KELLENBERGER K100 in Kempten – Schleifzeit und Beladezeit im Los bewerten
Einleitung
Dieser aiMOOC richtet sich an Auszubildende aller Geschlechter im Ausbildungsberuf Zerspanungsmechaniker – empfohlen für das 3. Ausbildungsjahr. Du lernst, aus vorgegebenen Zeitbausteinen die Hauptzeit, Nebenzeit, Rüstzeit, Beladezeit und gesamte Auftragszeit eines Loses zu bestimmen. Im Mittelpunkt steht ein didaktisches Fallmodell zu einer automatisierten Rundschleifzelle mit KELLENBERGER K100 und Wenger A9000 FLEX in Kempten. Der Lader wird dabei als Bestandteil dieser einen Schleifzelle behandelt und nicht als zusätzliches, getrennt gezähltes Betriebsmittel.
Wichtige Abgrenzung: Alle Zahlen in den Rechenbeispielen sind ausdrücklich synthetische Lehrmodelldaten. Sie sind keine Herstellerparameter, keine freigegebenen Taktzeiten und keine Bedienvorgaben. Reale Maschinenarbeit darf nur nach betrieblicher Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung und unter qualifizierter Anleitung erfolgen. Dieser Kurs ist ergänzendes Lernen, kein offizieller Lehrgang von Liebherr, Kellenberger oder Wenger und kein Ersatz für Betriebsanweisungen, Arbeitspläne, Prüfpläne oder Freigaben.
Der zugrunde liegende Herstellerbericht beschreibt eine KELLENBERGER K100 mit einem Wenger A9000 FLEX Palettenlader in der Schleiferei der Liebherr-Verzahntechnik GmbH in Kempten. Im Haupttext wird die Modellbezeichnung K100 verwendet; einzelne Bildtexte nennen KELLENBERGER 100. Ein Publikationsdatum der Seite und ein Inbetriebnahmedatum der beschriebenen Anlage sind dort nicht angegeben. Die berufliche Zuordnung und die Einordnung in das dritte Ausbildungsjahr sind redaktionelle Lernempfehlungen und müssen mit Betrieb und Berufsschule abgestimmt werden.

Lern- und Sicherheitsrahmen der Schleifzelle
Maschinenbezug und Nachweisgrenzen
Der Herstellerbericht nennt die Universal-Rundschleifmaschine KELLENBERGER K100 und den angepassten Palettenlader A9000 FLEX. Beschrieben werden automatisiertes Be- und Entladen, externe Programmierung zur Verringerung von Nebenzeiten sowie die flexible Bearbeitung unterschiedlicher Lose. Für diesen Kurs wird daraus nur die methodische Frage der Zeitbewertung übernommen: Welche Zeit entsteht einmal je Los, welche Zeit wiederholt sich je Werkstück und welche Tätigkeiten dürfen wirklich parallel angesetzt werden?
| Aussage | Verwendung im Kurs | Grenze |
|---|---|---|
| K100 und A9000 FLEX bilden die betrachtete Schleifzelle. | Gemeinsame Betrachtung von Schleifen, Beladen und losbezogenem Rüsten. | Der Lader wird nicht als zweites, zusätzlich summiertes Produktionssystem gezählt. |
| Automatisierung kann Nebenzeiten beeinflussen. | Vergleich von Varianten mit unterschiedlicher Beladezeit. | Es werden keine realen Takt- oder Freigabewerte behauptet. |
| Parallelarbeit ist grundsätzlich möglich. | Sie wird nur berücksichtigt, wenn das jeweilige Lehrmodell sie ausdrücklich erlaubt. | Vermutete oder nur technisch denkbare Überlappungen werden nicht abgezogen. |
| Herstellerbilder zeigen die reale Anlage. | Sie dienen als Kontextquelle. | Ohne bestätigte freie Lizenz werden sie nur verlinkt, nicht als OER-Datei übernommen. |
Primärquelle: Anwenderbericht Liebherr-Verzahntechnik GmbH, Kempten
Sicherheits- und Verantwortungsgrenzen
Zeitoptimierung steht immer unter dem Vorrang von Sicherheit und Qualität. Eine kürzere Beladezeit ist kein Ziel, wenn dadurch Spannflächen verschmutzt bleiben, Werkstücke falsch orientiert werden, Prüfmerkmale entfallen oder Schutzfunktionen umgangen werden. Für reale Abläufe gelten ausschließlich die freigegebenen betrieblichen Dokumente und die Anweisungen qualifizierter Fachkräfte.
| Vor einer realen Tätigkeit prüfen | Warum das wichtig ist |
|---|---|
| Unterweisung und persönliche Freigabe | Nur eingewiesene Personen dürfen definierte Tätigkeiten übernehmen. |
| Betriebsanweisung und Gefährdungsbeurteilung | Sie legen Schutzmaßnahmen, Zuständigkeiten und Grenzen fest. |
| Arbeitsplan, Spannplan und Prüfplan | Sie bestimmen die fachlich richtige Reihenfolge und die notwendigen Kontrollen. |
| Freigabe von Programm, Werkzeugen und Automationsablauf | Ein Lehrmodell ersetzt keine reale Kollisions-, Prozess- oder Qualitätsfreigabe. |
| Verhalten bei Störung | Störungen werden nicht durch improvisierte Eingriffe oder Zeitdruck behoben. |
Zeitarten im automatisierten Rundschleifen
Hauptzeit, Nebenzeit und Rüstzeit
Hauptzeit ist im Lehrmodell die Zeit, in der die eigentliche wertschöpfende Schleifbearbeitung abläuft. Dazu können festgelegte Schrupp-, Schlicht- und Ausfunkabschnitte gehören. Ob ein Messschritt zur Haupt- oder Nebenzeit gezählt wird, hängt von der betrieblichen Definition ab; im Kurs wird die Zuordnung immer ausdrücklich angegeben.
Nebenzeit umfasst notwendige Abläufe ohne unmittelbaren Schleifabtrag, zum Beispiel Be- und Entladen, Türbewegungen, Positionieren, Identifizieren, Messen oder Freigeben. Die Beladezeit ist damit ein genauer bezeichnetes Element der Nebenzeit. Sie darf nicht doppelt angesetzt werden, wenn Entladen und erneutes Beladen bereits in einem gemeinsamen Laderzyklus enthalten sind.
Rüstzeit fällt losbezogen an. Dazu können im Lehrmodell das Vorbereiten von Spannmitteln, Greifern, Paletten, Programmen und Prüfmitteln sowie die Erstteilorganisation gehören. Sie wird nicht mit der Stückzahl multipliziert, solange das Los ohne erneuten Rüstvorgang bearbeitet wird.
| Zeitart | Kurzzeichen | Häufigkeit | Beispiel im Lehrmodell | Typischer Rechenfehler |
|---|---|---|---|---|
| Hauptzeit | tH | je Werkstück | Schleifzyklus | Schleifzeit nur einmal statt für alle Teile ansetzen |
| Beladezeit | tB | je Werkstück | Entladen, Greifen, Einlegen, Türablauf | Entladen zusätzlich addieren, obwohl es enthalten ist |
| sonstige Nebenzeit | tN | je Werkstück oder ereignisbezogen | Positionieren oder In-Prozess-Messen | Messzeit ohne Prüfung der Parallelität abziehen |
| Rüstzeit | tR | einmal je Los | Greifer, Palette, Spann- und Prüfmittel vorbereiten | Rüstzeit mit der Stückzahl multiplizieren |
| Zusatzzeit | tZ | nach Modellvorgabe | blockierende Erstteilfreigabe | stichprobenartige Parallelprüfung pauschal addieren |

Stückzeit, Loszeit und mittlere Zeit je Teil
Die Stückzeit eines rein sequenziellen Lehrmodells lautet:
te = tH + tB + tN
Für ein Los mit der Stückzahl n gilt:
tLos = tR + n · te + tZ
Die mittlere Zeit je Gutteil einschließlich losbezogener Anteile ist:
tmittel = tLos ÷ n
Diese mittlere Zeit ist nicht dasselbe wie die technische Zykluszeit nach abgeschlossenem Rüsten. Die Zykluszeit beschreibt die wiederkehrende Folge je Werkstück; die mittlere Loszeit verteilt zusätzlich Rüst- und Zusatzzeiten auf die Stückzahl.
Eigenes Zeitstruktur-Schema
| Losstart | Wiederholung je Teil | Ereignisbezogene Ergänzung | Losende |
|---|---|---|---|
| Rüsten | Beladen → Positionieren/Messen → Schleifen → Entladen | nur ausdrücklich blockierende Freigaben addieren | Gesamtdaten prüfen und dokumentieren |
Das Schema ist absichtlich einfach. Vor jeder Rechnung markierst du jeden Zeitbaustein mit einmal je Los, je Werkstück, ereignisbezogen oder parallel ohne Verlängerung. Erst danach wird gerechnet. Diese Reihenfolge verhindert die häufigsten Doppelzählungen.
Zeitbausteine erfassen und sicher berechnen
Einheiten und Bezugsgrößen vereinheitlichen
Vor dem Addieren müssen alle Zeiten dieselbe Einheit besitzen. Sekunden werden durch 60 geteilt, um Minuten zu erhalten. Stunden werden mit 60 multipliziert. Ebenso muss klar sein, ob ein Wert für ein Werkstück, einen Zyklus, eine Palette, eine Stichprobe oder das ganze Los gilt.
| Gegebener Wert | Umrechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| 96 Sekunden Beladezeit | 96 ÷ 60 | 1,60 Minuten |
| 0,12 Stunden Prüfzeit | 0,12 · 60 | 7,20 Minuten |
| 18 Minuten für 6 Werkstücke | 18 ÷ 6 | 3,00 Minuten je Werkstück |
Prüffrage: Passt die Einheit zum Rechenziel? Eine Loszeit in Minuten kann nicht direkt mit einer Stückzeit in Sekunden addiert werden.
Rechenweg in sechs Schritten
- Auftrag klären: Stückzahl, Gutteilziel, Varianten und Ereignisse erfassen.
- Bausteine kennzeichnen: losbezogen, stückbezogen, ereignisbezogen oder parallel.
- Einheiten vereinheitlichen: alle Werte zum Beispiel in Minuten umrechnen.
- Stückzeit bilden: nur die tatsächlich sequenziellen stückbezogenen Bausteine addieren.
- Loszeit berechnen: Rüstzeit, Stückzahlprodukt und blockierende Zusatzzeiten zusammenführen.
- Plausibilität prüfen: Anteile, mittlere Zeit, Kapazität und mögliche Doppelzählungen kontrollieren.
Beispielrechnung mit synthetischen Daten
Ein Lehrmodell enthält n = 12 Werkstücke, tR = 30 Minuten, tH = 5,40 Minuten, tB = 1,20 Minuten und tN = 0,50 Minuten je Werkstück. Eine Erstteilfreigabe blockiert die Zelle einmalig für tZ = 3,00 Minuten.
te = 5,40 + 1,20 + 0,50 = 7,10 Minuten
tLos = 30 + 12 · 7,10 + 3 = 118,20 Minuten
tmittel = 118,20 ÷ 12 = 9,85 Minuten je Teil
Die technische Folge nach dem Rüsten benötigt 7,10 Minuten je Teil. Der höhere Mittelwert von 9,85 Minuten entsteht, weil Rüst- und Freigabezeit auf nur zwölf Werkstücke verteilt werden.
Plausibilitätskontrolle durch Zeitanteile
Zeitanteile zeigen, wo das Modell seinen Schwerpunkt hat:
Anteil einer Zeitart = Zeitart im Los ÷ gesamte Loszeit · 100 Prozent
Die Summe aller nicht überlappenden Anteile sollte ungefähr 100 Prozent ergeben. Kleine Rundungsabweichungen sind zulässig. Ein Ergebnis deutlich über 100 Prozent weist häufig auf Doppelzählung hin; ein deutlich kleinerer Wert zeigt meist einen vergessenen Baustein.

Parallelität, Engpass und Beladeautomatisierung
Wann darf eine Zeit überlappt werden?
Eine Tätigkeit ist nur dann zeitparallel, wenn das Lehrmodell dies ausdrücklich festlegt und die Abläufe sich tatsächlich nicht gegenseitig blockieren. Die bloße Möglichkeit, dass eine Person während eines Maschinenlaufs etwas anderes erledigen könnte, reicht für eine rechnerische Kürzung nicht aus.
Für zwei vollständig parallel erlaubte Abläufe A und B gilt im einfachen Modell:
tparallel = Maximum aus tA und tB
Bei teilweise überlappenden Abläufen wird nur der ausdrücklich genannte Überlappungsanteil abgezogen:
twirksam = tA + tB − tüberlappt
Für den automatisierten Werkstückwechsel ist häufig zu prüfen, ob die Maschine während des Greifens und Einlegens schleifen kann. Ist das Werkstück aus der Maschine entnommen und das nächste noch nicht gespannt, ist eine Überlappung mit dem Schleifen desselben Arbeitsraums normalerweise nicht Bestandteil des Modells. Deshalb werden Belade- und Schleifzeit in den Aufgaben zunächst sequenziell gerechnet, sofern nichts anderes angegeben ist.
Maschinenzeit und Personalzeit unterscheiden
Eine Bedienperson kann während eines automatischen Schleifzyklus eine Dokumentation oder eine freigegebene Stichprobenprüfung durchführen. Dadurch sinkt nicht automatisch die Maschinenzykluszeit. Es sinkt höchstens die zusätzliche Personalbindungszeit, solange die parallele Tätigkeit rechtzeitig abgeschlossen ist.
| Betrachtung | Leitfrage | Mögliche Folge |
|---|---|---|
| Maschinenbelegung | Wann ist die Schleifzelle für das nächste Werkstück frei? | Bestimmt Zyklus und Losdurchlauf der Zelle. |
| Personalbindung | Wann muss eine Fachkraft anwesend oder tätig sein? | Bestimmt Personalplanung, aber nicht zwingend den Maschinentakt. |
| Prüfmittelbelegung | Wann steht das Prüfmittel wieder zur Verfügung? | Kann bei Engpässen eine eigene Wartezeit erzeugen. |
| Materialfluss | Wann ist ein Roh- oder Fertigteil am richtigen Ort? | Kann die Anlage trotz freier Maschine blockieren. |
Engpass und Takt
Der Engpass ist der Ablauf mit der geringsten wirksamen Kapazität. Bei einer zwingend sequenziellen Schleif- und Beladefolge bestimmt die Summe beider Zeiten den Zellzyklus. Bei unabhängig parallel arbeitenden Stationen bestimmt dagegen der längere Takt die gemeinsame Ausbringung.
Kapazität nach dem Rüsten = 60 ÷ Zykluszeit in Minuten
Eine Reduktion der Beladezeit wirkt je Werkstück. Eine Reduktion der Rüstzeit wirkt einmal je Los. Deshalb hängt die bessere Variante von der Losgröße ab. Bei kleinen Losen kann eine aufwendigere Automationsvariante trotz kürzerer Beladezeit ungünstiger sein.
Grafisches Vergleichsdiagramm für zwei Varianten
| Variante | Rüstzeit | Beladezeit je Teil | Wirkung bei kleinem Los | Wirkung bei großem Los |
|---|---|---|---|---|
| A: einfache Einrichtung | niedriger | höher | häufig vorteilhaft | Stückzeitnachteil summiert sich |
| B: zusätzlicher Einrichtaufwand | höher | niedriger | Zusatzrüsten kann dominieren | kürzere Beladezeit kann überwiegen |
Der rechnerische Schnittpunkt heißt Break-even-Losgröße. Sind nur Rüst- und Beladezeit unterschiedlich, gilt:
nBreak-even = zusätzliche Rüstzeit ÷ Einsparung je Werkstück
Das Ergebnis wird auf die nächste ganze Stückzahl aufgerundet, bei der die neue Variante tatsächlich günstiger ist.
Das eingebettete Hersteller-Video zeigt eine KELLENBERGER K100 in einer längeren Ausführung. Es dient ausschließlich der visuellen Einordnung der Maschinenfamilie; daraus werden keine Lehrmodellzeiten abgeleitet.
Losgröße, Kennzahlen und typische Fehler
Kennzahlen für die Bewertung
Neben der Loszeit helfen mehrere Kennzahlen:
| Kennzahl | Berechnung | Aussage |
|---|---|---|
| mittlere Zeit je Teil | tLos ÷ n | verteilt alle losbezogenen Zeiten auf die Stückzahl |
| technische Kapazität nach dem Rüsten | 60 ÷ te | theoretische Teilezahl je Stunde im wiederkehrenden Zyklus |
| Losleistung | n ÷ tLos in Stunden | berücksichtigt Rüsten und blockierende Zusatzzeiten |
| Beladeanteil | gesamte Beladezeit ÷ tLos · 100 Prozent | zeigt die Bedeutung des Werkstückwechsels im Los |
| Hauptzeitanteil | gesamte Hauptzeit ÷ tLos · 100 Prozent | zeigt den Anteil der eigentlichen Schleifbearbeitung |
Kennzahlen sind nur vergleichbar, wenn dieselben Grenzen gelten. Eine Losleistung mit Erstteilfreigabe darf nicht mit einer technischen Zyklusleistung ohne Freigabe verglichen werden, ohne diesen Unterschied zu benennen.
Typische Fehler und Gegenmaßnahmen
| Fehler | Warum falsch | Gegenmaßnahme |
|---|---|---|
| Rüstzeit mit n multiplizieren | Ein losbezogener Baustein wird fälschlich stückbezogen. | Häufigkeit vor der Rechnung kennzeichnen. |
| Entladen und Beladen doppelt zählen | Ein gemeinsamer Laderzyklus wird zweimal angesetzt. | Umfang jedes Zeitbausteins schriftlich definieren. |
| Parallelität vermuten | Eine rechnerische Kürzung erfolgt ohne Modellfreigabe. | Nur ausdrücklich erlaubte Überlappungen berücksichtigen. |
| Sekunden und Minuten mischen | Die Größen sind nicht addierbar. | Vorab eine einheitliche Zeiteinheit festlegen. |
| Maschinen- und Personalzeit verwechseln | Parallele Personalarbeit verkürzt nicht zwingend den Zellzyklus. | Bezugsobjekt jeder Kennzahl angeben. |
| Ausschuss oder Wiederholteile stillschweigend ignorieren | Gutteilziel und bearbeitete Menge werden verwechselt. | Nur mit ausdrücklich vorgegebenem Ausschussmodell rechnen. |
| Herstellerwerte erfinden | Lehrmodell und reale Anlage werden unzulässig vermischt. | Quellenwerte belegen und Übungswerte als synthetisch kennzeichnen. |
Datenerfassung ohne vertrauliche Betriebsdaten
Für Lernaufgaben genügen synthetische oder anonymisierte Daten. Reale Auftragsnummern, Kundennamen, Zeichnungen, Programme, personenbezogene Leistungsdaten oder vertrauliche Prozessparameter gehören nicht in öffentliche Lernangebote. Eine zulässige Lern-Tabelle kann nur die Zeitart, eine neutrale Vorgangsbezeichnung, die Einheit und einen fiktiven Wert enthalten.
Das zweite Video ist ein Technologieüberblick des Kellenberger-Kanals. Es ergänzt den Maschinenkontext, ersetzt aber keine betriebliche Unterweisung und liefert keine Zeitfreigaben für diesen Kurs.
Berufstypischer Modellfall mit vollständiger Lösung
Auftrag und synthetische Ausgangsdaten
Lehrmodell, keine Realdaten: Für ein Los aus 24 Wellen soll die Belegungszeit einer Schleifzelle bewertet werden. Alle Werkstücke werden im Modell gut gefertigt; Ausschuss und Nacharbeit sind nicht vorgesehen. Die Automationskomponente gehört zur betrachteten Zelle.
| Zeitbaustein | Wert | Häufigkeit | Zuordnung |
|---|---|---|---|
| Rüsten von Zelle, Greifer, Palette und Prüfmitteln | 42,00 Minuten | einmal je Los | Rüstzeit tR |
| Schleifzyklus | 6,20 Minuten | je Werkstück | Hauptzeit tH |
| gemeinsamer Laderzyklus mit Entladen und Beladen | 1,90 Minuten | je Werkstück | Beladezeit tB |
| Positionieren und In-Prozess-Messen | 0,60 Minuten | je Werkstück | sonstige Nebenzeit tN |
| blockierende Erstteilfreigabe | 4,00 Minuten | einmal nach Teil 1 | Zusatzzeit tZ |
| Stichprobenprüfung nach Teil 6, 12 und 18 | jeweils 2,40 Minuten | dreimal | ausdrücklich parallel zum folgenden Schleifzyklus erlaubt |
Für die drei Stichproben ist die Parallelität ausdrücklich erlaubt. Jede Prüfung dauert 2,40 Minuten und ist damit kürzer als der folgende Schleifzyklus von 6,20 Minuten. Sie verlängert die Maschinenbelegung in diesem Lehrmodell nicht. Die Erstteilfreigabe ist dagegen ausdrücklich blockierend und muss addiert werden.
Lösung Schritt für Schritt
1. Stückzeit bilden
te = tH + tB + tN
te = 6,20 + 1,90 + 0,60 = 8,70 Minuten
2. Wiederkehrende Zeit für 24 Werkstücke
24 · 8,70 = 208,80 Minuten
3. Rüstzeit und blockierende Erstteilfreigabe ergänzen
tLos = 42,00 + 208,80 + 4,00 = 254,80 Minuten
4. Stundenwert
254,80 ÷ 60 = 4,2467 Stunden, gerundet 4,25 Stunden beziehungsweise 4 Stunden 14 Minuten 48 Sekunden.
5. Mittlere Zeit je Teil
tmittel = 254,80 ÷ 24 = 10,6167 Minuten, gerundet 10,62 Minuten je Teil.
6. Technische Kapazität nach dem Rüsten
60 ÷ 8,70 = 6,90 Teile je Stunde.
7. Losleistung einschließlich Rüsten und Erstteilfreigabe
24 ÷ 4,2467 = 5,65 Teile je Stunde.
Zeitanteile im Modellfall
| Anteil | Zeit im Los | Rechnung | Ergebnis gerundet |
|---|---|---|---|
| Hauptzeit | 24 · 6,20 = 148,80 Minuten | 148,80 ÷ 254,80 · 100 | 58,40 Prozent |
| Beladezeit | 24 · 1,90 = 45,60 Minuten | 45,60 ÷ 254,80 · 100 | 17,90 Prozent |
| sonstige Nebenzeit | 24 · 0,60 = 14,40 Minuten | 14,40 ÷ 254,80 · 100 | 5,65 Prozent |
| Rüstzeit | 42,00 Minuten | 42,00 ÷ 254,80 · 100 | 16,48 Prozent |
| blockierende Freigabe | 4,00 Minuten | 4,00 ÷ 254,80 · 100 | 1,57 Prozent |
Die Anteile ergeben zusammen ungefähr 100 Prozent. Die drei parallel erlaubten Stichproben werden nicht zusätzlich in die Maschinenloszeit aufgenommen. Sie bleiben dennoch dokumentations- und personalrelevant.
Variantenvergleich und Break-even
Variante B benötigt wegen eines zusätzlichen Einrichtschritts 9 Minuten mehr Rüstzeit, senkt die Beladezeit aber von 1,90 auf 1,55 Minuten je Werkstück. Alle anderen Werte bleiben gleich.
Einsparung je Teil = 1,90 − 1,55 = 0,35 Minuten
nBreak-even = 9 ÷ 0,35 = 25,71
Damit ist Variante B rechnerisch ab 26 Werkstücken günstiger.
Für das vorhandene Los mit 24 Teilen gilt:
tLos,B = 51,00 + 24 · (6,20 + 1,55 + 0,60) + 4,00
tLos,B = 51,00 + 200,40 + 4,00 = 255,40 Minuten
Variante A benötigt 254,80 Minuten und ist bei 24 Teilen um 0,60 Minuten günstiger. Die kürzere Beladezeit allein reicht bei diesem Los also noch nicht aus, um die höhere Rüstzeit auszugleichen.
Bewertungsraster für den Modellfall
| Kriterium | 0 Punkte | 1 Punkt | 2 Punkte | Maximal |
|---|---|---|---|---|
| Zeitarten zugeordnet | überwiegend falsch | teilweise richtig | vollständig richtig | 2 |
| Stückzeit berechnet | fehlt oder falsch | richtiger Ansatz mit Rechenfehler | 8,70 Minuten korrekt | 2 |
| Loszeit berechnet | fehlt oder falsch | weitgehend richtig | 254,80 Minuten korrekt | 2 |
| Parallelität bewertet | Stichproben falsch addiert oder unbegründet abgezogen | Begründung unvollständig | Modellregel korrekt angewendet | 2 |
| Kennzahlen berechnet | fehlen | eine Kennzahl korrekt | Mittelwert und Kapazität korrekt | 2 |
| Variantenvergleich | keine belastbare Aussage | richtige Tendenz ohne Break-even | Break-even ab 26 Teilen korrekt | 2 |
| Sicherheits- und Datengrenzen | nicht beachtet | teilweise genannt | klar als Lehrmodell und nicht als Bedienfreigabe abgegrenzt | 2 |
Gesamt: 14 Punkte. Eine mögliche Zuordnung lautet: 13–14 sehr sicher, 10–12 sicher, 7–9 teilweise sicher, 0–6 Grundlagen erneut bearbeiten. Die betriebliche Leistungsbewertung kann andere Maßstäbe verwenden.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Schleifzeit und Beladezeit im Los
Welche Zeit fällt im Grundmodell einmal je Los an? (Rüstzeit) (!Schleifzeit je Werkstück) (!Beladezeit je Werkstück) (!Positionierzeit je Werkstück)
Wie lautet die sequenzielle Stückzeit bei Hauptzeit, Beladezeit und sonstiger Nebenzeit? (Summe aus Hauptzeit Beladezeit und Nebenzeit) (!Rüstzeit geteilt durch Stückzahl) (!Nur die längste Einzelzeit) (!Loszeit mal Stückzahl)
Wann darf eine parallele Tätigkeit die Maschinenloszeit verkürzen? (Wenn das Lehrmodell die Überlappung ausdrücklich erlaubt) (!Wenn eine Überlappung technisch denkbar erscheint) (!Wenn die Bedienperson schneller arbeitet) (!Wenn die Losgröße größer als zehn ist)
Was bedeutet eine Beladezeit von 96 Sekunden in Minuten? (1,60 Minuten) (!0,96 Minuten) (!1,36 Minuten) (!9,60 Minuten)
Welche Größe enthält losbezogene Rüstzeit anteilig? (Mittlere Zeit je Teil) (!Reine Schleifhauptzeit) (!Beladezeit je Werkstück) (!Einzelne Messzeit)
Wie wird die technische Kapazität bei einer Zykluszeit in Minuten berechnet? (Sechzig geteilt durch Zykluszeit) (!Zykluszeit geteilt durch sechzig) (!Losgröße mal Rüstzeit) (!Hauptzeit minus Beladezeit)
Was ist ein typischer Doppelzählungsfehler? (Entladen zusätzlich addieren obwohl es im Laderzyklus enthalten ist) (!Alle Zeiten in Minuten umrechnen) (!Rüstzeit einmal je Los ansetzen) (!Die Stückzahl vor der Rechnung notieren)
Welche Aussage zur Personalzeit ist richtig? (Parallele Personalarbeit verkürzt nicht automatisch den Maschinenzyklus) (!Personalzeit und Maschinenzeit sind immer gleich) (!Jede Prüfung stoppt zwingend die Maschine) (!Automatisierung beseitigt jede Personalbindung)
Ab wann lohnt sich eine Variante mit neun Minuten zusätzlicher Rüstzeit und 0,35 Minuten Einsparung je Teil? (Ab 26 Teilen) (!Ab 9 Teilen) (!Ab 18 Teilen) (!Ab 35 Teilen)
Welche Aussage schützt vor erfundenen Herstellerparametern? (Übungswerte ausdrücklich als synthetische Lehrmodelldaten kennzeichnen) (!Unbekannte Werte aus ähnlichen Maschinen übertragen) (!Taktzeiten aus Bildern schätzen) (!Fehlende Daten durch plausible Annahmen ersetzen)
Memory
| Hauptzeit | Zeit der unmittelbaren Schleifbearbeitung im Lehrmodell |
| Beladezeit | Zeit für den definierten Werkstückwechsel |
| Rüstzeit | einmaliger Zeitanteil je Los |
| Stückzeit | wiederkehrende sequenzielle Zeit je Werkstück |
| Loszeit | gesamte Belegungszeit für den Auftrag |
| Parallelität | ausdrücklich erlaubte zeitliche Überlappung |
| Engpass | Ablauf mit der geringsten wirksamen Kapazität |
| Break-even | Losgröße am rechnerischen Schnittpunkt zweier Varianten |
Drag-and-drop
| Ordne den Zeitbaustein richtig zu. | Zeitart |
|---|---|
| Schleifzyklus | Hauptzeit |
| automatischer Werkstückwechsel | Beladezeit |
| Greifer und Palette vorbereiten | Rüstzeit |
| blockierende Erstteilfreigabe | Zusatzzeit |
| freigegebene Prüfung während des Folgeschliffs | parallele Tätigkeit ohne Zyklusverlängerung |
Zeitbausteine werden zuerst nach Häufigkeit und Wirkung geordnet und erst danach addiert.
Kreuzworträtsel
| Hauptzeit | Welche Zeit steht für die unmittelbare Bearbeitung? |
| Nebenzeit | Welche Zeit umfasst notwendige Abläufe ohne unmittelbaren Abtrag? |
| Rüstzeit | Welche Zeit fällt typischerweise einmal je Los an? |
| Losgröße | Wie heißt die Anzahl der Werkstücke in einem Auftrag? |
| Taktzeit | Welche Zeit beschreibt den wiederkehrenden Abstand fertiger Teile? |
| Engpass | Wie heißt der kapazitätsbestimmende Ablauf? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Zeitbausteine markieren: Markiere in einem vorgegebenen Ablaufplan jeden Baustein als losbezogen, stückbezogen, ereignisbezogen oder parallel.
- Einheiten sicher umrechnen: Wandle sechs vorgegebene Zeiten aus Sekunden und Stunden vollständig in Minuten um und dokumentiere jeden Rechenschritt.
- Prozesskette zeichnen: Erstelle ein eigenes Flussbild von Rüsten über Beladen und Schleifen bis zur Dokumentation, ohne reale Betriebsdaten zu verwenden.
- Doppelzählungen finden: Untersuche eine fehlerhafte Musterrechnung und kennzeichne mindestens drei doppelt oder falsch angesetzte Zeiten.
Standard
- Loszeit berechnen: Berechne für ein synthetisches Los die Stückzeit, Loszeit und mittlere Zeit je Teil und führe eine Einheitenkontrolle durch.
- Parallelität begründen: Entscheide bei fünf Ablaufpaaren, ob sie nach der jeweiligen Modellbeschreibung parallel zählen dürfen, und begründe jede Entscheidung.
- Zeitanteile visualisieren: Erstelle aus vorgegebenen Lehrmodelldaten ein Balken- oder Kreisdiagramm zu Hauptzeit, Beladezeit, Nebenzeit und Rüstzeit.
- Varianten vergleichen: Vergleiche zwei Beladevarianten mit unterschiedlicher Rüstzeit und bestimme die günstigere Lösung für drei Losgrößen.
Schwer
- Break-even herleiten: Leite aus zwei Varianten eine Formel für die Break-even-Losgröße her und prüfe das Ergebnis mit mindestens zwei Stückzahlen.
- Modellfall entwickeln: Entwirf einen eigenen vollständig synthetischen Schleifzellenfall mit mindestens sechs Zeitbausteinen, eindeutigen Parallelregeln und Musterlösung.
- Kennzahlen kritisch bewerten: Vergleiche technische Kapazität, Losleistung und mittlere Zeit je Teil und erkläre, warum die Kennzahlen unterschiedliche Aussagen liefern.
- Lernvideo produzieren: Produziere ein kurzes Erklärvideo mit selbst erstellten Grafiken zur Frage, warum kürzere Beladezeit bei kleinen Losen nicht automatisch die beste Variante ergibt.
Lösungshinweise zu den offenen Aufgaben
| Aufgabe | Erwartete Lösung oder überprüfbares Produkt |
|---|---|
| Zeitbausteine markieren | Eine vollständige Vierfachzuordnung; Rüstzeit steht losbezogen, Schleifen und Beladen meist stückbezogen, Freigaben ereignisbezogen und Überlappungen nur bei ausdrücklicher Erlaubnis parallel. |
| Einheiten sicher umrechnen | Sekunden werden durch 60 geteilt, Stunden mit 60 multipliziert; jeder Wert besitzt am Ende die Einheit Minute. |
| Prozesskette zeichnen | Das Flussbild zeigt mindestens Rüsten, Beladen, Positionieren oder Messen, Schleifen, Entladen und Dokumentieren. |
| Doppelzählungen finden | Typische Treffer sind doppelt erfasstes Entladen, mit n multiplizierte Rüstzeit und zusätzlich angesetzte erlaubte Parallelprüfung. |
| Loszeit berechnen | Korrekte allgemeine Struktur tLos = tR + n · te + tZ mit nachvollziehbaren Einheiten. |
| Parallelität begründen | Jede Entscheidung verweist auf eine ausdrückliche Modellregel sowie auf das betrachtete Bezugsobjekt Maschine, Personal oder Prüfmittel. |
| Zeitanteile visualisieren | Diagrammwerte ergeben gerundet etwa 100 Prozent und stimmen mit den Rechendaten überein. |
| Varianten vergleichen | Für jede Losgröße werden vollständige Loszeiten berechnet; die Aussage nennt den Einfluss von Rüst- und Stückzeit. |
| Break-even herleiten | Zusätzliche Rüstzeit wird durch die Einsparung je Teil geteilt; das Ergebnis wird sinnvoll auf eine ganze Stückzahl geprüft. |
| Modellfall entwickeln | Alle Daten sind als synthetisch markiert, die Häufigkeit jedes Bausteins ist eindeutig und die Lösung enthält eine Plausibilitätskontrolle. |
| Kennzahlen kritisch bewerten | Die Erklärung trennt Zyklus nach Rüsten, gesamte Auftragsleistung und losbezogenen Mittelwert. |
| Lernvideo produzieren | Das Video enthält eigene oder rechtmäßig nutzbare Medien, Quellenangaben, einen vollständigen Rechenweg und den Sicherheitshinweis zum Lehrmodell. |


Lernkontrolle
- Zeitstruktur prüfen: Ein Los umfasst 20 Teile, 35 Minuten Rüstzeit und 7,5 Minuten sequenzielle Stückzeit. Berechne Loszeit und Mittelwert je Teil.
- Beladeanteil bestimmen: Bei 18 Teilen beträgt die Beladezeit 1,4 Minuten je Teil und die gesamte Loszeit 180 Minuten. Bestimme den Beladeanteil.
- Parallelregel anwenden: Eine freigegebene Prüfung dauert 3 Minuten und läuft parallel zu einem folgenden Schleifzyklus von 2,5 Minuten. Bestimme die zusätzliche Maschinenzeit und begründe sie.
- Doppelzählung korrigieren: In einer Rechnung wird ein gemeinsamer Laderzyklus von 1,8 Minuten angesetzt und zusätzlich 0,6 Minuten Entladen addiert, obwohl Entladen enthalten ist. Korrigiere die Stückzeit.
- Break-even berechnen: Eine Variante benötigt 12 Minuten mehr Rüstzeit, spart aber 0,4 Minuten je Teil. Bestimme die kleinste vorteilhafte Losgröße.
- Kennzahlen vergleichen: Erkläre den Unterschied zwischen einer Kapazität von 8 Teilen je Stunde nach dem Rüsten und einer Losleistung von 6,5 Teilen je Stunde.
- Sicherheitsgrenze beurteilen: Formuliere eine fachlich richtige Reaktion auf die Aufforderung, eine unbekannte reale Taktzeit aus einem Herstellerfoto zu schätzen.
Musterlösungen zur Lernkontrolle
| Aufgabe | Lösung |
|---|---|
| Zeitstruktur prüfen | tLos = 35 + 20 · 7,5 = 185 Minuten; Mittelwert = 185 ÷ 20 = 9,25 Minuten je Teil. |
| Beladeanteil bestimmen | Gesamte Beladezeit = 18 · 1,4 = 25,2 Minuten; Anteil = 25,2 ÷ 180 · 100 = 14 Prozent. |
| Parallelregel anwenden | 0,5 Minuten zusätzliche Maschinenzeit, weil die Prüfung den 2,5-Minuten-Schleifzyklus um 0,5 Minuten überragt. |
| Doppelzählung korrigieren | Die zusätzlichen 0,6 Minuten werden entfernt; der gemeinsame Laderzyklus bleibt mit 1,8 Minuten einmal enthalten. |
| Break-even berechnen | 12 ÷ 0,4 = 30; bei genau 30 Teilen sind die Varianten gleich, ab 31 Teilen ist die Variante mit kürzerer Stückzeit günstiger. |
| Kennzahlen vergleichen | Die technische Kapazität betrachtet nur den wiederkehrenden Zyklus; die Losleistung enthält zusätzlich Rüsten und weitere blockierende Auftragszeiten. |
| Sicherheitsgrenze beurteilen | Die Schätzung wird abgelehnt; es werden nur freigegebene Mess-, Plan- oder Quelldaten beziehungsweise ausdrücklich synthetische Übungswerte verwendet. |
Lernnachweis
Als Lernnachweis kannst du ein Portfolio mit folgenden Bestandteilen einreichen:
- Eine fachlich korrekte Begriffskarte zu Hauptzeit, Nebenzeit, Beladezeit, Rüstzeit, Stückzeit und Loszeit.
- Zwei vollständige Losrechnungen mit Einheiten, Zwischenwerten und Plausibilitätskontrolle.
- Eine begründete Parallelitätsanalyse, die Maschinen-, Personal- und Prüfmittelzeit trennt.
- Ein selbst erstelltes Diagramm der Zeitanteile eines synthetischen Loses.
- Einen Variantenvergleich einschließlich Break-even-Losgröße.
- Die bearbeitete Fallstudie mit Bewertung nach dem Raster.
- Eine kurze Reflexion zu Sicherheitsgrenzen, Quellenkritik und dem Schutz vertraulicher Betriebsdaten.
- Einen Transfer: Übertrage die Methode auf einen anderen freigegebenen Fertigungsprozess, ohne reale vertrauliche Daten offenzulegen.
Ein vollständiger Lernnachweis zeigt nicht nur richtige Ergebnisse, sondern auch nachvollziehbare Annahmen, korrekte Bezugsgrößen und eine klare Trennung zwischen Herstellerinformationen und Lehrmodelldaten.
OER und Wikipedia
Fach- und Primärquellen
| Quelle | Nutzen | Nachweisgrenze |
|---|---|---|
| Kellenberger: Anwenderbericht Liebherr-Verzahntechnik GmbH, Kempten | Primärquelle für K100, A9000 FLEX, Automationskontext und den Standortbezug. | Publikations- und Inbetriebnahmedatum sind auf der bereitgestellten Seite nicht angegeben; Abrufstand 24.10.2026. |
| Kellenberger: Produktseite K100 | Herstellerkontext zur Maschinenfamilie. | Produktdaten sind keine automatische Freigabe für den konkreten betrieblichen Einsatz. |
| Wikipedia: Rundschleifmaschine | Offener Überblick zum Maschinentyp. | Allgemeine Quelle, keine Beschreibung der konkreten Anlage in Kempten. |
| Wikipedia: Betriebsmittelzeit | Einstieg in die Gliederung von Betriebsmittelzeiten. | Betriebliche Definitionen und Vorgaben können abweichen. |
Medien-, Urheber- und Lizenznachweis
| Medium | Quelle | Urheber | Rechtehinweis |
|---|---|---|---|
| File:Cylindrical grinder.jpg | Wikimedia Commons | Amos1947 | CC BY-SA 4.0 |
| File:Outer Diameter Cylindrical Grinding.png | Wikimedia Commons | InfraYellow | CC BY-SA 4.0 |
| File:Grinding Wheels.jpg | Wikimedia Commons | Solaris2006 | CC BY-SA 3.0 |
| https://www.youtube.com/watch?v=BbRLYxSJb0I | Nachweis der Einbettung und Anbieterzuordnung | Kellenberger | Streaming über YouTube; Urheberrechte beim veröffentlichten Kanal, keine freie Nachnutzung behauptet. |
| https://www.youtube.com/watch?v=3kKm6hiypPQ | Kellenberger-Technologieüberblick | Kellenberger | Streaming über YouTube; Urheberrechte beim veröffentlichten Kanal, keine freie Nachnutzung behauptet. |
Die eingebetteten Commons-Dateien sind offen lizenziert und werden mit Urheber- und Lizenzangabe nachgewiesen. Die Videos werden lediglich über die vom Rechteinhaber genutzte Plattform eingebettet; daraus wird keine freie Lizenz abgeleitet. Herstellerfotos aus dem Anwenderbericht werden wegen der nicht bestätigten freien Nachnutzung nicht als eigene Datei in diesen Kurs kopiert.
Verknüpfte Lernbereiche
Die Methode verbindet Fertigungstechnik, Arbeitswissenschaft, Produktionsplanung, Mathematik, Messtechnik und Qualitätsmanagement. Sie eignet sich besonders für Lernfelder, in denen Arbeitsabläufe geplant, Fertigungszeiten bewertet, automatisierte Prozesse analysiert und Ergebnisse dokumentiert werden.
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