Duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule - Glaser - 1. Ausbildungsjahr
Einleitung
Du beginnst eine duale Ausbildung als Glaser oder Glaserin. In diesem Kurs verbindest du die Lernorte Betrieb und Berufsschule und bearbeitest einen vollständigen, fiktiven Auftrag. Dabei übst du, Anforderungen zu analysieren, sicher zu planen, ein Modell zu erstellen, Maße zu prüfen und den Lernfortschritt zu dokumentieren. Der praktische Schwerpunkt ist bewusst eine Papier- oder Pappsimulation: Echtes Glas bearbeiten, anheben oder einbauen dürfen Auszubildende ausschließlich nach Einweisung und unter befugter fachlicher Aufsicht.
Lernziel: Du beschreibst die Organisation deiner Ausbildung und kannst einen berufstypischen Auftrag begründet bearbeiten: Analysieren – Planen – Ausführen – Prüfen – Dokumentieren. Der Kurs ersetzt weder den betrieblichen Ausbildungsplan noch den verbindlichen Landeslehrplan oder eine Freigabe der zuständigen Fachkraft. Er führt zu keiner amtlichen Anerkennung oder Prüfungszulassung.
Berufsbild und rechtliche Grundlagen
Berufsprofil und zwei Fachrichtungen
Die Ausbildung im Glaserhandwerk dauert drei Jahre. Die Fachrichtung Verglasung und Glasbau umfasst unter anderem Glasarbeiten an Gebäuden, Spiegeln, Glasobjekten und Kunstverglasungen. In der Fachrichtung Fenster- und Glasfassadenbau werden vor allem Fenster-, Tür- und Fassadenkonstruktionen geplant, gefertigt und montiert. Im ersten Ausbildungsjahr stehen gemeinsame Grundlagen im Vordergrund: Werkstoffe, technische Unterlagen, Maße, Arbeitsabläufe, sicherer Werkzeuggebrauch, Qualität und Umwelt. Glaser ist nicht dasselbe wie Glasbläser oder Glasmacher.
Beim BIBB wird als maßgebliche Ausbildungsordnung weiterhin die Verordnung über die Berufsausbildung zum Glaser/zur Glaserin vom 5. Juli 2001 geführt. Eine ältere Ausfertigungszahl ist kein Beweis für eine aufgehobene Regel; vergleiche immer die geltende Fassung. Der zur Verordnung gehörige Ausbildungsrahmenplan beschreibt betriebliche Ausbildungsinhalte, der abgestimmte Rahmenlehrplan die schulische Seite. Die Umsetzung der Berufsschule erfolgt nach dem einschlägigen Landeslehrplan und den regionalen Regeln. Die zuständige Handwerkskammer ist eine wichtige Anlaufstelle. Quellen: BIBB-Berufsprofil, GlAusbV.

Foto: Berufstypische Werkzeuge. Urheber: Niels 1978; Commons-Nachweis; CC BY-SA 4.0. Betrachte die Geräte, ohne sie ungefragt zu benutzen.
Ein Ausbildungsfilm als Beobachtungsaufgabe
Das BIBB-Berufenavi verlinkt das deutschsprachige, untertitelte Berufsvideo von azubiTV/Handwerkskammer Stuttgart. Notiere zwei Tätigkeiten und eine Rückfrage, die du an Ausbildungspersonal richten würdest. Das Video ist extern und nicht als offen lizenziert nachgewiesen; beim Aufruf können Daten an YouTube übertragen werden.
Lernorte, Aufgabenverteilung und Ausbildungsnachweis
Was lernst du wo?
Im Betrieb lernst du reale Abläufe kennen, beobachtest Kundenaufträge und bearbeitest zugewiesene Aufgaben unter fachlicher Anleitung. In der Berufsschule werden berufstheoretische Fragen, technische Zeichnungen, Mathematik und allgemeinbildende Inhalte mit der Praxis verbunden. Je nach regionaler Organisation können überbetriebliche Lehrlingsunterweisungen weitere praktische Fertigkeiten ergänzen. Berufsschulzeiten können als regelmäßige Schultage oder in Blöcken stattfinden. Behaupte daher nicht, dass jeder Betrieb dieselbe Wochenaufteilung nutzt.
Beispiel für Lernortkooperation: Der Betrieb gibt ein anonymisiertes Rahmenmaß vor. In der Schule lernst du die Umrechnung von mm² in m² und zeichnest eine Ansicht. Im Betrieb vergleichst du eine geeignete Zeichnung mit dem tatsächlichen Auftrag und klärst die noch fehlenden Angaben. Ohne Freigabe wird kein Glas zugeschnitten.
Plan, Verantwortlichkeiten und Dokumentation
Der betriebliche Ausbildungsplan konkretisiert die Inhalte des Ausbildungsrahmenplans für einen bestimmten Betrieb. Ausbildende sind für die Ausbildung verantwortlich; Ausbilderinnen und Ausbilder leiten fachlich an. Lehrkräfte begleiten schulische Lernfelder. Bei Fragen helfen je nach Sachverhalt die zuständigen Stellen wie Betrieb, Schule und Kammer. Quelle: BIBB: Betriebliche Ausbildung.
Der Ausbildungsnachweis erfasst fortlaufend und nachvollziehbar, was du im Betrieb und in der Berufsschule lernst. Er kann schriftlich oder elektronisch geführt werden; die vereinbarte Form steht im Ausbildungsvertrag. Die Nachweise werden regelmäßig mit Ausbildungspersonal besprochen und geprüft. Nach BIBB: Ausbildungsnachweis ist der Nachweis für die handwerkliche Prüfungszulassung relevant. Ein Lernportfolio in diesem Kurs ersetzt ihn nicht.
Fiktiver Beispieleintrag: „Woche A, 1. Ausbildungsjahr. Betrieb: Unterweisung zum sicheren Glastransport und Lesen einer anonymisierten Skizze; Schule: Flächenberechnung und berufliche Kommunikation. Lernfrage: Was ist eine Rahmenlichte? Nächster Schritt: Modellrechnung überprüfen.“ Notiere Dauer und sachlichen Lerninhalt gemäß betrieblicher Vorgabe. Nie echte Kundenadressen, Schülernamen, Passwörter, Personenfotos oder vertrauliche Betriebsdaten in einen öffentlich zugänglichen Kurs übernehmen.
Kommunikation und Datenschutz
Formuliere eine Rückfrage aus Beobachtung – Unklarheit – Vorschlag: „Im Auftrag stehen 800 mm Rahmenlichte. Es fehlen freigegebene Einbaumaße. Können wir Herstellerunterlagen und die Zeichnung gemeinsam prüfen?“ Eine sachliche, frühe Rückfrage verhindert Fehler. Elektronische Maßblätter benötigen erkennbare Versionsstände und geregelte Zugriffsrechte. Verwende für öffentliche Übungen ausschließlich fiktive Daten und keine frei zugänglichen KI-Dienste für reale Kundenunterlagen.
Arbeitsaufträge untersuchen und planen
Berufliche Handlungsphasen
Analysieren: Ermittele Zweck, Maße, Funktionen, fehlende Informationen und Verantwortlichkeiten. Informieren: Ziehe freigegebene Zeichnungen, aktuelle Herstellerangaben, betriebliche Arbeitsanweisungen und zutreffende Regeln heran. Planen: Lege Reihenfolge, Hilfsmittel, Material, Zeit, Risiken und Prüfmerkmale fest. Ausführen: Erstelle nach Freigabe das vorgesehene Lernmodell. Prüfen: Vergleiche das Arbeitsergebnis mit konkreten Sollwerten. Dokumentieren: Erfasse Rechnung, Version, Messung, Rückmeldung und Verbesserung.
Eine Rahmenlichte bezeichnet hier die lichte Breite und Höhe einer Modellöffnung. Die Fuge ist der geplante Zwischenraum; eine Toleranz die erlaubte Maßabweichung. Ein Glasbestellmaß in einem echten Bauauftrag hängt dagegen von Konstruktion, System, Herstelleranweisung, aktuellen technischen Regeln und Sicherheitsanforderungen ab. Deshalb sind die unten verwendeten drei Millimeter nur eine erfundene Modellannahme, niemals ein allgemeines Verglasungsmaß.

Foto: Querschnitt eines Holz-Aluminium-Fensters. Urheber: HTL-Mödchen23; Commons-Nachweis; CC BY-SA 4.0. Frage: Welche Bauteile müssten beim echten Einbau untersucht werden?
Technisches Zeichnen und typische Fehler
Ein Maßblatt benötigt Skizze, Bezugskanten, Maßzahlen mit Einheiten und Versionsdatum. Ein Arbeitsplan enthält die nötigen Arbeits- und Kontrollschritte in begründeter Reihenfolge. Ein Prüfprotokoll hält Sollmaß, Istmaß, zulässige Abweichung und Entscheidung fest. Achte auf häufige Fehler: Innen- und Außenmaß verwechseln; rechts und links jeweils erforderliche Abzüge nicht beide berücksichtigen; cm mit mm verwechseln; Rechenergebnisse nicht auf Plausibilität prüfen; Zeichnung und Auftrag ohne Änderungsvermerk auseinanderlaufen lassen.

Foto: Glasschneider zur Werkzeugkunde, nicht zur eigenständigen Anwendung. Urheber: VSchagow; Commons-Nachweis; CC BY-SA 4.0.
Vollständiger Praxisfall: Ein fiktives Glasfeld als Modell
Modellauftrag und Rechenweg
Rein fiktiver Auftrag: Stelle zunächst auf Papier oder Pappe die Umrisskontur eines rechteckigen Glasfelds dar. Gegeben sind 800 mm Rahmenlichte in der Breite und 600 mm in der Höhe. Die Lehrkraft legt nur für dieses Modell auf jeder Seite 3 mm symbolische Fuge fest. Die Abweichung der Modellkontur darf je Seitenmaß maximal ±2 mm betragen. Für reale Verglasungen werden weder Fuge noch Toleranz so pauschal festgelegt; sie sind gesondert von Fachkräften anhand des verwendeten Systems freizugeben. Verwende kein echtes Glas.
Berechnung der Modellbreite: 800 mm − 3 mm − 3 mm = 794 mm. Berechnung der Modellhöhe: 600 mm − 3 mm − 3 mm = 594 mm. Fläche: 794 mm × 594 mm = 471 636 mm² = 0,471636 m², denn 1 m² = 1 000 000 mm². Umfang: 2 × (794 mm + 594 mm) = 2 776 mm = 2,776 m.
Theoretische Materialeffizienz: Eine gedachte Kartontafel von 810 mm × 610 mm hat 494 100 mm² = 0,4941 m². Die rechnerische Restfläche ist 494 100 − 471 636 = 22 464 mm² = 0,022464 m² bzw. rund 4,55 % der Tafel. Hier werden Schnittrand, Korrekturen und Materialfehler vernachlässigt. Daraus darfst du keine reale Glaszuschnittfolge oder ein technisch zulässiges Glassystem ableiten.
Modellkontrolle: Ein gemessenes Papiermuster mit 795 mm Breite und 593 mm Höhe weicht um +1 mm bzw. −1 mm ab. Beide Werte liegen innerhalb der ausdrücklich vereinbarten Modelltoleranz von ±2 mm. Das Maßkriterium ist erfüllt, aber Beschriftung, Modellqualität und Sicherheitsdokumentation sind gesondert zu prüfen. Ein typischer Rechenfehler wäre 797 mm als Breite, weil nur eine Fuge abgezogen wurde.
Arbeitsplan und überprüfbares Ergebnis
| Arbeitsphase | Vorgehen | Nachweis |
|---|---|---|
| Analysieren | Modellziel, Ausgangsmaße und angenommene Fuge aus Auftrag herauslesen | Anforderungsliste mit offenen Fragen |
| Planen | Kontur und Rechenweg erstellen; sichere Materialien vereinbaren | Geprüfte Sollwerte und beschriftete Skizze |
| Bearbeiten | Ein ungefährliches Papiermodell im Maßstab 1:10 zeichnen; nur freigegebene Pappbearbeitung unter Anleitung | Zeichnung 79,4 mm × 59,4 mm oder Vollmodell 794 mm × 594 mm |
| Prüfen | Beide Maße ermitteln und dokumentierte Modelltoleranz anwenden | Protokoll mit Soll, Ist, Abweichung und Entscheidung |
| Dokumentieren | Anonymisierten Ausbildungsnachweis und Verbesserungen verfassen | Mappe mit Versionsdatum und Reflexion |
Abzugebendes Arbeitsergebnis: Ein beschriftetes Maßblatt, die vollständige Rechnung, ein Modell oder eine 1:10-Zeichnung, der Arbeitsplan, zwei Messwerte, die begründete Prüfentscheidung und ein fiktiver Nachweiseintrag. Kennzeichne die Unterlagen mit „Nur Modell – keine Freigabe zum Einbau von Glas“. Bei fehlender betreuter Bearbeitungsmöglichkeit reicht die rein digitale Zeichnung als sichere Alternative.
Bewertungsraster mit 100 Punkten
| Kriterium | Punkte | Sichtbares Qualitätsmerkmal |
|---|---|---|
| Auftragsanalyse | 15 | Voraussetzungen, Ziel und fehlende reale Angaben erfasst |
| Sicherheitsentscheidung | 20 | Keine eigenständige Glasbearbeitung; geeignete Simulation gewählt |
| Rechenweg | 20 | Zwei Abzüge, Fläche, Umfang und Einheiten korrekt begründet |
| Arbeitsplan | 15 | Logische Reihenfolge und Prüfzeitpunkt klar benannt |
| Modell und Prüfung | 20 | Maße, Beschriftung und dokumentierter Soll-Ist-Vergleich vollständig |
| Dokumentation | 10 | Versionsstand, datensparsamer Nachweis und Reflexion vorhanden |
| Gesamt | 100 | Feedback anhand vorher bekannter Kriterien |
Arbeitsschutz, Nachhaltigkeit und digitale Qualität
Glas sicher handhaben lassen
Echtes Flachglas kann durch Bruch oder scharfe Kanten ernste Verletzungen verursachen. Vor betrieblichen Tätigkeiten braucht es die konkrete Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung, eine geeignete Arbeitsumgebung, geprüfte Lastaufnahmemittel und die nach der Gefährdung erforderliche persönliche Schutzausrüstung. Die BGHM-Arbeitsschutz-Kompakt 096, Stand 04/2024 nennt gesicherte Lagerung, Transporthilfen, Schnitt- und Unterarmschutz und die sichere Beseitigung von Glasbruch. Die DGUV Regel 101-602 „Branche Ausbau“ erläutert zusätzliche Schutzmaßnahmen. Lerne solche Regeln anhand von Skizzen und Rollenspielen. Glas schneiden, bewegen, schleifen oder montieren nur mit befugter Anleitung und unter Aufsicht; keine selbstständige Gefahrentätigkeit aus einem Onlinekurs.

Foto: Transportgestell für Glasscheiben auf einem Anhänger. Foto: Dontworry; Commons-Nachweis; CC BY-SA 3.0. Nur zur Gefährdungsanalyse: Welche Fragen müssen zu Ladungssicherung und Transportweg gestellt werden?
Umweltbewusst und digital arbeiten
Plane Material sparsam; vermeide Ausschuss durch überprüfte Maße; trenne Glasreste nach betrieblichen Vorgaben, da unterschiedliche Glasprodukte nicht identisch recycelt werden. Langfristig kann eine korrekt geplante Verglasung zur Wärmeeinsparung beitragen, aber eine Glasart muss anhand konkreter Nutzung, Bauanforderungen, aktueller Normen und Herstellerdaten ausgewählt werden. „Dicker“ heißt nicht automatisch „geeignet“. Für die Lernsimulation ist wiederverwendeter Karton besonders sinnvoll.
Digitale Zeichnungen und Ausbildungsnachweise erleichtern Zusammenarbeit, brauchen aber Versionskennungen, geregelte Zugriffsrechte und Datenschutz. Nutze fiktive Kennungen statt Kundendaten, prüfe Onlinequellen und teile keine vertraulichen Betriebsunterlagen mit öffentlichen Plattformen oder generativen KI-Diensten. Normen, DGUV-Informationen und Herstellerunterlagen sind in ihrem aktuellen Geltungsbereich zu prüfen; keine kopierten Normtexte ersetzen die betriebliche Fachentscheidung.
Weitere Berufsperspektive im Video
Das BIBB-Berufenavi führt den deutschsprachigen Beitrag „Mach dein Ding! Glaser/in“. Achte auf Teamarbeit, betriebliche Aufträge und Fragen zur Ausbildungsorganisation. Auch dieser externe Film ist keine frei lizenzierte OER-Quelle und keine sichere Arbeitsanleitung.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Prüfe dein Wissen
Wie lange dauert die reguläre Ausbildung zum Glaser laut BIBB? (Drei Jahre) (!Ein Jahr) (!Zwei Jahre) (!Fünf Jahre)
Welche beiden Lernorte kennzeichnen die duale Ausbildung? (Betrieb und Berufsschule) (!Nur Ausbildungsbetrieb und Hersteller) (!Nur Berufsschule und Privatkurs) (!Nur Handwerkskammer und Museum)
Welches Dokument konkretisiert den Ausbildungsrahmenplan im jeweiligen Betrieb? (Der betriebliche Ausbildungsplan) (!Der private Einkaufszettel) (!Der Lieferschein einer Glasscheibe) (!Ein Werbeprospekt)
Was gehört in einen sachgerechten Ausbildungsnachweis? (Betriebliche Tätigkeiten und Themen der Berufsschule) (!Passwörter für Firmensoftware) (!Private Adressen der Kundschaft) (!Ungefragte Fotos von Mitschülern)
Was muss vor jeder gefährlichen realen Glasbearbeitung berücksichtigt werden? (Unterweisung und fachliche Freigabe sowie Schutzmaßnahmen) (!Nur die Farbe des Werkzeugs) (!Nur der Termin der Klassenarbeit) (!Nur die Qualität der Handykamera)
Welche Breite ergibt sich bei 800 mm Rahmenlichte und je 3 mm Modellabzug links und rechts? (794 mm) (!797 mm) (!803 mm) (!800 mm)
Welcher Fläche entsprechen 794 mm mal 594 mm? (0,471636 Quadratmeter) (!471,636 Quadratmeter) (!4,71636 Quadratmeter) (!0,00471636 Quadratmeter)
Was beschreibt ein Soll-Ist-Vergleich des Modellauftrags? (Die Abweichung gemessener Maße von vorher festgelegten Maßen) (!Eine automatische Bauzulassung von Glas) (!Die aktuelle Meinung eines Kunden im Internet) (!Die private Geräteausstattung der Lehrkraft)
Wie reagierst du auf unklare reale Fugenmaße? (Du klärst Konstruktion und Herstellerangaben mit der zuständigen Fachkraft) (!Du übernimmst jeden Modellwert für echte Fenster) (!Du lässt die Fuge ungeprüft vollständig weg) (!Du kürzt das Glas ohne Zeichnung)
Welches Vorgehen ist nachhaltig und datensparsam? (Materialbedarf prüfen und öffentliche Übungsprotokolle nur mit fiktiven Daten führen) (!Reale Kundendaten öffentlich hochladen) (!Glasbruch mit normalem Papier vermischen) (!Ungeprüfte Angaben als Norm veröffentlichen)
Memory
Ordne jede Bezeichnung ihrer Erklärung zu.
| Ausbildungsrahmenplan | Übergreifende betriebliche Ausbildungsinhalte aus der Verordnung |
| Betrieblicher Ausbildungsplan | Konkretisierung von Lerninhalten und Zeiten im Unternehmen |
| Berufsschule | Lernort für Fachtheorie und allgemeinbildende Inhalte |
| Ausbildungsnachweis | Laufende Dokumentation von Ausbildung und Unterricht |
| Rahmenlichte | Innere Öffnungsbreite oder Öffnungshöhe im Modell |
| Prüfprotokoll | Dokumentierte Messwerte und begründetes Prüfergebnis |
Drag-and-drop
Ordne die Arbeitsphasen der passenden Aufgabe zu.
| Arbeitsphase | Dazu passende Handlung |
|---|---|
| Analysieren | Anforderungen und fehlende Angaben ermitteln |
| Planen | Modellmaße und Prüfverfahren berechnen |
| Bearbeiten | Freigegebene Papierkontur zeichnen |
| Prüfen | Messwerte mit Sollmaßen vergleichen |
| Dokumentieren | Ergebnisse und Rückmeldungen datensparsam festhalten |
Kreuzwort
Finde jeweils einen Fachbegriff mit genau einem Wort.
| Glaser | Welcher Handwerksberuf arbeitet unter anderem an Verglasungen? |
| Betrieb | An welchem Lernort gibt es reale betriebliche Aufträge? |
| Lehrplan | Wie heißt ein Dokument für schulische Lerninhalte? |
| Rahmen | Was begrenzt die fiktive Modellöffnung? |
| Messung | Wie nennt man das Ermitteln eines Istmaßes? |
| Montage | Wie heißt das fachgerechte Einbauen von Bauteilen? |
LearningApps
Zusätzliche Suchübungen mit nutzergenerierten Inhalten: Prüfe sie vor der Verwendung auf Richtigkeit.
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Berufssteckbrief: Nenne die zwei Fachrichtungen, die Ausbildungsdauer und drei typische Aufgaben mit geprüfter BIBB-Quelle.
- Lernortkarte: Zeichne Betrieb, Berufsschule und gegebenenfalls überbetriebliche Unterweisung mit je zwei Lernbeispielen.
- Muster-Nachweis: Formuliere einen vollständig fiktiven Wochenbericht mit Betriebs- und Schulinhalt ohne personenbezogene Daten.
- Sicherheitskarten: Erstelle drei Hinweiskarten zu sicherer Lagerung, fachlicher Unterweisung und der sicheren Modellalternative.
Standard
- Modellzeichnung: Zeichne die 800 mm mal 600 mm große Modellöffnung und beschrifte die daraus berechnete Kontur.
- Rechencheck: Berechne die Fläche des Modells in Quadratmillimetern und Quadratmetern sowie den Umfang in Millimetern und Metern.
- Rollenspiel: Führe ein fiktives Gespräch zwischen Lehrkraft und Ausbilderin über fehlende Auftragsangaben und das Prüfen von Ergebnissen.
- Messprotokoll: Simuliere eine Messung innerhalb und eine außerhalb der Modelltoleranz und begründe jeweils die Entscheidung.
Schwer
- Kompletter Modellauftrag: Bearbeite den fiktiven Auftrag von der Analyse bis zum datensparsamen Lernnachweis und nutze das Bewertungsraster.
- Materialvergleich: Vergleiche zwei mögliche Kartonformate durch Flächenrechnung, Verschnitt und mögliche Wiederverwendung.
- Digitales Übergabeblatt: Entwickle eine versionierte Übergabe zwischen Schule und Betrieb und erläutere Zugriffsrechte ohne reale Kundendaten.
- Risikoanalyse: Beurteile eine ausgedachte Transport- oder Montagesituation anhand der BGHM-Hinweise und benenne Fragen an befugte Fachkräfte.


Lernkontrolle
- Rechtsrahmen: Erläutere anhand zweier Kompetenzen, wie sich Ausbildungsrahmenplan, betrieblicher Plan und Berufsschul-Lernfeld ergänzen.
- Plausibilität: Prüfe und korrigiere die falsche Behauptung „471 636 mm² sind 471,636 m²“ mit vollständiger Begründung.
- Freigabe: Entscheide bei fiktiven Modellmaßen 797 mm Breite und 594 mm Höhe sowie ±2 mm Modelltoleranz über Annahme oder Korrektur.
- Lernstand: Vergleiche erfundene Ausbildungsnachweise mit einem fiktiven betrieblichen Lernplan und begründe eine mögliche Lücke.
- Handlungsgrenze: Erkläre, warum eine korrekte Maßberechnung keine eigenständige Bearbeitung echter Glasscheiben erlaubt.
- Ressourcen: Beurteile Materialplanung, Ausschuss, Wiederverwendung und sortengerechte Entsorgung in einem fiktiven Ablauf.
- Schutzbedarf: Überarbeite ein erfundenes Auftragsprotokoll ohne echte personenbezogene Daten für eine sichere Unterrichtsveröffentlichung.
Lernnachweis
Lernportfolio zum fiktiven Auftrag: (1) Berufssteckbrief mit Quellen, (2) Lernortkarte, (3) fiktiver Ausbildungsnachweis, (4) Maßblatt mit beiden Modellabzügen, (5) Fläche und Umfang mit Einheiten, (6) nachvollziehbarer Arbeitsplan, (7) 1:10-Zeichnung oder ungefährliches Pappmodell, (8) Prüfprotokoll mit Soll-Ist-Vergleich, (9) ausgefülltes 100-Punkte-Bewertungsraster, (10) Reflexion mit zwei konkreten Verbesserungen.
Mündlicher Kompetenznachweis: Erläutere in fünf Minuten, wie die Lernorte zusammenwirken, wie du Modell- und Realmaß unterscheidest, wann fachliche Freigabe nötig ist und warum Kundendaten nicht in öffentliche Lernmaterialien gehören. Die Bewertung dieses Unterrichtsprodukts ist keine amtliche Prüfung.
OER und Wikipedia
Geprüfte Primärquellen und fachliche Informationen:
- BIBB: Glaser/in – Berufsprofil – zwei Fachrichtungen, Dauer und Ausbildungsordnung.
- GlAusbV 2001 in geltender Rechtsdatenbank – verbindliche Ausbildungsgrundlagen, nicht wörtlich kopiert.
- BIBB: Betriebliche Ausbildung – Ausbildungsrahmenplan und betrieblicher Ausbildungsplan.
- BIBB: Ausbildungsnachweis – Funktion, Führung und Überprüfung.
- BGHM Arbeitsschutz Kompakt 096 – Montage von Fenstern und Verglasungen, Stand 04/2024.
- DGUV Regel 101-602 Branche Ausbau – berufsspezifische Gefährdungen und Schutzmaßnahmen.
- Bundesagentur für Arbeit: BERUFE.TV Glaser/in – deutschsprachiges Berufsvideo von etwa sechs Minuten auf der Ursprungsseite.
- BIBB-Berufenavi: geprüfte Berufsvideo-Verweise – deutschsprachige YouTube-Links und Angaben zu Untertiteln.
Wikimedia Commons: überprüfte Dateien, Urheber und Lizenzen. Diese Bilder sind offen lizenziert; beachte Namensnennung und Weitergabe unter gleichen Bedingungen.
| Datei | Verifizierte Quelle | Urheber | Lizenz |
|---|---|---|---|
| File:Werkzeuge eines Glasers.jpg | Commons-Dateiseite | Niels 1978 | CC BY-SA 4.0 |
| File:Holz-Alufenster Schnittmodell.jpg | Commons-Dateiseite | HTL-Mödchen23 | CC BY-SA 4.0 |
| File:Glasschneider 2008.jpg | Commons-Dateiseite | VSchagow | CC BY-SA 4.0 |
| File:Glasscheibentransport-001.jpg | Commons-Dateiseite | Dontworry | CC BY-SA 3.0 |
Videoquellen und Rechte: Berufsvideo von azubiTV/Handwerkskammer Stuttgart und Mach dein Ding! Glaser/in werden im BIBB-Berufenavi als deutschsprachige Videos nachgewiesen. Beide bleiben Fremdmedien unter den Rechten ihrer Anbieter; sie werden hier nicht als frei lizenzierte OER ausgegeben. Ihr direkter Plattformstatus kann sich ändern. Als separate zugängliche Videoquelle dient BERUFE.TV.
Wikipedia-Artikel zur Orientierung: Berufsrechtliche Aussagen zusätzlich mit BIBB und amtlichen Rechtsquellen prüfen.
Verknüpfte Lernbereiche
Mathematik unterstützt das Berechnen der Modellmaße, Deutsch die präzise Rückfrage und Dokumentation, Technik die Maßzeichnung, Wirtschafts- und Sozialkunde den Ausbildungsrahmen, Medienbildung die Quellen- und Datenschutzprüfung. Für eine Lernortkooperation stimmen Schule und Betrieb Arbeitsaufträge mit Ausbildungsplan, zuständiger Kammer und Landeslehrplan ab.
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