Kombinierte Transportketten vergleichen - See Luft Schiene und kombinierter Verkehr - Ausbildung
Kombinierte Transportketten vergleichen - See Luft Schiene und kombinierter Verkehr - Ausbildung
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Einleitung
Du arbeitest im zweiten Ausbildungsjahr der fiktiven Spedition TransitPlan Lernlogistik GmbH. Eine Kundin möchte zehn Tonnen ungefährliche Maschinenteile von einem fiktiven Werk im Raum Ulm zu einem fiktiven Verteillager im Raum Rotterdam transportieren lassen. Du sollst drei vollständige Transportketten nach Kosten, Zeit, Treibhausgasen und Risiken vergleichen und eine begründete Empfehlung schreiben.
Deine Lernziele: Du unterscheidest Verkehrsträger und Ladeeinheiten, planst Vor-, Haupt- und Nachlauf, addierst Kosten und Zeiten in korrekten Einheiten, berechnest Modell-Emissionen und bewertest die Robustheit der gewählten Kette. Du lernst an einem vollständig erfundenen Fall, nicht an einem echten Kundenauftrag. Die genannten Entfernungen, Angebote und Zeiten sind ausdrücklich didaktische Annahmen, keine aktuellen Tarife, Fahrpläne oder bestätigten Routen.
Ausbildungsbezug: Der KMK-Rahmenlehrplan vom 30.04.2004 nennt im Lernfeld 6: Frachtaufträge eines weiteren Verkehrsträgers bearbeiten (zweites Ausbildungsjahr, 40 Unterrichtsstunden) ausdrücklich Transportketten sowie das Vergleichen eingeholter Angebote. Lernfeld 4 führt den Verkehrsträgervergleich und kombinierte Verkehre im ersten Ausbildungsjahr ein; Lernfeld 10 betrifft Exportaufträge im zweiten Ausbildungsjahr. Der schulische Rahmenlehrplan ist nicht die betriebliche Ausbildungsordnung. Die bundesrechtliche Verordnung vom 26.07.2004, geändert am 25.05.2009, beschreibt insbesondere die betrieblich zu vermittelnden Fertigkeiten im Ausbildungsberufsbild und Ausbildungsrahmenplan. Quellen und Stand am Ende.
Verkehrsträger, Ladeeinheiten und Schnittstellen
Was ist eine kombinierte Transportkette?
Ein Verkehrsträger ist beispielsweise Straße, Schiene, Binnenschiff, Seeschiff oder Luftverkehr. Eine Transportkette verbindet alle Schritte von Abholung über Umschlag und Hauptbeförderung bis zur Ablieferung. Bei einer intermodalen Güterbeförderung nutzt eine Ladeeinheit nacheinander mindestens zwei Verkehrsträger, ohne dass die Ware selbst bei jedem Wechsel neu umgepackt werden muss. Als kombinierter Verkehr (KV) gilt im hier verwendeten engeren Sinn die intermodale Beförderung mit überwiegendem Hauptlauf auf Schiene, Binnen- oder Seewasserstraße und möglichst kurzen Straßenabschnitten.
Vorlauf bedeutet Transport zur ersten Umschlaganlage, Hauptlauf ist die lange Beförderung zwischen zentralen Knoten und Nachlauf der Weg zum Empfangsort. Der Umschlag geschieht an einem Terminal, also einer Anlage für den Wechsel zwischen Verkehrsträgern. Jeder Wechsel schafft Chancen für Bündelung, aber auch Risiken für Wartezeiten, Schäden und fehlende Anschlüsse.

Containerumschlag mit Portalkran. Bild: David Wilson, CC BY 2.0; Wikimedia Commons. Das Bild ist ein Lernbeispiel, keine Arbeitsanweisung.
Ladeeinheiten statt loses Umladen
Ein ISO-Container schützt das Packgut beim Umsetzen zwischen Lkw, Bahn und Schiff. Ein Wechselbehälter ist eine weitere Ladeeinheit für geeignete Verkehrswege; ein kranbarer Sattelauflieger kann unter passenden Bedingungen ebenfalls im KV eingesetzt werden. Nicht jedes Fahrzeug, jede Bahnstrecke und jedes Terminal kann jede Einheit übernehmen. Vor einer realen Buchung wären Ladeprofil, Gewichte, Maße, Terminfenster und Terminalannahme zu prüfen.
Bruttomasse der beladenen Ladeeinheit ist nicht identisch mit Warenmasse. In unserem Fall hat die Ware 10.000 kg und der angenommene leere Container 2.300 kg: zusammen 12.300 kg bzw. 12,3 t. Bei echten Aufträgen müssen zulässige Gewichte, Achslasten und anwendbare Vorschriften anhand gültiger Unterlagen und betrieblicher Prozesse geprüft werden.
Container auf einem Eisenbahntragwagen. Bild: terry cantrell, CC BY-SA 2.0; Wikimedia Commons.
Luft und See sinnvoll einordnen
Luftfracht kann bei kleinen, hochwertigen und extrem zeitkritischen Gütern nützlich sein, verlangt aber passende Luftfracht-Ladeeinheiten, Annahmebedingungen und häufig zusätzlich Lkw-Strecken. Ein 20-Fuß-Seecontainer lässt sich nicht einfach als identische Luftfracht-Ladeeinheit voraussetzen. Seeschifffahrt ist besonders für lange internationale Hauptläufe wichtig, während Binnenschifffahrt Binnenhäfen über Flüsse und Kanäle verbindet. In unserem Landverkehrsfall Ulm–Rotterdam werden Straße, Bahn und Binnenschiff berechnet; ein Seeschiff gehört hier nicht zum modellierten Hauptlauf.
Video: „Kombinierter Verkehr einfach erklärt“, Deutsche Bahn / DB Cargo, veröffentlicht 01.07.2024, deutschsprachiges Unternehmens-Erklärvideo; Videoquelle. Aussagen zu Einsparungen im Video sind anbieterspezifisch und ersetzen keine auftragsspezifische Bilanz.
Planungsdaten und Vergleichskriterien
Die Angebotsmatrix richtig lesen
Ein Preis für den Hauptlauf ist nicht automatisch der Tür-zu-Tür-Preis. Du addierst Vorlauf, Terminalumschläge, Hauptlauf, Nachlauf und vereinbarte Nebenkosten. Prüfe ferner das zugesagte Abhol- und Lieferfenster, die tatsächliche Anschlusswahrscheinlichkeit, Zoll- und Dokumentationsanforderungen sowie eventuelle Zusatzleistungen. Die fiktiven Beträge sind in Euro und zunächst ohne Umsatzsteuer angegeben.
| Kriterium | Fragestellung | Einheit |
|---|---|---|
| Gesamtkosten | Was kostet die komplette Kette? | € |
| Gesamtlaufzeit | Wann wird die Sendung am Empfangsort bereitgestellt? | Kalendertage im Modell |
| Transportarbeit | Welche Gütermasse bewegt sich über welche Entfernung? | tkm = t × km |
| Treibhausgasmodell | Wie groß ist die berechnete Klimawirkung der Fahrstrecken? | kg CO₂-Äquivalente |
| Resilienz | Was passiert bei einem verpassten Zug, Stau oder Niedrigwasser? | qualitative Beurteilung |
Emissionsfaktoren als vereinfachtes Modell
Das Umweltbundesamt (UBA) veröffentlicht für das Bezugsjahr 2024 im Verkehrsmittelvergleich durchschnittliche Treibhausgaswerte: 101 g CO₂e/tkm für Last- und Sattelzüge, 14 g CO₂e/tkm für Güterbahnen und 32 g CO₂e/tkm für Binnenschiffe (TREMOD 6.71B, Stand 10/2025). Die Werte sind durchschnittliche deutsche Vergleichswerte und enthalten Energievorketten; sie sind keine garantierten Faktoren für einen bestimmten ausländischen Transport, kein Nachweis einer unternehmensbezogenen Klimabilanz und berücksichtigen in dieser Übungsrechnung auch keine gesonderten Terminal-, Lager- oder Herstellungsaufwände.
Formel: Warenmasse (t) × Transportentfernung (km) × Emissionsfaktor (g CO₂e/tkm) ÷ 1.000 = kg CO₂e. Beispiel: 10 t × 100 km × 101 g/(t·km) = 101.000 g = 101 kg CO₂e. Bei mehreren Verkehrsträgern wird das Ergebnis jeder Teilstrecke separat berechnet und danach addiert.

Containerterminal Frankfurt Ost als Anschauungsbeispiel für Übergabepunkte. Bild: Dontworry, CC BY-SA 3.0; Wikimedia Commons.
Ausbildungsfall: drei Varianten berechnen
Ausgangslage
Die fiktive Kundin Nordlicht Montage GmbH bestellt die Beförderung ungefährlicher, trocken verpackter Ersatzteile: 10,0 t Warenmasse, eine angenommene 20-Fuß-Containerladung, Gesamtbruttomasse 12,3 t. Abholort: Modellstandort „Werk Ulm“, Ziel: Modellstandort „Verteillager Rotterdam“. Die Sendung soll spätestens nach vier Kalendertagen eintreffen, das Budget liegt bei höchstens 1.800 € netto. Es gibt keine Gefahrgutannahme und keinen wirklichen Frachtauftrag.
Die künstlichen Routenlängen ergeben sich aus vorgegebenen Übungsabschnitten; sie sind weder Straßenrouting noch Fahrplaninformationen. Die Laufzeiten enthalten im Modell bereits normale Terminal- und Übergabezeiten. Preis und Emissionen beziehen sich auf die eine angenommene Sendung, nicht auf einen realen Tarif pro Container oder Zug.
Variante A: direkter Lkw
Straße: 900 km. Angenommener Frachtpreis: 900 km × 1,85 €/km = 1.665 €. Hinzu kommen 210 € kalkulatorische streckenbezogene Nebenkosten und 65 € Disposition. Gesamtkosten = 1.665 € + 210 € + 65 € = 1.940 €. Laufzeit: 2 Kalendertage. Emissionsmodell: 10 t × 900 km × 101 g/(t·km) ÷ 1.000 = 909,00 kg CO₂e.
Die Route ist relativ schnell und benötigt keinen Terminalwechsel. Nachteile sind in diesem Modell der Preis oberhalb des Budgets und der vergleichsweise hohe Emissionswert. In der Praxis können Staus, Straßensperrungen, Lenk- und Ruhezeiten sowie Kapazitäten die Durchführbarkeit beeinflussen.
Variante B: Lkw–Bahn–Lkw
Vorlauf: 60 km Straße = 280 €. Erster Terminalumschlag: 110 €. Hauptlauf: 810 km Bahn = 950 €. Zweiter Terminalumschlag: 110 €. Nachlauf: 45 km Straße = 230 €. Summe der Entfernungen: 60 + 810 + 45 = 915 km. Gesamtkosten: 280 + 110 + 950 + 110 + 230 = 1.680 €. Laufzeit einschließlich normaler Umschläge: 3 Kalendertage.
Straßenemissionen: 10 t × (60 + 45) km × 101 g/(t·km) ÷ 1.000 = 106,05 kg CO₂e. Bahn: 10 t × 810 km × 14 g/(t·km) ÷ 1.000 = 113,40 kg CO₂e. Gesamt: 219,45 kg CO₂e. Gegenüber Variante A spart das Modell 909,00 − 219,45 = 689,55 kg CO₂e oder gerundet 75,9 % ein. Diese Einsparung ist eine Folge der angenommenen Strecken und Durchschnittsfaktoren, keine allgemeine Garantie.
Wikimedia-Commons-Bewegtbild mit Originalton: Containerzug in den USA, als Anschauung für gebündelten Schienenhauptlauf; Chris Light, CC BY-SA 4.0; Quelle. Kein Bild des Modellorts.
Variante C: Lkw–Binnenschiff–Lkw
Vorlauf: 80 km Straße = 290 €. Erster Terminalumschlag: 135 €. Hauptlauf: 830 km Binnenschiff = 720 €. Zweiter Terminalumschlag: 135 €. Nachlauf: 70 km Straße = 260 €. Strecke: 80 + 830 + 70 = 980 km. Gesamtkosten: 290 + 135 + 720 + 135 + 260 = 1.540 €. Laufzeit einschließlich normaler Übergaben: 5 Kalendertage.
Straße: 10 t × 150 km × 101 g/(t·km) ÷ 1.000 = 151,50 kg CO₂e. Binnenschiff: 10 t × 830 km × 32 g/(t·km) ÷ 1.000 = 265,60 kg CO₂e. Gesamt: 417,10 kg CO₂e. Die längere Gesamtroute kann trotzdem bei Kosten und Emissionen besser sein als der direkte Lkw, ist für die vorgegebene Frist aber zu langsam. In der Praxis sind Wasserstände, Schleusen und Fahrpläne besonders relevant.
Containerübergabe vom Binnenschiff auf Terminal-Zugmaschine am O’Swaldkai. © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons); Quelldatei.
Ergebnis, Entscheidung und Sensitivität
Drei vollständig gerechnete Ergebnisse
| Merkmal | A: Lkw direkt | B: Lkw–Bahn–Lkw | C: Lkw–Binnenschiff–Lkw |
|---|---|---|---|
| Modellstrecke | 900 km | 915 km | 980 km |
| Kosten netto | 1.940 € | 1.680 € | 1.540 € |
| Laufzeit | 2 Tage | 3 Tage | 5 Tage |
| THG-Modell | 909,00 kg CO₂e | 219,45 kg CO₂e | 417,10 kg CO₂e |
| Budget höchstens 1.800 €? | Nein | Ja | Ja |
| Frist höchstens 4 Tage? | Ja | Ja | Nein |
Musterentscheidung: Nur Variante B erfüllt beide harten Vorgaben im Ausgangsszenario. Sie liegt 120 € unter dem Budget und hat einen Tag Zeitpuffer. A ist 140 € zu teuer, C trifft um einen Tag zu spät ein. B kostet 140 € mehr als C, ist zwei Tage schneller und spart im Rechenmodell 417,10 − 219,45 = 197,65 kg CO₂e gegenüber C.
Plausibilitätsprüfung: Alle Kostenbestandteile sind genau einmal erfasst. Die Entfernung jeder Kette ist die Summe ihrer Etappen. Die Emissionsgröße hat die Einheit kg CO₂e und ist nicht mit kg Luftschadstoffen oder einer rein direkten CO₂-Messung zu verwechseln.
Sensitivitätsanalyse und ehrliche Kommunikation
Wenn der Bahntransport im Modell zwei Tage länger dauert als erwartet, steigt B auf 5 Tage und verletzt das Lieferfenster. Dann ist B nicht mehr fristgerecht, obwohl Kosten und berechnete Fahrstreckenemissionen hier unverändert bleiben. Du würdest den Status prüfen, den Kunden früh informieren und nur real verfügbare Alternativen auf Grundlage neuer Angebote beurteilen, anstatt eine nicht zugesagte Ersatzroute zu versprechen.
Für eine reale CO₂-Bilanz würden tatsächliche Strecken, Beladungen, Energiearten und zusätzliche Betriebsprozesse benötigt. Ein Vergleich durchschnittlicher g/tkm-Faktoren ist ein Lernmodell, kein verifiziertes Angebot und kein auditierter Emissionsnachweis. Eine Gewichtung nach „billigstes Angebot gewinnt“ ist fachlich ungenügend, wenn harte Fristen, Sicherheitsbedingungen oder die Eignung der Ladeeinheit verletzt werden.
Übergaben und Dokumentation
Für jeden Umschlag planst du eine Übergabekontrolle: Containerkennung, erkennbare äußere Beschädigungen, Plombenzustand sofern vorgesehen, Soll- und Ist-Zeit, zuständige Stelle und Ereignismeldung. Die tatsächlichen Fracht- und Beförderungsdokumente unterscheiden sich nach Transportart und Vertrag; hier werden keine ungeprüften Pflichtformulare oder Rechtsansprüche behauptet. Für die Planung verwendest du ausschließlich fiktive Daten und dokumentierst Annahmen eindeutig.
Seehafen Hamburg als Beispiel für die Anbindung intermodaler Hinterlandketten. Foto: Markus Spiske, CC BY 2.0; Wikimedia Commons.
Transfer auf See- und Luftfracht
Wann ist der Vergleich nicht eins zu eins übertragbar?
Bei einem Überseetransport kann ein Seeschiffs-Hauptlauf mit Vor- und Nachläufen per Bahn oder Lkw sinnvoll sein. Für eine Entscheidung musst du Hafenzeiten, Seefahrtdauer, Linienverbindungen, Freistell- und Zollprozesse sowie die Gesamtkette prüfen. Das Binnenwasserstraßenbeispiel darf nicht als Seefrachtberechnung ausgegeben werden.
Luftfracht ist für eine ganze 20-Fuß-Containerladung des Falls keine automatisch passende Alternative. Ein fairer Luftvergleich verlangt eine neu definierte transportfähige Packstückstruktur, bestätigte Kapazitäten, Luftfrachtsicherheitsregeln und einen gesonderten Tür-zu-Tür-Tarif. Für einen dringlichen Teilsatz von Ersatzteilen könnte die Luftoption neu geplant werden. Erfinde weder Transportzeiten noch Emissionswerte für diese nicht berechnete Option.
Sicherheitsgrenzen und Verantwortung
In diesem Kurs führst du ausschließlich Schreibtisch-, Rechen- und Simulationsaufgaben durch. Das Arbeiten an Krananlagen, elektrischen Anlagen, Drucksystemen, Gefahrstoffen oder im aktiven Terminalbetrieb gehört nicht zu den unbegleiteten Übungen. Praktische Tätigkeiten erfordern qualifizierte Aufsicht, betriebliche Vorgaben und erforderliche Befähigungen. Ein aiMOOC ersetzt keine Freigabe oder einen Befähigungsnachweis.
Audio zur Beobachtung statt Bedienung: Zuggeräusch (Aufnahme im Wagen), Ural-66, CC0 1.0, Wikimedia Commons. Höre auf wahrnehmbare Bewegung und bespreche, warum Geräusche allein weder eine Sicherheitsprüfung noch den Zustand einer Fracht nachweisen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Wissen testen
Welcher Teil der Bahnvariante ist der Hauptlauf? (Die 810 km auf der Schiene) (!Die 60 km zur ersten Umschlaganlage) (!Die 45 km bis zum Empfänger) (!Die Entladung im Lager)
Begründete Rückmeldung: Der Hauptlauf ist die lange tragende Verkehrsleistung zwischen den Terminals, hier die Schienenstrecke von 810 km.
Wie hoch sind die vollständigen Kosten für Variante B? (1680 Euro) (!950 Euro) (!1570 Euro) (!1940 Euro)
Begründete Rückmeldung: Zu den 950 Euro Bahnfracht kommen 280 Euro Vorlauf, zweimal 110 Euro Umschlag und 230 Euro Nachlauf.
Wie groß ist die beladene Containermasse des Modellfalls? (12 Komma 3 Tonnen) (!10 Komma 0 Tonnen) (!2 Komma 3 Tonnen) (!23 Komma 0 Tonnen)
Begründete Rückmeldung: Die Containermasse ergibt sich aus 10,0 t Ware und 2,3 t Leercontainer, zusammen 12,3 t.
Welcher Wert wird bei der UBA-Modellrechnung für die Güterbahn verwendet? (14 Gramm CO2e je Tonnenkilometer) (!101 Gramm CO2e je Tonnenkilometer) (!32 Gramm CO2e je Tonnenkilometer) (!14 Kilogramm CO2e je Kilometer)
Begründete Rückmeldung: Der Übungswert 14 g CO2e/tkm ist ein durchschnittlicher Bahnwert für das Bezugsjahr 2024, keine Messung des konkreten Zuges.
Wie viele Kilogramm CO2e entstehen im Modell bei Variante A? (909 Kilogramm) (!90 Komma 9 Kilogramm) (!219 Komma 45 Kilogramm) (!1940 Kilogramm)
Begründete Rückmeldung: Rechne 10 t mal 900 km mal 101 g je tkm und teile die Gramm durch 1000.
Welche Variante erfüllt Budget und Lieferfrist gleichzeitig? (Variante B mit Bahn) (!Variante A mit direktem Lkw) (!Variante C mit Binnenschiff) (!Keine der drei Varianten)
Begründete Rückmeldung: B kostet 1680 Euro bei drei Tagen; A überschreitet das Budget und C die Frist.
Was wird im typischen kombinierten Verkehr am Terminal zwischen Verkehrsträgern umgesetzt? (Die Ladeeinheit mit ihrer Ware) (!Jedes Einzelteil der Ladung separat) (!Immer nur der Fahrer) (!Nur die Transportpapiere)
Begründete Rückmeldung: Im intermodalen KV bleibt die Ware im geeigneten Container oder einer anderen geeigneten Ladeeinheit.
Wie viel beträgt der modellierte Emissionswert der Straße in Variante B? (106 Komma 05 Kilogramm CO2e) (!113 Komma 40 Kilogramm CO2e) (!219 Komma 45 Kilogramm CO2e) (!909 Kilogramm CO2e)
Begründete Rückmeldung: Die Straßenstrecken von 60 und 45 km addieren sich zu 105 km; 10 mal 105 mal 101 geteilt durch 1000 ergibt 106,05 kg.
Welche Folge hat eine Bahnverzögerung um zwei volle Tage im Modell? (Die Lieferfrist wird überschritten) (!Der Preis sinkt automatisch) (!Die Ladungsmasse halbiert sich) (!Das Binnenschiff wird schneller)
Begründete Rückmeldung: Aus drei Tagen werden fünf; die vereinbarte Obergrenze beträgt vier Tage. Eine Ersatzlösung müsste separat geprüft werden.
Welche fachliche Aussage über die Binnenschiff-Variante ist richtig? (Sie ist am günstigsten aber im Modell zu langsam) (!Sie ist immer die schnellste) (!Sie wird vollständig mit einem Seeschiff gefahren) (!Sie unterschreitet auch das Emissionsmodell der Bahn)
Begründete Rückmeldung: C kostet 1540 Euro und braucht fünf Tage. Sie liegt damit im Budget, verletzt aber die viertägige Frist.
Memory
Ordne jeden Fachbegriff genau einer anderen Erklärung zu. Es gibt sechs unterschiedliche Paare.
| Vorlauf | Beförderung von der Abholstelle bis zum ersten Terminal |
| Hauptlauf | Langer zentraler Abschnitt zwischen Verkehrsknoten |
| Nachlauf | Beförderung vom letzten Terminal zum Empfangsort |
| Terminal | Anlage zum Wechsel der Ladeeinheit zwischen Verkehrsträgern |
| Tonnenkilometer | Transportierte Tonnen multipliziert mit Streckenkilometern |
| Resilienz | Fähigkeit einer Kette, Störungen zu bewältigen |
Drag-and-Drop
Ordne die fünf Prozessschritte der jeweiligen Aussage zu.
| Richtiger Prozessschritt | Passende Tätigkeit |
|---|---|
| Annahmeprüfung | Ladungsmasse, Ladeeinheit und Lieferfrist aus dem Auftrag prüfen |
| Vorlaufdisposition | Beförderung vom Werk zum ersten Terminal organisieren |
| Umschlagkontrolle | Zustand und Kennung der Ladeeinheit beim Wechsel dokumentieren |
| Hauptlaufüberwachung | Beförderungsstatus auf dem langen Abschnitt verfolgen |
| Ablieferbestätigung | Eingang am Zielort mit der fiktiven Auftragsplanung abgleichen |
Kreuzworträtsel
Finde zu jeder Erklärung genau ein Fachwort ohne Leerzeichen.
| Vorlauf | Wie heißt die erste Transportetappe zur Umschlaganlage? |
| Hauptlauf | Wie nennt man den langen zentralen Beförderungsabschnitt? |
| Nachlauf | Welche Etappe folgt auf den letzten Terminalwechsel? |
| Container | Welche standardisierte Ladeeinheit bleibt beim Umschlag zusammen? |
| Terminal | Wie heißt die Anlage für den Verkehrsträgerwechsel? |
| Emissionen | Wie heißen in die Umwelt abgegebene Stoffe oder Gase allgemein? |
LearningApps
Suche bei LearningApps nach thematisch passenden Übungsbausteinen. Externe Treffer sind nicht automatisch fachlich geprüft.
Lückentext
Vervollständige die Sätze mit dem jeweils einen passenden Fachbegriff oder Ergebnis.
Offene Aufgaben
Leicht
- Verkehrsträger: Zeichne die drei Modellketten als eigene Ablaufskizzen und beschrifte bei B und C Vorlauf, Hauptlauf, Umschlag und Nachlauf.
- Ladeeinheit: Erstelle eine Begriffskarte für Container, Bruttomasse und Warenmasse und rechne 10.000 kg plus 2.300 kg korrekt in Tonnen um.
- Transportkosten: Prüfe in einer selbst erstellten Tabelle sämtliche fünf Kostenpositionen von B auf Vollständigkeit und dokumentiere den Rechenweg.
- Lieferzeit: Markiere die beiden harten Kundenanforderungen in einer Entscheidungstabelle und erläutere mündlich, warum A und C jeweils ausscheiden.
Standard
- Transportarbeit: Berechne für B die Tonnenkilometer der Bahn und der Straße getrennt und erkläre, weshalb die Bruttomasse des Containers hier nicht stillschweigend als die dem UBA-Vergleich zugrunde gelegte Warenmasse verwendet wird.
- Treibhausgas: Rechne die Emissionen von C vollständig in Gramm und Kilogramm nach, kontrolliere jede Einheit und vergleiche das Resultat mit B.
- Kundenberatung: Verfasse ein fiktives Angebot von etwa 180 Wörtern mit Kosten, Laufzeit, Annahmen und einer sachlichen Empfehlung ohne garantierte Umweltversprechen.
- Schnittstellenkontrolle: Entwickle ein ausgefülltes Muster-Übergabeprotokoll mit erfundenen Kennungen, Zeiten, Zustand und Meldeweg; verwende keine realen Kundendaten.
Schwer
- Sensitivitätsanalyse: Simuliere einen um zwei Tage verspäteten Bahnanschluss, erörtere die Auswirkungen auf das Lieferfenster und schreibe eine begründete Kundeninformation.
- Kostenvergleich: Entwirf einen vierten rein fiktiven KV-Tarif mit vollständig ausgewiesenen fünf Kostenpositionen; bestimme, bis zu welcher Gesamtsumme die Budgetgrenze eingehalten bleibt.
- Verkehrsplanung: Bewerte für eine erfundene eilige Teilsendung eine mögliche Luftfrachtlösung nur qualitativ und benenne mindestens sechs Angaben, die vor einer seriösen Preis- und Emissionsberechnung fehlen.
- Umweltbilanz: Entwickle eine kritische Stellungnahme dazu, wie sich die Bewertung bei anderen Beladungen, Energieträgern, Wartezeiten und Infrastrukturgrenzen verändern könnte; trenne Messung von Modellannahme.


Lernkontrolle
- Rechenkontrolle: Leite alle drei Gesamtkosten aus den Einzelpositionen her und zeige, dass keine Position doppelt gezählt wurde.
- Emissionsrechnung: Berechne den vollständigen CO₂e-Wert der Bahnvariante mit Einheiten, getrennten Verkehrsabschnitten und einer Gegenprobe zur direkten Lkw-Fahrt.
- Entscheidungsmatrix: Wähle anhand der zwei harten Grenzen und mindestens zwei weichen Kriterien eine Transportkette; begründe jeden Ausschluss ohne bloße Preisrangliste.
- Szenariotechnik: Prüfe eine zweitägige Verspätung von B und formuliere die fachlich korrekten nächsten Prüfschritte statt einer unbestätigten Ersatzgarantie.
- Transfer: Erkläre in einem Vergleichstext, warum ein Binnenschiff nicht mit einem Seeschiff und ein ISO-Seecontainer nicht mit einer beliebigen Luftfracht-Ladeeinheit gleichgesetzt werden darf.
- Quellenkritik: Unterscheide den KMK-Lernfeldbezug, die betriebliche Verordnung und die UBA-Durchschnittszahlen einschließlich ihrer unterschiedlichen Aussagekraft und Bezugsdaten.
Lernnachweis
Wissen: Du definierst KV, intermodale Beförderung, Vorlauf, Hauptlauf, Nachlauf, Ladeeinheit und Terminal mit einem eigenen Beispiel.
Fertigkeiten: Du legst eine konsistente Kostenmatrix mit Euro-Beträgen, eine Zeitmatrix in Kalendertagen, eine Transportarbeitsrechnung in tkm und eine Treibhausgasrechnung in kg CO₂e vor. Deine Lösungen müssen die Summen A = 1.940 €, B = 1.680 €, C = 1.540 € und 909,00 kg, 219,45 kg, 417,10 kg CO₂e nachvollziehbar enthalten.
Produkte: Prüffähiges fiktives Angebot, Ablaufdiagramm, Übergabeprotokoll, Kosten- und Emissionstabelle sowie ein einseitiger Entscheidungstext mit Annahmen, Fristen und Einschränkungen.
Transfer: Du identifizierst die Grenzen der UBA-Durchschnittsfaktoren und kannst erklären, welche zusätzlichen Informationen für reale See-, Luft- und Bahnangebote benötigt würden.
Bewertungsraster als Übungsvorschlag: Fachbegriffe 20 %, Rechenwege und Einheiten 35 %, Entscheidung und Zeitrisiko 25 %, Quellen- und Sicherheitsreflexion 20 %. Diese Gewichtung ist eine didaktische Empfehlung, keine offizielle Prüfungsbewertung.
OER und Wikipedia
Amtliche und fachliche Orientierung (Abruf 21.10.2026):
- KMK-Rahmenlehrplan für Kaufmann/Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung, Beschluss 30.04.2004, insbesondere Lernfelder 4, 6 und 10; schulischer Bezug.
- Ausbildungsordnung SpedKfmAusbV 2004, Ausfertigung 26.07.2004, Änderung 25.05.2009; betriebliche Ausbildungsinhalte.
- Umweltbundesamt: Emissionsdaten, aktualisiert 05.05.2026, Tabelle „Emissionen im Güterverkehr“ für Bezugsjahr 2024; Rechengrundlage (TREMOD 6.71B, Stand 10/2025).
- Umweltbundesamt: Binnenschiffe, aktualisiert 09.06.2026; Einordnung von Treibhausgasen und Luftschadstoffen im Binnenverkehr.
- Wikipedia: Kombinierter Verkehr, offen bearbeitete Ergänzungslektüre, nicht Ersatz für amtliche und fachliche Quellen.
Mediennachweise: Alle eingebetteten oder verlinkten Commons-Dateien sind Originalbestandsdateien ohne Bearbeitung im Kurs. Urheber, genaue Dateien und jeweilige Rechteinformationen sind auf den verlinkten Dateiseiten nachvollziehbar. Lizenzpflichtige Hinweise zu Namensnennung und gegebenenfalls Weitergabe unter gleichen Bedingungen beachten.
| Datei oder Video | Quellenachweis | Urheber | Lizenz und Rechteinformation |
|---|---|---|---|
| File:Intermodal terminal loading.jpg | Commons-Dateiseite | David Wilson | CC BY 2.0 |
| File:Intermodal shipping containers on a railway flat car.jpg | Commons-Dateiseite | terry cantrell | CC BY-SA 2.0 |
| File:Container-terminal-ost-ffm001.jpg | Commons-Dateiseite | Dontworry | CC BY-SA 3.0 |
| File:UP through Chehalis 6811.ogg | Commons-Video mit Ton | Chris Light | CC BY-SA 4.0 |
| File:Containerentladung, O’Swaldkai, Hafen Hamburg-9255.jpg | Commons-Dateiseite | Raimond Spekking | CC BY-SA 4.0 |
| File:Container port hamburg.jpg | Commons-Dateiseite | Markus Spiske | CC BY 2.0 |
| File:Стук колёс поезда.ogg | Commons-Audiodatei | Ural-66 | CC0 1.0 |
| https://www.youtube.com/watch?v=gQgbNMGQITY | Kombinierter Verkehr einfach erklärt | Deutsche Bahn / DB Cargo | YouTube-Video, Rechte beim jeweiligen Anbieter; Nutzungsbedingungen; kein CC-Freigabenachweis |
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