Zeitfenster und Strecken vergleichen - Touren und Transportplanung im Lager - Ausbildung
Zeitfenster und Strecken vergleichen - Touren und Transportplanung im Lager - Ausbildung
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Einleitung
Du bist im zweiten Ausbildungsjahr zur Fachkraft für Lagerlogistik. In diesem aiMOOC vergleichst du nicht nur Kilometer, sondern auch Lieferzeitfenster, Fahrzeit, Wartezeit, Abladezeit, Kapazität und Risiken. Eine kurze Strecke ist nicht automatisch eine gute Tour: Eine verspätete Zustellung kann trotz weniger Kilometer ungeeignet sein. Du lernst, eine nachvollziehbare Tourentabelle zu erstellen, Alternativen zu bewerten und Abweichungen rechtzeitig an die Disposition zu melden.
Lernziele: Du kannst Zeitfenster als verbindliche Planungsbedingungen behandeln, Ankunfts- und Abfahrtszeiten mit korrekten Einheiten berechnen, zwei Streckenfolgen auf Machbarkeit prüfen, Kapazitäten kontrollieren und eine Entscheidung sachlich begründen. Alle Aufträge, Orte, Zeiten, Entfernungen, Kosten und Kunden in unserem Fall sind erfunden; sie sind weder reale Navigationsdaten noch verbindliche Angebote.
Einordnung: Der KMK-Rahmenlehrplan für die Berufsschule vom 25.03.2004 nennt im 2. Ausbildungsjahr Lernfeld 7 „Touren planen“ mit 40 Stunden Zeitrichtwert und wirtschaftlichen, infrastrukturellen, terminlichen und umweltspezifischen Gesichtspunkten. Davon getrennt regelt die bundesrechtliche Ausbildungsordnung vom 26.07.2004 die betriebliche Ausbildung: Anlage 2, Berufsbildposition 11, Buchstabe g, sieht das Mitwirken bei der Erstellung des Tourenplans vor. Schulisches Lernfeld und betriebliche Ausbildungsordnung sind keine austauschbaren Rechtsquellen.

Foto einer Laderampe: Eric Fischer, Wikimedia Commons, CC BY 2.0.
Fachkapitel 1: Aufträge, Zeitfenster und Strecken
Was ein Tourenplan leisten muss
Ein Tourenplan ordnet Transportaufträge einer Fahrt zu und bestimmt ihre Reihenfolge. Die Strecke beschreibt die tatsächlich geplante Fahrverbindung in Kilometern (km), die Fahrzeit die dafür benötigte Zeit in Minuten oder Stunden. Eine Tour umfasst meist mehrere Stopps und kann am Lager beginnen und enden. Zeitfenster sind vorgegebene Intervalle, in denen die Bedienung eines Stopps zulässig ist. In unserem Fall muss der gesamte Abladevorgang innerhalb des Fensters liegen.
Ein weiches Zeitfenster kann vertraglich Spielraum oder Kostenfolgen haben; ein hartes Zeitfenster darf ohne Abstimmung nicht verletzt werden. Wir nehmen harte Zeitfenster an. Servicezeit ist die eingeplante Zeit für die Übergabe oder Entladung. Wartezeit entsteht, wenn ein Fahrzeug vor der Öffnung des Zeitfensters ankommt. Ein Puffer schafft Reserve für kleine Störungen, ersetzt aber weder zugesagte Termine noch gesetzliche Ruhe- und Pausenzeiten.
Vier Leitfragen der Disposition
- Liefertermin: Ist jede Entladung spätestens zum Ende des Kundenzeitfensters abgeschlossen?
- Transportweg: Sind Straße, Fahrzeugabmessungen und örtliche Zufahrt geeignet?
- Nutzlast: Passen Masse, Ladeeinheiten und weitere Ladungsanforderungen zum Fahrzeug?
- Wirtschaftlichkeit: Wie hängen Fahrkilometer, Fahr- und Wartezeiten und Kosten zusammen?

Illustrative Karte des deutschen Autobahnnetzes; sie ersetzt keine aktuelle Lkw-Routenprüfung. NordNordWest, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 DE.
Fachkapitel 2: Den vollständig fiktiven Ausbildungsfall rechnen
Aufträge und Rahmenbedingungen
Der erfundene Betrieb Musterlager Nord startet an einem Unterrichtstag um 08:00 Uhr am Depot D. Ein fiktiver 7,5-t-Lkw fährt im vereinfachten Modell auf jedem Teilstück durchschnittlich 60 km/h. Für Rechenzwecke entspricht dies 1 km pro Minute. Diese einheitliche Modellgeschwindigkeit ist keine Zusage für echte Lkw-Fahrten. Die Fahrerlaubnis, tatsächliche Fahrzeugzulassung, zulässige Masse, Lenkzeitregeln, Streckentauglichkeit und sichere Beladung müssten in der Praxis vorher geprüft werden.
| Stopp | Kundenzeitfenster | Servicezeit | Sendungsmasse | Stellplätze |
|---|---|---|---|---|
| A | 09:00–09:30 | 20 min | 400 kg | 2 |
| B | 09:40–10:30 | 15 min | 500 kg | 3 |
| C | 10:20–11:00 | 20 min | 300 kg | 2 |
Das fiktive Fahrzeug kann laut dieser Übungsaufgabe maximal 1.500 kg Sendungsmasse und 8 Palettenstellplätze aufnehmen. Der fiktive Auftrag verlangt 400 + 500 + 300 = 1.200 kg und 2 + 3 + 2 = 7 Stellplätze. Im Modell bleiben somit 300 kg und 1 Stellplatz rechnerische Reserve. Der reale Unterschied zwischen Nutzlast, zulässiger Gesamtmasse, Achslasten und Stellplätzen ist zusätzlich betrieblich zu prüfen.
Modellentfernungen: D→A = 36 km; A→B = 24 km; B→C = 18 km; C→D = 42 km. Für eine alternative Reihenfolge gelten A→C = 16 km, C→B = 18 km, B→D = 45 km. Diese Werte stammen ausschließlich aus dem erfundenen Fall und dürfen nicht als Straßenkilometer übernommen werden.
Variante I: Terminverträgliche Tour D–A–B–C–D
| Abschnitt / Stopp | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| D→A | 36 km bei 60 km/h | 36 min; Ankunft 08:36 |
| A | Warten bis 09:00; Entladung 20 min | 24 min Wartezeit; Abfahrt 09:20 |
| A→B | 24 km bei 60 km/h | 24 min; Ankunft 09:44 |
| B | Entladung 15 min | Abfahrt 09:59 |
| B→C | 18 km bei 60 km/h | 18 min; Ankunft 10:17 |
| C | Warten bis 10:20; Entladung 20 min | 3 min Wartezeit; Abfahrt 10:40 |
| C→D | 42 km bei 60 km/h | 42 min; Rückkehr 11:22 |
Nachrechnung: 36 + 24 + 18 + 42 = 120 km. Fahrzeit 120 min, Wartezeit 24 + 3 = 27 min, Servicezeit 20 + 15 + 20 = 55 min. Gesamtzeit 120 + 27 + 55 = 202 min = 3 h 22 min, also 08:00 bis 11:22. Bei A endet die Entladung um 09:20, bei B um 09:59 und bei C um 10:40: Alle drei harten Zeitfenster sind eingehalten. Bis zum Ende der Fenster bleiben 10 min, 31 min beziehungsweise 20 min; dies sind theoretische Restspielräume, keine zugesicherten Störungsreserven.
Variante II: Weniger Kilometer, aber nicht zulässig
Die zweite fiktive Reihenfolge lautet D–A–C–B–D. Ihre Kilometer betragen 36 + 16 + 18 + 45 = 115 km, also 5 km weniger. A bleibt gleich: 08:36 Ankunft, 09:00–09:20 Entladung. A→C dauert 16 min: Ankunft 09:36, Warten bis 10:20, Abladen bis 10:40. C→B dauert 18 min: Ankunft 10:58 Uhr. B schließt sein Zeitfenster bereits um 10:30 Uhr; die Entladung von 15 min könnte frühestens um 11:13 Uhr beendet werden. Variante II verletzt damit die Zeitvorgabe deutlich und ist trotz kürzerer Strecke unzulässig. Die reine Ankunft erfolgt 28 min nach Fensterschluss; die vollständige Entladung wäre 43 min nach Fensterschluss fertig.
Merksatz: Erst die Erfüllung aller Muss-Bedingungen prüfen, erst danach Kosten oder Kilometer unter den zulässigen Varianten vergleichen.

Symbolisches Rundreiseproblem ohne Kundenzeitfenster – dieses mathematische Grundmodell berücksichtigt die Lieferbedingungen noch nicht. Par nobis Anders Wirén, Wikimedia Commons, gemeinfrei durch Urheberfreigabe.
Fachkapitel 3: Alternativen systematisch bewerten
Umleitung und reale Grenzen einer Modellrechnung
Eine dritte, ebenfalls fiktive Route behält D–A–B–C–D bei, muss aber A→B wegen einer Sperrung über 35 statt 24 km zurücklegen. Die Gesamtstrecke wächst auf 131 km. A endet 09:20; B wird um 09:55 erreicht und bis 10:10 bedient; C wird um 10:28 erreicht und bis 10:48 bedient; Rückkehr ist 11:30. Weil bei C keine Wartezeit mehr entsteht, beträgt die Gesamtzeit 210 min statt 202 min. Beide Varianten I und III sind unter den erfundenen Voraussetzungen zeitlich möglich; Variante III hat weniger Reserve bei C.
Bei einer nur beispielhaften variablen Kalkulation mit 1,10 €/km kostet Variante I 132,00 €, Variante III 144,10 €. Differenz: 12,10 €. Dies sind keine Marktpreise: Zeitlöhne, fixe Kosten, Maut, Emissionen und Mehrkosten durch Störungen bleiben in dieser einfachen Übungsrechnung unberücksichtigt.
Vergleichsmatrix mit dokumentierter Entscheidung
| Prüfkriterium | Variante I | Variante II | Variante III |
|---|---|---|---|
| Strecke | 120 km | 115 km | 131 km |
| Kundenzeitfenster | alle erfüllt | B nicht erfüllt | alle erfüllt |
| Rückkehr bei Modellannahmen | 11:22 | nicht entscheidungsfähig | 11:30 |
| Modellkosten | 132,00 € | 126,50 € nur rechnerisch | 144,10 € |
| Entscheidung | bevorzugt | ausschließen | zulässige Ausweichroute |
Warum steht bei Variante II kein Vergleichswert für die Rückkehr? Weil eine vollständige, zulässige Zustellung an B ohne Neuvereinbarung nicht möglich ist. Eine bloß berechnete Fahrtzeit könnte diese Verletzung verschleiern. Wenn die direkte Verbindung gesperrt ist, darfst du nicht einfach Variante I freigeben: Du meldest die neue Situation, prüfst die Ausweichroute und lässt sie zuständig bestätigen.
Dynamische Veränderungen
Während einer echten Tour verändern Stau, Wetter, verlängerte Wartezeiten und Kundenmeldungen die Planungsgrundlage. Eine ETA ist die voraussichtliche Ankunftszeit, keine Garantie. Eine Distanzmatrix verzeichnet Strecken oder Fahrzeiten zwischen Standorten. Ein Zeitfensterpuffer ist die Differenz zwischen voraussichtlichem Ende der Bedienung und Fensterschluss, solange sie positiv ist. Dokumentiere für jede Planänderung die Ursache, die neue ETA, betroffene Stopps und die abgestimmte Entscheidung.

Vereinfachte Animation dynamischer Verkehrswege – keine betriebliche Navigationsanweisung. BP63Vincent, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.
Deutschsprachiges Vertiefungsvideo: LagerLernen, „Tourenplanung – Beispielaufgabe“ (09.04.2021). Das Video bespricht Reihenfolgenplanung, Arbeitszeiten und manuelle gegenüber digitaler Planung. Es ist ein fremdes YouTube-Video, keine als OER bestätigte Wiederveröffentlichung:
Fachkapitel 4: Regeln, Sicherheit und Verantwortung
Was du bei einer realen Planung zusätzlich prüfst
Das Übungsmodell allein reicht für eine reale Disposition nicht aus. Prüfe vor einer Fahrt mit dem zuständigen Fachpersonal insbesondere aktuell freigegebene Strecken, Brückenhöhen und Gewichtsbeschränkungen, Fahrzeugdaten, tatsächliche Durchschnittsgeschwindigkeiten, Be- und Entlademöglichkeiten, Zugangszeiten, Ladungssicherung und Anfahrtsbedingungen. Für tatsächlich betroffene gewerbliche Fahrten sind die einschlägigen Sozialvorschriften zu beachten, einschließlich der Verordnung (EG) Nr. 561/2006 in ihrer anwendbaren Fassung. Artikel 7 nennt im Grundsatz 45 Minuten Fahrtunterbrechung nach spätestens 4,5 Stunden Lenkzeit, soweit die Regel auf die konkrete Beförderung Anwendung findet; rechtliche Ausnahmen und die Unterscheidung zwischen Lenkzeit, Arbeitszeit, anderen Arbeiten und Ruhezeiten müssen fachkundig geprüft werden. Unsere reine Modellfahrzeit beträgt lediglich 2 Stunden; daraus lässt sich keine vollständige Einsatzfreigabe ableiten.
Sichere Rollenverteilung: Du erstellst im Unterricht nur Planungsmodelle und arbeitest im Betrieb unter fachlich qualifizierter Aufsicht und den dortigen Vorgaben. Das eigenständige Fahren, Bedienen von Flurförderzeugen oder Verladen setzt die jeweils erforderlichen Voraussetzungen und Freigaben voraus. Dieser Kurs ist weder ein Befähigungsnachweis noch eine fachliche oder rechtliche Vollfreigabe. Keine Arbeiten an Kranen, elektrischen Anlagen, Drucksystemen oder Gefahrstoffen werden angeleitet.

Beispiel einer Laderampenumgebung. Mark LS, Wikimedia Commons; Lizenzangaben sind unmittelbar auf der Dateiseite zu prüfen.
Arbeitsumgebung hören und reflektieren
Tonaufnahme eines motorisierten Flurförderzeugs (77 s), ohne Aufforderung zur Bedienung: Work With Sounds / Werstas, Ton: Aki Laulajainen, Wikimedia Commons, CC BY 4.0. Hörfrage: Warum darf das Geräusch allein keine Grundlage für eine sichere Wege- oder Zeitplanung sein?
Fachkapitel 5: Digital planen, dokumentieren und lernen
Vom Tabellenblatt zur Tourenplanung
Du kannst ein Tabellenblatt mit den Spalten Reihenfolge, Von, Nach, Distanz in km, Geschwindigkeit in km/h, Fahrminuten, ETA, Fensterbeginn, Fensterende, Servicezeit, frühester Start, Ende der Bedienung, Reserve und Status anlegen. Rechne Fahrzeit in Minuten = Distanz in km ÷ Geschwindigkeit in km/h × 60. Rechne Bedienbeginn = späterer Zeitpunkt aus Ankunft und Fensterbeginn. Rechne Bedienende = Bedienbeginn + Servicezeit. Markiere „unzulässig“, wenn das Bedienende nach dem Fensterschluss liegt. Vergiss die Zeitumrechnung nicht: 1,5 h sind 90 min, nicht 1 h 50 min.
Ein Tourenplanungsprogramm kann viele Alternativen vorschlagen, ist aber nur so gut wie seine Daten. Die Entscheidung muss überprüfbar bleiben. Schon eine fehlende Angabe zur Rampenbuchung kann den vermeintlich besten Tourenplan entwerten. Erläutere für jede Empfehlung Annahmen, Quellen, Grenzen und Zuständigkeiten.

Animation einer mathematischen Tourenoptimierung; reale Zeitfenster, Fahrzeugregeln und Entladezeiten werden in diesem Beispiel nicht vollständig modelliert. MrAlanKoh, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
Übergabe an die Disposition
Dokumentiere nicht personenbezogen: Planversion, Datum der Modellannahmen, verlässliche Auftragskennzeichen, geprüfte Zeitfenster, kalkulierte Strecken, geplante Ankünfte, abweichende Straßenlage, verfügbare Kapazität sowie offene Prüfvermerke. Melde erwartete Verzögerungen frühzeitig; eine neue Zustellzeit bedarf gegebenenfalls der Zustimmung des Auftraggebers oder Empfängers. Für Übungen verwendest du ausschließlich erfundene Kunden und Standorte.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Prüfe dein Wissen
Welche Variante erfüllt im Modell alle Zeitfenster mit der geringsten verglichenen zulässigen Strecke? (Variante I mit 120 km) (!Variante II mit 115 km) (!Keine Variante) (!Variante III mit 131 km)
Rückmeldung: Variante II ist zwar kürzer, verletzt aber das Fenster von B. Unter I und III hat I die geringere Strecke.
Wann beginnt die Bedienung bei A in Variante I? (09:00 Uhr) (!08:36 Uhr) (!09:20 Uhr) (!09:30 Uhr)
Rückmeldung: Die Ankunft ist um 08:36 Uhr, doch das harte Kundenzeitfenster beginnt erst um 09:00 Uhr.
Wie lang ist die Wartezeit bei A? (24 Minuten) (!20 Minuten) (!36 Minuten) (!4 Minuten)
Rückmeldung: Von 08:36 bis 09:00 vergehen 24 Minuten; die 20 Minuten danach sind Servicezeit.
Wie viel Sendungsmasse wird im Fall insgesamt zugestellt? (1200 kg) (!1500 kg) (!900 kg) (!1800 kg)
Rückmeldung: Die drei Sendungsmassen 400, 500 und 300 kg ergeben 1200 kg und unterschreiten die Übungskapazität.
Wie viel reine Fahrzeit hat Variante I? (120 Minuten) (!202 Minuten) (!55 Minuten) (!27 Minuten)
Rückmeldung: Bei 60 km pro Stunde ergeben 120 km genau 120 Fahrminuten. Warte- und Servicezeit zählen separat.
Was passiert mit Variante II bei Kunde B? (Das Kundenzeitfenster wird verfehlt) (!B wird pünktlich um 09:44 bedient) (!B wird vor A beliefert) (!Alle Stopps werden rechtzeitig abgeschlossen)
Rückmeldung: Die Ankunft bei B wäre erst 10:58 Uhr und damit nach dessen Fensterschluss um 10:30 Uhr.
Wie viele Palettenstellplätze sind laut Übungsfall noch frei? (Ein Stellplatz) (!Drei Stellplätze) (!Kein Stellplatz) (!Acht Stellplätze)
Rückmeldung: Es werden sieben der acht im Modell vorgegebenen Stellplätze benötigt.
Wie lange dauert die Entladung bei C? (20 Minuten) (!3 Minuten) (!18 Minuten) (!42 Minuten)
Rückmeldung: Die Servicezeit beträgt 20 Minuten. Drei Minuten entstehen zuvor als Wartezeit.
Welche Angabe beschreibt lediglich eine Optimierungsgröße und keinen geprüften Eignungsnachweis? (Eine rechnerisch kurze Kilometerstrecke) (!Eine verifizierte Fahrzeugfreigabe) (!Eine überprüfte Liefervereinbarung) (!Eine bestätigte Streckentauglichkeit)
Rückmeldung: Die kürzeste Distanz garantiert weder Einhaltung von Lieferfenstern noch Einhaltung von Fahr- oder Sicherheitsregeln.
Wie groß ist die im Modell kalkulierte Kostendifferenz zwischen Variante III und I? (12,10 Euro) (!11,00 Euro) (!5,00 Euro) (!144,10 Euro)
Rückmeldung: 131 minus 120 sind elf Kilometer; elf mal 1,10 Euro ergeben 12,10 Euro variable Mehrkosten.
Memory
| Zeitfenster | Zeitraum für die vereinbarte Bedienung eines Stopps |
| Fahrzeit | Zeit für die Bewegung zwischen zwei Stopps |
| Wartezeit | Zeitraum zwischen zu früher Ankunft und zulässigem Bedienbeginn |
| Servicezeit | Geplante Dauer der Entladung oder Übergabe |
| Nutzlast | Zulässige Masse der aufgenommenen Ladung unter Beachtung der Fahrzeugdaten |
| Disposition | Abstimmung von Aufträgen, Fahrzeugen, Zeitvorgaben und Touren |
Drag-and-Drop: Begriffe zuordnen
| Passenden Fachbegriff zuordnen | Erklärung |
|---|---|
| ETA | Erwartete Ankunft eines Fahrzeugs |
| Puffer | Reserve zwischen geplantem Ende und spätestem zulässigem Termin |
| Distanzmatrix | Übersicht über Strecken zwischen Standorten |
| Tourenfolge | Reihenfolge der geplanten Kundenstopps |
| Sperrung | Nicht nutzbarer Straßenabschnitt mit möglicher Umleitung |
Kreuzworträtsel
| Fahrzeit | Wie heißt die Zeitspanne, in der das Fahrzeug auf der Strecke unterwegs ist? |
| Strecke | Wie heißt die geplante Entfernung zwischen Orten? |
| Zeitfenster | Wie heißt der vereinbarte Zeitraum für eine Anlieferung? |
| Nutzlast | Wie heißt die zulässige Masse der aufzunehmenden Ladung? |
| Puffer | Wie heißt eine zeitliche Reserve im Plan? |
| Disponent | Wie heißt eine Person, die Transporte koordiniert? |
LearningApps
Suche hier nach bereits öffentlich bereitgestellten Lernübungen zu Zeitfenstern und Tourenplanung. Die Suchergebnisse sind externe Materialien und wurden nicht als einzelne Übungen geprüft.
Eigenständiger Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Zeitfenster lesen: Übertrage die Fenster A, B und C in einen Zeitstrahl; zeige die Ein- und Ausladeintervalle farbig und beschrifte die Minuten.
- Strecke berechnen: Rechne 36 km, 24 km, 18 km und 42 km in Fahrminuten um und kontrolliere die Einheitenschreibweise.
- Kapazität prüfen: Zeichne sieben belegte und einen freien Palettenstellplatz; rechne die Massenreserve gesondert aus.
- Fachbegriffe erklären: Erstelle sechs Karteikarten zu Zeitfenster, Servicezeit, ETA, Wartezeit, Puffer und Distanzmatrix mit eigenen Beispielsätzen.
Standard
- Tourentabelle anlegen: Erstelle in einer lokalen Tabelle für Variante I alle Ankunfts-, Beginn-, Ende- und Abfahrtszeiten; dokumentiere die verwendeten Formeln.
- Alternative widerlegen: Zeichne Variante II als Zeitstrahl und erkläre rechnerisch, warum B selbst bei der kürzeren Strecke zu spät erreicht wird.
- Umleitung bewerten: Erstelle einen Vergleich von Variante I und III mit Kilometerstand, Ankunftszeiten, Modellkosten und Reserve bei C.
- Informationsfluss üben: Formuliere für den erfundenen Fall eine kurze sachliche Meldung an die Disposition, wenn A→B gesperrt ist, ohne echte Firmen- oder Kundendaten.
Schwer
- Störung simulieren: Füge bei A eine zusätzliche Wartezeit von zwölf Minuten vor dem Entladen ein und untersuche nachvollziehbar die Folgen für B und C.
- Mehrzielentscheidung: Entwickle eine begründete Bewertungsmatrix mit Zeitfenster als Muss-Bedingung sowie Kosten, Reserve und Umweltwirkung als weiteren Kriterien.
- Routenvergleich dokumentieren: Entwirf eine Präsentation mit einem eigenen schematischen Netz aus vier Orten, drei Varianten und einem ausführlichen Rechenweg; nutze nur fiktive Daten.
- Betriebsfall übertragen: Führe ausschließlich mit Aufsicht und freigegebenen, anonymisierten Übungsdaten ein Gespräch mit der zuständigen Fachkraft darüber, welche Kontrollen ein echter Tourenplan zusätzlich erfordert.


Lernkontrolle
- Ankunft und Fensterschluss: Belege für alle drei Stopps der Variante I mit Uhrzeitrechnung, dass die Entladung vor dem Ende des Zeitfensters abgeschlossen wird.
- Ausschlusskriterium: Begründe, warum ein Verstoß gegen eine harte Terminbedingung durch fünf Kilometer Ersparnis nicht kompensiert werden kann.
- Planungsänderung: Prüfe die Umleitung von A nach B und erläutere die Auswirkungen auf Wartezeit und Puffer bei C.
- Kapazitätskonflikt: Der erfundene Kunde C verlangt zusätzlich zwei Stellplätze; entscheide, ob die Übungsfahrzeuggrenze noch eingehalten wird, und schlage eine sichere Planänderung vor.
- Recht und Verantwortung: Unterscheide mit Quellenbelegen das schulische Lernfeld 7 von der betrieblichen Ausbildungsrahmenplan-Position zum Tourenplan; beschreibe, wer eine reale Fahrt freigeben darf.
- Sensitivitätsprüfung: Senke die Modellgeschwindigkeit von A nach B auf 40 km/h und ermittle Ankunft, Ende der Bedienung bei B sowie die Auswirkungen auf C, sofern alle anderen Annahmen konstant bleiben.
Lernnachweis
Als Lernnachweis eignen sich ein vollständiger Tourenplan mit Einheiten, ein Zeitstrahl mit drei Zeitfenstern, eine korrekte Kapazitätsrechnung, ein schriftlicher Vergleich der zulässigen und unzulässigen Varianten, eine Kostenübersicht mit klar als fiktiv gekennzeichneten Preisen und ein begründeter Störungsbericht. Die Lösungen müssen Rückrechnungen ermöglichen. Prüfkriterien sind korrekte Addition der Fahr-, Warte- und Servicezeiten, Erkennen der verfehlten Anlieferung bei B, Priorisierung der Terminbedingungen, dokumentierte Annahmen und Bewusstsein für Sicherheits- und Rechtsgrenzen.
OER und Wikipedia
Amtliche und fachliche Quellen, geprüft am 21.10.2026:
- KMK: Rahmenlehrplan Fachkraft für Lagerlogistik, Beschluss 25.03.2004, dort Lernfeld 7 im zweiten Ausbildungsjahr.
- Ausbildungsrahmenplan Anlage 2 zur Lagerlogistik-Ausbildungsverordnung, insbesondere Versand von Gütern und Mitwirkung am Tourenplan; bei konkreter Praxis stets aktuelle Fassung prüfen.
- EUR-Lex: konsolidierte Verordnung (EG) Nr. 561/2006, Fassung 31.12.2024, insbesondere Art. 7; Stand, Anwendungsbereich und spätere Änderungen vor einer realen Tour erneut prüfen.
- Wikipedia: Tourenplanung, weiterführender Überblick, nicht Ersatz für amtliche Regelungen.
- LagerLernen: Tourenplanung – Beispielaufgabe, 2021, deutschsprachiges öffentliches Lernvideo; Rechte liegen beim Rechteinhaber, keine Wiederveröffentlichungsfreigabe behauptet.
Herkunft und Lizenz der verwendeten Commons-Medien:
| Exakte Datei | Nachweis | Urheber | Nutzungsangabe |
|---|---|---|---|
| File:Truck backs up to loading dock (42111562102).jpg | Dateiseite | Eric Fischer | CC BY 2.0 |
| File:Deutschland Autobahnen.svg | Dateiseite | NordNordWest | CC BY-SA 3.0 DE |
| File:Example The travelling salesman problem (TSP).gif | Dateiseite | Par nobis Anders Wirén | Gemeinfrei laut Dateiseite |
| File:Dynamic routing.gif | Dateiseite | BP63Vincent | CC BY-SA 3.0 |
| File:Modern loading dock.jpg | Dateiseite | Mark LS | Lizenz auf Dateiseite |
| File:WWS Forklifttruck.ogg | Dateiseite | Work With Sounds / Werstas; Aufnahme Aki Laulajainen | CC BY 4.0 |
| File:MATLAB Travelling Salesman.gif | Dateiseite | MrAlanKoh | CC BY-SA 4.0 |
Videoquelle und Rechte: Tourenplanung – Beispielaufgabe von LagerLernen, 09.04.2021; YouTube-Nutzungsbedingungen. Einbetten über die Plattform bedeutet keine freie Nachnutzung oder CC-Lizenz.
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