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Boote mit Rigg-Systemen ausrüsten und instand halten - Bootsbauer - LF 13 T

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Boote mit Rigg-Systemen ausrüsten und instand halten - Bootsbauer - LF 13 T

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Einleitung

Ein Segelboot kann nur dann sicher und leistungsfähig betrieben werden, wenn Mast, Rigg, Segel, Beschläge und die Verbindung zum Rumpf als zusammenwirkendes System geplant, montiert, eingestellt und geprüft werden. In diesem aiMOOC bearbeitest du einen realitätsnahen Werkstattauftrag der Fachrichtung Technik im Beruf Bootsbauer: vom Prüfen der Unterlagen über die Gefährdungsbeurteilung, Materialwahl und fachgerechte Montageplanung bis zum Masttrimm, zur Instandhaltung und zur dokumentierten Qualitätskontrolle. Fachrichtung Neu-, Aus- und Umbau wird nur zum Vergleich bei der Mast- und Deckkonstruktion berührt.

Zielgruppe und curricularer Hinweis: viertes Ausbildungsjahr, Monate 37–42; Lernfeld 13 T, Zeitrichtwert 80 Unterrichtsstunden. Die KMK-Übersicht auf Seite 8 ordnet 13 T dem 4. Jahr zu. Das Einzelblatt auf Seite 26 nennt dagegen 3. Ausbildungsjahr. Für diesen Kurs gilt die Zuordnung der Übersicht, übereinstimmend mit der Fachrichtungsübersicht in Nordrhein-Westfalen. Beachte für den konkreten Unterricht den geltenden Landeslehrplan und für betriebliche Tätigkeiten den Ausbildungsplan, die verantwortliche Fachkraft und die zuständige Kammer. Die Ausbildung dauert nach geltender Ausbildungsordnung 42 Monate. Dieser Kurs ersetzt weder eine Unterweisung noch eine Prüfung oder behördliche Zulassung.

Sicherheitsgrenze: Maststellen, Kranen, Arbeiten in der Höhe, das Entlasten tragender Wanten oder Stage, der Austausch belasteter Terminals und elektrisches Arbeiten dürfen ausschließlich von befugten Personen mit Gefährdungsbeurteilung, geeigneten Arbeitsmitteln, gesicherter Arbeitsstelle und wirksamer Rettungsplanung durchgeführt werden. Du darfst alle Arbeitsschritte an einem unbelasteten Tischmodell, anhand von Herstellerzeichnungen oder in einer digitalen Simulation gefahrlos üben. Es gibt keine Freigabe eines Bootes allein aufgrund dieses Lernkurses.


Arbeitsauftrag analysieren und Riggsystem verstehen


Bauteile und Funktionen

Als Rigg bezeichnen wir die tragende Struktur und die für den Segelbetrieb erforderliche Takelage. Stehendes Gut trägt den Mast: Wanten halten ihn hauptsächlich seitlich, Vorstag und gegebenenfalls Achterstag stabilisieren ihn in Längsrichtung. Salinge spreizen Wanten vom Mast ab und beeinflussen deren Winkel und den Kraftverlauf. Püttinge übertragen Zugkräfte in die tragende Bootsstruktur. Wantenspanner, Toggles und Terminals verbinden und justieren die Komponenten. Laufendes Gut umfasst etwa Fallen, Schoten, Reffleinen, Niederholer und Strecker; es dient zum Setzen und Bedienen der Segel. Bei einem fraktionierten Rigg greift das Vorstag unterhalb des Masttopps an, bei einem topgetakelten Rigg überwiegend am Topp. Deshalb kann die richtige Trimmfolge je nach Konstruktion deutlich abweichen.

Bildanalyse: Am funktionsfähigen Riggmodell des Internationalen Maritimen Museums Hamburg untersuchst du Mast, Baum, Segelbedienung und Beschläge. Welche Lastpfade führen zur Bootsstruktur?

Bildanalyse: Unterscheide an der Aufnahme stehendes Gut und laufendes Gut. Ein Fall, das ein Segel setzt, ist keine dauerhaft tragende Want.


Technische Unterlagen und Auftragsklärung

Ein vollständiger Werkstattauftrag erfordert Typ, Baujahr, Mast- und Riggfabrikat, Bauart, vorhandene Änderungen, Einsatzprofil, frühere Prüf- und Schadensberichte, Herstellerunterlagen, Freigabezuständigkeit und vereinbarte Leistungen. Für unbekannte Vorschäden reicht eine pauschale „Saisonkontrolle“ nicht. Lege fest, welche Stellen auf Deck und unter Deck zugänglich sind, ob ein Kran benötigt wird, welche Lasten abgestützt werden müssen und ob externe Riggfachkräfte hinzuzuziehen sind. Fertige einen anonymisierten Auftragsbogen mit Befund – Maßnahme – Verantwortliche – Prüfnachweis – Freigabe an.

Beispiel zur Abgrenzung: „Rollreffanlage läuft schwergängig“ ist eine Beobachtung, keine Diagnose. Mögliche Ursachen sind eine ungünstige Fallführung, verschmutzte Lager, fehlender Wirbel, Verkantung oder beschädigte Bauteile. Prüfe zuerst Unterlagen und äußere Merkmale; öffne oder entlaste kein tragendes System ohne sichere Arbeitsvorbereitung. Eine elektrische Mastleitung, eine Antenne oder ein Navigationslicht gehört nur dann zum Auftrag, wenn Schnittstellen zu LF 11 T und fachliche Zuständigkeiten geklärt sind.


Kräfte, Werkstoffe und Verbindungselemente beurteilen


Lastpfade, Kräfte und Momente

Windkräfte wirken über Segel, Mast und stehendes Gut auf Püttinge, Deck, Mastfuß und Rumpf. Eine Zugkraft belastet Want oder Stag längs seiner Achse; Druckkräfte wirken im Mast, Biegemomente entstehen durch exzentrische Kräfte. Für eine einfache Schulungsrechnung gilt: Moment = Kraft × senkrechter Hebelarm. Drückt bei einem unbelasteten Versuchsmodell eine Kraft von 120 N mit 0,25 m senkrechtem Hebelarm, ergibt sich 120 N × 0,25 m = 30 Nm. Bei verdoppeltem Hebelarm entsteht bei gleicher Kraft das doppelte Moment. Diese Rechnung erklärt den Einfluss der Geometrie, dimensioniert aber kein reales Rigg. Tatsächliche Riggkräfte sind zeitabhängig, verteilen sich über mehrere Bauteile und hängen von der Konstruktion ab.

Für die Vorspannung ist die dokumentierte Vorgabe des jeweiligen Mast- und Bootsherstellers maßgeblich. Eine allgemeine Prozentzahl der Drahtbruchlast ist keine universell zulässige Einstellung für jedes Rigg. Messe mit einem dafür geeigneten und kalibrierten Verfahren; protokolliere Messmethode, Gerät, Ausgangswert und etwaige Änderungen. Keine Probebelastung an einem unbekannten oder geschädigten Originalbauteil.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Beobachtungsauftrag: Erkenne das fraktionierte Rigg. Skizziere, an welchen Stellen Kräfte eingeleitet werden und warum Achterstag, Salingwinkel und Rumpfsteifigkeit beim Trimm zusammenhängen.


Draht, Rod, Fasern und Terminals

1×19-Edelstahldraht ist im Fahrtenyachtbereich verbreitet; Rod-Rigg besitzt massive Stäbe mit eigens zugelassenen Endverbindungen; synthetische Fasern können je nach System leicht und hochfest sein, verlangen aber eine andere Beurteilung von Kriechen, UV-Belastung, Scheuern, Temperatur und Endverbindungen. Draht, Rod und Faser sind nicht ohne erneute Auslegung austauschbar. Durchmesser, Festigkeitsklasse, Bruchlast, Biegeradien und Anschlagpunkte müssen als zusammenpassende Systemdaten vorliegen. Wähle Schraubterminals, Presshülsen oder andere Terminals ausschließlich nach Herstellerzulassung und montiere sie mit dem zugelassenen Werkzeug und Verfahren. Ein verformter Toggle oder ein Drahtbruch an der Presshülse ist ein Sperrbefund, kein Anlass zum „Nachziehen auf Verdacht“.

Materialvergleich als Entscheidungsmatrix: Vergleiche mindestens fünf Kriterien: zulässige Last, Ermüdung, Korrosions- beziehungsweise UV-Verhalten, Inspektionsmöglichkeit und Gesamtfolgekosten. Berücksichtige gebrauchte Komponenten nur mit gesicherter Herkunft und lückenloser Eignungsbewertung; sicherheitsrelevante Altteile dürfen nicht allein aus Kostengründen wiederverwendet werden. Nachhaltigkeit heißt hier lange sichere Nutzungsdauer statt riskanter Weiterverwendung.


Auf- und Abriggen, Maststellen und fachgerecht trimmen


Arbeitsvorbereitung und sichere Hebevorgänge

Erstelle vor dem Maststellen eine schriftliche Schrittfolge. Dazu gehören Arbeitserlaubnis, Wetter- und Umgebungsprüfung, Absperrung, verifizierte Massen und Schwerpunktlage, zugelassene Hebezeuge und Anschlagmittel mit geeigneter Tragfähigkeit, Einweiser, Kommunikationssignale, Schutz benachbarter Boote, elektrische Freischaltung und Notfallorganisation. Kran- und Anschlagarbeiten dürfen nur unter Leitung befugter Fachkräfte erfolgen; niemand hält sich unter schwebender Last auf. Kontrolliere auch den Mastfuß, die Maststütze, die Püttinge und Decksdurchführungen auf erkennbaren Verschleiß und Feuchtigkeit.

Beim Abriggen sind ein abgestützter Mast und ein kontrolliertes Entlastungskonzept erforderlich, bevor tragende Verbindungen geöffnet werden. Markiere Bauteile mit unpersönlichen Kennzeichnungen, fotografiere ausschließlich freigegebene Details und dokumentiere Teilelage und Zustand. Gewindepaarungen, Splinte und Sicherungen werden nach der spezifischen Montageanweisung behandelt; „universal passend“ ist kein Fachbegriff.


Mastfall, Querausrichtung und dynamischer Trimm

Mastfall bezeichnet die Neigung des Mastes in Längsrichtung; Mastbiegung seine elastische Form; Wantenvorspannung ist die vor dem Segeln eingebrachte Zugkraft. Beginne mit den Vorgaben für genau diesen Mast, diesen Rumpf und diesen Riggtyp. Beurteile im unbelasteten Zustand geometrische Symmetrie, Mastzentrierung, unbeschädigte Salingenden und sichere Terminals. Danach werden die vorgeschriebenen Mess- und Einstellschritte dokumentiert. Eine Beobachtung unter Segelbedingungen darf nur nach betrieblicher Freigabe und mit befugter Besatzung stattfinden; sie ist kein selbstständiger Schülerauftrag.

Typischer Fehler: Wer nur den masttopseitigen Abstand zum Relingsdraht vergleicht, kann eine ungeeignete Referenz verwenden. Nutze feste, reproduzierbare Bezugspunkte aus Herstellervorgaben. Weitere Fehler sind unterschiedliches Drehen paariger Wantenspanner ohne Protokoll, falscher Mastfall, fehlende Sicherungen und ein für die Riggart ungeeignetes Spannungsschema.

Fachvideo: YACHT tv – Folge 2 „Rigg und Segel für Langfahrt“ ist auf der Website der beteiligten Segler als deutschsprachiger Beitrag eingebettet. Du beobachtest dort Systemunterschiede und sammelst Fragen; der Film ersetzt keine Herstelleranleitung. Der direkte Videoabruf war für die Quellenprüfung technisch eingeschränkt.


Segel, Roll- und Reffanlagen sowie Leitungen ausrüsten


Vorsegel und Großsegel anschlagen

Beim Anschlagen wird das Segel mit geeigneten Schäkeln, Rutschern, Keder oder Lieken mit seinem Tragsystem verbunden; beim Abschlagen werden diese Verbindungen kontrolliert gelöst. Prüfe die Herstellerzuordnung und den Zustand von Fallen, Blöcken, Leitösen, Segellatten, Schäkeln und Sicherungen. Ein Reff verkleinert die wirksame Segelfläche; die Bedienfolge hängt von Roll-, Einleinen-, Zweileinen- oder anderen Systemen ab. Scharfe Kanten, verdrehte Leinen, unpassende Schäkel und unzureichend gesicherte Splinte können Segel beschädigen und Lastpfade beeinträchtigen.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Grafikauftrag: Unterscheide Fock und Genua anhand ihrer Überlappung; leite daraus nur allgemeine Anforderungen an Schotführung und Bedienraum ab, keine Stückliste ohne Bootsmaße.


Rollreffanlage, Beschläge und technische Anschlüsse

Eine Rollanlage wickelt das Vorsegel um ein Profil oder Stag; bei der Rollreffanlage ist die Anlage zur stufenweisen Verkleinerung der Segelfläche nach Herstellerkonzept geeignet. Prüfe Fallführung und gegebenenfalls Fallabweiser, Fallschlitten, Trommel, Lager, Profilstöße, Reffleine und Umlenkblöcke anhand der konkreten Systembeschreibung. Ungewöhnliche Reibung oder Schiefzug ist ein Anlass zum Stopp und Befund, nicht zur Erhöhung der Zugkraft mit einer Winsch. Hydraulische und elektrische Reffeinrichtungen benötigen zusätzlich geeignete Absicherung, Leitungsschutz, Freischaltmöglichkeit, Feuchteschutz und eine von Fachkräften durchgeführte Funktionsprüfung.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Fotoanalyse: Betrachte die Trommel einer Vorsegel-Rollanlage. Nenne mögliche Prüfstellen, ohne das Bauteil zu zerlegen.

Eine Mastleitung für Beleuchtung, Antennen oder Sensorik benötigt eine festgelegte Leitungstrasse, Schutz gegen Scheuern, geeignete Durchführungen, zugentlastete Anschlüsse und eine Prüfung nach den für das System anzuwendenden technischen Regeln. Leitungen dürfen weder in bewegliche Falle laufen noch tragende Teile unzulässig schwächen. Elektrische Schutzmaßnahmen sind vor Beginn der Arbeiten von einer dazu befugten Person festzulegen.


Instandhaltung, Korrosionsschutz und werterhaltende Lagerung


Inspektion und Befundbewertung

Eine Riggkontrolle umfasst mindestens Sichtung von Mastprofil, Salingwurzeln und -spitzen, Niet- und Schraubverbindungen, Püttingen, Decks- und Rumpfanschlüssen, Drahtenden, Rod-Köpfen beziehungsweise Faserverbindungen, Spannern, Terminals, Rollen, Fallen und bewegten Einrichtungen. Verfärbungen, punktförmige Korrosion, beschädigte Litzen, gequetschte Fasern, Risse, ungewöhnliche Geräusche oder festgehende Lager werden ortsgenau erfasst. Auch unsichtbare Schäden sind möglich: Eine unauffällige Oberfläche beweist keine ausreichende Festigkeit. Für ein beschädigtes tragendes Teil gilt bis zur fachlichen Klärung gesperrt.

Korrosion ist eine Reaktion des Werkstoffs mit seiner Umgebung. Bei Kontakt verschiedener Metalle in feuchter salzhaltiger Umgebung kann galvanische Korrosion begünstigt werden. Sinnvolle Prävention umfasst materialverträgliche Trenn- und Isolierelemente, geeignete Oberflächen, regelmäßige Süßwasserreinigung und funktionierende Entwässerung nach Herstellerangaben. Nicht jede sichtbare Braunfärbung ist harmloser Flugrost; insbesondere Spalt- oder Lochkorrosion an tragenden Edelstahlteilen kann sicherheitskritisch sein. Schleifen, Chemikalien oder Beschichten nur nach Gefährdungsbeurteilung und mit freigegebenem Verfahren.


Lagerung, Umwelt und digitale Dokumentation

Vor Einlagerung werden Segel und Tauwerk geeignet gereinigt und getrocknet; Masten und Profile erhalten gekennzeichnete Auflager, Schutz gegen punktuelle Lasten und kontrollierte Lagerbedingungen. Empfindliche Komponenten werden nach Material- und Herstellerhinweis vor UV-Strahlung, Knicken oder Feuchtigkeit geschützt. Vermeide Abflüsse von Reinigern, Schleifstaub oder Metallabrieb in Gewässer; trenne Reststoffe und ordne sie dem betrieblichen Entsorgungskonzept zu.

Digitale Prüfprotokolle enthalten Bauteil-ID, Zeichnungsstand, verwendete Bauteile, Messmittel, Befund, Prüfergebnis, Restmangel und Freigabevermerk; versioniere nachvollziehbar. In diesem Kurs verwendest du nur erfundene Kennnummern und Modellfotos ohne Personenbezug. Reale Kundennamen, Standorte, Motornummern und sensible Betriebsdaten gehören nicht in öffentliche Lernsysteme. Nachhaltigkeitsentscheidung: Repariere geeignete, freigegebene Baugruppen, aber ersetze nach Befund sicherheitskritische Teile mit erforderlicher Rückverfolgbarkeit.


Durchgearbeiteter Praxisfall mit Arbeitsplan und Bewertung


Ausgangsauftrag und Analyse

Fiktive Segelyacht „Modell A“: Länge 9,3 m; Aluminiummast 12,0 m; fraktioniertes Rigg; Rollreffanlage; Mast ist für die Inspektion bereits durch eine Fachfirma sicher abgelegt. Bei der Sichtung fallen ein gebrochener Draht am Terminal der Steuerbord-Unterwant, eine schwergängige Rolltrommel und eine beschädigte Großfall-Ummantelung auf. Kunden- und Schiffsdaten sind ausdrücklich erfunden. Auftragsziel: Schadensbefunde dokumentieren, geeignete Ersatzkomponenten anhand aktuell gültiger Systemunterlagen auswählen, eine sichere Instandsetzung planen, am Trainingsmodell demonstrieren und anschließend ein überprüfbares Protokoll zur betrieblichen Fachfreigabe vorbereiten. Es gibt keine praktische Lastfreigabe durch Lernende.

Erste Entscheidung: Das stehende Gut bleibt gesperrt. Die Fachkraft klärt, ob Hersteller oder Riggfachbetrieb den Austausch einzelner Komponenten oder eines zusammengehörigen Satzes verlangt. Ohne diese Klärung wird weder ein neues Terminal verpresst noch der Mast gestellt. Auch die Ursache des Trommelwiderstands bleibt zunächst offen; geprüft werden Modellkennzeichnung, Führung, Lager, Profil und Fallweg.


Material- und Rechenbeispiel

Für eine didaktische Längenplanung des neuen Großfalls wird ein Laufweg angesetzt: 12,0 m aufwärts + 12,0 m abwärts + 3,0 m Umlenkung zum Cockpit + 2,0 m Bedienreserve = 29,0 m. Eine angenommene Planungsreserve von 10 % ergibt 29,0 m × 1,10 = 31,9 m; für die Anfrage sind rund 32,0 m zu kalkulieren. Das ist kein verbindliches Bestellmaß: Rückführung, Spleiß- oder Knotenverbindung, Reffsystem, Blocklage, tatsächliche Mastgeometrie sowie Vorgaben von Hersteller und Tauwerkhersteller müssen am konkreten Boot kontrolliert werden. Dokumentiere jede Annahme.

Die Materialliste enthält zunächst keine erfundene Drahtdimension: Stattdessen werden die Platzhalter „Wantensatz nach Identifikation und Herstellerfreigabe“, „passender Terminal-/Sicherungssatz“, „Rollanlage-Servicekomponenten nach Befund“, „Großfall nach definierter Festigkeit und Wegführung“ und „Dokumentationsmittel“ geführt. Wirtschaftlichkeitsvergleich: Eine Weiterverwendung eines gebrochenen tragenden Bauteils scheidet aus; Einsparpotenzial liegt in guter Planung, Wiederverwendung nachweislich intakter nichttragender Teile und vermiedenen Fehlbestellungen.


Arbeitsplan mit Prüfpunkten

Phase Arbeitsschritt Zuständigkeit und Sicherheitsgrenze Abnahmebeleg
1 – Klären Riggtyp, Zeichnungsstand, Serien-/Teilekennzeichen und Arbeitsumfang aufnehmen Fachkraft bestätigt Arbeitsfreigabe und Datenlage Anonymisierter Auftragsbogen
2 – Sichern Gefährdungsbeurteilung, Sperrkennzeichnung, abgelegten Mast und Rettungswege prüfen Aufsicht; kein Heben oder Entlasten durch Lernende Freigegebene Gefährdungsbeurteilung
3 – Befunden Drahtbruch, Terminal, Pütting, Mast, Trommel, Fall und Leitungen systematisch inspizieren Nur unbelastete Besichtigung; Messungen mit geeigneten Geräten Schadensskizze und Fotoliste
4 – Entscheiden Herstellervorgaben, Lieferteile, Kompatibilität, Entsorgung und Kostenvergleich dokumentieren Fachkraft/Riggfachbetrieb entscheidet über tragende Teile Material- und Entscheidungsblatt
5 – Vorführen Montagefolge, Sicherung und Leinenweg am ungefährlichen Riggtischmodell demonstrieren Ausbildungsaufsicht; keine Arbeiten an tragenden Originalteilen Modellprotokoll und Checkliste
6 – Fachmontage Reale Bauteile nur durch befugte Kräfte nach Herstellervorgabe montieren und sichern Kein Eigenversuch am Terminal, Mast oder Kran Montage- und Materialnachweis
7 – Prüfen Prüfpunkte für Rollfunktion, Seilführung, Beschläge, Sicherungen und Rigggeometrie festlegen Freigabeprüfungen am Original durch qualifizierte Fachkräfte Ausgefülltes Prüfprotokoll
8 – Abschließen Restmängel, Wartungstermine, Lagerungshinweise und Datenminimierung festhalten Verantwortliche Person entscheidet über Betriebsfreigabe Signierter Entscheidungsbogen


Prüfprotokoll und bewertbares Arbeitsergebnis

Prüfmuster für den Modellauftrag:

Prüfkriterium Soll und Nachweis Ergebnis im Lehrfall
Identität und Unterlagen Rigg-/Bauteilnummern anonymisiert; zugeordnete Herstellerdokumente vorhanden Teilweise; Unterwant-Dimension noch zu bestätigen
Schadensbewertung Sichtbarer Drahtbruch vollständig erfasst; sicherheitskritische Baugruppe gesperrt Erfüllt; Original weiter gesperrt
Materialauswahl Systemkompatibilität und freigegebene Ersatzteile nachgewiesen Offen bis Herstellerbestätigung
Fall-Längenrechnung Additionsweg und 10-%-Planungszuschlag prüfbar 29,0 m + 2,9 m = 31,9 m; Planungswert rund 32 m
Rollanlage Lager, Fallwinkel, Profil und Sicherung nach spezifischer Anleitung geprüft Befund offen; keine Gewaltanwendung
Modellfunktion Trainingsfall läuft in vorgesehener Führung und ohne künstlich erzeugte Klemmstelle Erfüllt am unbelasteten Modell
Originalfreigabe Montage-, Funktions-, Belastungs- und Trimmprüfungen fachkundig abgeschlossen Nicht erteilt; offene Mängel

Bewertungsraster (100 Punkte): Auftragsanalyse und Datenlage 15 Punkte; Gefährdungsbeurteilung und sichere Grenzen 20; technische Begründung und Material-/Rechenblatt 15; nachvollziehbarer Modell-Arbeitsplan 20; Prüfkriterien, Messnachweise und Mängelentscheidung 20; datensparsame Dokumentation, Nachhaltigkeit und Reflexion 10. Eine korrekte Sperrentscheidung ist ein positives fachliches Ergebnis und darf nicht als gescheiterte Reparatur gewertet werden. Sicherheitskriterium: Bei einer vorgeschlagenen gefährlichen Eigenhandlung ohne Befugnis ist der praktische Nachweis unabhängig von der Punktzahl nicht bestanden; stattdessen wird die sichere Modellalternative bearbeitet.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Prüfe dein Wissen

Die Aufgaben werten deine Auswahl im vorgesehenen Lernsystem aus. Beurteile jeweils die sicherste fachlich begründete Lösung. Falsche Entscheidungen sind ein Anlass, die passende Fachstelle erneut zu lesen; offene Schadensfragen dürfen nicht durch Raten in eine Montagefreigabe übergehen.

Welche Funktion übernehmen Wanten überwiegend? (Sie stabilisieren den Mast seitlich und leiten Kräfte in die Bootsstruktur) (!Sie treiben den Propeller bei Flaute direkt an) (!Sie speichern Energie für den Bordakku) (!Sie ersetzen die Großschot als Bedienleine)




Was ist beim Fund gebrochener Litzen an einem tragenden Terminal richtig? (Den Bereich sperren und Ersatzentscheidung durch die zuständige Fachkraft veranlassen) (!Den Draht mit Klebeband umwickeln und weitersegeln) (!Die Spannung erhöhen bis keine Litze mehr sichtbar ist) (!Die Litzen kürzen und den vorhandenen Draht weiterverwenden)




Wozu dienen Salinge am modernen Rigg? (Sie verändern den Verlauf der Wanten und damit die Abstützgeometrie) (!Sie dienen ausschließlich zum Befestigen der Hafenflagge) (!Sie ersetzen generell sämtliche Stage) (!Sie sind nur für die elektrische Mastbeleuchtung vorgesehen)




Welches Ergebnis liefert eine Modellkraft von 120 N bei 0,25 m senkrechtem Hebelarm? (Ein Moment von 30 Nm) (!Ein Moment von 3 Nm) (!Eine Zugkraft von 480 N) (!Eine Leistung von 30 Watt)




Was bestimmt die zulässige Wantenspannung an einem konkreten Boot? (Die passenden Herstellerangaben und die freigegebene riggspezifische Messmethode) (!Der Mittelwert beliebiger Internetforen) (!Immer dieselbe Zahl für alle Riggs) (!Die gewünschte Lautstärke beim Anschlagen an den Draht)




Welche Aussage über Draht und Faserrigg ist fachlich richtig? (Ein Wechsel des Werkstoffs erfordert eine passende Systemauslegung samt Anschlüssen) (!Jede Faserkonstruktion kann Draht ohne Prüfung ersetzen) (!Bei Faserriggs sind UV und Scheuern bedeutungslos) (!Die Verbindungselemente sind grundsätzlich beliebig austauschbar)




Wie reagierst du auf eine unerwartet schwergängige Rollreffanlage? (Bedienversuch abbrechen und die Ursache anhand passender Unterlagen eingrenzen) (!Mit der größten verfügbaren Winsch weiterziehen) (!Tragendes Vorstag spontan lösen) (!Fallführung und Lager grundsätzlich ignorieren)




Warum ist ein Pütting sicherheitsrelevant? (Es überträgt die Kräfte der Wanten in tragende Teile von Deck und Rumpf) (!Es sorgt ausschließlich für die Farbe des Segels) (!Es ist ein Bauteil nur zur Wasseraufbereitung) (!Es macht die Maststütze in jedem Boot überflüssig)




Welche Daten gehören in einen fachlichen digitalen Prüfbericht? (Bauteilkennung Messmethode Befund Prüfergebnis Restmangel und Freigabestatus) (!Private Passwörter und vollständige Schülerlisten) (!Nur ein Bild ohne Datum und ohne Bauteilbezug) (!Unbelegte Vermutungen als bestätigte Messwerte)




Was ist nach dem Praxisfall bei offenem Schaden am stehenden Gut zulässig? (Den Modellauftrag abschließen und die Freigabe des Originalriggs verweigern) (!Das Original allein aufgrund der bestandenen Theorieprüfung freigeben) (!Eine Probefahrt ohne Fachaufsicht anordnen) (!Das Prüfprotokoll ohne Hinweis auf Restmängel abschließen)





Memory

Ordne Fachbegriffe jeweils ihrer technischen Bedeutung zu. Wiederhole vor der Auswertung den Unterschied zwischen tragender Verbindung, Bedienelement und Prüfdokument.

Vorstag Längsabstützung des Mastes zum Bug
Wantenspanner Justierbares Bauteil für die Vorspannung einer Want
Pütting Lastübertragender Anschlagpunkt an Deck oder Rumpf
Saling Seitlicher Abstandhalter zur Führung von Wanten
Großfall Leine zum Setzen des Großsegels
Rolltrommel Einrichtung zum Aufwickeln der Rollleine





Drag-and-drop

Ordne fünf Arbeitsschritte einem jeweils passenden Ergebnis oder Dokument zu.

Ordne den Arbeitsschritt zu. Passender Nachweis
Auftrag klären Freigegebene Bauteil- und Systemdaten
Gefährdung beurteilen Maßnahmen gegen Absturz und schwebende Lasten
Schaden aufnehmen Ortsbezogenes Befundprotokoll
Modellfunktion testen Dokumentierter Leinenlauf ohne Klemmstelle
Freigabe entscheiden Vermerk über Restmängel und Verantwortlichkeit





Kreuzwort

Finde zu jeder Umschreibung genau einen fachlichen Begriff.

Vorstag Tragendes Stag von der vorderen Mastanbindung in Richtung Bug
Saling Seitliches Auslegerbauteil zur günstigen Führung einer Want
Terminal Endstück zur definierten Verbindung eines Zugglieds
Fall Leine zum Setzen eines Segels
Pütting Beschlag zur Einleitung einer Wantenzugkraft in die Struktur
Korrosion Werkstoffschädigung infolge chemischer oder elektrochemischer Reaktion





LearningApps

Nutze die externe thematische LearningApps-Suche als zusätzliche Übungsquelle und prüfe vor Verwendung die fachliche Richtigkeit jedes gefundenen Angebots. Es wird kein bestimmtes fremdes App-Ergebnis als geprüft oder verbindlich ausgewiesen.


Lückentext

Ergänze die Begriffe aus den Fachkapiteln. Pro Satz ist jeweils nur eine Lücke auszufüllen.

Ergänze die technischen Begriffe.
Die seitliche Mastabstützung übernehmen vor allem die

.
Das Stag in Richtung Bug heißt

.
Die seitlichen Abstandhalter des Mastes heißen

.
Ein Zugglied wird über ein geeignetes

mit einem Gegenbauteil verbunden.
Ein Segel wird mit einem

gesetzt.
Der Schotverlauf ist Teil des

Guts.
Vor gefährlichen Arbeiten erstellt die verantwortliche Person eine

.
Ein sichtbarer Drahtbruch ist zunächst ein

.
Die Werkstoffschädigung durch elektrochemische Vorgänge heißt

.
Den dokumentierten Abschluss einer Prüfung bildet das

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Bauteilekarte: Fertige für ein unbelastetes Riggmodell eine beschriftete Skizze mit sechs Bauteilen an und erkläre zu jedem eine Funktion; überprüfe dich anhand eines technischen Bildes.
  2. Leinenwege: Zeichne den Weg eines Großfalls am Tischmodell und kennzeichne mögliche Scheuer- und Klemmstellen; gib eine Verbesserung an.
  3. Schadensmerkmale: Vergleiche drei frei zugängliche Beispielbilder von Korrosion, verschlissenem Tauwerk und intaktem Material und formuliere, wann die Benutzung gesperrt bleibt.
  4. Sicherheitscheck: Erstelle eine Liste mit acht notwendigen Informationen vor einem Maststellauftrag; ordne jeden Punkt einer verantwortlichen Rolle zu.


Standard

  1. Auftragsanalyse: Formuliere einen anonymisierten Auftrag mit Beschwerde, Systemangaben, Rückfragen und zwei möglichen Ursachen einer schwergängigen Rollanlage.
  2. Trimmvergleich: Vergleiche für ein Topprigg und ein fraktioniertes Rigg die Bedeutung von Mastfall, Salingwinkel und Vorstagspannung anhand von Herstellerunterlagen; nenne zwei Grenzen eines pauschalen Trimmrezepts.
  3. Materialplanung: Rechne die Länge eines Falls mit vier Weganteilen und frei deklariertem Reservefaktor; prüfe die Annahmen durch eine maßstäbliche Zeichnung.
  4. Prüfprotokoll: Entwickle sechs beobachtbare Prüfpunkte für ein unbelastetes Riggtischmodell und formuliere zu jedem eine dokumentierbare Gut-/Sperrentscheidung.


Schwer

  1. Instandsetzungskonzept: Erarbeite für einen simulierten Terminalschaden zwei professionelle Handlungsoptionen, ihre technischen Voraussetzungen und die sichere Entscheidung über Ersatz oder Sperrung.
  2. Fehlerbaum: Erstelle ein Ursache-Wirkungs-Diagramm für eine Rollanlage mit erhöhtem Bedienwiderstand und unterscheide nichtinvasive Kontrolle, Fachdiagnose und untersagte Eigenhandlung.
  3. Lebenszyklusvergleich: Bewerte zwei geeignete und freigegebene Materialoptionen nach Festigkeit, Ermüdung, Umweltwirkung, Wartbarkeit, Dokumentation und Kosten über mehrere Jahre.
  4. Kundenübergabe: Bereite eine drei Minuten lange Videodemonstration am unbelasteten Modell samt Arbeitsplan, Sicherheitsentscheidung und Prüfprotokoll vor; verwende ausschließlich erfundene Auftragsdaten.




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Lernkontrolle

Prüfe deine Antworten mit dem Arbeitsplan, mit den freigegebenen Herstellerunterlagen und mit den vorangestellten Sicherheitsgrenzen. Die Begründung zählt mehr als eine bloße Fachwortnennung. Stelle offene Punkte zur fachlichen Rückmeldung bereit, statt ungesicherte Lösungen als richtig auszugeben.

  1. Systemverständnis: Erläutere an einer Skizze, wie eine Windlast über Mast, Wanten, Püttinge und Rumpf abgetragen wird und an welchen Stellen Prüfungen kritisch sind.
  2. Fehlersuche: Ordne die Meldung „Rollreffanlage blockiert“ mindestens vier Ursachen und jeweils einem sicheren nächsten Diagnoseschritt zu.
  3. Rechenkontrolle: Rechne den Hebelarm bei 120 N und 30 Nm rückwärts aus; erkläre, warum das nicht genügt, um einen Mast zu dimensionieren.
  4. Arbeitsorganisation: Beurteile eine Planung, bei der ein Auszubildender allein mit einem Bootsmannstuhl eine geschädigte Want lösen soll; entwerfe eine sichere Modellalternative.
  5. Qualitätsentscheidung: Erstelle aus dem Praxisfall einen vollständigen Sperr- und Mängelbericht, in dem kein offener Punkt als erledigt gilt.
  6. Transfer: Begründe, warum ein teurerer systemkompatibler Ersatz wirtschaftlicher und nachhaltiger sein kann als eine nicht nachgewiesene Billiglösung.




Lernnachweis

Abzugeben: (1) anonymisierter Auftragsbogen; (2) Riggskizze samt Lastpfad; (3) Gefährdungsbeurteilung einschließlich Rollen- und Rettungskonzept für den rein geplanten Originalauftrag; (4) Materialentscheidung mit Herstellerbelegen und vollständiger Fall-Längenrechnung; (5) Ablaufkarte einer ungefährlichen Modellmontage; (6) ausgefülltes Prüfprotokoll mit Restmängeln und einer ausdrücklich dokumentierten Nichtfreigabe oder fachkundigen Freigabeentscheidung; (7) kurze Reflexion zu Ressourcen, Datenschutz und digitaler Rückverfolgbarkeit.

Beurteilung: Wende das 100-Punkte-Raster aus Kapitel 6 an. Jeder Nachweis muss erkennen lassen, was du selbst beobachtet, berechnet, angenommen oder aus einer Quelle übernommen hast. Bei Quellenkonflikten kennzeichne den offenen Klärungsbedarf. Die theoretische und modellhafte Arbeit ist ein Kompetenznachweis, kein Auftrag zur eigenständigen Instandsetzung an einem realen Boot. Bestehen und Zulassung zu Berufsabschlussprüfungen richten sich ausschließlich nach den einschlägigen Regeln und den zuständigen Stellen.




OER und Wikipedia

Geprüfte fachliche Ausgangsquellen (Zugriff Oktober 2026):

  1. KMK-Rahmenlehrplan Bootsbauer/Bootsbauerin, Beschluss 25.03.2011: Lernfeldübersicht Seite 8 und Einzelblatt Seite 26; die widersprüchliche Jahresangabe wird transparent behandelt.
  2. BIBB-Berufsprofil Bootsbauer Fachrichtung Technik: 42 Monate und berufliche Tätigkeiten.
  3. Ausbildungsordnung Bootsbauer/Bootsbauerin: insbesondere Fachrichtung Technik und integrative Berufsbildpositionen, verbindlichen Gesetzestext im Original prüfen.
  4. Landesbeispiel NRW: 13 T im vierten Ausbildungsjahr, 80 Stunden; im eigenen Bundesland den gültigen Landeslehrplan prüfen.
  5. DGUV Regel 112-198, Stand 09/2019: Auswahl und Benutzung von persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz.
  6. DGUV Regel 112-199, Stand 07/2022: Rettungsplanung und -ausrüstung.
  7. DGUV-Regelwerksübersicht: Ausgabenstand und gegebenenfalls neuere Regeln vor Arbeitsbeginn abgleichen; bei Arbeiten über Wasser auch Anforderungen zum Schutz vor Ertrinken prüfen.
  8. Fachbeitrag zu Riggtypen, Sören Matthiessen 2023: technische Orientierung, keine Freigabe für das konkrete Boot.
  9. Foto-Fachbeitrag von Riggtechniker Hauke Meyer 2018: illustriert Wartungszusammenhänge, ersetzt keine aktuelle anlagenspezifische Montageanleitung.
  10. Fachbeitrag zur Riggvorspannung 2026: ein mögliches Messprinzip; nur innerhalb der freigegebenen Systemvorgaben nutzen.
  11. Seldén-Herstellerunterlagen zum Riggen und Trimmen: herstellerspezifischer Hintergrund; Version und Geltungsbereich mit dem tatsächlich verbauten System abgleichen.

Deutschsprachiger Überblick (Wikipedia dient zur Begriffsklärung, nicht als Nachweis der Eignung sicherheitskritischer Komponenten):

Bildnachweise und Nutzungsrechte – Dateiseiten samt Urheber und Lizenz wurden geprüft; die Dateien sind unverändert eingebunden:

Im Kurs verwendete Datei Geprüfte Originaldatei Urheber Lizenz und Nachweis
File:Rigging model.JPG Wikimedia Commons PaterMcFly CC BY 3.0
File:Rigging, sailing.jpg Wikimedia Commons Batintherain Gemeinfrei gemäß Urheberfreigabe auf der Dateiseite
File:Sloop under full sail, close reaching, showing its fractional rig.jpg Wikimedia Commons Stefan Ivanovich CC BY-SA 3.0
File:Jib vs genoa.jpg Wikimedia Commons Fluzwup Gemeinfrei gemäß Urheberfreigabe auf der Dateiseite
File:Genoa rollerfurler.jpg Wikimedia Commons Robert Neff CC BY 2.0

Video- und Rechtehinweis: YACHT tv: Rigg und Segel für Langfahrt – deutschsprachige Folge 2, auf der Website der beteiligten Segler zugeordnet und eingebettet; Anbieter YACHT tv. Video ist nicht als OER lizenziert und darf nicht kopiert oder neu veröffentlicht werden. Der direkte YouTube-Abruf konnte bei der Recherche nicht unabhängig geprüft werden; die Funktionsfähigkeit der Einbettung ist gegebenenfalls vor dem Unterricht zu kontrollieren. Ein zweites Video wird bewusst nicht durch einen ungesicherten Link ersetzt. Die Fachbilder werden nach ihren eigenen Lizenzen genutzt.

Quellenkompetenz: Übertrage weder urheberrechtlich geschützte Normtexte noch ungeprüfte historische Montagewerte in eine Arbeitsanweisung. Für konkrete Komponenten gelten die aktuell zutreffenden Herstellerunterlagen, betrieblichen Vorgaben sowie aktuellen Rechts- und DGUV-Regelwerke. OER-Teile dieses Kurses können unter ihren jeweils ausgewiesenen Rechten weitergenutzt werden; die externen Inhalte besitzen getrennte Rechte.



Verknüpfte Lernbereiche

Bootsbau – Rigg und sicherer Arbeitsauftrag

  1. Takelage – Grundbegriffe, stehendes und laufendes Gut
  2. Technische Mechanik – Zugkräfte, Momente und Lastpfade
  3. Werkstoffkunde – Draht, Rod, Fasern und Korrosion
  4. Masttrimm – Mastfall, Biegung, Vorspannung
  5. Segeltrimm – Wechselwirkung zwischen Mast und Segel
  6. Arbeitsschutz – Kranbetrieb, Absturz, Rettung und Arbeitsfreigabe
  7. Elektrotechnik – Mastleitungen und Schutzmaßnahmen
  8. Qualitätssicherung – Prüfkriterien, Sperrentscheidung und Protokoll
  9. Nachhaltigkeit – Materialwahl, Pflege, Wiederverwendung
  10. Datenschutz – Auftragsdaten und digitale Nachweise


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Projektvorschläge: Entwickle im Lernteam (1) ein bebildertes Riggtischmodell mit sicheren Kraftpfeilen, (2) ein anonymes digitales Wartungsprotokoll mit Sperrstatus und Versionshistorie, (3) ein Vergleichsplakat zu Draht-, Rod- und Faserrigg mit belegten Herstellerangaben und (4) eine datensparsame Checkliste zur umweltverträglichen Winterlagerung. Veröffentlichungen dürfen nur eigene oder lizenzkonforme Inhalte zeigen und keine personenbezogenen Betriebsdaten enthalten.



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