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Strecken Zeiten und Kapazitäten planen - Speditionsauftrag im Güterkraftverkehr - Ausbildung

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Strecken Zeiten und Kapazitäten planen - Speditionsauftrag im Güterkraftverkehr - Ausbildung

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Einleitung

Du planst für die vollständig erfundene Feldweg-Spedition Lernwerk GmbH eine Tour mit zwei fiktiven Lieferstellen. Deine Aufgabe ist nicht nur, Kilometer zu addieren: Du entscheidest über die Reihenfolge der Stopps, prüfst Zeitfenster, berücksichtigst die Fahrtunterbrechung und stellst sicher, dass Platz und Nutzlast reichen. Alle Entfernungen, Uhrzeiten, Gewichte und Unternehmensdaten sind ausdrücklich erfundene Unterrichtsdaten und keine realen Routen-, Fahrzeug- oder Kundeninformationen.

Lernziele: Du kannst Auftragsdaten strukturiert erfassen, Strecken und Fahrzeiten mit korrekten Einheiten berechnen, einen Zeitplan mit Bedienzeiten und einer rechtlich gebotenen Pause entwerfen, einen Kapazitätsabgleich durchführen und eine begründete Dispositionsentscheidung dokumentieren. Du lernst zugleich, wann du bei echten Aufträgen nachfragen und fachkundige Verantwortliche einbeziehen musst.

Schulische Zuordnung: Der KMK-Rahmenlehrplan vom 30.04.2004 führt im ersten Ausbildungsjahr das Lernfeld 4: Verkehrsträger vergleichen und Frachtaufträge im Güterkraftverkehr bearbeiten mit 80 Unterrichtsstunden. Dort werden unter anderem Verkehrswege, EG-Sozialvorschriften und die Disposition von Fahrzeugen und Lademitteln behandelt. Die betriebliche Ausbildungsordnung ist dagegen die bundesrechtliche Verordnung vom 26.07.2004, geändert am 25.05.2009; sie regelt zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse im Ausbildungsbetrieb. Ein Lernfeld ist keine selbstständige betriebliche Rechtsvorschrift. Dieser Kurs ist eine Übung im 1. Ausbildungsjahr, keine verbindliche Rechtsauskunft oder Freigabe eines realen Transports.

Datei:Road transport.svg

Abbildung: Straßentransport als einer von mehreren Verkehrsträgern. Thomaszwilling, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.


Auftragsdaten erfassen und prüfen


Der fiktive Kundenauftrag

Die Kundin Modellmöbel Nord gibt am Übungstag folgenden Auftrag: Abfahrt am Depot D um 07:00 Uhr; sechs Paletten sollen an Lieferstelle A im Zeitfenster 08:30–10:00 Uhr eintreffen und vier Paletten an Lieferstelle B im Zeitfenster 12:45–13:30 Uhr entladen werden. Es handelt sich um verpackte, nicht gefährliche Übungsgüter ohne Temperaturvorgaben. Alle Namen D, A und B bezeichnen erfundene Orte.

Sendung Menge Masse je Palette Gesamtmasse Zeitfenster
D nach A 6 Paletten 650 kg 3.900 kg 08:30–10:00 Uhr
D nach B 4 Paletten 500 kg 2.000 kg 12:45–13:30 Uhr
Gesamt 10 Paletten unterschiedlich 5.900 kg zwei Stopps

Die Sendungsmasse ist hier die gesamte angenommene Bruttomasse der beladenen Ladeeinheiten einschließlich Palette und Verpackung. Reale Aufträge müssen zusätzlich Abmessungen, Ladungssicherung, Zuordnung der Ladeeinheiten, Achslasten, Vertragsangaben und Besonderheiten nachvollziehbar erfassen.


Fachbegriffe für die Auftragserfassung

Auftragserfassung ist die strukturierte Übernahme der Transportanforderungen. Eine Sendung bezeichnet die für einen Transportauftrag zusammengefassten Güter. Ein Zeitfenster ist der Zeitraum, in dem eine vereinbarte Leistung erfolgen soll. Eine Disposition ist die planende Zuordnung von Transportaufträgen zu Personal, Fahrzeugen, Zeit und Transportwegen. Ein Lademittel ist zum Beispiel eine Palette. Nutzlast meint die maximal zulässige Masse der Ladung unter den jeweils geltenden Fahrzeuggrenzen; der fiktive Modellwert ersetzt keine Fahrzeugpapiere.

Kontrollfrage vor Beginn: Sind Abholort und Lieferorte eindeutig, sind Masse und Zahl der Ladeeinheiten plausibel und beziehen sich die Zeitfenster auf Ankunft oder abgeschlossene Entladung? Für unsere Übung gilt ausdrücklich: Die Entladung muss innerhalb des jeweiligen Zeitfensters beginnen und abgeschlossen werden.

Abbildung: Europalette als beispielhaftes Lademittel; das tatsächliche Maß und die Eignung der Ladeeinheit sind separat zu prüfen. Oliver Eltinger, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.


Streckenwahl und Rechenwege


Die Modellstrecke

Für die gewählte Reihenfolge D → A → B → D gibt die fiktive Disposition folgende Fahrstrecken vor: D–A 120 km, A–B 150 km, B–D 90 km. Die Summe beträgt 120 km + 150 km + 90 km = 360 km. Die Kilometer sind reine Modellannahmen; sie dürfen nicht mit Navigationsdaten verwechselt werden.

Das Modell setzt für jeden Fahrtabschnitt eine durchschnittliche Planungsfahrgeschwindigkeit von 60 km/h an, nicht die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Mit Fahrzeit in Stunden = Strecke in km ÷ Durchschnitt in km/h ergibt sich: 120 ÷ 60 = 2,00 h, 150 ÷ 60 = 2,50 h und 90 ÷ 60 = 1,50 h. Insgesamt sind das 6,00 h reine Lenkzeit. Eine Stunde entspricht 60 Minuten, also sind 2,50 h = 2 h 30 min; 2,50 Stunden bedeuten ausdrücklich nicht 2 Stunden 50 Minuten.

Fahrtabschnitt Strecke Ansatz Reine Fahrzeit
D → A 120 km 60 km/h 2 h 00 min
A → B 150 km 60 km/h 2 h 30 min
B → D 90 km 60 km/h 1 h 30 min
Gesamt 360 km Modellannahme 6 h 00 min


Alternativen nicht nur nach Kilometern vergleichen

Eine andere fiktive Reihenfolge D → B → A → D wird mit 430 km angesetzt. Unter demselben Durchschnitt wären das 430 km ÷ 60 km/h = 7 h 10 min reine Fahrzeit, also 70 km mehr und 1 h 10 min mehr als die erste Variante. Beide Alternativen benötigen außerdem Bedienzeiten, passende Pausen und Zeitfensterprüfungen. Kürzer bedeutet nicht automatisch besser: Stau, Zufahrtsbeschränkungen, Umwege, Rampenzeiten, Straßeneignung und Verkehrsrisiken müssen in einem realen Tourenplan gesondert betrachtet werden. In diesem Modell ist D → A → B → D die naheliegende, nachzuprüfende Wahl.

Datei:Semi Truck.jpg

Abbildung: Sattelzug auf einer Straße in den USA; veranschaulicht Straßengüterverkehr, nicht die fiktive Tour. KOMUnews/Anna Burkart, Wikimedia Commons, CC BY 2.0.


Ankunft, Bedienzeiten und Fahrtunterbrechung


Der vollständige Tagesplan

Zusätzlich zu den sechs Stunden Lenkzeit sind an A 30 Minuten und an B 20 Minuten Entladung geplant. Nach 4 Stunden 30 Minuten kumulierter Lenkzeit ist vor weiterer Lenkzeit eine ununterbrochene Fahrtunterbrechung von 45 Minuten eingeplant. Der rechtliche Anknüpfungspunkt ist Artikel 7 der Verordnung (EG) Nr. 561/2006 in der eingesehenen konsolidierten Fassung vom 22.05.2024. Die Anwendung der Vorschriften hängt in echten Fällen vom Fahrzeug, der Fahrt und möglichen Ausnahmen ab; außerdem gelten weitere Vorgaben zu Arbeits- und Ruhezeiten.

Uhrzeit Vorgang Dauer Kumulierte Lenkzeit
07:00–09:00 Fahrt D → A 2 h 2 h
09:00–09:30 Entladung A 30 min Arbeit 2 h
09:30–12:00 Fahrt A → B 2 h 30 min 4 h 30 min
12:00–12:45 Ununterbrochene Fahrtunterbrechung bei B, keine Arbeit 45 min 4 h 30 min
12:45–13:05 Entladung B 20 min Arbeit 4 h 30 min
13:05–14:35 Fahrt B → D 1 h 30 min 6 h

Ergebnis: Lieferstelle A wird von 09:00 bis 09:30 und Lieferstelle B von 12:45 bis 13:05 bedient; beide Zeitfenster werden eingehalten. Die Rückkehr zum Depot erfolgt 14:35 Uhr. Gesamtspanne 7 h 35 min = 6 h Lenkzeit + 50 min Entladung + 45 min Unterbrechung. Entladezeiten zählen hier als Arbeit, nicht als Fahrtunterbrechung. Für eine echte Planung fehlen noch weitere Arbeitsschritte, Fahrzeugkontrollen, Verkehrsprognosen und Reserven; solche Zeiten müssen vor Freigabe berücksichtigt werden.

Fehlerprobe: Wer die 45 Minuten weglässt, kommt rechnerisch um 13:50 Uhr zurück, fährt aber nach 4 h 30 min kumulierter Lenkzeit ohne gebotene Unterbrechung weiter. Eine scheinbar schnellere Rechnung ist deshalb keine tragfähige Disposition.


Medienimpuls und Sprache

Das folgende externe Fachvideo behandelt den Unterschied von Lenk-, Ruhe- und Arbeitszeiten. Der Beitrag stammt von 2020 und ist kein Ersatz für den aktuellen amtlichen Regelungstext:

Hörimpuls: Deutsche Aussprache des Wortes „Truck“ (Jeuwre, CC BY-SA 4.0). Erkläre anschließend den Unterschied zwischen dem allgemeinsprachlichen Begriff und dem hier verwendeten präzisen Fachwort Güterkraftverkehr.


Fahrzeugkapazität und Ladefolge


Zwei Grenzen unabhängig prüfen

Das rein fiktive Fahrzeug besitzt maximal 12 Stellplätze für die im Modell definierten Paletten und eine zulässige Nutzlast von 6.500 kg. Die zehn beladenen Paletten belegen 10 von 12 Stellplätzen; frei bleiben 2 Stellplätze. Die Masse beträgt 3.900 kg + 2.000 kg = 5.900 kg; die modellhafte Nutzlastreserve ist 6.500 kg − 5.900 kg = 600 kg. Beide Bedingungen sind erfüllt: 10 ≤ 12 und 5.900 kg ≤ 6.500 kg.

Wichtig: Stellplätze und Kilogramm sind keine austauschbaren Größen. Die Zahl von Paletten ersetzt weder Lademeter- und Höhenprüfung noch eine Berechnung der Achslasten. Die Massenangabe ersetzt keine Ladungssicherungsplanung. Das Transportmittel darf erst im realen Betrieb nach Prüfung von Ladeeinheiten, Abmessungen, Schwerpunkt, Fahrzeugdaten und geltenden Vorgaben eingesetzt werden.


Entladereihenfolge beachten

Die Lieferung für A muss zuerst zugänglich sein. Ein geeigneter schematischer Ladeplan ordnet deshalb die vier B-Paletten weiter vorn und die sechs A-Paletten näher an der Entladeöffnung an, soweit dies mit Fahrzeug- und Ladungssicherungsanforderungen vereinbar ist. Dies ist nur ein vereinfachtes Gedankenmodell; eine echte Lade- und Sicherungsanweisung darf daraus nicht abgeleitet werden. Ladeplanung, Sicherung und körperliche Durchführung erfolgen ausschließlich durch qualifiziertes Personal nach betrieblichen Vorgaben.

Datei:Postnord lastbil20201223 102715.webm Kurzer Commons-Videoclip eines Lastwagens, nicht des Modells. JanAinali, CC BY-SA 4.0.


Dispositionsentscheidung, Risiken und Dokumentation


Plan, Kontrollpunkte und Reserve

Die bevorzugte Tour D → A → B → D nutzt nach Modell 360 km, 6 Stunden Lenkzeit und 7 Stunden 35 Minuten Gesamtspanne. Belastbarkeit: Beide Lieferfenster werden eingehalten; die Kapazitätsreserven betragen 2 Modell-Stellplätze und 600 kg. Schwachpunkt: Für B beginnt die Entladung genau am Anfang des Lieferfensters. Für einen realen Auftrag wäre eine ausreichende Zeitreserve zu vereinbaren und die Verkehrslage zu bewerten.

Störungstest: Dauert die Entladung bei A statt 30 Minuten nun 60 Minuten, verschieben sich alle nachfolgenden Vorgänge um 30 Minuten. Die Fahrt A → B endet nun um 12:30 Uhr; die 45-Minuten-Unterbrechung endet um 13:15 Uhr. B wird erst 13:15–13:35 Uhr entladen und verfehlt das Fensterende 13:30 Uhr um 5 Minuten. Rückkehr ist 15:05 Uhr. Die richtige Reaktion ist nicht, eine Fahrtunterbrechung zu streichen, sondern frühzeitig die zuständige Disposition und die Kundenseite zu informieren und eine zulässige Alternative zu prüfen.


Dokumentations- und Kontrollschema

Prüffrage Ergebnis im Modell Realer Klärungsbedarf
Liegen vollständige Auftragseckdaten vor? Zwei Sendungen, Zeitfenster und Gewichte erfasst Belege, Abmessungen, Kontakt- und Vertragsdaten prüfen
Ist die Tour rechenbar? 360 km und 6 h reine Fahrzeit Echte Wegstrecke, Verkehr, Zufahrt und geeignete Rastplätze prüfen
Sind Zeitfenster einhaltbar? A ja, B ja ohne zusätzliche Störung Zeiten bestätigen, Puffer einplanen
Ist die Kapazität ausreichend? 10 von 12 Plätzen, 5.900 von 6.500 kg Ladehöhe, Achslast, Ladungssicherung und Fahrzeugpapiere kontrollieren
Sind Pausen berücksichtigt? 45 min nach 4 h 30 min Lenkzeit Anwendungsbereich und sämtliche Lenk-, Arbeits- und Ruhezeitvorschriften prüfen

Eine gute Dispositionsnotiz benennt Annahmen, Rechnung, Ergebnis, Risiken und offene Punkte. Vertrauliche Kunden-, Personen- oder Standortdaten gehören nicht in offene Lernplattformen. Nutze in diesem Kurs ausschließlich die erfundenen Zahlen.


Sicherheits- und Rechtsrahmen

Die europäische Verordnung (EG) Nr. 561/2006, Artikel 7, ist hier für die modellierte Fahrtunterbrechung herangezogen (eingesehene konsolidierte EUR-Lex-Fassung mit Stand 22.05.2024). Der KMK-Rahmenlehrplan 2004 ordnet das Lerngebiet der Berufsschule zu. Die betriebliche Ausbildungsordnung (SpedKfmAusbV, 26.07.2004, geändert 25.05.2009) ist eine andere Rechtsquelle. Keiner dieser Texte wird hier vollständig reproduziert. Auch die fachliche Schulübung ist keine Berufsqualifikation, Fahrerlaubnis, Sicherheitsunterweisung oder Freigabe eines Fahrzeugs. Gefahrgut, technische Anlagen, Krane, Drucksysteme und elektrische Arbeiten sind nicht Gegenstand der praktischen Übung; jede reale Tätigkeit erfordert passende Befähigungen, Aufsicht und betriebliche Verfahren.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Prüfe dein Wissen

Welche gesamte Modellstrecke umfasst die Reihenfolge D nach A nach B nach D? (360 km) (!270 km) (!430 km) (!600 km)



Begründung: Die drei Abschnitte 120 km, 150 km und 90 km ergeben zusammen 360 km; eine einzelne Teilstrecke reicht nicht.

Wie lange dauert der Abschnitt A nach B bei 150 km und 60 km je Stunde? (2 Stunden 30 Minuten) (!2 Stunden 50 Minuten) (!1 Stunde 30 Minuten) (!3 Stunden)



Begründung: 150 geteilt durch 60 ergibt 2,5 Stunden; die halbe Stunde sind 30 Minuten.

Wie viele Paletten muss der modellhafte Lkw zu Beginn aufnehmen? (10 Paletten) (!12 Paletten) (!6 Paletten) (!4 Paletten)



Begründung: Es werden sechs Paletten für A und vier für B geladen, zusammen zehn Ladeeinheiten.

Wie hoch ist die zu Anfang angenommene gesamte Ladungsmasse? (5900 kg) (!6500 kg) (!3900 kg) (!2000 kg)



Begründung: Sechs Paletten mit je 650 kg ergeben 3900 kg und vier mit je 500 kg ergeben 2000 kg.

Wie groß ist die Masse-Reserve gegenüber der fiktiven Nutzlast? (600 kg) (!200 kg) (!1600 kg) (!2600 kg)



Begründung: Von der Modellnutzlast 6500 kg werden 5900 kg Ladungsmasse abgezogen.

Wann ist nach 4 Stunden 30 Minuten Lenkzeit im beschriebenen Regelmodell eine Fahrtunterbrechung vorgesehen? (Vor weiterer Lenkzeit) (!Erst nach neun Stunden Fahrt) (!Nur nach der Rückkehr zum Depot) (!Nur wenn die Kundin es verlangt)



Begründung: Artikel 7 der Verordnung EG 561 aus 2006 verlangt in einschlägigen Fällen nach 4,5 Stunden Lenkzeit mindestens 45 Minuten Unterbrechung.

Was zählt im Modell ausdrücklich nicht als Fahrtunterbrechung? (Die aktive Entladung am Zielort) (!45 Minuten ohne Arbeit auf einem geeigneten Stellplatz) (!Eine rechtlich geeignete Unterbrechung ohne andere Arbeit) (!Die geplante Ruhephase nach Ankunft B)



Begründung: Während aktiver Entladung wird gearbeitet; sie ersetzt keine Fahrtunterbrechung.

Wann beginnt die geplante Entladung an Lieferstelle B? (12 Uhr 45) (!12 Uhr 00) (!13 Uhr 15) (!14 Uhr 35)



Begründung: Die Ankunft ist 12 Uhr; auf die ununterbrochene 45-Minuten-Unterbrechung folgt die Entladung ab 12 Uhr 45.

Was folgt aus einer um 30 Minuten verlängerten Entladung an A im Störungstest? (B wird fünf Minuten nach Ende des Zeitfensters fertig) (!Die Pause entfällt automatisch) (!Die Ladungsmasse erhöht sich) (!Die Fahrstrecke wird kürzer)



Begründung: Die Entladung von B verschiebt sich auf 13 Uhr 15 bis 13 Uhr 35 und verfehlt das Ende um fünf Minuten.

Welche Aussage zur Kapazitätsprüfung ist richtig? (Stellplätze und Nutzlast sind getrennt zu prüfen) (!Zehn Paletten bedeuten immer zehn Tonnen) (!Freie Stellplätze beweisen automatisch sichere Achslasten) (!Eine erfüllte Nutzlast ersetzt jede Ladungssicherung)



Begründung: Sowohl die räumliche Belegung als auch die zulässige Masse und weitere Sicherheitsgrenzen müssen getrennt geprüft werden.



Memory

Ordne jedem Fachwort die eindeutige Erklärung zu.

Nutzlast Zulässige Masse der auf dem Fahrzeug beförderten Ladung unter den einschlägigen Grenzen
Zeitfenster Vereinbarter Zeitraum für eine bestimmte Leistung
Disposition Planung von Fahrzeugen, Transportaufträgen und Zeiten
Lademittel Träger wie eine Palette zur Zusammenfassung von Gütern
Lenkzeit Zeit, während der das Fahrzeug geführt wird
Tourenplan Geordnete Abfolge von Fahrtabschnitten und Stopps





Drag-and-Drop

Ordne die passende Tätigkeit der Station des Planungsprozesses zu.

Gesuchter Arbeitsschritt Beschreibung
Auftrag prüfen Sendungszahlen und Lieferfenster klären
Route bestimmen Die Fahrabschnitte in eine sinnvolle Reihenfolge bringen
Fahrzeiten rechnen Kilometer durch mittlere Planungsfahrgeschwindigkeit teilen
Fahrtunterbrechung einplanen Lenkzeitgrenze vor der nächsten Fahrt berücksichtigen
Kapazität abgleichen Ladeplätze und zulässige Ladungsmasse getrennt prüfen





Kreuzworträtsel

Finde jeweils das gesuchte Fachwort als ein einziges Wort.

Nutzlast Wie heißt die zulässige Masse der beförderbaren Ladung?
Zeitfenster Wie heißt der vereinbarte Zeitraum für eine Anlieferung?
Tourenplan Wie heißt die geordnete Übersicht aus Fahrtabschnitten und Stopps?
Disposition Wie heißt die planende Zuordnung von Transportressourcen?
Lademittel Wie heißt ein Hilfsmittel zum Tragen oder Zusammenfassen von Sendungen?
Fahrzeit Wie heißt die rechnerische Dauer eines Fahrtabschnitts?





LearningApps

Suche passende interaktive Übungen zur Transport- und Tourenplanung. Prüfe fremde Angebote kritisch auf fachliche Richtigkeit und Aktualität.


Lückentext

Ergänze die Begriffe und Werte anhand des fiktiven Tagesplans; jedes Feld prüft genau eine Aussage.

Vervollständige die acht Sätze.
Die Aufgabe beginnt mit der vollständigen

.
Die fiktive Gesamttour ist

Kilometer lang.
Die geplante Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt

Kilometer je Stunde.
Die gesamte reine Lenkzeit beträgt

Stunden.
Nach viereinhalb Stunden Lenkzeit folgt eine Unterbrechung von

Minuten.
Die Lieferung an A besteht aus

Paletten.
Die fiktive Nutzlastreserve beträgt

Kilogramm.
Das Fahrzeug kehrt um

Uhr zum Depot zurück.





Offene Aufgaben


Leicht

  1. Auftragserfassung: Erstelle ein übersichtliches Auftragsblatt für beide rein fiktiven Sendungen mit Anzahl, Masse, Zeitfenster und offenen Rückfragen. Vergleiche es anschließend mit der Falldaten-Tabelle.
  2. Streckenberechnung: Zeichne auf Papier ein Schema D–A–B–D, beschrifte die Strecken und berechne die 360 km mit einem nachvollziehbaren Rechenweg.
  3. Fahrzeit: Rechne alle drei Fahrabschnitte in Stunden und Minuten um und erkläre schriftlich, warum 2,5 h nicht 2 h 50 min entsprechen.
  4. Fachwortschatz: Formuliere für Nutzlast, Zeitfenster, Disposition und Lademittel je eine verständliche Definition mit einem selbst gewählten fiktiven Beispiel.


Standard

  1. Zeitplanung: Entwirf eine Zeitleiste von 07:00 bis 14:35 Uhr und kennzeichne Lenkzeit, Arbeitszeit und Fahrtunterbrechung mit einer selbst gewählten Legende.
  2. Kapazitätsplanung: Prüfe die zehn Paletten gegen zwölf Stellplätze und 5.900 kg gegen 6.500 kg und halte beide Reserven samt Einheit schriftlich fest.
  3. Lieferfenster: Kontrolliere für A und B getrennt, ob die geplanten Entladebeginne und -enden in ihren Zeitfenstern liegen, und begründe das Ergebnis.
  4. Ladeplanung: Skizziere eine rein schematische, nicht ausführungsreife Ladefolge für die zuerst zu entladenden A-Paletten; liste mindestens vier Daten auf, die für einen realen sicheren Ladeplan fehlen.


Schwer

  1. Störungsmanagement: Simuliere die um 30 Minuten verlängerte Entladung an A, berechne alle Folgetermine und verfasse eine sachliche fiktive Kundeninformation ohne personenbezogene Daten.
  2. Tourenvergleich: Vergleiche die 360-km- und 430-km-Variante hinsichtlich Fahrzeit, Lieferfenstern, Betriebsrisiken und plausiblen Umweltwirkungen; trenne Zahlen von Annahmen.
  3. Sensitivitätsanalyse: Untersuche die ursprünglich gewählte Tour mit nur 50 km/h statt 60 km/h. Rechne die drei Fahrabschnitte neu, überprüfe Pause und Lieferfenster und benenne zusätzliche Informationen für eine Freigabe.
  4. Disposition: Erstelle ein einseitiges fiktives Entscheidungsmemo mit Plan A, Störfall, Sicherheitsgrenzen, Eskalationsweg und mindestens drei begründeten offenen Prüfaufträgen für qualifiziertes Personal.




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Lernkontrolle

  1. Frachtauftrag: Erkläre anhand der Zahlen, wie die Art der Kundenvorgabe über die Wahl einer Tour entscheidet und welche Pflichtangaben noch fehlen.
  2. Zeitliche Disposition: Belege rechnerisch, warum die 45 Minuten im Tagesplan keine zusätzliche Lenkzeit sind und warum aktive Entladung nicht als diese Unterbrechung gilt.
  3. Kapazitätsgrenzen: Begründe mit beiden Reservewerten, weshalb ein auslastungsfähiges Fahrzeug noch nicht automatisch betrieblich freigegeben ist.
  4. Störungsanalyse: Weise die Verzögerung von fünf Minuten am Ende des B-Zeitfensters nach und nenne zwei zulässige kommunikative oder organisatorische Reaktionen.
  5. Berufliche Rechtsgrundlagen: Unterscheide den schulischen KMK-Rahmenlehrplan von der bundesrechtlichen betrieblichen Ausbildungsordnung und erläutere die Rolle von Artikel 7 der Verordnung EG 561 aus 2006 im Modell.
  6. Rechenkontrolle: Prüfe die Einheiten km, km/h, h, min und kg in einer selbst erstellten Kontrolltabelle und zeige für mindestens zwei Werte einen unabhängigen Gegencheck.




Lernnachweis

Als Lernnachweis dienen ein vollständig anonymes beziehungsweise fiktives Auftragsblatt, eine sauber beschriftete Routen- und Zeittabelle, die nachvollziehbare Summenrechnung für 360 km und 6 h, ein Pausennachweis, die doppelte Kapazitätskontrolle mit 2 Stellplätzen und 600 kg Reserve sowie eine begründete Störfallentscheidung. Du kannst jeden Wert einschließlich seiner Einheit erklären, den Unterschied zwischen Modellannahme und Realität markieren und fachliche Grenzen benennen. Eine schriftliche Reflexion erläutert, welche Fragen vor einer betrieblichen Freigabe an Disposition und qualifiziertes Fachpersonal weiterzugeben sind.




OER und Wikipedia

Amtliche und fachliche Grundlagen (abgerufen 21.10.2026):

  1. KMK-Rahmenlehrplan, Beschluss 30.04.2004, besonders Lernfeld 4, 1. Ausbildungsjahr, 80 Stunden (schulischer Bereich).
  2. Ausbildungsordnung für Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung, Verordnung 26.07.2004, Änderungsstand 25.05.2009 (betrieblicher Bereich).
  3. BIBB-Berufsprofil, Beschreibung der beruflichen Tätigkeiten und Hinweise auf die beiden Ausbildungsgrundlagen.
  4. EUR-Lex, Verordnung EG Nr. 561/2006, konsolidierter Stand 22.05.2024, insbesondere Artikel 7 zur Fahrtunterbrechung.

Bildungsergänzung aus Wikipedia: Der folgende deutschsprachige Artikel liefert einen fachlichen Einstieg, ist aber kein amtlicher Rechtstext:

Nachweise der eingebundenen Wikimedia-Commons-Dateien:

Datei Exakte Quelldatei Urheberangabe Nachgeprüfte Lizenz
File:Road transport.svg Wikimedia Commons Thomaszwilling CC BY-SA 4.0
File:EPAL-Europalette.jpg Wikimedia Commons Oliver Eltinger CC BY-SA 4.0
File:Semi Truck.jpg Wikimedia Commons KOMUnews; Bildbeschreibung nennt Anna Burkart CC BY 2.0
File:Postnord lastbil20201223 102715.webm Wikimedia Commons JanAinali CC BY-SA 4.0
File:De-Truck.ogg Wikimedia Commons Jeuwre CC BY-SA 4.0

Videoquelle: Arbeitszeitgesetz oder Lenk- und Ruhezeiten – was zählt denn jetzt im Güterkraftverkehr? (Logistik-Kanal, veröffentlicht am 15.09.2020). Der recherchierte YouTube-Eintrag belegt Titel, Kanal und Datum, aber keine freie Creative-Commons-Nachnutzungslizenz; daher nur als externe Einbettung genutzt. Die Angaben im Video können veraltet sein, bei Rechtsfragen hat der aktuelle amtliche Text Vorrang. Die eingebundenen Commons-Dateien werden hier unverändert zugeordnet; bei Bearbeitungen sind die jeweiligen Lizenzpflichten erneut zu prüfen.



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