KI-Assistenten für Fachwissen und Problemlösungen
Einleitung
Zielgruppe: Auszubildende im 1. Ausbildungsjahr. Voraussetzungen: Einheiten lesen, Tabellen nutzen und Quellen von Vermutungen unterscheiden. Lernzeit: etwa 5–7 Unterrichtseinheiten mit eigenständigem Transfer. Lernprodukt: eine belegte Quellenmatrix für ein Lager in einem fiktiven Lehrmodell.
Ein KI-Assistent kann technische Fragen strukturieren, Fachbegriffe erklären und Suchwege vorschlagen. Er ist jedoch kein Ersatz für einen nachprüfbaren Beleg. In diesem Kurs erarbeitest du drei Prüfregeln: Fundstelle nachweisen – Widerspruch einordnen – unbelegte Antwort offenlassen. Du übst zunächst an einfachen Beispielen, dann an einer vollständigen simulierten Variantenmontage und schließlich an einem eigenen Recherchefall.
Grundlagen aktivieren: Was ist ein Prompt? Was ist der Unterschied zwischen einer Quelle und einer Vermutung? Erkläre beide Begriffe in je einem Satz. Als vorangehender Lernimpuls kann diese MOOCwiki-Grundlage dienen; ihr Inhalt war beim Quellencheck am 21.10.2026 nicht abrufbar, deshalb werden hier keine Aussagen über ihren konkreten Inhalt gemacht.
Arbeitsregel: Du benötigst weder ein kostenpflichtiges KI-Konto noch Internet. Bearbeite alle KI-Dialoge alternativ als Rollenspiel auf Papier. Alle technischen Dokumente und Nummern im Modellfall sind erfunden, nicht für reale Montage, Steuerung oder Sicherheitsfreigaben geeignet. Keine personenbezogenen Schülerdaten, vertraulichen Unternehmensunterlagen oder Betriebsgeheimnisse eingeben. Das Angebot ist unabhängig und keine offizielle Liebherr- oder IHK-Zertifizierung.
KI-Antworten als prüfbare Vorschläge verstehen
Fachwissen statt Sprachglätte
Ein KI-Assistent ist eine Anwendung, die mithilfe von Software beziehungsweise Sprachmodellen Fragen verarbeitet und Antworten entwirft. Ein Sprachmodell erzeugt passende sprachliche Fortsetzungen; eine flüssige Formulierung beweist weder Richtigkeit noch Aktualität. Eine Halluzination ist eine plausible, aber sachlich falsche oder nicht gestützte KI-Ausgabe. Ein Modell kann zum Beispiel ein nicht existentes Handbuchkapitel erfinden. Entscheidend ist daher nicht, ob die Antwort überzeugend klingt, sondern ob ihre einzelnen Behauptungen belegt sind.
Miniübung: Die Aussage „Lager L-A17 ist für jede Bauvariante geeignet“ klingt technisch. Markiere darin die ungeprüfte Verallgemeinerung („jede Bauvariante“) und formuliere eine Rückfrage nach Variante, Dokumentnummer, Revision und Fundstelle.

Bild und Textalternative: Verschiedene KI-Ansätze sind zu unterscheiden; eine sprachliche Antwort ist nicht automatisch eine verifizierte technische Erkenntnis. Quelle: Commons-Dateiseite, Kilfra, CC BY-SA 4.0.
Antworten in Behauptungen aufteilen
Eine Behauptung ist ein einzelner prüfbarer Satz. Eine KI-Antwort wie „Das Bauteil passt, hat Maß X und ist freigegeben“ enthält mindestens drei Behauptungen: Kompatibilität, Maß, Freigabe. Für jede brauchst du ihren eigenen Nachweis. Notiere für jede Behauptung den Wortlaut, den Kontext, den Dokumenttitel, die Version, die konkrete Stelle und das Ergebnis: belegt, widersprüchlich oder unbelegt. Risikoregel: Ein unklarer Befund ist keine Freigabe.
Hilfe: Nutze die Satzschablone „In Dokument …, Revision …, Abschnitt … steht …; das belegt nur …“. Vertiefung: Unterscheide den Wortlaut einer Quelle von deiner darauf gestützten Schlussfolgerung.
Fachrecherche mit Herkunft und Version
Suchauftrag und Quellenhierarchie
Beginne mit einer Recherchefrage, die ein Bauteil, eine Variante, eine Eigenschaft und einen Gültigkeitszeitpunkt benennt. Suche zuerst nach der für den fiktiven Prozess zuständigen Primärquelle: freigegebene Zeichnung, Änderungsmitteilung oder gültige Stückliste. Ein Blog, eine KI-Zusammenfassung oder eine alte Notiz ist kein Ersatz. „Primärquelle“ bedeutet hier das originale Dokument, in dem eine Festlegung gemacht wird; welche Quelle in einer echten Firma verbindlich ist, hängt vom dortigen Dokumenten- und Freigabeprozess ab.
Fundstelle meint mehr als einen Link: Dokumentkennung, Revisionsstand, Seite oder Abschnitt, wörtlich paraphrasierter Beleg und Kontext. Provenienz bezeichnet die nachvollziehbare Herkunft einer Information. Gültigkeit heißt: Für die betreffende Bauvariante und den jeweiligen Zeitpunkt anwendbar.

Bild und Textalternative: Eine Konzeptkarte verknüpft Teilthemen; solche Beziehungen sind Orientierung, nicht automatisch Quellenbelege für technische Einzelwerte. Englischsprachige Grafik: Commons, Trebol6, CC BY-SA 4.0.
KI mit Quellen arbeiten lassen
Ein guter Rechercheprompt lautet: „Prüfe im folgenden freigegebenen Übungsmaterial nur die Variante V-A. Gib jede Behauptung mit Dokument-ID, Revision und Abschnitt an. Trenne Zitat, Interpretation und offene Frage. Erfinde keine Maße und erkläre Widersprüche. Wenn kein Beleg vorhanden ist, antworte ausdrücklich: nicht belegt.“ Gib nur die synthetischen Dokumente dieses Kurses ein. Ohne KI übernimmt ein Lernpartner die Rolle des Assistenten.
Retrieval-Augmented Generation (RAG) bezeichnet ein Verfahren, bei dem ein Modell zusätzlich abgerufene Dokumentpassagen erhält. Das kann Belege leichter auffindbar machen, garantiert aber weder die richtige Quelle noch eine korrekte Interpretation: abgerufene Texte können veraltet, unpassend oder fehlerhaft sein.

Bild und Textalternative: Recherche stellt zum Prompt externe Textpassagen bereit; jede daraus abgeleitete Behauptung muss anschließend mit der Originalstelle verglichen werden. Commons-Dateiseite, Turtlecrown, CC BY-SA 4.0.
Quellen unabhängig gegenprüfen
Eine Quellenprüfung umfasst Existenz, Herkunft, Version, Geltungsbereich, Belegstelle und Übereinstimmung. Zwei Webseiten, die voneinander abschreiben, sind keine unabhängigen Nachweise. Suche bei Konflikten nach einer dokumentierten Änderung statt automatisch das neuere Datum zu bevorzugen. Eine spätere Quelle kann beispielsweise für eine andere Variante gelten.
Animation als Analogie:

Commons, Mazen Embaby, CC BY-SA 4.0. Die Grafik zeigt binäre Suche, nicht die Arbeitsweise eines LLM oder eine technische Dokumentenfreigabe. Ohne Animation: Prüfe zuerst Variantenkennung, dann Revision, dann Abschnitt; jeder Filter reduziert die Zahl der geeigneten Belege.
Geführter Modellfall: Lager in einer Variantenmontage
Der fiktive Auftrag
Die fiktive Übungsfirma „Werkstatt Nordlicht“ montiert ein nicht funktionsfähiges Tischmodell mit Varianten V-A und V-B. Du sollst für den Lagersitz der Variante V-A eine Quellenmatrix erstellen. Gesucht werden Lagercode, abstraktes Nennmaß und Freigabestatus der Papierdokumentation. Alle Kennungen und Werte sind rein didaktische Platzhalter; sie beschreiben keine realen Lager, Kräfte, Toleranzen, Passungen oder Montageschritte.
Dokumentenmappe, ausschließlich synthetisch:
| ID, Stand und Herkunft | Textinhalt mit Abschnitt | Reichweite |
|---|---|---|
| D1 Zeichnung Z-204, Revision C, 12.09.2026, Abschnitt 2.1 | „Für V-A: Lehrlager L-A17; Nennmaß 20 Modellpunkte.“ | Maß- und Codeangabe für V-A im Lehrmodell |
| D2 Arbeitskarte AK-04, Revision 2, 01.07.2026, Abschnitt 3 | „Für V-A: Lehrlager L-A18; Nennmaß 18 Modellpunkte.“ | Ältere, zunächst widersprechende V-A-Angabe |
| D3 Änderungsmitteilung ÄM-7, Revision 1, 15.09.2026, Abschnitt 1 | „Für V-A ersetzt Z-204 Rev. C ab 15.09.2026 die Lagerangaben der AK-04 Rev. 2. Freigabe dieser Papierübung: nur nach Quellenprüfung; keine reale Freigabe.“ | Dokumentierte Ersetzung für V-A im Papierfall |
| D4 Variantenliste VL-2, Revision 1, 02.10.2026, Abschnitt 4 | „V-B nutzt L-B18. Für V-C sind Lagersitz und Nennmaß noch nicht dokumentiert.“ | Nur V-B sowie Dokumentationslücke V-C |
| D5 KI-Antwortsimulation, ohne Urhebernachweis, 03.10.2026 | „V-C verwendet sicher L-A17 mit 20 Modellpunkten; sämtliche Varianten sind freigegeben.“ | Behauptung ohne nachgewiesene Primärquelle |
Prüfauftrag: Arbeite nur anhand dieser gedruckten Mappe. Nenne keine realen Bau- oder Sicherheitsfreigaben. Die Maßeinheit „Modellpunkt“ ist absichtlich keine technische Einheit.
Drei Kriterien am Beispiel
Kriterium 1: Fundstelle nachweisen. Behauptung: „V-A ist in der Zeichnung mit L-A17 und 20 Modellpunkten angegeben.“ Beleg: D1, Revision C, Abschnitt 2.1. Ergebnis: belegt für diese Variante; für V-B folgt daraus nichts.
Kriterium 2: Widerspruch einordnen. D1 und D2 geben für V-A unterschiedliche Codes und Zahlen. D3, Abschnitt 1 beschreibt die dokumentierte Ersetzung der alten Arbeitskartenangabe durch Z-204 Rev. C ab dem angegebenen Datum. Ergebnis: historischer Versionskonflikt für V-A geklärt, nicht „D2 war niemals gültig“. Es geht weiterhin nur um ein Papiermodell.
Kriterium 3: Unbelegte Antwort offenlassen. D5 nennt für V-C eine präzise Lösung, während D4 ausdrücklich eine Dokumentationslücke festhält. Ergebnis: V-C nicht belegt – keine Schätzung und keine Freigabe. Weder Präzision noch selbstbewusster Ton ersetzen eine Quelle.
Quellenmatrix ausfüllen
| Prüffrage | Behauptung | Fundstelle / Version | Bewertung | Entscheidung / fehlender Nachweis |
|---|---|---|---|---|
| Welcher Lehrlagercode für V-A am Stichtag 20.09.2026? | L-A17 | D1 Rev. C § 2.1; D3 Rev. 1 § 1 | Belegt im Papiermodell | Dokumentierte neuere Festlegung für V-A nennen |
| Warum nennt D2 L-A18? | D2 ist die ältere Angabe für V-A | D2 Rev. 2 § 3 gegen D1 Rev. C § 2.1; Klärung D3 § 1 | Versionskonflikt eingeordnet | Ersetzung und Datum erklären |
| Welches Maß hat V-C? | D5 behauptet 20 Modellpunkte | D4 Rev. 1 § 4 nennt Lücke; D5 hat keine Primärfundstelle | Unbelegt | Offenlassen und eine gültige V-C-Unterlage anfordern |
Dein Arbeitsschritt: Verdecke die Bewertungsspalte, fülle sie selbst aus und begründe jede Zeile mit konkreten Textstellen. Fehlerfall: Ein Assistenztext übernimmt D5 ungeprüft und meldet „alle Varianten freigegeben“. Er verletzt Fundstellenpflicht und Geltungsbereich; ein erfundener Status könnte in realen Prozessen gefährlich werden. Erkläre diesen Fehler in drei Sätzen. Selbstkontrolle: Kannst du die Herkunft zurückverfolgen? Den Versionskonflikt korrekt erklären? Ein Nichtwissen akzeptieren?
Vom KI-Dialog zum nachvollziehbaren Prüfbericht
Rollen und Prüfschritte
Bei einem echten Assistenzsystem trennst du Recherche, Entwurf, Quellenkontrolle und menschliche Entscheidung. Für die Papierübung spielen zwei Personen diese Rollen. Die Assistenz schlägt Behauptungen und Quellen vor; der Prüfer öffnet die Originalfundstelle. Ein Prüfprotokoll enthält Zweck, Variante, Stichtag, Dokumentenliste, überprüfte Einzelbehauptungen, Konflikte, Restunsicherheiten und die begründete Grenze der Aussage.
Geführter Dialog: Frage: „Welcher Code ist für V-A am 20.09.2026 dokumentiert?“ Vorschlag: „L-A17 aus D1 Rev. C § 2.1“. Rückfrage: „Wie gehst du mit D2 um?“ Prüfung: „D3 ersetzt für V-A die Angabe der alten Arbeitskarte ab 15.09.2026“. Letzte Rückfrage: „Gilt das auch für V-C?“ Antwort: „Dafür liegt kein Nachweis vor“. Ein guter Bericht belegt nicht nur das Gewusste, sondern benennt auch das belastbare Nichtwissen.

Bild und Textalternative: Ein dokumentengestütztes Assistenzsystem kann Quellen suchen, Antworten entwerfen, einzelne Aussagen extrahieren und prüfen. Das abgebildete WikiChat-Beispiel ist keine industrielle Freigabe. Sina J. Semnani, Violet Z. Yao, Heidi C. Zhang und Monica S. Lam, Commons-Dateiseite, Apache License 2.0.
Berichtsaufbau und transparente Unsicherheit
Prüfbericht für den Papiermodellfall: (a) Gegenstand: Variante V-A; (b) Datum und Dokumentenstand; (c) Fundstellen: D1 § 2.1 und D3 § 1; (d) Konflikt: D2 § 3 ersetzt; (e) Ergebnis: L-A17, 20 Modellpunkte sind im synthetischen Modellfall dokumentiert; (f) Einschränkung: Keine reale Eignungs-, Sicherheits- oder Montagefreigabe; (g) offener Punkt: V-C mangels Unterlagen nicht bewertbar.
Qualitätsstufen: „Belegt“ setzt eine passende Originalstelle voraus. „Widersprüchlich“ erfordert die Darlegung beider Belege und ihrer Reichweite. „Unbelegt“ ist ein korrektes Ergebnis, wenn die passende Quelle fehlt. Ein Vertrauensprozentsatz, den eine KI einfach erfindet, ist kein Ersatz für diese Stufen.
Medienimpuls, deutsch: „Wie erkennt man FAKE NEWS? – Dem Fake auf der Spur – FakeFilter“ von MrTrashpack mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung (11.07.2017). Das Video behandelt allgemeine Informationsprüfung, nicht die aktuelle Techniknorm und nicht Lagerprüfung.
Ohne YouTube: Frage zur Übung: Wer ist Urheber einer Aussage, wo steht ihr Original, gibt es eine unabhängige Bestätigung, und stimmt der Kontext? Die Originalseite ist hier. Die Metadaten waren bei der Recherche auffindbar; aktuelle Wiedergabefähigkeit oder spätere Verfügbarkeit hängt von YouTube und regionalen Einstellungen ab.
Transfer: Fachwissen erklären, ohne Gewissheit vorzutäuschen
Eigenständige Quellenprüfung
Du erhältst einen neuen fiktiven Auftrag: Für das Papiermodell V-B soll geklärt werden, welcher Lehrlagercode in der Variantenliste steht und ob ein Nennmaß dokumentiert ist. Gehe so vor: Formuliere die Prüffrage; zerlege die erwartete Antwort in Einzelbehauptungen; ordne Quelle, Revisionsstand und Fundstelle zu; erkläre eine offene Angabe. Wichtig: D4 belegt für V-B den Code L-B18, aber kein Nennmaß. Ergänze nichts durch Analogie zu V-A.
Vertiefung: Was müsste eine spätere, neue D4-Version enthalten, um die Aussage zum Maß von V-B zu belegen? Lege Mindestanforderungen fest: Variantenkennung, eindeutiger Wert, Einheit, Quelle, Version, Gültigkeitsstand und verantwortliche fachliche Prüfung.
Zukunftsakzent: Herkunft und belastbares Nichtwissen
Hilfreiche KI-Systeme können zukünftig besser zeigen, woher einzelne Sätze stammen, auf welche Dokumentversion sie sich beziehen und welche Frage sie nicht beantworten können. Diese Fähigkeiten müssen dennoch anhand echter Quellen evaluiert werden. Eine verknüpfte Fundstelle ist nur dann nützlich, wenn sie zur Behauptung und Variante passt. Fachliche Verantwortung bleibt beim zuständigen Menschen und Prozess; aus dieser Kursübung entsteht weder Produktionsberechtigung noch Sicherheitsfreigabe.
Audioangebot (deutsch, optional): Gesprochener Wikipedia-Artikel „Künstliche Intelligenz“, Artikelfassung Oktober 2024, KI-Stimme, CC BY-SA 4.0; ungefähr eine Stunde, mit auf der Dateiseite dokumentierten Betonungsmängeln. Ohne Audio: Die Kernregel lautet „Belege nachvollziehen, Widersprüche erklären, Wissenslücken sichtbar lassen“. Audiofassung ist für vertiefende Grundbegriffe, nicht für technische Freigaben geeignet.
Interaktive Aufgaben
Multiple-Choice-Quiz
Wähle je eine Antwort. Die Auswertung erfolgt im interaktiven Aufgabenformat; die Lösung wird nicht vor der Bearbeitung als Erklärung ausgewiesen.
Wodurch wird eine konkrete technische KI-Aussage belastbar? (Durch eine passende nachprüfbare Originalfundstelle) (!Durch besonders flüssige Formulierungen) (!Durch eine große Zahl an Fachwörtern) (!Durch einen überzeugenden Ton)
Welche Angabe gehört zu einer überprüfbaren Fundstelle? (Dokumentkennung Revision und Abschnitt) (!Nur der Name der KI-Anwendung) (!Nur ein frei geschätztes Datum) (!Nur eine allgemeine Suchmaschinenadresse)
Welche Antwort ist für das Nennmaß von V-C zulässig? (Nicht belegt und daher offenlassen) (!Vermutlich 20 Modellpunkte) (!Sicher derselbe Wert wie bei V-A) (!Die KI-Antwort ist als Freigabe ausreichend)
Was erklärt den Widerspruch zwischen D1 und D2 für V-A? (D3 dokumentiert die Ersetzung der älteren Angabe) (!Beide Zahlen sind in derselben Fassung gültig) (!Das neueste Chatfenster entscheidet) (!Der höhere Wert ist automatisch richtig)
Was ist eine Primärquelle im Modellfall? (Die originale Zeichnung oder Änderungsmitteilung) (!Eine unbelegte Zusammenfassung) (!Eine ausgedachte Quellenangabe) (!Ein Kommentar ohne Dokumentstand)
Wofür steht Provenienz einer Information? (Für ihre nachvollziehbare Herkunft) (!Für die Länge der Antwort) (!Für die Anzahl der Chatnachrichten) (!Für den Schreibstil einer KI)
Welche Aussage zu RAG trifft zu? (Abgerufene Texte unterstützen Antworten aber garantieren keine Richtigkeit) (!RAG ersetzt jede menschliche Quellenprüfung) (!RAG belegt automatisch jede technische Freigabe) (!RAG arbeitet immer nur mit aktuellen Primärquellen)
Was ist im Transferfall V-B aus D4 dokumentiert? (Der Lehrlagercode L-B18 ohne Nennmaß) (!Lehrlagercode und Nennmaß 20) (!Eine reale Montagefreigabe) (!Ein vollständiger Prüfbericht für alle Varianten)
Welche Aussage über einen KI-Vertrauensprozentsatz ist korrekt? (Er ersetzt keinen verifizierten Nachweis) (!Er beweist die Freigabe ab 90 Prozent) (!Er macht eine Quelle überflüssig) (!Er schließt Versionskonflikte aus)
Warum ist belastbares Nichtwissen ein Qualitätsmerkmal? (Es verhindert unbelegte Festlegungen und macht offene Fragen sichtbar) (!Es zeigt dass Recherche unnötig ist) (!Es erlaubt das Auslassen jeder Belegprüfung) (!Es macht jede Aussage automatisch falsch)
Memory
Finde die passenden Fachbegriffe und Erläuterungen. Jeder Begriff kommt nur einmal vor.
| Fundstelle | Konkreter Abschnitt der Originalquelle |
| Revision | Kenntlich gemachter Dokumentenstand |
| Provenienz | Nachvollziehbare Herkunft einer Aussage |
| Halluzination | Überzeugende aber nicht gestützte Modellausgabe |
| Geltungsbereich | Variante und Zeitraum einer Aussage |
| Prüflücke | Für eine Antwort noch fehlender Beleg |
Drag-and-Drop
Ordne fünf Arbeitsschritte der passenden Begründung zu.
| Richtiger Fachschritt | Prüfzweck |
|---|---|
| Variante festhalten | Verwechslungen unterschiedlicher Bauausführungen verhindern |
| Version erfassen | Überholte Dokumentstände erkennen |
| Fundstelle notieren | Einzelbehauptung am Originaltext nachweisen |
| Änderung prüfen | Widersprechende Angaben zeitlich einordnen |
| Lücke kennzeichnen | Für unbelegte Werte keine Zahl erfinden |
Kreuzworträtsel
Gesucht sind sechs Fachwörter. Die Einwortlösungen werden vom Rätsel geprüft.
| Quelle | Woher stammt der geprüfte Originalbeleg? |
| Revision | Wie heißt der dokumentierte Versionsstand? |
| Fundstelle | Wie nennt man den konkreten Abschnitt als Nachweis? |
| Recherche | Wie heißt die systematische Suche nach Informationen? |
| Provenienz | Welcher Fachbegriff bezeichnet die Herkunft einer Aussage? |
| Konflikt | Wie nennt man einen begründungspflichtigen Gegensatz zweier Angaben? |
LearningApps
LearningApps-Suche zum Thema – freiwillige Übungen; eine konkrete App wird hier nicht als überprüft behauptet. Alternativ ordne die fünf Begriffe aus der Drag-and-Drop-Aufgabe auf Papier zu.
Lückentext
Trage Fachwörter aus dem Kurs ein. Pro Satz fehlt genau ein Begriff.
Offene Aufgaben
Bearbeite alle zwölf Aufgaben wahlweise offline; eine KI-Anwendung ist nicht erforderlich.
Leicht
- Fachbegriff: Erkläre in eigenen Worten den Unterschied zwischen Behauptung und Beleg und formuliere ein Beispiel aus D1.
- Quellenangabe: Übertrage D1 mit vollständiger Dokumentkennung, Revision und Abschnitt auf eine Quellenkarte.
- Version: Erstelle eine Zeitleiste der Dokumentstände von D2, D1 und D3 und markiere ihre jeweilige Rolle.
- Recherchefrage: Verwandle die ungenaue Frage „Welches Lager?“ in eine präzise Frage mit Variante und Stichtag.
Standard
- Quellenmatrix: Erstelle die vollständige Fünf-Spalten-Matrix für V-A selbst, verdecke vorher die Musterbewertungen und begründe jede Einstufung.
- Widerspruch: Schreibe einen sachlichen Prüfvermerk, der D1 und D2 nennt und die Änderungsmitteilung D3 korrekt einordnet.
- Informationskompetenz: Entlarve die nicht belegte Aussage aus D5 in einem zweiminütigen Lehrgespräch und formuliere eine offene Rückfrage.
- Prüfbericht: Verfasse einen kurzen Bericht für V-B mit dokumentiertem Code und ausdrücklich offenem Maß.
Schwer
- Quellenkritik: Entwickle eine Prüfrubrik mit den Kriterien Herkunft, Geltung, Originalstelle und Konfliktauflösung; bewerte D1 bis D5.
- Fehleranalyse: Beschreibe einen dreistufigen Fehlerweg, wie D5 ungeprüft zur angeblichen Freigabe wird, und nenne für jede Stufe eine Gegenmaßnahme.
- Transferleistung: Entwirf drei neue synthetische Dokumente für V-D, von denen zwei widersprüchlich sind; löse den Fall mit dokumentierter Änderung oder benenne die Lücke.
- KI-Ethik: Diskutiere in einer fiktiven Fachkonferenz, weshalb ein begründetes „nicht bekannt“ einer präzisen Erfindung überlegen ist, und dokumentiere Gegenargumente.


Lernkontrolle
- Nachweis: Weise für L-A17 der Variante V-A den genauen Beleg mit Dokumentkennung, Revision und Abschnitt nach.
- Konfliktanalyse: Erkläre in drei Sätzen, warum D2 nicht stillschweigend gelöscht wird, obwohl D3 die Angaben für V-A ersetzt.
- Informationslücke: Entscheide über das Nennmaß von V-C und belege, weshalb gerade keine Zahl angegeben werden darf.
- Quellenvergleich: Prüfe, ob D4 für V-B ein Maß enthält, und zeige die Grenze des vorhandenen Belegs.
- Fehlerfall: Analysiere, was falsch läuft, wenn ein Assistent D5 als Freigabe weitergibt, und nenne eine wirksame menschliche Kontrolle.
- Transfer: Beschreibe ein Verfahren, wie eine später eintreffende Revision dokumentiert und gegen die Quellenmatrix geprüft werden muss.
Lernnachweis
Abgabeprodukt: (1) selbst verfasste Quellenmatrix mit mindestens drei geprüften Behauptungen; (2) einseitiger Prüfbericht mit Auftrag, Variante, Datum, belegter Aussage, Konflikt, Restunsicherheit und klarer Nicht-Freigabe; (3) Fehleranalyse zu D5 und (4) kurze mündliche Erläuterung der eigenen Entscheidung. Als eigenständig gilt der Nachweis, wenn alle drei Kernkriterien erfüllt sind: Fundstelle nachweisen, Widerspruch einordnen, unbelegte Antwort offenlassen. Bewertungsraster: je 0–2 Punkte pro Kriterium (0 fehlt, 1 teilweise, 2 sauber und nachvollziehbar); zusätzlich 0–2 Punkte für verständliche Eigenbegründung und 0–2 Punkte für verantwortliche Abgrenzung vom Realbetrieb, insgesamt 10 Punkte. Selbst- und Partnerkontrolle sind offline möglich. Weder dieses Kurszertifikat noch die Simulation ersetzen betriebliche Fachprüfung.
OER und Wikipedia
Recherchestand: 21.10.2026. Veröffentlichungsstände, externe Links und technische Regelwerke können sich ändern. Die folgenden Quellen erläutern übertragbare Grundsätze und sind keine produkt- oder lagerbezogene Konstruktionsfreigabe.
- NIST AI 600-1, Artificial Intelligence Risk Management Framework: Generative Artificial Intelligence Profile (Juli 2024, englisch, freiwillig einsetzbares Risikomanagementprofil): Risiko falscher Inhalte, Bewertung und menschliche Kontrolle. Verweis auf die Publikationsfassung NIST AI 600-1; spätere Aktualisierungen gesondert prüfen.
- Europäische Kommission: AI Literacy – Questions & Answers (Onlinefassung abgerufen am 21.10.2026, englisch): Artikel 4 und Kontext von KI-Kompetenzen für Anbieter und Betreiber; Website kann aktualisiert werden. Keine individuelle Rechtsberatung oder Ausbildungszertifizierung.
- Fraunhofer IESE: Halluzinationen von generativer KI und LLMs (2024, deutsch): fehlende Quellentreue und faktische Fehler unterscheiden.
- Bundeszentrale für politische Bildung: FakeFilter (Projektvideos, deutsch): allgemeine Belegprüfung; die Folge „Dem Fake auf der Spur“ ist älter und keine Quelle zu gegenwärtigen KI-Modellleistungen.
- Wikipedia: Retrieval-Augmented Generation (lebender, veränderlicher Überblick; ursprüngliche Belege gegenlesen).
- Wikipedia: Halluzination bei KI (lebender, veränderlicher Überblick; zur Begriffsorientierung, nicht als alleiniger technischer Beleg).
Geprüfte Commons-Medien und Rechte:
| Medium und Dateiseite | Urheberschaft | Lizenz | Inhalt und Alternative |
|---|---|---|---|
| File:Künstliche Intelligenz - Ansätze.svg | Kilfra | CC BY-SA 4.0 | Überblick über KI-Ansätze; beschreibender Absatz im ersten Kapitel |
| File:AI-en-wikipedia-source.svg | Trebol6 | CC BY-SA 4.0 | Englische Konzeptkarte; schriftliche Erläuterung daneben |
| File:RAG diagram.svg | Turtlecrown | CC BY-SA 4.0 | Englischsprachiges RAG-Schema; textlicher Ablauf im Kapitel |
| File:Binary-search-work.gif | Mazen Embaby | CC BY-SA 4.0 | Animation der binären Suche, nur Suchanalogie; Textfassung daneben |
| File:All WikiChat components, and a sample conversation about an upcoming movie, edited for brevity.svg | Sina J. Semnani, Violet Z. Yao, Heidi C. Zhang, Monica S. Lam | Apache License 2.0 | Englischsprachiger Antwort- und Faktenprüfprozess; Textalternative vorhanden |
| File:Wikipedia - Künstliche Intelligenz (gesprochene Wikipedia mit KI-Stimme).mp3 | Wikipedia-Autorinnen und -Autoren; KI-Stimmenwerkzeug laut Dateiseite | CC BY-SA 4.0 | Deutschsprachige ältere Hörfassung; begriffliche Zusammenfassung im Text |
Die genannten Lizenzangaben beziehen sich auf die verlinkten Commons-Dateiseiten; bei Weiterverwendung sind Urhebernennung, Lizenzlink und gegebenenfalls Änderungsvermerk beizubehalten. Der Originaltext dieses Kurses übernimmt keine fremden Abbildungen als Neuschöpfungen. Auch mit allen Medien bleibt der Kurs vollständig textbasiert bearbeitbar.
Video-Nachweis: Wie erkennt man FAKE NEWS? – Dem Fake auf der Spur – FakeFilter, Kanal MrTrashpack, Veröffentlichung 11.07.2017, mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung. YouTube-Standardrechte sind keine pauschale CC-Nachnutzungserlaubnis; verlinkt beziehungsweise eingebettet wird die fremd gehostete Originalfassung. Aktuelle Verfügbarkeit kann sich ändern; nutzbare Textalternative steht im Kurs.
Optionaler Wikipedia-Einblick: Deutscher Artikel zu RAG:
Falls die eingebettete Seite im Browser nicht angezeigt wird, nutze den direkten Link oben und die vollständig vorhandenen Kurskapitel.
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