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Lagerkapazität und Auslastung berechnen - Lagerleistungen und Beschaffung in der Spedition - Ausbildung

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Lagerkapazität und Auslastung berechnen - Lagerleistungen und Beschaffung in der Spedition - Ausbildung

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Einleitung

Für wen? Für Auszubildende zum Kaufmann oder zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung im 2. Ausbildungsjahr. Du planst in einem vollständig erfundenen Speditionsbetrieb eine kundenorientierte Lagerleistung und überprüfst die Aussagen mit Einheiten, Rechenwegen und Plausibilitätskontrollen. Du benötigst nur einen Taschenrechner, Papier oder eine Tabellenkalkulation.

Dein Lernziel: Du kannst Lagerflächen, Palettenstellplatzkapazitäten, verfügbare Plätze, Belegungsgrad und Kapazitätsreserve berechnen; unterschiedliche Bezugsgrößen auseinanderhalten; Schwankungen simulieren und ein rechnerisch begründetes Angebot entwickeln. Alle betrieblichen Namen, Bestände, Kosten, Verträge und Auslastungsvorgaben in diesem Kurs sind fiktiv.

Lehrplanbezug (Stand der Quellenprüfung: 21.10.2026): Der KMK-Rahmenlehrplan vom 30.04.2004 ordnet „Lagerleistungen anbieten und organisieren“ dem Lernfeld 9 im 2. Ausbildungsjahr mit einem Zeitrichtwert von 40 Stunden zu; auch Lernfeld 8 behandelt betriebliche Beschaffung. Die betriebliche Ausbildungsordnung ist davon getrennt: SpedKfmAusbV vom 26.07.2004, geändert 25.05.2009; im Ausbildungsrahmenplan ist insbesondere Berufsbildposition 5.2 „Lagerlogistik“ für das 2. Ausbildungsjahr relevant. Schulische Lernfelder sind keine eigene betriebliche Befähigung zum Bedienen von Fördertechnik. Primärquellen und ihre Stände stehen im Quellenverzeichnis.

Datei:Modern warehouse with pallet rack storage system.jpg

Regallager zur Orientierung: Fachboden-/Palettenanordnung und Verkehrswege bestimmen, welche Plätze wirklich nutzbar sind. Foto: Axisadman, CC BY-SA 3.0; genauer Nachweis unten.


Lagerkapazität: Was zählt als Platz?


Kapazität, Bestand und Einheit

Eine Lagerkapazität ist die technisch und organisatorisch mögliche Aufnahmemenge eines festgelegten Lagers für einen bestimmten Zeitraum oder Zeitpunkt. Hier messen wir die Kapazität in Palettenstellplätzen (Stpl.). Ein Stellplatz ist eine definierte Position für genau eine zulässige Ladeeinheit in unserem Modell – nicht automatisch eine Palette auf dem Boden. Belegung ist die Zahl der tatsächlich besetzten verfügbaren Positionen. Freie Kapazität ist der Unterschied aus verfügbarer Kapazität und Belegung.

Unterscheide Bruttostellplätze (alle theoretisch vorgesehenen Positionen) von nutzbaren Stellplätzen (nach Abzug dauerhaft oder zeitweise gesperrter Positionen). Die Sperrung kann aus Prüfung, Wartung, Beschädigung oder dem fiktiven Lagerkonzept folgen. Rechne immer mit der für deine Entscheidung passenden Menge; durch Sperrung kann sich die Prozentquote ändern, ohne dass eine Palette bewegt wird.

Formeln: Bruttokapazität = Anzahl Regaleinheiten × Ebenen je Regaleinheit × Stellplätze je Ebene. Nutzbare Kapazität = Bruttokapazität − gesperrte Plätze. Freie Plätze = nutzbare Kapazität − belegte Plätze.

Einheitenprüfung: Regaleinheiten × Ebenen/Regaleinheit × Plätze/Ebene ergibt Plätze. Prozentwerte sind dimensionslos, Palettenstellplätze nicht.


Geometrische Fläche ist nicht dasselbe wie Regalkapazität

Im Modell ist die Hallen-Grundfläche 30 m × 20 m = 600 m². Davon sind 180 m² als Verkehrs- und Sicherheitsbereiche sowie 60 m² als Annahme- und Versandfläche vorgesehen. Die für die Lagerfunktion ausgewiesene Restfläche beträgt 600 m² − 180 m² − 60 m² = 360 m². Der hier explizit definierte Flächenanteil für Lagerzonen beträgt 360 m² / 600 m² × 100 = 60 %. Die übrigen 40 % sind nicht automatisch „Verschwendung“, sondern erfüllen betriebliche Funktionen.

Ein Palettengrundmaß von beispielhaft 1,20 m × 0,80 m entspricht geometrisch 0,96 m²; 360 m² / 0,96 m² = 375 ist keine erlaubte oder praktisch belastbare Stellplatzzahl: Säulen, Regale, Bedienflächen, Abstände und mehrere Ebenen verändern das Ergebnis. Für Regallager ist die freigegebene Stellplatzliste maßgebend. Tragfähigkeiten und tatsächliche Freigaben musst du betrieblich prüfen lassen.

Beispiel hoher Regalreihen. Foto: Jandrinov, gemeinfrei; Herkunft siehe Medientabelle.


Kapazitäts- und Auslastungskennzahlen sicher berechnen


Belegungsgrad in Prozent

Belegungsgrad = belegte nutzbare Stellplätze / gesamte nutzbare Stellplätze × 100 %. Zähler und Nenner müssen dieselbe Zeit und dieselbe Platzdefinition besitzen. Ein Ergebnis von 100 % heißt: Jeder gezählte nutzbare Platz ist belegt; es heißt nicht, dass jeder Quadratmeter oder Kubikmeter belegt ist.

Plausibilitätsregel: Bei konsistenten Bestandsdaten und ohne Überbelegung liegt der Belegungsgrad zwischen 0 % und 100 %. Über 100 % ist ein Warnsignal für fehlerhafte Daten oder eine Überschreitung der definierten Kapazität, niemals eine Genehmigung, zusätzliche Güter unsicher abzustellen.

Freier Anteil = 100 % − Belegungsgrad. Beispiel: 75 % Belegung bedeuten rechnerisch 25 % freie nutzbare Plätze. Für eine konkrete Kundenanfrage musst du anschließend ganze Plätze statt gerundeter Prozentwerte vergleichen.


Flächen-, Raum- und Platzquoten nicht vermischen

Der Flächenanteil der Lagerzonen verwendet m²/m². Ein volumenbezogener Nutzungsgrad verwendet m³/m³, jeweils mit klar definierten Abgrenzungen. Für eine 30 m × 20 m × 8 m hohe Halle beträgt das geometrische Bruttovolumen 4.800 m³. Wenn der freigegebene Lagerbereich modellhaft 360 m² Grundfläche und 5 m nutzbare Höhe hat, ergibt sich 1.800 m³ Lagerbereichsvolumen. Nehmen darin Waren modellhaft 900 m³ ein, so sind das 900/1.800 × 100 = 50 % Volumenbelegung. Das ist ein anderer Wert als die Stellplatzbelegung.

Die Kennzahl Lagerumschlag beschreibt dagegen die Häufigkeit der Bestandsbewegung über eine Periode und ist nicht gleich der momentanen Lagerauslastung. Ein voll belegtes Lager kann eine geringe Umschlagshäufigkeit haben.

Die Ansicht mehrerer Ladeeinheiten zeigt: Palettenanzahl, Stellplatzanzahl und benötigte Fläche sind unterschiedliche Größen. Foto: Heb, CC BY-SA 3.0.


Durchgerechneter Ausbildungsfall: Nordlicht Spedition


Ausgangslage und Datenkontrolle

Fiktive Firma: Nordlicht Spedition GmbH. Im vollständig fiktiven Lager „Nordtor“ führt die Auszubildende eine Auslastungsanalyse am Monatsanfang durch. Der Lagerbetreuer gibt ausschließlich für diese Übung eine vereinfachte digitale Stellplatzübersicht frei. Es handelt sich weder um eine echte Regalfreigabe noch um eine Handlungserlaubnis für das Arbeiten im Lager.

Die Liste enthält 18 Regaleinheiten, jeweils 4 Ebenen und 12 Positionen je Ebene. 48 Positionen sind laut Modell gesperrt. 612 nutzbare Positionen sind bereits belegt; alle Ladeeinheiten benötigen jeweils einen eigenen passenden Stellplatz. Es gibt keine Doppelbelegung oder Mischbelegung. Die betrachteten 48 gesperrten Positionen gelten im gesamten Rechenzeitraum als nicht verfügbar.

Größe Vorgabe Bedeutung
Regaleinheiten 18 getrennt gezählte Einheiten
Ebenen pro Einheit 4 Modellwert, keine Bauanweisung
Positionen pro Ebene 12 Modellwert
Gesperrte Positionen 48 Stpl. nicht disponierbar
Belegte Positionen 612 Stpl. Stichtagsbestand
Kundenanfrage 150 weitere Stpl. gleichzeitig benötigt
Interne Zielobergrenze 90 % fiktive Planungsreserve, keine Rechtsnorm


Lösung Schritt für Schritt

Schritt 1 – Brutto: 18 × 4 × 12 = 864 Stpl.

Schritt 2 – Nutzbar: 864 − 48 = 816 Stpl.

Schritt 3 – Jetzt frei: 816 − 612 = 204 Stpl.

Schritt 4 – Belegt: 612 / 816 × 100 = 75,00 %. Frei sind 25,00 % der nutzbaren Stellplätze.

Schritt 5 – Kunde vollständig intern: 612 + 150 = 762 Stpl.; 762 / 816 × 100 ≈ 93,38 %. Physisch wäre die Anfrage im abstrakten Stellplatzmodell noch unter 100 %, sie verfehlt aber die intern vereinbarte 90-%-Planungsobergrenze. Auch darf aus der rein rechnerischen Betrachtung keine tatsächliche Lagerfreigabe abgeleitet werden.

Schritt 6 – 90-%-Ziel in ganzen Positionen: 0,90 × 816 = 734,4 Stpl. Da es keine 0,4 Stellplätze gibt, ist die zulässige ganze Maximalbelegung für das Rechenmodell 734 Stpl. (abrunden). Intern zusätzlich disponierbar sind 734 − 612 = 122 Stpl.. Extern oder zeitlich versetzt zu planen sind 150 − 122 = 28 Stpl.

Kontrolle: 612 + 122 = 734 Stpl.; 734 / 816 × 100 ≈ 89,95 %. 122 + 28 = 150 Stpl. Die Einheiten und Summen stimmen.

Beispiel eines Lagerverwaltungssystems; nur anonymisierte, fiktive Daten dürfen für diese Aufgabe genutzt werden. Foto: Alexander Wachter, CC BY-SA 4.0.


Von der Auslastung zur Kundenentscheidung


Terminbedarf und Prognosen

Eine Momentaufnahme allein reicht nicht für ein Lagerangebot. Prüfe die zeitliche Gleichzeitigkeit: Wenn bestehende 80 Plätze vor dem Einlagerungstermin nachweislich frei werden, wäre die Belegung ohne weitere Abgänge bei Annahme von 150 zusätzlichen Plätzen 612 − 80 + 150 = 682 Stpl. und damit 682/816 × 100 ≈ 83,58 %. Die Abgänge dürfen nur abgezogen werden, wenn ihre tatsächliche Wirksamkeit zum relevanten Zeitpunkt dokumentiert und plausibel ist.

Eine zusätzliche Stressprobe: Wird nach der vollständigen Einlagerung von 150 Plätzen eine weitere Anfrage über 100 Plätze angenommen, entstünden 612 + 150 + 100 = 862 Stpl.; das übersteigt die nutzbare Kapazität um 46 Stpl. Bei noch unveränderten Beständen ist daher umzudisponieren, nicht ein Gang als Lagerfläche zu behandeln.

Fachgespräch: Kundenbedarf, Lagervertrag, zugesagte Laufzeit, Zuordnung nach Güterklasse, Ein- und Auslagertermine und Servicezeiten beeinflussen die planerisch erforderliche Reserve. Transport-, Wareneingangs- und Bestandsdaten müssen zeitlich zusammenpassen. Jede tatsächliche Einlagerung setzt betriebliche Sicherheits- und Freigabeprozesse voraus.


Fiktive Kostenrechnung und Angebot

Nimm reine Modellwerte an: Die monatlichen Gesamtkosten des betrachteten Lagers betragen 24.480 €. Rechnerisch ergeben sich 24.480 €/816 nutzbare Stpl. = 30 €/verfügbarem Stpl. und Monat. Bezogen auf 612 aktuell belegte Plätze sind es 24.480 €/612 = 40 €/belegtem Stpl. und Monat. Das sind unterschiedliche Verteilungskennzahlen und keine automatisch verursachungsgerechten variablen Kosten.

Für die Zusatzanfrage wird ein fiktiver Monatspreis von 45 € je Kunden-Stellplatz kalkuliert. Die Aufgabe nutzt 122 interne und 28 fremdvergebene Plätze. Rein angenommene zusätzliche variable Monatskosten betragen intern 9 € pro neu belegtem Platz und extern 37 € pro externem Platz. Erlös: 150 × 45 € = 6.750 €; variable Zusatzkosten intern: 122 × 9 € = 1.098 €; extern: 28 × 37 € = 1.036 €; zusammen 2.134 €. Zusätzlicher vereinfachter Deckungsbeitrag = 6.750 − 2.134 = 4.616 €. Bestehende Fixkosten, weitere Gemeinkosten, Risiken, Gebühren und Vertragsbedingungen werden dabei nicht neu bewertet: 4.616 € ist nicht automatisch der Unternehmensgewinn.

Vergleiche Alternative A (28 Plätze extern), Alternative B (Kundentermin nach verifizierter Auslagerung) und Alternative C (Auftrag bei fehlender zuverlässiger Kapazität nicht vollständig zusagen). Die wirtschaftlich höchste kurzfristige Auslastung kann operativ die schlechtere Lösung sein.

Automatisches Regalsystem als Anschauungsmaterial; kein Anlass für unbegleitete Bedienhandlungen. Foto: QmcBeQ3G7DZCmY84uPgT, CC BY 4.0.


Datenqualität, Sicherheit und Kommunikation


Checkliste für eine belastbare Auslastungsangabe

  1. Stichtag: Sind Bestände und Reservierungen für dieselbe Zeit erfasst?
  2. Lagerplatz: Sind Brutto-, gesperrte und nutzbare Plätze sauber getrennt?
  3. Artikel: Stimmen Ladeeinheiten, Abmessungen, Gewicht und Lagerfähigkeit?
  4. Kapazitätsplanung: Sind fest zugesagte Zu- und Abgänge zeitlich berücksichtigt?
  5. Qualitätsmanagement: Sind Sperrungen dokumentiert und nur durch zuständige Personen aufhebbar?
  6. Kundenkommunikation: Ist die angebotene Teilkapazität verständlich erläutert?

Sicherheitsgrenze: Der Fall ist eine Schreibtisch- und Simulationsaufgabe. In der Praxis sind Regalfreigaben, zulässige Belastungen, Verkehrswege und betriebliche Vorgaben maßgebend. Krananlagen, Stapler, elektrische Systeme, Drucksysteme und Gefahrstoffe dürfen nicht aufgrund eines solchen Kurses eigenständig bedient oder geprüft werden. Praktische Arbeiten nur unter qualifizierter Aufsicht und nach betrieblichen Vorgaben; ein Kurs ersetzt keinen Befähigungsnachweis, keine Sicherheitsunterweisung und keine fachliche oder rechtliche Freigabe.

Historisches Medienbeispiel mit Ton und bewegtem Bild: Niederländischer Film von 1976 über Förder- und Automationssysteme. Du vergleichst historische Fördertechnik mit modernen Planungsaufgaben, aber leitest keine aktuelle Bedienanweisung daraus ab. Urheber: Nederlands Instituut voor Beeld en Geluid, CC BY-SA 3.0 NL.

Deutschsprachiges Vertiefungsvideo (Lagerkennzahlen): Das folgende YouTube-Video vom Logistik-Kanal erläutert verwandte Kennzahlen. Es geht in Teilen um Umschlag und Kapitalbindung; setze sie nicht mit der hier berechneten Stellplatzauslastung gleich. Für die eingebettete Plattformaufnahme wird keine offene Nachnutzungslizenz behauptet.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Prüfe dein Wissen

Welche Einheit passt zur nutzbaren Palettenregalkapazität im Modell? (Palettenstellplätze) (!Quadratmeter je Sekunde) (!Euro je Kilogramm) (!Kilometer pro Stunde)



Rückmeldung: Die Regalpositionen werden als ganze Palettenstellplätze gezählt; Flächen- und Kosteneinheiten beschreiben andere Sachverhalte.

Wie viele theoretische Positionen liefern 18 Regaleinheiten mit je 4 Ebenen und 12 Positionen je Ebene? (864 Positionen) (!816 Positionen) (!612 Positionen) (!204 Positionen)



Rückmeldung: 18 mal 4 mal 12 ergibt die Bruttokapazität von 864 Positionen; Sperrungen werden erst anschließend abgezogen.

Wie groß ist die nutzbare Kapazität bei 864 Brutto- und 48 gesperrten Plätzen? (816 Stellplätze) (!912 Stellplätze) (!864 Stellplätze) (!768 Stellplätze)



Rückmeldung: Die 48 gesperrten Positionen sind nicht disponierbar; 864 minus 48 ergibt 816 Stellplätze.

Wie viele nutzbare Positionen sind bei 816 Kapazität und 612 belegten Plätzen frei? (204 Plätze) (!228 Plätze) (!150 Plätze) (!48 Plätze)



Rückmeldung: Der aktuelle freie Bestand ist die Differenz aus 816 nutzbaren und 612 belegten Stellplätzen.

Welcher Belegungsgrad ergibt sich aus 612 belegten von 816 nutzbaren Plätzen? (75 Prozent) (!60 Prozent) (!90 Prozent) (!93 Prozent)



Rückmeldung: 612 geteilt durch 816 entspricht 0,75; multipliziert mit 100 sind es 75 Prozent.

Wie viele Plätze wären nach Annahme von 150 zusätzlichen Paletten im Modell belegt? (762 Plätze) (!666 Plätze) (!816 Plätze) (!734 Plätze)



Rückmeldung: Die neue Belegung ist 612 plus 150 gleich 762; die technische Kapazität wird dabei noch nicht überschritten.

Was ist bei einer internen Obergrenze von 90 Prozent und 816 nutzbaren Plätzen maximal ganzzahlig planbar? (734 Plätze) (!735 Plätze) (!816 Plätze) (!648 Plätze)



Rückmeldung: 90 Prozent von 816 ergeben 734,4; als ganze maximale Zahl ohne Überschreitung müssen 734 Plätze verwendet werden.

Wie viele zusätzliche Plätze kann Nordlicht bei 612 belegten und maximal 734 erlaubten Plätzen intern vergeben? (122 Plätze) (!150 Plätze) (!204 Plätze) (!28 Plätze)



Rückmeldung: Die Zielgrenze lässt 734 minus 612 gleich 122 interne Zusatzplätze zu, nicht alle 204 technisch freien Plätze.

Wie groß ist der externe Anteil einer Anfrage von 150 Plätzen, wenn 122 intern eingeplant werden? (28 Plätze) (!46 Plätze) (!80 Plätze) (!150 Plätze)



Rückmeldung: 150 angefragte Plätze abzüglich 122 interne Plätze ergeben 28 benötigte Plätze für eine andere Lösung.

Was lässt sich aus einem Deckungsbeitrag von 4616 Euro in der Modellrechnung korrekt folgern? (Zusatzdeckungsbeitrag vor weiteren Fixkosten und Risiken) (!Garantierter Monatsgewinn des Unternehmens) (!Vollständige rechtliche Freigabe des Lagervertrags) (!Nachweis sicherer Regalfestigkeit)



Rückmeldung: Erlöse abzüglich der ausdrücklich angesetzten variablen Zusatzkosten ergeben 4616 Euro; das ersetzt weder Vollkostenrechnung noch Sicherheitsprüfung.


Memory: Fachbegriff und Erklärung

Finde zu jedem Begriff die passende Definition. Jede Antwort gehört genau zu einem Begriff.

Bruttokapazität Alle rechnerisch vorgesehenen Positionen vor Abzügen
Nutzbare Kapazität Nach Abzug gesperrter Positionen disponierbare Plätze
Belegung Im betrachteten Zeitpunkt tatsächlich besetzte nutzbare Positionen
Belegungsgrad Quotient aus belegten und nutzbaren Positionen in Prozent
Planungsreserve Bewusst nicht verplante freie Kapazität für Schwankungen
Deckungsbeitrag Erlös abzüglich der angesetzten variablen Kosten





Drag-and-Drop: Arbeitsabläufe zuordnen

Ordne die fünf begrifflichen Aufgaben der passenden Beschreibung zu.

Passenden Arbeitsschritt zuordnen Beschreibung
Bruttopositionen zählen Regalmodule, Ebenen und Plätze multiplizieren
Sperrplätze abziehen Nicht freigegebene Positionen aus der Planungsbasis entfernen
Auslastung ermitteln Belegte Plätze ins Verhältnis zur nutzbaren Kapazität setzen
Reserve prüfen Den rechnerisch freien Bestand mit der Planungsobergrenze vergleichen
Zusatzbedarf verteilen Kundenplätze intern und gegebenenfalls extern zuordnen





Kreuzworträtsel: Lagerbegriffe

Trage die jeweils eindeutige Fachantwort als ein Wort ein.

Stellplatz Definierte Position für eine einzelne zulässige Ladeeinheit
Lagerfläche In Quadratmetern angegebene Fläche für Lagerzwecke
Belegung Anzahl aktuell besetzter nutzbarer Positionen
Sperrplatz Für die Disposition zeitweise nicht nutzbare Position
Reserve Bewusst verfügbar gehaltener Spielraum für Schwankungen
Lagerkosten Monetärer Aufwand für den Betrieb eines Lagers





LearningApps: Ergänzende Übungen

Suche auf LearningApps nach einschlägigen interaktiven Übungen. Die Suchergebnisse stammen von unterschiedlichen Erstellenden und sind vor Verwendung fachlich zu prüfen; eine bestimmte fremde Übung wird nicht als geprüft ausgegeben.


Eigenständiger Lückentext

Setze in jede Aussage den passenden Begriff beziehungsweise Zahlenwert ein. Alle Zahlen beziehen sich auf den fiktiven Modellfall.

Ergänze den Text.
In unserem Fall beträgt die rechnerische Bruttokapazität

Stellplätze.
Die Anzahl der gesperrten Plätze lautet

.
Somit beträgt die nutzbare Kapazität

Stellplätze.
Von diesen Positionen sind aktuell

belegt.
Der momentane Belegungsgrad liegt bei

Prozent.
Vor dem Zusatzauftrag sind noch

nutzbare Plätze frei.
Der Wunsch des Neukunden beträgt

zusätzliche Plätze.
Die gewünschte obere interne Planungsquote lautet

Prozent.
Es dürfen nach dieser Zielgrenze maximal

ganze Plätze belegt sein.
Deshalb kann Nordlicht intern noch

Plätze verplanen.
Für die Restmenge von

Plätzen braucht das Unternehmen eine andere Lösung.
Ein Deckungsbeitrag ist nicht automatisch mit dem

gleichzusetzen.




Offene Aufgaben

Bearbeite die Aufgaben anhand fiktiver Unterlagen oder öffentlich zugänglicher Informationen. Stelle bei Rechnungen immer Formel, Einsetzen, Einheit, Ergebnis und Begründung dar. Die Ergebnisse können in einer Tabelle, einem Kurzbericht, einem selbst gezeichneten Schaubild oder einer gesprochenen Präsentation gezeigt werden.


Leicht

  1. Lagerkapazität: Lege ein Fachglossar zu sechs Begriffen an und unterscheide belegte von nutzbaren Plätzen anhand der vorliegenden Modelldaten.
  2. Lagerfläche: Zeichne auf kariertem Papier einen schematischen Grundriss für 600 m², markiere die vereinbarten 360 m² Lagerzonen und erkläre, warum Verkehrsflächen nötig sind.
  3. Prozentrechnung: Rechne den Ausgangsbelegungsgrad aus 612 und 816 ohne Hilfetext nach und überprüfe mit der Gegenrechnung die 204 freien Plätze.
  4. Bestandsführung: Erstelle eine anonyme, vollständig erfundene Tabelle mit den Spalten Stichtag, Kapazität, Sperrung, Belegung und Quelle der Modelldaten.


Standard

  1. Tabellenkalkulation: Baue eine Tabelle mit veränderbaren Eingaben für Regalanzahl, Ebenen, Plätze, Sperrung und Belegung; verwende Formeln statt fest eingetragener Resultate.
  2. Kundenangebot: Formuliere ein kurzes fiktives Angebot für 122 interne und 28 externe Stellplätze und beschreibe die noch zu klärenden Vertragsannahmen.
  3. Szenarioanalyse: Vergleiche die Ausgangssituation, den Zugang von 150 Plätzen und einen dokumentierten Abgang von 80 vor dem Zugang mit Berechnungen.
  4. Fehleranalyse: Erfinde zwei typische Fehlbuchungen im Lagerverwaltungssystem und zeige jeweils, wie sie den berechneten Belegungsgrad verzerren.


Schwer

  1. Kapazitätsplanung: Entwickle eine vierwöchige Simulation mit mindestens drei Zu- und Abgängen, berechne die Spitzenbelegung und begründe die erforderliche Reserve.
  2. Kostenrechnung: Erstelle eine nachvollziehbare Variantenrechnung mit 122 internen und 28 externen Plätzen; zeige den Deckungsbeitrag und benenne nicht berücksichtigte Kosten.
  3. Qualitätsmanagement: Formuliere eine Audit-Checkliste zur Datenqualität und zu betrieblichen Freigabewegen, ohne selbst Regale oder Technik zu prüfen.
  4. Logistik: Konzipiere eine dreiminütige Erklärung als eigenes Manuskript oder Storyboard, das Prozent- und Stellplatzquoten unterscheidet; nur mit fiktiven Zahlen und ohne realen Lagerzugang.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Kapazitätsberechnung: Ein vollständig fiktives Lager besitzt 15 Regaleinheiten mit jeweils 3 Ebenen und 10 Positionen; 30 Plätze sind gesperrt. Berechne 450 brutto, 420 nutzbar und erkläre jede Bezugsgröße.
  2. Auslastung: Von den 420 nutzbaren Positionen sind 315 belegt. Bestimme die Belegung mit Rechenweg (75 %) und die freie Kapazität (105 Plätze).
  3. Planungsgrenze: Für denselben Modellfall gilt eine interne 85-%-Zielobergrenze. Berechne die größte ganze Belegung (357 Plätze) und den Spielraum bis zur Grenze (42 Plätze); begründe das Abrunden.
  4. Kundenentscheidung: Ein fiktiver Kunde möchte 55 Plätze gleichzeitig reservieren. Beurteile, warum mindestens 13 Plätze jenseits der Planungsgrenze liegen und welche Rückfragen eine seriöse Zusage erfordert.
  5. Szenarien: Die belegte Menge steigt um 20 und sinkt anschließend um 40 Plätze. Berechne die Endbelegung (295 Plätze), den Endbelegungsgrad (ungefähr 70,24 %) und den jeweils betrachteten Zeitpunkt.
  6. Wirtschaftlichkeit: Erkläre anhand des Nordlicht-Beispiels, weshalb Kosten pro verfügbarer Position und Kosten pro belegter Position auseinanderfallen; begründe, warum ein Deckungsbeitrag kein endgültiger Gewinn ist.

Selbstkontrolle: Du hast die Aufgabe verstanden, wenn du für jedes Ergebnis eine eindeutige Bezugsgröße nennst, ganze Stellplätze korrekt behandelst und nicht aus einer Berechnung eine Sicherheitsfreigabe ableitest. In der Variante mit 15 × 3 × 10 ergeben sich 450 Brutto-, 420 nutzbare und 105 freie Plätze; 315/420 = 75 %. Die 85-%-Planungsgrenze sind 357 Plätze; davon sind 42 zusätzlich disponierbar, sodass bei 55 angefragten Plätzen 13 anderweitig zu planen sind.




Lernnachweis

Wissen: Du erklärst Brutto- und Nutzkapazität, Stellplatzbelegung, Flächennutzung, Planungsreserve und Deckungsbeitrag. Fertigkeiten: Du berechnest korrekt in Stpl., m², m³, Prozent und Euro pro Monat; du untersuchst Varianten unter gleichen Bezugsgrößen. Produkte: ein nachvollziehbares Rechenblatt, eine fiktive Kundenantwort, ein Szenariendiagramm und ein dokumentierter Plausibilitätscheck. Transfer: Du erkennst, wann Bestands-, Sperr- und Termindaten zu prüfen sind, und verwechselst eine wirtschaftliche Simulation nicht mit der tatsächlichen betrieblichen Freigabe.

Bewertungskriterien: richtige Einheit und Zahlenbasis, dokumentierter Rechenweg, sauber bezeichnete Annahmen, begründete Entscheidung, nachvollziehbare Fehlerkontrolle und Beachtung der Sicherheitsgrenzen. Alle Nachweise dürfen vollständig anonym und erfunden erstellt werden.




OER und Wikipedia

Fachliche und amtliche Ausgangsquellen – am 21.10.2026 eingesehen:

  1. KMK, Downloadbereich Rahmenlehrpläne, Lehrplan Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung, Beschluss 30.04.2004, vor allem Lernfeld 9 (2. Ausbildungsjahr, Zeitrichtwert 40 Stunden); BIBB-Erläuterungen mit abgedrucktem KMK-Rahmenlehrplan, Seite 90 des Dokuments. Der vom Auftrag genannte ältere Direktdownload kann sich technisch verändern, deshalb wird die offizielle Übersichtsseite zusätzlich genannt.
  2. Bundesrecht, SpedKfmAusbV, 26.07.2004, Änderung vom 25.05.2009; insbesondere § 4 Nr. 5.2 und Ausbildungsrahmenplan des 2. Jahres. Das ist die betriebliche Ausbildungsregelung, nicht das schulische Lernfeld.
  3. BIBB: Berufssteckbrief, Ausbildungsdauer 36 Monate und Rechtsgrundlagen.
  4. Fachlexikon zur Lagerauslastung, Unterscheidung von Platz-, Flächen- und Raumbelegung, zur vertiefenden Kennzahlenarbeit; konkrete Definition des jeweiligen Nenners steht immer in der eigenen Rechenaufgabe.
  5. Wikipedia: Lagerhaltung, allgemeiner Überblick zu Lagerfunktionen und Kennziffern; offen bearbeitbare Sekundärquelle, kein Ersatz für die amtlichen Regelungen.

Einordnung: Die Rechenfälle sind neu formulierte didaktische Beispiele. Es wurden keine amtlichen Aufgabenstellungen, keine geschützten Normvolltexte und keine Herstellerunterlagen übernommen. Fachliche oder rechtliche Vollfreigabe wird nicht behauptet.

Passender freier Wikipedia-Artikel:

Bild-, Film- und Videonachweise (Originaldatei, geprüfte Dateiseite, Autor, Lizenz):

Verwendete Datei oder Medium Originalquelle Urheber Lizenz- oder Rechtehinweis
File:Modern warehouse with pallet rack storage system.jpg Wikimedia Commons Axisadman CC BY-SA 3.0; unverändert eingebunden
File:Pallet racks.jpg Wikimedia Commons Jandrinov Gemeinfrei laut Dateiseite; unverändert eingebunden
File:UNICEF pallets 01.jpg Wikimedia Commons Heb CC BY-SA 3.0; unverändert eingebunden
File:Warehouse Management System.jpg Wikimedia Commons Alexander Wachter CC BY-SA 4.0; unverändert eingebunden
File:Automated Storage and Retrieval System.jpg Wikimedia Commons QmcBeQ3G7DZCmY84uPgT CC BY 4.0; unverändert eingebunden
File:Vaktentoonstelling voor transportbedrijf Weeknummer 76-13 - Open Beelden - 15561.ogv Wikimedia Commons, Film mit Ton, 1976, niederländisch Nederlands Instituut voor Beeld en Geluid CC BY-SA 3.0 NL; unverändert verlinkt
https://www.youtube.com/watch?v=3vAz73euZA0 Nachweis und Beschreibung: Logistic.tv, 10.04.2026 Logistik-Kanal Plattformvideo nur verlinkt/eingebettet; keine Creative-Commons-Lizenz behauptet

Medienhinweis: Abbildungen und Film werden zur Beobachtung, nicht als verbindliche Bedien- oder Sicherheitsanleitung eingesetzt. Das zusätzliche Lernvideo kann Plattformwerbung oder externe Links enthalten; für dessen Bildrechte gilt keine vom Kurs zugesagte Nachnutzungslizenz. Lizenzhinweise beziehen sich auf die jeweiligen Originaldateien.



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