Bauelemente und Baugruppen montieren und demontieren - Fachkraft für Metalltechnik - LF 6
Bauelemente und Baugruppen montieren und demontieren - Fachkraft für Metalltechnik - LF 6
QR-Code
Einleitung
Du lernst, einen berufstypischen Montage- und Demontageauftrag der Fachrichtung Montagetechnik im zweiten Ausbildungsjahr vollständig zu bearbeiten: technische Unterlagen auswerten, die Teilefolge planen, Werkzeuge und Transportmittel sicher auswählen, lösbare Verbindungen herstellen, Maße und Funktionen prüfen, Fehler beheben und das Ergebnis nachvollziehbar übergeben. Die Lernfolge orientiert sich am KMK-Lernfeld 6, Zeitrichtwert 80 Unterrichtsstunden. Als durchgehendes, vollständig fiktives Beispiel dient ein unbelastetes Demonstrationsmodell einer Umlenkrolle mit Achse, Halterung und verschraubtem Träger. Du bearbeitest reale gefährliche Arbeiten niemals allein, sondern nur nach betrieblicher Freigabe und unter befugter Aufsicht; für Eigenarbeit nutzt du ein stromloses Tischmodell, CAD und Simulationen.
Die KMK beschreibt die schulischen Kompetenzen; für die praktische Durchführung gelten zusätzlich die aktuelle Ausbildungsordnung, der betriebliche Ausbildungsplan, die Vorgaben der zuständigen Kammer, der Landeslehrplan, die Gefährdungsbeurteilung und die Anleitungen für die tatsächlich verwendeten Produkte. Dieser Kurs ersetzt weder Unterweisung noch Qualifikationsnachweis oder amtliche Prüfung. Ausgangspunkte: KMK-Rahmenlehrplan, Druckseite 19 und BIBB-Berufsprofil Montagetechnik.
Montageauftrag erschließen und Unterlagen auswerten
Auftrag, Funktion und Qualitätsmerkmale
Bei der Montage werden Bauelemente nach einer festgelegten Teilefolge zu einer funktionierenden Baugruppe verbunden. Demontage bedeutet ein geplantes, möglichst beschädigungsarmes Zerlegen unter Beherrschung gespeicherter Energien. Ein Bauelement ist beispielsweise eine Welle, ein Lager, eine Schraube oder eine Abstandshülse; die funktional verbundene Umlenkrolle mit diesen Elementen ist eine Baugruppe. Kundenspezifisch heißt: Ein vorgegebener Nutzen, ein definierter Einbauraum, Prüfmerkmale, Termine und Dokumentationsanforderungen entscheiden, nicht allein die Frage, ob sich Teile irgendwie verbinden lassen.
Der Musterauftrag lautet: „Montiere aus bereitgestellten, geprüften Teilen ein ungefährliches, nicht tragendes Rollenmodell für eine Lehrwerkstatt. Die Rolle muss frei und ohne Berührung der Halterung drehbar sein; die auftragsbezogen festgelegten Maße und Schraubwerte sind zu dokumentieren. Nach der Prüfung wird die Baugruppe zur Wiederverwendung demontiert.“ Es handelt sich nicht um eine Lastrolle zur Personenbeförderung oder um eine im Betrieb freigegebene Hebevorrichtung.
Formuliere daraus messbare Anforderungen. Beispielsweise sollen die Halterbreite 30,0 mm ± 0,2 mm und das axiale Spiel 0,30 mm ± 0,20 mm betragen. Letzteres ist der längs der Achse mögliche Bewegungsspielraum. Das resultierende erlaubte Spiel beträgt 0,10 bis 0,50 mm. Ein erfüllter Zahlenwert genügt nicht, wenn die Rolle blockiert, der Montageplan missachtet wurde oder ein sicherheitsrelevantes Merkmal nicht geprüft wurde. Maße sind hier didaktische Beispieldaten, keine echten Herstellergrenzwerte.
Zeichnungen, Stücklisten und Schaltpläne lesen
Die Gesamtzeichnung zeigt die Baugruppe und ihre Einbausituation. Eine Baugruppenzeichnung mit Positionsnummern ordnet jedem dargestellten Teil eine Nummer zu; eine Explosionsdarstellung verdeutlicht die räumliche Anordnung, ist aber nicht automatisch eine sichere Montagefolge. Eine Stückliste nennt Benennung, Anzahl, Werkstoff oder Bestellbezeichnung; eine Einzelteilzeichnung enthält Maße, Form- und Lagetoleranzen, Oberflächen und gegebenenfalls Passungen. Ein Funktionsplan erklärt die Wirkung des Systems, ein Schaltplan elektrische, pneumatische oder andere Verschaltungen. Betriebs- und Herstelleranleitungen legen unter anderem passende Werkzeuge, Montagefolge, Schmierstoffe, Sicherungen, Anziehangaben und Prüfungen fest. Fehlende oder widersprüchliche Unterlagen sind vor Arbeitsbeginn zu klären.
Fiktive Stückliste für das Rollenmodell:
| Position | Bauelement | Anzahl | Prüfung vor Montage |
|---|---|---|---|
| A | Trägerplatte | 1 | Auflagefläche, Bohrungen, Kanten |
| B | Halterung mit zwei Wangen | 1 | Parallelität, Maße, keine Risse |
| C | Achse | 1 | Oberfläche, Einbaurichtung, Passbereich |
| D | Rolle mit vormontiertem Lager | 1 | saubere Laufbahn, korrekter Sitz |
| E | Abstandshülse | 2 | gleiche Länge, keine Grate |
| F | Schraube M8 der gekennzeichneten Klasse 8.8 | 2 | Gewinde, Länge, Kennzeichnung |
| G | geeignete Sicherung nach Zeichnung | 2 | richtige Bauart und Zustand |
Die konkreten Sicherungselemente werden nicht aus Gewohnheit gewählt: Splinte, Sicherungsringe, Klemmteile oder besondere Schraubensicherungen erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Eine Federscheibe ist nicht pauschal eine wirksame Sicherung für jede Schwingungsbelastung. Prüfe die geforderte Funktion und die produktbezogene Freigabe. Ebenso sind Werkstoffverträglichkeit und Kontaktkorrosion bei verschiedenen Metallen zu beachten.

Ein Wälzlager in getrennten Bestandteilen: Erkenne Innenring, Außenring, Wälzkörper und Käfig. Das Bild veranschaulicht das Prinzip, nicht die Demontagefreigabe eines konkreten Lagers. Bild: Niabot, CC BY-SA 3.0, Quelle und Lizenz.
Plausibilität und Kommunikation
Vergleiche die Positionsnummern mit der Stückliste, prüfe Stückzahlen und ordne Maße den richtigen Funktionsflächen zu. Bei einer Passung sind die Grenzmaße beider Teile entscheidend: eine Welle im Lagerinnenring benötigt einen zum Belastungsfall passenden Sitz. Einfaches „Nachfeilen, bis es passt“ zerstört gegebenenfalls die Passung. Frage bei unklarer Zeichnungsänderung fachlich präzise nach und halte die freigegebene Version fest. Bei Zeitdruck oder Verständigungsproblemen hilft das Rückleseverfahren: „Wir verwenden die Zeichnung Version B; ich beginne erst nach Freigabe der geänderten Schraubwerte – ist das richtig?“ Beziehe andere Sichtweisen respektvoll ein und löse Konflikte über überprüfbare Anforderungen statt über Hierarchie oder Herkunft.
Montageablauf, Arbeitsplatz und Lasttransport planen
Montagefolge, Materialfluss und Arbeitsvorbereitung
Ein Montageplan beschreibt die erforderlichen Schritte, die Reihenfolge, Werkzeuge, Sicherheitsprüfungen, Prüfmerkmale und Zuständigkeiten. Ein Demontageplan ergänzt Energieisolierung, Kennzeichnung der Lage, Auffangen möglicher Betriebsstoffe und die Bewertung der Wiederverwendbarkeit. Als Darstellungen eignen sich Arbeitsgangliste, Ablaufdiagramm, Fotofolge oder eine versionierte digitale Arbeitsanweisung. Entscheidend ist, dass andere Personen den Ablauf sicher nachvollziehen können. Für Serienmontage können Vorrichtungen und dokumentierte Prüfstationen sinnvoll sein; bei Einzelmontage erhält die Identifikation des jeweiligen Teils mehr Gewicht.
Planbeispiel für das stromlose Tischmodell:
- Zeichnung, zulässige Werte, Revision und Freigabe abgleichen.
- Vollständigkeit der Stückliste feststellen; beschädigte Teile sperren.
- Tisch, Beleuchtung, ergonomische Arbeitshöhe und Kleinteilablagen vorbereiten.
- Geeignete Messmittel, Haltehilfe und freigegebenes Montagewerkzeug prüfen.
- Lage von Achse, Rolle, Hülsen und Sicherungen anhand der Baugruppenansicht markieren.
- Bauteile nach Anleitung und ohne Gewalt in der freigegebenen Reihenfolge einsetzen.
- Schrauben zunächst gleichmäßig anlegen, anschließend gegebenenfalls nach freigegebenem Anziehplan anziehen.
- Ausrichtung, Drehfreiheit und axiales Spiel prüfen; Abweichungen nicht verdecken.
- Prüfwerte, Änderungsgrund und verantwortliche Freigabe dokumentieren.
- Für die Demontage Arbeitsschritte mit gesicherter Energie und Teilekennzeichnung rückwärts planen.
Praktische Arbeitsplätze benötigen rutschfeste Ablagen, freie Verkehrswege und Schutz vor herabfallenden Kleinteilen. Geeignete Montagehilfen sind zum Beispiel weiche Spannbacken, Zentrierhilfen oder montagegerechte Vorrichtungen; sie dürfen weder das Bauteil verformen noch eine Schutzvorrichtung ersetzen. Passende Prüfmittel sind Messschieber, Fühlerlehre, Messuhr und gegebenenfalls eine kalibrierte Drehmomentprüfeinrichtung. Achte auf Messbereich, Messunsicherheit, Nullpunkt, sichtbaren Zustand und Prüffrist.
Transport-, Hebe- und Anschlagmittel beurteilen
Bei schweren oder sperrigen Baugruppen reicht Muskelkraft nicht aus. Hebezeuge wie Krane erzeugen die Hubbewegung. Lastaufnahmemittel greifen die Last auf, Anschlagmittel wie Ketten, Seile oder Rundschlingen verbinden sie mit dem Tragemittel. Die Kennzeichnung WLL bezeichnet die zulässige Tragfähigkeit unter den vom Hersteller angegebenen Bedingungen; Bruchkraft beschreibt eine andere Grenzgröße und darf nicht mit WLL verwechselt werden. Auch Tragfähigkeitsangaben an Haken, Anschlagpunkten, Lastaufnahmemitteln und Hebezeugen sowie deren Eigenmassen müssen gemeinsam passen. Risse, fehlende Kennzeichnung, Verschleiß oder unbekannter Schwerpunkt sind Stoppsignale. Die DGUV Regel 109-017 und die produktbezogenen Herstellerangaben sind zu beachten.
Ein rein rechnerisches Modell verdeutlicht den Neigungswinkel. Für eine symmetrische, ideal gleichmäßig beladene Zweistranganordnung mit dem Winkel β zur Senkrechten gilt je Strang F = G / (2 · cos β). Eine theoretische Masse von 100 kg ergibt näherungsweise G = 100 kg · 9,81 m/s² = 981 N. Bei β = 30° ist cos β ≈ 0,866, also F ≈ 981 N / 1,732 ≈ 566 N pro Strang. Mit größerem Winkel steigt die Strangkraft; bei 60° wäre sie in diesem idealen Beispiel 981 N je Strang. Das ist keine Tragmittelbemessung und keine Einsatzfreigabe: Anschlagart, Hersteller-Tragfähigkeitstabellen, Schwerpunkt, dynamische Lasten, Anschlagpunkte, Anzahl tatsächlich tragender Stränge, Prüfung und Qualifizierung fehlen noch. In DGUV Regel 109-017 ist für die dort behandelten Anschlagfälle der Neigungswinkel von 60° eine wichtige Obergrenze; die konkrete Anwendung und mögliche Ausnahmen sind der Regel und der Herstelleranleitung zu entnehmen.
Angehängte Last als Anschauungsbild: Prüfe auf Fotos gedanklich Haken, Anschlagpunkte, freizuhaltenden Gefahrenbereich und Kennzeichnung, ohne daraus eine sichere Ausführung abzuleiten. Bild: TeWeBs, CC BY-SA 4.0, Quelle und Lizenz.
Sicherheitsgrenze: Anschlagen, Heben, Verfahren und Absetzen realer Lasten sind keine Schüler-Selbstversuche. Sie erfolgen ausschließlich durch geeignete, unterwiesene und beauftragte Personen innerhalb des betrieblichen Sicherheitskonzepts. Als sichere Lernalternative zeichnest du Kräftepfeile, vergleichst Kennzeichnungsmuster und veränderst β in einer Tabellenkalkulation an einem virtuellen Lastfall. Rechts- und Regelbezug: DGUV Regel 109-017, BetrSichV § 14.
Lösbare Verbindungen und Montagekennwerte verstehen
Kraftschluss, Formschluss und Schraubverbindungen
Kraftschluss überträgt Belastungen durch Reibung infolge einer Normalkraft, beispielsweise bei einer geeigneten Klemmverbindung. Formschluss überträgt sie über ineinandergreifende Konturen, beispielsweise bei einer Passfeder, einem Stift oder einer formschlüssigen Steckverbindung. Stoffschluss entsteht durch Werkstoffzusammenhalt, zum Beispiel durch Schweißen, Löten oder Kleben; solche Verbindungen sind nicht ohne Weiteres lösbar und hier nur zum Vergleich aufgeführt. Bei einer Schraubenverbindung können die Vorspannung und daraus folgende Reibung kraftschlüssig wirken; je nach Konstruktion können zusätzlich formschlüssige Effekte durch Bolzen oder Passungen auftreten. Ein Gewinde allein beschreibt nicht automatisch alle Lastpfade.
Eine Schraubverbindung besteht nicht nur aus Schraube und Mutter: Auflage, Klemmlänge, Gewinde, Festigkeitsklasse, Werkstoffpaarung, Reibung, Betriebstemperatur, Schwingung und eine gegebenenfalls notwendige Sicherung beeinflussen die Montage. Das Anziehdrehmoment ist das beim Drehen eingebrachte Moment. Die Vorspannkraft ist die axiale Zugkraft in der Schraube beziehungsweise die damit verbundene Klemmkraft zwischen Bauteilen. Ein Teil des Anziehdrehmoments geht in Reibung an Gewinde und Kopfauflage. Deshalb folgt aus einem gemessenen Drehmoment nicht ohne Kenntnis der Bedingungen eine eindeutige Vorspannkraft.

Montagedarstellung aus Schraube, Mutter und Unterlegscheibe: Benenne die Bestandteile und begründe, welche Auflage- und Sicherungsfunktion der konkrete Auftrag verlangt. Bild: Vidyu44, CC BY-SA 3.0, Quelle und Lizenz.
Zur Kennzeichnung 8.8 bei geeigneten Stahlschrauben gilt vereinfacht: nominelle Mindest-Zugfestigkeitsklasse 8 · 100 = 800 N/mm²; das Verhältnis der nominalen Streckgrenze zur Zugfestigkeit ist 0,8, also 800 · 0,8 = 640 N/mm². Dies ist die Bedeutung der Klassenangabe, keine selbstständige Freigabe für eine bestimmte Schraubenlast. Maßgeblich sind die gültige Ausgabe der DIN EN ISO 898-1 beziehungsweise der zutreffenden Produktnorm, Größe, Gewinde, Prüfnachweise, Herstellerwerte und konstruktive Sicherheitsreserven. Siehe technischer Normenüberblick und Eigenschaften nach DIN EN ISO 898-1. Kopiere Normtabellen nicht ungeprüft, und ersetze Montagewerte niemals durch bloßes Ablesen der Festigkeitsklasse.
Deutschsprachiges Lernvideo „Analyse der Normbezeichnung und Festigkeitsklasse einer Schraube“; Urheber/Kanal über Mathe ist chillig, Originalvideo auf YouTube.
Drehmoment, Hebelgesetz, Spannung und Flächenpressung
Für eine zur Hebelrichtung senkrecht einwirkende Kraft gilt M = F · l mit M in N·m, F in N und l in m. Wenn du an einem idealisierten 0,20 m langen Hebel mit 40 N senkrecht drückst, beträgt das Moment M = 40 N · 0,20 m = 8 N·m. Ist die Kraftrichtung schräg, zählt nur die senkrechte Komponente: M = F · l · sin α. Ein längerer Schlüssel ändert die erforderliche Handkraft, nicht die vorgegebene zulässige Montagegröße. Drehmomentschlüssel müssen für ihren Bereich geeignet, nach Herstelleranleitung eingestellt, geprüft und bedient werden. Nach dem vorgesehenen Auslösen wird nicht „zur Sicherheit“ weitergezogen. Ob und wie das Werkzeug zurückgestellt wird, richtet sich nach seiner Anleitung.

Mechanischer Drehmomentschlüssel als Beispiel. Prüfe Einstellbereich, Kalibrierstatus und Anleitung – das Foto ersetzt diese Nachweise nicht. Bild: Heron2, CC BY-SA 3.0, Quelle und Lizenz.
Deutschsprachige Werkzeugdemonstration „Drehmomentschlüssel richtig einstellen und verwenden“ von BauJAhr78 Television, Originalvideo. Bei möglichen Abweichungen hat die jeweilige Herstelleranleitung Vorrang.
Eine grobe Lehrmodellgleichung für Schrauben lautet M ≈ K · Fv · d; K fasst vor allem Reibung und Geometrie modellhaft zusammen, Fv ist die Vorspannkraft, d der Nenndurchmesser in Metern. Setze für eine ausschließlich illustrative Beispielrechnung K = 0,20, Fv = 5.000 N und d = 0,008 m ein: M ≈ 0,20 · 5.000 N · 0,008 m = 8 N·m. Der angenommene K-Wert ist keine allgemeingültige Schraubenkennzahl. Änderungen der Schmierung, Oberflächen oder Montagebedingungen verändern die Vorspannung stark. 8 N·m ist hier kein universeller Sollwert für M8-Schrauben; reale Anziehangaben sind konstruktions- und herstellerabhängig und nur mit Freigabe anzuwenden.
Zugspannung im vereinfachten Modell: σ = F / A. Beispielsweise ergeben 4.000 N auf einem betrachteten wirksamen Querschnitt A = 40 mm² den Wert σ = 100 N/mm². Für Gewindeschrauben ist der maßgebliche Spannungsquerschnitt nicht automatisch der geometrische Nenndurchmesserquerschnitt. Ein Tragfähigkeitsnachweis verlangt mehr als den Vergleich eines einzelnen Zahlenwertes: Lastarten, Kerben, Schwingungen, Sicherheiten, Vorspannung und Versagensarten zählen ebenfalls.
Flächenpressung an einer Auflage: p = F / A. Verteilen sich angenommen 4.000 N auf 200 mm² wirksame Auflagefläche, ergibt sich p = 20 N/mm². Bei nur 100 mm² würde p = 40 N/mm² entstehen. Eine passende Unterlegscheibe kann die tragende Fläche vergrößern, aber sie ersetzt keine konstruktive Prüfung. Zu hohe Pressung kann weiche Bauteile eindrücken, Vorspannkraft abbauen und die Verbindung lockern.
Deutschsprachiges Fachvideo „Untersuchung der Flächenpressung an der Kopfauflage einer Schraube“, YouTube-Original und Aufgabenübersicht und Begleitmaterial.
Weitere lösbare Verbindungen und typische Fehler
Ein Stift positioniert oder sichert Teile; ein Passstift benötigt passende Bohrungen. Eine Klemmverbindung benötigt eine ausreichend dimensionierte Klemmkraft und toleranzgerechte Oberflächen. Eine Steckverbindung erleichtert die Montage, verlangt aber häufig einen klar erkennbaren Verriegelungszustand. Passfedern übertragen Drehmoment formschlüssig und können zugleich eine definierte axiale Sicherung erfordern. Typische Fehler sind Verwechslung von Bauteilen, falsche Reihenfolge, schräges Einsetzen, Überdrehen, verschmutzte Gewinde, unzulässiges Schmieren, beschädigte Dichtflächen, falsche Sicherung, fehlendes Spiel oder unzureichender Korrosionsschutz. Bei kritischen Abweichungen: stoppen, kennzeichnen, Ursache ermitteln, nach Freigabe korrigieren und erneut prüfen. Improvisationen an Sicherheitsfunktionen sind unzulässig.
Montage und Demontage sicher durchführen
Teilefolge, Ausrichtung und Funktionskontrolle
Arbeite vom gesicherten Grundkörper zu den zu positionierenden Teilen, dann zu Befestigungs- und Sicherungselementen, sofern die dokumentierte Konstruktion genau dies vorsieht. Beginne mit einer Sichtprüfung auf Grate und Oberflächenschäden; richte Fügeteile unter Beachtung von Maß-, Form- und Lagetoleranzen aus. Verwechsle eine gleitende Passung nicht mit einem Presssitz: Der gewaltsame Einbau eines falsch gepaarten Lagers kann Laufbahnen und Wälzkörper beschädigen. Bei der hier gezeigten Rollenbaugruppe darf die endgültige Verschraubung die vorgesehenen Freigängigkeiten nicht aufheben. Vor dem Übergang zum nächsten Schritt erfolgt eine Zwischenprüfung: Sitz, Lage, Sicherung und erkennbare Beschädigung.
Bei der Demontage klärst du zunächst, was nachher weiterverwendet werden soll. Stelle die Teileablage mit Kennzeichnungen bereit, halte die Ursprungspositionen fest, löse geeignete Verbindungen kontrolliert nach dem Freigabeplan und kennzeichne unzulässige Wiederverwendung. Befolge produktspezifische Vorschriften für selbstsichernde Muttern, Sicherungsringe, Dehnschrauben, Dichtungen oder pressgefügte Teile: nicht jedes Bauteil darf erneut montiert werden. Ausdrücklich keine eigenständigen Versuche an vorgespannten Federn, Druckbehältern, laufenden Anlagen, Lasten oder unter Spannung stehenden Geräten.
Energieisolierung, Unfall- und Brandschutz
Die betriebliche Gefährdungsbeurteilung bestimmt Schutzmaßnahmen vor der Arbeit. Gefahren können von elektrischer Energie, Druckluft, Hydraulik, gespeicherter Federenergie, Schwerkraft, heißer Oberfläche oder unerwartetem Anlauf ausgehen. Energieisolierung und Sicherung gegen Wiederanlauf müssen nach örtlichem Verfahren durch befugte Personen erfolgen. An elektrischen Anlagen arbeiten eigenständig nur entsprechend qualifizierte Elektrofachkräfte; elektrotechnisch unterwiesene Personen handeln nach zulässiger Aufgabe unter Leitung und Aufsicht. Die fünf elektrischen Sicherheitsregeln sind fachkundig anzuwenden – ihre bloße Kenntnis macht niemanden zur Elektrofachkraft. Siehe BGHM zu Arbeiten an elektrischen Anlagen und DGUV Vorschrift 3.
Vor jedem Versuch kläre Not-Aus, Rettungsweg, Meldekette und geeignete Erste Hilfe. Bei einem Unfall: Eigenschutz gewährleisten, Gefahrenbereich sichern, Ersthelfende beziehungsweise Rettungsdienst alarmieren und nur im Rahmen eigener Qualifikation helfen. Bei Brand Rauch nicht einatmen, Personen warnen und Rettungswege nutzen; Löschversuche nur, wenn gefahrlos und unterwiesen möglich. Persönliche Schutzausrüstung richtet sich nach der Beurteilung; Handschuhe in der Nähe rotierender Teile können Einzugsgefahren erhöhen. Ein sicherer Alternativauftrag verwendet eine mechanische Attrappe ohne gespeicherte Energie, statt eine reale Maschine probeweise zu betätigen.
Teamarbeit, Umwelt und digitale Arbeitsvorbereitung
Montage ist Teamarbeit zwischen Lager, Fertigung, Qualitätssicherung und Übergabe. Benenne Verantwortlichkeiten und melde Abweichungen früh. Nutze in digitalen Arbeitsplänen Versionsstand, Datum, freigegebene Prüfwerte und einheitliche Bauteilkennungen; ein ungeprüfter Screenshot eines alten Plans ist keine autorisierte Arbeitsanweisung. Digitale Prüfprotokolle können Messungen und Fehler systematisch vergleichbar machen, müssen aber gegen versehentliche Änderungen geschützt sein. Verarbeite nur erforderliche Daten; verwende hier neutrale Auftragsnummern und keine realen Kunden-, Beschäftigten- oder Schülerdaten. Rechtsbezug: DSGVO, insbesondere Art. 5.
Vermeide Ausschuss durch saubere Zeichnungsprüfung, sorgsame Lagerung und wiederverwendbare Transportbehälter. Setze Material, Druckluft und elektrische Energie bedarfsgerecht ein. Trenne Metalle, Verpackungen, Schmier- und Reinigungsreste nach den betrieblichen Entsorgungsregeln; Betriebsstoffe gehören nicht in den Ausguss. Bei geeigneten Bauteilen ist qualitätsgesicherte Wiederverwendung häufig sinnvoller als sofortiges Recycling, aber eine unzulässige Wiederverwendung sicherheitsrelevanter Teile wäre nicht nachhaltig. Orientierung gibt die Abfallhierarchie in § 6 Kreislaufwirtschaftsgesetz. Die Betriebsorganisation entscheidet über die tatsächliche Freigabe und den Verbleib.
Praxisauftrag, Prüfung und dokumentierte Übergabe
Durchgerechneter Musterfall: unbelastete Lernrolle
Ausgangslage: Ein fiktives Schulungsunternehmen bestellt ein ausschließlich auf dem Tisch verwendetes Rollenmodell ohne Motor, Hubfunktion oder Last. Nach der freigegebenen Musterzeichnung werden zwei Schrauben M8 an einer Halterung eingesetzt. Nur für dieses Unterrichtsmodell ist im fiktiven Auftrag eine Anziehvorgabe von 8,0 N·m ± 1,0 N·m dokumentiert; sie stammt nicht aus einer allgemeinen M8-Tabelle. Die Halterbreite beträgt 30,0 ± 0,2 mm, das axiale Spiel 0,30 ± 0,20 mm. Zusätzlich soll sich die Rolle von Hand leicht ohne Streifen drehen und die Sicherung vorhanden sein. Praktische Montage erfolgt nur am ungefährlichen Modell unter Aufsicht.
Arbeitsplan und Nachweise:
| Schritt | Handlung | Mittel und Schutz | Prüffähiger Nachweis |
|---|---|---|---|
| 1 | Auftrag, Zeichnung und Materialliste vergleichen | Aktueller Plan, Stückliste | Alle sieben Positionen A–G geklärt |
| 2 | Bauteile kontrollieren und ablegen | Sichtprüfung, geschützte Unterlage | Keine beschädigten Gewinde oder Grate |
| 3 | Maß und mögliche Teilefolge kontrollieren | Messschieber, Zeichnung | Halterbreite protokolliert |
| 4 | Achse, Rollenlager und Hülsen ausrichten | Zugelassene Zentrierhilfe | Position stimmig, kein Verkanten |
| 5 | Halter und Schrauben am Tischmodell montieren | Geprüftes Werkzeug, Aufsicht | Sicherung und Teilefolge bestätigt |
| 6 | Fiktiven Muster-Anziehwert kontrolliert anwenden | Geeigneter Drehmomentschlüssel, Instruktion | Sollbereich 7,0–9,0 N·m, dokumentierter Istwert |
| 7 | Maß, Spiel und Drehfunktion prüfen | Messschieber, Fühlerlehre, Handprüfung | Alle Grenzwerte und Funktion bestanden |
| 8 | Fehler bewerten, Baugruppe übergeben | Prüfblatt mit neutraler Modell-ID | Ergebnis, Freigabe und Abweichung nachvollziehbar |
| 9 | Freigegebene Demontage und Teiletrennung | Stromloser Tischplatz, Teileablage | Wiederverwendbarkeit gekennzeichnet |
Ergebnisrechnung und Bewertung: Bei der Messung wird eine Halterbreite von 30,10 mm festgestellt. Der zulässige Bereich ist 30,0 − 0,2 = 29,8 mm bis 30,0 + 0,2 = 30,2 mm. Da 29,8 ≤ 30,10 ≤ 30,2, ist dieses Merkmal in Ordnung. Das axiale Spiel beträgt 0,46 mm. Der zulässige Bereich ist 0,30 − 0,20 = 0,10 mm bis 0,30 + 0,20 = 0,50 mm. Auch 0,46 mm liegt innerhalb der Grenzwerte. Ein beispielhaft bestätigtes Anziehmoment von 8,0 N·m liegt im hier fiktiv festgelegten Bereich 7,0 bis 9,0 N·m. Die Rolle lässt sich frei drehen; die vorgesehenen Sicherungselemente wurden kontrolliert. Damit wäre dieses vereinfachte Tischmodell bezogen auf die definierten Merkmale abnahmefähig – vorbehaltlich betrieblicher Aufsicht und Freigabe, ohne Aussage zu einer realen Maschinenfunktion.
Fehlerfall: Würde das Spiel 0,62 mm betragen, wäre die obere Grenze um 0,12 mm überschritten. Die richtige Reaktion ist nicht, die Schrauben fester anzuziehen, bis die Rolle schwergängig läuft: Die Montage ist zu stoppen, die Ursache anhand von Hülsenlängen, Lagerlage und Zeichnung zu untersuchen, die Korrektur freizugeben und danach neu zu messen. Auch ein bestandenes Maß ist nicht ausreichend, wenn ein Sicherungselement fehlt.
Angeleitete Zusatzrechnung: Ein Handkraftmodell soll ein Drehmoment von 8,0 N·m mit einer senkrecht angreifenden Kraft am 0,20-m-Hebel erzeugen. Gesucht ist F = M / l = 8,0 N·m / 0,20 m = 40 N. Für eine gedachte axiale Kraft von 4.000 N und eine rein angenommene Auflagefläche von 200 mm² wäre p = 4.000 N / 200 mm² = 20 N/mm². Diese Modellwerte belegen weder die tatsächlich eingebrachte Vorspannkraft noch die Zulässigkeit der Schraubenverbindung.

Messschieber für Innen-, Außen- und Tiefenmessungen; kontrolliere Nullstellung und Messfehler, bevor du die Grenzwerte beurteilst. Bild: Jeremyida002, CC BY-SA 4.0, Quelle und Lizenz.
Prüfplan, Protokoll und Fehlerbehebung
Ein Prüfmerkmal ist eine konkrete Eigenschaft, die nach einer festgelegten Methode mit einem Annahmekriterium bewertet wird. Prüfe nicht nur am Ende: Vorprüfung verhindert die Montage beschädigter Teile, Zwischenprüfung erkennt Fehler früh, Endprüfung bestätigt die definierte Funktion. Istwert und Sollbereich sind getrennt zu dokumentieren. Bei Sicht- oder Funktionsprüfungen beschreibst du beobachtbare Zustände („Rolle dreht frei, kein Kontakt zur Halterung“), statt bloß „alles okay“ anzukreuzen.
Muster-Prüfprotokoll – rein synthetische Daten, Modell M-06:
| Merkmal | Vorgabe | Istwert | Urteil |
|---|---|---|---|
| Halterbreite | 29,80–30,20 mm | 30,10 mm | i. O. |
| Axiales Spiel | 0,10–0,50 mm | 0,46 mm | i. O. |
| Modell-Anziehmoment | 7,0–9,0 N·m | 8,0 N·m | i. O. |
| Drehen von Hand | frei und ohne Streifen | frei, kein Streifen | i. O. |
| Sicherungselemente | vollständig gemäß Modellzeichnung | vollständig | i. O. |
| Unterlagen | gültige Modellrevision | Revision B | i. O. |
Prüfergebnis: Unterrichtsmodell im definierten, unbelasteten Funktionsumfang bestanden; Übergabe erst nach festgelegter fachlicher Freigabe. Dokumentation: Prüfmittel-ID und Gültigkeitsstatus, Datum, Modellkennung, Planrevision, allfällige Abweichungen und verantwortliche Freigabestelle gehören in ein echtes Betriebsprotokoll. Auf der Lernplattform bleiben diese Felder neutral oder als Beispieldaten ausgefüllt.
Zur systematischen Verbesserung nutzt du eine einfache Fehlerkette: Abweichung → Ursache → Korrekturvorschlag → Freigabe → Wiederholungsprüfung → Dokumentation. Beispiel: Einseitiges Schleifen kann durch falsche Hülsenfolge, verkantetes Lager, unzulässige Fluchtungsabweichung oder Grat verursacht sein. Maßnahmen hängen von der tatsächlichen Ursache ab, nicht von Vermutungen. Beschreibe im Übergabegespräch die Funktion, Grenzen des Modells, durchgeführte Prüfungen und offene Punkte verständlich; bei Konflikten wiederhole die gemeinsame Prüfbasis.
Bewertungsraster für den beruflichen Handlungsauftrag
| Bereich | Maximalpunkte | Volle Leistung | Teil- oder Nullpunkte |
|---|---|---|---|
| Auftragsanalyse und Montageplan | 4 | Unterlagen, Bauteile, Prüfkriterien und sinnvolle Reihenfolge vollständig | 2 bei begründeten Lücken, 0 bei unbrauchbarer Planung |
| Arbeits- und Umweltsicherheit | 4 | Gefährdungen erkannt, sichere Modellalternative und Abfallwege beachtet | 2 bei unwesentlicher Auslassung, 0 bei ungeklärtem schwerem Risiko |
| Montage und Demontage | 4 | Teilefolge, Ausrichtung und unbeschädigte Trennung korrekt | 2 bei korrigierbarer Abweichung, 0 bei schwerem Funktionsfehler |
| Messen, Rechnen und Funktionsprüfung | 4 | Grenzwerte, Rechenweg, Prüfmittel und Fehlerbewertung richtig | 2 bei kleineren Fehlern, 0 bei fehlendem belastbarem Nachweis |
| Dokumentation und Übergabe | 2 | Prüfbogen und Freigabeweg vollständig, verständlich | 1 bei kleinen Lücken, 0 ohne Nachweis |
| Reflexion und Teamkommunikation | 2 | begründete Verbesserung und sachlicher Umgang mit Rückfragen | 1 bei oberflächlicher Reflexion, 0 ohne Reflexion |
| Gesamt | 20 | Ab 16 Punkten sehr sicherer Lernstand als interne Kursorientierung | Keine amtliche Noten- oder Prüfungsregelung |
Vorrang der Sicherheit: Bei einem nicht beherrschten schweren Sicherheitsrisiko wird ein praktischer Versuch abgebrochen und die Freigabe verweigert – unabhängig von den erreichten Punkten. Das Raster dient der transparenten Lernrückmeldung und ersetzt keine IHK-Bewertung.
Interaktive Aufgaben
Multiple-Choice-Quiz
Welche Unterlage ordnet Positionsnummern einer Baugruppenzeichnung den benötigten Teilen und Mengen zu? (Stückliste) (!Schichtkalender) (!Urlaubsplan) (!Nur das Typenschild des Messschiebers)
Was gehört zu einem belastbaren Montageplan? (Teilefolge, Werkzeuge, Schutzmaßnahmen und Prüfmerkmale) (!Nur eine mündliche Zeitangabe) (!Nur die Reihenfolge der Pausenzeiten) (!Eine lose Sammlung nicht freigegebener Fotos)
Welche Aussage zur WLL auf einem Anschlagmittel ist richtig? (Sie bezeichnet die Tragfähigkeit unter den angegebenen Einsatzbedingungen) (!Sie ist stets identisch mit der Bruchkraft) (!Sie gilt unabhängig von Anschlagart und Winkel) (!Sie lässt sich aus der Farbe der Last frei schätzen)
Wie ändert sich bei symmetrischem Zweistranganschlag die ideale Strangkraft, wenn der Winkel zur Senkrechten größer wird? (Sie steigt bei gleicher Gewichtskraft) (!Sie sinkt zwangsläufig auf null) (!Sie bleibt für alle Winkel identisch) (!Sie ist unabhängig von der Anzahl tragender Stränge)
Welche Verbindung überträgt Belastung hauptsächlich durch Reibung infolge einer Normalkraft? (Kraftschlüssige Klemmverbindung) (!Reine formschlüssige Passfeder ohne Klemmung) (!Ausschließlich stoffschlüssige Schweißnaht) (!Nur ein lose eingelegter Distanzring)
Was zeigt die Kennzeichnung 8.8 bei einer geeigneten Stahlschraube grundsätzlich an? (Eine Festigkeitsklasse und ein Verhältnis der Festigkeitskennwerte) (!Ein universelles Anziehdrehmoment von acht Newtonmetern) (!Eine garantierte Schraubenlänge von acht Millimetern) (!Den Prüfmonat der Schraube)
Welche Einheit hat das Drehmoment im SI-System? (Newtonmeter) (!Newton pro Quadratmillimeter) (!Kilogramm pro Stunde) (!Millimeter pro Sekunde)
Warum kann dasselbe Drehmoment unterschiedliche Vorspannkräfte erzeugen? (Reibungsverhältnisse und Montagezustand können verschieden sein) (!Weil Schrauben grundsätzlich kein Gewinde besitzen) (!Weil die Schraubenfarbe allein die Kraft bestimmt) (!Weil eine Messung jede Reibung beseitigt)
Was ist bei einem zu großen gemessenen axialen Spiel die fachgerechte erste Reaktion? (Abweichung sichern und Ursachen nach Zeichnung prüfen) (!Schrauben ohne Freigabe beliebig fester anziehen) (!Den gemessenen Istwert im Protokoll verkleinern) (!Das fehlerhafte Teil verdeckt weitergeben)
Wer darf an elektrischen Anlagen im Regelfall eigenständig fachlich arbeiten? (Entsprechend qualifizierte Elektrofachkräfte) (!Jede Person mit einem Schraubendreher) (!Jede Person nach einem einzigen Onlinequiz) (!Alle Beschäftigten ohne Unterweisung)
Memory
Ordne die sechs Begriffe ihren fachlichen Bedeutungen zu. Nutze den Lerntext als Rückmeldung, wenn du ein Paar noch nicht sicher begründen kannst.
| Explosionszeichnung | Räumliche Anordnung der einzelnen Bauteile einer Baugruppe |
| Vorspannkraft | Axiale Kraft, die in einer angezogenen Schraubenverbindung entsteht |
| Messschieber | Längenmessmittel für Außen-, Innen- und Tiefenmaße |
| Anschlagmittel | Verbindung von Tragemittel oder Hebezeug zur Last |
| Funktionsprüfung | Überprüfung des bestimmungsgemäßen Verhaltens einer Baugruppe |
| Übergabeprotokoll | Nachweis zu Zustand, Prüfungen und vereinbarter Übergabe |
Drag-and-drop
Ordne jeder beschriebenen Arbeitssituation die zutreffende fachliche Handlung zu.
| Passende Handlung | Arbeitssituation |
|---|---|
| Zeichnungsversion prüfen | Widersprüchliche Teilefolge in Unterlagen |
| Tragfähigkeitskennzeichnung kontrollieren | Auswahl eines Anschlagmittels |
| Drehmomentschlüssel nach Anleitung einstellen | Vorgegebene Schraubmontage am freigegebenen Modell |
| Messwert mit Grenzmaßen vergleichen | Beurteilung des axialen Spiels |
| Abweichung dokumentieren und freigeben lassen | Prüfergebnis außerhalb des erlaubten Bereichs |
Kreuzworträtsel
Finde sechs Fachwörter zur Montage und zur Prüfung; Umlaute gehören zur richtigen Schreibweise.
| Montage | Zusammenfügen von Einzelteilen zur vorgesehenen Baugruppe |
| Drehmoment | Produkt aus senkrechter Kraft und Hebelarm |
| Stückliste | Verzeichnis von Teilen und benötigten Mengen |
| Passung | Maßliche Beziehung von Fügepartnern mit Toleranzen |
| Vorspannkraft | Axiale Kraft einer angezogenen Schraube |
| Prüfplan | Festlegung von Merkmalen, Verfahren und Kriterien einer Kontrolle |
LearningApps
Externe Suchumgebung für zusätzliche Zuordnungsübungen; Treffer sind Angebote Dritter und müssen vor dem Einsatz fachlich geprüft werden.
Lückentext
Übertrage die wichtigsten Entscheidungen aus dem Lerntext. Pro Satz fehlt höchstens ein Begriff.
Offene Aufgaben
Leicht
- Stückliste: Zeichne eine einfache Lernrolle mit sieben Positionsbezeichnungen und erstelle eine dazu passende Stückliste mit Mengen sowie je einem Prüfmerkmal.
- Technische Zeichnung: Markiere an einer bereitgestellten Schulungszeichnung Funktionsflächen, Toleranzmaße und zwei Rückfragen an die Arbeitsvorbereitung.
- Arbeitsschutz: Erstelle eine Sicherheitskarte für eine stromlose Modellmontage mit drei Gefahren, passenden Schutzmaßnahmen und einer klaren Abbruchbedingung.
- Drehmoment: Zeichne die Kraft an einem 0,20-m-Hebel ein und erkläre schriftlich, welche Größe sich bei verändertem Hebelarm ergibt.
Standard
- Montageplan: Entwickle aus der fiktiven Stückliste eine zehnteilige Ablaufkarte mit Montage- und Prüfstationen; begründe zwei wichtige Reihenfolgen.
- Passung: Berechne die Grenzmaße zweier fiktiver Passpartner nach vorgegebenen Toleranzen und erkläre, welche Maßkombination die Funktion gefährdet.
- Qualitätsprüfung: Erstelle ein neutrales Prüfprotokoll für Breite, Spiel, Drehfreiheit und Sicherung; verwende plausible Beispieldaten und begründete Urteile.
- Nachhaltigkeit: Vergleiche bei einer demontierten Lernrolle Reinigung und Wiederverwendung mit Austausch und Recycling unter Sicherheits-, Material- und Energiegesichtspunkten.
Schwer
- Schraubverbindung: Prüfe in einer begründeten Fallanalyse, warum gleiche Drehmomente bei unterschiedlicher Schmierung keine gleiche Vorspannkraft garantieren; schlage sichere Nachweismethoden vor.
- Anschlagmittel: Entwickle ein digitales Rechenblatt für die ideale symmetrische Zweistrangkraft in Abhängigkeit von Masse und Neigungswinkel; erkläre genau, weshalb es keine Hebefreigabe liefert.
- Fehleranalyse: Simuliere einen Fall mit zu großem axialen Spiel und fehlender Sicherung; entwirf Ursachenbaum, Sperrentscheidung, fachlichen Korrekturvorschlag und Wiederholungsprüfung.
- Berufliche Kommunikation: Erstelle ein simuliertes Übergabegespräch oder ein kurzes Video mit unterschiedlichen Teamrollen, sachlicher Konfliktlösung und datensparsamem Freigabeprotokoll.


Lernkontrolle
- Arbeitsplanung: Dir liegen eine Stückliste mit sieben Positionen und eine Zeichnung mit fehlendem Maß vor. Welche Schritte sind vor der Montage zwingend, wie sicherst du Rückfragen ab und warum?
- Technische Mechanik: Berechne für 75 kg theoretische Lastmasse und zwei symmetrisch tragende Stränge bei 45° zur Senkrechten die ideale Kraft je Strang und nenne mindestens vier Gründe, warum die Rechnung allein keine Anschlagfreigabe darstellt.
- Qualitätssicherung: Eine Modellrolle hat 30,25 mm Halterbreite und 0,28 mm Spiel bei den Mustergrenzen aus dem Praxisfall. Bewerte beide Werte getrennt, leite ein nachvollziehbares Vorgehen ab und benenne den Übergabestatus.
- Fügetechnik: Erkläre anhand je eines Beispiels den Unterschied zwischen Kraft- und Formschluss sowie die Rolle von Vorspannung, Reibung und Sicherung.
- Fehlerbehebung: Nach der Modellmontage streift die Rolle einseitig. Nenne mindestens drei plausible Ursachen und beschreibe, wie du diese ohne riskante Improvisation untersuchst.
- Sicherheitskompetenz: Eine Anlage soll vor Wartung geöffnet werden und zeigt mögliche Restenergie in Druckluft und Elektrik. Erläutere Zuständigkeiten, Freigabeschritte und die Grenzen deiner eigenen Befugnis.
- Prozessverbesserung: Entwirf zwei Kennzahlen für Nacharbeit und Materialverbrauch, die ohne personenbezogene Daten erhoben werden können, und erläutere mögliche Fehlanreize.
- Dokumentation: Erstelle aus den Mustermesswerten einen unterschriftsfreien Übungsprüfbogen mit Soll-/Istwert, Prüfung, Abweichungsfeld und neutralem Freigabestatus.
Lernnachweis
Konkretes Lernprodukt: Gib für das fiktive Rollenmodell eine vollständig anonymisierte Projektmappe ab. Sie umfasst (a) eine kommentierte Baugruppenansicht mit eindeutiger Stückliste und mindestens einem Schalt- oder Funktionsbezug, (b) einen Montage- und Demontageplan mit Prüfstellen, (c) die modellbezogene Gefährdungsbeurteilung mit sicherer Simulationsalternative, (d) zwei nachvollziehbare Berechnungen mit Einheiten – beispielsweise Hebelmoment und Grenzmaß oder Auflagepressung –, (e) ein Prüfergebnis mit Soll-/Ist-Vergleich und Fehlerentscheidung, (f) ein Übergabeprotokoll mit Funktionsbeschreibung, (g) eine Teamreflexion zu Fehlervermeidung, Nachhaltigkeit und datensparsamer Digitaldokumentation.
Beobachtbare Kompetenzen: Du kannst Montageunterlagen richtig auswerten; den Arbeitsplatz material- und sicherheitsgerecht organisieren; Lasttransport fachlich einschätzen, ohne unbefugt zu handeln; lösbare Verbindungstypen auswählen und erklären; Werkzeuge und Prüfmittel zuordnen; im stromlosen Lehrmodell sachgerecht montieren und demontieren; Grenzwerte beurteilen; Unregelmäßigkeiten mit einem nachvollziehbaren Prüfpfad behandeln; kooperativ präsentieren. Bewertet wird mithilfe des 20-Punkte-Rasters aus dem Praxisauftrag mit begründeter individueller Rückmeldung. Schülerarbeiten, reale Firmendaten, Unterschriften und Personenfotos gehören nicht in eine öffentlich publizierte Projektdokumentation.
Reflexionsfragen: Welche Entscheidung war technisch entscheidend? Wo hast du eine Annahme durch Messung ersetzt? Welcher Fehler wäre ohne Zwischenprüfung unentdeckt geblieben? Welche Maßnahmen verringern Ressourcenverbrauch, ohne die Betriebssicherheit zu verschlechtern? Welche Tätigkeit würdest du wegen fehlender Qualifikation ausdrücklich nicht ausführen?
OER und Wikipedia
Curriculare und rechtliche Grundlagen, zum Nachlesen (eigene Zusammenfassungen, keine übernommenen Normtexte):
- KMK: Rahmenlehrplan Fachkraft für Metalltechnik, Lernfeld 6 Montagetechnik, Druckseite 19 – Kompetenz- und Lernfeldabgleich.
- BIBB: Fachkraft für Metalltechnik, Fachrichtung Montagetechnik – Berufsprofil und geltender Ordnungsbezug.
- Metalltechnik-Ausbildungsverordnung, § 4 – Ausbildungsberufsbild einschließlich spezifischer Montagetechnik.
- DGUV Regel 109-017 – Lastaufnahmemittel und Anschlagmittel im Hebezeugbetrieb.
- BetrSichV § 14 und § 3 – Prüfung von Arbeitsmitteln und Gefährdungsbeurteilung.
- BGHM: Elektrische Anlagen und Betriebsmittel – Fachkunde, Freischalten und DGUV Vorschrift 3.
- § 6 KrWG und DSGVO – Kreislaufwirtschaft und Datenminimierung.
- REYHER: REM-Fachvideos zu Verbindungselementen – ergänzende Fachinformation, keine pauschale Freigabe von Montagedaten.
- Wikipedia: Wälzlager und Wikipedia: Schraube – frei lizenzierte Einstiegstexte; bei technischen Entscheidungen immer Originalvorgaben prüfen.
Quellenstand der Recherche: Oktober 2026. Maßgeblich sind beim Einsatz die jeweils gültigen amtlichen Fassungen, aktuellen Normausgaben, der Landeslehrplan und konkrete Herstellerangaben; veraltete Arbeitswerte dürfen nicht ungeprüft verwendet werden. Der Kurs behauptet keine amtliche Anerkennung und keine Prüfungszulassung.
Geprüfte Bildquellen mit Urheber- und Lizenznachweisen:
| Eingebundene Datei | Quellen- und Lizenzseite | Urheber | Rechte |
|---|---|---|---|
| File:Ball-bearing-plain.png | Wikimedia Commons | Niabot | CC BY-SA 3.0 |
| File:Load Hanging From Crane.JPG | Wikimedia Commons | TeWeBs | CC BY-SA 4.0 |
| File:BOLT NUT.jpg | Wikimedia Commons | Vidyu44 | CC BY-SA 3.0 |
| File:Click-torque-wrench.jpg | Wikimedia Commons | Heron2 | CC BY-SA 3.0 |
| File:Vernier Caliper.jpg | Wikimedia Commons | Jeremyida002 | CC BY-SA 4.0 |
Die Dateien sind nach den genannten Commons-Seiten zugeordnet; Namensgleichheit mit einem möglicherweise nicht lokal eingebundenen Wiki-Bild ist bei der Anzeige gesondert zu überprüfen. Keine Medienbearbeitung vorgenommen.
Fachvideos – Quellen und Rechtehinweis:
| Video | Verifizierbarer Originalnachweis | Kanal / Urheberhinweis | Nutzungsrechte |
|---|---|---|---|
| https://www.youtube.com/watch?v=zTHs2wGYmuA | Originalvideo und Fachvideoübersicht | Mathe ist chillig, Rechte beim Rechteinhaber | YouTube-Einbettung; keine offene Nachnutzungslizenz unterstellt |
| https://www.youtube.com/watch?v=QJlb2pxKlxQ | Originalvideo | BauJAhr78 Television | YouTube-Einbettung; keine offene Nachnutzungslizenz unterstellt |
| https://www.youtube.com/watch?v=pojWKohkAEA | Originalvideo und Fachvideoübersicht | Mathe ist chillig, Rechte beim Rechteinhaber | YouTube-Einbettung; keine offene Nachnutzungslizenz unterstellt |
Die Videos werden nur über die vorgesehenen Plattformfunktionen verlinkt beziehungsweise eingebettet; ihre Inhalte dürfen nicht ohne eigene Lizenz kopiert werden. Für diese Beispiele wird keine darüber hinausgehende Lizenz behauptet.
Verifizierter ergänzender deutschsprachiger Wikipedia-Artikel über Wälzlager:
Verknüpfte Lernbereiche
Anknüpfungen: Mathematik (Trigonometrie, Einheiten, Grenzmaße), Physik (Kräfte, Spannungen, Reibung), Berufliche Kommunikation (Auftrag und Übergabe), Informatik (Versionsführung und digitale Prüfblätter), Politik/Recht (Arbeits- und Umweltrecht) und Technik (Montage und Instandhaltung). Die Fachrichtungen Konstruktionstechnik, Zerspanungstechnik sowie Umform- und Drahttechnik dienen nur dem Vergleich verwandter Verfahren; die hier zu erreichenden Pflichten beziehen sich auf Montagetechnik, LF 6.
aiMOOC Projekte
Schulfach+


aiMOOCs


aiMOOC Projekte


MOOCwiki · Deutsch
Nach dem Lernen ist vor dem Lernen
Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.
Zur MOOCwiki-HauptseiteMediathek
Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...
Keine passenden Inhalte gefunden. Bitte ändere Suche oder Filter.
NEWSLernweltNOAH fragenInhalt melden · Hinweise zu Fehlern, Quellen, Medienrechten oder Dubletten