Zum Inhalt springen

Bestände und Lieferbereitschaft abwägen - Beschaffungslogistik und Distributionslogistik - Ausbildung

Aus MOOCsWiki Staging
aiMOOC-Siegel aiMOOC

Bestände und Lieferbereitschaft abwägen - Beschaffungslogistik und Distributionslogistik - Ausbildung

QR-Code

Vollständiger Ausbildungskurs für Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung, 3. Ausbildungsjahr. Alle Firmen, Personen, Produkte, Mengen, Preise und Vorgänge des Ausbildungsfalls sind frei erfunden. Keine realen betrieblichen Daten, Herstellerkooperationen oder Prüfungsaufgaben werden verwendet.

Einleitung

Deine Leitfrage: Wie können Lieferungen verlässlich erfolgen, ohne übermäßig viel Kapital in Beständen zu binden? Du lernst, Lagerbestände, Meldebestand, Reichweite und Lieferbereitschaft in einer modellierten Lieferkette zu berechnen, Kennzahlen sauber zu definieren und Entscheidungen zu begründen. Du dokumentierst Änderungen für Beschaffung, Lager, Disposition und Distribution.

Beruflicher Bezug: Im KMK-Rahmenlehrplan, Beschluss 30.04.2004 gehören Lernfeld 12: Beschaffungslogistik anbieten und organisieren (40 Unterrichtsstunden) und Lernfeld 13: Distributionslogistik anbieten und organisieren (80 Unterrichtsstunden) zum 3. Ausbildungsjahr. Der schulische Rahmenlehrplan ist von der bundesrechtlichen betrieblichen Ausbildungsordnung zu unterscheiden: Verordnung vom 26.07.2004, geändert am 25.05.2009; unter anderem Lagerlogistik und logistische Dienstleistungen. Die Zeitrichtwerte gelten jeweils für ganze Lernfelder, nicht für diesen Einzelkurs. Quellenstand der Recherche: 21.10.2026.

Sicherheit: Dieser Kurs ist ein Schreibtisch- und Simulationsfall. Reale Lagerfahrzeuge, Krane, elektrische Anlagen, Drucksysteme oder Gefahrstoffe werden nicht selbstständig bedient; praktische Tätigkeiten nur unter qualifizierter Aufsicht nach betrieblichen Vorgaben. Der Kurs ersetzt keinen Befähigungsnachweis, keine betriebliche Freigabe und keine fachliche oder rechtliche Vollprüfung.

Lieferkette und Zielkonflikt verstehen


Ein vollständig fiktives Industrienetz

Die fiktive Hainwerk Modulbau GmbH montiert Standardgehäuse. Der ebenfalls fiktive Logistikdienstleister Waldtor Logistik koordiniert Zulieferung, Lagerung, Kommissionierung und Verteilung an drei modellierte Abnehmerknoten Nord, Mitte und Süd. Pro Arbeitstag werden 40, 30 und 10 identische Dichtungssätze benötigt: zusammen 80 Stück pro Arbeitstag. Alle Sätze sind ungefährliche Modellartikel.

Beschaffungslogistik organisiert die Versorgung vom Lieferanten bis zum Verbrauchsort; Distributionslogistik organisiert die Bereitstellung, Kommissionierung und Verteilung an Abnehmer. Lagerhaltung puffert Unterschiede zwischen Eingang und Bedarf. Eine Lieferkette umfasst Material-, Informations- und gegebenenfalls Zahlungsflüsse. Verzögerte Daten über verfügbare Bestände können ebenso schädlich sein wie verzögerte Fahrzeuge.

Lieferkettenübersicht (allgemeine Darstellung, nicht die fiktive Firma); Stern, CC BY-SA 3.0, Quelle und Lizenz.


Zwei Ziele gleichzeitig

Hohe Bestände helfen häufig bei unerwartetem Bedarf und Lieferstörungen, verursachen aber Raum-, Versicherungs-, Wertminderungs- und Finanzierungskosten. Niedrige Bestände senken Kapitalbindung, erhöhen jedoch unter Unsicherheit die Gefahr einer Fehlmenge: Ein angefragter Artikel kann nicht rechtzeitig geliefert werden. Ein Zielwert für den Service ist vertraglich festzulegen; er wird nicht allein durch einen großen Lagerbestand garantiert.

Eine Bestandsposition ist ein bestimmter Artikel an einem bestimmten Ort. Istbestand meint physisch vorhandene Stücke. Frei verfügbarer Bestand ist die Menge nach Abzug bereits reservierter Stücke. Dispositiver Bestand kann darüber hinaus bestätigte Zugänge und offene Bedarfe berücksichtigen; hier müssen Buchungszeitpunkte und die konkrete Definition dokumentiert sein. Beispiel: 600 Stück im Regal und 100 Stück für bereits angenommene Aufträge reserviert ergeben vor weiteren Verpflichtungen 500 Stück frei verfügbar.

Bestandsdaten und Nachschub berechnen


Fallkarte mit Einheiten und Annahmen

Größe Vorgabe Hinweis
Gleichmäßiger Gesamtverbrauch 80 Stück/Arbeitstag Nord 40, Mitte 30, Süd 10
Arbeitstage im Modellmonat 20 Arbeitstage/Monat 1600 Stück/Monat
Wiederbeschaffungszeit 5 Arbeitstage von Bestellauslösung bis verfügbarer Eingang
Sicherheitsbestand 200 Stück frei gesetzter Risikopuffer
Bestelllos 800 Stück/Bestellung fiktive Vorgabe, nicht errechnetes Optimum
Einstandspreis 10 Euro/Stück ohne Umsatzsteuer in diesem Modell
Kalkulatorischer Bestandkostensatz 18 Prozent pro Jahr vereinfachter pauschaler Modellwert


Meldebestand und Bestellablauf

Formel: Meldebestand = Tagesverbrauch × Wiederbeschaffungszeit + Sicherheitsbestand. Die Einheitengleichung lautet Stück/Arbeitstag × Arbeitstage + Stück = Stück.

Rechnung: 80 Stück/Arbeitstag × 5 Arbeitstage + 200 Stück = 600 Stück. Wird der relevante Bestellpunktbestand von 600 Stück erreicht, löst die Disposition im vereinfachten Modell eine Bestellung über 800 Stück aus. Die Formel setzt regelmäßigen Bedarf, verlässliche Bestandsdaten, einen rechtzeitig buchbaren Zugang und noch keine weiteren offenen Bestellungen voraus. In realen Systemen sind Reservierungen, Zugänge und Bestellstatus einzubeziehen.

Kontrollrechnung: Ausgangsbestand 1000 Stück; nach fünf Arbeitstagen ohne Zugang 1000 − 5 × 80 = 600 Stück. Jetzt wird bestellt. Weitere fünf Arbeitstage später verbleiben 600 − 5 × 80 = 200 Stück. Mit pünktlichem Zugang von 800 Stück steigt der Istbestand anschließend auf 1000 Stück. Der maximale Istbestand des dargestellten stabilen Zyklus beträgt damit 1000 Stück, sein minimaler Istbestand 200 Stück. Eingang und Entnahme sind als getrennte Buchungen zu dokumentieren.


Lagerreichweite richtig lesen

Bei 600 Stück vorhandenem Bestand ohne Zugänge und einem konstanten Bedarf von 80 Stück je Arbeitstag lautet die rechnerische Bestandsreichweite 600 / 80 = 7,5 Arbeitstage. Davon sind nur 400 / 80 = fünf Arbeitstage die normale Nachschubzeit; 200 / 80 = 2,5 Arbeitstage bilden den rechnerischen Puffer. Ein Mittelwert ist kein Versprechen: Spitzenverbräuche, Reservierungen und schwankende Lieferzeiten verändern die reale Reichweite.

Beispielfoto eines Palettenlagers (kein Betrieb aus dem Fall); Shixart1985 / Metadaten: Nenad Stojković, CC BY 2.0, Dateiseite.

Vertiefungsvideo (deutsch): Lagerkennzahlen, Durchschnittsbestand und Umschlag; Kanal LagerLernen, YouTube, 11.05.2021. Externes Video, keine Creative-Commons-Lizenz behauptet.


Lieferbereitschaft mit Kennzahlen messen


Die Messgröße muss eindeutig sein

Der positionsbezogene Lieferbereitschaftsgrad ist hier definiert als sofort vollständig erfüllbare angefragte Auftragspositionen geteilt durch alle angefragten Auftragspositionen im selben Zeitraum, mal 100 Prozent. In einer Modellwoche sind 48 Positionen angefragt, 45 davon zum vereinbarten Messzeitpunkt vollständig aus verfügbarem Bestand lieferbar. Ergebnis: 45 / 48 × 100 = 93,75 Prozent.

Die mengenbezogene Sofortlieferquote verwendet dagegen Stücke: 960 der insgesamt 1000 angefragten Stück konnten sofort bereitgestellt werden. Ergebnis: 960 / 1000 × 100 = 96 Prozent. Beide Zahlen sind korrekt, aber nicht austauschbar. Weder sagt die Sofortverfügbarkeit allein etwas über spätere Zustellpünktlichkeit aus, noch über Qualität und Schadensfreiheit. Definiere daher Stichtag, Einheit, Nenner, Teillieferung und Ausschlüsse, bevor du Standorte vergleichst.


Kennzahl statt Bauchgefühl

Messgröße Rechnung Ergebnis Aussagegrenze
Positionsbezogene Sofortlieferquote 45 / 48 × 100 93,75 % vollständige Positionen, nicht Stück
Mengenbezogene Sofortlieferquote 960 / 1000 × 100 96 % Stück, nicht Pünktlichkeit der Ankunft
Fehlende Sofortmenge 1000 − 960 40 Stück nicht automatisch verlorener Umsatz
Nicht vollständig erfüllbare Positionen 48 − 45 3 Positionen Teilmengen bleiben gesondert zu dokumentieren

Eine sinnvolle Qualitätsauswertung verbindet Servicegrad, Fehlmengen, Retouren, Bestandsgenauigkeit und Zustelltermine. Ein längerer Berichtszeitraum verhindert, dass ein einzelner Ausnahmetag als generelle Leistung fehlinterpretiert wird.

Allgemeine schematische Lieferkette (englische Beschriftung); Miguel Garcia Gonzalez, CC BY-SA 4.0, Quelle.

Kosten und Lieferstörungen gegeneinander abwägen


Durchschnittsbestand und Kapitalbindung

Unter den ausdrücklich vereinfachten Bedingungen eines gleichmäßig entnommenen Bestellloses von 800 Stück und eines konstanten Sicherheitsbestands von 200 Stück ist der durchschnittliche Istbestand ungefähr 800/2 + 200 = 600 Stück. Sein mittlerer gebundener Einstandswert beträgt 600 Stück × 10 Euro/Stück = 6000 Euro.

Mit dem pauschalen Bestandkostensatz von 18 Prozent je Jahr sind die modellierten jährlichen Bestandskosten 6000 Euro × 0,18/Jahr = 1080 Euro/Jahr, entsprechend 90 Euro pro Monat bei gleichmäßiger Periodisierung. Diese Rechenhilfe ersetzt keine Vollkostenrechnung: Wareneingang, Transport, Bestellabwicklung und variable Lagerprozesse können zusätzlich anfallen. Der Satz wird als Gesamtmodellwert verwendet, nicht zusätzlich nochmals als Lagerzins addiert.

Wird der Sicherheitsbestand bei sonst gleichen Annahmen von 200 auf 300 Stück erhöht, steigt der durchschnittliche Bestand auf 700 Stück und der mittlere Bestandwert auf 7000 Euro. Die pauschalen Kosten betragen 1260 Euro/Jahr, also 180 Euro/Jahr mehr. Ein Mehrbestand lohnt sich nur, wenn der Nutzen des verbesserten Risikopuffers gegenüber seinen Kosten im konkreten Fall angemessen ist.


Zwei nachvollziehbare Störszenarien

Szenario A: Ein Nachschub trifft erst nach sieben statt fünf Arbeitstagen ein, der Bedarf bleibt bei 80 Stück/Arbeitstag. Ab dem Bestellzeitpunkt werden 7 × 80 = 560 Stück verbraucht. Von 600 Stück verbleiben 40 Stück. Von der anfänglichen Reserve 200 Stück sind 160 Stück beansprucht, eine Fehlmenge entsteht noch nicht. Eine zusätzliche Verzögerung um einen weiteren Tag würde 40 Stück Fehlmenge auslösen, sofern kein Ausweichzugang erfolgt.

Szenario B: Bei acht Tagen Lieferzeit und weiterhin 80 Stück täglichem Verbrauch würden 640 Stück benötigt, aber beim Auslösen der Bestellung stehen nur 600 Stück zur Verfügung. Rechnerische Fehlmenge: 40 Stück. Eine höhere Reserve um 100 Stück mit angepasstem Bestellpunkt 700 Stück könnte unter genau diesen Annahmen diesen Engpass verhindern; bei größerer Nachfragespitze keineswegs sicher.

Entscheidungslogik: Überwache bestätigte Liefertermine, führe Reservierungs- und Fehlmengenlisten, kommuniziere Risiken früh mit den drei Empfängern und prüfe Alternativen wie priorisierte Verteilung, zusätzliche zugelassene Bezugsquelle oder geänderte Bestellhäufigkeit. Keine Option wird ohne Kosten-, Qualitäts-, Umwelt- und Vertragssicht pauschal zum Optimum erklärt.

Zweites deutschsprachiges Video: Berechnung von Lagerbestand und Lagerzinsen, Christian Hakenes, YouTube, 01.02.2022; reguläres externes Video ohne nachgewiesene freie Nachnutzung.


Medienbeobachtung ohne eigenständige Gerätetätigkeit

Datei:Amazon warehouse BHX4 loading docks 1.webm Höraufgabe: Geräusch eines Flurförderzeugs anhören – Work With Sounds / Aufnahme Aki Laulajainen, CC BY 4.0. Beschreibe danach rein theoretisch, welche Abstimmungen zwischen Lager, Versand und Transportdisposition trotz technisch verfügbarer Ware nötig sind. Keine praktische Bedienung eines Fahrzeugs.


Entscheidung dokumentieren und transferieren


Beschaffung und Distribution abstimmen

Der Disponent meldet die Bestandsprognose an Einkauf und Auftragsbearbeitung. Die drei fiktiven Empfängerknoten erwarten 40, 30 und 10 Stück je Arbeitstag. Fällt die nachschubbedingte Restmenge unter 80 Stück, können nicht alle Bedarfe eines Tages gedeckt werden. Für den Risikotag wird deshalb vorab geklärt, welche offenen Aufträge verbindliche Liefertermine und welche vertraglichen Prioritäten besitzen. Eine mengenproportionale Kürzung mag rechnerisch einfach sein, kann aber kritische Vertragszusagen verletzen.

Dokumentationsschema: Artikel-ID (synthetisch), Zeitpunkt, Istbestand in Stück, reservierte Stück, bestätigte Zugänge mit Datum, offener Bedarf in Stück, Meldebestand, geschätzte Reichweite in Arbeitstagen, Maßnahme, Abstimmung, verantwortliche Rolle. Notiere die verwendete Servicegraddefinition. Vermeide personenbezogene Echtdaten.


Begründete Modellentscheidung

Im störungsfreien Standardfall genügt der rechnerische Sicherheitsbestand von 200 Stück für den gewählten Bestellpunkt 600 Stück. Unter beobachteter zusätzlicher Lieferzeit von drei Arbeitstagen entstünde bei konstantem Bedarf eine Fehlmenge von 40 Stück. Eine Erhöhung um 100 Stück kostet nach Modell 180 Euro jährlich zusätzlich und verändert bei gleicher normaler Lieferzeit den Meldebestand auf 700 Stück. Ob diese Alternative wirtschaftlich sinnvoll ist, lässt sich ohne Eintrittshäufigkeiten, Prioritäten, Ausweichmöglichkeiten und Fehlmengenkosten nicht seriös abschließend entscheiden. Lege daher eine überprüfbare Erprobung fest: Bedarfs- und Lieferzeitabweichung wöchentlich messen, Lieferbereitschaft monatlich positions- und mengenbezogen ausweisen, nach vier Modellwochen den Sicherheitsbestand anhand der beobachteten Daten neu begründen.

Merksatz: Bestand ist Mittel zum Zweck; guter Lieferservice entsteht aus passenden Puffern, verlässlichen Informationen, abgestimmten Prozessen und messbarer Qualität.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste dein Wissen

Was kennzeichnet den Sicherheitsbestand im Modell? (Reserve für unerwartete Mehrbedarfe oder Verzögerungen) (!Immer die nächste Bestellmenge) (!Die Zahl bereits fakturierter Sendungen) (!Nur die vorbestellte Warenmenge)



Begründung: Er ist ein Puffer für Abweichungen; er ist weder Bestellmenge noch Auftragskennzahl.

Wie hoch ist der Meldebestand bei 80 Stück Tagesverbrauch, fünf Arbeitstagen Lieferzeit und 200 Stück Sicherheitsbestand? (600 Stück) (!400 Stück) (!280 Stück) (!1000 Stück)



Begründung: 80 Stück je Tag mal fünf Tage ergibt 400 Stück; zuzüglich 200 Stück Reserve ergeben sich 600 Stück.

Wann wird im Bestellpunktverfahren die Bestellung im vereinfachten Modell ausgelöst? (Bei Erreichen des festgelegten Meldebestands) (!Erst wenn das Lager vollständig leer ist) (!Immer am ersten Kalendertag des Monats) (!Erst bei einer Reklamation)



Begründung: Der Meldebestand soll den erwarteten Verbrauch bis zum Eintreffen der neuen Lieferung plus Reserve abdecken.

Wie hoch ist der Bestand unmittelbar vor dem Wareneingang, wenn bei 600 Stück bestellt wird und fünf Tage lang je 80 Stück entnommen werden? (200 Stück) (!600 Stück) (!800 Stück) (!0 Stück)



Begründung: Von 600 Stück werden während der Lieferzeit 400 Stück verbraucht; 200 Stück bleiben als Reserve.

Welche Aussage zur Reichweite von 600 Stück bei konstant 80 Stück Verbrauch je Arbeitstag ist richtig? (Sie beträgt rechnerisch 7,5 Arbeitstage) (!Sie beträgt genau fünf Monate) (!Sie ist mit der Lieferbereitschaft in Prozent identisch) (!Sie beträgt immer 80 Arbeitstage)



Begründung: 600 Stück geteilt durch 80 Stück je Arbeitstag ergibt 7,5 Arbeitstage, ohne künftige Zugänge.

Wie hoch ist der positionsbezogene Lieferbereitschaftsgrad bei 45 vollständig sofort erfüllten von 48 angefragten Auftragspositionen? (93,75 Prozent) (!96 Prozent) (!45 Prozent) (!106,67 Prozent)



Begründung: 45 geteilt durch 48 mal 100 ergibt 93,75 Prozent; die mengenbezogene Quote ist ein anderer Indikator.

Wie hoch ist im selben Zeitraum die mengenbezogene Sofortlieferquote bei 960 von 1000 angefragten Stück? (96 Prozent) (!93,75 Prozent) (!4 Prozent) (!1000 Prozent)



Begründung: 960 geteilt durch 1000 mal 100 ergibt 96 Prozent; Nenner und Bezugsgröße sind hier Stück statt Positionen.

Wie hoch sind die modellierten jährlichen Bestandskosten bei durchschnittlich 600 Stück, zehn Euro je Stück und 18 Prozent pro Jahr? (1080 Euro pro Jahr) (!600 Euro pro Jahr) (!180 Euro pro Jahr) (!10800 Euro pro Jahr)



Begründung: 600 mal zehn Euro ergibt 6000 Euro durchschnittlichen Bestandswert; davon 18 Prozent ergeben 1080 Euro je Jahr.

Was folgt bei einer Lieferverzögerung von zwei zusätzlichen Arbeitstagen und unverändert 80 Stück Tagesbedarf? (Der Sicherheitsbestand sinkt rechnerisch von 200 auf 40 Stück) (!Der Sicherheitsbestand erhöht sich automatisch auf 360 Stück) (!Es fehlen sofort 200 Stück) (!Die Bestellmenge sinkt automatisch auf null)



Begründung: Die zusätzliche Nachfrage beträgt 160 Stück; von der Reserve 200 Stück verbleiben 40 Stück.

Welcher Vorschlag berücksichtigt Service und Kosten sinnvoll? (Bestandsreserve anhand von Störungen und Zielservice regelmäßig überprüfen) (!Sicherheitsbestand grundsätzlich auf null setzen) (!Bestellmenge ohne Bedarfsdaten verdoppeln) (!Nur die Lagerfläche messen und Kundenaufträge ignorieren)



Begründung: Servicegrad und Kapitalbindung müssen gemeinsam anhand verlässlicher Daten sowie konkreter Risiken bewertet werden.


Memory

Ordne jeder Fachbezeichnung genau ihre fachliche Erklärung zu. Die Definitionen beziehen sich auf den vereinfachten Modellfall.

Sicherheitsbestand Puffer für Bedarfs- und Lieferzeitabweichungen
Wiederbeschaffungszeit Zeitspanne von der Bestellung bis zur verfügbaren Anlieferung
Meldebestand Bestandsschwelle zur Auslösung einer Nachbestellung
Auftragsposition Einzelne Artikelzeile eines Kundenauftrags
Kapitalbindung Geldwert der im Vorrat gebundenen Ressourcen
Fehlmenge Zum maßgeblichen Termin nicht deckbarer Bedarf





Drag-and-Drop

Ordne den fünf Vorgängen jeweils ihre richtige Funktion in der Prozesskette zu.

Passenden Begriff zuordnen. Beschreibung
Bedarfsermittlung Nachfrage der Empfänger in Artikel und Menge erfassen
Bestellauslösung Nachschub bei Erreichen der Dispositionsschwelle veranlassen
Wareneingang Eintreffende Güter und Buchungen abgleichen
Kommissionierung Artikel nach freigegebenem Kundenauftrag zusammenstellen
Versandbereitstellung Fertige Sendungen dem vorgesehenen Transport zuordnen





Kreuzworträtsel

Finde jeweils einen Fachbegriff ohne Leerzeichen. Umlaute sind erlaubt.

Meldebestand Bei welchem Bestandswert wird die Nachbestellung ausgelöst?
Lagerreichweite Welche Kennzahl gibt die rechnerische Dauer der Vorratsdeckung an?
Lieferbereitschaft Wie heißt die Fähigkeit, Bedarf zum vereinbarten Zeitpunkt zu decken?
Sicherheitsbestand Wie heißt die zusätzliche Menge als Puffer gegen Störungen?
Kapitalbindung Wie nennt man die finanzielle Festlegung durch Vorräte?
Kommissionierung Wie heißt das auftragsbezogene Zusammenstellen von Artikeln?





LearningApps

Suche ergänzende Zuordnungsübungen zu Beständen und Lieferbereitschaft; Treffer der externen Plattform müssen auf fachliche Richtigkeit und Nutzungsbedingungen geprüft werden.


Eigenständiger Lückentext

Fülle die zehn Sätze passend zum Ausbildungsfall aus. Jede Lücke verlangt einen kurzen Fachbegriff oder einen Modellwert.

Ergänze die folgenden Aussagen.
Die Kundennachfrage beträgt insgesamt

Stück je Arbeitstag.
Die normale Wiederbeschaffungszeit beträgt

Arbeitstage.
Als Risikopuffer dient der

.
Die im Grundfall definierte Bestellschwelle liegt bei

Stück.
Eine Bestellmenge umfasst

Stück.
Der Restbestand beim pünktlichen Wareneingang beträgt

Stück.
Der durchschnittliche Modellbestand entspricht

Stück.
Die positionsbezogene Sofortlieferquote beträgt

Prozent.
Die mengenbezogene Sofortlieferquote beträgt

Prozent.
Der Kostenvorteil der kleineren Reserve beträgt pro Jahr

Euro.



Offene Aufgaben

Arbeite ausschließlich mit den fiktiven Daten und dokumentiere jede Annahme; kein Zugriff auf echte Aufträge oder Kundendaten.

Leicht

  1. Lieferkette: Zeichne in einer Skizze Lieferant, Zentrallager und die drei fiktiven Empfänger; beschrifte Material- und Informationsflüsse.
  2. Sicherheitsbestand: Erkläre in sechs eigenen Sätzen den Unterschied zwischen Istbestand, frei verfügbarem Bestand und Reserve.
  3. Meldebestand: Berechne 80 Stück/Tag × fünf Arbeitstage + 200 Stück und prüfe die resultierende Einheit.
  4. Lagerreichweite: Erstelle eine Tabelle für 600, 400 und 200 Stück bei 80 Stück Verbrauch pro Arbeitstag; berechne die Reichweite.


Standard

  1. Bestellpunktverfahren: Simuliere den Bestand von 1000 Stück bis zum nächsten Zugang, nenne Buchungstag, Bestellpunkt und Minimalbestand.
  2. Lieferbereitschaftsgrad: Erstelle eine einseitige Auswertung der 48 Positionen und 1000 Stück; erläutere den Unterschied von 93,75 und 96 Prozent.
  3. Lagerkosten: Vergleiche die jährlichen Modellkosten bei 200 und 300 Stück Sicherheitsbestand, inklusive Einheiten und Kostenabgrenzung.
  4. Distributionslogistik: Entwickle eine vereinfachte Versandabstimmung für Nord, Mitte und Süd mit dokumentierten Bestandsmeldungen.


Schwer

  1. Beschaffungsrisiko: Untersuche in einer Szenariotabelle fünf, sieben und acht Arbeitstage Lieferzeit bei gleichem Verbrauch und benenne jede rechnerische Fehlmenge.
  2. Lieferfähigkeit: Verfasse eine Entscheidungsvorlage zum Zielkonflikt Service gegen Kapitalbindung mit fehlenden Daten und Messplan.
  3. ABC-Analyse: Ordne drei zusätzliche frei erfundene Ersatzteilartikel nach ihrem Jahresverbrauchswert, begründe Prioritäten ohne starre Grenzwerte als Gesetz darzustellen.
  4. Logistikkonzept: Entwirf als Gruppenprojekt eine vollständige Simulation aus Bestell-, Reservierungs-, Bestands- und Versandübersicht und präsentiere die Verbesserungsvorschläge als fiktives Arbeitsmeeting.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Meldebestand: Rechne mit 95 statt 80 Stück pro Arbeitstag bei fünf Tagen Wiederbeschaffung und 200 Stück Reserve; erkläre jede Annahme und das neue Ergebnis (675 Stück).
  2. Fehlmengenkosten: Beurteile, warum aus einer Fehlmenge von 40 Stück allein keine belastbare Euro-Schadenssumme berechnet werden kann.
  3. Lieferbereitschaft: Entwirf zwei Fälle mit gleicher Stückquote, aber unterschiedlicher Positionsquote; erläutere die Folgen für eine Managementauswertung.
  4. Bestandspolitik: Begründe, unter welchen beobachtbaren Voraussetzungen 180 Euro jährliche Mehrkosten für 100 Stück zusätzlichen Puffer vertretbar wären.
  5. Distributionsplanung: Formuliere eine datensparsame Abstimmungsnachricht an die drei fiktiven Empfängerknoten bei Lieferverzug von drei Tagen, ohne falsche Terminzusagen.
  6. Kennzahlenvergleich: Erkläre, warum Messzeitpunkt, Retouren und Reservierungen bei einem Vergleich der Lagerstandorte dokumentiert werden müssen.




Lernnachweis

Als Lernnachweis legst du eine fiktive Dispositionsakte vor: Bestandsverlauf mit Rechenschritten und Stück-Einheiten; Definition des Positions- und Mengenservicegrads samt 93,75-%- und 96-%-Rechnung; Kostenrechnung 1080 beziehungsweise 1260 Euro pro Jahr; Vergleich der Szenarien mit 40 Stück rechnerischer Fehlmenge bei acht Tagen; begründete Entscheidung und Protokoll der Schnittstellenabstimmung. Bewertet werden Rechenrichtigkeit, Annahmentransparenz, Abwägung der Gegenargumente, Quellenangaben und nachvollziehbare Kommunikation.

Selbstcheck: Kannst du für jede Zahl den Ausgangswert, die Einheit, die Formel und ihre Aussagegrenze angeben? Hast du betriebliche Ausbildungsordnung und schulische Lernfelder getrennt? Wären deine Vorschläge ohne Zugang zu vertraulichen Daten verständlich?




OER und Wikipedia

Amtliche Grundlagen (Stand der Quellensichtung: 21.10.2026):

  1. KMK: Rahmenlehrplan vom 30.04.2004, insbesondere Lernfelder 12 und 13 – schulische Ausbildungsziele, keine vollständige betriebliche Ausbildungsordnung.
  2. BIBB: Beruf Steckbrief und Rechtsgrundlagen – Verordnung vom 26.07.2004 und Änderung vom 25.05.2009.

Fachliche Vertiefung:

  1. DHL Freight: Lagerkennzahlen – Reichweite und Bestellpunkt.
  2. Timly: Meldebestand – Grundformel, Stand der Seite bei Recherche 2026.
  3. Wikipedia: Lagerkennziffer – Formeln und Begriffsabgrenzung; Inhalte unabhängig prüfen.

Verifiziertes deutschsprachiges Wikipedia-Thema (externe Einbettung):

Mediennachweise und Lizenzen: Verifizierte Commons-Dateiseiten nennen Urheber und jeweilige Lizenz; die Abbildungen erläutern allgemeine Vorgänge, keine Darstellung der fiktiven Unternehmen. Bei CC BY und CC BY-SA gelten Namensnennung, Lizenzlink und bei Bearbeitungen gegebenenfalls die Share-Alike-Regeln. Externe YouTube-Videos sind hier nur eingebettet und nicht als offen lizenziert gekennzeichnet.

Verwendetes Medium Nachweis Urheber Lizenz und Bedingungen
File:A company's supply chain (de).png Commons-Dateiseite Stern CC BY-SA 3.0
File:Warehouse filled with stacked pallets showcasing efficient space usage during daytime operations.jpg Commons-Dateiseite Shixart1985 / laut Dateimetadaten Nenad Stojković CC BY 2.0
File:Supply Chain Flowchart.svg Commons-Dateiseite Miguel Garcia Gonzalez CC BY-SA 4.0
File:Amazon warehouse BHX4 loading docks 1.webm Commons-Dateiseite domdomegg CC BY 4.0
File:WWS Forklifttruck.ogg Commons-Dateiseite Work With Sounds / Aki Laulajainen CC BY 4.0
https://www.youtube.com/watch?v=V68clLR4yRo YouTube-Original LagerLernen YouTube-Nutzungsbedingungen; keine freie Nachnutzung belegt
https://www.youtube.com/watch?v=8MBTjK_a9vI YouTube-Original Christian Hakenes YouTube-Nutzungsbedingungen; keine freie Nachnutzung belegt


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC Projekte



Schulfach+




aiMOOCs



aiMOOC Projekte









MOOCwiki · Deutsch

Nach dem Lernen ist vor dem Lernen

Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.

Zur MOOCwiki-Hauptseite

Mediathek

Inhalte werden geladen ...

Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...