehäuse grundsätzlich? (Eine Klassifikation des Schutzes gegen Fremdkörper und Wasser) (!Eine Freigabe zur Arbeit unter Spannung) (!Eine Aussage über die Schmierstoffqualität) (!Eine gesetzlich festgelegte Wartungsdauer)



Rückmeldung: IP beschreibt bestimmte Gehäuseschutzeigenschaften; die Eignung am konkreten Einsatzort muss zusätzlich beurteilt werden.

Welche Aussage zur Sicherheit ist richtig? (Praktische Prüfungen und Freigaben sind qualifiziertem Personal vorbehalten) (!Ein ausgeschalteter Schalter beweist sichere Spannungsfreiheit) (!Ein Azubi darf jede Pumpe ohne Aufsicht öffnen) (!Die günstigste Reparatur ist automatisch die sicherste)



Rückmeldung: Qualifikation, Gefährdungsbeurteilung und Freigabeverfahren lassen sich nicht durch eine Übungsrechnung ersetzen.

Worauf stützt sich die Auswahl eines Schmierstoffs? (Herstellerangaben und geeignete Stoffeigenschaften) (!Allein auf die Farbe des Gebindes) (!Nur auf den niedrigsten Preis) (!Auf einen beliebigen gebrauchten Betriebsstoff)



Rückmeldung: Materialverträglichkeit, Temperatur, Viskosität und Herstellervorgaben sind entscheidend.

Was ist ein beobachtbares Schadensbild? (Sichtbare Riefen an einer Bauteiloberfläche) (!Eine bewiesene falsche Montage ohne Prüfung) (!Eine sichere Aussage über die verantwortliche Person) (!Eine automatisch gültige Reparaturfreigabe)



Rückmeldung: Riefen lassen sich beschreiben; Ursachen müssen erst mit Belegen untersucht werden.

Was gehört in einen nachvollziehbaren Prüfbericht? (Anlagenkennung Sollwert Istwert Messbedingungen und Bewertung) (!Nur die Vermutung des Beobachters) (!Nur eine Unterschrift ohne Befund) (!Ein erfundener Messwert ohne Quellenangabe)



Rückmeldung: Dokumentation macht Daten, Kriterien, Zeitpunkt, Zuständigkeit und Entscheidung prüfbar.

Memory: Begriffe zuordnen

Wartung Abnutzung durch geeignete Pflege verzögern
Inspektion Zustand feststellen und beurteilen
Instandsetzung Beeinträchtigte Funktion fachgerecht wiederherstellen
Verbesserung Funktionssicherheit ohne Funktionswechsel erhöhen
Manometer Messgerät zur Anzeige von Druck
Korrosion Reaktion eines Werkstoffs mit seiner Umgebung





Drag-and-drop: Beobachtungen fachlich zuordnen

Ordne den Fachbegriff der richtigen Beschreibung zu. Beschreibung
Sollwert Vorgegebener Vergleichswert aus der Dokumentation
Istwert Unter bekannten Bedingungen erfasster Messwert
Hypothese Vorläufige überprüfbare Ursachenvermutung
Prüfprotokoll Nachvollziehbarer Nachweis von Prüfung und Ergebnis
Schadensanalyse Systematische Untersuchung von Befund und möglichen Ursachen





Kreuzworträtsel: sechs Fachwörter

Wartung Wie heißt die Maßnahme zur Verzögerung von Abnutzung?
Inspektion Wie heißt die Zustandsfeststellung mit Bewertung?
Korrosion Wie nennt man die Reaktion eines Werkstoffes mit seiner Umgebung?
Manometer Welches Gerät zeigt Druck an?
Schmierstoff Welcher Stoff verringert bei geeigneter Anwendung Reibung?
Stillstand Wie heißt die Zeit ohne vorgesehenen Betrieb?





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Lückentext: zentrale Zusammenhänge

Ergänze pro Satz den passenden Fachbegriff.
Die Zustandsfeststellung einer Maschine heißt

. Eine Maßnahme zur Verzögerung von Abnutzung ist die

. Die Wiederherstellung einer gestörten Funktion heißt

. Ein Gerät zur Druckanzeige ist ein

. Die Menge pro Zeit beschreibt den

. Die vorläufige Annahme über eine Fehlerursache ist eine

. Schutz von Metall vor schädlichen Reaktionen betrifft die

. Ein schriftlicher Nachweis der Prüfung ist das

.



Offene Aufgaben

Für alle Aufgaben gelten ausschließlich synthetische Daten, Papierplanung, Simulation und gefahrfreie Medienanalyse. Praktische Eingriffe an Gefahrenquellen nur mit zuständiger qualifizierter Anleitung. Nutze die im Modellfall gezeigten Muster und Kriterien, um eigene Lösungen zu prüfen.

Leicht

  1. Instandhaltung: Erstelle ein Vier-Felder-Plakat zu Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung mit je einem fachlich eindeutigen Beispiel. Musterkriterium: jede Definition unterscheidet die Maßnahme von den anderen.
  2. Prüfprotokoll: Markiere in einem fiktiven Prüfblatt Anlagenkennung, Sollwert, Istwert, Datum und Zuständigkeit. Musterlösung: fünf Felder korrekt identifiziert und ihre Bedeutung erklärt.
  3. Korrosion: Beschreibe das verlinkte Rostfoto in drei Beobachtungssätzen und ergänze zwei ausdrücklich ungeprüfte Ursachenhypothesen. Kriterium: Beobachtung und Erklärung bleiben getrennt.
  4. Volumenstrom: Rechne 0,24 m³/h in L/min um und dokumentiere jeden Einheitenwechsel. Musterlösung: 4,0 L/min.


Standard

  1. Fehleranalyse: Zeichne einen Entscheidungsbaum für sinkenden Pumpenvolumenstrom auf Papier. Kriterium: mindestens drei Hypothesen, ein Messfehler und sichere Eskalation enthalten.
  2. Wartungsplan: Entwirf einen fiktiven Vier-Wochen-Plan mit Zuständigkeit, Unterlagen, Prüfkriterium und Entsorgungsregel. Kriterium: Sicherheits- und Herstellerbezug nachvollziehbar.
  3. Maschinenverfügbarkeit: Berechne bei 50 h Planzeit und 3 h Störung die Modellverfügbarkeit und erkläre deren Grenzen. Musterlösung: 47/50 × 100 = 94 %.
  4. Schaltplan: Beschrifte am abgebildeten Regelkreis Sollwert, Regler und Stellglied und beschreibe ihre theoretische Funktion. Kriterium: Rückkopplung sachlich erklärt, keine Eingriffsanweisung.


Schwer

  1. Schadensanalyse: Verfasse zum Modellfall P-17 einen einseitigen Bericht mit Datenlage, mindestens vier Hypothesen, Unsicherheiten und Prüfauftrag an eine Fachkraft. Kriterium: Befund, Annahme und Entscheidung getrennt.
  2. Kostenrechnung: Vergleiche die beiden Modellalternativen und führe eine Sensitivitätsrechnung für 35 Euro statt 25 Euro Stillstandskosten pro Stunde durch. Musterlösung: A = 282 Euro, B = 400 Euro; andere Risiken offen.
  3. Qualitätsmanagement: Entwickle ein Ishikawa-Diagramm zum sinkenden Volumenstrom mit den Kategorien Mensch, Methode, Material, Maschine und Messung. Kriterium: plausible, prüfbare Ursachen statt Schuldzuweisungen.
  4. Technische Dokumentation: Erstelle ein dreiminütiges sachliches Erklärvideo oder eine bebilderte Präsentation zum Modellfall mit sicherer Eskalation, Rechenwegen und Bewertung. Kriterium: keine reale Anlage, keine personenbezogenen Daten, Quellen und Bildlizenzen ausgewiesen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Instandhaltung: Begründe anhand eines fiktiven verstopften Filters, welche Feststellungen zur Inspektion und welche Maßnahmen gegebenenfalls zur Instandsetzung gehören. Lösungskriterium: kein Austausch ohne Befund und Befugnis.
  2. Messwertanalyse: Vergleiche die Werte von Montag und Donnerstag bei P-17, berechne die absolute Abnahme 0,14 m³/h und die relative Abnahme vom Montagswert rund 31,8 %. Kriterium: beide Bezugsgrößen deutlich benannt.
  3. Arbeitssicherheit: Beurteile die Aussage „Hauptschalter aus genügt für alle Reparaturen“. Musterlösung: falsch; ein Schalter beweist keine gesicherte Gefahrenfreiheit, qualifiziertes Personal zuständig.
  4. Schmierstoff: Diskutiere Folgen eines ohne Herstellerprüfung gewählten Schmiermittels. Kriterium: Reibung, Verträglichkeit, Dichtungen, Umwelt und Sicherheitsdatenblatt berücksichtigt.
  5. Wirtschaftlichkeit: Erkläre, warum Alternative A trotz niedrigerer Modellkosten nicht automatisch auszuwählen ist. Kriterium: Fehlerursache, Betriebssicherheit, Lebensdauer und Annahmen genannt.
  6. Dokumentation: Bewerte einen Bericht, der nur „Pumpe defekt“ enthält, und verbessere ihn. Kriterium: eindeutige Anlagenkennung, Messwerte, Bedingungen, Vermutungsstatus, Zuständigkeit und weitere Schritte dokumentiert.


Lernnachweis

Wissensnachweis: Du erklärst die vier Instandhaltungsmaßnahmen und kennst die Bedeutung von Betriebsstoffen, Verschleiß, Korrosion, Prüfkriterien und elektrischer Schutzklassifikation. Fachliche Fähigkeiten: Du wertest eine fiktive Messreihe aus, rechnest Volumenstrom und Verfügbarkeit mit korrekten Einheiten um, vergleichst Soll und Ist, entwickelst sichere hypothetische Prüfaufträge und unterscheidest Belege von Vermutungen. Musterarbeitsprodukte: kommentierter Prüfplan, Einheitenrechnung, Schadensbericht, Ursache-Wirkungs-Schema, Kostenvergleich und Reflexion zur Datenunsicherheit. Bewerte den Modellfall anhand des 100-Punkte-Rasters; wiederhole gezielt Aufgaben zu nicht erreichten Kriterien. Transfer: Erläutere in einem Fachgespräch, weshalb die gleiche Analysemethode bei Pumpen, Armaturen und anderen Betriebsmitteln helfen kann, einzelne Prüf- und Freigabeschritte aber immer an die tatsächliche Anlage und Zuständigkeit angepasst werden müssen.

OER und Wikipedia

Fachliche Primärquellen: KMK-Rahmenlehrplan SHK, Lernfeld 4 auf Dokumentseite 12, BIBB, Ausbildungsprofil, SHK-Ausbildungsverordnung, BIBB-Umsetzungshilfe, 2017. Die hier formulierten Aufgaben, Prüfstandsdaten und Musterantworten sind eigens erfundene Lehrmaterialien und keine Originalprüfungsaufgaben. Wikipedia-Artikel als ergänzende Einführung (deutsch):

Bildnachweise und Nutzungsrechte: Die Dateiseiten auf Wikimedia Commons enthalten die jeweils gültigen Lizenztexte und Angaben zur Namensnennung. Lizenzpflichtige Werke sind nicht automatisch frei von Kennzeichnungs- oder Weitergabebedingungen.

Datei Fundstelle Urheber Lizenzbeleg
Ball Valve.jpg Commons Bitjungle CC BY-SA 4.0
Centrifugal Pump en.svg Commons Fantagu, sunspeanzler Rechte auf der Dateiseite
A pressure gauge attached to a heating system.jpg Commons Shixart1985 CC BY 2.0
Industrial Lubrication.jpg Commons Surabhilunkad CC BY-SA 4.0
Rust 1.jpg Commons Si Griffiths CC BY-SA 3.0
Circuit Breaker.jpg Commons Douglas Paul Perkins CC0 1.0
Blockschaltbild Heizungsregelung raumgeführt mit Mischventil.svg Commons SchmiAlf CC BY 4.0

Filmquellen und Rechte: BAU.DE verlinkt das eingebettete Video zu Kreiselpumpen; © jeweiliger Videoanbieter, keine freie Nachnutzungslizenz behauptet. Wilo-Brain-Lernvideos und Danfoss-Fachvideos liegen auf den Seiten der Rechteinhaber und werden lediglich verlinkt.

Verknüpfte Lernbereiche

Zusammenhang: Technische Mechanik erklärt Belastung und Verschleiß; Mathematik unterstützt Einheitensicherheit und Prozentrechnung; Elektrotechnik erklärt einfache Schaltpläne; Chemie hilft bei Korrosion und Gefahrstoffen; Umweltschutz behandelt die fachgerechte Entsorgung; Qualitätsmanagement verbindet Prüfprotokoll und Verbesserung. Das Berufsportal bietet die übergeordnete Orientierung.


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