Raumlufttechnische Anlagen installieren - Anlagenmechaniker SHK - LF 13
Einleitung
Du übernimmst in einem SHK-Betrieb einen Auftrag zur kontrollierten Wohnraumlüftung (KWL): Aus Bauzeichnungen und Angaben zur Nutzung entwickelst du ein Lüftungskonzept, wählst Bauteile, planst eine sichere Installation, prüfst den Betrieb und übergibst eine verständliche Dokumentation. Dieser vollständige aiMOOC orientiert sich an Lernfeld 13 des KMK-Rahmenlehrplans (3. Ausbildungsjahr, Zeitrichtwert 60 Stunden). Du übst die berufliche Handlungskette analysieren – informieren – planen – installieren – prüfen – bewerten – übergeben – warten. Die Beispiele sind frei erfunden und ersetzen weder den projektspezifischen Nachweis nach DIN 1946-6 noch die Freigabe durch befugte Fachkräfte.
Lernziele: Du unterscheidest freie, zentrale und dezentrale Lüftung, begründest Feuchteschutz-, Nenn- und Intensivlüftung, ermittelst Luftvolumenströme und Luftwechselraten, zeichnest die Luftführung, erkennst Schall-, Hygiene-, Frost- und Unterdruckrisiken, planst die Installation, wertest Messdaten aus und dokumentierst eine sichere Übergabe. Berücksichtige deinen betrieblichen Ausbildungsplan, den Landeslehrplan und die zuständige Kammer; dieser Kurs verleiht keine amtliche Anerkennung oder Prüfungszulassung.

Bildimpuls: Die Grafik zeigt exemplarisch Luftwege und Wärmerückgewinnung in einem Passivhaus. Ein konkretes Wohngebäude kann anders aufgebaut sein. Urheber: Passivhaus Institut, Bearbeitung MartinThoma; CC BY-SA 3.0 / GFDL, Nachweis im Medienverzeichnis.
Auftrag und Gebäude analysieren
Anforderungen erkennen
Vor der Auswahl einer Anlage klärst du Raumnutzung, Personenzahl, Feuchtequellen, Gebäudehülle, Raumflächen und Raumhöhen, den energetischen Zustand, geplante Leitungswege sowie vorhandene Anlagen. Raumnutzfläche beschreibt die nutzbare Fläche in Quadratmetern; Raumvolumen ist bei gleichbleibender Raumhöhe Fläche mal Höhe in Kubikmetern. Bauzeichnungen müssen auf Maßstab, Durchbrüche, Schächte, Brandschutzabschnitte und mögliche Revisionsöffnungen geprüft werden. Fehlende Unterlagen werden als Klärungspunkt dokumentiert, nicht durch Vermutungen ersetzt.
Feuchteschutzlüftung dient insbesondere dem baulichen Schutz vor Feuchteschäden; Nennlüftung deckt den üblichen hygienischen Bedarf bei typischer Nutzung ab; Intensivlüftung reagiert auf zeitweise höhere Lasten wie viele Personen oder Duschen. Diese Stufen sind keine pauschalen, überall gleichen Kubikmeterwerte. Die projektbezogene Ermittlung erfolgt nach der tatsächlich geltenden DIN 1946-6 und den Planungsdaten. Eine Bedarfssteuerung kann etwa über Feuchte, Betriebszeiten oder weitere geeignete Sensoren erfolgen.
Lüftungsarten fachlich vergleichen
Freie Lüftung durch Fenster und Fugen hängt von Wind, Temperatur und Nutzerverhalten ab. Eine Einzelraumlüftung versorgt gezielt einen Raum; dezentrale Geräte arbeiten meist raumweise oder paarweise in Außenwänden. Eine zentrale KWL führt Luftströme mehrerer Räume über Kanäle zu einem Gerät. Ein reines Abluftsystem braucht geplante Nachströmöffnungen. Bei balancierten Zu- und Abluftsystemen unterstützt ein Wärmetauscher die Energieeinsparung. Vergleiche Investitions- und Wartungsbedarf, Einbausituation, Schall, Energieverbrauch, Luftqualität, Bedienbarkeit und Reinigung – nicht nur den Gerätepreis.
Wechselwirkungen: Dunstabzugshauben im Abluftbetrieb und raumluftabhängige Feuerstätten können gefährliche Druckverhältnisse erzeugen. Eine vermeintlich ausgeglichene KWL ist kein automatischer Sicherheitsnachweis. Vor Planung und Inbetriebnahme sind der geeignete gemeinsame Betrieb, die Verbrennungsluftversorgung und mögliche Schutzmaßnahmen mit den zuständigen Fachleuten und der bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegerin bzw. dem Bezirksschornsteinfeger zu klären. Niemals eine Schutzeinrichtung testweise überbrücken.
Typischer Fehler: Eine Ventilatorleistung aus einem Prospekt mit dem erforderlichen Raumvolumenstrom gleichsetzen. Tatsächlich hängt die lieferbare Luftmenge vom Druckverlust des konkreten Kanalnetzes, der Geräteeinstellung und den angeschlossenen Bauteilen ab.
Video: ENERGIESPARKOMMISSAR, „Lüftungsanlagen – Nützliches Wissen zur Wohnraumlüftung“ (2022). Bespreche nach den Abschnitten über Feuchteschutz und Wärmerückgewinnung, für welche Wohngebäude welche Systemart infrage kommt. Externes Video; keine freie Nachnutzungslizenz nachgewiesen.
Komponenten und Luftführung verstehen
Luftströme und Bauteile
Merke dir die vier Luftarten: Außenluft gelangt von draußen in die Anlage; Zuluft wird in Wohn- und Schlafräume eingebracht; Abluft wird beispielsweise aus Bad, WC und Küchenbereich abgeführt; Fortluft verlässt das Gebäude. Bei einer typischen Kaskadenlüftung strömt die Luft von vergleichsweise gering belasteten Aufenthaltsräumen über Überströmelemente unter oder in Türen zu stärker feuchte- oder geruchsbelasteten Räumen. Der Küchen-Abluftanschluss einer KWL ist nicht einfach mit einem fetthaltigen Dunstabzug gleichzusetzen.
Ein Gerät kann Ventilatoren zur Luftförderung, Filter gegen Partikel, einen Wärmetauscher für Wärmerückgewinnung, Lufttemperaturfühler, eine Frostschutzsicherung, Kondensatführung, Schalldämpfer und eine Differenzdrucküberwachung für Filter bzw. Luftströmung enthalten. Je nach System kommen Lufterhitzer, Luftkühler oder Feuchtebehandlung hinzu. Lufttemperierung ergänzt die Wärmeversorgung nur im dafür ausgelegten System; eine KWL allein ersetzt nicht automatisch die Heizlastdeckung.
Bauteilbild: Größere Luftbehandlungseinheit mit Luftführung, Ventilator, Filterkammer und Wärmetauscher-/Registerbereich; die Funktion der Bauteile lässt sich auf kleinere Wohnungslüftungsgeräte übertragen, ihre Dimensionierung nicht. Foto P199, gemeinfrei.
Wärmerückgewinnung, Hygiene und Schall
Wärmerückgewinnung (WRG) überträgt einen Teil der Wärme aus der Abluft auf die kühlere Außenluft, ohne dass beide Luftströme bei geeigneter Ausführung direkt vermischt werden müssen. Platten- bzw. Gegenstromwärmetauscher, Rotationswärmetauscher und getrennte Kreislaufsysteme haben unterschiedliche Eigenschaften; die Auswahl richtet sich nach Einsatzbereich, Hygiene, Frost- und Kondensatbedingungen.

Vertiefung: Die Grafik zeigt ausdrücklich ein System mit Gegenstrom-Schichtwärmetauscher (GSWT), also nicht den üblichen Plattenwärmetauscher eines kleinen Wohnraumgeräts. Vergleiche die Prinzipien und die Trennung der Luftströme. Grafik Otterinfo, CC BY-SA 3.0.
Luftleitungen und Geräte werden während Lagerung und Bauphase vor Staub, Wasser und Beschädigung geschützt. Plane reinigbare Leitungen, ausreichend zugängliche Filter, passende Dichtungen sowie hygienisch geeignete Kondensatabführung. Filterklassen werden heute zum Beispiel nach ISO ePM1, ePM2,5 oder ePM10 gemäß DIN EN ISO 16890 angegeben; die alte DIN EN 779 ist nicht mehr der aktuelle allgemeine Klassifizierungsmaßstab. Der tatsächliche Filter ist anhand der aktuellen Geräte- und Herstellerunterlagen festzulegen.

Filterbeispiel: Abgebildet ist ein wiederverwendbarer HVAC-Filter; daraus folgt nicht, dass jeder KWL-Filter gewaschen werden darf. Entscheidend sind Bauart und Herstelleranleitung. Foto Wikideas1, CC0.
Schallschutz beginnt bei niedrigen Strömungsgeschwindigkeiten, durchdachter Leitungsführung, elastisch entkoppelter Gerätemontage, Schalldämpfern und vermiedener Telefonieschall-Übertragung zwischen Räumen. Zu enge Kanäle, viele harte Umlenkungen oder falsch platzierte Ventile können Druckverlust und Geräusche erhöhen. Beachte zusätzlich Brandabschnitte und bauaufsichtliche Anforderungen; Brandschutzeinrichtungen dürfen nicht eigenmächtig versetzt oder weggelassen werden.
Wartung als Teil der Planung
Eine wartbare Anlage hat zugängliche Filter, kontrollierbare Kondensatwege, dokumentierte Luftdurchlässe und sinnvolle Reinigungsöffnungen. Erst die regelmäßige Inspektion macht die geplante Luftqualität dauerhaft plausibel. Die VDI 6022 behandelt Hygieneanforderungen an RLT-Anlagen; die konkrete Anwendung und erforderliche Qualifikation sind objekt- und anlagenspezifisch zu prüfen. Plane die Übergabe so, dass Betreiber wissen, wie sie Filtermeldungen erkennen, zulässige Wartungen veranlassen und Störungen melden.
Luftmengen dimensionieren und Energie beurteilen
Luftwechsel und Luftvolumenstrom
Der Luftvolumenstrom Q beschreibt, wie viel Luft je Zeit transportiert wird (z. B. m³/h). Die Luftwechselrate n beschreibt rechnerisch den Volumenstrom bezogen auf das betrachtete Raum- oder Gebäudevolumen: n = Q / V. Umstellen: Q = n × V. Das ist eine Kontrollrechnung und ersetzt keine Lüftungsauslegung nach DIN 1946-6.
Übungsgebäude (synthetisch): Nutzfläche 100 m², mittlere lichte Höhe 2,50 m, damit V = 100 × 2,50 = 250 m³. Die für die Unterrichtsaufgabe vorgegebene Luftmenge bei Nennbetrieb sei 100 m³/h. Daraus folgt n = 100 / 250 = 0,40 h⁻¹. Die Zahl 0,40 ist ein Beispielresultat, kein pauschaler normativer Mindestluftwechsel. Ob die vorgegebenen 100 m³/h für das echte Gebäude genügen, muss anhand des vollständigen Lüftungskonzepts, der Nutzungsdaten und der geltenden Regelwerke unabhängig geprüft werden.
| Raum im Modellhaus | Zuluft-Soll in m³/h | Abluft-Soll in m³/h |
|---|---|---|
| Wohnen | 40 | – |
| Schlafen A | 30 | – |
| Schlafen B | 30 | – |
| Küche (Raumabsaugung) | – | 45 |
| Bad | – | 35 |
| WC | – | 20 |
| Summen | 100 | 100 |
Die beiden Summen sind gleich groß; das unterstützt eine balancierte Auslegung. Die Einzelwerte sind ausschließlich didaktisch gesetzte Sollwerte und keine aus DIN 1946-6 abgeleiteten Raumvorgaben. Bei raumluftabhängigen Feuerstätten oder Abluft-Dunstabzug ist die gesonderte Sicherheitsprüfung zusätzlich notwendig.
Strömungsgeschwindigkeit und Querschnitt
Für einen runden Luftkanal mit Innendurchmesser d gilt A = π × d² / 4. Für den Volumenstrom in m³/h ergibt sich die mittlere Strömungsgeschwindigkeit v = Q / (3600 × A). Beispiel: Ein Kanal transportiert 60 m³/h bei d = 0,125 m. Dann ist A = 3,1416 × 0,125² / 4 ≈ 0,01227 m²; v = 60 / (3600 × 0,01227) ≈ 1,36 m/s. Erst danach prüfst du nach Herstellerkennlinie Druckverlust, Geräusch, Dimensionstoleranzen und geeignete Einbausituation. Nicht alle Leitungsquerschnitte dürfen blind auf eine einzige Geschwindigkeit optimiert werden.

Messbezug: Spitze eines thermischen Anemometers zur Messung von Luftgeschwindigkeit und Temperatur. Ein korrekter Volumenstromnachweis erfordert zusätzlich ein geeignetes Messverfahren, Messquerschnitt bzw. eine passende Messhaube, Gerätekenndaten und Beachtung der Messunsicherheit. Foto Harke, gemeinfrei.
Energie und Temperatur abschätzen
Die überschlägige sensible Lüftungswärmeleistung kann bei üblicher Luftdichte und Wärmekapazität als P ≈ 0,34 × Q × ΔT in Watt berechnet werden, mit Q in m³/h und ΔT in Kelvin. Für Q = 100 m³/h sowie innen 21 °C und außen 0 °C ist der Temperaturunterschied 21 K. Ohne WRG folgt P ≈ 0,34 × 100 × 21 = 714 W. Bei angenommenen 80 % wirksamer sensibler Wärmerückgewinnung bleiben im idealisierten Vergleich 714 × (1 − 0,80) = 142,8 W als Lüftungswärmeverlust. Die theoretische Außenluft-Erwärmung wäre 0 °C + 0,80 × 21 K = 16,8 °C. Reale Ergebnisse hängen zusätzlich von Feuchte, Betriebszustand, Frostschutz, Volumenstrombalance und Ventilatorstrom ab. Die Beispielrechnung ist weder Heizlastberechnung noch Garantie eines Gerätes.
Vergleichskriterien: Wärmebereitstellung, Ventilatorstrom, Filterdruckverlust, akustische Qualität, Wartungszugänglichkeit, CO₂-Bilanz und Materialeinsatz. Eine höhere WRG-Kennzahl allein entscheidet nicht über das nachhaltigste Gesamtsystem. Typische Fehler sind das Verwechseln von W und kWh, von Kelvin-Temperaturdifferenz und Celsius-Temperatur sowie von Luftvolumenstrom und Luftwechselrate.
Montage fachgerecht und sicher vorbereiten
Koordination und Arbeitsplan
Übertrage die geplanten Räume, Zu- und Abluftventile, Überströmöffnungen, Außenluft-/Fortluftanschlüsse, Kanalwege und Revisionsstellen in einen maßstäblichen Plan. Ordne Geräteanschlüsse eindeutig zu und gleiche Einbauhöhen mit Elektro-, Trockenbau-, Heizungs- und gegebenenfalls Brandschutzgewerken ab. Berücksichtige Befestigung an tragfähigen Bauteilen, Körperschallentkopplung, Luftdichtheit, Dämmung in kalten Bereichen, Kondensatgefälle nach Herstellerangaben und die Trennung von Ansaug- und Ausblasbereich. Falsch herum eingesetzte Bauteile, zugestellte Filterklappen, vertauschte Luftwege und verunreinigte Kanäle sind typische Montagefehler.
| Arbeitsphase | Prüffrage und dokumentiertes Ergebnis |
|---|---|
| 1 Auftragsklärung | Liegen genehmigte Pläne, sichere Randbedingungen und der reale Lüftungsnachweis vor? |
| 2 Systementscheidung | Sind Auswahl, Raumverteilung, WRG, Schall und Betrieb mit Feuerstätten begründet? |
| 3 Montagevorbereitung | Sind Lieferteile, Leitungswege, Zugänglichkeit, Brandschutz und Schutzmaßnahmen abgeglichen? |
| 4 Fachmontage unter Aufsicht | Sind Bauteile nach Herstellerunterlagen montiert, sauber gehalten und gekennzeichnet? |
| 5 Befugte Elektroarbeiten | Sind elektrische Anschlüsse und Prüfungen qualifiziert ausgeführt und freigegeben? |
| 6 Funktionsprüfung | Sind Soll-/Ist-Luftmengen, Temperaturen, Frostschutz und Differenzdruck erfasst? |
| 7 Übergabe | Sind Einweisung, Filter-/Wartungsplan, Abweichungen und Verantwortlichkeiten dokumentiert? |

Montagebezug: Herstellung eines größeren Lüftungsgeräts; du erkennst die Notwendigkeit von Bauteilkennzeichnung und montagefreundlichem Aufbau. Die Abbildung ist keine Arbeitsanweisung für ein Wohngebäude. Foto Feetonheat28, CC BY-SA 4.0.
Arbeitsschutz, Brandschutz und Verantwortung
Gefährdungsbeurteilung vor Beginn: Schutz gegen Absturz bei Deckenarbeiten, Staubabsaugung beim Bohren, sichere Werkzeuge, Lastenhandling, scharfe Blechkanten, Gehör- und Augenschutz, mögliche Schadstoffe bei Bestandsgebäuden sowie sichere elektrische Freischaltung. Für elektrische Anschlüsse gelten insbesondere DGUV Vorschrift 3 und einschlägige elektrotechnische Regeln. Auszubildende führen gefährliche Tätigkeiten und Prüfungen nur im Rahmen ihrer Qualifikation unter Leitung und Aufsicht der hierzu befugten Fachkräfte durch; keinerlei Arbeiten an spannungsführenden Teilen als Lernexperiment. Eingriffe in Brandabschottungen, Feuerstätten, Unterdruckwächter oder tragende Bauteile sind ausschließlich befugten Personen vorbehalten.
Sichere Alternative für den Unterricht: Zeichne Kanal- und Elektro-Schnittstellen in einer 2D-Simulation, stecke nur spannungsfreie Modellbauteile zusammen oder nutze ein digitales Geräte-Dashboard mit vorgegebenen Sensorwerten. Simulationen für Frostschutz- und Differenzdruckfehler ersetzen riskante Prüfmanipulationen am laufenden Gerät.
Datenschutz und Digitalisierung: Ein digitales Inbetriebnahmeprotokoll dokumentiert Gerätetyp, anonymisierte Raumnamen, Messzeit, Prüfmittel, Soll-/Istwerte und Freigabestatus. Speichere keine echten Kundennamen, Zugangsdaten, Wohnungsgrundrisse oder personenbezogenen Sensorzeitreihen in einer öffentlichen Lernplattform. Nutze pseudonymisierte Lernfälle, betrieblich freigegebene Systeme, Rollenrechte und ein Löschkonzept.
Inbetriebnahme, Praxisfall und Wartung
Funktionsprüfung und Übergabe
Nach dem fachlich freigegebenen Aufbau kontrollierst du zunächst die Zuordnung von Leitungen und Ventilen, die Sauberkeit und Filterlage, zugängliche Revisionspunkte, Kondensatabführung, Dichtheit, Geräusch und die dokumentierte Elektrofreigabe. Bei geregeltem Betrieb werden unter Aufsicht die Lufttemperaturen, Strömungsgeschwindigkeiten und erforderlichen Volumenströme mit geeignetem Messverfahren erfasst. Eine Differenzdrucküberwachung kann beispielsweise einen zunehmenden Filterwiderstand melden; ein hoher Wert ist erst mit Betriebszustand und Gerätekennlinie sinnvoll zu beurteilen. Frostschutz wird über die freigegebene Regelungsdiagnose geprüft, nicht durch gefährliches Erzwingen extremer Betriebszustände. Messmittelkalibrierung, Messunsicherheit und projektgültige Abnahmekriterien gehören ins Protokoll.
Fachvideo: SHK Info, „Kontrollierte Wohnraumlüftung erklärt: Aufbau, Funktion & Einmessung“ (2025). Notiere fünf Prüfpunkte, die vor der Übergabe nachvollziehbar protokolliert werden können. Externes Video; keine freie Nachnutzungslizenz nachgewiesen.
Durchgerechneter Praxisauftrag: Modellhaus „Lindenweg“
Auftrag: Für ein fiktives Wohngebäude mit 100 m² Nutzfläche und 2,50 m Raumhöhe ist eine zentrale KWL mit WRG im Unterricht zu planen. Vorgegeben sind die ausschließlich schulischen Soll-Luftmengen aus der Tabelle des vorherigen Kapitels. In der Realität fehlen hier weitere Auslegungsparameter; deshalb wird keine normgerechte Planung oder Betriebserlaubnis behauptet. Das Modellhaus besitzt keine echte Adresse, keine Kunden- und keine Schülerdaten.
Arbeitsauftrag und erwartete Produkte:
- Erstelle eine Bestands- und Fragenliste: Raumbezeichnungen, Flächen, Volumen, Feuchtequellen, Leitungswege, Feuerstättenfrage, Schall- und Wartungszugänge.
- Ergänze einen schematischen Grundriss: Zuluft in Wohnen und Schlafen, Abluft in Küche/Bad/WC, geeignete Überströmwege sowie Außenluft/Fortluft am Gerät.
- Weise rechnerisch nach: V = 250 m³, Q Zuluft = 40 + 30 + 30 = 100 m³/h, Q Abluft = 45 + 35 + 20 = 100 m³/h, n = 0,40 h⁻¹. Lege daneben den Hinweis auf die noch ausstehende DIN-Auslegung ab.
- Plane den Montageablauf mit Sicherheitsfreigaben, staubgeschützten Bauteilen, Elektrofachkraft, Prüfung der Einbaulage, Zugang zu Filtern und Kondensat sowie eindeutiger Kennzeichnung.
- Werte folgende simulierten Messwerte aus; kein Messwert stammt aus einer echten Kundenanlage.
| Messpunkt | Soll m³/h | Ist m³/h | Abweichung gegenüber Soll |
|---|---|---|---|
| Zuluft Wohnen | 40 | 39 | −2,5 % |
| Zuluft Schlafen A | 30 | 31 | +3,3 % |
| Zuluft Schlafen B | 30 | 30 | 0 % |
| Abluft Küche | 45 | 45 | 0 % |
| Abluft Bad | 35 | 35 | 0 % |
| Abluft WC | 20 | 20 | 0 % |
| Summe je Strom | 100 ZU / 100 AB | 100 ZU / 100 AB | ausgeglichen |
Rechenkontrolle: Wohnen: (39 − 40) / 40 × 100 = −2,5 %. Schlafen A: (31 − 30) / 30 × 100 ≈ +3,3 %. Für dieses reine Unterrichtsmodell wird eine interne Zielspanne von ±10 % je Raum vereinbart; alle sechs Werte liegen darin. Diese Zielspanne ist keine allgemeine Normtoleranz. Die tatsächliche Abnahme richtet sich nach Projekt, geltenden Normen, Herstellerangaben und Messunsicherheit. Dokumentiere zusätzlich im Simulationsprotokoll „Filter-Differenzdruck 45 Pa, Betriebsstufe Nennbetrieb“ und „Frostschutzmeldung: keine“; ohne Herstellerreferenz darf aus 45 Pa keine pauschale Grenzwertaussage folgen.
Prüfbares Arbeitsergebnis: ein anonymisierter Grundriss mit sechs beschrifteten Raumventilen und vier Luftarten, eine Rechenseite mit Einheiten, eine Montage-/Sicherheitscheckliste, das ausgefüllte Soll-/Ist-Messblatt, ein begründeter Abnahmevorbehalt sowie ein Übergabeprotokoll mit Wartungsplan. Eine Prüferin kann jeden Summenwert und jede Abweichung unabhängig nachrechnen.
| Bewertungsbereich | Punkte | Beobachtbare Leistung |
|---|---|---|
| Auftragsanalyse | 15 | Randbedingungen, fehlende Nachweise und Risiken vollständig erkannt |
| System- und Luftwegeplanung | 15 | Luftarten, Raumzuordnung, Überströmung und Schnittstellen nachvollziehbar |
| Fachrechnungen | 20 | Volumen, Volumenstrom, Luftwechsel, Geschwindigkeit und Einheiten richtig |
| Montage und Sicherheit | 15 | Reihenfolge, Hygiene, Schall und Freigaben sachgerecht |
| Prüfung und Messauswertung | 20 | sechs Soll-/Ist-Paare, Abweichungen, Unsicherheit und Vorbehalte korrekt |
| Übergabe, Wartung, Datenschutz | 15 | verständliche Unterlagen und anonymisierte Dokumentation |
| Gesamt | 100 | Sichere Arbeit ist zwingend; unsicheres Vorgehen führt zur Unterbrechung der Praxis |
Rückmeldung: 90–100 Punkte: eigenständig und sicher begründet; 75–89: im Wesentlichen fachgerecht mit Einzelkorrekturen; 60–74: Teilkompetenzen, gezielte Nacharbeit bei Berechnung bzw. Dokumentation; unter 60: Auftrag nochmals mit Lernbegleitung planen. Dies ist ausschließlich ein didaktisches Raster, keine amtliche Prüfungsbewertung.
Betrieb, Wartung und Nachhaltigkeit
Ein Übergabeprotokoll hält Geräteeinstellungen, Luftmengen und Messverfahren, Betriebsarten, Filteridentifikation, Einweisung, Kondensatkontrolle, empfohlene Wartungsintervalle nach Herstellerangaben, Funktions- und Störungsanzeigen sowie Ansprechpartner fest. Regelmäßige Wartung umfasst Filterkontrolle/-wechsel, hygienische Sichtprüfung, Reinigungsbedarf, Kondensatabfuhr und erneute Funktionskontrolle; Arbeiten nur im zulässigen Verantwortungsbereich. Beim Filterwechsel sind passende Ersatzfilter, Staubschutz und korrekte Entsorgung wichtig.
Bewerte über den Lebenszyklus Materialverbrauch, Reparierbarkeit, energiearme Ventilatoren, WRG, Filterdruckverlust, bedarfsgerechte Regelung und sinnvollen Austausch statt unnötiger Neugeräte. Ein Online-Dashboard kann Wartungsbedarf früher sichtbar machen; seine Daten sind aber sparsam und geschützt zu verarbeiten. Häufige Fehler: nicht erfasste Messbedingungen, verstellte Ventile nach Abgleich, fehlende Filterzugänglichkeit, unbeschriftete Luftwege, übersehene Störmeldungen und eine Übergabe ohne verständliche Nutzerhinweise.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Prüfe dein Fachwissen
Welche Hauptaufgabe hat eine kontrollierte Wohnraumlüftung? (Einen bedarfsgerecht geplanten Luftaustausch sicherstellen) (!Jede Art von Raumheizung vollständig ersetzen) (!Ausschließlich die Gebäudehülle erwärmen) (!Unabhängig von Nutzungsdaten immer denselben Luftstrom fördern)
Welche Räume werden bei einer typischen Kaskadenlüftung bevorzugt als Ablufträume vorgesehen? (Bad und WC) (!Schlafzimmer und Wohnzimmer) (!Nur der Hauseingang) (!Alle Räume ausschließlich als Zuluftbereiche)
Welche Information ist vor einer normgerechten Auslegung unverzichtbar? (Raumnutzung und geometrische Gebäudedaten) (!Nur die Farbe des Lüftungsgerätes) (!Allein die Verpackungsgröße der Filter) (!Ausschließlich die WLAN-Reichweite)
Wie wird die rechnerische Luftwechselrate bestimmt? (Luftvolumenstrom geteilt durch Raumvolumen) (!Raumvolumen mal Raumtemperatur) (!Leitungslänge geteilt durch Gebäudehöhe) (!Ventilatorleistung geteilt durch Filterfläche)
Welche Luftwechselrate ergibt sich bei 100 Kubikmetern pro Stunde für 250 Kubikmeter Raumvolumen? (0,40 pro Stunde) (!2,50 pro Stunde) (!25 pro Stunde) (!350 pro Stunde)
Was bewirkt ein geeigneter Wärmetauscher einer Zu- und Abluftanlage im Winter? (Er überträgt einen Teil der Abluftwärme auf die Außenluft) (!Er erzeugt ohne Energiezufuhr beliebig viel Heizwärme) (!Er ersetzt die notwendigen Luftfilter vollständig) (!Er sorgt stets für einen Luftwechsel von null)
Welche Gefahr erfordert beim Betrieb einer Abluftanlage neben einer raumluftabhängigen Feuerstätte besondere Prüfung? (Gefährlicher Unterdruck mit möglichem Abgaseintritt) (!Eine automatisch erhöhte Trinkwasserhärte) (!Eine zwangsläufige Kühlung aller Heizkörper) (!Eine Verringerung der Schwerkraft im Gebäude)
Was kann ein zunehmender Differenzdruck über einem Filter anzeigen? (Einen gestiegenen Strömungswiderstand des Filters) (!Immer die vollständige Abwesenheit von Staub) (!Eine garantierte Verbesserung der Geräuschdämmung) (!Eine automatisch zugelassene Feuerstätte)
Welcher Nachweis gehört zur Inbetriebnahme einer KWL? (Dokumentierte Sollwerte und fachgerecht ermittelte Ist-Luftmengen) (!Nur ein Foto der Kartonverpackung) (!Ein unbeschrifteter Raumgrundriss) (!Ausschließlich eine mündliche Schätzung der Luftmengen)
Welche Vorgehensweise ist bei digitalen Wartungsdaten angemessen? (Nur erforderliche und geschützte Anlagendaten speichern) (!Kundenpasswörter in öffentliche Kursseiten kopieren) (!Jede private Anwesenheitsinformation dauerhaft veröffentlichen) (!Auf Freigaben und Zugriffsrechte grundsätzlich verzichten)
Memory: Begriffe zuordnen
Ordne jeden eindeutigen Begriff seiner Funktion zu.
| Außenluft | Aus der Umgebung angesaugte Luft vor der Aufbereitung |
| Zuluft | In Aufenthaltsräume eingebrachte aufbereitete Luft |
| Abluft | Aus genutzten Innenräumen abgesaugte Luft |
| Fortluft | Nach draußen abgeführte Luft aus der Anlage |
| Überströmelement | Geplanter Luftweg zwischen Räumen ohne eigenen Ventilator |
| Frostschutzsicherung | Regelfunktion zum Schutz des Wärmetauschers bei Frostgefahr |
Drag-and-drop: Bauteile zuordnen
| Ordne das passende Bauteil zu. | Einbauaufgabe |
|---|---|
| Zuluftventil | Definierte Einleitung der Luft in einen Wohnraum |
| Abluftventil | Erfassung feuchter Raumluft im Badezimmer |
| Schalldämpfer | Verringerung der Schallausbreitung im Luftnetz |
| Luftfilter | Abscheidung von Partikeln aus dem geführten Luftstrom |
| Kondensatablauf | Hygienisch geeignete Ableitung entstehender Flüssigkeit |
Kreuzworträtsel: Lüftungstechnik
| Ventilator | Welches Bauteil fördert Luft durch ein Leitungssystem? |
| Luftfilter | Welches Bauteil scheidet Staubpartikel aus der Luft ab? |
| Wärmetauscher | Welches Bauteil überträgt Wärme zwischen getrennten Medien? |
| Anemometer | Wie heißt ein Messgerät für die Strömungsgeschwindigkeit? |
| Kondensat | Wie heißt die bei Unterschreitung des Taupunkts entstehende Flüssigkeit? |
| Schalldämpfer | Welches Bauteil reduziert die Schallübertragung im Kanal? |
LearningApps: Weitere Übungen finden
Die Suche öffnet fremde Lernangebote. Prüfe deren Qualität selbst; Treffer sind weder Teil dieses aiMOOC noch fachlich vorab freigegeben.
Lückentext: Zusammenhang verstehen
Offene Aufgaben
Leicht
- Wohnraumlüftung: Fertige eine beschriftete Skizze mit Außenluft, Zuluft, Abluft und Fortluft an und erkläre alle vier Luftarten in eigenen Worten.
- Lüftungssystem: Erstelle eine Vergleichskarte zu Fensterlüftung, zentraler und dezentraler Lüftung mit je zwei Möglichkeiten und Grenzen.
- Raumvolumen: Berechne für drei erfundene Räume aus Länge, Breite und Höhe das Volumen und kontrolliere die Einheiten.
- Luftfilter: Erstelle ein kurzes bebildertes Merkblatt über Filterwechsel, Hygiene und zulässige Herstellerangaben ohne eine laufende Anlage zu öffnen.
Standard
- Luftwechsel: Berechne aus den Modellwerten des Praxisfalls den Nenn-Luftwechsel und erläutere, warum der Wert keine DIN-Auslegung ersetzt.
- Luftkanal: Vergleiche rechnerisch die Luftgeschwindigkeit bei gleichem Volumenstrom in zwei unterschiedlichen runden Kanalquerschnitten.
- Wärmerückgewinnung: Erkläre die Wärmebilanz des Beispiels bei null und achtzig Prozent angenommenem Wärmeübertrag und benenne Modellgrenzen.
- Technische Zeichnung: Zeichne auf einem anonymen Modellgrundriss sechs Luftdurchlässe sowie nachvollziehbare Überström- und Wartungswege ein.
Schwer
- Gefährdungsbeurteilung: Entwickle für die Modellmontage eine Sicherheitsmatrix zu Elektro, Absturz, Staub, Brandabschottung und Feuerstätten-Schnittstelle samt befugten Zuständigkeiten.
- Inbetriebnahme: Stelle ein digitales, datensparsames Messprotokoll bereit, rechne die sechs Abweichungen nach und begründe einen fachlichen Abnahmevorbehalt.
- Fehlersuche: Entwirf auf Papier einen Diagnosepfad bei niedrigem Luftvolumenstrom und erhöhtem Filterdifferenzdruck, ohne Schutzschaltungen am Gerät zu manipulieren.
- Projektpräsentation: Produziere ein dreiminütiges Erklärvideo oder eine vertonte Animation zum fiktiven KWL-Auftrag mit Systemwahl, Energie, Sicherheit, Messung und Übergabe; nutze nur eigene oder korrekt lizenzierte Medien.


Lernkontrolle
- Auftragsanalyse: Ein Wohnhaus erhält neue dichte Fenster. Begründe, welche Informationen für die Prüfung des Feuchteschutzes fehlen und wie du sie fachgerecht beschaffst.
- Luftmengenbilanz: Zwei Zuluftströme von 55 und 40 m³/h stehen Abluftströmen von 35 und 50 m³/h gegenüber. Berechne die Bilanz, benenne mögliche Ursachen und sichere nächste Prüfschritte.
- Strömungsrechnung: Leite die Einheit der Formel v = Q / (3600 × A) her und untersuche, was bei unverändertem Q und halbiertem Querschnitt passiert.
- Feuerstättensicherheit: Erkläre, warum die Aussage „Ein balanciertes KWL-Gerät ist immer mit jedem Kaminofen sicher“ unzutreffend ist und welche Fachstelle eingebunden wird.
- Hygienebewertung: Ein Filter ist verschmutzt und der Luftstrom sinkt. Begründe Auswirkungen auf Energie, Luftqualität und Messwerte und plane eine sichere Inspektion.
- Übergabeplanung: Erstelle fünf verständliche Fragen für die Einweisung eines anonymen fiktiven Betreibers und benenne die zu übergebenden Unterlagen.
Selbstkontrolle: Vergleiche deine Ergebnisse mit den hergeleiteten Rechenwegen, dem vorgegebenen Messblatt und den geprüften Fachquellen. Bei Abweichungen erläutere die Ursache und überarbeite deinen eigenen Nachweis; die Aufgaben verlangen Begründungen statt bloßer Stichwörter.
Lernnachweis
Verbindliches Lernprodukt im Unterricht: Reiche ein anonymes Projektportfolio für das Modellhaus ein, bestehend aus (1) Auftrags- und Randbedingungenanalyse, (2) beschriftetem Luftführungsplan, (3) vollständigen und einheitenrichtigen Rechenblättern, (4) Arbeits- und Sicherheitsplan mit Befugnisgrenzen, (5) Messprotokoll mit sechs Soll-/Ist-Werten, Prozentabweichungen und Abnahmevorbehalt und (6) Betreiberinformation mit Wartung, Datenschutz und Umweltaspekten. Die Bewertung erfolgt transparent anhand des 100-Punkte-Rasters im Praxisfall. Eine Lehrkraft kann anhand der Artefakte nachvollziehen, ob du Fachbegriffe, technische Grundlagen, Anwendung, Prüfung und begründeten Transfer beherrschst.
Transfer: Übertrage das Vorgehen auf einen zweiten frei erfundenen Grundriss mit anderen Raumnutzungen und erläutere, was sich am Lüftungskonzept ändern müsste. Ohne reale Bauunterlagen, Fachplanung und Freigaben bleibt das eine Lernsimulation.
OER und Wikipedia
Geprüfte fachliche Ausgangsquellen (Abruf und Regelstand: Oktober 2026):
- KMK, Rahmenlehrplan SHK, PDF-Seite 21, Lernfeld 13 – Kompetenzfelder, Zeitrichtwert und Handlungsschritte.
- BIBB, Ausbildungsberuf Anlagenmechaniker SHK – 42 Monate, Berufsbild und Rechtsgrundlagen.
- DIN 1946-6:2019-12 – bei Abruf als aktuell ausgewiesene Wohnungs-Lüftungsnorm; der lizenzpflichtige Normtext ist hier nicht abgedruckt.
- VDI 6022, Übersicht – Hygieneanforderungen an RLT-Anlagen; Blatt 1 mit Stand 2018-01 und Berichtigung 2023, je nach Anwendungsfall weitere Blätter.
- DIN EN 12599:2013-01 – Prüf- und Messverfahren bei Übergabe von RLT-Anlagen, anwendungsgerecht einordnen.
- DIN EN ISO 16890-1:2017-08 – aktuelle Produktseite zur Luftfilterklassifizierung; späteren Entwurf nicht als gültige Norm ausgeben.
- DGUV Vorschrift 3 – elektrische Anlagen und Betriebsmittel; befugte Elektroarbeiten.
- Bundesverband Schornsteinfegerhandwerk – Verbrennungsluft, Abluftgeräte und Unterdruckrisiko.
- Umweltbundesamt – Feuchte, Schimmel, Lüften und Filterpflege.
- Herstellerbeispiel Zehnder: Systemreinigung – Wartungszugang und Hygiene; die verbindliche Montage-/Wartungsanleitung ist immer gerätespezifisch.
- Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Modernisierung der Wärmeversorgung in Gebäuden, aktuelle Fassung (GModG) – gesetzliche Regelungen zu RLT und Wärmerückgewinnung, insbesondere §§ 65–68 mit spezifischen Leistungs- und Volumenstromschwellen; nicht ungeprüft auf das kleine Modellhaus übertragen. Landesbauordnungsrecht, Feuerungsverordnung, Brandschutzkonzept und technische Anschlussbedingungen im echten Auftrag zusätzlich abklären.
Offenes Nachschlagewerk (nicht mit Normtext verwechseln): Kontrollierte Wohnraumlüftung auf Wikipedia.
Prüfbares Medien- und Lizenzverzeichnis: Alle folgenden Dateinamen wurden mit den jeweiligen Wikimedia-Commons-Dateiseiten abgeglichen. Die Einbettungen verwenden die unveränderten Originaldateien; Urheberhinweise und Creative-Commons-Lizenzen bleiben maßgeblich.
| Im Kurs verwendete Datei | Quell- und Lizenznachweis | Urheber | Lizenz |
|---|---|---|---|
| File:Passivhaus-Querschnitt.svg | Commons-Dateiseite | Passivhaus Institut, Bearbeitung MartinThoma | CC BY-SA 3.0 / GFDL |
| File:Air handling unit.JPG | Commons-Dateiseite | P199 | Gemeinfrei (PD-self) |
| File:Waermerueckgewinnung.svg | Commons-Dateiseite | Otterinfo | CC BY-SA 3.0 |
| File:HVAC air filter.webp | Commons-Dateiseite | Wikideas1 | CC0 1.0 |
| File:Air velocity meter sensor.jpg | Commons-Dateiseite | Harke | Gemeinfrei (PD-self) |
| File:Systemair production.jpg | Commons-Dateiseite | Feetonheat28 | CC BY-SA 4.0 |
Deutschsprachige Fachvideos: ENERGIESPARKOMMISSAR: Lüftungsanlagen – Nützliches Wissen zur Wohnraumlüftung (2022) und SHK Info: Kontrollierte Wohnraumlüftung erklärt – Aufbau, Funktion & Einmessung (2025). Video-Titel, Urheberkanal, Verfügbarkeit als Such-/Videodatensatz und Themenbeschreibung wurden geprüft; eine vollständige Wiedergabesichtung und eine freie Content-Lizenz konnten nicht bestätigt werden. Die YouTube-Player dienen allein der externen Einbettung; Inhalte dürfen nicht ohne Rechteklärung kopiert werden. Sofatutor-Material wird nicht verwendet.
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Verbindungen: LF 1–4 unterstützen Werkstoffe, Baugruppen und Arbeitssicherheit; angrenzende Lernfelder behandeln Wärmeerzeugung, Energieversorgung und technische Systeme. Mathematik liefert Größen- und Einheitenrechnung, Physik Druck und Wärmeübertragung, Technik digitale Messdatenerfassung, Deutsch die verständliche Übergabe, Wirtschaft/Nachhaltigkeit Lebenszyklusentscheidungen. Projekte können die modellhafte Planung eines Wohnhauses, einen simulierten Prüfstand oder einen Vergleich zweier Gerätekonzepte umfassen.
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