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Seefrachtaufträge im Modell planen - See Luft Schiene und kombinierter Verkehr - Ausbildung

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Seefrachtaufträge im Modell planen - See Luft Schiene und kombinierter Verkehr - Ausbildung

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Einleitung

Du planst einen vollständigen, ausdrücklich fiktiven Seefrachtauftrag von einem Hersteller in Kassel zu einem Kunden in Vancouver. Du vergleichst Vorlauf, Hauptlauf und Nachlauf, ermittelst belastbare Modellkosten, kontrollierst Dokumente, überwachst Zeitpunkte und begründest eine Entscheidung auch unter Umweltgesichtspunkten. Du arbeitest mit erfundenen Firmen, Angeboten und Terminen; sämtliche Geldbeträge und Emissionswerte sind didaktische Modellannahmen, keine aktuellen Tarife oder belastbaren Emissionsmessungen.

Zielgruppe: Auszubildende zum Kaufmann und zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung im zweiten Ausbildungsjahr. Lernziele: Du kannst einen Seefrachtauftrag aufnehmen, FCL und LCL unterscheiden, Dokumente und Schnittstellen benennen, einen Kosten- und Zeitplan rechnen, das VGM-Konzept erklären, Planabweichungen bearbeiten und die gewählte Verkehrskette begründen.

Curriculare Orientierung: Der KMK-Rahmenlehrplan vom 30.04.2004 betrifft den schulischen Unterricht. Im zweiten Ausbildungsjahr passen besonders Lernfeld 6 „Frachtaufträge eines weiteren Verkehrsträgers bearbeiten“ (40 Unterrichtsstunden) und Lernfeld 10 „Exportaufträge bearbeiten“ (80 Unterrichtsstunden); Kostenkalkulation lässt sich mit Lernfeld 7 verknüpfen. Die betriebliche Ausbildung beruht hingegen auf der Verordnung vom 26.07.2004 einschließlich Ausbildungsrahmenplan: unter anderem prozessorientierte Leistungserstellung, Güterversendung, internationale Spedition, Verträge und Sicherheit. Ein einzelner Kurs ersetzt weder die gesamte Ordnung noch praktische Unterweisung oder Befähigungsnachweise.

Bild: Containerumschlag im Hamburger Hafen; Uli Köhler, Wikimedia Commons, CC0 1.0 (Dateiseite und Lizenz im Quellenverzeichnis).


Kundenauftrag und Transportbedarf


Ausgangslage: die fiktive Modellfirma

Die fiktive Nordlicht Bauteile GmbH aus Kassel verkauft ungefährliche, nicht kühlpflichtige Montagebauteile an die ebenfalls fiktive Westufer Components Ltd. in Vancouver, Kanada. Eine neutrale Modellspedition erhält den Auftrag zur Organisation einer Tür-zu-Tür-Kette mit Abgangshafen Bremerhaven und Zielhafen Vancouver. Der Kunde wünscht eine kalkulierbare Ankunft bis 30.11.2026, einen Kostenvoranschlag und eine Darstellung möglicher Terminrisiken.

Die Sendung umfasst 10 verpackte Paletten mit je 1,20 m × 0,80 m × 0,90 m Außenmaßen und 500 kg Bruttomasse pro Palette. Die Ware ist laut Modellannahme kein Gefahrgut; diese Einordnung ist im realen Auftrag anhand der tatsächlichen Ware zu prüfen. Das Packstückvolumen beträgt je Palette 1,20 × 0,80 × 0,90 = 0,864 m³ und für zehn Paletten 8,64 m³. Die gesamte Paletten-Bruttomasse beträgt 10 × 500 = 5.000 kg = 5,0 t. Bruttomasse der Paletten bedeutet hier ausdrücklich einschließlich ihrer üblichen Verpackung.


Geeignete Ladeeinheit prüfen

Ein TEU ist die rechnerische Einheit eines 20-Fuß-Containers; ein 40-Fuß-Container entspricht nominell zwei TEU. Ein FCL (Full Container Load) ist eine Sendung im eigenen Container, während LCL (Less than Container Load) gemeinsam mit fremden Sendungen konsolidiert wird. Du prüfst neben dem Kubikmeterwert auch Innenmaße, Türöffnung, Punkt- und Flächenlast, Ladungsverteilung, Eignung, Feuchteempfindlichkeit und die tatsächlich gültige CSC-Plakette des bereitgestellten Containers. Das bloße Unterschreiten eines Volumen- oder Massenrichtwertes beweist keine Verladbarkeit.

Modellentscheidung: Für den Auftrag wird nach separater Eignungsprüfung ein 20-Fuß-Standardcontainer als FCL vorgesehen. Das ist eine Annahme für die weitere Fallrechnung, keine Belade- oder Ladungssicherungsfreigabe. Planung, Stauen und Sichern erfolgen in der Praxis ausschließlich durch qualifizierte Verantwortliche nach betrieblichen Verfahren; die Auszubildenden führen keine unbeaufsichtigten Container-, Kran- oder Gefahrstoffarbeiten aus.

Grafik (englische Beschriftung): Vergleich von Containerschiffsgrößen; RCraig09, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.


Seefrachtkette und Zeitplanung


Beteiligte und Transportabschnitte

Der Versender stellt die Sendungsdaten bereit; der Spediteur koordiniert Leistungen und Angebote; der Frachtführer befördert die Güter nach vertraglicher Vereinbarung. Weitere Schnittstellen sind Vorlaufunternehmen, Containerdepot, Packstelle, Terminal, Reederei, Zollbeteiligte, Zielterminal und Nachlaufunternehmen. Ein Carrier Booking ist eine Reservierung von Frachtraum bei einer Reederei und keine Garantie für die tatsächliche Verschiffung.

Vorlauf bezeichnet den Transport ab Kassel bis zum Abgangsterminal. Im Hauptlauf erfolgt der Seetransport; ein Feeder kann Zubringerverkehr zwischen Häfen übernehmen. Nachlauf ist der Transport vom Zielhafen zum Empfänger. Kombinierter Verkehr nutzt für die Hauptstrecke häufig Schiene oder Wasser und für kurze Anfangs- beziehungsweise Endabschnitte die Straße; nicht jede multimodale Kette erfüllt automatisch eine spezifische rechtliche Begriffsdefinition des kombinierten Verkehrs.

Bild: Containerschiff auf der Elbe; Alstersegler, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.


Zeitachse für den Modellauftrag

Vorgang Fiktiver Plantermin Prüfpunkt
Sendung bereit und Dokumentenprüfung Mo., 02.11.2026 Maße, Bruttomasse, Empfangsadresse und Exportdaten vollständig
Vorlauf per Lkw und Terminalanlieferung 02.–03.11.2026 Containerzustand, Annahmebeleg und Zeitfenster
Reederei-Cut-off für diese Modellreise Mi., 04.11.2026 VGM, Buchung und Dokumente termingerecht bereit
Geplante Schiffsabfahrt Fr., 06.11.2026 ATD gegen ETD vergleichen
Geplante Seeankunft nach 20 Kalendertagen Do., 26.11.2026 ETA durch Reederei überwachen
Modellhafter Nachlauf und Empfang 27.–30.11.2026 Zwei Kalendertage für angenommene Freigaben und zwei für Nachlauf

ETD ist die geschätzte Abfahrtszeit, ETA die geschätzte Ankunftszeit; ATD/ATA bezeichnen tatsächliche Abfahrts- beziehungsweise Ankunftszeiten. In diesem Modell liegt zwischen dem geplanten 26. und 30. November nur ein Zeitfenster von vier Kalendertagen. Wochenenden und örtliche Betriebszeiten müssen bei einer realen Buchung zusätzlich berücksichtigt werden. Ein Termin bleibt eine Prognose und bedarf regelmäßig neuer Bestätigung. Seetransit und Hafenzeiten sind frei erfundene Rechenwerte, keine aktuell angebotene Verbindung Bremerhaven–Vancouver.

NDR Doku (deutsch, 05.02.2025): Hafen der Zukunft in Hamburg. Beobachte Schnittstellen und die Automatisierung, nicht vermeintliche verbindliche Betriebsanweisungen.


Dokumentation, Verträge und Sicherheit


Von der Buchung zur Übergabe

Vor der Buchung klärst du genaue Warenbeschreibung, Anzahl der Packstücke, Gewicht, Abmessungen, Handelsrechnung, Packliste, Incoterm-Vereinbarung, Parteien, gegebenenfalls Zolltarifierung, Exportbeschränkungen, Versicherungsbedarf und Empfängerangaben. Shipping Instructions übermitteln die dokumentationsrelevanten Angaben an die Reederei. Ein Bill of Lading (B/L) kann unter den jeweiligen Voraussetzungen als Empfangsnachweis, Beleg des Beförderungsvertrages und Traditionspapier dienen. Ein Sea Waybill ist dagegen regelmäßig ein nicht handelbares Seefrachtpapier ohne die dokumentäre Verfügungsfunktion eines Orderkonnossements. Die konkrete Auswahl richtet sich nach Kaufvertrag, Bank- und Empfängeranforderungen; niemals nur nach dem Kurstitel.

Incoterms® 2020 regeln bestimmte Lieferpflichten, Kosten- und Gefahrübergänge zwischen Käufer und Verkäufer, ersetzen aber weder Beförderungsvertrag noch Eigentumsregelung. Bei containerisierter Ware und Übergabe an einen Frachtführer am Terminal kann FCA geeigneter als FOB sein; der tatsächlich vereinbarte benannte Ort ist entscheidend. Die Modellspedition erstellt ihre interne Tür-zu-Tür-Kalkulation unabhängig davon, welche Kosten der Verkäufer später gemäß Kaufvertrag tatsächlich trägt. In der Übung lautet die modellhafte Lieferbedingung FCA Kassel, benannter Übergabeort, Incoterms® 2020; die nachfolgende Gesamtkette ist als zusätzlich beauftragte Modelllogistik kalkuliert.


VGM und Exportabwicklung

VGM (Verified Gross Mass) ist die verifizierte Bruttomasse eines gepackten Containers. Für das Modell gelten: Paletten einschließlich Verpackung 5.000 kg, zusätzliches Sicherungs- und Staumaterial 180 kg und Container-Eigenmasse (Tara) 2.300 kg. Daraus folgt VGM = 5.000 kg + 180 kg + 2.300 kg = 7.480 kg. Das ist eine Rechenübung. Die normgerechte Ermittlung und Dokumentation in der Praxis setzt ein zulässiges Verfahren und die verantwortliche Stelle voraus; ein Tabellenwert allein ist keine gültige VGM-Erklärung. Nach SOLAS Kapitel VI Regel 2 darf ein betroffener gepackter Container ohne rechtzeitig bereitgestellte verifizierte Bruttomasse nicht verladen werden. Der IMO-Stand der einschlägigen Änderung ist in Kraft seit 01.07.2016; weitere aktuelle nationale Ausführungsbestimmungen sind betrieblich zu prüfen.

Für die Ausfuhr von Unionswaren in ein Drittland ist grundsätzlich ein Zollausfuhrverfahren zu prüfen. In der EU läuft die elektronische Ausfuhranmeldung im Regelfall über das Automated Export System (AES); maßgeblich sind die konkreten zollrechtlichen Voraussetzungen und Verantwortlichkeiten. Ausfuhr- und Ausgangsbestätigungen sind nicht identisch mit dem B/L. Beim Empfänger sind kanadische Importbedingungen und Zuständigkeiten gesondert zu klären. Keine dieser Angaben ersetzt Zoll- oder Rechtsberatung.


Abweichungen sachlich behandeln

Fehlt die VGM-Meldung am Cut-off, darfst du nicht lediglich einen geratenen Zahlenwert übermitteln. Prüfe mit der zuständigen Fachperson die Dokumente und eine zulässige Verifizierung; melde das Risiko einer verpassten Verladung sofort. Bei Roll-over auf ein späteres Schiff sind neu zu bewerten: ETA, vertraglicher Liefertermin, Umbuchungs- und Standkosten, Informationspflichten und ein Plan B. Sichere die Kommunikation in einer fiktiven Ereignisliste mit Zeit, Quelle, Zuständigkeit, Entscheidung und nächster Kontrolle.

Datei:Container ship.webm Commons-Kurzvideo mit Schiffsansicht (43 Sekunden): Jan Ainali, CC BY-SA 4.0; ergänzendes Anschauungsmaterial, keine technische Schulung.


Kosten, Angebot und Wirtschaftlichkeit


Vollständige Modellkosten

Alle Positionen gelten je einem fiktiven FCL-Transport und sind als netto in EUR angenommen. Etwaige Steuern, Zollabgaben, Wechselkurse, unvorhergesehene Gebühren und real angebotene Leistungen bleiben außerhalb dieser vereinfachten Modellrechnung.

Kostenposition Betrag netto in EUR Inhalt der Annahme
Vorlauf Kassel–Bremerhaven, Lkw 620 Container-Vorlauf
Exportdokumentation und Abwicklung 210 Verwaltungsleistung
Abgangsterminal 260 angenommene Terminalkosten
Hauptlauf Seefracht 1.460 fiktiver Seefrachttarif
Zuschlag Hauptlauf 165 kalkulatorischer Zuschlag
Zielterminal 330 angenommene Empfangsgebühren
Nachlauf zum Empfänger 590 örtlicher Zustelltransport
Optionale Transportversicherung 150 reine Modellprämie
Gesamtkosten 3.785 620 + 210 + 260 + 1.460 + 165 + 330 + 590 + 150

Bei einem Modellverkaufspreis von 4.200 EUR netto beträgt der vereinfachte auftragsbezogene Deckungsbeitrag 4.200 − 3.785 = 415 EUR. Die Deckungsbeitragsquote bezogen auf den Erlös beträgt 415 / 4.200 × 100 = 9,88 % (gerundet). Das ist keine vollständige handels- oder steuerrechtliche Erfolgsrechnung, denn Fixkosten, Zurechnung und Angebotsspielräume sind im Modell vereinfacht.


Sensitivität und Nachkalkulation

Verlangt das Terminal bei Terminüberschreitung fiktiv 180 EUR Zusatzkosten, steigen die auftragsbezogenen Kosten auf 3.965 EUR; bei unverändertem Erlös sinkt der Deckungsbeitrag auf 235 EUR. Eine neue Seefrachtrate von 1.660 statt 1.460 EUR würde die ursprüngliche Kostenbasis um 200 EUR auf 3.985 EUR erhöhen. Darum müssen Angebote Gültigkeit, Leistungsumfang, Konditionen und eventuelle Zuschläge klar nennen und durch autorisierte Mitarbeitende bestätigt werden.

Bild: Hafenanlagen mit Kranen, Prosperandgrow, Wikimedia Commons, CC BY 4.0.


Verkehrsträgervergleich und begründete Entscheidung


Zeit, Kosten und Umwelt zusammenführen

Ein Wechsel des Hinterlandverkehrs von Lkw zu Schiene kann den Straßenanteil verkürzen; eine direkte Schienenanbindung, verfügbare Slots und zusätzliche Umschläge sind jedoch zu prüfen. Die Umweltwirkung hängt von Auslastung, Energieträgern, Route, Systemgrenzen und Messmethode ab. Für die ausschließlich erfundene Vergleichsrechnung gelten folgende Gesamtkettendaten. Die CO₂e-Werte sind hypothetische Übungsgrößen für diese eine Sendung, keine transportmodusspezifischen Durchschnittsfaktoren und keine amtliche Bilanz.

Variante Modellkosten netto Modell-Lieferdatum Modell-Emissionen Bewertung
A: Seefracht und Straßen-Vorlauf 3.785 EUR 30.11.2026 1,80 t CO₂e geringste Kosten im Fall
B: Seefracht und Schienen-Vorlauf 3.905 EUR 01.12.2026 1,50 t CO₂e niedrigere Modell-Emissionen, einen Tag später
C: Luftfracht als Alternative 9.600 EUR 09.11.2026 8,50 t CO₂e schnell, aber deutlich teurer

Für Variante B ersetzt eine Schienenleistung zu 740 EUR den Straßen-Vorlauf zu 620 EUR; daher 3.785 − 620 + 740 = 3.905 EUR. Gegenüber A sind das 120 EUR Mehrkosten und 0,30 t CO₂e = 300 kg CO₂e weniger im Modell. Variante B verfehlt den festen Kundenwunschtermin um einen Kalendertag; ohne geänderte Lieferzusage ist sie nicht gleichwertig. Variante C ist im Modell zwar deutlich schneller, spart aber keinen Treibhausgasausstoß ein. Reale Entscheidungen benötigen aktuelle verifizierte Daten, verlässliche Termine, Zoll- und Leistungsprüfung und gegebenenfalls ein standardisiertes Verfahren der Treibhausgasbilanzierung.

Musterentscheidung: Bei verbindlicher Modell-Lieferfrist 30.11.2026 und ohne zulässige Verschiebung wird vorläufig A gewählt, vorbehaltlich Buchungs- und Cut-off-Bestätigung. Wenn die Kundschaft den 01.12. schriftlich akzeptiert und die Schiene verfügbar ist, ist B eine begründbare, emissionsärmere Modellalternative.

WELT-Dokumentation (deutsch, 19.12.2019): Hamburger Hafen, Verkehrswege und Hafenbetrieb. Anschauung, keine aktuellen Hafenfahrpläne oder Normnachweise.

Hörbeispiel aus dem Seehafen: . Die Aufnahme betrifft ein Kreuzfahrtschiff, nicht den fiktiven Containertransport; sie veranschaulicht nur akustische Hafensignale und erteilt keine Handlungsanweisung (Tvabutzku1234, Wikimedia Commons, CC0 1.0).


Interaktive Aufgaben


Multiple-Choice-Quiz

Wähle jeweils die einzige fachlich richtige Antwort. Die erläuternde Rückmeldung steht jeweils nach der Aufgabe.

Welche Gesamt-Bruttomasse besitzen die zehn Modellpaletten? (5.000 kg) (!500 kg) (!7.480 kg) (!8.640 kg)



Rückmeldung: Zehn Paletten mit je 500 kg wiegen zusammen 5.000 kg. 7.480 kg ist dagegen die spätere Modell-VGM inklusive Material und Containertara.

Welches Gesamtvolumen folgt aus den angegebenen Außenmaßen? (8,64 Kubikmeter) (!0,864 Kubikmeter) (!86,4 Kubikmeter) (!7,48 Kubikmeter)



Rückmeldung: 1,20 mal 0,80 mal 0,90 Kubikmeter je Palette ergibt 0,864 Kubikmeter; bei zehn Paletten sind es 8,64.

Was kennzeichnet FCL im Modellauftrag? (Ein eigener Container für die betreffende Sendung) (!Eine zwangsläufige Beförderung per Flugzeug) (!Ein gemeinsamer Sammelcontainer mit fremder Ware) (!Ein Container ohne Bruttomasse)



Rückmeldung: FCL beschreibt die containerbezogene Sendungsform. Die Eignung der Einheit und die Ladungssicherung müssen trotzdem separat geprüft werden.

Welche Aufgabe gehört in erster Linie zum Vorlauf? (Transport vom Versender zum Abgangsterminal) (!Seebeförderung zwischen zwei Häfen) (!Übergabe im Zielhafen an den Empfänger) (!Zollabfertigung im kanadischen Inland)



Rückmeldung: Der Vorlauf endet an der definierten ersten Hauptlauf-Schnittstelle; Seehauptlauf und Zielnachlauf sind gesondert zu planen.

Welche Zahl entspricht der VGM der gepackten Modellladeeinheit? (7.480 kg) (!5.000 kg) (!2.300 kg) (!5.180 kg)



Rückmeldung: VGM berücksichtigt die 5.000 kg Paletten, 180 kg Zusatzmaterial und 2.300 kg Container-Tara. In der Praxis verlangt die IMO eine zulässige Verifizierung.

Wofür steht ETA in der Transportüberwachung? (Voraussichtliche Ankunft) (!Tatsächlich erfolgte Abfahrt) (!Rechnungsbetrag ohne Steuer) (!Bestätigtes Containergewicht)



Rückmeldung: ETA ist eine Prognose der Ankunft, keine Zusicherung; sie wird im Störungsmanagement mit ATA abgeglichen.

Wie hoch ist die fiktive Summe aller genannten Transportkosten? (3.785 EUR) (!4.200 EUR) (!415 EUR) (!3.905 EUR)



Rückmeldung: Die Summe der acht Kostenpositionen ergibt 3.785 EUR. 4.200 EUR ist der vereinfachte Verkaufspreis und 415 EUR der Deckungsbeitrag.

Welcher Modell-Deckungsbeitrag ergibt sich aus 4.200 EUR Umsatz und 3.785 EUR Kosten? (415 EUR) (!3.785 EUR) (!9.600 EUR) (!2350 EUR)



Rückmeldung: Deckungsbeitrag ist im vereinfachten Fall Erlös minus auftragsbezogene Kosten, hier 415 EUR vor weiteren Fixkosten.

Welche Aussage über Container und Incoterms ist fachlich sachgerecht? (FCA kann bei Containerübergabe am Terminal geeigneter als FOB sein) (!FOB regelt automatisch das Eigentum an der Ware) (!Incoterms ersetzen jede Transportversicherung) (!FCA ist nur für den Flugverkehr bestimmt)



Rückmeldung: Die ICC empfiehlt FCA häufig bei Containergütern, die vor Verladung auf ein Schiff an einen Carrier übergeben werden. Vertragsdetails bleiben entscheidend.

Welche Folge hat im Modell ein Schienen-Vorlauf statt des Straßen-Vorlaufs? (120 EUR Mehrkosten und einen Tag spätere Lieferung) (!120 EUR Einsparung und identische Lieferzeit) (!Keine Änderung der Gesamtkosten) (!Die Lieferung trifft am 9. November ein)



Rückmeldung: Die Annahme 740 statt 620 EUR ergibt 120 EUR Mehrkosten; die Bahnvariante endet im Modell am 1. Dezember statt am 30. November.



Memory

Ordne die Fachbegriffe ihren zutreffenden Beschreibungen zu.

FCL Containerladung, die einer Sendung exklusiv zugeordnet wird
Cut-off Letzter Annahmezeitpunkt für einen definierten Prozessschritt
VGM Verifizierte Gesamtbruttomasse des gepackten Containers
Nachlauf Beförderung ab der letzten Hauptlauf-Schnittstelle zum Empfänger
Konnossement Seefrachtpapier mit vertraglicher und gegebenenfalls Traditionsfunktion
ETA Voraussichtlicher Ankunftszeitpunkt





Drag-and-Drop

Ordne jedem Tätigkeitsschritt die passende fachliche Beschreibung zu.

Passenden Begriff zuordnen Beschreibung
Auftragserfassung Waren- und Empfängerdaten strukturiert prüfen
Frachtraumbuchung Freien Platz im geplanten Liniendienst anfragen
VGM-Verifizierung Zulässig ermittelte Containerbruttomasse bereitstellen
Sendungsüberwachung Geplante und tatsächliche Ereignisse abgleichen
Nachkalkulation Erlös und angefallene Kosten gegenüberstellen





Kreuzworträtsel

Gesucht ist jeweils ein einzelnes Fachwort.

Container Standardisierte Ladeeinheit für Verkehrsträgerwechsel
Vorlauf Transportabschnitt bis zum Hauptlauf
Reederei Unternehmen, das Schiffsverkehr anbietet
Konnossement Traditionsfähiges Seefrachtpapier unter den entsprechenden Voraussetzungen
Terminal Anlage zur Annahme und Übergabe von Transporteinheiten
Freigabe Erlaubnis oder Bestätigung zur Fortsetzung eines Vorgangs





LearningApps

Finde ergänzende Zuordnungs- und Lernübungen zur Seefracht. Die Suche stellt keine fachliche Vorprüfung fremder Lernangebote dar.


Eigenständiger Lückentext

Ergänze jeweils genau einen Begriff oder Zahlenwert.
Die Beförderung von Kassel zum Abgangsterminal heißt

.
Die Seefracht zwischen den Häfen ist der

.
Die Abkürzung für eine allein einem Versender zugeordnete Containerladung lautet

.
Die Kapazität eines zwanzig Fuß langen Standardcontainers wird als eine

bezeichnet.
Die voraussichtliche Schiffsankunft wird mit

abgekürzt.
Die verifizierte Bruttomasse des gepackten Containers heißt

.
Die gesamte Masse der zehn Modellpaletten beträgt

Kilogramm.
Die modellhafte verifizierte Containerbruttomasse beträgt

Kilogramm.
Die modellhaften Transportkosten der Straßenvariante summieren sich auf

Euro.
Der vereinfachte Modell-Deckungsbeitrag beträgt

Euro.
Die Schienenvariante kostet im Vergleich zur Straßenvariante

Euro mehr.
Beim Auftreten von Verzögerungen muss die zuständige Stelle den Kunden rechtzeitig

.



Offene Aufgaben

Bearbeite die Aufgaben nur mit den vollständig fiktiven Kursdaten. Keine Aufgabe verlangt reale Hafenbesuche im Gefahrenbereich oder Eingriffe in Anlagen.


Leicht

  1. Sendungssteckbrief: Erstelle aus den Kursdaten ein übersichtliches Blatt mit zehn Paletten, Einzelmaßen, Gesamtvolumen, Gewicht und Zieltermin; gib die Rechenwege und Einheiten an.
  2. Schnittstellenplan: Zeichne den modellhaften Weg Kassel–Bremerhaven–Vancouver–Empfänger und beschrifte Vorlauf, Terminal, Hauptlauf und Nachlauf.
  3. Dokumentenmatrix: Ordne Buchung, Packliste, Handelsrechnung, VGM und Konnossement den jeweiligen Funktionen zu und markiere die noch zu prüfenden Angaben.
  4. Begriffskarten: Erkläre in eigenen Worten ETD, ATD, ETA und ATA mit je einem Beispiel aus der Modellzeitachse.


Standard

  1. Eignungscheck: Formuliere fünf fachliche Prüffragen, die trotz 8,64 Kubikmetern und 5.000 Kilogramm vor einer realen Containerzuweisung offenbleiben.
  2. Kostenblatt: Erstelle eine Tabellenkalkulation mit den acht Modellkostenpositionen, der Summe, dem Verkaufspreis, dem Deckungsbeitrag und einer Prozentformel.
  3. VGM-Rechnung: Rechne aus 5.000, 180 und 2.300 Kilogramm die Containerbruttomasse und erkläre, weshalb deine Rechnung noch keine rechtlich gültige Verifizierung ersetzt.
  4. Statusmeldung: Verfasse eine sachliche Nachricht zu einer fiktiven dreitägigen Schiffsverspätung mit neuem ETA, offenem Lieferterminrisiko und konkretem nächsten Prüftermin.


Schwer

  1. Variantenvergleich: Berechne für Straße, Schiene und Luft aus den Kurszahlen eine gewichtete, selbst begründete Entscheidungsmatrix mit Kriterien Kosten, Zeit und Modell-CO₂e; bewerte den Einfluss einer geänderten Kundenpriorität.
  2. Lieferbedingungen prüfen: Erläutere am Übergabepunkt Kassel den Unterschied zwischen der internen Tür-zu-Tür-Kalkulation und Kostenpflichten gemäß einem tatsächlich vereinbarten Incoterm; kennzeichne noch offene Vertragsfragen.
  3. Störungssimulation: Entwirf eine Ereignisliste mit VGM-Fehler, verpasstem Cut-off, Roll-over, zusätzlichen Modellkosten und Zuständigkeiten, ohne selbst operative Hafenarbeiten auszuführen.
  4. Entscheidungsvorlage: Verfasse eine einseitige Empfehlung für die Geschäftsleitung unter ausdrücklicher Trennung von frei angenommenen Emissionen, belegten Fachregeln und noch einzuholenden Echtangeboten.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Ergebnisprüfung: Erläutere die einzelnen Faktoren der Volumenberechnung 10 × 1,20 × 0,80 × 0,90 = 8,64 Kubikmeter und prüfe die Einheit.
  2. Gewichtskontrolle: Zeige den Unterschied zwischen 5.000 Kilogramm Ladungsbruttomasse und 7.480 Kilogramm VGM und benenne die echte Prüfverantwortung.
  3. Wirtschaftlichkeit: Rechne Kosten von 3.785 Euro, Erlös von 4.200 Euro und eine zusätzliche Standgebühr von 180 Euro zu einem neuen Deckungsbeitrag von 235 Euro zusammen und interpretiere ihn.
  4. Termintreue: Erkläre, weshalb die Schienenvariante trotz 300 Kilogramm geringerer Modell-Emissionen ohne Zustimmung den Wunschtermin verfehlt.
  5. Dokumententransfer: Begründe, weshalb Packliste, VGM-Erklärung, Ausfuhrdokument und Konnossement unterschiedliche Zwecke erfüllen.
  6. Kundenentscheidung: Formuliere einen belastbaren Vorbehalt für ein Angebot, solange Frachtraum, Zollanforderungen und tatsächliche Termine noch nicht bestätigt sind.
  7. Datenkritik: Prüfe, welche realen Daten und Systemgrenzen benötigt würden, um einen belastbaren statt frei erfundenen CO₂e-Vergleich zu erstellen.




Lernnachweis

Ein überzeugender Lernnachweis besteht aus einem nachvollziehbaren Auftragssteckbrief mit ausdrücklich erfundenen Parteien, einer beschrifteten Transportkette, einem terminierten Schnittstellenplan, einer dokumentierten VGM-Modellrechnung, einem rechenbaren Kalkulationsblatt und einer begründeten Variantenentscheidung. Zeige besonders, wo Annahmen, amtliche Anforderungen und noch offene Prüfungen auseinanderfallen. Als Transferleistung verfasst du eine präzise, kundenorientierte Abweichungsmeldung und erklärst mindestens einen Interessenkonflikt zwischen Kosten, Zeit, Sicherheit und Umweltschutz. Bewertet werden Rechengenauigkeit, Einheiten, Nachvollziehbarkeit, Fachsprache und kritischer Umgang mit unsicheren Daten.


OER und Wikipedia

Amtliche und fachliche Fundstellen (Abrufprüfung Oktober 2026):

Nachprüfbare Medien, Urheber und Lizenz-/Rechtenachweise:

Exakte Datei oder Video Verifizierte Quelle Urheber / Anbieter Lizenz bzw. Rechtehinweis
File:Containerschiff im Hamburger Hafen mit Kränen.jpg Wikimedia Commons Uli Köhler CC0 1.0
File:Container ship in Hamburg.jpg Wikimedia Commons Alstersegler CC BY-SA 4.0
File:20240330 Container ship sizes and capacities.svg Wikimedia Commons RCraig09 CC BY-SA 4.0
File:The Port of Hamburg.jpg Wikimedia Commons Prosperandgrow CC BY 4.0
File:Container ship.webm Wikimedia Commons Jan Ainali CC BY-SA 4.0
File:Cruise ship Albatros ship horn.ogg Wikimedia Commons Tvabutzku1234 CC0 1.0
https://www.youtube.com/watch?v=b8dnceyUlTQ YouTube: Hafen der Zukunft NDR Doku Urheberrecht vorbehalten; nur als externer Player, keine offene Nachnutzungslizenz nachgewiesen
https://www.youtube.com/watch?v=JmIX8WUluHo YouTube: Hamburger Hafen WELT Urheberrecht vorbehalten; nur als externer Player, keine offene Nachnutzungslizenz nachgewiesen

Nutzungshinweis: Bild- und Audiodateien wurden nicht bearbeitet. Vor jeder weitergehenden Nachnutzung sind Lizenzbedingungen, Namensnennung und bei CC BY-SA auch Weitergabebedingungen zu berücksichtigen. Die Videoinhalte verbleiben auf den externen Plattformen. Die Links zu Quellen ersetzen keine juristische oder technische Einzelprüfung.

Wikipedia für den Einstieg: Containerschiff sowie Containertransport (gemeinschaftlich redaktionell erstellte Überblickstexte, keine amtlichen Rechtsquellen).



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