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Aufbau von Handzuginstrumenten - Handzuginstrumentenmacher - 1. Ausbildungsjahr - LB1-6

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Aufbau von Handzuginstrumenten - Handzuginstrumentenmacher - 1. Ausbildungsjahr - LB1-6

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Einleitung

Ein Handzuginstrument ist ein Musikinstrument, bei dem die Spielenden durch Bewegung eines Balgs Luft an freischwingenden Metallzungen vorbeiführen. Du lernst den Aufbau eines Akkordeons als anschauliches Hauptbeispiel kennen und überträgst das Prinzip auf Bandoneon, Konzertina und diatonische Harmonikas. Auch angeblasene Durchschlagzungeninstrumente wie Mundharmonika und Melodica gehören zum weiteren Tätigkeitsbereich des Berufs, besitzen aber keinen Handbalg.

Dein berufliches Ziel: Du analysierst einen Auftrag, ordnest Bauteile und Luftwege zu, planst ein sicheres Modell, erläuterst eine begründete Prüfstrategie und dokumentierst ein nachvollziehbares Ergebnis. Die folgenden fünf Fachkapitel verbinden Instrumentenkunde, Funktionsverständnis, Konstruktionsprinzipien, Qualität und einen vollständig bearbeiteten Praxisfall.

Einordnung: „LB1-6“ ist hier eine redaktionelle Themenbündelung für das erste Ausbildungsjahr und keine Behauptung über einen bundeseinheitlich so bezeichneten aktuellen Lernbereich. Maßgeblich sind die geltende Ausbildungsordnung, der betriebliche Ausbildungsplan, die zuständige Handwerkskammer und der in deinem Bundesland verwendete Berufsschullehrplan. Das Bundesinstitut für Berufsbildung nennt für den Beruf eine dreijährige handwerkliche Ausbildung und die Verordnung vom 27. Januar 1997. Angaben aus einem historischen Rahmenlehrplan sind vor lokaler Anwendung abzugleichen: BIBB-Berufsprofil und Ausbildungsrahmenplan.

Sicherheit: Die Beobachtung eines geschlossenen Instruments und der Bau eines Papier- oder CAD-Modells sind für diesen Kurs die bevorzugten Lernhandlungen. Öffnen, Zerlegen, Löten, Wachsen, Schleifen, Bohren, Sägen, Stimmen und Tätigkeiten an Maschinen oder Gefahrstoffen erfolgen ausschließlich nach Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung und unter befugter fachlicher Aufsicht. Modellmaße und Preise sind Übungsannahmen, keine Hersteller- oder Normvorgaben.


Instrumentenfamilien und äußere Baugruppen


Gemeinsames Grundprinzip und Bauarten

Akkordeon, Bandoneon und Konzertina zählen zu den Aerophonen mit durchschlagenden Stimmzungen. Im Akkordeon sind die beiden meist kastenförmigen Gehäusehälften über den Balg verbunden. Auf der Melodieseite (Diskant) liegen Klaviatur oder Knöpfe, auf der Begleitseite (Bass) liegen Bassknöpfe und eine teils komplexe Mechanik. Korpus und Dichtflächen schützen die Bauteile, führen den Spielwind und tragen die Spielmechanik. Trageriemen, Balgverschluss, Verdeck und Luftknopf dienen dem sicheren Gebrauch und der Handhabung.

Gleichtönig bedeutet: Bei derselben Taste klingt beim Ziehen und Drücken grundsätzlich derselbe Ton. Wechseltönig bedeutet: Die Tastenbelegung kann je nach Balgbewegung verschiedene Töne erzeugen. Die Bezeichnungen beschreiben die Tonzuordnung, nicht die Qualität des Instruments. Das Bandoneon und viele diatonische Harmonikas sind häufig wechseltönig; Bauformen und Tastatursysteme unterscheiden sich erheblich.

Balgfalten und Knöpfe eines historischen Knopfakkordeons; Foto: Jorge Royan, CC BY-SA 3.0
Balgfalten und Knöpfe eines historischen Knopfakkordeons; Foto: Jorge Royan, CC BY-SA 3.0

Beobachtungsbeispiel: Halte ein geschlossenes Instrument ohne Kraftanwendung in Spielposition: Wo sind Diskant, Bass, Balg und Luftknopf? Notiere zunächst sichtbar Erkennbares, dann erst die zu vermutende Funktion. Eine verdeckte Stimmplatte lässt sich von außen nicht sicher identifizieren.


Bauteilübersicht mit Funktionen

Baugruppe Aufgabe Typische Prüfung ohne Eingriff
Balg Ermöglicht Druck- und Saugwind; besteht typischerweise aus gefalteter Pappe, Textil, Leder und Beschlägen Sichtprüfung auf Falten, Ecken und äußere Schäden
Diskantgehäuse Trägt Melodietasten, Hebel, Klappen und Stimmstöcke Sicht- und Spielbeobachtung nach Freigabe
Bassgehäuse Trägt Bassknöpfe, Hebel, Klappen und Stimmstöcke Betätigung vorsichtig auf gleichmäßigen Weg prüfen
Stimmstock Fasst Luftkanäle beziehungsweise Kanzellen zusammen und trägt Stimmplatten Bauteil anhand einer freigegebenen Abbildung identifizieren
Stimmplatte Hält eine oder mehrere Metallzungen; die gebräuchliche Einzelplatte trägt häufig je eine Zunge für Zug und Druck Details an Zeichnung oder Demonstrationsobjekt erkennen
Register und Schieber Schalten bei entsprechend ausgestatteten Instrumenten verschiedene Stimmchöre zu oder ab Klang und Schaltstellung dokumentieren

Typischer Fehler: „Die Tastatur erzeugt selbst den Ton.“ Tatsächlich steuert sie mechanisch die Öffnungen; der Klang entsteht an den schwingenden Zungen im Luftstrom. Ein weiteres Missverständnis: Nicht jedes Akkordeon hat die gleiche Registerzahl oder Bassbelegung.


Luftweg, Stimmzungen und Klangentstehung


Vom Tastendruck zur Schwingung

Der Ablauf ist als Ursache-Wirkungs-Kette zu verstehen: Balgbewegung → Druckunterschied → Tastendruck öffnet über Hebel eine Klappe → Luft strömt durch einen freigegebenen Kanal → eine passende Stimmzunge schwingt in ihrem Schlitz → hörbarer Ton. Die Luft trifft nicht wie bei einer Pfeife auf eine Schneide; eine elastische Metallzunge schwingt frei durch einen eng umgebenden Schlitz. Eine Zunge für Zug und eine für Druck können auf derselben Stimmplatte angeordnet sein. Die Gegenrichtung wird üblicherweise durch ein Ventil abgedeckt.

Schematische Knopf-, Klappen- und Luftwegmechanik bei Zug und Druck; Grafik: Necz0r, CC BY-SA 3.0; englische Bildbeschriftung
Schematische Knopf-, Klappen- und Luftwegmechanik bei Zug und Druck; Grafik: Necz0r, CC BY-SA 3.0; englische Bildbeschriftung

Anschaulicher Gedankenversuch: Du drückst eine Taste, bewegst den Balg aber nicht: Bei fehlendem Druckunterschied erklingt normalerweise kein anhaltender Ton. Bewegst du den Balg, ohne eine Tonklappe oder den Luftknopf zu öffnen, soll ein intaktes Instrument nur sehr wenig Luft durchlassen. Der Luftknopf öffnet einen separaten Luftweg und ist nicht gleichzusetzen mit einer gestimmten Tonkanzelle.


Stimmplatte, Zunge, Ventil und Kanzelle

Die Stimmplatte ist der Träger aus Metall, die Stimmzunge das schwingende Federstahlelement. Eine Niete oder eine andere fachgerechte Befestigung fixiert die Zunge einseitig. Die Kanzelle ist ein Luftkanal im Stimmstock. Ein dünnes Leder- oder Kunststoffventil deckt bei einer Strömungsrichtung die gerade nicht benötigte Öffnung ab. Undichte, abstehende oder klemmende Ventile können Ansprache und Luftverbrauch verschlechtern. Die exakte Konstruktion hängt vom Instrument und Hersteller ab.

Einzelne Akkordeon-Stimmplatte mit Zunge, Niete und Ventilleder; Foto: Bernard Loffet, CC BY 3.0
Einzelne Akkordeon-Stimmplatte mit Zunge, Niete und Ventilleder; Foto: Bernard Loffet, CC BY 3.0
Geöffnetes historisches Knopfakkordeon mit vergrößerter Ansicht seiner Zungen; Foto: Nathan McKnight, CC BY-SA 2.5
Geöffnetes historisches Knopfakkordeon mit vergrößerter Ansicht seiner Zungen; Foto: Nathan McKnight, CC BY-SA 2.5

Die Tonhöhe hängt unter anderem von den Abmessungen, der Masse und Steifigkeit der Zunge ab. Die Lautstärke und Ansprache hängen auch von Balgdruck, Luftweg, Ventilzustand, Zungenspalt und Spielweise ab. Ein Register verändert durch Zuschalten verschiedener Chöre die Klangfarbe. Diese Zusammenhänge sind qualitative Grundregeln; präzises Stimmen und jede Bearbeitung der Zunge bleiben fachlich angeleiteten Arbeitsschritten vorbehalten.

Fehleranalyse: Bleibt ein Ton stumm, kommen als Hypothesen zu geringer Balgdruck, eine nicht öffnende Tonklappe, ein blockierter Luftweg oder eine gestörte Stimmzunge infrage. Eine Diagnose muss Beobachtung von Vermutung trennen. Nicht eigenmächtig an der Stimmzunge feilen oder Ventile ablösen.

Deutschsprachige Einführung in die Spiel- und Balgfunktion: Peter M. Haas erläutert Balg, Klangregister und Melodiespiel in seinem überprüften Video-Workshop.


Stimmstöcke, Tastaturen, Bassmechanik und Register


Aufbau des Diskants und der Stimmstöcke

Im Diskant übersetzen Tasten oder Knöpfe die Fingerbewegung über Hebel auf eine oder mehrere Klappen. Unter den Klappen liegen Luftöffnungen; dahinter befinden sich Stimmstöcke mit Kanzellen und Stimmplatten. Mehrchörige Instrumente besitzen mehrere Stimmplattensätze pro Ton. Der Begriff Chor bezeichnet hier eine Tonreihe mit charakteristischer Oktavlage beziehungsweise Stimmung. Ein Register kann beispielsweise einen tiefen und einen mittleren Chor kombinieren. Ein Stimmstock ist nicht mit einer einzelnen Stimmplatte gleichzusetzen.

Beim Prüfen einer Konstruktionszeichnung unterscheidest du deshalb die drei Ebenen Bedienung (Taste), Steuerung (Hebel und Klappe) und Tonerzeugung (Luftweg, Stimmplatte, Zunge). Markiere in einer eigenen Skizze, welche Bewegung mechanisch und welche strömungsbedingt entsteht.


Bassmechanik als Bewegungskette

Ein Bassknopf kann über Gestänge, Hebel und Klappen mehrere Tonöffnungen gleichzeitig freigeben. Bei Standardbass-Systemen steuern bestimmte Knöpfe Grundbässe, andere vorgefertigte Akkorde; Einzeltonbass-Systeme sind anders aufgebaut. Die Anordnung ist vom Instrumentenmodell abhängig. Eine gute Montage erfordert, dass Mechanikteile leichtgängig, spielarm und ohne störendes Klappern wirken sowie Klappen zuverlässig schließen.

Ausgebaute Bassmechanik als Beispiel für die Verteilung einer Knopfbewegung auf mehrere Klappen; Foto: Fantagu, gemeinfrei
Ausgebaute Bassmechanik als Beispiel für die Verteilung einer Knopfbewegung auf mehrere Klappen; Foto: Fantagu, gemeinfrei
Geöffneter Bassteil mit mehreren Stimmstöcken und Teilen der Bassmechanik; Foto: Fantagu, gemeinfrei
Geöffneter Bassteil mit mehreren Stimmstöcken und Teilen der Bassmechanik; Foto: Fantagu, gemeinfrei

Beispielfrage aus der Werkstatt: Eine Bassnote spricht an, obwohl die zugehörige Taste nicht betätigt wird. Eine mögliche Ursache ist eine undichte oder nicht vollständig schließende Klappe; andere Luftwege sind zuerst auszuschließen. Die fachgerechte Prüfung erfolgt mit freigegebenem Prüfplan, nicht durch blindes Nachbiegen einer Mechanik.


Register, Bauvarianten und Montagefolge

Registerschieber lenken die Luft zu ausgewählten Chören. Beim Zusammenbau müssen die Stellung des Registers, die mechanische Kopplung und der Luftabschluss zusammenpassen. Eine typische Montage-Reihenfolge wird im Betrieb festgelegt: Komponenten prüfen, vorbereitete Baugruppen zuordnen, Lage und Befestigung kontrollieren, Luftwege und Klappen prüfen, anschließend Funktion, Klang und Optik bewerten. Herstellerangaben und Zeichnungen gehen einem schematischen Kursbeispiel vor.

Einblick in die Fertigung: Die SWR-Dokumentation zeigt den Aufbau eines Akkordeons in Klingenthal vom Korpus über die Mechanik bis zum Balg. Beobachte in einer Tabelle „Bauteil – Arbeitsschritt – Qualitätsmerkmal“; das Video ersetzt keine Maschinenunterweisung.


Fachgerechtes Prüfen, Nachhaltigkeit und sichere Arbeitsorganisation


Arbeitsauftrag verstehen und Prüfschritte festlegen

Eine berufstypische Auftragsklärung erfasst Instrumententyp, beobachtetes Symptom, gewünschte Funktion, freigegebene Arbeitsschritte und Dokumentationsbedarf. Bei einer Erstaufnahme werden nur notwendige Angaben und keine unnötigen personenbezogenen Daten erfasst. Verwende für Übungen ausschließlich fiktive Auftragsnummern. Zeichnung, Stückliste, Fotos ohne identifizierende Merkmale und Messprotokoll können digital versioniert werden; Änderungen müssen nachvollziehbar sein.

Prüfkette: Sichtprüfung auf Schäden und Vollständigkeit; Funktionsbeobachtung von Tasten, Balg, Luftknopf und Registern; nachvollziehbare Zuordnung von Soll und Ist; gegebenenfalls angeleitete Messung und Klangkontrolle; Abschlussprotokoll mit Befund und Freigabe. Eine subjektive Hörbeobachtung ist keine ausreichend genaue Frequenzmessung. Eine akustische Messung muss Messgerät, Randbedingungen, Referenzton und Abweichung nennen. Ohne Hersteller-Sollwert ist „bestanden“ keine seriöse Bewertung.


Sicherheit, Umwelt und Gesundheit im Instrumentenbau

Holzbearbeitung erzeugt potenziell gesundheitsgefährdende Stäube. Maßgebliche Nachschlagequellen sind die TRGS 553 Holzstaub, zuletzt geändert 2025 und die DGUV Information 209-044 Holzstaub. Gefährdungsbeurteilung, geeignete Erfassung und Absaugung, Unterweisung sowie staubarme Reinigung sind betriebliche Pflichten. Staub nicht mit Druckluft wegblasen. Nach dem STOP-Prinzip werden technische und organisatorische Maßnahmen vor persönlicher Schutzausrüstung geprüft.

Bei Klebstoffen, Lacken, Lösemitteln und Oberflächenmitteln sind Sicherheitsdatenblatt, Betriebsanweisung und Herstellerfreigabe zu prüfen; Gefahren können beispielsweise von Hautkontakt, Dämpfen oder Brandrisiken ausgehen. Dazu: BGHM: Gefahrstoffe in der Holzbranche und BAuA: TRGS 500. Ein geeigneter Ersatzstoff ist zu bevorzugen, wenn die Gefährdungsbeurteilung ihn zulässt. Schleif-, Säge-, Bohr-, Heißwachs-, Löt- und Maschinenarbeiten niemals als unbeaufsichtigtes Heimexperiment durchführen.

Nachhaltigkeit: Schonende Demontage durch Fachpersonal, gezielte Reparatur statt vorschnellem Teileersatz, sortenreine Sammlung von Metall- und Holzresten, sparsame Materialzuschnitte sowie dokumentierte Pflege unterstützen die Lebensdauer. Kunststoffe, beschichtete Teile, Klebstoffreste und kontaminierte Tücher müssen entsprechend den betrieblichen Entsorgungswegen getrennt werden. Die Entscheidung zwischen Reparatur und Neubau berücksichtigt Sicherheit, Funktion, Kosten, Materialeinsatz und Originalsubstanz historischer Instrumente.

Digitalisierung und Datenschutz: Eine digitale Explosionszeichnung oder eine Tabellenkalkulation kann Baugruppen und Prüfschritte darstellen. Speichere nur notwendige Daten, nutze freigegebene schulische oder betriebliche Systeme und respektiere Nutzungsrechte an Herstellerzeichnungen. Externe Videoangebote und LearningApps können Daten an Dritte übermitteln: Bei Schulnutzung Datenschutzfreigaben und gleichwertige textbasierte Alternativen vorsehen.


Praxisfall: Den Luftweg einer Diskant-Baugruppe modellieren


Auftrag, Annahmen und Zielprodukt

Fiktiver Kundenauftrag P-026: Eine kleine Ausbildungswerkstatt soll vor der Montage einer Diskant-Baugruppe erklären, welche Teile zu sechs modellierten Tasten mit je zwei Stimmchören gehören und wie Zug- und Druckluft getrennt wirksam werden. Du erhältst keine realen Kundendaten und bearbeitest keine Stimmzungen. Erstelle stattdessen ein papierbasiertes oder digitales Funktionsmodell mit zwölf Stimmplatten-Symbolen, den beiden Luftstromrichtungen und einem Prüfprotokoll. Es stellt kein spielbares Instrument dar.

Vereinbarte Übungsannahmen: sechs Tasten, zwei Chöre pro Taste, eine Stimmplatte pro Taste und Chor, auf jeder Modell-Stimmplatte zwei getrennte Zungen-Symbole für Zug und Druck. Das sind bewusst vereinfachte Projektannahmen; sie ersetzen keine modell- oder herstellerspezifische Stückliste. Für die Zeichnung werden zwölf rechteckige Symbolfelder mit jeweils 40 mm Länge und 10 mm Breite auf einer Vorlage angeordnet.


Stückliste und vollständig gerechnetes Beispiel

Die Anzahl der Stimmplatten-Symbole beträgt: 6 Tasten × 2 Chöre = 12. Die Zahl der Stimmzungen-Symbole beträgt: 12 Stimmplatten × 2 Luftströmungsrichtungen = 24. Die theoretische Gesamtfläche der zwölf Symbolfelder beträgt 12 × (40 mm × 10 mm) = 12 × 400 mm² = 4.800 mm² = 48 cm². Dies ist nur die summierte Zeichenfläche und ausdrücklich kein akustisch erforderlicher Öffnungsquerschnitt.

Position Anzahl Übungs-Einzelwert Rechenweg und Betrag
Stimmplatten-Karten 12 0,15 € 12 × 0,15 € = 1,80 €
Zungen-Markierungen 24 0,05 € 24 × 0,05 € = 1,20 €
Kartonträger 1 1,50 € 1 × 1,50 € = 1,50 €
Beschriftungsbogen 1 0,80 € 1 × 0,80 € = 0,80 €
Materialsumme 1,80 € + 1,20 € + 1,50 € + 0,80 € = 5,30 €

Diese Beträge sind frei gewählte Übungspreise ohne Arbeitslohn, Steuern, Verschnitt oder reale Beschaffung. Für eine spätere betriebliche Kalkulation wären tatsächliche Angebote und Zeitwerte nötig.


Arbeitsplan für eine sichere Simulation

Schritt Handlung Prüfkriterium
Auftrag analysieren Skizze mit Diskant, Balg, Klappe, Kanal, Stimmplatte, Zug und Druck erstellen Funktionen und Grenzen des Modells genannt
Modell planen Zwei Chorreihen mit je sechs Feldern im CAD oder auf Papier anlegen Zwölf eindeutig zugeordnete Felder vorhanden
Symbole herstellen Vorgefertigte Karten oder Softwareformen verwenden; Schneiden nur mit sicherem Schulmaterial und Aufsicht Vierundzwanzig getrennte Zungen-Markierungen
Luftwege beschriften Je Feld Zug- und Druckpfeil, Klappenbezug und Ventilfunktion ergänzen Pfeile nicht verwechselt; Kennzeichnung lesbar
Funktionsablauf prüfen Mit einem Partner die Wirkung „Taste → Klappe → Luftweg → Zunge“ durchsprechen Ursache-Wirkung ohne widersprüchliche Aussagen
Ergebnis dokumentieren Soll-Ist-Tabelle, Summe, Foto der rein fiktiven Vorlage oder Dateiexport sichern Version, Datum, Quellen und Abweichungen erkennbar

Erwartetes überprüfbares Arbeitsergebnis: ein beschriftetes DIN-A4-Modell beziehungsweise PDF mit zwei Chorreihen aus je sechs Feldern, zwölf Stimmplatten-Symbolen, vierundzwanzig Zug-/Druck-Zungen-Symbolen, einer Legende zu Balg, Taste, Klappe, Kanal, Ventil und Stimmstock sowie einem Protokoll. In einer Prüftabelle stehen die Sollwerte 6 / 2 / 12 / 24 und die eigenen gezählten Istwerte. Bei Abweichung wird nicht „bestanden“ angekreuzt, sondern der Korrekturschritt dokumentiert.


Bewertungsraster und typische Fehler

Kriterium Maximalpunkte Beobachtbarer Nachweis
Fachliche Funktion 6 Richtige Zuordnung von Balg, Taste, Klappe, Kanal, Stimmplatte und Zunge
Quantitative Richtigkeit 4 12 Platten und 24 Zungen nachvollziehbar berechnet und dargestellt
Luftführung und Ventile 4 Zwei Richtungen und Sperrfunktion widerspruchsfrei erklärt
Arbeitsplanung und Sicherheit 3 Materialplanung, Reihenfolge und Grenze zum echten Eingriff benannt
Prüfung und Dokumentation 3 Soll-Ist-Protokoll, Datum und begründete Korrekturen vorhanden
Summe 20 Individuelles Feedback statt pauschaler Freigabe

Orientierende Rückmeldung: 18–20 Punkte = sehr sicher erklärt; 15–17 = überwiegend tragfähig; 11–14 = einzelne Zusammenhänge gezielt überarbeiten; 0–10 = Grundlagen anhand einer Zeichnung erneut aufbauen. Die Punkteskala ist eine Unterrichtshilfe, keine amtliche Prüfungsnote. Häufige Fehler sind das Verwechseln von Stimmplatte und Zunge, das doppelte Zählen der Chöre, das Vergessen der zweiten Strömungsrichtung sowie eine Zeichnungsfläche als reale Luftöffnung auszugeben. Lass eine fachkundige Person die Funktionsannahmen gegen ein reales Instrumentenmodell prüfen.


Interaktive Aufgaben

Teste dein Verständnis erst nach der Lektüre. Nach einer unzutreffenden Antwort überprüfst du die Ursache-Wirkung-Kette und vergleichst die entsprechende Erklärung im jeweiligen Fachkapitel. Die richtigen Auswahloptionen werden nicht als offene Lösungsliste vorangestellt.


Quiz: Fachwissen prüfen

Welche Baugruppe erzeugt beim Akkordeon durch Bewegung den nötigen Druckunterschied? (Balg) (!Klaviatur) (!Verdeck) (!Trageriemen)




Was steuert eine betätigte Diskanttaste hauptsächlich? (Die Öffnung einer Tonklappe über eine Mechanik) (!Die Länge des Balgs durch einen Elektromotor) (!Die Temperatur der Stimmzunge) (!Die Holzart des Gehäuses)




Wo entsteht der eigentliche periodische Schwingungsvorgang der Tonerzeugung? (An der frei schwingenden Metallzunge) (!An der Beschriftung des Registers) (!Am Schulterriemen) (!Am Gehäusedeckel allein)




Was beschreibt eine Kanzelle im Stimmstock? (Einen Luftkanal für die zugehörige Stimmplatte) (!Die Polsterung des Trageriemens) (!Die Taste für einen Akkord) (!Die äußere Lackschicht)




Was bedeutet wechseltönig bei einem Handzuginstrument? (Die Tonzuordnung einer Taste kann bei Zug und Druck verschieden sein) (!Alle Tasten müssen gleichzeitig gedrückt werden) (!Das Instrument besitzt keine Stimmzungen) (!Der Balg wird nur in eine Richtung bewegt)




Welche Aufgabe hat ein Register bei einem entsprechend ausgestatteten Akkordeon? (Es schaltet ausgewählte Stimmchöre zu oder ab) (!Es verändert zwingend die Zahl der Basstasten) (!Es ersetzt die Luftklappen vollständig) (!Es misst automatisch die Materialfeuchte)




Welche Aussage zur Bassmechanik trifft auf viele Standardbassakkordeons zu? (Ein Knopf kann mehrere Tonöffnungen für einen Akkord ansteuern) (!Jeder Bassknopf ist direkt an eine Saite gekoppelt) (!Die Bassmechanik besteht nur aus dem Luftknopf) (!Die Basstöne entstehen ohne Luftstrom)




Wie viele Stimmplatten-Symbole enthält das vereinbarte Modell mit sechs Tasten und zwei Chören? (Zwölf) (!Sechs) (!Achtzehn) (!Vierundzwanzig)




Welche erste Maßnahme ist bei einer geplanten staubenden Holzbearbeitung fachgerecht? (Gefährdungsbeurteilung und geeignete Absaugung nach Unterweisung beachten) (!Den Holzstaub mit Druckluft aufwirbeln) (!Ohne Freigabe an einer laufenden Maschine proben) (!Staub und Klebstoffreste in einen offenen Behälter mischen)




Was gehört zu einem nachvollziehbaren Prüfprotokoll? (Sollwert und Istbeobachtung mit begründeter Bewertung) (!Nur der Satz dass alles gut ist) (!Eine frei erfundene Herstellerfreigabe) (!Der vollständige Name eines echten Kunden in der Lernplattform)





Memory

Ordne jeden Begriff der passenden Funktion zu. Vergleiche nach jedem Durchgang die Teilebenen Bedienung, Steuerung und Klangentstehung.

Faltenbalg Erzeugt den für die Tonbildung nötigen Druckunterschied
Stimmplatte Träger einer oder mehrerer frei schwingender Metallzungen
Kanzelle Luftführender Hohlraum innerhalb eines Stimmstocks
Tonklappe Verschließt oder öffnet eine gesteuerte Luftöffnung
Registerschieber Gibt ausgewählte Chöre im Luftweg frei oder sperrt sie
Luftknopf Öffnet einen gesonderten Luftweg ohne gezielte Tonhöhe





Drag and Drop

Ordne den Planungs- und Prüfschritten die jeweils passende Handlung zu.

Richtigen Arbeitsbegriff zuordnen Passende Handlung
Auftragsklärung Funktionsziel und zulässige Eingriffe vorab festlegen
Stückliste Benötigte Symbolteile mit eindeutigen Mengen erfassen
Funktionsskizze Balgweg und mechanische Bewegung getrennt darstellen
Soll-Ist-Prüfung Gezählt dargestellte Baugruppen mit den Vorgaben vergleichen
Dokumentation Befunde und Korrekturen mit einer Version sichern





Kreuzwort

Balg Welche gefaltete Baugruppe erzeugt Spielwind durch Zug und Druck?
Klappe Welches Teil schließt eine durch Tastendruck freigebbare Tonöffnung?
Kanzelle Wie heißt ein einzelner Luftkanal eines Stimmstocks?
Stimmstock Welche Baugruppe fasst mehrere Kanzellen zusammen?
Register Womit lassen sich ausgewählte Stimmchöre umschalten?
Diskant Wie heißt die Melodieseite eines Akkordeons?





LearningApps

Nutze die Themensuche für ergänzende Übungsformen. Nicht jede dort gefundene Übung ist fachlich geprüft; bewerte Inhalte und Datenschutz mit deiner Lehrkraft. Die alternative Übung ist das Memory und Drag-and-drop direkt in diesem Kurs.


Lückentext

Ergänze die Fachwörter zum Aufbau und zur Prüfung.
Die Bewegung des

erzeugt den nötigen Druckunterschied. Eine gedrückte Taste kann eine

öffnen. Der Luftstrom gelangt durch eine

zur Tonerzeugung. Auf der Stimmplatte schwingt eine metallische

. Für die Gegenrichtung verhindert ein

ungewollten Luftdurchlass. Mehrere Luftkanäle werden im

zusammengefasst. Die Melodieseite wird als

bezeichnet. Ein

wählt bei geeigneten Instrumenten bestimmte Chöre aus. Im Übungsmodell ergeben sechs Tasten mit zwei Chören zwölf

. Ein sorgfältiger Abschluss enthält einen

mit nachvollziehbaren Soll-Ist-Angaben.



Offene Aufgaben


Leicht

  1. Baugruppen erkennen: Zeichne die Außenansicht eines Akkordeons oder verwende ein freies Bild und beschrifte Balg, Diskant, Bass und Luftknopf; formuliere zu jeder Beschriftung einen Funktionssatz.
  2. Worterklärungen: Erkläre in eigenen Worten Stimmzunge, Stimmplatte, Kanzelle und Klappe; verwende dazu ein Fachfoto und unterscheide das Sichtbare von Vermutungen.
  3. Bauarten vergleichen: Erstelle eine kleine Gegenüberstellung von Pianoakkordeon, Knopfakkordeon und Bandoneon anhand belegter Merkmale, ohne pauschale Aussagen über alle Modelle.
  4. Sicherheitskarte: Gestalte eine digitale oder papierne Sicherheitskarte für einen ausschließlich beobachtenden Instrumentencheck und nenne, welche Arbeitsschritte Unterweisung und Aufsicht erfordern.


Standard

  1. Funktionszeichnung: Zeichne die Kette Taste – Klappe – Luftkanal – Stimmplatte – Zunge als Schnittschema und ergänze getrennte Pfeile für Zug und Druck; lasse die Zeichnung von einer zweiten Person fachlich prüfen.
  2. Bewegungsanalyse: Untersuche das geprüfte Foto einer Bassmechanik und markiere Hebel, Kopplungen und mögliche Klappenbetätigungen; kennzeichne nicht erkennbare Details ausdrücklich als unbekannt.
  3. Mengenplanung: Übertrage das Modell des Praxisfalls auf acht Tasten und drei Chöre; berechne Platten- und Zungen-Symbole unter derselben Modellannahme und erläutere den Rechenweg.
  4. Prüfprotokoll: Entwickle fünf beobachtbare Kriterien für ein fiktives Instrumentenmodell, führe eine Soll-Ist-Tabelle und formuliere eine sachliche Rückmeldung ohne unbewiesene Herstellerwerte.


Schwer

  1. Fehlerhypothesen: Entwickle für „Taste gedrückt, Ton bleibt aus“ mindestens vier plausible Ursachen in unterschiedlichen Baugruppen und plane eine sichere Reihenfolge nichtinvasiver Prüfungen.
  2. Alternativenbewertung: Vergleiche zwei mögliche Anordnungen eines fiktiven Stimmstocks hinsichtlich Wartbarkeit, Materialbedarf und Luftweg und begründe die Grenzen deiner Modellannahmen.
  3. Reparaturentscheidung: Erstelle für einen fiktiven Balgschaden eine Entscheidungsmatrix zu fachgerechter Reparatur, Ersatz und Erhalt der Originalsubstanz unter Berücksichtigung von Sicherheit, Kosten und Umwelt.
  4. Digitales Lehrprojekt: Erstelle ein kurzes deutschsprachiges Erklärvideo oder eine interaktive, barrierearme Präsentation über einen Balg-Luftweg mit eigenem Schema, Quellen- und Rechteverzeichnis und datensparsamer Veröffentlichung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Ursache und Wirkung: Begründe, weshalb Tastendruck allein meist keinen anhaltenden Ton erzeugt, und erkläre die Rolle von Druckunterschied, Klappe und Zunge.
  2. Konstruktionsvergleich: Vergleiche Stimmzunge, Stimmplatte und Stimmstock hinsichtlich Material, Funktion und möglichem Fehlerbild anhand einer Zeichnung.
  3. Transfer zwischen Bauarten: Erläutere, was beim Vergleich eines gleichtönigen Akkordeons mit einem wechseltönigen Bandoneon gleich bleibt und welche Tonzuordnung sich ändern kann.
  4. Planung und Berechnung: Entwirf für ein frei gewähltes vereinfachtes Tastenzahl-Chorzahl-Modell eine reproduzierbare Stückzahlformel und prüfe sie durch Zählen.
  5. Beobachten statt Behaupten: Formuliere zu einer fiktiven undichten Klappe drei Hypothesen, passende sichere Prüfbeobachtungen und Kriterien, wann die Fachkraft übernehmen muss.
  6. Schutzmaßnahmen: Ordne Holzstaub, Lösemittel, scharfe Werkzeuge und externe Lernplattformen den erforderlichen technischen, organisatorischen beziehungsweise datenschutzbezogenen Vorkehrungen zu.


Lernnachweis

Als konkreten Leistungsnachweis reichst du ein Portfolio P-026 aus einer selbst erstellten, beschrifteten Modellzeichnung, einer nachvollziehbaren Stückliste mit Rechenwegen, einem sicheren Arbeitsplan, einer Zuordnung der Luftwege, einem ausgefüllten Soll-Ist-Prüfprotokoll und einer Reflexion zu zwei möglichen Fehlern ein. Die Modellvorlage enthält sechs Tasten, zwei Chöre, zwölf Plattensymbole und vierundzwanzig Zungensymbole. Prüfe die Darstellung anhand des 20-Punkte-Rasters aus dem Praxisfall. Das Portfolio benennt technische Unsicherheiten und die Grenze zur angeleiteten realen Werkstattarbeit; niemand muss ein Instrument selbst öffnen.

Kompetenzbelege: Fachwissen erkennst du an zutreffenden Begriffen und Kausalketten; Fertigkeiten an übersichtlichen Skizzen, Stücklisten und kontrollierten Modellschritten; Haltungen an begründeten Entscheidungen zu Sorgfalt, Sicherheit, Nachhaltigkeit und Datenschutz; Transfer an der begründeten Anpassung an eine andere Bauart. Eine Partner-Rückmeldung benennt pro Kriterium eine belegte Stärke und eine konkrete Verbesserung. Persönliche Daten oder Aufnahmen echter Kunden gehören nicht in das abgegebene Beispiel.


OER und Wikipedia

Geprüfte Fach- und Rechtsquellen (Abrufprüfung Oktober 2026):

Deutschsprachiger Wikipedia-Überblick (externe Einbettung, alternativ obiger Textlink):

Prüfbare Bildnachweise und Nutzungsrechte: Alle folgenden konkreten Dateien wurden auf ihren Commons-Dateiseiten mit Urheber und Lizenz geprüft. Lizenzlinks sind stets maßgeblich; keine Datei wurde hier verändert.

Datei Verifizierte Dateiseite Urheber Lizenz / Nachweis
File:Munich - Deutsches Museum - 07-9621.jpg Balg und Knöpfe Jorge Royan CC BY-SA 3.0
File:Accordion button mechanism.svg Knopfmechanik Necz0r CC BY-SA 3.0
File:Anche d'accordéon.jpg Stimmplatte Bernard Loffet CC BY 3.0
File:Reedsinset.jpg Stimmzungen innen Nathan McKnight CC BY-SA 2.5
File:Bassmechanics.jpg Bassmechanik Fantagu Freigabe als gemeinfrei
File:Accordeon JB1.jpg Bassteil geöffnet Fantagu Freigabe als gemeinfrei

Video-Nachweise: „Deine erste Akkordeonstunde“, Peter M. Haas, Teil 1 (Bestätigung über die offizielle Workshopseite); „How to build an accordion / Wie man ein Akkordeon baut“, SWR Handwerkskunst (offizieller SWR-Upload). Diese Videos sind nicht als Creative-Commons-Inhalte ausgewiesen; sie werden über die jeweiligen Anbieter verlinkt beziehungsweise eingebettet. Prüfe vor schulischem Einsatz die datenschutzrechtliche Zulässigkeit; der Kursinhalt und die Papiermodelle sind ohne die Videos bearbeitbar.

OER-Arbeitsauftrag: Nutze lizenzierte Commons-Dateien unter Beachtung von Namensnennung und gegebenenfalls Weitergabe unter gleichen Bedingungen, erstelle eine eigene kommentierte Bauteilskizze und ergänze ihre Urheber-, Quellen- und Lizenzangaben. Veröffentliche keine fremden Herstellerzeichnungen oder Aufnahmen von Personen ohne Berechtigung.


Verknüpfte Lernbereiche

Handzuginstrumentenbau

  1. Akkordeon und Bandoneon – Bauarten und Tonzuordnung
  2. Balg und Stimmzunge – Luftführung und Akustik
  3. Stimmstock und Ventil – Funktionsgruppen
  4. Technisches Zeichnen und Stückliste – Planen und Berechnen
  5. Qualitätssicherung und Arbeitsschutz – Prüfen, Begründen und Dokumentieren
  6. Nachhaltigkeit und Datenschutz – verantwortliche berufliche Praxis

Lernbereichsverknüpfung: Werkstoffkunde erklärt Holz, Metall, Papier, Leder und Kunststoffe; Fertigungstechnik behandelt spätere angeleitete Fügeverfahren; Mathematik unterstützt Stückzahlermittlung und Maße; Physik erläutert Druckunterschiede und schwingende Zungen; Informatik unterstützt CAD, Dateiversionierung und datensparsame Dokumentation; Deutsch stärkt Fachsprache und Prüfberichte.

Projektideen: (1) Eine barrierearme digitale Explosionszeichnung aus selbst erstellten Vektorsymbolen für ein fiktives Diskantmodul; (2) eine gemeinsam überprüfte Foto-Lernkartei zu sechs eindeutig lizenzierten Baugruppenbildern; (3) ein Nachhaltigkeitsvergleich „Reparieren oder Ersetzen?“ zu einem anonymisierten Modellfall. Jede Gruppe benennt Quellen, Unsicherheiten, Zuständigkeiten und notwendige Fachaufsicht.


aiMOOC Projekte

In einem Folgeprojekt kannst du den Portfolio-Fall in eine digitale Lehrstation mit selbst erstellten Symbolen und überprüfbarer Bauteilzuordnung überführen. Vor einer Veröffentlichung erfolgen fachliche, rechtliche und datenschutzbezogene Freigaben; das Projekt ist keine amtliche Prüfung oder Ausbildungsanerkennung.



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