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Intelligente Produktionsplanung und digitale Lieferketten

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Intelligente Produktionsplanung und digitale Lieferketten

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Einleitung

Du planst keine echte Anlage, sondern entscheidest anhand frei erfundener Betriebsdaten, wie kleine Fertigungslose trotz Teilemangel, Qualitätsabweichung und knapper Kapazität termingerecht und ressourcenschonend bearbeitet werden können. Das Lernprodukt ist ein Szenarienplan für kleine Lose und Rüstwechsel mit begründeter Entscheidung, Fehleranalyse und Reserveplan.

Zielgruppe: Auszubildende, empfohlen im 3. bis 4. Ausbildungsjahr. Voraussetzungen: Z1 bis Z3 oder vergleichbare Kompetenzen in Fertigungsablauf, Tabellenrechnung und Qualität; Projektziel mit den Ausbildenden abstimmen. Als vorhandene Grundlage dient dieser aiMOOC. Die Seite war bei der Quellenprüfung nicht abrufbar; überprüfe ihre tatsächlichen Inhalte, bevor du konkrete Vorkenntnisse daraus übernimmst. Wir aktivieren deshalb nur Grundbegriffe: Materialfluss, Losgröße, Kapazität und Liefertermin. Danach entwickelst du ein neues Planungsergebnis.

Lernziele: Du zeichnest Material- und Informationsflüsse, rechnest Maschinen- und Prüfkapazität einschließlich Rüsten, behandelst eine Verspätung und eine Qualitätsabweichung, vergleichst Energie- und Terminkriterien und erklärst, warum Resilienz nicht mit möglichst hoher Auslastung gleichzusetzen ist.

Arbeitsweise: Papier, Stifte und eine freie Tabellenkalkulation reichen. Sämtliche Auftrags- und Maschinendaten sind synthetisch. Alle Vorschläge dienen nur der Simulation; keine Maschinensteuerung, Arbeitsfreigabe, sicherheitstechnische Entscheidung oder operative Produktionsanweisung. Dies ist ein unabhängiges Bildungsangebot, keine offizielle Liebherr- oder IHK-Zertifizierung.



Von der Lieferkette zum Materialfluss


Zusammenhänge schnell aktivieren

Eine Lieferkette verbindet Zulieferer, Wareneingang, Lager, Herstellung, Prüfung, Versand und Kunden. Materialfluss beschreibt, wo Güter physisch unterwegs sind. Informationsfluss transportiert Bedarf, Bestellung, Terminprognosen, Qualitätsstatus und Rückmeldungen. Rückverfolgbarkeit ordnet einer simulierten Charge den nachvollziehbaren Status zu. Ein digitales System unterstützt diese Transparenz nur bei vollständigen und plausiblen Daten; ein Bildschirm allein beseitigt keinen Engpass.

Deutsches Schema vom Lieferanten über ein Unternehmen zu Abnehmern

Bildhinweis: Prüfe, wie eine verspätete Lieferung nachfolgende Stationen beeinflusst. Textalternative: Zulieferer → Wareneingang → Teilebereitstellung → Produktion → Qualitätsprüfung → Versand.


Daten für verlässliche Entscheidungen

In der Produktionsplanung und -steuerung werden Mengen, Reihenfolgen, Material, Termine und verfügbare Ressourcen abgeglichen. Ein ERP-System verwaltet unter anderem Aufträge und Bestände, ein MES kann die Ausführung erfassen; beide sind Datenquellen, keine Garantie für richtige Entscheidungen. Notiere bei jeder Zahl die Einheit, den Stand, die Herkunft und ob es eine Annahme ist. Der Soll-Ist-Vergleich zeigt Abweichungen, etwa wenn fünf Komponenten geplant, aber nur vier geprüft verfügbar sind.

Fünf Bereiche Lieferanten Eingang Prozess Ausgang und Kunden

Methodenhilfe: SIPOC strukturiert Lieferanten, Eingaben, Prozess, Ausgaben und Kunden. Setze in einer eigenen Skizze hinter jede Schnittstelle einen möglichen Informationsfehler. Die Vorlage ist englisch; ohne Grafik genügen diese fünf ausgeschriebenen Spalten.

Mini-Aktivierung: Skizziere auf Papier zwei Pfeile: Material läuft zum Montageplatz; Statusmeldungen laufen auch wieder zurück zur Planung. Eine verspätete Teilelieferung wird erst wirksam erkannt, wenn die Information rechtzeitig ankommt.



Terminplanung und knappe Ressourcen


Synthetischer Modellbetrieb

Die erfundene Variantenfertigung ModulWerk produziert Lose A mit zehn Modulen und B mit acht Modulen. Betrachte nur einen Planungsabschnitt von Montag bis Dienstag; Termine und Preise sind Übungsannahmen, keine Messwerte. Beide Varianten passieren Zuschnitt M1, Montage M2 und Endprüfung. Für Montag gelten 480 verfügbare Minuten auf M1, 360 produktive Minuten auf M2 und 120 Prüfminuten. Alle Zeiten enthalten nur die explizit genannten Vorgänge.

Modellgröße Los A Los B
Menge 10 Stück 8 Stück
Zuschnitt M1 je Stück 10 min 12 min
Montage M2 je Stück 18 min 20 min
Endprüfung je Stück 6 min 6 min
Teileverfügbarkeit alle 10 am Montag 5 am Montag; weitere 3 am Dienstag ab 09:00
zugesagtes Ziel Montag Ende Dienstag 16:00

Bei einer Reihenfolge A → B fällt auf M2 einmal 45 Minuten Rüstzeit an. Eine Losgröße ist die zusammen verarbeitete Stückzahl, ein Rüstwechsel die Vorbereitung des Arbeitsplatzes auf eine andere Variante. Prüfe stets Material vor Freigabe, dann Kapazität, anschließend Endprüfung und Termin.


Geführte Rechnung und Planbalken

Wer alle 18 Module am Montag montieren möchte, braucht 10 × 18 + 8 × 20 + 45 = 385 Minuten auf M2. Das überschreitet 360 um 25 Minuten. M1 benötigt 10 × 10 + 8 × 12 = 196 der 480 Minuten. Die Prüfung beansprucht 18 × 6 = 108 von 120 Minuten. M2 ist der Engpass; außerdem fehlen drei B-Komponenten, sodass die Komplettfertigung am Montag schon materialseitig unmöglich ist.

Geführtes Szenario S1: Montag Los A mit zehn Stück und von B nur fünf Stück bearbeiten. M2: 180 + 100 + 45 = 325 Minuten; M1: 100 + 60 = 160 Minuten; Endprüfung: 15 × 6 = 90 Minuten. In dieser vereinfachten Tageskapazitätsrechnung bleiben auf M2 35 Minuten Reserve. Am Dienstag nach bestätigtem Wareneingang ab 09:00 folgen drei B-Module mit 60 Minuten M2 und 18 Minuten Endprüfung. Der Versandtermin Dienstag 16:00 ist nur unter der zusätzlichen Annahme erfüllbar, dass Material rechtzeitig geprüft bereitsteht, M2 verfügbar bleibt, keine neuen Störungen auftreten und Transportzeit eingerechnet wird. Eine echte minutengenaue Reihenfolgeplanung wäre zusätzlich nötig.

Gantt-Diagramm mit zeitlich gestaffelten Aufgabenbalken

Bildhinweis: Das Beispiel zeigt Balken auf einer Zeitachse, nicht den fiktiven Modellfall. Offline zeichnest du drei Spalten für M1, M2 und Prüfung und trägst Rüsten als eigenen Block ein.

Rechenhilfe: Belastungsgrad = benötigte Minuten / verfügbare Minuten × 100. Für S1 auf M2: 325 / 360 × 100 ≈ 90,3 Prozent. Ein hoher Wert ist kein Gütesiegel: fehlende Flexibilität kann Lieferzusagen gefährden.



Störungen, Qualität und Resilienz


Verspätung systematisch behandeln

Meldet der fiktive Zulieferer die drei B-Komponenten erst für Dienstag 13:00 statt 09:00, markierst du den Eingang als unsicher, prüfst, welche B-Aufträge betroffen sind und bildest mindestens zwei Szenarien: rechtzeitiger Eingang und später Eingang. Informiere in der Übung die zuständige Planungsrolle, formuliere einen realistischen neuen Fertigstellungskorridor und prüfe die behauptete Lieferfähigkeit inklusive Prüfung und Versand. Eine Verspätung wird nicht dadurch gelöst, dass das System einfach den grünen Status beibehält.


Qualitätsabweichung als begründeter Fehlerfall

Nimm als weiteren unabhängigen Störfall an, dass Montag zwei der fünf zuerst montierten B-Module die Endprüfung nicht bestehen. Sie werden gesperrt und dürfen nicht als gut oder versandfähig gezählt werden. In der Simulation benötigt die Nacharbeit pro Modul zusätzlich 20 Minuten M2 und je 6 Minuten erneute Prüfung. Aus S1 werden damit 325 + 40 = 365 Minuten M2: fünf Minuten zu viel. Die Prüfzeit ist 90 + 12 = 102 Minuten, hier also nicht der Engpass. Ein verbreiteter Denkfehler ist, lediglich die Prüfzeit zu korrigieren und die Nacharbeit auf M2 zu vergessen.

Korrigiertes Szenario S2: Montag A10 und zunächst B4 fertigstellen; zwei dieser vier B-Module erhalten Nacharbeit. M2 = 180 + 80 + 45 + 40 = 345 Minuten. Endprüfung einschließlich der zwei Wiederholungen = 14 × 6 + 2 × 6 = 96 Minuten. Dienstag bleiben B4 statt B3. Das Szenario ist kapazitätsseitig plausibel, setzt jedoch voraus, dass Ursachenklärung und qualitätsverantwortliche Freigabe außerhalb der Rechenannahmen erfolgen; der Lernkurs erteilt keine Sicherheits- oder Qualitätsfreigabe.

Animation eines Nähprozesses in fünf Arbeitsschritten

Animation als Analogie: Selbst kleine Teilprozesse bestehen aus mehreren Phasen. Eine Abweichung an einem Schritt kann spätere Schritte blockieren. Das Bild zeigt keine ModulWerk-Maschine. Textalternative: Ein Werkstück durchläuft nacheinander fünf Arbeitsschritte, bis es fertig ist.


Resilienz statt pauschaler Vollauslastung

Resilienz ist die Fähigkeit, auf Störungen vorbereitet zu sein, handlungsfähig zu bleiben und sich angepasst zu erholen. Sie kann durch alternative Bezugsquellen, Datenqualität, passende Material- und Kapazitätspuffer und transparentes Eskalieren gestärkt werden. Ein voll ausgelasteter Engpass wirkt kurzfristig effizient, bietet aber keinen Spielraum für Nacharbeit oder verspätete Teile. Umgekehrt sind unbegrenzte Sicherheitsbestände teuer. Vergleiche deshalb Termintreue, gebundenes Material, Energie und Störungsreserve gemeinsam.

Datei:Automatic chain making machine.webm Medienbeobachtung: Historische Fertigung zeigt, dass starre Abläufe Wechsel erschweren können; daraus folgt keine direkte Aussage über heutige Maschinen. Textalternative: Ein mechanisches System formt wiederholt Kettenglieder; bespreche, welche Störung den Takt unterbrechen würde.



Energie und Termine abwägen und den Szenarienplan erstellen


Keine eindimensionale Optimierung

Im Modell verbraucht M2 während der laufenden Fertigung 8 kW. Als rein fiktive Tarifannahme kostet eine kWh im günstigen Zeitfenster 0,20 Euro und im teuren Fenster 0,40 Euro. Wird eine tatsächlich verschiebbare Betriebsstunde vom teuren in das günstigere Fenster verlegt, beträgt die Differenz 8 kWh × (0,40 − 0,20 Euro/kWh) = 1,60 Euro. Diese einfache Rechnung ignoriert Anlaufenergie, reale Leistungsschwankungen, tarifliche Besonderheiten und Transportzeiten. Du darfst eine Stunde nur dann verlegen, wenn Teile, Personal, Anlagenkapazität, Prüfung und Liefertermin weiter passen. Eine Ersparnis ist kein Argument für eine verschleierte Lieferverzögerung.

Audio als Beobachtungsanlass: Hörst du einen gleichmäßigen Arbeitsrhythmus? Daraus lassen sich weder elektrische Leistung noch sichere Bedienbedingungen berechnen. Alternative ohne Ton: Eine Stanzmaschine führt wiederholte Bearbeitungsschritte aus, deren Takt eine begrenzte Kapazität erzeugt.


Digitale Entscheidungshilfen kritisch nutzen

Ein einfaches Tabellenblatt mit Spalten für Datum, Los, verfügbare Teile, benötigte M1-Minuten, M2-Minuten, Rüstzeit, Prüfung, Termin, Energiekostenannahme, Risiko und Maßnahme ist bereits ein digitaler Szenarienplan. Ein digitales Modell bildet ausgewählte Eigenschaften der Wirklichkeit nach, ersetzt aber keine Prüfung der Eingangsdaten. Künstliche Intelligenz kann Nachfrage oder Verspätungen schätzen; Prognosen sind keine Garantien. Das NIST-Profil zu generativer KI (AI 600-1, Juli 2024) hilft bei Fragen nach Quellen, Transparenz, menschlicher Aufsicht und Fehlern. Es ist kein spezieller Standard für die Fabrikablaufplanung. Ohne belastbare Daten werden KI-generierte Zeit- und Sicherheitsbehauptungen ausdrücklich als ungeprüft markiert.


Dein eigenständiges Lernprodukt

Erstelle einen einseitigen Szenarienplan für S0: unrealistischer Komplettlauf am Montag, S1: Aufteilung A10/B5 und Dienstag B3, S2: Qualitätssperre und Umplanung A10/B4 und Dienstag B4 und zusätzlich S3: verspätete Lieferung der drei B-Komponenten erst Dienstag 13:00. Für jedes Szenario belegst du Materialverfügbarkeit, M2-Minuten, Prüfminuten, nächstmöglichen Termin, geschätzten Energieeffekt, Risiko und eine Entscheidung mit Begründung.

Szenario Montag M2 Prüfzeit Montag Material- oder Störungsrisiko Entscheidung
S0 385 min 108 min 3 B-Komponenten fehlen nicht zulässig als realistischer Montagsplan
S1 325 min 90 min Wareneingang Dienstag muss bestätigt werden bedingt geeignet
S2 345 min 96 min zwei B-Nacharbeiten; Rest auf Dienstag mit Prüfung und neuem Termin beurteilen
S3 zunächst wie S1 geplant zunächst 90 min fehlende drei B-Komponenten erst Dienstag 13:00 Versandpuffer und Termin neu bewerten

Fehlercheck: Markiere mindestens einen Rechen- oder Planungsfehler, korrigiere ihn und erkläre schriftlich die Folgen für Termin, Kapazität und Kundeninformation. Zuletzt verteidigst du deine Wahl unter einem unerwarteten weiteren Ausfall von 30 M2-Minuten. Die Differenz zwischen rechnerischer Machbarkeit und betrieblicher Freigabe muss klar benannt sein.



Interaktive Aufgaben


Quiz: Entscheiden und prüfen

Wähle je eine Antwort. Die Lösungen werden nicht vorab als separate Liste angezeigt. Feedback zur Bearbeitung: Rechne bei Mengenfragen zuerst den Bedarf je Station, prüfe bei Ereignisfragen Material und Prüfstatus und hinterfrage bei Prognosen die Annahmen. Besprich nach der Rückmeldung, welche falsche Annahme hinter den Alternativen steckt.

Warum kann das vollständige B-Los nicht am Montag gefertigt werden? (Drei benötigte Komponenten treffen erst Dienstag ein) (!Weil jede Prüfung mindestens eine Stunde dauert) (!Weil der Zuschnitt am Montag vollständig ausgelastet ist) (!Weil Rüstwechsel im Modell verboten sind)



Welche Station bildet bei der geplanten vollständigen Montagsmontage rechnerisch den Engpass? (Montage M2 mit 385 benötigten Minuten) (!Zuschnitt M1 mit 196 Minuten) (!Endprüfung mit 108 Minuten) (!Wareneingang mit 480 Minuten)



Wie hoch ist die rechnerische M1-Belastung für alle A10 und B8? (196 Minuten) (!160 Minuten) (!385 Minuten) (!480 Minuten)



Wie viele Minuten benötigt M2 am Montag bei A10 und B8 einschließlich einmaligem Rüsten? (385 Minuten) (!340 Minuten) (!360 Minuten) (!108 Minuten)



Wie viele M2-Minuten beansprucht das Montagsszenario A10 und B5 einschließlich Rüsten? (325 Minuten) (!345 Minuten) (!365 Minuten) (!196 Minuten)



Was zeigt die Nacharbeit an zwei B-Modulen im ursprünglichen Szenario S1? (M2 steigt auf 365 Minuten und überlastet die Tageskapazität) (!Nur die Prüfzeit steigt und M2 bleibt unverändert) (!M1 steigt automatisch auf 480 Minuten) (!Die Teile werden ohne erneute Prüfung sofort versendet)



Welche M2-Belastung ergibt sich Montag für A10 B4 zwei Nacharbeiten und den Rüstwechsel? (345 Minuten) (!325 Minuten) (!385 Minuten) (!285 Minuten)



Wann ist ein günstigeres Energiefenster für eine Betriebsstunde sinnvoll? (Wenn Material Personal Prüfung und zugesagte Termine weiterhin passen) (!Immer sobald der Strompreis niedriger ist) (!Nur wenn die Maschinen gleichzeitig voll ausgelastet sind) (!Auch wenn die Qualitätsprüfung dafür wegfallen muss)



Welche Aussage beschreibt resiliente Planung am besten? (Nachvollziehbare Reserve und realistische Ersatzszenarien begrenzen Störungsfolgen) (!Jede Maschine muss dauerhaft zu hundert Prozent laufen) (!Sämtliche Teile sind immer auf Vorrat zu bestellen) (!Eine einzelne KI-Prognose ersetzt Rückmeldungen aus der Fertigung)



Wie sollte eine ungeprüfte KI-Aussage zur Termintreue behandelt werden? (Als unsichere Hypothese gegen Teile Bestand Zeiten und Prüfstatus prüfen) (!Als verbindliche Freigabe an die Werkstatt senden) (!Unverändert als Ist-Wert in allen Tabellen speichern) (!Als zuverlässiger ansehen als dokumentierte Materialengpässe)




Memory: Begriff und Wirkung

Ordne jeden Begriff genau einer Erklärung zu.

Rüstwechsel Vorbereitung der Montage für eine andere Variante
Kapazitätspuffer Noch nicht verplante verfügbare Bearbeitungszeit
Materialstatus Nachweis ob ein Teil tatsächlich verwendbar bereitsteht
Termintreue Vergleich zugesagter mit tatsächlich erreichter Fertigstellung
Nacharbeit Zusätzliche Bearbeitung nach festgestellter Abweichung
Szenarienplanung Vergleich mehrerer plausibler zukünftiger Abläufe




Drag-and-Drop: Störung und Reaktion

Richtige Reaktion Beobachtung
Wareneingang nachprüfen Drei B-Komponenten fehlen
Montagekapazität neu berechnen Rüstwechsel und Nacharbeit erhöhen M2-Belastung
Qualitätsstatus sperren Zwei Module bestehen die Endprüfung nicht
Lieferzusage neu bewerten Der Zulieferer meldet späteren Eingang
Energiefenster vergleichen Zwei tarifliche Zeiträume stehen zur Auswahl




Kreuzworträtsel: Planungssprache

Engpass Welche Station begrenzt die mögliche Tagesmenge?
Losgröße Wie heißt die Stückzahl eines zusammengefassten Fertigungsauftrags?
Rüstzeit Wie nennt man die notwendige Vorbereitungsdauer vor dem Variantenwechsel?
Puffer Welcher Begriff bezeichnet eine geplante zeitliche Reserve?
Nacharbeit Wie heißt zusätzliche Bearbeitung nach einem festgestellten Mangel?
Rückmeldung Wie heißt die Information aus der Ausführung zurück an die Planung?




LearningApps: zusätzliche Übungen

Suche passende offene Übungen und prüfe Urheberschaft sowie Niveau, bevor du sie nutzt; dies ist eine Suchseite, keine als geprüft behauptete Einzel-App.

Ohne LearningApps: Lege fünf Begriffskarten an und ordne sie ihren Erklärungen aus dem Kapitel zu.


Lückentext: Szenarienprüfung

Ergänze die fachlich passenden Begriffe.
Vor der Terminplanung überprüfst du die

. Auf der Station M2 fällt beim Variantenwechsel eine

an. Die Station mit der größten Einschränkung ist der

. Ein fehlerhaftes Modul erhält vor der erneuten Prüfung eine

. Die freie Bearbeitungszeit für Störungen heißt

. Verschiedene mögliche Abläufe vergleichst du mit einem

. Bei verschobenen Terminen kontrollierst du die

. Eine nicht belegte KI-Vorhersage bleibt eine

.



Offene Aufgaben

Bearbeite die zwölf Aufgaben zunehmend selbstständig. Alle Beobachtungen und Gespräche können als Rollenspiel mit fiktiven Daten erfolgen.


Leicht

  1. Materialfluss: Zeichne Zulieferung, Zuschnitt, Montage, Prüfung und Versand in einem Pfeilschema. Ergänze die zurücklaufende Statusmeldung.
  2. Produktionsplanung: Übertrage die Modellzahlen in eine Papier- oder freie Tabellenkalkulationsvorlage und kennzeichne sämtliche Einheiten.
  3. Kapazität: Rechne M1, M2 und Prüfung für S1 nach und erläutere in drei Sätzen den Unterschied zwischen Bedarf und verfügbarer Zeit.
  4. Lieferkette: Verfasse eine sachliche fiktive Nachricht an die Planung über drei fehlende B-Komponenten; nenne den unbekannten bestätigten Ankunftsstatus.


Standard

  1. Rüstzeit: Stelle zwei Losreihenfolgen als Gantt-Skizzen dar und begründe, wann ein zweiter Rüstwechsel nötig würde.
  2. Qualitätsmanagement: Untersuche die beiden gesperrten B-Module und berechne nach dem Übungsmodell die Mehrbelastung von M2 und Prüfung.
  3. Energiemanagement: Vergleiche die Kosten einer verschiebbaren M2-Stunde in zwei fiktiven Tarifzeiten und halte Terminvoraussetzungen fest.
  4. Prozessoptimierung: Erstelle die Szenarientabelle S0 bis S3 und empfehle eine Variante mit nachvollziehbarem Material-, Termin- und Kapazitätscheck.


Schwer

  1. Resilienz: Simuliere einen zusätzlichen Ausfall von 30 M2-Minuten, entwickle einen realistischen Reserveplan und benenne verbleibende Unsicherheit.
  2. Lieferantenmanagement: Entwerfe ein dokumentiertes Eskalationsgespräch als Rollenspiel zwischen Einkauf, Qualität, Planung und fiktivem Kunden.
  3. Künstliche Intelligenz: Prüfe drei hypothetische KI-Planungsempfehlungen auf falsche Bestände, erfundene Kapazität und fehlende menschliche Kontrolle.
  4. Entscheidungsfindung: Präsentiere dein fertiges Lernprodukt als zweiseitige Entscheidungsvorlage mit begründetem Fehlerfall, Energie-Termin-Abwägung und dokumentierten Annahmen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Engpass: Erkläre rechnerisch, weshalb 385 Minuten M2-Bedarf trotz freier M1-Kapazität keinen Montagstermin ermöglichen.
  2. Planabweichung: Unterscheide fehlende B-Komponenten von noch ungeprüften B-Modulen und erkläre die unterschiedlichen Maßnahmen.
  3. Nacharbeit: Begründe, warum der ursprüngliche Plan bei zwei Abweichungen auf 365 Minuten steigt und der geänderte Plan 345 Minuten benötigt.
  4. Terminplanung: Bewerte die Zusage für Dienstag 16:00 bei Eingang 13:00 und benenne mindestens drei zusätzlich benötigte Zeitdaten.
  5. Energieeffizienz: Rechne die beispielhafte Kostendifferenz für 8 kWh aus und erläutere einen Fall, in dem die Verschiebung trotzdem abzulehnen ist.
  6. Resilienz: Vergleiche ein System ohne freie Engpassminuten mit einem System mit planbarer Reserve unter einer Qualitätsabweichung.


Lernnachweis

Gib als eigenständiges Lernprodukt einen Szenarienplan S0–S3 ab: Ausgangsdaten, Materialstatus und Zeitbezug, M1/M2/Prüfungsrechnung, Rüstwechsel, Terminprognose samt Bedingungen, Energieannahmen, drei Risikoindikatoren, ausgewähltes Szenario, Fehlerdiagnose und verständliche Entscheidung. Ergänze ein kurzes Reflexionsprotokoll: Welche Zahl ist sicher, welche angenommen, welche Quelle geprüft? Weise die drei Kriterien ausdrücklich nach: Verspätung behandeln, Kapazität prüfen und Energie gegen Termin abwägen. Bewertungsvorschlag je 0–2 Punkte für Datenklarheit, rechnerische Richtigkeit, Störungsreaktion, Abwägung und Begründung; insgesamt 10 Punkte. Eine Lehrkraft oder ausbildende Person bewertet die Übungsleistung; keine Zertifizierung und keine betriebliche Freigabe.



OER und Wikipedia

Fachquellen und Stand: 21. Oktober 2026. Zeitabhängige Beispiele und Webseiten später erneut prüfen; die Modellwerte dieses Kurses sind synthetisch, Version 1.0.

Verifizierte Commons-Medien und Nachweise – die Dateiseiten enthalten die jeweiligen Vorschaubilder und Originale. Lizenzangaben gelten für unveränderte Dateien; Bearbeitungen erfordern Beachtung der Lizenzbedingungen.

Datei Dateiseite auf Wikimedia Commons Urheberschaft Lizenz laut Dateiseite
File:A company's supply chain (de).svg Lieferkettendiagramm Stern; SVG-Bearbeitung Voskos CC BY-SA 3.0
File:SIPOC diagram.svg SIPOC Peter Gladdish CC BY 4.0
File:ConceptDraw Project Gantt Chart.png Gantt-Diagramm AnnaKorlyakova CC BY-SA 4.0
File:Blind stitch manufacturing animated.gif Animation Xorx CC BY-SA 4.0
File:Automatic chain making machine.webm Historischer Fertigungsfilm Torsten Nilsson / Sounds of Changes CC BY 3.0 laut Commons-Lizenzprüfung
File:WWS Screenplatemanufacturingwithdiecuttingmachine.ogg Maschinengeräusch Work With Sounds / Werstas; Aufnahme Leena Ahonen CC BY 4.0

Video (deutsch): Industrie 4.0, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, veröffentlicht 03.04.2014. Der Video-Datensatz bei YouTube war auffindbar; der direkte Abruf und die Einbettungsfreigabe konnten in dieser Recherche nicht sicher bestätigt werden. Die Darstellung ist ein historischer Einstieg, keine aktuelle Fachnorm und keine OER-Lizenzbehauptung.

Offline-Alternative zum Video: Digitale Netze koppeln Informationen über Aufträge, Bestände und Bearbeitungsstatus. Zeichne ein Beispiel mit Bestandssignal, Kapazitätsprüfung, Entscheidung und Rückmeldung. Alle Pflichtaufgaben lassen sich ohne externe Medien und ohne kostenpflichtiges KI-Konto bearbeiten.

Weitere Ressource: ARD alpha: Industrie 4.0, Sendung 29.02.2024; auf Anbieter-Seite als verfügbar bis 28.02.2029 ausgewiesen. Verfügbarkeit kann sich ändern. Nicht als frei weiterverwendbares Medium einbetten.

Wikipedia zum Nachlesen (deutsch):


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