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KELLENBERGER K100 in Kempten – Zustandsübergänge der Schleifzelle modellieren

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KELLENBERGER K100 in Kempten – Zustandsübergänge der Schleifzelle modellieren

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Einleitung

Dieser aiMOOC richtet sich an Auszubildende aller Geschlechter im dritten Ausbildungsjahr des Berufs Zerspanungsmechanikerin beziehungsweise Zerspanungsmechaniker. Du modellierst den Ablauf einer automatisierten Schleifzelle als Folge eindeutig beschriebener Zustände und Übergänge. Im Mittelpunkt stehen Werkstückbereitstellung, Identitätsprüfung, Greifen, Spannen, Bearbeiten, Prüfen und Ausschleusen. Fehlende Identität, unbestätigte Rückmeldungen und widersprüchliche Zustände führen im Lehrmodell nicht zum stillen Weiterlaufen, sondern in einen definierten Zustand Unterbrochen.

Der Maschinenbezug des Falls ist die im Kellenberger-Anwenderbericht beschriebene Kombination aus KELLENBERGER K100 und dem Palettenlader Wenger A9000 FLEX am Standort Kempten. Die Quelle bezeichnet die Maschine in einzelnen Bildtexten als „KELLENBERGER 100“, während der Haupttext die Modellbezeichnung K100 verwendet. Ein Publikations- oder Inbetriebnahmedatum des beschriebenen Kemptener Falls ist dort nicht angegeben. Der Lader ist in diesem Kurs Bestandteil derselben Schleifzelle und wird nicht als zweites, unabhängig gezähltes Produktionssystem behandelt.

Wichtige Abgrenzung: Alle Ablaufdaten, Signale, Grenzwerte, Zeitstempel, Werkstücknummern und Bewertungsregeln dieses Kurses sind ausdrücklich synthetische Lehrmodelle. Sie sind keine Herstellerparameter, keine Bedienfreigaben und keine Betriebsanweisung. Reale Maschinenarbeit darf nur nach betrieblicher Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung und unter qualifizierter Anleitung erfolgen. Dieser Kurs ist ergänzendes Lernen, kein offizieller Liebherr-, Kellenberger- oder Wenger-Lehrgang und kein Ersatz für freigegebene Betriebs-, Rüst-, Prüf- oder Sicherheitsanweisungen.

Beispiel einer CNC-Universalrundschleifmaschine. Das Bild zeigt nicht die KELLENBERGER K100, sondern dient ausschließlich der Einordnung der Maschinenart.
Beispiel einer CNC-Universalrundschleifmaschine. Das Bild zeigt nicht die KELLENBERGER K100, sondern dient ausschließlich der Einordnung der Maschinenart.

Das verifizierte Hersteller-Video zeigt eine KELLENBERGER K100 mit verlängerter Spitzenweite. Es dient zur allgemeinen visuellen Einordnung der Maschinenplattform; die im Kurs verwendete Zustandslogik bleibt ein neutrales Lehrmodell und behauptet keine konkrete Steuerungsimplementierung der Kemptener Anlage.


Schleifzelle, Systemgrenze und sichere Modellierung


Was gehört zur Schleifzelle?

Eine Fertigungszelle verbindet mehrere Funktionen zu einem koordinierten Ablauf. Für diesen Kurs umfasst die Systemgrenze:

  1. Werkstückbereitstellung: Ein Rohteil liegt in einem freigegebenen Bereitstellungsplatz.
  2. Werkstückidentifikation: Eine eindeutige Identität wird gelesen und gegen den Auftrag geprüft.
  3. Handhabungstechnik: Ein Greifer nimmt das Werkstück auf und transportiert es.
  4. Spanntechnik: Das Werkstück wird in der Maschine aufgenommen; eine bestätigte Spannrückmeldung ist erforderlich.
  5. Rundschleifen: Ein freigegebenes Programm bearbeitet das Werkstück.
  6. Prüftechnik: Ein Prüfresultat wird erzeugt, plausibilisiert und einem Werkstück zugeordnet.
  7. Ausschleusen: Das Teil wird als Gutteil, Klärteil oder gesperrtes Teil in einen definierten Zielplatz abgelegt.

Zum System gehören außerdem die für das Modell notwendigen Informationen: Auftragsnummer, Werkstück-ID, Freigabestatus, aktueller Zustand, letzter bestätigter Übergang, Prüfstatus und Störgrund. Nicht Teil des Lehrmodells sind reale PLC-Programme, Sicherheitssteuerungen, konkrete Greiferkräfte, NC-Parameter oder betriebliche Freigabecodes.


Belegte Maschinenbezüge und Nachweisgrenzen

Der verlinkte Hersteller-Anwenderbericht beschreibt eine KELLENBERGER K100 mit Wenger A9000 FLEX Palettenlader in der Schleiferei der Liebherr-Verzahntechnik in Kempten. Er nennt unter anderem eine getrennte Programmierung des Laders, wechselbare Greiferköpfe, einen Teleskop-Linienportaltransport, eine automatische Luke und die Rückführung fertiger Werkstücke in den Lader. Diese Angaben belegen die grundsätzliche Eignung für ein Lernmodell aus Bereitstellen, Beladen, Bearbeiten und Rückführen. Sie belegen jedoch nicht die hier gewählten Zustandsnamen, Signalbezeichnungen oder Wiederanlaufregeln.

Aussage Status im Kurs Konsequenz
K100 und A9000 FLEX bilden im Anwenderbericht eine automatisierte Lösung Durch Primärquelle belegt Der Fall darf als realer Maschinenbezug genannt werden
Einzelne Bildtexte verwenden KELLENBERGER 100 Durch Primärquelle belegt K100 bleibt die im Haupttext verwendete Modellbezeichnung
Publikations- und Inbetriebnahmedatum des Kemptener Falls Nicht angegeben Kein Datum wird ergänzt oder geschätzt
Zustandsnamen, Signale und Zeitwerte dieses Kurses Synthetisches Lehrmodell Keine Übertragung auf reale Bedienung ohne Freigabe
Berufliche Zuordnung zum dritten Ausbildungsjahr Redaktionelle Lernempfehlung Mit Betrieb und Berufsschule abstimmen


Sicherheits- und Verantwortungsprinzip

Ein technisches Zustandsmodell darf niemals so gelesen werden, als ersetze es Schutzfunktionen. In einer realen Anlage haben Sicherheitssteuerung, Betriebsanweisung, Freigaben und die Entscheidung qualifizierter Personen Vorrang. Das Lehrmodell verwendet deshalb das Prinzip positiver Bestätigung: Ein Übergang wird nur angenommen, wenn alle notwendigen Bedingungen ausdrücklich bestätigt sind. „Kein Fehler gemeldet“ ist nicht dasselbe wie „sicher freigegeben“.

Merksatz: Unbekannt ist kein Gut-Zustand. Unbestätigt ist keine Freigabe. Widerspruch ist ein Unterbrechungsgrund.


Zustände, Ereignisse und Übergangsbedingungen


Grundbegriffe

Ein Zustand beschreibt eine für den Ablauf bedeutsame, zeitlich stabile Situation. Ein Ereignis ist eine beobachtbare Änderung, zum Beispiel „Identität gelesen“. Eine Übergangsbedingung oder Guard legt fest, wann ein Ereignis tatsächlich einen Zustandswechsel auslösen darf. Eine Aktion ist die Folge des Übergangs, etwa „Werkstückdatensatz mit Spannplatz verknüpfen“.

Ein Übergang lässt sich im Kurs so notieren:

Ausgangszustand -- Ereignis [Bedingung] / Aktion --> Zielzustand

Beispiel:

Identifiziert -- Greiferaufnahme bestätigt [ID passt zum Auftrag] / Transportauftrag protokollieren --> Im Transport

Die Notation zwingt dich, vier Fragen zu beantworten: Wo befindet sich die Zelle? Was ist passiert? Welche Bedingung muss wahr sein? Was wird beim Wechsel dokumentiert oder ausgelöst?

Allgemeines, mehrsprachiges Beispiel einer Zustandsmaschine. Das Diagramm ist kein Abbild der Schleifzelle.
Allgemeines, mehrsprachiges Beispiel einer Zustandsmaschine. Das Diagramm ist kein Abbild der Schleifzelle.


Deterministisches Lehrmodell

Das Modell soll deterministisch sein: Für eine eindeutige Kombination aus aktuellem Zustand und bestätigtem Ereignis gibt es höchstens einen zulässigen Folgezustand. Mehrdeutige Signale werden nicht geraten, sondern führen zur Klärung. Das verhindert beispielsweise, dass ein Werkstück gleichzeitig als „in Bearbeitung“ und „im Ausgabefach“ geführt wird.

Die Zustandsmenge des Lehrmodells lautet:

Kürzel Zustand Kernaussage Zulässiger nächster Normalzustand
Z0 Bereit Auftrag, Zelle und Bereitstellplatz sind freigegeben Z1 Bereitgestellt
Z1 Bereitgestellt Ein Werkstück liegt am definierten Aufnahmeplatz Z2 Identifiziert
Z2 Identifiziert Werkstück-ID und Auftrag sind eindeutig verknüpft Z3 Im Transport
Z3 Im Transport Das bestätigte Werkstück befindet sich im Greiferweg Z4 Gespannt
Z4 Gespannt Aufnahme und Spannstatus sind bestätigt Z5 Bearbeitung
Z5 Bearbeitung Der freigegebene Bearbeitungsablauf läuft Z6 Prüfbereit
Z6 Prüfbereit Bearbeitung ist beendet und das Teil ist prüfbar Z7 Geprüft
Z7 Geprüft Ein plausibles Prüfergebnis ist eindeutig zugeordnet Z8 Ausgeschleust
Z8 Ausgeschleust Das Werkstück liegt am zugewiesenen Zielplatz Z9 Losfortschritt
Z9 Losfortschritt Zähler und Dokumentation sind aktualisiert Z0 oder Losende
ZX Unterbrochen Mindestens eine notwendige Information oder Bestätigung fehlt Nur nach Klärung zu einem freigegebenen Wiederanlaufpunkt


Zustandsvektor statt Einzelanzeige

In einer realistischen Analyse genügt ein einzelnes Wort wie „Automatik“ nicht. Das Lehrmodell verwendet einen Zustandsvektor:

Z = (W, I, H, S, B, Q, A)

Dabei steht W für Werkstückbereitstellung, I für Identität, H für Handhabung, S für Spannen, B für Bearbeitung, Q für Qualität und A für Ausschleusen. Ein Gesamtzustand gilt nur dann als bestätigt, wenn die relevanten Teilzustände zueinander passen.

Beispiel Bewertung Begründung
I = bestätigt, H = im Greifer, S = offen Plausibel während des Transports Das Werkstück ist identifiziert und noch nicht gespannt
H = leer, S = gespannt, B = läuft Plausibel während der Bearbeitung Das Werkstück ist in der Maschine, nicht mehr im Greifer
I = unbekannt, S = gespannt Unzulässig im Lehrmodell Ein gespanntes Teil ohne bestätigte Identität darf nicht freigegeben werden
B = beendet, Q = unbekannt, A = Gutteil Unzulässig im Lehrmodell Ohne bestätigtes Prüfergebnis darf kein Gutteilstatus entstehen


Eigenes Schema: Sollpfad und Unterbrechungspfad

Lehrmodell-Schema A – Sollpfad

Bereit → Bereitgestellt → Identifiziert → Im Transport → Gespannt → Bearbeitung → Prüfbereit → Geprüft → Ausgeschleust → Losfortschritt

Lehrmodell-Schema B – Unterbrechungspfad

Beliebiger Zustand → fehlende Bestätigung oder Widerspruch → Unterbrochen → Ursache sichern → Zustand rekonstruieren → Freigabe dokumentieren → definierter Wiederanlaufpunkt

Der Wiederanlauf springt nicht automatisch „einen Schritt weiter“. Er setzt an dem letzten Zustand an, dessen materielle Lage und Informationslage eindeutig bestätigt wurden.


Werkstückfluss und Rückverfolgbarkeit modellieren


Bereitstellen und Identifizieren

Im Zustand Bereitgestellt ist nur bekannt, dass sich ein Teil am vorgesehenen Platz befindet. Erst die erfolgreiche Identitätsprüfung verknüpft das physische Werkstück mit Auftrag, Arbeitsfolge und Prüfplan. Als Identifikationstechniken kommen je nach Betrieb zum Beispiel Barcode, Data-Matrix-Code, RFID, Palettenplatzbezug oder ein freigegebener manueller Abgleich in Betracht. Der Kurs schreibt keine konkrete Technik vor.

Beispiel verschiedener RFID-Transponder. Das Bild illustriert nur das Prinzip automatischer Identifikation und nicht die Ausstattung der beschriebenen Schleifzelle.
Beispiel verschiedener RFID-Transponder. Das Bild illustriert nur das Prinzip automatischer Identifikation und nicht die Ausstattung der beschriebenen Schleifzelle.

Die Identitätsprüfung sollte im Lehrmodell mindestens folgende Plausibilitäten enthalten:

Prüffrage Positives Ergebnis Negatives oder unbekanntes Ergebnis
Ist eine ID lesbar? Prüfung fortsetzen Zustand Unterbrochen
Gehört die ID zum aktiven Auftrag? Auftrag zuordnen Klärteil, keine Bearbeitungsfreigabe
Ist die ID bereits als abgeschlossen verbucht? Nur bei nein fortsetzen Doppelbearbeitung verhindern
Passt Werkstücktyp zum freigegebenen Spann- und Prüfkonzept? Freigabe möglich Fachliche Klärung erforderlich


Greifen, Transportieren und Spannen

Der Übergang von Identifiziert zu Im Transport erfordert im Modell eine bestätigte Werkstückaufnahme. Der Übergang zu Gespannt erfordert mindestens drei konsistente Aussagen: Das richtige Werkstück wurde transportiert, der Greifer hat es abgegeben und die Spannlage ist bestätigt. Eine reine Zeitannahme wie „nach fünf Sekunden müsste es gespannt sein“ ist keine ausreichende Zustandsbestätigung.

Ein nützliches Diagnoseprinzip ist die Quittungskette:

Schritt Erwartete Quittung Typischer Modellfehler
Aufnahme Werkstück im Greifer bestätigt Transport startet nur aufgrund eines Zeitablaufs
Übergabe Greifer leer und Spannstelle belegt Beide Signale werden nicht auf Plausibilität geprüft
Spannen Spannstatus bestätigt „Spannbefehl gesendet“ wird mit „gespannt“ verwechselt
Freigabe Identität, Spannstatus und Programmbezug passen zusammen Eine alte Freigabe wird ungeprüft weiterverwendet


Bearbeiten und Prüfen

Der Zustand Bearbeitung beginnt erst nach einer konsistenten Freigabe. Der Zustand endet nicht allein durch das Ende eines Zeitfensters, sondern durch eine bestätigte Ablaufmeldung. Anschließend wird das Teil Prüfbereit. Ein Prüfresultat muss dem richtigen Werkstück und dem richtigen Prüfmerkmal zugeordnet werden. Erst dann entsteht der Zustand Geprüft.

Im neutralen Lehrmodell gibt es drei Ergebnisgruppen:

  1. Gut: Das freigegebene Prüfverfahren bestätigt die geforderten Merkmale.
  2. Klärung: Ergebnis, Identität oder Messbedingungen sind unvollständig oder widersprüchlich.
  3. Gesperrt: Das Teil darf nach der gültigen betrieblichen Regel nicht als Gutteil weitergegeben werden.

Die Kategorie „Klärung“ ist wichtig. Sie verhindert, dass ein fehlendes Ergebnis fälschlich als Gut oder Ausschuss interpretiert wird.


Ausschleusen und Losfortschritt

Beim Ausschleusen muss der physische Zielplatz mit dem digitalen Status übereinstimmen. Ein Werkstück mit unbestätigtem Prüfergebnis darf im Modell nicht im Gutteilplatz landen. Nach bestätigter Ablage wird der Losfortschritt aktualisiert. Erst dieser Übergang schließt die Bearbeitung des einzelnen Werkstücks logisch ab.

Lehrmodell-Diagramm zur Statusfarbe:

Statusfarbe im Lehrmodell Bedeutung Erlaubte Handlung
Grün Zustand und Nachweise vollständig bestätigt Nächsten definierten Übergang prüfen
Gelb Klärung notwendig, aber keine unmittelbare Gefährdungsaussage Ablauf halten und Information ergänzen
Rot Widerspruch, fehlende Sicherheits- oder Freigabebedingung Unterbrechen und nach betrieblicher Regel eskalieren
Grau Zustand noch nicht bewertet Keine automatische Gut-Annahme


Unterbrechungen, Diagnose und Wiederanlauf


Warum ein eigener Zustand Unterbrochen nötig ist

Ohne eigenen Unterbrechungszustand werden Fehler häufig in Normalzustände hineingeschrieben. Dann kann „Gespannt“ zugleich „Spannsignal fehlt“ bedeuten oder „Geprüft“ zugleich „Messwert unklar“. Das macht das Modell unbrauchbar. Der Zustand Unterbrochen trennt den normalen Materialfluss von der Klärung und hält den letzten bestätigten Stand fest.

Allgemeines Beispiel eines Zustandsautomaten mit Ereignissen und Aktionen. Es zeigt nicht die Schleifzelle, verdeutlicht aber die Kopplung von Zustand, Eingabe und Aktion.
Allgemeines Beispiel eines Zustandsautomaten mit Ereignissen und Aktionen. Es zeigt nicht die Schleifzelle, verdeutlicht aber die Kopplung von Zustand, Eingabe und Aktion.


Unterbrechungsgründe klassifizieren

Klasse Beispiel im Lehrmodell Erforderliche Information vor Wiederanlauf
Identität Code nicht lesbar oder Auftrag passt nicht Eindeutige Werkstück-Auftrags-Zuordnung
Materiallage Greifer und Spannstelle melden widersprüchliche Belegung Physischer Werkstückort bestätigt
Spannstatus Befehl vorhanden, Rückmeldung fehlt Freigegebener Spannzustand bestätigt
Bearbeitungsstatus Ablaufende unbestätigt Bearbeitungszustand fachlich geklärt
Prüfstatus Ergebnis fehlt, ist unplausibel oder falsch zugeordnet Gültiges Ergebnis mit Werkstückbezug
Ausschleusstatus Zielplatzbelegung widerspricht Datensatz Physische Ablage und Datensatz abgeglichen


Diagnose mit Ereignisprotokoll

Ein gutes Protokoll beantwortet mindestens: Wann trat das Ereignis auf? Welcher Zustand war vorher bestätigt? Welches Ereignis wurde erkannt? Welche Bedingung war wahr, falsch oder unbekannt? Welcher Folgezustand wurde gesetzt? Wer oder was bestätigte die Klärung?

Zeit Vorzustand Ereignis Bedingung Folgezustand Kommentar
08:14:03 Identifiziert Aufnahme angefordert Greifer bereit = wahr Im Transport Normalübergang
08:14:08 Im Transport Übergabe gemeldet Spannstatus = unbekannt Unterbrochen Keine Annahme „gespannt“
08:16:41 Unterbrochen Lage geklärt Werkstück in Spannstelle und ID bestätigt Gespannt Freigabe dokumentiert

Die Zeiten sind synthetisch. Das Beispiel zeigt, dass die Zelle nicht deshalb in „Gespannt“ wechselt, weil eine erwartete Zeit verstrichen ist.


Wiederanlaufpunkt bestimmen

Der Wiederanlaufpunkt ist der früheste Zustand, bei dem Materiallage, Identität und notwendige Freigaben zusammenpassen. Dabei gelten drei Fragen:

  1. Wo befindet sich das konkrete Werkstück physisch?
  2. Welcher Zustand wurde zuletzt eindeutig bestätigt?
  3. Welche Informationen könnten seitdem ungültig geworden sein?

Ein Wiederanlauf in Bearbeitung wäre im Lehrmodell nur zulässig, wenn Identität, Spannstatus, Bearbeitungsstand und Freigabe nach betrieblicher Regel eindeutig rekonstruiert wurden. Andernfalls wird auf einen früheren, sicheren Klärpunkt zurückgegangen. Die konkrete Entscheidung ist in der Praxis Aufgabe qualifizierter Personen und der freigegebenen Betriebslogik.

Das verifizierte Kellenberger-Video „Automation Solutions“ veranschaulicht den allgemeinen Kontext automatisierter Handhabung. Es belegt keine der hier verwendeten synthetischen Zustandsnamen oder Diagnoseabläufe.


Berufstypischer Modellfall mit Lösung


Ausgangslage des synthetischen Falls

Eine Auszubildende analysiert ein Los aus zwölf Modellwerkstücken W01 bis W12. Die Zelle wird neutral als K100 mit A9000 FLEX beschrieben. Es werden keine realen Auftrags-, Personal- oder Betriebsdaten verwendet. Der Sollpfad lautet:

Bereitgestellt → Identifiziert → Im Transport → Gespannt → Bearbeitung → Prüfbereit → Geprüft → Ausgeschleust

Im Ereignisprotokoll stehen folgende synthetische Beobachtungen:

Werkstück Beobachtung Vorläufiger Status
W01 bis W06 Alle Übergänge bestätigt, Gutteilplatz korrekt Abgeschlossen
W07 Identität beim ersten Lesen unbekannt; nach Klärung neu bestätigt und vollständig bearbeitet Nach Wiederanlauf abgeschlossen
W08 Alle Übergänge bestätigt, Gutteilplatz korrekt Abgeschlossen
W09 Spannbefehl gesendet, Spannrückmeldung fehlt Unterbrochen
W10 Alle Übergänge bestätigt, Gutteilplatz korrekt Abgeschlossen
W11 Bearbeitung beendet, Prüfergebnis nicht eindeutig zugeordnet Unterbrochen und Klärplatz
W12 Noch im Bereitstellplatz, weil die Zelle nach W11 angehalten wurde Nicht begonnen

Arbeitsauftrag: Modelliere die notwendigen Zustände, bewerte die kritischen Übergänge, bestimme den letzten bestätigten Zustand für W09 und W11, berechne zwei aussagekräftige Loskennzahlen und formuliere eine fachlich begründete Wiederanlaufentscheidung.


Nachvollziehbare Musterlösung

1. Zustandsmodell: Die Zustände des Kurses werden übernommen. Zusätzlich wird der Sammelzustand Unterbrochen verwendet, ohne den letzten bestätigten Zustand zu überschreiben.

2. W09: Der letzte bestätigte Zustand ist Im Transport beziehungsweise nach tatsächlicher Übergabe höchstens „Spannstelle belegt“, aber nicht „Gespannt“, weil die Spannrückmeldung fehlt. Das Lehrmodell setzt W09 auf Unterbrochen. Vor einem Wiederanlauf müssen physischer Werkstückort, Identität und freigegebener Spannstatus geklärt werden.

3. W11: Der letzte bestätigte Zustand ist Prüfbereit. Ein nicht eindeutig zugeordnetes Ergebnis erzeugt keinen Zustand Geprüft. W11 bleibt im Klärplatz und darf nicht als Gutteil ausgeschleust werden.

4. W12: Das Werkstück ist weiterhin Bereitgestellt. Der Stopp ändert seine Identität nicht, aber ein späterer Start muss Auftrag, Platzbelegung und Freigabe erneut plausibilisieren.

5. Kennzahlen:

Kennzahl Rechnung Ergebnis Aussage
Endgültig abgeschlossene Werkstücke 9 geteilt durch 12 mal 100 Prozent 75 Prozent W01 bis W08 sowie W10 sind nach Klärung beziehungsweise direkt abgeschlossen
Beim ersten Durchlauf ohne Klärung abgeschlossen 8 geteilt durch 12 mal 100 Prozent 66,7 Prozent W07 benötigte Klärung; W09, W11 und W12 waren nicht abgeschlossen
Zum Auswertungszeitpunkt nicht normal abgeschlossen 3 geteilt durch 12 mal 100 Prozent 25 Prozent W09, W11 und W12 benötigen Klärung oder Fortsetzung

6. Wiederanlauf: Zuerst W09 und W11 materiell und informationstechnisch trennen. W09 darf nur ab einem bestätigten Spann- oder früheren Übergabepunkt fortgesetzt werden. W11 darf erst nach gültiger Zuordnung des Prüfergebnisses in Geprüft wechseln. Anschließend ist vor W12 eine erneute Auftrags- und Platzprüfung sinnvoll. Die konkrete reale Ausführung bleibt der betrieblich freigegebenen Anleitung vorbehalten.


Bewertungsraster für den Modellfall

Kriterium 4 Punkte 3 Punkte 2 Punkte 1 bis 0 Punkte
Zustände und Systemgrenze Vollständig, eindeutig und neutral modelliert Kleine Unschärfen ohne Ablaufverlust Mehrere Zustände vermischt Wesentliche Zustände fehlen
Übergangsbedingungen Ereignis, Guard und Aktion sauber getrennt Überwiegend korrekt Teilweise nur zeit- oder befehlsbasiert Unbestätigte Zustände werden freigegeben
Fehleranalyse W09 und W11 fachlich korrekt eingeordnet Eine kleine Begründungslücke Nur einer der Fälle korrekt Kritische Fehler werden übersehen
Kennzahlen Rechnungen, Bezugsgrößen und Aussage stimmen Rechenweg stimmt mit kleiner Darstellungsunschärfe Eine Kennzahl korrekt Keine belastbare Rechnung
Wiederanlauf und Sicherheit Letzten bestätigten Zustand, Klärung und Freigabe nachvollziehbar beschrieben Im Kern korrekt Wiederanlauf zu pauschal Blindes Fortsetzen oder Bedienanweisung ohne Grundlage

Maximalpunktzahl: 20 Punkte. Eine mögliche schulische Einordnung ist: 18 bis 20 sehr sicher, 15 bis 17 sicher, 11 bis 14 teilweise sicher, 6 bis 10 ausbaufähig, 0 bis 5 grundlegende Überarbeitung nötig. Die Notenzuordnung legt die zuständige Lehrkraft fest.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Zustandsübergänge prüfen

Was kennzeichnet im Lehrmodell einen zulässigen Zustandsübergang? (Ereignis und notwendige Bedingungen sind bestätigt) (!Eine erwartete Zeit ist verstrichen) (!Es wurde kein Fehlertext angezeigt) (!Der nächste Zustand wirkt wahrscheinlich)




Welcher Zustand ist richtig, wenn die Werkstückidentität fehlt? (Unterbrochen) (!Identifiziert) (!Bearbeitung) (!Ausgeschleust)




Was ist vor dem Zustand Gespannt erforderlich? (Eine bestätigte Spannrückmeldung mit passender Werkstückzuordnung) (!Nur ein gesendeter Spannbefehl) (!Nur ein leerer Greifer) (!Nur eine abgelaufene Wartezeit)




Wann darf ein Werkstück im Lehrmodell als geprüft gelten? (Wenn ein plausibles Prüfergebnis eindeutig zugeordnet ist) (!Wenn die Bearbeitungszeit beendet ist) (!Wenn das Werkstück den Maschinenraum verlassen hat) (!Wenn kein Messfehler sichtbar ist)




Welche Aussage beschreibt positive Bestätigung? (Eine notwendige Bedingung wird ausdrücklich als erfüllt gemeldet) (!Es liegt keine gegenteilige Meldung vor) (!Die Anlage lief beim letzten Los) (!Ein Bediener erwartet den Zustand)




Was bleibt bei einer Unterbrechung erhalten? (Der letzte eindeutig bestätigte Zustand) (!Der vermutete nächste Zustand) (!Immer der Zustand Bearbeitung) (!Immer der Startzustand)




Warum wird ein Zustandsvektor verwendet? (Teilzustände können gemeinsam auf Plausibilität geprüft werden) (!Er ersetzt jede Sicherheitssteuerung) (!Er macht Identitätsdaten überflüssig) (!Er erlaubt beliebige Zustandskombinationen)




Welcher Übergang ist bei unbestätigtem Prüfergebnis unzulässig? (Geprüft zu Gutteil ausgeschleust) (!Prüfbereit zu Unterbrochen) (!Unterbrochen zu Klärung) (!Geprüft zu dokumentiertem Losfortschritt)




Was ist ein Guard in einem Zustandsmodell? (Eine Bedingung für die Ausführung eines Übergangs) (!Ein physischer Maschinenschutz) (!Eine Werkstückzeichnung) (!Ein Zeitstempel ohne Bedeutung)




Welche Kennzahl beschreibt im Modellfall die endgültig abgeschlossenen Teile? (Neun von zwölf oder fünfundsiebzig Prozent) (!Acht von zwölf oder fünfundsiebzig Prozent) (!Drei von zwölf oder sechsundsechzig Komma sieben Prozent) (!Zwölf von zwölf oder hundert Prozent)





Memory

Zustand Zeitlich stabile, für den Ablauf bedeutsame Situation
Ereignis Beobachtbare Änderung, die einen Übergang anstoßen kann
Guard Bedingung, die vor dem Übergang erfüllt sein muss
Identität Eindeutige Zuordnung zwischen Werkstück und Auftrag
Unterbrochen Sammelzustand bei fehlender Bestätigung oder Widerspruch
Wiederanlaufpunkt Fachlich bestätigter Zustand für die Fortsetzung





Drag-and-Drop

Ordne den passenden Zielzustand zu. Auslösendes Ereignis mit bestätigter Bedingung
Identifiziert Werkstückcode gelesen und Auftrag passt
Im Transport Werkstückaufnahme durch den Greifer bestätigt
Gespannt Übergabe und Spannrückmeldung bestätigt
Geprüft Plausibles Prüfergebnis eindeutig zugeordnet
Unterbrochen Notwendige Rückmeldung fehlt oder widerspricht






Kreuzworträtsel

Bereitstellung In welchem Zustand liegt ein Werkstück am definierten Aufnahmeplatz?
Identität Welche Zuordnung verbindet Werkstück und Auftrag eindeutig?
Spannfreigabe Welche Bestätigung ist vor dem Bearbeitungsstart nötig?
Bearbeitung In welchem Zustand läuft der freigegebene Schleifablauf?
Prüfung Welcher Prozess erzeugt ein zugeordnetes Qualitätsresultat?
Ausschleusen Wie heißt das Ablegen in einen definierten Zielplatz?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein

beschreibt eine für den Ablauf bedeutsame Situation. Ein beobachteter Wechsel beginnt häufig mit einem

. Die Bedingung für einen erlaubten Übergang heißt

. Ohne bestätigte Werkstücknummer bleibt die

ungeklärt. Eine gesendete Anweisung ist noch keine bestätigte

. Bei widersprüchlichen Signalen wechselt das Lehrmodell in den Zustand

. Der letzte sichere Bezug ist der zuletzt

Zustand. Ein Prüfergebnis muss eindeutig dem richtigen

zugeordnet werden. Erst nach bestätigter Ablage wird der

aktualisiert. Reale Maschinenarbeit setzt betriebliche

voraus.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Zustandskarten erstellen: Gestalte Karten für die Zustände Bereitgestellt, Identifiziert, Gespannt, Bearbeitung, Geprüft und Unterbrochen und notiere je eine Eintrittsbedingung.
  2. Signal oder Zustand unterscheiden: Ordne zwölf selbst formulierte Beispiele den Kategorien Zustand, Ereignis, Bedingung oder Aktion zu.
  3. Ablaufskizze zeichnen: Zeichne den Normalpfad der Schleifzelle mit Pfeilen und markiere zwei Stellen, an denen eine fehlende Bestätigung zum Stopp führt.
  4. Begriffe erklären: Erstelle ein einminütiges Erklärvideo zu den Begriffen positiver Nachweis und letzter bestätigter Zustand.


Standard

  1. Übergangstabelle entwickeln: Erstelle für acht Zustände eine Tabelle mit Ereignis, Guard, Aktion und Zielzustand.
  2. Ereignisprotokoll auswerten: Analysiere ein selbst erzeugtes Protokoll mit mindestens zehn Zeilen und finde zwei widersprüchliche Zustandsfolgen.
  3. Identitätskonzept vergleichen: Vergleiche Barcode, RFID und Palettenplatzbezug als neutrale Identifikationsprinzipien, ohne eine konkrete betriebliche Lösung zu behaupten.
  4. Unterbrechungsdialog entwerfen: Entwirf einen verständlichen Informationsdialog, der bei fehlender Spannrückmeldung die notwendigen Klärfragen zeigt.


Schwer

  1. Zustandsvektor modellieren: Definiere einen Zustandsvektor aus mindestens sechs Teilzuständen und formuliere fünf unzulässige Kombinationen.
  2. Wiederanlaufstrategie begründen: Entwickle für drei Störfälle jeweils einen fachlich begründeten Wiederanlaufpunkt und nenne die erforderlichen Nachweise.
  3. Modell simulieren: Simuliere ein Los aus zwanzig synthetischen Werkstücken mit Normal-, Klär- und Sperrpfaden und werte die Übergänge statistisch aus.
  4. Modellkritik durchführen: Prüfe das Kursmodell auf blinde Flecken, ergänze mindestens zwei Zustände und begründe, welche neuen Informationen dadurch sichtbar werden.




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Lösungshinweise zu den offenen Aufgaben

Aufgabe Möglicher Lösungsweg
Zustandskarten Jede Karte enthält Zustandsname, Eintrittsbedingung, erlaubte Ausgänge und einen Unterbrechungsgrund.
Signal oder Zustand Zustand ist stabil, Ereignis tritt punktuell auf, Guard ist eine Bedingung und Aktion verändert oder dokumentiert etwas.
Ablaufskizze Ein sinnvoller Normalpfad entspricht dem Kursmodell; Identität und Prüfergebnis sind typische Stopppunkte.
Begriffsvideo Die Erklärung nennt, dass fehlende Gegenanzeige keine positive Bestätigung ersetzt.
Übergangstabelle Jede Zeile enthält genau einen Ausgangszustand, ein beobachtbares Ereignis, eine prüfbare Bedingung und ein Ziel.
Ereignisprotokoll Widersprüche sind etwa gleichzeitig leerer und belegter Greifer oder Gutteilstatus ohne zugeordnetes Prüfergebnis.
Identitätskonzept Verglichen werden Sichtkontakt, Reichweite, Verschmutzungseinfluss, Datenbezug, Fehlermöglichkeiten und betriebliche Freigabe.
Unterbrechungsdialog Der Dialog fragt Werkstück-ID, physischen Ort, Spannsignal, letzten bestätigten Zustand und zuständige Freigabe ab.
Zustandsvektor Unzulässig sind beispielsweise unbekannte Identität bei laufender Bearbeitung oder Gutteilplatz bei ungeklärter Prüfung.
Wiederanlaufstrategie Der früheste eindeutig rekonstruierbare Zustand ist zu wählen; Vermutungen reichen nicht.
Modellsimulation Auszuwerten sind mindestens Abschlussquote, Klärquote, häufigster Unterbrechungsgrund und Wiederanlauferfolg.
Modellkritik Sinnvolle Ergänzungen sind etwa Wartungsfreigabe, Werkzeugstatus, Prüfmittelstatus oder Materialfluss gesperrt.


Lernkontrolle

  1. Zustandsmodell prüfen: Begründe, warum „Automatik aktiv“ allein kein ausreichender Gesamtzustand für die Schleifzelle ist.
  2. Übergangsfehler analysieren: Erläutere, welche Risiken entstehen, wenn ein gesendeter Spannbefehl als bestätigte Spannung interpretiert wird.
  3. Identitätsverlust bewerten: Entwickle eine Reaktion auf ein Werkstück, dessen Identität nach der Bearbeitung nicht mehr eindeutig zugeordnet werden kann.
  4. Prüfstatus übertragen: Vergleiche die Zustände Prüfbereit, Geprüft, Klärung und Gesperrt anhand eines eigenen Beispiels.
  5. Wiederanlauf entscheiden: Bestimme für einen unterbrochenen Transport den letzten bestätigten Zustand und nenne notwendige Nachweise.
  6. Kennzahlen interpretieren: Erkläre, warum Abschlussquote und Erstdurchlaufquote unterschiedliche Aussagen liefern.
  7. Systemgrenze reflektieren: Zeige, welche Informationen außerhalb des neutralen Lehrmodells liegen und warum sie nur betrieblich freigegeben verwendet werden dürfen.




Lernnachweis

Ein vollständiger Lernnachweis kann aus folgenden Bausteinen bestehen:

Bereich Nachweis Qualitätsmerkmal
Wissen Fachbegriffe Zustand, Ereignis, Guard, Aktion, Identität und Wiederanlauf Begriffe werden korrekt voneinander abgegrenzt
Modellierung Eigenes Zustandsdiagramm und Übergangstabelle Jeder Übergang besitzt prüfbare Bedingungen
Analyse Auswertung eines synthetischen Ereignisprotokolls Widersprüche und fehlende Bestätigungen werden erkannt
Anwendung Bearbeitung des berufstypischen Modellfalls Materiallage, Informationslage und Prüflage werden zusammengeführt
Kommunikation Kurze fachliche Erläuterung für ein Ausbildungsteam Neutral, nachvollziehbar und ohne erfundene Maschinenparameter
Transfer Übertragung auf eine andere automatisierte Fertigungszelle Systemgrenze und Sicherheitsvorbehalt werden neu geprüft

Als Portfolio eignen sich ein kommentiertes Zustandsdiagramm, eine Übergangstabelle, das gelöste Fallbeispiel, eine Kennzahlenauswertung und eine kurze Reflexion darüber, warum unbekannte Zustände nicht automatisch als gut gelten.




OER und Wikipedia

Die folgenden Quellen wurden für die fachliche Einordnung und die Medienprüfung verwendet. Herstellerangaben werden nur in dem Umfang übernommen, in dem sie die reale Maschinenkombination und den allgemeinen Automationskontext belegen.

Quelle Funktion im Kurs Hinweis
Kellenberger: Anwenderbericht Liebherr-Verzahntechnik GmbH, Kempten Primärquelle zum Maschinenbezug K100 und A9000 FLEX Publikations- und Inbetriebnahmedatum des Falls nicht angegeben
Kellenberger: Produktseite K100 Allgemeine Einordnung der Maschinenplattform Keine Übertragung konkreter Parameter auf das Zustandslehrmodell
Kellenberger: Automation Solutions Allgemeiner Kontext zu Palettenautomation und Handhabung Produktdarstellung des Herstellers
Wikipedia: Zustandsübergangsdiagramm Grundbegriff und grafische Darstellung Freie Enzyklopädie, Versionsstand kann sich ändern
Wikipedia: Endlicher Automat Zustände, Übergänge und Aktionen Freie Enzyklopädie, Versionsstand kann sich ändern
Wikipedia: RFID Einordnung berührungsloser Identifikation Keine Aussage zur tatsächlichen Identifikation der Kemptener Zelle


Medien- und Rechtenachweis

Medium Quelle Urheber Rechtehinweis
File:S41 CNC-Universalrundschleifmaschine.png Wikimedia Commons Fritz Studer AG CC BY-SA 3.0; zeigt eine andere Rundschleifmaschine, nicht die K100
File:Finite state machine example with comments.svg Wikimedia Commons Macguy314, Überarbeitung Perhelion, deutsche Übersetzung Babakus Vom Rechteinhaber gemeinfrei freigegeben
File:RFID Tags.jpg Wikimedia Commons Grika CC BY 2.5; allgemeines RFID-Beispiel
File:Turnstile finite-state machine with actions.svg Wikimedia Commons Chetvorno CC0 1.0; allgemeines Zustandsmodell
https://www.youtube.com/watch?v=BbRLYxSJb0I Verifizierte Einbettungsquelle Kellenberger Hersteller-Video; Einbettung über YouTube, Rechte beim Anbieter
https://www.youtube.com/watch?v=IrITU5ylew0 Verifizierte Herstellerseite Kellenberger Hersteller-Video; Einbettung über YouTube, Rechte beim Anbieter


Verknüpfte Lernbereiche

Der Kurs verbindet Zerspanungstechnik, Automatisierungstechnik, Qualitätssicherung, Technische Kommunikation, Informatik und Arbeitssicherheit. Für die Jahresfolge ist er als redaktionelle Lernempfehlung im dritten Ausbildungsjahr eingeordnet; die konkrete Nutzung wird mit Betrieb und Berufsschule abgestimmt.


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