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Lieferaufträge zu einer Tour zusammenfassen - Touren und Transportplanung im Lager - Ausbildung

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Lieferaufträge zu einer Tour zusammenfassen - Touren und Transportplanung im Lager - Ausbildung

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Einleitung

Du arbeitest im zweiten Ausbildungsjahr zur Fachkraft für Lagerlogistik. In der Tourenplanung verbindest du mehrere Lieferaufträge zu einer durchführbaren Auslieferungstour. Das Ziel ist nicht einfach eine kurze Fahrt: Lieferzeitfenster, verfügbare Fahrzeuge, Masse, Stellplätze, Entladezeiten, Infrastruktur, Sicherheitsregeln und Kosten müssen zusammenpassen.

Lernziele: Du erfasst Auftragsdaten, prüfst harte Grenzen, bildest sinnvolle Tourengruppen, berechnest eine Zeitfolge mit Einheiten, dokumentierst einen Tourenplan und erkennst Situationen, in denen eine Disponentin oder ein Disponent neu entscheiden muss. Alle Ortsnamen, Aufträge, Fahrzeiten, Massen und Entfernungen im Fall sind vollständig erfunden. Die Werte sind Übungsannahmen und weder reale Fahrzeiten noch Routenempfehlungen.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Bild: Für verschiedene Kunden vorgesehene Lieferfahrzeuge. Foto: MobiusDaXter, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0. Die abgebildeten Unternehmen stehen in keiner Verbindung mit diesem Kurs.


Auftragsdaten für die Tour bündeln


Welche Angaben gehören in den Auftrag?

Jeder Auftrag benötigt mindestens eine eindeutige Kennung, ein Ziel, die Liefermenge, eine gemessene oder verlässlich ermittelte Masse, den Stellplatzbedarf, ein Zeitfenster, die voraussichtliche Bedienzeit und besondere Zustellbedingungen. Zeitfenster bedeutet: Die vereinbarte Ankunft muss innerhalb eines festgelegten Zeitraums liegen; das Ende der Entladung ist je nach Vereinbarung gesondert zu beachten. Stellplatz bezeichnet hier einen tatsächlich reservierten Palettenplatz im Übungsfahrzeug, nicht eine allgemeingültige Volumeneinheit.

Ein Transportmanagementsystem kann diese Daten bündeln. Du prüfst trotzdem auf fehlende Angaben und Plausibilität: Liegt ein Zeitfenster vor? Sind Gewichte einschließlich der im Modell anzusetzenden Ladehilfsmittel erfasst? Stimmen die Einheiten? Nicht abgeklärte Sonderanforderungen sind ein Sperrgrund für eine automatische Tourenfreigabe.


Fiktiver Arbeitsauftrag bei der Lernlogistik Musterstadt

Im erfundenen Lager Musterstadt sind fünf Sendungen bereit. Zwei erfundene Lieferfahrzeuge V1 und V2 sind verfügbar. Pro Fahrzeug gelten ausschließlich für diese Übung: höchstens 900 kg anrechenbare Ladungsmasse und höchstens sechs Palettenstellplätze. Massen verstehen sich als bereits vollständig anrechenbare Ladungsmasse einschließlich der verwendeten Ladehilfsmittel. Es gibt keine Gefahrgüter, Kühlwaren oder weiteren Sonderlasten. Die tatsächliche Fahrzeug- und Achslastprüfung wird dadurch nicht ersetzt.

Auftrag Ziel Stellplätze Ladungsmasse Ankunftsfenster Bedienzeit
A Nordtor 2 260 kg 08:30–09:30 20 min
B Brückenhof 1 140 kg 09:00–10:30 15 min
C Parkring 2 220 kg 09:30–11:30 20 min
D Südmarkt 2 240 kg 09:30–11:30 20 min
E Südhafen 1 180 kg 10:00–12:00 20 min

Auftrag: Prüfe, welche Lieferaufträge jeweils auf einem Fahrzeug gemeinsam gefahren werden können. Berücksichtige mindestens die Masse, die Stellplatzanzahl, die Ankunftszeitfenster und die modellierten Streckenzeiten.

Bild: Beispiel einer Europalette zur Veranschaulichung von Ladeeinheiten; die fahrzeugspezifische Stellplatzprüfung bleibt erforderlich. Foto: Oliver Eltinger, Wikimedia Commons; Lizenz siehe Dateinachweis.


Fahrzeugkapazität und Auftragsgruppen prüfen


Harte Grenzen vor Optimierung

Die Kapazitätsrestriktion verbietet eine Zusammenfassung, wenn eine einzige zwingende Grenze überschritten wird. Im Übungsfall addierst du die Stellplätze und die gesamten Ladungsmassen. Auch wenn der verfügbare Raum ausreichen würde, darf die Masse die angenommene Grenze nicht überschreiten. Tatsächlich sind zusätzlich Nutzlast laut Fahrzeugpapieren, Achslasten, Abmessungen, Ladungssicherung und die betriebliche Einsatzfreigabe zu prüfen.

Alle fünf Aufträge ergeben: Stellplätze 2 + 1 + 2 + 2 + 1 = 8; Masse 260 + 140 + 220 + 240 + 180 = 1040 kg. Beides überschreitet die Fahrzeuggrenzen von sechs Stellplätzen und 900 kg. Eine einzige Fahrt mit allen fünf Aufträgen ist damit ausgeschlossen.

Eine mögliche Gruppierung ist Tour Nord: A + B + C. Dafür benötigst du 2 + 1 + 2 = 5 Stellplätze und 260 + 140 + 220 = 620 kg. Freier Rest im Modell: ein Stellplatz und 280 kg. Tour Süd: D + E benötigt 2 + 1 = 3 Stellplätze und 240 + 180 = 420 kg. Rest: drei Stellplätze und 480 kg. Beide Gruppen bestehen den ersten Kapazitätscheck.


Was die Zahlen nicht beweisen

Aus der bloßen Summe ergibt sich weder eine genehmigte Beladung noch eine sichere Gewichtsverteilung. Die Ladungssicherung, Schwerpunktlage, zulässigen Fahrzeugmaße, Zugänglichkeit in der Entladereihenfolge und betriebliche Vorgaben erfordern separate Fachprüfungen. Keine eigenständige Verladung allein auf Basis dieses Modells. Fahrzeugbewegungen und praktische Arbeiten finden nur unter qualifizierter Aufsicht und nach betrieblichen Anweisungen statt.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Bild: Palettierte Fracht bei einer Verladung, hier in einem Container. Foto: Goterrestrial, Wikimedia Commons, CC BY 4.0. Dieses Bild ist keine Freigabeanweisung für die dargestellte Tätigkeit.


Reihenfolge und Zeitfenster berechnen


Annahmen zur Fahrtzeitmatrix

Eine Fahrtzeitmatrix legt für das Modell fest, wie viele Minuten der Weg zwischen zwei Haltepunkten dauert. Die fiktiven Routen sind vorgegeben, damit die Ergebnisse nachprüfbar bleiben. Abfahrt V1: 08:00 Uhr ab Lager. Strecke Lager–A: 30 min und 18 km; A–B: 20 min und 12 km; B–C: 25 min und 15 km; C–Lager: 35 min und 21 km. Abfahrt V2: 09:00 Uhr ab Lager. Lager–D: 40 min und 24 km; D–E: 30 min und 16 km; E–Lager: 40 min und 28 km. Für beide Touren sind die Kunden in der angegebenen Reihenfolge angefahren; es sind keine Pausen oder sonstigen Verzögerungen in diesem kurzen didaktischen Modell enthalten.

V1 / Nordtour: 08:00 Abfahrt → 08:30 Ankunft A → 08:50 Ende A → 09:10 Ankunft B → 09:25 Ende B → 09:50 Ankunft C → 10:10 Ende C → 10:45 Rückkehr Lager. Die Ankunftszeiten 08:30, 09:10 und 09:50 liegen innerhalb der drei Fenster. Fahrtzeit: 30 + 20 + 25 + 35 = 110 min. Bedienzeit: 20 + 15 + 20 = 55 min. Gesamtdauer: 165 min = 2 h 45 min. Gesamtstrecke: 18 + 12 + 15 + 21 = 66 km.

V2 / Südtour: 09:00 Abfahrt → 09:40 Ankunft D → 10:00 Ende D → 10:30 Ankunft E → 10:50 Ende E → 11:30 Rückkehr Lager. Beide Ankunftszeiten liegen innerhalb ihrer Fenster. Fahrtzeit: 40 + 30 + 40 = 110 min. Bedienzeit: 20 + 20 = 40 min. Gesamtdauer: 150 min = 2 h 30 min. Gesamtstrecke: 24 + 16 + 28 = 68 km.


Warum die zwei Fahrzeuge gleichzeitig nötig sind

Wenn V1 erst um 10:45 Uhr zurückkehrt und V2 nicht zur Verfügung steht, könnte eine zweite Tour bei beispielhafter neuer Abfahrt 11:00 Uhr den Kunden D erst um 11:40 Uhr erreichen. D verlangt Ankunft spätestens 11:30 Uhr. Diese beispielhafte Ein-Fahrzeug-Folge ist nicht termingerecht. Eine Alternativtour müsste neu gerechnet und vor Durchführung disponiert werden; eine eigenmächtige Verschiebung des Zeitfensters ist keine Lösung.

Datei:Ant Colony Algorihm applied to the Travelling Salesman Problem.gif

Animation: Beispiel für rechnerische Suche nach kurzen Wegen zwischen Punkten. Die Darstellung behandelt eine mathematische Vereinfachung; reale Touren brauchen zusätzlich Zeitfenster, Kapazitäten und sichere Verkehrswege. Rodrigo Castro Freibott, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.

Deutschsprachiges Fachvideo: „Tourenplanung im Transportunternehmen!“ des Logistik-Kanals behandelt Zeitfenster, Kapazitäten, Disposition und wirtschaftliche Abwägungen. Es ergänzt den fiktiven Rechenfall; für alle rechtsverbindlichen Vorgaben sind amtliche Quellen und betriebliche Anweisungen maßgeblich.


Wirtschaftlichkeit und Umweltwirkungen bewerten


Fahrleistung nachvollziehbar vergleichen

Beide Fahrzeuge legen im fiktiven Plan zusammen 66 + 68 = 134 km zurück. Die reine Fahrzeit über beide Touren beträgt 110 + 110 = 220 Fahrzeugminuten, die Bedienzeit 55 + 40 = 95 Fahrzeugminuten; die Summe beträgt 315 Fahrzeugminuten. Das sind keine 315 Minuten Kalenderzeit, da die Fahrzeuge zeitweise parallel fahren. Die letzte Rückkehr ist 11:30 Uhr.

Eine einfache Auslastungskennzahl ist Ladungsmasse geteilt durch angenommene Nutzlast. Für V1 gilt 620 kg / 900 kg = 68,9 % und für V2 420 kg / 900 kg = 46,7 % (jeweils gerundet auf eine Dezimalstelle). Die Stellplatzauslastung beträgt für V1 5/6 = 83,3 % und für V2 3/6 = 50,0 %. Unterschiedliche Kennzahlen dürfen nicht verwechselt werden: Masse und Stellplätze sind zwei getrennte Restriktionen.

Ein kürzerer Weg ist nicht automatisch der beste: Restriktionen, mögliche Wartezeiten, Fahr- und Ruhezeiten, Verkehrsverbote, tatsächliche Emissionen, Anlieferbedingungen und sichere Beladung können wichtiger sein. Für eine vergleichbare Ökobilanz wären geprüfte Verbrauchs- oder Emissionsdaten erforderlich. Hier werden keine realen Kraftstoff- oder CO₂-Einsparungen behauptet.


Was bei einer Störung geschieht

Meldet die Disposition für V1 beispielhaft 25 Minuten Zusatzverzögerung vor B, verschiebt sich B auf 09:35 und C auf 10:15; beide Ankünfte liegen weiter im Fenster. Für die Rückkehr ergibt sich 11:10 Uhr statt 10:45 Uhr. Das Beispiel setzt voraus, dass alle anderen Fahr- und Bedienzeiten gleich bleiben. Die Störung wird mit Zeitpunkt, Ursache, betroffenen Aufträgen, prognostizierten Ankünften, Rückmeldung an den Kunden und Entscheidung der berechtigten Disposition dokumentiert. Falls Grenzen überschritten werden, wird die Tour nicht stillschweigend freigegeben.

Hör- und Beobachtungsimpuls: Eine offene Commons-Aufnahme dokumentiert Straßenverkehr mit verschiedenen Fahrzeugen auf Asphalt und Pflaster. Erkläre, weshalb reale Wegequalität eine Fahrzeitprognose verändern kann; übertrage die Aufnahme nicht als verbindlichen Geschwindigkeitswert.

Datei:Road traffic – cobblestone road.webm Ton-/Videodokument: Sounds of Changes; Ton Boštjan Troha, Video Barbara Rezar Grilc, Foto Dušan Oblak. Lizenzangaben und weitere Beteiligte stehen auf Wikimedia Commons.


Fachliche Freigabe und Ausbildungsbezug


Tourenplan zur Entscheidung vorbereiten

Eine nachvollziehbare Tourenliste enthält Tour-ID, Fahrzeugkennung, Auftragskennungen, Haltestellenfolge, Ankunftsfenster, geplante Zeiten, Entladezeit, Ladungsmasse, Stellplätze, Kilometer, dokumentierte Annahmen und Prüffelder. Das Ergebnis des Musterfalls ist ein Planungsvorschlag, keine Fahrzeug- oder rechtliche Betriebsfreigabe. Abweichende Fahrzeugdaten erfordern eine neue Berechnung.

Prüfe vor Übergabe die vollständige Auftragslage, die realen Zufahrts- und Abstellbedingungen, betrieblichen Bestimmungen, alle für Fahrzeug und Fahrpersonal geltenden Verkehrs-, Arbeits- und Ruhezeitregeln sowie qualifiziert durchzuführende Lade- und Sicherungsprozesse. Die im Modell verwendeten Fahrzeiten sind keine Erlaubnis, Vorschriften zu verkürzen oder Sicherheitsrisiken einzugehen. Unklarheiten werden an Ausbildungspersonal und Disposition gegeben. Die Ausbildung vermittelt Kompetenz, ersetzt aber keinen Befähigungsnachweis und keine Unterweisung.


Schule und Betrieb: zwei unterschiedliche Grundlagen

Berufsschule: Der KMK-Rahmenlehrplan für Fachkraft für Lagerlogistik, Beschluss vom 25.03.2004, führt im zweiten Ausbildungsjahr Lernfeld 7 „Touren planen“ mit 40 Stunden auf. Darin geht es um einen Tourenplan unter wirtschaftlichen, infrastrukturellen, terminlichen und umweltspezifischen Gesichtspunkten.

Betriebliche Ausbildung: Die Verordnung über die Berufsausbildung im Lagerbereich vom 26.07.2004, in der am 21.10.2026 auf gesetze-im-internet.de eingesehenen Fassung, legt betriebliche Ausbildungsinhalte fest. Insbesondere nennt Anlage 2, Versand von Gütern das Mitwirken bei der Erstellung eines Tourenplans. KMK-Lernfeld und Ausbildungsrahmenplan ergänzen sich, sind aber nicht identisch. Alle hier genannten Regelungsbezüge dienen der Orientierung; eine umfassende Rechts- oder Fachfreigabe ist damit nicht verbunden.


Interaktive Aufgaben


Multiple-Choice-Quiz

Beantworte genau zehn Fragen zum fiktiven Plan. Bei jeder Frage ist eine Antwort richtig; die kurze Rückmeldung erläutert den Rechenweg oder das zugrunde liegende Prinzip.

Was ist beim Zusammenfassen von Lieferaufträgen zuerst zu prüfen? (Zeitfenster und Kapazitätsdaten aller Aufträge) (!Nur die alphabetische Reihenfolge der Kunden) (!Nur die Farbe der Packstücke) (!Ausschließlich die Zahl der Fahrer)



Begründete Rückmeldung: Aufträge lassen sich nur sinnvoll bündeln, wenn ihre zeitlichen, räumlichen und mengenmäßigen Anforderungen bekannt sind.

Wie viele Palettenstellplätze benötigen die Aufträge A, B und C zusammen? (Fünf Stellplätze) (!Drei Stellplätze) (!Sechs Stellplätze) (!Acht Stellplätze)



Begründete Rückmeldung: A hat zwei, B einen und C zwei Stellplätze: zwei plus eins plus zwei ergeben fünf.

Wie groß ist die Gesamtmasse von A, B und C? (620 Kilogramm) (!520 Kilogramm) (!720 Kilogramm) (!900 Kilogramm)



Begründete Rückmeldung: Die Einzelmassen 260 kg, 140 kg und 220 kg ergeben insgesamt 620 kg.

Welche Aussage zur Tour mit allen fünf Aufträgen ist richtig? (Acht Stellplätze übersteigen die Grenze von sechs) (!Die Masse beträgt genau 900 Kilogramm) (!Die Tour benötigt nur fünf Stellplätze) (!Die Fahrzeugkapazität ist ohne Prüfung ausreichend)



Begründete Rückmeldung: Die Summe von acht Stellplätzen übersteigt die angenommene Stellplatzkapazität; auch 1040 kg überschreiten die modellierte Nutzlast.

Um welche Uhrzeit erreicht Fahrzeug eins im Modell den Kunden B? (09:10 Uhr) (!08:50 Uhr) (!09:25 Uhr) (!10:10 Uhr)



Begründete Rückmeldung: Nach der Bedienung von A bis 08:50 Uhr folgt eine 20-minütige Fahrzeit bis B.

Wie lange dauert die erste Tour einschließlich der Bedienzeiten? (165 Minuten) (!100 Minuten) (!120 Minuten) (!195 Minuten)



Begründete Rückmeldung: Von 08:00 bis 10:45 Uhr vergehen zwei Stunden und 45 Minuten, also 165 Minuten.

Weshalb fährt die zweite Tour in diesem Modell parallel? (Ein späterer Start nach Rückkehr der ersten Tour verletzt das Zeitfenster von D) (!Weil alle Fahrzeuge stets gleichzeitig fahren müssen) (!Weil es bei Tourenplanung keine Wartezeiten geben darf) (!Weil zwei Touren immer gleich lang sein müssen)



Begründete Rückmeldung: Würde dasselbe Fahrzeug erst nach 10:45 Uhr neu beladen und um 11:00 Uhr starten, käme es nach 40 Minuten erst um 11:40 Uhr bei D an, also nach dessen Fensterende 11:30 Uhr.

Welche Größe ist bei der Nutzlastprüfung maßgeblich? (Die gesamte für das Fahrzeug anzusetzende Ladungsmasse) (!Die Anzahl der Kunden allein) (!Nur das Leergewicht der Verpackung) (!Ausschließlich die Fahrstrecke)



Begründete Rückmeldung: Für die zulässige Nutzlast zählt die tatsächliche Transportmasse einschließlich zu berücksichtigender Ladehilfsmittel.

Was ist bei einer Verzögerung als Erstes fachgerecht? (Zeitprognose und betroffene Zeitfenster prüfen und Disposition informieren) (!Lieferfenster ohne Rücksprache ignorieren) (!Die dokumentierte Fahrzeit rückwirkend verkürzen) (!Ladung ohne Freigabe umladen)



Begründete Rückmeldung: Eine nachvollziehbare Störungsmeldung ermöglicht neue Absprachen; Fahr- und Ruhezeitvorgaben und Sicherheitsregeln bleiben verbindlich.

Welche Aussage unterscheidet Ausbildungsordnung und KMK-Rahmenlehrplan zutreffend? (Die Ausbildungsordnung regelt betriebliche Ausbildung und der KMK-Plan den Berufsschulunterricht) (!Beide sind ausschließlich interne Betriebsanweisungen) (!Der KMK-Plan ersetzt die betriebliche Ausbildungsordnung) (!Die Ausbildungsordnung legt nur Schulnoten fest)



Begründete Rückmeldung: Der KMK-Rahmenlehrplan verortet Tourenplanung im Lernfeld sieben; die Bundesverordnung enthält die betrieblichen Ausbildungsinhalte.


Memory

Finde die jeweils zusammengehörigen Fachbegriffe und Erklärungen.

Zeitfenster Vereinbarter Zeitraum für die Ankunft bei einer Lieferstelle
Nutzlast Grenze der anrechenbaren Ladungsmasse eines Fahrzeugs
Stellplatz Für eine Ladeeinheit benötigte Position auf der Ladefläche
Bedienzeit Zeitbedarf für den vorgesehenen Vorgang an der Lieferstelle
Disposition Planende Zuordnung von Aufträgen und Transportmitteln
Fahrtzeitmatrix Tabelle mit modellierten Wegezeiten zwischen Haltepunkten





Drag-and-Drop

Ordne den fünf Planungsschritten die passenden Beschreibungen zu.

Passenden Fachbegriff zuordnen Arbeitsschritt
Auftragserfassung Fehlende Daten aus dem Lieferauftrag klären
Kapazitätsprüfung Stellplätze und Ladungsmasse mit Grenzen vergleichen
Tourenbildung Vereinbare Lieferungen räumlich und zeitlich gruppieren
Terminrechnung Ankunftszeit nach Fahr- und Bedienzeit bestimmen
Planübergabe Ergebnis dokumentieren und an berechtigte Stelle geben





Kreuzworträtsel

Trage die sechs Fachwörter als jeweils ein einziges Wort ein.

Tourenplan Dokument mit der geplanten Reihenfolge der Lieferstellen und Zeitangaben
Nutzlast Zulässige anrechenbare Transportmasse eines Fahrzeugs
Zeitfenster Zugesagter Zeitraum für die Ankunft
Ladeeinheit Für den Transport gemeinsam behandelte Gütereinheit
Fahrzeit Zeitdauer des Weges zwischen zwei Stopps
Auslastung Anteil genutzter Kapazität an der verfügbaren Kapazität





LearningApps

Nutze die thematische Materialsuche als zusätzliche Übungssammlung. Externe Inhalte müssen vor dem Unterricht auf fachliche Eignung geprüft werden.


Lückentext

Ergänze die zentralen Fachwörter und Rechnungswerte des Musterfalls. Jede Aussage enthält genau eine Lücke.

Ergänze den Lückentext.
Mehrere Lieferaufträge werden zu einer

zusammengefasst.
Eine vorgegebene Ankunftsspanne nennt man

.
Die Summe der Stellplätze aller fünf Aufträge beträgt

.
Die fünf Sendungen wiegen zusammen

Kilogramm.
Die erste Tour enthält die Aufträge A, B und

.
Die Nordtour nutzt insgesamt

Stellplätze.
Die Ladungsmasse der Nordtour beträgt

Kilogramm.
Die planmäßige erste Ankunft bei B ist um

Uhr.
Die Nordtour dauert insgesamt

Minuten.
Beide Fahrzeuge legen zusammen

Kilometer zurück.




Offene Aufgaben

Erstelle alle Ergebnisse ausschließlich mit den fiktiven Übungsdaten. Arbeiten an Fahrzeugen, Rampen und Lasten erfolgen, falls überhaupt, nur unter fachlich qualifizierter Aufsicht.


Leicht

  1. Auftragskarte: Fertige für A und B je eine Auftragskarte mit Masse, Stellplätzen, Fenster und Bedienzeit an; kennzeichne alle Einheiten.
  2. Kapazitätstabelle: Addiere Stellplätze und Ladungsmassen von A bis E und markiere beide Überschreitungen für ein einziges Fahrzeug.
  3. Zeitstrahl: Zeichne von 08:00 bis 11:30 Uhr den Zeitverlauf der Nordtour mit drei Ankünften und der Rückkehr.
  4. Fachwörter: Erstelle ein kleines Glossar mit Zeitfenster, Nutzlast, Bedienzeit, Stellplatz und Disposition mit eigenen Beispielen.


Standard

  1. Tourenvergleich: Rechne für Nord- und Südtour Masse, Stellplätze, Fahrtminuten, Bedienminuten und Gesamtstrecke nach.
  2. Auslastungsdiagramm: Stelle Massen- und Stellplatzauslastung beider Fahrzeuge in zwei beschrifteten Diagrammen mit Prozentangaben dar.
  3. Störungsmeldung: Verfasse eine sachliche Meldung zur modellierten 25-Minuten-Verzögerung und berechne die neuen Ankünfte.
  4. Tourenliste: Gestalte ein übersichtliches, nur mit fiktiven Angaben befülltes Tourenblatt mit Kontroll- und Freigabefeld.


Schwer

  1. Variantenprüfung: Prüfe eine alternative Gruppierung A plus D und B plus C plus E zunächst auf Stellplätze und Masse; erläutere, welche Zeitdaten für eine endgültige Prüfung fehlen.
  2. Ein-Fahrzeug-Szenario: Beurteile mit exakten Uhrzeiten, warum die im Text betrachtete zweite Ausfahrt um 11:00 Uhr nicht alle Vereinbarungen einhält; diskutiere eine zulässige Neuabstimmung.
  3. Nachhaltigkeitsargument: Entwickle eine ausgewogene Begründung, warum weniger Kilometer nicht in jedem Fall mehr Rechtssicherheit, Termintreue oder geringere Emissionen beweisen.
  4. Qualitätsprojekt: Entwirf eine Checkliste zur Planung, Datenprüfung, Störungsbehandlung, Dokumentation und Übergabe an den zuständigen Fachbereich.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Planungsbegründung: Erkläre rechnerisch, warum die Aufteilung in Nord- und Südtour die vorgegebenen Fahrzeuggrenzen erfüllt.
  2. Terminkontrolle: Weise mit einer Tabelle für jeden Stopp die Ankunftszeit und das gültige Zeitfenster nach.
  3. Entscheidungskriterien: Begründe mindestens vier unterschiedliche Kriterien, die neben der Fahrstrecke in einem realen Tourenplan zählen.
  4. Sicherheitsgrenzen: Unterscheide eine rechnerisch passende Masse von einer tatsächlich fachgerecht freigegebenen Beladung.
  5. Transferfall: Berechne die geänderten Zeiten bei 25 Minuten Verzögerung vor B und schlage eine fachgerechte Informationsfolge vor.
  6. Regelwerksvergleich: Trenne das KMK-Lernfeld sieben vom betrieblichen Ausbildungsrahmenplan und nenne deren unterschiedliche Bildungsorte.




Lernnachweis

Dein Lernnachweis besteht aus einer sauber gerechneten Tourenliste für V1 und V2, einer dokumentierten Kapazitätsprüfung, einer minutengenauen Zeitfolge, einem kurzen Störungsprotokoll und einer begründeten Bewertung von Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltgesichtspunkten. Alle Ergebnisse müssen mit Einheiten, offengelegten Annahmen und einem Hinweis auf die erforderliche betriebliche Fachfreigabe versehen sein. Musterlösungen: Nord 5 Stellplätze / 620 kg / 66 km / 165 min; Süd 3 Stellplätze / 420 kg / 68 km / 150 min; gemeinsam 134 km. Die Touren überlappen zeitlich, darum darf ihre Dauer nicht als durchgehende Uhrzeitspanne addiert werden.




OER und Wikipedia

Amtliche und fachliche Orientierung; Quellenstand der Sichtung: 21.10.2026.

Deutschsprachiger Wikipedia-Überblick:

Wikimedia-Commons-Medien und Rechtebelege: Die folgenden Datei- und Urheberangaben wurden auf den jeweiligen Dateiseiten geprüft. Auflagen zur Namensnennung und Lizenz sind bei der Weiterverwendung einzuhalten.

Eingebundene Datei oder Video Geprüfte Quelle Urheber laut Quelle Lizenz / Nutzung
File:T. Verrastro route delivery trucks.jpg Wikimedia Commons MobiusDaXter CC BY-SA 3.0
File:EPAL-Europalette.jpg Wikimedia Commons Oliver Eltinger Lizenz auf der Dateiseite
File:Loading palletized cargo inside a shipping container.jpg Wikimedia Commons Goterrestrial CC BY 4.0
File:Ant Colony Algorihm applied to the Travelling Salesman Problem.gif Wikimedia Commons Rodrigo Castro Freibott CC BY-SA 4.0
File:Road traffic – cobblestone road.webm Wikimedia Commons Sounds of Changes; Ton Boštjan Troha; Video Barbara Rezar Grilc; Foto Dušan Oblak CC BY 3.0, Commons-Dateiseite
https://www.youtube.com/watch?v=Y6Rh3KJblWM Logistic.tv: Tourenplanung im Transportunternehmen! Logistik-Kanal Nur eingebettetes externes YouTube-Video, keine offene Nachnutzungslizenz behauptet; Originalvideo


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