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Versorgungstechnische Anlagen einstellen und energetisch optimieren - Anlagenmechaniker SHK - LF 14

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Versorgungstechnische Anlagen einstellen und energetisch optimieren - Anlagenmechaniker SHK - LF 14

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Einleitung

Eine Heizungsanlage ist erst dann fachgerecht fertiggestellt, wenn Erzeugung, Verteilung, Wärmeabgabe, Sensorik, Stellglieder, Sicherheitseinrichtungen und Regelung als Gesamtsystem funktionieren. In diesem aiMOOC bearbeitest du einen vollständigen, fiktiven Optimierungsauftrag: Du erhebst Messdaten, planst Einstellungen, berechnest Heizkreisvolumenströme, prüfst Regelstrategien und dokumentierst das Arbeitsergebnis. Zielgruppe sind Auszubildende zum Anlagenmechaniker beziehungsweise zur Anlagenmechanikerin für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik im vierten Ausbildungsjahr (Monate 37–42).

Der Kurs orientiert sich am KMK-Lernfeld 14 mit einem Zeitrichtwert von 80 Unterrichtsstunden. Dazu gehören das Analysieren hydraulischer, elektrischer und regelungstechnischer Komponenten, die Planung von Mess-, Steuerungs-, Regelungs- und Sicherheitstechnik, Speichersysteme, bivalente Anlagen, Gebäudeleittechnik, Fernüberwachung, hydraulischer Abgleich, Funktions- und Fehlersuche, Kontrolle sowie die Übergabe mit Kundeneinweisung. Die betriebliche Ausbildungsplanung, der jeweils gültige Landeslehrplan, Herstellerunterlagen und die zuständige Kammer sind maßgeblich. Dieses Lernangebot ist keine amtlich anerkannte Prüfung oder Zulassung.

Sicherheitsgrenze: Alle Rechnungen und Simulationen darfst du an anonymen Modelldaten bearbeiten. Elektrische Anschlüsse, Arbeiten an unter Druck stehenden oder heißen Anlagenteilen, Brennstoff- und Kältemittelkreisläufen sowie Änderungen an Sicherheitseinrichtungen sind ausschließlich fachkundig, bei entsprechender Berechtigung und unter befugter Aufsicht durchzuführen. Eine digitale Simulation oder ein spannungsfreier Schulungsstand ist die sichere Alternative. Kundendaten, Zugangscodes und echte Schülerdaten gehören nicht in diesen Kurs.


Kundenauftrag, Systemanalyse und energetische Bestandsaufnahme


Den Auftrag klären

Ein Betreiber berichtet von überheizten Räumen nahe der Heizzentrale, einem kühlen entfernten Raum, Strömungsgeräuschen und hohen Pumpenlaufzeiten. Beginne nicht mit einem beliebigen Dreh am Regler: Kläre zuerst Solltemperaturen, Nutzungszeiten, Anlagentyp, zulässige Eingriffe, bereits bekannte Störungen und gewünschte Nachweise. Halte fest, ob du nur Empfehlungen aussprechen, eine Simulation erstellen oder unter Anleitung eine reale Anlage bearbeiten darfst. Unterscheide Komfortproblem, Funktionsstörung, Sicherheitsmangel und energetische Optimierung. Ein Sicherheitsmangel hat Vorrang vor Energiesparversuchen.

Ein geeigneter Systemplan zeigt den Wärme- oder Kälteerzeuger, Vorlauf und Rücklauf, Heizkreispumpe, Verteilnetz, Heizflächen, Regelventile, Mischer, Membran-Ausdehnungsgefäß, Sicherheitsbaugruppen, Speicher und die elektrische Regelung. Bei einer Solarthermieanlage kommen Kollektor, Solarpumpe, Temperaturfühler, Wärmeübertrager und gegebenenfalls Frostschutzmedium hinzu. Bei einem bivalenten System decken zwei unterschiedliche Wärmeerzeuger den Bedarf, etwa Wärmepumpe und Spitzenlasterzeuger. Entscheidend sind ihre Einsatzgrenzen und das Zusammenspiel, nicht nur die Eigenschaften einzelner Geräte.


Daten und Messgrößen sachgerecht erfassen

Erstelle eine Istwertliste mit Datum, definiertem Betriebszustand und Einheiten: Außentemperatur, gewünschte und gemessene Raumtemperaturen, Vorlauf- und Rücklauftemperaturen, Betriebsstunden, elektrische Pumpenleistung, Förderhöhe beziehungsweise Differenzdruck, Ventileinstellungen, Heizkurvenparameter, Speicherfühlerwerte, Taktzahlen und Störmeldungen. Dokumentiere Messort, Gerät, Messunsicherheit und Zeitpunkt. Ein einzelner Momentanwert beweist noch keinen Energiespareffekt. Vergleiche nach der Maßnahme möglichst ähnliche Wetter- und Nutzungssituationen oder verwende eine fachlich begründete Normalisierung.

Fachbegriffe: Ein Sensor wandelt eine physikalische Größe in ein Signal um. Ein Regler vergleicht Soll- und Istwert und beeinflusst ein Stellglied wie ein motorisches Ventil. Ein Aktor setzt das elektrische oder digitale Stellsignal in Bewegung um. Ein hydraulischer Kreis transportiert Wärmeträger zwischen Quelle und Verbraucher; die Temperaturspreizung ist die Differenz zwischen Vorlauf und Rücklauf. Die Jahresarbeitszahl einer Wärmepumpe setzt abgegebene Wärme über einen Zeitraum ins Verhältnis zur eingesetzten elektrischen Energie; sie ist kein fester Gerätewert unabhängig vom Betrieb.

Typische Fehler: Heizkurve erhöhen, obwohl ein Heizkörper wegen zu geringem Durchfluss kalt bleibt; eine unkalibrierte Anzeige für eine Messung halten; eine Pumpe allein nach Geräusch einstellen; aus einer Raumtemperatur unmittelbar auf die Heizlast schließen; Messwerte ohne Zeitbezug vergleichen.

Bild: Thermostatischer Heizkörperregler als anschauliches Beispiel eines lokalen Regelorgans (Coyau, CC BY-SA 3.0; genaue Quelle und Lizenz unten).


Hydraulischer Abgleich und Pumpenoptimierung


Warum sich Volumenströme nicht von selbst richtig verteilen

Wasser nimmt die Strömungswege gemäß den jeweiligen Druckverlusten. Ohne Abstimmung erhalten kurze, widerstandsarme Wege oft zu viel Volumenstrom, während entfernte Heizflächen unterversorgt sind. Die Folge können Geräusche, unnötig hohe Pumpenleistungen und ungleichmäßige Raumtemperaturen sein. Ein hydraulischer Abgleich stellt raum- und heizflächenbezogene Volumenströme ein und bezieht das Gesamtsystem einschließlich Pumpenregelung und Vorlauftemperatur ein. Er ersetzt weder die raumweise Heizlast noch eine Prüfung der Heizflächen und ihrer Auslegung.

Die Heizlast eines Raums beschreibt dessen erforderliche Wärmeleistung bei definierten Randbedingungen. Für ein fachgerechtes Verfahren B sind raumweise Heizlasten, passende Heizflächen, Rohrnetz und Druckverluste sowie herstellerspezifische Ventilkennwerte zu berücksichtigen. Es wäre fachlich falsch, aus dem bloßen Wunschwert 20 °C einen beliebigen Ventil-Voreinstellwert abzuleiten. Eine Pumpenkennlinie beschreibt den Zusammenhang zwischen Förderstrom und Förderhöhe; ihre Regelungsart muss zu den Ventilen und Kreisen passen. Der Sollwert der Förderhöhe darf nicht ohne Berechnung beziehungsweise fachliche Prüfung festgelegt werden.


Rechnen mit Wärmestrom und Spreizung

Für Wasser in einem vereinfachten Heizungsmodell bei üblichen Betriebsbedingungen gilt näherungsweise:

Wärmeleistung P [W] = 1,163 × Volumenstrom V [Liter pro Stunde] × Temperaturspreizung ΔT [K].

Damit folgt: V [L/h] = P [W] / (1,163 × ΔT [K]). Die Zahl 1,163 beruht auf einer Näherung für Dichte und spezifische Wärmekapazität von Wasser; bei anderen Medien und Temperaturbereichen müssen die Stoffwerte angepasst werden. Die Rechnung liefert den erforderlichen Volumenstrom, aber noch keine direkt übertragbare Ventilvoreinstellung.

Beispiel für einen Modellheizkörper: P = 1 200 W, angenommene Spreizung 10 K. Daraus folgt V = 1 200 / (1,163 × 10) = 103,2 L/h. Bei identischer Leistung und nur 5 K Spreizung wären etwa 206,4 L/h nötig; kleinere Spreizung bedeutet also höheren erforderlichen Durchfluss. Ob die Heizfläche und der Wärmeerzeuger diese Betriebsweise sinnvoll unterstützen, muss separat geprüft werden.

Normen und Rechtsbezug, Stand Oktober 2026: Die rechtsverbindliche Pflicht und der Umfang eines hydraulischen Abgleichs hängen von Gebäude, Maßnahme und gegebenenfalls Förderung ab. § 60c des aktuellen Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG; zuvor unter GEG bekannt) betrifft insbesondere die Inbetriebnahme neuer wassergeführter Heizungen in Gebäuden ab sechs selbstständigen Nutzungseinheiten und verweist auf Verfahren B beziehungsweise gleichwertige Verfahren. Er nennt raumweise Heizlast, niedrige mögliche Vorlauftemperaturen und Dokumentation. Prüfe die jeweils geltende Fassung und die aktuellen Förderbedingungen, statt alte Faustregeln als allgemeine Rechtspflicht darzustellen. Die Berechnungsgrundlagen der DIN EN 12831-1 und ergänzende technische Regeln sind bei einem echten Auftrag in der anzuwendenden Fassung fachkundig heranzuziehen. Normtexte werden hier nicht wiedergegeben.


Pumpe, Ventile und Nachweis

Eine effiziente Einstellung nutzt geeignete voreinstellbare Ventile beziehungsweise dynamische Regler, einen belegten Differenzdruckbedarf sowie eine zur Anlage passende Pumpenkennlinie. Zu wenig Druck führt zu Unterversorgung; zu viel Druck kann Ventilgeräusche und Pumpenstrom verursachen. Kontrolliere bei einer realen Abnahme nicht nur einstellbare Zahlen, sondern auch die erreichte Wärmeversorgung in repräsentativen Betriebszuständen. Halte den berechneten Volumenstrom je Heizfläche, die herstellerabhängige Ventilvorgabe, Pumpenparameter und die Freigabe durch eine fachkundige Person fest.

Bild: Beispiel einer witterungsabhängigen Heizkennlinie; die gezeigten Temperaturwerte sind ein historisches Anschauungsbeispiel und keine Vorgabe für eine heutige Anlage (iggy-x, CC BY-SA 3.0).

Fehlercheck: Das vollständige Schließen einzelner Thermostate ersetzt keinen hydraulischen Abgleich. Ein zu hoch gewählter Pumpendruck kann eine ungünstige Verteilung überdecken und zugleich Strom und Geräusch erhöhen. Ohne Ventildatenblatt lassen sich aus Litern pro Stunde keine seriösen Stellstufen ableiten.


Mess-, Steuerungs-, Regelungs- und Sicherheitstechnik


Heizkurven, Messfühler und Betriebsstrategien

Eine witterungsgeführte Heizkurve ordnet einer Außentemperatur eine Vorlauftemperatur zu. Die Neigung bestimmt, wie stark die Vorlauftemperatur bei sinkender Außentemperatur steigt. Das Niveau verschiebt die Kennlinie. Eine Heizgrenze kann den Heizbetrieb bei ausreichender Außentemperatur beenden. Die reale Kennlinie ist herstellerspezifisch und oft nicht exakt linear.

Rechenbeispiel für eine reine Modellkennlinie: Vorgabe A: bei −10 °C außen 55 °C Vorlauf; Vorgabe B: bei +10 °C außen 35 °C Vorlauf. Der Vorlauf sinkt um 20 K bei einem Außenanstieg um 20 K. Die modellierte Steigung ist daher −1 K je 1 K Außentemperatur. Bei 0 °C außen ergibt sich durch lineare Interpolation 45 °C Vorlauf, bei +5 °C 40 °C. Dies sind Übungswerte, keine Einstellungsvorgaben. Prüfe immer Wärmeabgabe, minimal und maximal zulässige Temperaturen sowie den Frost- und Überhitzungsschutz.

Ein Außentemperaturfühler soll meteorologisch repräsentativ platziert sein und nicht durch Sonne, Abluft oder Wärmebrücken verfälscht werden. Ein Vorlauffühler muss am vorgesehenen Messpunkt und mit geeignetem Wärmeübergang sitzen. Im Regelkreis verändert ein Regler etwa die Stellung eines Mischventils oder die Leistung eines Wärmeerzeugers. Nutze in Lernsimulationen ein Signalflussbild: Außentemperatur und Raumtemperatur → Regler → Aktor → Anlage → Rückmeldung. Unterscheide Fühlerfehler, Verdrahtungsfehler, Kommunikationsausfall und ungeeignete Sollwerte.

Grafik: Messverlauf von Außen- und Raumtemperatur und das Verhalten eines mechanischen Thermostatventils. Hieran kannst du Trägheit und Regelabweichung besprechen (SchmiAlf, CC0 1.0).


Elektrotechnische Schnittstellen und sicheres Prüfen

Plane Anschluss- und Prüfaufgaben anhand des freigegebenen Stromlaufplans, der Gerätekennzeichnungen, Schnittstellenbeschreibungen und Herstelleranleitungen. Prüfe, ob ein Signal analog, digital oder busgeführt ist, welche Versorgung erforderlich ist und ob Signale plausibel sind. Funktionen wie Außentemperaturfühler, Warmwasser-Vorrang, Speicherladung, Heizkreisfreigabe und Pumpennachlauf sind anhand einer Soll-Funktionsliste nachzuweisen. Ein sicherheitsrelevanter Temperaturbegrenzer ist kein gewöhnlicher Komfortregler und darf nicht überbrückt werden.

Elektrosicherheit: Die Gefährdungsbeurteilung nach Arbeitsschutzgesetz und Betriebssicherheitsverordnung sowie die DGUV-Vorgaben bilden den Rahmen. DGUV Information 203-001 erläutert sichere Verfahren für elektrotechnische Arbeiten, insbesondere das Arbeiten im spannungsfreien Zustand und die fünf Sicherheitsregeln. Auszubildende führen Anschluss- und Messarbeiten nur entsprechend Qualifikation, betrieblichem Auftrag und Aufsicht aus. Spannungsführende Prüfungen und Eingriffe in Schutzfunktionen gehören nicht in selbstständige Lernexperimente. Für Übungen verwende eine ungefährliche Niederspannungs-Simulationsumgebung, virtuelle Fühler und digitale Fehlerkarten; eine Simulation ersetzt keine vorgeschriebene Anlagenprüfung.

Lernvideo (modellbezogenes Beispiel, keine aktuelle Montageanweisung): Heizkurve bzw. Heizkennlinie einstellen, thermondo, 2014.


Solarthermie, Speicher, bivalente Anlagen und digitale Überwachung


Energieflüsse über Komponenten hinweg betrachten

In einer solarthermischen Anlage erfasst ein Kollektor Sonnenwärme. Eine Differenztemperaturregelung kann die Solarpumpe nur dann freigeben, wenn der Kollektor ausreichend wärmer ist als der passende Speicherfühler und alle Sicherheits- und Betriebsbedingungen erfüllt sind. Der Speicher entkoppelt zeitweise Erzeugung und Nutzung; er ist aber nicht automatisch effizient, denn Wärmeverluste, falsche Fühlerpositionen und zu hohe Temperaturen erhöhen den Aufwand. Bei der Planung beachtest du Schichtung, Ladezonen, Wärmeübertrager, Temperaturschutz und das konkrete hydraulische Konzept.

Grafik: Vereinfachte Solarthermie mit Kollektor, Differenztemperatursteuerung, Pumpe, Ausdehnungsgefäß, Speicher und ergänzendem Wärmeerzeuger (Strug und Malyszkz, CC BY-SA 3.0 beziehungsweise wahlweise CC BY 2.5).

Bei einem bivalenten Betrieb müssen Wärmepumpe und zweiter Wärmeerzeuger bedarfsgerecht koordiniert werden. Der Bivalenzpunkt ist eine bedingungsabhängige Umschalt- oder Zuschaltgrenze; unterschiedliche Betriebskonzepte erfordern unterschiedliche Strategien. Vorrangschaltungen wie Warmwasserladung können zeitweise den Raumheizkreis zurückstellen. Prüfe dabei Komfort, hygienische Trinkwassererwärmung, zulässige Speichertemperaturen, elektrische Leistung, Quellentemperatur und Herstellervorgaben. Eine pauschale Empfehlung, Trinkwasser dauerhaft möglichst kalt zu halten, wäre aus hygienischen Gründen falsch.

Grafik: Schematisches Beispiel eines Wärmepumpensystems mit Wärme- beziehungsweise thermischem Speicher. Die schematische Darstellung ersetzt keinen Montage- oder Anschlussplan (KVDP, Bearbeitung Fred the Oyster, CC BY-SA 3.0).

Die Leistungszahl COP setzt die momentane Heizleistung zur elektrischen Eingangsleistung unter festgelegten Bedingungen ins Verhältnis. Beispiel: 6,0 kW abgegebene Heizleistung / 2,0 kW elektrische Aufnahme = COP 3,0. Die Jahresarbeitszahl JAZ verwendet reale Energiemengen über längere Zeit, etwa 9 000 kWh Wärme / 3 000 kWh Strom = 3,0; Abgrenzungen der Systemgrenze müssen dabei dokumentiert werden. Eine geringere Vorlauftemperatur kann die Effizienz vieler Wärmepumpenanwendungen verbessern, die tatsächliche Wirkung hängt aber von Betriebsbedingungen und Systemgrenze ab.

Lernvideo (Fachgespräch mit Werbeanteilen, ergänzende Darstellung): Wärmepumpen erklärt – Einstellungen und Tipps, Sonne Frei Haus mit einem Heizungsbaumeister, 2025.


Gebäudeautomation, Schnittstellen, Datenschutz

Ein Gebäudeleitsystem kann Pumpenlaufzeiten, Temperaturen und Fehlerzustände über geeignete Schnittstellen sammeln und darstellen. Je nach Anlage kommen proprietäre Systeme oder standardisierte Kommunikation wie Modbus oder BACnet infrage. Kläre vor der Verbindung Adressierung, Datenpunkte, Einheiten, Aktualisierungsintervalle und Schreibrechte. Prüfe Meldungen auf Plausibilität: Ein verlorenes Sensorsignal darf nicht als echte Raumtemperatur von 0 °C interpretiert werden. Fernüberwachung benötigt abgestimmte Verantwortlichkeiten, abgesicherte Zugänge, aktualisierte Software und nachvollziehbare Änderungen. Sicherheitsfunktionen dürfen nicht von einem frei erreichbaren Cloud-Dienst abhängen.

In der Kundendatei speicherst du ausschließlich erforderliche Angaben mit zweckgebundener Zugriffsberechtigung und angemessenen Löschfristen. Exportiere keine personenbezogenen Raum- oder Anwesenheitsprofile in Schulprojekte. Verwende synthetische Kennungen und anonymisierte Daten. Für Umwelt und Nachhaltigkeit bewerte neben der Energie auch Materialaufwand, langlebige reparierbare Komponenten, Pumpenstrom und den sicheren Umgang mit Solarfluid und Betriebsstoffen. Elektro- und Betriebsstoffabfälle werden fachgerecht gesammelt; Flüssigkeiten dürfen nicht unkontrolliert abgelassen werden.


Vollständiger Praxisauftrag: Heizkreis fachgerecht optimieren


Auftrag und freigegebene Modelldaten

Fiktiver Auftrag: In einem dreiräumigen Schulungsmodell sind die Raumtemperaturen uneinheitlich. Ein regelbarer Wärmeerzeuger speist drei Heizflächen. Du sollst das Verteilkonzept analysieren, die Soll-Volumenströme rechnerisch ermitteln, eine Heizkurvenstrategie begründen, eine sichere Funktionsprüfung planen und ein Übergabeprotokoll erstellen. Ein realer Eingriff ist nicht Teil dieser Übung. Die erfassten Heizlastwerte sind vorgegebene Modellwerte; für ein echtes Verfahren B müssen sie raumweise nach anzuwendender Berechnungsgrundlage nachgewiesen werden.

Modellraum Vorgegebene Heizlast Angenommene Spreizung Soll-Volumenstrom
Raum Nord 900 W 10 K 77,4 L/h
Raum Mitte 1 200 W 10 K 103,2 L/h
Raum Süd 1 500 W 10 K 129,0 L/h
Summe 3 600 W 10 K 309,6 L/h

Rechenweg: Raum Nord: 900 / (1,163 × 10) = 77,4 L/h. Raum Mitte: 1 200 / 11,63 = 103,2 L/h. Raum Süd: 1 500 / 11,63 = 129,0 L/h. Gesamt: 77,4 + 103,2 + 129,0 = 309,6 L/h. Kontrollrechnung: 1,163 × 309,6 × 10 ≈ 3 600 W; geringe Rundungsdifferenzen sind zulässig. Die Werte gelten nur unter den ausdrücklich genannten Modellannahmen. Druckverlustberechnung, Ventilkennlinien und eine vollständige Anlagenaufnahme fehlen bewusst; deshalb dürfen aus diesen Zahlen keine realen Ventilvoreinstellungen oder Pumpenförderhöhen abgeleitet werden.


Arbeitsplan mit Sicherheits- und Qualitätsfreigaben

  1. Auftrag prüfen: Umfang, Zuständigkeit, Freigabe, Komfortziele, Anlagendaten und sichere Modellumgebung schriftlich festhalten; fehlende Freigaben verhindern reale Eingriffe.
  2. Istzustand aufnehmen: Anlagenschema, Komponenten, Fühlerpositionen, aktuelle Soll- und Istwerte sowie vorliegende Herstellerdaten erfassen; Sicherheitsmängel gesondert kennzeichnen.
  3. Heizlast und Hydraulik berechnen: raumweise Heizlasten als gegeben kennzeichnen, Volumenströme einschließlich Einheiten ermitteln; für echte Anlagen Ventildaten, Rohrnetz und passende Regelverfahren fachkundig ergänzen.
  4. Regelstrategie planen: Vorlauftemperatur, Heizkurve, Warmwasser-Vorrang und Pumpenregelart begründen und an Hersteller- sowie Temperaturgrenzen prüfen.
  5. Elektro- und Arbeitsschutz freigeben: Gefährdungsbeurteilung und erforderliche Fachqualifikation dokumentieren; im Schulungsmodell ausschließlich ungefährliche Simulation verwenden.
  6. Anlage modellhaft einstellen: drei Soll-Volumenströme im digitalen hydraulischen Modell eingeben und Fühler- sowie Aktorreaktionen über eine virtuelle Signalkette nachstellen.
  7. Prüfungen durchführen: Soll-Ist-Vergleich, Sensorfehler-Simulation, Reaktion auf Warmwasseranforderung, Mischerstellweg und Störmeldung gegen die Funktionsliste testen.
  8. Betriebsoptimierung bewerten: Vorher-Nachher-Vergleich von Komfort, simuliertem Pumpenstrom und Temperaturverhalten mit festgelegten Randbedingungen durchführen.
  9. Dokumentieren und übergeben: berechnete und modellhaft erreichte Werte, Abweichungen, offene Punkte, sicherheitsrelevante Sperren sowie verständliche Betreiberhinweise protokollieren.


Prüffähiges Arbeitsergebnis und Energierechnung

Für den Modellversuch gelten die simulierten Messwerte Nord 78 L/h, Mitte 102 L/h und Süd 130 L/h. Ihre Abweichungen betragen (78 − 77,4) / 77,4 × 100 ≈ +0,8 %, (102 − 103,2) / 103,2 × 100 ≈ −1,2 % und (130 − 129,0) / 129,0 × 100 ≈ +0,8 %. Damit liegen alle drei innerhalb der didaktisch gewählten Modell-Prüfgrenze von ±10 %. Diese Unterrichtsgrenze ist keine übertragbare normative Abnahmevorgabe. Für die reale Abnahme sind die konkreten Anforderungen aus Normen, Fachregeln und Herstellerunterlagen maßgeblich.

Nimm für einen getrennten Pumpenstrom-Vergleich an, dass die elektrische Pumpenaufnahme in diesem Schulungsmodell von 24 W auf 12 W sinkt und die Pumpe 2 000 Stunden pro Jahr läuft. Daraus ergibt sich (24 − 12) W × 2 000 h / 1 000 = 24 kWh Strom pro Jahr. Dieser bedingte Modellwert ist keine garantierte Einsparung eines Kundenobjekts und berücksichtigt noch keine Veränderungen der Wärmeerzeuger-Effizienz. Für einen seriösen Anlagenvergleich gehören Außentemperatur, Last, Laufzeit, Nutzungsverhalten, Stromzählerwerte und gegebenenfalls ein längerer Beobachtungszeitraum in das Protokoll.

Prüfprotokoll für das Modell:

Prüfkriterium Soll bzw. Nachweis Ergebnis im Modell Bewertung
Volumenströme 77,4 / 103,2 / 129,0 L/h 78 / 102 / 130 L/h Im Unterrichtstoleranzband
Heizkennlinie Nachvollziehbare Modellpunkte −10 °C außen → 55 °C Vorlauf; +10 °C außen → 35 °C Vorlauf Interpolation bei 0 °C ergibt 45 °C
Pumpenstrom Unter gleichen Modellbedingungen vergleichen 24 W vorher; 12 W nachher 24 kWh rechnerische Jahreseinsparung
Fühlerfehler Fehlerzustand klar melden und sicheren Anlagenzustand simulieren Fühlerfehler wird im Modell erkannt Bestanden im Modell
Sicherheitsfunktionen Nicht überbrücken; fachliche Prüfung gesondert dokumentieren Keine reale Prüfung durchgeführt Offen für befugte Fachperson
Dokumentation Annahmen, Rechenwege, Messpunkte, Unsicherheit und Freigaben vollständig Modellprotokoll erstellt Vollständig für Unterrichtszweck

Bewertungsraster, insgesamt 100 Punkte:

Kompetenzbereich Höchstpunkte Prüfkriterien
Auftragsanalyse und Istzustand 15 Auftrag, Anlagenschema, Datenqualität und klare Sicherheitsgrenzen
Fachliche Planung und Berechnungen 30 Heizlastbezug, drei nachvollziehbare Volumenströme, Einheiten, Regelstrategie, Herstellergrenzen
Sicheres methodisches Vorgehen 20 Strukturierter Arbeitsplan, fachliche Freigaben, keine unbefugten Eingriffe, gewerkeübergreifende Abstimmung
Funktionstest und Auswertung 20 Soll-Ist-Vergleich, Toleranzbegründung, Fehlerfall, energetische Rechnung, Grenzen der Aussage
Dokumentation und Übergabe 15 Vollständiges anonymes Protokoll, offene Punkte, fachlich korrekte und verständliche Betreiberhinweise
Gesamt 100 Nachweise sind anhand der vorgelegten Produkte überprüfbar

Die Musterrechnung dient der Selbstkontrolle und ist nicht die Lösung der nachfolgenden Multiple-Choice-Aufgaben. Individuelle Auswertungen und begründete alternative Maßnahmen sind möglich, wenn Sicherheit und Rechengang stimmen. Eine mögliche Rückmeldung lautet: „Der Volumenstrom ist korrekt berechnet, aber die Ventileinstellung fehlt als überprüfbarer Herstellernachweis; markiere den Schritt als offen.“ Oder: „Die Pumpeneinsparung wurde korrekt in kWh berechnet; begründe zusätzlich, warum das keinen Gesamtanlagenwirkungsgrad beweist.“


Inbetriebnahmeprotokoll und Betreiberübergabe

Ein realer Übergabebericht unterscheidet berechnet, eingestellt, gemessen, fachkundig geprüft und noch offen. Er enthält Anlagenidentifikation ohne unnötige Personendaten, Datum, Fachverantwortung, relevante Herstellerstände, Messorte, Soll- und Istwerte, Sicherheitseinrichtungen, Zugriffsrechte der Fernüberwachung sowie Empfehlungen für Beobachtung und Wartung. Erkläre Betreibenden Heizkurve, Raumthermostate, Betriebszeiten, Störmeldungen, erforderliche Wartung und Grenzen eigener Eingriffe in klarer Alltagssprache. Weitere Optimierung folgt kontrolliert nach Auswertung der Betriebsdaten, nicht durch planloses gleichzeitiges Verstellen vieler Parameter.


Interaktive Aufgaben


Multiple-Choice-Quiz: Fachwissen prüfen

Welches Ziel verfolgt ein fachgerecht geplanter hydraulischer Abgleich? (Die berechneten erforderlichen Durchflüsse den Heizflächen bedarfsgerecht zuzuordnen) (!Alle Ventile vollständig zu öffnen und die Pumpe dauerhaft maximal zu betreiben) (!Die Wärmeerzeugertemperatur unabhängig von der Außenluft zu erhöhen) (!Die Heizlastrechnung durch identische Raumthermostate zu ersetzen)




Welche Größen benötigst du in der vereinfachten Wasserformel zur Berechnung des Volumenstroms? (Heizleistung und Temperaturspreizung) (!Raumfläche und Anzahl der Fensterscheiben) (!Elektrische Netzfrequenz und Leitungsquerschnitt) (!Kollektorfläche und Beleuchtungsstärke)




Wie ändert sich der benötigte Volumenstrom bei gleicher Heizleistung und halbierter Spreizung im Rechenmodell? (Er verdoppelt sich näherungsweise) (!Er halbiert sich näherungsweise) (!Er bleibt immer unverändert) (!Er sinkt auf null)




Was verändert die Neigung einer witterungsgeführten Heizkurve hauptsächlich? (Die Stärke der Vorlauftemperaturänderung bei wechselnder Außentemperatur) (!Die Anzahl der Heizkreise im Gebäude) (!Die mechanische Baugröße des Wärmetauschers) (!Die Zusammensetzung des Solarkreisfluids)




Welche Funktion erfüllt ein Sensor im Regelkreis? (Er erfasst eine physikalische Größe und liefert ein verwertbares Signal) (!Er ersetzt jede sicherheitsgerichtete Abschaltung) (!Er garantiert ohne Prüfung die richtige Ventilvoreinstellung) (!Er wandelt Wasser ohne Wärmezufuhr in Dampf um)




Wann darf eine Auszubildende an einer realen elektrischen Regelungseinrichtung arbeiten? (Nur mit der erforderlichen Qualifikation und im Rahmen einer befugt beaufsichtigten Aufgabe) (!Sobald ein Anschlussplan aus dem Internet vorliegt) (!Immer dann wenn die Anlage ausgeschaltet wirkt) (!Sobald die Raumtemperatur unter dem Sollwert liegt)




Woran orientiert sich die Solarkreispumpe bei einer üblichen Differenztemperaturregelung? (An geeigneten Temperaturdifferenzen unter Beachtung der Sicherheitsbedingungen) (!Nur am Wochentag unabhängig vom Speicher) (!Ausschließlich am WLAN-Signalpegel) (!Immer an der Höchstdrehzahl des Heizkreispumpenmotors)




Was kennzeichnet eine bivalente Wärmeerzeugungsanlage? (Zwei unterschiedliche Wärmeerzeuger werden in einem abgestimmten Versorgungskonzept genutzt) (!Jede Heizfläche besitzt genau zwei Thermostatköpfe) (!Der Speicher darf keine Temperaturfühler enthalten) (!Die Regelung benötigt grundsätzlich keinen Sicherheitskreis)




Warum genügt ein kleinerer Momentanwert der Pumpenleistung nicht als Nachweis einer garantierten Jahresersparnis? (Weil Laufzeit und vergleichbare Betriebsbedingungen sowie die Systemwirkung berücksichtigt werden müssen) (!Weil elektrische Leistungen grundsätzlich keine Energie ergeben können) (!Weil Pumpenstrom ausschließlich von der Außentemperatur abhängt) (!Weil der Pumpenverbrauch immer mit dem Wasserverbrauch identisch ist)




Welche Aussage über die Dokumentation der Anlagenoptimierung ist fachlich richtig? (Sollwerte und Istwerte sind mit Messbedingungen und offenen Prüfungen getrennt festzuhalten) (!Ein Foto des Reglers ersetzt sämtliche Messprotokolle) (!Offene Sicherheitsprüfungen dürfen ohne Kennzeichnung als bestanden gelten) (!Personenbezogene Fernüberwachungsdaten müssen grundsätzlich öffentlich gespeichert werden)





Memory: Begriffe und Funktionen

Heizkurve Zusammenhang zwischen Außentemperatur und gewünschter Vorlauftemperatur
Volumenstrom Pro Zeit durchfließende Menge des Wärmeträgers
Stellglied Bauteil zur Umsetzung eines Reglersignals in eine Anlagenwirkung
Differenztemperaturregelung Steuerprinzip mit Temperaturvergleich zwischen zwei Messpunkten
Bivalenzpunkt Bedingungsabhängige Zuschaltgrenze eines weiteren Wärmeerzeugers
Fernüberwachung Auswertung von Anlagenzuständen über eine abgesicherte Datenverbindung





Drag-and-drop: Passende Prüfhandlungen zuordnen

Ordne die richtige Fachhandlung zu. Beschreibung
Heizlastdaten überprüfen Ausgangsbasis für den raumbezogenen Auslegungsvolumenstrom schaffen
Fühlerplausibilität testen Angezeigte Temperaturen auf realistische Signale prüfen
Ventilkennwerte nachschlagen Zulässige herstellerspezifische Einstellwerte ermitteln
Pumpenkennlinie vergleichen Erforderlichen Förderstrom und Differenzdruck abstimmen
Übergabeprotokoll erstellen Einstellungen und fachliche Restaufgaben nachvollziehbar festhalten





Kreuzworträtsel: Systembegriffe

Heizkurve Außentemperaturabhängige Zuordnung einer Vorlauftemperatur
Spreizung Differenz zwischen Vorlauf- und Rücklauftemperatur
Sensor Messglied eines Regelkreises
Stellventil Durchflussbeeinflussendes hydraulisches Regelorgan
Pufferspeicher Zeitliche Entkopplung von Wärmeerzeugung und Abnahme
Fernwartung Räumlich entfernter und abgesicherter Servicezugriff auf eine Anlage





LearningApps: Weitere Zuordnungen suchen

Nutze die thematische Suchsammlung und prüfe bei fremden Aufgaben, ob die technischen Aussagen aktuell und fachlich belastbar sind:


Lückentext: Optimierungskette verstehen

Ergänze jeden Satz mit einem passenden Fachbegriff.
Die raumweise erforderliche Wärmeleistung heißt

.
Die Temperaturdifferenz zwischen Vorlauf und Rücklauf ist die

.
Zur bedarfsgerechten Verteilung dient der hydraulische

.
Die von der Außentemperatur abhängige Vorlauftemperatur beschreibt die

.
Eine physikalische Messgröße liefert ein

.
Eine solarthermische Pumpenfreigabe kann über die

erfolgen.
Das abgestimmte Zusammenwirken von zwei Wärmeerzeugern nennt sich

.
Ein nachvollziehbarer Nachweis enthält neben Sollwerten auch

.



Offene Aufgaben


Leicht

  1. Anlagenschema: Zeichne ein fiktives Heizsystem mit Wärmeerzeuger, Pumpe, Ventil, zwei Fühlern, Vorlauf und Rücklauf und beschrifte mindestens sechs Bauteile.
  2. Heizkurve: Zeichne anhand der Modellpunkte −10 °C außen und 55 °C Vorlauf sowie +10 °C außen und 35 °C Vorlauf eine eigene lineare Kennlinie und kennzeichne die Grenzen der Modellannahme.
  3. Messprotokoll: Erstelle eine anonymisierte Liste von mindestens acht Betriebsdaten mit Einheiten, Messorten und Zeitbezug.
  4. Arbeitssicherheit: Verfasse für den Schulungsstand eine kurze Sicherheitsunterweisung mit Aufsichtsvorbehalt, Stoppsignalen und einer Simulationsalternative.


Standard

  1. Hydraulischer Abgleich: Berechne aus drei vorgegebenen Raumheizlasten und einer Spreizung von 10 K die Modell-Volumenströme samt Kontrollrechnung.
  2. Heizungsregelung: Entwickle ein Signalflussdiagramm mit Außenfühler, Regler, Mischer, Heizkreis und Rückmeldung und simuliere einen unrealistischen Sensorwert.
  3. Solarthermie: Erkläre am geprüften Commons-Schema, unter welchen Bedingungen eine Solarpumpe Wärme in den Speicher übertragen soll und welche Schutzbedingungen Vorrang haben.
  4. Energieeffizienz: Vergleiche zwei synthetische Pumpenleistungsprofile in kWh pro Jahr und diskutiere mindestens drei Gründe, warum daraus keine allgemeingültige Gesamtanlagenersparnis folgt.


Schwer

  1. Bivalente Heizung: Erstelle ein begründetes Betriebskonzept für Wärmepumpe und zweiten Wärmeerzeuger unter Berücksichtigung von Betriebsgrenzen, Warmwasser-Vorrang, Speicher und Störfall.
  2. Fehlersuche: Entwickle einen Diagnosebaum für einen kalten entfernten Raum und trenne hydraulische, sensorische, regelungstechnische und wärmeübertragende Ursachen.
  3. Gebäudeautomation: Entwirf für synthetische Anlagendaten eine datensparsame Fernüberwachung mit Datenpunktliste, Meldegrenzen, Nutzerrechten und Ausfallreaktion.
  4. Kundenübergabe: Produziere eine dreiminütige fiktive Videounterweisung oder einen bebilderten Leitfaden und erläutere Betriebszeiten, Heizkurve, Wartung und notwendige Fachbetriebs-Eingriffe.




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Lernkontrolle

  1. Auftragsklärung: Erläutere, welche weiteren Daten vor einem Eingriff in ein real betriebenes Heizsystem benötigt werden und welche Arbeiten ohne Freigabe unterbleiben müssen.
  2. Hydraulischer Abgleich: Für ein Modell mit 1 500 W Heizlast und 10 K Spreizung berechne den nötigen Wasser-Volumenstrom; erkläre, warum daraus noch kein Ventilwert folgt.
  3. Regelungsstrategie: Stelle dar, wie eine unpassende Heizkurve, ein falsch platzierter Außenfühler und ein zu hoher Pumpendruck sich gegenseitig überlagern können.
  4. Solarthermie und Speicher: Begründe anhand der Temperaturverhältnisse, wann eine Solarpumpe nicht anlaufen sollte und welche Risiken aus unpassenden Speichereinstellungen entstehen.
  5. Bivalente Systeme: Vergleiche zwei begründete Zuschaltstrategien für einen zweiten Wärmeerzeuger; beschreibe die Grenzen deines Modells.
  6. Qualitätssicherung: Analysiere ein anonymisiertes Messprotokoll, in dem die Pumpenleistung nach einer Maßnahme sinkt, aber Komfortdaten fehlen; formuliere einen fachlich belastbaren nächsten Prüfschritt.
  7. Datenschutz: Prüfe eine Fernüberwachungsliste mit Raumnutzungsprofilen und unnötigen Namen und entwirf eine datensparsame, zugangsbeschränkte Alternative.


Lernnachweis

Als konkretes Lernprodukt reichst du eine digitale Projektmappe: (1) fiktiver Arbeitsauftrag und anonymisiertes Systembild, (2) Istzustand samt Daten- und Fehlerbewertung, (3) drei raumbezogene Wärmeleistungs- und Durchflussrechnungen mit Einheiten, (4) begründete Heizkurven- und Pumpenstrategie, (5) Sicherheits- und Zuständigkeitsprüfung mit Simulationsnachweis, (6) ausgefülltes Soll-Ist-Prüfprotokoll, (7) nachvollziehbare Energiebetrachtung mit Bedingungen und Unsicherheiten sowie (8) eine Betreiberübergabe in verständlicher Sprache. Nutze das 100-Punkte-Bewertungsraster des Praxisauftrags. Der Nachweis unterscheidet Modellresultate und tatsächlich fachkundig geprüfte Anlagen eindeutig. Er ersetzt weder die gesetzlich erforderliche Fachabnahme noch Ausbildungs- oder Prüfungsnachweise der zuständigen Stelle.

Selbstreflexion: Nenne eine überprüfbare Verbesserung, eine weiterhin ungeklärte Messgröße und eine Situation, bei der du die Arbeit aus Sicherheitsgründen stoppen und eine zuständige Fachperson hinzuziehen würdest. Feedback soll den Rechenweg, die Begründung und das sichere Vorgehen würdigen statt nur ein richtiges Zahlenresultat.


OER und Wikipedia

Geprüfte fachliche Startquellen (Abruf Oktober 2026):

  1. KMK-Rahmenlehrplan Anlagenmechaniker SHK, PDF-Seite 22, Lernfeld 14 – Kompetenzziele und 80-Stunden-Rahmen.
  2. BIBB-Berufsprofil Anlagenmechaniker SHK – Ausbildungsdauer 42 Monate, Tätigkeiten und Ausbildungsordnung.
  3. Aktuelle Rechtsfassung: GModG § 60c – hydraulischer Abgleich und Dokumentationspflicht im gesetzlichen Geltungsbereich; vor Anwendung Aktualität prüfen.
  4. VdZ: Nachweisformulare zum hydraulischen Abgleich – fachgerechte Nachweise, Verfahren B und Hersteller-/Fachbetriebsbezug.
  5. Bundesförderung: gleichwertige Verfahren zum hydraulischen Abgleich – Einordnung von Förderung und Alternativen, aktuelle Bedingungen beachten.
  6. DGUV Information 203-001 – Gefährdungen und Sicherheitsmaßnahmen bei elektrotechnischen Tätigkeiten.
  7. Arbeitsschutzgesetz § 5 und Betriebssicherheitsverordnung § 4 – Gefährdungsbeurteilung und sicherer Arbeitsmitteleinsatz.
  8. Wikipedia: Hydraulischer Abgleich, Heizkurve und Solarthermie – offene Überblickstexte; für rechtliche und normative Detailfragen sind die Primärquellen vorzuziehen.

Wikipedia zum Weiterlesen:

Nachgeprüfte Medien und Nutzungsrechte: Die folgenden Commons-Dateiseiten nennen die Urheber und Lizenzen. Bei CC BY und CC BY-SA müssen die Quellen- und Lizenzlinks sowie die genannten Urheber erhalten bleiben; bei Bearbeitungen gelten weitere Bedingungen der jeweiligen Lizenz. Die Bilder werden unverändert eingebunden, nicht neu lizenziert.

Eingebundene Datei Geprüfter Commons-Nachweis Urheber Lizenz beziehungsweise Erlaubnis
File:Vanne thermostatique thermador 06.jpg Commons-Dateiseite Coyau CC BY-SA 3.0
File:Heizkurve.png Commons-Dateiseite iggy-x CC BY-SA 3.0
File:Raumthermostat-Regelungsverhalten.svg Commons-Dateiseite SchmiAlf CC0 1.0
File:Solar water heating schema.svg Commons-Dateiseite Strug; SVG von Malyszkz CC BY-SA 3.0
File:HeatAndColdStorageWithHeatPump.svg Commons-Dateiseite KVDP; Bearbeitung Fred the Oyster CC BY-SA 3.0

Videos: Verifizierte YouTube-Einträge, deutschsprachig; die Video-Urheberrechte bleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern. Eingebettet wird ausschließlich über den YouTube-Player, nicht als offen lizenziertes OER-Material. Verfügbarkeit und gesonderte Nutzungsrechte außerhalb des Players sind nicht garantiert.

Video Nachweis Kanal / Urheber Einbettung und Rechtehinweis
https://www.youtube.com/watch?v=bC2uYIPAim0 Heizkurve beziehungsweise Heizkennlinie einstellen, 2014 thermondo YouTube-Nutzungsbedingungen; älteres gerätespezifisches Beispiel
https://www.youtube.com/watch?v=VMnqja7c9Qs Wärmepumpen erklärt: Einstellungen und Tipps, 2025 Sonne Frei Haus mit SHK-Fachgast YouTube-Nutzungsbedingungen; Werbeanteile, keine offene Lizenz nachgewiesen

Mediengrenze: Für eine zusätzliche interaktive hydraulische Simulation wurde keine überprüfte, dauerhaft einbettbare OER-Lizenz belegt. Deshalb verwendet der Kurs einen vollständig beschriebenen und sicher selbst nachbaubaren Rechen- und Fehlersuchmodellfall, statt eine erfundene Simulation zu verlinken.


Verknüpfte Lernbereiche

Verbindungen zu anderen Lernfeldern: LF 7 Wärmeverteilanlagen installieren, LF 9 Trinkwassererwärmungsanlagen installieren, LF 12 ressourcenschonende Wärmeerzeugung, LF 13 raumlufttechnische Anlagen und LF 15 Instandhaltung. Der Kurs ergänzt die betriebliche Praxis; Landeslehrplan, Kammerregelungen, Ausbildungsordnung und Herstellerangaben bleiben maßgeblich.


aiMOOC Projekte

Projektidee 1: Erstellt im Team ein digitales Modell einer Mehrkreisheizung und testet Auswirkungen unterschiedlicher Durchflüsse, Fühlerfehler und Reglerstrategien. Projektidee 2: Entwickelt ein datensparsames, anonymes Dashboard mit plausiblen Messwerten und klaren Warnzuständen. Projektidee 3: Präsentiert einer fiktiven Betreibergruppe den Nutzen, die Grenzen und die sichere Umsetzung einer Optimierung. Bewertet eure Produkte mit dem Praxisraster und trennt Annahmen deutlich von Messungen.



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