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Herstellen von Durchdringungen und Fugen - Bauwerksabdichter - 3. Ausbildungsjahr - LB3-5

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Herstellen von Durchdringungen und Fugen - Bauwerksabdichter - 3. Ausbildungsjahr - LB3-5

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Einleitung

Eine Kellerwand kann auf der Fläche sorgfältig abgedichtet sein und trotzdem an einem einzigen Rohranschluss Wasser durchlassen. Ebenso kann eine zunächst dichte Fuge durch Bauteilbewegungen versagen. In diesem aiMOOC lernst du, solche Details als zusammenhängende Konstruktion zu planen, fachlich zu begründen, unter befugter Aufsicht auszuführen und nachvollziehbar zu prüfen.

Du arbeitest auf dem Niveau des dritten Ausbildungsjahres im Beruf Bauwerksabdichter. Vorausgesetzt werden Grundkenntnisse zu Bauwerksabdichtung, Baustoffen, Untergründen, technischem Zeichnen und Arbeitsschutz. Am Ende bearbeitest du einen vollständigen Modellauftrag mit zwei Durchdringungen und einer Bewegungsfuge. Du legst Planung, Mengenrechnung, Arbeitsplan, Prüfung und Übergabe in einer digitalen Auftragsmappe vor.

Einordnung: „LB3-5“ und die Jahreszuordnung sind hier eine redaktionelle Bündelung. Sie ersetzen weder den betrieblichen Ausbildungsplan noch den geltenden Landeslehrplan. Das BIBB-Berufsprofil nennt 36 Monate Ausbildungsdauer, den Zuständigkeitsbereich Industrie und Handel und die Verordnung vom 24.04.1997. Kläre die konkrete Zuordnung mit Ausbildungsbetrieb, Berufsschule und zuständiger Kammer. Dieser Kurs verleiht keine amtliche Anerkennung oder Prüfungszulassung.

Sicher lernen: Gefährliche Arbeiten, insbesondere Bohren, Schleifen, Schweißen, Heißarbeiten und das Verarbeiten von Reaktionsharzen, erfolgen ausschließlich im freigegebenen Ausbildungsrahmen unter befugter fachkundiger Aufsicht. Für eigenständiges Lernen nutzt du Papier, ungefährliche trockene Modelle oder eine Zeichnungssimulation. Sämtliche Auftragsdaten dieses Kurses sind erfunden.


Auftrag, Ausbildungsbezug und Regelwerke klären


Vom Auftrag zu prüfbaren Anforderungen

Eine Durchdringung liegt vor, wenn ein Rohr, Kabel, Ablauf oder Befestigungsteil durch die Abdichtungsebene geführt wird. Eine Fuge ist eine Trenn- oder Anschlussstelle zwischen Bauteilen. Entscheidend ist, ob dort Bewegung zu erwarten ist und wie Wasser auf das Detail einwirkt. „Dicht machen“ ist deshalb noch kein ausreichender Arbeitsauftrag.

Du benötigst einen freigegebenen Detailplan mit Bauteilaufbau, Abdichtungsebene, Wasserbeanspruchung, Abmessungen, Materialien und Bewegungsannahmen. Hinzu kommen Montageanleitung, Verwendbarkeits- beziehungsweise Anwendbarkeitsnachweise, Prüfplan und Zuständigkeiten. Ein Herstellernachweis gilt für seinen beschriebenen Anwendungsbereich, nicht automatisch für jede ähnliche Baustelle.

Auftragsfrage Warum sie wichtig ist Nachweis im Auftrag
Wo liegt die wasserbeanspruchte Seite? Sie bestimmt Lage und Belastung der Dichtung. Schnittzeichnung mit Wasserpfeil und Bemessungswasserstand
Welche Dichtebenen werden unterbrochen? Rohrzwischenraum, Wand und Flächenabdichtung können unterschiedliche Wasserwege bilden. Kennzeichnung jedes Anschlusses
Welche Bewegungen treten auf? Öffnen, Schließen und Versatz beanspruchen die Konstruktion verschieden. Planerisch festgelegte Richtungen und Beträge
Sind Einbau und spätere Kontrolle möglich? Ein zu enges Detail verhindert Reinigung, Werkzeugzugang und Prüfung. Bemaßte Anordnung und Montagefreiraum
Wer entscheidet bei Abweichungen? Ein ungeeigneter Untergrund oder eine Planlücke darf nicht verdeckt werden. Benannte verantwortliche Funktion und dokumentierter Klärweg

Die vollständige berufliche Handlung besteht aus Informieren, Planen, Entscheiden, Ausführen, Kontrollieren und Bewerten. Du begründest beispielsweise nicht nur die Wahl einer Manschette, sondern auch deren Verbindung zur Fläche und die Möglichkeit, den Anschluss später zu prüfen.


Kompetenzen dieses Lernbereichs

Der Ausbildungsrahmenplan, Anlage zu § 6 BauwAbdAusbV nennt unter anderem Untergrund- und Klimaprüfungen, Durchdringungen und Telleranker, Schutz- und Trennschichten, Bewegungsfugen mit lotrechten, waagerechten und kombinierten Bewegungen sowie Verbindungen zwischen bestehenden und neuen Abdichtungen. Auch Dachdurchdringungen, Dachabläufe und Dachbewegungsfugen sind enthalten. Der im BIBB-Profil verlinkte KMK-Rahmenlehrplan dient dem schulischen Abgleich; aus seinem Alter folgt keine Freigabe historischer Ausführungsdetails.

Kompetenz Dein konkretes Arbeitsergebnis
Auftrag und Schnittstellen analysieren Detailregister mit offenen Fragen an Planung und andere Gewerke
Untergrund, Baustoffe und Klima beurteilen Befundbogen mit begründeter Freigabe oder Sperre
Abdichtungssystem und Verbindung auswählen Systemvergleich mit Wasser- und Bewegungsnachweis
Mengen, Zuschnitte und Ablauf planen Aufmaß, nachvollziehbare Rechnung und Arbeitsplan
Durchdringungen und Fugen herstellen Freigegebenes Ausbildungsmodell oder beaufsichtigtes Detail mit Zwischenkontrollen
Qualität sichern und Schäden bearbeiten Soll-Ist-Protokoll, Mangelbeschreibung und begründeter Reparaturvorschlag
Sicher, ressourcenschonend und digital arbeiten Gefährdungsbetrachtung, Reststoffkonzept und datensparsame Dokumentation


Aktueller Normenstand und Grenzen der Quellen

Recherchestand: 22.10.2026. Die öffentlich zugänglichen DIN-Metadaten bestätigen die folgenden Ausgaben. Die vollständigen kostenpflichtigen Normtexte wurden nicht eingesehen und werden hier nicht nachgedruckt. Konkrete Grenzwerte, Anschlussmaße, Systemzulässigkeit und vertragliche Anforderungen musst du vor einer realen Ausführung anhand der zugänglichen Originalregelwerke und des freigegebenen Detailplans prüfen.

Quelle Im Kurs verwendete Funktion
DIN 18533-1:2026-06 Anforderungen sowie Planungs- und Ausführungsgrundsätze für Abdichtungen erdberührter Bauteile
DIN 18533-2:2026-06 Ergänzende Regeln für bahnenförmige Abdichtungen
DIN 18533-3:2026-06 Ergänzende Regeln für flüssig zu verarbeitende Abdichtungsstoffe
DIN 18531-1:2025-08 Abgrenzung zum Anwendungsbereich Dachabdichtung
DGUV Regel 101-038, Ausgabe 10/2020 Erläuterungen zur DGUV Vorschrift 38 „Bauarbeiten“; die beim Unfallversicherungsträger geltende Vorschrift beachten
GefStoffV § 6 und § 14 Gefahrstoffermittlung, Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung und Unterweisung

Eine WU-Betonkonstruktion ist gesondert mit ihrem WU-Konzept und ihren Detailnachweisen zu beurteilen. Du darfst Regeln für eine außenliegende Flächenabdichtung nicht ungeprüft auf eine „Weiße Wanne“ übertragen. Dasselbe gilt für Innenräume, befahrene Flächen und Behälter. DIN 18533 ist keine Universalnorm für jeden Einsatzort. Ein älteres Video oder Datenblatt kann ein Funktionsprinzip erklären; es ersetzt keine Prüfung des aktuellen Systems.


Wasserwege, Bewegungen und Untergründe verstehen


Dichtheit bedeutet geschlossene Wasserwege

Bei einer Rohrdurchführung können mindestens drei Verbindungen kritisch sein: Medienrohr zu Dichtung, Dichtung zu Futterrohr oder Bohrung sowie Einbauteil zu Wand beziehungsweise Flächenabdichtung. Ist nur der Ringraum dicht, kann Wasser außen am Futterrohr oder hinter einem mangelhaft angeschlossenen Flansch vorbeilaufen. Zeichne deshalb den möglichen Wasserweg vom Außenraum bis zur Innenseite durch. Jede Unterbrechung des Dichtverlaufs braucht eine geplante Lösung.

Adhäsion bezeichnet die Haftung an einer Oberfläche; Kohäsion den inneren Zusammenhalt eines Stoffes. Ein sauber abgelöster Dichtstoff kann auf ein Haftungsproblem hinweisen, ein Riss im Stoff auf eine andere Überbeanspruchung. Das Schadensbild allein beweist die Ursache jedoch nicht. Hinterläufigkeit bedeutet, dass Wasser hinter die Abdichtung gelangt und sich dort weiterbewegen kann. Der sichtbare Feuchtefleck muss deshalb nicht direkt neben der Eintrittsstelle liegen.

Zur Druckvorstellung genügt ein Rechenmodell: p = ρ × g × h. Mit ρ = 1.000 kg/m³, g = 9,81 m/s² und h = 2,00 m ergibt sich p = 19.620 Pa = 19,62 kPa ≈ 0,196 bar. Gemeint ist der hydrostatische Überdruck an einem Punkt 2 m unter dem Wasserspiegel. Dies ist weder ein Prüfdruck noch eine Einstufung in eine Wassereinwirkungsklasse. Strömung, Lastfälle und Bemessungswasserstand müssen gesondert geklärt werden.


Bewegungsrichtungen lesen

Eine Fuge kann sich öffnen und schließen, längs verschieben oder quer zur Oberfläche versetzen. Temperaturänderungen, Schwinden, Setzungen und unterschiedliche Bauteile erzeugen solche Bewegungen. Eine starre Überbrückung kann reißen; ein bewegliches Band braucht den dafür geplanten freien Bereich. Bei kombinierten Bewegungen reicht die Angabe „7 mm“ ohne Richtung und Bezug nicht.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Bildbetrachtung: Schematischer Querschnitt einer technischen Dehnfugenkonstruktion von Maurer Söhne. Suche die befestigten Bereiche und den verformbaren Bereich. Die Grafik veranschaulicht das Prinzip einer Bewegungsaufnahme; sie ist kein Kellerdetail und liefert keine übertragbaren Einbaumaße. Quelle und Lizenz stehen im Mediennachweis.

Für eine einfache Temperaturbetrachtung gilt ΔL = α × L × ΔT. Bei einem als Übungswert angenommenen α = 0,000012 je Kelvin, L = 8,00 m und ΔT = 50 K beträgt ΔL = 0,0048 m = 4,8 mm. Ob diese Längenänderung vollständig in einer bestimmten Fuge wirksam wird, hängt von Lagerung und Festpunkten ab. Du addierst deshalb nicht beliebig Bewegungen, sondern verwendest die planerisch festgelegten Bemessungswerte.


Untergrundprüfung und Klima

Du kontrollierst Maße, Ebenheit, Kanten, Poren, Lunker, Risse, Tragfähigkeit, Sauberkeit und die zulässige Feuchte. Lunker sind Hohlstellen im Beton; im Dichtbereich können sie Wasserwege bilden. Lose Schichten werden nicht durch eine dickere Abdichtung zuverlässig „mitgenommen“. Ein Primer ist eine auf Untergrund und Folgestoff abgestimmte Vorbehandlung; er ersetzt keine fehlende Tragfähigkeit.

Die Klimaprüfung umfasst Luft- und Untergrundtemperatur, Feuchte sowie gegebenenfalls den Taupunkt. Tauwasser kann eine scheinbar trockene Fläche mit einem schlecht erkennbaren Wasserfilm bedecken. Die erforderliche Temperaturdifferenz zum Taupunkt entnimmst du der konkreten Verarbeitungsanweisung. Werte eines anderen Produkts sind nicht übertragbar.

Befund Fachliche Entscheidung
Rohrdurchmesser passt nicht zum geprüften Dichtbereich Montage stoppen; richtiges Bauteil beziehungsweise freigegebene Lösung beschaffen
Durchgehende Längsriefe im Dichtbereich des Rohrs Befund dokumentieren; Freigabe oder Austausch klären
Offene Betonfehlstelle an der Bohrung Nachbesserung mit abgestimmtem Verfahren, danach erneute Prüfung
Unklare Altbeschichtung Verträglichkeit und Schadstoffverdacht klären; kein unkontrolliertes Anschleifen
Kondenswasser oder Regen im Klebebereich Unterbrechen, schützen und nach zulässigen Bedingungen neu beurteilen

Typischer Denkfehler: „Die Fläche ist trocken, also ist sie geeignet.“ Trockenheit beantwortet weder die Frage nach Tragfähigkeit noch nach chemischer Verträglichkeit. Ein vollständiger Befund prüft diese Eigenschaften getrennt.


Durchdringungen systemgerecht herstellen


Die geeignete Anschlussart auswählen

Bei einer Ringraumdichtung wird ein dafür vorgesehenes Dichtelement zwischen Medienleitung und Futterrohr oder geeigneter Kernbohrung verpresst. Eine Manschette verbindet den Bereich um eine Durchführung mit einer Abdichtungsfläche. Eine Fest-Losflanschkonstruktion klemmt den vorgesehenen Abdichtungsaufbau zwischen einem fest verbundenen und einem lösbaren Flanschteil. Diese Prinzipien lösen unterschiedliche Teilaufgaben und können Bestandteil derselben Durchführung sein.

Prinzip Wofür du es prüfst Häufiger Irrtum
Ringraumdichtung Passende Durchmesser, Rohr- und Wandoberflächen, Wasserbeanspruchung, zulässige Bewegung und Einbaulage Die Abdichtung im Ringraum ersetze automatisch den Anschluss der Flächenabdichtung
Systemmanschette mit Klebe- oder Einbettflansch Verträgliche Verbindung zur Bahn oder flüssigen Abdichtung einschließlich Flansch und Rohranschluss Jede Manschette passe zu jedem Abdichtungsstoff
Fest-Losflansch Geplanter Klemmaufbau mit passenden Zwischenlagen, Befestigung und zugänglichen Schrauben Stärkeres Anziehen könne Planungs- oder Materialfehler ausgleichen
Einbetoniertes Durchführungselement Einbauort, Fixierung, Betonanschluss und spätere Leitungsabdichtung Ein wasserdichtes Rohr ergebe schon einen wasserdichten Wandanschluss
Ablauf- oder Dachanschluss Flanschverbindung, Entwässerung, Dachschichten und Bewegungen nach Dachplanung Ein Kellerdetail lasse sich unverändert auf das Dach übernehmen

Das Beispiel Hauff-Technik HSD SSG zeigt eine Ringraumdichtung für Rohre in geeigneten Bohrungen oder Futterrohren. Die zugehörige Montageanleitung stellt ausdrücklich klar, dass diese Dichtungen keine Festpunkte oder Lager sind. Die Rohrlagerung und mögliche Senkungen werden daher unabhängig von der Dichtung gelöst. Dies ist ein Produktbeispiel, keine Festlegung des Materials für den Modellauftrag.


Ein Arbeitsablauf mit Freigabepunkten

Zuerst vergleichst du Plan, Einbauteil und tatsächliche Maße. Du prüfst, ob die Einbausituation den Unterlagen entspricht und ob alle erforderlichen Anschlüsse erreichbar bleiben. Eine Kernbohrung wird erst nach Klärung von Leitungen, Tragwerk, Bewehrung und Arbeitsschutz durch entsprechend befugte Personen hergestellt. Für die Übung verwendest du eine vorbereitete Öffnung.

Danach erfolgt die Untergrundvorbereitung. Du schützt vorhandene Leitungen und Dichtflächen, entfernst freigegebene Verunreinigungen und lässt Fehlstellen fachgerecht beheben. Vor dem Verdecken hältst du die Befunde in einer maßstäblichen Skizze oder mit einem Foto samt Maßstab fest. Eine beschädigte Dichtung wird nicht eingebaut.

Beim Einsetzen und Verbinden gelten die konkreten Herstellerangaben zu Orientierung, Reihenfolge, Werkzeug und Montagekontrolle. Ein systemabhängiges Drehmoment darf weder geschätzt noch aus einer anderen Bauteilgröße übernommen werden. Manche Systeme verwenden eine integrierte Begrenzung statt eines frei einzustellenden Drehmoments. Auch dann gelten ihre Einbauhinweise. Ein nachträgliches „Nachziehen zur Sicherheit“ ist ohne Vorgabe kein Qualitätssicherungsverfahren.

Bei einer geklebten Manschette planst du tragfähige Anschlussflächen, passende Vorbehandlung, faltenfreie Einbettung und die vorgeschriebenen Anschlussbreiten. Im Übergang von waagerechten zu senkrechten Flächen müssen Ecken und Zuschnitte den Dichtverlauf erhalten. Bei einer Klemmkonstruktion dürfen Falten, falsche Zwischenlagen oder übermäßige Schichtanhäufungen die Klemmung nicht beeinträchtigen. Die Ausführung wird jeweils vor dem Aufbringen von Schutzschichten geprüft.

Telleranker und sonstige Befestigungen: Auch kleine Verankerungen durchstoßen die Dichtebene. Lage, Lastabtragung und Abdichtungsanschluss werden gemeinsam geplant. Eine nachträglich durch die fertige Fläche gesetzte Befestigung wird nicht durch ein beliebiges Aufstreichen von Dichtstoff zum nachgewiesenen Detail.


Mediengestützte Montageanalyse

Video/Animation: DOYMA „Curaflex Nova – ITL – Integrated Torque Limiter“, deutsch beschriebener offizieller Herstellerbeitrag. Untersuche die Aussage zur Begrenzung des Anpressens. Die aktuelle Herstellerseite zu Curaflex Nova Uno ordnet das Produkt Futterrohren beziehungsweise WU-Betonkernbohrungen zu. Übertrage das Verfahren nicht auf andere Dichtungen. Der Videoeintrag mit Anbieter und Beschreibung wurde geprüft; ein vollständiger Abgleich jeder Filmszene mit der heutigen Montageanleitung war nicht möglich.

Beobachtungsfokus: Halte fest, woran bei dem gezeigten System das Montageende erkannt wird. Prüfe anschließend in dessen Einbauhinweisen, welche Voraussetzungen trotzdem erfüllt sein müssen. Die richtige Betätigung einer Schraube beweist für sich allein weder geeignete Dichtflächen noch eine passende Rohrlagerung.

Schnittstellen: Stimmen Tragwerksplanung, Abdichtung und Leitungsgewerk nicht überein, markierst du die offene Frage im Detailregister. Wasserdichtheit, Luftdichtheit, Radonschutz, Wärmeschutz und Brandschutz sind unterschiedliche Anforderungen. Ein Nachweis für eine Eigenschaft gilt nicht automatisch für die anderen.


Fugen unterscheiden, ausbilden und instand setzen


Arbeitsfuge, Bewegungsfuge und Anschlussfuge

Eine Arbeitsfuge entsteht beispielsweise durch zeitlich getrennte Betonierabschnitte. Sie ist nicht automatisch eine planmäßige Bewegungsfuge. Eine Bewegungsfuge trennt Bauteile so, dass festgelegte Relativbewegungen möglich bleiben. Eine Anschlussfuge liegt zwischen unterschiedlichen Bauteilen oder Einbauten; ihr Bewegungspotenzial muss ebenfalls bestimmt werden. Ein Riss ist keine ordnungsgemäß geplante Fuge. Ursache, Aktivität und geeignete Behandlung werden gesondert beurteilt.

Bei WU-Beton kommen je nach Planung etwa innen- oder außenliegende Fugenbänder, Fugenbleche oder andere nachgewiesene Systeme für bestimmte Fugenarten in Betracht. Ein Quellband ist nicht schon deshalb eine Bewegungsfugenlösung, weil es sein Volumen verändern kann. Ein Injektionsschlauch verlangt ein geplantes Gesamtsystem einschließlich Zugänglichkeit und dokumentiertem Verlauf.

Die Herstellerseiten zu Sika PVC-P NB Typ A und Sika Tricomer Typ DA illustrieren die gezielte Unterscheidung zwischen Arbeits- und Dehnfugen sowie innen- und außenliegenden Bändern. Profilform, Werkstoff und Einbauart werden nicht nur nach der verfügbaren Rollenbreite ausgewählt.


Bewegungsaufnahme und Fugenbandverlauf

Bei einem einbetonierten Fugenband müssen Lage, Fixierung und ungestörter Betonanschluss zusammenpassen. Ein verdrehtes Band oder ein Hohlraum im Anschluss kann den vorgesehenen Wasserweg umgehen. Die Bewegungszone liegt an der geplanten Fuge. Der Bandverlauf wird an Ecken, T-Stößen und Kreuzungen als zusammenhängendes System geplant. Vorgefertigte Formstücke können die Zahl schwieriger Baustellenverbindungen verringern.

Thermoplastische Bänder und Elastomerbänder benötigen unterschiedliche Fügeverfahren. Thermoplastischer Werkstoff lässt sich bei geeignetem System thermisch verbinden; daraus folgt keine Freigabe, ein beliebiges Elastomerband mit demselben Gerät zu verschweißen. Werkstoff, Fügeverfahren, Personalqualifikation, Arbeitsprobe und Prüfmaßstab werden vorab geklärt. Schweißtemperaturen und Zeiten stehen in den verbindlichen Verarbeitungsunterlagen, nicht in einer allgemeinen Merkliste.

Bei einem aufgeklebten Fugenband haften die Randzonen an den angrenzenden Flächen; der vorgesehene Bewegungsbereich bleibt entsprechend dem Systemdetail frei. Ein ungeplant vollflächig festgeklebter Mittelbereich kann die Verformbarkeit erheblich verringern. Eine Abdeckung darf die Bewegung nicht blockieren oder das Band scheuern.

Das Systemdatenblatt Sikadur-Combiflex SG, August 2025 zeigt ein konkretes FPO-Band mit Epoxidharz-Systemkleber. Es unterscheidet zwischen Bruchdehnung und zulässiger dauernder Dehnbewegung und verlangt bei Wasserdruck eine passende Unterstützung. Hohe Bruchdehnung ist folglich kein zulässiger Bemessungswert. Band, Kleber, freie Zone, Wasserdruck und Schutzkonstruktion müssen gemeinsam nachgewiesen sein. Die späteren Übungswerte sind keine Produktdaten dieses Systems.


Dichtstofffugen fachlich einordnen

Bildbetrachtung: Dichtstoff zwischen Betonfertigteilen, aufgenommen von Achim Hering. Sichtbar sind Fugenoberfläche und angrenzende Bauteile. Hinterfüllung, Flankenhaftung und innere Fehlstellen lassen sich aus dem Foto nicht sicher beurteilen. Eine ansehnliche Oberfläche ist deshalb kein vollständiger Qualitätsnachweis.

Bei einer dafür vorgesehenen elastischen Dichtstofffuge ermöglicht die Haftung an den beiden gegenüberliegenden Flanken die geplante Verformung. Eine geeignete Hinterfüllung begrenzt die Tiefe und vermeidet eine unerwünschte Haftung am Fugengrund. Das Stichwort Dreiflankenhaftung beschreibt eine zusätzliche Bindung am Grund, die eine freie Verformung behindern kann. Geometrie, Hinterfüllstoff und Primer folgen dem jeweiligen System.

Eine sichtbare Dichtstofffuge ist nicht automatisch die Bauwerksabdichtung gegen drückendes Wasser. Sie kann eine andere Aufgabe erfüllen und regelmäßige Kontrolle oder Erneuerung benötigen. Der Begriff „Wartungsfuge“ ist keine Entschuldigung für eine ungeeignete Konstruktion.


Reparatur und Anschluss an Bestand

Bei einer undichten Fuge dokumentierst du zuerst Ort, Wasserverlauf, Riss- oder Fugenbewegung, Materialzustand und bisherige Reparaturen. Anschließend wird geklärt, ob eine örtliche Fehlstelle, ein ungeeignetes System oder eine nicht berücksichtigte Bewegung vorliegt. Ein bloßes Überdecken der feuchten Stelle kann die Ursache verdecken.

Vor einer Verbindung zwischen alter und neuer Abdichtung benötigst du einen tragfähigen, identifizierten Bestand und einen nachgewiesenen Übergang. Du prüfst Materialverträglichkeit und erforderliche Haftung mit dem festgelegten Verfahren. Bleiben Stoffart oder Zustand unklar, wird das Detail zur Planung zurückgegeben. Bei Schadstoffverdacht werden Probenahme und Eingriff fachkundig veranlasst; Auszubildende untersuchen unbekannte Altstoffe nicht durch Riechen, Erhitzen oder Abbrennen.

Typische Fehlerkette: Eine Fuge wird ohne Bewegungsangabe geplant, das Band auf Spannung eingebaut und anschließend mit einer starren Schutzplatte überbrückt. Jede Einzelmaßnahme kann ordentlich aussehen, während die Gesamtkonstruktion bei der ersten größeren Bewegung versagt. Die Gegenmaßnahme ist eine Prüfung des gesamten Dicht- und Bewegungsverlaufs vor der Ausführung.


Praxisfall: Zwei Durchdringungen und eine Bewegungsfuge


Auftrag und eindeutig begrenzte Übungsdaten

Du erstellst für das erfundene Projekt Übungswand U-03 eine Auftragsmappe und ein trockenes Funktionsmodell. Eine erdberührte Wand erhält zwei Rohrdurchführungen sowie eine 4,80 m lange Bewegungsfuge. Die gedachte Ausführung besitzt eine außenliegende Flächenabdichtung. Beide Durchführungen benötigen deshalb neben einer passenden Ringraumlösung auch einen geplanten Anschluss des Einbauteils an diese Fläche.

Alle nachfolgenden Materialkennwerte und Detailmaße sind didaktische Annahmen eines fiktiven Übungssystems. Sie sind weder Normwerte noch Herstellerfreigaben. Sie dienen der nachvollziehbaren Planung und Mengenrechnung. Die reale Verwendung würde einen vollständigen Systemnachweis, den projektspezifischen Detailplan und eine Freigabe durch die zuständige Planung verlangen.

Größe Vorgabe im Übungsauftrag
Durchführung D1 Futterrohr innen 200 mm; glattes Medienrohr außen 110 mm
Durchführung D2 Futterrohr innen 150 mm; glattes Medienrohr außen 90 mm
Anzahl der Durchführungseinheiten Zwei getrennte, vollständig geplante Einheiten mit je einem Außenanschluss und einer Ringraumabdichtung
Fuge F1 Gerade Länge 4,80 m; Ausgangsbreite 30 mm
Bewegung für die Rechenübung Öffnung um höchstens 7 mm; Schließung um höchstens 3 mm; kein Versatz in diesem vereinfachten Fall
Fugenband im Rechenmodell Gesamtbreite 300 mm; freie Mittelzone 100 mm; Klebezonen links und rechts je 100 mm
Zulässige Dehnung des fiktiven Modells Höchstens 20 Prozent der freien Mittelzone; keine Aussage über ein reales Produkt
Klebermodell Gesamte rechnerische Kleberschicht in den beiden Randzonen 3 mm; Dichte 1.600 kg/m³; Zuschlag 15 Prozent
Bandreserve 10 Prozent auf die gerade Länge; reale Anschlüsse und Formstücke sind zusätzlich nach Plan zu erfassen
Wasserstand für die Druckvorstellung 2,00 m oberhalb des betrachteten Punkts; keine Prüfvorgabe

Freigabestatus vor Arbeitsbeginn: Wassereinwirkungsklasse, konkrete Produkte, Außenflanschdetails, Stöße, Endanschlüsse, Abstützung unter Wasserdruck, Einbaumaße und Prüfverfahren sind in einem realen Auftrag Pflichtangaben. Im Unterricht dokumentierst du sie als noch nachzuweisende Punkte. Ein rechnerisch plausibler Bandbedarf beseitigt diese offenen Fragen nicht.


Vollständige Rechenwege

Ringraumbreite: Bei zentrischer Anordnung ist die radiale Breite r = (D − d) / 2. Für D1: (200 − 110) / 2 = 45 mm. Für D2: (150 − 90) / 2 = 30 mm. Der typische Fehler besteht darin, die Durchmesserdifferenz als radiale Breite zu verwenden. Die Rechnung beschreibt nur die Geometrie. Sie entscheidet nicht über das Dichtungsmodell; hierfür sind zulässige Durchmesserbereiche, Oberflächen und Belastungen maßgeblich.

Fugenbewegung: Die zuvor gerechnete Temperaturänderung von 4,8 mm wird für dieses fiktive Szenario vollständig der Fugenöffnung zugeordnet. Zusätzlich werden im Übungsplan 2,2 mm Öffnung aus weiteren Einflüssen angesetzt: 4,8 + 2,2 = 7,0 mm. Daraus folgen eine größte Fugenbreite von 30 + 7 = 37 mm und eine kleinste von 30 − 3 = 27 mm. Das ist eine ausdrücklich vereinfachte Annahme; reale Setzungen und Bewegungen werden nicht auf diese Weise frei geschätzt.

Relative Beanspruchung der freien Bandzone: ε = 7 mm / 100 mm = 0,07 = 7 Prozent. Das liegt unter den fiktiv vorgegebenen 20 Prozent. Würdest du versehentlich durch die gesamte Bandbreite von 300 mm teilen, erschiene die Dehnung mit rund 2,3 Prozent zu klein. Die Rechnung gilt nur für das vorgegebene eindimensionale Modell. Schließung, mögliche Faltenbildung, Wasserdruck, Befestigung und kombinierte Bewegungen erfordern zusätzlich einen konstruktiven Nachweis.

Bandlänge und Bandfläche: L = 4,80 m × 1,10 = 5,28 m einschließlich Reserve. Die reine Fläche entlang der geraden Fuge ist A = 4,80 m × 0,30 m = 1,44 m². Einschließlich der gleichen Reserve ergibt sich 1,584 m². Wird im Übungsauftrag ein zusammenhängendes Stück von 6 m bereitgestellt, bleiben gegenüber der reservierten Länge 0,72 m übrig. Diesen Rest dokumentierst du; er wird nicht automatisch als zulässiges Formstück verwendet.

Klebermenge: Nur die zwei Randzonen gehen in diese Rechnung ein. A = 2 × 0,10 m × 4,80 m = 0,96 m². Mit 3 mm = 0,003 m ergibt sich V = 0,96 m² × 0,003 m = 0,00288 m³ = 2,88 Liter. Die Masse beträgt m = 0,00288 m³ × 1.600 kg/m³ = 4,608 kg. Mit 15 Prozent Zuschlag: 4,608 × 1,15 = 5,2992 kg, gerundet 5,30 kg. Bei fiktiven vollständigen 2-kg-Gebinden werden drei Gebinde, also 6 kg, eingeplant. Das ist eine Beschaffungsrechnung und keine Anweisung zum Anmischen. Reale Mischungsverhältnisse und Teilmengenfreigaben stammen ausschließlich vom Hersteller.

Plausibilität: Eine Fläche von knapp 1 m² mit 3 mm Schicht ergibt knapp 3 Liter. Ein Ergebnis von 2.880 Litern würde einen Einheitenfehler zeigen. Du rundest erst am Ende und dokumentierst, ob ein Zuschlag Verlust, Verschnitt oder Lieferform berücksichtigt.


Material- und Arbeitsplan

Position Planungsmenge oder Arbeitsumfang Kontrolle
Durchführungen D1 und D2 Je eine zur jeweiligen Geometrie passende vollständige Einheit; Außenanschluss gesondert nachweisen Stückliste stimmt mit Detailzeichnung und Systemnachweis überein
Fugenband F1 4,80 m netto; 5,28 m einschließlich Rechenreserve Durchgehender Verlauf; Enden und Stöße im Detailregister
Kleber für F1 5,30 kg rechnerisch einschließlich Zuschlag; 6 kg fiktive Liefermenge Randzonen statt Gesamtfläche verwendet
Vorbehandlung, Formstücke, Zwischenlagen und Schutz Nach tatsächlichem Systemplan zu ergänzen Keine geschätzten „Universalteile“ eintragen
Schritt Arbeit und Verantwortung Freigabepunkt oder Nachweis
Auftrag prüfen Du erfasst alle Maße; die ausbildende Fachkraft prüft die offenen Planangaben. Ungeklärte Systemdetails bleiben gesperrt.
Baustelle beziehungsweise Modellplatz vorbereiten Verantwortliche Fachkraft klärt Gefährdungen und Unterweisung; du bereitest sichere Arbeitsmittel vor. Geeigneter Zugang, Schutzmaßnahmen und klarer Arbeitsbereich.
Untergrund und Einbauteile beurteilen Du misst und dokumentierst; Mängel werden vor Ausführung geklärt. Befundbogen mit Soll-Ist-Vergleich.
Durchführungen vorbereiten Bauteile, Durchmesser, Außenanschluss und Rohrlagerung zuordnen. D1 und D2 sind verwechslungssicher gekennzeichnet.
Durchführungen montieren beziehungsweise simulieren Auf der Baustelle nach aktueller Montageanleitung unter befugter Aufsicht; im Modell nur trocken stecken und markieren. Dichtverlauf an Ringraum und Fläche vollständig nachvollziehbar.
Fuge ausbilden beziehungsweise simulieren Randzonen und freie Zone markieren; Enden und Schutz konstruktiv zeigen. Mittelzone beweglich; keine unbeabsichtigte starre Überbrückung.
Zwischenprüfung durchführen Vor jedem verdeckenden Schritt prüfst du Maße, Anschlüsse und sichtbare Fehlstellen mit der Fachkraft. Dokumentierte Freigabe oder Mangel mit Nachprüfung.
Schützen und übergeben Reale Systeme erst nach vorgegebenen Reaktions- und Freigabezeiten belasten; Modell mit Kennzeichnungen abgeben. Prüfprotokoll, Bestandszeichnung und Hinweise vollständig.

Unterbrechung: Bei Regen, unzulässigem Klima, beschädigtem Material oder fehlender Freigabe wird die Arbeit gestoppt. Die zuständige Fachkraft bestimmt den Schutz gegen Wasser, Schmutz und mechanische Einwirkung. Beim Wiederbeginn werden die betroffenen Voraussetzungen erneut geprüft.


Sicheres Modell und prüfbares Ergebnis

Du baust zwei vorbereitete Pappscheiben als Wanddarstellung mit gezeichneten konzentrischen Kreisen für D1 und D2. Farbiges Papier kennzeichnet getrennt den Ringraumabschluss und den Außenanschluss an die Flächenabdichtung. Für die Fuge verwendest du zwei Pappflächen und einen Papierstreifen. Klebe nur die als Haftzonen markierten Ränder mit geeignetem Bastelklebeband an; die Mitte bleibt beweglich. Nutze keine Bauchemikalien, keine Heißluft und keine unter Druck stehenden Behälter.

Die Fugenansicht wird im Maßstab 1:5 angelegt: Bandbreite 60 mm, freie Zone 20 mm, Randzonen je 20 mm und Ausgangsspalt 6 mm. Die Fugenlänge entspricht 960 mm; bei Platzmangel zeichnest du sie vollständig und baust nur einen deutlich als Ausschnitt gekennzeichneten Abschnitt. Die Öffnungsänderung beträgt im Modell 1,4 mm, die Schließung 0,6 mm. Markierungen oder eine vergrößerte Zeichnungssimulation können diese kleinen Wege sichtbar machen.

Prüfkriterien des Modells: Du kannst den Dichtverlauf ohne Sprung nachzeichnen, beide Durchführungen richtig zuordnen und die Fugenbewegung zeigen, ohne dass die markierten Haftzonen abgelöst oder die Mitte versehentlich festgeklebt wird. Das trockene Modell demonstriert Funktion und Planung. Es beweist weder Wasserdichtheit noch Dauerhaftigkeit eines realen Bauteils.

Ein beispielhafter Dokumentationseintrag lautet: „F1, Modellprüfung, Ausgangsspalt 6,0 mm, geöffneter Spalt 7,4 mm, Mitte frei, Randzonen unverändert; Funktionsdarstellung bestanden; keine Aussage zur Druckwasserdichtheit.“ Nicht gemessene Werte werden nicht nachträglich ergänzt.


Zusatzvergleich: Verbrauch einer Dichtstofffuge

Rechenmedium: Die von Cjp24 fotografierte Kartusche enthält laut Dateibeschreibung 310 ml. Das Bild dient der Umrechnung zwischen Fugenvolumen und Gebindeinhalt. Es ist keine Empfehlung dieses Produkts für die hier geplante Bauwerksabdichtung.

Eine gesonderte, fiktive Wartungsfuge sei 6.000 mm lang, 20 mm breit und 10 mm tief. Bei vereinfachtem rechteckigem Querschnitt ergibt sich V = 6.000 × 20 × 10 = 1.200.000 mm³ = 1.200 ml. Mit 15 Prozent Zuschlag sind es 1.380 ml. 1.380 / 310 = 4,45; du benötigst rechnerisch fünf Kartuschen. In der Praxis verändern Querschnitt, Hinterfüllung und Applikationsverlust den Verbrauch. Die gewählte Geometrie ist eine Rechenannahme und muss für ein reales Produkt gesondert geprüft werden. Diese Wartungsfuge ersetzt F1 nicht.


Bewertungsraster für den vollständigen Auftrag

Kriterium Maximalpunkte Volle Leistung ist erkennbar an
Auftragsanalyse und Systemgrenzen 15 Alle Wasserwege, Bewegungen, Schnittstellen und fehlenden Freigaben sind benannt.
Detailzeichnung 15 D1, D2 und F1 sind bemaßt; Haftzonen, freie Zone und Dichtebene sind eindeutig.
Rechenwege und Materialplanung 20 Einheiten, Ringräume, Bewegung, Bandbedarf und Klebermenge sind richtig und plausibilisiert.
Arbeitsplan und sicheres Handeln 20 Reihenfolge, Schutzmaßnahmen, Haltepunkte und Unterbrechung sind konkret.
Modell und Prüfung 20 Die Funktionsdarstellung ist vollständig; Soll-Ist-Werte und Grenzen sind korrekt dokumentiert.
Übergabe, Nachhaltigkeit und Datenschutz 10 Versionierte Unterlagen, Reststoffplan und datensparsame Bilder liegen vor.

Bewertungsregel: Für jedes Kriterium werden 100 Prozent seiner Punkte bei vollständiger Erfüllung, 50 Prozent bei nachvollziehbarer Teilleistung und 0 Prozent bei fehlendem oder fachlich unbrauchbarem Nachweis vergeben. Abweichende Teilpunkte sind schriftlich zu begründen. Als kursinterner Zielwert gelten mindestens 75 von 100 Punkten sowie ein erfüllter Sicherheitsnachweis. Eine nicht freigegebene gefährliche Handlung oder ein als dicht ausgegebenes ungeprüftes Bauteil führt zum Stopp und zur Überarbeitung, unabhängig von der Punktzahl.

Rückmeldung: Die Fachkraft benennt zuerst einen belegten Erfolg, dann die konkrete Abweichung und schließlich den nächsten prüfbaren Verbesserungsschritt. Beispiel: „Die Ringräume stimmen. Bei F1 fehlt die Darstellung des Endanschlusses. Ergänze den Übergang zur Fläche und lasse ihn vor der Modellfreigabe prüfen.“ Das Raster ist ein Lerninstrument, keine Kammerprüfungsordnung.


Qualität, Sicherheit und nachhaltige Übergabe sichern


Prüfen, bevor Details verdeckt werden

Die Qualitätssicherung beginnt vor der Verarbeitung. Eingangskontrolle prüft Produkte, Chargen, Haltbarkeit, Lagerung und Beschädigungen. Während der Ausführung dokumentierst du Untergrund, Klima, eingesetzte Werkzeuge, erforderliche Montagekontrollen und freigegebene Zwischenschritte. Die Abschlussprüfung vergleicht den tatsächlich hergestellten Zustand mit Plan, Systemunterlagen und vereinbartem Prüfverfahren.

Eine Sichtprüfung erkennt beispielsweise Falten, sichtbare Ablösungen oder fehlende Anschlüsse. Sie beweist allein keine Druckwasserdichtheit. Schichtdickenkontrollen, Haftungsprüfungen oder andere Prüfverfahren sind nur in ihrer vorgesehenen Anwendung aussagekräftig. Die verantwortliche Planung legt Verfahren, Prüfbereiche, Bedingungen und Annahmekriterien fest. Du improvisierst keinen Druckversuch und flutest keine Wand oder Dachfläche zu Übungszwecken.

Feld im Prüfprotokoll Beispiel oder Inhalt
Objekt und Detail Fiktive Kennung U-03; D1, D2 oder F1
Unterlagenstand Planversion, Datum und verwendete Montageanleitung
Sollzustand Freigegebene Maße, Einbaulage, Haft- und Bewegungsbereiche
Istzustand Tatsächliche Messwerte, Verfahren und Messmittel
Material und Bedingungen Produkt, Charge, Untergrund- und Klimabefund
Ergebnis Freigegeben, gesperrt oder Nachprüfung erforderlich; jeweils mit Grund
Belege Detailfoto mit Maßstab, Skizze und Zuordnung zum Prüfschritt
Verantwortung Im Unterricht Rollenbezeichnung statt realer Namen

Bei einem Mangel sicherst du den Bereich, dokumentierst die Abweichung, meldest sie und lässt die Korrektur festlegen. Erst nach einer dokumentierten Nachprüfung wird geschlossen oder verdeckt. Ein Baubericht hält auch Unterbrechungen und Änderungen fest; ein ausschließlich positives „alles erledigt“ ist keine belastbare Dokumentation.


Gefährdungen berufsspezifisch beherrschen

Die DGUV Regel 101-038 unterstützt die Organisation sicherer Bauarbeiten. Im Detailauftrag klärst du insbesondere sichere Zugänge, Absturzkanten, Baugruben, Verkehrswege und das Zusammenwirken der Gewerke. Ungeprüfte Gruben oder enge Räume werden nicht betreten. Bei Schweiß- und Heißarbeiten sind Freigabe, Brandverhütung und erforderliche Überwachung betrieblich zu organisieren.

Bei der Untergrundvorbereitung können Staub, Lärm und herumfliegende Partikel entstehen. Unbekannte Bestandsmaterialien dürfen zusätzliche Schadstoffe enthalten. Die verantwortlichen Personen wählen das geeignete Verfahren und wirksame technische Schutzmaßnahmen. Eine Staubmaske allein ersetzt weder eine sichere Verfahrenswahl noch Absaugung und Unterweisung.

Die BG BAU erläutert Gefahren von Flüssigkunststoffen: Ungehärtete Bestandteile können Haut und Augen schädigen und Allergien auslösen; je nach Produkt kommen Dampf-, Brand- oder weitere Gefährdungen hinzu. Aktuelle Sicherheitsdatenblätter, Gefährdungsbeurteilung und Betriebsanweisung bestimmen die Schutzmaßnahmen. Dazu gehören geeignete Handschuhe und Augenschutz sowie je nach Gefährdung weitere Maßnahmen. Die GISBAU-Informationen helfen bei der Stoffbewertung.

Du beachtest das STOP-Prinzip: weniger gefährliche Stoffe oder Verfahren prüfen, technische Maßnahmen vorsehen, organisatorisch absichern und passende persönliche Schutzausrüstung verwenden. Lösemittelfrei bedeutet nicht automatisch ungefährlich. Auch kalt verarbeitete Produkte können sensibilisieren. Erforderliche produktspezifische Schulungen und besondere Schutzvorgaben für Jugendliche sind vor der Tätigkeit betrieblich zu klären.


Ressourcen, Instandhaltung und digitale Dokumentation

Eine langlebige, prüfbare und bei Bedarf reparierbare Konstruktion spart oft mehr Material als die knappste Erstbeschaffung. Plane Zuschnitte und Gebinde so, dass möglichst wenig unbrauchbarer Rest entsteht. Vermeide zugleich Einsparungen an erforderlichen Anschlussflächen oder Schutzlagen. Gemischte Reaktionsprodukte können eine begrenzte Verarbeitungszeit besitzen; große vorsorgliche Mischungen sind deshalb keine nachhaltige Lösung.

Nicht ausgehärtete Reste, verschmutzte Gebinde, Reiniger und mineralische Abfälle werden nach Sicherheitsdatenblatt und betrieblichem Entsorgungskonzept getrennt erfasst. Nichts davon wird in Boden oder Abfluss entsorgt. Unbeschädigte, zulässig lagerbare Reststücke werden mit Materialart und Charge gekennzeichnet. Eine Umweltproduktdeklaration kann einen Vergleich unterstützen, ersetzt aber weder Eignungsnachweis noch Betrachtung der Nutzungsdauer.

Deine digitale Mappe enthält ein Detailregister, eine Stückliste mit Einheiten, eine Rechentabelle mit sichtbaren Formeln und ein versioniertes Prüfprotokoll. Eine Änderung am Rohrdurchmesser muss erkennbar eine neue Prüfung der Dichtungsauswahl auslösen. Ein BIM-Objekt oder ein Herstellerkonfigurator ist eine Planungshilfe; die verantwortliche Freigabe bleibt erforderlich.

Für Lernfotos verwendest du ausschließlich das Modell und fiktive Kennungen. Keine Gesichter, Adressen, Kundennamen, Betriebspläne oder Standortmetadaten veröffentlichen. Betriebliche Originaldokumente bleiben in den dafür freigegebenen Systemen. Bei externen Medien und LearningApps können Verbindungsdaten an Dritte übertragen werden; für den Unterricht steht immer die Bearbeitung der beschriebenen Inhalte ohne eigenes externes Konto zur Verfügung.

Bei der Übergabe erklärst du, welche Bereiche geprüft wurden, welche Grenzen das Prüfverfahren hat und welche Kontrollen oder Wartungen laut System und Nutzung erforderlich sind. Eine spätere Nachbelegung einer Durchführung oder zusätzliche Befestigung ist eine Änderung am Detail und verlangt eine erneute fachliche Prüfung.


Interaktive Aufgaben

Bearbeite die Aufgaben zunächst ohne Rückgriff auf den Praxisfall. Nutze die Rückmeldung der Aufgaben zur Überprüfung und kehre bei einem Fehler zum passenden Fachkapitel zurück. Bei Rechenfragen notierst du vor der Auswahl den Rechenweg. Die hinterlegten Lösungen gehören zur jeweiligen interaktiven Aufgabe.


Quiz: Teste dein Wissen

Bei einer außen abgedichteten Wand ist der Ringraum zwischen Rohr und Futterrohr dicht. Was muss zusätzlich geklärt sein? (Der dichte Anschluss des Einbauteils an Wand und Flächenabdichtung) (!Nur die Farbe der innen sichtbaren Dichtfläche) (!Nur die Länge des Rohrs hinter der Innenwand) (!Die vollständige Verfüllung des Außenanschlusses mit beliebigem Montageschaum)




Ein Futterrohr hat innen 200 mm Durchmesser, das zentrische Medienrohr außen 110 mm. Wie breit ist der radiale Ringraum? (45 mm) (!90 mm) (!55 mm) (!155 mm)




Welche Aussage beschreibt eine planmäßige Bewegungsfuge zutreffend? (Sie ermöglicht festgelegte Relativbewegungen zwischen Bauteilen) (!Sie entsteht ausschließlich durch eine Betonierpause) (!Sie muss immer starr mit Mörtel geschlossen werden) (!Sie benötigt wegen ihrer Beweglichkeit keine Abdichtungsplanung)




Ein geklebtes Band hat eine freie Mittelzone von 100 mm und wird dort im Rechenmodell um 7 mm gedehnt. Wie groß ist die relative Dehnung? (7 Prozent) (!2 Komma 3 Prozent) (!14 Prozent) (!70 Prozent)




Warum ist die Bruchdehnung eines Fugenbands kein allgemeiner Bemessungswert für den Dauerbetrieb? (Die zulässige Gebrauchbeanspruchung muss gesondert nachgewiesen sein) (!Die Bruchdehnung beschreibt ausschließlich die Bandfarbe) (!Der Wasserdruck hebt jede Begrenzung der Dehnung auf) (!Jede Beanspruchung unterhalb des Bruchs ist dauerhaft ohne Einschränkung zulässig)




Die Dichtfläche weist offene Betonfehlstellen auf. Was ist vor der Montage richtig? (Fehlstellen fachgerecht beheben lassen und die Fläche erneut prüfen) (!Die Fehlstellen ungeprüft mit der Ringraumdichtung überdecken) (!Das Anpressen beliebig erhöhen) (!Nur die gut aussehende Seite fotografieren)




Welcher Wert ist beim Anziehen einer konkreten Klemmkonstruktion maßgeblich? (Die Vorgabe für genau dieses freigegebene System und seine Bauteilgröße) (!Der höchstmögliche Wert des verfügbaren Werkzeugs) (!Der Wert einer ähnlich aussehenden Konstruktion) (!Ein nach persönlichem Kraftgefühl bestimmter Wert)




Was kann eine alleinige Sichtprüfung einer fertigen Fuge nicht zuverlässig nachweisen? (Die Druckwasserdichtheit der gesamten Konstruktion) (!Das Vorhandensein sichtbarer Falten) (!Das Fehlen einer sichtbaren Abdeckung) (!Eine offen erkennbare Ablösung am Rand)




Welche selbstständige Lernübung passt zu diesem Kurs? (Ein trockenes Pappmodell mit markierter Dichtebene und Bewegungszone) (!Ein Druckversuch mit selbstgebautem geschlossenem Behälter) (!Das Abbrennen einer unbekannten Altbeschichtung) (!Das Anmischen eines Reaktionsharzes ohne Unterweisung)




Welche Dokumentation ermöglicht eine fachliche Nachprüfung am besten? (Ein Soll-Ist-Protokoll mit Unterlagenstand und zugeordneten Messwerten) (!Ein Foto ohne Detailkennung und ohne Maßstab) (!Eine pauschale Nachricht mit dem Wort erledigt) (!Eine Liste der bestellten Materialien ohne Einbaubezug)





Memory: Begriffe und Funktionen

Manschette Verbindet den Bereich einer Durchführung mit der Abdichtungsfläche
Kohäsion Innerer Zusammenhalt eines Stoffes
Adhäsion Haftung zwischen unterschiedlichen Oberflächen
Hinterläufigkeit Wasser gelangt hinter die eigentliche Abdichtung
Bewegungsfuge Ermöglicht geplante Relativbewegungen von Bauteilen
Prüfprotokoll Hält Sollwerte, Istwerte und die Beurteilung nachvollziehbar fest





Drag-and-drop: Arbeit und Nachweis zuordnen

Ordne jeder Tätigkeit den passenden Nachweis zu. Die Zuordnung bezieht sich auf den hier beschriebenen Detailauftrag.

Tätigkeit Passender Nachweis
Auftrag klären Freigegebenes Detail mit festgelegter Wasserbeanspruchung
Untergrund untersuchen Befund über Fehlstellen und Oberflächenzustand
Material disponieren Stückliste und nachvollziehbare Mengenrechnung
Montage kontrollieren Dokumentierter Soll-Ist-Vergleich vor dem Verdecken
Leistung übergeben Geordnete Bestandsunterlagen mit Nutzungshinweisen





Kreuzworträtsel: Fachsprache

Ringraum Wie heißt der Zwischenraum zwischen Medienrohr und Futterrohr?
Flansch Wie heißt ein verbreiterter Anschlussrand zum Verbinden oder Klemmen?
Primer Wie heißt eine systembezogene Vorbehandlung zur Vorbereitung einer Haftfläche?
Lunker Wie nennt man eine Hohlstelle im Beton?
Haftung Welcher deutsche Begriff beschreibt hier die Bindung an einer Oberfläche?
Taupunkt Bei welcher Temperatur beginnt Wasserdampf unter den jeweiligen Bedingungen zu kondensieren?





LearningApps

Die Einbindung führt zur thematischen Suche, nicht zu einer als geprüft ausgegebenen Einzel-App. Die Suchseite ließ sich bei der Recherche nicht zuverlässig auslesen; Verfügbarkeit und fachliche Eignung einzelner Treffer sind daher offen. Wähle einen Treffer nur nach Prüfung durch die Lehrkraft. Achte insbesondere darauf, ob Rohrleitungs-, Dach- und Bauwerksabdichtung auseinandergehalten werden. Als kontofreie Alternative nutzt du die vollständigen Zuordnungsaufgaben dieses Kurses auf Papier.


Lückentext: Vom Auftrag zur Übergabe

Ergänze die Fachbegriffe im Zusammenhang.
Ein Bauteil, das die Abdichtungsebene durchquert, ist eine

. Zwischen einem zentrischen Rohr und dem umgebenden Futterrohr liegt der

. Wasser kann bei einem fehlerhaften Anschluss hinter die Abdichtung gelangen; das heißt

. Die Haftung an einer Oberfläche wird als

bezeichnet. Der innere Zusammenhalt eines Stoffes heißt

. Eine Hohlstelle im Beton nennt man

. Eine dafür vorgesehene Vorbehandlung kann ein

sein. Vor einer Verklebung ist bei entsprechender Herstellervorgabe auch der

zu berücksichtigen. Geplante Relativbewegungen werden durch eine

ermöglicht. Bei einem geklebten Fugenband bleibt die vorgesehene mittlere Bewegungszone

. Die Prüfung vergleicht die gemessenen Istwerte mit den festgelegten

. Eine Abweichung wird mit ihrer Beurteilung im

festgehalten. Vor dem Verdecken braucht ein gesperrtes Detail zunächst die erforderliche

. Das trockene Pappmodell zeigt Funktionszusammenhänge, beweist aber keine

.



Offene Aufgaben

Erstelle ausschließlich eigene Texte, Zeichnungen und Aufnahmen mit fiktiven Daten. Für jede Aufgabe gibst du das benannte Produkt ab. Die Kriterien in der Aufgabe und das Bewertungsraster bilden die Grundlage der Rückmeldung. Gefährliche Ausführungsschritte bleiben einer freigegebenen beaufsichtigten Ausbildungssituation vorbehalten.


Leicht

  1. Dichtverlauf zeichnen: Zeichne eine Rohrdurchführung mit Wand, Futterrohr, Medienrohr, Ringraumabdichtung und Flächenanschluss. Kennzeichne die Wasserseite und drei mögliche Wasserwege. Abgabe: beschriftete Skizze. Erfolgskriterium: Ringraumabschluss und Außenanschluss sind getrennt erkennbar.
  2. Fugenarten erklären: Erstelle drei eigene Karteikarten für Arbeitsfuge, Bewegungsfuge und Anschlussfuge mit je einem erfundenen Baustellenbeispiel. Abgabe: Kartenpaar aus Begriff und Erklärung für jede Fugenart. Erfolgskriterium: Die Entstehung der Fuge wird von ihrer Bewegungsanforderung unterschieden.
  3. Befunde zuordnen: Entwirf einen Befundbogen für eine vorbereitete Modellwand mit je einer sauberen Fläche, einer gezeichneten Fehlstelle und einer als unbekannt markierten Beschichtung. Abgabe: drei Befunde mit Entscheidung und Begründung. Erfolgskriterium: Keine ungeklärte Stelle erhält eine Ausführungsfreigabe.
  4. Lernfoto prüfen: Fotografiere nur dein Papiermodell oder fertige eine entsprechende Zeichnung an. Kennzeichne Maßstab und Detailkennung und prüfe sichtbare sowie gespeicherte personenbezogene Angaben. Abgabe: bereinigtes Lernbild mit kurzer Prüfliste. Erfolgskriterium: Das Detail bleibt nachvollziehbar, ohne echte Personen- oder Betriebsdaten offenzulegen.


Standard

  1. Mengen berechnen: Bearbeite eine Variante mit 5,60 m Fugenlänge, Bandbreite 300 mm, freier Zone 100 mm, Randzonen je 100 mm und denselben fiktiven Kleberannahmen wie im Praxisfall. Abgabe: Band- und Kleberrechnung mit Einheiten, Zuschlägen und plausibler Gebinderundung. Erfolgskriterium: Für Kleber werden ausschließlich die beiden Randzonen angesetzt.
  2. Montage planen: Schreibe einen Arbeitsplan für D1 vom Eingang des Auftrags bis zur Übergabe und ordne jeder Phase einen Prüfnachweis zu. Abgabe: Tabelle mit mindestens sechs Phasen. Erfolgskriterium: Planlücken, Untergrundmängel und verdeckte Anschlüsse besitzen eigene Haltepunkte.
  3. Funktionsmodell herstellen: Baue das trockene Fugenmodell aus dem Praxisfall oder erstelle eine vergrößerte Zeichnungssimulation. Dokumentiere Anfangslage, Öffnung und Schließung. Abgabe: drei Ansichten mit Messangaben. Erfolgskriterium: Freie Mittelzone und Haftzonen sind klar getrennt; die Grenzen des Modells werden benannt.
  4. Montageanleitungen vergleichen: Vergleiche die verlinkten Hauff- und DOYMA-Unterlagen hinsichtlich Einsatzbereich, Montagekontrolle, Rohrlagerung und Anschluss an die Wandabdichtung. Abgabe: Vergleichstabelle mit Quellenstand und offenen Fragen. Erfolgskriterium: Du überträgst weder Drehmoment noch Produkteigenschaften pauschal zwischen den Systemen.


Schwer

  1. Undichte Durchführung untersuchen: Entwickle für eine erfundene feuchte Kellerwand mit äußerlich unbeschädigtem Dichteinsatz mindestens drei Ursachenhypothesen. Plane nicht zerstörende Erstprüfungen und benenne zusätzliche Freigaben für weitergehende Untersuchungen. Abgabe: Diagnoseplan. Erfolgskriterium: Wasser kann auch außerhalb des Ringraums oder hinter der Fläche verfolgt werden.
  2. Kombinierte Bewegung beurteilen: Ergänze den Praxisfall gedanklich um einen seitlichen Versatz von 4 mm. Erkläre, weshalb die bisherige eindimensionale Rechnung nicht als vollständiger Nachweis genügt, und formuliere eine technische Anfrage an die Planung. Abgabe: Anfrageentwurf mit Skizze, ohne Versand. Erfolgskriterium: Richtungen, Überlagerung und fehlende Systemfreigaben sind eindeutig.
  3. Digitales Prüfkonzept entwickeln: Entwirf ein Formular mit Detailkennung, Planversion, Soll-Ist-Feldern, Materialcharge, Fotozuordnung und Freigabestatus. Simuliere anschließend eine Durchmesseränderung an D2. Abgabe: ausgefüllter fiktiver Datensatz vor und nach der Änderung. Erfolgskriterium: Alte Freigaben werden nicht stillschweigend weiterverwendet.
  4. Lebenszyklusentscheidung begründen: Vergleiche zwei erfundene Abdichtungslösungen anhand von Materialbedarf, Reparierbarkeit, Prüfzugänglichkeit, Gefährdungen, Reststoffen und erwartetem Wartungsaufwand. Abgabe: Entscheidungsmatrix und zweiseitige Empfehlung. Erfolgskriterium: Technische Eignung bleibt Voraussetzung; unbelegte Lebensdauer- und Umweltzahlen werden als offene Daten ausgewiesen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Bearbeite diese sechs Transferaufgaben nach den interaktiven Übungen. Notiere jeweils Entscheidung, Begründung und benötigten Nachweis. Die Lehrkraft gibt Rückmeldung anhand der ausdrücklich genannten Kriterien; eine bloße richtige Zahl genügt bei einer unpassenden Konstruktion nicht.

  1. Zwei Dichtstellen unterscheiden: Ein Dichteinsatz wurde passend montiert, der äußere Flächenanschluss ist jedoch ungeklärt. Begründe den Freigabestatus und zeichne den noch offenen Wasserweg. Bewertet werden die vollständige Betrachtung der Dichtebene und ein konkreter Klärschritt.
  2. Geänderte Geometrie bewerten: Die freie Bandzone des fiktiven Systems schrumpft von 100 auf 25 mm, die Öffnung bleibt 7 mm. Berechne die relative Dehnung, vergleiche sie mit der fiktiven Grenze von 20 Prozent und begründe die Konsequenz. Bewertet werden Nennerwahl, Einheiten und fachliche Entscheidung.
  3. Witterungswechsel bearbeiten: Nach dokumentierter Untergrundprüfung regnet es vor der Verklebung. Beschreibe Unterbrechung, Schutz und erneute Prüfung. Bewertet wird, ob eine frühere Freigabe nach geänderten Bedingungen kritisch überprüft wird.
  4. Anwendungsbereich wechseln: Der bisherige Kelleranschluss soll unverändert als Dachablauf verwendet werden. Benenne mindestens vier neu zu klärende Anforderungen und die notwendige Änderung der Regelwerkszuordnung. Bewertet wird begründeter Transfer statt bloßer Produktübernahme.
  5. Nachweisqualität beurteilen: Vergleiche ein schönes Abschlussfoto mit einem Protokoll aus Unterlagenstand, Zwischenkontrollen, Messwerten und Prüfgrenzen. Erkläre, welche Aussagen jeweils belastbar sind. Bewertet wird die Trennung zwischen Sichtbefund und Dichtheitsnachweis.
  6. Mangel fachlich behandeln: Eine reparierte Fuge wird erneut undicht. Plane das weitere Vorgehen einschließlich Ursachenklärung, Freigabe, sicherer Bearbeitung und dokumentierter Nachprüfung. Bewertet wird, ob Bewegung, Systemverträglichkeit und mögliche Hinterläufigkeit berücksichtigt werden.

Rückmeldeschlüssel für die Lernkontrolle: Pro Aufgabe gibt es bis zu vier Punkte: einen für die klare Entscheidung, zwei für eine fachlich zusammenhängende Begründung und einen für einen prüfbaren Nachweis oder nächsten Schritt. Kursinternes Ziel sind mindestens 18 von 24 Punkten. Bei einer unsicheren Handlung wird zuerst der Sicherheitsfehler geklärt. Für die Wiederholung erhältst du eine veränderte Aufgabenlage, damit du das Prinzip und nicht nur eine Zahl reproduzierst.


Lernnachweis

Dein Lernnachweis ist eine vollständige digitale Auftragsmappe U-03 zusammen mit dem trockenen Funktionsmodell oder einer gleichwertigen Zeichnungssimulation. Er zeigt nicht nur dein Wissen, sondern deine Fähigkeit, einen berufstypischen Auftrag begründet zu bearbeiten.

Bestandteil Prüfbarkeit und erwartete Leistung
Auftragsanalyse Anwendungsbereich, Wasserwege, Bewegungen, Zuständigkeiten und offene Fragen sind nachvollziehbar.
Detailzeichnungen D1, D2 und F1 besitzen Maße, Dichtebene, Anschlussbereiche und Bewegungsrichtungen.
Rechenblatt Formeln und Einheiten sind sichtbar; Ringräume, Band- und Kleberbedarf sowie Plausibilitätskontrollen stimmen.
Systementscheidung Quellen sind datiert; fiktive Übungswerte sind von echten Herstellerdaten und Normangaben getrennt.
Arbeits- und Schutzplan Ablauf, Gefährdungen, Aufsicht, Haltepunkte, Unterbrechung und sichere Alternative sind konkret.
Ergebnis und Prüfung Modellansichten, Soll-Ist-Protokoll, Mängelbearbeitung und Prüfgrenzen sind zugeordnet.
Übergabe Bestandsstand, Reststoffkonzept und vorgesehene Kontrolle beziehungsweise Wartung sind beschrieben.
Transfer Du erläuterst mündlich, was sich bei anderem Rohrdurchmesser, zusätzlichem Versatz oder anderem Einsatzort ändern muss.

Die Bewertung erfolgt mit dem 100-Punkte-Raster des Praxisfalls. Ergänzend führst du ein kurzes Fachgespräch: Verfolge einen Wasserweg, begründe einen Haltepunkt und erkläre eine Grenze deines Modells. Ein Quizwert allein ersetzt diesen Handlungsnachweis nicht. Dokumentiere abschließend einen eigenen Fehler, seine Ursache und die begründete Korrektur.


OER und Wikipedia


Frei zugängliche Lernressourcen

Der deutschsprachige Wikipedia-Artikel dient als Überblick und zum Nachschlagen von Begriffen. Seine Normenangaben können älter als der aktuelle Normenstand sein. Für den konkreten Arbeitsauftrag verwendest du die oben verlinkten aktuellen Regelwerksnachweise und die für das System geltenden Unterlagen.

OER bedeutet offene Bildungsressource. Frei lesbare Herstellerinformationen sind nicht automatisch OER. Übernimm aus ihnen keine vollständigen Anleitungen oder Abbildungen ohne passende Nutzungsrechte. Die folgenden Commons-Medien besitzen die jeweils auf ihrer Dateiseite angegebenen Lizenzen. Bei einer Bearbeitung musst du Änderungen kennzeichnen und die konkreten Lizenzbedingungen einhalten.


Mediennachweis und Recherchegrenzen

Alle drei eingebundenen Bilddateien wurden anhand ihrer tatsächlichen Commons-Dateiseiten auf Dateinamen, Beschreibung, Urheberangaben und Lizenz geprüft. Sie werden hier unverändert, lediglich skaliert eingebunden. Die didaktischen Bildunterschriften stammen aus diesem Kurs. Die Bilder zeigen Prinzip, sichtbare Oberfläche und Gebindevolumen; sie werden nicht als Nachweis einer fachgerechten heutigen Ausführung ausgegeben.

Medium Tatsächliche Quelle Urheber Lizenz und Verwendung
File:Dehnfuge1.png Commons-Dateiseite Maurer Söhne GmbH & Co. KG; Namensnennung „Maurer Söhne“ CC BY-SA 4.0; unverändert, schematischer Querschnitt als Vergleich zur Bewegungsaufnahme
File:Caulking between tilt up concrete panels.jpg Commons-Dateiseite Achim Hering CC BY 3.0; diese angebotene Lizenz gewählt, unverändert, Sichtprüfung einer Dichtstofffuge
File:Kleb-und Dichtstoff in Alu-Kartusche Verpackung.jpg Commons-Dateiseite Cjp24 CC BY-SA 3.0; unverändert, Lerngegenstand für die Volumen- und Gebinderechnung
https://vimeo.com/211315752 DOYMA Curaflex Nova – ITL – Integrated Torque Limiter DOYMA GmbH & Co Offizieller Herstellerbeitrag; keine offene Lizenz festgestellt; ausschließlich über den angebotenen Videodienst eingebunden, kein Download oder Neu-Upload

Medienumfang und Grenzen: Drei geprüfte Bilder beziehungsweise Grafiken und ein fachlich passender, deutsch beschriebener Hersteller-Videoeintrag sind enthalten. Weitere gefundene YouTube-Videos ließen sich nicht zuverlässig aufrufen und wurden deshalb nicht eingebunden. Für eine offene deutschsprachige Simulation zum exakten Detail konnte keine belastbar geprüfte Quelle aufgenommen werden. Das beschriebene trockene Funktionsmodell übernimmt die Bewegungsdarstellung. Beim Video wurden Eintrag, Anbieter und Beschreibung geprüft; eine vollständige audiovisuelle Prüfung oder Zusage zur dauerhaften Abspielbarkeit ist damit nicht verbunden. Die LearningApps-Suche ist als ungeprüfte Trefferliste gekennzeichnet.


Fachquellen und ihre Verwendung

Die Quellen wurden am 22.10.2026 recherchiert. Kurze fachliche Zusammenfassungen und die eigenen Rechenbeispiele ersetzen keine urheberrechtlich geschützten Normtexte.

Quelle Verwendung und Grenze
BIBB: Bauwerksabdichter/Bauwerksabdichterin Berufsprofil, Ausbildungsdauer und Verweis auf Ausbildungsordnung sowie KMK-Rahmenlehrplan; örtliche Lehrplanzuordnung gesondert abgleichen
Ausbildungsrahmenplan BauwAbdAusbV Berufliche Kompetenzen zu Vorbereitung, Durchdringungen, Fugen, Schutz, Prüfung und Bestand
DIN 18533-1:2026-06, Teil 2 und Teil 3 Geprüfte Ausgabe- und Anwendungsinformationen; keine Einsicht in die vollständigen Normtexte behauptet
DIN 18531-1:2025-08 Abgrenzung des Dachbereichs; keine Übertragung von Kellerdetails
Hauff-Technik HSD SSG und Montageanleitung Beispiel zur Systemauswahl, Montagekontrolle und eigenständigen Rohrlagerung
DOYMA Curaflex Nova Uno Beispiel einer Ringraumabdichtung mit integrierter Montagebegrenzung; nur innerhalb ihres beschriebenen Einsatzbereichs
Sika PVC-P NB Typ A und Tricomer Typ DA Beispiele für unterschiedliche Fugenarten, Profil- und Einbaukonzepte
Sikadur-Combiflex SG System, August 2025 Unterschied zwischen Bruchdehnung und zulässiger Bewegung sowie Bedeutung der Abstützung; keine Übernahme als fiktives Rechensystem
DGUV Vorschrift 38 und DGUV Regel 101-038 Organisation sicherer Bauarbeiten; maßgebliche Fassung beim zuständigen Unfallversicherungsträger prüfen
GefStoffV § 6 und § 14 Rechtliche Einordnung der Gefahrstoffbeurteilung und Unterweisung
BG BAU: Flüssigkunststoffe am Bau und GISBAU Gesundheitsgefahren, aktuelle Stoffinformationen und Schutzmaßnahmen


Verknüpfte Lernbereiche

Durchdringungen und Fugen verbinden Baustoffkunde, Bauphysik, Zeichnen, Ausführung und Qualitätsmanagement. Die folgenden Verweise führen zu den entsprechenden Abschnitten dieses Kurses. Für die schulische Einordnung ergänzt du gemeinsam mit der Lehrkraft die tatsächlichen Bezeichnungen aus Landeslehrplan und betrieblichem Ausbildungsplan.

Weiterführender Zusammenhang: Beim Dach ändern sich Wasserführung und Schichtenaufbau; bei WU-Beton ist der Anschluss an das Beton- und Fugenkonzept entscheidend. In beiden Fällen bleiben die Fragen nach einem geschlossenen Dichtverlauf, geeigneter Bewegungsaufnahme und nachweisbarer Ausführungsqualität bestehen.


aiMOOC Projekte

Projekt Detailwerkstatt: Führe Zeichnungen, Modellfotos, Berechnungen und Prüfprotokoll zu einem kleinen Lernatlas zusammen. Jede Detailseite enthält einen erklärten Wasserweg, die Bewegungsanforderung, einen typischen Fehler und eine prüfbare Verbesserung. Ergänze nur eigene oder eindeutig lizenzierte Medien mit vollständiger Namensnennung.

Projekt Übergabe im Team: Simuliert die Übergabe zwischen Planung, Leitungsgewerk und Abdichtungsbetrieb anhand von U-03. Eine Rolle verändert eine Randbedingung; die anderen Rollen aktualisieren Detailregister und Freigabestatus. Das Ergebnis ist ein gemeinsam nachvollziehbarer Unterlagenstand, keine reale Baufreigabe.

Projekt Beruflicher Transfer: Vergleiche die redaktionelle Kompetenzübersicht mit dem lokalen Ausbildungsplan. Halte fest, welche Inhalte bereits geübt wurden, wo beaufsichtigte Praxis fehlt und welche Fachquellen vor einem realen Auftrag erneut geprüft werden müssen.



Schulfach+




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