Zum Inhalt springen

Leistungsangebote mit Kennzahlen vergleichen - Logistikprojekt und Kundenlösung - Ausbildung

Aus MOOCsWiki Staging
aiMOOC-Siegel aiMOOC

Leistungsangebote mit Kennzahlen vergleichen - Logistikprojekt und Kundenlösung - Ausbildung

QR-Code



Einleitung

Du bist im dritten Ausbildungsjahr zum Kaufmann beziehungsweise zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung. In diesem Kurs vergleichst du Leistungsangebote nicht nur nach ihrem Preis, sondern auch nach messbarer Qualität und nachgewiesener Eignung für einen Kundenauftrag. Alle Unternehmen, Konditionen, Leistungsdaten und Personen des Falles sind vollständig fiktiv. Die Zahlen sind ausschließlich Übungsdaten, keine Marktangebote oder Prüfungsaufgaben.

Lernziele: Du kannst Anforderungen operationalisieren, Kosten in Euro und Stückkosten mit Einheiten berechnen, Qualitätskennzahlen aus Zähler und Nenner herleiten, Ausschlusskriterien prüfen, eine wirtschaftliche Entscheidung begründen und eine kundenorientierte Präsentation mit Qualitätsnachweisen entwerfen.

Duale Zuordnung (Stand: 22.10.2026): Der KMK-Rahmenlehrplan, Beschluss 30.04.2004 beschreibt den Berufsschulunterricht: Im dritten Jahr passen insbesondere Lernfeld 12 Beschaffungslogistik anbieten und organisieren, Lernfeld 13 Distributionslogistik anbieten und organisieren und Lernfeld 14 Marketingmaßnahmen entwickeln und durchführen; Lernfeld 15 verknüpft wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Dagegen regelt die betriebliche Ausbildungsordnung vom 26.07.2004, geändert 25.05.2009 insbesondere §§ 4–6 mit Güterversendung, logistischen Dienstleistungen, Marketing, Kosten- und Leistungsrechnung sowie Qualitätsmanagement. Die Lehrplan-Lernfelder und die Berufsbildpositionen der Verordnung sind nicht dasselbe Verzeichnis.

Datei:Logistic.svg

Symbolbild verschiedener Verkehrsträger; Chrisclipart, Openclipart, CC0, Datei und Rechte.


Den fiktiven Kundenauftrag verstehen


Auftrag, Umfang und Annahmen

Die fiktive LumaLog Projektspedition soll für die ebenfalls fiktive Birkenpapier Vertriebsgesellschaft verpackte, ungefährliche Papierwaren an Einzelhandelsstandorte verteilen. Für ein Planungsmonat gelten 120 Sendungen, jeweils vier Europaletten: 120 Sendungen × 4 Paletten/Sendung = 480 Paletten. Jede Sendung ist eine separat dokumentierte Zustellung. Für die Berechnungen bleiben Sendungsgröße und Leistungskatalog bei allen Angeboten gleich. Der Kunde zahlt LumaLog vereinbarungsgemäß 130 € pro Sendung ohne Umsatzsteuer. Das ergibt 120 × 130 € = 15.600 € monatlichen Erlös. Die hinterlegten Streckenlängen sind Modellannahmen; tatsächliche Fahrstrecken und Lkw-Kapazitäten werden hier nicht behauptet.

Nicht betrachtet werden Gefahrgut, Temperaturführung, Zoll, besondere Haftungsvereinbarungen oder reale Transporte. Eine operative Umsetzung wäre nur gemäß betrieblichen Freigaben, Sicherheitsvorgaben und unter qualifizierter Aufsicht erlaubt.


Muss-Kriterien und nachprüfbare Messregeln

Der Kunde verlangt eine Termintreue von mindestens 95 % am vereinbarten Liefertag, eine Schadensquote von höchstens 2 % der abgeschlossenen Sendungen und einen vollständigen elektronischen Abliefernachweis bei mindestens 99 % der Sendungen. Das Einkaufspreisbudget für die externe Logistikleistung beträgt höchstens 12.000 € pro Monat. Beide Parteien vereinbaren zunächst als Modell ein einheitliches Berichtsfenster und dieselbe Definition für pünktliche Zustellung, nachgewiesenen Schaden und Dokumentationsvollständigkeit. Bei Nichterfüllung eines Muss-Kriteriums scheidet ein Angebot im Basismodell aus.

SLA bedeutet Service Level Agreement: eine überprüfbare Dienstleistungsvereinbarung mit Kennzahlen, Messzeitraum, Datenquelle und Reaktion auf Abweichungen. KPI bedeutet Key Performance Indicator: eine Kennzahl, an der du Leistung und Zielerreichung ablesen kannst. Ein Preis ist ohne identischen Leistungsumfang nicht direkt vergleichbar. Zeitfenster, Zuschläge, Palettenanzahl, Haftungsumfang und Zustellnachweis müssen vor der Rechnung abgeglichen werden.

Lager und Logistikumfeld; Naveenp69, CC BY-SA 4.0, Commons.


Angebote in einem gemeinsamen Rechenmodell abbilden


Drei klar definierte Modellangebote

Merkmal Angebot A Angebot B Angebot C
Grundpreis pro Monat 1.800 € 900 € 0 €
Preis pro Sendung 68 € 75 € 86 €
Preis pro Palette 3,50 € 4,00 € 5,00 €
Pünktliche Sendungen im fiktiven Referenzzeitraum 108 von 120 115 von 120 117 von 120
Beschädigte Sendungen im fiktiven Referenzzeitraum 4 von 120 1 von 120 1 von 120
Vollständige elektronische Abliefernachweise 119 von 120 120 von 120 118 von 120

Alle Preise sind hypothetisch, netto und enthalten die im Modell festgelegte identische Standardabholung, Umschlagleistung und Zustellung; sonstige Zuschläge werden ausdrücklich als null angenommen. Die 120 Beobachtungen pro Anbieter sind fiktive Referenzdaten, keine Gewährleistung zukünftiger Ergebnisse. Schäden zählen je betroffene Sendung, auch wenn mehrere Packstücke betroffen wären; Mehrfachzählungen werden vermieden.


Gesamtkosten, Kostentreiber und Einheiten

Die gemeinsame Formel lautet: Monatskosten in € = Grundpreis in €/Monat + Anzahl Sendungen × €/Sendung + Anzahl Paletten × €/Palette. Dabei ist die Einheit jedes Summanden Euro im gewählten Monat.

  • A: 1.800 € + 120 × 68 € + 480 × 3,50 € = 1.800 € + 8.160 € + 1.680 € = 11.640 €.
  • B: 900 € + 120 × 75 € + 480 × 4,00 € = 900 € + 9.000 € + 1.920 € = 11.820 €.
  • C: 0 € + 120 × 86 € + 480 × 5,00 € = 0 € + 10.320 € + 2.400 € = 12.720 €.

Die Kosten pro Sendung betragen A: 11.640 €/120 = 97,00 €/Sendung; B: 11.820 €/120 = 98,50 €/Sendung; C: 12.720 €/120 = 106,00 €/Sendung. Die Kosten pro Palette betragen A: 24,25 €/Palette, B: 24,625 €/Palette und C: 26,50 €/Palette. Eine Rundung auf Cent ergäbe B: 24,63 €/Palette; für weitere Rechnungen verwende zunächst ungerundete Zwischenwerte.

Fallstrick: Grundpreise dürfen nicht nochmals pro Sendung multipliziert werden. Auch die Anzahl Paletten (480) darf nicht mit der Anzahl Sendungen (120) verwechselt werden.

Beispiel für Containertransport; David Valenzuela, CC BY-SA 4.0, Commons. Das Bild belegt keine Kosten oder Leistung der Modellanbieter.


Sensitivität: Ab welcher Menge ändert sich der Preisvergleich?

Bei vier Paletten je Sendung lässt sich A vereinfachen zu K_A(n) = 1.800 € + 82 € × n und B zu K_B(n) = 900 € + 91 € × n, wobei n die Zahl der Sendungen pro Monat ist. Bei gleicher Kostenhöhe gilt 1.800 + 82n = 900 + 91n, also n = 100 Sendungen. Bei 80 Sendungen kostet A 8.360 € und B 8.180 €; B ist günstiger. Bei 120 Sendungen ist A um 180 € günstiger. Die Qualitätsprüfung bleibt trotzdem zwingend.


Qualität objektiv und kritisch messen


Termintreue, Schadensquote und Nachweisquote

Termintreue = pünktlich zugestellte Sendungen / alle betrachteten Sendungen × 100 %. Für A: 108/120 × 100 = 90,00 %; B: 115/120 × 100 = 95,83 %; C: 117/120 × 100 = 97,50 %.

Schadensquote = Sendungen mit dokumentiertem Schaden / alle abgeschlossenen Sendungen × 100 %. Für A: 4/120 × 100 = 3,33 %; B und C: jeweils 1/120 × 100 = 0,83 %.

Nachweisquote = Sendungen mit vollständigem elektronischem Abliefernachweis / alle abgeschlossenen Sendungen × 100 %. Für A: 119/120 × 100 = 99,17 %; B: 120/120 × 100 = 100,00 %; C: 118/120 × 100 = 98,33 %.

Eine Quote benötigt stets Zähler, Nenner, Beobachtungszeitraum und eindeutige Definition. Zum Beispiel sind 95,83 % ein fiktiver Stichprobenwert und keine sichere Garantie für den kommenden Monat. Stichprobengröße, Ausreißer und Datenqualität sind in einer realen Ausschreibung zu überprüfen.


Entscheidungsmatrix: zuerst Eignung, dann Preis

Prüfkriterium Soll A B C
Termintreue mindestens 95 % 90,00 %, nicht erfüllt 95,83 %, erfüllt 97,50 %, erfüllt
Schadensquote höchstens 2 % 3,33 %, nicht erfüllt 0,83 %, erfüllt 0,83 %, erfüllt
Nachweisquote mindestens 99 % 99,17 %, erfüllt 100,00 %, erfüllt 98,33 %, nicht erfüllt
Einkaufsbudget höchstens 12.000 € 11.640 €, erfüllt 11.820 €, erfüllt 12.720 €, nicht erfüllt
Gesamturteil alle Muss-Kriterien erfüllt ausgeschlossen geeignet ausgeschlossen

Ergebnis: Unter exakt diesen Annahmen wird Angebot B empfohlen. A ist mit 11.640 € zwar 180 € billiger als B, verfehlt jedoch zwei Qualitätsanforderungen. C hat bessere Termintreue als B, aber unzureichende Nachweisquote und liegt 720 € über dem Budget. Es gibt keine Aussage über echte Unternehmen.

Palettenregale als Beispiel eines Leistungsbausteins; Axisadman, CC BY-SA 3.0, Commons.

Hörbeispiel: Geräusch eines dieselbetriebenen Flurförderzeugs. Aki Laulajainen / Work With Sounds und Werstas, CC BY 4.0, Quelle. Höre nur als Medienbeispiel; keine Bedienungs- oder Sicherheitsanleitung.

Bewegtes Praxisbeispiel:

Datei:StraddleCarrierLiftsContainerFromDoubleStackTrain.webm

Containerumschlag am Intermodalterminal; 4300streetcar, CC BY 4.0, Quelle. Analysiere Schnittstellen und mögliche Zeitstempel; führe keine technischen Arbeiten nach.


Wirtschaftlichkeit und Angebotsentscheidung


Deckungsbeitrag im vereinfachten Modell

LumaLog verkauft dem fiktiven Auftraggeber 120 Sendungen × 130 €/Sendung = 15.600 € Erlös im Monat. Für Angebot B fallen 11.820 € Fremdleistungskosten sowie modellhaft 1.250 € interne Monatskosten an. Somit verbleiben 15.600 € – 11.820 € – 1.250 € = 2.530 € als vereinfachter monatlicher Projektüberschuss vor Steuern und weiteren nicht angesetzten Kosten. Der zugehörige Anteil am Umsatz beträgt 2.530 €/15.600 € × 100 = 16,22 %. Er ist nicht gleichbedeutend mit einer geprüften Unternehmensgewinnmarge.

Bei B betragen die variablen Fremdleistungskosten je Sendung 75 € + 4 × 4 € = 91 €/Sendung. Als fixe Monatskosten setzen wir 900 € Fremdleistungsgrundpreis + 1.250 € intern = 2.150 € an. Der vereinfachte Deckungsbeitrag pro Sendung beträgt 130 € – 91 € = 39 €. Die rechnerische Gewinnschwelle ist 2.150 €/39 €/Sendung = 55,13 Sendungen, also bei ganzzahligen Aufträgen 56 Sendungen, sofern alle übrigen Modellannahmen gelten.


Risiken und Alternativszenarien

Prüfe eine fiktive Verschlechterung von B auf 113 pünktliche von 120 Sendungen: 113/120 = 94,17 %. Damit wäre das Termintreue-Ziel im Beobachtungsfenster verfehlt. Eine Beschaffung darf die Abweichung nicht übergehen: Ursache erfassen, Verbesserung mit Frist vereinbaren und Entscheidung erneut prüfen. Im realen Geschäft wären geeignete Vertrags-, Versicherungs-, Datenschutz-, Ressourcen- und Klimarisiken zusätzlich zu betrachten. CO₂e je Tonnenkilometer ist nur mit vergleichbar abgegrenzten, belastbaren Emissionsdaten zu bewerten; keine Fantasie-Emissionswerte verwenden.

Praxisregel: Bei unsicheren Eingangsdaten dokumentierst du Quelle, Stand, Schätzverfahren und verantwortliche Prüfung. Entscheidungen über reale Aufträge, Waren, Maschinen und Anlagen gehören in qualifizierte betriebliche Hände. Dieser Kurs ersetzt keine Befähigungsnachweise oder rechtliche beziehungsweise fachliche Freigabe.


Kundenlösung präsentieren und Qualität nachweisen


Vom Vergleich zum überzeugenden Leistungsversprechen

Eine gute Kundenpräsentation erläutert zuerst das Problem, dann den abgestimmten Leistungsumfang, anschließend Budget, Soll- und Ist-Kennzahlen, Einschränkungen und die begründete Empfehlung. Das ist Marketing durch überprüfbaren Kundennutzen, nicht Werbung mit unbelegten Superlativen. Für den Musterfall kannst du formulieren: „Wir empfehlen im beschriebenen Übungsszenario B: 11.820 € monatlicher Einkaufspreis, 95,83 % beobachtete Termintreue, 0,83 % Schadensquote und 100 % elektronische Nachweise.“ Sage ausdrücklich, dass die Werte aus einem fiktiven Referenzmonat stammen.


Qualitätsnachweis, Reporting und Verbesserungszyklus

Der Modellbericht enthält pro Sendung eine pseudonymisierte Kennung, Soll-Lieferdatum, Ist-Lieferdatum, vollständigen Nachweisstatus und bei Bedarf einen Schadenindikator. Du prüfst Plausibilität und Vollständigkeit, bildest die Quoten, vergleichst sie mit dem SLA und erstellst ein Maßnahmenprotokoll. Werden die Zielwerte nicht erreicht, folgen Ursachenanalyse, Verbesserungsmaßnahme, Zuständigkeit, Frist und erneute Messung. Sensible personenbezogene Daten und echte Betriebsdokumente werden nicht in Lernplattformen hochgeladen.

Datei:Logistic.svg

Grafik verschiedener Verkehrsträger als Wiederholung; Chrisclipart, CC0, Commons.

Erklärvideo (deutsch): Lagerkennzahlen und Rechenmethoden – Lernvideo von LagerLernen. Die Fachformeln zu Beständen ergänzen die auftragsbezogenen Kennzahlen dieses Kurses; die im Video verwendeten Fälle sind nicht die fiktiven Vertragsdaten hier.

Weiteres Erklärvideo (deutsch): Lagerkennzahlen – Wirtschaft gaaanz einfach!. Auch hier werden Übungsrechnungen gezeigt; keine offiziellen Prüfungsaufgaben dieses Kurses.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Prüfe dein Wissen

Wie viele Paletten enthält der fiktive Monatsauftrag? (480 Paletten) (!120 Paletten) (!240 Paletten) (!600 Paletten)



Rückmeldung: Jede der 120 Sendungen enthält vier Paletten. Der korrekte Wert ist 120 mal 4 gleich 480 Paletten.

Wie hoch sind die monatlichen Fremdleistungskosten von Angebot B? (11820 Euro) (!9000 Euro) (!10920 Euro) (!12720 Euro)



Rückmeldung: Der Grundpreis von 900 Euro wird zu 9000 Euro Sendungsentgelt und 1920 Euro Palettenentgelt addiert.

Wie hoch ist die Termintreue von Angebot B im Modell? (95,83 Prozent) (!90,00 Prozent) (!97,50 Prozent) (!100,00 Prozent)



Rückmeldung: 115 pünktliche von 120 dokumentierten Sendungen ergeben 115 geteilt durch 120 mal 100 Prozent.

Welches Angebot erfüllt sämtliche Muss-Kriterien des Kunden? (Angebot B) (!Angebot A) (!Angebot C) (!Alle drei Angebote)



Rückmeldung: Nur B erfüllt Budget, Termintreue, Schadensgrenze und Nachweisquote gleichzeitig.

Was bedeutet die Nachweisquote? (Anteil der Sendungen mit vollständigem elektronischem Abliefernachweis) (!Anteil der beschädigten Sendungen) (!Verhältnis der Fixkosten zum Umsatz) (!Anteil der Leerfahrten)



Rückmeldung: Für den dokumentierten Liefernachweis wird die Zahl vollständiger Nachweise durch die Zahl aller betrachteten Sendungen geteilt.

Bei welcher Sendungszahl sind A und B im definierten Vierpalettenmodell gleich teuer? (100 Sendungen) (!80 Sendungen) (!120 Sendungen) (!160 Sendungen)



Rückmeldung: Die Gleichsetzung von 1800 plus 82 mal n mit 900 plus 91 mal n ergibt n gleich 100.

Wie hoch ist der vereinfachte Projektüberschuss mit B? (2530 Euro) (!3780 Euro) (!15600 Euro) (!11820 Euro)



Rückmeldung: Vom Erlös von 15600 Euro werden 11820 Euro Fremdleistungskosten und 1250 Euro interne Kosten abgezogen.

Was ist bei der Beurteilung einer Qualitätskennzahl zwingend wichtig? (Eindeutige Messdefinition und gleicher Betrachtungszeitraum) (!Nur der niedrigste Angebotspreis) (!Eine möglichst große Werbebotschaft) (!Das Weglassen von fehlenden Daten)



Rückmeldung: Erst gemeinsame Zähler, Nenner und Messzeiträume machen Quoten verschiedener Anbieter vergleichbar.

Wie hoch ist die Schadensquote bei einem Schaden unter 120 Sendungen? (0,83 Prozent) (!1,20 Prozent) (!2,00 Prozent) (!8,33 Prozent)



Rückmeldung: Ein Schaden geteilt durch 120 Sendungen mal 100 ergibt gerundet 0,83 Prozent.

Wie viele Sendungen benötigt B im vereinfachten Modell mindestens zur Gewinnschwelle? (56 Sendungen) (!39 Sendungen) (!55 Sendungen) (!100 Sendungen)



Rückmeldung: Fixkosten von 2150 Euro geteilt durch 39 Euro Deckungsbeitrag je Sendung ergeben 55,13. Es sind mindestens 56 ganze Sendungen erforderlich.


Memory

Finde jeweils den passenden Fachbegriff und die eindeutige Bedeutung.

Termintreue Anteil innerhalb des vereinbarten Liefertermins zugestellter Sendungen
Schadensquote Anteil der Sendungen mit dokumentiertem Transportschaden
Grundpreis Sendungsunabhängiges Entgelt je Abrechnungsmonat
Deckungsbeitrag Erlös abzüglich der definierten variablen Kosten
Abliefernachweis Dokumentation der nach festgelegten Kriterien bestätigten Zustellung
Sensitivitätsanalyse Prüfung der Ergebnisänderung bei veränderten Annahmen





Drag-and-Drop

Ordne die Verfahrensschritte den passenden Bedeutungen zu.

Richtiger Begriff Passender Prozesshinweis
Anforderungsanalyse Verbindliche Kundenwünsche und Grenzwerte klären
Leistungsabgleich Den Umfang der drei Dienstleisterangebote vergleichbar machen
Kostenrechnung Preise pro Monat, Sendung und Palette korrekt zusammenführen
Qualitätsprüfung Gemessene Kennzahlen mit den Muss-Kriterien vergleichen
Entscheidungsdokumentation Ergebnis mit Zahlen und Vorbehalten begründen





Kreuzworträtsel

Termintreue Wie nennt man den Anteil fristgerecht zugestellter Sendungen?
Schadensquote Welche Quote zeigt den Anteil der beschädigten Sendungen?
Grundpreis Wie heißt ein monatliches Entgelt unabhängig von der Sendungszahl?
Nachweis Welches Dokumentationsziel bestätigt die erfolgreiche Zustellung?
Budget Wie heißt die festgelegte finanzielle Obergrenze?
Controlling Wie heißt die betriebswirtschaftliche Planung, Steuerung und Kontrolle anhand von Daten?





LearningApps

Suche ergänzende Zuordnungsübungen zum Thema Logistikkennzahlen und Angebotsvergleich. Suchergebnisse stammen von Dritten und müssen vor Verwendung fachlich geprüft werden.


Lückentext

Ergänze jeweils einen passenden Fachbegriff oder Zahlenwert.
Im Modell werden pro Monat insgesamt

Paletten bewegt.
Der Monatspreis des geeigneten Angebots B beträgt

Euro.
Die Termintreue von B erreicht gerundet

Prozent.
Die Schadensquote von B beträgt gerundet

Prozent.
Die vollständige Nachweisquote von B liegt bei

Prozent.
Der maximal erlaubte monatliche Einkaufspreis ist das

.
Eine verbindlich messbare Dienstleistungsvereinbarung heißt

.
Der vereinfachte monatliche Projektüberschuss von LumaLog beträgt

Euro.
Den Gleichstand der Monatskosten von A und B erhältst du bei

Sendungen.
Bei unklaren Quellen ist die

vor einer Entscheidung zu prüfen.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Leistungsumfang: Stelle die vier Muss-Kriterien des Modellkunden in einer einseitigen Tabelle mit Einheit, Grenzwert und Messverfahren dar.
  2. Kostenrechnung: Berechne die drei Monatspreise aus Grundpreis, Sendungszahl und Palettenzahl ohne Taschenrechnervorlage und dokumentiere die Einheiten.
  3. Qualitätskennzahl: Erstelle für A, B und C ein Balkendiagramm zur Termintreue mit einer eingezeichneten 95-Prozent-Ziellinie.
  4. Berufliche Kommunikation: Schreibe drei sachliche Sätze an den fiktiven Kunden, die die Empfehlung und die Grenzen der Referenzdaten erklären.


Standard

  1. Angebotsvergleich: Entwirf eine Prüftabelle mit Muss-Kriterien und kennzeichne für jedes Angebot den genauen Ausschlussgrund.
  2. Kalkulation: Stelle die Kostenfunktionen von A und B als Tabelle für 60, 80, 100, 120 und 140 Sendungen grafisch dar; halte die vier Paletten je Sendung konstant.
  3. Qualitätsmanagement: Entwirf ein anonymes Monatsreporting mit Sollwert, Istwert, Datenerhebungsmethode und möglicher Korrekturmaßnahme.
  4. Marketing: Erstelle eine zweiminütige Kundenpräsentation mit Erlös, Einkaufskosten, Qualität und transparenter fiktiver Datenbasis.


Schwer

  1. Deckungsbeitragsrechnung: Bestimme die Gewinnschwelle bei 130 Euro Verkaufspreis, 91 Euro variablen Fremdleistungskosten und 2150 Euro monatlichen Fixkosten und erläutere Grenzen der Rechnung.
  2. Risikomanagement: Prüfe das Szenario mit 113 pünktlichen Lieferungen bei B, leite eine Abweichung ab und entwirf einen Eskalations- und Verbesserungsprozess.
  3. Nutzwertanalyse: Entwickle erst nach Prüfung der Muss-Kriterien eine transparente Bewertungsmatrix mit Gewichtungen und begründe, warum schlechte Qualität nicht einfach durch einen billigeren Preis kompensiert werden darf.
  4. Projektmanagement: Entwerfe für den fiktiven Modellauftrag ein Pflichtenheft mit Schnittstellen, Datenschutz, Messregeln, Berichtsfrequenz, Verantwortlichkeiten und Kriterien einer späteren Abnahme unter betrieblicher Aufsicht.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe: Begründe anhand konkreter Werte, weshalb Angebot A trotz 180 Euro Preisvorteil gegenüber B nicht ausgewählt wird.
  2. Rechenprüfung: Berechne den Monatswert für B bei 160 Sendungen mit je vier Paletten und unverändertem Grundpreis; kontrolliere das Ergebnis 15.460 Euro anhand zweier Rechenwege.
  3. Qualitätsvergleich: Begründe, weshalb 115 von 120 pünktlichen Sendungen nicht als garantiert 95,83 Prozent Termintreue für jeden künftigen Monat interpretiert werden dürfen.
  4. Wirtschaftlichkeitsanalyse: Rechne bei 120 Sendungen den Projektüberschuss und die Umsatzrendite im stark vereinfachten Modell nach; nenne mindestens drei nicht abgebildete Kosten- oder Risikopositionen.
  5. Kundenorientierung: Formuliere eine E-Mail mit messbarem Leistungsversprechen und Kennzeichung, welche Zahlen reine Übungsannahmen sind.
  6. Lernfeldtransfer: Ordne je einen Arbeitsschritt dem schulischen Lernfeld 13 und Lernfeld 14 zu und unterscheide beide von den betrieblichen Berufsbildpositionen Marketing und Qualitätsmanagement nach § 4 Ausbildungsordnung.


Lernnachweis

Als Nachweis deiner Kompetenzen entsteht eine fiktive, überprüfbare Projektmappe: Anforderungsliste, drei vollständig nachvollziehbare Preiskalkulationen mit Einheiten, Kennzahlenblatt mit Zählern und Nennern, Entscheidungsmatrix, Mengen-Sensitivität, Deckungsbeitragsrechnung, Risiko- und Verbesserungsplan sowie kurze Kundenpräsentation. Eine gute Arbeit weist Annahmen, Quellen, Rechenweg, Rundung, Grenzen und Verantwortlichkeit eindeutig aus. Die Bewertung berücksichtigt Rechengenauigkeit, Transparenz, Wirtschaftlichkeit, Servicequalität und adressatengerechte Kommunikation.


OER und Wikipedia

Amtliche Orientierung (eingesehen 22.10.2026):

Mediennachweis – überprüfte Fremdmedien, keine Eigenproduktion:

Genaue Datei oder Einbettung Quelle Urheber Lizenz und Rechtebeleg
File:Logistic.svg Wikimedia Commons Chrisclipart, Openclipart CC0 1.0
File:Warehouse and logistics hub.jpg Wikimedia Commons Naveenp69 CC BY-SA 4.0
File:Cargo Container Hauling Truck.jpg Wikimedia Commons David Valenzuela CC BY-SA 4.0
File:Modern warehouse with pallet rack storage system.jpg Wikimedia Commons Axisadman CC BY-SA 3.0
File:WWS Forklifttruck.ogg Wikimedia Commons Aki Laulajainen / Work With Sounds, Werstas CC BY 4.0
File:StraddleCarrierLiftsContainerFromDoubleStackTrain.webm Wikimedia Commons 4300streetcar CC BY 4.0
https://www.youtube.com/watch?v=V68clLR4yRo YouTube: Lagerkennzahlen einfach erklärt Kanal LagerLernen Plattformvideo; nur YouTube-Einbettung, keine freie Weiterlizenz behauptet
https://www.youtube.com/watch?v=0D0wVujGios YouTube: Lagerkennzahlen gaaanz einfach Kanal Wirtschaft gaaanz einfach! Plattformvideo; nur YouTube-Einbettung, keine freie Weiterlizenz behauptet

Bei CC-BY- und CC-BY-SA-Medien sind Urhebernennung, Lizenzlink und Hinweise auf Bearbeitungen einzuhalten. Hier werden Originaldateien unverändert eingebunden. Medien zeigen beispielhafte Logistikvorgänge und begründen nicht die fiktiven Kennzahlen. Die zwei externen deutschsprachigen Lernvideos sind fachliche Ergänzungen, nicht Bestandteil amtlicher Ausbildungsvorschriften. Ein Kurs ersetzt weder qualifizierte Aufsicht noch rechtliche oder betriebliche Freigaben.

Wikipedia als ergänzende, redaktionell veränderbare Lektüre:


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte



Schulfach+




aiMOOCs



aiMOOC Projekte









MOOCwiki · Deutsch

Nach dem Lernen ist vor dem Lernen

Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.

Zur MOOCwiki-Hauptseite

Mediathek

Inhalte werden geladen ...

Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...