KELLENBERGER K100 in Kempten – Rüsten und Erstteilprüfung organisieren
Einleitung
Dieser aiMOOC richtet sich an Auszubildende im zweiten oder dritten Ausbildungsjahr des Berufs Zerspanungsmechanikerin beziehungsweise Zerspanungsmechaniker. Du lernst, einen Rüstablauf von der Auftragsprüfung bis zur dokumentierten Erstteilbewertung zu strukturieren und vor einer automatischen Serienbearbeitung eindeutige Haltepunkte festzulegen.
Sicherheits- und Geltungshinweis: Reale Maschinenarbeit ist nur nach betrieblicher Unterweisung, mit gültiger Betriebsanweisung und unter qualifizierter Anleitung zulässig. Dieser Kurs ist ergänzendes Lernen, kein offizieller Liebherr-Lehrgang, keine Herstellerunterweisung und kein Ersatz für Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanleitung, Betriebsanweisung oder Freigabe durch verantwortliche Fachkräfte.
Der Maschinenbezug ist die in einem Hersteller-Anwenderbericht beschriebene KELLENBERGER K100 mit Wenger A9000 FLEX bei der Liebherr-Verzahntechnik GmbH in Kempten. Der Lader gehört in diesem Lehrfall zur betrachteten Maschinenzelle und wird nicht als zusätzliches System gezählt. Einige Bildtexte der Quelle nennen „KELLENBERGER 100“, während der Haupttext „KELLENBERGER K100“ verwendet. Ein Publikations- oder Inbetriebnahmedatum ist auf der Primärseite nicht ausgewiesen; Quellenabruf für diesen Kurs: 24. Oktober 2026.

Lernziele: Du kannst Auftragsdaten und Prüfmerkmale ordnen, einen sicheren Rüstplan mit Rollen und Haltepunkten erstellen, ein Erstteil messtechnisch bewerten, Abweichungen nachvollziehbar dokumentieren und eine begründete Entscheidung „Freigabe“, „Nacharbeit“ oder „Sperren und klären“ treffen.
Auftrag, Nachweise und Haltepunkte planen
Systemgrenze und Quellenlage
Im Lehrfall bilden K100, Spannmittel, Schleifwerkzeug, Messmittel, Steuerung und A9000 FLEX eine zusammenhängende Prozesskette. Für die Organisation ist wichtig, dass jede Übergabe eindeutig ist: Wer prüft die Zeichnung? Wer rüstet? Wer bestätigt den sicheren Zustand? Wer misst das Erstteil? Wer darf die Serie freigeben?
Der Hersteller-Anwenderbericht nennt für die konkrete Kemptener Konfiguration unter anderem einen bildgeführten Einrichtassistenten und einen Palettenlader für Wellen- und Futterteile. Diese Angaben beschreiben die veröffentlichte Anlage, sind aber keine Bedienfreigabe. Aktuelle Produktdaten anderer K100-Ausführungen dürfen nicht ungeprüft auf die installierte Maschine übertragen werden.
| Quellengebundene Angabe zur Kemptener Anlage | Bedeutung für das Lernziel | Nicht daraus ableiten |
|---|---|---|
| KELLENBERGER K100 mit Wenger A9000 FLEX | Maschine und Lader gemeinsam in den Rüstplan aufnehmen | Keine konkrete Bedienfolge ohne örtliche Unterweisung |
| Wechselbare Greiferköpfe und bildgeführter Einrichtassistent | Greiferwahl und Assistenzschritte als prüfpflichtige Rüstpunkte behandeln | Keine automatische Freigabe durch den Assistenten annehmen |
| Palettenautomation für Wellen- und Futterteile | Teilelage, Paletteneinsatz und Greifbezug dokumentieren | Keine Werkstückfreigabe allein aus erfolgreichem Handling ableiten |
| Publikations- und Inbetriebnahmedatum nicht ausgewiesen | Quellenstand und Unsicherheiten offen kennzeichnen | Keine Aussage über Softwarestand oder Umbauten erfinden |
Auftragsprüfung vor dem Rüsten
Ein belastbarer Rüstauftrag enthält mindestens die freigegebene Zeichnungsrevision, Werkstoff- und Rohteilangaben, Losgröße, Bearbeitungsfolge, Spann- und Bezugskonzept, Werkzeug- und Schleifscheibenfreigaben, Prüfmerkmale, Prüfmittel, Verantwortlichkeiten sowie den Umgang mit Abweichungen. Fehlt eine dieser Grundlagen, beginnt nicht das „Improvisieren“, sondern das Klären.
Lehrschema: Informationsfluss
| Eingang | Prüffrage | Ergebnis |
|---|---|---|
| Fertigungsauftrag | Stimmen Teilenummer, Revision, Los und Termin? | Eindeutiger Auftrag oder Klärpunkt |
| Zeichnung und Prüfplan | Welche Maße, Formen, Lagen und Oberflächen sind freigaberelevant? | Merkmalliste mit Prüfverfahren |
| Rüstunterlagen | Passen Spannmittel, Greifer, Schleifwerkzeug und Programmstand zusammen? | Rüststückliste und Freigabestatus |
| Betriebsunterlagen | Welche sicheren Betriebsarten und Zuständigkeiten gelten? | Verbindlicher Sicherheitsrahmen |
| Dokumentation | Wo werden Messwerte, Abweichungen und Entscheidungen festgehalten? | Rückverfolgbare Erstteilakte |
Haltepunkte als Freigabelogik
Ein Haltepunkt ist ein bewusst gesetzter Stopp, an dem ein definierter Nachweis vorliegen muss. Ohne Nachweis geht der Prozess nicht weiter. Dadurch wird aus einer langen Checkliste eine steuerbare Freigabekette.
Eigenes Ablaufdiagramm
Auftrag geprüft → H0: Unterlagen vollständig → Rüsten → H1: Aufbau und Daten gegengeprüft → sicherer Probelauf → H2: Bewegungen und Freiräume bestätigt → einzelnes Erstteil → H3: Teil entnommen und Prozess angehalten → Prüfung → H4: dokumentierte Serienfreigabe
| Haltepunkt | Mindestnachweis | Wer bestätigt im Lehrmodell? | Bei Nichterfüllung |
|---|---|---|---|
| H0 | Richtige Revision, eindeutige Merkmale, geklärte Zuständigkeit | Auftrag vorbereitende Fachkraft | Auftrag sperren und klären |
| H1 | Spannmittel, Greifer, Werkzeug, Programm und Nullpunkt plausibel | Rüstende Person plus Gegenprüfung | Nicht starten |
| H2 | Kollisionsfreier, sicher beobachteter Test nach Betriebsanweisung | Qualifizierte Maschinenfachkraft | Ursache analysieren und erneut prüfen |
| H3 | Genau ein repräsentatives Erstteil liegt gekennzeichnet vor | Bedienperson | Kein automatischer Serienlauf |
| H4 | Alle Pflichtmerkmale bestanden, Protokoll vollständig, Freigabe erteilt | Freigabeberechtigte Person | Nacharbeit, Sperre oder Klärung |
Typischer Fehler: Eine erfolgreich abgelaufene Automatik oder ein störungsfreier Laderzyklus wird mit Qualitätsfreigabe verwechselt. Handlingnachweis und Produktnachweis sind zwei verschiedene Dinge.
Rüsten der Maschinenzelle organisieren
Rollen, Reihenfolge und sichere Zustände
Rüsten bedeutet mehr als Werkzeuge einzubauen. Es umfasst die Vorbereitung, das Herstellen eines sicheren Zustands, den Austausch oder die Einstellung von Betriebsmitteln, das Laden geprüfter Daten, die Kontrolle von Bezügen und anschließend die dokumentierte Übergabe zum Probelauf. Besondere Betriebsanweisungen für Einrichten, Rüsten und Probelauf sind nach den Hinweisen der DGUV für Werkzeugmaschinen ein eigener Sicherheitsbereich.
Arbeiten im Gefahrenbereich, Störungsbeseitigung und Eingriffe an Energiequellen dürfen nur entsprechend der betrieblichen Regelung erfolgen. Stillsetzen ist nicht automatisch gleich sicheres Freischalten. Je nach Aufgabe müssen Energiequellen getrennt, gegen Wiedereinschalten gesichert und gespeicherte Energien beherrscht werden. Maßgeblich sind immer die örtliche Gefährdungsbeurteilung und die Herstellerunterlagen.
| Rolle | Kernaufgabe | Übergabenachweis |
|---|---|---|
| Auftragsvorbereitung | Revisionen, Merkmale und Materialfluss klären | Freigegebener Rüstauftrag |
| Rüstende Fachkraft | Mechanischen und digitalen Aufbau herstellen | Abgezeichnete Rüstliste |
| Gegenprüfende Person | Verwechslungen und Bezugsfehler erkennen | Vier-Augen-Bestätigung |
| Prüfende Person | Erstteil nach Prüfplan bewerten | Messprotokoll |
| Freigabeberechtigte Person | Risiko und Prüfergebnis zusammenführen | Serienfreigabe oder Sperrentscheidung |
Rüstfolge für Maschine, Spannkonzept und Lader
Die folgende Reihenfolge ist ein allgemeines Lehrmodell. Sie ersetzt keine maschinenspezifische Arbeitsanweisung.
- Rüstauftrag prüfen: Unterlagen, Programmkennung, Werkstückfamilie und Prüfplan abgleichen.
- Sicherer Maschinenzustand: Vorgeschriebene Betriebsart herstellen und Arbeitsbereich gemäß Unterweisung sichern.
- Sauberkeit und Zustand: Bezugsflächen, Spitzen, Futter, Auflagen, Greifer und Paletteneinsätze prüfen.
- Spannkonzept: Werkstückbezug, Einspannlänge, Anschlag und Unterstützung eindeutig festlegen.
- Schleifwerkzeug: Freigabe, Kennzeichnung, Zustand und vorgesehene Bearbeitungsaufgabe prüfen.
- Messsystem: Geeignete und gültig überwachte Prüfmittel bereitstellen; Referenz und Nullkontrolle planen.
- Programmdaten: Richtige Version laden und mit Auftrag sowie Geometrie abgleichen.
- A9000 FLEX: Greiferkopf, Teilelage, Paletteneinsatz und Übergabeposition nach betrieblicher Anleitung prüfen.
- Trockenprüfung: Nur in zulässiger Betriebsart und unter qualifizierter Anleitung Freiräume und Reihenfolge prüfen.
- Rüstfreigabe: H1 dokumentieren; erst danach den vorgesehenen Probelauf beginnen.

Das verifizierte Herstellervideo „Kellenberger Updates gTOUCH“ zeigt einen Einblick in eine Bedienfunktion. Es ist keine vollständige Rüstanweisung. Die konkrete Bedienung richtet sich nach Softwarestand, Maschinenkonfiguration und betrieblicher Unterweisung.
Bezugskette und Nullpunktdenken
Bei Präzisionsbearbeitung entsteht ein Maß nie isoliert. Es hängt von der Bezugskette ab: Zeichnungsbezug → Spannbezug → Maschinenbezug → Programmbetrachtung → Messbezug. Wird ein Bezug vertauscht, kann ein korrekt eingegebener Zahlenwert dennoch ein falsches Teil erzeugen.
Eigenes Bezugsschema
| Stufe | Leitfrage | Möglicher Fehler |
|---|---|---|
| Zeichnung | Von welcher Fläche oder Achse gilt das Merkmal? | Falsche Bezugsfläche gelesen |
| Spannung | Wie wird dieser Bezug am Rohteil reproduziert? | Schmutz oder Grat verändert die Anlage |
| Maschine | Wo liegt der bestätigte Werkstückbezug? | Nullpunkt aus anderem Auftrag übernommen |
| Programm | Welche Kontur und welches Aufmaß werden angesprochen? | Falsche Version oder falsche Einheit |
| Prüfung | Wird vom selben funktionalen Bezug gemessen? | Messung bestätigt ein anderes Merkmal |
Zeit und Materialfluss planen
Rüstzeit wird nicht nur an der Maschine verbraucht. Ein synthetisches Planungsbeispiel zeigt die Summe:
Vorbereitung 25 min + mechanisches Rüsten 40 min + Daten- und Trockenprüfung 15 min + Erstteilfertigung 10 min + Erstteilprüfung und Dokumentation 20 min = 110 min Gesamtaufwand.
Die Rechnung lautet:
Gesamtrüstzeit = Vorbereitung + mechanisches Rüsten + digitale Prüfung + Erstteilfertigung + Prüfung und Dokumentation
Der Nutzen der Rechnung liegt nicht im exakten Minutenwert, sondern darin, Wartezeiten sichtbar zu machen. Prüfmittel, Freigabeperson und Material müssen rechtzeitig verfügbar sein. Sonst steht die Maschine trotz technisch abgeschlossenem Rüsten.
Probelauf und Erstteil sicher durchführen
Vom statischen Check zum kontrollierten Ablauf
Der Probelauf soll Risiken erkennen, bevor ein Werkstück automatisch in Serie bearbeitet wird. Er wird schrittweise aufgebaut: Sichtprüfung, Plausibilitätsprüfung, zulässige Bewegungskontrolle, Einzelzyklus und erst danach ein repräsentatives Erstteil. Jede Stufe braucht eine Abbruchmöglichkeit und eine zuständige Person.

Das verifizierte Video „KELLENBERGER K100 1700“ vermittelt einen allgemeinen Maschineneindruck. Es zeigt nicht die konkrete Kemptener Konfiguration und ersetzt keine betriebliche Einweisung.
Prüfkette vor dem ersten Schleifkontakt
| Prüfebene | Beispiele | Abbruchkriterium |
|---|---|---|
| Mechanik | Spannmittel sitzt, Werkstück ist lagegerecht, Greifer und Palette passen | Lockerung, Verwechslung, unklarer Anschlag |
| Geometrie | Freiräume, Endlagen, Werkstück- und Scheibenbezug sind plausibel | Mögliche Kollision oder unklare Kontur |
| Daten | Programm, Einheit, Revision und Korrekturwerte gehören zum Auftrag | Nicht rückverfolgbare oder widersprüchliche Daten |
| Versorgung | Kühlschmierstoff, Absaugung und Medien sind betriebsbereit | Leckage, Störung oder fehlende Freigabe |
| Sicherheit | Schutzeinrichtungen und vorgesehene Betriebsart sind wirksam | Schutzwirkung unklar oder umgangen |
Typische Fehler und Gegenmaßnahmen
| Fehler | Wirkung | Gegenmaßnahme |
|---|---|---|
| Werkstück nicht eindeutig gekennzeichnet | Erstteil und Rohteil werden verwechselt | Erstteil vor Bearbeitung mit Auftragskennung verfolgen |
| Korrekturwert aus altem Auftrag bleibt aktiv | Systematischer Maßfehler | Korrekturspeicher auftragsbezogen prüfen |
| Greifer greift auf falscher axialer Position | Lagefehler oder Beschädigung | Greifbezug und Übergabeposition getrennt bestätigen |
| Serie startet direkt nach einem störungsfreien Zyklus | Ungeprüfte Teile werden vervielfältigt | Automatik bis H4 gesperrt halten |
| Warmes oder verschmutztes Erstteil wird sofort gemessen | Messwert kann verfälscht sein | Reinigungs- und Temperierregel des Betriebs anwenden |
Erstteil als Prozessnachweis
Das Erstteil ist nicht nur „das erste Stück“. Es ist ein Nachweis, dass Auftrag, Rüstung, Programm, Werkzeug, Spannung, Materialfluss und Prüfverfahren zusammenpassen. Deshalb muss es unter seriennahen Bedingungen gefertigt werden. Ein handkorrigiertes Sonderstück, das nicht dem geplanten Ablauf entspricht, darf nicht stillschweigend als Seriennachweis dienen.
Nach der Erstteilfertigung wird der Prozess an H3 angehalten. Das Teil wird eindeutig gekennzeichnet, gereinigt und entsprechend der betrieblichen Temperaturregel bereitgestellt. Korrekturen werden nicht nebenbei durchgeführt, sondern mit Ursache, Freigabe und Wirkung dokumentiert.
Das verifizierte Herstellervideo „Spitzenschleifen“ zeigt eine Schleifanwendung. Übertrage daraus keine nicht gezeigten Parameter auf den Lehrfall.
Erstteil messen, bewerten und dokumentieren
Prüfplanung nach Merkmal und Risiko
Ein Prüfplan verbindet Zeichnungsmerkmal, Prüfmittel, Messposition, Messrichtung, Umgebungsbedingung, Grenzwert und Reaktion. Für eine geschliffene Welle können unter anderem Durchmesser, Rundheit, Zylindrizität, Rundlauf, Länge, Schulterlage und Oberfläche relevant sein. Welche Merkmale tatsächlich gelten, bestimmt die freigegebene Zeichnung.


| Merkmal | Geeignetes Prinzip im Lehrmodell | Messstrategie | Häufiger Fehler |
|---|---|---|---|
| Außendurchmesser | Bügelmessschraube passender Größe | Mehrere axiale Positionen und mindestens zwei Richtungen | Nur eine Stelle messen |
| Länge oder Schulterabstand | Geeignetes Längenmessmittel oder Messgerät | Saubere Bezugsflächen und definierte Anlage | Grat als Bezug verwenden |
| Rundlauf | Messuhr mit geeigneter Aufnahme | Bezug und Drehung eindeutig festlegen | Spannfehler mit Werkstückfehler verwechseln |
| Rauheit | Freigegebenes Tastschnitt- oder Vergleichsverfahren | Messrichtung und Filterbedingungen nach Prüfplan | Sichtprüfung als Zahlenwert ausgeben |
| Oberfläche | Sichtprüfung unter definierten Bedingungen | Brandspuren, Risse, Rattermarken und Beschädigungen dokumentieren | Fehler nur mündlich melden |
Grenzmaße berechnen
Synthetisches Rechenbeispiel: Eine Zeichnung nennt für einen Außendurchmesser das Nennmaß 40,000 mm, die obere Abweichung −0,010 mm und die untere Abweichung −0,030 mm.
Oberes Grenzmaß = 40,000 mm − 0,010 mm = 39,990 mm
Unteres Grenzmaß = 40,000 mm − 0,030 mm = 39,970 mm
Damit lautet das Toleranzintervall: 39,970 mm bis 39,990 mm.
Ein Messwert von 39,991 mm liegt 0,001 mm über dem oberen Grenzmaß und ist nach dieser Zeichnungsforderung nicht konform. Dass der Mittelwert mehrerer Messungen innerhalb der Toleranz liegt, macht einen einzelnen unzulässigen Messwert nicht automatisch zulässig.
Streuung, Formhinweis und Messunsicherheit
Für eine einfache Lehrbewertung kann die Spannweite mehrerer Durchmessermessungen berechnet werden:
Spannweite = größter Messwert − kleinster Messwert
Beispiel: 39,986 mm − 39,983 mm = 0,003 mm.
Die Spannweite ist noch keine vollständige Rundheits- oder Zylindrizitätsmessung. Sie ist lediglich ein Warnhinweis. Formmerkmale müssen mit dem im Prüfplan vorgesehenen Verfahren bewertet werden.
Messunsicherheit bedeutet, dass kein Messwert vollkommen exakt ist. Im betrieblichen Prüfprozess muss geregelt sein, wie nahe an einer Toleranzgrenze freigegeben werden darf. Ein Schutzabstand oder eine andere Entscheidungsregel darf nicht eigenmächtig erfunden werden. Im späteren Modellfall wird eine ausdrücklich als Lehrregel bezeichnete Sicherheitszone verwendet.

Das verifizierte Herstellervideo „Kellenberger Updates gPROBE“ zeigt einen Einblick in eine Messfunktion. Es ersetzt weder eine unabhängige Erstteilprüfung noch die örtliche Festlegung, welche Merkmale maschinenintern oder extern geprüft werden.
Dokumentation und Reaktionsplan
Ein vollständiges Erstteilprotokoll enthält mindestens Auftrags- und Teilekennung, Zeichnungsrevision, Maschinen- und Programmbezug, Datum, prüfende Person, Prüfmittelkennung, Messbedingungen, Sollwerte, Istwerte, Bewertung, Abweichungen, Korrekturmaßnahmen und Freigabestatus.
Entscheidungsdiagramm
Alle Pflichtmerkmale erfüllt? → Ja → Dokumentation vollständig? → Ja → H4 und Serienfreigabe
Alle Pflichtmerkmale erfüllt? → Nein → Teil und Prozess sperren → Ursache klären → genehmigte Korrektur → neues repräsentatives Erstteil
Dokumentation vollständig? → Nein → keine Serienfreigabe, auch wenn die Werte plausibel erscheinen
Modellfall: Lehrwelle L-27 vom Rüstauftrag bis zur Freigabe
Kennzeichnung: vollständig synthetisches Lehrmodell. Werkstück, Maße, Personenrollen, Zeiten und Entscheidungsregeln sind erfunden und dienen ausschließlich dem Lernen. Sie sind keine K100-Parameter und keine Liebherr-Betriebsdaten.
Ausgangslage
Ein Ausbildungsauftrag verlangt eine kleine Serie der Lehrwelle L-27. Bearbeitet wird ein Außendurchmesser. Die Maschinenzelle umfasst im Modell die K100 und den A9000 FLEX. Die Serie darf erst nach H4 automatisch laufen.
| Angabe | Synthetischer Wert |
|---|---|
| Zeichnungsrevision | C |
| Merkmal M1 | Außendurchmesser 40,000 mm mit Abweichungen −0,010 mm und −0,030 mm |
| Zulässiges Grenzmaß | 39,970 mm bis 39,990 mm |
| Merkmal M2 | Differenz zweier Messrichtungen je Position höchstens 0,004 mm als Lehr-Prüfkriterium |
| Merkmal M3 | Rauheit Ra höchstens 0,40 µm |
| Lehr-Entscheidungsregel | Freigabebereich für M1 mit 0,002 mm Schutzabstand: 39,972 mm bis 39,988 mm |
| Messpositionen | A nahe erster Schulter, B in der Mitte, C nahe zweiter Schulter |
| Serienstart | Nur nach dokumentierter Freigabe H4 |
Rüst- und Prüfplan
| Schritt | Tätigkeit | Nachweis | Haltepunkt |
|---|---|---|---|
| Auftrag | Revision C und Merkmalliste abgleichen | Auftragscheck vollständig | H0 |
| Aufbau | Spann- und Greifkonzept nach freigegebener Unterlage rüsten | Rüstliste plus Gegenprüfung | H1 |
| Test | Zulässigen Testablauf unter Anleitung durchführen | Freiraum und Reihenfolge bestätigt | H2 |
| Erstteil | Genau ein Teil seriennah fertigen und kennzeichnen | Erstteil L-27-001 | H3 |
| Prüfung | M1 bis M3 messen und dokumentieren | Erstteilprotokoll | H4 oder Sperre |
Erste Messung und Entscheidung
| Position | Richtung 1 | Richtung 2 | Richtungsdifferenz | Bewertung M1 |
|---|---|---|---|---|
| A | 39,991 mm | 39,989 mm | 0,002 mm | Nicht konform, ein Wert über 39,990 mm |
| B | 39,987 mm | 39,986 mm | 0,001 mm | Zeichnungskonform, aber nahe Lehr-Schutzgrenze |
| C | 39,983 mm | 39,982 mm | 0,001 mm | Konform |
Gemessene Rauheit: Ra 0,47 µm. Damit ist auch M3 nicht erfüllt.
Nachvollziehbare Entscheidung: Keine Serienfreigabe. Der größte Durchmesserwert überschreitet das obere Grenzmaß um 0,001 mm. Zusätzlich überschreitet Ra den Lehrgrenzwert um 0,07 µm. Das Teil wird gekennzeichnet und gesperrt. Eine qualifizierte Fachkraft prüft mögliche Ursachen wie Aufmaß, Werkzeugzustand, Abrichtzustand, Wärme, Messbedingungen, Bezug oder Korrekturwert. Es wird keine maschinenspezifische Korrektur aus diesem Kurs übernommen.
Genehmigte Reaktion und zweites Erstteil
Im Lehrmodell werden nach Ursachenprüfung und Freigabe folgende allgemeine Maßnahmen dokumentiert: Messmittel und Messflächen erneut prüfen, Prozessbezug bestätigen, Schleifwerkzeugzustand fachlich bewerten, genehmigte Korrektur ausführen und ein neues repräsentatives Erstteil herstellen.
| Position | Richtung 1 | Richtung 2 | Richtungsdifferenz | Lehrbewertung |
|---|---|---|---|---|
| A | 39,986 mm | 39,985 mm | 0,001 mm | Innerhalb Freigabebereich |
| B | 39,984 mm | 39,983 mm | 0,001 mm | Innerhalb Freigabebereich |
| C | 39,983 mm | 39,982 mm | 0,001 mm | Innerhalb Freigabebereich |
Gemessene Rauheit: Ra 0,32 µm. Sichtprüfung: keine im Lehrmodell definierten Brandspuren, Rattermarken oder Beschädigungen. Dokumentation: vollständig.
Rechenkontrolle:
- Größter Durchmesserwert: 39,986 mm.
- Kleinster Durchmesserwert: 39,982 mm.
- Gesamtspannweite: 39,986 mm − 39,982 mm = 0,004 mm.
- Größte Richtungsdifferenz: 0,001 mm und damit kleiner als 0,004 mm.
- Ra-Abstand zum Grenzwert: 0,40 µm − 0,32 µm = 0,08 µm.
Ergebnis im Lehrmodell: H4 darf durch die freigabeberechtigte Person gesetzt werden. Die Serienfreigabe bezieht sich nur auf den bestätigten Auftrag, die dokumentierte Rüstung und den unveränderten Prozesszustand. Nach Störung, Werkzeugwechsel, relevanter Korrektur oder anderer betrieblicher Auslösebedingung ist die Freigabe neu zu bewerten.
Bewertungsraster zum Modellfall
| Kriterium | Maximalpunkte | Volle Punktzahl | Kritischer Fehler |
|---|---|---|---|
| Auftrags- und Revisionsprüfung | 15 | Alle Dokumente und Merkmale eindeutig zugeordnet | Falsche Revision |
| Rüstplanung und Systemgrenze | 15 | Maschine, Lader, Spannung, Werkzeug und Daten vollständig erfasst | Lader oder Bezugskette vergessen |
| Sicherheit und Haltepunkte | 20 | H0 bis H4 sinnvoll gesetzt und kein unzulässiger Eingriff | Schutzmaßnahme umgangen oder Serie vor H4 gestartet |
| Messplanung | 15 | Prüfmittel, Positionen, Richtungen und Bedingungen passend | Ungeeignetes Prüfmittel |
| Rechenweg und Bewertung | 15 | Grenzmaße, Abweichungen und Spannweiten korrekt | Mittelwert verschleiert Einzelabweichung |
| Dokumentation und Reaktion | 10 | Sperre, Ursache, Korrektur und neues Erstteil rückverfolgbar | Abweichung nur mündlich behandelt |
| Freigabeentscheidung | 10 | Entscheidung fachlich begründet und auf Prozesszustand begrenzt | Unbegründete Serienfreigabe |
Gesamt: 100 Punkte. Im Lehrmodell gilt ab 75 Punkten „bestanden“, sofern kein kritischer Sicherheitsfehler vorliegt. Ein kritischer Sicherheitsfehler führt unabhängig von der Punktzahl zur Wiederholung unter Anleitung.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Prüfe dein Wissen
Welcher Nachweis muss vor einer automatischen Serienbearbeitung vorliegen? (Eine dokumentierte Erstteilfreigabe am Haltepunkt H4) (!Ein störungsfreier Greiferzyklus ohne Messung) (!Eine mündliche Vermutung der Bedienperson) (!Ein beliebiger Messwert aus einem früheren Auftrag)
Was ist der erste Schritt eines belastbaren Rüstablaufs? (Den Auftrag mit Revision und Prüfmerkmalen prüfen) (!Sofort das erste Werkstück automatisch beladen) (!Alle Korrekturwerte aus dem Vorauftrag übernehmen) (!Die Messung bis zum Serienende verschieben)
Welche Aussage beschreibt ein Erstteil am besten? (Es prüft das Zusammenspiel des geplanten Serienprozesses) (!Es ist nur das optisch schönste Werkstück) (!Es ersetzt die Prüfung aller Pflichtmerkmale) (!Es darf unter beliebigen Sonderbedingungen entstehen)
Wie wird das obere Grenzmaß im Rechenbeispiel bestimmt? (Nennmaß plus obere Abweichung) (!Nennmaß plus untere Abweichung) (!Größter Messwert plus Spannweite) (!Mittelwert minus Rauheit)
Warum reichen Messwerte an nur einer Stelle einer Welle oft nicht aus? (Formabweichungen können entlang und um die Welle variieren) (!Eine Messung ist grundsätzlich gesetzlich verboten) (!Die Zeichnung gilt nur an der Werkstückmitte) (!Messschrauben funktionieren nur paarweise)
Was ist bei einem Wert über dem oberen Grenzmaß zu tun? (Teil und Prozess gemäß Reaktionsplan sperren und klären) (!Den Wert ohne Eintrag abrunden) (!Die Serie starten und später erneut messen) (!Nur den Mittelwert dokumentieren)
Welche Aussage zum A9000 FLEX ist im Kurs richtig? (Der Lader gehört zur betrachteten Prozesskette) (!Der Lader beweist automatisch die Maßhaltigkeit) (!Der Lader ersetzt die Erstteilprüfung) (!Der Lader ist ein zweiter unabhängig freigegebener Kursfall)
Wozu dient die Vier-Augen-Prüfung beim Rüsten? (Sie hilft Verwechslungen und Bezugsfehler zu erkennen) (!Sie verdoppelt automatisch die Maschinengenauigkeit) (!Sie ersetzt die Betriebsanweisung) (!Sie erlaubt das Umgehen eines Haltepunkts)
Was beschreibt die Spannweite von Messwerten? (Die Differenz zwischen größtem und kleinstem Wert) (!Die Summe aller Messwerte) (!Die Differenz zwischen Nennmaß und Rauheit) (!Die Zeit zwischen Rüsten und Serienstart)
Welche Freigabe ist nach einer relevanten Prozessänderung zu prüfen? (Die auftragsbezogene Erstteilfreigabe) (!Nur die Pausenregelung) (!Nur die Lagerplatznummer) (!Keine Freigabe)
Memory
| Haltepunkt | Definierter Prozessstopp mit gefordertem Nachweis |
| Rüstauftrag | Zusammenstellung der freigegebenen Unterlagen und Tätigkeiten |
| Erstteil | Repräsentatives Werkstück zum Nachweis des eingerichteten Prozesses |
| Grenzmaß | Äußerster noch zulässiger Maßwert |
| Bezugskette | Verbindung von Zeichnung, Spannung, Maschine, Programm und Prüfung |
| Prüfmittelstatus | Nachweis, dass ein Messmittel geeignet und überwacht ist |
| Sperrentscheidung | Verhindert die weitere Nutzung eines nicht freigegebenen Prozesses |
| Serienfreigabe | Dokumentierte Erlaubnis für den bestätigten Prozesszustand |
Drag and Drop
| Ordne den Nachweis dem passenden Haltepunkt zu. | Haltepunkt |
|---|---|
| Unterlagen vollständig | H0 |
| Rüstaufbau gegengeprüft | H1 |
| Sicherer Testablauf bestätigt | H2 |
| Erstteil gekennzeichnet bereitgestellt | H3 |
| Prüfung bestanden und dokumentiert | H4 |
Kreuzworträtsel
| Rüstfreigabe | Welche Bestätigung schließt die kontrollierte Rüstphase ab? |
| Messplan | Welches Dokument ordnet Merkmal, Prüfmittel und Messstrategie zu? |
| Nullpunkt | Welcher Bezug verbindet Programmdaten und Werkstücklage? |
| Prüfmittel | Womit wird ein Merkmal messtechnisch erfasst? |
| Haltepunkt | Wie heißt ein definierter Stopp vor dem nächsten Prozessschritt? |
| Serienfreigabe | Welche Entscheidung erlaubt den bestätigten automatischen Ablauf? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Auftragscheck: Erstelle für einen synthetischen Schleifauftrag eine Liste mit acht Informationen, die vor dem Rüsten vorliegen müssen.
- Haltepunkte markieren: Zeichne die Prozesskette vom Auftrag bis zur Serie und markiere H0 bis H4 mit je einem Nachweis.
- Messfehler erkennen: Fotografiere oder skizziere ein sauberes und ein verschmutztes Messszenario und erkläre den möglichen Einfluss.
- Begriffskarten: Gestalte sechs Karten zu Rüstauftrag, Bezugskette, Erstteil, Grenzmaß, Sperre und Freigabe.
Standard
- Rüstplan entwickeln: Erstelle einen tabellarischen Rüstplan für eine fiktive Welle mit Rollen, Reihenfolge, Nachweisen und Abbruchkriterien.
- Messstrategie planen: Lege für drei Merkmale geeignete Messpositionen, Richtungen und Prüfmittel fest und begründe deine Auswahl.
- Toleranz rechnen: Berechne aus einem selbst gewählten Nennmaß und zwei Abweichungen die Grenzmaße und prüfe fünf synthetische Messwerte.
- Erstteilprotokoll erstellen: Entwickle ein ausfüllbares Protokoll mit Auftragsbezug, Messwerten, Bewertung und Freigabefeld.
Schwer
- Fehlerbaum analysieren: Entwickle einen Fehlerbaum für den Befund „Durchmesser am Erstteil zu groß“ mit mindestens drei Ursachenebenen.
- Automationsübergabe prüfen: Entwirf eine Prüfung für Greifer, Teilelage, Palette und Maschinenübergabe, ohne Qualitätsfreigabe und Handlingfreigabe zu vermischen.
- Entscheidungsregel vergleichen: Vergleiche direkte Toleranzentscheidung und Entscheidung mit Schutzabstand an sechs synthetischen Messwerten.
- Unterweisungsvideo planen: Erstelle ein Storyboard für ein dreiminütiges Lernvideo zu H0 bis H4 mit Sicherheits- und Quellenhinweis.
Lösungshinweise zu den offenen Aufgaben
| Aufgabe | Erwartete Lösungselemente |
|---|---|
| Auftragscheck | Teilenummer, Revision, Werkstoff, Los, Spannkonzept, Programmstand, Prüfmerkmale und Zuständigkeit |
| Haltepunkte markieren | H0 Unterlagen, H1 Rüstung, H2 Test, H3 Erstteil, H4 Freigabe |
| Messfehler erkennen | Schmutz, Grat, Temperatur, Verkanten und unterschiedliche Messkraft benennen |
| Begriffskarten | Je Karte Begriff, kurze Definition, Beispiel und Gegenbeispiel |
| Rüstplan entwickeln | Vorbereitung, sicherer Zustand, mechanische und digitale Rüstung, Gegenprüfung, Test und Dokumentation |
| Messstrategie planen | Merkmalgerechtes Prüfmittel, mehrere Positionen, definierte Bezüge und Reaktionsregel |
| Toleranz rechnen | Oberes und unteres Grenzmaß korrekt bilden und jeden Wert einzeln bewerten |
| Erstteilprotokoll erstellen | Rückverfolgbare Kennungen, Soll und Ist, Prüfmittel, Ergebnis, Abweichung, Entscheidung und Unterschrift |
| Fehlerbaum analysieren | Messung, Temperatur, Spannung, Werkzeug, Programm, Bezug und Material als mögliche Zweige |
| Automationsübergabe prüfen | Greifsicherheit und Lage separat von Maß-, Form- und Oberflächenprüfung bewerten |
| Entscheidungsregel vergleichen | Grenzfälle transparent markieren und die betriebliche Festlegung der Regel betonen |
| Unterweisungsvideo planen | Klare Szenenfolge, sichtbare Haltepunkte, kein realer Eingriff ohne Anleitung, Quellenabspann |


Lernkontrolle
- Freigabekette begründen: Erkläre, warum ein störungsfreier Automatikzyklus H4 nicht ersetzt, und nenne zwei mögliche Folgen einer vorschnellen Serie.
- Bezugskettenfehler untersuchen: Analysiere, wie ein sauber gemessener Wert trotzdem das falsche Zeichnungsmerkmal bestätigen kann.
- Messplan bewerten: Prüfe einen vorgegebenen Messplan auf fehlende Positionen, ungeeignete Prüfmittel und unklare Reaktionen.
- Abweichung entscheiden: Entwickle für je einen Maß-, Form- und Oberflächenfehler eine nachvollziehbare Sperr- und Klärentscheidung.
- Rüstzeit optimieren: Zeige, welche Vorbereitungen parallel erfolgen dürfen und welche wegen ihrer Abhängigkeit nacheinander erfolgen müssen.
- Prozessänderung erkennen: Beurteile fünf Situationen darauf, ob eine neue Erstteilbewertung erforderlich sein könnte, und begründe die betriebliche Klärung.
- Modellfall verteidigen: Präsentiere die Entscheidung zum zweiten Erstteil und beantworte kritische Rückfragen zu Messunsicherheit, Schutzabstand und Rückverfolgbarkeit.
Lernnachweis
Als Lernnachweis eignen sich folgende Ergebnisse:
| Bereich | Nachweis |
|---|---|
| Wissen | Fachbegriffe, Haltepunkte, Grenzmaßrechnung und Unterschied zwischen Handling- und Qualitätsfreigabe erklären |
| Planung | Vollständigen Rüst- und Prüfplan mit Rollen, Reihenfolge und Abbruchkriterien erstellen |
| Handlungskompetenz | Eine simulierte Erstteilprüfung sicher und nachvollziehbar organisieren |
| Rechnen | Grenzmaße, Abweichungen, Richtungsdifferenzen und Spannweiten korrekt berechnen |
| Dokumentation | Erstteilprotokoll und Sperr- beziehungsweise Freigabeentscheidung rückverfolgbar ausfüllen |
| Transfer | Das Haltepunktkonzept auf eine andere CNC-Maschine oder einen anderen automatisierten Prozess übertragen |
| Reflexion | Grenzen von Herstellerinformationen, Lehrmodellen und maschineninterner Messung benennen |
Ein vollständiger Kompetenznachweis besteht aus dem eigenen Rüstplan, einem ausgefüllten synthetischen Erstteilprotokoll, der bearbeiteten Modellfallrechnung und einem Fachgespräch zur Freigabeentscheidung.
OER und Wikipedia
Geprüfte Fachquellen
- Kellenberger: Anwenderbericht Liebherr-Verzahntechnik GmbH, Kempten – Primärquelle zum Maschinen- und Automationsbezug; Publikationsdatum auf der Seite nicht ausgewiesen.
- Kellenberger: Produktseite KELLENBERGER K100 – allgemeine aktuelle Produktinformation; nicht automatisch identisch mit der Kemptener Ausführung.
- Kellenberger: BLUE Solution – Herstellerinformation zur Bedien- und Programmierumgebung.
- DGUV Information 209-066 Maschinen der Zerspanung – Hinweise unter anderem zu Betriebsanweisungen für Einrichten, Rüsten und Probelauf.
- BGHM: 4-Rang-Methode – allgemeine Hinweise zum Schutz gegen unerwartetes Ingangsetzen.
- Wikipedia: Rundschleifmaschine – verfahrensbezogener Überblick.
- Wikipedia: Messschraube – Aufbau, Anwendung und Grenzen des Messmittels.
- Wikipedia: Oberflächengüte – Einstieg in Rauheitskenngrößen und Messprinzipien.
Medien- und Rechtenachweis
| Eingesetztes Medium | Quelle | Urheber oder Anbieter | Rechtehinweis |
|---|---|---|---|
| File:Cylindrical grinder.jpg | Wikimedia Commons | Amos1947 | CC BY-SA 4.0 |
| File:Outer Diameter Cylindrical Grinding.png | Wikimedia Commons | InfraYellow | CC BY-SA 4.0 |
| File:Grinding Wheels.jpg | Wikimedia Commons | Solaris2006 | CC BY-SA 3.0 und GFDL |
| File:Micrometers.jpg | Wikimedia Commons | Splarka | Gemeinfrei |
| File:Vernier caliper new.png | Wikimedia Commons | Joaquim Alves Gaspar | Unter anderem CC BY-SA 3.0 |
| File:Buegelmessschraube res.jpg | Wikimedia Commons | Phrontis | CC BY-SA 3.0 |
| Video KELLENBERGER K100 1700 | Fachportal mit Hersteller-Embed | Kellenberger | Eingebetteter Link; Rechte beim Anbieter |
| Video Kellenberger Updates gTOUCH | Herstellerseite | Kellenberger | Eingebetteter YouTube-Link; Rechte beim Anbieter |
| Video Kellenberger Updates gPROBE | Herstellerseite | Kellenberger | Eingebetteter YouTube-Link; Rechte beim Anbieter |
| Video Spitzenschleifen | Hersteller-Mediathek | Kellenberger | Eingebetteter YouTube-Link; Rechte beim Anbieter |
Die Commons-Dateinamen und Lizenzseiten wurden vor der Kurserstellung geprüft. Die Videos wurden über Hersteller- oder Fachportalseiten mit den angegebenen IDs verifiziert. Ein Embed bedeutet keine freie Lizenz; die Rechte verbleiben beim jeweiligen Anbieter.
Verknüpfte Lernbereiche
Der Kurs verbindet Fertigungstechnik, Arbeitsplanung, Messtechnik, Qualitätsmanagement, Automatisierung und Arbeitssicherheit. Die Zuordnung zum zweiten beziehungsweise dritten Ausbildungsjahr ist eine redaktionelle Lernempfehlung und muss mit Betrieb und Berufsschule abgestimmt werden.
aiMOOC Projekte
Schulfach+


aiMOOCs


aiMOOC Projekte


MOOCwiki · Deutsch
Nach dem Lernen ist vor dem Lernen
Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.
Zur MOOCwiki-HauptseiteMediathek
Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...
Keine passenden Inhalte gefunden. Bitte ändere Suche oder Filter.
NEWSLernweltNOAH fragenInhalt melden · Hinweise zu Fehlern, Quellen, Medienrechten oder Dubletten