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Fachübungen 14 VAT – Kundenaufträge der Versorgungs- und Ausrüstungstechnik abwickeln – Fachrichtung Versorgungs- und Ausrüstungstechnik (VAT) - Technischer Systemplaner

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Fachübungen 14 VAT – Kundenaufträge der Versorgungs- und Ausrüstungstechnik abwickeln – Fachrichtung Versorgungs- und Ausrüstungstechnik (VAT) - Technischer Systemplaner

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Einleitung

Du bearbeitest im vierten Ausbildungsjahr des Berufs Technischer Systemplaner in der Fachrichtung Versorgungs- und Ausrüstungstechnik (VAT) einen vollständigen Kundenauftrag: von der ersten Rückfrage über die technische Planung bis zur geprüften Dokumentation und Übergabe. Das Lernfeld 14 VAT umfasst laut KMK-Rahmenlehrplan einen Zeitrichtwert von 60 Unterrichtsstunden. Es verbindet zuvor erlernte Kenntnisse aus Heizungstechnik, Sanitärtechnik, Lüftungstechnik, Technisches Zeichnen, CAD, Projektmanagement und Kundenkommunikation. Die Ausbildung ist laut Bundesinstitut für Berufsbildung auf 42 Monate angelegt. Maßgeblich ist die Ausbildungsordnung vom 21. Juni 2011 in der geänderten Fassung vom 17. Oktober 2014; die Fachrichtung VAT ist dort ausdrücklich ausgewiesen. Die Abschlussprüfung ist rechtlich zweigeteilt; dieses Lernangebot verwendet ausschließlich selbst erstellte Übungsaufgaben und keine Originalprüfungsaufgaben.

Deine Lernziele: Du klärst Anforderungen, prüfst Plausibilität und Schnittstellen, rechnest mit Einheiten, vergleichst technische Varianten, erstellst ein koordiniertes Zeichnungs- und Leistungsverzeichnispaket, bearbeitest Änderungen und erläuterst die Ergebnisse verständlich und nachprüfbar. Sämtliche Fallangaben, Beträge und Personen sind frei erfunden. Die Ergebnisse sind didaktische Planungsbeispiele, keine Ausführungsfreigabe. Arbeiten an Heizungs-, Trinkwasser-, Lüftungs-, Elektro-, Maschinen- oder Druckanlagen, Inbetriebnahmen und sicherheitsrelevante Prüfungen dürfen nur durch qualifizierte Fachkräfte unter den geltenden Vorgaben erfolgen.

Arbeitsweise: Bearbeite erst die Fachkapitel, dann den vollständigen Modellauftrag und die interaktiven Aufgaben. Kontrolliere bei jeder Berechnung Eingabedaten, Einheiten, Rechenweg, Plausibilität und dokumentierte Annahmen. Unterscheide immer zwischen vorläufiger Planung, koordinierter Ausführungsplanung und freigegebener Ausführung.


Kundenanforderungen analysieren und den Auftrag strukturieren


Von der Anfrage zum prüfbaren Anforderungskatalog

Ein Kundenauftrag enthält oft mehrdeutige Formulierungen wie „energiesparend“, „wartungsarm“ oder „möglichst unauffällig“. Übersetze sie in prüfbare Ziele. Im Lastenheft beschreibt die auftraggebende Seite, was benötigt wird; das Pflichtenheft legt fest, wie die beauftragte Lösung die Anforderungen erfüllen soll. Im Lernfeld 14 werden vorhandene Baudaten, Nutzerprofile, Raumfunktionen, Nutzungszeiten, Platzangebote, Bestandsanschlüsse, Budgetgrenzen, Schall-, Hygiene-, Brandschutz- und Wartungsanforderungen erfasst. Fehlende Daten gelten nicht als stillschweigend bestätigt.

Beispiel einer Anforderungsmatrix:

Kundenwunsch Prüffrage Nachweis im Arbeitsergebnis Status
Gleichmäßige Wärme Welche raumweisen Heizlasten und Solltemperaturen sind vorgegeben? Lastenliste und Heizkörperauswahl Offen bis zur Fachprüfung
Wenig Bauunterbrechung Wann sind Bereiche zugänglich? Termin- und Sperrflächenplan Mit Nutzung abstimmen
Wartungsfreundlichkeit Sind Armaturen und Filter zugänglich? Wartungsflächen in Grundriss und Schnitt Im Modell prüfen
Budgettreue Welcher Leistungsumfang ist enthalten? Positioniertes Leistungsverzeichnis mit Annahmen Nach Rückfrage bestätigen

Verbindliche Klärung: Halte Gesprächsdatum, offene Punkte, Verantwortliche, vereinbarte Fristen und Dokumentversion fest. Wenn sich Vorgaben widersprechen, dokumentierst du den Konflikt und holst eine Entscheidung ein, bevor du irreversible Planungsschritte als abgeschlossen kennzeichnest.


Planungsphasen, Rollen und Schnittstellen

Nutze die Abfolge Anfrage → Bestandsdaten und Anforderungen → Variantenvergleich → Vorentwurf → Berechnungen → koordinierte Zeichnungen → Leistungsverzeichnis → Rücksprache → Revision → Fachprüfung → Dokumentationsübergabe. Technische Systemplanende erstellen und pflegen Unterlagen; eine fachliche Freigabe oder Inbetriebnahme folgt nicht automatisch aus der Zeichnung. Schnittstellen bestehen etwa zu Architektur, Statik, Brandschutz, Elektrotechnik, Gebäudeautomation, ausführenden Montageunternehmen sowie Kundschaft.

Typische Fehler: ein angenommener Durchbruch ohne Abstimmung mit der Tragwerksplanung; veraltete Bestandspläne; fehlende Wartungsflächen; unklare Zuständigkeit für elektrische Anschlüsse; „laut Zeichnung“ ohne Revisionsstand. Lege deshalb früh ein Schnittstellenprotokoll und eine Liste technischer Risiken an.


Ablauf und Terminüberwachung

Ein einfacher Balkenplan ordnet Aufgaben nach Zeitraum, Zuständigkeit und Abhängigkeit. Wird beispielsweise die Schachtbelegung erst nach der Leitungsplanung geprüft, entstehen Kollisionen und Nachträge. Baue deshalb eine Freigabeschleife vor die Detailplanung ein.

Abbildung: beispielhaftes Gantt-Diagramm zur Visualisierung von Abläufen; nicht der konkrete Musterauftrag.


Technische Varianten auswählen und mit Fachunterlagen abstimmen


Wärme-, Wasser- und Luftversorgung kundenorientiert vergleichen

Je nach Auftrag planst du einen Teil einer Heizungsanlage, Trinkwasserversorgung, Entwässerungsanlage oder raumlufttechnischen Anlage. Nicht jede Anlage lässt sich mit derselben Kenngröße bewerten. Bei der Wärmeverteilung zählen unter anderem Heizlast, Systemtemperaturen, hydraulische Einbindung und Zugänglichkeit; bei Luftverteilung Volumenstrom, Druckverluste, Geräusche und Hygiene; bei Trinkwasser zusätzlich Trinkwasserhygiene, Entnahmestellen, Schutz vor Rückfließen und Leitungslängen. Diese Aspekte sind jeweils nach einschlägigen aktuellen Regeln zu bearbeiten, nicht durch Übertragung eines vereinfachten Musterwertes.

Betrachtung Heizungsplanung Lüftungsplanung Sanitärplanung
Ausgangsdaten Raumweise Heizlasten, Temperaturniveau Außenluftbedarf, Raumlast, Belegung Entnahmestellen, Nutzung, Ver- und Entsorgung
Wichtige Zeichnung Rohrnetzschema, Heizflächenplan Kanal- und Geräteschema Leitungs- und Strangschema
Plausibilitätsprüfung Wärmeleistung und Volumenstrom Luftmenge, Luftgeschwindigkeit, Druckverlust Betriebsbedingungen, Gefälle, Hygiene
Typische Schnittstelle Gebäudehülle und Regelung Brandschutz und Deckenraum Baukörper, Abdichtung und Brandschutz

Die Auswahl erfolgt anhand nachvollziehbarer Kriterien, beispielsweise Energiebedarf, Nutzungsanforderung, Lebenszykluskosten, Wartung, Platzbedarf, Schall, Eingriff in den Bestand und Erweiterbarkeit. Ein günstiger Erstpreis beweist noch keine günstigen Gesamtkosten. Benenne fehlende Daten ausdrücklich.


Schemen lesen und anfertigen

Ein Funktionsschema macht Zusammenhänge sichtbar, eine Ausführungszeichnung ergänzt Lage, Maße, Anschlüsse, Kennzeichnungen und koordinierte Einbausituation. In einer Rohrleitungs- und Instrumentierungsdarstellung, oft P&ID genannt, werden Aggregate, Leitungen, Armaturen, Mess- und Regelstellen nach einem projektspezifisch vereinbarten Symbolsystem gezeigt. Ein generisches Schema darf nicht ungeprüft als Montagezeichnung verwendet werden.

Abbildung: englisch beschriftetes Demonstrationsschema für Pumpe, Behälter und Instrumentierung. Es illustriert Dokumentationsprinzipien und stellt keine Heizungsfreigabe dar.

Ein Heizkörper ist Wärmeverbraucher im System. Seine erforderliche Leistung hängt unter anderem von den tatsächlich geplanten Temperaturen und Herstellerkennlinien ab. Katalogleistungen sind deshalb nur bei passenden Bewertungsbedingungen direkt vergleichbar.

Abbildung: Heizkörper als Beispiel eines Wärmeverbrauchers; kein konkretes Auslegungsprodukt.


Planung im Gebäudemodell und Koordination

Beim BIM können Modellobjekte neben Geometrie auch Eigenschaften wie Medium, Nenngröße, Montagehöhe, Wartungsabstand oder Bauteilkennzeichen enthalten. Eine 3D-Kollisionsprüfung findet Überschneidungen, ersetzt aber weder physikalische Auslegung noch baurechtliche oder fachliche Prüfung. Erstelle nach jeder abgestimmten Änderung neue Ausgaben mit Datum, Revision, Bearbeitungsstatus und Begründung. Bestandsabweichungen müssen sichtbar in die Planung zurückfließen.

Fachvideo: „BIM-Leitfaden für die TGA-Planung“ (MagiCAD Group). Achte auf die Verbindung von Modellinformationen, Planungsphasen und Koordination; Produktdarstellungen sind keine neutrale Produktempfehlung.


Fachrechnen, Plausibilitätsprüfung und wirtschaftliche Bewertung


Heizwasser-Volumenstrom aus Wärmeleistung bestimmen

Bei einem vereinfachten stationären Wasser-Heizkreis gilt näherungsweise die Energiebilanz Q = m · c · ΔT bezogen auf einen Zeitraum; für Leistungen verwendest du P = ṁ · c · ΔT. Mit Dichte ρ und Wärmekapazität c folgt V̇ = P / (ρ · c · ΔT). Für Wasser nahe typischen Heiztemperaturen wird in der überschlägigen Praxis häufig V̇ in m³/h ≈ 0,86 · P in kW / ΔT in K verwendet. Der Faktor 0,86 ist gerundet und setzt Wasser als Medium sowie passende Einheiten voraus.

Rechenbeispiel: Eine rechnerische Heizleistung von 12 kW wird mit einer angenommenen Spreizung von 20 K übertragen. V̇ ≈ 0,86 · 12 / 20 = 0,516 m³/h = 516 l/h. Einheitenkontrolle: kW, K und Umrechnungsfaktor müssen aufeinander abgestimmt sein. Bei halber Spreizung verdoppelt sich der erforderliche Volumenstrom ungefähr; daraus folgt jedoch noch keine zulässige Pumpen- oder Rohrdimension.

Fehlerdiagnose: Wird 20 °C Temperaturdifferenz fälschlich als absoluter Temperaturwert eingesetzt, die Leistung in Watt mit dem kW-Faktor kombiniert oder m³/h als l/s ausgegeben, entsteht ein falsches Ergebnis. Stelle für reale Medienmischungen die tatsächlichen Stoffwerte bereit. Rohrreibung, Armaturen, Druckverlust und Pumpenkennlinie müssen gesondert fachlich geprüft werden.


Luftvolumenstrom und Kanalquerschnitt überschlagen

Für einen Luftkanal gilt V̇ = A · v. Werden V̇ in m³/h und v in m/s angegeben, lautet die Umstellung A = V̇ / (3600 · v). Beispiel: 1.440 m³/h und eine nur beispielhaft gewählte Strömungsgeschwindigkeit von 4 m/s ergeben A = 1440 / 14400 = 0,100 m². Ein rechteckiger Kanal mit Innenmaßen 0,40 m × 0,25 m besitzt rechnerisch diese Fläche. Eine reale Auslegung setzt zusätzliche Bewertungen von Druckverlust, Schall, Brandschutz, Platz und Hygiene voraus.

Abbildung: Schnittbild eines Lüftungsgeräts mit Filtern, Ventilator und Registern; geeignet zur Identifikation von Komponenten.


Kosten und Variantenvergleich nachvollziehbar machen

Trenne Mengen, Einheitspreise, Gesamtpreise, Planungsleistung und Mehrwertsteuer im Lehrbeispiel. Die Grundformeln sind Positionswert = Menge × Einheitspreis und Nettoangebot = Summe der Positionen. Ein Lebenszyklusvergleich betrachtet zusätzlich Wartung, Energie, Ersatzinvestitionen und Nutzungsdauer. Markiere Schätzungen, Preisstand, Kalkulationsannahmen und Ausnahmen; private Beispielpreise ersetzen keine Ausschreibung und keine steuerliche Beratung.

Beispiel für ein transparentes Kriterienraster:

Kriterium Fragestellung Erforderlicher Beleg
Technik Reicht die Leistung unter den festgelegten Randbedingungen? Rechnung und Datenblatt
Wirtschaft Was wird in welcher Einheit vergütet? Nachvollziehbare Mengen- und Preiszeilen
Umwelt Wie ändern sich Energiebedarf und Ressourcenverbrauch? Vergleich unter gleichen Annahmen
Betrieb Sind Wartung, Inspektion und Zugänglichkeit möglich? Markierte Wartungsflächen


Hydraulische Zusammenhänge verstehen

Der hydraulische Abgleich soll in Heizwasserverteilnetzen die geplanten Volumenströme der Verbraucher ermöglichen. Dafür werden fachgerecht ermittelte Daten, geeignete Ventile und Einstellungen benötigt. Ein berechneter Volumenstrom allein ist noch keine vollständige Abgleichdokumentation. Änderungen an realen Anlagen werden nur von qualifizierten Fachkräften vorgenommen.

Fachvideo: „Hydraulischer Abgleich in der Praxis – So geht's richtig“ (SHK Info, 2023). Nutze es zur Analyse von Ventilen, Sollwerten und Dokumentation, nicht als eigenständige Arbeitsanweisung an einer realen Anlage.


CAD-Unterlagen, Leistungsverzeichnis und Qualitätssicherung


Zeichnungssatz und Datenstand

Ein vollständiges Lehr-Paket umfasst Deckblatt und Planliste, Anforderungsmatrix, technische Berechnung, geeignete Grundrisse und Schnitte, Strang- oder Funktionsschema, Bauteilliste, Abstimmungsprotokoll, Leistungsverzeichnis und nachvollziehbare Abschlussdokumentation. Die Zeichnungen müssen die gleiche Versionskennung tragen wie die verwendete Berechnungsgrundlage. Kontrolliere Einheiten, Plankopf, Maßstab, Legende, Bauteilkennungen, Medienkennzeichnung, Kollisionslage, Wartungszugang, Schnittstellen, Plausibilität und Status.

Prüfprinzip: Ein CAD-Modell kann geometrisch konsistent und fachlich falsch sein. Ein Heizkörper mit ausreichendem Platzbedarf kann beispielsweise die geforderte Leistung nicht erreichen, wenn die tatsächliche Systemtemperatur von der Katalogannahme abweicht.


Leistungsverzeichnis und Änderungsmanagement

Das Leistungsverzeichnis (LV) beschreibt Positionen so eindeutig, dass Mengen und Leistungsgrenzen nachvollziehbar sind. Für jede Position brauchst du eine eindeutige Bezeichnung, eine Menge, eine Einheit und eine verständliche Leistungsbeschreibung. Realistische Montage- und Materialangebote verlangen zusätzlich kalkulatorische und vertragsrechtliche Prüfung. Jede Kundenänderung führt zu einer Revisionskette: Änderungsanfrage → Auswirkungen auf Technik, Termine und Kosten → Entscheidung → überarbeitete Unterlagen → erneute Koordination.

Prüfschritt Nachweis Häufiger Fehler Gegenmaßnahme
Bestandsdaten freigegebene Grundlage falscher Leitungsverlauf Bestandsabweichung erfassen
Berechnung Einheiten und Randbedingungen falsche Spreizung getrennte Plausibilitätsrechnung
Zeichnung Plankopf mit Revision altes Schema Versionsgleichheit prüfen
LV Menge, Einheit, Umfang doppelt abgerechnete Position Summen- und Schnittstellenkontrolle
Übergabe Planliste, offene Punkte fehlender Status dokumentierte Fachprüfung


Kundengespräch und fachliches Prüfprotokoll

Im Gespräch beschreibst du Ausgangslage, untersuchte Varianten, Entscheidungskriterien, Unsicherheiten, Preis- und Terminfolgen sowie die nächsten Prüfschritte. Rückfragen werden schriftlich aufgenommen und nicht als stillschweigende Zustimmung gewertet. Für die technische Prüfung unterscheiden sich Planverifikation (ist die Lösung rechnerisch und zeichnerisch konsistent?) und Validierung (erfüllt sie die abgestimmten Anforderungen?). Abnahme, Messung oder Freigabe an einer realen Anlage kann daraus nicht abgeleitet werden.


Vollständiger Modellauftrag: Heizungsmodernisierung eines fiktiven Verwaltungsbereichs


Kundenauftrag und sichere Rahmendaten

Fiktive Auftraggeberin: Verwaltungsbüro Nordblick, keine reale Organisation. Ein Verwaltungsbereich von 210 m² soll eine erneuerte Wärmeverteilung mit vier Heizflächen erhalten. Die synthetischen Lastangaben dienen ausschließlich dem Rechen- und Dokumentationstraining; sie sind keine nach Norm nachgewiesene Heizlast. Vorgaben: gesamter Rechenansatz 12,0 kW; Zone A 7,2 kW; Zone B 4,8 kW; betrachtetes Heizwasser-Temperaturpaar 55/35 °C; damit ΔT = 20 K. Gewünscht werden wartungsfreundliche Zugänge, dokumentierte Mengen und ein transparenter Änderungsablauf. Vorhandene Schacht- und Aufhängungsreserven, Schall, Brandschutz sowie Herstellerleistungen müssten in einem realen Projekt fachlich nachgewiesen werden.

Auftragsklärung: Kläre zunächst reale Normheizlastberechnung, Anschlussbedingungen, Wärmeerzeuger, Bestand, Leitungswege, Wärmedämmung, Druckhaltung und Verantwortlichkeiten. Im Übungsfall gelten diese Fragen als offen und nicht freigegeben. Damit wird aus einer vereinfachten Rechnung ausdrücklich keine reale Montageplanung.


Rechenblatt mit kontrollierbarem Ergebnis

Gesamtvolumenstrom: V̇ = 0,86 × 12,0 / 20 = 0,516 m³/h.

Zone A: V̇_A = 0,86 × 7,2 / 20 = 0,3096 m³/h = 309,6 l/h.

Zone B: V̇_B = 0,86 × 4,8 / 20 = 0,2064 m³/h = 206,4 l/h.

Summenprüfung: 0,3096 + 0,2064 = 0,5160 m³/h; 7,2 + 4,8 = 12,0 kW. Diese einfache Bilanz zeigt, dass die Zonen- und Gesamtannahmen zusammenpassen. Eine angenommene ungünstigste Druckverluststrecke von 18 kPa plus ein rein didaktischer Zuschlag von 4 kPa ergäbe rechnerisch 22 kPa, aber keine Pumpenfreigabe. In einem echten Projekt sind Druckverluste der konkreten Bauteile, Ventilautorität und Pumpenkennlinie zu überprüfen.

Schematisches Musterarbeitsprodukt (nur textuell):

Kennung Element Funktion Dokumentationsanforderung
WQ-01 Wärmequelle, Bestand Übergabepunkt Anschlussbedingungen offen
PU-01 Umwälzpumpe Heizwasserverteilung Kennlinie und Sicherheitskonzept fachlich prüfen
HK-A Heizflächen Zone A Wärmeabgabe 7,2 kW Verteilung und Herstellerdaten nachweisen
HK-B Heizflächen Zone B Wärmeabgabe 4,8 kW Verteilung und Herstellerdaten nachweisen
RV-01 Rücklaufverteiler Rückführung Leitungskennungen und Wartungszugang

Hinweis: Die Summe der Zonen ersetzt keine normgerechte Bauteil- oder Rohrnetzauslegung. Im CAD-Muster kennzeichnest du alle noch offenen Prüfungen sichtbar.


Muster-Leistungsverzeichnis und kaufmännisches Ergebnis

Alle nachfolgenden Nettopreise sind frei erfundene Übungswerte. Sie sind weder Marktangebote noch Ausschreibungswerte. Der beispielhaft verwendete Umsatzsteuerfaktor von 19 Prozent ist eine reine Rechenannahme.

Position Leistung Menge Einheit Netto-Einzelpreis Netto-Gesamtpreis
01 Heizflächen, nicht final dimensioniert 4 Stück 480,00 € 1.920,00 €
02 Rohrleitung inklusive angenommener Montageleistung je Meter 120 m 34,00 € 4.080,00 €
03 Ventilsets als Übungsposition 4 Satz 125,00 € 500,00 €
04 Pumpenbaugruppe als Übungsposition 1 Satz 850,00 € 850,00 €
05 Fittings und Dämmung pauschal 1 Pauschale 900,00 € 900,00 €
06 Planungs- und CAD-Dokumentation 1 Pauschale 1.400,00 € 1.400,00 €
07 Zusatzmontage außerhalb Position 02 60 h 72,00 € 4.320,00 €
08 Fachliche Prüf- und Abschlussdokumentation 1 Pauschale 700,00 € 700,00 €

Ergebnis: Nettosumme = 1.920 + 4.080 + 500 + 850 + 900 + 1.400 + 4.320 + 700 = 14.670,00 €. Rechen-Umsatzsteuer = 14.670 × 0,19 = 2.787,30 €. Rechnerische Bruttosumme = 17.457,30 €. Die doppelte Berücksichtigung von Montageleistungen wäre zu prüfen: In diesem Beispiel ist die in Pos. 02 enthaltene Rohrmontage von den Zusatzstunden der Pos. 07 ausdrücklich abzugrenzen; ohne präzise Leistungsbeschreibung darf die LV-Fassung nicht freigegeben werden.

Kundenänderung: Ein geänderter Trassenverlauf erfordert zusätzlich 10 m Rohrposition und fünf Stunden zusätzliche, bisher nicht enthaltene Montage. Mehrkosten netto = 10 × 34 € + 5 × 72 € = 700,00 €. Neue Nettosumme = 15.370,00 €; rechnerische Bruttosumme bei 19 Prozent = 18.290,30 €. Bearbeite die Änderung nur nach dokumentierter Zustimmung, prüfe neue Bauteilmengen und kennzeichne alle betroffenen Zeichnungen mit neuer Revision.


Muster-Übergabe, Gesprächsnotiz und Bewertungsraster

Muster einer kurzen Kundenpräsentation: „Auf Basis Ihrer vorläufigen Vorgaben haben wir zwei Versorgungszonen mit insgesamt 12 kW rechnerisch betrachtet. Der überschlägige Heizwasser-Volumenstrom beträgt 0,516 m³/h. Die geänderte Trasse führt im Beispiel zu 700 € netto Mehrkosten. Die Ausführung bleibt bis zur Prüfung der Heizlast, Herstellerkennlinien, Rohrnetzberechnung, baulichen Schnittstellen und fachlichen Freigabe offen.“ Diese Formulierung trennt belegte Ergebnisse von offenen Fragen.

Abschlussdokumentation: Deckblatt mit Beispielkennzeichen VAT14-M01; Anforderungsmatrix; Rechenblatt mit Einheiten; zeichnerisches Heizungsschema und Planauszug; Komponentenübersicht; LV mit Leistungsabgrenzung; Änderungsprotokoll Revision 01; Schnittstellenliste; Kundenprotokoll; Fachprüfliste; offene Punkte mit Zuständigkeit. Alle Produkte sollen denselben Datenstand tragen.

Bewertungsraster für diesen Modellauftrag, nicht für die staatliche Abschlussprüfung:

Kriterium Volle Leistung: 4 Punkte Teilweise: 2 Punkte Fehlend oder unzutreffend: 0 Punkte
Auftragsanalyse Anforderungen, offene Punkte, Schnittstellen und Annahmen dokumentiert Einzelne Nachweise fehlen Vorgaben unklar
Fachrechnen Alle drei Volumenströme, Einheiten und Summenprüfung richtig Ansatz richtig, Zahl oder Einheit fehlerhaft Kein nachvollziehbarer Ansatz
Technische Unterlagen Kennungen, Versionen, Schema und Grenzen stimmig Einzelne Elemente fehlen Unterlagen unbrauchbar
LV und Kosten Jede Position korrekt, 14.670 € netto und Änderung 700 € netto Kleine Summen- oder Abgrenzungsfehler Nicht nachvollziehbar
Qualität und Sicherheit Offene Freigaben, Qualifikation und Risiken klar bezeichnet Einzelne Risiken fehlen Ungesicherte Ausführungsfreigabe suggeriert
Präsentation und Übergabe Verständlich, adressatengerecht, vollständig und revisionssicher Verständnis oder Vollständigkeit eingeschränkt Keine belastbare Übergabe

Auswertung: Maximal 24 Punkte. 21–24 = sehr sicher, 16–20 = weitgehend sicher, 11–15 = nacharbeiten, 0–10 = Grundlagen erneut bearbeiten. Lehrkräfte können die Zwischennoten 1 und 3 vergeben, wenn ein Produkt zwischen den Ankern liegt. Ein eigener Kommentar nennt immer einen konkreten nächsten Verbesserungsschritt.


Interaktive Aufgaben


Multiple-Choice-Quiz

Bearbeite die zehn Fragen. Die Rückmeldungen unter den Aufgaben erläutern die zentralen Kriterien und helfen dir bei der Selbstkorrektur.

Welche Information muss vor einer belastbaren Auslegung bei fehlender Heizlast nachgefordert werden? (Die nachvollziehbare raumweise Heizlast als geprüfte Planungsgrundlage) (!Die gewünschte Farbe des Plankopfs als einzige Grundlage) (!Nur die Anzahl der Bürostühle ohne Raumdaten) (!Ein beliebiger Katalogwert für alle Heizflächen)



Rückmeldung: Ohne verlässliche Lastdaten ist die Produktauswahl nicht belastbar; ein optischer Wunsch ersetzt keine technische Grundlage.

Welche Aussage beschreibt den Unterschied zwischen Lastenheft und Pflichtenheft? (Das Lastenheft beschreibt den Bedarf und das Pflichtenheft die vorgesehene Umsetzung) (!Beide enthalten ausschließlich die Schlussrechnung) (!Das Pflichtenheft ersetzt alle Prüfprotokolle) (!Das Lastenheft enthält immer die endgültige Montagefreigabe)



Rückmeldung: Erkennbar sein müssen sowohl der formulierte Bedarf als auch die dazu entwickelte Lösung.

Welcher überschlägige Heizwasser-Volumenstrom ergibt sich bei 12 kW und 20 K Spreizung? (0,516 Kubikmeter pro Stunde) (!5,16 Kubikmeter pro Stunde) (!0,0516 Kubikmeter pro Stunde) (!12 Kubikmeter pro Stunde)



Rückmeldung: 0,86 mal 12 geteilt durch 20 ergibt 0,516; vergleiche immer die Einheit mit dem Rechenansatz.

Was ist bei einer Änderung des Trassenverlaufs zuerst fachlich zu prüfen? (Auswirkungen auf Geometrie, Mengen, Kosten, Termine und Schnittstellen) (!Nur die neue Linienfarbe im CAD) (!Ausschließlich der Dateiname ohne Inhaltsprüfung) (!Nur die alte Unterschrift weiterverwenden)



Rückmeldung: Änderungen können mehrere Unterlagen gleichzeitig betreffen und benötigen eine dokumentierte Entscheidung.

Welche Prüfung kann eine Kollisionskontrolle im dreidimensionalen CAD-Modell nicht ersetzen? (Die fachliche Auslegung und Prüfung der tatsächlichen Betriebsbedingungen) (!Die grafische Betrachtung von Leitungsüberschneidungen) (!Das Auffinden geometrischer Konflikte) (!Das Markieren einer möglichen Deckenraumnutzung)



Rückmeldung: Geometrische Kollisionsfreiheit ist notwendig, beweist aber keine korrekte Leistung oder Betriebssicherheit.

Wie groß ist der berechnete Luftkanalquerschnitt bei 1440 Kubikmeter pro Stunde und vier Meter pro Sekunde? (0,10 Quadratmeter) (!1,00 Quadratmeter) (!0,01 Quadratmeter) (!10,00 Quadratmeter)



Rückmeldung: Für Stundenvolumenströme ist der Faktor 3600 beim Umrechnen in Sekunden nötig.

Welche Dokumentation kennzeichnet einen eindeutigen freizugebenden Planstand? (Planliste mit Revision, Datum, Status und bearbeiteter Änderungsbeschreibung) (!Eine Zeichnung ohne Plankopf und ohne Datum) (!Nur ein mündlich weitergegebener Dateiname) (!Eine beliebige alte PDF ohne Änderungsvermerk)



Rückmeldung: Nur mit nachvollziehbarem Revisionsstand lässt sich prüfen, welche Unterlagen zusammengehören.

Welcher Netto-Gesamtbetrag ergibt sich für vier Bauteile zu jeweils 125 Euro? (500 Euro) (!125 Euro) (!375 Euro) (!625 Euro)



Rückmeldung: Menge und Einzelpreis sind zu multiplizieren; die Stückeinheit gehört in das Leistungsverzeichnis.

Welche zusätzliche Nettosumme ergibt der Änderungsfall mit zehn Metern zu 34 Euro und fünf Stunden zu 72 Euro? (700 Euro) (!340 Euro) (!360 Euro) (!1060 Euro)



Rückmeldung: Die beiden getrennten Zusatzleistungen betragen 340 Euro und 360 Euro.

Welche Aussage ist beim Abschluss eines fiktiven Planungsauftrags korrekt? (Eine vollständige Dokumentation benennt auch noch offene Fachprüfungen und Freigaben) (!Eine Übungsrechnung gestattet die sofortige Inbetriebnahme einer realen Anlage) (!Mit dem CAD-Export ist eine baurechtliche Prüfung entbehrlich) (!Kundenänderungen dürfen ohne Versionsnachweis still eingearbeitet werden)



Rückmeldung: Die Übergabe macht den Arbeitsstand transparent und ersetzt weder erforderliche Prüfungen noch qualifiziertes Personal.


Memory

Ordne die sechs unterschiedlichen Fachbegriffe ihrer zutreffenden Definition zu.

Lastenheft Dokument mit den Anforderungen der auftraggebenden Seite
Pflichtenheft Dokument zur geplanten Umsetzung der Anforderungen
Volumenstrom Flüssigkeits- oder Luftvolumen je Zeiteinheit
Revisionsstand Kennzeichen der gültigen Bearbeitungsfassung
Leistungsverzeichnis Strukturierte Beschreibung der zu erbringenden Leistungspositionen
Schnittstellenprotokoll Dokument über Zuständigkeiten und Abstimmungen zwischen Gewerken




Drag-and-drop

Ordne jedem Dokumentationsprodukt seine typische Funktion zu.

Passender Begriff Fachliche Funktion
Anforderungsmatrix Kundenwünsche in prüfbare Kriterien übertragen
Rohrnetzschema Hydraulische Verbindung der Bauteile darstellen
Mengenliste Erfasste Bauteil- und Leitungsmengen zusammenstellen
Änderungsprotokoll Gründe und Auswirkungen neuer Planstände dokumentieren
Prüfliste Offene Nachweise und Zuständigkeiten sichtbar machen




Kreuzworträtsel

Löse die sechs einwortigen Fachbegriffe.

Lastenheft Wie heißt die Dokumentation der Anforderungen des Auftraggebers?
Pflichtenheft Wie heißt die Beschreibung der vorgesehenen Umsetzung?
Volumenstrom Welche Größe gibt das durchströmende Volumen je Zeit an?
Revisionsstand Wie heißt die gekennzeichnete Fassung eines Plans?
Leistungsverzeichnis Wie heißt das Dokument der beschriebenen Leistungspositionen?
Abnahmeprotokoll Welches Dokument hält Ergebnisse einer formalen Übergabeprüfung fest?




LearningApps

Suche passende interaktive Übungen zur Kundenauftragsbearbeitung in der Versorgungstechnik. Suchtreffer können fremde oder nicht geprüfte Inhalte enthalten; kontrolliere sie anhand der Fachquellen.


Lückentext

Setze in jeden Satz den jeweils passenden Fachbegriff ein.

Ergänze die zentralen Fachbegriffe.
Ein strukturierter Kundenauftrag beginnt mit der dokumentierten

.
Das Dokument der vom Kunden gewünschten Eigenschaften heißt

.
Die geplante Umsetzung kann in einem

beschrieben werden.
Der wasserbezogene Durchfluss je Zeit heißt

.
Die Temperaturdifferenz zwischen Vorlauf und Rücklauf ist die

.
Eine maßgebliche Planfassung erhält einen eindeutigen

.
Positionen und Mengen für die Vergabe stehen im

.
Neue Kundenwünsche werden in einem

nachgeführt.
Eine Planprüfung muss auch offene technische

erfassen.
Die nachvollziehbare Zusammenstellung aller Arbeitsergebnisse ist die

.



Offene Aufgaben


Leicht

  1. Anforderungsanalyse: Markiere in einem fiktiven Auftrag fünf Anforderungen und zwei fehlende Daten. Musterprodukt: Tabelle mit Wunsch, Prüffrage und Status. Kriterien: eindeutige Aussagen, mindestens zwei Rückfragen, keine erfundenen Kundenzusagen.
  2. Planzeichen: Erstelle eine beschriftete Skizze mit Wärmequelle, Pumpe, zwei Zonen und Rücklauf. Musterprodukt: schematische Flussdarstellung ohne Montagefreigabe. Kriterien: nachvollziehbare Richtung, eindeutige Bezeichnungen, erkennbare Funktion.
  3. Einheiten: Wandle 0,516 m³/h in Liter pro Stunde um und erläutere die Prüfung. Musterlösung: 516 l/h, weil 1 m³ = 1000 l. Kriterien: Rechenweg, korrekte Einheit und Plausibilitätsaussage.
  4. Leistungsverzeichnis: Berechne vier Ventilsets zu je 125 € netto. Musterlösung: 500 € netto mit vier Stück als Mengeneinheit. Kriterien: Menge mal Preis, eindeutige Einheit, Netto-Kennzeichnung.


Standard

  1. Heizwasserberechnung: Ermittle die Volumenströme von 7,2 kW und 4,8 kW bei 20 K. Musterlösung: 0,3096 und 0,2064 m³/h; Summe 0,516 m³/h. Kriterien: Formel, Zahl, Einheit, Summenprüfung.
  2. Luftkanalberechnung: Dimensioniere für einen fiktiven Luftstrom von 1440 m³/h bei angesetzten 4 m/s nur die rechnerische Querschnittsfläche. Musterlösung: 0,10 m²; 400 × 250 mm sind eine mögliche Flächenkombination. Kriterien: Faktor 3600, Einheit, Abgrenzung zur realen Auslegung.
  3. Änderungsmanagement: Formuliere einen Änderungsantrag zu zehn zusätzlichen Rohrmetern und fünf Zusatzstunden. Musterprodukt: Änderungsblatt mit 700 € netto, Zeichnungsrevision und Entscheidungsvorbehalt. Kriterien: technische, zeitliche und kaufmännische Folgen.
  4. Fehleranalyse: Finde vier Fehler in einem Musterplan ohne Revisionsdatum, mit unklarer Pumpenkennlinie, fehlender Wartungsfläche und doppelter Montageposition. Musterprodukt: Fehlerliste mit Folge und Korrektur. Kriterien: mindestens vier zutreffende Befunde und je eine sinnvolle Maßnahme.


Schwer

  1. Variantenvergleich: Entwickle für den fiktiven Verwaltungsbereich zwei alternative Wärmeverteilungen und bewerte sie anhand von sechs gleich gewichteten Kriterien. Musterprodukt: dokumentierte Bewertungsmatrix mit Annahmen und Empfehlung unter Vorbehalt. Kriterien: gleiche Systemgrenzen, Technik, Nachhaltigkeit, Wartung, Kosten und transparente Unsicherheit.
  2. CAD-Koordination: Erstelle eine revisionierte schematische Planmappe mit Grundrisskonzept, Strangschema, Bauteilkennungen und Schnittstellenliste. Musterprodukt: Zeichnungssatz VAT14-M01 Revision 01. Kriterien: konsistente Dokumentstände, Kennungen, Maßeinheiten und markierte ungeprüfte Punkte.
  3. Kalkulation: Berechne das vollständige Muster-LV und die Kundenänderung und prüfe eine potenzielle Doppelberechnung der Montage. Musterlösung: 14.670 € netto, 17.457,30 € brutto; nach Änderung 15.370 € netto und 18.290,30 € brutto. Kriterien: vollständige Summen, 19 Prozent nur als Lehrannahme, klare Leistungsabgrenzung.
  4. Kundenpräsentation: Produziere ein dreiminütiges fiktives Beratungsvideo mit Variantenentscheidung, offener Fachprüfung und Änderungsangebot. Musterprodukt: Präsentationsfolien, Gesprächsnotiz und schriftliche Entscheidungsvorlage. Kriterien: verständlich, fachlich differenziert, ohne persönliche Daten oder echte Freigabe.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Plausibilitätsprüfung: Eine Person verwendet 0,86 × 12 / 10 anstelle von 0,86 × 12 / 20. Berechne beide Volumenströme und erläutere, warum das falsche ΔT den Durchfluss verdoppelt. Kontrolle: 1,032 statt 0,516 m³/h; gleiche Leistung, halbierte Spreizung.
  2. Schnittstellenmanagement: Ein Leitungsweg kollidiert mit einem Brandschutzbauteil. Beschreibe die dokumentierte Abstimmung mit Architektur und Fachplanenden. Kontrolle: Abweichungsnotiz, Varianten, Entscheidung, Revision, keine eigenmächtige bauliche Änderung.
  3. Kundenberatung: Die Kundschaft verlangt nach der Freigabe einen neuen Trassenweg. Erläutere den Weg zur Nachtragsentscheidung. Kontrolle: technische Prüfung, Preis- und Termineffekt, schriftliche Zustimmung, konsistente Dokumente.
  4. Technische Unterlagen: Nenne fünf Bestandteile einer prüffähigen Abschlussdokumentation und begründe ihren Nutzen. Kontrolle: Planliste, Lastgrundlage, Berechnung, LV, Änderungen, Prüfliste mit eindeutigen Versionen.
  5. Qualitätssicherung: Unterscheide CAD-Kollisionsprüfung, hydraulische Berechnung und fachliche Freigabe anhand des Musterauftrags. Kontrolle: Geometrie, physikalische Funktion und autorisierte Entscheidung sind verschiedene Prüfebenen.
  6. Transfer Sanitärtechnik: Übertrage die Struktur des Kundenauftrags auf ein fiktives Trinkwasserprojekt, ohne Heizungsformeln zu übernehmen. Kontrolle: Bedarfs- und Bestandsdaten, Hygienerisiken, Leitungsplan, Fachprüfung, Dokumentation und verantwortliche Fachkräfte.


Lernnachweis

Dein Lernportfolio enthält Wissen: begründete Begriffe, Quellenlage und Unterschiede zwischen Vorplanung und freigegebener Planung; Fertigkeiten: Anforderungsmatrix, Formelblatt, Einheiten- und Summenprüfungen, schematische CAD-Unterlagen, LV, Variantenvergleich und Änderungsmanagement; Kommunikation: Gesprächsleitfaden, dokumentierte Entscheidung und kundenverständliche Kurzpräsentation; Transfer: Anpassung des Vorgehens an Heizungs-, Klima- oder Sanitärprojekte. Lege als Musterarbeitsprodukte die fiktive Planmappe VAT14-M01 mit Rechenblatt, Preisübersicht und Revisionsprotokoll vor. Eine selbst begründete Bewertung nach dem 24-Punkte-Raster und ein schriftlicher Verbesserungsplan gehören dazu.

Prüffragen vor Abgabe: Sind die Anforderungen prüfbar? Stimmen 7,2 + 4,8 = 12 kW sowie 0,3096 + 0,2064 = 0,516 m³/h? Sind Mengen, Preise, Einheiten und 700 € Änderung korrekt? Sind Risiken, offene Genehmigungen und fachliche Freigaben sichtbar? Sind Datenschutz und urheberrechtlich korrekte Mediennutzung berücksichtigt?


OER und Wikipedia

Verifizierte Grundlagen und Rechtsquellen:

Bildmedien: Nachweise der tatsächlichen Commons-Dateiseiten und Nutzungsrechte

Eingebettete Datei Originalquelle Urheberangabe Lizenz und Nutzungsnachweis
File:Gantt-Diagramm-DE.png Commons-Dateiseite Vheilman CC BY-SA 3.0
File:Pump with tank pid en.svg Commons-Dateiseite Con-struct CC BY-SA 3.0
File:Radiator.svg Commons-Dateiseite Rugby471 und Bios CC BY-SA 3.0
File:Air handling unit.JPG Commons-Dateiseite P199 Gemeinfrei laut Commons-Nachweis

Die Originaldateien werden hier ohne behauptete Veränderung referenziert. Bei Weiterverwendung sind Namensnennung, Lizenzlink und gegebenenfalls Änderungshinweis entsprechend den angegebenen Bedingungen zu beachten.

Fachvideos: Beide Beiträge sind auf den nachgewiesenen YouTube-Seiten abrufbar. Ihre Urheberrechte verbleiben bei den jeweiligen Anbietern; hier wird nur der YouTube-Player eingebettet, keine offene Nachnutzungslizenz behauptet.

Eingebettetes Medium Videoquelle Anbieter Rechtehinweis
https://www.youtube.com/watch?v=_opVshY_TzU BIM-Leitfaden für die TGA-Planung MagiCAD Group YouTube-Nutzungsbedingungen, keine nachgewiesene freie Lizenz
https://www.youtube.com/watch?v=Ta8VIS_PGE0 Hydraulischer Abgleich in der Praxis SHK Info YouTube-Nutzungsbedingungen, keine nachgewiesene freie Lizenz

Wikipedia-Einbettung als zusätzliches offenes Nachschlageangebot:

OER-Hinweis: Die im Kurs formulierten Aufgaben, Tabellen und Modellrechnungen sind neu erstellte Lehrbeispiele. Die Rechte verlinkter Bilder und Videos sind getrennt ausgewiesen. Normtexte, fremde Videos und Drittmaterial werden nicht pauschal als frei lizenzierbar dargestellt.


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Diese Verbindungen vertiefen zentrale Kompetenzen für berufstypische Kundenaufträge:

Die internen Kursverknüpfungen sind thematische Navigationsziele; ihre aktuelle Seitenerreichbarkeit ist im Wiki zu prüfen.


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