Tourenalternativen wirtschaftlich beurteilen - Touren und Transportplanung im Lager - Ausbildung
Tourenalternativen wirtschaftlich beurteilen - Touren und Transportplanung im Lager - Ausbildung
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Einleitung
Du arbeitest im zweiten Ausbildungsjahr der Fachkraft für Lagerlogistik und sollst drei vollständig fiktive Touren vergleichen. Die wirtschaftlich beste Route ist nicht automatisch die kürzeste: Fahrzeit, Standzeiten, Maut, Termine, Laderaum und zuverlässige Zustellung gehören zusammen. Du lernst, Daten zu prüfen, Gesamtkosten transparent zu berechnen, Alternativen unter Unsicherheit zu beurteilen und eine begründete Dispositionsentscheidung vorzulegen.
Kompetenzziel: Du prüfst zuerst harte Vorgaben (z. B. Nutzlast und Zeitfenster), berechnest anschließend vergleichbare Tourkosten in Euro und erläuterst Vor- und Nachteile. Alle Orte, Kunden, Mengen, Entfernungen, Zeiten, Preise und Fahrzeuge im Fall sind erfunden. Die Zahlen sind Übungsannahmen, keine Marktpreise und kein verbindlicher Tourenplan.
Lehrplanbezug: Der KMK-Rahmenlehrplan für die Berufsschule (Beschluss 25.03.2004) weist dem 2. Ausbildungsjahr das Lernfeld 7 „Touren planen“ mit 40 Unterrichtsstunden zu. Darin werden wirtschaftliche, infrastrukturelle, terminliche und ökologische Gesichtspunkte genannt. Die betriebliche Ausbildung folgt dagegen der Bundes-Ausbildungsordnung über die Berufsausbildung im Lagerbereich vom 26.07.2004 mit Ausbildungsrahmenplan (Anlage 2). Beide Grundlagen sind miteinander abgestimmt, aber nicht identisch. Rechts- und Quellenstand: 21.10.2026, ohne Gewähr einer rechtlichen Vollprüfung. KMK-Rahmenlehrplan und Ausbildungsordnung.
Wirtschaftliche Tourenplanung verstehen
Die entscheidenden Begriffe
Eine Tour ist die geplante Folge von Fahrtabschnitten und Lieferstopps eines Fahrzeugs. Tourenoptimierung vergleicht Varianten, die dieselben Aufträge zuverlässig erfüllen. Im Unterschied dazu bezeichnet die Route eher den konkreten Weg. Bei der Tourenplanung werden Touren so gewählt, dass betriebliche Ziele und feste Bedingungen eingehalten werden.
Fixe Kosten pro Tour fallen in unserem Modell für jede ausgeführte Tour gleich an. Kilometerabhängige Kosten steigen mit der Weglänge, etwa für Energie und Verschleiß. Zeitabhängige Kosten ergeben sich aus vergüteter Einsatzzeit. Maut wird hier als gesondert vorgegebener Betrag modelliert. Es darf keine Kostenposition versehentlich doppelt erfasst werden. Gesamtkosten sind die Summe dieser vier getrennt definierten Bestandteile.
Harte Restriktionen wie Nutzlast, ausreichend Stellplätze, sichere Beförderung, verbindliche Öffnungszeiten und gesetzliche Anforderungen dürfen nicht durch einen günstigen Preis „ausgeglichen“ werden. Weiche Ziele wie geringe Emissionen, Pufferzeit, Kundenzufriedenheit und Kostenvorteile helfen erst nach der Machbarkeitsprüfung bei der Auswahl.
Mehrere mögliche Touren ab einem Depot als schematische Darstellung; Zootos, CC BY-SA 4.0. Die Abbildung ist nicht die Karte unseres fiktiven Falls.
Zielkonflikte und faire Vergleiche
Vergleiche grundsätzlich denselben Auftragsumfang, denselben Fahrzeugtyp, dieselbe Abgrenzung der Kosten und dieselbe Zeitbasis. Der günstigere Tourpreis nützt wenig, wenn ein Kunde nicht rechtzeitig beliefert wird. Mehr Kilometer können sich lohnen, wenn ein schnellerer Verkehrsweg Arbeitszeit und Zuschläge spart. Umgekehrt darf Zeitdruck nie zulasten sicherer Fahrt oder notwendiger Pausen gehen.
Kennzahlen: Euro je Tour = Gesamtkosten. Euro je zugestellter Palette = Gesamtkosten / Zahl zugestellter Paletten. Kilometer je Palette = Tourkilometer / Paletten. Die Kennzahlen zeigen Unterschiedliches; eine niedrige Kennzahl ist noch kein Beweis für die Einhaltung aller Anforderungen.
Fiktiver Ausbildungsfall: drei Alternativen
Aufträge, Fahrzeug und Zeitvorgaben
Die erfundene BeispielLog GmbH beliefert an einem Vormittag vier ebenfalls erfundene Abnehmer ab ihrem Musterdepot. Alle Touren bedienen identische Aufträge und kehren zum Depot zurück. Es wird ausschließlich unkritische, normal verpackte Ware betrachtet; keine Gefahrstoffe, Krane oder elektrischen Anlagen.
| Fiktiver Stopp | Ladeeinheiten | Masse | Vorgesehene Entladezeit |
|---|---|---|---|
| Nord | 3 Paletten | 900 kg | 15 min |
| Ost | 4 Paletten | 1.500 kg | 15 min |
| Süd | 3 Paletten | 1.200 kg | 15 min |
| West | 2 Paletten | 800 kg | 15 min |
| Summe | 12 Paletten | 4.400 kg | 60 min |
Das angenommene Fahrzeug fasst 14 Palettenstellplätze und maximal 5.000 kg Nutzlast bei der hier betrachteten Ladung. Damit bleiben rechnerisch 2 Stellplätze und 600 kg Nutzlast frei. Zusätzlich müssen in der echten Praxis Ladeverteilung, Achslasten, tatsächliche Maße, Ladungssicherung und fahrzeugspezifische Freigaben gesondert geprüft werden. Reine Summenwerte reichen nicht für eine echte Beladefreigabe.
Alle drei Modellfahrten starten um 08:00 Uhr. Die vier Empfänger sind für jede der Varianten hypothetisch erreichbar; ihre individuellen Annahmefenster sind in diesem vereinfachten Fall bereits als eingehalten angenommen. Eine zusätzliche, ausdrücklich vereinbarte Modellvorgabe ist die Rückkehr bis 13:30 Uhr. Die in der Tabelle ausgewiesene Einsatzzeit setzt sich nur aus reiner Fahrzeit und viermal 15 Minuten Entladezeit zusammen. Vorbereitungs-, Kontroll- und Pausenzeiten sind für diese Rechenübung als außerhalb der Betrachtungsgrenze liegend festgelegt, müssen bei echten Schicht- und Einsatzplänen selbstverständlich berücksichtigt werden.
| Merkmal | A: Direktmix | B: Schnellring | C: Kurzweg |
|---|---|---|---|
| Tourlänge | 126 km | 138 km | 116 km |
| Fahrzeit | 200 min | 185 min | 235 min |
| Entladezeit | 60 min | 60 min | 60 min |
| Einsatzzeit | 260 min | 245 min | 295 min |
| Rückkehr ab 08:00 Uhr | 12:20 Uhr | 12:05 Uhr | 12:55 Uhr |
| Modell-Maut je Tour | 10,00 € | 0,00 € | 16,00 € |
Plausibilitätscheck: 200 min + 60 min = 260 min = 4 h 20 min. 08:00 Uhr + 4 h 20 min = 12:20 Uhr. Die Varianten sind mathematische Modellwerte, keine aus einem Navigationsdienst ermittelten Fahrzeiten.
Paletten veranschaulichen Ladeeinheiten; M.M. Minderhoud / Michiel1972, CC BY-SA 3.0.
Reihenfolge, Realisierbarkeit und Modellgrenzen
Die Reihenfolge beeinflusst, an welcher Stelle welche Ware entladen werden kann. Entscheidend ist ein durchgängiger Abgleich zwischen Kommissionierung, Beladung, Ladungszugang und Zustellfolge. „Letzte Lieferung zuerst einladen“ kann als Merksatz helfen, ist aber keine universelle Beladevorschrift. Sicherheit, Zugriffsmöglichkeiten, Masseverteilung und tatsächliche Ladehilfen entscheiden.
Beispiel eines Prüfschemas: (1) Alle vier Aufträge enthalten? (2) 12 von 14 Stellplätzen und 4.400 von 5.000 kg zulässig? (3) Zeitfenster erreichbar? (4) Unzulässige Straßen oder Sperrungen ausgeschlossen? (5) Ruhe- und Arbeitszeiten einschlägig und eingehalten? Nur nach positivem Ergebnis darf die Kostenrechnung die Alternative als machbar einstufen.
Kosten richtig berechnen
Einheitliche Kalkulationsannahmen
Für den fiktiven Fall gelten folgende rein didaktische Verrechnungssätze:
- Grundkosten: 85,00 € je Tour (in diesem Modell Tourvorbereitung und pauschale Fahrzeugbereitstellung, aber nicht Fahrpersonal oder Kilometer).
- Kilometerkosten: 0,52 €/km (Energie und laufender Fahrzeugverschleiß, aber nicht Maut).
- Einsatzzeitkosten: 22,00 €/h (modellierter Personalzeitaufwand, nicht zusätzlich in den Grundkosten enthalten).
- Maut: der je Variante genannte Betrag in Euro, ohne Überschneidung mit Kilometerkosten.
Die Zahl 60 min/h dient zur Umrechnung von Minuten in Stunden. Rechne erst mit genauen Zwischenwerten und runde nur das Euro-Ergebnis kaufmännisch auf zwei Dezimalstellen.
Formel: Kgesamt = 85,00 € + (Kilometer × 0,52 €/km) + (Einsatzminuten / 60 min/h × 22,00 €/h) + Maut (€).
Beispielrechnung der Alternative A
Kilometerkosten: 126 km × 0,52 €/km = 65,52 €. Zeitkosten: 260 min / 60 min/h × 22,00 €/h = 95,333… € ≈ 95,33 €. Maut: 10,00 €. Zusammen: 85,00 € + 65,52 € + 95,333… € + 10,00 € = 255,85 € (erst am Ende gerundet).
Die Einheit km kürzt sich bei „km × €/km“ weg. Bei „min ÷ (min/h) × €/h“ bleibt Euro übrig. Ein häufiger Fehler ist, 260 Minuten fälschlich als 260 Stunden einzusetzen.
Ergebnisse für alle Varianten
| Kostenbestandteil | A | B | C |
|---|---|---|---|
| Grundkosten | 85,00 € | 85,00 € | 85,00 € |
| Kilometerkosten | 65,52 € | 71,76 € | 60,32 € |
| Zeitkosten, am Ende gerundet | 95,33 € | 89,83 € | 108,17 € |
| Maut | 10,00 € | 0,00 € | 16,00 € |
| Gesamtkosten | 255,85 € | 246,59 € | 269,49 € |
| Kosten je Palette | 21,32 € | 20,55 € | 22,46 € |
Kontrolle B: 138 × 0,52 = 71,76 €; 245 / 60 × 22 = 89,833… €; 85 + 71,76 + 89,833… + 0 = 246,593… €, gerundet 246,59 €. Bei 12 zugestellten Paletten entstehen 246,593… € / 12 = 20,55 €/Palette. Die hier gezeigten Werte sind Modellrechnungen, keine Rechnungen oder Tarife realer Betriebe.
Alternativen entscheiden und absichern
Mehr Strecke kann trotzdem günstiger sein
B ist im unveränderten Modell die günstigste zulässige Alternative. Gegenüber A kostet B 9,26 € weniger; gegenüber C 22,90 € weniger (Differenzen aus den auf Cent gerundeten Gesamtsummen). Obwohl B 12 km länger ist als A, spart B 15 Minuten Einsatzzeit und 10 € Maut. Die Mehrkosten für Kilometer betragen 6,24 €, die eingesparten Zeitkosten 5,50 € und die Mautersparnis 10,00 €: Netto 9,26 € Vorteil.
C ist mit 116 km der kürzeste Weg, aber im Modell wegen der längsten Fahrzeit und der höchsten Maut am teuersten. Das verdeutlicht: „geringste Entfernung“ und „geringste Gesamtkosten“ sind unterschiedliche Ziele.

Ein mathematischer Rundweg als Anschauung; Xypron, Public Domain. Die reale Tourenplanung mit mehreren Fahrzeugen, Lade- und Zeitbeschränkungen ist komplexer.
Sensitivität und Risikopuffer
Eine Sensitivitätsanalyse ändert gezielt eine Annahme und prüft, ob die Entscheidung stabil bleibt. Bei 40 Minuten zusätzlicher ungeplanter Verzögerung wäre die Rückkehr A 13:00 Uhr, B 12:45 Uhr, C 13:35 Uhr. C verletzt dann die Modellvorgabe 13:30 Uhr und ist unabhängig vom Preis nicht zulässig. Das ist eine reine Planungsannahme; daraus lässt sich keine rechtliche Pausenregel ableiten.
Bei 22 €/h erhöhen 40 Minuten zusätzlich vergütete Einsatzzeit die Modellkosten um 40/60 × 22 = 14,67 €, sofern die übrigen Annahmen unverändert bleiben. Eine Verzögerung kann darüber hinaus Anschlussaufträge oder Kundenbeziehungen beeinträchtigen. Deshalb sind dokumentierte Zeitpuffer und verlässliche Verkehrs- und Kundendaten wichtig.
Break-even-Frage: B spart gegenüber A 9,26 €. Wenn B im Vergleich zur Tabelle weitere mehr als 25,25 Minuten vergütete Arbeitszeit benötigt und sonst alles gleich bleibt, wird sein ursprünglicher Vorteil rechnerisch aufgehoben, denn 9,26 € / (22 €/h) × 60 min/h ≈ 25,25 min. Ohne Rundung beträgt die Grenze ungefähr 25,25 Minuten; bei genauem Grenzwert sind beide gleich teuer.
Animierte Suche nach einem günstigen Rundweg; MrAlanKoh, CC BY-SA 4.0. Dies ist eine mathematische Illustration, keine freigegebene Steuerung für reale Fahrzeuge.
Mehrkriterienentscheidung dokumentieren
Ein fachlich guter Vorschlag enthält zuerst den Nachweis der Mindestanforderungen, dann Kosten mit Einheiten, Rückkehr- und Pufferzeiten, anschließend Emissions- und Qualitätsaspekte. Eine einfache Entscheidungstabelle kann „zulässig/ausgeschlossen“ von Punkten für Kosten, Puffer und Ökologie trennen. Punktegewichte müssen als betrieblich vereinbarte Annahmen gekennzeichnet sein.
Unter unveränderten Voraussetzungen lautet die Empfehlung: Alternative B auswählen, weil sie alle vorgegebenen Grenzen erfüllt, im Modell 246,59 € kostet und mit Rückkehr 12:05 Uhr 85 Minuten bis zur 13:30-Uhr-Grenze lässt. B ist nicht pauschal die „beste“ Tour für andere Tage, Fahrzeuge oder Kunden.
Rechtsrahmen, Umwelt und betriebliche Verantwortung
Schulisches Lernfeld und betriebliche Pflichten
Berufsschule: KMK-Lernfeld 7 „Touren planen“, zweites Ausbildungsjahr, vermittelt die Analyse wirtschaftlicher, terminlicher, infrastruktureller und umweltspezifischer Aspekte. Ausbildungsbetrieb: Die bundesrechtliche Verordnung zum Lagerbereich (26.07.2004, Ausbildungsrahmenplan Anlage 2) regelt betriebliche Kompetenzen und Ausbildungsorganisation. Sie ist nicht mit der schulischen Lernfeldtabelle gleichzusetzen.
Straßenverkehr: Für einschlägige Fahrten sind unter anderem die Verordnung (EG) Nr. 561/2006 über Lenk- und Ruhezeiten und nationale Ergänzungen sowie die jeweils geltenden Regelungen zur Ladungssicherung, zulässigem Gesamtgewicht, Fahrtenschreiber und Straßenbenutzung zu beachten. Die konkret geltende Pflicht hängt von Fahrzeug, Fahrtart, Datum und möglichen Ausnahmen ab. Nach den allgemeinen EU-Vorgaben ist bei erfassten Fahrten grundsätzlich spätestens nach 4,5 Stunden Lenkzeit eine Fahrtunterbrechung von 45 Minuten erforderlich; Unterteilungen und Ausnahmen sind in der Originalvorschrift und den amtlichen Hinweisen zu prüfen. Wichtig: Entladearbeiten des Fahrpersonals sind grundsätzlich nicht automatisch eine Ruhe- oder Fahrtunterbrechung. Diese Rechenaufgabe hat maximal 235 Minuten reine Fahrzeit und bildet weder eine ganze Schicht noch die vollständige rechtliche Bewertung ab. Amtliche Orientierung: BALM, Hinweise zu Lenk- und Ruhezeiten. Stand der Quellenprüfung: 21.10.2026; vor der echten Fahrt sind aktuelle Vorgaben und betriebliche Anweisungen zu prüfen.
Sicherheit: Beladung, Fahrzeugeignung, Achslasten und Sicherung werden hier nur theoretisch besprochen. Keine selbstständige praktische Tätigkeit ohne qualifizierte Aufsicht und betriebliche Vorgaben. Der Kurs ersetzt keine Unterweisung, keinen Befähigungsnachweis und keine fachliche oder rechtliche Freigabe.
Umwelt und Qualität im Verhältnis zu Euro
Ein kürzerer Weg kann Energie sparen, muss es aber nicht: Stau, Stop-and-go, Geschwindigkeit, Topografie, Auslastung und Antriebsart ändern den Verbrauch. Ohne gemessene Verbrauchswerte ist eine präzise CO₂-Bilanz nicht belegbar. Für eine vereinfachte Vergleichsrechnung könnte man Verbrauch je 100 km und einen transparent benannten Emissionsfaktor als zusätzliche Modellannahmen verwenden und die Grenzen der Methode dokumentieren.
Die Menge möglicher Besuchsreihenfolgen verdeutlicht die Planungsaufgabe; Xypron, Public Domain.
Dokumentation für deine Ausbildung: Notiere verwendete Eingabedaten mit Stand, Rechenweg, geprüfte Restriktionen, Variante mit Begründung, offene Sicherheits- und Rechtsprüfungen sowie eine zuständige Person für die tatsächliche Freigabe. Verwende ausschließlich fiktive Übungsdaten; keine Kundenadressen, Personaldaten oder vertraulichen Betriebsunterlagen.
Interaktive Aufgaben
Multiple-Choice-Quiz
Prüfe die Rechenwege und fachlichen Entscheidungen. Zu jeder Frage gibt es genau eine richtige Antwort, die über die vorgegebenen Alternativen geprüft wird.
Welche Variante ist im Ausgangsmodell insgesamt am günstigsten? (B mit 246,59 Euro) (!A wegen weniger Kilometern als B) (!C wegen der kürzesten Strecke) (!Alle drei kosten gleich viel)
Begründete Rückmeldung: B hat trotz längerer Strecke kürzere Einsatzzeit und keine Modell-Maut; erst die vollständige Summe entscheidet.
Wie hoch ist die Gesamtnutzlast der vier Aufträge? (4400 Kilogramm) (!5000 Kilogramm) (!1200 Kilogramm) (!5400 Kilogramm)
Begründete Rückmeldung: 900 plus 1500 plus 1200 plus 800 ergeben 4400 Kilogramm und unterschreiten die Modell-Nutzlast.
Wie viele Palettenstellplätze bleiben frei? (Zwei) (!Vier) (!Sechs) (!Keine)
Begründete Rückmeldung: Die Kapazität beträgt 14 Stellplätze; 12 sind benötigt, also bleiben rechnerisch zwei frei.
Wie hoch sind die Kilometerkosten von A? (65,52 Euro) (!126,52 Euro) (!95,33 Euro) (!10,00 Euro)
Begründete Rückmeldung: Mit 126 Kilometern mal 0,52 Euro je Kilometer ergeben sich genau 65,52 Euro.
Welche Rechnung ermittelt den zeitabhängigen Aufwand von B? (245 Minuten geteilt durch 60 mal 22 Euro) (!245 Minuten mal 22 Euro) (!138 Kilometer mal 22 Euro) (!245 Minuten geteilt durch 22)
Begründete Rückmeldung: Minuten müssen zunächst in Stunden umgerechnet werden; danach wird mit Euro je Stunde multipliziert.
Wie spät kommt C im Modell ohne Störung zurück? (12 Uhr 55) (!12 Uhr 05) (!13 Uhr 35) (!12 Uhr 20)
Begründete Rückmeldung: 08 Uhr plus 295 Minuten, also vier Stunden und 55 Minuten, ergibt 12 Uhr 55.
Was gilt bei 40 Minuten Mehrdauer für C? (Die Modell-Rückkehrfrist wird um fünf Minuten überschritten) (!C bleibt auf jeden Fall pünktlich) (!C wird dadurch billiger als B) (!Eine gesetzliche Ruhezeit wird automatisch ersetzt)
Begründete Rückmeldung: 12 Uhr 55 plus 40 Minuten ergibt 13 Uhr 35; die im Übungsfall gesetzte Grenze ist 13 Uhr 30.
Welche Aussage zur Wirtschaftlichkeit ist richtig? (Zuerst die Zulässigkeit prüfen und danach Kosten vergleichen) (!Immer die kürzeste Strecke wählen) (!Ausschließlich die Maut vergleichen) (!Zeitfenster dürfen für einen Preisvorteil entfallen)
Begründete Rückmeldung: Eine kostengünstige, aber unzulässige Tour ist keine auswählbare Lösung.
Was ist bei einer vom Fahrer ausgeführten Entladung zu bedenken? (Entladen gilt nicht automatisch als Ruhepause) (!Entladen zählt stets als freie Ruhezeit) (!Entladen macht die Fahrzeugprüfung überflüssig) (!Entladen ist nie Arbeitszeit)
Begründete Rückmeldung: Bei einschlägigem Fahrpersonalrecht sind andere Arbeiten und echte Fahrtunterbrechungen zu unterscheiden.
Wofür steht die Kennzahl Euro je Palette? (Gesamttourkosten geteilt durch die zugestellten Paletten) (!Maut geteilt durch die Fahrzeit) (!Reine Kilometer geteilt durch die Nutzlast) (!Fixkosten geteilt durch die Zahl der Stopps)
Begründete Rückmeldung: Die Kennzahl verteilt die Gesamtkosten auf denselben Leistungsumfang; sie ersetzt keine Machbarkeitsprüfung.
Memory
Verbinde die jeweils zusammengehörigen Begriffe mit ihrer eindeutig zugeordneten Erklärung.
| Fixkosten | Unabhängiger Grundbetrag je geplanter Modell-Tour |
| Kilometerkosten | Preisbestandteil, der mit der gefahrenen Strecke zunimmt |
| Einsatzzeit | Gesamtdauer der Fahrt und modellierten Entladetätigkeiten |
| Nutzlast | Höchste hier angesetzte zusätzliche Masse der Ladung |
| Zeitpuffer | Verbleibende Zeit vor einer festgesetzten Rückkehrgrenze |
| Sensitivitätsanalyse | Erneute Bewertung bei veränderter Annahme |
Drag-and-Drop
Ordne jedem Arbeitsschritt seine passende Beschreibung zu.
| Ordne den Begriff zu | Passende fachliche Erläuterung |
|---|---|
| Auftragsprüfung | Vollständigkeit aller Lieferungen vor Tourenvergleich sichern |
| Kapazitätscheck | Stellplätze und Masse gegen Fahrzeuggrenzen abgleichen |
| Zeitfensterprüfung | Planankunft mit zulässigem Annahmeintervall vergleichen |
| Kostenrechnung | Einheitliche Fix-, Weg-, Zeit- und Zusatzkosten addieren |
| Entscheidungsnotiz | Vorzugsvariante samt Begründung und Restfragen festhalten |
Kreuzworträtsel
Trage das jeweils gesuchte einzelne Fachwort ein. Umlaute bleiben erhalten.
| Tourenplan | Dokument mit vorgesehener Besuchsreihenfolge und Terminen |
| Nutzlast | Zulässige Ladungsmasse im Fahrzeugmodell |
| Fixkosten | Konstanter Kostenblock je ausgeführter Übungstour |
| Kilometer | Einheit für die zurückgelegte Streckenlänge |
| Zeitpuffer | Reservierte Zeit vor einer verbindlichen Grenze |
| Mautkosten | Entgeltbestandteil für die Nutzung bestimmter Straßen |
LearningApps
Suche ergänzend nach passenden Aufgaben zur wirtschaftlichen Tourenplanung; die Suche ist kein behauptetes, bereits überprüftes Einzelquiz.
Eigenständiger Lückentext
Ergänze jede Aussage um genau einen passenden Begriff oder Zahlenwert aus dem Fachkapitel. Die Lösungswörter beziehen sich nur auf den fiktiven Fall.
Offene Aufgaben
Alle zwölf Aufgaben arbeiten ausschließlich mit erfundenen Daten. Reale Fahrzeuge, Ladehilfen, Transporthandlungen oder Betriebsaufträge werden nicht eigenständig ausgeführt.
Leicht
- Kostenarten markieren: Erstelle eine Tabelle mit den vier getrennten Kostenarten des Modellfalls und je einem Beispiel dafür, was ausdrücklich nicht enthalten ist.
- Kapazität prüfen: Addiere die Paletten und Kilogramm aller vier fiktiven Kunden; gib freie Stellplätze und freie Kilogramm mit Rechenweg an.
- Zeitrechnung erklären: Wandle 245 Minuten in Stunden und Minuten um und begründe die Rückkehrzeit von Alternative B.
- Begriffe veranschaulichen: Entwirf ein Lernplakat mit den Begriffen Fixkosten, variable Kosten, Zeitfenster und Puffer, mit je einem selbst gewählten Mini-Beispiel.
Standard
- Kostenblatt anlegen: Erstelle ein selbst gestaltetes Rechenblatt für alle drei Alternativen; zeige Einheiten und Rundungsregeln und kontrolliere die drei Endwerte.
- Entscheidungsmemo verfassen: Schreibe eine begründete Empfehlung an die fiktive Disposition mit Mindestbedingungen, Kosten, Rückkehrzeiten und offenen Prüfungen.
- Störfall simulieren: Erhöhe in allen drei Alternativen die Einsatzzeit um 40 Minuten, berechne die Rückkehr und erkläre, welche Alternative das Modellfenster verletzt.
- Umweltaspekte diskutieren: Vergleiche die drei Streckenlängen qualitativ mit den Fahrzeiten; erkläre, warum aus Kilometern allein keine genaue Emissionszahl folgt.
Schwer
- Break-even nachrechnen: Berechne, nach wie vielen zusätzlichen Minuten B seinen Kostenvorteil gegenüber A verliert, und prüfe die Aussage mit 25 und 26 Minuten.
- Kostenmodell kritisch prüfen: Untersuche zwei mögliche Doppelzählungen und formuliere eine verbesserte Kostendefinition mit klarer Abgrenzung von Fix- und Arbeitszeitkosten.
- Mehrkriterienvergleich erstellen: Entwirf eine Punktetabelle für Kosten, Rückkehrpuffer und Umwelt; lege Gewichtungen transparent fest und trenne harte Ausschlusskriterien von Punkten.
- Reflexionsprojekt entwickeln: Erstelle eine zweiseitige Lernmappe über KMK-Lernfeld 7 und betriebliche Ausbildungsordnung; vergleiche Zuständigkeiten, führe belegte Quellen an und beschreibe, welche Fachaufsicht vor einer realen Fahrt nötig wäre.


Lernkontrolle
- Vollständiger Nachweis: Rechne die Tourkosten B aus den vier Komponenten ohne vorzeitiges Runden nach und erläutere jede Einheit.
- Vergleich: Zeige in Euro, warum B trotz 12 km längerer Strecke günstiger ist als A; benenne die gegenläufigen Kostenwirkungen.
- Störungsentscheidung: Prüfe für alle Varianten die +40-Minuten-Lage, erkläre die verspätete Variante und unterscheide Kosten- und Zulässigkeitskriterium.
- Grenzwertanalyse: Ein fiktiver Zusatzauftrag erfordert drei weitere Paletten und 400 kg. Prüfe beide Fahrzeuggrenzen und formuliere eine erlaubte Planungsreaktion statt einer Überladung.
- Rechts- und Betriebsgrenzen: Erkläre, warum die 60 Minuten Entladetätigkeit nicht als generelle Ruhezeit angenommen werden dürfen; nenne benötigte weitere Angaben für einen wirklichen rechtssicheren Plan.
- Transfer: Gib drei Datenarten an, die du für eine ernsthafte CO₂-Bewertung zusätzlich erheben müsstest, und benenne jeweils eine mögliche Messunsicherheit.
- Dokumentation: Entwickle eine kurze Freigabe-Checkliste, die Quellenstand, Vollständigkeit, Achslasten, Zeitfenster, Fahrerrecht und betriebliche Zuständigkeit trennt.
Lernnachweis
Als Lernnachweis eignet sich eine vollständige, selbst erstellte Tourenvergleichsmappe mit fiktiver Auftragsübersicht, Kapazitätsrechnung (12 Paletten und 4.400 kg), drei Zeitrechnungen, einem transparenten Kostenblatt (255,85 € / 246,59 € / 269,49 €), Sensitivitätsrechnung, einem begründeten Votum für B im Basismodell sowie den ausdrücklich offenen Realitätsprüfungen. Fachsprache, korrekte Einheiten, nachvollziehbare Rundung und kritischer Umgang mit Quellen sind Bewertungskriterien. Fachkräfte und Lehrkräfte beurteilen die Lernleistung; eine automatische Quizbewertung ist keine reale Transportfreigabe.
OER und Wikipedia
Amtliche Primärquellen und fachliche Orientierung (Abrufprüfung 21.10.2026):
- KMK, Rahmenlehrplan Fachkraft für Lagerlogistik, Beschluss 25.03.2004, insbesondere Lernfeld 7, Druckseite 14. Schulischer Teil, kein betrieblicher Ausbildungsrahmenplan.
- Bundes-Ausbildungsordnung Lagerbereich vom 26.07.2004, insbesondere Anlage 2. Betriebliche Ausbildung, keine schulische Lernfeldtabelle.
- Bundesamt für Logistik und Mobilität, Leitfaden zu Lenk- und Ruhezeiten. Aktuelle Anwendbarkeit stets fallbezogen prüfen.
- Wikipedia: Tourenplanung und Wikipedia: Vehicle Routing Problem zur allgemeinen Begriffs- und Modellorientierung. Beide sind Nachschlagewerke, keine verbindlichen Rechtsquellen.
- Logistic.tv: Tourenplanung im Transportunternehmen!, Logistik-Kanal, veröffentlicht 09.04.2026 – ergänzendes deutschsprachiges Video zu Planungskonflikten. Externer Videolink, keine nachgewiesene YouTube-ID und daher bewusst kein erfundenes YouTube-Embed.
Geprüfte Wikimedia-Commons-Medien und Rechteangaben: Die jeweils verlinkten Dateiseiten dokumentieren Urheber und Lizenz. Fremde Beispielfiguren sind keine Darstellung unserer Modelldaten.
| Exakte Datei | Quelldateiseite | Urheber laut Quelle | Lizenz laut Quelle |
|---|---|---|---|
| File:Illustration of the Vehicle Routing Problem.svg | Wikimedia Commons | Zootos | CC BY-SA 4.0 |
| File:Pallets.jpg | Wikimedia Commons | M.M. Minderhoud / Michiel1972 | CC BY-SA 3.0 |
| File:GLPK solution of a travelling salesman problem.svg | Wikimedia Commons | Xypron | Public-Domain-Erklärung des Autors |
| File:MATLAB Travelling Salesman.gif | Wikimedia Commons | MrAlanKoh | CC BY-SA 4.0 |
| File:Illustration of an unsolved travelling salesman problem.svg | Wikimedia Commons | Xypron | Public-Domain-Erklärung des Autors |
Hinweis zu CC BY-SA: Die Urheber- und Lizenzangaben bleiben mit den Originalseiten verknüpft. Bei Änderungen oder Weiterverbreitung gelten die auf den verlinkten Lizenzseiten genannten Pflichten; die hier gezeigten Medien werden als unveränderte Originaldateien referenziert.
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