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Ein Marketingkonzept mit Maßnahmen entwickeln - Marketing und Kostenentscheidungen in der Industrie - Ausbildung

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Ein Marketingkonzept mit Maßnahmen entwickeln - Marketing und Kostenentscheidungen in der Industrie - Ausbildung

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Einleitung

Du arbeitest im zweiten Ausbildungsjahr als Industriekaufmann oder Industriekauffrau. In diesem aiMOOC erstellst du ein vollständiges Marketingkonzept: Du analysierst den Markt, definierst eine Zielgruppe, leitest messbare Ziele ab, entscheidest dich für passende Marketinginstrumente, planst Kosten und beurteilst die Ergebnisse. Marketing ist nicht nur Werbung, sondern die systematische Ausrichtung des Angebots an Kundenbedürfnissen.

Fiktiver Ausbildungsfall: Die frei erfundene Nordwerk Kreislaufprodukte GmbH produziert die ebenfalls erfundene wiederverwendbare Transportbox LoopBox 60 für trockene, ungefährliche Kleinteile im industriellen Ersatzteilversand. Der Vertrieb ist auf Geschäftskunden im deutschsprachigen Raum ausgerichtet. Produkt, Unternehmen, Messwerte und Konkurrenten sind ausschließlich Modellannahmen. Die Box ist kein für Gefahrstoffe oder sicherheitskritische Anwendungen freigegebenes Produkt. Du bearbeitest nur kaufmännische Planszenarien und führst keine realen Versand-, Anlagen- oder Produktionsversuche durch.

Lernziel: Am Ende kannst du ein abgestimmtes Marketingkonzept als Entscheidungsvorlage mit Zielgruppe, Positionierung, SMART-Zielen, Marketing-Mix, Maßnahmenplan, Budget, Kennzahlen und Handlungsempfehlung erstellen.

Einordnung (Stand der herangezogenen Ordnungsmittel: 2024; Quellen geprüft am 21.10.2026): Der KMK-Rahmenlehrplan für die Berufsschule vom 15.12.2023 ordnet die Kompetenz im Lernfeld 9: Marketingkonzepte planen und umsetzen, zweites Ausbildungsjahr, Zeitrichtwert 80 Stunden ein. Davon zu unterscheiden ist die betriebliche Industriekaufleuteausbildungsverordnung vom 12.03.2024 mit Ausbildungsrahmenplan; sie regelt unter anderem Marketingmaßnahmen in der betrieblichen Ausbildung. Zeitrichtwerte und schulische Lernfelder sind nicht mit betrieblichen Ausbildungspositionen gleichzusetzen. Maßgeblich sind auch die jeweiligen Landeslehrpläne und betrieblichen Vorgaben.

Fachsprach-Audio (Wikimedia Commons): Datei:De-Marketing.ogg – Aussprache von „Marketing“; Jeuwre, CC BY-SA 4.0. Das Audio vermittelt nur die Aussprache und ersetzt keine fachliche Erklärung.


Markt, Kundenbedürfnisse und Informationsbasis


Den Arbeitsauftrag strukturieren

Ein Marketingkonzept ist ein abgestimmter Plan von Ausgangslage bis Erfolgskontrolle. Halte zuerst Produkt, Zeitraum, Zielgebiet, verantwortliche Personen und Budgetgrenze fest. Für LoopBox 60 soll ein zwölfwöchiger Test, ausschließlich mit simulierten Daten, vorbereitet werden. Der Auftrag lautet: ein wirtschaftlich vertretbares Konzept für zusätzliche B2B-Verkäufe vorlegen. Die Geschäftsführung genehmigt in diesem Modell höchstens 6.000 € Netto-Marketingausgaben.

Bei einer Marktanalyse untersuchst du den gegenwärtigen Markt, bei Marktbeobachtung seine Entwicklung über die Zeit. Primärforschung erhebt neue Daten, etwa durch freiwillige Interviews mit fiktiven Einkaufsverantwortlichen im Rollenspiel. Sekundärforschung nutzt bereits vorhandene Informationen, etwa öffentlich zugängliche Branchenberichte. Prüfe stets Veröffentlichungsdatum, Stichprobe, Interessenlage und Übertragbarkeit. Modellzahlen sind keine belastbaren Branchenstatistiken.


Zielgruppen und Buying Center

Die Segmentierung teilt potenzielle Käufer nach nachvollziehbaren Merkmalen auf, etwa Branche, Betriebsgröße, Verwendung und Beschaffungshäufigkeit. Das Zielsegment umfasst im Modell mittelgroße Ersatzteilversender mit wiederkehrenden Lieferungen trockener Teile. Ihr Bedarf: standardisierte Behälter, nachvollziehbare Stückkosten und praktikable Rückführung. Das Buying Center beschreibt mehrere Personen, die B2B-Käufe beeinflussen: Einkauf achtet auf Preis und Konditionen, Logistik auf Handhabung, Controlling auf Gesamtkosten und Nachhaltigkeitsmanagement auf belegbare Aussagen. Eine einzige Werbebotschaft reicht deshalb selten.

Modellhafte Befragung: 20 frei erfundene Unternehmen werden für eine Rollenspielauswertung befragt; zwölf betonen Lieferzuverlässigkeit, elf die Stückkosten, neun eine Mehrwegoption. Mehrfachnennungen sind möglich: 12 + 11 + 9 ergibt keine Summe von 20 verschiedenen Betrieben. Aus dieser kleinen nicht repräsentativen Simulation darfst du keine Marktanteile ableiten.


Ausgangslage mit SWOT prüfen

Die SWOT-Analyse trennt interne Stärken und Schwächen von externen Chancen und Risiken. Für Nordwerk: Stärke ist die modulare Boxgröße, Schwäche ein noch kleiner Vertriebskanal; Chance sind mögliche Kundenanforderungen an Mehrweglösungen, Risiko ist ein Wettbewerber mit bestehenden Rahmenverträgen. Ohne geprüftes Ökobilanzgutachten darf Nordwerk keine pauschale CO₂-Einsparung bewerben. SWOT ist eine Arbeitshypothese, kein wissenschaftlicher Beweis.

Grafik (englisch): SWOT-Matrix; Peter Gladdish, CC BY 4.0; Quelle und Lizenz in der Medientabelle.

Deutschsprachiges externes Erklärungsvideo zur SWOT-Analyse: StudioEinfach, YouTube, veröffentlicht 17.11.2025; Plattformvideo, keine freie Nachnutzungslizenz behauptet.


Ziele, Positionierung und Marketingstrategie


Nutzenversprechen formulieren

Positionierung meint die begründete Stellung eines Angebots aus Sicht der gewählten Kundengruppe. Nordwerk positioniert LoopBox 60 nicht als billigste Box, sondern als wiederverwendbare und standardisierte Option für wiederkehrende Kleinteilsendungen. Das Nutzenversprechen lautet im Modell: „Eine einheitliche Mehrwegbox erleichtert die Planung wiederkehrender Ersatzteilsendungen.“ Eine reale Einsparung muss erst durch Daten belegt werden. Ein Alleinstellungsmerkmal ist nur dann glaubwürdig, wenn es tatsächlich gegen Alternativen geprüft wurde.

STP-Methode: Segmentieren (S), Zielsegment wählen (T = Targeting), Positionierung entwickeln (P). Die Entscheidung „mittelgroße Versender“ ist für eine gezielte Fachkampagne geeigneter als „alle Unternehmen“. Alternativen sind beispielsweise eine breite Marktansprache oder Konzentration auf einzelne Branchen; bewerte jede nach Marktpotenzial, Erreichbarkeit, Vertriebsfähigkeit und Kosten.


SMART und Zielkonflikte

SMART steht für spezifisch, messbar, attraktiv beziehungsweise akzeptiert, realistisch und terminiert. Ein prüfbares Modellziel lautet: „Innerhalb von zwölf Wochen 50 zusätzliche Aufträge über zusammen 200 LoopBox-60-Einheiten gewinnen und dabei höchstens 6.000 € für Marketing ausgeben.“ Dabei sind zusätzlich und durch die Kampagne verursacht noch gesondert nachzuweisen; Prognosen garantieren keinen Erfolg.

Weitere Ziele: mindestens 150 qualifizierte Anfragen; verlässliche und sachliche Produktinformation; rechtlich zulässige Ansprache; keine unbelegten Umweltversprechen. Zielkonflikt: hohe Reichweite kann viele unqualifizierte Kontakte und hohe Kosten erzeugen. Definiere vorab, was als qualifizierter Lead und neuer Auftrag gilt, und hole die betrieblich vorgeschriebenen Freigaben ein.


Den Marketing-Mix zusammenstellen


Die vier Instrumentengruppen

Der Marketing-Mix verbindet die vier klassischen 4 P: Product (Produkt), Price (Preis und Konditionen), Place (Vertrieb und Distribution), Promotion (Kommunikation). Die Maßnahmen müssen zusammenpassen: Ein B2B-Angebot mit beratungsbedürftigen Konditionen braucht andere Vertriebskanäle als ein preisgünstiges Konsumgut.

Grafik (spanische Beschriftungen): klassische 4 P; Jorgetarlea, CC BY-SA 4.0; Quelle und Lizenz in der Medientabelle.

Instrument Ausgestaltung im fiktiven Fall Entscheidungsgrund
Produktpolitik Standardisierte LoopBox 60, nachvollziehbares Datenblatt, optionale Rückgabeorganisation nur nach Vertragsprüfung Funktion, Nutzung und belegbare Vorteile
Preispolitik Angebotspreis 120 € netto je Box; Mengenrabatte erst nach Deckungsbeitragsprüfung Kosten decken und Positionierung begründen
Distributionspolitik Direkter B2B-Vertrieb mit Angebotsprozess über qualifizierte Anfragen Technische und kaufmännische Beratung ermöglichen
Kommunikationspolitik Fach-Webinar, rechtlich geprüfte gezielte E-Mail-Ansprache, Suchmaschinenanzeigen Entscheider sachlich informieren und Anfragen messbar machen

B2B-Besonderheit: Kaufentscheidungen können dauern und mehrere Rollen umfassen. Deshalb sind etwa ein herunterladbares Datenblatt, ein geschulter Vertriebskontakt und eine nachvollziehbare Gesamtkostenrechnung sinnvoll. Für echte Preislisten, Kundenkontakte und Produktbehauptungen gelten die betrieblichen Freigabeprozesse.

Deutschsprachiges animiertes Fachvideo zur Distributionspolitik: Studyflix, YouTube, veröffentlicht 31.07.2019. Urheberrecht bleibt beim Anbieter; Einbettung ersetzt keine Lizenz zur Bearbeitung.


Preis und variable Kosten rechnerisch prüfen

Alle folgenden Zahlen sind frei erfundene Netto-Modellwerte ohne Umsatzsteuer. Der angenommene Nettoverkaufspreis beträgt 120 €/Box; variable Herstellkosten 70 €/Box, variable Versand- und Auftragskosten 8 €/Box. Die variablen Kosten betragen damit 70 + 8 = 78 €/Box. Der Stückdeckungsbeitrag beträgt 120 − 78 = 42 €/Box. Das Verhältnis 42 €/120 € = 35 % beschreibt die Stückdeckungsbeitragsquote. Die Marketingausgabe von 6.000 € wird als zusätzlicher, kampagnenbezogener Fixbetrag betrachtet; sonstige Unternehmensfixkosten und Steuern sind in dieser vereinfachten Kampagnenrechnung nicht enthalten.

Der Stückdeckungsbeitrag ist nicht der Unternehmensgewinn. Ein Preisnachlass von 10 € senkt ihn bei unveränderten Kosten auf 32 €/Box. Vor einer Rabattaktion überprüfst du daher ihre zusätzliche Absatzwirkung und die Genehmigung der Preisgestaltung.


Konkreter Maßnahmenplan mit Budget


Vom Ziel zur verantwortlichen Maßnahme

Plane für jede Maßnahme Zielsegment, Botschaft, Kanal, Kosten, verantwortliche Funktion, Termin, Freigabe und Erfolgsmessung. Eine Maßnahme ist eine konkrete Aktion, etwa ein Online-Fachseminar; eine Strategie gibt die grundsätzliche Stoßrichtung vor, etwa beratungsorientierte Fokussierung. Die folgende Tabelle ist eine reine Übung ohne reale Kontaktaufnahme.

Maßnahme Laufzeit Verantwortlich im Planspiel Budget netto Messung
Digitales Fach-Webinar mit sachlichem Produktdatenblatt Wochen 1–4 Marketing und Vertrieb 2.800 € Qualifizierte Anfragen nach Webinar
Rechtlich geprüfte, zielgerichtete B2B-E-Mail-Kommunikation Wochen 3–8 Marketing mit Datenschutzprüfung 1.200 € Zulässige Kontakte und bestätigte Rückmeldungen
Suchmaschinenkampagne zu konkreten Beschaffungsproblemen Wochen 5–12 Digitalmarketing 2.000 € Klicks, qualifizierte Leads und Angebote
Gesamt Zwölf Wochen 6.000 € Kostenlimit eingehalten

Rechenkontrolle: 2.800 € + 1.200 € + 2.000 € = 6.000 €. Lege Freigabepunkte vor Kampagnenstart, vor dem Versand von Nachrichten und bei der Halbzeit-Auswertung fest. Bei Abweichungen dokumentierst du Änderung, Grund, Kostenwirkung und Zuständigkeit. Keine echte Nachricht wird ohne die rechtlichen und betrieblichen Prüfungen verschickt.


Kundenpfad und Kennzahlenannahmen

Eine mögliche Planrechnung beschreibt den Verkaufstrichter (Funnel): 6.000 Websitebesuche → 150 qualifizierte Leads → 100 Angebote → 50 neue Aufträge → 200 Boxen. Im Modell enthält jeder neue Auftrag durchschnittlich vier Boxen. Die Besuch-zu-Lead-Rate beträgt 150 / 6.000 = 2,5 %; die Lead-zu-Angebot-Rate 100 / 150 = 66,7 %; die Angebot-zu-Auftrag-Rate 50 / 100 = 50 %. Diese Stufen sind hypothetisch und nicht mit echten Kampagnenergebnissen gleichzusetzen.

Abbildung (englisch): Sichtbarkeit, Interesse, Abwägung, Kauf und Bindung; Zuko.io Images, CC BY 2.0; Quelle und Lizenz in der Medientabelle.

Achtung: Ein Websitebesuch ist nicht automatisch eine einzelne natürliche Person. Tracking, Lead-Erfassung und Einwilligungen benötigen rechtliche Prüfung. Bestellungen können ohne oder aufgrund mehrerer Kontakte entstehen. Deshalb ist die Kausalität einer Werbemaßnahme aus einem einfachen Trichter allein nicht erwiesen.


Wirtschaftlichkeit, Kontrolle und Verbesserungen


Kampagnenbeitrag und Gewinnschwelle

Bei 200 zusätzlichen Boxen ergibt sich ein zusätzlicher Deckungsbeitrag von 200 Boxen × 42 €/Box = 8.400 €. Nach Abzug des Kampagnenbudgets bleiben 2.400 € positiver Kampagnenbeitrag vor übrigen Fixkosten, Steuern und möglichen Rücksendungen. Die Kampagne deckt ihre eigenen Zusatzkosten rechnerisch ab 143 zusätzlichen Boxen, denn 6.000 € / 42 €/Box = 142,857 Boxen; auf volle verkaufte Boxen ist aufzurunden. Bei 142 Boxen bleiben 142 × 42 − 6.000 = −36 €, bei 143 Boxen sind es +6 €.

Szenariovergleich:

Zusätzliche Boxen Zusätzlicher Stückdeckungsbeitrag Kampagnenbeitrag nach 6.000 €
120 5.040 € −960 €
200 8.400 € +2.400 €
240 10.080 € +4.080 €

Weitere Kennzahl: Kampagnenkosten je gewonnenem Auftrag = 6.000 € / 50 Aufträge = 120 €/Auftrag. Bei 200 zusätzlichen Boxen entsprechen die Marketingkosten 30 €/Box. Beide Kennzahlen setzen die fiktiven 50 Neuaufträge und deren nachvollziehbare Zuordnung voraus. Der Bruttoumsatz der 200 Boxen im Modell beträgt 24.000 € netto (200 × 120 €); Umsatz ist weder Deckungsbeitrag noch Gewinn.


Risiken, Datenschutz, Umwelt und Evaluation

Eine realistische Entscheidungsvorlage berücksichtigt Unsicherheit: Werden nur 120 Boxen zusätzlich verkauft, ist der Kampagnenbeitrag −960 €. Steigen die variablen Kosten um 5 €/Box auf 83 €/Box, sinkt der Stückdeckungsbeitrag auf 37 €/Box; bei 200 Boxen bleiben 200 × 37 − 6.000 = 1.400 €. Die rechnerische Kostendeckung liegt dann bei 6.000 / 37 = 162,16, also 163 Boxen.

Überprüfe beim echten Einsatz datenschutzrechtliche Zulässigkeit (z. B. DSGVO), werberechtliche Anforderungen (insbesondere UWG), Urheberrechte an Grafiken und die sachliche Richtigkeit von Produkt- und Nachhaltigkeitsaussagen. Dies sind Prüffelder, keine pauschale Erlaubnis. E-Mail-Werbung an Unternehmen ist nicht schon wegen B2B ohne Weiteres zulässig. Nutze im Unterricht ausschließlich frei erfundene Datensätze.

Auswertung: Vergleiche Plan und Ist; dokumentiere Datenquelle, Zeitraum, Verteilung nach Kanälen, Stornierungen, Deckungsbeitrag und Unsicherheit. Empfiehl bei ungenügendem Ergebnis eine überprüfbare Anpassung, etwa eine zielgruppenspezifische Produktinformation statt eine größere ungezielte Anzeigenreichweite. Berücksichtige wirtschaftliche, ökologische und soziale Kriterien getrennt. Emissionsvorteile dürfen ohne belastbare Vergleichsmethode nicht behauptet werden.

Merke: Das fertige Marketingkonzept besteht aus Situationsanalyse, Zielgruppe, Nutzenversprechen, überprüfbaren Zielen, abgestimmtem Marketing-Mix, Maßnahmen- und Terminplan, Kosten-/Wirtschaftlichkeitsrechnung sowie Controlling mit Freigabe- und Verbesserungsprozess.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Prüfe dein Wissen

Welche schulische Zuordnung passt zum Kurs nach dem KMK-Rahmenlehrplan von 2023? (Lernfeld 9 im zweiten Ausbildungsjahr) (!Lernfeld 10 im zweiten Ausbildungsjahr) (!Lernfeld 2 im dritten Ausbildungsjahr) (!Ein eigenständiges betriebliches Prüfungsfach)



Rückmeldung: Lernfeld 9 behandelt das Planen und Umsetzen von Marketingkonzepten. Die betriebliche Ausbildungsordnung ist ein anderes Ordnungsmittel.

Was gehört in einer SWOT-Analyse zu den internen Faktoren? (Stärken und Schwächen des Unternehmens) (!Chancen und Bedrohungen des Marktes) (!Wechselkurse und Marktwachstum) (!Gesetze und neue Wettbewerber)



Rückmeldung: Stärken und Schwächen beschreiben interne Merkmale. Chancen und Risiken liegen außerhalb des Unternehmens.

Wofür steht der Begriff Zielsegment? (Eine bewusst ausgewählte Gruppe potenzieller Kunden) (!Alle Menschen mit Internetzugang) (!Nur die bestehenden Mitarbeitenden) (!Die Summe der Werbeausgaben)



Rückmeldung: Die Zielgruppe wird anhand geeigneter Merkmale ausgewählt und mit konkreten Bedürfnissen beschrieben.

Was ist bei einem SMART-Marketingziel wichtig? (Ein messbarer Wert und ein fester Zeitraum) (!Nur eine möglichst optimistische Formulierung) (!Eine unbegrenzte Laufzeit) (!Ein Ziel ohne Ausgangsdaten und Zuständigkeit)



Rückmeldung: Messwert und Termin erlauben eine spätere Prüfung; Realismus und Akzeptanz müssen ebenfalls begründet sein.

Welches Instrument gehört zur Distributionspolitik? (Die Entscheidung über direkten B2B-Vertrieb) (!Die Gestaltung eines Markenlogos) (!Die Höhe eines Preisrabatts) (!Der Inhalt einer Presseanzeige)



Rückmeldung: Distributionspolitik regelt Absatzwege und Verfügbarkeit. Rabatte zählen zur Preis- und Konditionenpolitik.

Wie hoch sind die variablen Kosten je LoopBox im Modell? (78 Euro je Box) (!70 Euro je Box) (!42 Euro je Box) (!120 Euro je Box)



Rückmeldung: Die variablen Kosten ergeben sich aus 70 Euro Herstellung plus 8 Euro Versand und Auftragskosten je Box.

Wie hoch ist der Deckungsbeitrag je Box bei 120 Euro Preis und 78 Euro variablen Kosten? (42 Euro je Box) (!198 Euro je Box) (!30 Euro je Box) (!6 Euro je Box)



Rückmeldung: Der Stückdeckungsbeitrag ist der Nettoerlös abzüglich der variablen Kosten: 120 minus 78 gleich 42 Euro.

Wie viele zusätzliche Boxen decken rechnerisch mindestens 6000 Euro Kampagnenkosten? (143 Boxen) (!142 Boxen) (!120 Boxen) (!200 Aufträge)



Rückmeldung: 6000 geteilt durch 42 ergibt etwa 142 Komma 86. Da nur ganze Boxen verkauft werden, wird auf 143 aufgerundet.

Was zeigt eine Conversion Rate von 150 qualifizierten Leads bei 6000 Websitebesuchen? (2 Komma 5 Prozent Besuch zu Lead) (!25 Prozent Besuch zu Lead) (!40 Prozent Besuch zu Lead) (!150 Prozent Besuch zu Lead)



Rückmeldung: 150 durch 6000 mal 100 ergibt 2 Komma 5 Prozent. Das ist eine Modellkennzahl und kein Nachweis für Werbewirkung.

Welche Aussage zu Umweltwerbung und B2B-E-Mails ist sachgerecht? (Aussagen und Kontaktaufnahme müssen vorab rechtlich und fachlich geprüft werden) (!Jede B2B-E-Mail ist ohne Prüfung erlaubt) (!Eine Mehrwegbox ist immer klimaneutral) (!Jede frei verfügbare Grafik darf ohne Urhebernennung verändert werden)



Rückmeldung: Weder die Geschäftskundeneigenschaft noch Mehrwegfähigkeit belegen automatisch die Rechtmäßigkeit oder einen messbaren Umweltvorteil.


Memory

Finde jeweils den Fachbegriff und seine einmalige Bedeutung.

Segmentierung Einteilung potenzieller Kunden in unterscheidbare Gruppen
Positionierung Gewünschter Platz des Angebots aus Kundensicht
Deckungsbeitrag Verkaufserlös abzüglich variabler Kosten
Primärforschung Erhebung bisher nicht vorliegender Daten
Conversion Übergang von einer definierten Prozessstufe zur nächsten
Distribution Auswahl der Absatzwege zum Käufer





Drag and Drop

Ordne die jeweiligen Planungsschritte der passenden Funktion zu.

Passender Planungsschritt Funktion im Marketingkonzept
Kundenbedarf erkunden Bedürfnisaussagen durch Marktforschung sammeln
Zielgruppe eingrenzen Relevantes Kundensegment begründet wählen
Nutzenversprechen formulieren Besonderen nachvollziehbaren Kundennutzen ausdrücken
Maßnahmen budgetieren Ausgaben den geplanten Aktionen zuordnen
Ergebnisse kontrollieren Istwerte mit zuvor definierten Zielen vergleichen





Kreuzworträtsel

Schreibe jeweils ein deutsches Fachwort ohne Leerzeichen.

Marketing Gesamtheit marktorientierter Entscheidungen und Aktivitäten
Zielgruppe Menschen oder Betriebe mit passenden Kaufbedürfnissen
Positionierung Gewünschte Wahrnehmung eines Angebots im Vergleich zu Alternativen
Rabatt Vereinbarter Preisnachlass
Vertrieb Unternehmensfunktion für die Absatzabwicklung
Kennzahl Messgröße zur Beurteilung eines Zielerreichungsgrads





LearningApps

Suche hier interaktive Übungen zum Thema und prüfe deren fachliche Passung vor der Bearbeitung.


Eigenständiger Lückentext

Trage in jede Lücke genau einen passenden Begriff beziehungsweise Modellwert ein.

Vervollständige das Marketingkonzept.
Die Einteilung des Gesamtmarkts in Teilgruppen heißt

.
Eine klar ausgewählte Kundengruppe ist die

.
Die Entscheidung über Preis und Rabatte gehört zur

.
Die Entscheidung zwischen direktem und indirektem Verkauf gehört zur

.
Der Modell-Nettoverkaufspreis je Box beträgt

Euro.
Die variablen Modellkosten je Box betragen

Euro.
Der Stückdeckungsbeitrag je Box beträgt

Euro.
Das gesamte Kampagnenbudget beträgt

Euro.
Mindestens

zusätzliche Boxen decken die Kampagnenkosten.
Die Zahl von 150 Leads aus 6000 Besuchen entspricht einer Rate von

Prozent.
Bei 200 zusätzlichen Boxen verbleibt nach den Kampagnenkosten ein Beitrag von

Euro.
Die Gegenüberstellung geplanter und tatsächlicher Messwerte heißt

.



Offene Aufgaben


Leicht

  1. Rechercheprotokoll: Formuliere drei Fragen an die fiktiven Einkaufsrollen und kennzeichne, welche Information primär beziehungsweise sekundär erhoben wird.
  2. Zielgruppensteckbrief: Beschreibe die mittelgroßen Ersatzteilversender mit drei objektiven Auswahlmerkmalen und einem wichtigen Kundenproblem.
  3. SWOT-Karten: Ordne die vier modellhaften Aussagen zu Nordwerk den internen oder externen SWOT-Feldern zu und begründe jede Zuordnung.
  4. Stückrechnung: Erstelle eine Tabelle mit Nettoverkaufspreis, beiden variablen Kostenarten und Stückdeckungsbeitrag inklusive Einheit und vollständigem Rechenweg.


Standard

  1. Nutzenargumentation: Verfasse zwei unterschiedlich adressierte, nicht übertriebene Kurztexte für Einkauf und Logistik mit je einer belegbaren Nutzenidee.
  2. Maßnahmenposter: Gestalte einen übersichtlichen Entwurf der vier P für LoopBox 60 und erkläre zwei Wechselwirkungen zwischen den Instrumenten.
  3. Projektzeitplan: Erstelle einen zwölfwöchigen Zeitplan mit Zuständigkeiten, zwei Freigabepunkten und den drei geplanten Budgetpositionen.
  4. Kennzahlenblatt: Berechne die drei Funnel-Raten und Kosten je Neuauftrag; erkläre die Grenzen der vorliegenden Modellzahlen.


Schwer

  1. Preis-Szenario: Prüfe rechnerisch einen Rabatt von 10 Euro je Box und ermittle die neue Mindestabsatzmenge zum Ausgleich von 6000 Euro Marketingkosten.
  2. Sensitivitätsanalyse: Vergleiche 120, 200 und 240 zusätzliche Boxen und eine Kostensteigerung um 5 Euro je Box mit Ergebnis und unternehmerischer Empfehlung.
  3. Freigabeprotokoll: Erstelle für eine fiktive E-Mail-Aktion eine Prüfliste für Rechtsgrundlage, Werberecht, Produktversprechen, Bildrechte und interne Freigabe, ohne echte Kontakte anzuschreiben.
  4. Entscheidungsvorlage: Erstelle eine dreiseitige Empfehlung mit SWOT, Zielsegment, Positionierung, SMART-Zielen, Maßnahmen, Budget, Risiken, Plan-Ist-Kennzahlen und einer begründeten Entscheidung.




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Lernkontrolle

  1. Zielgruppenentscheidung: Begründe anhand des Buying Centers, warum eine breit gestreute Werbung weniger geeignet sein könnte als die gewählten B2B-Kanäle.
  2. Zielprüfung: Prüfe, ob 50 Aufträge mit durchschnittlich vier Boxen das 200-Boxen-Ziel erreichen, und beschreibe die noch offene Frage der Zusätzlichkeit.
  3. Break-even: Belege rechnerisch, weshalb 142 Boxen nicht genügen, 143 Boxen aber die Kampagnenkosten decken.
  4. Preissensitivität: Berechne bei variablen Kosten von 83 Euro je Box den neuen Stückdeckungsbeitrag und die Break-even-Menge.
  5. Risikobewertung: Erkläre, warum B2B-E-Mails und Klimaschutzbehauptungen vor Veröffentlichung geprüft werden müssen, auch wenn keine personenbezogenen Echtdaten verwendet werden.
  6. Transfer: Schlage ein überprüfbares Verfahren vor, um Anfragen über die Kampagne von ohnehin zu erwartenden Verkäufen zu unterscheiden.




Lernnachweis

Dein Lernnachweis ist ein eigener, aus fiktiven Daten erstellter Marketingkonzept-Entwurf. Er enthält: eine nachvollziehbare Markt- und Zielgruppenanalyse, ein belegbares Nutzenversprechen, mindestens zwei SMART-Ziele, einen abgestimmten Vier-P-Mix, einen terminierten Maßnahmenplan, ein Budget von höchstens 6.000 €, die Rechnungen zu Stückdeckungsbeitrag und Kostendeckung sowie mindestens drei Kennzahlen und eine rechtlich vorsichtige Reflexion. Eine Musterrechnung kann mit 120 € Nettoerlös je Box, 78 € variablen Kosten und 42 € Stückdeckungsbeitrag überprüft werden. Bewerte die Leistung nach fachlicher Richtigkeit, Nachvollziehbarkeit, Einheiten, Quellennachweis, kritischer Reflexion und verständlicher Präsentation. Das Ergebnis ist eine Ausbildungsübung, weder Produktfreigabe noch offizielle Prüfung oder Befähigungsnachweis.


OER und Wikipedia

Amtliche und fachliche Orientierung; Abruf 21.10.2026, keine Wiedergabe geschützter Volltexte:

Nachweise zu eingebundenen Medien:

Datei oder Video Originalnachweis Urheber Nachgewiesene Lizenz bzw. rechtlicher Hinweis
File:SWOT analysis matrix diagram.svg Wikimedia Commons Peter Gladdish CC BY 4.0
File:Marketing Mix 4P.svg Wikimedia Commons Jorgetarlea CC BY-SA 4.0
File:The Stages of a Marketing Funnel.jpg Wikimedia Commons Zuko.io Images CC BY 2.0
File:De-Marketing.ogg Wikimedia Commons Jeuwre CC BY-SA 4.0
https://www.youtube.com/watch?v=t8nuWrqHJTA Videoeintrag 17.11.2025 StudioEinfach – Wissen, das Klick macht! Plattforminhalt; keine Creative-Commons-Lizenz nachgewiesen, keine Nachnutzung außerhalb zulässiger Einbettung
https://www.youtube.com/watch?v=J0CnTGvfZSM Videoeintrag 31.07.2019 Studyflix Plattforminhalt; keine Creative-Commons-Lizenz nachgewiesen, keine Nachnutzung außerhalb zulässiger Einbettung

Die Originaldateien bleiben unverändert, es werden keine eigenen Medien erzeugt. Verfügbarkeit und Einbettungsrechte externer Plattformvideos können sich ändern. Sichtbare Lizenzhinweise und die zugehörigen Quellverweise sind bei Weiterverwendung beizubehalten.

Vertiefung:



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