Sammelgutnetze und Hubsysteme erklären - Sammelgut und Systemverkehr - Ausbildung
Einleitung
Wie kommen mehrere kleine Sendungen verschiedener Versender wirtschaftlich und nachvollziehbar an verschiedene Empfänger? Du lernst, wie Sammelgut in einem Transportnetz über Depots und einen zentralen Umschlagpunkt organisiert wird. Der Kurs richtet sich an Auszubildende im ersten Ausbildungsjahr des Berufs Kaufmann/Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung.
Deine Lernziele: Du erläuterst Vorlauf, Hauptlauf und Nachlauf, vergleichst Direktverkehr und Hub-and-Spoke, liest einfache Sendungsdaten, berechnest Kapazität und Zeitpuffer und begründest Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Alle Namen, Sendungsnummern, Entfernungen, Termine, Preise und Prozesse im folgenden Ausbildungsfall sind ausdrücklich fiktive Übungsdaten; sie beschreiben weder ein echtes Netz noch verbindliche Laufzeiten.
Einordnung: Der KMK-Rahmenlehrplan vom 30.04.2004 ordnet das Thema im ersten Ausbildungsjahr dem Lernfeld 5: Speditionsaufträge im Sammelgut- und Systemverkehr bearbeiten zu (Zeitrichtwert des ganzen Lernfelds: 80 Unterrichtsstunden). Dort werden ausdrücklich Vorlauf, Hauptlauf, Nachlauf, Hub und Spoke, Schnittstellenkontrollen, Datenfernübertragung sowie Tracking und Tracing genannt. Der schulische Rahmenlehrplan ist vom Ausbildungsrahmenplan der betrieblichen Ausbildungsordnung zu unterscheiden. Die Ausbildungsordnung vom 26.07.2004, geändert am 25.05.2009, regelt betriebliche Fertigkeiten und Kenntnisse; zu ihnen gehört das Mitwirken am Aufbau von Netzwerken für Zusammenfassung, Beförderung und Auslieferung von Ladungen. Eine Unterrichtseinheit dieses Kurses ist keine eigenständige amtliche Prüfungsvorschrift.

Abbildung: Oben viele direkte Verbindungen, unten gebündelte Beziehungen über einen Hub. Quelle: Wikimedia Commons, Cmglee, CC BY-SA 4.0 (vollständiger Nachweis unter „OER und Wikipedia“).
Sammelgutverkehr und Netzwerkpartner
Was macht eine Sendung zu Sammelgut?
Eine Sendung ist eine für einen konkreten Auftrag zusammengestellte Gütermenge. Im Sammelgutverkehr werden einzelne Stückgutsendungen verschiedener Auftraggeber gebündelt. Das Depot sammelt die Ware, ordnet sie passenden Zielregionen zu und lädt sie für den überregionalen Transport gemeinsam. Am Zieldepot werden die Einzelsendungen wieder getrennt. Dadurch kann die Anzahl wirtschaftlich nutzbarer Verbindungen wachsen, ohne dass jedes Unternehmen für jede Einzelsendung einen eigenen Fern-Lkw benötigt. Nicht jedes Paketnetz und nicht jede komplette Lkw-Ladung ist automatisch ein Sammelgutnetz.
Fachbegriffe: Das Versanddepot übernimmt Sendungen aus dem Quellgebiet. Das Empfangsdepot verteilt sie im Zielgebiet. Ein Hub ist ein übergeordneter Knoten zum Bündeln und Umsortieren. Ein Spoke ist die Verbindung zwischen einem Depot und einem Hub. Eine Relation ist eine regelmäßig befahrene Verbindung zwischen Netzpunkten; der Umschlag ist die Übernahme, Sortierung oder Umladung zwischen Transportabschnitten. Ein Netzwerk kann mehrere Hubs sowie direkte Depotverbindungen enthalten.
Die drei Transportabschnitte
Vorlauf: Abholung beim Versender und Transport zum Versanddepot. Hauptlauf: gebündelter Fernverkehr, etwa vom Versanddepot zum Hub und von dort zum Empfangsdepot. Nachlauf: Auslieferung vom Empfangsdepot zum Empfänger. Schnittstellen liegen beispielsweise bei Übernahmen vom Abholfahrzeug ins Depot, beim Hub-Umschlag und bei der Zustellung. Ein Scan dokumentiert einen beobachteten Status, nicht automatisch die mängelfreie Ankunft oder die Vertragsleistung.
Beispiel: Drei Unternehmen im Einzugsgebiet Ulm versenden palettierte Maschinenteile an zwei Empfänger in Mannheim und einen in Nürnberg. Das Versanddepot organisiert die Abholung, der Hauptlauf transportiert gemeinsam und die Zieldepots stellen getrennt zu. Es handelt sich um harmlose, als ungefährlich definierte Modellgüter.
Foto: Beispiel eines realen Hub-Gebäudes; es ist nicht der fiktive Standort des Lernfalls. Quelle: Wikimedia Commons, JohnSped, CC BY-SA 4.0.
Netzstrukturen und Hub-and-Spoke vergleichen
Direktnetz, Sternnetz und Mischformen
Im Direktnetz fahren Depots häufig ohne zentralen Hub zueinander. Bei vier Depots ergeben sich rechnerisch sechs mögliche ungerichtete Depotpaar-Verbindungen: 4 × 3 ÷ 2 = 6. In einem einfachen Sternnetz mit vier Depot-Speichen und einem Hub sind zunächst vier Depot-Hub-Verbindungen zu organisieren. Diese Zählung ist keine vollständige Kostenrechnung, denn Abfahrtsfrequenzen, Wagenladungen, Fahrtrichtungen, Hubpersonal, Leerfahrten und Umwege unterscheiden sich.
Vorteile des Hubs: niedrigere Bündelungsschwelle, planbare Linien, bessere Auslastungsmöglichkeiten und breite Flächenabdeckung. Nachteile: zusätzlicher Umschlag, Zeitbedarf, eventuelle Umwege sowie Abhängigkeit von Hubkapazität. Direktfahrten können bei hoher Sendungsmenge oder besonders kurzen Fristen vorteilhaft sein. In der Praxis kombinieren viele Netze mehrere Knoten und Direktrelationen.
Grafik: Schematischer Hub-and-Spoke-Ansatz anhand einer USA-Karte; nicht die Karte unseres Beispiels. Quelle: Wikimedia Commons, Griswole auf Basis von Lokal_Profil, CC BY-SA 2.5.
Videoimpuls und fachliche Einordnung
Video (Deutsch): „Das Hub-and-Spoke-System“, Julius-Leber-Schule Frankfurt am Main, veröffentlicht am 12.12.2018; ein Lernvideo von Auszubildenden. Achte auf den Unterschied zwischen dem didaktischen Modell und realen Betriebsentscheidungen. Das Urheberrecht am Video bleibt beim jeweiligen Rechteinhaber; eine freie Nachnutzungslizenz ist hier nicht belegt.
Video (Deutsch): „Das Hub-and-Spoke-System einfach erklärt“, Lagertastisch – der Logistik Kanal, veröffentlicht am 12.10.2025. Prüfe die Aussagen kritisch anhand des KMK-Rahmenlehrplans und der Netzwerklogik. Der Video-Uploader ist genannt, eine freie Nachnutzungslizenz ist nicht belegt; die Einbettung ist von der Plattformfreigabe abhängig.
Fiktiver Ausbildungsfall: vier Depots und ein Hub
Netzwerk, Sendungen und Wege
Die fiktive „Lernnetz Spedition GmbH“ betreibt vier Depots U (Region Ulm), M (Region Mannheim), N (Region Nürnberg) und K (Region Kassel) sowie den einzigen Hub H (modellhaft Region Würzburg). Die folgenden Entfernungen sind ausdrücklich vorgegebene Modellstrecken, keine geografisch nachgemessenen Kilometer: U–H = 140 km, H–M = 155 km, H–N = 110 km, H–K = 170 km. Die durchschnittlichen Modellfahrzeiten lauten U–H = 2 h 10 min, H–M = 2 h 20 min, H–N = 1 h 50 min und H–K = 2 h 30 min. Jeder Transport fährt über H; alternative Direktrelationen sind im Fall nicht eingerichtet.
Modellsendungen aus U, jeweils eine Palettenstellfläche:
| Sendungs-ID | Zieldepot | Bruttomasse | Volumen | Palettenstellflächen |
|---|---|---|---|---|
| S101 | M | 240 kg | 1,2 m³ | 1 |
| S102 | M | 180 kg | 0,8 m³ | 1 |
| S103 | N | 320 kg | 1,5 m³ | 1 |
| S104 | K | 260 kg | 1,0 m³ | 1 |
| Summe | drei Zieldepots | 1.000 kg | 4,5 m³ | 4 |
Die fünf Spalten sind modellhaft und enthalten keine realen Kunden- oder Personendaten. Rechenweg: 240 + 180 + 320 + 260 = 1.000 kg; 1,2 + 0,8 + 1,5 + 1,0 = 4,5 m³. Zwei Sendungen müssen am Hub für Depot M zusammengehalten werden; die übrigen gehen getrennt nach N und K.
Zeitfenster und kritischer Puffer
Fiktiver Sollplan für einen Netzwerktag: Abfahrt U um 22:00 Uhr; Ankunft H um 00:10 Uhr am Folgetag; Entladung und Wareneingangsscans bis 00:35 Uhr; Sortierung bis 01:00 Uhr; Verladung und Ausgangsscans bis 01:20 Uhr; Abfahrt der drei Hub-Linien um 01:30 Uhr. Daraus ergibt sich vor Abfahrt ein Puffer von 10 min nach dem letzten geplanten Scan. Bei Einhaltung der Modellfahrzeiten kommen die H-Linien in N um 03:20 Uhr, in M um 03:50 Uhr und in K um 04:00 Uhr an. Die Nachlauftouren beginnen beispielhaft um 07:00 Uhr.
Störung: U erreicht H erst um 00:30 Uhr, also 20 min später. Wenn alle Bearbeitungsschritte unverändert jeweils dieselbe Dauer benötigen (25 min Entladen, 25 min Sortieren, 20 min Verladen), wäre die Sendung erst um 01:40 Uhr ausgangsbereit und verfehlte 01:30 Uhr um 10 min. Wichtig: Diese Rechnung ist eine Plansimulation. Sie rechtfertigt nicht, Sicherheitsprüfungen zu überspringen, Fahrer unter Zeitdruck zu setzen oder Arbeitsvorgänge unbefugt zu beschleunigen. Disposition und qualifiziertes Personal entscheiden gemäß Betriebsregeln über die Umplanung.
Kapazität und Auslastung
Die U–H-Linie stellt in der Modellnacht 18 Palettenstellflächen und maximal 7.500 kg zur Verfügung; die oben gelisteten Sendungen beanspruchen davon vier Flächen und 1.000 kg. Flächenanteil der betrachteten vier Sendungen: 4 ÷ 18 × 100 = 22,2 %. Masseanteil: 1.000 ÷ 7.500 × 100 = 13,3 %. Diese beiden Werte sind kein tatsächlicher Gesamt-Auslastungsgrad, wenn weitere Sendungen mitfahren. Bei beispielsweise insgesamt 14 belegten Flächen beträgt die gesamte Stellflächenauslastung 14 ÷ 18 × 100 = 77,8 %. Masse, Abmessungen, Ladungssicherung und betriebliche Zulässigkeiten sind getrennt zu prüfen; Flächen- und Massewerte allein geben keine Freigabe für eine reale Beladung.
Umschlag, Datenfluss und Schnittstellen
Eindeutige Datensätze und Soll-Ist-Abgleich
Je Sendung werden im vereinfachten Übungsdatensatz Sendungs-ID, Versanddepot, Zieldepot, Packstücke, Masse in kg, Volumen in m³, geplante Übergabezeit und dokumentierte Statusereignisse geführt. Eine Sendungs-ID identifiziert den Auftragseintrag, ein Label ordnet ein physisches Packstück zu und Tracking zeigt Ereignisse entlang der Strecke. Tracing ermöglicht eine rückblickende Rekonstruktion anhand der dokumentierten Ereigniskette. Ein Scan nach physischer Kontrolle ist nur dann belastbar, wenn seine Zuordnung zur richtigen Sendung stimmt.
Erwartete Scanfolge im Fall S103: 19:40 Abholung bestätigt → 21:25 Wareneingang Depot U → 22:00 Ausgang Depot U → 00:25 Eingang Hub H → 01:12 Ausgang Hub H zur Linie N → 03:20 Eingang Depot N → 09:35 Ablieferung bestätigt. Die Uhrzeiten außer den vorgegebenen Linienfenstern sind reine Modellwerte. Kontrolliere besonders bei jeder Übergabe, ob ID, Packstückanzahl, sichtbarer Zustand und Zielrelation zusammenpassen.
Abweichung: Ein Label wird am Hub aus Versehen als M statt N eingelesen. Du dokumentierst den Fehler, prüfst den physischen Beleg und die ursprüngliche Zieladresse gegen den autorisierten Datensatz, sperrst eine fehlerhafte Weiterleitung im vorgesehenen Systemprozess und informierst die zuständige Disposition. Eine eigenmächtige Manipulation von Scandaten oder das Zurückdatieren eines Status ist keine zulässige Lösung.

Foto: Lager- und IT-Umgebung als allgemeine Illustration; kein Bild aus dem Modellbetrieb. Quelle: Wikimedia Commons, Rsherwin, CC BY-SA 4.0.
Umschlag sicher und nachvollziehbar beobachten
Am Umschlag werden Transporteinheiten identifiziert, kontrolliert, einer Relation zugeordnet und an die richtige Übergabestelle weitergeführt. Eine Schnittstellenkontrolle prüft zu diesem Zeitpunkt die Übereinstimmung von physischer Ware und Transportdokumentation; fehlende oder beschädigte Stücke werden im vorgesehenen Verfahren festgehalten. Bei einem modellhaften Eingang mit 200 erwarteten Scanereignissen und 196 dokumentierten korrekten Ereignissen ist die Scanquote = 196 ÷ 200 × 100 = 98,0 %. Die vier fehlenden Ereignisse sind Klärfälle und dürfen nicht mit vier verlorenen Sendungen gleichgesetzt werden.

Foto: Flurförderzeuge in einem Lager, Wikimedia Commons, Mdornseif, CC BY-SA 4.0. Beobachte anhand des Fotos typische Verkehrs- und Umschlagzonen. Keine praktische Bedienungsanleitung.
Audio zur Reflexion von Arbeitsumgebung und Kommunikation (freiwillig): – Tonaufnahme eines Flurförderzeugs, Aki Laulajainen / Work With Sounds / Werstas, Wikimedia Commons, CC BY 4.0. Höre nur bei angenehmer Lautstärke; Geräusche dienen nicht als Sicherheitsfreigabe. Welche Informationen müssen auch in lauter Umgebung eindeutig dokumentiert werden?
Sicherheitshinweis: Ausbildungsaufgaben erfolgen als Planspiel am Papier oder in einer freigegebenen Lernsoftware. Betriebliches Beobachten von Lagerprozessen, Flurförderzeugen, Hebezeugen, elektrischem Gerät oder anderen Anlagen nur nach betrieblicher Vorgabe und unter qualifizierter Aufsicht. Keine unbegleitete Geräteeinweisung, keine Gefahrstoff- oder Gefahrgutmanipulation; ein Kurs ersetzt keine Befähigungsnachweise.
Qualität, Wirtschaftlichkeit und Entscheidungen
Kennzahlen statt bloßer Vermutungen
Beurteile Netzqualität anhand von Termintreue, Vollständigkeit der Statusdaten, Unversehrtheit der Sendungen, Umschlagzeit, Flächenauslastung und Reaktionszeit bei Abweichungen. Für eine fiktive Woche mit 120 vereinbarten Zustellterminen und 114 pünktlich bedienten Sendungen gilt: Termintreue = 114 ÷ 120 × 100 = 95,0 %. Die sechs verspäteten Sendungen brauchen eine Ursachenprüfung; daraus lässt sich allein noch nicht die Schuld eines einzelnen Depots ableiten.
Modellhafte Leistungsrechnung: Die vier Sendungen S101–S104 bringen jeweils 75,00 € Nettoerlös, zusammen 300,00 €. Die diesen vier Sendungen im einfachen Übungsmodell zugerechneten variablen Kosten betragen insgesamt 220,00 €. Es bleiben 80,00 € Deckungsbeitrag (300,00 € − 220,00 €), nicht automatisch 80,00 € Gewinn: Fixkosten und weitere Positionen sind hier nicht berücksichtigt. Dies sind frei erfundene Eurobeträge, keine Tarife, Marktpreise oder Verrechnungssätze des Gewerbes.
Eine begründete Störungsentscheidung
Vergleiche drei Vorschläge bei verspätetem Hub-Eingang: A ungeprüft weiterleiten; B die Sendung ordnungsgemäß sichern, Fehlleitung verhindern, zuständige Disposition einschalten und Empfängerinformation veranlassen; C einen nicht durchgeführten Scan rückdatieren. Fachlich tragfähig ist B, weil Sicherheit, Nachvollziehbarkeit, Zeitprognose und rechtmäßige Dokumentation zusammengehören. Für einen echten Fall wären vertragliche Vorgaben, Zuständigkeiten und angemessene Kommunikationswege zu prüfen. Das Modell erlaubt keine Aussage über reale Haftungsansprüche.
Transfer: Ein Hub kann bei kleinen Mengen wirtschaftlich sein, während ein zusätzlicher Umschlag bei zeitkritischen Sendungen nachteilig sein kann. Eine belastbare Entscheidung berücksichtigt Sendungsdichte, Serviceversprechen, Netzkosten und Störanfälligkeit gleichzeitig.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste dein Wissen
Worin besteht das zentrale Prinzip des Sammelgutverkehrs? (Mehrere Einzelsendungen werden für gemeinsame Transportabschnitte gebündelt) (!Jede Sendung erhält automatisch einen eigenen Fernverkehrs-Lkw) (!Alle Sendungen haben immer denselben Empfänger) (!Nur vollständige Fahrzeugladungen dürfen befördert werden)
Begründete Rückmeldung: Die Bündelung schafft wirtschaftliche gemeinsame Transportabschnitte; Versender und Empfänger können verschieden sein.
Welche Aufgabe gehört im Regelfall zum Vorlauf? (Abholung beim Versender und Transport zum Versanddepot) (!Zustellung vom Empfangsdepot zum Empfänger) (!Endgültige Abrechnung aller Netzwerkpartner) (!Ausschließlich grenzüberschreitende Zollabfertigung)
Begründete Rückmeldung: Vorlauf bezeichnet die Abholung im Quellgebiet; der Weg vom Empfangsdepot zum Empfänger ist der Nachlauf.
Was ist ein Hub im Hub-and-Spoke-System? (Ein zentraler Umschlag- und Bündelungsknoten) (!Eine zwingend direkt zum Empfänger fahrende Kleintransporterlinie) (!Ein gesetzlich festgelegtes einziges Versanddokument) (!Die Bezeichnung für die Nutzlast eines Fahrzeugs)
Begründete Rückmeldung: Ein Hub verbindet Speichen und sortiert Ströme; das System kann auch mehrere zentrale Knoten haben.
Wie viele ungerichtete direkte Verbindungspaare haben vier vollständig vernetzte Depots? (Sechs) (!Vier) (!Acht) (!Zwölf)
Begründete Rückmeldung: Jedes der vier Depots ist mit drei anderen verbunden; 4 mal 3 geteilt durch 2 ergibt sechs Paare.
Welche Gesamtmasse haben die vier fiktiven Sendungen S101 bis S104? (1000 kg) (!760 kg) (!1400 kg) (!4500 kg)
Begründete Rückmeldung: 240 plus 180 plus 320 plus 260 ergibt 1000 kg; 4,5 ist im Fall die Kubikmeterzahl.
Wie groß ist der planmäßige Puffer zwischen dem letzten Ausgangsscan und der Hubabfahrt? (Zehn Minuten) (!Zwanzig Minuten) (!Dreißig Minuten) (!Siebzig Minuten)
Begründete Rückmeldung: Die Scans sollen um 01:20 Uhr enden, die Linien fahren um 01:30 Uhr ab.
Was bedeutet eine Scanquote von 196 korrekten bei 200 erwarteten Ereignissen? (98 Prozent der erwarteten Ereignisse wurden korrekt dokumentiert) (!Vier Sendungen sind sicher verloren gegangen) (!Die Zustellung war bei allen Sendungen pünktlich) (!Eine Quote über 100 Prozent wurde erreicht)
Begründete Rückmeldung: 196 geteilt durch 200 ergibt 0,98; fehlende Ereignisse sind zunächst zu klären.
Welche Reaktion ist bei einer erkannten Fehlrelation fachlich richtig? (Abweichung erfassen und zuständige Disposition für die Korrektur einschalten) (!Scanereignis ohne Prüfung löschen und verbergen) (!Packstück ohne Datenprüfung beliebig umladen) (!Den alten Ereigniszeitpunkt nachträglich erfinden)
Begründete Rückmeldung: Dokumentierte Klärung bewahrt die Datenkette und verhindert unkontrollierte Weiterleitung.
Was lässt sich aus 14 belegten von 18 Palettenstellflächen berechnen? (Eine modellhafte Stellflächenauslastung von rund 77,8 Prozent) (!Eine automatisch zulässige Gesamtbeladung) (!Eine Masseauslastung von exakt 77,8 Prozent) (!Eine gesetzlich geregelte Mindestladequote)
Begründete Rückmeldung: Flächen- und Masseauslastung sind unterschiedliche Größen; reale Sicherheit braucht zusätzliche Kontrollen.
Was ergibt das fiktive Erlös-Kosten-Modell mit 300 Euro Erlös und 220 Euro variablen Kosten? (Einen Deckungsbeitrag von 80 Euro vor Fixkosten) (!Einen zwingenden Jahresgewinn von 80 Euro) (!Einen Verlust von 520 Euro) (!Einen Umsatz von 80 Euro)
Begründete Rückmeldung: Erlös abzüglich variabler Kosten ist Deckungsbeitrag; Fixkosten fehlen noch.
Memory
Ordne jedem Fachbegriff seine einmalig passende Bedeutung zu.
| Versanddepot | Nimmt Sendungen aus dem Quellgebiet an und bündelt sie |
| Empfangsdepot | Übernimmt die regionale Auslieferungsorganisation |
| Zentralhub | Sortiert Transporteinheiten für verschiedene Netzrelationen |
| Spoke | Verbindet im Sternnetz Depot und zentralen Umschlagknoten |
| Tracking | Macht den gegenwärtig dokumentierten Sendungsverlauf sichtbar |
| Schnittstellenkontrolle | Vergleicht physische Übergabe und begleitende Daten |
Drag-and-Drop
Ordne jeder Beschreibung den korrekten Fachbegriff zu.
| Passender Begriff | Beschreibung |
|---|---|
| Vorlauf | Abholfahrt vom Versender ins Versanddepot |
| Hauptlauf | Gebündelter Ferntransport zwischen Netzknoten |
| Nachlauf | Verteilung vom Empfangsdepot an den Empfänger |
| Umschlag | Sortieren und Umladen zwischen Transportabschnitten |
| Tracing | Rückwirkende Rekonstruktion der dokumentierten Ereigniskette |
Kreuzworträtsel
Finde jeweils einen eindeutigen Fachbegriff.
| Depot | Wie heißt ein regionaler Knoten für Sammlung oder Verteilung? |
| Hauptlauf | Welcher Transportabschnitt verbindet Netzknoten über größere Entfernung? |
| Umschlag | Wie heißt das Umordnen und Umladen von Gütern? |
| Nachlauf | Wie heißt der letzte Transportabschnitt zum Empfänger? |
| Zentralhub | Welcher zusammengesetzte Fachbegriff bezeichnet den übergeordneten Bündelungsknoten? |
| Scan | Wie heißt die elektronische Erfassung einer Kennzeichnung? |
LearningApps
Suche dort nach ergänzenden Zuordnungsaufgaben; Suchtreffer sind Fremdangebote und nicht Bestandteil der geprüften Kursinhalte.
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Fachwortkarten: Schreibe zu Vorlauf, Hub und Nachlauf je eine eigene Definition mit je einem Beispiel aus dem fiktiven Fall.
- Netzskizze: Zeichne die vier Depots U, M, N und K und den Hub H auf Papier, verbinde sie und kennzeichne die drei Ziele der Sendungen.
- Sendungsübersicht: Übertrage die vier fiktiven IDs in eine übersichtliche Tabelle mit Ziel, kg, m³ und Palettenstellfläche; kontrolliere beide Summen.
- Statuskarten: Formuliere fünf sachliche fiktive Ereignismeldungen für eine Sendung, ohne echte Namen oder Kontaktdaten.
Standard
- Zeitstrahl: Zeichne den Ablauf von 22:00 bis 04:00 Uhr, markiere alle Hub-Schritte und begründe den zehnminütigen Puffer.
- Kapazitätsvergleich: Berechne Stellflächen- und Masseanteil der vier Sendungen sowie die Gesamtstellflächenauslastung von vierzehn belegten Flächen; nenne die unterschiedlichen Nenner.
- Scanabgleich: Entwirf eine Checkliste für eine fiktive Übergabe und errechne die Scanquote bei 196 von 200 korrekten Ereignissen.
- Beratungsgespräch: Schreibe einen Dialog, in dem du einem fiktiven Kunden den Nutzen und eine Grenze des Hubsystems erklärst, ohne konkrete Laufzeitversprechen.
Schwer
- Netzentscheidung: Vergleiche ein vierpunktiges Direktnetz mit dem Sternnetz; berechne sechs Direktpaare versus vier Speichen und erkläre, warum diese Zählung noch keine Kosteneinsparung beweist.
- Störungsplan: Analysiere den fiktiven 20-minütigen Eingangsverzug und erstelle einen eskalierbaren Maßnahmenplan ohne Sicherheitsabkürzungen.
- Wirtschaftlichkeitsmodell: Berechne den Modell-Deckungsbeitrag, ergänze selbst gewählte und als fiktiv gekennzeichnete Fixkosten und erläutere den Unterschied zu Gewinn.
- Qualitätsprojekt: Entwirf drei messbare Verbesserungen für eindeutige Statusdaten, termingerechten Hubabfluss und korrekte Relationen; bewerte jeweils Nutzen und Nebenwirkung.


Lernkontrolle
- Netzlogik prüfen: Erkläre mit einer eigenen Skizze, wann ein Hubsystem plausibel ist und warum zusätzliche Umschläge auch Nachteile haben.
- Zeit- und Pufferanalyse: Berechne im Ausbildungsfall den spätesten planmäßigen Scanabschluss und die Auswirkung des verspäteten Eintreffens um 00:30 Uhr.
- Schnittstelle beurteilen: Unterscheide fehlenden Scan, Fehlrelation und fehlendes Packstück; formuliere für jede Beobachtung den ersten zulässigen Klärungsschritt.
- Kennzahlen übertragen: Begründe, warum vier Paletten von achtzehn Stellflächen weder die Gesamtbeladung noch die erlaubte Fahrzeugmasse bestimmen.
- Kundenauskunft entwerfen: Formuliere eine neutrale Nachricht über eine fiktive Verzögerung ohne erfundene Zusage, Schuldbehauptung oder vertrauliche Daten.
- Lernortzuordnung: Ordne das schulische Lernfeld 5 und die betriebliche Ausbildungsordnung richtig zu und erkläre ihren unterschiedlichen Zweck.
Lernnachweis
Wissen: Du benennst Depot, Hub, Spoke, Vorlauf, Hauptlauf, Nachlauf, Scans, Schnittstellen und Netzwerkformen korrekt.
Fertigkeiten: Deine Netzskizze, fiktive Sendungstabelle und überprüfbaren Rechnungen zeigen 1.000 kg, 4,5 m³, 10 min Planpuffer, 77,8 % Modellstellflächenauslastung, 98 % Scanquote und 80,00 € Modell-Deckungsbeitrag.
Urteil und Transfer: Du erläuterst mindestens einen Bündelungsvorteil und ein Umschlagrisiko, leitest aus einer Abweichung eine dokumentierte Rückfrage ab und unterscheidest Datenlage von Vermutung. Als überprüfbare Produkte eignen sich ein zweiseitiger Netzplan, eine Rechentabelle, ein Statusprotokoll und eine begründete kurze Kundeninformation. Bewertungskriterien sind Quellenbezug, Einheitentreue, Plausibilität, Datenschutz und nachvollziehbare Begründung.
Grenzen: Weder der Lernnachweis noch eine richtige Quizantwort ersetzen betriebliche Unterweisung, Aufsicht, qualifizierte Freigaben oder rechtliche Einzelfallprüfung.
OER und Wikipedia
Amtliche und fachliche Orientierung (Recherche- und Abrufstand: 21.10.2026):
- KMK: Rahmenlehrplan Kaufmann/Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung, Beschluss vom 30.04.2004, besonders Lernfeld 5 auf Seite 13 des Dokuments. Dies ist der schulische Bezug.
- BIBB: Berufsprofil mit Hinweisen auf die Ausbildungsordnung vom 26.07.2004 und Änderung vom 25.05.2009, betriebliche Ausbildungsgrundlage.
- BIBB: Umsetzungshilfen und Lernsituationen, didaktische Ergänzung.
- IDS Logistik: Fachglossar, insbesondere Hub, Vorlauf und Hauptlauf; betriebliche Begriffserläuterung, nicht amtliche Norm.
- Wikipedia: Sammelgutverkehr und Wikipedia: Hub and Spoke zur ergänzenden Orientierung; Wikipedia ist keine Rechtsquelle.
Wikimedia-Commons-Medien: geprüfte Datei, Urheber und Lizenz:
| Datei | Exakte Quellseite | Urheberangabe | Lizenznachweis |
|---|---|---|---|
| File:Comparison of point to point vs hub and spoke.svg | Commons-Dateiseite | Cmglee | CC BY-SA 4.0 |
| File:CargoLine LogisticsNetwork John Spedition GmbH Region Fulda.jpg | Commons-Dateiseite | JohnSped | CC BY-SA 4.0 |
| File:Spoke Hub Distribution.svg | Commons-Dateiseite | Griswole; Ausgangskarte Lokal_Profil | CC BY-SA 2.5 |
| File:Warehouse distribution-center-1136510.jpg | Commons-Dateiseite | Rsherwin | CC BY-SA 4.0 |
| File:Forklift.jpeg | Commons-Dateiseite | Mdornseif | CC BY-SA 4.0 |
| File:WWS Forklifttruck.ogg | Commons-Dateiseite | Aki Laulajainen / Work With Sounds / Werstas | CC BY 4.0 |
Lizenzhinweis: Namensnennung und Lizenzlink sind bei Nachnutzung erforderlich. An Bildern und Ton wurde für den Kurs nichts verändert; separate Weiterverwendungen müssen die jeweiligen Lizenzbedingungen beachten. Das Foto eines bestehenden Hub-Standorts zeigt keine Kooperation und keinen Bezug zum fiktiven Betrieb.
YouTube-Medien: nachvollziehbare Fundstellen, Rechte nicht als freie Lizenzen ausgewiesen:
| Einbettungslink | Quelle | Genannter Kanal / Urheber | Rechtestatus |
|---|---|---|---|
| https://www.youtube.com/watch?v=hoRxgjfG650 | Das Hub-and-Spoke-System | Julius-Leber-Schule Frankfurt am Main | Plattformvideo; keine verifizierte freie Nachnutzungslizenz, Einbettung nur soweit von YouTube ermöglicht |
| https://www.youtube.com/watch?v=vokNm1Qf8W4 | Das Hub-and-Spoke-System einfach erklärt | Lagertastisch – der Logistik Kanal | Plattformvideo; keine verifizierte freie Nachnutzungslizenz, Einbettung nur soweit von YouTube ermöglicht |
Nachschlageartikel:
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