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Fachübungen 13 VAT – Ressourcenschonende Anlagen planen – Fachrichtung Versorgungs- und Ausrüstungstechnik (VAT) - Technischer Systemplaner

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Fachübungen 13 VAT – Ressourcenschonende Anlagen planen – Fachrichtung Versorgungs- und Ausrüstungstechnik (VAT) - Technischer Systemplaner

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Einleitung

Du planst als angehende Technische Systemplanerin oder angehender Technischer Systemplaner der Fachrichtung Versorgungs- und Ausrüstungstechnik (VAT) eine ressourcenschonende Anlage für ein Gebäude. Dabei reichen gute Gerätekennwerte allein nicht aus: Standort, Nutzungsprofil, Wärmeverteilung, Hydraulik, Platzbedarf, Schallschutz, Lebenszykluskosten und Umweltwirkungen müssen zusammenpassen. Du lernst, Alternativen anhand offengelegter Annahmen zu vergleichen und daraus fachgerechte Planungsunterlagen abzuleiten.

Einordnung: Lernfeld 13 VAT „Ressourcenschonende Anlagen planen“, viertes Ausbildungsjahr, KMK-Zeitrichtwert 80 Unterrichtsstunden. Die Berufsausbildung dauert regulär 42 Monate; die zugrunde liegende Ausbildungsordnung trat am 1. August 2011 in Kraft und wurde 2014 geändert. Die Fachrichtung VAT ist ausdrücklich von den Fachrichtungen Stahl- und Metallbautechnik sowie Elektrotechnische Systeme zu unterscheiden. Die Abschlussprüfung besteht in der Fachrichtung VAT aus zwei zeitlich getrennten Teilen; in Teil 2 gehören Arbeitsauftrag, Systemplanung sowie Wirtschafts- und Sozialkunde dazu. Verbindlich ist die aktuell geltende Ausbildungsordnung, nicht eine aus diesem Lernkurs abgeleitete Prüfungsprognose.

Lernziele: Du analysierst Bestands- und Kundendaten, erstellst Wärme- und Energiebilanzen, berechnest Volumenströme und Jahreskosten, bewertest Emissions- und Ressourcenwirkungen, erstellst ein nachvollziehbares Anlagenschema und begründest eine Entscheidung im Kundengespräch. Die Beispiele sind vollständig synthetisch; sie ersetzen weder Heizlastberechnungen nach gültigem Regelwerk noch eine ausführungsreife Fachplanung.

Sicherheit: Sämtliche Aufgaben sind Planungs-, Analyse- oder Simulationsaufgaben. Eingriffe in elektrische Anlagen, Kälte- und Drucksysteme, Arbeiten an Maschinen oder Gefahrstoffen sowie hygienisch relevante Änderungen an Trinkwasseranlagen dürfen ausschließlich durch entsprechend qualifizierte Personen unter Anleitung und nach geltenden Regeln erfolgen. Es wird keine Anlage freigegeben oder in Betrieb genommen.

Beruflicher Anschluss: Berufsportal Technischer Systemplaner · Kältekreis · COP und JAZ · Bestandsheizungen vergleichen.


Auftragsklärung und Standortanalyse


Vom Kundenwunsch zum Planungsauftrag

Eine ressourcenschonende Anlage erfüllt einen definierten Bedarf mit möglichst geringen Energie-, Material- und Umweltaufwendungen über die Nutzungsdauer. Ressourceneffizienz umfasst mehr als den Jahresverbrauch: Betriebsstoffe, Kältemittel, Wartung, Ersatzteile, Lebensdauer und Rückbau gehören dazu. Eine gute Entscheidung prüft zuerst die Vermeidung unnötiger Bedarfe, danach effiziente Verteilung und Regelung und schließlich die Wahl geeigneter Wärmeerzeugung und erneuerbarer Energie.

Kläre schriftlich den Nutzungszweck, Komfortanforderungen, Investitionsgrenze, Betriebszeiten, geplante Modernisierungen und Entscheidungskriterien. Eine Planungsgrundlage enthält Gebäudepläne, Nutzflächen, baulichen Zustand, verfügbare Energieanschlüsse und nachgewiesene Last- bzw. Verbrauchsdaten. Ein Verbrauchsausweis oder die Vorjahresrechnung ersetzt keine raumweise Heizlastberechnung. Trenne gemessene Werte, Herstellerangaben, normierte Kennwerte und didaktische Annahmen in der Datentabelle.


Bestandsaufnahme und Schnittstellen

Prüffeld Benötigte Informationen Typische Fehlannahme
Gebäude und Nutzung Geometrie, Bauphysik, Belegungszeiten, Heiz- und Kühllasten, Warmwasserprofil Jahresverbrauch direkt als Auslegungsleistung verwenden
Temperatur und Hydraulik Vor- und Rücklauftemperaturen, Heizflächen, Druckverluste, Netzaufteilung Geringe Temperaturspreizung ohne hydraulischen Nachweis festlegen
Standort Schallnachbarn, Aufstellfläche, Dachstatik, Wartungswege, Kondensat, Frostschutz Außengerät ohne Schall- und Abstandsprüfung platzieren
Energieträger Netzanschluss, mögliche Wärmequellen, Platz für Speicher und Leitungen PV-Jahresertrag vollständig mit Heizstrombedarf verrechnen
Vorschriften und Verantwortung Geltendes Gebäudeenergie-, Bau-, Wasser-, Kälte- und Elektrosicherheitsrecht sowie Herstellerunterlagen Alte Regeln oder fremde Planung ungeprüft übernehmen

Erstelle eine Schnittstellenliste mit Architektur, Tragwerksplanung, Elektrotechnik, Schallschutz, Brandschutz, Trinkwasserhygiene und Betrieb. Dokumentiere offene Punkte als Prüfaufträge an zuständige Fachleute. Ein Vorentwurf darf die Lage der Anlage anzeigen, darf aber keine Sicherheitsabstände, statischen Reserven oder hydraulischen Eigenschaften erfinden.


Datengüte und Plausibilisierung

Achte auf die Einheiten: kW ist Leistung, kWh eine Energiemenge, m³/h ein Volumenstrom und kWp die Nennleistung einer Photovoltaikanlage unter festgelegten Prüfbedingungen. Markiere fehlende Quellen und Unsicherheiten. Ein überraschend niedriger Betriebsverbrauch kann durch Leerstand, ungeeignete Temperierung oder eine andere Bilanzgrenze entstehen. Vergleiche Daten erst nach Angleichung ihrer Bilanzgrenzen.


Ressourcenschonende Versorgungssysteme


Bedarf senken und Energie sinnvoll umwandeln

Bei der Variantenbildung sind Gebäudehülle, Wärmeverteilung, Regelung, Abwärmenutzung und Wärmeerzeugung gemeinsam zu betrachten. Eine niedrigere erforderliche Vorlauftemperatur kann die Effizienz einer Wärmepumpe steigern; größere geeignete Heizflächen und korrekt abgeglichene Heizkreise können dazu beitragen. Die tatsächliche Wirkung ist durch die Planung nachzuweisen. Effizienzkennwerte allein beantworten weder die Frage nach Schallemissionen noch nach den Investitionskosten.

Luft-, Erdreich- und Wasserwärmepumpen unterscheiden sich hinsichtlich Quelle, Aufstellbedingungen und Erschließungsaufwand. Eine Kompressionswärmepumpe nutzt Verdampfer, Verdichter, Verflüssiger und Expansionsorgan. Für eine vereinfachte Energiebilanz gilt: abgegebene Wärme = aufgenommene Umweltwärme + elektrische Antriebsenergie. Bei der Systembewertung sind Hilfsantriebe, Abtauvorgänge, Zusatzheizung und definierte Systemgrenzen zu beachten.

Abbildung: Kältemittelkreislauf einer Wärmepumpe. Die Pfeile sind nicht sämtlich Wärmestrompfeile; Erläuterung und Rechte siehe Mediennachweise.

Fachvideo: Bundesverband Wärmepumpe, „Wie funktioniert eine Wärmepumpe?“ (2018); ergänzende Erklärung, keine Planungsfreigabe.


Erneuerbare Energien und Speicherung

Eine Photovoltaikanlage wandelt Licht in elektrische Energie um, eine Solarthermieanlage erzeugt nutzbare Wärme. Speicher verschieben Energie zeitlich, verursachen aber Investitions- und teilweise Umwandlungsverluste. Ein bilanziell hoher PV-Ertrag garantiert keine zeitgleiche Versorgung einer winterlichen Wärmepumpe. Bei der Planung prüfst du Lastprofile, Dachorientierung, Verschattung, statische Tragfähigkeit und die erforderlichen Netz- und Elektro-Schnittstellen durch zuständige Fachplanende.

Abbildung: Photovoltaik auf einem Hausdach; für eine konkrete Anlage müssen Verschattung, Verschaltung und Dachlast gesondert untersucht werden.

Abbildung: Querschnitt eines solarthermischen Kollektors. Solarthermie ersetzt keinen prüffähigen Nachweis zur Warmwasserbereitstellung und Hygiene.

Abbildung: Prinzipskizze einer Wärmepumpe mit Wärme- und Kältespeicherung. Die tatsächliche hydraulische Schaltung ist objektspezifisch zu planen.


Wärmerückgewinnung und Anlagenkonzepte

Wärmerückgewinnung (WRG) überträgt einen Teil der Energie aus einem Abluftstrom auf die Zuluft, ohne dass damit automatisch sämtliche Lüftungswärmeverluste entfallen. Relevant sind Rückwärmzahl, Vereisungsschutz, zusätzliche Ventilatorarbeit, Druckverluste und Luftqualität. Auch die Rückgewinnung von Prozessabwärme oder die Kombination effizienter Komponenten kann sinnvoll sein, wenn der Bedarf zeitlich passt.

Abbildung: Gegenstrom- bzw. Kreuzstrom-Wärmeübertragung als Prinzip; Stromtrennung und Reinigungsmöglichkeit müssen fachlich bewertet werden.

Abbildung: Schematische Wärmerückgewinnung zur Veranschaulichung. Eine konkrete RLT-Auslegung benötigt zusätzliche Luftmengen-, Hygiene-, Schall- und Brandschutzprüfungen.

Option Typische Chance Zu prüfende Grenze
Luft-Wasser-Wärmepumpe Umweltwärme bei gut abgestimmtem Temperaturniveau nutzen Schall, Abtauung, Stromanschluss, Vorlauftemperatur
Erdwärmepumpe Relativ stabile Quellentemperaturen Genehmigungen, Erschließung und Quellenschutz
Gas-Brennwerttechnik als Vergleich Bekannte bestehende Infrastruktur Fossiler Brennstoff, Emissionen, künftige Rahmenbedingungen
Photovoltaik Erneuerbare elektrische Energie vor Ort Zeitgleichheit, Dach, Netz und Wirtschaftlichkeit
Solarthermie Direkte thermische Solarnutzung Sommerüberschuss und Speicherintegration
Lüftungs-WRG Reduzierung eines Teils der Lüftungswärmeverluste Ventilatorstrom, Hygiene, Frostschutz und Druckverlust


Fachrechnen und Energiedaten auswerten


Leistung, Wärmemenge und Jahresarbeitszahl

Die Heizlast bezeichnet die unter festgelegten Auslegungsbedingungen erforderliche Wärmeleistung; sie ist nicht dasselbe wie der Jahreswärmebedarf. Eine beispielhafte Heizlast von 32 kW und eine Jahreswärme von 60.000 kWh ergeben 60.000 kWh / 32 kW = 1.875 rechnerische Volllaststunden. Daraus folgt keine Freigabe einer Gerätegröße: Gleichzeitigkeiten, Teillast, Warmwasser, Leistungskennfeld und Gebäudeberechnung sind getrennt zu prüfen.

Die Leistungszahl COP gilt für einen definierten Betriebspunkt: COP = abgegebene Heizleistung / zugeführte elektrische Leistung. Die Jahresarbeitszahl JAZ ist eine auf die gewählte Systemgrenze bezogene Jahresenergiebilanz: JAZ = abgegebene Jahreswärme / zugeführter Jahresstrom. Beispiel: 60.000 kWh / 16.667 kWh = rund 3,60. Die Strommenge kann aus gemessener Wärme und JAZ berechnet werden; mit einer bloßen COP-Angabe wäre diese Jahresprognose nicht belastbar.


Heizwasservolumenstrom berechnen

Für einen Heizkreis kann bei vereinfachter Betrachtung mit Wasser gerechnet werden: Wärmeleistung P = Massenstrom m je Sekunde mal spezifische Wärmekapazität c mal Temperaturdifferenz ΔT. Setze für das Lernbeispiel c = 4,19 kJ/(kg K) und Wasserdichte ungefähr 1 kg/l an. Für 32 kW und 5 K ergibt sich m = 32 / (4,19 mal 5) = 1,53 kg/s, entsprechend etwa 5,50 m³/h. Einheitentest: kJ/s ist kW; die Umrechnung von Liter je Sekunde in Kubikmeter je Stunde ergibt den Faktor 3,6.

Ein Volumenstrom genügt nicht zur Pumpenauswahl. Du benötigst zusätzlich Rohrnetz, Druckverluste, Strangaufteilung, Regelventile, Schallanforderungen und Herstellerkennlinien. Typische Fehler sind das Verwechseln von 5 K mit 5 °C absolut, das Vergessen der Zeiteinheiten und eine ungeprüfte Übernahme von Standard-Rohrdurchmessern.


PV-Bilanz und Lüftungs-WRG

Beispiel-PV: 10 kWp mal angenommene 950 kWh/(kWp a) ergeben 9.500 kWh/a. Bei nur 1.900 kWh nachgewiesener zeitgleicher Zuordnung zur Wärmepumpe dürfen in einer vereinfachten Strombilanz auch nur diese 1.900 kWh berücksichtigt werden. Die restlichen 7.600 kWh können andere Verbraucher versorgen oder eingespeist werden; für diese Mengen ist eine separate Bilanz erforderlich.

Vereinfachtes WRG-Beispiel: Luftvolumenstrom 1.600 m³/h, Dichte 1,2 kg/m³, Wärmekapazität 1,005 kJ/(kg K), Temperaturdifferenz 15 K, angenommene sensible Rückwärmzahl 0,75. Übertragene Wärmeleistung = (1.600/3.600) mal 1,2 mal 1,005 mal 15 mal 0,75 = rund 6,03 kW in diesem Betriebspunkt. Die Leistung darf nicht unverändert mit 8.760 Stunden multipliziert werden: Luftmengen und Temperaturdifferenzen ändern sich, außerdem fallen Strombedarf und Verluste an.


Diagramme lesen und Fehler erkennen

Abbildung: Beispiel eines Sankey-Diagramms; die Pfeilbreiten stehen für Ströme oder Mengen. Nutze im eigenen Plan ausschließlich die Werte deiner Bilanz und kennzeichne Verluste.

Prüfe Tabellen durch Summenbildung, Dimensionskontrolle und Szenarien. Wenn eine JAZ von 6,0 behauptet wird, obwohl Quell- und Vorlauftemperaturen ungünstig sind, fordere Herstellerdaten und eine Systemgrenzendefinition statt den Wert unbesehen zu übernehmen. Wenn ein PV-Ertrag größer als der zugehörige Strombedarf ist, ist das noch kein Beweis für vollständige Eigenversorgung.


Ökonomische und ökologische Bewertung


Wirtschaftlichkeit mit Lebenszykluskosten

Unterscheide Investitionskosten, laufende Energie- und Wartungskosten, Ersatzinvestitionen, Entsorgung und Restwerte. Die einfache Amortisationszeit ist Mehrinvestition geteilt durch jährliche Kosteneinsparung, sofern die Einsparung positiv und konstant ist. Sie ersetzt keine dynamische Bewertung.

Für eine vereinfachte Barwertrechnung mit konstanten jährlichen Zahlungen gilt: Barwertfaktor = (1 - (1 + r) hoch minus n) / r. Bei 15 Jahren und einem ausschließlich didaktischen Diskontsatz r = 0,03 ist der Faktor ungefähr 11,938. Lebenszykluskosten in diesem Modell = Anfangsinvestition + Jahresbetriebskosten mal Barwertfaktor. Erneuerungen und Restwerte müssen bei einer echten Bewertung ergänzt werden. Energiepreise, Zinsen, Förderungen und Steuern sind projektspezifische Eingaben und keine feststehenden Kurswerte.


Klima- und Ressourcenwirkung

Betriebliche Treibhausgasemissionen lassen sich in einer vereinfachten Rechnung als bezogene Endenergie mal Emissionsfaktor beschreiben. Gib immer die Einheit, Quelle, Region, Bezugsjahr und Systemgrenze des Faktors an. Eine vollständige Ökobilanz berücksichtigt zusätzlich Herstellungsaufwand, Kältemittelverluste, Transport, Wartung, Rückbau und Wiederverwertung. Auch Wasserverbrauch, Materialmenge, Flächenbedarf, Schall und Umweltwirkungen vor Ort gehören in den Variantenvergleich.

Vermeide Scheingenauigkeit: Ein hypothetischer Stromfaktor von 0,35 kg CO₂e/kWh ist kein verifizierter aktueller Netzfaktor. Es handelt sich um eine ausdrücklich künstliche Rechengröße; für reale Projekte sind veröffentlichte, zeitlich passende amtliche Faktoren und die geltende Nachweismethode zu nutzen. Die Kosten- und CO₂-Rangfolge kann sich mit Preis-, JAZ- und Strommixannahmen verändern.


Entscheidungsmatrix und Kundengespräch

Bewerte die Optionen getrennt nach technischer Eignung, Wirtschaftlichkeit, Klima-/Ressourcenwirkung, Betriebsrisiken und Qualität der Datengrundlage. Ausschlusskriterien wie unzulässige Aufstellung oder fehlende Anschlussmöglichkeit dürfen nicht durch eine hohe Punktzahl an anderer Stelle aufgewogen werden. Im Kundengespräch zeigst du die wesentlichen Annahmen, die bevorzugte Lösung, mindestens eine Alternative und die noch offenen Prüfungen.


Anlagenschema, Ausführungsunterlagen und Qualitätssicherung


Planungsschritte und zeichnerische Ergebnisse

Der Ablauf lautet: Auftrag und Daten prüfen → Varianten erstellen → Vorzugslösung begründen → Schnittstellen klären → Fachberechnungen durchführen → Schema und Grundriss anfertigen → Stückliste und Beschriftung ergänzen → technische Prüfung durch Verantwortliche veranlassen. Die Zeichnungen sollen Medium, Fließrichtung, maßgebliche Bauteile, Temperatur- und Leistungsebenen, Regelungsschnittstellen und Dokumentenstand nachvollziehbar zeigen.

Ein Anlagenschema stellt die Funktion dar und ist nicht mit einem maßstäblichen Leitungsgrundriss identisch. Ein Ausführungsgrundriss verortet Komponenten und Trassen; ein Detail klärt Einbausituation, Anschlüsse und Wartungsfreiräume. CAD-Symbole, Zeichnungsmaßstäbe, Revisionsstände und Kollisionskontrolle sind projektspezifisch festzulegen. Fachverantwortliche müssen Schutz- und Sicherheitseinrichtungen nach den aktuell gültigen Vorschriften und Herstellerangaben bemessen und freigeben.


Muster einer Funktionsskizze

Funktionsfolge Dokumentationshinweis
Außenluft oder andere zulässige Wärmequelle → Wärmepumpe Quellenbedingungen, Schall und Standort gesondert nachweisen
Wärmepumpe → erforderliche hydraulische Sicherheits- und Regeleinrichtungen → Heizkreisverteiler Anschlüsse, Schutzkonzept, Messstellen und Regelstrategie fachlich prüfen
Heizkreisverteiler → bedarfsgerechte Verbraucher → Rücklauf Vorlauf und Rücklauf eindeutig kennzeichnen
Stromversorgung und optionale PV-Anlage → abgestimmte Energieverteilung Elektrische Auslegung durch zuständige Elektrofachplanung
Betriebsdatenerfassung → Wärme- und Stromzähler Messgrenzen und Auswertung dokumentieren

Musterarbeitsprodukt für die Vorplanung: Ein DIN-gerecht weiterzubearbeitendes Schema zeigt die Wärmepumpe, Wärmequelle, Vor- und Rücklauf, Heizkreisverteiler, Messstellen sowie Planungsgrenzen als beschriftete Funktionsgruppen. Ein separates Datenblatt dokumentiert Heizlast, erforderliche Vorlauftemperaturen, Volumenstrom, vorgeschlagene Geräteklasse, unbekannte Druckverluste und Freigabevorbehalte. Diese textliche Skizze ist ausdrücklich kein installationsfertiger Schaltplan.

Fachvideo: Bundesverband Wärmepumpe, „Meistertipp mit Martin – Hydraulischer Abgleich“ (2022). Nutze es zur fachlichen Einordnung, nicht als eigenständige Arbeitsanweisung.


Qualitätsprüfung und typische Planungsfehler

Befund Mögliche Ursache Richtige planerische Reaktion
Angebliche JAZ stimmt nicht zur Energiebilanz Strom für Zusatzheizer oder Pumpen fehlt Mess- und Bilanzgrenzen schriftlich abgleichen
Pumpe nach Volumenstrom allein gewählt Rohrnetz und Ventildruckverluste fehlen Hydraulische Netzberechnung und Kennlinie ergänzen
PV deckt rechnerisch den gesamten Winterstrom Jahresmengen statt Stundenprofile verglichen Zeitgleiche Profile und Netzbezug bilanzieren
Geräuschkonflikt am Nachbargebäude Aufstellort ohne akustischen Nachweis gewählt Varianten und Schallfachprüfung anfordern
Sparidee senkt Trinkwarmwassertemperatur pauschal Hygiene und Nutzerprofil ignoriert Keine Änderung ohne qualifizierte hygienische Prüfung


Vollständiger Modellfall: Gebäudetechnik für ein Verwaltungsgebäude


Synthetischer Kundenauftrag und Ausgangsdaten

Ein fiktives Verwaltungsgebäude mit 800 m² Nutzfläche soll eine neue Wärmeversorgung erhalten. Das Planungsteam vergleicht eine bestehende fossile Versorgungsvariante mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe. Alle Werte sind erfunden, dienen ausschließlich dem Lernen und gelten weder als Marktpreise noch als Herstellerdaten. Für eine reale Planung fehlen unter anderem Norm-Heizlast, genaue Lastgänge, hydraulische Druckverluste, Brandschutz- und Schallnachweise.

Eingabe Gas-Brennwert-Referenz G Wärmepumpen-Variante W
Jahresnutzwärme für Heizung einschließlich angenommener Warmwasserwärme 60.000 kWh/a 60.000 kWh/a
Beispielhafte Heizlast des gesamten Heizsystems 32 kW 32 kW
Systemwirkungsgrad oder JAZ Jahresnutzungsgrad 0,90 angenommene JAZ 3,60
Energiepreis, nur Modellannahme 0,11 €/kWh Brennstoff 0,26 €/kWh Strom
Wartung und laufende Nebenkosten pro Jahr 550 € 350 €
Investitionskosten 26.000 € 48.000 €
Synthetischer betrieblicher Emissionsfaktor 0,24 kg CO₂e/kWh Brennstoff 0,35 kg CO₂e/kWh Strom
Barwertrechnung 15 Jahre, 3 % Kalkulationszins 15 Jahre, 3 % Kalkulationszins

Zusatzdaten für eine getrennte technische Übung: Spreizung im Heizwasser 5 K, Wasserdichte rund 1 kg/l, spezifische Wärmekapazität 4,19 kJ/(kg K). Optionales PV-Szenario: 10 kWp mit rein angenommenen 950 kWh/(kWp a), davon beispielhaft 1.900 kWh/a zeitgleich für den Wärmepumpenbetrieb nutzbar. Die PV ist nicht in der folgenden Basis-Wirtschaftlichkeitsrechnung enthalten.


Rechenweg mit nachvollziehbarem Ergebnis

Schritt A – Jahresenergie: G benötigt 60.000/0,90 = 66.667 kWh Brennstoff pro Jahr. W benötigt 60.000/3,60 = 16.667 kWh Strom pro Jahr. Die unterschiedliche Bezugsenergie und die unterschiedlichen Faktoren sind ausdrücklich auszuweisen.

Schritt B – Jahreskosten: G = 66.666,67 mal 0,11 € + 550 € = 7.883,33 €/a. W = 16.666,67 mal 0,26 € + 350 € = 4.683,33 €/a. Differenz = 3.200 €/a. Mehrinvestition W = 48.000 - 26.000 = 22.000 €. Vereinfachte statische Amortisation: 22.000/3.200 = 6,875 Jahre, ohne Preisänderungen, Förderung, Zinsen, Geräteersatz oder Restwerte.

Schritt C – vereinfachter Barwert: Bei dem vereinbarten Faktor 11,937935 ist G = 26.000 + 7.883,33 mal 11,937935 = rund 120.111 €; W = 48.000 + 4.683,33 mal 11,937935 = rund 103.909 €. Der Barwertvorteil W beträgt rund 16.201 € in diesem absichtlich reduzierten Modell. Ein echter LCC-Nachweis müsste zusätzliche Kosten und Unsicherheiten berücksichtigen.

Schritt D – Betriebs-CO₂e: G = 66.666,67 mal 0,24 = 16.000 kg CO₂e/a. W = 16.666,67 mal 0,35 = 5.833 kg CO₂e/a. Unterschied = rund 10.167 kg CO₂e/a zugunsten W unter den rein hypothetischen Faktoren. Herstellungs- und Kältemittelwirkungen fehlen und dürfen nicht stillschweigend als null angenommen werden.

Schritt E – Hydraulik: Für 32 kW und 5 K beträgt der modellhafte Gesamtvolumenstrom rund 5,50 m³/h. Rohrdimensionierung, Pumpenförderhöhe und Aufteilung in Heizkreise bleiben Prüfpunkte; aus diesen Daten allein ist keine Ausführung abzuleiten.

Schritt F – optionale PV-Sensitivität: 10 mal 950 = 9.500 kWh/a Erzeugung. Unter der angenommenen Zeitgleichheit reduziert sich der Stromzukauf für W rechnerisch auf 16.667 - 1.900 = 14.767 kWh/a. Eine korrekte neue Wirtschaftlichkeitsrechnung müsste die zusätzlichen PV-Investitionen und die getrennte Verwendung bzw. Einspeisung der übrigen Energie einbeziehen. Für den Grundvergleich werden die PV-Mengen daher nicht angesetzt.


Entscheidungsblatt, Schema und fachliches Bewertungsraster

Prüfaspekt Modellentscheidung Vor Ausführung offen
Energie und Jahreskosten W ist unter den Modellannahmen vorteilhaft Hersteller-Leistungsdaten, realistischer Jahresbetrieb, Energiepreis-Szenarien
Betriebsemissionen W hat im vereinfachten Betrieb die niedrigere rechnerische Emissionsmenge Aktuelle Bilanzfaktoren und Lebenszyklusbilanz
Technische Umsetzbarkeit W wird als bedingte Vorzugsvariante empfohlen Aufstellort, Schall, elektrischer Anschluss, Heizflächen und Spitzenlast
Planungsprodukte Funktionsschema, Heizwasserdatenblatt, Kosten-/CO₂-Tabelle, Prüfpunktliste CAD-Ausführungspläne und Freigaben durch Fachverantwortliche

Muster-Kundenfazit: „Wir empfehlen, die Wärmepumpenvariante weiterzuplanen, weil sie im vereinbarten synthetischen Vergleich rund 3.200 € geringere Jahreskosten und rund 10,2 t niedrigere betriebliche CO₂e-Emissionen aufweist. Vor einer verbindlichen Entscheidung sind Heizlast, Geräteeignung, Schall, Hydraulik, Gebäudeanschlüsse und der tatsächlich anzusetzende Emissionsfaktor zu prüfen. Die alternative Versorgung bleibt dokumentiert.“

Bewertungsraster für das Modellprodukt (100 Punkte):

Kriterium Punkte Voll erfüllt, wenn ...
Auftrag und Standortdaten 15 Nutzungsprofil, Grenzen, offene Schnittstellen und Datenherkunft nachvollziehbar sind
Wärmetechnische und hydraulische Berechnung 25 Energie, JAZ, Einheiten und 5,50 m³/h korrekt und mit Rechenweg ausgewiesen sind
Wirtschaftlicher Vergleich 20 Jahreskosten, Mehrkosten, Amortisation und 15-Jahre-Barwert richtig samt Grenzen erklärt sind
Ökologischer Vergleich 15 CO₂e-Rechnung korrekt ist und fehlende Lebenszyklusdaten ausdrücklich erwähnt sind
Planungsunterlagen 15 Schema, Flussrichtungen, Datenblatt, Schnittstellen und Prüfvermerke zusammenpassen
Kundenberatung und Quellenkritik 10 Empfehlung, Alternative, Risiken sowie Annahmen verständlich und überprüfbar sind

Musterarbeitsprodukte: (1) ausgefüllte Vergleichstabelle mit allen Einheiten und Annahmen; (2) beschriftete, nicht ausführungsreife Funktionsskizze; (3) eine einseitige Entscheidungsvorlage mit dem oben genannten Kundenfazit; (4) offene-Punkte-Liste zur qualifizierten Fachprüfung. Eine negative Ausführbarkeitsprüfung hebt eine rechnerisch günstige Empfehlung auf.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt die Jahresarbeitszahl einer Wärmepumpe? (Das Verhältnis der abgegebenen Jahreswärme zur eingesetzten Jahresstrommenge innerhalb einer definierten Systemgrenze) (!Das Verhältnis der Heizlast zur Dachfläche) (!Die Anzahl der jährlichen Wartungen) (!Die Vorlauftemperatur an einem einzelnen Prüftag)



Rückmeldung: Die JAZ vergleicht Energiemengen im Jahreszeitraum; der COP bezieht sich hingegen auf einen definierten Betriebspunkt.

Welchen Strombedarf ergibt eine Jahreswärme von 60.000 kWh bei JAZ 3,6? (Etwa 16.667 kWh) (!Etwa 216.000 kWh) (!Etwa 60.000 kWh) (!Etwa 3.600 kWh)



Rückmeldung: Teile die Jahresnutzwärme durch die JAZ. Das Resultat ist eine Energiemenge in kWh und keine Leistung in kW.

Welcher Heizwasservolumenstrom ergibt sich näherungsweise für 32 kW bei 5 K Spreizung? (Etwa 5,5 Kubikmeter pro Stunde) (!Etwa 0,55 Kubikmeter pro Stunde) (!Etwa 32 Kubikmeter pro Stunde) (!Etwa 55 Kubikmeter pro Stunde)



Rückmeldung: Mit 4,19 kJ je kg und Kelvin ergeben sich 1,53 kg pro Sekunde; bei Wasser entspricht das rund 5,5 Kubikmeter pro Stunde.

Welche Aussage ist für einen seriösen Photovoltaikvergleich richtig? (Der zeitgleiche Anteil des Solarstroms am Verbrauch muss getrennt vom Jahresertrag untersucht werden) (!Der Jahresertrag steht im Winter jederzeit vollständig zur Verfügung) (!Der Ertrag in kWh ist immer identisch mit der installierten Leistung in kWp) (!Stromspeicher arbeiten grundsätzlich verlustfrei)



Rückmeldung: Zeitprofile sind entscheidend. Jahresmengen können auch bei gleichem Zahlenwert zeitlich stark auseinanderfallen.

Welche Größe fehlt bei einer Pumpenauswahl allein aus dem Heizwasservolumenstrom? (Der erforderliche Druckaufbau aus dem berechneten Rohrnetz) (!Die Farbe der Rohrisolierung) (!Die Gebäudeadresse als Zahlenwert) (!Die Anzahl der Planblätter)



Rückmeldung: Zur Auslegung gehören auch Rohrreibungs- und Einzelverluste sowie Pumpenkennlinie und Betriebsbereich.

Wie hoch ist der rechnerische Brennstoffbedarf für 60.000 kWh Nutzwärme bei Nutzungsgrad 0,90? (Etwa 66.667 kWh) (!Genau 54.000 kWh) (!Etwa 6.000 kWh) (!Genau 60.000 kWh)



Rückmeldung: Energieeinsatz ist Nutzenergie geteilt durch Nutzungsgrad. Das Ergebnis muss wegen der Verluste größer als die Nutzwärme sein.

Was berücksichtigt eine Lebenszykluskostenrechnung grundsätzlich zusätzlich zu Anschaffungskosten? (Betrieb und relevante künftige Kosten innerhalb der definierten Betrachtungszeit) (!Nur die Farbe und das Fabrikat) (!Nur den Kaufpreis im ersten Jahr) (!Ausschließlich die aufgedruckte Geräteleistung)



Rückmeldung: Betrieb, Wartung, Ersatz und Restwert können erheblich sein; das Modell nutzt einen abgezinsten Zahlungsstrom.

Welche Aussage zur ökologischen Bilanz ist fachlich korrekt? (Betriebsenergie und Lebenszyklusemissionen müssen mit eindeutiger Systemgrenze voneinander unterschieden werden) (!Der niedrigste Stromverbrauch beweist stets die geringste Gesamtumweltwirkung) (!Das Kältemittel hat grundsätzlich keine Klimaauswirkung) (!Herstellung und Entsorgung sind bei jedem Gerät identisch)



Rückmeldung: Betriebsemissionen sind nur ein Teil der Ökobilanz; Materialien, Herstellung und Kältemittel können das Resultat beeinflussen.

Welche Größe ist in einer vereinfachten WRG-Leistungsbilanz wichtig? (Luftvolumenstrom sowie Temperaturdifferenz und Rückwärmzahl) (!Nur die Anzahl der Luftauslässe) (!Nur die Wandfarbe des Technikraums) (!Nur die Länge des Gebäudenamens)



Rückmeldung: Die übertragene sensible Wärmeleistung hängt von Massenstrom, Wärmekapazität, Temperaturdifferenz und Rückwärmzahl ab.

Was ist vor einer realen Ausführung der Vorzugsvariante erforderlich? (Fachliche Prüfung von Heizlast, Schall, Hydraulik, Schnittstellen und Sicherheitsanforderungen) (!Die ungeprüfte Übernahme aller angenommenen Modellwerte) (!Das eigenständige Öffnen des Kältekreises zur Erkundung) (!Der Verzicht auf Herstellerdaten und fachliche Freigaben)



Rückmeldung: Ein didaktischer Variantenentscheid ersetzt keine Ausführungsplanung und keine Prüfung durch die jeweils qualifizierten Fachpersonen.


Memory

Jahresarbeitszahl Verhältnis von Jahreswärme zu Jahresstrom innerhalb einer definierten Bilanzgrenze
Heizlast Erforderliche Wärmeleistung bei festgelegten Auslegungsbedingungen
Wärmerückgewinnung Nutzung eines Teils der Wärme aus einem abgehenden Luft- oder Prozessstrom
Barwert Auf einen gemeinsamen Bezugszeitpunkt abgezinstes Zahlungsäquivalent
Temperaturspreizung Differenz zwischen Vorlauf- und Rücklauftemperatur
Eigenverbrauch Direkt im betrachteten System genutzte selbst erzeugte elektrische Energie





Drag and Drop

Ordne jedem Planungsschritt das passende Arbeitsprodukt zu.

Zuordnung Passendes Arbeitsprodukt
Auftragsanalyse Vollständige Anforderungsliste mit offenen Randbedingungen
Wärmebilanz Berechnung von Jahreswärme und einzusetzender Endenergie
Variantenvergleich Gegenüberstellung von Kosten und Umweltwirkungen
Funktionsplanung Anlagenschema mit Medienflüssen und Bauteilgruppen
Qualitätssicherung Prüfliste zu Datenlücken und erforderlichen Freigaben





Kreuzworträtsel

Heizlast Welche Leistung wird unter festgelegten Auslegungsbedingungen für die Wärmeversorgung benötigt?
Jahresarbeitszahl Welche Kennzahl stellt die Jahreswärme dem Jahresstrom einer Wärmepumpe gegenüber?
Wärmetauscher Welches Bauteil überträgt Wärme zwischen getrennten Medien?
Amortisation Wie heißt die vereinfachte Betrachtung zur Rückgewinnung von Mehrinvestitionen durch Einsparungen?
Volumenstrom Welche Größe beschreibt das pro Zeit durchströmende Flüssigkeitsvolumen?
Solarkollektor Welches Bauteil gewinnt aus Sonnenstrahlung nutzbare thermische Energie?





LearningApps

Hier findest du eine thematische LearningApps-Suche. Einzelne Treffer werden nicht als geprüft oder als Teil dieses Kurses ausgegeben.


Lückentext

Ergänze die Fachbegriffe aus dem Kurs.
Die erforderliche Wärmeleistung unter definierten Auslegungsbedingungen heißt

.
Eine Angabe in Kilowatt beschreibt eine

.
Die Jahresenergie einer Wärmepumpe wird mithilfe der

bewertet.
Die Abkürzung für eine Leistungszahl an einem bestimmten Betriebspunkt lautet

.
Ein Kältemittelkreislauf enthält unter anderem den

.
Die Differenz aus Vorlauf- und Rücklauftemperatur heißt

.
Die Wärmerückgewinnung nutzt einen Teil der Energie aus der

.
Die installierte Nennleistung von Photovoltaik wird häufig in

angegeben.
Für eine Pumpenauswahl ist zusätzlich der hydraulische

zu bestimmen.
Zukünftige Zahlungen werden in der Barwertrechnung

.
Zur Entscheidung gehört neben Wirtschaftlichkeit auch die

.
Eine nicht installationsfertige Darstellung des Funktionsprinzips heißt

.




Offene Aufgaben

Bearbeite vier Aufgaben je Niveau. Verwende ausschließlich synthetische Daten und öffentlich zugängliche Materialien. Lösungen sind begründete Muster, keine realen Freigaben.


Leicht

  1. Heizlast: Unterscheide in einer Lernkarte 32 kW Heizlast von 60.000 kWh Jahreswärme. Erstelle zwei eigene Einheitenbeispiele und markiere typische Verwechslungen.
  2. Wärmepumpe: Zeichne ein beschriftetes Funktionsschema von Verdampfer, Verdichter, Verflüssiger und Expansionsorgan. Markiere Umweltwärme und Strom als Eingänge.
  3. Photovoltaik: Berechne den Jahresertrag einer fiktiven PV-Anlage mit 8 kWp und 900 kWh je kWp im Jahr. Begründe, warum sich daraus keine stündliche Heizstromdeckung ergibt.
  4. Ressourceneffizienz: Erstelle eine Tabelle mit je drei Chancen und Einschränkungen von Wärmepumpe, Solarthermie und Wärmerückgewinnung für ein Bestandsgebäude.


Standard

  1. Jahresarbeitszahl: Berechne bei 45.000 kWh Jahreswärme die Strommenge für JAZ 3,0 und JAZ 4,0. Stelle die Ergebnisse als Säulenvergleich mit sauberer Einheit dar.
  2. Hydraulischer Abgleich: Bestimme für eine angenommene Heizleistung von 21 kW und eine Spreizung von 7 K den Volumenstrom von Wasser. Nenne drei noch fehlende Daten für die Pumpenauswahl.
  3. Lebenszykluskosten: Erstelle eine Tabellenkalkulation für die zwei Varianten des Modellfalls mit Eingaben, Formeln, Ergebnissen und Sensitivität bei 20 % höherem Strompreis.
  4. Wärmerückgewinnung: Analysiere das WRG-Rechenbeispiel und dokumentiere mindestens vier Gründe, weshalb die Betriebspunktleistung nicht ohne Jahresprofil zur Jahreseinsparung wird.


Schwer

  1. Versorgungstechnik: Entwirf aus den synthetischen Modellfalldaten ein Funktionsschema für die bevorzugte Wärmeversorgung, ergänze Messpunkte, offene Schnittstellen und eine strukturierte Prüfliste.
  2. Ökobilanz: Erstelle einen strukturierten Vergleich der beiden Varianten unter zusätzlichen angenommenen Herstellungsemissionen von 12 t CO₂e für W und 6 t CO₂e für G. Vergleiche 15 Jahre ohne Ersatzinvestitionen und kennzeichne Grenzen.
  3. Sensitivitätsanalyse: Ermittle den Strompreis, bei dem die jährlichen Betriebskosten der Modell-Wärmepumpe einschließlich 350 € Wartung den jährlichen Kosten der Gas-Referenz entsprechen. Erkläre, warum dies allein die LCC-Entscheidung noch nicht entscheidet.
  4. Kundenberatung: Entwickle einen dreiminütigen fiktiven Kunden-Pitch mit Entscheidungsmatrix, offenem Schall- und Hydraulikrisiko, begründeter Alternativlösung und verbindlicher Abgrenzung zur Ausführungsfreigabe.




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Musterlösungen und Kriterien zu den zwölf offenen Aufgaben

Aufgabe Musterergebnis oder Musterprodukt Fachliches Bewertungskriterium
Leicht 1 Karte: kW = Leistung, kWh = Energie; 60.000/32 = 1.875 rechnerische Volllaststunden Einheit, Bedeutung und Nichtgleichsetzung stimmen
Leicht 2 Vier Bauteile in funktionaler Reihenfolge mit getrennten Eingangs- und Ausgangspfeilen Verdichtung, Wärmeaufnahme und Wärmeabgabe richtig erläutert
Leicht 3 8 mal 900 = 7.200 kWh/a kWp von kWh getrennt, Zeitgleichheit erklärt
Leicht 4 Neun konkrete Einträge, etwa Umweltwärmenutzung, Dachflächenbedarf, Ventilatorstrom Systembezogene Chancen und Grenzen ohne Pauschalurteile
Standard 5 Bei JAZ 3,0: 15.000 kWh; bei JAZ 4,0: 11.250 kWh; Unterschied 3.750 kWh Getrennte Szenarien, eindeutige Achsen und Ergebnisinterpretation
Standard 6 m = 21/(4,19 mal 7) = 0,716 kg/s; rund 2,58 m³/h Rechenweg und fehlende Druckverluste, Verteilung, Pumpenkennlinie genannt
Standard 7 W-Kosten bei 20 % höherem Strompreis: 16.666,67 mal 0,312 + 350 = 5.550 €/a Veränderbare Eingabezellen, transparente Formeln und unveränderte übrige Annahmen
Standard 8 Variable Temperaturdifferenz, Luftmengen, Rückwärmzahl, Frostschutz und Ventilatorstrom Mindestens vier zeit- oder systemabhängige Einflüsse
Schwer 9 Funktionsschema mit Wärmequelle, Erzeuger, Vor- und Rücklauf, Messung und offenen Prüfpunkten Schaltung nicht als Ausführungsfreigabe ausgegeben
Schwer 10 G: 16 t/a mal 15 + 6 t = 246 t; W: 5,833 t/a mal 15 + 12 t = rund 99,5 t CO₂e Beide Systemgrenzen gleich; Herstellung gesondert, keine versteckten Zusatzannahmen
Schwer 11 Gleichstand bei Strompreis (7.883,33 - 350)/16.666,67 = rund 0,452 €/kWh Ergebnis nur jährliche Betriebskosten, nicht Investitions- oder Gesamtkostengleichstand
Schwer 12 Präsentationsfolie mit 3.200 €/a Einsparung im Modell, Alternativvergleich und Prüfvorbehalt Kundenorientierung, transparente Daten und Sicherheitsabgrenzung


Lernkontrolle

  1. Heizlastberechnung: Ein Gebäude hat 18 kW Heizlast und 36.000 kWh/a Nutzwärme. Erkläre, weshalb die bloße Division nicht die Geräteauslegung abschließt, und nenne mindestens vier weitere Planungsdaten.
  2. Wärmepumpeneffizienz: Bei 48.000 kWh Jahreswärme fallen 12.000 kWh für Verdichter und 1.000 kWh für weitere in die gewählte Grenze einbezogene Verbraucher an. Berechne die JAZ und unterscheide sie von einer Angabe COP 4,5.
  3. Wirtschaftlichkeitsrechnung: Prüfe eine Behauptung „Die Wärmepumpe spart schon nach fünf Jahren Geld“, obwohl im Modell Mehrinvestition 22.000 € und Jahresersparnis 3.200 € betragen. Benenne fehlende Kostengrößen.
  4. Emissionsfaktor: Analysiere, wie sich der Jahres-Betriebswert der Wärmepumpe bei einem synthetischen Stromfaktor von 0,20 statt 0,35 kg CO₂e/kWh ändert, und erkläre die Grenzen beider Zahlen.
  5. Technische Dokumentation: Begutachte ein fiktives Schema, das nur Erzeuger, einen Heizkörper und einen unbeschrifteten Pfeil zeigt. Ergänze mindestens sechs notwendige Funktions- oder Prüfhinweise und begründe sie.
  6. Kundenauftrag: Formuliere eine bedingte Empfehlung, wenn zwar die Betriebskosten günstig sind, aber für den vorgesehenen Aufstellplatz noch kein Schallnachweis vorliegt.


Lösungshinweise zur Lernkontrolle

Aufgabe Fachlich tragfähiger Kern
1 2.000 rechnerische Volllaststunden, aber Leistungskennfeld, Temperatur, Lastgänge, Warmwasser, Standort und Betriebspunkte fehlen
2 JAZ = 48.000/13.000 = rund 3,69; COP 4,5 ist ein einzelner Betriebspunkt und nicht die gemessene Jahresbilanz
3 22.000/3.200 = 6,875 Jahre; die Behauptung ist in der statischen Rechnung falsch, dynamische Kosten sind offen
4 Bei 0,20 sind es rund 3.333 kg statt 5.833 kg CO₂e/a; beide Faktoren sind Szenarien ohne Herstellungsbilanz
5 Vor- und Rücklauf, Systemgrenzen, Messstellen, hydraulische Bauteilgruppen, Regelung, Anschlüsse, Prüf- und Sicherheitsvermerke
6 Weiterplanung nur unter Vorbehalt einer fachlichen Schallprüfung, erforderlichenfalls Aufstellortwechsel oder andere Variante


Lernnachweis

Als Portfolio gibst du eine Auftragsanalyse, eine plausibilisierte Datentabelle, zwei vergleichbare Versorgungsszenarien, die Wärme- und Wasserstromrechnung, die Kosten- und CO₂-Rechnung mit benannten Systemgrenzen, ein fachlich nachvollziehbares Anlagenschema, eine Liste offener Prüfungen und eine kundenorientierte Kurzpräsentation ab. Für eine sichere Prüfung dürfen alle Belege nur aus synthetischen Daten, eigenen Zeichnungen, frei lizenzierten Medien und öffentlichen Fachquellen bestehen.

Bewertung: Nachvollziehbare Berechnung und Einheiten, begründete Variantenentscheidung, dokumentierte Unsicherheit, Norm- und Herstellerrecherche, klare Schnittstellen und reflexive Beurteilung von Ressourcenwirkungen. Ein überzeugender Lernnachweis benennt ausdrücklich, welche Ergebnisse noch nicht ausführungsreif sind. Lernende dokumentieren Korrekturen und Rückmeldungen in einem Revisionsblatt; bei fehlerhaften Ausgangsdaten muss die Entscheidung neu gerechnet werden.


OER und Wikipedia

Fachquellen und überprüfbare Rechtsgrundlagen:


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File:Beispiel Sankey Diagramm v2.svg Wikimedia Commons Ladyt Gemeinfrei laut Dateiseite
https://www.youtube.com/watch?v=p4rVwTR_BCs Video: Wie funktioniert eine Wärmepumpe? Bundesverband Wärmepumpe Externe YouTube-Einbettung; kein Nachweis freier Nachnutzungslizenz
https://www.youtube.com/watch?v=YMw5Yy2cYZA Video: Hydraulischer Abgleich Bundesverband Wärmepumpe und SHK-TV Externe YouTube-Einbettung; kein Nachweis freier Nachnutzungslizenz

OER-Hinweis: Die selbst formulierten Texte, Modellrechnungen und Aufgaben dieses Kurses sind neu erstellte Lernmaterialien. Für eine konkrete Weiterveröffentlichung sind die Lizenz des Gesamtwikis, die Einzelrechte externer Medien sowie gegebenenfalls erforderliche Namensnennungen zu beachten. Verlinkte amtliche und private Quellen werden nicht pauschal als CC-lizenziert ausgegeben. Keine Inhalte von Sofatutor.


Verknüpfte Lernbereiche

Anschluss an die Fachrichtung VAT: Die KMK-Lernfelder zu Wärmeverteilung, Energiezentralen, Luftverteilungsanlagen und Luftaufbereitung liefern fachliche Grundlagen. Im vierten Ausbildungsjahr geht die Analyse in Kundenberatung, Variantenentscheidung und dokumentierte Anlagenplanung über. Das Berufsportal und die oben verlinkten öffentlich auffindbaren Grundlagenkurse unterstützen Wiederholung und Transfer; interne Links können je nach Wiki-Bestand auch als Such- oder Weiterführungsziele dienen.


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