Prüfungsplan und Kompetenzdiagnose - Werkstoffprüfer
Einleitung
Prüfungsvorbereitung beginnt mit einem zutreffenden Prüfungsplan, nicht mit dem Auswendiglernen beliebiger Aufgaben. In diesem aiMOOC lernst du, die zu deinem Ausbildungsbeginn und deiner Fachrichtung passende Ausbildungsordnung zu lesen, Prüfungsanforderungen in nachweisbare Kompetenzen zu übersetzen, eigene Fehler mit synthetischen Diagnosefällen zu untersuchen und daraus einen begründeten Lernplan abzuleiten. Der Kurs richtet sich an Auszubildende zum Werkstoffprüfer und zur Werkstoffprüferin; er ersetzt weder die Ausbildenden noch die zuständige Kammer.
Sicherheitsgrenze: Sämtliche Zahlen, Prüflinge und Aufträge dieses Kurses sind erfunden. Du führst hier ausschließlich Papier-, Tabellen- und Bildschirmübungen durch. Reale Prüfmaschinen, Wärmebehandlungen, Elektroanlagen, Strahlenquellen, Eindringmittel und andere Gefahrstoffe dürfen nur unter qualifizierter Anleitung und betrieblicher Freigabe bedient werden. Aus einem Übungsergebnis folgt niemals eine reale Bauteil- oder Maschinenfreigabe.
Verbindlicher Quellenbeginn: BIBB-Berufsprofil Werkstoffprüfer/-in, Fachrichtung Metalltechnik und geltende Werkstoffprüferausbildungsverordnung. Stand des Quellenabgleichs: Oktober 2026. Suche die Prüfungsangaben immer für deinen Ausbildungsbeginn und deine Fachrichtung heraus und gleiche organisatorische Termine zusätzlich mit deiner zuständigen Kammer ab.
Ausbildungsordnung und Prüfungsstruktur sicher zuordnen
Ausbildungsbeginn, Rechtsgrundlage und Fachrichtung
Der staatlich anerkannte Beruf dauert regulär dreieinhalb Jahre. Die WerkstoffPrAusbV vom 25. Juni 2013, geändert am 27. Januar 2014, trat am 1. August 2013 in Kraft und löste die frühere Verordnung von 1996 ab. Für nach dieser Ordnung ausgebildete Personen gibt es vier Fachrichtungen: Metalltechnik, Kunststofftechnik, Wärmebehandlungstechnik und Systemtechnik. Ein archiviertes Prüfungsschema zu einem älteren Ausbildungsbeginn ist daher kein allgemeingültiger Plan. Prüfe vor jeder Lernplanung, ob ein Sonderfall, eine verkürzte Ausbildung oder individuelle Kammerinformation vorliegt.
| Fachrichtung | Vorschriften zur Abschlussprüfung | Typischer fachlicher Schwerpunkt bei der Diagnose |
|---|---|---|
| Metalltechnik | §§ 6–9 WerkstoffPrAusbV | Zugversuch, Härte, Metallografie, Werkstoff- und Produktprüfung sowie Schadensanalyse |
| Kunststofftechnik | §§ 10–13 WerkstoffPrAusbV | Polymereigenschaften, Werkstoff- und Produktprüfung, Schadensanalyse |
| Wärmebehandlungstechnik | §§ 14–17 WerkstoffPrAusbV | Wärmebehandlungsprozesse, Wärmebehandlungsfähigkeit, Schadensanalyse |
| Systemtechnik | §§ 18–21 WerkstoffPrAusbV | Zerstörungsfreie Prüfprozesse, Prüfanweisungen, Beanspruchungen technischer Systeme |
Arbeitsregel: Zitiere bei deiner persönlichen Prüfungsmatrix nicht nur den Beruf, sondern Fachrichtung, Paragraf, Ausbildungsbeginn und das Datum deiner Quellenprüfung.
Zwischenprüfung und gestreckte Abschlussprüfung unterscheiden
Eine Zwischenprüfung ist eine eigenständige Prüfung zur Feststellung des Ausbildungsstandes in entsprechenden älteren oder anderen Ausbildungsordnungen; sie ist nicht mit Teil 1 einer gestreckten Abschlussprüfung gleichzusetzen. Nach der für den Beruf seit 2013 geltenden Ausbildungsordnung besteht die Abschlussprüfung aus Teil 1 und Teil 2, die zeitlich auseinanderliegen. Teil 1 ist somit Teil des Abschlussprüfungsergebnisses und nicht eine unverbindliche Zwischenprüfung. Teil 1 soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden; Einzelheiten sind in den fachrichtungsspezifischen Paragrafen nachzulesen. Teil 2 knüpft an die berufliche Handlungsfähigkeit und die je Fachrichtung geregelten Prüfungsbereiche an.
Die Begriffe „Zwischenprüfung“, „Teil 1“ und „Teil 2“ dürfen deshalb in Lernplänen und Selbsteinschätzungen nicht vertauscht werden. Gewichtungen, Zeitvorgaben, ergänzende mündliche Prüfungen und Bestehensbedingungen stehen für die einzelnen Fachrichtungen in unterschiedlichen Vorschriften. Übertrage keine Werte aus fremden Fachrichtungen oder alten Musterprüfungen. Nutze jeweils die zum Vertrag passende Rechtsfassung und aktuelle Mitteilungen der prüfenden Stelle; dieser Kurs erhebt keine ungeprüften allgemeinen Zeit- oder Prozentangaben.
Vom Gesetzestext zur prüfbaren Anforderung
Markiere im richtigen Paragrafen die Tätigkeitsverben „prüfen“, „auswählen“, „vorbereiten“, „durchführen“, „berechnen“, „dokumentieren“, „begründen“ und „bewerten“. Daraus entstehen beobachtbare Lernziele. Ein Satz wie „Ich kenne Ultraschallprüfung“ ist zu ungenau; prüfbar ist etwa: „Ich kann bei einer vorgegebenen synthetischen Anzeige eine Prüfanweisung lesen, die vorgesehenen Nachweisschritte nennen und auf fehlende Angaben hinweisen.“ Dokumentiere neben jedem Ziel, ob es eine Wissensaufgabe, Fertigkeitsaufgabe oder begründete Entscheidung verlangt.
Quellenvergleich: BIBB, Ausbildung gestalten: Werkstoffprüfer/-in (2017) erläutert die Ausbildungsordnung und ihre praktische Umsetzung. Die rechtlich maßgebliche Fassung bleibt die jeweils geltende Verordnung.
Prüfkompetenzen und Fachverfahren systematisch erfassen
Gemeinsame Kompetenzfelder
Berufliche Handlungskompetenz umfasst mehr als Fachwissen. Ordne einer Aufgabe nach Möglichkeit konkrete Belege zu.
| Feld | Beobachtbare Leistung | Typischer Diagnosefehler |
|---|---|---|
| Auftrag und Normbezug | Werkstoff, Probenidentität, Prüfzweck und gültige Vorgaben herausarbeiten | Normtitel ohne Geltungsprüfung übernehmen |
| Planen und Sicherheit | Prüfschritte, Verantwortlichkeit, notwendige Freigaben und Risiken benennen | betriebliche Freigabe durch eigenes Urteil ersetzen |
| Prüfverfahren auswählen | Verfahren hinsichtlich Fehlerart, Werkstoff und Prüfziel begründen | Innenfehler mit bloßer Sichtprüfung ausschließen wollen |
| Messtechnik | Einheiten, Kalibrierstatus und mögliche Messabweichungen prüfen | Prüfzertifikat und Messwert verwechseln |
| Auswerten | Formeln, Grenzwerte und Ergebnisplausibilität richtig anwenden | Einzelabweichung durch Mittelwert verdecken |
| Dokumentieren | Messwerte, Bedingungen, Probenkennung und Entscheidung nachvollziehbar notieren | Ergebnis ohne Herkunft und Randbedingungen melden |
| Fachgespräch | Vorgehen samt Alternativen und Unsicherheiten erläutern | nur ein Schlagwort ohne Begründung nennen |
Für eine reale praktische Prüfung gelten zusätzlich die verbindlichen Sicherheitsregeln am Prüfplatz. Hier beurteilst du nur modellhafte Unterlagen.
Zerstörende und zerstörungsfreie Verfahren abgrenzen
Beim Zugversuch wird eine genormte Probe durch Zugbelastung beansprucht, meist bis zum Bruch. Aus Kraft und ursprünglichem Querschnitt lässt sich eine technische Spannung berechnen. Bei Härteprüfungen wird der Widerstand gegen das Eindringen eines Prüfkörpers unter festgelegten Bedingungen untersucht. Brinell, Vickers und Rockwell sind nicht beliebig austauschbar. Metallografie betrachtet geeignete Gefügeschliffe, deren Präparation unter anderem chemische Gefährdungen mit sich bringen kann.
Die zerstörungsfreie Prüfung (ZfP) versucht, Fehler zu erkennen, ohne das Bauteil für den vorgesehenen Einsatzzweck zu zerstören. Sichtprüfung betrachtet zugängliche Oberflächen; Eindringprüfung kann oberflächenoffene Unregelmäßigkeiten sichtbar machen; Magnetpulverprüfung setzt geeignete ferromagnetische Werkstoffe voraus; Ultraschallprüfung nutzt Schallausbreitung und Reflexion. Kein Verfahren findet ausnahmslos jeden Fehler. Eine nicht angezeigte Unregelmäßigkeit beweist ohne Beachtung von Prüfgrenzen nicht automatisch Fehlerfreiheit.

Diagramm: Schematische technische Spannungs-Dehnungs-Kurve eines duktilen Werkstoffs; die Kennwerte und Achsen sind auf die konkrete Prüfaufgabe zu beziehen. Quelle: Wikimedia Commons, Sigmund, gemeinfrei.
Video: „Härteprüfung nach Brinell“, Werkstofftechnik – HTW Berlin (2020). Beobachte die Wahl des Prüfverfahrens und notiere, welche Angaben für ein aussagekräftiges Prüfprotokoll noch benötigt werden. Urheberrecht beim veröffentlichenden Kanal; das Video ist nicht als frei lizenzierter Kursinhalt ausgewiesen.
Fachrichtungsspezifische Diagnosebeispiele
Metalltechnik: Begründe bei einer erfundenen Stahlprobe, ob ein Zugversuchsdiagramm und ein Gefügebild die gestellte Frage beantworten. Kunststofftechnik: Erkläre anhand gegebener Kennwerte, warum Prüfbedingungen wie Temperatur und Prüfgeschwindigkeit eine Auswertung beeinflussen können. Wärmebehandlungstechnik: Ordne ein vorgegebenes Temperatur-Zeit-Schaubild einem Prüfziel zu und beschreibe Risiken unplausibler Soll-/Ist-Verläufe. Systemtechnik: Leite für einen simulierten Schweißnahtbefund ab, warum Prüfverfahren, Zugänglichkeit, Fehlerlage und schriftliche Prüfanweisung zusammen betrachtet werden müssen.

Schema: Brinell-Eindruckprüfung als Beispiel für Verfahrenswahl und geometrische Einflussgrößen. Commons: LoKiLeCh, Bearbeitung Nerdture, CC BY-SA 2.5/3.0 (Dateiseite).

Schema: Vickers-Eindruck – Größe des Eindrucks und Härte hängen zusammen, jedoch sind die Regeln und Prüflasten verfahrensspezifisch. Commons: Freundchen, CC0 1.0.

Foto: Ultraschallprüfgerät mit Anzeige; aus dem Foto allein lässt sich keine konkrete Fehlerfreigabe ableiten. Commons: Abhijit Nandi, CC BY-SA 3.0.
Kompetenzdiagnose und individuelle Fehleranalyse
Ein transparentes Diagnosemodell aufbauen
Nutze eine vierstufige Lernskala: 0 = noch nicht erläutert, 1 = mit Hilfe erkannt, 2 = selbstständig bei bekanntem Fall angewendet, 3 = selbstständig auf neuen Fall übertragen und begründet. Diese Skala ist ein didaktisches Werkzeug, keine amtliche Prüfungsnote. Für jede Kompetenz brauchst du mindestens einen datierten Beleg: ausgefüllte Rechtsquellen-Matrix, Fehlerkommentar, Rechenblatt, beschriftetes Prüfschema oder begründete Entscheidung. Selbstbild und Fremdbild können abweichen; eine Lehrkraft oder Fachausbildende kann anonymisierte Produkte rückmelden.
| Kompetenz | Selbsteinschätzung 0–3 | Beleg | Nächster Lernschritt |
|---|---|---|---|
| Prüfungsstruktur der eigenen Fachrichtung | 2 | Paragrafen korrekt markiert, aber Bestehensregel nicht geprüft | passenden Folgeparagrafen mit Quelle ergänzen |
| Messwerte berechnen | 1 | Kraft umgerechnet, Fläche verwechselt | Einheitenprüfung und zwei neue Aufgaben |
| Grenzwertentscheidung | 1 | Mittelwert statt Einzelwerte beurteilt | Einzelprüfung mit Entscheidungstabelle |
| Fachgespräch | 2 | Schritte korrekt, Begründung bei Abweichung fehlt | kurzes schriftliches Antwortskript |
Diagnosezyklus: erst ohne Hilfe bearbeiten, dann Lösung mit Kriterien vergleichen, Fehlerursache notieren, gezielt üben und danach einen neuen Fall lösen. Eine einmal korrigierte Musterlösung beweist noch keinen Transfer.
Fehler nach Ursache statt nur nach Ergebnis sortieren
Eine falsche Zahl kann ganz verschiedene Gründe haben: fehlendes Begriffsverständnis, verwechselte Einheiten, fehlerhafte Rechnung, falscher Bezugsquerschnitt, Übertragungsfehler oder unbeachtete Prüfanweisung. Unterscheide außerdem Zufallsfehler und systematische Abweichung in der Messung. Für einen schriftlichen Diagnosebericht eignen sich die Felder: Aufgabenkennung, erwartete Kompetenz, eigener Ansatz, beobachteter Fehler, Ursache, Korrekturregel, neue Transferaufgabe und Nachweisdatum.
Beispiel: „47 kN wurden als 47 N behandelt“ ist ein Einheitenfehler; Abhilfe sind Umrechnungsübungen mit einer vorgeschalteten Dimensionskontrolle. „Ein Mittelwert gilt trotz eines auffälligen Einzelwertes als pauschale Freigabe“ ist dagegen ein Entscheidungsfehler; Abhilfe ist die Auswertung von Einzelwerten nach der vorgegebenen Akzeptanzregel.
Verlässliche Diagnose ohne Scheinpräzision
Verwende kleine Fallserien statt eines einzigen zufälligen Quiztreffers. Vergleiche zwei neue Aufgaben unterschiedlichen Aufbaus, lasse eigene Begründungen prüfen und protokolliere, ob dieselbe Fehlvorstellung wiederkehrt. Die vier Stufen bilden Lernfortschritt ab, ersetzen aber weder kalibrierte Prüfmittel noch eine offizielle Leistungsfeststellung. Verwende keine echten Namen, Betriebsgeheimnisse oder kundenbezogenen Probenprotokolle.
Foto: metallografisches Mikroskop, Anlass für eine Diagnosefrage zu Probenvorbereitung und Aussagegrenzen. Commons: Gfsas, CC BY 1.0.

Diagramm: Eisen-Kohlenstoff-Darstellung zur Wärmebehandlungstechnik. Es handelt sich um ein veranschaulichendes Schema, nicht um eine verbindliche Prozessanweisung oder exakte Grundlage für Anlagenparameter. Commons: AG Caesar, CC BY-SA 4.0.
Vollständiger Modellfall: Prüfauftrag auswerten
Auftrag und synthetische Prüfdaten
Du bist in einer fiktiven Prüfstelle der Fachrichtung Metalltechnik tätig. Ein Übungsauftrag fordert die Auswertung von drei bereits rechnerisch erfassten Zugproben. Als rein erfundene Übungsgrenzwerte gelten eine Mindestzugfestigkeit von 480 N/mm² und eine Bruchdehnung von mindestens 18 % für jede Probe. Das ist keine Normvorgabe und keine Erlaubnis, reale Bauteile freizugeben. Der ursprüngliche Probenquerschnitt beträgt bei jeder Probe 100 mm², die Ausgangsmesslänge 50,0 mm.
| Fiktive Probe | Maximalkraft Fm | Ausgangsfläche S0 | Messlänge L0 | Endmesslänge Lu |
|---|---|---|---|---|
| A | 50,0 kN | 100 mm² | 50,0 mm | 60,5 mm |
| B | 47,0 kN | 100 mm² | 50,0 mm | 61,0 mm |
| C | 51,0 kN | 100 mm² | 50,0 mm | 60,0 mm |
Vorgabe für die schriftliche Lösung: Rechne pro Probe die modellhafte Zugfestigkeit Rm = Fm / S0 und die Bruchdehnung A = (Lu − L0) / L0 · 100 %. Einheiten, Rückverfolgbarkeit und Einzelwertprüfung müssen sichtbar bleiben. Die Ermittlung der Bruchdehnung nach einer wirklichen Prüfnorm kann zusätzliche Mess- und Probenanforderungen enthalten; dieser Fall abstrahiert bewusst davon.
Rechenweg und nachvollziehbares Ergebnis
Die Kraft muss von Kilonewton nach Newton umgerechnet werden: 1 kN = 1 000 N. Daher hat Probe A eine Höchstkraft von 50 000 N. Für die technische Zugfestigkeit folgt Rm(A) = 50 000 N / 100 mm² = 500 N/mm² = 500 MPa. Die Dehnung beträgt A(A) = (60,5 − 50,0) mm / 50,0 mm · 100 % = 21 %.
Probe B: Rm(B) = 47 000 / 100 = 470 MPa; A(B) = 11,0 / 50,0 · 100 % = 22 %. Probe C: Rm(C) = 51 000 / 100 = 510 MPa; A(C) = 10,0 / 50,0 · 100 % = 20 %. Ein MPa entspricht einem N/mm². Keine dieser Rechnungen sagt allein etwas über Kalibrierstatus, Messunsicherheit, Probenbruchlage oder tatsächliche Normkonformität aus.
| Probe | Rm | Bruchdehnung | Bewertung gegen fiktive Einzelgrenzen |
|---|---|---|---|
| A | 500 MPa | 21 % | beide Anforderungen rechnerisch erfüllt |
| B | 470 MPa | 22 % | Zugfestigkeit unterschreitet die Übungsgrenze |
| C | 510 MPa | 20 % | beide Anforderungen rechnerisch erfüllt |
Modellergebnis: Alle drei Dehnungswerte sind mindestens 18 %, aber Probe B verfehlt die erfundene Mindestzugfestigkeit von 480 MPa. Ein Mittelwert der Zugfestigkeiten von etwa 493,3 MPa darf diesen Einzelbefund nicht verdecken. Der Modellauftrag wird daher nicht pauschal als bestanden dokumentiert. Im echten Arbeitsprozess wären vorgeschriebene Dokumentation, Befundklärung und die Entscheidung der verantwortlichen qualifizierten Stelle erforderlich; weder eigenmächtige Wiederholungsprüfung noch Bauteilfreigabe ist zulässig.
Fehlerquellen und Musterprotokoll
Musterprotokoll für die Übung: „Drei synthetische Datensätze A–C; S0 jeweils 100 mm²; L0 jeweils 50,0 mm; rechnerische Festigkeiten 500/470/510 MPa; rechnerische Dehnungen 21/22/20 %; Grenzwerte Rm mindestens 480 MPa und A mindestens 18 % je Probe; Abweichung in B. Bewertung: Einzelanforderung verfehlt, Rückfrage an verantwortliche Stelle simuliert. Kein realer Prüfbericht.“ Ergänze immer Quelle der Vorgabe, Fallkennung, Rechenweg, Einheit, Version und Bearbeitungsdatum.
Typische Fehler: kN ohne Umrechnung eingesetzt; Querschnitt und Messlänge verwechselt; „500 N“ statt „500 MPa“ notiert; aus einem positiven Mittelwert auf jede Einzelprobe geschlossen; einen auffälligen Wert heimlich gestrichen; unzulässige Aussagen über eine reale Charge getroffen.
Bewertungsraster für den Modellfall
Das Raster bewertet das Übungsprodukt, nicht eine berufliche Zulassung.
| Kriterium | Punkte | Erfüllungsnachweis |
|---|---|---|
| Rechts- und Geltungsbezug | 15 | eigene Fachrichtung, einschlägige Ordnung und synthetische Grenzen ausdrücklich unterschieden |
| Prüfplanung und Rückverfolgbarkeit | 15 | Probe, Einheiten, Eingabewerte, Prüfziel und Verfahrensgrenzen nachvollziehbar |
| Rechenweg | 20 | richtige Umrechnung, zwei Formeln und sechs korrekte Einzelresultate |
| Interpretation | 20 | jede Einzelgrenze geprüft, Abweichung B und Mittelwertproblem erkannt |
| Fehleranalyse und Kommunikation | 15 | mögliche Ursachen erklärt, dokumentierte Eskalation statt Eigenfreigabe |
| Sicherheit und Zuständigkeiten | 10 | fiktive Daten erkannt und praktische Freigabe nicht vorgetäuscht |
| Darstellung | 5 | lesbares Protokoll, fachsprachlich und mit korrekten Einheiten |
| Gesamt | 100 | Lehr-/Lernraster; keine amtliche Noten- oder Prüfungsgewichtung |
Diagnosehinweis: Wer alle sechs Werte richtig berechnet, aber Probe B trotzdem freigibt, hat keinen reinen Rechenfehler, sondern einen zentralen Fehler bei der fachlichen Entscheidung. Daraus folgt ein anderes Lernziel.

Praxisbild: Brinell-Prüfmaschine. Das Bild verdeutlicht die Trennung zwischen hier ausgewerteten Daten und realen Arbeiten, die nur angeleitet stattfinden. Commons: Foundrax Engineering Products, CC BY 4.0.
Aus der Diagnose einen wirksamen Lernplan machen
Prioritäten nach Prüfungsrelevanz und Fehlerschwere
Bilde für jedes persönliche Lernziel eine Ampel aus beobachteter Kompetenz, Fehlerhäufigkeit und beruflicher Tragweite. Rot bedeutet etwa: fachlich riskante Entscheidung oder mehrfach falscher Rechenweg; Gelb: richtig mit Hilfestellung; Grün: in zwei unterschiedlichen Fällen selbstständig mit Begründung. Stelle roten Themen zunächst kleine, prüfbare Übungen gegenüber. Wenn eine Aufgabe zu einer fremden Fachrichtung gehört, ist sie nicht automatisch Teil deines aktuellen Plans. Nutze die Ausbildungsordnung als Referenz, aber erfinde keine amtlichen Gewichte.
| Woche | Lernschwerpunkt | Konkretes Produkt | Überprüfung |
|---|---|---|---|
| 1 | Geltende Ordnung und Fachrichtung | persönliche Paragrafen-/Prüfungsbereichsmatrix | Quellenvergleich mit BIBB und Rechtsfassung |
| 2 | Messgrößen und Einheiten | drei neue synthetische Rechenfälle mit Rechenkontrolle | mindestens zwei unabhängig richtige Lösungen |
| 3 | Befunde und Abweichungen | zwei verschiedene Entscheidungsprotokolle | keine verdeckte Einzelabweichung |
| 4 | Begründete Prüfungssimulation | Kurzprotokoll und simuliertes Fachgespräch | Rastervergleich und begründeter Folgelernschritt |
Der Vierwochenplan ist ein Lernbeispiel, kein offizieller IHK-Prüfungsfahrplan. Termine und zeitliche Verteilung passt du an deine Situation an.
SMART formulieren und den Erfolg erneut diagnostizieren
Statt „Härte besser können“: „Bis zum Ende von Woche 2 erkläre ich aus zwei neuen Fallskizzen den Unterschied von Brinell und Vickers, nenne je eine verfahrensbedingte Grenze und dokumentiere die Entscheidung mit Quelle.“ Ein guter Lernschritt hat konkrete Handlung, überprüfbaren Beleg, realistische Bedingungen und einen Termin. Plane Wiederholung mit veränderten Aufgaben statt reines Wiederlesen; prüfe den Transfer auf eine andere Werkstoffklasse oder eine anders formulierte Prüfanweisung.
Das Lernprotokoll enthält nur erfundene Kennungen und eigene Erkenntnisse. Teile keine personenbeziehbaren Ausbildungsdaten, keine Kundenmessungen und keine geschützten Originalprüfungsaufgaben. Fachgespräche bleiben didaktische Simulationen und ersetzen keine Qualifikation.
Mediengestützte Reflexion

Foto: Magnetpulverprüfung im industriellen Kontext. Erkenne den Unterschied zwischen einem dokumentierten Prüfprozess und einer Lernskizze. Commons: Davidmack, CC0 1.0.

Befundbild: Anzeigen bei der Magnetpulverprüfung. Eine Anzeige ist noch keine vollständige Beurteilung ohne Prüfauftrag und Bewertungskriterien. Commons: Skleeba, CC BY-SA 4.0.
Video: „Härteprüfung nach Vickers“, Werkstofftechnik – HTW Berlin (2020). Vergleiche das Verfahren mit der Brinell-Skizze. Urheberrecht beim Kanal; als eingebettete Lernhilfe, nicht als offen lizenzierte Kopiervorlage.
Als zusätzliche nachgewiesene audiovisuelle Lernquelle bietet die HTW Berlin einen Beitrag zum Zugversuch (2021). Denke beim Ansehen in den Kategorien „Prüfziel – Messgrößen – Dokumentation – Gefahrengrenzen“.
Interaktive Aufgaben
Multiple-Choice: Wissen anwenden
Woran erkennst du die für dich geltende Prüfungsstruktur? (Am Ausbildungsbeginn und der Fachrichtung mit der dazu geltenden Rechtsfassung) (!Allein am Titel eines älteren Prüfungsvorbereitungsheftes) (!Allein an der Empfehlung eines anderen Ausbildungsberufs) (!An einer ungeprüften allgemeinen Internetgrafik)
Rückmeldung: Erst die Kombination von Startdatum, Fachrichtung und Rechtsgrundlage klärt, welche Vorschriften für die Prüfung relevant sind.
Welche Aussage beschreibt Teil 1 der Abschlussprüfung nach WerkstoffPrAusbV zutreffend? (Er ist Teil der gestreckten Abschlussprüfung) (!Er ist eine rechtlich unverbindliche freiwillige Probeprüfung) (!Er ist stets identisch mit einer Zwischenprüfung nach der Ordnung von 1996) (!Er ersetzt in jeder Fachrichtung automatisch den gesamten Teil 2)
Rückmeldung: Teil 1 ist kein bloßes Feedbackinstrument. Seine Rolle ergibt sich aus der gestreckten Struktur der einschlägigen Ordnung.
Was ist ein aussagekräftiger Diagnosebeleg? (Eine begründete eigenständige Lösung eines neuen Fachfalls mit dokumentiertem Rechenweg) (!Eine ohne Verständnis kopierte Musterantwort) (!Die Anzahl geöffneter Webseiten) (!Ein bloßes Gefühl der Sicherheit ohne Arbeitsprodukt)
Rückmeldung: Kompetenz benötigt beobachtbare Leistung. Ein neuer Transferfall verhindert, dass nur die Musterlösung wiedererkannt wird.
Welche Zugfestigkeit ergibt der fiktive Wert 47 kN bei 100 Quadratmillimetern Ausgangsfläche? (470 MPa) (!47 MPa) (!4,7 MPa) (!4700 MPa)
Rückmeldung: 47 kN sind 47 000 N. Geteilt durch 100 Quadratmillimeter ergibt das 470 N je Quadratmillimeter.
Warum reicht im Modellfall der Mittelwert von rund 493 MPa nicht für eine positive Einzelbewertung? (Weil Probe B die ausdrücklich vorgegebene Einzelgrenze unterschreitet) (!Weil Mittelwerte grundsätzlich nie ausrechenbar sind) (!Weil eine Bruchdehnung von 22 Prozent verboten wäre) (!Weil bei drei Proben immer nur die höchste Kraft zählt)
Rückmeldung: Vor der Aggregation muss geklärt sein, ob Grenzwerte für jede Probe oder für eine Verteilung gelten.
Welche Information gehört zwingend zu einem nachvollziehbaren Übungsprotokoll? (Probenkennung mit Ausgangsdaten, Einheiten, Berechnung und angewandter Übungsgrenze) (!Nur das Wort bestanden ohne weitere Angaben) (!Nur die Lieblingsmethode der lernenden Person) (!Nur ein nachträglich ausgewählter günstiger Messwert)
Rückmeldung: Erst eine dokumentierte Begründung macht eine Bewertung überprüfbar.
Welche Aussage über zerstörungsfreie Verfahren ist sachlich angemessen? (Die Erkennbarkeit hängt von Verfahren, Material, Fehlerart und Prüfbedingungen ab) (!Jede Sichtprüfung entdeckt alle inneren Fehler) (!Jede negative Anzeige beweist absolute Fehlerfreiheit) (!Ultraschall benötigt nie eine geeignete Prüfanweisung)
Rückmeldung: Die Grenzen des Verfahrens gehören zur fachlichen Bewertung; eine Nichtanzeige ist kein universeller Freigabeschein.
Was ist bei einem synthetischen Fall mit unklarem Kalibrierstatus richtig? (Die Aussagekraft kennzeichnen und eine Klärung durch Verantwortliche vorsehen) (!Den Kalibrierstatus stillschweigend als gültig behandeln) (!Die fehlende Angabe aus dem Härtewert erraten) (!Eigenmächtig eine reale Maschinenfreigabe erteilen)
Rückmeldung: Fehlende Messbedingungen sind eine Informationslücke; sie darf nicht durch frei erfundene Angaben geschlossen werden.
Wie ist ein Fehler durch Verwechslung von Kilonewton und Newton einzuordnen? (Als Einheitenfehler mit gezieltem Training der Umrechnung) (!Als Beweis einer falschen Ausbildungsordnung) (!Als vollständiger Nachweis mangelnder Motivation) (!Als notwendiger Gerätefehler ohne weitere Prüfung)
Rückmeldung: Benenne die Ursache so präzise, dass der nächste Übungsschritt genau sie adressiert.
Welcher Lernplan ist am ehesten überprüfbar? (Zwei neue Protokollfälle mit dokumentierter Grenzwertentscheidung bis Freitag bearbeiten) (!Irgendwann alles ein wenig wiederholen) (!Nur besonders leichte Aufgaben ohne Auswertung lesen) (!Unabhängig von der Fachrichtung sämtliche Prüfungshefte auswendig lernen)
Rückmeldung: Handlungsprodukt, Qualitätskriterium und Zeitpunkt machen den Fortschritt sichtbar.
Memory: Begriffe und Bedeutungen
| Gestreckte Abschlussprüfung | Abschlussprüfung mit zeitlich getrennten Teilen 1 und 2 |
| Ausbildungsordnung | Rechtliche Grundlage des jeweiligen anerkannten Ausbildungsberufs |
| Fachrichtung | Spezialisierung mit eigenen prüfungsbezogenen Regelungen |
| Prüfprotokoll | Nachvollziehbare Dokumentation von Daten, Bedingungen und Bewertung |
| Kompetenzdiagnose | Beleggestützte Einschätzung des gegenwärtigen Lernstands |
| Zugfestigkeit | Auf ursprüngliche Probenfläche bezogene maximale Zugkraft |
| Transferaufgabe | Neuer Fall zum Prüfen selbstständiger Anwendung |
Drag-and-drop: Handlungen zuordnen
Ordne jeder beruflichen Handlung das passende Ergebnis zu.
| Fachliche Handlung | Passendes Arbeitsergebnis |
|---|---|
| Rechtsfassung prüfen | Passende Vorschrift zum eigenen Ausbildungsbeginn finden |
| Messwert umrechnen | Einheitlich dokumentierter Zahlenwert |
| Einzelgrenze prüfen | Beurteilung jedes Datensatzes nach dem vorgegebenen Kriterium |
| Fehlerursache bestimmen | Lernziel passend zum beobachteten Denkfehler |
| Transfer kontrollieren | Neue selbstständig begründete Lösung statt kopierter Musterlösung |
Kreuzworträtsel: Fachsprache
| Ausbildungsordnung | Wie heißt die rechtliche Grundlage der Ausbildungsinhalte eines anerkannten Berufs? |
| Fachrichtung | Wie heißt die berufsinterne Spezialisierung Metalltechnik oder Systemtechnik? |
| Zugversuch | Welches Verfahren bestimmt unter anderem die Zugfestigkeit einer Werkstoffprobe? |
| Prüfanweisung | Wie heißt ein Dokument mit konkreten Vorgaben für die Durchführung einer Prüfung? |
| Toleranz | Welcher Begriff bezeichnet einen zugelassenen Abweichungsbereich? |
| Messunsicherheit | Wie heißt die Kenngröße für die Streuung plausibler Werte eines Messergebnisses? |
LearningApps
Übe die Begriffszuordnung mit passenden LearningApps-Suchergebnissen. Die Suchseite ist kein individuell freigegebenes Originalprüfungsangebot; prüfe Treffer kritisch auf Aktualität und Fachrichtung.
Lückentext: Von der Verordnung zum Lernnachweis
Offene Aufgaben
Alle Aufgaben verwenden ausschließlich synthetische Daten und öffentlich verfügbare, rechtmäßig nutzbare Lernmittel. Keine realen Prüfungen oder Anlagen ohne qualifizierte Anleitung!
Leicht
- Fachrichtungssteckbrief: Erstelle eine beschriftete Übersicht aller vier Fachrichtungen und notiere für deine Fachrichtung die relevanten Paragrafen der WerkstoffPrAusbV mit Quellenlink.
- Prüfungsbegriffe: Schreibe eine kurze eigene Erklärung, worin sich Zwischenprüfung und Teil 1 einer gestreckten Abschlussprüfung unterscheiden, und belege sie an der Rechtsgrundlage.
- Einheitenkarte: Gestalte fünf digitale Karteikarten zu N, kN, mm², N/mm² und MPa einschließlich eines selbst erfundenen Rechenbeispiels.
- Verfahrensplakat: Vergleiche die geprüften Commons-Schemata zu Brinell und Vickers auf einem beschrifteten Informationsblatt mit Urheber- und Lizenzvermerk.
Standard
- Anforderungsmatrix: Übertrage fünf Tätigkeitsverben aus deinem fachrichtungsspezifischen Prüfungsparagrafen in beobachtbare Lernziele und ergänze je ein Nachweisprodukt.
- Diagnosebogen: Entwickle einen anonymen Selbsteinschätzungsbogen mit der Skala 0–3 und begründe für drei Teilkompetenzen die gewählten Belege.
- Rechenprotokoll: Löse den synthetischen Modellfall vollständig und erstelle aus Formeln, Einheiten und Einzelwertprüfung ein nachvollziehbares Tabellenblatt.
- Fehlerkatalog: Beschreibe anhand dreier selbst erfundener Fehlentscheidungen jeweils Ursache, Risiko, Korrekturregel und passende Transferaufgabe.
Schwer
- Fachrichtungssimulation: Entwerfe für deine Fachrichtung eine rein schriftliche Prüfauftragssimulation mit Grenzen, Rollen und Bewertungsfragen, ohne reale Anlagenparameter oder vertrauliche Daten zu nutzen.
- Medienanalyse: Produziere ein zweiminütiges kommentiertes Bildschirmvideo zu einem frei lizenzierten Werkstoffschema und benenne Erkenntnismöglichkeiten, Grenzen, Quelle und Lizenz.
- Befundkonferenz: Verfasse zwei konkurrierende Erklärungen zu einem synthetischen Prüfabweichungsfall, nenne fehlende Evidenz und formuliere eine verantwortliche Eskalationsentscheidung.
- Individueller Lernpfad: Erstelle einen vierwöchigen Plan aus Diagnosedaten, Prioritäten, messbaren Lernzielen und zwei voneinander unabhängigen Transferkontrollen und verteidige die Auswahl in einem simulierten Fachgespräch.


Lernkontrolle
- Rechtsquellenentscheidung: Ein Lernzettel spricht für einen Ausbildungsbeginn 2025 von einer bloßen Zwischenprüfung. Erläutere schrittweise, welche Primärquelle du aufrufst und wie du die Aussage überprüfst.
- Fachrichtungswechsel: Vergleiche die Paragrafen zu Metalltechnik und Systemtechnik und begründe, warum du Prüfungsinhalte der anderen Fachrichtung nicht unbesehen übernimmst.
- Transferrechnung: Erfinde eine neue Probe mit anderem Querschnitt und anderer Maximalkraft, berechne ihre Zugfestigkeit nachvollziehbar und formuliere eine selbst gewählte ausdrücklich fiktive Grenze.
- Unsicherheitsanalyse: Erkläre, welche zusätzlichen Angaben vor einer realen Beurteilung neben sechs rechnerisch plausiblen Zahlen erforderlich wären.
- Einzelwertproblem: Begründe am Modellfall, weshalb die rechnerische Bestehensentscheidung nicht aus dem Mittelwert allein abgeleitet werden darf und wer im realen Betrieb zuständig wäre.
- Diagnose und Förderung: Eine Lernperson kann Formeln auswendig, verwechselt aber bei neuen Fällen die Einheit. Ordne die Fehlerursache zu und plane zwei überprüfbare Transferübungen.
Lernnachweis
Ein vollständiges Lernportfolio enthält (1) die belegte Auswahl der passenden Ausbildungsordnung samt Fachrichtung und Ausbildungsbeginn, (2) eine Prüfungsbereichs- und Kompetenzmatrix, (3) einen anonymen Diagnosebogen mit begründeten Bewertungen, (4) den vollständig gerechneten synthetischen Modellfall mit Einzelwertentscheidung, (5) eine schriftliche Fehler- und Sicherheitsreflexion, (6) einen individuellen Lernplan mit Terminen sowie (7) mindestens zwei neue Lösungen als Transferbeleg. Bewerte die Produkte mit transparenten Kriterien und dokumentiere, was du selbstständig beherrschst und wofür Anleitung nötig bleibt. Keine originale Kammerprüfung, kein personenbezogener Leistungsdatensatz und kein realer Freigabenachweis werden benötigt.
OER und Wikipedia
Geprüfte Rechts- und Fachquellen:
- WerkstoffPrAusbV – konsolidierte Verordnung, Stand mit Änderung von 2014 (amtliche Rechtsquelle; Ausbildungsbeginn und Fachrichtung berücksichtigen).
- BIBB-Berufsprofil Werkstoffprüfer/-in, Metalltechnik (Ausbildungsdauer, vier Fachrichtungen und Verweise).
- BIBB „Ausbildung gestalten – Werkstoffprüfer/Werkstoffprüferin“ (Ausbildung und Prüfungsstruktur erläutert).
- Wikipedia: Werkstoffprüfung (enzyklopädischer Überblick, nicht vorrangige Rechtsquelle).
- HTW Berlin: Zugversuch, Lehrvideo aus dem Jahr 2021 (Hochschulmedium, nicht automatisch OER).
Geprüfte Bilder und Lizenznachweise auf Wikimedia Commons:
| Eingebundene Datei | Quellen- und Lizenzseite | Urheber | Nutzungsangabe |
|---|---|---|---|
| File:Stress-strain curve.svg | Commons | Sigmund | Public Domain |
| File:BrinellHardness.svg | Commons | LoKiLeCh, Nerdture | CC BY-SA 2.5 oder kompatible auf der Dateiseite genannte Lizenz |
| File:Vickers hardness.svg | Commons | Freundchen | CC0 1.0 |
| File:Ultrasonic Testing Machine showing readings.jpg | Commons | Abhijit Nandi | CC BY-SA 3.0 |
| File:Microscope metallographique.JPG | Commons | Gfsas | CC BY 1.0 |
| File:Iron carbon phase diagram.svg | Commons | AG Caesar | CC BY-SA 4.0; Schema, keine normative Genauigkeit |
| File:A Brinell hardness testing machine.jpg | Commons | Foundrax Engineering Products | CC BY 4.0 |
| File:Wet magnetic particle testing on a pipeline.jpg | Commons | Davidmack | CC0 1.0 |
| File:Defect in Magnetic particle inspection.png | Commons | Skleeba | CC BY-SA 4.0 |
Fachvideos und Rechte: Härteprüfung nach Brinell und Härteprüfung nach Vickers, beide veröffentlicht von „Werkstofftechnik – HTW Berlin“ (2020), wurden als fachlich passende Videodatensätze geprüft. Hier werden nur die jeweiligen Originalseiten über den Videoplayer eingebunden, nicht kopiert oder als OER umetikettiert. Bildnachweise und vollständige Lizenzbedingungen stehen jeweils auf den verlinkten Commons-Dateiseiten; bei Weiterbearbeitung Namensnennung und ShareAlike beachten.
Wikipedia-Lektüre (deutschsprachige Ergänzung):
Verknüpfte Lernbereiche
Berufsportal: Ausbildung – Werkstoffprüfer. Passende bereits nachgewiesene MOOCwiki-Lernangebote: Materialprüfung, Härteprüfung und Lunkerprüfung. Für einzelne Begriffe ergänzend Zugversuch, Ultraschallprüfung, Metallografie, Qualitätsmanagement und Arbeitssicherheit. Die Ausbildungsordnung bleibt gegenüber sekundären Lernkursen maßgeblich.
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