Fachübungen 7 SMT – Stahltreppen und Absturzsicherungen planen und konstruieren – Fachrichtung Stahl- und Metallbautechnik (SMT) - Technischer Systemplaner
Fachübungen 7 SMT – Stahltreppen und Absturzsicherungen planen und konstruieren – Fachrichtung Stahl- und Metallbautechnik (SMT) - Technischer Systemplaner
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Einleitung
Du planst als angehende Fachkraft im zweiten Ausbildungsjahr der Fachrichtung Stahl- und Metallbautechnik (SMT) Stahltreppen und Absturzsicherungen: vom Kundenauftrag über Treppenmaße und Bauteile bis zu CAD-Zeichnungen und der Qualitätskontrolle. Der KMK-Rahmenlehrplan weist Lernfeld 7 SMT dem 2. Ausbildungsjahr mit 60 Stunden zu. Die Ausbildung dauert in dieser Fachrichtung nach BIBB 42 Monate. Grundlage ist die Ausbildungsordnung vom 21. Juni 2011, geändert 2014; der jeweils geltende Verordnungstext ist maßgeblich. Die Abschlussprüfung ist zweigeteilt. Alle Aufgaben und Maße hier sind eigens erstellte Unterrichtsfälle, keine Originalprüfungsaufgaben.
Lernziele: Du analysierst bauliche Vorgaben, berechnest Steigungen und Auftritte, untersuchst den Verzug gewendeter Treppen, vergleichst Konstruktionsvarianten, planst Geländer und Verankerungsdetails und erstellst überprüfbare Planunterlagen. Du unterscheidest ausdrücklich didaktische Vorbemessung und statisch sowie baurechtlich geprüfte Ausführung. Bohren, Schweißen, Arbeiten an Maschinen und die Montage von Absturzsicherungen gehören ausschließlich in qualifiziert angeleitete Praxis; aus diesem Kurs folgt keinerlei Bau- oder Montagefreigabe.

Beispiel einer Metalltreppe: Erkenne Stufen, Tragglieder und freie Seiten. WXchaser, Wikimedia Commons, CC0 1.0.
Auftrag, Treppenarten und rechtlicher Rahmen
Einen Planungsauftrag fachgerecht erfassen
Beginne mit Geschosshöhe H, Fertigfußbodenhöhen, Länge und Breite des Treppenraums, Anzahl und Art der Benutzer, Nutzung als notwendige Treppe oder zusätzliche Verbindung, Fluchtwegen, Anschlussflächen, tragendem Untergrund, Umwelteinflüssen und Oberflächen. Der Bezug auf Fertigfußboden ist entscheidend: unterschiedliche Belagdicken können an erster oder letzter Stufe gefährliche Maßabweichungen erzeugen. Ein Aufmaß ist zu dokumentieren, bevor Ausführungszeichnungen erstellt werden.
| Eingabe | Zeichnerische Folge | Prüfbedarf |
|---|---|---|
| Geschosshöhe und Beläge | Höhenkette im Schnitt | Steigungen und Anschlusshöhen |
| Freier Grundriss und Türen | Grundriss mit Laufrichtung | Podest, lichte Breiten und Kollisionsfreiheit |
| Nutzung und Personenkreis | Anforderungsmatrix | Bauordnung, Rettungswege, Barrierefreiheit |
| Untergrund und Auflager | Anschluss-Skizze | Statischer Lastpfad, Ankerzulassung |
| Klima und Umgebung | Werkstoff- und Oberflächenangabe | Korrosion, Rutschhemmung, Trittschall |
Regelwerke: Die DIN 18065 behandelt Begriffe, Messregeln und Hauptmaße von Gebäudetreppen. Für Arbeitsstätten kann die ASR A1.8 relevant sein; für Barrierefreiheit enthält der Leitfaden Barrierefreies Bauen Hinweise. Maßgeblich sind Nutzung, zuständige Landesbauordnung und im Einzelfall weitere Vorschriften. Ein einzelner Richtwert darf nicht ungeprüft als allgemeingültig übertragen werden.
Treppenformen und Beläge vergleichen
Geradläufige Treppen lassen sich einfach bemaßen, benötigen aber häufig mehr linearen Raum. Podesttreppen ändern die Richtung und verlangen zusätzliche Auflager und Anschlussdetails. Gewendelte Treppen verteilen die Stufen im Grundriss; ihre Stufenbreiten müssen an den maßgebenden Messlinien geprüft werden. Als tragende Bauteile kommen beispielsweise seitliche Stahlwangen infrage. Stufen können abhängig von Anforderungen aus Gitterrosten, geeigneten Blechen oder anderen Belagssystemen bestehen. Vergleiche Tragfähigkeit, Rutschhemmung, Entwässerung, Trittschall, Pflege, Recycling, Kosten und Gestaltung.

Unterschiedliche Stufenkonfigurationen; Wechselstufen ersetzen nicht generell eine vorgeschriebene Treppe. Cmglee, Commons, CC BY-SA 4.0.
| Entwurf | Vorteil | Schwierigkeit |
|---|---|---|
| Gerade Stahltreppe | Einfache Auftrittsteilung | Hoher Längenbedarf |
| Treppe mit Podest | Richtungswechsel möglich | Mehr Auflager und Details |
| Gewendelte Treppe | Veränderbare Wegeführung | Rechnerischer und zeichnerischer Verzug |
Geometrie, Schrittmaß und Stufenverzug
Auftritt, Steigung und Laufentwicklung
Die Steigung s ist der Höhenunterschied zwischen aufeinanderfolgenden Trittflächen. Der Auftritt a ist ihr waagrechter Abstand entlang der Lauflinie; die tatsächliche Stufentiefe kann bei Überständen davon abweichen. Bei einem geraden Treppenlauf mit oberem Geschossboden als Austritt sind in diesem Modell n Steigungen und n − 1 Auftritte vorgesehen. Prüfe diese Zählweise immer im Schnitt, statt einen Katalogbegriff ungeprüft zu übernehmen.

Maße und Benennungen einer Treppe. Vollbracht, Commons, CC BY-SA 4.0.

Englische Benennungen von Treppenmaßen zum Übersetzen und Vergleichen. Jaksmata, Commons, CC BY-SA 3.0.
Die Schrittmaßregel lautet 2s + a = 590 bis 650 mm; 630 mm ist ein häufiger Rechenzielwert. Die Formel ist ein Plausibilitätskriterium und kein alleiniger Sicherheits- oder Normnachweis. Berechne zunächst mit einer ganzzahligen Zahl n der Steigungen s = H/n, anschließend bei vorgegebenem Schrittmaß m a = m − 2s. Für das dargestellte geradläufige Schema gilt L = (n − 1)a. Für den idealisierten Neigungswinkel gilt α = arctan(H/L); die Diagonale der Bezugspunkte folgt aus l = √(H² + L²). Aus der Diagonale darfst du wegen Endanschlüssen und Überständen nicht unmittelbar die Stahl-Zuschnittlänge festlegen.

Schematische Stufenanordnung. Nikolai Twin, Commons, CC0 1.0.
Fachvideo: VirtualSteelCAD, „Berechnung von Treppen mit der Schrittmaßregel“ (2022), YouTube. Keine freie Nachnutzungslizenz des Videos behauptet.
Rechenbeispiel: H = 2880 mm, n = 16, m = 630 mm. Somit s = 2880/16 = 180 mm, a = 630 − 360 = 270 mm und bei 15 Auftritten L = 15 · 270 = 4050 mm. Gegenprobe 2 · 180 + 270 = 630 mm. Der Winkel beträgt ca. 35,4°, die Diagonale ca. 4969,6 mm. Die tatsächlich erforderliche Treppenlaufbreite, Zwischenpodeste und Durchgangshöhe müssen zusätzlich geprüft werden.
Stufenverzug in Grundriss und Lauflinie
Beim rechnerischen Verzug werden Stufenkanten geometrisch verteilt; beim zeichnerischen Verzug werden die Teilung und die Auftritte in einem bemaßten Grundriss konstruiert. Eine gleichmäßige Winkelteilung bedeutet keine gleichmäßige innere Auftrittsbreite. Beispiel: Ein Kreisbogen von 90° mit sechs Sektoren ergibt 15° pro Sektor. Bei r = 1000 mm hat ein Bogenabschnitt 1000 · π/12 ≈ 261,8 mm, bei r = 400 mm nur 104,7 mm. Die Sehne bei 1000 mm beträgt rund 261,1 mm. Diese Zahlen beschreiben nur den Übungsbogen, keine freigegebene Treppengeometrie; Lauflinie und notwendige Mindestmaße sind fallbezogen nachzuweisen.

Illustration von Neigungswinkeln. Vollbracht, Commons, freie Nutzung laut Dateiseite.
Stahlkonstruktion und CAD-Fertigungsunterlagen
Tragwerk, Werkstoffe und Bauphysik
Wangen übertragen Lasten von den Stufen auf Auflager; Podeste und Verbindungen führen die Kräfte weiter. Prüfe neben Werkstoff und Fertigungsverfahren Korrosionsschutz, Rutschhemmung, Wartung, Entwässerung, Brandschutz und Trittschall. Körperschall kann über starre Stahlanschlüsse übertragen werden; eine etwaige Entkopplung bedarf einer mit der Tragwerksplanung abgestimmten Lösung. Eine rein optische Wahl von Stahlsorte, Schraube oder Beschichtung reicht nicht aus.
Vom CAD-Modell zur überprüfbaren Zeichnung
Ein vollständiger Zeichnungssatz enthält Grundriss, Längsschnitt, Ansichten, Anschlussdetails, Positionskennzeichen, Werkstoff- und Oberflächenangaben, Maßketten, Toleranzen, Stückliste und Planindex. Höhenbezüge müssen im Schnitt eindeutig sein. Modelländerungen sind an Zeichnungen und Stückliste zu übertragen. Fertigungsdaten ohne freigegebenen Planstand können zu kostspieligen Fehlteilen führen.
| Unterlage | Erforderliche Angaben | Kontrolle |
|---|---|---|
| Grundriss | Laufbreite, Stufenteilung, Öffnungen | Freiräume und Laufrichtung |
| Längsschnitt | Höhen, Steigungen, Auftritte, Durchgangshöhe | Maßketten und FFB-Bezüge |
| Ansicht | Tragglieder und Geländer | Bauteilfolgen und freie Kanten |
| Anschlussdetail | Untergrund, Fußplatte, Bohrbild im Entwurfsstand | Randabstände und Nachweise offenlegen |
| Stückliste | Mengen, Positionen, Werkstoff, Oberfläche | Identität mit Zeichnungsrevision |
Englisch im Fachgespräch: stair flight = Treppenlauf, tread = Trittstufe, riser = Setzstufe oder Steigungskontext, stringer = Wange, landing = Podest, guardrail = Absturzsicherung, handrail = Handlauf, anchor = Verankerung. Die Begriffe müssen auch in Zeichnungsnotizen eindeutig verwendet werden.
Fachvideo: VirtualSteelCAD, „Stahlbau CAD – Konstruktion von Treppen und Geländern“ (2013), YouTube. Historische Software-Demonstration, keine Norm- oder Lizenzfreigabe.
Geländer, Handläufe und Verankerung
Schutzfunktion und Anwendungsgrenzen
Ein Geländer bzw. eine Absturzsicherung schützt an freien Kanten vor Absturz. Ein Handlauf ermöglicht sicheres Greifen und Führen; nicht jeder Handlauf allein ist eine wirksame Absturzsicherung. Planungsdaten sind Absturzhöhe, Nutzerkreis, Geländerhöhe, Öffnungen, Bekletterbarkeit, Pfosten- und Feldabstände, Horizontallasten und Anschlüsse. Die BAuA nennt für Arbeitsstätten kontextabhängige Anforderungen; öffentlich genutzte Gebäude und Kinderbereiche können anders zu beurteilen sein. Geltendes Bauordnungsrecht und konkrete Nutzung sind zu recherchieren, nicht aus einem Foto abzuleiten.

Treppenraum mit Geländer und Wandhandlauf als Anschauungsbeispiel, kein Nachweis einer aktuellen baurechtlichen Konformität. Holger.Ellgaard, Commons, CC BY-SA 3.0.
Lastpfad, Dübeltechnik und Fehlerdiagnose
Die Kraft gelangt vom Handlauf/Füllung über Pfosten und Fußplatte zu einer geeigneten Verankerung und in den tragfähigen Untergrund. Bei Ankern sind Untergrund, Zustand des Betons, Lastarten, Rand- und Achsabstände, Einbausituation, Korrosion sowie die spezifische Europäische Technische Bewertung (ETA) zu beachten. Das DIBt erläutert bauaufsichtliche Nachweise. Ohne konkrete Untergrund- und Lastdaten ist keine Ankergröße und kein Bohrbild als zur Ausführung freigegeben darstellbar.
| Lastpfad (didaktisches Schema) |
|---|
| Horizontale Einwirkung → Handlauf/Geländer → Pfosten → Fußplatte → nachgewiesene Anker → tragender Untergrund |
Typische Fehler: Ungleiche Steigung durch falsch behandelte Fußbodenbeläge; nur Winkel statt Lauflinie beim Verzug kontrolliert; Geländerhöhen aus unpassenden Vorschriften kopiert; Fußplatte ohne Angaben zum Traggrund; Stückliste und Zeichnungsrevision widersprechen sich. Korrigiere zuerst Eingabedaten und Bezugsmaße, dokumentiere die Gefährdung und gib keine offene Konstruktion zur Fertigung frei.
Vollständiger berufstypischer Modellfall
Auftrag und geometrische Musterlösung
Ein fiktives Konstruktionsbüro bearbeitet eine innen liegende gerade Übungstreppe mit H = 2880 mm, 16 Steigungen, Ziel-Schrittmaß 630 mm, angenommener freier Laufbreite 1100 mm und verfügbarem linearem Entwurfsraum 4300 mm. Eine Treppenseite ist offen; ein Geländer ist als Konstruktion zu untersuchen. Nutzungsart, erforderliche Podeste, Lasten, Untergrund und Tragwerksnachweise sind ausdrücklich nicht vollständig angegeben.
Berechne s = 2880/16 = 180 mm, a = 630 − 2 · 180 = 270 mm, 15 Auftritte, L = 15 · 270 = 4050 mm, α ≈ 35,4° und l ≈ 4969,6 mm. Der Rest von 4300 − 4050 = 250 mm ist nur ein geometrischer Rest, kein ausreichend nachgewiesenes Podest. Die Wangen-Zuschnittlängen sind nicht identisch mit l, weil Anschlussgeometrien fehlen.
| Parameter | Musterrechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Höhenkette | 16 · 180 mm | 2880 mm |
| Schrittmaßkontrolle | 2 · 180 + 270 mm | 630 mm |
| Laufentwicklung | 15 · 270 mm | 4050 mm |
| Diagonale | √(2880² + 4050²) mm | ca. 4969,6 mm |
| Platzreserve | 4300 − 4050 mm | 250 mm; ohne Podestnachweis |
Musterarbeitsprodukt und Variantenbewertung
Planblatt P-07, Index A – Unterrichtsstand: Grundriss mit 15 Auftritten zu 270 mm; Längsschnitt mit 16 Steigungen zu 180 mm; Höhenbezüge zu Fertigfußböden, Laufrichtung, vorläufiger Geländerseite und markierten Anschlussbereichen. Schriftfeld: „Übungsplanung – keine Fertigungs- oder Montagefreigabe“. Als Folgeprodukte werden ein Modell, Schnitte, Stückliste, Rückfragenliste und eine Entwurfsprüfung gefordert.
| Position | Bauteil | Übungsmenge | Offene Freigabe |
|---|---|---|---|
| 01 | Stahlwange links | 1 | Profil und Zuschnitt nach Statik |
| 02 | Stahlwange rechts | 1 | Auflagerdetails |
| 03 | Trittstufen | 15 | Tragfähigkeit, Oberfläche und Befestigung |
| 04 | Vorläufige Geländerpfosten | 5 | Pfostenabstände und Lasten |
| 05 | Handlauf | 1 Abschnitt | Form und Anschluss |
| 06 | Fußplatten mit Verankerung | noch zu ermitteln | ETA, Untergrund und Lastpfad |
Kostenrechnung nur mit synthetischen Lehrpreisen: 15 Stufen à 94 € = 1410 €; zwei Wangen à 520 € = 1040 €; fünf vorläufige Pfosten à 75 € = 375 €; Handlaufposition 185,50 €; Oberflächenschutz 480 €; angenommene Anschlussposition 280 €. Lehr-Zwischensumme: 3770,50 € ohne Montage, Nachweise, Planung und Steuern. Sie ist kein Angebot und die vorläufigen Pfosten- und Befestigungsmengen dürfen nicht bestellt werden. Eine ressourcengerechte Alternativenbewertung müsste Schutzdauer, Wartung, Fertigung, Trittschall und Recycling berücksichtigen.
Fehlerfall: Ein Lernender teilt die Höhe irrtümlich durch 15 und erhält 192 mm, obwohl die Zeichnung 16 Höhenintervalle vorsieht. Die Korrektur lautet 2880/16 = 180 mm und erfordert einen Abgleich mit Grundriss und Schnitt. Ebenso ist die Annahme falsch, dass die 250 mm Reserve bereits ein regelkonformes Podest darstellen. Bei geändertem Belag muss die gesamte Fertigfußboden-Maßkette neu geprüft werden.
Fachliches Bewertungsraster
| Kriterium | Punkte | Erwartetes Musterprodukt |
|---|---|---|
| Auftragsanalyse und Rechtsrahmen | 0–4 | Anforderungsliste mit Geltungsprüfung und offenen Angaben |
| Fachrechnen und Gegenproben | 0–6 | 180 mm, 270 mm, 4050 mm, Winkel und Diagonale mit Einheiten |
| Zeichnungen und Stückliste | 0–5 | Grundriss, Schnitt, Planindex und Mengenabgleich |
| Geländer und Anschluss | 0–4 | Lastpfad, Nutzung und ETA-Prüfbedarf ohne Scheinfestlegung |
| Varianten und Kommunikation | 0–3 | Kosten, Korrosion, Trittschall und begründete Empfehlung |
| Sicherheitsbewusstsein und Revision | 0–3 | Offene Nachweise, Fehlerprotokoll, keine Freigabe |
| Gesamt | 25 | Unterrichtsraster, kein amtlicher Prüfungsmaßstab |
Interaktive Aufgaben
Multiple-Choice: Fachentscheidungen
Wähle jeweils eine richtige Antwort. Die folgenden Rückmeldungen begründen die fachliche Wahl.
1. Welche Größe muss für die Treppenhöhe zuerst eindeutig vorliegen? (Die Höhendifferenz der maßgeblichen Fertigfußbodenebenen) (!Die gewünschte Geländerfarbe) (!Der Dateiname des CAD-Modells) (!Die Lieferzeit einer Schraube)
Rückmeldung: Ohne richtige Bezugshöhen sind weder Anzahl und Maß der Steigungen noch Anschlüsse plausibel.
2. Welches Schrittmaß ergibt s gleich 180 mm und a gleich 270 mm? (630 mm) (!450 mm) (!540 mm) (!720 mm)
Rückmeldung: 2 mal 180 plus 270 ergibt 630 mm; dieser Wert allein bescheinigt keine Normkonformität.
3. Wie viele einzelne Auftritte hat die Modelltreppe mit 16 Steigungen und oberem Austrittsboden? (15 Auftritte) (!16 Auftritte) (!17 Auftritte) (!18 Auftritte)
Rückmeldung: Die obere Fertigfußbodenebene übernimmt im erläuterten Schema den Austritt.
4. Worauf ist bei gewendelten Stufen besonders zu achten? (Auftrittsmaße an der Lauflinie und den maßgebenden Messorten) (!Ausschließlich Farbe der Stufenkanten) (!Nur den äußeren Gesamtdurchmesser) (!Allein auf gleiche Winkelteilung)
Rückmeldung: Der innere Auftritt kann bei gleicher Winkelteilung erheblich kleiner sein.
5. Was fehlt einer Geländerkonstruktion ohne statisch geprüfte Verankerung? (Ein nachgewiesener Lastpfad in den tragenden Untergrund) (!Ein künstlerisches Rendering) (!Eine Farbpalette) (!Ein besonders großer CAD-Monitor)
Rückmeldung: Pfosten und Fußplatten allein sind noch kein Tragfähigkeitsnachweis.
6. Wofür steht ETA bei Befestigungsprodukten? (Europäische Technische Bewertung) (!Elektrische Treppenanlage) (!Einfaches Trittachsenmaß) (!Europäische Transportabteilung)
Rückmeldung: Die Bewertung enthält produktbezogene Bedingungen, die im Einzelfall geprüft werden müssen.
7. In welcher Darstellung prüfst du eine Treppen-Höhenkette am direktesten? (Im bemaßten Längsschnitt) (!In der Farbansicht) (!In der Lieferantenwerbung) (!Auf dem Deckblatt ohne Maßangaben)
Rückmeldung: Der Längsschnitt macht vertikale Bezugsmaße und Stufenlagen sichtbar.
8. Was gilt bei einer schalltechnischen Entkopplung von Metalltreppen? (Sie ist mit Tragwerksplanung und Anschlusskonstruktion abzustimmen) (!Sie kann in beliebige tragende Fugen eingelegt werden) (!Sie hängt ausschließlich von der Farbe ab) (!Stahl kann keinen Körperschall übertragen)
Rückmeldung: Körperschall und Tragfähigkeit müssen gemeinsam bewertet werden.
9. Was beweist die rechnerische Reserve von 250 mm bei der Modelltreppe? (Nur einen noch zu bewertenden geometrischen Rest) (!Ein normgerechtes oberes Podest) (!Eine geprüfte Fluchtwegführung) (!Eine nachgewiesene Geländertragfähigkeit)
Rückmeldung: Podest-, Tür- und Verkehrsflächen brauchen eigene Anforderungen und Prüfungen.
10. Was folgt nach einer CAD-Änderung am Stufenmodell? (Zeichnungen und Stückliste mit eindeutiger Revision abgleichen) (!Nur die Bildschirmansicht neu einfärben) (!Die alte Stückliste unverändert freigeben) (!Ohne Prüfung direkt fertigen)
Rückmeldung: Die abgeleiteten Unterlagen müssen die aktuelle Geometrie eindeutig widerspiegeln.
Memory: Bauteile und Begriffe
| Auftritt | Waagrechter Abstand von Stufenvorderkanten entlang der Lauflinie |
| Steigung | Höhenunterschied aufeinanderfolgender Trittflächen |
| Wange | Seitliches tragendes Treppenbauteil |
| Podest | Waagrechte Zwischen- oder Austrittsfläche |
| Handlauf | Grifffläche für eine gehende Person |
| Fußplatte | Konstruktiver Übergang zwischen Pfosten und Verankerung |
Drag-and-drop: Planungsschritte
| Ordne den Fachbegriff zu | Passende Handlung |
|---|---|
| Aufmaß | Tatsächliche Höhen und Einbaumaße dokumentieren |
| Schrittmaßprüfung | Steigung und Auftritt rechnerisch abstimmen |
| Kollisionskontrolle | Einbauraum und Bauteilüberschneidungen untersuchen |
| Verankerungsnachweis | Geeigneten Untergrund und bewertete Befestigung nachweisen |
| Zeichnungsrevision | Änderungen eindeutig im aktuellen Plansatz kennzeichnen |
Kreuzworträtsel
| Trittstufe | Welches Bauteil wird beim Treppensteigen betreten? |
| Geländer | Welche Konstruktion dient dem Schutz an der Absturzkante? |
| Podest | Wie heißt die waagrechte Fläche zwischen Treppenläufen? |
| Wange | Was kann die Treppenstufen seitlich tragen? |
| Handlauf | Welches greifbare Bauteil unterstützt die gehende Person? |
| Anker | Welches Befestigungselement leitet Kräfte in den Untergrund? |
LearningApps
Diese Suche verweist auf thematisch vorhandene LearningApps; sie behauptet keine neu erstellte Übung. Prüfe die Ergebnisse vor Unterrichtseinsatz.
Separater Lückentext
Offene Aufgaben
Erstelle zu jeder Aufgabe ein nachvollziehbares Musterprodukt. Praktische Arbeiten und Freigaben gehören ausdrücklich nicht zu den Aufgaben.
Leicht
- Treppenskizze beschriften: Markiere acht Fachbegriffe am geraden Treppenlauf. Musterprodukt: eigene Skizze; Kriterien: Auftritt, Steigung, Wange, Podest, Lauflinie, Handlauf, Pfosten und Untergrund korrekt.
- Schrittmaß rechnen: Berechne bei s = 170 mm und a = 290 mm das Schrittmaß. Lösung: 630 mm; Kriterien: richtige Formel und Einheit.
- Ansichten unterscheiden: Vergleiche Grundriss und Längsschnitt einer synthetischen Treppenskizze. Musterprodukt: Vergleichstabelle; Kriterien: Laufrichtung im Grundriss, Höhen im Schnitt.
- Fotodiagnose: Notiere fünf ungeklärte Sicherheitsanforderungen an einem Geländerfoto. Musterprodukt: Bildnotizen; Kriterien: Nutzung, Höhe, Öffnungen, Handlauf und Lastpfad benannt.
Standard
- Lauf berechnen: Für H = 3060 mm, 17 Steigungen und Schrittmaß 630 mm berechne s, a und die Entwicklung. Lösung: s = 180 mm, a = 270 mm, L = 4320 mm; Kriterien: alle 16 Auftritte nachgewiesen.
- Planblatt erstellen: Zeichne den Modellfall in Grundriss und Schnitt mit CAD oder auf Papier. Musterprodukt: Plan P-07; Kriterien: Maßstab, Höhenkette, Auftritte, Planindex und offene Punkte.
- Belagentscheidung: Vergleiche Gitterrost, Blech und Holzauflage. Musterprodukt: Kriterienmatrix; Kriterien: Rutschhemmung, Feuchte, Trittschall, Kosten und Wartung.
- Anschluss prüfen: Beurteile eine fiktive Fußplatte ohne Untergrund- und Randabstandsangaben. Musterprodukt: Rückfragenliste; Kriterien: Lastpfad, ETA und Tragwerksfreigabe fehlen ausdrücklich.
Schwer
- Verzug rechnerisch untersuchen: Vergleiche bei sechs 15-Grad-Sektoren die Bogenlänge für Radien von 1000 und 400 mm. Lösung: ca. 261,8 und 104,7 mm; Kriterien: Bogenmaß und Grenzen der Methode begründet.
- Varianten entwerfen: Vergleiche einen geraden Lauf und eine Podestvariante mit identischer Höhe. Musterprodukt: zwei Skizzen plus Entscheidungsmatrix; Kriterien: Platz, Kosten, Anschluss und Trittschall.
- Fehlerprotokoll: Korrigiere einen Fantasieplan mit nur 15 Höhenintervallen, unpassender Stückliste und altem Planindex. Musterprodukt: Revisionstabelle; Kriterien: 16 Höhenintervalle und dokumentierte Änderung.
- Transfer nach außen: Übertrage den Entwurf auf eine öffentlich genutzte Außentreppe. Musterprodukt: Anforderungskatalog; Kriterien: Witterung, Rutschhemmung, Korrosion, Landesbauordnung und offene Nachweise.


Lernkontrolle
- Rechenkontrolle: Berechne bei H = 2940 mm und n = 17 Steigungen mit m = 630 mm die Werte s und a. Soll: s ≈ 172,94 mm, a ≈ 284,12 mm.
- Schnittfehler: Ein Plan nennt H = 3000 mm, aber 16 Steigungen zu 180 mm. Soll: Tatsächlich 2880 mm; Bezugsmaße oder Steigungen in einer neuen Revision klären.
- Regelvergleich: Erkläre, warum ein Geländermaß aus dem Arbeitsstättenrecht nicht immer für einen öffentlichen Bau genügt. Soll: Geltungsbereich, Nutzung und Landesbauordnung unterscheiden.
- Lastpfad bewerten: Ein Pfosten ist nur an einer nichttragenden Bekleidung dargestellt. Soll: fehlende Kraftweiterleitung diagnostizieren und Anschluss ungeprüft lassen.
- Änderungsmanagement: Ein Treppenbelag wird dicker. Soll: Fertigfußboden-Höhen, Stufenmaße, Anschlussdetails, Planrevision und Stückliste neu prüfen.
Lernnachweis
Du reichst ein zusammenhängendes Portfolio ein: (1) Anforderungsblatt und aktuelle Quellennachweise, (2) Geometrieberechnung mit Einheiten und Gegenprobe, (3) bemaßten Grundriss, Längsschnitt und eine Ansicht, (4) abgestimmte Stückliste mit Planindex, (5) Geländer- und Befestigungs-Prüfliste, (6) Fehlerprotokoll und (7) begründeten Variantenvergleich. Bewerte dich nach dem fachlichen Raster des Modellfalls mit maximal 25 Unterrichtspunkten. Entscheidend ist, dass du nicht nachgewiesene Bauteile oder Anschlüsse deutlich kennzeichnest und von freigegebenen Planständen trennst.
Transferfrage: Welche Angaben müsstest du zusätzlich beschaffen, bevor eine qualifizierte Fachperson die Tragwerksplanung, den Ankeranschluss oder die Nutzung als Fluchtweg prüfen könnte? Benenne Untergrund, Lastannahmen, Bauvorschriften, Lage und Freigabezuständigkeit.
OER und Wikipedia
Überprüfte Fachgrundlagen:
- KMK-Rahmenlehrplan, Lernfeld 7 SMT, PDF-Seite 27: verbindlicher Rahmen für den berufsbezogenen Unterricht, 60 Stunden.
- BIBB-Berufsprofil, Fachrichtung SMT: Ausbildung, Dauer und Tätigkeitsfeld.
- Ausbildungsordnung in konsolidierter Fassung: Grundlage für Ausbildung und Prüfung.
- BAuA ASR A1.8 und BAuA Sichere Treppen: Arbeitsstättenkontext.
- Leitfaden Barrierefreies Bauen: Schrittmaß und Geometrie.
- TÜV SÜD, Treppe berechnen: Fachbegriffe und Rechenformeln.
- HubbS, „Treppen berechnen“: Lehrvideo von Patrick Oberdörfer/mebis Tube, CC BY-SA 4.0 laut Anbieter.
Bildquellen, Autorinnen bzw. Autoren und geprüfte Rechte:
| Eingebundene Datei | Wikimedia-Original | Urheber | Lizenz |
|---|---|---|---|
| File:Metal Staircase.jpg | Commons | WXchaser | CC0 |
| File:Alternating tread stairs.svg | Commons | Cmglee | CC BY-SA 4.0 |
| File:StairTerms.svg | Commons | Vollbracht | CC BY-SA 4.0 |
| File:Stairway Measurements.svg | Commons | Jaksmata | CC BY-SA 3.0 |
| File:Staircase step configuration.svg | Commons | Nikolai Twin | CC0 |
| File:Treppensteigungen.svg | Commons | Vollbracht | freie Nutzung laut Dateiseite |
| File:Sveaplans gymn trappa 1.jpg | Commons | Holger.Ellgaard | CC BY-SA 3.0 |
Fachvideos: Schrittmaßregel und Stahlbau-CAD für Treppen und Geländer, veröffentlicht von VirtualSteelCAD. Einbettung über YouTube, keine freie Wiederverwendungslizenz der Videos behauptet. Die Beschreibungen dokumentieren Thema und Urheberschaft; die Videos sind keine geltenden Fachnormen. Keine Sofatutor-Medien verwendet.
Freie Nachschlagewerke: Treppe und Geländer auf Wikipedia sind als Einstieg geeignet, ersetzen aber weder Bauordnungsrecht noch geprüfte Normen.
Verknüpfte Lernbereiche
Verknüpfe Treppenberechnung, Treppenverzug, Technisches Zeichnen, CAD, Stahlbau, Werkstoffkunde, Dübeltechnik, Bauphysik, Baurecht und Qualitätssicherung. Weiterführende Kursverweise: Fachübungen 5 SMT, Fachübungen 6 SMT, Fachübungen 8 SMT sowie das Berufsportal Ausbildung – Technischer Systemplaner. Der aktuelle Veröffentlichungsstand der verknüpften Kurse ist unabhängig zu prüfen.
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