Beruf, Betrieb und Produkte präsentieren - Brauer und Mälzer - LF 1
Einleitung
Du beginnst die Ausbildung zum Brauer und Mälzer beziehungsweise zur Brauerin und Mälzerin und sollst deinen Beruf, einen Betrieb und dessen Produkte verständlich, richtig und verantwortungsvoll vorstellen. In diesem aiMOOC lernst du, wie ein Betrieb aufgebaut ist, wie aus Getreide Malz und aus Malz Bier entstehen, welche Produktinformationen rechtlich relevant sind und wie du eine überzeugende, sichere Präsentation planst. Du übst Recherche, Fachsprache, digitales Gestalten, Fremdsprachen, Zusammenarbeit und konstruktives Feedback. Eine vollständig bearbeitete Modellaufgabe führt dich von der Auftragsanalyse bis zur Bewertung.
Einordnung: KMK-Lernfeld 1 im ersten Ausbildungsjahr, Zeitrichtwert 60 Unterrichtsstunden. Der Kurs bildet dessen Kompetenzbereiche didaktisch ab, ersetzt aber weder den betrieblichen Ausbildungsplan noch die Vorgaben der zuständigen Kammer und des geltenden Landeslehrplans. Alle Praxisfälle verwenden erfundene Daten; technische Tätigkeiten an Produktionsanlagen erfolgen nur nach betrieblicher Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung und unter befugter Aufsicht.
Beruf und Ausbildungsbetrieb verstehen
Aufgaben und berufliche Perspektiven
Brauerinnen, Brauer und Mälzerinnen und Mälzer verarbeiten Rohstoffe, stellen Malz, Würze und Bier her, überwachen Gärung, Reifung, Qualität, Hygiene und Abfüllung und können auch alkoholfreie Getränke herstellen. Sie arbeiten beispielsweise in Brauereien, Mälzereien und der Getränkeindustrie. Kundenberatung, Dokumentation, Ressourceneffizienz und digital gestützte Produktionsprozesse gehören ebenso zum Berufsbild. Die reguläre Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre; Betrieb und Berufsschule bilden gemeinsam aus. Du kannst dich später zum Beispiel zur Brauer- und Mälzermeisterin oder zum Brauer- und Mälzermeister oder in einschlägigen technischen Bildungsgängen weiterqualifizieren. Die Details zu Zuständigkeit und Zulassung klärst du bei deiner Ausbildungsstelle und Kammer.
Fachbegriffe: Die Mälzerei bereitet Getreide durch Weichen, Keimen und Darren für die weitere Verarbeitung auf. Die Brauerei verarbeitet unter anderem Malz zu Würze und vergärt diese mit Hefe. Qualitätssicherung ist die planmäßige Kontrolle festgelegter Eigenschaften; Charge bezeichnet eine zuordenbare Produktionsmenge. Ein Organigramm zeigt Verantwortungs- und Kommunikationswege, nicht automatisch jede einzelne Tätigkeit.
Betriebsstruktur und Wertschöpfung
Ein Modellbetrieb kann aus Betriebsleitung, Rohstoffannahme, Mälzerei oder Malzbezug, Sudhaus, Gär- und Lagerkeller, Abfüllung, Labor/Qualitätssicherung, Instandhaltung, Logistik und Verwaltung/Vertrieb bestehen. Kleine Betriebe bündeln mehrere Funktionen in einem Team, größere trennen sie stärker. Für eine Betriebsvorstellung gehören Name, Standort, Organisationsform, Geschichte, Produktgruppen, Tätigkeiten und besondere Merkmale dazu – aber nur, soweit die Angaben öffentlich und freigegeben sind. Ein Produktweg verbindet Beschaffung, Verarbeitung, Qualitätsprüfung, Verpackung, Auslieferung und Kundeninformation.
Beispiel: Bei einer Rückfrage zum aufgedruckten Mindesthaltbarkeitsdatum lässt sich die Auskunft nicht seriös aus dem Gefühl beantworten. Eine geschulte Person gleicht die Produktinformationen und die Charge ab und verweist bei Unklarheiten an Qualitätssicherung oder verantwortliche Leitung. Typischer Fehler: interne Rezepturen, Personaldaten, Messprotokolle oder Betriebsgeheimnisse ungefragt in Folien übernehmen.
Informationsquellen bewerten: Unterscheide Originalquellen wie die Ausbildungsordnung und geprüfte betriebliche Produktblätter von Werbung oder privaten Blogs. Notiere Autor, Stand, Zweck und Fundort. Bei widersprüchlichen Informationen gilt nicht die lauteste Behauptung, sondern die belegbare, aktuelle Fachquelle. Ein fiktives Organigramm ist zum Üben erlaubt, muss aber als Modell gekennzeichnet sein.
Malz- und Bierherstellung im Überblick
Rohstoffe und Mälzen
Typische Braurohstoffe sind Wasser, Malz, Hopfen und Hefe. Für Malz wird geeignetes Getreide gereinigt und nach Bedarf geweicht, kontrolliert zum Keimen gebracht und gedarrt. Beim Weichen nimmt das Korn Wasser auf; bei der Keimung werden Enzymsysteme aktiviert; beim Darren wird die Keimung beendet und das Malz getrocknet. Malz trägt unter anderem zur Bereitstellung von Stärke, Enzymen, Farbe und Aroma bei. Der konkrete Ablauf hängt von Rohstoff, Malztyp, Anlage und betrieblicher Anweisung ab.

Abbildung: Gerstenkörner als Ausgangsrohstoff. Die abgebildeten Körner sind nicht automatisch bereits Malz.

Abbildung: Hopfendolden. Hopfen beeinflusst unter anderem Bittere und Aroma; die Sortenwahl wirkt sich auf das Produktprofil aus.
Vom Maischen bis zur Abfüllung
Beim Schroten wird Malz für den Maischprozess vorbereitet. Beim Maischen werden durch Enzyme unter kontrollierten Bedingungen Bestandteile des Malzes gelöst und Stärke zu vergärbaren Zuckern abgebaut. Beim Läutern trennt man flüssige Würze von den festen Bestandteilen, dem Treber. Danach folgen in typischen Prozessketten Würzekochen mit Hopfengabe, Klären und Kühlen der Würze, Anstellen mit Hefe, Gären, Reifen, gegebenenfalls Filtrieren sowie Abfüllen und Lagern. Bei der Gärung wandelt Hefe vergärbare Zucker unter anderem in Ethanol und Kohlendioxid um. Die Schritte können je nach Betrieb und Getränketyp unterschiedlich ausgeführt oder kombiniert werden.
Schematische Prozessgrafik ohne Beschriftung: Ordne die Bildstationen gedanklich den Fachbegriffen zu. Eine Prozessgrafik ersetzt keine Betriebsanweisung.

Beispielhafte Brautechnik mit Behältern; keine allgemeingültige Darstellung jedes Betriebes.
Typische Verwechslungen: Malz ist nicht dasselbe wie Rohgerste; Würze ist noch kein fertig vergorenes Bier; Stammwürze beschreibt gelöste Stoffe der Würze vor der Gärung und ist nicht mit dem späteren Alkoholgehalt in Volumenprozent gleichzusetzen. Erkläre im Publikumsgespräch solche Unterschiede mit kurzen Beispielen statt mit unnötig komplizierten Fachausdrücken.
Prozessdaten einordnen
Digital erfasste Temperaturen, Zeiten, Chargen und Analysewerte unterstützen Nachvollziehbarkeit und Qualität. Sie müssen korrekt bezeichnet, plausibilisiert und mit Zugriffsrechten behandelt werden. Für eine öffentliche Übersicht reichen meist qualitative Prozessschritte. Das echte Produktionsleitsystem, vertrauliche Sollwerte oder Passwörter gehören nicht in eine Schülervorstellung. Sicher ist eine eigens gezeichnete Ablaufgrafik oder die Auswertung erfundener Beispieldaten.
Lernvideo (Deutsch): ARD alpha, Ich mach's!: Brauer/-in und Mälzer/-in – Berufsbild und Verfahren; laut Anbieter verfügbar bis 10.01.2027. Betrachte Arbeitsstationen im Film kritisch im Hinblick auf die heutige Technik und Sicherheit.
Produkte, Kundenerwartungen und Recht
Produkte sachlich beschreiben
In einer Präsentation unterscheidest du zum Beispiel Pils, Helles, Weizenbier, alkoholfreies Bier, Biermischgetränke oder alkoholfreie Erfrischungsgetränke. Beschreibe nur nachprüfbare Merkmale: Produktbezeichnung, Produktart, gegebenenfalls Herstellungsbesonderheiten, erkennbare Zutaten und Allergene, Nennfüllmenge sowie die auf dem konkreten Etikett rechtlich vorgeschriebenen Angaben. Nicht jede Bezeichnung darf ohne Nachweis verwendet werden; auch die Aussage „0,0 %“ muss durch verlässliche Produktdaten gedeckt sein. Verwechsele eine produktbezogene Auskunft nicht mit einer Werbebehauptung.
Fachbegriffe: Stammwürze bezeichnet den Gehalt gelöster Stoffe in der Würze vor der Gärung. Volumenprozent ist eine andere Größe und beschreibt den Anteil des Alkohols am Getränkvolumen. Allergenkennzeichnung informiert insbesondere über kennzeichnungspflichtige Bestandteile wie glutenhaltiges Getreide. Mindesthaltbarkeitsdatum ist keine allgemeine Garantie, dass die Qualität danach unverändert bleibt; es wird auf Basis produktspezifischer Anforderungen festgelegt.
Rechtsrahmen und verlässliche Auskünfte
Die Ausbildungsordnung von 2021 und der abgestimmte KMK-Rahmenlehrplan regeln die Ausbildung; für die Getränkepraxis sind unter anderem das Lebensmittelhygienerecht, die Bierverordnung, die teilweise fortgeltenden bierherstellungsrechtlichen Vorgaben des Vorläufigen Biergesetzes, das Biersteuergesetz sowie EU-Lebensmittelinformationsrecht und dessen deutsche Durchführung relevant. Die historische Formel „Reinheitsgebot von 1516“ ist eine geschichtliche Orientierung, aber kein Ersatz für die heute geltenden Vorschriften und mögliche Ausnahmen. In Deutschland muss vorverpacktes Bier grundsätzlich ein Zutatenverzeichnis tragen; kennzeichnungspflichtige Allergene sind entsprechend hervorzuheben. Angaben zu Alkoholgehalt, Füllmenge, Verantwortlichem und Mindesthaltbarkeit sind anhand des konkreten Produkts und der aktuellen Vorschriften zu prüfen, statt Etiketten aus dem Gedächtnis zu konstruieren.
Fallunterscheidung: Eine Frage nach der Biersteuer gehört zum Steuerrecht und nicht zur Gärungsbiologie. Eine Frage zum Ausschank an Jugendliche gehört zum Jugendschutz, insbesondere § 9 JuSchG. Eine Frage zur hygienischen Reinigung betrifft unter anderem die Lebensmittelhygiene, interne Arbeitsanweisungen und die eingesetzten Mittel. Antworte bei unklaren Rechtsfragen nicht improvisiert, sondern nenne die zuständige Fachstelle und die aktuelle Primärquelle. Die unter Bierverordnung, Biersteuergesetz, LMIDV § 3 und JuSchG § 9 abrufbaren konsolidierten Texte sind der Orientierungspunkt; betriebliche Rechtsprüfung bleibt erforderlich.
Verantwortung beim Thema Alkohol
Alkohol ist gesundheitlich nicht risikofrei; Risiken betreffen unter anderem Unfälle, Abhängigkeit und zahlreiche Erkrankungen. Eine Berufspräsentation darf sachlich informieren, aber Konsum nicht verharmlosen, nicht zu riskantem Trinken auffordern und nicht an Minderjährige als Zielgruppe für alkoholische Produkte werben. Lerne auch die Bedeutung alkoholfreier Alternativen und transparenter Restalkoholangaben. Produktbeschreibungen lassen sich anhand von Etiketten, Bildern und Modellen vollständig ohne Verkostung erarbeiten. Bei Fragen zum Konsum verwende Gesundheitsinformationen statt verkaufsfördernder Übertreibungen.
Lernvideo (Deutsch): BERUFE.TV der Bundesagentur für Arbeit: Brauer/in und Mälzer/in – vergleiche die gezeigten beruflichen Aufgaben mit dem aktuellen BIBB-Berufsprofil. Die Videos sind verlinkte Anbieterinhalte und nicht als frei lizenzierte OER gekennzeichnet.
Zielgruppengerecht und rechtssicher präsentieren
Auftrag, Adressaten und Botschaft
Eine gute Präsentation beginnt nicht bei den Folien, sondern mit dem Auftrag: Für wen sprichst du, was soll die Gruppe anschließend wissen, wie viel Zeit steht zur Verfügung, welche Nachweise und Freigaben brauchst du? Bei einer Berufsorientierungsgruppe erklärst du Begriffe stärker als bei erfahrenen Fachkräften. Für Eltern und Interessierte können Ausbildung, Aufgaben, Produkte, Sicherheitskultur und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt stehen. Eine tragfähige Gliederung lautet: Einstieg mit Leitfrage, Betrieb und Beruf, Produkt und Herstellungsweg, Verantwortung und Berufsperspektiven, Zusammenfassung und Fragen.
Planungshilfe: Notiere drei zentrale Aussagen, je eine Quelle und ein geeignetes Bild pro Aussage. Plane Vortragszeit, Wechsel der sprechenden Personen, Medienprüfung und mögliche Rückfragen. Nutze klare Schriften, lesbare Kontraste, Alternativtexte oder Bildbeschreibungen und kurze Sätze. Eine Audio- oder Textalternative fördert Barrierearmut. Eine Folie voller unkommentierter Zahlen ist kein Qualitätsnachweis.
Datenschutz, Urheberrecht und Persönlichkeitsrecht
Verwende ausschließlich freigegebene öffentliche Betriebsinformationen oder synthetische Daten. Fotografiere Beschäftigte, Besucher, Namensschilder, Bildschirme, Produktionsunterlagen und sensible Bereiche nicht ungefragt. Einwilligung und weitere erforderliche Rechtsgrundlagen müssen für die jeweilige Aufnahme und Veröffentlichung geklärt sein; die Erlaubnis zum Fotografieren ist nicht automatisch die Erlaubnis zum Hochladen. Auch Logos, Produktfotos und Musik unterliegen Rechten. Bei Medien aus Wikimedia Commons prüfst du den exakten Dateinamen, Urheber, konkrete Lizenz und gegebenenfalls Namensnennung, Lizenzlink und Änderungsvermerk. Bei CC-BY-SA-Material können Weitergabebedingungen greifen. Eine gewöhnlich auffindbare Internetgrafik ist nicht automatisch frei.
Digitale Arbeitsweise: Führe eine kleine Quellenliste mit Fundstelle, Datum, Nutzungsrecht und Freigabestatus. Speichere einen anonymisierten Entwurf nur in dafür zugelassenen Systemen. Vermeide öffentliche Cloud-Links für betriebliche Interna und gib keine personenbezogenen Daten in fremde KI-Anwendungen ein. Prüfe KI-generierte Behauptungen und Bilder besonders sorgfältig.
Fachsprache, Englisch und wertschätzendes Feedback
Fachsprache schafft Genauigkeit, muss aber erläutert werden: „Läutern“ bedeutet beispielsweise, flüssige Würze von Treber zu trennen. Für Besucher ergänze eine anschauliche Umschreibung. Übe mindestens drei passende englische Sätze: „We work in a brewery and produce different beverages.“ – „Malt is made from germinated and dried grain.“ – „Yeast converts sugars during fermentation.“ Prüfe im Zusammenhang die Aussprache und erkläre fachliche Unterschiede, etwa zwischen „malt“, „wort“, „yeast“ und „fermentation“.
Vereinbart Regeln für Rückmeldungen: erst beobachtbare Stärke nennen, dann eine konkrete Verbesserung, zuletzt einen umsetzbaren nächsten Schritt. Beispiel: „Der Produktionsweg war klar. Bei der Folie mit Etikettangaben fehlt die Quellenzeile. Bitte ergänze die Fundstelle und prüfe die Pflichtangaben.“ Ungeeignet sind persönliche Abwertungen oder pauschale Urteile ohne Beleg. Beurteile Inhalt und Arbeitsweise getrennt und dokumentiere die Änderung.
Arbeitssicherheit, Umwelt und digitaler Wandel
Gefährdungen und Schutzmaßnahmen
Brauereien und Mälzereien haben reale Gefährdungen: heiße Flüssigkeiten und Oberflächen, bewegte Maschinen, nasse Böden, elektrische Anlagen, Lärm, schwere Lasten, Stäube, Reinigungs- und Desinfektionschemikalien sowie Kohlendioxid aus Gärprozessen. CO2 kann sich besonders in schlecht belüfteten tiefer gelegenen Bereichen anreichern und Sauerstoff verdrängen; fehlender Geruch ist kein Sicherheitsnachweis. Tanks, Behälter und andere enge Räume dürfen niemals eigenmächtig betreten werden. Insbesondere sind Freigabeverfahren, Lüftung, Messkonzept, geeignete persönliche Schutzausrüstung und Rettungsplanung Sache befugter Fachpersonen. Der branchenbezogene BGN-Leitfaden für Brauereien erläutert Arbeitsschutz. Betriebsanweisung, aktuelle Gefährdungsbeurteilung, DGUV-/BGN-Regeln, Sicherheitsdatenblatt und Herstelleranleitung gehen einer allgemeinen Kursbeschreibung im konkreten Einsatz vor.
Abbildung: Gärbehälter als Gesprächsanlass über geschlossene Anlagen, Kennzeichnungen und CO2-Gefahren. Betreten und Bedienen sind kein Lernversuch.
Sichere Lernalternative: Beschrifte ein Bild des Produktionsraums mit möglichen Gefahren und Schutzfragen oder nutze ein Planspiel mit fiktiver Betriebszeichnung. Keine selbstständigen Brauversuche mit heißer Würze, Druckbehältern, Kohlendioxid, Chemikalien, elektrischen Maschinen oder alkoholischer Herstellung. Eine praktische Vorführung findet nur unter dafür befugter Aufsicht und nach betrieblicher Freigabe statt.
Nachhaltigkeit und Zielkonflikte
Bier- und Malzherstellung benötigen Rohstoffe, Wasser und Energie zum Heizen, Kühlen, Reinigen und Transportieren. Nachhaltigkeit verbindet ökologische, ökonomische und soziale Kriterien. Betrachte beispielsweise Wärmerückgewinnung, Wasserverbrauch, Mehrweggebinde, energieeffiziente Anlagen, sinnvoll genutzte Nebenprodukte wie Treber, kurze Transporte und sichere Arbeitsbedingungen. Behaupte keine konkreten Einsparprozente ohne Messdaten und eine definierte Bezugsgröße. Auch digitale Kommunikationsformen sparen möglicherweise Papier und Wege, verbrauchen jedoch selbst Energie.
Mini-Rechenbeispiel zur Präsentation: Ein Modellbetrieb setzt für die Erstellung von Infokarten zunächst 40 A4-Seiten an. Nach Umstellung auf eine gezielte, barrierearme digitale Anzeige mit vier gedruckten Ersatzseiten sinkt die Papierzahl um 36 Seiten. Relative Veränderung: 36 ÷ 40 × 100 = 90 %. Die Rechnung zeigt allein eine modellierte Papierminderung, nicht eine vollständige Umweltbilanz. Notiere deshalb die Systemgrenze und prüfe, ob alle Besucher die Informationen weiterhin erhalten können.
Digitales Arbeiten ist prüfbares Arbeiten
Tabellenprogramme können Mengen kalkulieren, Folienprogramme ein Layout erzeugen und zugelassene Plattformen Feedback sammeln. Bei jeder digital erzeugten Zahl prüfst du Einheit, Rechenweg, Quelle und Plausibilität. Für Produkte und Prozessdaten brauchst du Versionierung und Verantwortlichkeiten. Eine vertrauliche Rezeptur gehört nicht in eine öffentliche KI-Eingabe. Ein QR-Code ist nur dann sinnvoll, wenn der Link geprüft ist, keine versteckte Anmeldung verlangt und eine nichtdigitale Alternative vorhanden ist.
Praxisauftrag: eine sichere Betriebs- und Produktvorstellung
Ausgangslage und Auftragsanalyse
Die vollständig erfundene Modellbrauerei „Malzbogen“ plant einen Informationsstand für 36 interessierte Personen. Eine kleine Ausbildungsgruppe hat 45 Minuten zur Vorbereitung und anschließend sechs Minuten für einen Vortrag plus zwei Minuten für Fragen. Vorgestellt werden sollen Beruf und Betriebsstruktur, eine einfache Prozesskette und drei synthetische Produktsteckbriefe („Helles“, „Weizen“, „alkoholfreie Alternative“). Im Modell werden weder Getränke hergestellt noch ausgeschenkt; stattdessen werden leere Mustergebinde, schematische Bilder und freigegebene Textmodelle verwendet. Keine realen Mitarbeitenden, Marken, Rezepturen oder Kundeninformationen werden verarbeitet.
Anforderungen: Die Gruppe muss (a) fachlich korrekt und zielgruppengerecht informieren, (b) öffentliche Rechts- und Fachquellen benennen, (c) einen englischen Kurzsatz vortragen, (d) Gefahren und Gesundheitsaspekte sachlich einordnen, (e) datenschutz- und urheberrechtskonforme Medien nutzen, (f) Materialbedarf rechnen und (g) das Ergebnis mithilfe eines gemeinsam vereinbarten Rasters überprüfen. Kläre vor der Arbeit, wer Freigaben erteilen würde und welche Angaben im echten Betrieb nicht veröffentlicht werden dürfen.
Arbeitsplan und Zuständigkeiten
| Schritt | Zeit | Verantwortlichkeit im Modell | Prüfkriterium |
|---|---|---|---|
| Auftrag und Zielgruppe klären | 5 Minuten | Teamkoordination | Ziel und Grenzen schriftlich festgelegt |
| Quellen und drei Modellprodukte prüfen | 10 Minuten | Rechercheteam | Fünf belastbare Aussagen mit Quellen |
| Prozessskizze und A5-Karten gestalten | 15 Minuten | Medien- und Fachteam | Lesbar, keine fremden Daten, Bildrechte belegt |
| Material und rechtliche Warnhinweise kontrollieren | 5 Minuten | Qualitätsteam | Berechnung und Fakten-Check dokumentiert |
| Vortrag mit Englischsatz proben | 5 Minuten | Sprecherteam | Sechs Minuten eingehalten |
| Freigabe- und Risikocheck simulieren | 5 Minuten | gesamtes Team | Checkliste unterschriftsfrei im Modell abgehakt |
| Vortrag und Rückfragen | 8 Minuten | Sprecherteam | Zuhörerfragen beantwortet oder an Fachstelle verwiesen |
Die ersten sechs Schritte umfassen 45 Minuten Vorbereitung. Der abschließende Auftritt dauert acht Minuten. In einem echten Betrieb kommen betriebsinterne Absprachen und Freigaben dazu; Zeiten sind ein Übungsmodell, kein Produktionssollwert.
Nachvollziehbare Berechnung des Materialbedarfs
Für 36 Personen soll je eine A5-Infokarte vorgesehen werden. Eine Reserve von 25 % wird angesetzt: 36 × 0,25 = 9 zusätzliche Karten. Es werden also 36 + 9 = 45 Karten gebraucht. Aus einem A4-Blatt lassen sich bei passender Gestaltung zwei A5-Karten herstellen. 45 ÷ 2 = 22,5, auf volle Blätter aufgerundet also 23 A4-Blätter. Das ergibt 46 Karten, davon eine zusätzliche Karte über die geplante Reserve hinaus. Bei fiktiven Druckkosten von 0,12 Euro je A4-Blatt ergibt sich 23 × 0,12 Euro = 2,76 Euro. Mit einer barrierearmen digitalen Anzeige und beispielsweise drei Blättern für sechs analoge Ersatzkarten wären es nur 0,36 Euro Druckkosten; ob das für alle Besucher genügt, muss vor Ort geklärt werden. Die Annahmen sind transparent und stammen nicht aus einem echten Betrieb.
Eine weitere reine Modellrechnung hilft beim Erklären von Gebindeangaben: 24 Flaschen mit einer Nennfüllmenge von jeweils 0,33 Liter entsprechen 24 × 0,33 Liter = 7,92 Liter Nennvolumen. Das ist keine Aussage über tatsächliche Abfüllverluste, Gesamtproduktion oder ausgeschenkte Mengen. Einheiten und Anwendungsgrenzen gehören auf die Lösungsfolie.
Prüffähiges Arbeitsergebnis und Bewertungsraster
Das Ergebnis besteht aus einer sechsminütigen Präsentation mit höchstens sechs inhaltlichen Folien, einem anonymen Modellorganigramm, einer beschrifteten Prozessskizze, drei fiktiven Produktkarten, einer kurzen englischen Erklärung, einer Quellen- und Rechenseite sowie einem schriftlichen Feedbackbogen. Alle Quellen und Bilder sollen im Anhang nachvollziehbar sein. Ein Fachteam prüft bei den Produktkarten insbesondere, dass keine gesetzlich ungesicherten Gesundheits-, „0,0 %“- oder Reinheitsgebotsaussagen stehen.
| Kriterium | 0 Punkte | 2 Punkte | 4 Punkte |
|---|---|---|---|
| Beruf und Betriebsaufbau | fehlt oder grob falsch | Grundstruktur mit Lücken | verständlich, fachlich richtig, Aufgaben zugeordnet |
| Rohstoff- und Prozessdarstellung | grob falsch | mehrere Schritte richtig, einige unklar | korrekte Reihenfolge mit erklärten Fachbegriffen |
| Produktrecht, Gesundheit und Sicherheit | wesentliche Risiken ignoriert | Hinweise teilweise belegbar | Aussagen nachgewiesen, Risiken und Grenzen klar |
| Präsentation, Englisch und Medienrechte | kaum verständlich oder Quellen fehlen | überwiegend verständlich, kleinere Beleglücken | adressatengerecht, barrierearm, Fremdsprache und Rechte nachvollziehbar |
| Planung, Berechnung und Feedback | fehlen | Rechenweg oder Reflexion lückenhaft | Mengen und Einheiten korrekt, konstruktives Feedback umgesetzt |
Je Kriterium werden 0 bis 4 Punkte vergeben; 1 steht für wenige brauchbare Ansätze, 3 für weitgehend erfüllte Anforderungen mit kleinen Mängeln. Maximum: 5 × 4 = 20 Punkte. Beispielhafte protokollierte Vergabe: 3 + 4 + 4 + 3 + 3 = 17 Punkte; 17 ÷ 20 × 100 = 85 %. Als Lernziel gelten im Modell mindestens 16 Punkte und kein Nullwert beim Kriterium Produktrecht, Gesundheit und Sicherheit. Dies ist ein unterrichtliches Übungsraster, keine amtliche Prüfungsnote.
Reflexion: Notiere nach dem Auftritt zwei Stärken, eine konkret beobachtete Schwäche, die Quellen- und Sicherheitsprüfung sowie eine Überarbeitung. Wenn sich eine Frage nicht sicher beantworten lässt, ist eine korrekte Weiterleitung an die verantwortliche Stelle besser als eine erfundene Antwort.
Interaktive Aufgaben
Bearbeite die Aufgaben erst nach den Fachkapiteln. Bei Multiple Choice steht die fachliche Auswertung im Aufgabenformat; die Antwortreihenfolge und die offenen Aufgaben ersetzen keine betriebliche Freigabe.
Multiple-Choice-Quiz
Welche Information gehört zu einer seriösen Vorstellung des Ausbildungsbetriebs? (Öffentlich freigegebene Betriebsstruktur und Produktgruppen) (!Vertrauliche Rezepturen und personenbezogene Schichtlisten) (!Private Kontaktdaten aller Beschäftigten) (!Ungeprüfte Gerüchte über Betriebsinterna)
Welche Folge beschreibt die Malzherstellung vereinfacht richtig? (Weichen dann Keimen dann Darren) (!Gären dann Abfüllen dann Schroten) (!Läutern dann Filtrieren dann Weichen) (!Pasteurisieren dann Würzekochen dann Darren)
Was wird beim Läutern voneinander getrennt? (Flüssige Würze und feste Treberbestandteile) (!Hefe und bereits abgefüllte Flaschen) (!Hopfendolden und Etiketten) (!Biersteuer und Verkaufspreis)
Wozu dient Hefe im grundlegenden Brauprozess? (Sie wandelt vergärbare Zucker bei der Gärung um) (!Sie ersetzt die betriebliche Gefährdungsbeurteilung) (!Sie stellt aus Etiketten Gerstenmalz her) (!Sie dient ausschließlich zum Reinigen der Flaschen)
Welche Aussage zu Stammwürze und Alkoholgehalt ist fachlich korrekt? (Stammwürze und Alkoholgehalt beschreiben unterschiedliche Messgrößen) (!Stammwürze ist immer der Alkoholgehalt in Volumenprozent) (!Alkoholgehalt ist die Anzahl der Hopfendolden) (!Stammwürze bezeichnet ausschließlich die Restmenge Treber)
Welche Grundlage ist für eine Aussage über Pflichtangaben auf Bieretiketten sinnvoll? (Aktuelle Lebensmittelkennzeichnungsvorschriften und das geprüfte Produktetikett) (!Eine beliebige Werbezeichnung ohne Quellenprüfung) (!Ein jahrzehntealtes Etikett ohne Aktualitätsprüfung) (!Eine ausgedachte Liste von Pflichtangaben)
Wie sollten Auszubildende auf unbekannte Fragen zum Biersteuerrecht reagieren? (Unsicherheit benennen und anhand einer aktuellen Fachquelle nachprüfen) (!Eine möglichst überzeugende Zahl erfinden) (!Die Rechtslage allein aus einem historischen Spruch ableiten) (!Ungeprüfte Aussagen als verbindliche Rechtsberatung darstellen)
Welche Maßnahme ist bei möglicher Kohlendioxidansammlung besonders wichtig? (Betriebliche Schutzmaßnahmen und Freigaberegeln beachten) (!Einen unbekannten Tank ohne Kontrolle betreten) (!Allein nach dem Geruch die Atemluft beurteilen) (!Eine Warnung ignorieren wenn die Tür offen steht)
Welcher Umgang mit Bildern aus einer Brauerei ist rechtlich umsichtig? (Veröffentlichungsrechte und abgebildete Personen vor Nutzung klären) (!Alle im Internet gefundenen Fotos als frei verwendbar ansehen) (!Sichtbare Mitarbeitende ohne Klärung öffentlich markieren) (!Urheber und Lizenz grundsätzlich aus Quellenfolien entfernen)
Was ist ein geeignetes Kriterium für konstruktives Präsentationsfeedback? (Eine konkrete Beobachtung mit umsetzbarer Verbesserung verbinden) (!Die Person pauschal statt den Vortrag beurteilen) (!Fehler ohne Beispiele öffentlich lächerlich machen) (!Nur die Zahl der Folien ohne Bezug zum Lernziel bewerten)
Memory
Verbinde jeweils einen einmalig vorkommenden Fachbegriff mit seiner Erklärung. Arbeite erst nach der Zuordnung mit deiner Quellenübersicht weiter.
| Mälzerei | Betriebsteil zur Vorbereitung und Herstellung von Malz |
| Sudhaus | Arbeitsbereich mit wesentlichen Schritten der Würzebereitung |
| Organigramm | Darstellung von Verantwortungs- und Kommunikationswegen |
| Charge | Rückverfolgbar abgegrenzte Produktionsmenge |
| Treber | Feste Bestandteile nach dem Läutern |
| Gärung | Stoffwechselprozess der Hefe mit Bildung von Ethanol und Kohlendioxid |
Drag-and-drop
Ordne die Aufgaben den geeigneten Arbeitsschwerpunkten zu.
| Passenden Arbeitsschwerpunkt zuordnen | Beschriebene Tätigkeit |
|---|---|
| Rohstoffannahme | Eingang und Eignung angelieferter Rohstoffe prüfen |
| Qualitätssicherung | Messergebnisse prüfen und nachvollziehbar dokumentieren |
| Abfüllung | Fertiges Getränk in vorgesehene Gebinde bringen |
| Vertrieb | Freigegebene Produkte fachgerecht erläutern |
| Instandhaltung | Den sicheren technischen Zustand von Anlagen unterstützen |
Kreuzworträtsel
Trage das gesuchte Fachwort jeweils als ein Wort ein.
| Malz | Wie heißt das durch kontrollierte Keimung und Trocknung vorbereitete Braugetreide? |
| Hopfen | Welche Pflanze liefert typische Bitter- und Aromastoffe für Bier? |
| Würze | Wie heißt die zuckerhaltige Flüssigkeit vor der Vergärung? |
| Gärung | Wie heißt der Prozess bei dem Hefe Zucker umwandelt? |
| Hygiene | Welcher Sammelbegriff umfasst Maßnahmen zur Vermeidung unerwünschter Verunreinigungen? |
| Organigramm | Wie heißt die schematische Darstellung von Stellen und Hierarchien? |
LearningApps
Suche weitere interaktive Übungen zu Beruf, Betrieb und Produkten. Prüfe die gefundenen Angebote auf Fachrichtigkeit, Aktualität und Urheberhinweise; Suchtreffer sind keine kuratierten Prüfungsinhalte.
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Berufssteckbrief: Gestalte ein Blatt mit fünf typischen Tätigkeiten, zwei Arbeitsorten und einer Fortbildungsmöglichkeit; belege die Aussagen mit dem BIBB-Profil.
- Modellorganigramm: Zeichne für eine fiktive Brauerei mindestens fünf Funktionsbereiche und erkläre zwei Übergaben zwischen ihnen.
- Rohstoffkarten: Ordne Wasser, Getreide beziehungsweise Malz, Hopfen und Hefe ihrer Grundfunktion zu; verwende nur rechtlich unbedenkliche Bilder oder eigene Zeichnungen.
- Fachwortschatz: Schreibe sechs eigene verständliche Begriffserklärungen und übersetze drei Begriffe mit geprüftem Wörterbuch in eine Fremdsprache.
Standard
- Prozessposter: Erstelle eine mit Quellen belegte Prozesskette von Getreide bis Verpackung; markiere jeweils einen Prüfpunkt und einen Sicherheitsaspekt.
- Etikettenanalyse: Prüfe ein öffentlich zugängliches Musteretikett auf nachweisbare Produktinformationen und erforderliche Rechtsquellen; erfasse keine persönlichen oder vertraulichen Daten.
- Kurzpräsentation: Halte mit freigegebenen Medien vier Minuten Vortrag über ein fiktives Betriebsprofil und nutze mindestens drei englische Fachausdrücke.
- Ressourcenvergleich: Vergleiche digital unterstützte Informationskarten und Papierkarten anhand einer selbst offengelegten Modellrechnung; benenne mindestens zwei Umweltgrenzen.
Schwer
- Informationsstand entwickeln: Bearbeite den im Kurs beschriebenen vollständigen Modellauftrag mit Ablaufplan, 45 Karten, Mengenrechnung, Produktsteckbriefen und eigener Bewertung.
- Sicherheits-Planspiel: Analysiere ein fiktives Bild eines Gärkellers, markiere mindestens fünf Gefährdungen und entwerfe sichere Rückfragen an die verantwortliche Fachperson ohne Anlagen zu bedienen.
- Medienfreigabe prüfen: Prüfe fünf selbst gewählte Medien anhand von Fundstelle, Urheber, Lizenz, dargestellten Personen und Publikationsfreigabe und erstelle eine Ampelliste.
- Behauptungen überprüfen: Untersuche drei unterschiedliche Aussagen zu Alkoholfreiheit, Reinheitsgebot und nachhaltiger Produktion; trenne überprüfte Fakten, rechtliche Geltung und Werbung in einem kurzen Bericht.


Lernkontrolle
- Auftragsanalyse: Erkläre anhand eines neu formulierten Informationsauftrags, welche fünf Rückfragen du vor der Präsentationsplanung stellst und warum.
- Faktenprüfung: Vergleiche eine Produktwerbung mit einem offiziellen Kennzeichnungstext und einem geprüften Produktblatt; dokumentiere zwei gesicherte und eine offene Aussage.
- Materialrechnung: Berechne für 27 Besucher mit 20 Prozent Reserve die nötigen A5-Karten, A4-Blätter bei zwei Karten je Blatt und die Kosten bei 0,15 Euro je Blatt; belege jeden Rundungsschritt.
- Feedbackübertragung: Formuliere aus einer unfreundlichen Kritik zwei fachliche, wertschätzende Hinweise und beschreibe eine überprüfbare Überarbeitung.
- Gefährdungsübertragung: Begründe, warum eine offene Tanktür keinen Beweis für sichere Atemluft liefert, und erläutere ausschließlich organisatorische Schritte bis zur zuständigen Freigabe.
- Zielkonflikt: Diskutiere an einem selbst erfundenen Brauereibeispiel Wasserverbrauch, Energie, Qualität, Hygiene und Kosten; nenne fehlende Messdaten und vertretbare Prioritäten.
- Publikationsentscheidung: Entscheide bei einer Liste aus Logo, Schulungsfoto, Besucherliste, freiem Commons-Bild und öffentlich freigegebenem Datenblatt begründet, was du in einer Präsentation nutzen würdest.
Lernnachweis
Der abschließende individuelle oder im Team nach Rollen dokumentierte Lernnachweis umfasst: (1) eine schriftliche Auftragsanalyse mit Zielgruppe und Freigabegrenzen, (2) ein fiktives Organigramm, (3) eine fachlich beschriftete Übersicht von Malz- und Bierherstellung, (4) drei geprüfte oder klar als Modelle bezeichnete Produktsteckbriefe, (5) eine sechsminütige Präsentation mit kurzer fremdsprachiger Passage, (6) eine vollständige Quellen- und Bildrechtsliste, (7) eine nachvollziehbare Mengenrechnung, (8) eine Risiko- und Nachhaltigkeitscheckliste sowie (9) den Bewertungsbogen mit Verbesserungsnachweis. Die Arbeit gilt als nachvollziehbar, wenn fremde Personen Rechenweg, Faktenbasis, Materialrechte und Sicherheitsgrenzen ohne Rückfrage überprüfen können.
Check zum Abschluss: Kannst du die Prozessschritte richtig benennen? Kannst du zwischen gesichertem Produktfakt und Werbung unterscheiden? Weißt du, wann eine Fachperson einzuschalten ist? Hast du keine realen personenbezogenen oder geheimen Daten übernommen? Hat dein Team kritische Rückmeldungen dokumentiert und eingearbeitet? Lehrkräfte und Ausbildende richten Umfang und Bewertung nach dem jeweiligen Unterricht, betrieblichen Ausbildungsplan, der zuständigen Kammer und den Landesregelungen aus; es wird keine amtliche Anerkennung oder Prüfungszulassung zugesagt.
OER und Wikipedia
Offene Fach- und Orientierungsmaterialien:
- KMK-Rahmenlehrplan Brauer und Mälzer, Lernfeld 1, PDF-Seite 10 – Primärquelle für die Kompetenzbeschreibung, nicht als übernommener Volltext.
- BIBB-Berufsprofil und Ausbildungsdaten und BrauMäAusbV vom 04.06.2021.
- BIBB-Umsetzungshilfe für die Ausbildungspraxis – Fachhinweise, eigene Nutzungsrechte vor Wiederverwendung prüfen.
- Bierverordnung, Biersteuergesetz, Zutatenverzeichnis für Bier nach § 3 LMIDV, Lebensmittelhygiene-Verordnung und Jugendschutzgesetz § 9 – jeweils konsolidierte Normtexte mit aktuellem Stand prüfen.
- Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit: Bier und Recht – fachliche Einordnung des teilweise fortgeltenden Vorläufigen Biergesetzes.
- BGN-Branchenleitfaden für sichere Brauereien – ergänzend aktuelle DGUV-/BGN-Vorgaben, Herstellerhinweise und betriebliche Gefährdungsbeurteilung nutzen.
- Verbraucherzentrale NRW: alkoholfrei und Restalkohol – Differenzierung von Produktbezeichnungen.
- Wikipedia: Brauer und Mälzer – allgemein zugänglicher Einstieg, durch Primärquellen zu prüfen.
Geprüfte Wikimedia-Commons-Abbildungen und Nutzungshinweise:
| Datei | Tatsächliche Commons-Dateiseite | Urheber | Auf der Dateiseite ausgewiesene Lizenz |
|---|---|---|---|
| File:Barley grains.jpg | Gerstenkörner | National Institute of Korean Language / 국립국어원 | CC BY-SA 2.0 KR |
| File:Humulus lupulus cones.jpg | Hopfendolden | Magdalena Šajinovićová | CC BY-SA 3.0 |
| File:Brewing process chart (no text).svg | Brauprozessgrafik | Amitchell125 | CC BY-SA 4.0 |
| File:Brewing Equipment DBC.jpg | Brautechnik | Fujiwara06 | CC BY-SA 3.0 |
| File:Brewing tanks in Tartu brewery.jpg | Gärbehälter | WanderingTrad | CC BY-SA 4.0 |
Die Abbildungen wurden mit unveränderten Dateinamen verlinkt. Bei Wiederverwendung sind Urheber, Fundstelle, konkrete Lizenz und gegebenenfalls eigene Änderungen anzugeben; Lizenzbedingungen gelten unabhängig vom Kursformat. Die zwei oben verlinkten deutschsprachigen Videos stammen von ARD alpha beziehungsweise der Bundesagentur für Arbeit; sie sind externe Angebote, keine hier als OER nachlizenzierten Dateien. Ihre Verfügbarkeit und Zugriffsbedingungen können sich ändern.
Wikipedia-Einbettung in deutscher Sprache:
Verknüpfte Lernbereiche
Die Darstellung verbindet betriebliche Organisation und duale Ausbildung mit Lebensmitteltechnologie, Biologie und Chemie, Recht und Verbraucherschutz, Arbeitssicherheit, Deutsch und Englisch, digitalen Medien, Mathematik sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung. Die folgenden Themen helfen dir bei der Vertiefung:
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