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Abschlussprüfung und beruflicher Handlungsauftrag - Fachlagerist - 2. Ausbildungsjahr

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Abschlussprüfung und beruflicher Handlungsauftrag - Fachlagerist - 2. Ausbildungsjahr

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Einleitung

Du bereitest dich auf die Abschlussprüfung als Fachlagerist oder Fachlageristin im zweiten Ausbildungsjahr vor. In diesem aiMOOC lernst du, einen berufstypischen Arbeitsauftrag selbstständig zu verstehen, Risiken zu erkennen, Arbeitsschritte zu planen, Waren fachgerecht anzunehmen und zu versenden, Ergebnisse zu prüfen und nachvollziehbar zu dokumentieren. Du übst anhand vollständig erfundener Betriebsdaten. Es werden keine Originalprüfungsaufgaben wiedergegeben und keine amtliche Prüfungszulassung oder Anerkennung versprochen.

Der Kurs orientiert sich an der vom Bundesinstitut für Berufsbildung weiterhin ausgewiesenen Verordnung vom 26. Juli 2004 und dem einschlägigen Rahmenlehrplan. Maßgeblich bleiben die aktuelle Einladung und die Vorgaben deiner zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK), dein betrieblicher Ausbildungsplan und der Lehrplan deines Bundeslandes. Prüfe vor deiner tatsächlichen Prüfung die aktuellen Angaben der zuständigen Kammer. Lernziel: analysieren – planen – begründet durchführen – kontrollieren – dokumentieren – reflektieren.

Abbildung: Palettenregallager; beachte Lagerzonen, Verkehrswege und mögliche Gefährdungen. Bild: Axisadman, CC BY-SA 3.0; genaue Herkunft und Lizenz siehe Mediennachweise unten.


Prüfungsaufbau und persönliche Vorbereitung


Berufsbild und Rechtsgrundlage

Der staatlich anerkannte Ausbildungsberuf Fachlagerist dauert regulär 24 Monate. Typische Tätigkeiten sind Wareneingang, Lagerung, Inventur, Kommissionierung, Verpackung, Versand und die Buchung von Warenbewegungen. Die für Fachlageristen maßgebliche Abschlussprüfung regelt § 10 der Lagerberufe-Ausbildungsverordnung (LWLogAusbV). Verwechsle sie nicht mit § 14 für die dreijährige Fachkraft für Lagerlogistik: Deren Prüfungsform und deren Fachgespräch sind anders.

Die Fachlageristen-Abschlussprüfung umfasst vier Prüfungsbereiche:

  • Praktische Arbeitsaufgaben: Zwei berufstypische Aufgaben innerhalb von insgesamt höchstens drei Stunden, etwa Annahme und Lagerung einschließlich Güterkontrolle, Erfassen von Güterbewegungen oder Kommissionierung und Versand.
  • Lagerprozesse: Schriftliche praxisbezogene Aufgaben; gesetzliche Höchstdauer 90 Minuten.
  • Güterbewegung: Schriftliche praxisbezogene Aufgaben; gesetzliche Höchstdauer 90 Minuten.
  • Wirtschafts- und Sozialkunde (WiSo): Schriftliche praxisbezogene Aufgaben; gesetzliche Höchstdauer 60 Minuten.

Nach § 10 Absatz 8 werden die drei schriftlichen Bereiche untereinander mit 40 % Lagerprozesse, 40 % Güterbewegung und 20 % WiSo gewichtet. Zusätzlich muss der praktische Bereich mindestens ausreichend sein; die weiteren Bestehensvorgaben stehen in § 10 Absatz 10. Die konkrete örtliche Durchführung kann die zulässige Höchstdauer unterschreiten: Beispielsweise nennen IHK Ulm und IHK Schwaben für Güterbewegung 60 Minuten, für Lagerprozesse 90 und für WiSo 60 Minuten. Übertrage diese Kammerangaben nicht ungeprüft auf jede andere IHK. Es gibt bei Fachlageristen kein vorgeschriebenes eigenständiges Fachgespräch wie im Prüfungsbereich der Fachkraft für Lagerlogistik. Ein ergänzendes mündliches Prüfungsverfahren in einzelnen schriftlichen Bereichen ist unter den Voraussetzungen des § 10 Absatz 9 möglich. Das im Kurs trainierte Reflexionsgespräch ist deshalb eine freiwillige Vorbereitungsmethode, keine Behauptung über einen regulären gesonderten Prüfungsteil.


Vorbereitungsstrategie

Ordne die Kompetenzen deines betrieblichen Ausbildungsnachweises den Bereichen Wareneingang, Lager, Informationssystem, Kommissionierung, Versand, Arbeitsschutz und WiSo zu. Übe pro Woche einen Fall mit drei Produkten und fiktiven Belegen. Erkläre die Entscheidung hinter jedem Arbeitsschritt: Warum dieses Arbeitsmittel? Warum diese Lagerzone? Warum muss eine Differenz gesperrt oder gemeldet werden? Wiederhole Rechenwege handschriftlich und digital und kontrolliere Einheiten. Eine Prüfungssimulation wird von einer verantwortlichen Lehr- oder Ausbildungskraft beaufsichtigt; sie ersetzt keine betriebliche Unterweisung.

Quelle zum Nachschlagen: BIBB-Berufsprofil, aktueller Gesetzestext § 10, IHK Ulm, Prüfungsübersicht.


Beruflichen Handlungsauftrag analysieren und planen


Vom Auftrag zum kontrollierbaren Arbeitsplan

Ein beruflicher Handlungsauftrag beschreibt eine konkrete betriebliche Situation mit Ziel, Gütern, Mengen, Qualitätsmerkmalen, Terminen und Rahmenbedingungen. In der vollständigen Handlung werden erst Informationen beschafft, dann Entscheidungen getroffen, durchgeführt und zum Schluss Ergebnisse bewertet. Eine sinnvolle Reihenfolge ist:

  1. Informieren: Auftrag, Artikelnummer, Sollmenge, Lagerplatz, Liefer- und Verpackungshinweise sowie Berechtigungen lesen.
  2. Planen: Material, Personal, Wege, benötigte Hilfsmittel, Prüf- und Dokumentationspunkte festlegen.
  3. Entscheiden: Wirtschaftliches, sicheres Verfahren unter Einhaltung der örtlichen Betriebsanweisung auswählen.
  4. Ausführen: Ware identifizieren, prüfen, bewegen beziehungsweise auf Modellarbeitsplätzen bearbeiten und Buchungen erfassen.
  5. Kontrollieren: Soll und Ist anhand unabhängiger Kriterien abgleichen; Fehler nicht einfach wegbuchen.
  6. Bewerten: Abweichung, Reaktion, Zeit- und Materialeinsatz sowie Vorschlag zur Verbesserung dokumentieren.

Eine Schnittstelle ist beispielsweise die Übergabe vom Wareneingang an die Lagerbestandsführung. Ein Prüfpunkt ist ein nachweisbarer Vergleich, zum Beispiel Artikelnummer auf Gebinde gegen Lieferschein. Vier-Augen-Prinzip bedeutet, dass sicherheits- oder qualitätskritische Entscheidungen gegebenenfalls von einer zweiten berechtigten Person geprüft werden.


Fehlerarten und Verantwortung

Eine Mengendifferenz liegt vor, wenn Soll- und Iststückzahl nicht übereinstimmen. Ein Qualitätsmangel ist etwa ein beschädigtes Teil oder eine defekte Verpackung. Bei einer Identitätsabweichung passt die Artikelnummer nicht. Beschädigte Ware kennzeichnest du nach Betriebsverfahren, dokumentierst den Befund und veranlasst die zuständige Entscheidung; du gibst sie nicht eigenmächtig als einwandfrei frei. Zu einer guten Dokumentation gehören Zeit/Belegkennung, Soll, Ist, Abweichung, Handlung und berechtigte Freigabe – keine unnötigen personenbezogenen Daten.

Abbildung: Barcodeetikett als Beispiel einer maschinenlesbaren Artikelkennung. Bild: Aikzhobi, CC BY-SA 4.0; Bilddaten können Identifikation unterstützen, ersetzen jedoch nicht die Warenprüfung.


Wareneingang, Lagern und Bestandsführung


Lieferungen systematisch prüfen

Vergleiche Bestellung, Lieferschein und reale Ware: richtiger Artikel, richtige Menge, erkennbare Beschaffenheit, geeignete Verpackung und gegebenenfalls geforderte Kennzeichnung. Unterscheide äußere Transportschäden von Mängeln der Ware. Eine prüffähige Mängelnotiz nennt den beobachteten Zustand ohne unbelegte Schuldzuweisung. Das weitere Vorgehen bei Reklamation oder Annahme richtet sich nach Betriebsprozess und Rechtslage; verwende keine selbst erfundenen gesetzlichen Fristen.

Für die Einlagerung prüfst du Lagerzone, Umwelteinflüsse, zulässige Belastungen und Kennzeichnung. FIFO bedeutet „zuerst eingelagert, zuerst entnommen“; bei geeigneten Mindesthaltbarkeits- oder Verfallsdaten kann stattdessen FEFO („zuerst ablaufend, zuerst heraus“) erforderlich sein. Beide Prinzipien gelten nur, soweit produktspezifische Vorgaben und betriebliche Prozesse es zulassen. Die Inventur ermittelt tatsächlich vorhandene Bestände; eine EDV-Anzeige ist noch kein physischer Nachweis.

Abbildung: Handhubwagen. Arbeitsmittel nur nach Unterweisung, Sicht- und Funktionskontrolle sowie nach Betriebsanweisung verwenden. Bild: Poo, CC BY-SA 3.0.


Rechenwege: Mengen, Verfügbarkeit und Differenzen

Für lagerfähige, freigegebene Ware gilt im vereinfachten Bestandsmodell: verfügbarer Endbestand = verfügbarer Anfangsbestand + freigegebener Zugang − bestätigter Abgang.

Beispiel: Anfangsbestand 72 Stück, neuer physischer Zugang 180 Stück, davon zwei beschädigt und gesperrt. Freigegebener Zugang = 180 − 2 = 178 Stück; vor der Auslagerung sind damit 72 + 178 = 250 Stück verfügbar. Werden später 146 Stück korrekt entnommen, sind 250 − 146 = 104 Stück verfügbar. Daneben stehen noch 2 gesperrte Stück; insgesamt sind also 106 Stück physisch vorhanden, sofern keine weiteren Bewegungen erfolgten. Verwechsele verfügbaren Bestand nicht mit Gesamtbestand einschließlich Sperrbestand.

Eine prozentuale Fehlmenge lässt sich für eine eindeutige Sollmenge als Differenz / Sollmenge × 100 berechnen. Bei 2 defekten von 180 gelieferten Stück: 2 / 180 × 100 ≈ 1,11 %. Beschreibe stets, ob du einen Mengenfehler oder einen Qualitätsmangel berechnest: In diesem Beispiel wurden 180 Stück geliefert, aber nur 178 freigegeben.


Güterbewegung, Kommissionierung und Versand


Auftragsorientiert kommissionieren

Eine Pickliste enthält Artikel, Lagerorte und Entnahmemengen. Prüfe zuerst, ob die Entnahme freigegeben ist. Danach bestimme eine sichere Laufroute, identifiziere den Lagerplatz, entnimm die Sollmenge und bestätige das Ergebnis im Lagerverwaltungssystem (LVS/WMS). Ein Fehlpick ist ein falscher Artikel oder eine falsche Stückzahl. Scannen und manuelles Gegenprüfen können Fehlpicks verringern, wenn die Stammdaten stimmen.

Fachvideo: „Was bedeutet Kommissionierung?“ von L-mobile Deutschland (2023); Anbieterperspektive auf digitale Kommissionierung, keine amtliche Prüfungsanleitung.

Fachvideo: „Kommissioniermethoden“ von Melanie Barth (2019), für Fachlageristen geeignet. Hinweis der Urheberin: Bei etwa Minute 4:38 wird ein Methodenbegriff im Video korrigiert; orientiere dich an der schriftlichen Korrektur in der Video-Beschreibung.


Verpackung, Maße, Gewicht und Ladung

Prüfe bei der Verpackung, ob Schutz, Kennzeichnung, zulässige Last, Materialbedarf und Recyclingfähigkeit passen. Bruttomasse umfasst Gut und relevante Verpackung; bei einer Ladeeinheit kommt gegebenenfalls das Gewicht des Ladungsträgers hinzu. Die Verpackung schützt den Inhalt; ob und wie eine Ladeeinheit oder Ladung auf einem Fahrzeug gesichert wird, richtet sich nach konkretem Fahrzeug, Last und aktueller fachkundiger Planung. Eine Papieraufgabe ersetzt keine praktische Ladungssicherungsqualifikation.

Abbildung: EPAL-Europalette als wiederverwendbarer Ladungsträger. Foto: Oliver Eltinger, CC BY-SA 4.0. Tragfähigkeit und Zustand müssen anhand aktueller Produktvorgaben geprüft werden.

Beispiel: Eine Versandposition enthält 146 Stück zu 0,42 kg und benötigt 13 Kartons zu je 0,45 kg. Warenmasse: 146 × 0,42 = 61,32 kg. Kartonmasse: 13 × 0,45 = 5,85 kg. Bruttomasse der Kartons insgesamt: 67,17 kg. Wird für eine rein rechnerische Übungsannahme ein Ladungsträger von 25,00 kg hinzugerechnet, ergibt sich 92,17 kg. Diese angenommene Masse ist keine Herstellerangabe oder zulässige Last. Für realen Versand sind tatsächliche Gewichte und freigegebene Grenzwerte zu ermitteln.


Vollständig bearbeiteter Praxisfall mit Bewertungsraster


Auftrag aus einem erfundenen Modellbetrieb

Fiktiver Betrieb: Lernlager Nord. Warengruppe: wiederverwendbare Trinkflaschen, Artikel B-12, ohne Gefahrgut und ohne verderbliche Inhalte. Keine Personennamen oder realen Kontodaten werden verarbeitet. Ausgangslage: Es sind 72 intakte Stück aus früherem Zugang vorhanden. Eine neue Lieferung enthält 15 Kartons mit jeweils 12 Stück = 180 Stück. Bei der Sicht- und Stückkontrolle sind 2 Flaschen in einem Karton beschädigt; alle übrigen 178 sind in Ordnung. Für einen internen Musterauftrag sollen 146 intakte Stück zusammengestellt und versandfertig dokumentiert werden. Ein Versandkarton fasst nach dem nur für diesen Übungsfall festgelegten Packplan höchstens 12 Flaschen. Die Stückmasse beträgt 0,42 kg; die Masse eines leeren Versandkartons 0,45 kg. Betriebsannahme: FIFO und ein geeigneter Lagerplatz für die intakten Stücke.

Auftrag: Eingang kontrollieren, Beschädigung behandeln, freigegebene Bestände fortschreiben, 146 Stück nach FIFO kommissionieren, rechnerischen Packplan erstellen, Ergebnis dokumentieren und im simulierten Reflexionsgespräch begründen. Reale Bewegungen nur mit befugter Aufsicht; eine Schultischsimulation mit Papierkartons, Etiketten und leichten Attrappen ist vollständig ausreichend.


Arbeitsplan mit Prüfpunkten

Arbeitsschritt Handlung im Musterauftrag Prüfnachweis
1. Informationen sammeln Bestellung, Lieferschein, Artikelnummer B-12, Sollmenge und sichere Arbeitsbedingungen prüfen Daten stimmen überein oder Abweichung ist notiert
2. Anlieferung prüfen 15 Kartons zählen, 15 × 12 = 180 Stück feststellen, beschädigte zwei markieren Wareneingangsprotokoll: 180 eingegangen, 178 intakt, 2 gesperrt
3. Lagern und buchen 178 Stück als freigegebenen Zugang, 2 als Sperrbestand separat erfassen Verfügbar vor Entnahme: 72 + 178 = 250 Stück
4. Kommissionieren Zuerst 72 ältere Stück, dann 74 Stück aus freigegebenem Neuzugang entnehmen 72 + 74 = 146 Stück und richtige Artikelidentität
5. Verpackung planen 12 volle Kartons mit je 12 Stück und einen Karton mit 2 Stück vorsehen 12 × 12 + 2 = 146 Stück; 13 Kartons gesamt
6. Versandmasse berechnen Gut 61,32 kg; Kartons 5,85 kg 61,32 + 5,85 = 67,17 kg ohne Ladungsträger
7. Buchung und Abschluss 146 Stück als Abgang erfassen; Kontrollzählung und sichere Übergabe dokumentieren Freigegebener Rest 104 Stück; Sperrbestand 2 Stück

Ergebnisdokument im Übungsfall:

Kennzahl / Beleg Soll / Ist Status
Wareneingang B-12 180 Stück erhalten; 178 freigegeben; 2 gesperrt Differenz fachlich dokumentiert
Kommissionierbeleg Musterauftrag 146 von 146 intakten Stück ausgewählt Stückzahl stimmt
Packliste 12 Kartons à 12 Stück, 1 Karton à 2 Stück 13 Kartons
Gewichtsblatt Waren 61,32 kg; Verpackung 5,85 kg; gesamt 67,17 kg Rechenweg nachvollziehbar
Bestandskarte Anfang verfügbar 72; Zugang verfügbar 178; Abgang 146; Ende verfügbar 104 Gesperrte 2 separat


Erwartungshorizont und eigenes Bewertungsraster

Die folgenden 100 Punkte sind ein didaktisches Übungsraster und keine amtliche IHK-Bewertung. Vergib Punkte nur, wenn das jeweilige Ergebnis belegt ist.

Kriterium Maximalpunkte Nachweis im Modellfall
Auftragsanalyse 15 richtige Produktidentität, Mengen, Defekt und Rahmenbedingungen erkannt
Arbeitsplanung 15 logisch gegliederte, sichere Schritte und benötigte Hilfsmittel
Wareneingang und Buchung 20 180/178/2 korrekt geprüft, gesperrt und nachvollziehbar erfasst
Kommissionierung und Rechnen 20 FIFO 72 + 74, 146 Stück, 13 Kartons und 67,17 kg korrekt
Sicherheit, Qualität und Nachhaltigkeit 15 Gefahren berücksichtigt, Beschädigtes separiert, Material bewusst ausgewählt
Dokumentation und Reflexion 15 Bestandsende 104, Sperrbestand 2, überprüfbare Belege, Verbesserungsvorschlag
Summe 100 Individueller Lernstand; keine Prüfungsprognose

Häufige Fehler: Die zwei gesperrten Stück irrtümlich als verfügbar zählen; 146 durch 12 teilen und den angebrochenen Karton vergessen; Kilogramm und Gramm vermischen; das System ohne Abgleich als Beweis ansehen; die Fehlerursache nicht dokumentieren. Behebe jeden Fehler mit einer zweiten, unabhängigen Kontrolle.


Simuliertes Reflexionsgespräch

Eine Lehrkraft kann nach der Modellaufgabe fünf Fragen stellen: „Warum wurden zwei Stück gesperrt?“, „Warum entnimmst du zuerst 72 ältere Stück?“, „Welche Buchung muss vor der Entnahme stimmen?“, „Woran erkennst du eine verpackungsgeeignete Ladeeinheit?“ und „Wie reagierst du bei einer ungeklärten Differenz?“. Bewertet werden nachvollziehbare Begründungen, Arbeitssicherheit und Bereitschaft zur Korrektur. Dies ist kein verpflichtendes separates Fachgespräch der Fachlageristen-Abschlussprüfung.


Arbeitssicherheit, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und WiSo


Gesundheit und technische Sicherheit

Lagereinrichtungen, Lastaufnahmemittel und Transportgeräte können schwere Unfälle verursachen. Nutze die betriebliche Gefährdungsbeurteilung, freigegebene Wege, geeignete persönliche Schutzausrüstung und Betriebsanweisungen. Prüfungen und Unterweisungen folgen insbesondere der Betriebssicherheitsverordnung; die DGUV Information 208-061 erläutert Lagereinrichtungen und Ladungsträger (aktualisierte Fassung Juli 2024). Beschädigte Regale, ungesicherte Lasten oder ungeeignete Arbeitsmittel sind Stopp-Gründe, keine improvisierten Prüfungsaufgaben. Flurförderzeuge dürfen nur von nach rechtlichen und betrieblichen Vorgaben qualifizierten sowie beauftragten Personen verwendet werden. Bei fehlender Befugnis oder Unterweisung: nicht bedienen. Arbeite stattdessen mit Lageplan, Pappmodellen, gewichtslosen Kartons oder einer beaufsichtigten digitalen Simulation. Geltende Hersteller-Betriebsanleitungen und aktuelle Regeln für das konkret eingesetzte Gerät haben Vorrang vor verallgemeinerten Beispielen.


Umwelt, Energie und Datenschutz

Wiederverwendbare Ladungsträger, bedarfsgerechte Verpackung und fehlerarme Kommissionierung sparen Material, Wege und Energie. Die Abfallhierarchie nach § 6 Kreislaufwirtschaftsgesetz priorisiert unter anderem Vermeidung vor Wiederverwendungsvorbereitung und Recycling. Bei Scanner, WMS und Versanddaten beachtest du Zweckbindung und Datenminimierung nach Art. 5 DSGVO: Übungsbelege enthalten nur synthetische Kennungen; Zugänge bleiben rollenbasiert, Bildschirme werden gegen unbefugten Einblick geschützt und Daten nicht privat exportiert. Ein Scan dokumentiert nicht automatisch die Unversehrtheit eines Artikels.


WiSo im Lageralltag

Wirtschafts- und Sozialkunde verknüpft Arbeitsvertrag, Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsverhältnis, betriebliche Mitbestimmung, Sozialversicherung, Wirtschaftlichkeit und verantwortlichen Umgang mit Ressourcen. Anwendungsbeispiel: Die fiktive Ausbildungsleitung verlangt, einen ungeklärten Schaden ohne Prüfung auszubuchen. Eine sachgerechte Reaktion ist, den Mangel nach Vorgaben zu melden, Dokumentation und Zuständigkeit zu klären und sich nicht zur falschen Buchung verleiten zu lassen. Du begründest dies mit Sorgfalt, korrekten Beständen und Arbeitsschutz, ohne eine eigenmächtige rechtliche Entscheidung zu treffen.

Quellen zu Sicherheit und Recht: BetrSichV § 3 Gefährdungsbeurteilung, BetrSichV § 12 Unterweisung, DGUV 208-061, DGUV Vorschrift 68 mit Hinweis auf zuständigen Unfallversicherungsträger, KrWG § 6, DSGVO.


Interaktive Aufgaben

Trainiere zuerst selbstständig. Die richtigen Multiple-Choice-Antworten werden durch das Aufgabenformat geprüft und nicht als sichtbarer Lösungsschlüssel vorweggenommen. Erkläre bei jeder Wahl deine Begründung.


Quiz: Teste dein Wissen

Welche vier Prüfungsbereiche gehören zur Fachlageristen-Abschlussprüfung nach § 10 LWLogAusbV? (Praktische Arbeitsaufgaben, Lagerprozesse, Güterbewegung, Wirtschafts- und Sozialkunde) (!Fachgespräch, Beschaffung, Personalplanung, Fremdsprache) (!Projektpräsentation, Werkstoffkunde, Buchführung, Informatik) (!Lagerleitung, Personalführung, Vertrieb, Kostenrechnung)




Was trifft auf das eigenständige Fachgespräch bei Fachlageristen zu? (Es ist kein regulär vorgeschriebener eigener Prüfungsbereich nach § 10) (!Es ist der einzige praktische Prüfungsbereich) (!Es dauert für alle Kammern verbindlich fünfzehn Minuten) (!Es ersetzt immer die schriftliche Wirtschafts- und Sozialkunde)




Wie viele intakte Stücke bleiben im Modellfall vor dem Versand verfügbar? (250 Stück) (!252 Stück) (!178 Stück) (!72 Stück)




Was geschieht mit den zwei beschädigten Flaschen im Musterauftrag? (Sie werden erkennbar gesperrt und nach Betriebsverfahren dokumentiert) (!Sie werden ohne Hinweis als frei verfügbar gebucht) (!Sie werden ungeprüft dem Versandauftrag zugeordnet) (!Sie werden aus der Dokumentation gelöscht)




Wie wird der Bedarf von 146 Flaschen im Modell nach FIFO entnommen? (72 ältere und 74 neue freigegebene Stück) (!74 ältere und 72 gesperrte Stück) (!146 Stück ausschließlich aus dem alten Bestand) (!144 intakte und zwei beschädigte Stück)




Wie viele Versandkartons sind bei maximal zwölf Flaschen je Karton nötig? (13 Kartons) (!12 Kartons) (!14 Kartons) (!11 Kartons)




Was bedeutet ein bestätigter Lagerabgang im Warenwirtschaftssystem? (Die verfügbare Menge vermindert sich um die tatsächlich bestätigte Entnahmemenge) (!Jeder Wareneingang wird automatisch gelöscht) (!Der Sperrbestand wird ohne Freigabe umgebucht) (!Das Warengewicht bleibt ohne jede Prüfung amtlich bestätigt)




Welche Aussage zur Prüfungsdauer für Güterbewegung ist richtig? (Die Verordnung lässt höchstens 90 Minuten zu und einzelne Kammern sehen konkret 60 Minuten vor) (!Bundesweit sind genau 120 Minuten vorgeschrieben) (!Die Zeit beträgt ausnahmslos 15 Minuten) (!Die schriftliche Prüfung ist bei Fachlageristen entfallen)




Was hat Vorrang vor dem eigenständigen Führen eines nicht freigegebenen Flurförderzeugs? (Eine sichere Modellübung und die Klärung von Unterweisung sowie Beauftragung) (!Eine schnelle Übungsfahrt ohne Berechtigung) (!Eine Probefahrt zwischen ungesicherten Lasten) (!Die Bedienung mit einer fremden Zugangsberechtigung)




Welche Angabe gehört zu einem überprüfbaren Lernnachweis? (Soll-Ist-Vergleich mit Rechnung, Belegkennung und begründeter Abweichungsbehandlung) (!Nur eine unbeschriftete Fotografie) (!Eine erfundene Buchung ohne Ausgangsdaten) (!Eine abschließende Aussage ohne Prüfergebnis)





Memory

Ordne jeden Fachbegriff seiner eindeutigen Bedeutung zu.

Sperrbestand Ware, die bis zur Entscheidung nicht als verfügbar gilt
Kommissionierliste Auftrag mit Artikeln, Lagerorten und Entnahmemengen
Inventur Erfassung der tatsächlich vorhandenen Bestände
FIFO Zuerst eingelagerte geeignete Ware zuerst entnehmen
Bruttomasse Masse der Ware einschließlich der berücksichtigten Verpackung
Gefährdungsbeurteilung Systematische Feststellung von Risiken und Schutzmaßnahmen





Drag-and-drop

Ordne fünf Arbeitsschritte dem passenden Prüfzweck zu.

Passenden Arbeitsschritt zuordnen Prüfzweck
Bestellung mit Lieferschein abgleichen Artikelidentität und erwartete Menge klären
Sichtprüfung der Ware dokumentieren Erkennbare Schäden nachvollziehbar festhalten
Sperrbestand getrennt buchen Nicht freigegebene Güter vor Entnahme schützen
Pickliste gegen gezählte Ware prüfen Mengenfehler vor dem Verpacken vermeiden
Versandmasse rechnerisch gegenprüfen Ware und Verpackung mit korrekter Einheit berücksichtigen





Kreuzworträtsel

Lieferschein Welcher Begleitbeleg nennt Art und Menge der gelieferten Waren?
Inventur Wie heißt die systematische Feststellung des tatsächlichen Warenbestandes?
Wareneingang Wie heißt der betriebliche Bereich für Annahme und Prüfung von Lieferungen?
Kommissionierung Wie nennt man das Zusammenstellen von Artikeln entsprechend einem Auftrag?
Sperrbestand Wie heißt nicht freigegebene, getrennt geführte Ware?
Ladeeinheit Wie heißt eine für den Transport zusammengefasste Einheit aus Gütern und Ladungsträger?





LearningApps

Finde ergänzende interaktive Übungen und prüfe selbst, ob ihre Inhalte zur geltenden Fachlageristen-Verordnung passen. Die folgende Suche ist kein als amtlich oder redaktionell geprüft behauptetes Einzelspiel.


Lückentext

Ergänze die zentralen Begriffe zu Prüfung und Handlungsauftrag.
Zu Beginn eines Auftrags werden Belege und Sollmengen

.
Eine festgestellte Abweichung wird nachvollziehbar

.
Beschädigte und nicht freigegebene Waren gehören in den

.
Das Zusammenstellen der gewünschten Artikel heißt

.
Bei der Bestandsführung vermindert ein bestätigter Abgang den verfügbaren

.
Die Methode zuerst eingelagerte geeignete Ware zuerst auszulagern heißt

.
Für eine nachvollziehbare Massenberechnung sind richtige

nötig.
Vor der Nutzung von Arbeitsmitteln ist eine tätigkeitsbezogene

erforderlich.
Ein schriftlicher Prüfungsbereich zu gesellschaftlichen Zusammenhängen heißt

.
Im letzten Schritt eines Lernauftrags wird das Arbeitsergebnis

.



Offene Aufgaben

Verwende nur erfundene Daten und betreue praktische Übungen mit der zuständigen Fachkraft. Die folgenden genau zwölf Aufgaben entwickeln sich von der Wiedergabe zur begründeten selbstständigen Handlung.


Leicht

  1. Wareneingang: Erstelle eine übersichtliche Checkliste mit mindestens sechs Prüfpunkten für eine fiktive Anlieferung und markiere zwei Stellen, an denen du einen Schaden melden würdest.
  2. Lieferschein: Erfinde einen Lieferschein mit drei Positionen, vergleiche ihn mit einer künstlichen Istliste und formuliere eine sachliche Abweichungsnotiz.
  3. Lagerplatz: Zeichne einen einfachen Lagerplan mit Verkehrsweg, Regalplätzen und sicherer Sperrzone. Erkläre zwei Sicherheitsentscheidungen.
  4. Wirtschafts- und Sozialkunde: Schreibe einen kurzen Dialog über Sorgfaltspflicht, Unterweisung und das Melden eines Fehlers im Ausbildungsteam.


Standard

  1. Kommissionierung: Erstelle für vier fiktive Artikel eine Pickliste und wähle eine plausible Reihenfolge zur Vermeidung unnötiger Wege. Begründe die Wahl.
  2. Bestandsführung: Berechne aus Anfangsbestand 95 Stück, freigegebenem Zugang 48 Stück und bestätigtem Abgang 61 Stück den Endbestand; dokumentiere den Rechenweg und eine unabhängige Kontrollmethode.
  3. Verpackung: Vergleiche zwei für denselben Musterartikel geeignete Verpackungskonzepte hinsichtlich Produktschutz, Materialbedarf, Gewicht und Wiederverwendung.
  4. Lagerverwaltungssystem: Entwirf einen datensparsamen digitalen Buchungsbeleg mit fiktiven Artikelkennungen, Berechtigungsregel und festem Freigabeschritt.


Schwer

  1. Logistikprozess: Bearbeite den vollständigen Modellfall B-12 erneut ohne Blick auf die Ergebnistabelle, erstelle einen Arbeitsplan und bewerte ihn anhand des 100-Punkte-Rasters.
  2. Qualitätsmanagement: Untersuche einen erfundenen Fall mit falschem Barcode und Mengenabweichung, führe eine Ursachenanalyse durch und entwickle drei überprüfbare Verbesserungen.
  3. Arbeitssicherheit: Entwerfe eine sichere papierbasierte Prüfungssimulation für Wareneingang und Versand einschließlich Abbruchkriterien; begründe, weshalb dabei keine echte Maschinenbedienung nötig ist.
  4. Berufliches Fachgespräch: Führe mit einer Mitschülerin oder einem Mitschüler ein ausdrücklich freiwilliges simuliertes Reflexionsgespräch über eine logistische Entscheidung, dokumentiere Fragen, begründete Antworten und Lernbedarf.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Bearbeite mindestens fünf anspruchsvolle Transferaufgaben schriftlich. Nutze neue fiktive Zahlen statt der Lösungstabelle oben.

  1. Prüfungsordnung: Vergleiche anhand von § 10 und § 14 LWLogAusbV die Fachlageristen- und Fachkraft-Prüfung und erläutere die Bedeutung für deine persönliche Vorbereitung.
  2. Lagerbestand: Ein Modelllager hat 64 intakte Stück, erhält 96 Stück, sperrt davon 3 und versendet 91. Berechne verfügbaren Endbestand und physischen Endbestand einschließlich Sperrmenge und beschreibe zwei Prüfschritte.
  3. Versandvorbereitung: Plane für einen Auftrag über 53 identische Stück mit sieben Stück je Karton die Kartonzahl. Begründe, welche weiteren Daten zur realen Versandfreigabe fehlen.
  4. Fehleranalyse: In einem EDV-System stehen 120 Stück, gezählt werden 117. Formuliere eine sichere Ursachenprüfung ohne voreilige Korrekturbuchung, mit dokumentiertem Freigabeweg.
  5. Arbeits- und Gesundheitsschutz: Erkläre an einem beschädigten Regal und einem unqualifizierten Staplereinsatz zwei unterschiedliche Stoppsituationen und je eine sichere Modellalternative.
  6. Nachhaltigkeit und Datenschutz: Bewerte eine digitale Kommissionierlösung anhand Fehlerrate, Materialaufwand, Zugriffsrechten und Datenminimierung und entwirf zwei Kennzahlen für eine Verbesserung.




Lernnachweis

Dein Kompetenzportfolio enthält: (1) eine eigenständig erklärte Prüfungsübersicht mit aktuellem Kammerlink, (2) den analysierten Modellauftrag und einen plausiblen Arbeitsplan, (3) ausgefülltes Wareneingangs- und Sperrprotokoll, (4) rechnerisch geprüfte Pickliste, Packliste und Bestandskarte, (5) einen dokumentierten Soll-Ist-Abgleich, (6) eine Risiko- und Nachhaltigkeitsbegründung sowie (7) ein kurzes Reflexionsprotokoll mit einem Verbesserungsziel. Eine Ausbildungs- oder Lehrkraft kann dein Portfolio anhand des transparenten 100-Punkte-Übungsrasters beurteilen. Bewahre nur anonymisierte oder synthetische Dateien auf; Prüfungs- und Betriebsdaten aus echten Vorgängen gehören nicht in einen öffentlichen Kurs. Ein Portfolio belegt Lernfortschritt, nicht Prüfungszulassung oder IHK-Anerkennung.




OER und Wikipedia

Gesicherter Quellenstand für diesen Lernkurs: Oktober 2026. Fach- und Rechtsquellen sind nicht automatisch frei nachnutzbare OER. Wikipedia und die unten verlinkten Commons-Dateien haben jeweils eigene Lizenzregeln. Gesetzes- und Normtexte werden verlinkt, nicht als kopierte Volltexte übernommen.

Verifizierte Bildquellen mit Urhebern und Lizenzen (Attribution und Lizenzbedingungen bei Weiterverwendung beachten):

Eingebundene Commons-Datei Geprüfte Dateiseite Urheber Lizenznachweis
File:Modern warehouse with pallet rack storage system.jpg Commons-Dateiseite Axisadman CC BY-SA 3.0
File:Barcode label.jpg Commons-Dateiseite Aikzhobi CC BY-SA 4.0
File:Pallet Jack.jpg Commons-Dateiseite Poo CC BY-SA 3.0
File:EPAL-Europalette.jpg Commons-Dateiseite Oliver Eltinger CC BY-SA 4.0

Deutschsprachige Fachvideos und Rechtehinweis: Die zwei über YouTube eingebundenen Originalvideos wurden über ihre verfügbaren Titel-, Autoren- und Beschreibungseinträge geprüft. Einbetten/Verlinken ist nicht gleich eine freie Nachnutzungslizenz; kein Download, Schnitt oder Reupload ohne entsprechende Berechtigung.

Video und Quelle Inhalt Anbieter/Urheber Nutzungsstatus
Was bedeutet Kommissionierung? Digitale Kommissionierung, 2023 L-mobile Deutschland Anbieterstream, keine bestätigte Creative-Commons-Lizenz
Kommissioniermethoden Lehrvideo mit dokumentiertem Korrekturhinweis, 2019 Melanie Barth Anbieterstream, keine bestätigte Creative-Commons-Lizenz
JobChallenge Fachlagerist Ausbildungsberuf im Großlager, 2026 Bayerischer Rundfunk / ARD Externer Mediathek-Link, urheberrechtlich geschützt

Wikipedia-Einstieg: Fachlagerist und Kommissionierung. Wikipedia ist ein vertiefender Einstieg, nicht vorrangige Rechtsquelle für Prüfungsregelungen.



Verknüpfte Lernbereiche

Die Fachthemen verbinden Mathematik (Mengen und Massen), Informationstechnik (Scanner, Lagerverwaltung), Deutschunterricht (verständliche Arbeitsberichte und Begründungen), Wirtschaft (Kosten und Verantwortlichkeit), Umweltschutz (Material- und Energiebedarf) sowie Berufsbildung (Praxis und Reflexion). Prüfe, welche Lernfelder deines aktuellen Landeslehrplans und welche Stationen deines betrieblichen Ausbildungsplans noch gezielt geübt werden müssen.


aiMOOC Projekte

Projekt 1 – Prüfungsparcours als Modell: Gestalte einen Stationenlauf zu Wareneingang, Sperrbestand, Lagerbuchung, Kommissionierung und Dokumentation mit vollständig fiktiven Belegen; eine Lehrkraft prüft die Belege.

Projekt 2 – Digitales Lager ohne echte Daten: Erstelle in einer lokalen Musterdatei einen Bestand mit künstlichen Artikelnummern, Zugängen, Ausgängen und Rollenrechten. Prüfe Fehlerbehandlung und erläutere Datenschutz.

Projekt 3 – Nachhaltiger Versand: Vergleiche im Modell die Ressourcennutzung zweier geeigneter Verpackungsvarianten, dokumentiere rechnerisch den Materialbedarf und erkläre den Bezug zur Abfallhierarchie.



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