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Prüfungsstand und praktische Standortbestimmung - Technischer Modellbauer - 2. Ausbildungsjahr

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Prüfungsstand und praktische Standortbestimmung - Technischer Modellbauer - 2. Ausbildungsjahr

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Einleitung

Du befindest dich im zweiten Ausbildungsjahr als Technischer Modellbauer oder Technische Modellbauerin. In diesem aiMOOC ermittelst du deinen fachlichen Prüfungsstand anhand einer praktischen Standortbestimmung: Du analysierst einen berufstypischen Auftrag, planst Material, Zeit und Prüfschritte, begründest deine Vorgehensweise, fertigst ein Modell unter geeigneter Aufsicht oder simulierst die Fertigung, prüfst das Ergebnis und dokumentierst Verbesserungen. Du lernst, Stärken, Unsicherheiten und nächste Lernschritte aus konkreten Nachweisen statt aus einem bloßen Bauchgefühl abzuleiten. Alle Fall- und Messdaten sind erfunden; persönliche Betriebs-, Kunden- oder Schülerdaten sind nicht nötig.

Lernziel: Du kannst einen Modellbauauftrag selbstständig analysieren, nachvollziehbar planen, begründet bearbeiten, prüfen und dokumentieren. Die hier vorgestellten Bewertungsmaßstäbe dienen der Übung; sie sind keine amtlichen Prüfungsaufgaben, keine Prüfungszulassung und keine verbindliche Notentabelle. Beachte den betrieblichen Ausbildungsplan, die tatsächlichen Anweisungen deiner zuständigen Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer und den geltenden Landeslehrplan deiner Berufsschule.


Prüfungsform, Zeitpunkt und Anforderungen


Gestreckte Prüfung statt Zwischenprüfung

Für den derzeitigen Ausbildungsberuf mit Ausbildungsordnung vom 27. Mai 2009 in der 2026 geänderten Fassung gilt eine gestreckte Abschlussprüfung beziehungsweise Gesellenprüfung aus zwei zeitlich getrennten Teilen. Teil 1 soll zum Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden (§ 7 ModellBTechAusbV). Er ist ausdrücklich keine Zwischenprüfung: Sein Ergebnis fließt mit 25 % in die Gesamtnote ein; Teil 2 zählt 75 % (§ 6). Der reguläre Ausbildungsgang dauert 42 Monate und unterscheidet derzeit die Fachrichtungen Gießerei, Karosserie und Produktion sowie Anschauung. Für Teil 1 gilt der gemeinsame Prüfungsbereich Arbeitsauftrag I, unabhängig davon, welche dieser Fachrichtungen später vertieft wird. Die Verordnung stellt auf die Kompetenzen der ersten drei Ausbildungshalbjahre und auf wesentliche Berufsschulinhalte ab, nicht pauschal auf jeden Lernstoff der ersten zwei Jahre.

Rechtsstand am 29.10.2026: Die gegenwärtige Verordnung gilt noch bis zum 31. Juli 2027. Eine neu geordnete Ausbildungsordnung wurde am 4. August 2026 erlassen und tritt erst am 1. August 2027 in Kraft. Sie sieht ein verändertes Berufsprofil vor. Für ältere beziehungsweise bereits begonnene Ausbildungsverhältnisse sind die einschlägigen Übergangsbestimmungen und die Auskunft der zuständigen Kammer maßgeblich; prüfe daher deinen vertraglichen Ausbildungsbeginn. Ältere Beschreibungen einer „Zwischenprüfung“ des Vorgängerberufs dürfen nicht auf den aktuellen Technischen Modellbauer übertragen werden.

Quellen: BIBB: bis 31.07.2027 geltendes Berufsprofil, aktuelle ModellBTechAusbV, insbesondere §§ 6–7 und BIBB: Neuordnung ab 01.08.2027.


Was wird in Teil 1 verlangt?

Laut § 7 sollst du unter anderem technische Unterlagen auswerten, Arbeitsabläufe planen, Berechnungen durchführen, Fertigungsverfahren und Werkzeuge auswählen, ein Modell, eine Form, ein Muster oder einen Prototyp herstellen und geeignete Prüfverfahren einsetzen. Auch sichere Arbeitsorganisation, Gesundheitsschutz, Umweltschutz, Wirtschaftlichkeit, Kundenorientierung und Qualitätssicherung sind dabei zu berücksichtigen. Der Prüfungsbereich umfasst eine Arbeitsaufgabe von sieben Stunden und auf diese Arbeitsaufgabe bezogene schriftliche Aufgabenstellungen mit einem vorgesehenen Umfang von 90 Minuten. Die konkrete Terminierung, Vorbereitung, erlaubten Hilfsmittel und die organisatorische Umsetzung ergeben sich aus den aktuellen Unterlagen deiner zuständigen Kammer; ein allgemeiner bundesweiter Kalendertag lässt sich daraus nicht ableiten.

Beispiel für deinen Kompetenzcheck: Wenn du die Außenkontur zeichnen kannst, aber keine geeignete Prüfmethode für die Lochmitten kennst, liegt der Förderbedarf nicht einfach bei „Mathematik“, sondern bei der Verbindung von Zeichnungslesen, Bezugskanten, Messmitteln und Dokumentation. Unterscheide deshalb Wissen (ich kann es erläutern), Können (ich zeige es am Produkt) und Begründen (ich kann eine fachlich bessere Variante auswählen).


Auftragsanalyse, Zeichnung und Planung


Anforderungen systematisch klären

Ein berufstypischer Auftrag beginnt mit einer eindeutigen Aufgabenbeschreibung: Wer nutzt das Modell und wofür? Wird eine Funktion getestet, ein Gießvorgang vorbereitet, eine Karosserieform dargestellt oder nur eine Gestaltung sichtbar gemacht? Welche Maße, Oberflächen, Stückzahlen und Termine gelten? Unterscheide Muss-Kriterien (zum Beispiel Außenmaße innerhalb der vereinbarten Toleranz) von Kann-Kriterien (zum Beispiel eine zusätzliche Beschriftung). Eine Technische Zeichnung zeigt Ansichten, Maße, Bezugskanten und bei Bedarf Schnitte. Die Toleranz beschreibt den zugelassenen Abweichungsbereich, nicht einen Freibrief zum ungenauen Arbeiten.

Beispiel einer CAD-gestützten technischen Zeichnung. Quelle: Wikimedia Commons, Toolpathsubmanu, CC BY-SA 4.0; Datei und Lizenz.

Beispiel: Das Sollmaß einer Modellplatte beträgt 120,0 mm, vereinbarte Übungstoleranz ±1,0 mm. Untergrenze = 120,0 − 1,0 = 119,0 mm; Obergrenze = 120,0 + 1,0 = 121,0 mm. Ein Messwert von 120,6 mm liegt innerhalb dieser Grenzen. Ein Messwert von 121,3 mm liegt außerhalb; bloßes Runden darf die Abweichung nicht verdecken. Tatsächliche Grenzabmaße ergeben sich nur aus der konkreten Zeichnung und den verbindlichen Projektunterlagen, nicht automatisch aus diesem Beispiel.


Arbeitsplanung mit nachvollziehbaren Entscheidungen

Nutze eine kleine Stückliste und einen Arbeitsplan: Material und Rohmaß, Werkzeuge, erforderliche Freigaben, Fertigungsschritte, Zwischenkontrollen, Reststoffbehandlung, Zeitbedarf sowie Nachweise. Unter CAD verstehst du computerunterstütztes Konstruieren; CAM unterstützt die Ableitung von Fertigungsdaten; CNC steuert Maschinenbewegungen anhand eines geprüften Programms. Digital erzeugte Daten werden vor realer Bearbeitung auf korrekte Einheiten, Koordinaten, Nullpunkte, Werkzeugwege und Freigabestand geprüft. Eine Simulation zeigt mögliche Kollisionen oder Planungsfehler, garantiert jedoch niemals für sich allein einen sicheren Maschinenbetrieb.

Typischer Fehler: Ein Modell wird sofort gefertigt, obwohl Bezugsmaß oder Maßstab fehlen. Besser: Auftrag markieren, Unklarheiten notieren, eine Zeichnung mit Revisionsstand festlegen und vor Arbeitsbeginn eine kurze Plausibilitätskontrolle durchführen. Ein Maßstab 1:2 bedeutet beispielsweise, dass 200 mm des Originalteils in der Darstellung 100 mm entsprechen; Maßstab und Maßangaben dürfen nicht unbemerkt vermischt werden.

Gießform mit Formhälften und Kernen als Kontextbeispiel für den Gießereimodellbau; keine Anleitung zum Umgang mit Schmelzen. Quelle: Wikimedia Commons, Glenn McKechnie, CC BY-SA 2.0; Datei und Lizenz.


Fertigung, Arbeitsschutz und Ressourcen


Verfahren begründet auswählen

Je nach Zweck sind manuelles Aufbauen und Fügen, maschinelle Zerspanung, additives Fertigen oder eine Kombination zweckmäßig. Für einen einfachen, groben Anschauungsprototyp kann ein aufgeschichtetes Modell aus wiederverwendeter Pappe genügen; für präzisere Passflächen ist ein geeigneter Werkstoff und ein kontrolliertes Fertigungsverfahren nötig. Bewerte jede Wahl nach Maßhaltigkeit, Oberfläche, Stabilität, Materialverlust, Zeit, Kosten und Risiken. Die billigste Materialoption kann wegen hoher Nacharbeit insgesamt unwirtschaftlich sein.

CNC-Fräsmaschine als Beispiel einer automatisierten Fertigung. Quelle: Wikimedia Commons, Matti Blume, CC BY-SA 4.0; Datei und Lizenz.

Bauteilaufbau mit einem FDM-3D-Drucker: Material wird schichtweise aufgetragen. Quelle: Wikimedia Commons, HRostamani, CC BY-SA 4.0; Datei und Lizenz.


Sicherheit, Gesundheit, Umwelt und Digitalisierung

Vor jeder Werkstattarbeit gilt: betriebliche Gefährdungsbeurteilung und Unterweisung beachten, passende Maschinenfreigabe einholen, Werkstoff- und Herstellerangaben prüfen sowie erforderliche Schutzmaßnahmen festlegen. Technische und organisatorische Schutzmaßnahmen sind vorrangig; persönliche Schutzausrüstung ergänzt sie. Bei spanenden Arbeiten bestehen insbesondere Risiken durch rotierende Werkzeuge, wegfliegende Partikel und unzureichend fixierte Werkstücke. Keine Maschinenbedienung, kein Bohren, Fräsen, Sägen, Umgang mit Harzen, Gießschmelzen oder Reinigungschemikalien ohne Befugnis und fachkundige Aufsicht. Nicht in eine laufende Maschine greifen; Handschuhe an rotierenden Maschinen können Einzugsgefahren erhöhen. Schutzeinrichtungen dürfen nicht überbrückt werden. Bei Kühlschmierstoffen Haut-, Augen- und Atemwegsbelastung bewerten, bei Holzwerkstoffen Staubabsaugung und fachgerechte Reinigung sicherstellen.

Aktuelle Orientierung: DGUV/IFA: Schutzmaßnahmen bei Kühlschmierstoffen, DGUV Regel 109-003, Ausgabe 04/2026, DGUV Information 209-205, Ausgabe 11/2025 und die TRGS 553 Holzstaub, Fassung 28.02.2025. Es gelten jeweils die aktuellen betrieblichen Vorgaben, die konkrete Gefährdungsbeurteilung sowie Maschinen- und Sicherheitsdatenblätter; eine pauschale PSA-Liste wäre nicht ausreichend.

Nachhaltigkeit: Prüfe, ob du Verschnitt durch Nesting und geeignete Rohmaße reduzierst, Reststücke weiterverwenden kannst, beschädigte Modelle reparierst und Abfälle werkstoffgerecht trennst. Vergleiche Rohteilvolumen und Nutzvolumen, ohne ausschließlich die Masse zu bewerten. Datenschutz und Informationssicherheit: Verwende für Übungen nur fiktive Auftragsnummern, keine Kundennamen oder geheimen CAD-Daten. Digitale Zeichnungen versionieren, nur berechtigten Personen zugänglich machen und externe Clouds oder KI-Dienste erst nach betrieblicher Freigabe nutzen. Auch ein anonymisierter Screenshot kann vertrauliche Konstruktionsdetails verraten.

Sichere Übungsalternative: Modell nur im CAD-System modellieren, eine Werkzeugsimulation nutzen oder eine bereits vorbereitete Karton-/Schaumstoffvorlage mit ungefährlichem Papiermaßstab vermessen. Die Simulation ersetzt weder Maschinenunterweisung noch praktische Prüfung durch einen Ausbilder.

Deutschsprachige Fachvideos und Lernmedien: HubbS: Handhabung Messschieber und HubbS: Nonius ablesen (jeweils involas, H5P-Lernvideo, CC BY-SA 4.0). Der ARD-alpha-Fachfilm zum Technischen Modellbau zeigt den Karosserie- und Produktionsmodellbau (© BR/ARD; nur Verlinkung, keine freie Nachnutzung). Der Zugriff auf diese Drittplattformen kann Daten übertragen; wenn nötig nur nach Zustimmung öffnen. Direkt verifizierbare YouTube-Wiedergabe lag nicht vor, daher wird kein ungeprüfter YouTube-Einbettungscode verwendet.


Vollständig erläuterter Praxisfall: Modellplatte als Prüfprototyp


Fiktiver Auftrag und eindeutige Sollwerte

Eine interne Übungswerkstatt benötigt eine rechteckige Anschauungs- und Prüfplatte als nicht belastbaren Prototyp zur Demonstration von zwei Befestigungspunkten. Erstelle eine technische Skizze und ein CAD-Modell. Das vereinfachte Modell hat eine Länge von 120,0 mm, eine Breite von 80,0 mm und eine Dicke von 12,0 mm. Zwei runde Öffnungen haben jeweils Ø 8,0 mm; ihre Mittelpunkte liegen gemessen von der linken und unteren Bezugskante bei (25,0 mm; 40,0 mm) und (95,0 mm; 40,0 mm). Vereinbarte Übungstoleranzen: Außenmaße ±1,0 mm, Dicke ±0,5 mm, Mittelpunktslage ±0,5 mm und Durchmesser ±0,5 mm. Kanten sollen entgratet beziehungsweise in der reinen CAD-Variante als störungsfrei dargestellt sein. Diese Werte sind nur für diesen Übungsauftrag vereinbart; sie sind weder DIN-Toleranzklasse noch eine amtliche Prüfungszeichnung.

Gefordertes Ergebnis: eine maßstäbliche Zeichnung oder CAD-Datei mit eindeutigen Bezugskanten, eine kurze Material-/Verfahrensentscheidung, ein Arbeitsplan, ein prüfbarer digitaler Prototyp oder ein unter Aufsicht hergestelltes Demonstrationsmodell sowie ein ausgefülltes Mess- und Abnahmeprotokoll. Bei fehlender Werkstattfreigabe genügt die sichere CAD-/Papiervariante mit überprüfbaren Soll-Ist-Daten und dokumentierter Simulation.


Rechenweg: Lage, Fläche, Volumen, Material und Zeit

1. Lochabstand: 95,0 mm − 25,0 mm = 70,0 mm. Beide Mittelpunkte besitzen die y-Koordinate 40,0 mm; damit liegen sie mittig über der 80-mm-Breite. Der rechte Mittelpunkt hat den Abstand 120,0 − 95,0 = 25,0 mm zur rechten Kante. So lässt sich die Symmetrie unabhängig von einer Skizzenansicht prüfen.

2. Rechteckige Grundfläche: A = 120,0 mm × 80,0 mm = 9 600 mm². Für die zwei zylindrischen Durchgänge mit Radius r = 8,0/2 = 4,0 mm: A_Öffnungen = 2 × π × r² = 2 × π × 16 mm² ≈ 100,53 mm². Die rechnerische Nettofläche beträgt 9 600 − 100,53 = 9 499,47 mm².

3. Vereinfachtes Nettovolumen: V = 9 499,47 mm² × 12,0 mm ≈ 113 993,6 mm³ = 113,99 cm³. Hier sind die Kanten rechtwinklig und die beiden Durchbrüche vollständig durchgehend angenommen; reale Fasen, Rundungen, Poren, Klebstoffe und Bearbeitungszugaben würden das Volumen ändern. Ein CAD-Volumenvergleich prüft diese Annahmen.

4. Materialrohling und Abfall: Ein Rohling von 130 × 90 × 12 mm hat 140 400 mm³ = 140,40 cm³. Die Differenz zum idealisierten Fertigvolumen beträgt 140,40 − 113,99 ≈ 26,41 cm³; der rechnerische Materialabtrag beträgt 26,41/140,40 × 100 ≈ 18,81 %. Dies ist ein vereinfachter geometrischer Vergleich, keine gemessene Umweltbilanz: Schnittfugen, Fehldrucke, Kleber und Wiederverwendung werden getrennt erfasst. Bei einem frei erfundenen Materialpreis von 0,028 €/cm³ kostet der Rohling 140,40 × 0,028 = 3,9312 €, kaufmännisch auf Cent gerundet 3,93 €.

5. Übungszeit: Für die eigene Standortbestimmung von 150 Minuten gelten 15 Min. Auftragsklärung + 25 Min. Zeichnung + 50 Min. sichere digitale Modellierung beziehungsweise betreute Fertigung + 20 Min. Kontrolle + 25 Min. Dokumentation + 15 Min. Rückblick = 150 Minuten. Diese Übungszeit ersetzt ausdrücklich nicht die rechtlich vorgegebenen Prüfungszeiten.


Arbeitsplan und nachvollziehbares Beispielergebnis

Phase Entscheidung und Tätigkeitsnachweis Kontrolle Zeit
Auftrag verstehen Zeichnungsversion P-01, Zweck, Bezugskanten und Muss-Maße notieren Fehlt eine Angabe oder eine Freigabe? 15 Min.
Planen CAD-Skizze und dimensionsgebundene Geometrie erstellen; Rohmaß und digitales Verfahren begründen Zwei Mittelpunkte, Lochabstand und Außenmaße plausibel? 25 Min.
Umsetzen CAD-Prototyp samt Durchbrüchen modellieren; nur bei Freigabe betreute Materialbearbeitung Simulation auf Geometriefehler und Zugänglichkeit prüfen 50 Min.
Prüfen Kontrollmaße in eine Soll-Ist-Tabelle übertragen; Messmittel passend wählen Grenzmaße mit Messunsicherheit und Gerätetauglichkeit abgleichen 20 Min.
Dokumentieren Zeichnung, Version, Bilder nur des Modells, Rechenweg und Abweichungen ablegen Können Dritte die Ergebnisse nachvollziehen? 25 Min.
Reflektieren Ursachen, Nacharbeit und nächsten Trainingsschritt festhalten Selbstbewertung durch Ausbilderfeedback prüfen lassen 15 Min.

Beispiel einer vollständig ausgefüllten Soll-Ist-Kontrolle (synthetische Messwerte, keine tatsächlich durchgeführte Messung):

Merkmal Soll Erlaubter Bereich Beispiel-Ist Entscheidung
Länge 120,0 mm 119,0–121,0 mm 120,4 mm innerhalb
Breite 80,0 mm 79,0–81,0 mm 79,6 mm innerhalb
Dicke 12,0 mm 11,5–12,5 mm 12,2 mm innerhalb
Lochabstand der Mittelpunkte 70,0 mm aus Einzellagen gesondert ableiten 70,3 mm nur ergänzende Information
Linker Mittelpunkt x 25,0 mm 24,5–25,5 mm 25,2 mm innerhalb
Rechter Mittelpunkt x 95,0 mm 94,5–95,5 mm 95,5 mm gerade noch innerhalb
Beide Mittelpunktlagen y 40,0 mm 39,5–40,5 mm 40,1 und 40,0 mm innerhalb
Öffnung links Ø 8,0 mm 7,5–8,5 mm 8,2 mm innerhalb
Öffnung rechts Ø 8,0 mm 7,5–8,5 mm 8,7 mm außerhalb

Begründete Abnahme: Trotz überwiegend passender Maße wird das Übungsmodell noch nicht freigegeben, weil die rechte Öffnung mit 8,7 mm den vereinbarten Höchstwert 8,5 mm überschreitet. Eine bloße Nacharbeit durch weiteres Aufweiten wäre ungeeignet; über eine sichere Neufertigung, eine fachlich zulässige Korrektur oder eine konstruktive Änderung darf erst nach Prüfung und Freigabe entschieden werden. Dokumentiere Abweichung, mögliche Ursache (zum Beispiel falsche CAD-Bemaßung), verantwortliche Nachprüfung und Änderungsversion P-02. Bei realen Messungen sind Eignung und Unsicherheit des Messverfahrens sowie Messmittelzustand zu beachten; die Zahlen hier sind ausschließlich eine Rechenübung.

Aufbau eines Messschiebers für Außen-, Innen- und Tiefenmaße. Quelle: Wikimedia Commons, Joaquim Alves Gaspar / Bearbeitungen, CC BY-SA 3.0 (wahlweise CC BY 2.5); Datei und Lizenz.


Transparentes Übungs-Bewertungsraster

Bereich Prüfbare Kriterien Maximalpunkte
Auftragsanalyse Zweck, Muss-Maße und Bezugskanten vollständig erklärt 10
Zeichnung und CAD Geometrie, Maße und Versionsstand eindeutig 15
Arbeitsplanung Verfahren, Material, Zeit und Prüffolge begründet 15
Arbeits- und Umweltschutz Risiken, Freigaben, Reststoffe und datensparsame Ablage beachtet 15
Ergebnisqualität Funktionsgerechte Geometrie, Maßhaltigkeit und sichere Kanten 20
Qualitätsprüfung Eignung der Messmittel, Soll-Ist-Protokoll und Abweichungsentscheidung 15
Dokumentation und Reflexion Nachvollziehbare Unterlagen, Fehlerursachen und Verbesserungen 10
Gesamt Nur zur Übung, keine Kammerbewertung 100

Beispielauswertung: 8 + 13 + 12 + 15 + 12 + 12 + 8 = 80 von 100 Übungspunkten. Der bloße Gesamtwert verdeckt Schwächen; hier liegt der größte Förderbedarf im Bereich Ergebnisqualität, da ein Durchmesser nicht passt. Als grobe Rechenübung zur gesetzlichen Gewichtung: Teil 1 mit 72 Punkten und Teil 2 mit 80 Punkten ergäbe bei rein proportionaler Darstellung 0,25 × 72 + 0,75 × 80 = 78 rechnerische Gesamtpunkte. Daraus folgt keine Aussage über reale Bestehensvoraussetzungen oder amtliche Punkteschlüssel; diese ergeben sich aus Ausbildungsordnung und Prüfungsunterlagen.


Standortbestimmung, Rückmeldung und Förderplan


Kompetenzen mit Belegen einschätzen

Bewerte dich in sechs Dimensionen: Auftragsanalyse, CAD/Zeichnen, Planung und Rechnen, sichere Umsetzung, Messen/Prüfen sowie Dokumentation/Reflexion. Verwende für jede Dimension die selbst gewählte Lernskala 0 = noch nicht gezeigt, 1 = nur mit durchgängiger Hilfe, 2 = überwiegend selbstständig mit Rückfrage, 3 = nachvollziehbar selbstständig und sicher begründet. Das Maximum beträgt 18 Lernpunkte; es ist keine Prüfungsnote. Lege je eine überprüfbare Arbeitsprobe bei und bespreche widersprüchliche Bewertungen mit deiner Ausbilderin oder deinem Ausbilder. Fehlerdaten sollen zum Lernen dienen, nicht zum Bloßstellen.

Beispiel eines fiktiven Kompetenzprofils: Auftragsanalyse 3, CAD 2, Planung 2, sichere Umsetzung 3, Prüfen 1 und Dokumentation 2; Summe = 13/18. Die Summe ist weniger wichtig als das Muster: Die Person plant ordentlich, kann aber Messung und Abweichungsentscheidung noch nicht zuverlässig begründen. Der Förderplan muss deshalb auf Messkompetenz und Dokumentation zielen und nicht pauschal weitere Zeichnungsstunden anordnen.


Individueller Förderplan mit überprüfbaren Zielen

Ausgangsbefund SMART-Lernziel und Übung Nachweis und Rückmeldung Kontrollpunkt
Lochmaß falsch beurteilt In drei begleiteten Übungseinheiten jeweils fünf fiktive Soll-Ist-Werte mit Grenzmaßen korrekt vergleichen Mindestens 14 von 15 Entscheidungen richtig und jeden Grenzfall schriftlich begründen; Feedback durch Fachkraft nach 1 Woche
Messschieber unsicher An einem freigegebenen Übungskörper jeweils Außen-, Innen- und Tiefenmaße mit geeignetem Messmittel erfassen Zwei wiederholte Messreihen mit dokumentierter Ablesung und Erklärung möglicher Abweichungen nach 2 Wochen
Prüfprotokoll lückenhaft Eine Modellzeichnung P-02 und vollständige Dokumentation mit Version, Soll-Ist, Abweichung, Maßnahme erstellen Prüfbogen vollständig, Abweichung nachvollziehbar und Freigabe durch Ausbilderin oder Ausbilder nach 3 Wochen

Plane feste kurze Lernfenster, halte deine Belege datensparsam fest und passe Ziele nach der Rückmeldung an. Eine schwache Messung kann etwa auf eine falsche Bezugskante, ungeeignetes Messmittel oder fehlende Routine zurückgehen: Fehlerursachen, nicht nur Fehlerzahlen, bestimmen das Training. Die tatsächlichen Prüfungsanforderungen richten sich nach Berufsordnung, regionalem Lehrplan, betrieblichem Ausbildungsplan und deiner zuständigen Kammer. Für die Prüfung selbst verwende ausschließlich offiziell zugelassene Hilfsmittel.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Prüfe dein Fachwissen

Welche Prüfungsform gilt nach der derzeitigen Ausbildungsordnung für den Technischen Modellbauer im zweiten Ausbildungsjahr? (Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung oder Gesellenprüfung) (!Eine unverbindliche Zwischenprüfung ohne Einfluss auf das Gesamtergebnis) (!Ausschließlich die mündliche Meisterprüfung) (!Teil 2 der Abschlussprüfung bereits nach zwölf Monaten)



Zu welchem Zeitpunkt soll Teil 1 nach der derzeitigen Verordnung stattfinden? (Zum Ende des zweiten Ausbildungsjahres) (!Regelmäßig am ersten Ausbildungstag) (!Erst nach Ablauf aller zweiundvierzig Ausbildungsmonate) (!Immer exakt nach dem zwölften Ausbildungsmonat)



Welchen Anteil hat Teil 1 nach der derzeitigen Ausbildungsordnung am Gesamtergebnis? (25 Prozent) (!10 Prozent) (!50 Prozent) (!75 Prozent)



Welche Unterlage brauchst du vor einer begründeten Maßprüfung? (Eine Zeichnung mit Sollmaß und vereinbarten Grenzmaßen) (!Nur ein Foto ohne Maßangaben) (!Ausschließlich die Materialrechnung) (!Eine Liste der Mitarbeitenden)



Welcher Istwert ist bei einem Sollmaß von 120 Millimetern und einer Toleranz von plus minus einem Millimeter zulässig? (120 Komma 6 Millimeter) (!121 Komma 4 Millimeter) (!118 Komma 8 Millimeter) (!122 Komma 0 Millimeter)



Wie groß ist der Abstand zwischen den Mittelpunkten bei den x-Koordinaten 25 und 95 Millimeter? (70 Millimeter) (!60 Millimeter) (!80 Millimeter) (!120 Millimeter)



Welche Maßnahme ist bei nicht freigegebener CNC-Arbeit fachlich richtig? (Eine CAD-Simulation oder sichere Papiermodellierung unter Beachtung der Regeln wählen) (!Die Schutzhaube zum besseren Einblick öffnen) (!Die Maschine ohne Unterweisung kurz ausprobieren) (!Ein beliebiges Programm sofort starten)



Was bedeutet ein Messwert oberhalb des vereinbarten Höchstmaßes? (Das Merkmal ist nicht konform und muss dokumentiert sowie beurteilt werden) (!Das Maß ist automatisch in Ordnung) (!Der Wert darf ohne Prüfung abgerundet werden) (!Die Zeichnung muss unbemerkt geändert werden)



Welche Aussage beschreibt einen brauchbaren Lernnachweis? (Ein Produkt mit Soll-Ist-Protokoll und begründeter Verbesserung) (!Nur ein positives Gefühl ohne Arbeitsprobe) (!Ein anonymes Lob ohne Aufgabenbezug) (!Eine unkommentierte Datei ohne Version)



Was ist bei digitalen Ausbildungsprojekten im Modellbau richtig? (Fiktive Daten nutzen und vertrauliche CAD-Dateien nur nach Freigabe weitergeben) (!Kundenzeichnungen ungefragt in öffentliche KI-Dienste kopieren) (!Jede Zeichnung automatisch öffentlich hochladen) (!Versionsnummern löschen und Quellen verschweigen)




Memory

Ordne die Fachbegriffe ihren jeweils eindeutig passenden Erklärungen zu. Vergleiche bei Unsicherheit die Fachkapitel.

Prüfungsbereich Arbeitsauftrag I Gemeinsamer berufsbezogener Schwerpunkt von Teil 1 der gestreckten Prüfung
Bezugskante Festgelegte Ausgangskante für die Lagebestimmung eines Merkmals
Grenzmaß Kleinster oder größter noch zugelassener Maßwert
CAD-Modell Digital erzeugte geometrische Beschreibung eines Bauteils
Messprotokoll Festgehaltene Soll- und Istwerte mit Beurteilung
Förderziel Zeitlich festgelegte und überprüfbare nächste Kompetenzentwicklung




Drag-and-drop

Ordne die Handlungen den passenden Ergebnissen eines vollständigen Arbeitsauftrags zu.

Handlung Passender Nachweis
Auftragsklärung Anforderungsliste mit Zweck und Muss-Kriterien
Fertigungsplanung Arbeitsfolge mit Material und Freigaben
Sichere Umsetzung Modell oder validierte digitale Simulation
Qualitätsprüfung Soll-Ist-Vergleich mit Abweichungsentscheidung
Lernreflexion Begründeter Förderplan mit Kontrolltermin




Kreuzworträtsel

Trage jeweils ein Fachwort ein. Alle Antworten bestehen aus genau einem Wort.

Toleranz Wie heißt der zugelassene Bereich der Maßabweichung?
Messschieber Welches Gerät eignet sich je nach Ausführung für Außenmaße und Innenmaße?
Prototyp Wie nennt man ein frühes prüfbares Entwicklungsmodell?
Absaugung Welche technische Maßnahme erfasst entstehenden Holzstaub möglichst an der Quelle?
Arbeitsplan Welche Unterlage hält Arbeitsschritte und ihre Reihenfolge fest?
Bezugskante Von welchem festgelegten Rand aus wird die Lage eines Bohrungsmittelpunkts bestimmt?




LearningApps

Die verlinkte LearningApps-Suche ermöglicht ergänzende Übungen zum Thema. Prüfe die Qualität eines gefundenen Angebots vor der Nutzung; es wird keine einzelne, ungeprüfte App als verbindliche Prüfungsvorbereitung ausgegeben.


Lückentext

Ergänze die Fachbegriffe aus dem Kurs.
Im derzeitigen Ausbildungsberuf findet Teil 1 der gestreckten Prüfung am Ende des zweiten

statt.
Der gemeinsame Prüfungsbereich heißt

I.
Eine Zeichnung enthält verbindliche

für das vereinbarte Produkt.
Die kleinste und größte erlaubte Abmessung heißen

.
Die linke Modellöffnung liegt im Beispiel bei der x-Koordinate

Millimeter.
Die beiden Mittelpunkte haben einen Abstand von

Millimetern.
Eine digital erstellte Werkstückgeometrie entsteht mit

.
Beim Prüfen werden Sollwerte mit

verglichen.
Bei unzureichender Maschinenfreigabe ist eine digitale

eine sichere Alternative.
Ein überprüfbares nächstes Lernziel gehört in den

.



Offene Aufgaben


Leicht

  1. Prüfungsordnung: Erkläre in fünf eigenen Sätzen, warum Teil 1 der gestreckten Prüfung nicht als unverbindliche Zwischenprüfung bezeichnet werden darf, und belege Zeitpunkt sowie Gewichtung mit dem aktuellen Gesetzeslink.
  2. Technische Zeichnung: Markiere in einer selbst gefertigten Skizze der fiktiven Platte die beiden Bezugskanten und alle Sollmaße; gib der Zeichnung eine Versionsnummer.
  3. Grenzmaßrechnung: Berechne für 80,0 ± 1,0 mm den unteren und oberen zulässigen Wert und beurteile die synthetischen Istwerte 78,9 mm, 80,5 mm und 81,1 mm mit kurzer Begründung.
  4. Messschieber: Sieh dir ein freigegebenes deutschsprachiges Lernvideo zur Messschieber-Handhabung an und erstelle eine beschriftete Skizze der drei Messarten; ohne Freigabe ausschließlich anhand des Videos.


Standard

  1. Arbeitsplan: Schreibe für den Prüfprototyp einen sechsphasigen Arbeitsplan mit Zeitbedarf, Prüfschritten und einer sicheren CAD-Alternative zur Werkstattfertigung.
  2. Werkstoff: Vergleiche wiederverwendete Pappe, Modellbauschaum und 3D-Druck hinsichtlich Maßhaltigkeit, Nacharbeit, Abfall und Gefährdungen; entscheide dich begründet für ein Lernverfahren.
  3. Qualitätssicherung: Übernimm die Beispieldaten in eine eigene Soll-Ist-Tabelle, kennzeichne den nicht konformen Durchmesser und formuliere eine dokumentierte Sperr- und Korrekturentscheidung.
  4. CAD: Erstelle die fiktive Modellplatte als digitales 3D-Modell mit parametrischen Maßen und zwei Durchbrüchen; fertige einen Screenshot ohne private Projektinformationen und einen überprüfbaren Volumenvergleich an.


Schwer

  1. Fehleranalyse: Entwickle für einen wiederholt zu großen Öffnungsdurchmesser drei plausible Ursachen, je einen Prüfschritt und eine vorbeugende Maßnahme, ohne eine Maschine eigenmächtig zu verändern.
  2. Ressourceneffizienz: Berechne aus den angegebenen Roh- und Fertigvolumina den rechnerischen Abtragsanteil und diskutiere, wie Schnittfuge, Reststoffnutzung und Nacharbeit die reale Umweltbilanz ändern.
  3. Präsentation: Erstelle ein maximal dreiminütiges anonymes Erklärvideo oder eine bebilderte Präsentation, in der du Auftragsanalyse, Soll-Ist-Prüfung, Sicherheitsgrenzen und Abnahmeentscheidung des Praxisfalls fachlich begründest.
  4. Individueller Förderplan: Entwirf nach einem fiktiven Selbsttest einen dreiwöchigen SMART-Förderplan mit drei Zielen, Messkriterien, Feedbackquellen und einem begründeten Anpassungsschritt.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Prüfungsrecht: Weise anhand der geltenden Ausbildungsordnung nach, welche Prüfungsform aktuell vorgesehen ist, wann Teil 1 stattfinden soll und warum du nicht einfach die alte Zwischenprüfung übernehmen darfst.
  2. Arbeitsvorbereitung: Prüfe eine neu formulierte fiktive Zeichnung auf fehlende Bezugskanten, unklare Toleranzen und unvereinbare Anforderungen; notiere mindestens vier gezielte Rückfragen vor Beginn der Arbeit.
  3. Maßprüfung: Beurteile drei neue synthetische Messergebnisse anhand selbst berechneter Grenzmaße, trenne Messwert, Unsicherheit und Freigabeentscheidung und begründe die passende Prüfmethode.
  4. Fertigungsplanung: Vergleiche für dieselbe Modellgeometrie einen betreuten konventionellen Fertigungsweg mit einer rein digitalen Simulation hinsichtlich Qualität, Risiko, Zeit und Dokumentierbarkeit.
  5. Berufliche Handlungskompetenz: Lege ein vollständiges Portfolio mit Auftragsanalyse, Zeichnung, Arbeitsplan, begründetem Verfahren, Produkt oder CAD-Simulation, Soll-Ist-Protokoll und Fehlerreflexion vor.
  6. Lernstrategie: Leite aus mindestens zwei konkreten Fehlerbefunden einen priorisierten Förderplan ab, in dem du überprüfbare Zwischenziele und die Grenzen der eigenen Selbsteinschätzung erklärst.


Lernnachweis

Ein vollständiger Lernnachweis besteht aus einer fiktiven Auftragsbeschreibung, einer bemaßten Zeichnung mit Revisionsstand, einer Stück- und Arbeitsplanung, einem sicheren CAD-Prototyp oder einem befugt betreuten Modell, sämtlichen Rechenschritten mit Einheiten, einem Soll-Ist-Messprotokoll, einer dokumentierten Entscheidung über eine Abweichung, dem ausgefüllten 100-Punkte-Übungsraster sowie einem individuellen Förderplan. Prüfe im Vier-Augen-Prinzip: Ist das Ergebnis sachlich korrekt, sind Entscheidungen anhand von Nachweisen überprüfbar, und sind Arbeits- und Datenschutzvorgaben eingehalten? Lege vor einer realen Fertigung die erforderlichen Freigaben vor. Kein hier erstelltes Portfolio ersetzt die Kammerprüfung oder den offiziellen Ausbildungsnachweis.

Erfolgskriterien: Alle geforderten Dokumente sind vorhanden; Maße und Einheiten stimmen; der Fehler im rechten Loch wird erkannt und nicht heimlich korrigiert; Risiken und ressourcenschonende Alternativen sind beschrieben; der Förderplan enthält messbare Kontrollpunkte. Eine zusätzliche, fachlich begründete Transferleistung vergleicht die Prüfstrategie zwischen Anschauungs-, Gießerei- und Karosserie-/Produktionsmodellbau, ohne unzulässig ein Verfahren auf alle Fachrichtungen zu übertragen.


OER und Wikipedia

Amtliche Rechts- und Ausbildungsquellen (Stand: 29.10.2026):

Frei zugängliche deutschsprachige Lernvideos und weitere Fachmedien:

Bildnachweise – alle Dateiseiten, Urheber und Lizenzen einzeln überprüft:

Commons-Datei Quelle Urheber Lizenz
File:CAD computer-aided design.jpg Dateiseite Toolpathsubmanu CC BY-SA 4.0
File:SandMoldCopeDragCores.jpg Dateiseite Glenn McKechnie CC BY-SA 2.0
File:Maker Faire, Berlin (BL7C0017).jpg Dateiseite Matti Blume CC BY-SA 4.0
File:3D Printing an Object using FDM Printer.jpg Dateiseite HRostamani CC BY-SA 4.0
File:Vernier caliper.svg Dateiseite Joaquim Alves Gaspar und Bearbeitende CC BY-SA 3.0

Der erklärende, eigens erstellte Kursinhalt kann unter CC BY-SA 4.0 als offenes Lernmaterial genutzt und mit Namensnennung und gleicher Lizenz weitergegeben werden; für Bilder und Videos gelten jeweils die angegebenen individuellen Rechte. Externe Links bitte auf Aktualität prüfen. Ein Wikipedia-Artikel dient als ergänzender Überblick und ersetzt keine amtliche Vorschrift.


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Transferprojekte: Eine sichere digitale Variantenstudie vergleicht zwei Modellwerkstoffe. Eine schulische Projektgruppe erstellt einen datensparsamen Prüfmittel-Leitfaden. Ein betriebliches Lernteam überprüft mit Ausbilderfreigabe an einem anonymisierten Muster die Übereinstimmung von Zeichnung, Arbeitsplan und Prüfprotokoll. Verknüpfe dabei Fachrechnen, berufsbezogene Kommunikation, Wirtschaftlichkeit, Medienbildung und Umweltbildung mit den Lernfeldern und dem Landeslehrplan deiner Berufsschule.


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