Zum Inhalt springen

Beschaffungsangebote strukturiert vergleichen - Lagerleistungen und Beschaffung in der Spedition - Ausbildung

Aus MOOCsWiki Staging
aiMOOC-Siegel aiMOOC

Beschaffungsangebote strukturiert vergleichen - Lagerleistungen und Beschaffung in der Spedition - Ausbildung

QR-Code


Einleitung

Du bist im zweiten Ausbildungsjahr zur Kauffrau oder zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung. In diesem aiMOOC lernst du, wie du Beschaffungsangebote sachgerecht vergleichst, Rechenwege belegbar dokumentierst und eine Entscheidung nach Preis, Termin, Qualität und Umweltaspekten begründest. Alle Firmen, Ansprechpartner, Bedarfe, Lieferzeiten und Preise des Falles sind vollständig erfunden.

Kompetenzziele: Du formulierst prüfbare Mindestanforderungen, erstellst einen Preisspiegel, berechnest Bezugspreise korrekt, wertest nichtmonetäre Kriterien aus, entscheidest nachvollziehbar und planst eine sachgerechte Bestell- und Belegkontrolle. Grundlage sind ein sicherer Schreibtisch-Modellfall sowie die beruflichen Lernfelder 8 und 9.

Curriculare Einordnung: Der KMK-Rahmenlehrplan vom 30.04.2004 ordnet im zweiten Ausbildungsjahr Lernfeld 8 „Betriebliche Beschaffungsvorgänge planen, steuern und kontrollieren“ und Lernfeld 9 „Lagerleistungen anbieten und organisieren“ mit je 40 Zeitrichtwertstunden zu. Das sind schulische Lernfelder, keine einzelnen Paragrafen der betrieblichen Ausbildungsordnung. Die gesonderte Bundes-Ausbildungsordnung vom 26.07.2004, geändert am 25.05.2009, enthält unter anderem „Lagerlogistik“, „Verträge, Haftung und Versicherungen“ sowie betriebliche Leistungsprozesse. Die Verknüpfung dient hier der Unterrichtsplanung, nicht als Behauptung identischer Regelungstexte.

Medienimpuls: Das englischsprachige Lieferketten-Schema zeigt, warum eine Beschaffungsentscheidung auch Wareneingang und Lagerabläufe beeinflusst. Urheber: David pogrebeshsky, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons.


Bedarf bestimmen und Angebote vergleichbar machen


Ein fiktiver Speditionsfall

Die frei erfundene Hafenblick Logistik GmbH betreibt ein Stückgutlager. Sie benötigt 240 gleiche Mehrweg-Lagerbehälter für eine neue Kommissionierzone. Bis spätestens zum Ende des achten Arbeitstags müssen alle 240 Behälter angeliefert sein. Jeder Behälter muss mindestens 15 kg gleichmäßig verteilte Nutzlast tragen können. Für die Modellentscheidung sollen außerdem dokumentierte Materialeigenschaften, Ersatzlieferungsmöglichkeiten und die Eignung für vorhandene Regale betrachtet werden.

Ein Bedarf beschreibt genau, welche Menge in welcher Qualität zu welchem Zeitpunkt gebraucht wird. Eine Anfrage bittet Anbieter um ein Angebot. Ein Angebot beschreibt unter anderem Preis, Leistungsumfang, Fristen und Bedingungen. Erst vergleichbare Angebote sind eine faire Grundlage für eine wirtschaftliche Wahl.


Muss-Kriterien vor der Preisbewertung

Muss-Kriterien sind nicht verhandelbare Anforderungen: 240 Stück einer festgelegten Bauform, mindestens 15 kg Tragfähigkeit, nachgewiesene Regalverträglichkeit und Lieferung binnen acht Arbeitstagen. Erfüllt ein Angebot eines dieser Kriterien nicht, kommt es ohne nachgewiesene Korrektur oder verbindliche Abhilfe für diesen Auftrag nicht in Betracht. Kann-Kriterien wie zusätzliche Haltbarkeit, Recyclinganteil oder längere Garantie verbessern ein geeignetes Angebot, ersetzen aber die Muss-Kriterien nicht.

Vergleiche immer dieselbe Mengeneinheit und denselben zeitlichen Geltungsbereich. Prüfe, ob die Preise netto oder brutto genannt werden und ob Transport, Verpackung, Versicherung, Montage und gegebenenfalls Entsorgung enthalten sind. Nettopreise eignen sich im üblichen vorsteuerabzugsberechtigten B2B-Modell für den sachlichen Angebotsvergleich; im konkreten Betrieb ist die steuerliche Behandlung individuell zu prüfen.

Medienimpuls: Die deutschsprachige Abbildung unterscheidet E-Sourcing, E-Purchasing und die Einbindung in Lieferketten. Urheber Martin Röll, CC BY-SA 2.0 DE, Wikimedia Commons.


Datenblatt und Vergleichstabelle

Merkmal Angebot A „Komet“ Angebot B „Nord“ Angebot C „Fluss“
Nettolistenpreis je Behälter 18,50 € 17,80 € 17,40 €
Stückzahl 240 240 240
Lieferantenrabatt 10 % 5 % 0 %
Skonto bei fristgerechter Zahlung 2 % 3 % 1 %
Zusätzliche Bezugskosten für alle 240 Stück 120,00 € 60,00 € 0,00 €
Lieferzeit ab Bestellung 6 Arbeitstage 12 Arbeitstage 4 Arbeitstage
Nachgewiesene Nutzlast je Behälter 20 kg 20 kg 15 kg
Angebotsangabe Recyclinganteil 60 % 40 % 80 %

Modellannahmen: Alle drei Anbieter liefern dieselbe benötigte Bauform, die Regalverträglichkeit ist im Modell nachgewiesen, alle Preisangaben sind netto, Transportnebenkosten werden genau einmal angesetzt. Die Nachlässe gelten für sämtliche 240 Behälter. Skonto wird nur bei rechtzeitiger Zahlung tatsächlich erzielt. Recyclinganteile sind unverifizierte Anbieter-Selbstauskünfte im Modell und kein Umweltzertifikat.


Bezugspreise sauber berechnen


Vom Listenpreis zum Einstandspreis

In der Bezugskalkulation wird zunächst der Listeneinkaufspreis für die Menge ermittelt. Danach zieht man Rabatt ab und erhält den Zieleinkaufspreis. Davon zieht man bei erfüllter Zahlungsbedingung Skonto ab; so entsteht der Bareinkaufspreis. Anschließend werden Bezugskosten zugerechnet. Das Ergebnis ist der Bezugspreis oder Einstandspreis. Skonto wird vom bereits rabattierten Zieleinkaufspreis berechnet, nicht vom ursprünglichen Listenpreis. Rundungen sollen mit zwei Dezimalstellen für Währungsbeträge und einer nachvollziehbaren Rechenregel erfolgen.

Rechenschema: Nettolistenwert der Menge − Lieferantenrabatt = Zieleinkaufswert; Zieleinkaufswert − Skonto = Bareinkaufswert; Bareinkaufswert + Bezugskosten = Bezugspreis gesamt; Bezugspreis gesamt ÷ 240 Stück = Bezugspreis je Stück.


Musterlösung: Angebot A

  • Listenwert: 240 Stück × 18,50 €/Stück = 4.440,00 €.
  • Rabatt: 10 % × 4.440,00 € = 444,00 €; Zieleinkaufswert = 3.996,00 €.
  • Skonto: 2 % × 3.996,00 € = 79,92 €; Bareinkaufswert = 3.916,08 €.
  • Bezugskosten: 120,00 €; Bezugspreis gesamt = 4.036,08 €.
  • Bezugspreis je Stück = 4.036,08 € ÷ 240 Stück = 16,817 € beziehungsweise 16,82 € auf Cent gerundet. Für die Gesamtentscheidung nutzt du den ungerundeten Gesamtbetrag, nicht 240 × 16,82 €.


Musterlösung: Angebote B und C

B: Listenwert 240 × 17,80 € = 4.272,00 €. Rabatt 213,60 €; Zielwert 4.058,40 €. Skonto 3 % = 121,752 €, als Geldbetrag 121,75 €. Bareinkaufswert 3.936,65 €; zuzüglich 60,00 € Bezugskosten = 3.996,65 €; je Stück rechnerisch 16,6527 € und damit 16,65 € auf Cent gerundet.

C: Listenwert 240 × 17,40 € = 4.176,00 €. Kein Rabatt. Skonto 1 % = 41,76 €. Bareinkaufswert 4.134,24 €. Keine zusätzlichen Bezugskosten; Gesamteinstand = 4.134,24 €; rechnerisch 17,226 € je Stück, gerundet 17,23 €.

Berechnete Position A B C
Zieleinkaufswert 3.996,00 € 4.058,40 € 4.176,00 €
Bareinkaufswert bei Skonto 3.916,08 € 3.936,65 € 4.134,24 €
Bezugspreis gesamt 4.036,08 € 3.996,65 € 4.134,24 €
Termintreue zur Frist von acht Arbeitstagen ja nein ja

Kontrolle: B wäre rechnerisch 39,43 € günstiger als A, verfehlt aber die verbindliche Lieferfrist um vier Arbeitstage. Unter den termingerechten Angeboten ist A um 98,16 € günstiger als C. Alle Preisvergleiche gelten nur, wenn Skonto tatsächlich erreichbar ist.


Qualität, Zeit und Nachhaltigkeit beurteilen


Preis allein reicht nicht

Ein niedriger Bezugspreis beantwortet nicht, ob Ware rechtzeitig und brauchbar ankommt. Lieferzuverlässigkeit bezeichnet die Einhaltung vereinbarter Termine und Mengen. Qualität umfasst zum Beispiel Maßhaltigkeit, dokumentierte Tragfähigkeit und Reklamationsbearbeitung. Lebenszykluskosten berücksichtigen je nach Auftrag über den Erwerb hinaus Folgekosten etwa durch Ausschuss, Reinigung, Ausfälle oder Entsorgung. Diese dürfen nur mit belastbaren Annahmen in eine Rechnung übernommen werden.

Medienimpuls: Palettenregal als Beispiel für die Abstimmung zwischen Behältermaßen und Lagertechnik. Urheber Onetechvietnam, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons. Das Foto bescheinigt keine konkrete Tragfähigkeit.


Nutzwertanalyse ohne Scheingenauigkeit

Für geeignete Angebote lässt sich zusätzlich eine begründete Punktebewertung von 1 bis 5 verwenden. Beispielgewichte: Preis 40 %, Termintreue 30 %, Haltbarkeit 20 %, Recyclingangabe 10 %. Die Punkte sind bewusst didaktische Annahmen, keine gemessenen Anbieterleistungen. Gewichtet wird als Summe aus Punkte × Gewicht als Dezimalzahl.

Kriterium und Gewicht A B C
Preis 40 % 4 5 3
Termin 30 % 5 1 5
Haltbarkeit 20 % 5 5 3
Recyclingangabe 10 % 3 2 5
Gewichtet gesamt 4,40 3,50 3,80

Für A lautet der Rechenweg: 4 × 0,40 + 5 × 0,30 + 5 × 0,20 + 3 × 0,10 = 4,40 Punkte auf einer Skala bis 5. B ist allerdings bereits wegen des Muss-Kriteriums „maximal acht Arbeitstage“ ausgeschlossen: Ein hoher Punktewert könnte diesen Ausschluss nicht aufheben. Unter A und C liegt A in der gewählten Bewertungsmatrix vorn. Andere Gewichte können zu anderen Ergebnissen führen; begründe sie vor der Bewertung und dokumentiere die Nachweise.


Lager- und Umweltrisiken

Der Lagerbezug führt zur Frage, welche Behälter im Regal, beim Kommissionieren und beim späteren Rücklauf geeignet sind. Erheblich sind Prozessschnittstellen, Mindestbestände, Fläche, Reinigbarkeit und die Nachverfolgbarkeit von Chargen oder Lieferungen. Eine bloße Umweltkennzahl reicht nicht für ein Gütesiegel; prüfe Beleg und Systemgrenze. Eine Unfallgefahr kann auch bei niedrigerem Preis die Auswahl ausschließen. Reale Belastungsproben, Maschinenbedienung oder Arbeiten an Hebeeinrichtungen dürfen Auszubildende nur nach betrieblichen Vorgaben und unter erforderlicher qualifizierter Aufsicht durchführen.

Datei:Modern warehouse with pallet rack storage system.jpg

Medienimpuls: Lagerlayout und Verkehrsflächen beeinflussen die Prozessanforderungen. Urheber Axisadman, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons.


Entscheidung, Bestellung und Kontrolle


Entscheidungsvorlage für die Leitung

Entscheidungsvorschlag: Angebot A. Es erfüllt im Modell alle Muss-Kriterien, hat einen Bezugspreis von 4.036,08 € bei tatsächlich genutztem Skonto und eine Lieferzeit von sechs Arbeitstagen. Das günstigere Angebot B fällt durch den verbindlichen Liefertermin; Angebot C ist 98,16 € teurer. B darf nur nach verbindlich dokumentierter Verkürzung der Lieferzeit erneut berücksichtigt werden. Vor der Bestellung muss die zuständige berechtigte Person die Auswahl prüfen und genehmigen.

Alternativszenario ohne Skonto: Wenn der Skontozeitraum nicht eingehalten werden kann, kostet A 3.996,00 € + 120,00 € = 4.116,00 €. C kostet ohne Skonto 4.176,00 €. A bleibt im einfachen Modell 60,00 € günstiger als C; die veränderte Zahlungssituation ist dennoch vollständig zu dokumentieren. Preise und tatsächliche Zahlungsfristen sind keine unveränderlichen Eigenschaften einer Angebotsliste.


Prozesskette und Belegabgleich

Die kaufmännische Prozessfolge im Modell lautet: Bedarf melden → Bezugsquellen ermitteln → gleiche Anfrage versenden → Angebote und Nachweise prüfen → Muss-Kriterien filtern → Preis- und Nutzwertvergleich berechnen → Entscheidung freigeben lassen → bestellen → Liefertermin nachhalten → Wareneingangsbelege prüfen → Rechnung mit Bestellung und Lieferschein abgleichen → gegebenenfalls fristgerecht zahlen und Auswertung archivieren.

Bei Abweichungen dokumentierst du Menge, Art, Zeitpunkt und Beleg und eskalierst nach betrieblichem Verfahren. Eine Reklamation soll sachlich, nachvollziehbar und ohne unbelegte Rechtsbehauptungen formuliert werden. Kaufvertrag, Wareneingang und Lagervertrag sind thematisch verbunden, müssen aber anhand des konkreten Geschäftsfalls getrennt betrachtet werden.

Medienimpuls: Automatisiertes Lager als Anlass, Schnittstellen und Folgekosten mitzudenken. Urheber QmcBeQ3G7DZCmY84uPgT, CC BY 4.0, Wikimedia Commons.


Lerntransfer, Medien und Grenzen


Ton und historischer Film als Beobachtungsaufgaben

Hörimpuls: ist eine historische Geräuschaufnahme eines Flurförderzeugs; achte auf mögliche Bedeutung von Lärm, Kommunikation und Sicherheitsplanung, ohne aus einer einzelnen Aufnahme Grenzwerte abzuleiten. Aufnahme Aki Laulajainen, Bereitstellung Work With Sounds / Werstas, CC BY 4.0. Keine Aufforderung, ein Gerät zu bedienen.

Historischer Filmimpuls:

Historischer Messebericht aus den Niederlanden, 1976

zeigt frühe Lagerautomatisierung; die Bilder sind nicht als heutiger technischer Standard oder aktuelle Arbeitsanweisung zu behandeln. Nederlands Instituut voor Beeld en Geluid, CC BY-SA 3.0 NL.


Vertiefung und fachliche Sorgfalt

Prüfe bei einem echten Auftrag vorab Zahlungsbedingungen, Wirksamkeit der Angebotsangaben, Verfügbarkeit, vereinbarte Beschaffenheit, Zuständigkeiten, Lieferbedingungen sowie mögliche Preisänderungen und Gewährleistungsfragen. Hier werden weder konkrete Rechtsfälle entschieden noch Normtexte reproduziert. Der Kurs vermittelt kaufmännische Modellkompetenz und ersetzt keine betrieblichen Sicherheitsfreigaben, rechtlichen Einzelfallprüfungen oder Befähigungsnachweise.

Als Rechencheck helfen drei Fragen: Sind alle Preise auf 240 Stück bezogen? Wurden Rabatte und Skonti in der richtigen Reihenfolge auf die jeweilige Basis angewendet? Werden Muss-Kriterien unabhängig vom niedrigsten Angebotspreis geprüft? Antworte schriftlich und dokumentiere die Annahmen, bevor du ein Ergebnis präsentierst.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Prüfe dein Wissen

Was ist bei einem Angebotsvergleich zuerst zu klären? (Die gleichen Leistungsanforderungen und Muss-Kriterien) (!Die Farbe des Angebotsformulars) (!Nur der niedrigste Stückpreis) (!Ausschließlich der Firmensitz)



Ohne gleiche Leistungsanforderungen sind Unterschiede in Preis und Qualität nicht sinnvoll vergleichbar.

Wie lautet der Zieleinkaufswert von A für 240 Stück? (3996,00 Euro) (!4440,00 Euro) (!3916,08 Euro) (!4036,08 Euro)



Vom Listenwert 4440,00 Euro wird der Rabatt von 444,00 Euro abgezogen; das ergibt 3996,00 Euro.

Auf welcher Basis wird das Skonto von A berechnet? (Auf 3996,00 Euro nach Rabatt) (!Auf 4440,00 Euro vor Rabatt) (!Auf 120,00 Euro Fracht) (!Auf dem Bruttopreis inklusive Umsatzsteuer)



Skonto ist in diesem Modell ein Nachlass auf den rabattierten Zieleinkaufswert; die Fracht wird danach addiert.

Wie hoch ist der Bezugspreis von A einschließlich Bezugskosten? (4036,08 Euro) (!3916,08 Euro) (!3996,00 Euro) (!4116,00 Euro)



3916,08 Euro Bareinkaufswert plus 120,00 Euro Bezugskosten ergeben 4036,08 Euro.

Welche Gesamtkosten ergeben sich für Angebot B bei realisiertem Skonto? (3996,65 Euro) (!3936,65 Euro) (!4058,40 Euro) (!4272,00 Euro)



Von 4058,40 Euro Zielwert werden 121,75 Euro Skonto abgezogen und danach 60,00 Euro Fracht zugerechnet.

Warum scheidet B zunächst trotz des niedrigsten Bezugspreises aus? (Die Lieferzeit von zwölf Arbeitstagen überschreitet die Frist) (!Der Preis liegt über dem von C) (!Die Menge beträgt nur 120 Stück) (!Die Nutzlast ist zu niedrig)



Eine nicht erfüllte Muss-Anforderung verhindert in diesem Fall die Auswahl, unabhängig vom günstigsten Preis.

Wie groß ist der Bezugspreisvorteil von A gegenüber C? (98,16 Euro) (!39,43 Euro) (!137,59 Euro) (!60,00 Euro)



4134,24 Euro für C minus 4036,08 Euro für A ergibt einen Vorteil von 98,16 Euro.

Welche Aussage zur Nutzwertanalyse ist richtig? (Muss-Kriterien müssen vorher geprüft werden) (!Eine hohe Punktzahl heilt jede Terminverletzung) (!Gewichte brauchen nicht dokumentiert zu werden) (!Punkte sind immer amtlich zertifiziert)



Eine Gewichtung unterstützt die nachvollziehbare Bewertung geeigneter Angebote, ersetzt aber keine harten Vorgaben.

Welchen Wert erreicht A in der Modell-Nutzwertanalyse? (4,40 Punkte) (!3,50 Punkte) (!3,80 Punkte) (!5,00 Punkte)



Die gewichtete Summe aus 1,60 und 1,50 und 1,00 und 0,30 beträgt 4,40 Punkte.

Wie ist beim Wareneingang sachgerecht vorzugehen? (Bestellung Lieferschein und tatsächliche Lieferung abgleichen) (!Jede Lieferung ohne Kontrolle bestätigen) (!Die Rechnung unabhängig von der Bestellung zahlen) (!Fehlmengen erst nach einem Jahr notieren)



Der Belegabgleich deckt Abweichungen bei Menge, Beschaffenheit und Lieferung auf und ermöglicht eine dokumentierte Reaktion.


Memory

Bedarf Benötigte Gütermenge mit Anforderungen und Termin
Rabatt Preisnachlass auf den Listenwert
Skonto Konditionaler Abzug bei vereinbarter schneller Zahlung
Bezugskosten Zusätzliche Kosten der Warenbeschaffung wie Fracht
Muss-Kriterium Unverzichtbare Bedingung für ein geeignetes Angebot
Preisspiegel Übersicht vergleichbarer Angebotsdaten





Drag-and-Drop

Ordne den Begriff der passenden Beschreibung zu.

Ordne den Begriff zu. Beschreibung
Zieleinkaufswert Listenwert nach Abzug des Rabatts
Bareinkaufswert Zieleinkaufswert nach möglichem Skonto
Einstandspreis Bareinkaufswert zuzüglich Bezugskosten
Lieferzuverlässigkeit Einhaltung zugesagter Liefertermine und Mengen
Rechnungsprüfung Abgleich der Rechnung mit Bestellung und Lieferbelegen





Kreuzworträtsel

Angebot Wie heißt die konkrete Preis- und Leistungsmitteilung eines Lieferanten?
Rabatt Welcher Preisnachlass vermindert den Listenwert?
Skonto Wie nennt man einen Nachlass bei schneller vereinbarter Zahlung?
Fracht Welcher Begriff bezeichnet hier die Transportkosten?
Bedarf Welcher Begriff beschreibt die benötigte Gütermenge?
Termin Welcher Begriff benennt den vereinbarten Zeitpunkt?





LearningApps

Suche nach weiteren geeigneten Übungsaufgaben zur Bezugskalkulation und überprüfe deren Rechenwege anhand dieses Kurses.


Lückentext

Ergänze die passenden Fachbegriffe.
Am Anfang eines Einkaufsvorgangs wird der

präzise formuliert.
Vergleichbare Lieferantenangaben werden in einem

zusammengestellt.
Vom Listeneinkaufswert wird zunächst der

abgezogen.
Der daraus entstehende Betrag heißt

.
Bei rechtzeitiger Zahlung kann vereinbarter

abgezogen werden.
Nach dem Skonto ergibt sich der

.
Hinzu kommen die vereinbarten

für die Beschaffung.
Das Rechenergebnis bezeichnet man als

.
Ein verbindlicher Liefertermin ist in diesem Fall ein

.
Der Abgleich von Bestellung und Lieferschein gehört zur

.



Offene Aufgaben


Leicht

  1. Bedarfsermittlung: Formuliere anhand des Modellfalls eine Anfrage nach 240 Lagerbehältern einschließlich vier prüfbarer Muss-Kriterien.
  2. Preisspiegel: Übertrage die drei Angebote in eine übersichtliche Tabelle mit Einheiten, Nettopreisen und Lieferfristen.
  3. Prozentrechnung: Berechne für Angebot A den 10-prozentigen Rabatt und den darauf folgenden 2-prozentigen Skontoabzug mit Zwischenschritten.
  4. Lagerorganisation: Zeichne einen einfachen Prozessweg vom Wareneingang bis zum Regal und beschrifte drei Kontrollpunkte.


Standard

  1. Bezugskalkulation: Berechne die vollständigen Bezugspreise von B und C erneut und erkläre die Rundungsstelle bei B.
  2. Lieferantenbewertung: Erstelle eine zweispaltige Gegenüberstellung von Muss- und Kann-Kriterien und begründe die Behandlung des verspäteten Angebots B.
  3. Nutzwertanalyse: Entwickle eine Tabelle mit den Modellgewichten und den gewichteten Punktwerten für A und C und überprüfe die Summe.
  4. Beschaffungsprozess: Schreibe eine sachliche fiktive Rückfrage an Anbieter B, ob eine verbindliche Lieferung innerhalb der Acht-Tage-Frist möglich ist; erfinde keine reale Antwort.


Schwer

  1. Sensitivitätsanalyse: Untersuche den Bezugspreis von A ohne Skonto und bei um 50 Euro steigenden Bezugskosten; begründe, ob A gegenüber C geeignet und günstiger bleibt.
  2. Entscheidungsvorlage: Verfasse für die fiktive Leitung eine Entscheidungsvorlage mit Rechenanhang, Risiken, Alternativen und klaren Freigabevorbehalten.
  3. Nachhaltige Beschaffung: Skizziere, wie Recyclinganteile, Langlebigkeit und Entsorgung anhand unabhängiger Dokumente geprüft werden könnten; unterscheide Behauptung und Nachweis.
  4. Qualitätsmanagement: Entwickle am Schreibtisch ein dokumentiertes Verfahren für eine fiktive Minderlieferung von zwölf Behältern und beschreibe die Eskalation ohne eigenständige Maschinenbedienung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Preisvergleich: Erkläre mit vollständiger Rechnung, warum B im Modell den niedrigsten Einstandspreis besitzt und dennoch nicht gewählt wird.
  2. Bewertungsmatrix: Zeige am Beispiel A, wie sich eine Veränderung der Termin-Gewichtung von 30 auf 40 Prozentpunkte bei gleichzeitiger Senkung des Preisgewichts von 40 auf 30 Prozentpunkte auf die Punktzahl auswirkt.
  3. Bestellfreigabe: Lege dar, welche Informationen die zuständige Person vor einer verbindlichen Bestellung prüfen und freigeben sollte.
  4. Szenarioanalyse: Angenommen, C gewährt keinen Skonto mehr: Errechne den neuen Bezugspreis und beurteile die Auswirkung auf die Wahl zwischen A und C.
  5. Lagerverträglichkeit: Erkläre, warum selbst ein rechnerisch günstiges Angebot ohne nachgewiesene Eignung für die vorhandenen Regale ungeeignet bleibt.
  6. Wareneingangsprüfung: Entwickle eine sichere, rein dokumentarische Checkliste für Bestellung, Lieferschein, Rechnung und Abweichungsmeldung.




Lernnachweis

Als Lernnachweis reichst du einen selbst erstellten fiktiven Preisspiegel, die drei vollständigen Bezugskalkulationen in Euro, eine dokumentierte Prüfung der Muss-Kriterien, eine gewichtete Bewertungsmatrix und eine begründete Entscheidungsvorlage ein. Kriterien sind rechnerische Richtigkeit, nachvollziehbare Annahmen, korrekte Einheiten, Transparenz von Unsicherheiten, Quellenangaben und sprachliche Klarheit. Kontrollwerte: A 4.036,08 €, B 3.996,65 €, C 4.134,24 €; die kaufmännische Empfehlung im Modell lautet A wegen der Frist. Reflexion: Welche zusätzliche Information könnte diese Entscheidung ändern?


OER und Wikipedia

Amtliche Orientierung, recherchierter Stand 21.10.2026:

Geprüfte Wikimedia-Commons-Medien und Nutzungshinweise:

Genaues Medium Dateiseite Urheber Lizenz / Nachweis
File:Supply chain network.png Datei David pogrebeshsky CC BY-SA 4.0
File:Eprocurement-teilbereiche.png Datei Martin Röll CC BY-SA 2.0 DE
File:Pallet Racking.jpg Datei Onetechvietnam CC BY-SA 4.0
File:Modern warehouse with pallet rack storage system.jpg Datei Axisadman CC BY-SA 3.0
File:Automated Storage and Retrieval System.jpg Datei QmcBeQ3G7DZCmY84uPgT CC BY 4.0
File:WWS Forklifttruck.ogg Datei Aki Laulajainen; Work With Sounds / Werstas CC BY 4.0
File:Vaktentoonstelling voor transportbedrijf Weeknummer 76-13 - Open Beelden - 15561.ogv Datei Nederlands Instituut voor Beeld en Geluid CC BY-SA 3.0 NL

Für Weiterverwendung der Medien gelten die jeweiligen Attribution- und gegebenenfalls Share-Alike-Pflichten. Die Bilder zeigen allgemeine oder historische Kontexte, nicht die fiktiven Angebote und keine Produktzertifikate. Ein thematisch passendes YouTube-Video wurde mangels verlässlich zugänglichem Originaldatensatz nicht eingebettet; keine ungesicherte Video-ID wird ausgegeben.


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC Projekte



Schulfach+




aiMOOCs



aiMOOC Projekte









MOOCwiki · Deutsch

Nach dem Lernen ist vor dem Lernen

Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.

Zur MOOCwiki-Hauptseite

Mediathek

Inhalte werden geladen ...

Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...