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KELLENBERGER K100 in Kempten – Kleinteile und Schleiflose vorbereiten

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KELLENBERGER K100 in Kempten – Kleinteile und Schleiflose vorbereiten

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Dieser vollständige Lernkurs für das zweite Ausbildungsjahr Zerspanungsmechanik nutzt ausschließlich synthetische Daten. Reale Maschinenarbeit ist nur nach betrieblicher Unterweisung und qualifizierter Anleitung zulässig. Kein offizieller Liebherr-Lehrgang und kein Ersatz für Betriebsanweisungen.

Einleitung

Du lernst, eine Teilefamilie aus einem Auftrag abzuleiten, Schleiflose zu trennen und Rohteile, gespannte Werkstücke und Fertigteile sicher zu kennzeichnen.

Auftrag und Teilefamilie

Eine Teilefamilie umfasst Werkstücke mit vergleichbarer Geometrie und Fertigungsfolge. Ein Schleiflos ist eine eindeutig gekennzeichnete Fertigungsmenge. Prüfe Auftragskennung, Zeichnungsrevision, Material, Menge, Sollmaß und Prüfumfang. Zwei Revisionen gehören nicht ungeprüft in dasselbe Los.

Synthetische Ausgangslage

Buchse A hat 20,00 mm Sollaußendurchmesser, Buchse B 24,00 mm. Diese Zahlen sind erfundene Lehrdaten, keine K100-Maschinenparameter.

Bezüge und Spannplanung

Bezugsachsen und Bezugsflächen legen fest, von wo Maße und Lagen bewertet werden. Kleine Teile können verwechselt oder beim Spannen verformt werden. Die Spannidee muss Zugänglichkeit, sicheren Halt und Prüfbarkeit berücksichtigen; sie ist keine Bedienfreigabe.

Statuslogik

R bedeutet Rohteil, S bedeutet gespanntes Werkstück und F bedeutet fertiges geprüftes Teil. Behälter und Loskarte tragen Kennung, Revision und Status. Ein Werkstück in der Maschine ist nicht automatisch freigegeben.

Aufmaß und Losstruktur

Das Durchmesseraufmaß ist der Vorbearbeitungsdurchmesser minus Fertigdurchmesser. Beispiel: 20,30 mm − 20,00 mm = 0,30 mm. Das radiale Aufmaß beträgt die Hälfte, also 0,15 mm. Formabweichungen und Messunsicherheit sind gesondert zu beachten.

Rückverfolgbarkeit

Eine Loskarte dokumentiert Auftragskennung, Revision, Sollmenge, Istmenge, Bearbeitungsstatus und Prüfnachweise. Unterschiedliche Revisionen, Sollmaße oder ungeklärte Materialien sind getrennt zu führen. Unklare Teile werden gesperrt.

K100 und Materialfluss

Die Herstellerquelle https://kellenberger.com/de/ab_liebherr/ beschreibt den Fallbezug KELLENBERGER K100 mit Wenger A9000 FLEX. Der Lader ist Bestandteil dieses Falls, kein zusätzlich gezähltes System. Einige Bildtexte nennen KELLENBERGER 100; K100 steht im Haupttext. Publikations- und Inbetriebnahmedatum sind nicht belegt. Es werden keine Spannkräfte, Drehzahlen oder Taktzeiten erfunden.

Sicherheit

Automatische Zuführung erfordert sichere Zuordnung von Teilen und Zuständen. Kein Eingriff in Bewegungsräume und keine praktische Bedienung allein aufgrund dieses Kurses. Es gelten betriebliche Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung und qualifizierte Anleitung.

Prüfen und übergeben

Maß, Form und Oberfläche sind unterschiedliche Prüfmerkmale. Ein richtiger Durchmesser beweist weder Rundheit noch Oberflächengüte. Lege Prüfmittel, Messzeitpunkt, Grenzwerte nach Zeichnung und Dokumentation fest. Bei fehlenden Nachweisen darf keine Freigabe behauptet werden.

Bilanz

Die synthetische Losbilanz lautet Sollmenge = Gutteile + Ausschuss + Nacharbeit + offene Teile. Die Dokumentation der Stückzahlen ersetzt nicht die Qualitätsentscheidung.

Interaktive Aufgaben


Quiz

Was trennt Lose zwingend? (Unterschiedliche Zeichnungsrevision) (!Gleiche Stückzahl) (!Gleicher Termin) (!Gleiche Werkstatt)



Was ist das Durchmesseraufmaß? (Differenz aus Vor- und Fertigdurchmesser) (!Radius) (!Werkstücklänge) (!Spannweg)



Wie viel ist die Hälfte von 0,30 mm? (0,15 mm) (!0,30 mm) (!0,60 mm) (!1,50 mm)



Was bedeutet R im Lehrmodell? (Rohteil) (!Rundheit) (!Revision) (!Rüstzeit)



Was bedeutet S? (Gespanntes Werkstück) (!Schrott) (!Sicher freigegeben) (!Seriennummer)



Was bedeutet F? (Fertiges geprüftes Teil) (!Fehlteil) (!Fräser) (!Fremdteil)



Welche Merkmale sind getrennt zu prüfen? (Maß Form und Oberfläche) (!Nur Durchmesser) (!Nur Farbe) (!Nur Gewicht)



Was geschieht mit ungeklärter Revision? (Sperren und klären) (!Ungeprüft mischen) (!Freigeben) (!Kennung entfernen)



Welche Rolle hat der Wenger Lader? (Teil des beschriebenen Falls) (!Weitere Schleifmaschine) (!Prüfnorm) (!Bedienfreigabe)



Was erlaubt praktische Maschinenarbeit? (Betriebliche Unterweisung und qualifizierte Anleitung) (!Dieser Kurs allein) (!Eine Skizze) (!Eine geschätzte Drehzahl)




Memory

Loskarte Dokument der Fertigungsmenge
Revision Zeichnungsänderungsstand
Aufmaß Materialreserve
Bezugsachse Geometrische Referenzlinie
Sperre Keine Freigabe bis zur Klärung




Drag and Drop

Begriff Beschreibung
Rohteil Ausgangswerkstück
Spannzustand Werkstück in Vorrichtung
Fertigteil Bearbeitet und geprüft
Loskennung Eindeutige Gruppenidentität
Prüfplan Merkmale und Prüfmethoden




Kreuzworträtsel

Buchse Rotationssymmetrisches Beispielteil
Rundheit Geometrisches Formmerkmal
Aufmass Materialreserve vor dem Schleifen
Rohteil Werkstück vor Fertigbearbeitung
Loskarte Begleitdokument
Achse Geometrische Mittellinie




LearningApps


Lückentext

Ergänze die Begriffe.
Die Fertigungsgruppe heißt

.
Die Zeichnungsfassung trägt eine

.
Die Materialreserve heißt

.
Der Zustand vor der Bearbeitung heißt

.
Ein ungeklärtes Los bleibt

.


Offene Aufgaben


Leicht

  1. Übung: Zeichne die Statusfolge R S F; Lösung: Rohteil, gespannt, fertig geprüft.
  2. Übung: Definiere Teilefamilie und Los; Lösung: ähnliche Teile gegenüber eindeutig geführter Menge.
  3. Übung: Berechne 20,30 minus 20,00 mm; Lösung: 0,30 mm.
  4. Übung: Nenne drei Prüfmerkmale; Lösung: Maß, Form, Oberfläche.


Standard

  1. Übung: Entwirf eine Loskarte; Lösung: Kennung, Revision, Menge, Status, Prüfnachweis.
  2. Übung: Trenne zwei Buchsentypen; Lösung: nach Sollmaß und Revision.
  3. Übung: Erstelle einen Prüfplan; Lösung: Merkmal, Methode, Zeitpunkt, Grenzwert.
  4. Übung: Bewerte gemischte Revisionen; Lösung: sperren und trennen.


Schwer

  1. Übung: Berechne das radiale Aufmaß von 0,24 mm Durchmesseraufmaß; Lösung: 0,12 mm.
  2. Übung: Prüfe eine Losbilanz von 20 Soll, 16 gut, 2 Ausschuss und 1 Nacharbeit; Lösung: 1 offen.
  3. Übung: Entwickle ein Rückverfolgungsschema; Lösung: Auftrag, Los, Revision, Status, Prüfung.
  4. Übung: Analysiere Risiken automatischer Zuführung; Lösung: Verwechslung, Kollision und fehlende Freigabe vermeiden.




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Lernkontrolle

  1. Rechnung: 24,24 minus 24,00 mm ergibt 0,24 mm Durchmesseraufmaß.
  2. Prüfung: Ein richtiges Maß beweist keine ausreichende Rundheit.
  3. Losentscheidung: Unterschiedliche Revisionen bleiben getrennt.
  4. Sicherheitsentscheidung: Eine Lernskizze ist keine Maschinenfreigabe.
  5. Bilanz: 12 Soll und 10 Gut plus 2 Ausschuss ergeben eine vollständige Mengenbilanz.
  6. Transfer: Ohne eindeutige Loskennung ist keine sichere Zuordnung möglich.


Berufstypischer Modellfall

Synthetischer Auftrag: 30 Buchsen mit Sollaußendurchmesser 20,00 mm und Vorbearbeitungsdurchmesser 20,30 mm, Revision C. Zusätzlich liegen zwei Teile mit Revision B und drei bereits geprüfte Teile aus Revision C vor. Plane Aufmaß, Losstruktur, Statuskennzeichnung und Prüfentscheidung. Musterlösung: Durchmesseraufmaß 0,30 mm; radial 0,15 mm. Die zwei Teile der Revision B werden gesondert gekennzeichnet und bis zur Klärung gesperrt. Die 30 Teile der Revision C bleiben über eine eindeutige Loskennung rückverfolgbar; drei geprüfte Teile sind im Status F getrennt nachzuweisen. Die übrigen 27 bleiben ohne vollständigen Prüfbeleg ungeprüft. Maß, Form und Oberfläche sind separat zu prüfen. Keine praktische Maschinenfreigabe aus dem Modellfall ableiten.

Bewertung Punkte Kriterium
Aufmaß 4 Richtige Rechnung und Einheit
Losstruktur 4 Revisionen getrennt
Status 4 R S F eindeutig
Prüfplan 4 Drei Merkmale getrennt
Sicherheit 4 Keine unbelegte Freigabe

Raster: 18–20 sehr gut, 15–17 gut, 11–14 befriedigend, 7–10 ausreichend, darunter Überarbeitung.

Lernnachweis

Gib Teilefamilienübersicht, ausgefüllte synthetische Loskarte, Aufmaßrechnung, Statusschema, Prüfplan und begründete Entscheidung ab. Die Lehrkraft bewertet Dokumentation und fachliche Begründung.

OER und Wikipedia

Primärquelle: KELLENBERGER – Liebherr-Anwendungsbeispiel. Publikationsdatum nicht angegeben. Bildtexte und Haupttext verwenden teils unterschiedliche Modellschreibweisen. Es werden keine unbestätigten Medien-IDs eingebettet. Grundlagen: Schleifen (Fertigungsverfahren), Technische Zeichnung, Toleranz (Technik). Eigenes Schema, CC BY 4.0, Lehrmodell: Auftrag → Teilefamilie → Revision prüfen → Loskennung → Status R → Status S → Prüfung → Status F oder Sperre.

Status Kennzeichnung Dokumentation
Rohteil R Material und Revision
Gespannt S Zuordnung zum Auftrag
Fertig geprüft F Prüfnachweis

Medienhinweis: Die eigene Statusgrafik und Tabelle sind frei nachnutzbare Lehrmodelle; nicht verifizierte Fremdbilder und Videos werden bewusst nicht als geprüft ausgegeben.

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