KELLENBERGER K100 – Kleinteile und Schleiflose vorbereiten
Lehrmodell und Quellenbezug: Dieser Kurs ist auf unterschiedliche Ausbildungsbetriebe übertragbar. Der Metall-Muster-Betrieb bezeichnet ein fiktives redaktionelles Lehrmodell. Der Quellenbetrieb und seine Referenzanlagen sind dagegen die realen Anwendungsfälle der jeweils verlinkten Originalberichte. Quellenangaben beschreiben weder eine tatsächliche Ausstattung des Musterbetriebs noch eine Herstellerfreigabe.
Einleitung
Dieser aiMOOC zeigt dir, wie du aus einem synthetischen Fertigungsauftrag eine Teilefamilie, eindeutige Bezugsflächen, Schleifmerkmale und eine nachvollziehbare Losstruktur ableitest. Du kennzeichnest Rohteil, gespanntes Werkstück, Fertigteil und Sperrteil eindeutig und entwickelst einen Prüf- und Reaktionsplan für Kleinteile und Schleiflose.
Die Zielgruppe sind Auszubildende aller Geschlechter im Beruf Zerspanungsmechanikerin beziehungsweise Zerspanungsmechaniker im 2. Ausbildungsjahr. Berufliche Zuordnung und Jahresfolge sind redaktionelle Lernempfehlungen und mit Betrieb und Berufsschule abzustimmen.
Der Fall bezieht sich auf den Kellenberger-Anwenderbericht zum Quellenbetrieb am Referenzstandort über eine KELLENBERGER K100 mit Wenger A9000 FLEX. Die Quelle nennt kein Publikations- oder Inbetriebnahmedatum. Einige Bildtexte nennen „KELLENBERGER 100“, der Haupttext „KELLENBERGER K100“; hier gilt die Modellbezeichnung des Haupttextes. Maschine und Lader bilden einen zusammenhängenden Fall.
Sicherheits- und Nachweisgrenze: Alle Auftrags-, Maß-, Zeit-, Paletten- und Prüfdaten dieses Kurses sind ausdrücklich synthetische Lehrmodelle. Sie sind keine Herstellerparameter, keine Bedienfreigabe und keine realen Referenz-Daten. Reale Maschinenarbeit ist nur nach betrieblicher Unterweisung, freigegebener Betriebsanweisung und unter qualifizierter Anleitung zulässig. Der Kurs ist kein offizieller Hersteller- oder Kellenberger-Lehrgang und ersetzt weder Zeichnung noch Arbeitsplan, Gefährdungsbeurteilung oder Bedienungsanleitung.

Das Video zeigt eine KELLENBERGER K100 in einer anderen Konfiguration. Beobachte Aufbau und Arbeitsraum, aber übertrage keine Bedienhandlungen oder Parameter auf den Fall am Referenzstandort.
Auftrag, Quellenlage und sichere Vorbereitung
Ergebnisprodukte und Informationsrangfolge
Aus dem Auftrag entstehen ein Teilefamilienblatt, ein Bezugs- und Merkmalsplan, ein Kennzeichnungsplan, ein Los- und Palettenplan sowie ein Prüfplan. Für jede Aussage hältst du fest, ob sie aus einer freigegebenen betrieblichen Unterlage, einer Herstellerunterlage, einer Fachquelle oder einem Lehrmodell stammt.
| Rang | Quelle | Bedeutung |
|---|---|---|
| 1 | Freigegebene Zeichnung, Arbeits- und Prüfplan | verbindliche Sollmerkmale und betriebliche Freigaben |
| 2 | Betriebsanweisung, Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung | sichere reale Durchführung und Störfallwege |
| 3 | Unterlagen der tatsächlich installierten Konfiguration | Maschinenfunktionen und Einsatzgrenzen |
| 4 | Anwenderbericht, Fachmedien und OER | Kontext, Grundlagen und Lernaufgaben, aber keine Bedienfreigabe |
Fehlende Datums-, Konfigurations- oder Freigabeangaben werden als offen dokumentiert. Sie dürfen nicht geschätzt oder von einer ähnlichen Maschine übernommen werden.
Sicherheitslogik und Stoppregel
Bei einer gekapselten CNC-Rundschleifmaschine haben wirksame Schutzeinrichtungen, sichere Zustände und freigegebene Abläufe Vorrang. Vor realer Tätigkeit müssen Unterweisung, Betriebsanweisung, Schutzeinrichtungen, Spannkonzept, Prüfmittel und Rückverfolgbarkeit bestätigt sein.
Stoppregel: Bei unklarer Zeichnung, fehlender Freigabe, beschädigtem Rohteil, widersprüchlicher Kennzeichnung, ungeklärter Spannlage oder unplausibler Messung wird nicht improvisiert. Das Teil erhält Sperrstatus; eine qualifizierte Fachkraft entscheidet.
| Eigene Ablaufskizze |
|---|
| Auftrag prüfen → Quellenstand markieren → Merkmale und Bezüge ableiten → Risiken klären → Teilefamilie bilden → Kennzeichnung und Los planen → Spann- und Prüfkonzept freigeben lassen → erst dann reale Umsetzung |

Teilefamilie, Bezugsflächen und Schleifmerkmale
Teilefamilie und Bezüge ableiten
Eine Teilefamilie umfasst Varianten mit gemeinsamen Funktions- und Fertigungsmerkmalen. Gleiches Material oder ähnliche Länge allein reichen nicht. Prüfe Funktionsflächen, Bezugslogik, Spannprinzip, Schleifmerkmal, Messstrategie und Automatisierbarkeit. Ändert eine Variante Bezug, Spannmittel oder Prüfverfahren wesentlich, wird sie getrennt geplant.
Bei rotationssymmetrischen Teilen bilden häufig eine Funktionsachse A und eine axiale Bezugsfläche B das Bezugssystem. Eine zusätzliche Fläche C kann die Orientierung sichern. Die Funktionskette lautet:
| Eigene Funktionskettenskizze |
|---|
| Bauteilfunktion → Funktionsfläche → Zeichnungsmerkmal → Bezug → Spannlage → Schleifoperation → Prüfmerkmal → Freigabe |
Ein Schleifmerkmal umfasst Fläche, Bezug, Grenzmaße, Oberfläche, Messort, Messprinzip und Reaktion bei Abweichung. Die konkrete Messmittelwahl richtet sich nach Toleranz, Geometrie, Messunsicherheit und freigegebenem Prüfplan.


Grenzmaße und Schleifzugabe berechnen
Für Nennmaß N, oberes Abmaß Ao und unteres Abmaß Au gelten:
Go = N + Ao
Gu = N + Au
T = Go − Gu
Als rechnerischer Lehrzielwert kann die Mitte des Toleranzfeldes verwendet werden:
m = (Go + Gu) / 2
Aus Vorbearbeitungsdurchmesser dvor und Zielmaß dziel folgen:
Durchmesserzugabe Zd = dvor − dziel
Zugabe je Seite Zs = Zd / 2
Beispiel: N = 20,000 mm, Ao = −0,006 mm, Au = −0,014 mm. Dann sind Go = 19,994 mm, Gu = 19,986 mm, T = 0,008 mm und m = 19,990 mm. Bei dvor = 20,180 mm beträgt Zd = 0,190 mm und Zs = 0,095 mm.
Die Rechnung allein beweist keine Bearbeitbarkeit. Formfehler, Härteverzug, Aufmaßverteilung, Spann- und Messsicherheit sowie die Prozessfreigabe müssen zusätzlich beurteilt werden.
Rohteil, Spannstatus, Schleiflos und Prüfung
Rohteil prüfen und Zustände kennzeichnen
Vor der Losfreigabe werden Identität, Zeichnungsstand, Zustand, Bezugselemente, Aufmaß, Sauberkeit und Trennung der Teile geprüft. Kennzeichnungen dürfen Funktions-, Spann- oder Schleifflächen nicht beschädigen. Im bewegten oder geschlossenen Arbeitsraum bleiben keine losen Anhänger am Werkstück.
| Status | Lehrcode | Kennzeichnung | Freigabekriterium |
|---|---|---|---|
| Rohteil geprüft | R-A-001 | Rohteilfach, Behälterkarte oder Datensatz | Identität, Zustand und Aufmaß geprüft |
| gespannt oder in Bearbeitung | G-A-001 | Maschinenstatus, Spannplatz und Auftragsprotokoll | Spannlage fachlich freigegeben |
| fertig und geprüft | F-A-001 | Fertigteilträger mit Prüfstatus | alle vorgeschriebenen Merkmale bestanden |
| gesperrt | Q-A-001 | getrennte Sperrzone und Abweichungsmeldung | Entscheidung der zuständigen Stelle offen |
Das Spannkonzept muss Bezug, Krafteinleitung, Zugänglichkeit, Wiederholgenauigkeit, Kollisionsfreiheit und Greifzone zusammenführen. Spannkraft, Drehzahl, Zustellung, Schleifscheibe oder Abrichtstrategie werden in diesem Kurs bewusst nicht vorgegeben.


Schleiflos, Palettenlogik und Prüfplan
Eine Teilefamilie ist eine technische Gruppierung, ein Fertigungsauftrag eine organisatorische Anforderung und ein Schleiflos eine eindeutig verfolgte Menge unter einer festgelegten Planung. Zeichnungsstand, Materialcharge, Wärmebehandlung oder Prüfstatus können eine Trennung verlangen.
Die Primärquelle beschreibt die KELLENBERGER K100 mit angepasst eingesetztem Wenger A9000 FLEX für kleinere Teile. Der Lader ist Teil dieses Falls und kein zusätzlich gezähltes System. Der Bericht liefert Kontext zur Automation, aber keine Rüst- oder Bedienanweisung.
Das deutschsprachige Herstellervideo gibt einen allgemeinen Einblick in Kellenberger-Automationslösungen; es ist kein Nachweis der konkreten Anlagenkonfiguration am Referenzstandort. Beobachte Materialfluss, Schutzraum und Übergaben. Konkrete Parameter oder Handlungen dürfen nicht ungeprüft übertragen werden.
Palettenregeln: Varianten, Rohteile, Fertigteile und Sperrteile werden räumlich und logisch getrennt. Jede Position hat eine feste Kennung. Eine Entnahme oder Rückgabe ändert den dokumentierten Status. Ein Teil ohne eindeutigen Datensatz gilt nicht als freigegeben.
Ein Prüfplan beantwortet: Was wird womit, wann, wie oft, gegen welches Kriterium und mit welcher Reaktion geprüft? Das Erstteil bestätigt Planung und Prozessstart; laufende Prüfungen überwachen den Verlauf; das Letztteil und die Dokumentationsprüfung schließen das Los. Bei Abweichung werden alle seit der letzten bestätigten Gutprüfung betroffenen Teile identifiziert und gesperrt.
| Eigener Reaktionsplan |
|---|
| Abweichung erkennen → Bearbeitung stoppen → Teil und potenziell betroffenen Bereich sperren → Messung und Identität prüfen → Ursache fachlich klären → dokumentierte Entscheidung abwarten → erst nach Freigabe fortsetzen |
Berufstypischer Modellfall: Teilefamilie L2
Synthetischer Auftrag und Arbeitsauftrag
Lehrmodell, keine realen Betriebsdaten: Drei Varianten gehärteter Distanzbolzen besitzen dieselbe Funktionsachse A, Bezugsfläche B und zu schleifende Außenfläche. Sie unterscheiden sich in Maß, Länge und Menge.
| Variante | Nennmaß | Ao | Au | Vorbearbeitungsmaß | Länge | Menge |
|---|---|---|---|---|---|---|
| A | 20,000 mm | −0,006 mm | −0,014 mm | 20,180 mm | 72 mm | 24 |
| B | 24,000 mm | −0,008 mm | −0,016 mm | 24,220 mm | 86 mm | 18 |
| C | 30,000 mm | −0,010 mm | −0,020 mm | 30,260 mm | 94 mm | 12 |
- Bilde die Teilefamilie und nenne gemeinsame sowie trennende Merkmale.
- Berechne Grenzmaße, Zielmaß, Durchmesserzugabe und Zugabe je Seite.
- Lege R-, G-, F- und Q-Kennzeichnung fest.
- Entwirf einen getrennten Paletten- und Prüfplan.
- Nenne die vor realer Umsetzung erforderlichen Freigaben.
Nachvollziehbare Musterlösung
Familienbildung: A, B und C gehören zur Teilefamilie L2, weil Funktionsachse, Bezugsfläche, Außenrundfläche, Prüfmerkmale und Kennzeichnungslogik übereinstimmen. Maße, Längen und Mengen bleiben getrennte Lose.
Variante A: Go = 19,994 mm, Gu = 19,986 mm, T = 0,008 mm, m = 19,990 mm, Zd = 0,190 mm, Zs = 0,095 mm.
Variante B: Go = 23,992 mm, Gu = 23,984 mm, T = 0,008 mm, m = 23,988 mm, Zd = 0,232 mm, Zs = 0,116 mm.
Variante C: Go = 29,990 mm, Gu = 29,980 mm, T = 0,010 mm, m = 29,985 mm, Zd = 0,275 mm, Zs = 0,1375 mm.
Kennzeichnung: Rohteile heißen beispielsweise R-L2-A-001, gespannte Teile werden nur über sicheren Systemstatus als G-L2-A-001 geführt, geprüfte Fertigteile als F-L2-A-001 und Abweichungen als Q-L2-A-001.
Los- und Prüfplan: Jede Variante erhält getrennte Roh- und Fertigteilträger; ein unterteilter Sperrträger nimmt Q-Teile auf. Das erste Teil jeder Variante wird vollständig geprüft. Im Lehrmodell folgt danach jedes fünfte Teil für Durchmesser und Identität; das Letztteil erhält eine Abschlussprüfung. Die reale Prüfhäufigkeit bestimmt ausschließlich der freigegebene Prüfplan.
Freigaben: Zeichnungsstand, Werkstoffzustand, Spannkonzept, Greifzone, Schleifwerkzeug, Abrichtstrategie, Kühlschmierstoff, Programm, Kollisionsprüfung, Schutzfunktionen, Messmittel und Reaktionsplan müssen betrieblich bestätigt sein.
Bewertungsraster zum Modellfall
| Bereich | Punkte | Volle Leistung |
|---|---|---|
| Quellen und Sicherheit | 15 | Lehrdaten, Nachweisgrenzen und Unterweisungspflicht korrekt |
| Teilefamilie und Bezüge | 20 | Gemeinsamkeiten, Trennmerkmale, A und B funktional begründet |
| Rechenweg | 25 | Grenzmaße, Toleranz, Zielmaß und Zugaben aller Varianten korrekt |
| Kennzeichnung und Losplan | 15 | R, G, F und Q eindeutig und rückverfolgbar |
| Prüf- und Reaktionsplan | 15 | Erstteil, Verlauf, Letztteil und Sperrreaktion nachvollziehbar |
| Dokumentation und Transfer | 10 | Annahmen, offene Punkte und Übertragbarkeit klar |
| Gesamt | 100 | 85–100 sehr sicher, 70–84 sicher, 50–69 teilweise sicher, darunter Überarbeitung |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Prüfe dein Wissen
Welches Merkmal begründet eine Teilefamilie am besten? (Gemeinsame Funktionsbezüge und ähnliche Fertigungsmerkmale) (!Gleiche Farbe der Transportkiste) (!Gleicher Lagerort ohne weitere Prüfung) (!Ähnliche Länge allein)
Wozu dient eine Bezugsfläche in der Arbeitsvorbereitung? (Sie macht Maße und Lagebeziehungen eindeutig) (!Sie ersetzt die Werkstückzeichnung) (!Sie legt automatisch die Schleifscheibe fest) (!Sie bestimmt allein die Losgröße)
Wie wird die Zugabe je Seite aus der Durchmesserzugabe berechnet? (Durchmesserzugabe durch zwei) (!Durchmesserzugabe mal zwei) (!Nennmaß plus Toleranz) (!Oberes Grenzmaß minus Nennmaß)
Wann darf ein Teil den Fertigstatus F erhalten? (Nach bestandener vorgeschriebener Prüfung) (!Sobald es aus dem Rohteilbehälter entnommen wurde) (!Unmittelbar nach dem Einspannen) (!Wenn es optisch ähnlich aussieht)
Wie wird ein gespanntes Teil im geschlossenen Arbeitsraum sicher gekennzeichnet? (Über freigegebenen Systemstatus und Spannplatz) (!Mit losem Papieranhänger am Werkstück) (!Mit Kreide auf der Schleiffläche) (!Durch Entfernen der Losnummer)
Was ist bei fehlendem Publikationsdatum einer Quelle richtig? (Die Nachweisgrenze wird ausdrücklich dokumentiert) (!Ein ungefähres Datum wird ergänzt) (!Das Datum einer ähnlichen Seite wird übernommen) (!Die Quelle wird zur Bedienfreigabe erklärt)
Wie werden KELLENBERGER K100 und Wenger A9000 FLEX in diesem Fall betrachtet? (Als zusammenhängender Maschinenfall) (!Als zwei unabhängig gezählte Lernsysteme) (!Als Ersatz für die Betriebsanweisung) (!Als frei programmierbares Lehrspiel)
Welchen Zweck hat die Erstteilprüfung? (Sie bestätigt Planung und Prozessstart vor der Serie) (!Sie ersetzt alle weiteren Prüfungen) (!Sie dient nur der Zeiterfassung) (!Sie erlaubt das Mischen von Varianten)
Welche Maßnahme verhindert Verwechslungen am wirksamsten? (Getrennte Träger mit eindeutiger Los- und Positionskennung) (!Gemeinsamer Behälter für Roh- und Fertigteile) (!Erkennen der Variante nur nach Augenmaß) (!Entfernen aller Begleitdaten)
Was ist vor realer Maschinenarbeit zwingend erforderlich? (Betriebliche Unterweisung und qualifizierte Anleitung) (!Nur das Lesen dieses Kurses) (!Eine selbst gewählte Drehzahl) (!Die Übernahme fremder Maschinenwerte)
Memory
| Teilefamilie | Varianten mit begründet gemeinsamen Funktions- und Fertigungsmerkmalen |
| Bezugsfläche | Ausgangsfläche für eindeutige Maße und Lagebeziehungen |
| Schleifzugabe | Materialüberschuss für die geplante Feinbearbeitung |
| Erstteilprüfung | vollständige Bestätigung vor Freigabe des Loses |
| Loskennung | eindeutiger Schlüssel für Menge und Rückverfolgbarkeit |
| Sperrstatus | Zustand eines Teils bis zur fachlichen Entscheidung |
| Spannlage | definierte Position und Orientierung in der Aufnahme |
Drag-and-drop
| Ordne den Zustand der passenden Beschreibung zu. | Beschreibung |
|---|---|
| Rohteilstatus | Identität Zustand und Aufmaß wurden vor der Bearbeitung geprüft |
| Spannstatus | Das Teil ist über Systemstatus und freigegebenen Spannplatz zugeordnet |
| Fertigstatus | Alle vorgeschriebenen Prüfmerkmale sind bestanden |
| Sperrstatus | Das Teil ist getrennt und gegen weitere Nutzung gesichert |
| Prüfstatus | Messmittel Ergebnis Zeitpunkt und Teilekennung sind dokumentiert |
Kreuzworträtsel
| Bezug | Wovon werden Maße und Lagebeziehungen abgeleitet? |
| Zugabe | Welcher Materialüberschuss bleibt für das Schleifen? |
| Loskennung | Was verbindet Teilemenge und Rückverfolgbarkeit? |
| Messplan | Was legt Merkmal Messmittel Zeitpunkt und Reaktion fest? |
| Palettenplan | Was ordnet Varianten festen Trägerpositionen zu? |
| Erstteil | Welches Teil wird vor Serienfreigabe vollständig geprüft? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Auftragssichtung: Markiere in einem synthetischen Auftrag Variante, Menge, Zeichnungsstand, Schleiffläche und Prüfmerkmal. Musterlösung: Eine übersichtliche Tabelle enthält zu jedem Punkt die Fundstelle und kennzeichnet fehlende Angaben als offen.
- Zustandskennzeichnung: Entwirf vier Karten für R-, G-, F- und Q-Status. Musterlösung: Jede Karte nennt Los, Variante, Seriennummer, Status, Datum und verantwortliche Prüfstelle; G wird nur als Systemstatus geführt.
- Merkmalliste: Ordne fünf Merkmale den Gruppen Maß, Form, Lage, Oberfläche und Identität zu. Musterlösung: Durchmesser, Rundheit, Rundlauf, Rauheit und Losnummer werden den fünf Gruppen eindeutig zugeordnet.
- Messmittelwahl: Begründe für Durchmesser und Rundlauf jeweils ein geeignetes Prüfprinzip. Musterlösung: Ein geeignetes Feinmessgerät prüft den Durchmesser, ein Fühlhebelmessgerät in Vorrichtung prüft vergleichend den Rundlauf; die konkrete Auswahl bleibt freigabepflichtig.
Standard
- Teilefamilienmatrix: Vergleiche drei Varianten nach Bezug, Spannprinzip, Schleifmerkmal, Prüfstrategie und Greifzone. Musterlösung: Eine Matrix zeigt gemeinsame Merkmale und begründet mindestens ein Trennkriterium für eigene Lose.
- Zugabenrechnung: Berechne für eine frei erfundene Variante Grenzmaße, Zielmaß, Durchmesserzugabe und Zugabe je Seite. Musterlösung: Formeln, Einheiten und Zwischenschritte sind vollständig; das Ergebnis wird als Lehrwert gekennzeichnet.
- Palettenplan: Plane getrennte Träger für 16 Rohteile, 16 Fertigteile und vier Sperrplätze. Musterlösung: Jede Position besitzt eine feste Kennung; Roh-, Fertig- und Sperrbereiche sind räumlich und logisch getrennt.
- Prüfplan: Erstelle einen Plan mit Eingang, Erstteil, laufender Prüfung, Letztteil und Reaktion. Musterlösung: Jede Zeile nennt Merkmal, Messprinzip, Häufigkeit, Dokumentation und Sperrreaktion.
Schwer
- Fehlersimulation: Simuliere eine Durchmesserabweichung nach der letzten bestätigten Gutprüfung und lege den Sperrbereich fest. Musterlösung: Alle seit der letzten Gutprüfung bearbeiteten Teile werden identifiziert, gesperrt und erst nach Ursachenklärung bewertet.
- Variantenentscheidung: Entscheide, ob eine neue Variante mit anderer Bezugsfläche in L2 verbleiben darf. Musterlösung: Die Variante wird getrennt, wenn die geänderte Bezugsfläche Spann- oder Prüfkonzept verändert; die Entscheidung wird funktional begründet.
- Zeitmodell: Entwickle ein synthetisches Loszeitmodell mit Rüst-, Stück-, Prüf-, Wechsel- und Dokumentationszeit sowie Unsicherheitszuschlag. Musterlösung: Die Rechnung trennt fixe und variable Zeiten und weist ausdrücklich darauf hin, dass keine Maschinenparameter abgebildet werden.
- Lehrvideoanalyse: Produziere ein kurzes Erklärvideo zur sicheren Zustandskennzeichnung ohne reale Maschinenbedienung zu zeigen. Musterlösung: Das Video zeigt Träger, Codes, Prüfstatus und Sperrweg und endet mit dem Hinweis auf Unterweisung und Betriebsanweisung.


Lernkontrolle
- Familienbildung begründen: Beurteile einen Datensatz mit vier Varianten und entscheide anhand von Funktion, Bezug, Spannprinzip und Prüfung, welche Varianten gemeinsam geplant werden dürfen.
- Grenzmaßanalyse: Berechne aus Nennmaß und Abmaßen den zulässigen Bereich und erkläre, warum ein Einzelmesswert ohne Messunsicherheit und Messort nicht genügt.
- Rückverfolgbarkeit prüfen: Untersuche einen lückenhaften Palettenplan und nenne alle Stellen, an denen Roh-, Fertig- oder Sperrteile verwechselt werden könnten.
- Quellenkritik anwenden: Erkläre, welche Aussagen aus einem Anwenderbericht übernommen werden dürfen und welche nur aus freigegebenen Betriebs- und Herstellerunterlagen stammen dürfen.
- Reaktionsplan entwickeln: Formuliere das Vorgehen bei widersprüchlicher Teilekennung, unplausiblem Messwert und beschädigter Greifzone.
- Automatisierung bewerten: Vergleiche manuelle und automatisierte Bereitstellung hinsichtlich Verwechslungsschutz, Dokumentationsbedarf und Freigaberisiko.
- Transfer leisten: Übertrage die Methode auf eine neue Teilefamilie mit Innenbohrung und begründe, welche Bezugs-, Spann- und Prüfentscheidungen neu getroffen werden müssen.
Lernnachweis
Als Lernnachweis reichst du ein zusammenhängendes Arbeitsvorbereitungspaket ein.
| Nachweisart | Erwartete Leistung | Möglicher Beleg |
|---|---|---|
| Wissen | Begriffe Teilefamilie, Bezug, Zugabe, Los, Prüfstatus und Sperrstatus korrekt erklären | Fachglossar oder mündliche Erläuterung |
| Rechnen | Grenzmaße, Toleranz, Zielmaß und Zugabe fehlerfrei bestimmen | Rechenblatt mit Einheiten und Plausibilitätsprüfung |
| Planen | Teilefamilie, Palettenbelegung und Prüfablauf entwickeln | Familienmatrix, Palettenplan und Prüfplan |
| Sicherheit | Nachweisgrenzen, Unterweisungspflicht und Stoppregeln anwenden | kommentierte Gefährdungs- und Freigabeliste |
| Dokumentieren | Zustände und Prüfergebnisse lückenlos rückverfolgbar machen | Loskarte, Statusschema und Abweichungsmeldung |
| Transfer | Methode auf eine neue Variante oder andere Schleifaufgabe übertragen | begründete Änderungsanalyse |
Eine besonders gute Leistung trennt klar zwischen belegter Quelle, synthetischer Annahme und betrieblicher Entscheidung. Sie zeigt nicht nur das Ergebnis, sondern auch Rechenweg, Begründung, offene Punkte und Reaktion auf Abweichungen.
OER und Wikipedia
Fach- und Sicherheitsquellen
- Kellenberger: Anwenderbericht zum Quellenbetrieb, Referenzstandort – Primärquelle für den Fallbezug; Publikations- und Inbetriebnahmedatum auf der Seite nicht angegeben.
- BGHM: Schleifen – Überblick zu Gefährdungen und Schutzkonzepten.
- Wikipedia: Rundschleifmaschine – allgemeine Einführung.
- Wikipedia: Schleifen als Fertigungsverfahren – Grundlagen des Verfahrens.
- Wikipedia: Form- und Lagetoleranz – Einordnung von Bezügen und geometrischen Anforderungen.
- Wikipedia: Messschraube – Grundlagen zur Durchmessermessung.
Medien- und Rechtenachweis
| Medium | Geprüfte Quelle | Urheber oder Anbieter | Rechtehinweis |
|---|---|---|---|
| File:Outer Diameter Cylindrical Grinding.png | Wikimedia Commons | InfraYellow | CC BY-SA 4.0 |
| File:Rotating grinder.gif | Wikimedia Commons | Occupational Safety and Health Administration | Public Domain in den USA |
| File:Messschieber.jpg | Wikimedia Commons | ArtMechanic | CC BY-SA 3.0 oder GFDL |
| File:Dial Gauge Puppitast.jpg | Wikimedia Commons | Solaris2006 | CC BY-SA 3.0 oder GFDL |
| File:MagneticBase.jpg | Wikimedia Commons | Glenn McKechnie | CC BY-SA 2.0 |
| File:Grinding Wheels.jpg | Wikimedia Commons | Solaris2006 | CC BY-SA 3.0 |
| https://www.youtube.com/watch?v=BbRLYxSJb0I | Fachseite mit eingebettetem KELLENBERGER-K100-Video | Kellenberger Switzerland AG | Rechte beim Anbieter; Einbettung über YouTube |
| https://www.youtube.com/watch?v=IrITU5ylew0 | Kellenberger Automation DE; Primärquelle des Anbieters | Kellenberger | Eingebettetes Plattformvideo; Rechte verbleiben beim Anbieter, keine freie OER-Lizenz behauptet |
Die im Kurs neu erstellten Tabellen, Rechenschemata und Ablaufdiagramme sind Bestandteile dieser Seite und unterliegen der dort ausgewiesenen OER-Lizenz. Keine Medien-ID und kein Dateiname wurde frei erfunden.
Verknüpfte Lernbereiche
Bildungsnetz: Metall-Muster-Betrieb – Zerspanungsmechaniker
Der Kurs verbindet Fertigungstechnik, technische Mathematik, Qualitätssicherung, Automatisierung, Arbeitsplanung und Arbeitsschutz. Besonders wichtig ist die durchgängige Kette vom Auftrag über Bezug und Kennzeichnung bis zur Prüfung und dokumentierten Freigabe.
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