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Praxisauftrag und Kompetenzcheck - Glaser - 1. Ausbildungsjahr

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Praxisauftrag und Kompetenzcheck - Glaser - 1. Ausbildungsjahr

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Einleitung

Du arbeitest im ersten Ausbildungsjahr zum Glaser beziehungsweise zur Glaserin. Bei einem beruflichen Auftrag reicht es nicht, Glas zu bearbeiten: Du musst den Kundenwunsch verstehen, Maße und Material prüfen, einen sicheren Ablauf planen, ein passendes Werkstück herstellen, das Ergebnis kontrollieren und deine Entscheidungen verständlich dokumentieren. Dieser aiMOOC führt diese Schritte in einem Jahresprojekt mit Kompetenzcheck zusammen. Er verknüpft die drei fachrichtungsübergreifenden Lernfelder des ersten Ausbildungsjahres: Flachglasformate anfertigen und einbauen (LF 1), Werkstücke herstellen (LF 2) sowie Objekte aus Glas und Glaserzeugnissen herstellen (LF 3). Im KMK-Rahmenlehrplan sind dafür 100, 100 und 80 Unterrichtsstunden als Zeitrichtwerte ausgewiesen; die Umsetzung richtet sich nach dem gültigen Landeslehrplan und dem betrieblichen Ausbildungsplan.

Lernziel: Du kannst einen berufstypischen Auftrag analysieren, mit Zeichnung und Fachrechnung planen, Werkstoff- und Verfahrensentscheidungen begründen, ein sicheres Modell ausführen, Qualität nachprüfbar bewerten und eine datensparsame Übergabe dokumentieren. Grundlage sind das BIBB-Berufsprofil Glaser/Glaserin, die Ausbildungsordnung und der KMK-Rahmenlehrplan. Die Ausbildungsordnung stammt aus 2001 und wird hier anhand des aktuell vom BIBB verlinkten Berufsprofils eingeordnet, nicht als neu erlassene Verordnung bezeichnet.

Sicherheitsgrenze: Glaszuschnitt, Kantenbearbeitung, Klebstoffeinsatz und die Montage echter Verglasungen erfolgen ausschließlich nach Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung, geeigneter Schutzausrüstung und unter befugter fachlicher Aufsicht. Du kannst alle Lernnachweise ohne Glasbruchrisiko mit vorgefertigter Klarsichtfolie, Papier und Karton bearbeiten. Das Modell ist keine Bauverglasung, keine Schutzverglasung und kein Nachweis für den Einsatz in Fenstern, Türen oder Absturzsicherungen.


Kundenauftrag verstehen und vollständige Handlung planen


Der fiktive Auftrag

Ein erfundener Auftraggeber wünscht eine transparente Mustertafel für eine Innenraum-Ausstellung mit farbig gestalteter Einlage. Der sichtbare Übungsrahmen soll außen 600 mm breit und 420 mm hoch sein. Die vier Rahmenstreifen sind in der Draufsicht jeweils 20 mm breit. Hinter der Öffnung soll eine herausnehmbare Einlage sitzen. Die Kundschaft möchte eine maßhaltige, sichere, kostengünstige Lösung mit dokumentierter Materialwahl. Alle Maße, Preise und Personen sind frei erfunden; keine echten Auftrags- oder Kundendaten verwenden.

Du klärst schriftlich: Verwendungsort nur als beaufsichtigtes Ausstellungsmodell, Innenraumklima, benötigte Transparenz, Farbgestaltung, gewünschte Pflege, Termin, Kostenrahmen und Abnahmekriterien. Eine Anfrage nach echter Fenster-, Tür- oder Überkopfverglasung ist ein anderer Auftrag und muss wegen Statik, Normen, Einbausituation, Glasart und Haftung an fachkundige Verantwortliche zurückgegeben werden.

Berufliches Bearbeiten und Einsetzen von Glas als Bildanlass; hieraus lassen sich keine zulässigen Schutzmaßnahmen für deinen Betrieb ableiten. Foto: Majalam, CC BY-SA 4.0, Quelle.


Informieren, Planen, Entscheiden, Ausführen, Kontrollieren, Bewerten

Vollständige Handlung bedeutet, dass du nicht nur einen Handgriff ausführst, sondern den gesamten Auftrag verantwortbar bearbeitest. Beim Informieren notierst du Wünsche, Maße, Risiken und fehlende Angaben. Beim Planen entstehen eine bemaßte Skizze, Materialliste, Verschnittrechnung, Ablauf- und Schutzmaßnahmenplan. Beim Entscheiden vergleichst du Modellwerkstoffe nach Transparenz, Kosten, Wiederverwendbarkeit und Risiko. Beim Ausführen erstellst du das sichere Modell. Beim Kontrollieren gleichst du Ist-Maße und Oberfläche mit vorher vereinbarten Kriterien ab. Beim Bewerten begründest du Korrekturen und formulierst eine fachliche Übergabe.

Der Informationsfluss verläuft von Kundenanfrage über Aufmaßprotokoll und freigegebene Zeichnung zur Materialliste, Werkstattkarte, Messprotokoll und Übergabe. Der Materialfluss verläuft getrennt davon: verfügbare Tafel oder Reststück prüfen, Material reservieren, gekennzeichnet lagern, zum Arbeitsplatz bereitstellen, vorgefertigte Modellteile montieren, Reste sortieren. Eine Änderungsnummer auf der Zeichnung verhindert, dass die Werkstatt nach einer alten Maßangabe arbeitet.

Beispiel Kundenkommunikation: „Für das Ausstellungsmodell plane ich eine herausnehmbare transparente Einlage. Ich bestätige die Außenabmessungen erst nach Abgleich mit Ihrer Skizze. Für eine echte Bauverglasung wäre eine zusätzliche fachliche Prüfung erforderlich.“ Diese Formulierung verspricht keine ungeprüfte Sicherheit und enthält keine personenbezogenen Daten.


Aufmaß, Zeichnung und Fachrechnung am Praxisfall


Maße eindeutig benennen

Außenmaß beschreibt die gesamte Modellkontur. Lichtes Maß ist die freie sichtbare Öffnung zwischen den Streifen. Einlagenmaß ist hier die Größe des herausnehmbaren Modellteils. Montagespiel bezeichnet die bewusst vorgesehene Luft zur Öffnung. Toleranz bezeichnet eine vereinbarte zulässige Abweichung vom Sollmaß. Bei echten Verglasungen dürfen die Werte nicht aus diesem Modell übernommen werden: Falzgeometrie, Glaseinstand, Klotzung, Dichtungen, Temperaturdehnung, Herstellerfreigaben und anwendbare Regeln sind gesondert zu bestimmen.

Größe Vorgabe oder Rechenweg Ergebnis
Außenbreite Kundenwunsch 600 mm
Außenhöhe Kundenwunsch 420 mm
Rahmenstreifen je Seite Modellvorgabe 20 mm
Lichte Breite 600 mm minus 2 mal 20 mm 560 mm
Lichte Höhe 420 mm minus 2 mal 20 mm 380 mm
Spiel der Modelleinlage je 2 mm links, rechts, oben und unten 4 mm je Achse
Einlagenbreite 560 mm minus 4 mm 556 mm
Einlagenhöhe 380 mm minus 4 mm 376 mm

Prüfbarer Arbeitsauftrag: Fertige eine Skizze mit Außenkontur, vier Streifen, lichter Öffnung und herausnehmbarer Einlage an. Schreibe die Einheiten an jede Maßzahl und kontrolliere, ob die Abzüge je Achse zweimal berücksichtigt sind. Ein häufiger Fehler ist, nur auf einer Seite 2 mm abzuziehen oder das lichte Maß irrtümlich als Glasbestellmaß zu behandeln.


Materialfläche, Verschnitt, Kosten und rechnerische Masse

Die flache Modelleinlage besitzt eine Fläche von 556 mm mal 376 mm = 209 056 mm² = 0,209056 m². Eine angenommene Modelltafel hat 600 mm mal 450 mm = 270 000 mm² = 0,270000 m²; geometrisch passt die Einlage hinein. Die Differenz von 60 944 mm² = 0,060944 m² bleibt als theoretische Restfläche. Der Materialnutzungsgrad ist 209 056 geteilt durch 270 000 mal 100, also 77,43 %; der rechnerische Verschnittanteil beträgt 22,57 %. Das beschreibt eine ideale Rechteckaufteilung ohne Bearbeitungsverluste und ist noch kein verbindlicher Zuschnittplan.

Ein fiktiver Materialpreis von 72,00 Euro je Quadratmeter ergibt für die tatsächlich genutzte Fläche 0,209056 mal 72,00 = 15,05 Euro (auf Cent gerundet). Wird stattdessen die ganze 0,27-m²-Ausgangstafel berechnet, kostet sie 19,44 Euro. Mindestberechnungsflächen, Arbeitszeit, Zubehör, Entsorgung und Umsatzsteuer sind hier nicht eingerechnet; ein echtes Angebot muss die betriebliche Kalkulationsregel nennen.

Als Plausibilitätsrechnung, nicht als Glas- oder Statiknachweis: Für eine gedachte Glasscheibe gleicher Fläche mit 4 mm Dicke und angenommener Glasdichte 2500 kg/m³ gilt Masse = Fläche mal Dicke mal Dichte = 0,209056 m² mal 0,004 m mal 2500 kg/m³ = 2,09 kg. Eine Folieneinlage ist viel leichter. Werkstoffdaten müssen bei einer echten Bestellung anhand des konkreten Produkts bestätigt werden.

Glasschneider mit Schneidrädchen: ein Werkzeug der professionellen Glasbearbeitung, nicht für unbeaufsichtigtes Nachmachen. Foto: Scs, Public Domain, Quelle.

Fehlercheck zum Rechnen: Zentimeter nicht mit Millimeter multiplizieren; Flächen zuerst einheitlich umrechnen; Dichte nur mit Kubikmeter einsetzen; Preis der Nutzfläche nicht mit Einkaufspreis der ganzen Tafel verwechseln; keine Modellmaße zu Bauglas-Falzmaßen erklären.


Werkstoffe, Arbeitsmittel, Sicherheit und Arbeitsplan


Glasarten und sichere Ersatzwerkstoffe unterscheiden

Flachglas ist ein Oberbegriff für flächige Glaserzeugnisse. Floatglas wird in einem kontinuierlichen Verfahren mit sehr glatter Oberfläche hergestellt; unbearbeitete Kanten und Bruchstücke können schwer verletzen. Einscheibensicherheitsglas (ESG) ist thermisch vorgespannt und wird im Regelfall vor dem Vorspannen zugeschnitten und bearbeitet. Verbundsicherheitsglas (VSG) besteht aus verbundenen Glaslagen mit Zwischenlage; die richtige Auswahl hängt vom konkreten Anwendungsfall ab. Weder ESG noch VSG sind pauschal für jede Nutzung zulässig. Für reale Bauverglasungen sind insbesondere die einschlägigen Teile von DIN 18008, die bauaufsichtlichen Vorgaben des Bundeslands, die Einbauhinweise und das Produktdatenblatt zu prüfen.

Modellalternative: Verwende ein bereits passend zugeschnittenes Stück transparenten Recyclingkunststoffs, feste Klarsichtfolie oder eine Papierfolie in Karton. Weiche Kartonrahmen lassen sich ohne Glasbearbeitungsmaschinen herstellen. Auch Kunststoffplatten können scharfe Kanten erzeugen: Nur vorgefertigte, entgratete Teile oder unterwiesene Arbeitsschritte nach Freigabe verwenden. Die Materialwahl dient dem Erlernen von Messen, Planen, Gestalten und Prüfen und ersetzt keine technischen Eigenschaften einer Bauverglasung.

Beispiele historisch beziehungsweise traditionell eingesetzter Glaserwerkzeuge. Foto: Hans Bernhard (Schnobby), CC BY-SA 3.0, Quelle. Die Werkzeugabbildung ist keine aktuelle Arbeitsanweisung.


Arbeits- und Sicherheitsplan für das Jahresprojekt

Phase Fachlicher Arbeitsschritt und Dokument Risiko oder Freigabe
Auftragseingang Fiktiven Wunsch in Auftragskarte mit Versionsnummer übertragen Unklare Nutzung und Maße vor Start klären
Aufmaß und Konstruktion Außenmaß messen, Öffnung bestimmen, Einlage in Millimetern bemaßen Zwei unabhängige Maßkontrollen, keine sensiblen Kundendaten
Materialentscheidung Modellfolie oder bereits bearbeitete transparente Platte mit Herkunft und Menge auswählen Keine scharfen Rohkanten oder Maschinen ohne Aufsicht
Arbeitsvorbereitung Kartonstreifen, Schablone, Ablage, Messmittel und Sammelbehälter bereitstellen Arbeitsplatz sauber, stolperfrei, ergonomisch
Modellfertigung Vorgefertigte Teile entsprechend Zeichnung zusammenfügen und Gestaltung einlegen Nur freigegebene ungefährliche Hilfsmittel einsetzen
Endkontrolle Einlagenmaß, Passung, Oberfläche, Kennzeichnung und Restmengen protokollieren Abweichungen markieren, nicht verdecken
Übergabe Modell, Materialliste, Messprotokoll und kurze Pflegeinformation erläutern Freigabe durch fachlich Verantwortliche, kein echtes Bauprodukt

Gefahren echter Glasarbeiten: Glasscheiben können umstürzen, schwer sein, beim Tragen oder Brechen scharfkantig werden. Der Betrieb erstellt die Gefährdungsbeurteilung und unterweist Auszubildende; geeignete mechanische Transporthilfen, gesicherte Lagerung, richtig gewählte PSA einschließlich Schnittschutz und erforderlichenfalls Augenschutz sowie eine fachkundige Aufsicht sind unverzichtbar. Beschädigte Scheiben und Reststücke gehören in geeignete, stich- und schnittfeste Sammelbehälter. Bei Maschinen gelten die Betriebsanweisungen und Herstellerangaben. Nie ohne Freigabe echte Scheiben trennen, Kanten schleifen, tragende oder absturzsichernde Verglasungen montieren oder mit Gefahrstoffen arbeiten.

Transportgestell für Glasscheiben als Anschauung für den Materialfluss. Foto: Dontworry, CC BY-SA 3.0, Quelle. Für eine reale Ladungssicherung sind die geltenden Vorgaben und eine qualifizierte Planung nötig.

Normenhinweis (Stand Oktober 2026): Die DGUV Regel 101-602 „Branche Ausbau“ nennt betriebliche Schutzmaßnahmen, verweist an älteren Stellen aber noch auf eine frühere Vorschriftenfassung. Für Baustellen ist insbesondere die beim zuständigen Unfallversicherungsträger geltende DGUV Vorschrift 38 „Bauarbeiten“ in aktualisierter Fassung zu prüfen. Maßgeblich sind auch die aktuelle Gefährdungsbeurteilung und Unterweisung, nicht ein Lernvideo. Bei Fenstern und transparenten Arbeitsstättenbauteilen sind die aktuellen Technischen Regeln für Arbeitsstätten wie ASR A1.6 und bei Türen gegebenenfalls ASR A1.7 relevant.


Fachvideo: Beobachten statt selbst riskant nachmachen

Video 1: „Fensterglas-Schneiden wie ein Profi!“ von Lamberts Glas. Beobachte Werkzeugführung, Einrichten des Arbeitsplatzes und die unterschiedliche Wirkung eines sauberen beziehungsweise fehlerhaften Schnitts. Erstelle dazu eine Liste von Punkten, die eine Fachkraft vor einer realen Demonstration freigeben muss. Es ist kein Auftrag zum unbeaufsichtigten Glasschneiden. Anbieterbeschreibung.


Werkstück und gestaltetes Glasobjekt als Jahresprojekt


Drei Lernfelder in einem durchgängigen Produkt

LF 1 – Flachglasformat: Ermittle das Einlagenformat, prüfe geeignete Materialien und dokumentiere, welche Bedingungen bei echtem Glas zusätzlich zu beachten wären. LF 2 – Werkstück: Erzeuge einen rechteckigen Modellrahmen aus Karton mit gleichmäßigen Streifen und einer entnehmbaren Einlage; kontrolliere Winkel und Fugen. LF 3 – Glasobjekt: Gestalte auf der Einlage ein transluzentes Muster aus farbigen, bereits geschnittenen Foliensegmenten. Du prüfst dabei Sichtbarkeit, Lichtdurchlass, Kanten und Reinigungsmöglichkeit. Bei realen Kunstglas- oder Klebeverfahren bestimmt eine fachkundige Person geeignete Produkte, Verarbeitungsbedingungen und Schutzmaßnahmen.

Prüfbares Ergebnis ist ein Modell mit Außenabmessung 600 × 420 mm, lichter Öffnung 560 × 380 mm und herausnehmbarer Einlage 556 × 376 mm. Vereinbarte Modell-Prüftoleranz der Einlage: Breite 555 bis 557 mm und Höhe 375 bis 377 mm, jeweils am unbelasteten Modell und mit verlässlichem Messmittel geprüft. Diese Werte gelten nur für die Lernaufgabe und sind ausdrücklich keine DIN-, Glasfalz- oder Einbautoleranzen. Der Rahmen muss die Einlage halten, ohne sie dauerhaft zu verkleben; Farbteile dürfen die Kontrolle der Kanten nicht verdecken.


Fachlich sinnvolle Ausführung und Dokumentation

Lege vor dem Bauen das Werkstückblatt mit Zeichnungsstand, Sollwerten, Materialherkunft und Sicherheitsfreigabe an. Übertrage Maße zunächst auf eine Papier- oder Kartonschablone, kontrolliere die Rechtwinkligkeit über übereinstimmende Diagonalen und die Lage der Einlage. Stelle den Kartonrahmen und das Folienobjekt her, erfasse Ist-Breite, Ist-Höhe, den sichtbaren Gesamteindruck sowie die Entnehmbarkeit. Zeichne Fehler zuerst ein und beschreibe dann die Korrektur; „sieht gut aus“ ersetzt keinen Messwert. Alternativ kannst du den Rahmen vollständig in einer maßstäblichen CAD-/Zeichen-Simulation abbilden und ein bemaßtes PDF ohne personenbezogene Daten exportieren.

Video 2: „Glas schneiden für Anfänger“ von Patrick Jakob, vorgestellt von der DGHT Stadtgruppe Dresden. Analysiere ausschließlich die im Video angesprochenen typischen Maß- und Bruchkantenfehler und vergleiche sie mit deiner sicheren Kartonschablone. Eine Videovorführung ersetzt weder eine Unterweisung noch die Aufsicht durch Ausbildende. Beschreibung und Originaleinbettung.


Fehleranalyse, Qualitätsprüfung, Übergabe und Nachhaltigkeit


Fehler erkennen, Ursache begründen, Maßnahme belegen

Feststellung Mögliche Ursache Korrektur und Nachweis
Einlage zu breit Spiel nur auf einer Seite abgezogen Sollmaß aus lichter Breite minus zweimal Spiel neu rechnen; Zeichnung berichtigen
Rahmen nicht rechtwinklig Ungenaue Markierung oder Montage Diagonalen messen, Eckverbindung in Karton korrigieren, erneut messen
Material reicht nicht Millimeter und Meter verwechselt oder Tafelausrichtung übersehen Rechteck auf Lagerformat einzeichnen und Materialliste aktualisieren
Einlage sitzt verspannt Modellspiel zu knapp oder Karton verzogen Kanten und Ist-Maße prüfen, nach Freigabe Modellteil ersetzen
Auffällige Kante oder Riss bei echtem Glas Bearbeitungs-, Transport- oder Lagerbeschädigung Arbeit stoppen, Bereich sichern, fachliche Beurteilung und ggf. Austausch; nicht verdecken
Übermäßiger Restmaterialabfall Ungeplante Formataufteilung Nutzungsgrad berechnen, alternative Ausrichtung und Wiederverwendung prüfen

Qualitätsprüfung kombiniert Zahlen, Sichtkontrolle und Funktion: Prüfe Außenmaß, Öffnung, Einlagenmaß, vier rechte Ecken beziehungsweise Diagonalen, unbeschädigte Kanten des Modells, entnehmbaren Sitz, Lichtgestaltung und saubere Kennzeichnung. Verwende ein Messprotokoll mit Soll – Ist – Abweichung – Entscheidung – Korrektur – erneute Prüfung. Eine Abweichung darf nur innerhalb der vorher vereinbarten Modellkriterien freigegeben werden; sicherheitsrelevante Fehler werden nicht durch bessere Optik ausgeglichen.


Bewertungsraster für den praktischen Kompetenzcheck

Beobachtbare Kompetenz Maximalpunkte Beispiel für einen überzeugenden Nachweis
Kundenauftrag und Informationsfluss 15 Anforderungen, Nutzungsgrenze und freigegebene Zeichnung eindeutig
Aufmaß, Fachrechnung und Materialplanung 20 Maße, Flächen, Verschnitt und Kosten mit Einheiten nachvollziehbar
Arbeitsschutz, verantwortliche Materialwahl und Umwelt 20 Relevante Gefährdungen erkannt; sichere Modellalternative und Resteverwertung begründet
Maßhaltiges Modell und gestaltetes Objekt 25 Rahmen, herausnehmbare Einlage und Gestaltung erfüllen dokumentierte Modellkriterien
Qualitätsprüfung und Fehlerkorrektur 15 Ist-Maße, Abweichungen, Korrekturen und erneute Messung belegbar
Übergabegespräch und begründete Reflexion 5 Klarer fachlicher Bericht mit einem konkreten Verbesserungsschritt
Gesamt 100 Keine Punktevergabe rechtfertigt gefährliche Arbeiten.

Das Raster bewertet Lernkompetenzen am Modell, keine amtliche Gesellenprüfung und keine Bauprodukteignung. Fachliche Sicherheit ist eine Voraussetzung der Ausführung und darf nicht gegen zusätzliche Punkte eingetauscht werden.


Nachhaltigkeit, digitale Dokumentation und Datenschutz

Vergleiche zuerst Weiterverwendung vorhandener Reststücke mit Neukauf. Sortiere Karton, Folie, Metall und Glas nach den örtlichen betrieblichen Entsorgungsregeln; Bruchglas aus der Werkstatt gehört nicht automatisch in den Altglascontainer für Verpackungen. Notiere wiederverwendbare Restformate und führe eine anonymisierte Materialbilanz. Digitale Auftragskarten und CAD-Zeichnungen vermindern Übertragungsfehler, wenn Versionsstände, Zugriffsrechte und Backups stimmen. Verwende ausschließlich frei erfundene Namen wie „Musterauftrag A“; lade keine Kundenbilder, privaten Adressen, Betriebsgeheimnisse oder Schülerdaten in unfreigegebene Dienste.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Fachliche Entscheidungen prüfen

Ein Modellrahmen misst außen 700 mm in der Breite. Die beiden Rahmenstreifen sind je 25 mm breit. Wie groß ist die lichte Breite? (650 mm) (!675 mm) (!700 mm) (!625 mm)




Eine Modellöffnung ist 450 mm breit. Auf jeder Seite werden 2 mm Spiel vorgesehen. Welches Einlagenmaß folgt daraus? (446 mm) (!448 mm) (!452 mm) (!450 mm)




Von einer Ausgangstafel mit 1,00 Quadratmeter bleiben nach einer Rechteckaufteilung 0,25 Quadratmeter ungenutzt. Wie groß ist der theoretische Verschnittanteil? (25 Prozent) (!75 Prozent) (!20 Prozent) (!4 Prozent)




Eine theoretische Glasscheibe misst 0,50 Quadratmeter, ist 4 mm dick und hat eine angenommene Dichte von 2500 kg je Kubikmeter. Welche Masse ergibt die Rechnung? (5 kg) (!0,5 kg) (!50 kg) (!1,25 kg)




Welche Entscheidung ist für ein erstes unbegleitetes Übungsmodell aus Sicherheitsgründen angemessen? (Vorgefertigte Folie und Karton statt eigenständigem Glaszuschnitt einsetzen) (!Glasscheiben ohne Unterweisung mit dem Glasschneider trennen) (!Eine beschädigte Scheibe für das Modell weiterverwenden) (!Beim Glasschliff auf Herstellerangaben verzichten)




Welche Dokumentation macht eine Maßabweichung fachlich nachvollziehbar? (Sollmaß, Istmaß, Abweichung und erneute Kontrolle nach der Korrektur) (!Nur ein Foto ohne erkennbaren Maßstab) (!Die mündliche Aussage, dass alles ungefähr passe) (!Ausschließlich die Einkaufsquittung)




Ein Kunde möchte aus der Mustertafel eine echte absturzsichernde Verglasung machen. Wie reagierst du? (Auftrag stoppen und Glasart sowie Bemessung fachlich und nach geltenden Regeln prüfen lassen) (!Die Modelleinlage unverändert einbauen) (!Nur die Folienfarbe anpassen und dann montieren) (!Das Modellspiel als DIN-Vorgabe übernehmen)




Zwei Rahmenstücke sind korrekt lang, doch die Diagonalen des rechteckigen Modells unterscheiden sich deutlich. Welche Fehlerursache prüfst du zuerst? (Fehlende Rechtwinkligkeit bei Markierung oder Montage) (!Zu niedrige Lichtdurchlässigkeit der Folie) (!Die Schreibweise des fiktiven Kundennamens) (!Die Höhe des fiktiven Materialpreises)




Welche Information gehört in eine datensparsame digitale Werkstattkarte für das Schulmodell? (Auftragskennung, Zeichnungsstand, Maße und Material) (!Privatadresse einer realen Kundin) (!Fotos von echten Auszubildenden ohne Rechtsgrundlage) (!Zugangsdaten des Betriebsnetzes)




Für eine fiktive Einlage werden 0,30 Quadratmeter zu 70 Euro je Quadratmeter kalkuliert. Wie hoch ist der reine Flächenpreis? (21 Euro) (!2,10 Euro) (!23,33 Euro) (!70 Euro)





Memory: Fachbegriffe zuordnen

Lichte Öffnung Freier Innenbereich zwischen den Rahmenstreifen
Materialnutzungsgrad Anteil der nutzbaren Einlagenfläche an der Ausgangstafel
Werkstattkarte Schriftlicher Arbeitsauftrag mit Maßen und Zeichnungsstand
Soll-Ist-Vergleich Gegenüberstellung der vereinbarten und gemessenen Werte
Gefährdungsbeurteilung Systematisches Ermitteln von Risiken und Schutzmaßnahmen
Materialfluss Weg der Werkstoffe von Lagerung über Bearbeitung bis Resteverwertung





Drag-and-drop: Prozess und Dokument

Ordne das passende Dokument zu. Phase der vollständigen Handlung
Auftragsnotiz mit Nutzungsgrenze Informieren
Bemaßte Werkzeichnung Planen
Begründete Werkstofffreigabe Entscheiden
Kennzeichnung am Modellteil Ausführen
Messprotokoll mit Abweichungen Kontrollieren





Kreuzwort: Werkstattwortschatz

Aufmaß Wie heißt das dokumentierte Erfassen der Abmessungen am Auftrag?
Verschnitt Wie nennt man den nicht für das Zielteil verwendeten Anteil einer Materialtafel?
Toleranz Wie heißt die vorher erlaubte Abweichung eines Istmaßes vom Sollmaß?
Falz Wie heißt die abgestufte Aufnahme einer Verglasung in einem Rahmen?
Floatglas Wie nennt man verbreitetes Flachglas aus dem Herstellungsverfahren auf einem Zinnbad?
Verklotzung Wie heißt die fachgerechte Anordnung von Glasklötzen zur Lagerung einer Scheibe im Rahmen?





LearningApps: Zusätzliche Übungen suchen

Das Suchfenster bietet externe Übungsvorschläge zum Themenfeld. Prüfe vor einer Verwendung fachliche Richtigkeit, Lizenz und Datenschutz; Suchtreffer sind nicht automatisch geprüft oder Teil dieses Leistungsnachweises.


Lückentext: Den Auftrag fachlich begründen

Ergänze die passenden Fachbegriffe.
Bevor du eine Scheibengröße festlegst, klärst du die tatsächliche

des Produkts.
Das dokumentierte Erfassen von Breite und Höhe nennt man

.
Die freie Öffnung zwischen den Rahmenstreifen ist das

.
Der nicht genutzte Flächenanteil einer Materialtafel heißt

.
Die Zeichnung muss neben den Abmessungen einen erkennbaren

enthalten.
Bei einer beruflichen Glasbearbeitung wird eine arbeitsplatzbezogene

benötigt.
Zur Qualitätssicherung dokumentierst du einen

der Maße.
Eine gefährliche Glasbearbeitung wird ausschließlich unter befugter

durchgeführt.
Nach einer Korrektur wiederholst du die

.
Für einen datensparsamen Musterauftrag verwendest du eine fiktive

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Aufmaß: Zeichne den fiktiven Schaukasten mit 600 × 420 mm Außenmaß und beschrifte die Öffnung sowie die vier 20-mm-Rahmenstreifen; erläutere den Unterschied zwischen Außen- und lichtem Maß.
  2. Glasschneider: Beschreibe anhand des verifizierten Werkzeugfotos drei Merkmale eines Glasschneiders und begründe, warum du ihn im sicheren Modell nicht einsetzt.
  3. Materialbedarf: Erstelle eine Stückliste für vorgefertigte Folie, Kartonstreifen und reversible Verbindungsmittel und kennzeichne vorhandenes Restmaterial.
  4. Kundenkommunikation: Formuliere eine kurze, vollständig fiktive Rückfrage zum Verwendungszweck, zu den Außenmaßen und zur Farbgestaltung ohne reale Personendaten.


Standard

  1. Flächenberechnung: Berechne die Einlagenfläche und den Verschnitt für eine alternative Ausgangstafel mit 600 × 500 mm und erläutere den Einfluss auf die Materialwirtschaftlichkeit.
  2. Technische Zeichnung: Fertige eine bemaßte Handskizze oder CAD-Zeichnung des Modells an und dokumentiere zeichnerisch eine Änderung samt Versionsnummer.
  3. Qualitätssicherung: Messe ein eigenes Kartonmodell an mehreren Positionen und erstelle ein Soll-Ist-Abweichungsprotokoll mit Korrekturentscheidungen.
  4. Glasrecycling: Vergleiche die Wiederverwendung von Resttafeln mit einer Neubestellung und recherchiere die betriebliche Trennung von Flachglasbruch und Verpackungsaltglas.


Schwer

  1. Arbeitsplanung: Entwickle eine vollständige Auftragsakte mit Informations- und Materialfluss, Verantwortlichkeiten, Sicherheitsfreigaben und einer sicheren Alternative zu jedem gefährlichen Arbeitsschritt.
  2. Fehleranalyse: Analysiere drei verschiedene hypothetische Fehler an Einlage, Rahmen und Zeichnungsstand nach Ursache, Auswirkung, Korrektur und Prüfbeleg.
  3. Wirtschaftlichkeit: Vergleiche zwei Lagerformate unter Einbeziehung von Flächennutzung, fiktiven Kosten, Reststückverwendung und Transportaufwand; begründe deine Entscheidung rechnerisch.
  4. Glasbau: Erkläre an einem fiktiven Änderungswunsch von Modell zu echter Türverglasung, welche Herstellerunterlagen, rechtlichen Anforderungen und zuständigen Fachkräfte vor einer Ausführung eingebunden werden müssen, ohne selbst eine Bauglasbemessung vorzunehmen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Auftragsanalyse: Erkläre schriftlich, welche Informationen bei einem unklaren Auftrag zur transparenten Trennwand fehlen und warum eine Modellzeichnung noch keine Montagefreigabe ist.
  2. Fachrechnen: Leite für eine neue Außenkontur von 640 × 440 mm mit 25-mm-Modellstreifen und 2 mm Spiel ringsum das Einlagenmaß ab und erläutere jeden Abzug.
  3. Materialplanung: Stelle für zwei unterschiedlich große Lagerreststücke einen nachvollziehbaren Verschnittvergleich einschließlich Flächenrechnung und Nutzungsvorschlag auf.
  4. Arbeitssicherheit: Entwickle eine Stop-Regel für beschädigtes Glas, ungeklärte Glasart und fehlende Aufsicht; benenne die Stelle, die fachlich entscheiden muss.
  5. Qualitätsprüfung: Werte ein fingiertes Messprotokoll mit Sollbreite 556 mm und Istbreite 558 mm sowie Sollhöhe 376 mm und Isthöhe 376 mm aus; begründe die Entscheidung nach den ausschließlich modellbezogenen Toleranzen.
  6. Kundenberatung: Erstelle eine kurze Übergabenotiz mit Materialwahl, Prüfergebnis, Pflegehinweis und ausdrücklicher Grenze zur echten Bauverglasung.




Lernnachweis

Abzugeben ist eine durchgängig anonymisierte, fachlich überprüfbare Projektmappe mit (1) fiktivem Auftragsblatt und Rückfrage, (2) bemaßter Zeichnung samt Versionsstand, (3) vollständiger Maß-, Flächen-, Verschnitt- und Musterkostenrechnung, (4) Materialliste, Sicherheitsentscheidung und sicherem Arbeitsplan, (5) fotografisch ohne Personen dokumentiertem Modell oder einer gleichwertig prüfbaren Simulation, (6) Mess- und Abweichungsprotokoll, (7) nachhaltigkeitsbezogener Reststückbilanz sowie (8) Übergabe und Reflexion. Ordne den Nachweisen die Lernfelder LF 1, LF 2 und LF 3 zu. Nutze das oben beschriebene 100-Punkte-Raster für eine transparente Rückmeldung.

Kompetenzcheck zur Selbstkontrolle: Du kannst die Abzüge mit Einheiten erklären; du kannst ein Reststück auf einer Zeichnung passend einteilen; du kannst kritische Glasarbeiten fachlich begründet stoppen; du kannst für eine festgestellte Maßabweichung Ursache, Korrektur und Nachmessung nachweisen; du kannst einer fiktiven Kundschaft die Modellgrenze verständlich mitteilen. Das ersetzt weder betriebliche Sicherheitsfreigabe noch vorgeschriebene Prüfungen.




OER und Wikipedia

Fachliche Primärquellen und Normenstand (recherchiert Oktober 2026):

  1. BIBB: Glaser/Glaserin – Ausbildungsdauer, Berufsprofil, Fachrichtungen und geltende Ausbildungsordnung.
  2. Bundesrecht: Glaser-Ausbildungsverordnung – offizielle Rechtsfassung; der dortige Ausbildungsrahmenplan ist kein Ersatz für betriebliche Umsetzung.
  3. KMK-Rahmenlehrplan Glaser/Glaserin – insbesondere LF 1 bis LF 3; im Bundesland gilt die jeweils eingeführte Lehrplanfassung.
  4. DGUV Regel 101-602 „Branche Ausbau“ – branchenspezifische Gefährdungen; der Verweis auf die alte Unfallverhütungsvorschrift ist historisch und muss anhand der neuen DGUV Vorschrift 38 berichtigt werden.
  5. BG BAU: DGUV Vorschrift 38 „Bauarbeiten“ – beim zuständigen Unfallversicherungsträger geltende aktuelle Fassung beachten.
  6. BAuA: ASR-Übersicht – aktuelle Anforderungen an Arbeitsstätten, darunter Fenster und Türen.
  7. DIN Media: DIN 18008-1:2020-05 – Begriffe und allgemeine Grundlagen; weitere Teile sind je nach Anwendung gesondert zu prüfen, zum Beispiel DIN 18008-4:2024-12 zu absturzsichernden oder DIN 18008-6:2026-02 zu bestimmten betretbaren beziehungsweise durchsturzsicheren Verglasungen. Keine Normtexte werden hier wiedergegeben.
  8. Wikipedia: Glaser und Wikipedia: Flachglas – frei zugängliche Einstiege, fachliche und rechtliche Details anhand der Primärquellen prüfen.

Mediennachweise: Wikimedia-Commons-Dateiseiten einschließlich Urheber und Lizenz wurden geprüft. Bei CC BY-SA bei Weiterverwendung Namensnennung, Lizenzlink, Quellenlink und Hinweise auf Bearbeitungen beibehalten. Die Einbettung externer Videos erteilt keine Weiterverbreitungslizenz.

Verwendete Datei Urheber Lizenz Geprüfter Originalnachweis
File:Glazier making glass windows (1).jpg Majalam CC BY-SA 4.0 Commons-Dateiseite
File:Glass cutter.jpg Scs Public Domain nach Urheberfreigabe Commons-Dateiseite
File:Glazier tools.JPG Hans Bernhard (Schnobby) CC BY-SA 3.0 Commons-Dateiseite
File:Glasscheibentransport-001.jpg Dontworry CC BY-SA 3.0 Commons-Dateiseite

Videonachweise: Die beiden IDs wurden über die Originaleinbettungen der fachlichen Herausgeberseiten abgeglichen; Verfügbarkeit und Einbettungsfreigaben können sich später ändern. Der Aufruf externer Player kann Daten an Drittanbieter übertragen; nutze Schul- und Betriebsvorgaben.

Video und Kennung Anbieter beziehungsweise Beitrag Rechtehinweis Nachprüfbarer Fundort
Fensterglas-Schneiden wie ein Profi Lamberts Glas Alle Videorechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern, keine freie Lizenz behauptet Herstellerseite mit Einbettung
Glas schneiden für Anfänger Patrick Jakob; vorgestellt von DGHT Stadtgruppe Dresden Keine freie Lizenz nachgewiesen, nur Einbettung und Verlinkung Beschreibung mit Einbettung

Hinweis zur Geltung: Dieser offene Lernkurs ist kein normatives Regelwerk. Der Ausbildungsbetrieb, die zuständige Handwerkskammer und die jeweilige Berufsschule müssen geltende Vorschriften, Lehrpläne, betriebliche Ausbildungsplanung sowie aktuelle Herstellerunterlagen selbst berücksichtigen. Keine amtliche Anerkennung oder Prüfungszulassung wird behauptet.



Verknüpfte Lernbereiche

Glaserhandwerk im ersten Ausbildungsjahr

  1. Flachglas – Material und Fertigungsformat
  2. Technische Zeichnung – Maße und Dokumentation
  3. Flächenberechnung – Materialbedarf und Verschnitt
  4. Arbeitssicherheit – Gefahrenerkennung und Aufsicht
  5. Qualitätssicherung – Soll-Ist-Vergleich
  6. Nachhaltigkeit – Reststücknutzung und Entsorgung
  7. Kundenkommunikation – Anfragen und Übergabe
  8. Datenschutz – fiktive Auftragsunterlagen

Weitere Projektideen: Erstelle einen Vergleich von zwei sicheren, vorgefertigten Transparenzmaterialien am Schaukastenmodell. Plane eine Mini-Ausstellung „Vom Aufmaß zur Qualitätskontrolle“ mit ausschließlich selbst erstellten Zeichnungen und lizenzkonform verwendeten Quellenbildern. Entwickle ein anonymes digitales Maßprotokoll, das Fehleingaben in Millimeter und Zentimeter kennzeichnet.


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