Abschlussprüfung und beruflicher Handlungsauftrag - Holzbildhauer - 3. Ausbildungsjahr
Abschlussprüfung und beruflicher Handlungsauftrag - Holzbildhauer - 3. Ausbildungsjahr
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Einleitung
Du stehst im dritten Ausbildungsjahr als Holzbildhauer oder Holzbildhauerin vor einer komplexen Aufgabe: Aus einem zunächst offenen Auftrag soll ein begründeter, sicher geplanter, fachgerecht ausgeführter und nachprüfbar dokumentierter Gegenstand entstehen. Dieser vollständige Lernkurs verbindet die tatsächlich geregelte Gesellenprüfung mit einem eigenständig entwickelten, fiktiven Übungsauftrag. Er ist eine Lernhilfe und weder eine amtliche Prüfungsaufgabe noch ein Zulassungsnachweis.
Dein Lernziel: Du kannst einen Auftrag analysieren, geeignete Werkstoffe und Verfahren begründet wählen, einen Entwurf samt Arbeits- und Kostenplan entwickeln, Risiken beurteilen, Qualität prüfen, dein Vorgehen dokumentieren und fachlich vertreten. Alle Personen, Preise und Aufträge im Fallbeispiel sind erfunden. Für reale Prüfungen sind die Mitteilungen des zuständigen Prüfungsausschusses, der Ausbildungsplan und der Unterricht nach dem anwendbaren Landeslehrplan maßgeblich.

Bildbeispiel: Ein fertig geschnitztes Holzrelief macht die Bedeutung von Proportion, Hintergrundtiefe und sauberer Oberflächenführung sichtbar; es ist nicht die Vorlage der hier entwickelten Prüfungsübung.
Prüfungsrecht, Prüfungsbereiche und zuständige Stelle
Welche Ausbildungsordnung gilt?
Das Bundesinstitut für Berufsbildung führt den anerkannten Ausbildungsberuf Holzbildhauer/Holzbildhauerin mit 36 Monaten Ausbildungsdauer im Zuständigkeitsbereich Handwerk. Als Ausbildungsordnung ist die HolzbhAusbV vom 27. Januar 1997 aufgeführt; ihr historisches Ausfertigungsdatum bedeutet nicht, dass die inzwischen online nachgewiesene Vorschrift durch eine erfundene neue Ordnung ersetzt werden darf. Prüfe bei jeder Anmeldung die aktuelle amtliche Fassung und zusätzliche organisatorische Vorgaben der zuständigen Stelle. Quellen: BIBB-Berufsprofil und § 9 HolzbhAusbV.
Praktische Prüfung: zwei Arbeitsproben und ein Prüfungsstück
Nach § 9 Absatz 2 der derzeit veröffentlichten Ausbildungsordnung sollst du in höchstens sieben Stunden zwei Arbeitsproben durchführen sowie in höchstens 80 Stunden ein Prüfungsstück anfertigen. Bei den Arbeitsproben kommen insbesondere ein plastisches und ein ornamentales Werkstück in Betracht. Als Prüfungsstück ist eine Holzbildhauerarbeit nach Modell oder eigenem Entwurf genannt. Vor Beginn des Prüfungsstücks musst du eine maßstabgerechte Zeichnung und eine technische Beschreibung zur Genehmigung durch den Prüfungsausschuss vorlegen. Die beiden Arbeitsproben werden zusammen mit 60 Prozent, das Prüfungsstück mit 40 Prozent innerhalb der praktischen Prüfung gewichtet. Das sind rechtliche Höchstzeiten beziehungsweise Gewichtungen, keine frei wählbaren Bearbeitungszeiten für unsere Übung und keine Zusage einer konkreten örtlichen Aufgabenstellung.
Eine Arbeitsprobe demonstriert konkrete Fertigkeiten innerhalb eines begrenzten Prüfungsrahmens. Ein Prüfungsstück zeigt ein ausgearbeitetes Ergebnis mit vorbereiteter Zeichnung und Beschreibung. Eine Werkzeichnung enthält Maße und Ansichten, ein Modell macht Form und Proportion räumlich beurteilbar. Eine bloße Skizze ersetzt keine verlangte prüffähige Zeichnung.
Schriftliche Prüfung, Gewichtung und Bestehen
§ 9 Absätze 3 bis 8 nennt die Prüfungsfächer Technologie, Arbeitsplanung sowie Wirtschafts- und Sozialkunde (WiSo). Die angegebenen zeitlichen Höchstwerte sind 180 Minuten für Technologie, 90 Minuten für Arbeitsplanung und 60 Minuten für WiSo; nach der Verordnung können sie unter bestimmten Umständen unterschritten werden. In Technologie geht es beispielsweise um Arbeitssicherheit, Werk- und Hilfsstoffe, Bearbeitungs- und Verbindungstechniken, Oberflächen, Montage und Kräfte. Arbeitsplanung umfasst Gestaltung, Kunstgeschichte, technische Unterlagen, Materialbedarf und Fertigungskosten. WiSo betrachtet wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Arbeitswelt.
Innerhalb der schriftlichen Prüfung hat Technologie doppeltes Gewicht gegenüber jedem der beiden anderen Fächer – als anschauliches Verhältnis 2 : 1 : 1. Die Prüfung ist laut § 9 Abs. 8 bestanden, wenn die praktische und die schriftliche Prüfung jeweils mindestens ausreichend sind und in Technologie innerhalb der schriftlichen Prüfung ebenfalls mindestens ausreichende Leistungen erreicht werden. Eine ergänzende mündliche Prüfung kommt auf Antrag oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen schriftlichen Fächern in Betracht, wenn sie für das Bestehen ausschlaggebend sein kann; schriftlich zählt dann doppelt gegenüber mündlich. Ein allgemeines verpflichtendes Fachgespräch steht nicht als eigenständiger Prüfungsbereich in § 9. Wir üben ein Fachgespräch ausdrücklich als didaktische Vorbereitung, nicht als behaupteten amtlichen Pflichtteil.
Zuständigkeit, Anmeldung und Lernorte
Im Handwerk richtet die Handwerkskammer nach § 33 HwO Prüfungsausschüsse ein; unter den gesetzlichen Voraussetzungen kann auch eine Handwerksinnung Ausschüsse einrichten. Welcher Ausschuss konkret zuständig ist, erfährst du bei der für das Ausbildungsverhältnis verantwortlichen Handwerkskammer beziehungsweise beim Prüfungsorgan. Holzbildhauer werden in Anlage B Abschnitt 1 Nr. 16 HwO als zulassungsfreies Handwerk geführt. Die Voraussetzungen für eine Zulassung findest du in § 36 HwO und gegebenenfalls § 37 HwO. Die Regelungen werden nicht durch diesen Kurs ersetzt.
Lege zur Vorbereitung Ausbildungsordnung, betrieblichen Ausbildungsplan, eigenen Ausbildungsnachweis, aktuelle Kammerhinweise und den Lehrplan deines Bundeslands nebeneinander. Das BIBB verlinkt den KMK-Rahmenlehrplan im Berufsprofil; ein länderspezifischer Lehrplan und die konkrete Schule können zusätzliche Schwerpunkte setzen. Verwechsle ein dreijähriges schulisches Berufskolleg nicht automatisch mit einem bestimmten betrieblichen Ausbildungsverhältnis.
Einen beruflichen Auftrag klären und gestalten
Vom Bedarf zum überprüfbaren Lastenheft
Ein Lastenheft beschreibt, was gewünscht wird; die eigene technische Planung erläutert, wie du das Ziel realisieren willst. Beginne mit Nutzung, Ort, Stil, Abmessungen, Terminen, Qualitätsmerkmalen, Kostenrahmen und Verantwortung für Montage oder Übergabe. Prüfe Widersprüche: Ein dünnes Bauteil mit tiefem Relief kann sich verziehen oder ausbrechen. Halte Entscheidungen schriftlich fest, statt Veränderungen nur mündlich anzudeuten. Verwende in Übungen ausschließlich fiktive Kontaktdaten.
Eigener Übungsauftrag: Eine erfundene Kulturwerkstatt bestellt ein schlichtes, dreiblättriges Lindenholzrelief als dekoratives Ausstellungsobjekt für einen trockenen Innenraum. Fertigmaß 300 × 240 × 35 mm; maximale Vertiefung gegenüber der Vorderfläche 8 mm. Die organische Form soll die Faserrichtung berücksichtigen und aus mindestens einem Meter Abstand erkennbar sein. Die Rückseite bleibt eben. Das Werkstück wird auf einem Ausstellungstisch präsentiert; eine tragende Wandbefestigung ist nicht Teil dieses Auftrags. Der interne Übungsmaßstab für Breite und Höhe beträgt jeweils ± 1 mm, für die Dicke nach Absprache ebenfalls ± 1 mm. Das sind erfundene Bewertungsgrenzen, keine verbindlichen Normtoleranzen.
Zeichnung, Modell, Freigabe
Erstelle Vorderansicht, Seitenansicht beziehungsweise ein Schnittdetail, die maßgerechte Bemaßung und einen Vermerk zu Faserrichtung und Oberflächenausführung. Bei Maßstab 1 : 2 werden 300 mm im Objekt zu 150 mm auf dem Blatt, 240 mm zu 120 mm und eine gezeichnete Tiefe von 8 mm zu 4 mm. Der Maßstab verändert nicht das tatsächliche Werkstück. Eine einfache Ton-, Papier- oder Schaumstoffstudie hilft, Licht-Schatten-Kanten zu testen, bevor Holz abgenommen wird.
Typische Fehler: eine Zeichnung ohne Maßangaben; Unterschätzung der Reststärke; Gestaltung gegen den Faserverlauf; fehlende Änderungen in der Dokumentation. Lege dir deshalb eine Revisionstabelle mit Datum, Änderungsgrund und freigegebener Version an. Eine formale Genehmigung durch einen Prüfungsausschuss darf im realen Fall niemals durch eine Zustimmung im Kurs ersetzt werden.

Werkzeug und begonnene Schnitzarbeit: Beobachte, wie die Arbeitsfolge die spätere Form und die Oberflächenqualität beeinflusst.
Sicher, wirtschaftlich und nachhaltig ausführen
Holz, Werkzeuge und Risiken
Lindenholz ist für feine Schnitzarbeiten verbreitet; bei der Auswahl sind Holzfeuchte, Risse, Aststellen, Wuchsrichtung, Fehler und spätere Nutzungsbedingungen zu beurteilen. Holz ist hygroskopisch: Es nimmt Feuchte auf oder gibt sie ab; Maße können sich mit dem Klima verändern. Faserverlauf bezeichnet die räumliche Orientierung der Holzfasern. Schneiden quer zu problematischen Fasern oder gegen ungünstige Austrittsrichtungen kann Ausrisse fördern. Eine Zulage schützt beim Einspannen die Oberfläche. Hohleisen und Geißfuß sind unterschiedliche Schnitzeisenprofile. Klüpfel bezeichnet den Schlaghammer aus Holz oder einem geeigneten anderen Werkstoff.

Ausgewählte Hohleisen: Vergleiche Werkzeugform und die angestrebte konkave oder konvexe Reliefkontur.

Klopfholz, Stechbeitel und Hohlbeitel: richtige Werkzeugwahl gehört zur Arbeitsplanung.
Bevor du praktische Arbeiten beginnst, brauchst du eine betrieblich angeleitete Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung, geeignete Werkstückspannung, sichere Schneidrichtung und das zugelassene Werkzeug. Scharfe Werkzeuge, stationäre Maschinen, Absaugtechnik, Schleif- und Beschichtungsprozesse nur mit Befugnis und fachlicher Aufsicht. Du darfst gefährliche Abläufe auch vollständig durch Zeichnungen, ein digitales 3D-Modell, Kartonlagen oder eine vorgefertigte ungefährliche Schaumstoffform simulieren. Das vermittelt Planung und Qualitätsprüfung, ohne riskante Maschinenschritte nachzuahmen.
Holzstaub, Oberflächen und Gesundheitsvorsorge
Bei staubenden Tätigkeiten müssen technische Schutzmaßnahmen vorrangig Holzstaub möglichst an der Entstehungsstelle erfassen; geeignete Absaugung, Reinigung und Arbeitsorganisation richten sich nach Gefährdungsbeurteilung, aktuellen Regeln und Herstellerangaben. Druckluft zum Aufwirbeln von Holzstaub ist keine geeignete Reinigungslösung. Für Holzstaub und Absaugtechnik siehe DGUV Information 209-205, Ausgabe November 2025 sowie DGUV-Beitrag zum sicheren Absaugen, April 2026. Staub, Gehörgefährdung, Schnittverletzungen, Heben und chemische Belastung müssen getrennt beurteilt werden.
Bei Ölen, Lasuren, Lacken, Klebstoffen und Reinigern gelten das aktuelle Sicherheitsdatenblatt, die Arbeitsanweisung und die Freigabe des Betriebs. Handschutz, Hautschutz, Lüftung und sachgerechte Aufbewahrung sind produktabhängig; ölgetränkte Lappen können sich unter ungünstigen Bedingungen selbst erhitzen. Bedenke Abfalltrennung und Entsorgung nach Stoff, örtlichen Vorgaben und betrieblicher Anweisung. Eine vermeintlich natürliche Oberflächenbehandlung ist nicht automatisch gesundheitsneutral.
Ressourcenschutz und digitale Werkstatt
Dokumentiere Holzherkunft soweit bekannt, nutze geeignet dimensionierte Rohlinge, plane Zuschnitte, arbeite materialschonend und sortiere wiederverwendbare Reststücke. Eine digitale Zeichnung, versionierte Arbeitskarte und anonymisierte Fotodokumentation verringern Abstimmungsfehler. Keine echten Kundenadressen, Betriebsgeheimnisse oder Gesichter ungefragt hochladen; vor Cloud-Uploads Lizenz, Einwilligung, Datenschutz und betriebliche Regeln prüfen. Digitale CAD-Simulation und virtuelles Anordnen von Werkstücken können Abfall vermindern, ersetzen aber keine Qualitäts- und Sicherheitsfreigabe.
Vollständig erläuterter Praxisfall: Das dreiblättrige Relief
Ausgangsdaten und konstruktive Prüfung
Fallname: Relief „Drei Blätter“ – ausschließlich eigener Übungsfall. Geplant sind 300 mm Breite, 240 mm Höhe und 35 mm Enddicke. Der verfügbare Lindenrohling misst 360 × 300 × 40 mm. Die maximal gedachte Reliefvertiefung beträgt 8 mm; wenn sich die Vertiefung von der geplanten 35-mm-Vorderfläche aus bemisst, verbleiben im Beispiel mindestens 27 mm Materialstärke. Kontrolliere allerdings das tatsächliche Holz nach Abrichten und Endbearbeitung: Eine zeichnerische Reststärke allein beweist keine Belastbarkeit. Für das frei liegende Innenraum-Ausstellungsstück wird keine tragende Montageleistung nachgewiesen.
Prüfbare Arbeitsergebnisse: bemaßte Zeichnung in Vorder- und Seitenansicht; signierte fiktive Auftragsklärung; dokumentierte Materialwahl; Arbeitsplan; Reliefform mit drei klar unterscheidbaren Blattkörpern und glatten Übergängen; sicher gebrochene Kanten; gleichmäßige trockene Oberfläche nach freigegebenem Materialsystem; Maßprotokoll; mindestens vier nachvollziehbare Prozessbilder ohne Personen und vertrauliche Daten; Übergabevermerk.

Vergleichsbeispiel zur Reliefwirkung: Prüfe die Trennung von Figur, Grund und Tiefenstufen. Das fotografierte Werk ist kein Teil des fiktiven Auftrags.
Materialrechnung mit Einheiten
Rohvolumen: 0,360 m × 0,300 m × 0,040 m = 0,00432 m³, entsprechend 4,32 dm³. Geometrisches Endvolumen vor den Reliefausnehmungen: 0,300 m × 0,240 m × 0,035 m = 0,00252 m³ beziehungsweise 2,52 dm³. Die theoretische Ausbeute der rechteckigen Grundkörper ist 2,52 / 4,32 × 100 = 58,3 %; mindestens 41,7 % entfallen rechnerisch bereits auf das Reduzieren der Quaderform. Die echte Massenausbeute fällt durch das Relief zusätzlich geringer aus. Typischer Fehler: Millimeter ohne Umrechnung als Meter einsetzen oder den Quaderwert als exakt gewogene Holzabfallmenge ausgeben.
Die Materialkosten des Beispiels werden bewusst als Übung angenommen: 8,00 € je dm³ Holz, also 4,32 dm³ × 8,00 €/dm³ = 34,56 €. Diese Zahl ist kein verifizierter Marktpreis. Kontrolliere in einem realen Auftrag die gültige Preisliste, Verschnitt, Feuchte und gegebenenfalls Zuschläge.
Arbeitsplan und Ressourcen
| Arbeitsgang | Zeitansatz im Übungsfall | Prüfergebnis |
|---|---|---|
| Auftrag analysieren und Rückfragen formulieren | 0,5 h | Abgestimmtes fiktives Lastenheft |
| Skizze, Zeichnung und Modell entwickeln | 1,5 h | Bemaßte, verständliche Unterlagen |
| Material auswählen und sichere Arbeitsumgebung planen | 1,0 h | Materialkarte und Sicherheitscheck |
| Anreißen und Rohform unter Aufsicht vorbereiten | 1,5 h | Maß- und Formkontrolle der Vorstufe |
| Blattornament unter Aufsicht ausarbeiten | 4,0 h | Lesbare Reliefstaffelung ohne Ausrisse |
| Kanten und Oberfläche fachgerecht nacharbeiten | 1,5 h | Freigegebenes Oberflächenbild |
| Maßkontrolle und Dokumentation abschließen | 1,0 h | Ausgefülltes Prüfprotokoll |
| Geschützte Präsentation und Übergabe vorbereiten | 1,0 h | Transportsichere Übergabe |
Gesamtzeit des frei erfundenen Übungsplans: 0,5 + 1,5 + 1,0 + 1,5 + 4,0 + 1,5 + 1,0 + 1,0 = 12,0 Stunden. Dieser Ansatz ist keine amtliche Prüfungsdauer und bildet nicht die zwei Arbeitsproben und das Prüfungsstück nach § 9 zeitlich nach. Ist der Unterricht sicherheitstechnisch nicht für die Fertigung geeignet, werden die Praxisphasen durch Modellbau, CAD-Arbeit und dokumentierte virtuelle Qualitätsprüfungen ersetzt.
Musterkalkulation und begründete Preisannahme
| Position | Rechenweg | Übungswert |
|---|---|---|
| Kalkulatorische Arbeitszeit | 12 h × 28,00 €/h | 336,00 € |
| Lindenrohling | 4,32 dm³ × 8,00 €/dm³ | 34,56 € |
| Freigegebenes Oberflächenmaterial | angenommener Ansatz | 5,80 € |
| Schleif- und Schutzmaterial | angenommener Ansatz | 2,40 € |
| Verpackung und Schutzauflage | angenommener Ansatz | 7,60 € |
| Direkte Kosten | Addition der fünf Positionen | 386,36 € |
| Gemeinkostenzuschlag | 15 % von 386,36 € = 57,954 €, gerundet | 57,95 € |
| Selbstkosten | 386,36 € + 57,95 € | 444,31 € |
| Kalkulatorischer Gewinn | 10 % der gerundeten Selbstkosten | 44,43 € |
| Beispielhafter Nettopreis | 444,31 € + 44,43 € | 488,74 € |
Rechnung zum Weiterdenken: Unter der rein beispielhaften Annahme eines anzuwendenden Umsatzsteuersatzes von 19 % ergäben sich 488,74 € × 0,19 = 92,86 € Steuer und 581,60 € brutto. Steuerpflicht, Steuersatz, Zuschlagsbasis und tatsächlicher Angebotspreis sind im realen Betrieb zu prüfen. Eine prüffähige Arbeitsplanung zeigt Rechenschritte, Annahmen und Rundungen. Die Werte sind nicht mit einem schriftlichen Prüfungsbogen oder einer aktuellen verbindlichen Gebühr zu verwechseln.
Qualitätskontrolle und Erwartungshorizont
Soll-Ist-Kontrolle im Beispiel: Die Breite wird an zwei Stellen mit 299,8 mm und 300,4 mm gemessen; beide liegen innerhalb der selbst gesetzten Toleranz von 299 bis 301 mm. Die Höhe beträgt 239,6 mm und liegt innerhalb von 239 bis 241 mm. Die Enddicke von 35,2 mm erfüllt den vereinbarten Übungsbereich 34 bis 36 mm. Die tiefste kontrollierte Reliefstelle misst 7,5 mm, damit bleibt bezogen auf die gemessene 35,2-mm-Grunddicke rechnerisch eine Restdicke von etwa 27,7 mm, sofern dieselbe Bezugsebene verwendet wird. Prüfe die Bezugsebene und dokumentiere das Messverfahren, statt nur Zahlen zu notieren. Kanten werden visuell und taktil geprüft, die Oberfläche unter Streiflicht auf Werkzeugspuren betrachtet. Vor realen Arbeiten sind Messverfahren, Werkzeuge und Oberflächenkontrolle mit der Aufsicht abzusprechen.
Bewertungsraster des Lernauftrags, nicht amtlich:
| Kriterium | Erwartete Nachweise | Maximalpunkte |
|---|---|---|
| Auftragsverständnis | Anforderungen und Klärungen nachvollziehbar | 10 |
| Zeichnung und Formgestaltung | Maßstab, Ansichten, Lesbarkeit des Reliefs | 15 |
| Arbeitsplanung und Rechnung | Reihenfolge, Einheiten, Kosten, Plausibilität | 15 |
| Sicherheit und Nachhaltigkeit | Gefährdungen, Freigaben, Abfallvermeidung | 15 |
| Ausführung beziehungsweise abgesicherte Simulation | Proportionen, Faserrichtung, Kanten, Maßhaltigkeit | 25 |
| Oberfläche und Qualitätskontrolle | belegte Prüfung und korrekte Nacharbeit | 10 |
| Dokumentation und Übergabe | Versionen, Bilder, Datenminimierung, Reflexion | 10 |
Summe: 100 Punkte. Ein begründetes Fehlerprotokoll ist besser als ein verschwiegenes Problem. Beispiel für fachliche Rückmeldung: „Deine Kontur ist erkennbar und die Maße stimmen. Beim nächsten Entwurf kennzeichne bitte die Faserrichtung in jeder Ansicht und erkläre, wie du eine sichere Einspannung prüfst.“ Eine Prüfungskommission kann andere Kriterien und Bewertungsvorgaben nutzen.
Dokumentation, Fachgespräch und Wirtschafts- und Sozialkunde
Bericht und begründete Reflexion
Ein nachvollziehbarer Arbeitsbericht enthält Ausgangslage, Variantenvergleich, Fertigungs- und Sicherheitsplanung, Rechenblatt, freigegebene Änderungen, Kontrollmessungen, Fehleranalyse und eine kurze Übergabe. Trenne Soll (geplantes Maß) von Ist (Messwert). Beschreibe bei einer Abweichung Ursache, Risiko, mögliche Korrektur und deren erneute Prüfung. Digitale Bilder müssen die kritischen Entscheidungen zeigen; unkommentierte Fotomengen allein sind kein Lernnachweis. Für anonyme Musterbilder reicht ein lokaler Ordner, keine Veröffentlichung auf Social Media.
Fachgespräch als freiwillige Prüfungssimulation
Da die Ausbildungsordnung für Holzbildhauer kein allgemeines verpflichtendes Fachgespräch als separaten Prüfungsbereich nennt, trainierst du hier eine didaktische Gesprächssimulation. Drei mögliche Prüferfragen mit Kriterien einer überzeugenden Antwort:
- Warum Lindenholz? Vergleiche Bearbeitbarkeit, Gestaltungsziel, verfügbare Rohware, Faserverlauf und dokumentierte Materialprüfung statt nur „weil es weich ist“ zu sagen.
- Was tust du bei einem Ausriss am Blattrand? Unterbrich den Arbeitsschritt, bewerte die Funktion und Gestaltung, prüfe den sicheren Reparaturweg mit der Aufsicht und dokumentiere erst dann die Änderung.
- Weshalb erfordert ein öffentlich angebrachtes Werk eine andere Planung? Sprich über Belastung, tragfähige Befestigung, Genehmigung und Verantwortlichkeiten; keine ungesicherten Verankerungsversuche.
Übung: Sprich drei Minuten frei anhand deiner Zeichnung, danach beantwortest du zwei Rückfragen. Beurteile Fachwortschatz, Entscheidungsgründe und Umgang mit Unsicherheit. In einer möglichen ergänzenden mündlichen Prüfung nach § 9 Absatz 6 entscheidet dagegen allein der zuständige Prüfungsausschuss über Verfahren und konkreten Stoff. Diese Simulation verspricht keine Prüfungszulassung.
WiSo: Berufsalltag, Rechte und wirtschaftliches Handeln
WiSo ist in der Ausbildungsordnung ausdrücklich ein schriftliches Prüfungsfach. Erkläre am Übungsauftrag die Unterscheidung von Material- und Arbeitskosten, nachvollziehbarer Kalkulation, Angebot und Rechnung. Ein Auftrag mit unrealistischem Preis kann die Existenz eines kleinen Betriebes gefährden; niedriger Verschnitt und sorgfältige Nacharbeit sind sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Faktoren.
Wiederhole mit aktuellen Primärquellen den Ausbildungsvertrag, gegenseitige Pflichten, Ausbildungsnachweis und Beteiligungsformen im Betrieb. Bei rechtlichen Entscheidungen sind unter anderem § 13 BBiG, § 14 BBiG sowie § 5 ArbSchG sinnvolle Ausgangspunkte. Formuliere dazu eigene Fallfragen: Wer muss eine sichere Unterweisung organisieren? Welche Konsequenz hat ein nicht dokumentierter Materialtausch? Welche Daten darf ein Betrieb für eine fiktive Übung überhaupt verwenden? Prüfe die jeweils gültigen Bestimmungen, statt vorgefertigte Rechtsbehauptungen auswendig zu lernen.
Interaktive Aufgaben
Multiple-Choice-Quiz
Wähle jeweils die fachlich zutreffende Aussage. Pro Frage gibt es genau eine richtige Antwort. Die richtige Lösung wird durch das Quizformat ausgewertet; lies die fachliche Begründung anschließend in den Abschnitten zur Prüfungsordnung und im Praxisfall nach.
Welche Bestandteile nennt die geltende Ausbildungsordnung für die praktische Gesellenprüfung der Holzbildhauer? (Zwei Arbeitsproben und ein Prüfungsstück) (!Ein Projektbericht und drei verpflichtende Fachgespräche) (!Nur eine theoretische Präsentation) (!Vier gleichgewichtete schriftliche Klausuren)
Was ist vor dem Beginn des Prüfungsstückes dem Prüfungsausschuss zur Genehmigung vorzulegen? (Eine maßstabgerechte Zeichnung und eine technische Beschreibung) (!Nur ein unbeschriftetes Foto des Rohlings) (!Ein privater Social Media Beitrag) (!Ausschließlich eine Rechnung für Material)
Wie wird die praktische Prüfung nach der Ausbildungsordnung intern gewichtet? (Arbeitsproben zusammen 60 Prozent und Prüfungsstück 40 Prozent) (!Arbeitsproben zusammen 40 Prozent und Prüfungsstück 60 Prozent) (!Jede Arbeitsprobe 40 Prozent und Prüfungsstück 20 Prozent) (!Alle drei Arbeiten jeweils exakt ein Drittel)
Welche Fächer gehören zur schriftlichen Abschlussprüfung der Holzbildhauer? (Technologie, Arbeitsplanung sowie Wirtschafts- und Sozialkunde) (!Technische Mathematik, Englisch und Sport) (!Technologie, Französisch und Chemie) (!Nur Arbeitsplanung und Kunstgeschichte)
Welche Gewichtung gilt innerhalb der schriftlichen Prüfung? (Technologie wiegt doppelt so stark wie jedes der beiden anderen Fächer) (!Alle drei Fächer werden unabhängig von der Verordnung immer gleich gewichtet) (!Wirtschafts- und Sozialkunde wiegt doppelt so stark wie Technologie) (!Arbeitsplanung wiegt viermal so stark wie Technologie)
Wann sieht die Ausbildungsordnung eine mögliche mündliche Ergänzung schriftlicher Prüfungsfächer vor? (Wenn die Ergänzung für das Bestehen ausschlaggebend sein kann) (!Als verpflichtendes zusätzliches Fachgespräch für alle Prüflinge) (!Automatisch nach jeder praktischen Arbeitsprobe) (!Ausschließlich bei einem besonders hohen Materialverbrauch)
Welche Länge hat die 300 Millimeter breite Vorderansicht im Maßstab eins zu zwei? (150 Millimeter) (!600 Millimeter) (!300 Millimeter) (!30 Millimeter)
Wie groß ist das rechnerische Volumen des Rohlings mit 360 mal 300 mal 40 Millimetern? (4,32 Kubikdezimeter) (!43,2 Kubikdezimeter) (!0,432 Kubikdezimeter) (!12,96 Kubikdezimeter)
Welche Maßnahme entspricht dem Grundprinzip des Gesundheitsschutzes bei Holzstaub? (Holzstaub möglichst an der Entstehungsstelle wirksam absaugen) (!Holzstaub mit Druckluft großflächig verteilen) (!Staubbelastung ausschließlich anhand der Holzfarbe beurteilen) (!Bei starkem Staub ohne Prüfung die Absaugung abschalten)
Was gehört zur datensparsamen Dokumentation eines fiktiven Lernauftrags? (Anonymisierte Prozessbilder und nur erforderliche Angaben) (!Ungefragtes Veröffentlichen von Kundenanschriften) (!Übertragung geheimer Betriebsunterlagen an öffentliche Dienste) (!Speichern sämtlicher privaten Nachrichten im Projektbericht)
Memory
Finde die fachlich passenden Begriffs- und Erklärungspaare. Wiederhole anschließend die Bedeutung anhand deines eigenen Werkstücks.
| Arbeitsprobe | Zeitlich abgegrenzter Nachweis beruflicher Fertigkeiten in der praktischen Prüfung |
| Prüfungsstück | Ausgearbeitete Holzbildhauerarbeit nach Modell oder Entwurf |
| Sollmaß | Vorab festgelegte Zielabmessung des Werkstücks |
| Faserverlauf | Räumliche Orientierung der Holzfasern im Werkstück |
| Gemeinkosten | Betriebliche Kosten, die nicht unmittelbar einem einzelnen Werkstück zugerechnet werden |
| Gefährdungsbeurteilung | Systematisches Ermitteln und Beurteilen möglicher Risiken vor der Arbeit |
Drag-and-drop
Ordne jeder Tätigkeit den richtigen Arbeitsschwerpunkt zu.
| Ordne den passenden Begriff zu. | Arbeitsschwerpunkt |
|---|---|
| Auftragsklärung | Anforderungen und offene Fragen mit fiktiver Auftraggeberschaft abstimmen |
| Werkzeichnung | Abmessungen und Ansichten eindeutig darstellen |
| Arbeitsvorbereitung | Material, sichere Arbeitsfolge und Hilfsmittel planen |
| Qualitätskontrolle | Gemessene Istwerte mit festgelegten Sollwerten vergleichen |
| Übergabe | Dokumentiertes Ergebnis präsentieren und Unterlagen übergeben |
Kreuzwort
Gesucht sind sechs einzelne Fachwörter aus dem Lerntext.
| Ornament | Wie heißt eine schmückende, wiederkehrende oder abstrahierte Form? |
| Holzfeuchte | Wie nennt man den Wassergehalt im Holz bezogen auf seine Trockenmasse? |
| Absaugung | Wie heißt das technische Erfassen von Staub am Entstehungsort? |
| Werkzeichnung | Welches technische Dokument stellt Ansichten und Maße dar? |
| Faserrichtung | Welcher Begriff bezeichnet die Orientierung der Holzfasern? |
| Kalkulation | Wie heißt die nachvollziehbare Ermittlung von Kosten und Preisen? |
LearningApps
Suche nach ergänzenden Übungen zum Thema. Die verlinkte Suche ist keine erfundene einzelne LearningApp und ersetzt nicht die Aufgaben dieses Kurses.
Lückentext
Ergänze die wichtigsten Begriffe. Jede Lücke prüft einen Zusammenhang aus dem Erklärungsteil.
Offene Aufgaben
Bearbeite vier Aufgaben je Schwierigkeitsgrad. Begründe deine Entscheidungen schriftlich; praktische gefährliche Arbeiten sind ausschließlich nach Unterweisung und unter befugter Aufsicht zulässig. Jede Aufgabe kann auch sicher als digitale oder papierbasierte Simulation bearbeitet werden.
Leicht
- Gesellenprüfung: Erstelle eine einseitige Übersicht über praktische Prüfung, schriftliche Fächer und die Unterschiede zwischen gesetzlichem Höchstwert und tatsächlichem Prüfungstermin; verweise auf § 9.
- Technische Zeichnung: Zeichne den fiktiven Reliefumriss im Maßstab 1 : 2 auf Papier und trage die richtigen Breiten-, Höhen- und Tiefenmaße ein.
- Werkstoff Holz: Verfasse eine bebilderte Materialkarte zu Lindenholz mit Faserrichtung, möglichen Fehlern, Feuchterisiko und einer begründeten Alternativholzart.
- Arbeitsschutz: Entwirf ein farblich gegliedertes Informationsplakat mit fünf Maßnahmen gegen Schnitt-, Staub- und Unfallrisiken; ergänze eine sichere Modellalternative.
Standard
- Arbeitsplanung: Erstelle für das Drei-Blätter-Relief eine eigene Prozesskarte mit Reihenfolge, geschätzten Zeiten und messbaren Kontrollpunkten; bewerte mindestens zwei Risiken.
- Kostenrechnung: Rechne den Materialbedarf für einen geänderten Rohling 400 × 280 × 45 mm neu und erläutere die Auswirkungen auf Materialeinsatz, Arbeitszeit und Angebotsannahmen.
- Qualitätssicherung: Entwickle eine Soll-Ist-Tabelle mit mindestens sechs Prüfpunkten; beschreibe, wie du Messfehler und unzulässige Abweichungen erkennst, ohne ein scharfes Werkzeug zu verwenden.
- Medienkompetenz: Erstelle ein zweiminütiges Erklärvideo mit selbst gezeichneten Diagrammen über die Reihenfolge von Entwurf, Freigabe, Ausführung und Prüfung; verwende keine echten Personendaten.
Schwer
- Gestaltung: Entwickle zwei konkurrierende Reliefentwürfe mit Variantenvergleich, Materialargumentation, maßhaltiger Zeichnung und begründeter Auswahl nach einem transparenten Kriterienraster.
- Nachhaltigkeit: Konzipiere eine materialeffiziente Zuschnittanordnung für mehrere Reliefrohlinge; berechne Volumen und Verschnitt und diskutiere Herstellungsrisiken und Grenzen der Berechnung.
- Wirtschafts- und Sozialkunde: Simuliere eine sachliche Verhandlung über einen Änderungswunsch kurz vor Fertigstellung; dokumentiere Nachkalkulation, Verantwortlichkeiten und eine rechtlich vorsichtige Antwort ohne echte Vertragspartner.
- Prüfungsvorbereitung: Organisiere eine peerbasierte Prüfungssimulation mit Zeichnung, Kostenblatt, einer fiktiven Fehlerlage, einem dreiminütigen Fachgespräch und schriftlicher Rückmeldung nach dem Kursraster.


Lernkontrolle
Diese Aufgaben sind eigenständige Transferprüfungen. Nutze Zeichnung, Rechtsquelle, Rechnung und Kontrollprotokoll als Nachweise, statt nur Fachwörter zu nennen.
- Prüfungsrecht: Vergleiche zwei erfundene Prüfungsinformationen, von denen eine ein allgemeines verpflichtendes Fachgespräch behauptet, und korrigiere diese anhand der nachprüfbaren Vorschrift.
- Materialbedarf: Bestimme für einen neuen Rohling mit eigenem Maßsystem das Volumen in dm³, die geometrische Ausbeute und mindestens zwei Gründe, weshalb der tatsächliche Verschnitt abweichen kann.
- Arbeitssicherheit: Entwickle für eine simulierte staubende Tätigkeit eine Hierarchie aus technischen, organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen und erkläre die Rolle der Gefährdungsbeurteilung.
- Gestaltungsentscheidung: Entscheide zwischen einem feinen tiefen Relief und einer flacheren robusten Variante für ein fiktives Objekt. Begründe die Wahl mit Faserrichtung, Restdicke und Nutzung.
- Kostenkalkulation: Kontrolliere alle Positionen und Rundungen der Beispielkalkulation, ersetze eine Annahme und zeige die neue Gesamtsumme transparent.
- Kommunikation: Schreibe ein sachliches Änderungsprotokoll zu einem angenommenen Ausriss, benenne Freigabebedarf, Qualitätssicherung und eine begründete sichere Alternative.
Selbstkontrolle: Beurteile jeweils Quellenbezug, nachvollziehbare Begründung, korrekte Einheiten, Sicherheitsbewusstsein und belegbare Endkontrolle. Bei Fehlern: Ursache markieren, korrigierte Version erstellen und die Verbesserung erläutern. Es werden hier keine offiziellen Prüfungsnoten vergeben.
Lernnachweis
Als konkretes Portfolio gibst du eine anonymisierte, nachvollziehbare Mappe oder deren digitale Entsprechung ab. Sie enthält:
- Auftragsanalyse mit mindestens fünf überprüfbaren Anforderungen, offenen Fragen und fiktiver Freigabe.
- Konstruktionsunterlagen mit zwei Ansichten, Maßstab, Tiefenstaffelung und Faserrichtung.
- Arbeits- und Sicherheitsplan mit Zeitansätzen, Materialbedarf, Aufsichtsregelung und sicherer Simulation.
- Durchgerechnete Kalkulation mit transparenten Annahmen, Einheiten, Zuschlägen und Rundungen.
- Qualitätsnachweis mit Soll-Ist-Messwerten beziehungsweise Prüfwerten am Modell, Bildprotokoll und Fehlerreflexion.
- Gesprächsreflexion mit begründeter Werkstoffentscheidung und einer WiSo-Frage.
- Transferleistung mit einer selbst vorgeschlagenen ökologischen oder digitalen Verbesserung und begründeter Machbarkeit.
Ein Lernnachweis gilt didaktisch als überzeugend, wenn die Unterlagen zueinander passen: Das gezeichnete Sollmaß muss zum Messblatt passen, die zugesagte Arbeit zur Zeitkalkulation und das gewählte Material zum Arbeitsschutz. Bei ausschließlich digitalen oder ungefährlichen Modellen dokumentierst du ausdrücklich die Grenze der nicht praktisch nachgewiesenen Fertigungsleistung.
OER und Wikipedia
Amtliche und fachliche Nachschlagequellen, geprüft für diesen Lerntext im Oktober 2026:
- BIBB: Holzbildhauer/Holzbildhauerin – Berufsprofil, Ausbildungsdauer, aktuelle Zuordnung und Verweis auf den Rahmenlehrplan.
- HolzbhAusbV § 9 – verbindliche Grundlage für die dargestellten Prüfungsteile, Gewichtungen und Höchstwerte.
- HolzbhAusbV Ausbildungsrahmenplan – Ausbildungsinhalte einschließlich Planen, Durchführen und Kontrollieren.
- Handwerksordnung § 33 – Zuständigkeit und Errichtung der Prüfungsausschüsse.
- Handwerksordnung § 36 – Regelungen zur Prüfungszulassung.
- DGUV Information 209-205 – fachliche Orientierung zur Holzstaubabsaugung, Ausgabe 11/2025.
- Wikipedia: Bildschnitzer und Schnitzen – offenes Überblickswissen, im Konfliktfall haben die amtlichen Rechtsquellen Vorrang.
Zwei geprüfte deutschsprachige Fachvideos des Anbieters bildhau, mit Dana van Rijssen: Werkstück einspannen und Richtig schnitzen und Faserverlauf. Die Originalseiten führen konkrete YouTube-Player auf. Die Medien gehören den jeweiligen Rechteinhabern und sind nicht als frei lizenziertes OER ausgewiesen; die Einbettung berechtigt nicht zum Reupload.
Video: sichere Werkstückfixierung verstehen – vor eigener Anwendung stets betriebliche Unterweisung und Aufsicht beachten. Quelle: bildhau / Dana van Rijssen.
Video: Faserverlauf als Kriterium für Material- und Schnittplanung. Quelle: bildhau / Dana van Rijssen.
Überprüfte Bildquellen und Rechtehinweise:
| Datei und Einsatz | Wikimedia-Commons-Originalseite | Urheber nach Commons | Lizenz nach Commons |
|---|---|---|---|
| File:Vikingshiprelief.jpg – Reliefgestaltung | Dateiseite | Bjudt, Werk von W. F. Judt | CC BY-SA 3.0 |
| File:Schnitzen.jpg – Beginn einer Schnitzarbeit | Dateiseite | Thomas Steiner | CC BY-SA 2.5 |
| File:Woodcarving gouges.jpg – Hohleisen | Dateiseite | Terasaface | CC BY-SA 4.0 |
| File:Klopfholz mit Beiteln.jpg – Klüpfel und Beitel | Dateiseite | Janekpfeifer | CC BY-SA 3.0 |
Bildnachnutzung: Die Dateinamen, Urheberangaben und CC-Lizenzen wurden anhand der Commons-Dateiseiten geprüft. Für Weiterverwendung gelten Namensnennung, Lizenzverweis und gegebenenfalls die Kennzeichnung von Änderungen sowie die Weitergabe unter kompatiblen Bedingungen. Das Kursbeispiel ist neu erstellt; keine amtlichen Prüfungsaufgaben oder Normtexte wurden übernommen. Die neu formulierten Lerntexte und der fiktive Übungsfall werden als OER unter CC BY-SA 4.0 zur Weiterbearbeitung angeboten; fremde Videos bleiben ausgenommen.
Wikipedia zum Weiterlesen:
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Dieser Lernauftrag vernetzt Gestaltung und Kunstgeschichte, Holztechnik, Technisches Zeichnen, Mathematik, Wirtschafts- und Sozialkunde, Arbeitsschutz, Nachhaltigkeit und Medienkompetenz. Die Reihenfolge Analyse – Entwurf – Freigabe – Ausführung – Kontrolle – Übergabe ist auf weitere handwerkliche Berufe übertragbar.
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