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Eine betriebliche Verbesserung begründet präsentieren - Finanzen Personal und Unternehmensentwicklung - Ausbildung

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Eine betriebliche Verbesserung begründet präsentieren - Finanzen Personal und Unternehmensentwicklung - Ausbildung

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Einleitung

Du bist im dritten Ausbildungsjahr zur Industriekauffrau oder zum Industriekaufmann. In dieser Lerneinheit bereitest du eine Entscheidungsvorlage für eine vollständig erfundene Unternehmensleitung vor. Du lernst, ein betriebliches Problem mit überprüfbaren Kennzahlen darzustellen, Lösungen wirtschaftlich und sozial abzuwägen und eine begründete Verbesserung überzeugend zu präsentieren. Am Ende kannst du einen begrenzten Pilotversuch empfehlen, ohne eine Umsetzung oder Genehmigung vorwegzunehmen.

Fiktiver Ausbildungsfall: Die „Musterwerk Elbbogen GmbH“ (frei erfunden, keine Verbindung zu einem realen Unternehmen) bearbeitet Anfragen zu Ersatzteilangeboten. Wegen unvollständiger interner Informationen muss der Vertriebsinnendienst häufig Rückfragen an die Disposition senden. Die Geschäftsleitung wünscht eine prüfbare Verbesserung, nicht bloß schön gestaltete Folien. Alle Mengen, Kosten, Beschäftigtenrollen und Zeitwerte dieses Kurses sind didaktische Annahmen; es werden keine Personen- oder Kundendaten verwendet.

Lernziele: Du unterscheidest Beobachtung und Vermutung, erstellst eine Ursachenanalyse, kalkulierst Einsparungen mit Einheiten, berücksichtigst Liquidität und Qualifizierung, entwickelst einen Umsetzungs- und Messplan und formulierst einen adressatengerechten Entscheidungsvorschlag.

Einordnung in die duale Ausbildung: Der schulische KMK-Rahmenlehrplan vom 15.12.2023, abgestimmt auf die Verordnung vom 12.03.2024, enthält im dritten Jahr insbesondere Lernfeld 10 „Jahresabschluss vorbereiten, auswerten und für Finanzierungsentscheidungen nutzen“, Lernfeld 12 „Personalprozesse planen, steuern und kontrollieren“ und Lernfeld 13 „Betriebliche Problemlösungsprozesse innovativ durchführen“. Das übergreifende Lernfeld 2 „Projekte planen und durchführen“ liefert Projekt- und Präsentationsmethoden. Davon zu unterscheiden ist die betriebliche Industriekaufleuteausbildungsverordnung vom 12.03.2024 (BGBl. 2024 I Nr. 94, in Kraft seit 01.08.2024) mit Ausbildungsrahmenplan und berufsprofilgebenden sowie integrativen Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten. Lehrplan-Lernfelder sind keine Paragrafen der betrieblichen Ausbildungsordnung. Nachweise stehen im Quellenabschnitt (Quellenprüfung: 21.10.2026).


Problem und Ziel messbar beschreiben


Ausgangslage als Prozesskette

Eine Anfrage trifft ein, der Vertrieb erfasst den Bedarf, prüft die erforderlichen Angaben, stimmt offene Punkte mit der Disposition ab und erstellt ein Angebot. Die „Rückfrageschleife“ ist ein Beispiel für einen Geschäftsprozess. Prozessschnittstelle bedeutet die Übergabe von Informationen zwischen Beteiligten. Die Qualität dieser Übergabe beeinflusst Durchlaufzeit, Arbeitsbelastung und Kundenerfahrung.

Für das fiktive Vorjahr liegen diese modellhaften Werte vor:

Messgröße Istwert Einheit und Bedeutung
Angebotsanfragen 12.000 Vorgänge je Jahr
Rückfragequote 15 Prozent aller Vorgänge
Zusätzlicher Aufwand je Rückfrage 12 Minuten
Kalkulatorischer Personalkostensatz 35 Euro je produktiver Arbeitsstunde
Angestrebte Rückfragequote nach Pilot 6 Prozent aller Vorgänge

Die Anzahl der Anfragen und die Bearbeitungszeit bleiben in der ersten Rechnung konstant. Das ist eine Modellannahme, keine Prognose. Es werden keine Namen, Einzelvorgänge, Gesprächsmitschnitte oder personenbezogenen Leistungsprofile verwendet.


Kennzahlen verständlich und überprüfbar

Eine Kennzahl verdichtet messbare Informationen. Die Rückfragequote ist Rückfragen geteilt durch alle Vorgänge, multipliziert mit 100 Prozent. Im Istzustand entstehen 12.000 Vorgänge/Jahr × 0,15 = 1.800 Rückfragen/Jahr. Diese verursachen 1.800 × 12 Minuten = 21.600 Minuten/Jahr oder 360 Stunden/Jahr. Bei 35 Euro/Stunde entsprechen sie 12.600 Euro/Jahr kalkulatorischer Bearbeitungszeit.

Das SMART formulierte Ziel lautet: „In der fiktiven Angebotsbearbeitung sinkt die Rückfragequote innerhalb eines zwölfwöchigen Piloten von 15 Prozent auf höchstens 6 Prozent, bei unverändert definierter Zählweise und dokumentierter Datenqualität.“ SMART steht hier für spezifisch, messbar, attraktiv beziehungsweise akzeptiert, realistisch und terminiert. Die Schreibweise ersetzt keine Prüfung der tatsächlichen Zielerreichbarkeit.

Prüffrage: Würdest du eine Quote aus nur zehn Vorgängen genauso sicher beurteilen wie eine Quote aus eintausend? Begründe anhand von Stichprobengröße und Schwankungen.


Ursachen und Verbesserungsalternativen prüfen


Vom Symptom zur plausiblen Ursache

Das Symptom „viele Rückfragen“ belegt noch nicht die Ursache. Nutze das Ursache-Wirkungs-Diagramm (Ishikawa), um mögliche Einflussgrößen zu sammeln: Methode (unklare Pflichtfelder), Information (veraltete Vorlagen), Mensch (abweichende Einarbeitung), Organisation (ungeklärte Zuständigkeit) und IT (unterschiedliche Masken). Markiere jede Aussage als Beobachtung, Hypothese oder bestätigte Ursache. Prüfe Zusammenhänge durch anonymisierte, aggregierte Prozessdaten und Gespräche mit Freiwilligen ohne personenbezogene Fallinformationen.

Ursache-Wirkungs-Struktur; englisches Original von Jake Choules, gemeinfrei. Das Bild liefert eine Methode, keinen Nachweis für den Modellfall.

Als zusätzliche Entscheidungshilfe kannst du Ursachen nach Häufigkeit oder geschätzten Aufwänden ordnen. Eine Pareto-Analyse priorisiert die im konkreten Datensatz wichtigsten Problemgruppen; „80 zu 20“ ist keine Naturkonstante.

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Beispielhafte Schritte der Pareto-Analyse; englische Grafik, Peter Gladdish, CC BY 4.0.


Zwei Alternativen fair vergleichen

Alternative A: Die Teams führen eine standardisierte, freiwillig getestete Prüfliste für Angebotsdaten ein. Einmaliger Einrichtungs- und Schulungsaufwand: modellhaft 2.000 Euro. Die Wirkung ist ungewiss; als Annahme sinkt die Quote nur auf 10 Prozent. Laufende Kosten werden für diesen vereinfachten Vergleich mit 0 Euro/Jahr angesetzt. Alternative B: Eine Plausibilitätsprüfung in der fiktiven Erfassungsmaske ergänzt die abgestimmte Prüfliste. Einmalige Einrichtung 3.200 Euro plus Qualifizierung 1.800 Euro; jährliche Lizenzkosten 1.200 Euro. Als Zielannahme sinkt die Rückfragequote auf 6 Prozent.

Kriterium Alternative A Alternative B
Einmaliger Aufwand 2.000 Euro 5.000 Euro
Laufender Zusatzaufwand 0 Euro/Jahr im Modell 1.200 Euro/Jahr
Annahme Rückfragequote 10 Prozent 6 Prozent
Nicht monetärer Vorteil leicht erklärbare Abläufe zusätzliche Plausibilitätsprüfung
Hauptrisiko inkonsistente manuelle Anwendung Einführungsaufwand und Akzeptanz

Die Nutzwertanalyse kann Ziele wie Datenschutz, Bedienbarkeit, Kosten und Teamakzeptanz gewichtet vergleichen. Die Gewichtung muss vor der Punktevergabe begründet werden. Eurobeträge und subjektive Punkte sind unterschiedliche Größen und dürfen nicht einfach ungewichtet addiert werden.


Wirtschaftlichkeit und Finanzierung begründen


Wirtschaftliche Rechnung für die bevorzugte Alternative

Für Alternative B gilt: 12.000 × 0,06 = 720 Rückfragen/Jahr nach Umsetzung. Gegenüber 1.800 sind das 1.080 vermiedene Rückfragen/Jahr. 1.080 × 12 Minuten = 12.960 Minuten = 216 Stunden/Jahr. Bei 35 Euro/Stunde ergibt sich ein rechnerischer Bruttonutzen von 7.560 Euro/Jahr.

Davon werden die jährlichen Lizenzkosten von 1.200 Euro/Jahr abgezogen: Nettonutzen aus der laufenden Betrachtung = 6.360 Euro/Jahr. Die einmaligen 5.000 Euro werden nicht nochmals als laufende Kosten abgezogen. Die einfache statische Amortisationszeit beträgt 5.000 Euro / (6.360 Euro/Jahr) = 0,786 Jahre ≈ 9,4 Monate. Diese Vereinfachung unterstellt gleichmäßig anfallende Ein- und Auszahlungen, sofortige Wirkung, konstante Mengen, keine Steuern, keinen Zins und keine zusätzlichen Umstellungskosten. Kalkulatorisch frei werdende Zeit ist noch kein tatsächlicher Zahlungseingang. Ob daraus realer zusätzlicher Cashflow wird, hängt unter anderem davon ab, ob Mehrarbeit, Überstunden oder externe Leistungen vermieden oder Kapazitäten produktiv eingesetzt werden können.

Erster Modelljahresvergleich: 7.560 Euro Nutzen − 1.200 Euro Lizenz − 5.000 Euro Einmalaufwand = 1.360 Euro rechnerischer Überschuss, wenn der Nutzen ein volles Jahr erreicht wird. Bei nur 70 Prozent des angesetzten Bruttonutzens bleiben 0,70 × 7.560 − 1.200 = 4.092 Euro/Jahr und eine statische Amortisation von 5.000 / 4.092 ≈ 1,22 Jahren. Der Sensitivitätstest zeigt: Die Entscheidung ist annahmenabhängig.


Liquidität und Geldquelle getrennt bewerten

Rentabilität beschreibt die Vorteilhaftigkeit einer Maßnahme, Liquidität die Fähigkeit, fällige Zahlungen zu leisten. Selbst eine rechnerisch rentable Verbesserung kann die kurzfristige Zahlungskraft belasten. Der erfundene Betrieb verfügt laut gesonderter Planungsannahme über 18.000 Euro kurzfristig frei verfügbare Zahlungsmittel; davon sind mindestens 12.000 Euro für andere fällige Verpflichtungen reserviert. Die Investition von 5.000 Euro könnte rechnerisch aus den restlichen 6.000 Euro finanziert werden; es blieben 1.000 Euro Puffer. Dies ist keine vollständige Liquiditätsplanung, und eine Freigabe folgt daraus nicht.

Alternativ wäre ein Kredit zu prüfen; vereinfachte 6 Prozent Zins auf 5.000 Euro für ein volles Jahr ohne Tilgung würden 300 Euro Zinsen ergeben. Eine tatsächliche Kreditbewertung muss Laufzeit, Tilgungen, Gebühren, Effektivzins, Sicherheiten und Zahlungszeitpunkte einbeziehen. Vergleiche Eigenfinanzierung und Fremdfinanzierung deshalb anhand von Kosten, Flexibilität und Liquiditätsrisiko. Für eine Entscheidungsvorlage sind Zahlungsplan und Verantwortliche erforderlich.

PDCA-Kreislauf als Struktur für kontrollierte Verbesserung; englische Grafik von Karn Bulsuk, CC BY 4.0. Bildnachweis mit Autorenlink im OER-Abschnitt.


Team, Pilotphase und Umsetzung absichern


Personal und Beteiligung

Vor einer Prozessänderung fragt die fiktive Projektgruppe: Wer braucht Schulung, wer übernimmt die Qualitätssicherung und welche Rückmeldungen gibt es aus Vertrieb, IT, Disposition, Datenschutz und ggf. Interessenvertretung? Qualifizierung bedeutet die Entwicklung der für den neuen Ablauf benötigten Fähigkeiten. Die angesetzten 1.800 Euro sind eine pauschale didaktische Annahme für Schulungszeit und Materialien, kein Preisangebot.

Vermeide die Fehlannahme, dass 216 eingesparte Stunden automatisch den Abbau einer Stelle begründen. Die frei werdende Kapazität kann für Kundenkommunikation, Rückstandsabbau oder bessere Datenpflege geplant werden; tatsächlicher Personalbedarf ist gesondert zu prüfen. Beteilige Mitarbeitende an Test und Feedback, beachte Zuständigkeiten, Datenschutz und betriebliche Mitbestimmungsregeln. Verwende nur fiktive Testdatensätze und aggregierte Kennzahlen.


PDCA und verantwortliche Pilotierung

Der PDCA-Zyklus strukturiert das Vorgehen: Plan (Problem, Ziel, Messdefinition, Risiken), Do (begrenzter Pilot mit Testdaten und qualifizierter Betreuung), Check (Vorher-Nachher-Vergleich und Gegenindikatoren), Act (verbessern, dokumentieren oder begründet stoppen). Notiere vor dem Start Stop-Kriterien: eine unzulässige Datenverarbeitung, nicht beherrschbare Fehler oder erhebliche Störungen verhindern die Ausweitung.

Deutschsprachiges Vertiefungsvideo: Hans-Dieter Schat, „KVP Kontinuierlicher Verbesserungsprozess in 9 Minuten einfach erklärt“ (23.01.2024); externe YouTube-Einbettung, keine offene Videolizenz unterstellt.

Pilotplan: Woche 1–2 Anforderungen und Datenschutzprüfung, Woche 3–4 Einrichtung am Testsystem, Woche 5 Schulung, Woche 6–11 begleiteter Testbetrieb mit freigegebenen Daten, Woche 12 Auswertung und Entscheidung. IT-Freigabe, Personalbeteiligung und reale Durchführung wären Aufgaben autorisierter Fachkräfte, nicht der Lernenden allein.

Exemplarisches Gantt-Diagramm, nicht der echte Zeitplan des Falls; Frank Murmann, gemeinfrei.


Entscheidung überzeugend präsentieren


Kernbotschaft und Folienlogik

Eine Entscheidungsvorlage enthält Ausgangsproblem, belegte Beobachtung, Ziel, geprüfte Alternativen, Rechenweg, Risiken, Beteiligung, Pilotbedingungen und einen eindeutigen Entscheidungspunkt. Passe Sprache und Detailgrad an das Publikum an: Die Geschäftsführung benötigt wirtschaftliche Konsequenzen, das Projektteam Verantwortlichkeiten, Beschäftigte nachvollziehbare Auswirkungen. Vermeide überladene Folien und verwechsle prognostizierte Einsparungen nicht mit bereits gemessenen Effekten.

Ein überzeugender Aufbau in sechs Stationen:

  1. Auftrag: Wo verursacht die Rückfrageschleife Aufwand?
  2. Befund: 1.800 Rückfragen/Jahr im simulierten Istzustand.
  3. Ziel: Höchstens 6 Prozent Rückfragenquote nach Pilot.
  4. Alternativen: Geringer Eingriff A oder technisch gestützte Variante B.
  5. Wirtschaftlichkeit und Risiko: 6.360 Euro/Jahr modellhafter Nettonutzen für B, 9,4 Monate statische Amortisation unter Annahmen.
  6. Beschlussvorschlag: Erst einen beaufsichtigten, datenschutzgeprüften Pilot genehmigen, danach über Ausweitung entscheiden.

Beispiel für einen argumentativen Schlusssatz: „Ich empfehle, für Alternative B einen begrenzten Pilot mit 5.000 Euro einmaligem Budget und definierten Stop-Kriterien zu prüfen. Die Rechnung zeigt ein Potenzial, keine garantierte Einsparung. Nach zwölf Wochen entscheiden wir anhand der gemessenen Quote und aller Nebenwirkungen über die Fortsetzung.“


Gegenfragen, Visualisierung und Transparenz

Zeige mindestens eine Folie mit einem nachrechenbaren Zahlenweg sowie eine zweite mit Einwänden: Effekt bleibt aus, Mitarbeitende benötigen mehr Zeit, falsche Daten werden blockiert, Datenschutz ist ungeklärt oder Lizenzkosten steigen. Auf jeden Einwand gehört eine Prüfmethode. Bei einem alternativen Nutzen von lediglich 70 Prozent verlängert sich die statische Amortisation auf rund 1,22 Jahre; zeige diesen Wert offen.

Deutschsprachiges Erklärvideo „Kontinuierlicher Verbesserungsprozess“ von HYMER #EMPOWERMENT (16.03.2024); externe YouTube-Einbettung, keine offene Videolizenz unterstellt.

Übe eine dreiminütige Präsentation mit einer sachlichen Rückfrage-Runde. Lass Mitlernende die Einheiten, Annahmen und Grenzen deiner Schlussfolgerungen prüfen. Die professionelle Aussage lautet nicht „Der Erfolg ist sicher“, sondern „Der Vorschlag ist prüfbar, begrenzt und reversibel“. Dieser Kurs ersetzt weder betriebliche Freigaben noch Befähigungsnachweise; Arbeiten an gefährlichen technischen Systemen sind nicht Bestandteil dieses Lernfalls.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Prüfe dein Wissen

Wie viele Rückfragen gibt es bei 12.000 Vorgängen und 15 Prozent Rückfragequote? (1800 Rückfragen pro Jahr) (!120 Rückfragen pro Jahr) (!720 Rückfragen pro Jahr) (!12000 Rückfragen pro Jahr)



Begründete Rückmeldung: 12.000 mal 0,15 ergibt 1.800 Vorgänge mit Rückfragen. Die Einheit bleibt Rückfragen pro Jahr.

Wie viele zusätzliche Arbeitsstunden fallen bei 1.800 Rückfragen zu je 12 Minuten an? (360 Stunden pro Jahr) (!216 Stunden pro Jahr) (!180 Stunden pro Jahr) (!360 Minuten pro Jahr)



Begründete Rückmeldung: 1.800 mal 12 sind 21.600 Minuten; durch 60 geteilt sind das 360 Stunden.

Welche Aussage ist im Verbesserungsprojekt eine überprüfbare Zielgröße? (Die Rückfragequote soll im Pilot auf höchstens 6 Prozent sinken) (!Alle Beschäftigten sind sofort zufriedener) (!Die neue Software ist grundsätzlich die beste) (!Nach der Änderung gibt es keine Risiken mehr)



Begründete Rückmeldung: Eine vorab definierte Quote und ein Zeitraum ermöglichen eine überprüfbare Wirksamkeitskontrolle.

Welche Aussage beschreibt eine Ursachenhypothese korrekt? (Unklare Pflichtfelder könnten Rückfragen auslösen und müssen geprüft werden) (!Jede Rückfrage entsteht nachweislich durch fehlende Motivation) (!Die IT ist immer die alleinige Ursache) (!Die erste Vermutung gilt bereits als Messbefund)



Begründete Rückmeldung: Ein Ursache-Wirkungs-Diagramm ordnet Vermutungen; erst geeignete Daten und Prüfungen können sie bestätigen.

Wie viele Rückfragen entfallen modellhaft beim Rückgang von 15 auf 6 Prozent? (1080 Rückfragen pro Jahr) (!900 Rückfragen pro Jahr) (!1800 Rückfragen pro Jahr) (!216 Rückfragen pro Jahr)



Begründete Rückmeldung: Die Differenz beträgt neun Prozentpunkte. Neun Prozent von 12.000 sind 1.080.

Wie hoch ist der rechnerische Bruttonutzen bei 216 ersparten Stunden zu 35 Euro? (7560 Euro pro Jahr) (!6360 Euro pro Jahr) (!5000 Euro pro Jahr) (!216 Euro pro Jahr)



Begründete Rückmeldung: 216 Stunden pro Jahr mal 35 Euro pro Stunde ergeben 7.560 Euro pro Jahr vor Lizenzkosten.

Was ergibt sich als jährlicher laufender Nettonutzen nach 1200 Euro Lizenzkosten? (6360 Euro pro Jahr) (!7560 Euro pro Jahr) (!5000 Euro pro Jahr) (!1360 Euro pro Monat)



Begründete Rückmeldung: Vom Bruttonutzen 7.560 Euro pro Jahr werden 1.200 Euro jährliche Zusatzkosten abgezogen.

Welche einfache statische Amortisationsdauer ergibt sich näherungsweise? (9 Komma 4 Monate) (!2 Monate) (!24 Monate) (!94 Monate)



Begründete Rückmeldung: 5.000 Euro geteilt durch 6.360 Euro pro Jahr sind rund 0,786 Jahre bzw. 9,4 Monate.

Welche Aussage über frei werdende Arbeitsstunden ist fachlich richtig? (Kalkulatorisch eingesparte Zeit ist nicht automatisch ein Geldzufluss) (!Jede eingesparte Minute erhöht sofort den Bankbestand) (!Freie Arbeitsstunden müssen automatisch Stellenabbau auslösen) (!Die tatsächliche Zahlungswirkung braucht nicht geprüft zu werden)



Begründete Rückmeldung: Der Nutzwert freier Kapazität und die Liquiditätswirkung hängen von ihrer realen Verwendung ab.

Welche Empfehlung entspricht einem verantwortlichen Entscheidungsvorschlag? (Einen begrenzten Pilot mit Prüfkriterien und Freigaben vorschlagen) (!Die Software ohne Abstimmung sofort überall aktivieren) (!Datenschutzfragen erst nach dem Rollout bearbeiten) (!Die angenommene Einsparung als gemessenen Erfolg ausgeben)



Begründete Rückmeldung: Die Pilotphase prüft Nutzen und Risiken, bevor eine zuständige Stelle über eine breite Einführung entscheidet.


Memory

Ordne die sechs Fachbegriffe ihrer jeweils passenden Erklärung zu.

Kennzahl Messgröße zur verdichteten Beurteilung eines Sachverhalts
Amortisation Zeitraum bis zum rechnerischen Rückfluss eines Einsatzes
Liquidität Fähigkeit zur fristgerechten Zahlung fälliger Verpflichtungen
Stakeholder Von einer Entscheidung betroffene oder daran interessierte Gruppe
Sensitivität Veränderung eines Ergebnisses bei geänderten Annahmen
Pilotphase Räumlich oder zeitlich begrenzte Erprobung einer Veränderung





Drag-and-Drop

Verbinde jede Vorgehensweise mit ihrer Rolle in einer begründeten Präsentation.

Begriff zuordnen Bedeutung im Verbesserungsprozess
Istaufnahme Ausgangszustand anhand definierter Daten erfassen
Ursachenprüfung Vermutete Gründe durch Informationen untersuchen
Variantenvergleich Mehrere umsetzbare Lösungen mit gleichen Kriterien bewerten
Wirtschaftlichkeitsrechnung Geldwerte Kosten und Nutzen mit Einheiten gegenüberstellen
Wirksamkeitskontrolle Nach einem Pilot Soll und Ist nach gleicher Messregel vergleichen





Kreuzworträtsel

Finde die deutschen Fachwörter aus den Hinweisen.

Kennzahl Messgröße zur vergleichbaren Beschreibung der Prozessleistung
Amortisation Rechnerischer Zeitraum bis zur Rückgewinnung eines Einsatzes
Liquidität Fähigkeit zur Zahlung fälliger Verbindlichkeiten
Pilotphase Begrenzter Test vor einer breiten Einführung
Rückfrage Erneute Nachfrage wegen unklarer Angaben
Nutzwert Bewertungsgröße für qualitative Entscheidungskriterien





LearningApps

Suche nach ergänzenden, externen Lernspielen zu Prozessverbesserung und betrieblicher Präsentation; die Treffer sind nicht einzeln auf Richtigkeit geprüft.


Lückentext

Ergänze zentrale Rechenschritte und Entscheidungen des vollständig fiktiven Modellfalls.

Ergänze jeweils genau einen Begriff oder Zahlenwert.
Die Anzahl der Angebotsanfragen beträgt jährlich

.
Die ursprüngliche Rückfragequote beträgt

Prozent.
Damit entstehen zunächst

Rückfragen im Jahr.
Die Zielquote beträgt

Prozent.
Nach Erreichen des Ziels bleiben

Rückfragen jährlich.
Es werden somit

Rückfragen vermieden.
Die frei werdende Bearbeitungszeit umfasst

Stunden pro Jahr.
Der rechnerische jährliche Bruttonutzen beträgt

Euro.
Nach Abzug der Lizenzkosten beträgt der jährliche laufende Nettonutzen

Euro.
Die einmalige Anfangsausgabe beträgt

Euro.
Die Verbesserungsmethode Plan Do Check Act wird kurz als

bezeichnet.
Vor einer großflächigen Einführung dient eine

der Wirksamkeitsprüfung.



Offene Aufgaben


Leicht

  1. Prozessskizze: Zeichne aus rein fiktiven Angaben die fünf Stationen der Angebotsbearbeitung und markiere die Rückfrageschleife; beschrifte die Schnittstellen.
  2. Kennzahlenkarte: Berechne 1.800 Rückfragen und 360 Stunden im Istzustand mit Formel, Zahlenwert und Einheit; kontrolliere die Rechnung unabhängig.
  3. Zielkarte: Schreibe die Zielsetzung in einem Satz mit Basiswert, Zielwert, Messdefinition und zwölfwöchiger Frist.
  4. Ursachenkarte: Sammle mindestens sechs denkbare Ursachen in zwei Kategorien und kennzeichne jede als Hypothese statt als Tatsache.


Standard

  1. Variantenmatrix: Vergleiche A und B anhand von Datenschutz, Aufwand, Bedienbarkeit und Akzeptanz; begründe eigene Gewichte und erläutere die Grenzen subjektiver Punkte.
  2. Wirtschaftlichkeitsblatt: Rechne für Alternative B die 216 Stunden, 7.560 Euro Bruttonutzen, 6.360 Euro laufenden Nettonutzen und rund 9,4 Monate Amortisation nach.
  3. Pilotzeitplan: Erstelle einen zwölfwöchigen Testplan mit Meilensteinen, Aufgabenverantwortung, Schulung und dokumentierten Abbruchbedingungen ohne reale Betriebsdaten.
  4. Kurzvortrag: Gestalte sechs sachliche Folien für die fiktive Geschäftsführung, sprich drei Minuten und sammle anhand eines Kriterienbogens Feedback.


Schwer

  1. Unsicherheit rechnen: Vergleiche 100, 70 und 50 Prozent Realisierung des angenommenen Bruttonutzens; berechne jeweils laufenden Nettonutzen und statische Amortisation.
  2. Zahlungsplan: Stelle bei 18.000 Euro frei verfügbaren Mitteln, 12.000 Euro gebundenem Mindestbedarf und 5.000 Euro Anfangsausgabe den verbleibenden Puffer dar; bewerte ein ergänzendes Kreditangebot nur als Hypothese.
  3. Beteiligungsplan: Entwickle für einen fiktiven Test eine Qualifizierungs- und Kommunikationsstrategie mit datensparsamem Feedback, Interessenausgleich und Zuständigkeiten.
  4. Kritische Entscheidung: Verfasse eine einseitige Vorlage mit Empfehlung, Gegenargument, Alternativenvergleich, Stop-Kriterien, offen benannten Annahmen und einem Messplan für die Entscheidung nach der Pilotphase.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Begründen: Erkläre, warum eine niedriger gewordene Rückfragequote noch nicht nachweist, welche einzelne Ursache für die Veränderung verantwortlich war.
  2. Übertragen: Berechne den jährlichen Nettonutzen neu, wenn 216 Stunden zu nur 25 Euro statt 35 Euro bewertet werden; beurteile die Folgen für die Entscheidung.
  3. Rechnen: Weise rechnerisch nach, dass bei 70 Prozent realisiertem Bruttonutzen die Amortisationszeit über zwölf Monate liegt; beschreibe zwei Grenzen der Methode.
  4. Abwägen: Erkläre, weshalb eine günstige statische Amortisation allein nicht genügt, um die kurzfristige Zahlungsfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen.
  5. Perspektiven wechseln: Begründe, wie Beteiligung und Qualifizierung bei einer Softwareänderung wirtschaftliche Wirksamkeit und Beschäftigteninteressen zugleich beeinflussen können.
  6. Entscheidung formulieren: Entwerfe einen transparenten Abschluss mit konkretem Antrag, Kostenrahmen, Messwerten, Risiken und Bedingungen für einen Pilot.

Selbstcheck und Lösungshinweise: Bei 25 Euro/Stunde ergeben 216 Stunden × 25 Euro/Stunde = 5.400 Euro/Jahr Bruttonutzen und 4.200 Euro/Jahr nach 1.200 Euro Lizenzkosten; die statische Amortisationszeit beträgt dann 5.000 / 4.200 ≈ 1,19 Jahre. Bei 70 Prozent der ursprünglichen Bruttoannahme ergeben sich 5.292 Euro/Jahr vor Lizenz und 4.092 Euro/Jahr danach; 5.000 / 4.092 ≈ 1,22 Jahre. Vollständige Antworten benötigen zusätzlich eine plausible Begründung und die Einordnung der Zahl als Modellwert.


Lernnachweis

Als Lernnachweis legst du eine anonymisierte oder vollständig fiktive Dokumentation vor: beschriftetes Prozessbild, Zieldefinition, Ursachenhypothesen, Rechentabelle mit Formeln und Einheiten, begründeter Alternativenvergleich, Liquiditäts- und Risikoüberblick, Pilot- und Beteiligungsplan sowie eine kurze Präsentation mit Quellenverzeichnis. Bewertet werden Nachvollziehbarkeit der Zahlen, Unterscheidung von Annahme und Messbefund, adressatengerechte Kommunikation, Perspektiven der Beteiligten und der verantwortliche Umgang mit Grenzen und Freigaben. Die Lernkontrolle ist didaktisch und keine amtliche Abschlussprüfung.


OER und Wikipedia

Amtliche Orientierung (Quellenstand geprüft am 21.10.2026):

Fachliche Grundlagen zur Vertiefung:

Geprüfte Mediennachweise (die Dokumentationslinks führen zu den konkreten Wikimedia-Commons-Dateiseiten bzw. Videos; Lizenzangaben gelten nur für die bezeichneten Dateien):

Eingebettete Datei oder Video Quelle Urheber bzw. Kanal Lizenz und Rechtehinweis
File:Fishbone.svg Wikimedia Commons Jake Choules Gemeinfrei laut Dateiseite
File:Pareto analysis process diagram.svg Wikimedia Commons Peter Gladdish CC BY 4.0
File:PDCA Cycle.svg Wikimedia Commons Karn Bulsuk – bulsuk.com CC BY 4.0, Urheberhinweis beachten
File:Gantt diagramm.svg Wikimedia Commons Frank Murmann Gemeinfrei laut Dateiseite
https://www.youtube.com/watch?v=Yn2NBFLW0Co YouTube – KVP in 9 Minuten Hans-Dieter Schat Ideenmanagement Externe Plattform-Einbettung; keine CC- oder OER-Videolizenz nachgewiesen, Rechte verbleiben beim Berechtigten
https://www.youtube.com/watch?v=xuV9x5-u6nI YouTube – KVP einfach erklärt HYMER #EMPOWERMENT Externe Plattform-Einbettung; keine CC- oder OER-Videolizenz nachgewiesen, Rechte verbleiben beim Berechtigten

Die Bilder sind allgemeine Visualisierungen und keine Dokumente des Modellunternehmens. Eine passende fachbezogene Audioaufnahme oder Animation mit verifizierbarer Herkunft und geeigneten Rechten wurde nicht zusätzlich eingebettet; erfundene Medien werden vermieden. Videos besitzen Ton und Bewegtbild, stehen aber nicht automatisch unter offener Lizenz. Bei späterer Weiterverwendung sind die jeweiligen Dateiseiten und Plattformbedingungen erneut zu prüfen.



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